9.12.2009

Links 467

“Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.”

Wärmende Heizdecken-Kommunikation von alten Männern für alte Männer

Hessen: Polizei darf womöglich mehr, als das Grundgesetz erlaubt

21 Fakten über Disclaimer

Wie oft soll man bloggen?

Kanada: Musikindustrie soll anhand eigener Tarife bluten

36 Kommentare zu “Links 467”

  1. keiner meint: (9.12.2009 um 18:42) AntwortenReply to this comment

    Jaaaa, Google meint es nur gut mit uns und unseren Daten. Ausser wenn der böse, böse US-Geheimdienst ihn zu was anderem zwingt.

    Määääääärchenstunde!

  2. anonym meint: (9.12.2009 um 18:57) AntwortenReply to this comment

    Das mit den Disclaimern habe ich übrigens noch nie verstanden, also daß durchschnittliche, an sich nachdenkliche Leute sich solche albernen Sätze auf Ihre Homepage stellen. Erinnerte mich immer ein bißchen an solche Bannzauber älterer Inselkulturen, naiv und hübsch. Letztlich gilt wohl auch hier, daß man immer möglichst selbst nachdenken sollte (statt zu kopieren).

  3. Tim meint: (9.12.2009 um 19:06) AntwortenReply to this comment

    Aber Recht hat er, der Eric Schmidt. Realistisch betrachtet wird man in ein paar Jahrzehnten ausserhalb der eigenen 4 Wände nichts mehr tun können, ohne dass es jemand irgendwie herausbekommen kann. Wer sein Leben darauf aufbaut, anderen Dinge zu verschweigen, sollte vielleicht seine Lebensplanung nochmal überdenken. Sich an solchen Konzepten wie "Privatsphäre" festzuklammern ist ähnlich steinzeitlich wie Medienkonzerne, die glauben, sie könnten das Internet einfach wegignorieren.

  4. RMSG meint: (9.12.2009 um 19:11) AntwortenReply to this comment

    @Hessen: Der erste Absatz zeugt schon so sehr von der Fachkunde des Autors, dass ich keine Lust mehr hatte weiter zu lesen. Denn wie soll der Autor die Höhen des Verfassungsrechts verstanden haben, wenn er in den Niederungen nicht zwischen Polizei- und Ordnungsrecht und zwischen Gefahrenabwehr und Strafverfolgung unterscheiden kann?!

  5. stimmviech meint: (9.12.2009 um 19:13) AntwortenReply to this comment

    @ tim: Nur ausserhalb der eigenen 4 Wände?

  6. llamaz meint: (9.12.2009 um 19:24) AntwortenReply to this comment

    Ja supertoll Herr Schmidt. Wenn jemand nicht will, dass ein anderer erfährt, dass er Hämoriden am Arsch hat, sollte er danach eben nicht in Google suchen.

  7. H.B. meint: (9.12.2009 um 19:32) AntwortenReply to this comment
  8. Anonym LXII meint: (9.12.2009 um 19:38) AntwortenReply to this comment

    @Tim: Ich soll also niemandem etwas verheimlichen? Dann trage ich in Zukunft ein Schild um den Hals: "Ich bin xx Jahre alt, wohne in der Müllerstraße 42, heiße Thorsten Schmidt, momentan arbeitslos, und außerdem bin ich noch schwul!".

    Es ist ja was anderes, ob man nahestehenden Personen etwas verheimlicht, oder ob manche Sachen einen Fremden (z.B. Google) einfach nichts angehen. Die man gerne für sich behalten möchte und sollte.

    Der Vergleich mit den Medienkonzernen hinkt.

  9. Avantgarde meint: (9.12.2009 um 20:07) AntwortenReply to this comment

    “Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.”

    Ah ja. Warum haben Toiletten eigentlich Türen?

  10. Olli meint: (9.12.2009 um 20:17) AntwortenReply to this comment

    @Avantgarde:

    Das ist wieder was sexuelles könnte Kinder verstören.

    Das war jetzt Sarkasmus.

  11. Axel John meint: (9.12.2009 um 20:41) AntwortenReply to this comment

    @Avantgarde:

    Ah ja. Warum haben Toiletten eigentlich Türen?

    Warte mal ab, bis Google in dieses "Geschäft" einsteigt…
    Dann haben sie keine Türen mehr, dafür aber Web-Cams.

    Betr. Disclaimer: Wenn man sich mal vergegenwärtigt, welcher unqualifizierte Texrmüll seitens des Gesetzgebers in die Welt erbrochen wird, (Widerrufsbelehrung, TMG usw.), halte ich es für ziemlich daneben, wenn Juristen über sinnlose Disclaimer herziehen. Wenn selbst der Gesetzgeber es nicht auf die Reihe kriegt, kann man von einem Laien erst recht nicht erwarten.
    BTW: Natürlich habe ich auch einen: http://www.a-jo.de/aj_impr.htm

  12. hiro meint: (9.12.2009 um 20:54) AntwortenReply to this comment

    Bei uns in der Firma greifen die Disclaimer auch immer weiter um sich. "Denken Sie an die Umwelt, bevor Sie diese Mail ausdrucken" ist ja schon Standard (sic!). Auch schön: "Wenn Sie mit mir zufrieden waren, empfehlen Sie mich weiter" – in einer Mail mit wüstesten Beschwerden…

    Den Vogel hat bisher einer unserer Börsen-Heinis abgeschossen: Betreff "rufen Sie mich zurück!!!", Text nur seine Signatur, angehängt 1,5 Seiten .pdf mit Kleingedrucktem. Darauf angesprochen wurde mir bestätigt, daß sowohl Umgangston als auch der .pdf-Disclaimer tatsächlich für diese Abteilung üblich sind. Nett.

  13. hiro meint: (9.12.2009 um 20:55) AntwortenReply to this comment

    A propos "Standard (sic!)" – Warum kann ich hier eigentlich nicht internetkorrekt "Standard" mit "t" schreiben, wie ich es hier wollte? Wird kommentarlos als "Standard" mit "d" angezeigt.

    Macht sich da jemand meinen Inhalt zu eigen?

  14. Standart meint: (9.12.2009 um 21:51) AntwortenReply to this comment

    @hiro:
    Vielleicht haben die Rechtschreibnazis das lawblog per Autokorrektur annektiert.
    "Ab 5:45 wirrd zurrück korrrigierrt."

  15. Mugros meint: (9.12.2009 um 22:05) AntwortenReply to this comment

    @Google
    Klar sammelt Google viele Daten. Aber bisher sind noch keine Fälle bekannt geworden, wo diese Daten missbraucht wurden. Bei der Anzahl an Usern spricht das für Google. Natürlich setzt Google intern die Daten für Verbesserungen ein und das kommt dem Nutzer wieder zugute.
    Und dann gibt es das Google-Motto "Don't be evil!".
    In dem Moment, in dem bekannt wird, dass Google die Daten missbraucht, kann Google nur noch verlieren. Es gibt zig andere Kartendienste, zig andere Emailprovider etc. Kaum jemand ist wirklich von Google abhängig.

  16. st meint: (9.12.2009 um 22:54) AntwortenReply to this comment

    Mal abgesehen, wie schnell deutsche Firmen bei der Daten herausgabe sind, die ja sicher auch das eine oder andere Detail speichern…. Google ist da oftmals bei – trivalen Angelegenheiten – standhafter… ok das wäre auch ein Blatt Papier inmitten eines Hurricanes, aber immerhin.

  17. Django meint: (9.12.2009 um 23:01) AntwortenReply to this comment

    Danke für den Disclaimer-Link :)

  18. Cordy meint: (9.12.2009 um 23:29) AntwortenReply to this comment

    Disclaimer bei ebay sind klasse. Manchmal kann man an der Artikelbeschreibung schon erraten was kommt…. Kürzlich entdeckt (gibt auch schöne Abwandlungen davon):

    "Das EU-Recht sieht eine zweijährige Garantie/Gewährleistung bei Gebrauchtwaren auch für Privatverkäufe vor. Dies gilt nun auch im Wege der EU-weiten Rechtsangleichung nach deutschem Recht, sofern dies nicht beim Kauf ausdrücklich anders vereinbart wurde. Hiermit schließe ich jegliche Garantie/Gewährleistung aus und übernehme auch keine Haftung für Sachmängel. Bitte zeigen Sie dafür Verständnis. Ich bin als Privatperson leider nicht in der Lage, eine zweijährige Garantie/Gewährleistung auf die, von mir als Gebrauchtwaren verkauften Güter zu geben. Diesen, oder einen Wortlaut mit ähnlichem Inhalt finden Sie bereits in vielen Auktionen bei eBay vor.Mit Abgabe Ihres Gebotes sind Sie mit den o.g. Bedingungen einverstanden, eine Rücknahme erfolgt nicht !!"

    Was soll soviel Text bezwecken ? Rechtskenntnis vortäuschen ? Vertrauen aufbauen jedenfalls nicht…..

  19. hiro meint: (10.12.2009 um 00:18) AntwortenReply to this comment

    @Mugros:
    Etwas naiv heute, was? Bei Google muß nur mal jemand auftauchen, der ganz dringend so schnell wie möglich so viel Kohle wie möglich abschöpfen will, oder es entsteht Konkurrenz und Google braucht selbst Geld zum Überleben. Dann werden die gesammelten Daten ein riesiger Schatz, der sich versilbern läßt – auf Kosten der Nutzer, die dann zu "Opfern" werden.

    Noch gibt es persönlich zugeschnittene Werbung auf irgendwelchen Webseiten – dann gibt es persönlich zugeschnittene Werbung auf Webseiten, per Mail, per Telefon, per Brief, als Aufkleber auf dem Auto. Und freundlicherweise sind die Leute, die Google nicht nutzen, aber einen Google-Nutzer kennen, auch gleich mit drin.

    Und wer weiß – vielleicht bietet Google irgendwann eine Rundum-Info für zukünftige Arbeitgeber? "Alles, was Ihr Bewerber in den letzten 10 Jahren getrieben hat – im Internet, privat, beruflich. Und als Bonus: Mit wem er es getrieben hat."

    Auch wenn Google bisher technisch stets absolut an der Spitze mitgespielt hat: Wer sagt, daß nicht mal ein unzufriedener Mitarbeiter ein kleines Loch bohrt und Daten abschöpft, die er dann meistbietend versteigert?

    Und wie wird Google sich verhalten, wenn eine Regierung offiziell Informationen zu einem ihrer Bürger haben möchte, den sie als Terrorverdächtigen definiert hat? Der "Verdächtige" würde sich vermutlich die Stasi zurückwünschen, weil die weniger über ihn gewußt hätte.

    Datensammlungen sind immer schlecht. Je größer sie werden, desto gefährlicher sind sie. Bei xyz-vz ziehen sich die Leute wenigstens selbst die Hosen runter – bei Google wird nicht mal gefragt.

    "Wenn Sie nicht auf dem Klo gefilmt werden wollen, sollten Sie nicht kacken." Und auch hier in den Kommentaren zeigt sich, daß es tatsächlich Leute gibt, die die Dimension dieser Philosophie nicht verstehen. Oder nicht verstehen wollen, weil Google ja so praktisch ist.

    Manche würden sich auch eine Kugel ins Hirn jagen, nur weil man sie ihnen schenkt.

  20. Jim meint: (10.12.2009 um 00:52) AntwortenReply to this comment

    Zum Google-Chef, der da gemütlich laut vor sich hindaddelt, fehlt Bruce Schneiers Gegenrede (englisch). Außergewöhnlich gut gelungen:
    http://www.schneier.com/blog/archives/2009/12/my_reaction_to.html

    Jim

  21. user124 meint: (10.12.2009 um 06:52) AntwortenReply to this comment

    Ah ja. Warum haben Toiletten eigentlich Türen?

    türen? neumodischer kram.
    http://safaksalli.wordpress.com/pictures/romische-geschaftemacherei/

  22. flyer meint: (10.12.2009 um 08:29) AntwortenReply to this comment

    @Mugros: Bei mir hat Google schon verloren. Es gibt keinen einzigen Dienst von Google, bei dem ich angemeldet wäre und deren Suchmaschine wird auch nicht mehr genutzt. Und google.* sowie google-analytics und der ganze andere Mist ist bei mir schon lange unter NoScript und CookieSafe als "nicht vertrauenswürdig" markiert. Das ist nämlich genau das, was Datenkraken sind: nicht vertrauenswürdig.

  23. Soeren meint: (10.12.2009 um 08:46) AntwortenReply to this comment

    Zu: Wie oft soll man bloggen? hoerte ich den wunderschoenen Satz:
    Eine Webseite ist entweder "Under Construction" oder tot.

    Zu Disclaymern: Es wuerde mich interessieren, ob diese von Anfang an eine Totgeburt waren oder ob die Anwaelte erst spaeter gemerkt haben, dass da Laien versuchen, in ihr Handwerk zu pfuschen.
    Denn Disclaymer gibt es AFAIK schon laenger als es Internetabmahner gibt.

  24. Zhuk -Der Klaus- meint: (10.12.2009 um 09:54) AntwortenReply to this comment

    Zu “Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.”:

    Das Web ist leider eine ziemlich ärgerliche Sache, was das Vergessen angeht. Manche Dinge verschwinden praktisch sofort, manches aber läuft einem noch Jahre lang hinterher. Dejanews und Archive.org sind simple Beispiele – aber im Prinzip ist es ja niemandem verboten, alles mitzuschneiden, was ihn interessiert, sagen wir, z.B. auch Chats. So informierte mich eine Bezirksregierung im Auftrag des Datenschutzbeauftragten, dass eine Firma durchaus Chat-Mitschnitte anfertigen dürfe, auch wenn davon in der Datenschutzerklärung keine Rede war. Dass ich einer Morgainne Prügel androhte, weil sie meine Robe kaputt gemacht hat und sich weigerte, innerhalb ihres Gehalts als Arbeitslose davon Ersatz zu leisten, ist somit öffentlich einsehbar. Und Google ist nicht unbedingt an allem schuld.

  25. Aurisa meint: (10.12.2009 um 09:56) AntwortenReply to this comment

    @Disclaimer: Ich distanziere mich hiermit auf's Allerschärfste… von allem, was ich jemals gesagt oder geschrieben habe ;)!

    (Man kann ja nie genug disclaimen hier im Web ;)…)

  26. Knalltüte meint: (10.12.2009 um 11:26) AntwortenReply to this comment

    Zu Google – und Hessen.
    Die hessische Polizei soll also auf Datenbeständer privater Unternehmen zugreifen können. Google ist ein privates Unternehmen. Was hindert eigentlich irgendeinen durchgeknallten Beamten daran mal die Herausgabe der Suchprotokolle zu verlangen. Mit einem Buzzwort, dem nicht einmal Google widerstehen kann. Z.B. "Terroranschlag bald" "Bombenbau" oder "Kinderporno".
    Da wir ja die tolle Vorratsdatenspeicherung haben wären die IP-Adressen für die Dauer der Speicherung leicht Personen zu zu ordnen. Toll?
    Der Autor des Google-Artikels vergisst einige weitere Google-Dienste: Youtube und Google-Health. Mit Youtube weiß Google schon heute was die Menschen sehen und was sie aufnehmen. Und ich spreche nicht nur von den Videoclips, die online sind, sondern auch von den Millionen von Clips, die hochgeladen aber zensiert werden. Und mit Google-Health weiß Google sogar über deine Krankheiten Bescheid: http://www.googlewatchblog.de/2007/08/14/google-health–die-virtuelle-krankenakte/
    Und wenn Google irgendwann auch noch Mobilfunkbetreiber wird (und das wird kommen) können sie den Standort eines Handys auf mehrere Meter lokalisieren. Dann wissen sie lückenlos wo du warst und wo du gerade bist.
    "Dont be evil", interessant, dass sich ein Unternehmen überhaupt einen solchen Slogan geben muss. Meine Meinung ist eine andere: Google ist eines der gefährlichsten Unternehmen, die es weltweit gibt. Wenn der Verlust der Privatsphäre der Verlust von Freiheit ist, dann ist Google eine Riesenbedrohung. Gelangen die Daten in falsche Hände oder werden manipuliert (z.B. Suchergebnisse), dann lassen sich die Folgen gar nicht abschätzen.
    In einem vorhergehenden Posting hat es schon jemand gesagt: Datenhalden sind immer gefährlich. Wer kann denn heute garantieren, dass nicht in naher Zukunft eine Regierung unter Beteiligung Die Linke an der Macht ist oder noch schlimmer Rechtsradikale NPD-Fanatiker? Wollen wir wirklich Gesetze haben, die Datenhalden schaffen, damit solche Verrückte dann auch Zugriff darauf haben? Um es mit dem Google-Chef zu halten: Wenn wir nicht wollen, dass unsere Daten missbraucht werden, sollten wir sie gar nicht erst speichern. Und erst recht nicht miteinander verknüpfen. Die logische Folge davon ist: Google muss zerschlagen werden. Leider sind die Internetausdrucker in der Regierung gar nicht in der Lage zu begreifen, was sich da mit Google entwickelt (hat).

  27. Seph meint: (10.12.2009 um 11:44) AntwortenReply to this comment

    zu Google:

    Pffff….Google sind wirklich die letzten vor denen ich in diesem Land Angst habe.
    Was sollen die mir denn?
    Mir Werbung schicken?
    Ohrenkerzen verkaufen?
    Ohjehohjeh!

    Da gibt's hier ganz andere Datensammler mit ganz anderen Mitteln und ganz anderen Motiven.

    20(4)

  28. flyer meint: (10.12.2009 um 12:35) AntwortenReply to this comment

    @Seph: Knalltüte hat das recht gut auf den Punkt gebracht.

  29. Knalltüte meint: (10.12.2009 um 13:18) AntwortenReply to this comment

    @seph: Eine typische Reaktion für Leute, die sich nicht vorstellen können, dass der Status Quo sich auch einmal ändern könnte.
    Nettes Beispiel aus Uganda: http://www.allmystery.de/themen/mg58609
    Ein neuer Gesetzesentwurf sieht die Todesstrafe für Schwule vor und mehrjährige oder lebenslange Haftstrafen für derartige Handlungen.
    Wie bequem wäre es für die Regierung dort alle IPs von Google zu bekommen, die "schwul" in die Suchmaschine eingegeben haben. Wie bequem wäre es, Information von Google zu bekommen welche Nutzer e-mails und Briefe mit "schwul" auf den Servern von Google liegen haben. Wie bequem wäre es, von Google zu erfahren, wer sich längere Zeit in oder in der Nähe von bekannten Etablissments aufgehalten hat. Und wie bequem wäre es vor allem diese Informationen zu verknüpfen. Tja Uganda ist weit weg. Und was geht es mich an wenn dort ein paar Schwule hopps gehen? Außerdem wird doch Google niemals solche Daten herausrücken, oder? Steht Google über dem Gesetz? Leben die Googlegründer ewig? Was haben deren Nachfolger im Sinn? Wird sich Google niemals verändern? Vielleicht ändert sich das "Dont be evil" in "Be a little evil" – irgendwann? Dann haben sie deine Daten aber schon.
    Stell dir mal in Deutschland eine Regierung vor, in der Gysi, Lafontaine und Wagenknecht sitzen. Die würden sich freuen Zugriff auf Nutzer zu haben, die z.B. "Schwarzgeld", "Steuern vermindern" oder "Geld Ausland bringen" in die Suchmaske tippen. Dann kommt das große Jammern.
    Der Status Quo ist ein äußerst bequemer Standpunkt damit man sich bloß keine Gedanken machen muss.

  30. Zhuk -Der Klaus- meint: (10.12.2009 um 14:44) AntwortenReply to this comment

    @Seph: Ich stimme zu. Aus dem Familienkreis hörte ich von jemandem, der im Zusammenhang mit einer Bewerbung zu leicht abweichenden Angaben in persönlichen Profilen befragt wurde. Auch mutmaßte man wohl irgendwie Drogen- statt Grillparties und das schräge Gespenst aus dem Bekanntenkreis wurde auch analysiert. Anbieten tut diesen Service ein US-amerikanischer Dienstleister für mickrige 70 Kröten, was immer noch billiger ist, als einen einzustellen, der die Schlammpocken mit einschleppt.

  31. Zhuk -Der Klaus- meint: (10.12.2009 um 14:51) AntwortenReply to this comment

    @Knalltüte: Das ist zwar richtig, träfe aber genauso für GMX und WEB.DE zu. (Was Mails angeht.) Im übrigen: Selbst Google (staun&hör!) empfiehlt Anonymizer – nun, zumindest Google-Angestellte empfehlen das. In diesem Punkte traue ich der Firma Google übrigens (noch), da ich einen persönlichen Agenten dort eigeschleust habe, der genau diesen Such-Mechanismus unter seinen Fittichen hat.

  32. Karl-Dieter meint: (10.12.2009 um 15:35) AntwortenReply to this comment
  33. marcus05 meint: (10.12.2009 um 16:21) AntwortenReply to this comment

    Si forte in alienas manus oberraverit hec peregrina epistola incertis ventis dimissa, sed Deo commendata, precamur ut ei reddatur cui soli destinata, nec preripiat quisquam non sibi parata.

    ist jetzt mein "disclaimer". Endlich wieder angeben.

  34. rollinger meint: (10.12.2009 um 19:48) AntwortenReply to this comment

    Wieso Angst vor google? Wenn das Einwohnermeldeamt Deinen Einzug an die GEZ meldet. Dein Provider Telekom heißt, eine deutsche Bank, Dein Innenminister oder all die tausende Webcams auf Deinem Marktplatz, Supermarkt, Tankstelle.
    Wieso dann Angst vor google?
    Die können sich ein Datenleck so wenig leisten wie McDonald eine Lebensmittelvergiftung.
    Also ich habe da vor ganz anderen Typen Angst.
    Man schaue mal aktuell nach Hessen! Da ist kontextsensitive Werbung ein Kindergeburtstag.

  35. Knalltüte meint: (10.12.2009 um 23:48) AntwortenReply to this comment

    @rollinger
    Wieso Angst vor Google? Weil Informationen Macht bedeuten. Weil jemand, der Informationen über alles und jeden hat mächtig ist. Weil jemand, der bestimmt welche Informationen andere zu sehen bekommen mächtig ist. Weil Google all die Einzelinformationen, die du aufzählst an einer Stelle bündelt, verknüpft und speichert und damit ganze Lebenprofile von Menschen rekonstruiert werden können. Weil Google all diese Informationen an staatliche Stellen herausgeben muss wenn es gefordert wird. Weil Google ein Monopol ist und irrsinnig viel Geld verdient und sich damit in immer weitere Bereiche einkaufen kann und somit immer mehr Informationen bei Google landen. Irgendwann wird Google einen Schritt in das Reallife machen und Payback-Karten, Kreditkarten und einen Bezahldienst á la Paypal anbieten. Dann weiß Google auch was du außerhalb des Internets so treibst und wofür du dein Geld ausgibst. Gäbe es eine staatliche Behörde, bei der Informationen dieser Güte zusammenliefen, das Bundesverfassungsgericht würde sie verbieten.
    Das sollte einem zu denken geben.

  36. Malte Grehsin meint: (11.12.2009 um 08:23) AntwortenReply to this comment

    Der Link zu Spiegel-Online (Google) hat mich zu meinem Beitrag http://www.grehsin.de/blog/wer-nichts-verbergen-hat bewogen. Das eigentliche Problem sind wir selbst.

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