5.11.2009

Eva Redselig

Die Auskunftsfreude einer Kundin, der Journalistin Eva Schweitzer, könnte dem Plagiats-Suchdienst TextGuard langfristig das Geschäftsmodell verhageln. Sie habe ein “Gesamtpaket” gebucht, mit dem TextGuard nach unerlaubten Veröffentlichungen ihrer Artikel suche, ließ die Autorin freimütig in ihrem taz-Blog verlauten. Was nach dem Kontext recht eindeutig besagte: Ich zahle nichts, kriege aber auch nur im Erfolgsfall Geld.

Dummerweise ist es dann aber nicht mehr so einfach mit den exorbitanten Anwaltshonoraren, die in den Abmahnungen in Rechnung gestellt werden. In Schweitzers Fall waren es knapp 1.000 Euro, die ein Blogger allein an den angeblich von Schweitzer, faktisch aber wohl eher von TextGuard in Marsch gesetzten Juristen zahlen sollte.

(Wobei es dann auch Praxis ist, dass Anwälte ihre Honorare teilweise wieder an den Auftraggeber erstatten und sich so künftige Mandate sichern. Sie sollen ja nicht die einzigen sein, die am Abmahnwesen verdienen. Das nennt sich dann “Abmahnpartnerschaft”.)

Anwaltskosten können von einem Abgemahnten aber regelmäßig nur in der Höhe verlangt werden, wie sie letztlich auch der Abmahner selbst zahlen würde. Zum Beispiel, wenn sich herausstellt, dass der Abgemahnte pleite ist. Oder, was ja vorkommen soll, sich die Abmahnung als haltlos erweist.

Wird aber ein Komplett- bzw. Rundum-Sorglos-Paket auf Erfolgsbasis vereinbart, hat der beauftragte Anwalt gar keinen Gebührenanspruch gegen den Abmahner. Mit der Folge, dass der Abgemahnte auch nichts erstatten muss; jedenfalls nicht die gesetzlichen, bei entsprechenden Streitwerten sehr hohen Gebühren.

Von daher ist es wenig verwunderlich, wenn Firmen wie TextGuard sehr auf die Geheimhaltung ihrer Verträge bedacht sind. Kommen die Vereinbarungen nämlich ans Licht, so wie durch Eva Redselig, eröffnen sich für die Abgemahnten ganz neue Einwendungen.

Diese Gegenargumente sind durchaus vielversprechend. So muss zum Beispiel der bekannte Hamburger Abmahnanwalt Clemens Rasch demnächst in den Zeugenstand treten. Ein Gericht möchte von ihm wissen, ob die Musik- und Filmindustrie ihm tatsächlich jene gesalzenen Gebühren erstattet, die er in seinen Abmahnschreiben lange Zeit geltend machte. Hier geht es um Millionenbeträge.

(In jüngster Zeit werden beim Film-, Musik- und Pornoabmahnungen ja fast nur noch Pauschalen gefordert, die im Vergleich zu den Goldgräberzeiten fast mitleidserregend niedrig sind. Letztlich stellen sich aber auch wieder ähnliche Fragen, wenn im Falle der Nichtzahlung der Pauschale doch wieder die angeblich “tatsächlich angefallenen” Anwaltsgebühren vor Gericht eingefordert werden – sofern ausnahmsweise mal tatsächlich geklagt wird.)

Kein Wunder also, dass der Geschäftsführer von TextGuard nicht begeistert von Eva Schweitzers Auskunftsfreude ist und, so berichtet es Telepolis, eine Art Geheimnisverrat bejammert. Vielleicht hat er ja den Mumm, die Journalistin deswegen juristisch zu belangen.

Man wird ja noch träumen dürfen.

78 Kommentare zu “Eva Redselig”

  1. Annegrete meint: (5.11.2009 um 20:26) AntwortenReply to this comment

    By the way: http://www.copyscape.com
    Recht einfach und in den Grundfunktionen kostenlos.

  2. Bernhard meint: (5.11.2009 um 20:45) AntwortenReply to this comment

    »Eva, ik liebe dir«, sagte er
    und freute sich auf den Prozeß noch mehr.

    Noch besser ist natürlich, man kann dem Gericht mal so einen schriftlichen "All-inklusive-ohne-Risiko"-Vertrag vorlegen. Dann werden die Klägervertreter plötzlich ganz bleich und verlassen fluchtartig das Gerichtsgebäude.

  3. Carl meint: (5.11.2009 um 20:55) AntwortenReply to this comment

    Eine Frage zu den Gebühren, genauer: der Streitwertfestsetzung.

    Wie kommt es eigentlich zu diesen absurd hohen Streitwerten in den Abmahnverfahren?

    Denn dass Songs runterladen ohne zu bezahlen nicht rechtmäßig ist, dürfte dem Gros der Abgemahnten bekannt sein. Und es danach zu Forderungen des Rechteinhabers kommen kann wohl auch. Aber wie wird gerechtfertigt, dass eine Abmahnung letztlich genauso teuer ist wie das eintausendfache herunterladen des Songs bei Itunes und Co.

  4. Debe meint: (5.11.2009 um 21:39) AntwortenReply to this comment

    Angenommen, ich hätte eine Abmahnung von Frau Redseligs Mietmäulern bekommen (habe ich nicht) und diese auch noch bezahlt (hätte ich nicht). Gäbe es Chancen darauf, das Geld wiederzusehen? Wäre hier strafrechtlich etwas zu machen (Betrug)? Ich würde mich einfach schaden)freuen, wenn das Abmahngesocks selber vor den Kadi müsste.

  5. Finn Fogel meint: (5.11.2009 um 21:45) AntwortenReply to this comment

    @Carl: Häufig nutzte der Abgemahnte einen P2P Client, könnte also auch Titel hochgeladen haben, wodurch der Schaden größer wird.

    Des Weiteren wird teilweise unterstellt, jeder der einen Titel illegal runtergeladen hat hat auch noch mehr, ergo Die Rechteinhaber und der Anwalt verdienen ein höheres sümmchen bei Erfolg.

    @Debe: Evt. könnte aus § 812 BGB ein Anspruch bestehen. (Ich bin juristischer Laie also keine Garantie ;) )

  6. hauke meint: (5.11.2009 um 22:05) AntwortenReply to this comment

    Auch wir (gemeinnütziger Verein, der ein nichtkommerzielles monothematisches Web-Nachrichtenportal betreibt) wurden im April diesen Jahres Ziel einer Abmahnung von Herrn Will aus Hamburg, im Namen der Nachrichtenagentur AFP, deren Namen im Zusammenhang mit Frau Schweitzer auch schon fiel. Das Papier aus Hamburg sah stark nach einer Kopiervorlage aus, das ohne großen Arbeitsaufwand kopiert worden war. Herr Will hatte sogar vergessen, Seite zwei der Vollmacht seiner Mandantin samt der Unterschrift mit hineinzustecken.

    Es wurde festgestellt, dass wir das Urheberrecht der Mandantin mit zwei Textmeldungen verletzt hätten, die wir 2003 veröffentlicht haben. In den beiden 1000-Zeichen-Meldungen hatten wir lediglich Informationen der AFP als Quelle verwendet und einen O-Ton eines Experten übernommen. Die Texte selbst konnten von uns einwandfrei als selbst geschrieben herausgestellt werden, immerhin enthielten sie grammatikalische Fehler, die man bei Agenturmeldungen eher selten trifft. Leider waren die Originale aber nicht mehr auffindbar und auch Herr Will weigerte sich standhaft, uns die Originale verfügbar zu machen. Somit bestand bei uns ein Risiko, dass wir eventuell doch eine Urheberrechtsverletzung begangen hätten. Seine Forderung beliefen anfänglich auf 735 Euro (davon 335 Euro Geschäftsgebühr bei einem angesetzten Gegenstandswert von 10400 Euro). Die kurzen AFP-Meldungen müssen also wirkliche Goldminen gewesen sein. Die Zahlungsfrist lag übrigens nur zwei Werktage nach dem Eintreffen des Schreibens, es erreichte uns am Samstag des Osterwochenendes.

    Zwar zeigte sich Herr Will telefonisch geneigt, seine Forderungen zu halbieren, als er erfuhr, dass wir gemeinnützig sind. Seine erzwungene Nachreichung der Vollmacht führte auch zu einer Fristverlängerung von einer Woche (!), die wir aber wegen unseres vor allem übers Netz aktiven Vereins ebenso nicht wahrnehmen konnten. Wir baten – im Hinblick auf die Verteilung des Vorstands über mehrere Zeitzonen – um eine weitere Fristverlängerung. Diese Mailkonversation wurde von Herrn Will zunehmend unfreundlich und kurzatmig beantwortet. Schließlich erhöhte er – nach Ablauf der Frist – und unsere Bitte auf Aufschub ignorierend seine ursprüngliche Forderung auf 1100 Euro (400 für die Mandantin+ 700 Geschäftsgebühr). Sein Angebot von halbierten Forderungen aufgrund unserer Gemeinnützigkeit ließ er damit fallen.

    Das letzte was wir (jemals) von ihm hörten: Er werde sich nicht auf Diskussionen dieser Art einlassen (wir forderten erneut die Übergabe der Original-Agenturmeldungen). Dies sei seine letzte Nachricht "in dieser Runde". Er "mache diesen Beruf schon zu lange", um sich "auf diese Art von Diskussion einzulassen". Im Anhang seiner Mail war eine Warnung, vermutlich in Hinblick auf "Stufe zwei": Ein Screenshot des im Blogbeitrag erwähnten TextGuard, samt Adresszeile im Browser mit einer in Hamburg gehosteten DynDNS-Adresse. Wir haben diese URL einmal abgetippt und konnten den verwendeten Account direkt verwenden, um selbst nach Urheberrechtsverletzungen zu suchen. Ein weiterer Screenshot zeigte übrigens einen zitierten Text aus unserem Webforum, den er ebenfalls als "klar als Meldung" identifizierte. Auch dieses Ergebnis dürfte ihm der TextGuard geliefert haben. Der konnte nicht erkennen, dass es sich hier bloß um einen Forenbeitrag mit (kurzem) Zitat handelte. Zitate in Forenbeiträgen sind ja juristisch eine ganz andere Baustelle – und wir begannen uns zu fragen, ob er uns nun mit Abmahnungen in allen Bereichen unterziehen will oder nur die letzten Geschütze zur Einschüchterung auffährt.

    Wir haben zur Sicherheit die Sache an diesem Punkt doch noch einem Anwalt übergeben, der Herrn Will in unserem Namen antwortete, womit die Sache gegessen war (keine Reaktion). Das war zwar im Nachhinein Geldverschwendung (unser Verein zahlt selbst ein kurzes anwaltliches Beratungsgespräch nicht aus der Portokasse), aber wir sind um eine wertvolle Erfahrung reicher: Nämlich dem gesunden Menschenverstand schon am Anfang trauen und so haltlose Vorwürfe einfach direkt zurückweisen.

  7. Bax (Link) meint: (6.11.2009 um 00:34) AntwortenReply to this comment

    Der TEXTGUARD-Heini gehört mit zur "Abmahn-Abzock-Familie"
    —> http://copydefense.de/index5.html und dort gelangt man dann unter "Text & Contentschutz" zur TEXTGUARD-Interpräsenz.

    Der Hinweis zum Abmahn-Abzock-Ober-Indianer "Clemens Rasch" ist gar nicht 'mal so verkehrt…

    –> http://www.boersenblatt.net/160664/

    Das ist ein Bericht über ein "anti-piracy-Kaffeekränzchen" mit der versammelten Abmahn-Abzock-Mafia. Zum TEXTGUARD-Heini

    ———————————–

    (ZITAT Anfang) "14.30 Uhr
    Claus-Michael Gerigk ist Geschäftsführer der Lernhaus GmbH, die Textplagiate im Internet aufspürt. Thema des Vortrags: Das Ausmaß der Kopie

    Technik
    Lernhaus extrahiert automatisch aus einem Text die 10 Wörter mit der geringsten Wortwahrscheinlichkeit. Die Wörter werden im Internet gesucht. Ergebnisliste 1

    Lernhaus extrahiert 10 weitere Wörter aus dem gleichen Text. Internetsuche. Ergebnisliste 2
    Beide Listen werden gegeneinander gestellt.

    Kochrezepte können nicht erkannt werden, da die Zutaten immer gleich sind. Ähnliche Problematik bei juristischen Texten.

    Probleme machen bei der Suche verschiedene HTML-Versionen/Sprachen.

    Die meisten Textplagiaten machen sich die Mühe den Text leicht umzuschreiben.

    Lernhaus sucht nicht in den illegalen Tauschbörsen, nur auf Homepages.

    Workflow
    Daten einlesen – Suchprozeß – Treffer prüfen -Reports abgeben – Nachbearbeitung

    Idee: Kopierer zu Kunden machen
    Kopierer anschreiben und auf Plagiat hinweisen. Dem Kopierer Angebot unterbreiten für Legalisierung seiner Artikel. Lernhaus hat damit gute Erfolge.

    Abschlussworte von Herrn Gerigk:
    Menschen und Probleme getrennt von einander behandeln. (www.mensch-sein.com)" (ZITAT Ende)

    ———————————–

    In diesem "copydefense"-Netzwerk arbeitet dieser Typ zusammen mit der Kanzlei "Nümann & Lang", sowie dem sog. "Musikanwalt" Christian Weber getreu dem Motto:

    TURN PIRACY INTO PROFIT!!

    Wann wird denen endlich 'mal das Handwerk gelegt?
    Wann wachen unsere Staatsanwaälte, Richter sowie (angeblich) "gute" Anwälte 'mal auf!

    Sooooo dämlich kann selbst ein Schwarzkittel doch nicht wirklich sein!?

    Gruß aus Kölle

  8. s.holstens (Link) meint: (6.11.2009 um 08:56) AntwortenReply to this comment

    Copyscape ist am besten dafür und Kostenlos…

  9. Markus Frank meint: (6.11.2009 um 09:03) AntwortenReply to this comment

    Der Nachricht zur Information, dass Anwalt "Clemens Rasch demnächst in den Zeugenstand treten" soll, ist dieses mal nicht bei Telepolis zu finden (wie wohl der Link im obigen Text "Eva Redselig" andeuten soll, und wo ich sie nach der Erinnerung auch gesucht hätte), sondern bei golem.de (15.9.2009, "Filesharing: Anwalt Rasch muss in den Zeugenstand", http://www.golem.de/0909/69839.html). Die Quelle der Information ist dort auch verlinkt. Dort ist dann auch ein PDF des Beweisbeschluss zu finden wb-law.de/news/wp-content...9/lg-koln-28-o-241-09.pdf

  10. Stuff (Link) meint: (6.11.2009 um 09:35) AntwortenReply to this comment

    Interessant ist, dass mein Beitrag, den ich im Kommentarbereich bei
    blogs.taz.de/newyorkblog/2009/10/30/a_new_hope/
    eingestellt hatte:

    Kleiner Tip: Gucken Sie sich die Dienste, die Sie zwecks Auffindung Iherer Artikel-Partikel bemühen und auf Grund deren Ergebnisse Anwälte Abmahnschreiben loslassen näher an. Dass gegebenenfalls Sie nach Presserecht geradenoch Recht bekämen, heisst ja noch nicht viel, wobei – selbst da wäre ich mir so sicher nicht, denn das Zitat möge nach den word-countern oben angeführter Dienste zu viele Worte enthalten, dennoch: Da wollte jemand auf Ihren Artikel aufmerksam machen, innerhalb einer Community, die Sie vielleicht vorher nicht kannten. Ich würde es nicht darauf anlegen, vor Gericht allenfalls Logs vorgelegt zu kriegen, die genau dieses Interesse dokumentierten, aka Hits auf Ihren Artikel bzw. dadurch auf die Page(s) der Zeitungen worin Sie veröffentlichen, dokumentierten.
    Diese Peinlichkeit empört, falls Ihnen das bis jetzt noch niemand erklärt hat.
    mfg Stuff

    z. Zt. jedenfalls nicht mehr da ist, warum wurde der gelöscht?
    Tja, so ist das, wenn ein kleines deutsches Mädchen sich nach Manhattan verirrt…
    Stuff

  11. H.B. meint: (6.11.2009 um 10:23) AntwortenReply to this comment

    (Wobei es dann auch Praxis ist, dass Anwälte ihre Honorare teilweise wieder an den Auftraggeber erstatten und sich so künftige Mandate sichern. Sie sollen ja nicht die einzigen sein, die am Abmahnwesen verdienen. Das nennt sich dann “Abmahnpartnerschaft”.)

    Und ist zur Klarstellung ein ganz klarer Betrug! Wehe dem Anwalt dem sowas nachgewiesen wird.

  12. M. Boettcher meint: (6.11.2009 um 11:01) AntwortenReply to this comment

    @7: Danke für den Link.

    Zitat: Daten und Fakten 1995-2005
    Wieviel Leute hören Musik? 221%

    221% soso. Bei so "seriösen" Fakten erübrigen sich wohl weitere Fragen.

  13. Torsten (Link) meint: (6.11.2009 um 11:05) AntwortenReply to this comment

    In der taz führt Frau Schweitzer ein Beispiel mit einem Artikel an, für den sie 80 Euro erhalten hat. Wird ja wohl kaum eine Randnotiz gewesen sein – so stellt sich im Umkehrschluss die Frage, in welchem (niedrigen) Honorarbereich sie sich eigentlich bewegt. Es ist natürlich immer eine Frage des Prinzips, aber dass ein 80-Euro-Artikel – doch nicht etwa ein Tagessatz? – solche hysterischen Reaktionen bei einer Journalistin auslöst, wirkt arg befremdlich.

    Sollte sie tatsächlich zu einer Art – sagen wir – journalistischem Prekariat gehören – Wohnung in Manhattan hin oder her – so spricht die geforderte Summe, der Streitwert, aber auch der lässig-herablassende Ton in ihren bisherigen Statements ziemlich stark gegen sie.

  14. R.A. meint: (6.11.2009 um 11:49) AntwortenReply to this comment

    Ab und zu ist ja die Rede davon, man könne bei unberechtigten Abmahnversuchen den Spieß umdrehen (negative Feststellung oder so?) und dem Abmahnanwalt etwas Geld abnehmen.
    Ist das wirklich möglich?
    Oder kann sich ein solcher völlig risikofrei austoben, und man bleibt als unschuldig abgemahnter auf seinen Kosten sitzen (siehe Beitrag 6 von hauke).

  15. anwalt-in-mol.de (Link) meint: (6.11.2009 um 13:41) AntwortenReply to this comment

    Autsch, kann man da nur schreiben/sagen. Da ist wohl gerade ein "Geschäft" bzw. "Vertrag" in die Brüche gegangen.

  16. hauke meint: (6.11.2009 um 14:12) AntwortenReply to this comment

    @R.A.:

    Das haben wir unseren Anwalt auch gefragt, weil wir es ungerecht fanden, trotz fehlender Schuld auf mehreren hundert Euro Anwaltskosten sitzen zu bleiben. Tatsächlich gibt es da einen Präzedenzfall (Stichwort getty images, die haben das probiert und auch geschafft). Allerdings hat er uns davon aufgrund eines hohen Risikos davon abgeraten. In unserem Fall hätte ein Verlust vor Gericht (mit der Kostenübernahme des Verfahrenskosten) die Insolvenz des Vereins bedeutet. Daher haben wir uns dagegen entschieden und die eigenen Kosten geschluckt.

    Hierzu sollte vielleicht ein Anwalt mehr sagen.

  17. Eva Schweitzer (Link) meint: (6.11.2009 um 15:08) AntwortenReply to this comment

    "Tja, so ist das, wenn ein kleines deutsches Mädchen sich nach Manhattan verirrt…
    Stuff"

    Tja, Stuff, tut mir echt leid, wenn dich dieser Gedanke in deiner deutschen Männlichkeit beeinträchtigt, aber dafür gibt es heutzutage Pillen. Wenn es mehr als vier Stunden anhält, kontaktiere bitte einen Arzt.

    Also, zur Sache: Ich bin freie Journalistin in Manhattan, ich lebe davon, dass ich Artikel schreibe und an Zeitungen verkaufe, und zwar mehrfach. Das ist ein relativ normales journalistisches Geschäftsmodell. Wenn Zeitungen und andere Internetportale meine Artikel aus dem Netz pflücken, um ihre Websites damit kostenfrei aufzuhübschen, gehe ich dagegen vor. Das ist wahrscheinlich für jemanden, der von Bafög oder anderer Staatsknete oder einer Förderung aus irgendeinem gemeinnützigen Topf lebt und froh ist, irgendwo kostenfrei erwähnt zu werden, schwer zu verstehen, aber so funktioniert das in der wirklichen Welt. Wer ein Ladengeschäft betreibt, guckt auch ja nicht zu, wenn seine Äpfel geklaut werden, auch wenn sie anderswo kostenfrei am Baum hängen. Wenn die Bloggerszene die gleiche Energie darauf verwenden würde, selber Ideen zu haben statt die von Journalisten zu kannibalisieren, gäbe es das Problem nicht.

  18. Hartz4-Anwalt meint: (6.11.2009 um 15:19) AntwortenReply to this comment

    "Abmahnen ist eine Art Sozialhilfe für weniger begabte Anwälte, denen niemand richtige Fälle geben will. Um den Staat zu entlasten, wurde eine wahnsinnig komplizierte "Rechtsprechung" etabliert, die die Kosten zufallsgesteuert auf einzelne Individuen verteilt.

    Kern dieser Rechtsprechung ist, daß nicht der Mandant den Anwalt, sondern der Anwalt einen Mandanten auswählt. Normalerweise würde das keine Zahlungspflicht begründen, darum wurde zusätzlich das Instrument der "Geschäftsführung ohne Auftrag" eingeführt.

    Das funktioniert dann so, daß der Anwalt sich etwas ausdenkt, was jemand tut, das er aber nicht sollte und gegen das er sich einen Unterlassungsanspruch ausdenkt.

    Statt diesen jetzt zu verklagen, schreibt der Abmahnanwalt dem jetzt, daß er ihn nicht verklagt, wenn er verspricht, das nie wieder zu tun und andernfalls viel, viel Geld zu bezahlen.

    Nun verknoten wir unser Gehirn noch weiter und überzeugen uns davon, daß es ja für den Abgemahnten gut ist, nicht verklagt zu werden und schwupps, ist er der Mandant des Anwalts und muß diesen bezahlen. Die Höhe der Bezahlung richtet sich nach dem "Streitwert", den der Anwalt sich vorher ausgedacht hat.

    Normalerweise darf der Anwalt diese Form der Sozialhilfe nur in Anspruch nehmen, wenn er "legitimiert" ist. Daher könnte der Anwalt sich einen Markeninhaber, Gebrauchtwagenhändler oder ein Fernsehgeschäft suchen und in deren Auftrag alle abmahnen, die eine "Marke verletzen", "PS" statt "kW" schreiben oder "Zoll" statt "cm".

    Er könnte auch die Einnahmen mit seinem Auftraggeber teilen, was aber verboten ist. Vermutlich, weil das des Anwalts Einnahmen schmälern würde."

  19. Martina F. meint: (6.11.2009 um 15:37) AntwortenReply to this comment

    @Eva Schweitzer:
    Bei Ihrem Hass gegen Männer, gegen Menschen, die derzeit auf Staatshilfe angewiesen sind oder gar gegen männliche Menschen, die derzeit auf Staatshilfe angewiesen sind, die vielleicht dann noch zu Ihrer Verärgerung Nachts im Schlafanzug vor dem PC sitzen, empfehle ich Ihnen den Besuch bei einem Arzt mit Couch.

  20. Toma T. meint: (6.11.2009 um 15:41) AntwortenReply to this comment

    Eva Schweitzer: Das ist auch für einen Obst- oder Gemüsehändler schwer zu verstehen, denn der kann seine Äpfel auch nur einmal verkaufen. 80 Euro für Geschreibsel ohne Nährwert, das Sie vermutlich in weniger als 2 Stunden erledigt haben – wenn nicht tun Sie mir leid – ist doch ein guter Stundensatz in einem unqualifizierten Bereich. Immerhin lernt man das notwendige journalistische Basiswissen schon in der Grundschule. Ist Ihr Englisch eigentlich so schlecht wie Ihr Deutsch oder warum schreiben Sie immer noch fürs Vaterland?

    Stuff: Wurden Sie über die persönliche Kritik an Ihnen in Form einer sexistischen Anmache von Frau Schweitzer im Voraus informiert wie es das Presserecht fordert?

  21. Jens meint: (6.11.2009 um 15:56) AntwortenReply to this comment

    @Eva Schweitzer
    Klar: alle, die Ihre Texte auszugsweise online stellen, ohne Sie vorher um Erlaubnis gefragt zu haben, leben "von Bafög oder anderer Staatsknete oder einer Förderung aus irgendeinem gemeinnützigen Topf".
    Es gibt einen Kraftausdruck, Frau Schweitzer, der trifft genau auf Sie zu.

  22. Dennis (Link) meint: (6.11.2009 um 16:10) AntwortenReply to this comment

    Sie ist sogar viel redseliger als ich dachte. Selbst hier bei lawblog. Und gleich wieder volles Pfund in die Klischeekiste gegriffen.

  23. Mensch meint: (6.11.2009 um 16:12) AntwortenReply to this comment

    Herrlich, dass diese Plattform hier nur zum Pöbeln benutzt wird. Aber das ist wohl die oft beschworene "Netiquette" in Aktion.

  24. Simon (Link) meint: (6.11.2009 um 16:31) AntwortenReply to this comment

    Eva Schweitzer schrieb:

    "Wenn Zeitungen und andere Internetportale meine Artikel aus dem Netz pflücken, um ihre Websites damit kostenfrei aufzuhübschen, gehe ich dagegen vor."

    Wenn´s denn nur wahr wäre. Der Blogger hat aber nicht Ihren "Artikel geklaut, um seine Webseite damit kostenfrei aufzuhübschen". Er hat einen ganz normalen kommentierten Link gesetzt. Das ist absoluter Standard im Netz, jedenfalls außerhalb der Eva Schweitzer-Sphäre.

  25. EnPehDeh meint: (6.11.2009 um 16:36) AntwortenReply to this comment

    Gute Frau,

    bitte schreiben Sie Wahlkampfreden für uns, Sie bringen unser gesamtes Parteiprogramm in einem Satz unter – wir brauchen Sie dringend!

  26. Matthias meint: (6.11.2009 um 16:54) AntwortenReply to this comment

    Was lernen wir daraus?
    Selbst wenn Frau Schweitzer vermeintlich berechtigte Ansprüche gegen die mutmaßlich vermögensschädigende (Teil-)Veröffentlichung einer ihrer Artikel geltend macht, heißt das nicht, dass das ganze auch sinnvoll oder anständig ist.

    Und genau hier gilt es zu trennen:
    Juristisch mag das ganze vielleicht legal sein. Menschlich war es aber nicht legitim, eine Firma zu beauftragen die bekanntermaßen als Abmahn-Hai gilt und mit lächerlich überhöhten Forderungen versucht Kasse zu machen(Gegenstandswert von 21.200,00 EUR – ob der gerechtfertigt ist?).

    Inwieweit Frau Schweitzer davon wusste, welche Geschäftspraktiken ihr "Dienstleister" pflegt weiß ich nicht. Hier liegt aber der eigentliche Grund für Volkes Zorn. Es ist nicht so, dass ihnen die Urheberrechte für ihre Werke abgesprochen werden sollen und ich einen Selbstbedienungsladen im Netz will. ABER:

    Im Gegenzug kann man doch erwarten, dass die in Auftrag gebende Person ein gewisses Augenmaß wahrt. Sowohl finanziell als auch zwischenmenschlich. Es ist ok und durchaus üblich sich Abseits der Eingangsforderung zu einigen (was bei solch peinlich überhöhten Forderungen auch bitter nötig ist). Aber es ist nicht ok, in einer überheblichen Art über juristische Gegner herzuziehen um sich dann bei kritischen Antworten noch die Blöße zugeben, darauf mit der typischen "Ihr wollt doch eh nur alles umsonst und seit eigentlich nur faules Studi-Gesocks, dass von der Kohle anderer lebt"-Haltung; von der überheblichen Art und Weise ihrer sonstigen Stellungnahmen einmal abgesehen.

    Umso peinlicher, wenn sich herausstellt, dass der Dienstleister nur jmd. gesucht hat, der seinen Namen und seine Rechte hergibt, um damit kräftig Kasse zu machen.

    Nix gegen den Schutz des geistigen Eigentums – aber bitte nicht diesen als Vorwand für (vllt.) legale aber nicht legitime Geschäftemacherei benutzten.

    Gruß

    Matthias

  27. Stuff (Link) meint: (6.11.2009 um 17:08) AntwortenReply to this comment

    @Eva Schweitzer:
    There is no truth in a truth table
    Dennoch:
    Ich bewundere jene, die sich nach Manhattan verirren, Gedanken daran beeintächtigen mich nicht.
    Ich bin nicht deutsch.
    Deshalb ist der mit den Pillen unpassend.
    Soweit die truth table.
    Zu ihrem Sermon: Freut mich, dass Sie es geschafft haben.
    Das mit den Äpfeln&Birnen geht heutzutage so: Auf Plakatwänden und selbst auf LKW werden Abbildungen dieses Obstes geradezu marktschreierisch dargestellt, unter Hinweis, wo das zu finden sei. Genau darauf gehen Sie ja nicht ein. BTW: Diese abgebildeten Äpfel fehlen dem Eigentümer nicht. Dass Blogger Ihre Werke Ideen kannibalisieren – Was behaupten Sie? Sie wären Journalistin? Könnte das Niveau des deutschen Journalismus derzeit mit gehäuftem Auftreten Äusserungen wie die Ihre – Ideen kannibalisieren – zusammenhängen? Blogger, die da sowas wie Leserbriefe schreiben, ohne durch Journalisten geweihte Zeitungen zu benötigen? Dämmert Ihnen, dass dieses gesamte Verlagsmodell den neueren Kommunikationsmöglichkeiten so adäquat ist wie Hufeisen den Pneus? Ahh, noch nie was davon gehört? Sie durchkämmen diese Bloggerszene nach neuen Ideen? Wozu?
    Jedenfalls kann ich Ihnen zusichern, dass "in der Bloggerszene" Antworten auf Texte, wie den, der ihnen da nach Annoncement in ihrem taz-blog aufgefallen ist, bei weitem intelligenter ausfallen, sehr oft können wir da, selbst bei kontroverser Auffassung, dabei noch lachen.
    @Martina F.:
    "Männer"? Wer immer die Teilmenge "Apple" benutzt, weiss halt nicht, was ein Computer ist. Äpfel werden ja nur geklaut, d. h.: Sie kommen abhanden.
    @Toma T.:
    Oh, da wäre was sexistisch? Muss ich verpasst haben. Mail habe ich jedenfalls keine gekriegt.
    Stuff

  28. Tommy (der andere) meint: (6.11.2009 um 17:09) AntwortenReply to this comment

    Oh, werft euch geblendet zu Boden, ihr Unwürdigen!

    "Frau" wirft qualitäts-journalistische Perlen vor die Blogger-Säue. Und das auch noch – tata! – für umsonst…

    Für uns "Normalos" stellt sich allerdings die Frage, ob eine bestimmte Clique ehemals roter und/oder grüner, in Berlin lebender, pseudo-großbürgerlicher "Eliten" eigentlich noch Grenzen in ihrer Verachtung für das vermeintliche Prekariat kennen – ein Prekariat, dem sie selbst vor einigen Jahren gerade so entronnen sind bzw. für dessen Neuentstehung sie die Verantwortung tragen (müssten).

    Ganz ehrlich: da ist mir (fast) ein Roland Koch sympathischer. Der ist wenigstens nie auf der pseudo-alternativen Welle geritten und hat sich noch nie als z.B. Hausbesetzer geriert.

  29. Toma T. meint: (6.11.2009 um 17:18) AntwortenReply to this comment

    Stuff: Dass sie die blauen Pillen gegen Erektionsstörungen meinte, ist Ihnen bewusst? Wenn man nicht mit diesem Gossenniveau rechnet, dann ist das vielleicht auf den ersten Blick nicht ersichtlich.

  30. Stuff (Link) meint: (6.11.2009 um 17:22) AntwortenReply to this comment

    Wie das alles so gekommen ist:
    auf
    blogs.taz.de/newyorkblog/...09/10/30/all_good_things/

    Stuff Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung.
    06.11.2009
    siehe auch
    lawblog.de/index.php/arch...-redselig/#comment-416367
    Wird dort nicht gelöscht, wie hier.
    Ganz ätzend: Ich bin der Meinung, dass, wenn jemand solche Dienste beauftragt, zugleich der Beweis der Fähigkeit, uns via Journalismus die Welt zu erklären, geführt ist.
    Egal ob in TAZ oder ZEIT.
    Stuff
    BTW: Suchen/Finden Sie jemanden, der Ihnen auf einen 300-Euro-Laptop PCBSD aufspielt, DAS ist das Original, Apple hat nur eine Nachahmung/Lizenz, die ~2 Versionen hintennach ist. Wenn Ihnen das nichts sagt – macht nichts! Erklären Sie uns weiterhin die weite Welt… ;-)

    Damit die Freischaltung halt nicht vergessen wird…
    Stuff

  31. sa7yr (Link) meint: (6.11.2009 um 17:28) AntwortenReply to this comment

    Leute, schreib doch einfach mal einer ne Anzeige wegen (versuchten) Betrugs gegen TextGuard – und die Schweitzer hängt wegen Beihilfe mit drin. Da ist PR zu verdienen, junge Anwälte vor!

    Ich würd mich so kringelig lachen…

  32. aries meint: (6.11.2009 um 17:38) AntwortenReply to this comment

    Nur mal so als Tip für zukünftige Beiträge (ggf. auf anderen Blogs):

    Kennt jemand Studierende mit oder ohne BaFöG-Anspruch in den neuen Bachelor-/Masterstudiengängen? So wie ich das mitkriege sind das Hochleistungsakrobaten, die mit unzähligen Lernmodulen jonglieren und es trozdem kaum schaffen, innerhalb der Regelstudienzeit fertig zu werden. Und dann die Anerkennungs-Probleme, wenn man zwischendurch die Uni wechselt, ein Auslandsjahr einlegt oder jobben muß, etc pp.

    Ich meine, so als kleine Geste aus dem Schlafanzug an die Erwachsenenwelt …

  33. Simon (Link) meint: (6.11.2009 um 17:39) AntwortenReply to this comment

    Frau Schweitzer bezahlt gar nichts.

    Zumindest sagt Johannes Boie, dass Frau Schweitzer das sagt.

    blogs.sueddeutsche.de/sch...r-zahlt-uberhaupt-nichts/

  34. aries meint: (6.11.2009 um 17:56) AntwortenReply to this comment

    … Ich bekomme das nochmal zu sehen, dann geht das von TextGuard direkt an den Anwalt, da kümmern die sich drum.

    Zitat Schweitzer im Blog Boie bei der SZ, s.a. Kommantar #31
    blogs.sueddeutsche.de/sch...r-zahlt-uberhaupt-nichts/

    Dann hat sie doch wohl wissen müssen, dass es sich hier um eine kleine nichtkommerzielle Webpräsenz handelt. "Beifang", so so.

  35. vera meint: (6.11.2009 um 17:58) AntwortenReply to this comment

    - jedenfalls scheint sie viel zeit zu haben.

  36. Stephan meint: (6.11.2009 um 18:00) AntwortenReply to this comment

    @3 (Carl)

    Das stimmt so nicht. Nicht bei allen Songs, die gratis herunter geladen werden, geschieht das rechtswidrig. Wenn ich mich richtig erinnere dann müssen diese Song aus einer offensichtlich illegalen Quelle kommen.

    Zudem gibts ja noch etliches an Musik etc. welches unter einer CC Lizenz steht etc.

    So offensichtlich ist es gar nicht mehr, was legal und was illegal ist.

  37. Patrick meint: (6.11.2009 um 18:03) AntwortenReply to this comment

    Eva Schweitzer:
    Sie kam, provozierte arrogant und verschwand.

  38. Sixtus meint: (6.11.2009 um 18:17) AntwortenReply to this comment

    Eva, nicht alle Journalisten über einen Kamm scheren!

    Danke!

    EOD

  39. Stuff (Link) meint: (6.11.2009 um 18:36) AntwortenReply to this comment

    @Toma T.:
    Oh Sh..! Diverse Pillenreklamen verschwinden bei mir im Spam-Orkus, ob da womöglich eine eMail an mich dabei war?
    Stuff

  40. Andreas meint: (6.11.2009 um 18:38) AntwortenReply to this comment

    Das wirklich faszinierende ist ja, daß Frau Schweitzer auch nur geklaut hat: tmz.com/2008/02/15/jeri-ryan-the-real-obama-girl

  41. John B meint: (6.11.2009 um 18:39) AntwortenReply to this comment

    Frau Schweitzers Reaktion zeigt doch, dass sie schon genug Ärger am Hals hat wegen ihrer unbedachten Äußerungen. Muss man da jetzt noch nachtreten hier?

  42. Anonymous meint: (6.11.2009 um 18:49) AntwortenReply to this comment

    Für mich persönlich ist sie die erste Tageszeitungsschreiberin, die mir nicht durch Inhalte in Erinnerung bleiben wird, sondern durch ihr Verhalten. (Nein, Vergleiche zum TV-Personal sollte man tunlichst lassen.) Sie wollte besonders clever rüberkommen, ist aber über den Streisand-Effekt gestolpert. Das hat schon etwas Ironie, wo sie doch so absichtsvoll-lässig mit ihrer Wohnung in Manhattan (das manche Deutsche nicht mal richtig schreiben können, immer noch nicht!) gewinkt hat. Als ob das die üblichen Grobiane im Netz hätte beeindrucken können. Da zeigt sich wieder einmal: Das Internet ist böse.

  43. Thilo (Link) meint: (6.11.2009 um 19:01) AntwortenReply to this comment

    Geht es hier denn nur um Zitate, die möglicherweise nicht ausreichend gekennzeichnet sind, oder wirklich um Text-Klau, bei dem sich jemand anderes als Autor ausgibt und sich mit fremden Federn schmückt? Pardon, wenn ich eine Frage stelle, die für andere vielleicht längst beantwortet ist.

  44. Kritiker meint: (6.11.2009 um 19:30) AntwortenReply to this comment

    Da hat aber jemand eine schwere Realitätsstörung. Danke Frau Schweitzer. Nun wissen wir: Wo Ihr Name drauf steht, ist alles außer Qualitätsjournalismus drin.

  45. Thilo (Link) meint: (6.11.2009 um 19:31) AntwortenReply to this comment

    Okay, ich vermute, es kapiert zu haben: Ziemlich langes Copy-and-paste-Zitat über drei fette Absätze hinweg als Kasten in einem fremden Beitrag ohne Nennung der Autorin und oben ein Link auf die Quelle. Hab ich's? Geht es darum? Oder liege ich falsch?

    Pardon, es ist ein bisschen tricky, hier zwischen den vielen Anfeindungen und Schmähungen zum Kern vorzudringen …

  46. Wegwerfmensch meint: (6.11.2009 um 19:52) AntwortenReply to this comment

    Die Dame pendelt also zwischen NY und Berlin? Hoffentlich pflanzt sie auch ordentlich Bäume, sonst kommt der ein oder andere, der diesen Planeten noch länger zu benutzen gedenkt, noch auf die Idee, sie wegen vorsätzlicher Umweltschändung abzumahnen.

  47. Captain (Link) meint: (6.11.2009 um 19:54) AntwortenReply to this comment

    Ich will ja Frau Schweitzer nicht verteidigen, aber erstens hat Philipp nix zahlen müssen, oder etwa doch? Zweitens provoziert ihr die Frau genug, um solche "klischeehaften" Antworten zu bekommen. Jeder musste damals, als die Sache aufkam, sein Senf dazu geben, jeder hat sich darüber aufgeregt. Kennt ihr immer alle Konsequenzen eures Handelns? Das bezweifle ich ganz stark. Vor allem wenn man sich den Ton anhört, der hier gegen Frau Schweitzer aufgefahren wird. Schon alleine der Spitzname "Eva Redselig" find ich unfair, vor allem da sie euch noch das Futter geliefert hat.

    Teilweise scheint hier jeder in seinem Hass und blinde Wut so festgefahren, dass der Vorwurf, Schweitzer habe den Hang zur Realität und Menschlichkeit verloren, locker auf die meisten von euch zutrifft.

    Und nein, ich stehe nicht auf ihrer Seite. Aber auch bestimmt nicht auf eurer, so wie ihr euch hier und anderer Stelle gebt.

  48. Lars meint: (6.11.2009 um 20:18) AntwortenReply to this comment

    @Simon:

    Das ist leider inhaltlich falsch. Wenn man mitdiskutieren will, sollte man wissen, worüber man redet.

  49. Jens meint: (6.11.2009 um 20:19) AntwortenReply to this comment

    Der "Ton, der hier gegen Frau Schweitzer aufgefahren wird", ist nichts weiter als das Echo auf den Ton, den sie selbst als Diskussionslevel vorgegeben hat.
    (Zitat:"Da wollte ich schon Philipp vom Haken lassen", "Wenn Sie über jemanden etwas schreiben, insbesondere, wenn es etwas Kritisches ist, müssen Sie sich mit der Person vorher in Verbindung setzen", "wenn dich dieser Gedanke in deiner deutschen Männlichkeit beeinträchtigt, aber dafür gibt es heutzutage Pillen. Wenn es mehr als vier Stunden anhält, kontaktiere bitte einen Arzt", "Das ist wahrscheinlich für jemanden, der von Bafög oder anderer Staatsknete oder einer Förderung aus irgendeinem gemeinnützigen Topf lebt und froh ist, irgendwo kostenfrei erwähnt zu werden, schwer zu verstehen, aber so funktioniert das in der wirklichen Welt", etc.)
    Insoweit finde ich die Aufregung über die Kommentare schon arg deplatziert.
    Mir scheint Frau Schweitzer (neben anderen Defekten, etwa dem männlichen Geschlecht gegenüber) eine schon pathologisch geltungssüchtige Zeitgenossin zu sein, die im Grunde nichts dagegen hat, von anderen zitiert zu werden, sich aber zur Furie entwickelt, wenn sie dabei nichts verdienen kann.
    Dass so jemand ausgerechnet für die taz schreibt, ist wiederum nicht verwunderlich.

  50. Captain (Link) meint: (6.11.2009 um 20:37) AntwortenReply to this comment

    @Jens Auch ich empfinde manche Kommentare von ihrer Seite nicht sonderlich gelungen. Aber der Ton, den sie in ihrer ersten Stellungnahme angeschlagen hat, war weit nicht so extrem wie der, der in den meisten Kommentaren klang. Aber mit einer weniger gefärbten Brille kann man auch durchaus, einen mit kleinen Spitzen versehenen, aber doch friedlichen Ton herauslesen. und die Formulierung "vom Haken lassen" empfinde ich nicht als so schlimm, wie viele Kommentare auf ihrer Blog Seite. Und die anderen beispiele die du aufführst sind ihre Reaktionen lange NACH den vielen, hm, teilweise Hasstiraden.

    Weder ihr noch sie können sich rühmen, zu irgendeiner Deeskalation des Streites beigetragen zu haben. Aber das gibt keiner Seite das Recht, den anderen dafür zu Beschimpfen. Das ist nämlich Doppelmoral. Oder anders ausgedrückt, Scheisse kann man nicht mit Scheisse sauber machen.

  51. barbie aus berlin meint: (6.11.2009 um 20:41) AntwortenReply to this comment

    @bax:

    Ich koche gerne, ist auch mein Beruf.
    Ich habe gelernt, das Kochrezepte nicht unter das Urheberrecht fallen. Hat sich da was geändert???

  52. Thilo (Link) meint: (6.11.2009 um 21:10) AntwortenReply to this comment

    @Jens @Captain Ich habe auch keine Ahnung, was es in diesem Konflikt für eine Rolle spielt, ob der eine den anderen mag oder nicht. Bloß weil jemand nicht in mein Weltbild passt oder mir sein Stil oder Charakter nicht passt, muss er/sie doch in einer bestimmten juristischen Frage nicht falsch liegen oder sich sonst dafür blöd anmachen lassen, dass er/sie auf seine/ihre Weise seinen/ihren Standpunkt vertritt.

  53. Detlef Borchers meint: (6.11.2009 um 21:13) AntwortenReply to this comment

    @48 Werter Kapitän,

    Sprache ist nun einmal verräterisch. Frau Schweitzer treibt nach eigener Aussage Schleppnetzfahndung mit dem Rundum-Sorglos-Paket von Textguard, siehe Boies Blog. "Vom Haken lassen" kommt aus der Hochseeangelei und bezeichnet, Fische, mit denen man sich nicht abgibt, weil zu klein und unter der Würde des Jägers. Die Wortwahl verrät schon etwas, schließlich spricht die neo-konservative taz ja auch von der "Hatz auf Textdiebe". Bezeichnend auch der Hass, der anklingt, über "jemanden, der von Bafög oder anderer Staatsknete oder einer Förderung aus irgendeinem gemeinnützigen Topf lebt und froh ist, irgendwo kostenfrei erwähnt zu werden". Herr Sloterdijk wird sich freuen, die erbettelte Umwälzung kommt voran, in manch seltsamer Gestalt, mit abgeschriebenen Inhalten von der TMZ-Dreckschleuder. –Detlef

  54. Simon (Link) meint: (6.11.2009 um 21:31) AntwortenReply to this comment

    @Lars: Na denn sag mal, Lars. Wie ist´s gewesen?

  55. Thilo (Link) meint: (6.11.2009 um 21:58) AntwortenReply to this comment

    @ 51 Ja, die Botschaften im Subtext erscheinen ziemlich verwunderlich. Sie scheinen so beabsichtigt zu sein, was ich vermute, weil die Dame professionell mit Texten arbeitet. Ich hielt das taz-Milieu bislang auch für ein wenig lockerer.

    Man kann sich auf diesen Stil konzentrieren und ihn angreifen. Das ist aber eine andere Baustelle als die Frage, ob die Dame sich möglicherweise aus guten Gründen dagegen wehrt, dass man ihre Texte ohne zu fragen umfangreich ohne ihren Namen kopiert und veröffentlicht.

    Es wäre vielleicht einfach nett gewesen angesichts des Umfangs des Zitats, dazuzuschreiben, dass das von der genialen Frau X stammt, die der Zitierer ja im Grunde nur multiplizieren wollte, was die Zitierte dann auch sehr nett finden könnte. So, ohne den Namen, ist kaum gesagt, dass sich Leser/innen über den Link zum Original durchklicken, um die Urheberin zu erfahren.

    Dass die Autorin diese Art des Zitierens nicht nett findet und mit "Schleppnetz" gegen Rechtsverletzer vorgeht, ist meines Erachtens nicht schlecht, falsch, richtig oder gut. Nach meinen Maßstäben ist das einfach eine Frage des Stils, den man in meinen Augen bewerten kann, wie man will. Ich selbst würde das nicht so machen, aber das ist ja auch nur eine unbedeutende Meinung. Die Juristerei und das, was am Ende juristisch herauskommt, interessiert mich ehrlich gesagt nicht. Man ist eh auf hoher See.

    Zugleich aber würde ich nur aus meiner anderen Meinung auch nicht das Recht herleiten, jemanden in solcher Weise zu dissen. Ich finde es wichtig, dass wir auch jenen Menschen volle Rechte zugestehen, die nicht unseren Denkmustern entsprechen, die zwischen Berlin und NYC pendeln oder die sonstwie anders drauf sind als wir.

    Was mich an vielen Kommentaren hier stört, ist insofern die extreme Intoleranz.

  56. Torsten (Link) meint: (6.11.2009 um 22:00) AntwortenReply to this comment

    Frau Schweitzer – wenn es denn kein Fake war, das hier kommentiert hat – bemüht scheinbar gerne den Vergleich mit dem Apfelklau.

    Sehen wir es so: nach ihrem Handlungsmodell würde es doch eher heißen, dass Ladenbesitzer A einen Baum mit roten, saftigen Äpfeln hat und Ladenbesitzer B die Äpfel für so schmackhaft hält, dass er in seinem Geschäft ein großes Schild aufstellt, das auf die Äpfel von A hinweist. Vielleicht stellt er auf seine Ladentheke einen (kleinen) Teller mit köstlichen Apfelschnitzen eben dieser Früchte.

    Jeder normale Mensch als Ladenbesitzer A würde seinem Kollegen auf die Schulter klopfen oder ihn zum Weißbier einladen – schließlich hat er seinen Apfelumsatz vervielfacht. Und gleich mehrere Apfelsaftkeltereien sind auf ihn aufmerksam geworden… (man kann diesen Vergleich noch gerne weiterstricken).

    Und was macht Frau Schweitzer?

  57. Wolle meint: (6.11.2009 um 22:38) AntwortenReply to this comment

    @Eva Schweitzer
    habe soeben beschlossen die taz nie wieder zu kaufen, so jemanden wie Sie darf man nicht finanziell unterstützen

  58. Bax (Link) meint: (7.11.2009 um 00:09) AntwortenReply to this comment

    @barbie (#49): Sorry, aber Kochrezepte interessieren mich persönlich eher wenig… Da kann ich leider nix zu sagen, außer daß ich die bei 'ner "Wurstbrot"-Abmahnung wahrscheinlich kaputt prozessieren würde…
    Sollte man m.E. übrigens auch mit dieser verwackelten Person, die scheinbar den Bezug zur Realität verloren hat, tun.
    Ich hatte in meinem Beitrag lediglich 'n paar Zeilen aus der angegebenen Quelle zitiert. Da geht es unter anderem nun 'mal auch über dieses "TextGuard"-tool von diesem Gerigk-Typ! Einfach 'mal lesen (also den link) – da ist nämlich die gesamte Abmahnbande versammelt!
    Zusätzlich hier noch 'n Artikel über dieses "Plagiat-Aufspür-Gedöns" aus der "Zeit" (Juni '09):
    zeit.de/online/2009/23/urheberrecht-textdiebe-jagd

    @all: Das, also diese sog. "anti-piracy"-Klitschen sind m.E. im Grunde der interessantere, wichtigere Punkt bei der Geschichte!
    Daß diese Tussi scheinbar 'n bißchen durcheinander ist, ist das Eine! Daß es aber 'ne eigene "Abmahn-Abzock-Industrie" gibt hingegen das Andere… Wie heißt es doch bei denen? "Turn Piracy Into Profit"!

    Für diejenigen, die es noch nicht kennen sollten, im Folgenden ein link der zu einer aufschlußreichen Präsentation ("Image-Broschüre") solch eines "anti-piracy"-Briefkastens führt: https://secure.wikileaks....solutions-filesharing.pdf

    So zumindest meine persönliche Meinung!

    Gruß, Baxter

  59. barbie aus berlin meint: (7.11.2009 um 07:52) AntwortenReply to this comment

    @bax (#56):

    danke

  60. Hans Pantschau meint: (7.11.2009 um 09:09) AntwortenReply to this comment

    @Eva Schweitzer:
    Fehler eingestehen ist für einige Menschen das schwerste, was es gibt auf der Welt. Aber wenn sie es dann doch tun sind sie im Leben ein riesig grosses Stück weitergekommen. So eine gelegenheit der Menschwerdung kommt nicht alle Tage.
    Und wenn ich von Fehlern spreche meine ich nicht den ursprünglichen Vertrag (auch wenn das stark grenzwertig ist), sondern Ihre Reaktionen auf diese kleine Geschichte.

    Gruß,
    Hans Pantschau

  61. Fab meint: (7.11.2009 um 09:42) AntwortenReply to this comment

    "Das ist wahrscheinlich für jemanden, der von Bafög oder anderer Staatsknete oder einer Förderung aus irgendeinem gemeinnützigen Topf lebt und froh ist, irgendwo kostenfrei erwähnt zu werden, schwer zu verstehen, aber so funktioniert das in der wirklichen Welt."

    Das ist jetzt fuer mich der Moment, in dem ich aufhoere, Frau Schweitzer zu verteidigen, obgleich ich sie nach wie vor im Recht sehe. Das ist jetzt fuer mich der Punkt, an dem ich nur noch puren Hass auf sie empfinde. Gratulation, Frau Schweitzer. Machen Sie sich eigentlich bewusst ueberall unbeliebt?!

  62. Tim meint: (7.11.2009 um 12:04) AntwortenReply to this comment

    Die TAZ ist für mich auch erst einmal gestorben. Gibt ja noch andere Zeitungen, die man sich morgens vor einer Dienstreise mit Bahn oder Flugzeug besorgen kann – die sind dann meist auch in der 1. Klasse oder im Flieger kostenlos.

    Dabei geht es nicht so sehr um die Frage, dass und wie Frau S. ihre Urheberrechte durchsetzt. Aber mit den bezogen uaf die Umgangsformen, die ich üblicherweise in meinem sozialen und beruflichen Umfeld voraussetze, sehr unappetitlichen verbalen Rundumschläge und Klischee-Vorurteilen beschädigt Frau S. die TAZ als ihren Auftraggeber und Blogplatform.

  63. R. A. meint: (7.11.2009 um 12:36) AntwortenReply to this comment

    Ohne Frau Schweitzer oder die taz verteidigen zu wollen:
    Keiner hier weiß, ob der mit "Schweitzer" gekennzeichnete Beitrag ganz oben wirklich von ihr ist oder nur ein Fake.

    Daher sollte man mit Schlußfolgerungen sehr zurückhaltend sein.

  64. RA Käte meint: (7.11.2009 um 12:47) AntwortenReply to this comment

    R.A.: Nein, das ist völlig unerheblich, denn der obige Kommentar ist völlig stimmig mit dem, was sie sonst von sich gibt und vor allem wie sie es tut. Vielleicht aber war es tatsächlich nicht sie selbst, sondern ihr Ghostwriter. Haben Sie denn nicht einmal ihr Blog angesteuert und vor allem ihre Kommentare zu den Kommentaren der Leser angeschaut? Sie können den obigen Kommentar getrost ignorieren oder als Fake betrachten, ohne dass sich dadurch etwas an dem Image von Frau Schweitzer ändert. Wer natürlich überhaupt nicht im Bild ist, um was es hier geht, weil er im Gegensatz zu Studenten und Hartz4-ler so wenig Freizeit hat, der sollte sich mit Kommentaren zum Geschehen tatsächlich zurückhalten.

  65. Captain ala Robert Guder (Link) meint: (7.11.2009 um 13:10) AntwortenReply to this comment

    @Detlef Borchars

    Thilo @55 hat dazu schon fast alles gesagt. Hinzu kommt, dass der Mob eine Null-Toleranz-Politik betreibt und mit aufgestellten Scheuklappen gegen alles anrennt, was als Bedrohung ERSCHEINT. Das erinnert mich an gewisse Windmühlen, aber egal. Mit dieser Null-Toleranz-Politik begehen sie aber den selben Faux Pas, den die Mahnung beinhaltete, nämlich eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Blogger. Ah, ihr wollt den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Sehr klever. Ein bisschen ausführlicher hab ichs auf meinem Blog beschrieben, wie das gemeint ist.

    @Hans Pantschau @60
    Und wo hat irgendeiner von den Bloggern seine Fehler eingestanden? "Nein, der hat angefangen … nein, er, … nein er …" Ein Teufelskreis auf Kindergartenniveau.

  66. Markus Frank meint: (7.11.2009 um 13:25) AntwortenReply to this comment

    Die Zeit [1] und Ungeschicklichkeiten im Zusammenhang mit Eva Schweitzer

    SchülerVZ (und die Berichterstattung in der Vergangenheit dazu bei Golem.de) im Zusammenhang mit heutigen Meldungen in Spiegel-Online (vorab durch Heise.de)…

    So langsam wächst sich das zu einem handfesten Holtzbrinck Skandal aus bei aus dem Ruder laufenden Online-Aktivitäten…

    Es müssten doch nun langsam Konsequenzen (auch personelle) gezogen werden… "Struktur und Führung" wird beobachtet.

    Markus

    [1] Holtzbrinck Unternehmungen und andere, die dort Geld verdienen, sind in italc gesetzt.

  67. Jens meint: (7.11.2009 um 14:57) AntwortenReply to this comment

    @63 R.A.
    Ziemlich unwahrscheinlich, dass es sich bei obigem Beitrag um einen Fake handelt, denn auf ihrem eigenen Blog pflegt Frau Schweitzer den gleichen Ton. Zitat:

    "Wieviel Geld verdienen Sie denn so in der Branche, wenn Sie meinen, mir vom hohen Ross herab Ratschläge erteilen zu können? Und ich rede jetzt nicht von Bafög, Transfereinkommen, einer Assistelle oder milden Zuwendungen eines gemeinnützigen Trägers, wo Ihr Papi jemanden kennt, sondern von bezahlten Veröffentlichungen?"

    blogs.taz.de/newyorkblog/..._wuerde_captain_kirk_tun/

  68. Martin meint: (7.11.2009 um 15:07) AntwortenReply to this comment

    Hausbsetzungen deckten sich mit meinem jugendlichen politischen Leibtbild, enttäuscht vom politischen Leitbild der Hausbesetzer in BS, HH und B wurde ich aber recht schnell genauso von denen, die in deren Dunstkreis verkehrten.
    Auch wenn sich mein Leitbild nicht gewandelt hat, das temporär lehrstehende Häuser lieber kostenfrei temporär von jungen Menschen bewohnt werden sollten, um einen Zerfall durch Leerstand vorzubeugen, auch wird das Interesse an lehrstenenden Häusern durch das Kapital erst geweckt, wenn sie entsprechende Straßen mit Leben füllen. Aber ich bin nach wie wir nicht konform mit den Hausbesetzern und den in deren Dunstkreis verkehrenden, die oftmals ungefähr gleichen sprachlichen und sozialen Stil haben, den werte Frau S. anschlägt, für den sie eigentlich garnichts kann, da die jungen Menschen der Hausbesetzerszene sich einerseits gegen ander in der Szene und den Besitzern (das Kapital) und der Ordnungsmacht durchsetzten muß, da in der Szene und deren Umfeld eine leider unheimlich hohe Gewaltbereitschaft herrscht.
    Die geschätzte Frau S. kann wahrscheinlich nichts für Ihre augenscheinliche Arroganz – aber man kann sich auch gerne Mitleid gegenüber solchen armseligen Seelen üben.
    Um mal meinen Sermon dazu loszuwerden.

  69. Stuff (Link) meint: (7.11.2009 um 16:10) AntwortenReply to this comment

    @R. A.:
    Wenn Sie die Zitate meiner Beiträge aufdröseln (30), (10), ist klar, dass der unter Eva Schweitzer verfasste Beitrag nach Durchlesen meines in ihr Blog gestellten Beitrages – das Zitat in (30) -, "vor Freischaltung", hier hereingestellt wurde, mein Kommentar hier ist im Betrag dort ja auch verlinkt, auf
    blogs.taz.de/newyorkblog/...09/10/30/all_good_things/
    Wartet übrigens immer noch geduldig auf "die Freischaltung", selbst nach Leeren des Browser-Caches kriege ich diese Meldung immer noch.

    BTW: Den Beitrag, den ich Frau Schweitzer ins Blog stellte (Zitat in (10)), der wurde gelöscht, jedenfalls habe ich den dort ohne dieses "wartet auf Freischaltung" gesehen.

  70. palosalto meint: (7.11.2009 um 17:16) AntwortenReply to this comment

    ohne ihre wortmeldungen hielte ich frau schweitzer für eine resolute frau mit sehr ausgeprägten prinzipien.

  71. Aurisa (Link) meint: (7.11.2009 um 20:17) AntwortenReply to this comment

    Jako, Jack Wolfskin… und jetzt also eine sich amok um Kopf und Kragen schreibende TAZ-Journalistin…

    Lernt eigentlich NIE jemand aus den Fehlern anderer Leute hier im Internet…?

    Entweder ist es Frau Schweizer schlicht egal, welche Kollateralschäden sie vor allem bei sich selbst mit ihrer Reaktion anrichtet… oder sie hat es immer noch nicht kapiert, daß sie sich damit gelinde gesagt nicht gerade einen Gefallen tut…

    Das hat schon was von einer virtuellen Selbst-Rufmord-Attentäterin…

  72. Billy meint: (7.11.2009 um 22:26) AntwortenReply to this comment

    Johannes Boie hat eine aufschlußreiche Aussage von Frau Schweizer aus einem Telefoninterview mit ihr:

    "Ich bezahle nichtmal was für den Service von TextGuard. Die machen das, und so finanziert sich das."

    Das und viel mehr in seinem (natürlich bösen&irrelevantem) Blogeintrag:

    blogs.sueddeutsche.de/sch...r-zahlt-uberhaupt-nichts/

    Gruß

  73. yuri (Link) meint: (7.11.2009 um 23:05) AntwortenReply to this comment

    @Vetter

    Eine Sache, die das Netz bewegt, doch der Meister schweigt in seinem Blog…

    Die öffentliche Debatte um den Datenklau bei SchülerVZ und den Selbstmord des Täters "Exit" dreht sich in eine neue Richtung. In einer Vorabmeldung für sein am Montag erscheinendes Heft zitiert der Spiegel aus Chatprotokollen zwischen "Exit" und den VZ-Netzwerken. Darin soll das Unternehmen dem Datensammler Geld geboten haben.
    http://www.golem.de/0911/71033.html
    heise.de/newsticker/meldu...rklaerungsnot-853061.html
    http://freiheitsforum.com/read.php?2,30825

    Das Material war offensichtlich fabriziert, die Aussagen gelogen bzw.
    als "Agent Provocateur" erzeugt.

    Wie sieht es denn mit § 164 aus?

  74. Striedel meint: (8.11.2009 um 11:23) AntwortenReply to this comment

    Ach, wo wir doch gerade bei so einem prekären Thema sind. Was ist eigentlich aus Streit um die Wortmarke "Lawblog" geworden?

  75. Striedel meint: (8.11.2009 um 13:47) AntwortenReply to this comment

    Zum Thema TextGuard vgl. noch diesen Blogeintrag vom Sommer: mehralstext.de/index.php/...guard-gegen-den-textklau/

    M.E. ist es etwas albern, Frau Schweitzer "Geheimnisverrat" nachzusagen.

  76. ap meint: (8.11.2009 um 14:39) AntwortenReply to this comment

    @Ex-taz-Leser:

    Die taz et al. sterben doch nicht erst mit Eva Schweitzer. Das wäre zu viel der Ehre für eine einzelne Schreiberin, oder? Der aus der systematischen Abhängigkeit resultierende Maulkorb spielt eine entscheidendere Rolle.

    Die Kernhintergründe, die wunden Punkte, die entweder ausgelassen oder mit falschen Informationen besetzt werden, können nicht in diesem Medium selbst beleuchtet werden.

    Stattfindende Beleuchtungen dienen der Unterhaltung und Ablenkung. Jedes Thema verliert sich spätestens nach drei Wochen*. Der Fokus liegt abseits vom Kern. Spiegel verzerren das Bild.

    Nun streitet man sich gewissermaßen, ob drei Absätze einer Reporterin, als Zitat markiert, einem Leistungsschutzrecht unterliegen. Die dusselige Blinde auf hohem Roß erteilt pauschale Kaperbriefe. Ein wohlgesonnener kleiner Fischer läuft Gefahr, Opfer der Krone zu werden. Die Piraten reißen ihn raus.

  77. bernd meint: (8.11.2009 um 15:33) AntwortenReply to this comment

    Krass ist ja, wie das auf die taz durchschlägt. Nicht wenige denken, dass die Abmahnungen von der Zeitung ausgehen. Und das von einer Zeitung, die mit Solidaritäts-Abos Kasse machen will.

    Heikles und vollkommen unüberlegtes Spiel von Frau S.

    Man hätte vom Streisand-Effekt oder aus der Wolfskin-Posse lernen können – wenn man sich dann wirklich dafür interessiert.

  78. Markus Winter meint: (25.11.2009 um 21:02) AntwortenReply to this comment

    Ich habe in meinem Blog etwas heftig über TV-Quiz-Moderatoren und Astroberater hergezogen (zu letzteren steht auch u.a. "Betrüger" im Text) und nun wird mir von meinem Leserkreis empfohlen, den Text abzuändern, da sonst schnell eine Abmahnung folgen könnte. Ich habe weder Namen noch Sendungen verwendet, sollte auch eher ein Rundumschlag sein. Es wird lediglich der Sender genannt.

    (Text editiert. Dies ist kein Forum für Rechtsberatung. U.V.)

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