Frau O. will nichts unterschreiben
Frau O. kommt aus Afrika. Sie hat einen gültigen Pass. Und ein Visum, das ihr die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland erlaubt. Der Bundespolizist am Flughafen wittert trotzdem Ungemach und setzt Frau O. fest. Er schöpft den Verdacht, dass Frau O. nicht nur auf zwei Wochen zu Besuch kommt, sondern andere Zwecke verfolgt. In diesem Fall kann die Bundespolizei tatsächlich die Einreise versagen (§ 15 Aufenthaltsgesetz).
Woher der Verdacht kommt und ob er im Sinne des Gesetzes “begründet” ist, darüber will ich jetzt nicht spekulieren. Ziemlich geärgert hat mich allerdings, wie versucht wird, möglichst einen Anwalt aus dem Spiel zu lassen.
Das fing natürlich mit dem üblichen Spielchen an, wonach ich eine schriftliche Vollmacht vorlegen soll. Ich wies darauf hin, dass eine Vollmacht keineswegs nur schriftlich wirksam ist, sondern mich die Betroffene auch mündlich beauftragen kann. Ich habe dann mit ihr telefonieren dürfen und sie hat – welch Wunder – sich natürlich gefreut, dass ihr ein Anwalt helfen wird. Allerdings spricht sie nicht sonderlich gut Englisch, so dass die Verständigung nicht einfach war.
Das änderte aber nichts daran, dass die Vorlage einer schriftlichen Vollmacht verlangt wurde. Ich habe also einen Vollmachtstext gefaxt. Allerdings, wohl zur Überraschung bei der Bundespolizei, mit einem ziemlich ausführlichen Begleitschreiben, in dem ich schon zu den Umständen Stellung nahm und Tatsachen sowie Zeugen (mit Handynummern) benannte, die für einen reinen Besuchsaufenthalt sprechen.
Am Einreisezweck hatten ja nicht mal die Behörden Zweifel, welche am Visum beteiligt waren. Die Ausländerbehörde hat den Einlader in seiner Heimatstadt gründlich unter die Lupe genommen. Überdies hat die deutsche Botschaft im Heimatland von Frau O. recherchiert und das Visum erteilt. Die deutschen Auslandsvertretungen stehen in letzter Zeit sicher nicht mehr im Ruf, Visa leichtfertig zu erteilen.
Fünf Minuten nach Übersendung des Faxes ruft mich der Bundespolizist an und erklärt jovial, meine Mandantin wolle die Vollmacht nicht unterschreiben. Wörtlich: “Ich habe extra noch zwei Kollegen hinzugezogen als Zeugen. Die können bestätigen, die Frau will die Vollmacht nicht unterschreiben.”
Da fällt mir nur noch wenig ein. Die Bundespolizei nimmt eine arglose Reisende nach einem stundenlangen Flug fest. Dann bauen sich nach weiteren Stunden Wartezeit drei Uniformierte vor ihr auf und bitten sie, doch mal kurz ein Papier zu unterschreiben, dessen Inhalt (in deutsch und englisch) sie wahrscheinlich nicht komplett versteht.
Wie, so habe ich den Bundespolizisten gefragt, würde er sich in so einer Situation im Ausland verhalten? Er hat nicht drauf geantwortet. Ich wäre jedenfalls auch sehr weit davon entfernt, etwas zu unterzeichnen.
Mein Schreiben wird der Beamte, das habe ich ihm deutlich gesagt, völlig unabhängig von der Frage zur Kenntnis nehmen müssen, ob ich “schriftlich” bevollmächtigt bin oder nicht. Wenn er die belastenden Umstände sieht, wird er sich den entlastenden nicht verschließen dürfen. Egal, von wem sie vorgebracht werden. Für den Fall, dass er das Schreiben ignoriert, habe ihm ausdrücklich ein Telefonat mit seinem Behördenleiter und, sofern dann noch nötig, eine Dienstaufsichtsbeschwerde in Aussicht gestellt. Mache ich selten, aber hier ging es wohl nicht anders.
Dumm: Heute hat das zuständige Gericht zu. Morgen wird dann ein Kollege vor Ort übernehmen und schauen, was zu machen ist. Dass die betreffende Dienststelle gerne nach Kräften Anwälte aus dem Spiel lässt, hat mir der Anwalt vorhin schon am Telefon bestätigt. Mit solchen Dingen habe er täglich zu kämpfen. Sein einziger Trost: “Je weniger die in der Hand haben, um so mehr wird geblockt.”
Es gibt also Grund zu verhaltenem Optimismus.
Was mich mal interessiert: Wie kommt man eigentlich an solche Mandate? Ich hätte – als Ausländer auf einem Flughafen in einem Land, dessen Sprache ich nicht spreche – keinen Plan, wen ich anrufen sollte. Rufen solche Leute regelmäßig erst bei der Botschaft an?
Die Reisende wurde doch erwartet.
Wie war das noch?
"Zu Gast bei Freunden"
Herr Vetter,
sagen Sie doch bitter der Frau O., dass nicht alle Deutschen so dümmlich sind, wie diese Beamten.
Vielen Dank
Das sind die Geschichten nach denen ich mich immer sehr unwohl in meiner Rolle als Deutscher fühle.
Na hier wird man wenigstens noch mit Papierkrieg und Anwaelten belaestigt, in den USA wird man gleich nach Hause geschickt weil man den Typ am Einreiseschalter nicht gefaellt, zu grosses Gepaeck fuer einen Touristen (man koennte ja nicht mehr heim wollen "und das als deutscher!!"), man wird gefragt ob man den Kuehlschrank ausgeraeumt und abgeschalten hat usw. da ist das doch ziemlich harmlos, wenn auch wirklich widerlich vom Menschen die alles was menschlich ist bei Arbeitsbeginn in den Spind einschliessen und nur noch Beamte sind, denn Beamte sind keine Menschen, denn Beamte duerfen nicht denken, nicht in Deutschland, die sollen nur folgen.
Gruss Stefan Kelemen
"Dumm: Heute hat das zuständige Gericht zu."
Was heißt denn bitte "zu"? Haben die keinen Bereitschaftsdienst, den man über Anrufbeantworter oder so erreichen kann?
Die Frau versteht also nicht genug Deutsch und Englisch, um zu erkennen, dass es sich bei einem ihr vorgelegten Vollmachtsformular eben um ein Vollmachtsformular handelt.
Sie ist aber angeblich willens und imstande, in einer dieser Sprachen telefonisch (!) einem ihr völlig unbekannten Mann, von dem wir nicht einmal wissen, ob sie ihn als Anwalt erkannt hat, ein anwaltliches Mandat zu erteilen.
Damit hätte ich als Grenzpolizist auch ein Problem.
Hallo Herr Vetter,
könnten Sie demnächst sowas voranstellen wie "Obwohl heute Sonntag ist…" ;) – ich habe Montag früh einen Termin zum Kernspin und glaubte schon, diesen versäumt zu haben. große Panik, weil MINDESTENS 3 Monate Wartezeit, wenn kein Arzt schubst :O …
Phew, sehr erleichtert. Udo Vetter schreibt AUCH am Sonntag… :D
Gruss aus Köln
Sebastian Schneider
@Jul: Ich bin mit einer Türkin verheiratet. Fragen Sie mich lieber nicht, welche Erfahrungen ICH habe. Meine Schwägerin hat nichtmal zur Hochzeit ein Visum bekommen. Das arme Kind (10-jährige Tochter) hätte ja den Montag morgen in der Schule versäumt, das ging nach Ansicht der deutschen Botschaft nicht.
Ich bin schwer krank, und habe nichtmal die Chance, alle Verwandten kennenzulernen… Armselig, die deutsche Bürokratie. Da sind selbst die Briten SEHR viel lockerer…
@Stefan Kelemen: Meine Güte, diese stumpfsinnig heruntergebeteten Verallgemeinerungen und Vorurteile über Beamte sind auf Dauer wirklich lächerlich.
P.S. nein, bin kein Beamter.
@ 7: Doch, haben sie. Aber UV will dort absichtlich nicht anrufen, weil ihn das Schicksal der Frau nicht interessiert und er mit den Beamten übereinstimmt.
…bei manchen Kommentaren hier kann man sich echt an den Kopf greifen :|
Gibt es keinen Dolmetscher in diesem Fall?
Olaf Sander: Er sollte ihr dann aber auch sagen, dass die meisten Mitläufer sind, von denen keine Hilfe zu erwarten ist, dass die Mehrheit absolut Obrigkeitshörig ist und dass einem Beamten vor Gericht alles geglaubt wird.
Carlo: Was heißt denn Vollmacht auf Englisch? Wissen Sie das ohne nachzuschauen? Vielleicht spricht sie ja fließend Französisch als Muttersprache. Es soll ja sogar Deutsche geben, die ins Ausland reisen, obwohl sie bestenfalls ein paar Floskel in der dortigen Landessprache beherrschen. Dass der Anwalt vom Gastgeber informiert wurde, nachdem die Frau diesen angerufen hat, darauf kommen Sie erst gar nicht.
Einfache Frage: Gegen wessen Intelligenz spricht das?
Aber klar, man unterschreibt jeden Wisch ohne ihn auch nur gelesen geschweige denn verstanden zu haben. Das ist total üblich. Siehe auch Verträge von Lissabon.
@lawblogleser:
Jesus, weil ein paar Bullen freidrehen, gibts noch lange kein Recht dafuer dass auf "alle" zu projezieren.
Herr Vetter schreibt (absichtlich) immer sehr zweideutig. Selbst sein Kommentar "Die Reisende wurde doch erwartet." ist sowas von halbherzig mal so dahin gehauen, da würde ich, gerade weil es sich um einen Anwalt handelt, noch lange nicht davon ausgehen, der Erwartende habe den Anwalt eingeschaltet. Zumal Herr Vetter offenbar nicht vor Ort ist. Also ich persoenlich, wuerde einen Anwalt einschalten der in der selben Stadt sitzt wie auch der Flughafen.
Davon abgesehen ist es gut und richtg misstrauisch zu werden, wenn jmd einreist um jemanden zu besuchen,aber weder dessen Landessprache kann, noch die "Weltsprache" English.
Das klingt irgendwie schon unkoscher.
Ein kleiner Schwank aus dem letzten Jahr: Ich fahre jedes Jahr ein- bis zweimal nach Ägypten zum tauchen. Mit einem Tauchlehrer von dort bin ich seit Jahren gut befreundet. Er ist einer von vier ägyptischen Masterinstruktoren, hat also einiges in der Birne, ein geregeltes Einkommen und spekuliert bestimmt nicht auf einen illegalen Aufenthalt in Deutschland. Letztes Jahr zu Weihnachten wollte ich ihn zu uns einladen und habe auf meinem Geschäftspapier ein Einladungsschreiben verfasst, auf dem ich unter anderem für ihn gebürgt habe und unsere gemeinsamen geschäftlichen Pläne beschrieben habe. Damit ist er zur Botschaft in Kairo, musste vorher eine Flugreservierung machen und eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Dazu dann gleich Visagebühren zahlen um überhaupt den Visaantrag stellen zu dürfen. Zusammen waren das 110,- Euro, was einem durchschnittlichen Monatseinkommen in Ägypten entspricht. Abgelehnt wurde das Visum von der deutschen Botschaft dann mit der Begründung, dass in Deutschland zwischen Weihnachten und Neujahr alle Firmen Ferien haben. Auf meine zahlreichen Faxe und Telefonanrufe in der Botschaft gab es natürlich keine Reaktion.
Wie Nummer 3 schon geschrieben hat: "Zu Gast bei Freunden"
@15: Aha, jetzt muss mal also schon der Landessprache mächtig sein und/oder Englisch können, um jemanden für zwei Wochen zu _besuchen_…
Aber sonst ist noch alles klar im Dorf?
@Mario:
Ja, so wird es wohl sein. Frau O. sitzt am internationalen Großflughafen Erfurt, während der Anwalt in Düsseldorf vergeblich den Airport sucht.
Aber was die Sprache betrifft haben Sie bestimmt Recht. Immer wenn ich in den Urlaub außerhalb Deutschlands fahre… alles Ausländer! Und dann kann die O. noch nicht mal Englisch. Die sind aber auch doof, die Afrikaner. Kein Wunder, dass es denen so dreckig geht. Und jetzt komm`se hier her. Weiß doch jeder, dass die nur von unseren Steuergeldern reich werden wollen.
Mannomann, wegen Leuten wie Sie einer sind, rennen Menschen wie Frau O. vor Wände. Und dabei ist es gar nicht Frau O´s Horizont, der beschränkt ist.
@Mario:
Es gibt genug Leute, die in ein Land einreisen / ein Land besuchen, ohne vernünftig Englisch oder die Landessprache zu sprechen.
Nehmen wir an, ich spräche kein Englisch, und würde aber einen deutschen Freund, der in Korea wohnt, besuchen, wäre es dann rechtens mich auf dem Flughafen festzuhalten?
@Unglaublich:
Nein, das haben sie offenbar falsch verstanden! Wollen wir uns nochmal gemeinsam den Satz anschauen:" Davon abgesehen ist es gut und richtg misstrauisch zu werden, wenn jmd einreist um jemanden zu besuchen,aber weder dessen Landessprache kann, noch die "Weltsprache" English."
Woraus leiten Sie ab, dass man fuer eine Einreise eine der beiden Sprachen können muss ? Es steht doch da: Ich erwarte schon,dass der Beamte misstrauisch wird. Mehr nicht.
Hoffentlich nicht. Aber der Beamte hat das Recht und je nach lokaler Gesetzeslage die Pflicht misstrauisch zu werden.
@19: ACK, eine andere regional übliche Verkehrssprache, in Ostasien beispielsweise Putongua, sollte es doch eigentlich auch tun.
@Olaf Sander:
Man, sie hab ich ja fast ueberlesen. Kein Wunder bei derart grotesker Polemik.
Ich versuch mal dennoch drauf einzugehen: Wenn Sie ins AUsland fahren, dann obliegt es dem besuchten Land sie reinzulassen oder nicht. Je nach Herkunft könnte das besuchte Land in ihnen einen Wirtschaftsflüchtling sehen, oder auch nicht. Wenn bspw. Bill Gates nach Burkina Faso einreist werden die meisten Menschen nicht vermuten er tue dies um seine wirtschaftliche Lage zu verbessern.
Wenn aber eine Frau aus Burkina Faso in die Schweiz einreisen will um dort jmd zu besuchen, der "Schwitzerdeutsch" spricht, die Frau aber nicht,dann könnte man dies schon eher vermuten.
Und man könnte sich fragen: " Ist ja komisch, die kann dann ja u.U. gar nicht mit dem Besuchten reden! Denn der redet ja Schwitzerdeutsch und sie nicht!" Da sprech ich dem Beamten das Recht zu misstrauisch zu werden. Und ich verlange es sogar.
Das hat natuerlich nicht mit dem assigen Verhalten im Detail zu tun, das ist eine andere Geschichte.
Und Sie sind Schuld dass ich immer noch sowas lesen muss:
"Lieber Freund, Ich bin Herrn Martin Johnson Aus Harlsden, North West London, hier in England. Ich arbeite für Natwest Bank London. Ich schreibe Ihnen aus meinem Büro, dass der immense Vorteil für uns beide werden…."
Schuld ist der Sozialstaat !
"Und man könnte sich fragen: " Ist ja komisch, die kann dann ja u.U. gar nicht mit dem Besuchten reden! Denn der redet ja Schwitzerdeutsch und sie nicht!" Da sprech ich dem Beamten das Recht zu misstrauisch zu werden. Und ich verlange es sogar."
Soll ja auch Schweizer geben, die sehr gut Französisch und Italienisch sprechen aber so gut wie gar kein Englisch… Wie "Unglaublich" schon treffend analysierte: wohl nicht mehr alles klar im Dorf.
@Mario: Wenn ich nach Tschechien in den Winterurlaub fahre, werde ich dafür nicht unbedingt tschechisch lernen. Wenn ich hingegen vorhätte, dort (legal/illegal) eine längere Zeit zu verbringen, vielleicht doch. Fällt Ihnen jetzt der Logikfehler in Ihrer Argumentation auf?
@Mario:
Seeeeehhr schlechtes Beispiel!!! Amtssprache in Burkina Faso ist Französisch und in der Schweiz wird ebenfalls französisch gesprochen auch in der Deutschschweiz (ist auch Amtssprache)!! Wäre also kein Grund misstrauisch zu werden!
Nebst der 'Weltsprache Englisch' gibt es auch noch einige Sprachen die auf der Welt eine wichtige Rolle spielen (Spanisch, Chinesisch, Französisch…) warum sollte also jemand der die 'Weltsprache Englisch' nicht beherrscht schon mal grundsätzlich verdächtig sein wenn er einen Menschen in Europa besuchen will?
[quote]Gibt es keinen Dolmetscher in diesem Fall?[/quote]
@16 als ob der deutsche Steuerzahler nichts besseres zu tun hat, als dieser Frau einen Anwalt und Dolmetscher zu bezahlen.
@Mario
Frau O. aus Afrika kann doch durchaus auch in Deutschland ansäßige Familie (sprich Afrikaner) besuchen. Sie spricht u.U. nur ihre Heimatsprache während die hiesigen natürlich mittlerweile deutsch sprechen.
Meine Tante kommt uns auch von Zeit zu Zeit besuchen, ohne dass sie deutsch oder englisch spricht. Dank Schengen ist das in dem Fall kein Problem, aber das Prinzip ist dasselbe.
Der Verdacht sollte beim Beantragen des Visums geprüft werden. Wenn die Person schon im Land ist, brauch ich doch mehr als 'Moment, die kommt aus Afrika und spricht weder deutsch noch englisch, vielleicht will die ja hier bleiben; daran hat in der Botschaft bestimmt noch niemand gedacht.' sein. Woher der Verdacht in diesem Fall kommt, darüber kann man wegen der spärlichen Informationen nur spekulieren, doch ohne mehr Anhaltspunkte als die, die bei Visumsvergabe vorlagen, finde ich die Aktion recht schwach.
"Soll ja auch Schweizer geben, die sehr gut Französisch und Italienisch sprechen"
Was dann in Kateorie Landessprache faellt. Verstehendes Lesen Sechs, setzen!
"Wenn ich nach Tschechien in den Winterurlaub fahre, werde ich dafür nicht unbedingt tschechisch lernen"
Einverstanden, aber offenbar existiert hier eine andere rechtliche Grundlage. Die Frau wurde schliesslich explizit eingeladen. Offenbar ist dies notwendig, wenn man aus "Afrika" kommt. Merken SIe Ihren Logikfehler ?
"warum sollte also jemand der die 'Weltsprache Englisch' nicht beherrscht schon mal grundsätzlich verdächtig sein wenn er einen Menschen in Europa besuchen will?"
Weil bei uns die uebliche Sprache "Deutsch" ist ? Und "Englisch" eine ziemlich verbreitete internationale Sprache ist ? Wer behauptete man muesse grndsaetzlich misstrauisch sein ? Hier gilt "Im Zweifel fuer den Angeklakten" Vielleicht hatte der Beamte seine Gruende ? Ach ja ich vergass, das ist ja hier ein Unrechtsstaat und der Beamte ist immer Schuld und Herrn Vetters Aussagen wird bedingungslos geglaubt (und Lücken im besten Sinn der Anklage nach Belieben aufgefuellt)
"Frau O. aus Afrika kann doch durchaus auch in Deutschland ansäßige Familie (sprich Afrikaner) besuchen. Sie spricht u.U. nur ihre Heimatsprache während die hiesigen natürlich mittlerweile deutsch sprechen."
Richtig. Vllt heisst die Familie auch "Schmidt"(eingebuergert und verheiratetet mit einem Deutschen). Dann sehe es wieder so aus: EIne Frau die weder ENglisch noch Deutsch kann, wurde von einer Fam. Schmidt eingeladen.
Wieso wollen sie alle unbedingt die Möglichkeit ausschliessen, das Misstrauen waere berechtigt gewesen ?
Ist ja nicht auszuhalten diese Pseudo-Gutmenschenhaltung.
"Wenn die Person schon im Land ist, brauch ich doch mehr als 'Moment, die kommt aus Afrika und spricht weder deutsch noch englisch, vielleicht will die ja hier bleiben; daran hat in der Botschaft bestimmt noch niemand gedacht.'"
Sie ist noch nicht wirklich im Land. Sie will ja gerade erst einreisen. Im Uebrigen haben Sie Recht, was die spaerliche Informationslage angeht. Umso trauriger, dass sie alle hier die Ausführungen des Herrn Vetter in ihrem Sinne ergaenzen.
Und warum machen die das dann? Spass oder persönliche Befriedigung? Oder kommt man vor Ärger garnichtmal bis zu der Frage?
@Mario: all ihre ausführungen sind verständlich. aber sie verkennen eine zentrale frage in dem problem. der beamte (und ich setzte jetzt mal voraus dass die angaben des herrn vetter stimmen) hat die mündlich anwaltlich versicherte bevollmächtigung angezweifelt. allein dieser hoheitliche anmaßende akt – angesichts eines vorhandenen visums, dass schon durch eine behörde nach prüfung erteilt wurde – durch einen einzelnen beamten lässt zweifel an dessen grundgesetztreuem verhalten zu. insoweit sind die weiterführenden ausfüllungen nur logisch.
derselben logik bedienen sich auch unsere gerichte. mit einem unterschied. selbst wenn frau o. zu unrecht so behandelt wurde und sie das irgendwann mal schwarz auf weiss hat, kann sie sich mit dem ergebnis den allerwärtesten abputzen!
nichts aber auch nichts ändert dies an ihrer derzeitigen situation.
wenn sie per se herrn vetters ausführungen in abrede stellen, sollten sie hier besser nicht mehr lesen.
M.
Weil die Frau ein gültiges Visum bei sich hatte und also sowohl sie als auch die Einlader schon gründlichst von den deutschen Behörden unter die Lupe genommen worden waren, wie auch ausführlich im Artikel steht, den ich Ihnen mal zu Lesen empfehlen würde. Was genau sollte einen Zollbeamten bei der 10minütigen Abfertigung bitte misstrauisch machen, was die Behörden übersehen hätten (außer der bekannten "kriminalistischen Erfahrung")?
@Stefan Kelemen:
Wenn die wenigsten nur Beamte wären aber ich habe so das Gefühl die genießen das.
Mal wieder ein weiteres "schönes" Beispiel für die Willkür der deutschen Staatsmacht. Inzwischen ist das alles leider keine Ausnahme mehr sondern wohl die "bittere" Regel. Ein Hoch auf unseren motivierten Staat.
Die Welt zu Gast bei Freunden… Himmel, wenn ich so was lese. Und ich kann genau verstehen, was die arme Frau durchmacht: ich hatte genau das Problem in den USA wo meine Verlobte "befragt" wurde. Das Problem: wir waren nicht verheiratet. Das geht dann recht schnell:
Grenzer: "Sie arbeiten doch schwarz"
Verlobte: "Nein"
Grenzer: "Beweisen Sie"
Tja, wie beweisst man, dass man nicht schwarz arbeitet? Wie beweist man, dass man gendenkt das Rückflug-Ticket zu nutzen?
Und dann ist es ja so, dass diejenigen an der Grenze typischer Weise nicht die 'sensiblen, netten' sondern doch eher die 'harten, rauen' sind…
Wollt Ihr die totale Gerechtigkeit?
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Offenbar schon.
Andreas Unterberger hat gerade einen trefflichen Aufsatz zur totalen Gerechtigkeit publiziert:
andreas-unterberger.at/20...cht-als-hochstes-unrecht/.
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Selbstverständlich glaube ich, dass die Dame hier nur mal 2 Wochen bleiben will. Ist ja bei allen Ausländern der Fall, besonders denen aus Schwarzafrika.
Verständlich dass die schnellstmöglich wieder rauswollen; wo die doch alltäglich ermordet, vergewaltigt, häuslich gewaltiert und zu unentgeltlichen Frondien …
sorry, falsch Platte aufgelegt, … gehe suchen … so, jetzt die richtige …
… wo die Ausländer hier alltäglich in der Schule diskriminiert, bei der Arbeitssuche benachteiligt, von Nazihorden ermordet und im Polizeigefängnis (besonders in Dessau) verbrannt werden.
Doch, doch, das ist so. So wird es uns jedenfalls von unseren gleichgeschaltete Medien pausenlos eingehämmert. Und wer´s nicht glaubt – den stellen wir in eine geistige Reihe mit Hitler, Göring und Goebbels.
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So, nun sind wir mal so richtig politisch korrekt gewesen und dürfen uns der Realität zuwenden. Und die sieht leider ein wenig anders aus als uns der linke Mainstream weismachen will.
Tatsächlich ist Deutschland ein Dorado für Wirtschaftsflüchtlinge, Verbrecher und Schmarotzer. Speziell die rotgrüne Bundesregierung hat die Tore für Verbrecher aller Art weit geöffnet.
Ich sehe schon, dass in diesem Fall die Polizei wohl ein wenig überzogen hat, bin aber heil…, äh, das ist ganz schön Autobahn … bin gesundheitsfroh, dass nun nicht mehr jeder einfach reinkommt. Wir haben in Deutschland mehrere Tausend ähem, ähem („Neger“ sagen ist nämlich strafbewehrt verboten), die ihren Pass weggeschmissen haben und nun bis ans Ende ihrer Tage von uns durchgefüttert werden müssen. Wobei die Kosten für Kost und Logis noch die geringsten sind, viel mehr ins Kontor schlagen die Kriminalitätskosten.
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Wer Lust, hat sich von der gutmenschlichen Theorie in die Niederungen der Praxis zu begeben, der darf mal ein wenig schmökern.
welt.de/hamburg/article36...-in-Muemmelmannsberg.html
welt.de/wams_print/articl...t-wieder-einmal-frei.html
tagesspiegel.de/berlin/La...ntegration;art124,2459662
http://www.tagesspiegel.de/politik/art771,2166571
http://www.sueddeutsche.de/bayern/795/481268/text/
sueddeutsche.de/panorama/588/481064/text/10/
sueddeutsche.de/finanzen/992/482448/text/9/
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/491357
welt.de/politik/deutschla...ung-mit-einem-Mythos.html
welt.de/berlin/article168...ben_Angst_auszusagen.html
hss.de/downloads/071207_VortragReusch.pdf
taz.de/1/politik/afrika/a...-aus-deutschland/?type=98
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Ach so, darum geht es hier gar nicht.
Natürlich nicht.
Nur, wie kommen denn die anderen Fälle zustande? Hat je ein Ausländer am Eingangstor gestanden und gesagt:
„Guten Tag, ich bin ein Verbrecher. Ich will in dieses Land und mich von den Deutschen aushalten lassen. Zum Dank dafür werde ich eine unverschämte Forderung nach der anderen stellen und den Scheißdeutschen die Knochen brechen.“
Eben!
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Aber ich weiß schon. Wir sind hier ja nicht in der Realität, sondern in den Höhen der Menschenwürderabulistik (Hallo Herr Jessen!) und Rechtswissenschaft.
Und dort geht es nicht um solche Lappalien wie das Überleben, sondern um – siehe oben – die totale Gerechtigkeit.
Und so lange wir der Dame keine Verbrechen nachweisen können, müssen wir sie reinlassen. Und wenn wir ihr Verbrechen nachweisen können, müssen wir sie ebenfalls hier behalten.
Wäre es möglich, dass sowohl Einlader als auch Frau O. … [i]französisch[/i] sprechen?
Ach so, habe ich vergessen. Das ist ja out, seit es die Weltsprache englisch* gibt. Da wäre es ja ineffizient, so etwas zu beherrschen. Und Ineffizienz macht verdächtig!
*War jemand von euch mal in Südeuropa? Englisch spricht dort kein Schwein. In manche Ecken der Welt ist die von den Deutschen so geliebte neue lingua franca wohl noch nicht vorgestoßen.
@JoSchu:
Wenn sie den Artikel vollstaendig gelesen haetten kann Ihnen eine Aussage Herrn Vetters nicht entgangen sein:
"In diesem Fall kann die Bundespolizei tatsächlich die Einreise versagen (§ 15 Aufenthaltsgesetz)."
Sie behaupten dass "sie als auch die Einlader schon gründlichst von den deutschen Behörden unter die Lupe genommen worden waren". Aber selbst Herr Vetter mag "Woher der Verdacht kommt und ob er im Sinne des Gesetzes “begründet” ist" nicht spekulieren.
Wenn sie "Joschi" jedoch Insiderkenntnisse haben bitte ich sie sich unverzueglich als Zeuge zur Verfuegung zu stellen um den Vorgang zu klären. Aber ich fuerchte, das haben sie sich nur in ihrer Fantasie ausgemalt.
Selbst wenn ich das taete kann ich hier lesen. DIes ist ein freies Land. DIe Gedanken sind frei! Bitte hoeren sie auf unwahre Behauptungen in den Raum zu stellen!
Richtig ist, dass ich, die Möglichkeit in Betracht ziehe, das Misstrauen koenne berechtig gewesen sein. Auch Herr Vetter mag darueber "nicht spekulieren".
Natuerlich ist dies möglich. Aber es ist eben die Frage, ob diese Möglichkeit ausreicht um "Misstrauen" abzubauen. Die meisten der Kommentare sagen "Man darf nicht misstrauisch sein, schliesslich koennten beide franzoesisch sprechen".
Ich hingegen sage: Offenbar hatte der Beamte Zweifel die dazuführten, dass er "einen begruendeten Verdacht" entwickelte. Ihrer Logik nach duerfte ich nicht misstrauisch werden, wenn beim Roulettspiel 100 mal hintereinander die 0 gespielt wurde. Schliesslich ist es "möglich".
Im Uebrigen gilt in diesem Land noch immer die Unschuldsvermutung. Wollen wir dies nicht auch dem Beamten zugestehen ?
@6: Beamte sind keine Menschen? Na da bedanken sich gerade aber einige für diese tolle Pauschalierung.
@36: Erbfeindsprache, pfui ;)
Die Prostituierte O ist aus Afrika eingereist. Die Einladung hat ihr Zuhälter über einen harmlosen Strohmann besorgt.
Am Flughafen ist ihr Koffer wegen der darin enthaltenen Arbeitsutensilien aufgefallen. Der Zuhälter hat dann UV angerufen.
Thats all.
Logo, dass UV über die Begründetheit nicht spekulieren will
ich bin als legal aus der Ostzone Ausgereister nach Jahren von Bayern nach Westberlin gefahren.Was ich da erlebt habe,dagegen sind die Schilderungen hier Kinkerlitzchen
"begründeter Verdacht"? Wo genau?
Käme Frau O. aus Duisburg und truge eine Lederjacke würden sich die heldenhaften Beamten ehrfurchtsvoll zurückziehen.
Achje, armes Deutschland. Doch wie üblich wird vor dem Endsieg des augenblicklichen Systems nochmals die Recht & Ordnung Keule geschwungen.
Dabei zerdeppert ein Thilo S. mehr Geschirr und richtet mehr finanziellen Schaden in eine kurzen Pinkelpause an als es 100000 Frauen O.'s in ihrem Leben je zustande bringen würden.
#k.
Na ja, immerhin haben die beamten uns vor der Afrikanerin geschützt, die hier Urlaub machen wollte. Ich finde, man sollte Frau Merkel dann im Ausland auch erstmal einer Rektaluntersuchung unterziehen, damit man gesichert feststellt, dass sie keine Drogen oder Waffen in sich trägt. Und ein gesinnungstest wäre auch nicht schlecht.
Dann wacht die politische Elite vielleicht mal auf. Gäbe es keine politische Immunität…..
Das ist so ganz und gar falsch nach meinem Rechtsverständnis. Klar, die BRD hat diese Gesetze, die das zulassen und es wird schlimmer. Aber im Sinne von Menschenwürde und Menschenrechte sind solche Gesetze und gewissenlose, willige Helfer des Regimes falsch.
Ansonsten weise ich darauf hin, dass es praktisch unmöglich geworden ist jemand aus einem wirtschaftlich ärmeren Land (im Vergleich zur BRD) einzuladen. Selbst wenn ganz klar ist, dass die Person sicher nicht in der EU zu bleiben gedenkt, wird erstmal unterstellt, dass *alle* in die BRD umsiedeln wollen. Abartig und ärgerlich, kann ich nur sagen.
@StoiBär:
Wenn ich sowas lese kann ich nur mitm Kopf schütteln…
Zwischen Weihnachten und Silvester sind _alle_ Firmen zu ? Ich gebe zu das zwischen den Feiertagen nicht viel läuft. Aber so eine Verallgemeinerung… Ich kenn da irgendwie viele Arbeitgeber die zwingend noch im laufenden Jahr Sachen abschließen müssen. Gibt wohl genug die da Stress haben.
Das Problem bezüglich der Ausländerpolitik in der EU ist die Symbolpolitik, die die Einreise Gutwilliger verhindert, die Einreise professionell vorgehender böswilliger aber nicht stört. Wobei gutwillig/böswillig sich hier mal am wirtschaftlichen Nutzen/ Schaden der Einwanderer beziehen soll.
Ich war dieses Jahr mit meiner ausländischen Ehefrau einige Tage in England. Die Visumantragsprozedur ist nur per Internet möglich, es werden völlig unsinnige Fragen gestellt, z.B. soll man angeben, mit welchen Menschen man im Hotel wohnen wird( ich hab geschrieben, daß es mir nicht möglich ist, die mehreren hundert Gäste des Hotels zu kennen). Das Visum ist sogar bewilligt worden.
Am Einreise und vor allem am Ausreiseschalter ist meine Frau dann wie eine Terroristin behandelt worden. Sie mußte, weil Asiatin, durch eine Art Sonderkontrolle und es mußte wieder ein Blatt mit unsinnigen Fragen ausgefüllt werden, z.B. ob kriminelle Aktivitäten geplant seien, wenn ich mich richtig erinnere.
Wir werden auf Englandbesuche in Zukunft verzichten, Paris ist eh schöner als London.
Der böswillig Einreisende weiß das natürlich, wird von Helfern aus der Szene entsprechend vorbereitet und lacht sich eins, weil man ihn gar nicht daran hindert, direkt in die Sozialhilfe einzuwandern.
"Natuerlich ist dies möglich. Aber es ist eben die Frage, ob diese Möglichkeit ausreicht um "Misstrauen" abzubauen. Die meisten der Kommentare sagen "Man darf nicht misstrauisch sein, schliesslich koennten beide franzoesisch sprechen".
Ich hingegen sage: Offenbar hatte der Beamte Zweifel die dazuführten, dass er "einen begruendeten Verdacht" entwickelte. Ihrer Logik nach duerfte ich nicht misstrauisch werden, wenn beim Roulettspiel 100 mal hintereinander die 0 gespielt wurde. Schliesslich ist es "möglich"."
Wäre Ihr Vergleich ein Pferd, müsste man ihn erschießen. Um zu wissen, dass französisch in Afrika äußerst weit verbreitet ist, muss man keine Enzyklopädie verschluckt haben. Und auch in Deutschland soll es Menschen geben, die diese Sprache beherrschen. Die arbeiten aber wahrscheinlich auch nicht als Grenzer.
"Im Uebrigen gilt in diesem Land noch immer die Unschuldsvermutung. Wollen wir dies nicht auch dem Beamten zugestehen ?"
Merken Sie noch was? Wo steckt da wohl der Fehler? Die Unschuldsvermutung ist also dazu da, solche Menschen zu schützen, die eben jene Unschuldsvermutung bei anderen nicht anwenden? Mithin ist die Unschuldsvermutung also dazu da, zu verhindern, dass ihre Missachtung nicht angeprangert wird? Grandios!
@Alexander Arent: Ging einem Freund nicht wesentlich anders, der seine norwegische Lebensgefährtin immer wieder einige Wochen in die BRD geholt hat. Erst mit der Heirat war der Spuk dann vorbei. Und das ist EWR.
So sehr ein solcher Fall natürlich ärgerlich ist wenn sich die Grenzbeamten den "falschen" schnappen, muss ich der Meinung vieler Kommentatoren hier doch wiedersprechen das ganze sei so streng oder ungerecht weil es sich um Deutschland handele (und wir ja alle Rassisten sind – den Vorwurf hört man hier doch bei einigen durch). Das ist meiner Meinung nach nicht der Fall. Im Gegenteil. Viele Länder (darunter auch viele europäische) sind bei den Einreisekontrollen/Visa noch deutlich strenger als die deutschen Behörden. Ich würde sogar soweit gehen und sagen dass wenn ich als nicht-Eu-Bürger in die Eu einreisen wollte, ich mir Deutschland noch am ehesten aussuchen würde. Unsere Grenzpolizei mag zwar nicht perfekt sein, aber im internationalen Vergleich schneidet sie sicherlich nicht schlecht ab.
@Auweia:
Der Part mit dem französisch ist ein durch Diskussion entstandenes Konstrukt. Es ist voellig irrelevant ob dies zutrifft oder nicht. Es diente zum verdeutlichen der Problematik. Von daher ist auch ihre Argumentation es wuerde nicht ziehen irrelevant. Es geht nur darum zu zeigen, dass der Zweifel u.U. berechtigt sein koennte. Auch Herr Vetter "aergert" sich in seinem Post nur "wie versucht wird, möglichst einen Anwalt aus dem Spiel zu lassen."
Das sie auch so einfache Sachen noch nicht verstanden haben macht mich ein wenig traurig.
Nein, aber sie ist (auch) dazu da, Menschen vor Vorverurteilung von Menschen zu schuetzen die als einzige Quelle den Rechtsbeistand einer Beteiligten.
Die deutsche Rechtssprechung soll also ihrer meinung nach so funktionieren, dass zu einer Sache nur der Anwalt gehoert wird und was er sagt ist per se richtig ? Bitte wandern sie aus!
Herr Vetter hat sich von den Polizisten verarschen lassen mit der schriftlichen Vollmacht. Sinnlose Aktion, die die Dame wohl nur RA-Gebühren kostet.
"Der Part mit dem französisch ist ein durch Diskussion entstandenes Konstrukt."
Das ist mir schon klar. Mir ging es an dieser Stelle auch nur darum, aufzuzeigen, dass das Konstrukt von vorne bis hinten baufällig ist.
"Die deutsche Rechtssprechung soll also ihrer meinung nach so funktionieren, dass zu einer Sache nur der Anwalt gehoert wird und was er sagt ist per se richtig ? Bitte wandern sie aus!"
Wenn das oben angesprochene Konstrukt baufällig ist, dann müsste ihre Argumentation hier schleunigst notgesprengt werden, um den Vergleich zu überstrapazieren.
Bei den allermeisten Diskussionen hier können wir uns auf nichts anderes stützen als auf UVs Aussagen. Streng genommen, müsste also allen Antworten hier ein "Sollten UVs Aussagen zutreffen, dann bin ich der Meinung, dass…" vorangestellt werden. Die Arbeit macht sich natürlich keiner, weil jeder davon ausgeht, dass die Leser von alleine darauf kommen. Scheint aber wohl nicht der Fall zu sein.
Es geht diese selbstgefälligen "Beamten" einen feuchten Kehricht an, wer wann, wieso, warum, weshalb wohin fährt und reist. Diese ganzen Konstrukte von "Staaten" und "Grenzen" haben ihren Ursprung doch nur darin, dass vor hunderten von Jahren irgendwelches Adelsgesocks Minderjährige vergewaltigt hat. Dazu nehme man dann noch eine mehr oder weniger kleine Prise Mord und Totschlag und fertig ist "der Staat". Wie man daraus so etwas abwegiges wie "Staaten" und "Grenzen" postulieren kann (und noch immer daran festhält) ist mir schleierhaft.
@Carlo:
Also wer weder Deutsch noch Englisch kann hat hier keinen Recht auf einen Anwalt?
@stimmviech:
Wozu denn diese moralischen Kategorien? Dazu noch so merkwürdig übersetzt.
Und wer kann schon von sich behaupten, nicht zu einigem bereit zu sein, das einem die Besserung der eigenen wirtschaftlichen Situation verspräche?
@Christian:
Dass es anderswo noch strenger, schlimmer oder rassistischer zugeht, macht doch die Situation in der BRD keinen Deut besser.
Ich bin wirklich sehr froh, wenigstens unter den Uniformierten noch vernünftig handelnde Menschen zu erleben, die nicht aus falsch verstandener Menschlichkeit oder der Aussicht auf ein Honorar jeden einfach so hier hereinlassen.
@Elvis Costello: Beweise? Oder handelt es sich bei deinem Comment nur um Vermutungen?
Solange UV keine weiteren Details zu diesem Beitrag postet ist jeder Versuch der Interpretation hinfällig…
LG Ronny
@Punk: Ich sage nicht dass es nichts zu verbessern gäbe oder das ich mit dem was wir haben zufrieden sind.
Aber ich finde auch, man sollte nicht aus den Augen verlieren dass wir Deutschen hier (wie in so vielen Bereichen unseres Lebens) auf hohem Niveau jammern – auch wenn wir uns zu recht beschweren. Und angesichts dessen erscheinen mir einige Kommentare hier doch reichlich übertrieben, das liesst sich teilweise ja als wäre es noch 1940. Und das ist es nicht – dieser Realität sollten sich einige auch mal stellen.
Schon interessant, welche Diskussionen hier U.V. hier mit einem knappen sachverhalt hier lostritt. Sehr anschaulich, wie sich die Lager sammeln.
Was nüchtern betrachtet auffällt ist folgendes, die Beamten kleben an den Vorschriften, die ihnen Spielraum einräumen – und "übersehen" andererseits die Regelung zum Rechtsschutz. Da liegt eines der Probleme. Das zweite Problem ist, dass ein Verdacht häufig mit Erfahrungswerten begründet wird, die sicht aus einer z.T. selbst konstruierten Wirklichkeit ergeben. – Häufigere Kontrollen in einer bestimmten Gruppe führen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch zur Entdeckung von mehr "schwarzen Schafen" – und zu mehr unschuldig Verdächtigten.
@58: Damit wären wir jetzt in der Kriminologie gelandet.
kriminologie.uni-hamburg....wiki/index.php/Hauptseite
Und ja, solche Randgruppen-Kontrollen werden ganz schnell zum Selbstläufer, weil man ja hier und da mal wen findet (wen wundert´s?) und dann verschärfter kontrolliert und dann (wen wundert´s) noch mehr "Treffer" hat … Dann muss ja was dran sein – so zumindest die "Logik" die sich dann in den Köpfen mancher fest setzt.
Ich habe hier jetzt nicht alles gelesen, will aber ein weiteres Beispiel anbringen:
Ich bin Deutscher, meine Frau ist Ukrainerin. Wir waren letztes Jahr ihre Eltern besuchen und kommen mit dem Flieger in Frankfurt an. Ich zur Kontrolle "EU-Bürger", meine Frau zum Schalter "Nicht-EU". Der Beamte dort schaut in ihren Pass und fragt " S p r e c h e n S i e d e u t s c h?". In etwa 3min für diesen kurzen Satz. Meine Frau lebt seit 10 Jahren hier, meinte also nur kurz angebunden "ja." Darauf fragt er doch allen Ernstes: "W i e u n t e r h a l t e n s i e s i c h m i t i h r e m M a n n?" Sie "auf deutsch?" Das Spielchen ging über gut 10min, Fragen nach ihrem Wohnort, wie sie dorthin kommt, was ich arbeite, was sie arbeitet, … Schließlich bin ich von hinten an den Schalter und habe ihn nur gefragt "klappt´s heute noch?" Darauf hat er einen roten Kopf bekommen und sie durchgewinkt.
Ein ähnliches Spiel gab es als meine Schwiegereltern hier waren (die übrigens weder deutsch noch englisch sprechen, ja nicht einmal lateinische Buchstaben lesen können!). Die Ausländerbehörde hat Einladung und Verpflichtungserklärung geprüft, die Botschaft in Kiew ebenso. Der Beamte am Zoll – "ja, ob das in Ordnung ist, das muss ich erstmal prüfen". Erst eine Beschwerde beim dort rumstehenden Beamten (der zufällig der Chef des vorne sitzenden war) brachte Abhilfe.
Kurz: der Beamte am Schalter hat doch gar nicht die Möglichkeiten ein erteiltes Visum zu prüfen. Er kann nur prüfen ob das Visum eventuell gefälscht ist, mehr nicht. Ein Misstrauen darauf zu begründen das der Besucher kein deutsch oder englisch spricht ist eine Frechheit. Ich kann auch kein ukrainisch (meine Frau übrigens auch nicht) – und trotzdem dürfen wir nach Kiew.
@Andreas:
Der Menschenhandel in Richtung Deutschland-Ukraine ist auch eher vernachlässigbar während andersrum fröhlich gehandelt wird, gerade mit Destination Ehefrau.
"Wozu denn diese moralischen Kategorien? Dazu noch so merkwürdig übersetzt.
Und wer kann schon von sich behaupten, nicht zu einigem bereit zu sein, das einem die Besserung der eigenen wirtschaftlichen Situation verspräche?"
Hallo, mein Name ist Herr Integrität. Man hat gerufen? Ich bin froh, dass ich kommen konnte. Ich habe ja so selten Gelegenheit, unter Menschen zu kommen. Besonders Juristen meiden mich ja häufig wie der Teufel das Weihwasser.
@Herr I.:
Gibts da eine Statistik oder sind das Erfahrungswerte?
@60
gleiche Situation bei mir – gerade die deutsche Botschaft in der Ukraine checkt ziemlich gründlich – und lehnt sehr häufig Visa ab. Wenn man da nicht weiß, wie man reagieren kann bzw. wie man den Antragsteller vorbereitet um seine/ihre Chancen zu verbessern, dann ist man verloren.
Wenn aber die fachleute in den Botschaften und in den Ausländerämtern die Erteilung eines Visas zugelassen haben, wie bei Frau O. dann darf es nicht sein, dass irgendein dahergelaufener Beamter seine Machtspielchen spielt.
Die Regelwut und die Ungerechtigkeiten bei der Visaerteilung sind eh ungeheuer. Was für ein Aufwand betrieben werden muss, um Schwiegereltern – längst pensioniert – aus Osteuropa ein visum zu beschaffen ist zT ungeheurlich. Ich denke hier müssen betroffene (v.a. deutsche familienangehörige) viel schneller mit Dienstafsichtsbeschwerden und beschwerden im auswärtigen Amt und bei ihren Bundestagsabgeordneten etc reagieren.
Grundsätzlich muss sich auch die Einstellung zur Einwanderung ändern. warum zum teufel wird es zB deutschen Staatsbürgern die einen ausländischen Partner heiraten wollen (und dabei häufig allein dadurch dass sie als Deutsche die Sprache sprechen etc eine Integration unterstützen können) so schwer gemacht. Wenn ich mich nicht mindstens so gut im Ausländerrecht ausgekannt hätte wie mancher Beamter und so auch Bekannten hätte helfen können dann würden heute in deutschland 3 ausländische Frauen weniger leben, die alle eine Universitätsausbildung haben und hier berufstätig sind und es gäbe 5 Kinder weniger, die alle mehrsprachig aufwachsen und alle (soweit absehbar) Abitur machen werden bzw schon studieren. Wer jemals versucht hat bei einem Ausländeramt wie dem in Aachen – das jedenfalls vor ca 10 Jahren einen verheerenden Ruf hatte – ein Visum für eine Partnerin zu bekommen, mit der man nicht verheiratet ist, die aber die Mutter des gemeinsamen Kindes ist … der weiß wovon ich rede. Wenn man da die Rechtslage und die Möglichkeiten des Ermessensspielraumes nicht genau kennt und sich auf die entsprechenden Bürokraten nicht einstellen kann, ist man chancenlos.
Da lobe ich mir Kanada mit seinen meist klaren regeln und seiner gelungenen Einwanderunsgpolitik UND den Integrationsleistungen die dort vollbracht werden. Davon könnten wir uns sehr viel abschauen …
… und zu US Grenzern: Ich fahre in dieses Land nicht mehr. Punkt.
@c@ffeine:
Moralistische Erfahrungswerte.
@Selle: Ja, das gebe ich gerne zu. Und ohne mich herausstellen zu wollen – ich entspreche nicht dem Typus des in Osteuropa nach einer Frau suchenden Mannes. Ich habe meine Frau auf "ganz normale" Art und Weise kennengelernt – abends in einer Kneipe in Deutschland. Da hat sie schon 7 Jahre hier gelebt… Die Gesetze zur Einwanderung sind zu großen Teilen Blödsinn. Und sie treffen fast immer die falschen – nämlich die "gutwilligen" die unvorbereitet an das Visum gehen und dann über die Bürokratie stolpern. Die Böswilligen sind vorbereitet und nicht auszusortieren. Schon gar nicht von einem passkontrollierenden Beamten am Schalter.
@64 – wir haben fast 7 Monate benötigt um das Visum für meine Schwiegereltern zu bekommen. Dazu waren unzählige Telefonate mit Kiew und auch unserer Ausländerbehörde notwendig. Da ich selbständig bin durfte ich auch noch neben EÜR und BWA eine Sicherheitsleistung beim Staat hinterlegen. Und wenn dann der Beamte die Einreise verweigert habe ich dafür keinerlei Verständnis mehr.
Übrigens: USA und UK sind für uns tabu.
@Andreas
Schönes Beispiel. Kenn ich zur genüge. Meine Frau ist Russin und wir leben sowohl in Deutschland als auch in Moskau. Sie ist promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin (hat in Deutschland und England studiert) und in der Transportbranche für ein großes deutsches Unternehmen in Moskau tätig. Hat das kleine Sprachdiplom (C2), spricht also auf muttersprachlichem Niveau deutsch. Fast jedes zweite Mal wird sie am Flughafen behandelt als wäre sie schlecht von Begriff. Wird ausgefragt: "Was sie in Deutschland tun möchte", "Wo sie wohnen wird", "Wie sie denn dorthin kommt" "Was ihr Mann arbeitet" usw. Einmal wollten Sie sogar die Einladung sehen, welche ich Ihr zu Visabeantragung ausstellen musste. Da war ich dann zum Glück auch in der Schlange und habe sehr bestimmt darauf hingewiesen das diese durch die Botschaft schon geprüft wurde. Und wo bitte ist der begründete Verdacht oder das begründete Misstrauen wenn eine Person die mit einem Dreijahres Visa einreist und zu diesem Visa auch schon über 30 Stempel für die Ein- und Ausreise im Pass hat?
Ein Kollege hat mir den Tipp gegeben, Sie soll mit den Beamten nur noch Englisch sprechen, das können diese meist nur und wenn überhaupt auf Urlaubsniveau und siehe da seitdem hat meine Frau Ruhe! Für Deutschland ist das kein gutes Aushängeschild. Russland behandelt mich hier weitaus Würdevoller.
Richtig so. Man sollte immer aufpassen, wer aus welchem Grund das Land betritt. Schließlich kann derjenige, der besucht werden soll, auch selber zum Besucher werden und dazu in die Ferne reisen.
Wäre mir jedenfalls lieber, als alle unter fadenscheinigen Gründen einreisen zu lassen.
Kannst du uns bei dem "Fall ein bisschen auf dem laufenden halten?
würde mich doch sehr interessieren wie das ausgeht :)
@Fincut:
da fehlt wirklich nur noch das schneidige heil rieger, heil voigt oder sagt man schon HEIL APFEL? und, schon der NSDAP… will meinen NPD gespendet heute?
@prior:
Ok das wars. Godwin’s law ist eingetreten. DIskussion beendet.
@prior: Bravo! Da ignorieren alle tapfer den (bekannten) Troll seit 15 Beiträgen damit nicht noch irgendwer auf den Schwampf eingehen meint zu müssen sondern um hier eine ernsthafte Diskussion ohne Grabenkämpfe und Trollfütterung zu ermöglichen … und dann kommen sie. <_<
"Die Welt zu Gast bei Freunden" war halt vor 3 Jahren mal kurz Thema. Sollte ja nicht für immer gelten.
@Tom:
Die Betonung bei "Die Welt zu Gast bei Freunden" liegt bei manchen Ländern eben auf "Gast" – und das aus gutem Grund. Das mag im Einzelfall unpassend sein, geht aber in der Summe nicht anders.
@Mario: In Afrika sprechen übrigens viele Menschen die "Weltsprache" Französisch statt Englisch zusätzlich zu ihrer eigenen ursprünglichen Sprache ("Stammessprache"). Da wird kein Englisch gebraucht, weil die Amtsspreche der ehemaligen franz. Kolonie halt Französisch ist und die Umgangssprache "Afrikanisch", meist in mehreren Versionen. Was gibt's da zu argwöhnen?
Wenn die Frau dann evtl. gesprochene Sprache ganz ordentlich versteht, heißt das noch lange nicht, dass sie es auch geschrieben versteht, geschweige denn lesen kann! Es gibt auch eine stattliche Zahl deutscher Analphabeten, denen man gesprochen das Analphabetentum nicht anmerkt. Die könnten eine solche Vollmacht in ihrer Muttersprache (!) Deutsch geschrieben aber auch nicht verstehen!
Yeah, ein Godwin. Ich will auch:
@Vorsichtiger:
Dumm nur, wenn das jeweilige Gastgeberland dann genau so handelt, wie unsere Kleingeister an der Grenze. Dann wird nämlich überhaupt nicht mehr besucht. Aber vielleicht ist das auch besser so, da wird dieser ekelhaften Rassenschänderei vielleicht mal ein Riegel vorgeschoben.
als ich kürzlich aus südamerika zurück kam, fiel mir auf, dass die passagiere vor dem abflug in die eu doppelt kontrolliert wurden und direkt nach verlassen des flugzeugs stand schon wieder die olli zeih und hat nur dunkelheutige Frauen kontrolliert,
ich als blondes teutonisches Wesen war ihnen nicht mal ein blick wert….
@Ende:
> Ok das wars. Godwin’s law ist eingetreten. DIskussion beendet.
"As a Usenet discussion grows longer, the probability of a comparison involving Nazis or Hitler approaches 1."
Hier wurde kein Vergleich/Argument mit den Nazis gebracht, sondern ein "du bist ein Nazi-Bashing".
=> denke kein Fall für GL..
@Toppic: Schaut mal "Achtung Kontrolle" ;)
Besonders lustig:
Grenzbeamter, findet 200.000 Euro: "Wem gehört das?" & "…" (Kein Hinweis auf Freigrenzen pro Person)"
Familienoberhaupt, in Begleitung von mehreren Verwandten, vorsichtig, gebrochenes Deutsch: "Mir!?"
Grenzbeamter: "Das ist zu viel, X Strafe (evtl. *2)"
Familienoberhaupt, erschreckt/wütend: "Ne, gehört doch mir +5 Brüdern".
Grenzbeamter: "Ne, tut mir leid, vorhin sagten Sie alles Ihrs, anders geht jetzt nicht mehr. Bitte zur Kasse."
:D
@Rolf: Wer sagt, dass "der Steuerzahler" den Dolmetscher bezahlen soll? Es könnte ja auch der Einlader selbst dolmetschen (ich gehe davon aus, dass es eine gemeinsame Sprache gibt, egal, welche) oder einen Dolmetscher bezahlen.
Was ich ja nicht so ganz verstehe: Herr Vetter hat die Frau sich einmal ans Telefon holen lassen. Warum dann nicht noch ein zweites Mal? Er hätte ihr ja erklären können, dass er das Formular geschickt hat was sie unterschreiben soll und warum sie es unterschreiben soll.
@Jurist:
Ach, Ihren Blödsinn habe ich jetzt beinahe überlesen.
Erst über die gleichgeschaltete linke Presse herziehen und dann einen halben Dutzend Artikel aus eben jener heranziehen, um die eigenen Aussagen zu belegen? Ja, was denn nun?
"Ich sehe schon, dass in diesem Fall die Polizei wohl ein wenig überzogen hat, bin aber heil…, äh, das ist ganz schön Autobahn … bin gesundheitsfroh, dass nun nicht mehr jeder einfach reinkommt."
Und wer reinkommt und wer nicht, weiß der Grenzbeamte natürlich besser einzuschätzen als die Behörden, die Visa ausstellen?
"Speziell die rotgrüne Bundesregierung hat die Tore für Verbrecher aller Art weit geöffnet."
Können Sie auch nur ein einziges rot-grünes Gesetz benennen, dass "Verbrechern aller Art die Tore geöffnet hat"?
@Hans:
Vermutliche Erklärung: UV spricht kein Französisch ;)
@Rene: Kenne ich auch. Aber das ist den meisten stramm-konservativen "die kommen doch alle zum betruegen" Trollen hier egal.
Die strengen Visa-Regeln sind ja das eine. Aber die Behandlung bei der Einreise das andere. Und das ist wirklich die Hoehe, da kommt so ein dahergelaufener Typ der meint, dein Gesicht ist nicht schoen genug, Du kannst nicht genug Deutsch oder Dein Gepaeck ist zu gross und schon beginnen die Probleme…
@stimmviech:
Bist du nicht hier von der Law- and Orderfraktion? Und jemand der eher konservative Werte vertritt? Und dann regst du dich auf wenn diese Werte auch mal dich treffen?
@Christian:
Das Problem ist – ich bin überhaupt kein Troll. Ich habe "nur" eine andere Meinung als die Mehrheit.
Das gleich als Trolltun abzustempeln ist daher völlig Banane.
Vielleicht liegt es daran das doch die meisten Menschen nur Beamte werden weil sie sich im Zivilleben nicht allzuviele Möglichkeiten ausrechnen.
Und mit diesem Wissen bekommen sie einen begrenzten Machtbereich zugeteilt.
Klar das sich ev. Minderwertigkeitskomplexe da ab und an mal äußern.
Aber macht euch keine Sorgen liebe Bürger es gibt Positive Ausnahmen, die gibt es!
Hier schreibt zum Beispiel eine!
@Fincut: Sie wollen provozieren, nicht diskutieren – das ist ist Trollerei (und wenn es ihnen Spass macht, jeder wie er will). Das dies gleichzeitig auch ihre Meinung ist, spreche ich ihnen keinesfalls ab, nur mit der Intention, der Provokation um der Provokation Willen, hat dies wenig zu tun. Ich bin bin kein Neuling im deutschsprachigen Internet, ich weiss wofür Fincut steht und "erkannt" werden wollen sie ja augenscheinlich auch. Und mir persönlich ist es auch recht egal, ich kann das gut ignorieren. Ich wollte nur andere Leser warnen sich nicht sinnlos provozieren zu lassen.
@Christian:
Ein Troll ist jemand, "der im Internet in Diskussionsforen, per E-Mail oder ähnlichem andere Personen oder Gruppen gezielt provoziert". Das sagt die Wikipedia und ich denke, dies ist die gemein anerkannte Definition.
Ich kommentiere in Kommentarbereichen. Wenn Du Dich davon provoziert fühlst, dann darfst Du das natürlich tun, eine "gezielte Provokation" kommt von mir in der Regel nicht.
Lerne, auch andere Meinungen zu respektieren. Oder wenigstens diese nicht plump (und etwas lächerlich, nicht böse sein) als Trollbeiträge zu quittieren.
Eine Vorgehensweise, die – ich will das einfach mal so anmerken – übrigens selbst oft für trollhafte Intentionen steht.
Und wie gut Du mich ignorieren kannst und wie egal Dir das alles ist, hast Du ja intensiv untermauert *hust*
{Es gibt also Grund zu verhaltenem Optimismus.]
und Herr UV, ich warte immer noch sehnsüchtig auf das Aktenzeichen/ Beschluss zu diesem Vorgang. Ist die Person nun eingereist? Heute ist meines Wissens Montag und auch Frankfurter Gerichte haben, wie Sie zutrefflich den bürokratischen Stand auf Bundes-/ Landesebene beschreiben, geöffnet. Folgende These erscheint mir insoweit als gangbar, als dass bis dato Ihrerseits keine Erfolgsmeldung zumindest hier vorliegt. Sie haben eine schriftliche Vertretungsvollmacht zugestellt, ob Sie es nicht bräuchten. … guter Wille?! Erfolgsmeldungen bereichern innerhalb der Anerkennung nach Innen und Außen und werden somit grundsätzlich nicht vorenthalten. Sie enthalten demnach nicht vor. Somit liegt kein Erfolg vor und warum auch immer haben Sie keinen Erfolg gehabt oder haben wollen. Schade…
Ich habe meine Frau im Urlaub kennen gelernt, hätte sie gewußt, dass ich Deutscher bin wäre es wahrscheinlich nichts geworden… als sie es mitbekam war es schon zu spät.
Neben dem standard Theater bis zur Heirat gab es auch noch weitere interessante Begebenheiten. Bsp: Die Tochter meiner Frau, also heute meine Stieftochter, war dmals 16 Jahre alt und studierte in Russland Anglistik. Deshalb blie sie auch am Studienort in der ehemals gemeinsamen Wohnung wohnen.
Zwei bis dreimal im Jahr habe ich sie formell eingeladen und Sie kam rübergeflogen, alles ohne Probleme. Ich hatte bei meiner gesetzlichen KK schriftlich angefragt (unter NENNUNG ALLER RELEVANTEN SACHVERHALTSMERKMALE, also Russin, keine Aufenthaltsberechtigung, sondern Kurzzeitvisa etc) ob die Stieftochter familienversichert sein könnte um den Nachweis der Krankenversichertheit zu erleichtern. Der Sachbearbeiter entschied: Ja, Familienversicherung möglich und stellte die KK-Karte aus.
Nächste Station: Moskau, Deutsche Botschaft: Botschafter (Botschaftsmitarbeiter) entscheidet: Meine Stieftochter kann nicht Mietglied der gesetzlichen Kasse sein (formal wäre das die richtige Entscheidung der Krankenkasse gewesen) und schwingt sich auf zum "Vorstandsvorsitzenden" der Krankenkasse und teilt meiner stieftochter mit, sie benötige noch eine wirksame Krankenversicherung (damals ca. 100€ für die Reisedauer).
Hallo, 1. Seit wann ist der Botschafter entscheidungsbefugt in Krankenversicherungsangelegenheiten? 2. Wo ist die "Neue Tatsache" die eine Änderung des Verwaltungsaktes "Aufnahme in die KV" rechtfertigt? 3. Wo ist meine Rechtsbehelfsfrist? ….
Ich hab' das damals gerichtlich klären lassen… und u.a. die ca. 100€ und die Krankenkassenkarte zurück erhalten.
Deutsche Beamte lehnen sich leider so manches Mal einfach zu weit aus dem Fenster …
@Fincut:
zu behaupten dass ein derartig gefasster Kommentar keine Trollerei ist ist geradezu absurd. Vergiss mal nicht dass du hier nicht mit deinen IQ-80 Kumpels sprichst die ihr Hirn in Springerstiefeln transportieren. So blöd sind wir einfach nicht.
@marcus05:
Springerstiefel? IQ von 80? Aber mit Trollerei vorwerfen? DAS ist absurd.
@Fincut: Wenn ich in einem Nazi-Forum ab und an ein "Rot Front!" einstreue, trolle ich rum. (Wär in dem Fall zwar sinnlos, aber ok, denn wer dort mit Ihresgleichen tatsächlich diskutiert, ist eh nicht mehr zu retten.) Wenn Sie im Lawblog wiederholt ein gepflegtes "Ausländer raus!" oder "Verbrecher einsperren und Schlüssel wegerfen!" (in verschiedenen Varianten formuliert) posten, dann trollen Sie rum, was denn sonst?
Es ist ja auch nicht so, dass Sie hier irgendwas diskutierbares vorbringen, nicht mal im formalen Sinne, also Argumente, die Ihre rassistischen und faschistischen Positionen begründen. (Nicht dass ich darauf scharf wäre.) Sie lassen einfach nur Ihre altbekannten Ressentiments ab und bezeichnen die als "Meinung". Na, mag schon sein, dass das auch eine Meinung ist, aber warum eine Meinung, egal wie falsch sie ist, schon als solche irgendwas gelten soll, erschließt sich mir nicht.
Was war Fincuts Satz noch einmal? Er sagt, dass er gut findet, dass nicht jeder nach Dtl. kommen kann, und dies auch von den zuständigen durchgesetzt wird.
Ohne Kontext ist Fincuts Satz nicht einmal kontrovers. Es gibt nur wirklich wenige, die offen zu einer völlig liberalen Einwanderungspolitik stehen, in der jeder einwandern darf. Kant wollte so etwas mal zur Moral erklären, aber dann sah er ein, wie kompliziert alles immer ist und ließ es. Es wäre mittlerweile auch die Entscheidung der EU.
Was Fincut da schreibt ist allgemeiner Konsens. Er übergeht aber das Recht auf rechtlichen Beistand. Das ist leider in der EU und den USA üblich. Wer ohne Visum in die USA einreisen möchte (für Europäer ist das möglich) verzichtet auf Rechtsmittel falls er an der Grenze abgelehnt wird. Diese Türsteher-Mentalität stinkt auch mir. Fincut übergeht leichtfüßig die Bedürfnisse von Besuchern nach Rechtssicherheit und Beistand – das ist verbreitet! Quer durch die erste Welt in Ämtern und bei Polizeibeamten. Er glaubt sich in der Minderheit: ich bin mir da nicht einmal sicher. Die Gesetzeslage in den USA gegeben kann es nicht so schwer sein jemanden zu finden, der rundheraus erklärt dass Besucher einfach keinen Rechtsbeistand haben sollten. Und so ein jemand hat damit den Kongress der USA überzeugt! (Ich übertreibe. Wenn man ein Visum hat, kann man Rechtsmittel einlegen.)
Statt ihn als Troll zu beschimpfen solltet ihr einmal die Chance wahrnehmen, eure Idee mit jemandem auszudiskutieren, der es anders sieht. Echte Diskussionen kommen übrigens ohne Beleidigungen aus. Und jetzt ganz offen: @marcus05, @christian, ihr seid die wahren Widerlinge. Fincut hat eine andere Meinung, aber ihr werdet sofort persönlich, sucht nach seinen Motiven, beleidigt ihn, nur weil er es anders sieht. (Ich beleidige euch, weil ihr keinen Respekt vor einem Andersdenkenden zeigt. Es gibt einen Unterschied zwischen jemandem, der eine Falschheit für wahr hält und einem Widerling. Ihr seid Widerlinge.)
@earendil: Von mir hat man hier mit Sicherheit noch nie ein "gepflegtes Ausländer raus!" gelesen, weil dies überhaupt nicht meiner Meinung entspricht. Auch das Einstreuen von "Nazi Forum" oder "Rot-Front" ist völlig unsachlich und dient ausschliesslich der bewussten diskreditierung. Hilflose Keulenschläge, fernab der Sachebene. Was soll so ein Quatsch?
Diferenziert lesen, unvoreingenommen verstehen – leicht zu lernen, schwer zu meistern. Weil zu Letzterem nämlich der Wille dafür erforderlich wäre.
@Jurist: Tatsächlich ist Deutschland ein Dorado für Wirtschaftsflüchtlinge, Verbrecher und Schmarotzer.
Mit solcher Hetze stellen Sie sich in der Tat in eine geistige Reihe mit Hitler, Göring und Goebbels. Was haben Wirtschaftsflüchtlinge denn mit "Verbrechern" und "Schmarotzern" zu tun? Die wollen einfach nur ihre wirtschaftliche Lage verbessern. Genauso wie damals die meisten "Flüchtlinge" aus der DDR, und deren materielle Lage war weit weit besser als die vieler Wirtschaftsflüchtlinge heute. Die arbeiten wesentlich härter für ihr Geld als Sie und andere Deutsche, machen Drecksarbeit für Löhne und zu Bedingungen, für die und unter denen Sie niemals arbeiten würden, weil für Sie ja, im Gegensatz zu den Illegalisierten, im Notfall ein bisschen soziales Netz bereit stünde. Und zum Dank dürfen die sich noch anhören, dass sie Verbrecher und Schmarotzer seien.
Die traurige Wahrheit ist, dass Deutschland zwar kein "Dorado" für Menschen aus ärmeren Ländern ist, aber dass viele Menschen trotz Verfolgung, Diskriminierung und Bedrohung, trotz Schwarzarbeit zu miesen Löhnen und Bedingungen, auf diese Weise immer noch eine bessere materielle Lage für sich und/oder ihre Familien erwirtschaften können, als wenn sie in ihrer Heimat blieben.
Und Wahrheit ist auch, dass viele Menschen, die nach Deutschland einreisen wollen, WEDER Wirtschaftsflüchtlinge NOCH Verbrecher sind, sondern einfach Verwandte besuchen wollen o.ä., und dabei von Grenzbeamten wie potentielle Verbrecher behandelt werden. Schön, dass WIR seit 20 Jahren reisen können, wie
wir wollenes unser Geldbeutel zulässt. Nun bliebe nur noch zu wünschen übrig, dass andere auch zu UNS ohne Schikanen reisen könnten.@Fincut: Ok, in dem Fall war's ein gepflegtes "Ausländer nicht reinlassen!" Macht's auch nicht besser.
@igel: Was Fincut da schreibt ist allgemeiner Konsens.
Das glauben aber auch nur Sie.
Grenzen auf für alle! (So, auch mal rumgetrollt. Muss nicht gefüttert werden, hab grade gegessen.)
Im Prinzip geht es doch gar nicht mehr um irgendwelche Personen, es geht nur noch darum ordentlich viele persönliche Aufgriffe zu haben, für die eigene Beurteilung, dann für die des Dienstgruppenleiters und letztendlich um die Aufgriffszahlen der gesamten Inspektion, von der ja dann der Leiter auch noch profitiert…
Die "Oberverdachtsschöpfer" haben entsprechende Aufgriffszahlen, woher die kommen, interessiert letztendlich niemanden mehr, werden dann als große Stütze bezeichnet und erhalten dementsprechende gute Beurteilungen und damit Aufstiegsmöglichkeiten.
In diesem Moment stört natürlich ein Rechtsbeistand erheblich, weil, man kommt ja dann zu nix mehr…
In diesem Zusammenhang möchte ich mal folgende Geschichte loswerden, die sich vor gut einem Jahrzehnt mal abgespielt hat.
Es gab da mal eine Inspektion im Ruhrgebiet, die stand an erster Stelle, Kriminalstatistik, bezüglich der Anzeigenfertigung wegen "Illegalem Aufenthaltes"…
Dies wurde uns natürlich "Brühwarm" mitgeteilt und die entsprechende Statistik offen gelegt…
Wir waren mal wieder die "Faulen" die ja eh nix taten…
Nach einer Weile stellte ich dann fest, dass die Aufgriffszahlen etwa 3x so hoch waren wie bei uns, nur die Widerstandsrate hatte unseren Stand.
Es ist kein großes Geheimnis, dass es bei Festnahmen auf eine Zahl X auch eine Zahl Y der Widerstände gibt…
Ich wurde da zwar vom großen Chef angeraunzt, dass alles seine Richtigkeit hätte und man da nichts verfälschen könne…
Nun ließ ich aber nicht locker und stellte eigene "Ermittlungen" auf dem "Obergefreitenweg" an und musste belustigt und auch betroffen erfahren, daß sich eine Zweigstelle des Ausländeramtes gegenüber dieser Wache befand.
Die klugen Beamten, gingen also morgens gegen 7 Uhr dort hin,natürlich vor dem Öffnen des Amtes und kontrollierten alle Aufenthaltspapiere,derjenigen,die sich schonmal angestellt hatten, und bei denen, die abgelaufen waren, meistens einige wenige Tag bishin zu einem Tag wurden dann eine entsprechende Anzeigen gefertigt, die natürlich von der STA eingestellt wurden, da es sich bei der verpassten Verlängerung um keine Straftat handelte sondern nur um einen verspäteten Verwaltungsakt.
Dies wussten natürlich auch die betroffenen Migranten und blieben daher sehr gelassen.
Pech war nur, dass diese Außenstelle dann geschlossen wurde, danach versanken die so hochgelobten Zahlen in der Bedeutungslosigkeit…
Ach ja, wie mal der große Chef von sich gab: Zeigen sie ruhig alles an, ob der Staatsanwalt nun 90 oder 95 % der Anzeigen einstellt ist eh egal!"….
Die CIMADE in Frankreich hat sowas täglich und stündlich. Und der zuständige Minister tut alles, damit die Mitarbeiter der CIMADE nicht mehr zu den Festgesetzten durchgelassen werden (worauf die aber einen Rechtsanspruch haben…). Land der Menschenrechte…
@igel:
Stimmt, soweit ist er sogar weitgehender Konsens (mal mit, mal ohne Beschämung zugegeben). Ist ja auch eine ziemlich allgemeine Aussage: Nicht jeden reinlassen. Das sieht nur eine Minderheit anders, die ohnehin gegen Grenzen ist.
Mit Kontext (jemandem mit Visum wird anscheinend die Möglichkeit einen Anwalt beizuziehen gesetzwidrig erschwert) sieht das allerdings schon ganz anders aus:
Wer diesen Fall so kommentiert, bekundet sein nachdrückliches Desinteresse an den Rechten einreisen Wollender.
Wo da noch ein nennenswerter Unterschied zu "Am Besten gar keine Ausländer reinlassen" sein soll, erschließt sich mir nicht.
Nun ja, hereinlassen ist eine Sache. Bei Leuten wie Person F. frage ich mich eher, wer die denn bitte herausgelassen hat.
Krch, pauchal Menschen, die einfach eine andere Meinung oder Weltanschauung haben als krank, überflüssig etc. abzustempeln, ist dem Nationalsozialismus viel näher, als die Meinung zu vertreten, christlich geprägte Lebensgewohnheiten würden nicht mit dem Islam harmonieren können und jedes Land verkrafte nur eine gewissen Menge kulturfremder Zuwanderer…
Wie immer. Die Leute, die mir in Foren mit Nazikeulen auf den Kopf klopfen sind die selben, die mir auf pro-israelischen Demonstrationen als Gegendemonstranten begegnen und eindrucksvoll Antisemitismus unter dem Deckmantel des Antizionismus vertreten.
Ihr seid in so einem Naziwahn, dass Ihr dabei völlig überseht, auf welcher Seite andere Menschen stehen. Ihr verwechselt dabei nicht nur Nuancen, sondern sogar schwarz mit weiß.
Boring, guys.
@Fincut: Schlimm genug sind Meinungen, die die Prägung durch das Christentum jedem Europäer (mit selbstredend europäischen Vorfahren seit zig Generationen) als unausweichliches Schicksal aufdrücken, ganz gleich wie er sich zu dieser und Religion überhaupt positioniert. Damit sprechen Sie diesen Menschen von vornherein jede Fähigkeit ab, ihre Lebensverhältnisse aufgrund von vernünftigen Überlegungen zu gestalten.
Und worin soll Ihrer Meinung nach der Vorzug des christlichen Abendlands gegenüber "dem Islam" (was oder wer das immer sein mag) bestehen – mal deren unversöhnlichen Gegensatz angenommen?
Moderne Rechtsmaßstäbe jedenfalls offensichtlich nicht, um mal wieder auf den Anlass dieser Diskussion zurückzukommen.
@Christian:
Das "Wir", das da angeblich auf hohem Niveau jammert, sind die Deutschen. In Bezug auf in die Folter oder den Tod Abgeschobene wäre das eine zynische Umschreibung.
@Punk:
Da ich selbst nicht religiös bin und Religionen für völligen Quatsch halte, schrieb ich ganz bewusst von einer christlicher Prägung. Es ist ja wohl unbestritten, dass viele Aspekte und Maßstäbe unserer Kultur aus christlichen Intentionen hervorgegangen sind. Auch moderne Rechtsmaßstäbe!
Noch Mal der Hinweis, genauer lesen, was ich schreibe. Ich verfüge über einiges Formulierungsgeschickt, es wäre nett, wenn dies auch entsprechend honoriert werden würde (mit gewolltem Verstehen).
@Fincut: Alle modernen westlichen Werte wurden GEGEN das Christentum durchgesetzt. Gleichberechtigung von Frauen. Religionsfreiheit. Meinungsfreiheit (Blasphemie!). Das Christentum hat seinen ganzen Biss verloren. Wäre es geblieben wie es vor 800 Jahren war, wäre es gerade so schlimm wie der Islam in Taliban-Afghanistan. Das Christentum ist so abgrundtief böse wie jede andere Religion.
Die pragmatischen Vorteile der Freiheit haben das Christentum rundgelutscht, und übrigens auch den Islam in einigen Teilen der Erde. US-Islam ist völlig zahnlos verglichen mit sagen wir dem Stalinismus. (Beides sind absolutistische Ideologien.)
Ich glaube aber auch, dass die freie Welt auf lange Sicht nicht mit irren Diktatoren wie Hussein oder Kim Jong Il auf einem Planeten existieren kann. Und ich glaube AUCH, dass freiheitliche Werte mit Islamofaschismus fundamental inkompatibel ist.
Freiheit ist etwas, dass man sich gegen Irre erkämpfen muss. Und es hilft in dem Kampf kein bisschen zu sagen, dass unser imaginärer Freund den größeren imaginären Kolben hat als der islamische.
Den Leuten die hier die Meinung vertreten, dass Grenzbeamte trotz Visaerteilung durch irgendeine Botschaft keine Fragen an einreisewillige Drittstaatsangehörige zu stellen haben, sei die Lektüre des Art. 5 ff des Schengener Grenzkodex (SGK) empfohlen.Dort ist die Einreisemodalität klar geregelt. Der Drittstaatsangehörige hat die Belege zu erbringen, bzw. die dortigen Angaben zu machen.Danach muß der Grenzbeamte fragen. Er hat hier gar keine Entscheidungsfreiheit.(Punkt c) Kann oder will der sichtvermerkspflichtige Ausländer das nicht, wird er in der Regel in die Dienststelle verbracht. Dort wird dann eine eingehende Einreisebefragung durchgeführt.Er ist nicht festgenommen oder ähnliches.Bis dahin ist er lediglich nicht eingereist. Steht eine mögliche Zurückweisung/Einreiseverweigerung im Raum, wäre ein Anwalt m.E. besser bei seinem Mandanten aufgehoben als diese Dinge telefonisch zu besprechen und sich stattdessen an einer mündlichen oder schriftlichen Vollmacht hochzuziehen.
Wenn der nächste planmäßige Flug in das Ausgangsland beispielsweise zwei Stunden später stattfindet,ist der Mandant wech. Böse Polizei?
@99: So kann es natürlich auch laufen. Goldfasane wollen auch
ihre Kuscheleinheiten von oben haben. "Zeigt mal ruhig
alles an." Und wenn dann die ersten Anzeigen gegen diese
"Jawollchef"-Schreier wegen bspw.falscher Verdächtigung
eingehen, stehen sie im Regen. Mitleid wegen Sternchen-
geilheit? Nö.