Das Sommerloch im Winter
Die flächendeckende Katastrophe ist ausgeblieben. Trotzdem hat Daisy eine Katastrophe mitgebracht – für die Medien, welche die Schneehölle ausgerufen haben. Jörg Kachelmann fasst in einem Gastbeitrag für Stefan Niggemeier zusammen, was falsch gelaufen ist:
Wir haben gelernt, dass wir Hamsterkäufe machen sollen, wir wurden aber nicht gehindert, Autofahrten in die Schneeverwehungen zu machen. Dadurch bleiben in der Nacht viele Autofahrer an Straßenrändern liegen und werden nicht oder nur notdürftig versorgt. Die Autofahrer sind losgefahren, weil sie von 95% der Bevölkerung erfahren haben, dass Daisy nicht so schlimm sei. Zu viel(e) gewarnt ist so schlimm wie nicht gewarnt. Dafür gibt es Bilder eingeschlossener Autofahrer. Der DWD wird zufrieden feststellen, dass er schon immer gesagt hätte, dass es (irgendwo) schlimm würde. Es gibt Bilder von eingeschlossenen Autofahrern und verwehten Autobahnen. Der Weltuntergang, der meteorologisch nicht stattfand, wird durch die Hintertuer teileingeführt, weil man die Strassen einfach offen und Leute in die Schneewehen fahren lässt.
Dazu ein passender Leserkommentar zum Beitrag:
Wir saßen zu Beginn des Sponge-Bob-Alarms vor ein paar Tagen zusammen und haben in alten Familienfotos aus den Fünfzigern gestöbert. Als wir die Winterfotos von Männern sahen, die einem Postbus und dem Milchauto den Weg frei schaufelten, links und rechts türmten sich etwa 1,20 Meter mittelgebirgischer Schnee, kannte unsere Belustigung über die 10-Zentimeter-Schneewarnung des DWD keine Grenzen mehr. Auch meine Kindheitserinnerungen sagen mir, dass selbst bei 30 Zentimeter Neuschnee innerhalb weniger Stunden kein Mensch durchdreht. Aber das beste war der Blick in die alte Fotokiste. Lachende Männergesichter mit Schaufeln und Mützen. Jemand reichte von rechts eine Thermoskanne ins Bild. Die Relativierung von frisch angesagten „Katastrophen” liegt oft in einer Schuhschachtel und wartet darauf, wieder mal entdeckt zu werden.
Die Verfasser der Warnungen scheinen wohl alle aus den Tropen zu kommen und bei der Sichtung der ersten Schneeflocke(n) kommen gleich Panikattacken auf.
In meiner Kindheit gab es so gut wie jeden Winter Schnee. Und zwar richtig. Nicht so einen Kinderkram wie die letzten 10-15 Jahre. Und das, was "Daisy" so mit sich bringt, hat früher noch nicht mal ansatzweise gereicht um an Schulfrei zu denken. Schneeverwehungen von 1,50 bis 2 m waren in meiner Wohngegend (Flachland :) keine Seltenheit, wir haben uns dann einen Spaß drauß gemacht, die Schneefräse zusätzlich mit riesigen Schneerollen an der Durchführung ihrer Arbeit zu hindern.
Also liebe Angsthasen: Lasst das bißchen Schnee in Ruhe und widmet euch lieber dem nächsten Urlaubsreport, darin habt ihr bestimmt mehr Erfahrung :)
Also ich sitze gerade in Greifswald. Hier haben die Bäcker kein Brot, die Tankstellen keine Mitarbeiter die durch den Schnee kommen und die Schulbusse ebenfalls keine Chance, die Dörfer abzufahren. Im Bahnhof steht seit Stunden ein Güterzug und die Strecken sind wirklich unpassierbar.
Und die Medienmeldungen von den eingeschneiten Autofahrern auf der A 20, ca. 10 km von mir, vom Hochwasser und den Schneeverwehungen brauche ich ja nicht wiederholen.
Ich wüsste nicht, wer übertrieben hat.
Wie wahr, wie wahr.
Heutzutage bekommt jedes mittlere Gewitter seine "Unwetterwarnung" in Print, Radio und Fernsehen. Hat das vielleicht mit Versicherungsschutz zu tun – höhere Gewalt oder die Bürger müssen bei Unwetterwarnung mehr Vorkehrungen treffen?
Es ist lächerlich. Die Wahrheit ist, dass von zehn Unwetterwarnungen in Hamburg mindestens neun davon kein außergewöhnliches Wetter zur Folge haben. Die Folge: die Warnungen nimmt keiner mehr Ernst. Und zwar mit Recht.
Gewarnt wurde im Fall "Daisy" vor Katastrophenwetter in _ganz_ Deutschland ohne Ausnahme. Und da, wo es tatsächlich schlimm geworden … ist die Welt auch nicht untergegangen. In Hamburg: stürmische Böen. Das wars, neben Tauwetter.
Wenn man das Geisteskind der "globalen Erwärmung" ist, dann muss einem Schnee natürlich als etwas katastrophales, weil Weltanschauung bedrohendes vorkommen. Wenn nichts anderes, so spiegelt die Panikmache des DWD doch wider, aus welcher Wunschhaltung heraus man dort die Vorhersagen strickt.
scheint doch grad mode zu sein. da macht man aus ner grippe die schreckliche schweinegrippe, an der wir alle zu grunde gehen werden; oder aus einzelnen verirrten terroristische anschläge die jede minute und überall zu drohen scheinen.
Ich fühle mich betrogen ! (gilt nur in NRW)
Wenn man die Sonderberichterstattung auf WDR verfolgt hat, konnte man leicht den Eindruck bekommen, das Ende steht unmittelbar bevor. Bei jeder Straßenmeisterei steckte ein Reporter im Salzhügel und vermeldete minütlich den Restvorrat. Schneeflocken wurden mit Endzeitstimmung von den Aussenreportern willkommen geheissen " Nun beginnt es zu schneien…..!"
Ich jedenfalls war vorbereitet, die guten Bundeswehrstiefel standen bereit, Räumgerät ebenso und von dem Glas Fleur de Sel (handgeschöpft und mit Jungfrauenatem getrocknet) hatte ich mich innerlich schon verabschiedet. Auch für die verhassten Nachbarn, falls ich zu ihnen vordringen könnte, hatte ich eine kleine Rede vorbereitet a la "In der schweren Stunde, zusammenhalten, Schwamm drüber, ham sie vielleicht noch Bier da…."
Und was ist passiert? Nix !
ALLE Strassen (Kreisstadt/NRW) waren geräumt UND gestreut, sogar 2 mal, der Schnee war im übrigen nicht der Rede wert und die Nachbarn sind immer noch verhasst. Nur ich hatte kein Wasser in der Wisch-Wasch-Anlage…..
Aber nachdem ich kürzlich bei Regen und leichtem Nebel (Sichtweite bis zum Horizont) ein gutes Dutzend Autos mit eingeschalteter Nebelschlussleuchte überholt habe, wundert mich hier nichts mehr.
Vielleicht geht es bei den Warnungen ja gar nicht um die nicht drohende Unwetterkatastrophe? Vielleicht will man die Leute nur dazu bringen zu hamstern?
Zumindest würde das doch ein wenig die Wirtschaft ankurbeln, wenn die Leute jetzt wie verrückt Zeugs kaufen, was sie eh nicht benötigen werden.
Oder man spart dann etwas später an Hilfslieferungen, wenn die Leute nach dem wirtschaftlichen Totalkollaps noch ihren Überlebensvorrat aus der Daisy-Zeit haben?
Ich habe keine Ahnung – aber mir ist das alles sehr suspekt…
@Thomas Ruppel: Solange du die Ruhe hast, in Blogs zu Kommentieren, ist der Weltuntergang entweder noch weit weg – oder so fest eingeplant, daß es jetzt auch nicht mehr drauf ankommt, wie man die restliche Lebenszeit verbringt.
Kann man halt nicht tanken, wenn eh keiner fahren kann, sollte das nicht so wild sein…
Die armen Kinder, die 2 wichtige Schultage verpassen, können in der Zwischenzeit ja einen Trampelweg durch den Schnee bahnen.
@Kaboom: Naja, Die "Globale Erderwärmung" heißt auch das es im Winter kälter wird! Nur eben nicht soviel wie es im Sommer wärmer wird. (Wenn es im Winter 4°C kälter wird wie sonst, im Sommer aber 5°C wärmer haben wir eine "Erderwärmung" von +1°C)
So ähnlich geht es uns hier oben in den fast-schon-Bergen (900m :P) auch. Normalerweise haben wir immer viel Schnee, dieses Jahr wurden wir ENDLICH einmal verschont und mussten den ganzen Dreck nicht wegschaufeln. Richtig unschön war es glaube ich vor 2 oder 3 Jahren und während meiner Kindheit, als die Schneehäufen mannshoch waren. Damals hat man als Kind immer Höhlen in diese Häufen gegraben.
Manche Leute scheinen zu denken, ihr Auto hat ABS, ESP, EMC, TMC, ABC, DEF, GHI, JKL, MNO, SPD, CDU sowie FDJ und deshalb passiert ihnen nichts. Wenn sie dann auf der Autobahn stecken bleiben, ist natürlich Horror-Tief Daisy daran schuld.
Es gibt Dinge, die müssen einem Freunde, die BILD-Zeitung oder Funk und Fernsehen nicht verraten – die weiß man auch ohne Unwetterwarnung: Im Winter fällt hin und wieder Schnee, es ist manchmal kalt und auf den Straßen bildet sich Eis.
Lächerlich die Leute hier:
Ich kann mich noch daran erinnern, wie die Presse sich über die USA mokierten, weil diese letztes Jahr mit dem Winter nicht klar gekommen seien.
Die haben im Durchschnitt 8x soviel Schnee für viel längere Perioden und entsprechenden Temperaturen und das jedes Jahr.
Alles ein Witz hier in der BRD.
Die einzigen die zur Arbeit müssen sind die Leidtragenden, aber das ist höhere Gewalt. Sollen sich nicht so haben.
Der 6. Kommentar drüben bei Niggemeier hat aber auch etwas – es geht halt immer nur ums Geld.
Und Gott wollte dass ich meinen Fernseher abschaffe und ich schaffte vor nunmehr 7 Jahren dieses grauenverbreitende Monster ab, und dann auch gleich Radio (wegen GEZ), was mir dieses Katastrophenherbeiwuenschenumwenigstensheuteeinegutequotezubekommen meist erspart erspart bleibt.
Ich habe die letzten zwei Tage genossen im Schnee zu fahren, teils durch ungeraeumte Strassen als Erstbefahrer den Berg rauf und nein ich habe keinen Ressourcenverschwender ala G-Klasse, Q7, X5 oder Cayenne, ich habe einen (nicht von mir) tiefergelegten Almera der eigentlich nicht als schneetauglich einzustufen ist, aber selbst mit dem kam ich sehr gut durch. Ich weiss nicht was manche Leute wollen, fahren ohne es zu koennen, denken ohne ein Hirn, reden ohne Sinn, ich nenne es die Bereinigung des Genpools, auch wenn die Wirksamkeit durch immer sicherere Fahrzeuge mehr und mehr begrenzt wird.
Gruss An On Uem
@Hamsterer: Quasi indirekte Ankurbelung der deutschen, ach so geplagten Wirtschaft (es ist eine Finanzkrise, KEINE Wirtschaftskrise – oder wieso sonst haben Autobauer mit genug Aufträgen auf einmal Insolvenzängste???) durch indirekte Panikmache, die in Hamsterkäufen eskaliert? Mehr Nachfrage, weniger Angebot – das kenn ich doch irgendwoher (aus dem WRL-Unterricht anno 2001 glaube ich). … angewandtes Schulwissen also.
cu, w0lf.
Die Küste hat es offenbar auch nicht so leicht gehabt: http://www.tagesschau.de/inland/winter188.html
@Marcel: So wie es da auf den Bilder aussieht, sieht es hier im Schwarzwald jedes Jahr aus.. Hier schieben sie nur nicht sofort Panik und es gibt auch keine Probleme.
Hier in Meckpom hat(te) natürlich die liebe Daisy leichtes Spiel. Flaches Land, riesige Felder voller Schnee und dann 100km/h schnelle Luft im Gepäck passen halt nicht zusammen. Da konnte der Schnee schön vom Wind aufgenommen, horizontal über das Land getragen werden und sich an allem ablegen, was im Weg war. Das kennen wir hier oben zu genüge.
Mir war am Samstag schon klar, dass es massive Schneeverwehungen geben wird. Also bin ich zu Hause geblieben.
Wer in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf der Landstraße oder BAB unterwegs war, war naiv oder kannte das Thema hier oben nicht.
Mehr war hier oben im Großen und Ganzen nicht los.
„The same procedure as last year, Miss Sophie?“ – „The same procedure as every year, James“
Ständig wird alles bis zum erbrechen aufgeplustert… Terror hier, Pandemie dort und das Ende der Welt gleich mit.
Mir stellt sich nun folgende Frage:
Was passiert wenn wirklich mal etwas schlimmes bevorsteht?
bzw. Wer glaubt den Medien dann, wenn wieder gewarnt wird?
Falls wirklich mal Zombies oder Zeugen Jehovas vor der Tür stehen habe ich ne Kettensäge … alles andere bedeutet nicht das Ende der Welt und kann faktisch ignoriert werden.
Mal ernsthaft: Es ist Winter, es Schneit … so what?
Also bei uns im Rheinland im Hinterhof hinterm Haus liegt ca 5cm Schnee. Die Hälfte noch von letzter Woche, die andere Hälfte von diesem Wochenende. Die Straße ist gestreut und geräumt, genauso die Gehwege. Völlig normale Winterverhältnisse hier. Vom Wind haben wir auch nichts mitbekommen. Lediglich meine defekte Autobatterie habe ich ausbauen müssen, da sie bei den Temperaturen ruck-zuck ihre Ladung verliert, ich aber im Moment nicht das Geld habe mir eine Neue zu kaufen.
Böse war es Sonntag morgen, da hat der Räumdienst von der Stadt sich etwas Zeit gelassen. Die fahrenden Autos haben zwischenzeitlich den Fitzelschnee zu braunen Matsch gefahren. Wirklich gefährlicher wurde es dadurch auch nicht, nur eklig, wenn das Zeug auf den Bürgersteig gespritzt ist und du zufällig da vorbei gelaufen bist.
Das letzte Mal richtig Winter kann ich mich noch erinnern: 2001 im Hunsrück als ich noch bei der Bundeswehr war (da hats in einer Nacht 1m Neuschnee gehabt) und als meine Freundin vor 2005 im Hochschwarzwald studiert hat. In beiden Fällen ist da niemand durchgedreht, das war da eigentlich normal.
Nachdem das Bundesamt? am Freitag zu Hamsterkäufen riet,
stern.de/reise/wetter/lex...mpaign=taeglich09.01.2010
bin ich als wohlerzogener und obrigkeitshöriger Bürger direkt losgefahren in diverse Bau- und Heimtiermärkte.
Es gab aber nicht mehr einen einzigen Hamster zu kaufen.
Was soll man davon halten?
Naja, mir ist es schon lieber, wenn man auf Gefahren hinweist. Ich finde auch einen Wetterbericht hilfreicher, der einmal mehr vor Regen (ja, i.d.R. ungefährlich) warnt als einmal zu wenig. Dann nehme ich nämlich einen Schirm mit. Oder überlege, ob ein Ausflug wirklich notwendig ist.
Ob Schneechaos oder nicht ist halt immer ein typischer Fall von "hinterher sind wir alle schlauer". Passiert nichts, hat man Panik geschoben und alle lachen, geht es schief und man kommt dadurch in Schwierigkeiten, heißt es, dass man das ja hätte wissen können.
Wo Jörg Kchelmann recht hat: Es wäre besser, wenn regional differenziert gewarnt wird.
Hier im großen B hat es zwar geschneit, aber die ausgerufenen 'sibirischen Verhältnisse' blieben aus. Trotzdem gibt es einige Ecken wo wirklich kein durchkommen mehr ist. Z.B. Lübeck, wo zum Schnee noch Hochwasser kommt.
Aber diese Häme a la 'Früher hatten wir 1m Schnee! PRO TAG! und das hat auch niemanden gestört' kann ich auch nicht mehr lesen.
@23 Freddi:
Mit den Hamstern, die man kaufen soll, ist es genauso wie bei der Schweinegrippe:
Die Obrigkeit riet dazu, sich unbedingt impfen zu lassen, wer das wollte, scheiterte allerdings daran, dass kein Impfstoff vorhanden war. Jetzt endlich gibt es den zuhauf, aber keiner will ihn mehr haben.
Wir können uns dann in ca 3 bis 4 Wochen auf eine Hamsterschwemme einstellen
http://www.nmkvev.de/hamster.htm
Vorgestern haben die Tagesthemen einen Großteil ihrer Sendezeit damit verbraten dass – äh nun – nichts passiert ist. Zum Glück entdeckte man im gesamten Bundesgebiet die eine oder andere Ortschaft, die kurzzeitig aus der Welt war, oder die eine oder andere sturmumtoste Insel. Fröhliche Menschen berichteten in die Kamera, dass der Wagen stecken geblieben sei (Sommerreifen?) und sie nun ein paar hundert Meter zu Fuß laufen müssten. Abgerundet wurde das Ganze mit einem Bericht aus Polen (!) in dem die Schulkinder in einem eingeschneiten Ort mit Panzern zur Schule gebracht wurden.
Erst danach kamen die Kanzlerin, die auch nix tut und der Sport.
Bei Twitter hab ich gelesen:
Ich bin schon so alt, dass ich aus Erfahrung weiß: Kalte Winter sind kalte Winter – und keine Katastrophe.
Dem ist nur hinzuzufügen, das die Menschen verwöhntere geworden sind.
Sackverdammt, Kachelmann hat ein Konkurrenzunternehmen zum DWD. Den kann man nicht ernster nehmen als RTL und Konsorten, wenn sie ÖR-Kritik üben.
Im übrigen war die Reginalvorhersage des DWD für den Breisgau näher an der Realtität als die von besagtem Herren :-)
Alles Propaganda um der Hockey-Stick Theorie nochmal leben einzuhauchen
en.wikipedia.org/wiki/Hockey_stick_controversy
Hm,
da zeigt es sich doch wieder einmal, dass es von Vorteil ist den Fernseher nur noch seltenst zu nutzen und auch im Netz nur die Nachrichten zu lesen, die zumindest halbwegs interessant, relevant und seriös wirken.
Denn von der ganzen Weltuntergangsstimmung(mache) und Warnungen habe ich hier im Süden überhaupt nichts mitbekommen…
Hoffen wir nur, dass es mir nicht auch so geht, wenn die Welt mal wirklich unter geht :-D !!!!
Na das mit "das Bundesamt rät zu Hamsterkäufen" ist natürlich auch wieder mal Schwachsinn. Das Bundesamt empfiehlt grundsätzlich, für ein paar Tage Lebensmittel, Medikamente und Wasser im Haus zu haben. Bei denen kann man auch im Hochsommer anrufen, da empfehlen die das auch.
Und scheinbar scheint ja etwas dran zu sein, daß es in den letzten Jahren wärmer geworden ist, wenn man schon in Familenfotos aus den 50ern kramen muss um Schneefotos zu finden. Wir sind früher jeden Winter Schlitten gefahren. Meinem Neffen hab ich vor vier Jahren einen Schlitten geschenkt. Dieses Jahr lag zum erstenmal Schnee.
@Kaboom:
Es gibt einen Unterschied zwischen Klima und Wetter. Auch in einem warmen Klima kann es mal kaltes Wetter haben. Ich kann mich zumindest nicht erinnern das irgendein Klimaforscher gesagt hat "Es wird nie wieder schneien".
Wenn man im Winter im dunkeln fährt, kann man nen Schlafsack mitnehmen. Selbst wenn keine Warnung vor irgendwas ist. (Markenschlafsack bis -20 Grad bei ebay ca. 100 Euro.) Ist man müde oder bleibt man stecken macht man es sich gemütlich. Wasser und was zu essen sind in beiden Fällen angenehm. Wenn man die Sitze umklappt und ne Isomatte im Auto hat, kann es sehr kuschelig sein. Auch noch bei -15 Grad.
@hathol: Kettensägen sind nicht gut gegen Zombies. Siehe http://is.gd/63qHy
Auch die Polizei ist vom Schnee überrascht:
www3.ndr.de/sendungen/extra_3/media/extra1588.html
2002 hat Kachelmann dem DWD eine fehlende Warnung vor einem unbedeutenden Sturm vorgeworfen und ihn aus dem Geschäft beim ARD gedrängt. Seitdem haben wir diesen Wahnsinn.
Kachelmanns Dienst hat auch fehlgewarnt.
Kachelmann dürfte wohlhabend genug sein und sollte sich endlich zur Ruhe setzen. Dann wird der Wetterbericht auch wieder seriös.
Und auch immer diese Panikmeldungen des Amtes für Bevölkerungsvermehrung bei bereits 81.882.342 Einwohnern.
So kenn ich es auch. Kann mich auch noch an meine Kindheit erinnern wo 30-50cm Schnee normal waren. Heute schneit es in München, die paar cm sind meiner Meinung nach nicht mal den Namen "Winter" wert. Vielleicht wenn es die nächsten 2-3 Wochen so weiter geht aber bis dahin…..alles ganz relaxt.
Jaja. Als kleines Kind reichte mir der Schnee fast ueber den Kopf.
Heute liegt der Schnee nur knapp einen Meter hoch …
*lol* http://twitter.com/Der_Fuehrer/statuses/7590147447
Dass Kommunen seit Jahren gerne mal am Winterdienst sparen hat aber ganz sicher nichts mit dem bisschen Chaos auf einigen wenigen Strassen zu tun, oder?
Und seit wann ist Kachelmann eine seriöse Quelle?
Das ist wie mit den Piratenmeldungen:
Von Piraten überfallene Schiffe im Jahr 2003: 445
Von Piraten überfallene Schiffe im Jahr 2008: 293
Faktor, um den die Versicherungsprämien für Frachtschiffe in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen sind: 10
Oder mit dem Wahn um die harmlose Schweinegrippe die ist ja nun nur ca. halb so gefährlich wie die"normale" grippe.
mfg
Mit der FDP gibts nun nicht nur den selbstregulierenden Markt sondern auch das selbstregulierende Klima: Durch den Schnee wird in Marokko Salz aus dem Meer gefischt, wodurch die Gesamtkonzentration an Salz in den Ozeanen sinkt und die Polkappen wieder mehr Eis aufbauen können. Hierdurch werden Koralleninseln im Südpazifik geschützt. Wunderbar, dieses liberale Ökosystem.
Ok. Das Bloggerer untereinander zusammenhalten ist ja klar. Das aber ausgerechnet im lawblog so getan wird, als sei der Kachelmann – Beitrag auch nur nen cent wert, das ist beschämend. Was läuft hier eigentlich? Ich vermute ein groß angelegtes Experiment um zu testen, wie der Blog-Leser auf augenscheinlich einseitige Polemik und Interessensvertretung reagiert.
Das dann auch ein Leserkommentar – zusammenhanglos aus dem Kontext gerissen in schönster Boulevardpresseart – als dazu passend vorgestellt wird hat schon was befremdliches. Die Kommentare in dem dortigen Blog sind nämlich in der Mehrzahl – entgegen dem hier aufgeführten Beispiel – sehr reflektiert und entlarven das Konglomerat bestehend aus Kachelmann – unwetterzentrale.de – WDR und den sonstigen Aktionen / Firmen des Herrn K.
Das hier hat fette Minuspunkte gebracht. Ich hätte wohl bessser auf die Warnung anderer Lawblogkritiker hören sollen.
Interessant wäre mal zu wissen, wo die unterschiedlichen Meinungen alle herkommen.
Denn bei 30cm Neuschnee in Süddeutschland geht das Leben normal weiter, einfach weil es nichts außergewöhnliches ist. In Norddeutschland gibt es solches Wetter (mittlerweile) nur alle paar Jahre, kein Wunder also, dass nichts mehr geht.
Nur mal so als kleiner Hinweis am Rande…
Das einzige, was an der "Katastrophe" hier im Rheinland wirklich eine Katastrophe ist, ist, dass es unsere Kommune scheinbar nicht für nötig befindet, einen Winterdienst zu unterhalten. Sowohl kurz vor Weihnachten als auch an diesem Wochenende hat es jeweils Freitags Nachmittags genug Neuschnee gegeben, dass wir auf den Straßen eine geschlossene Schneedecke hatten, und weder bei der einen noch bei der anderen Gelegenheit wurde eine unserer sage und schreibe 5 (!!!!!!) Hauptverkehrsadern (Kleinstadt, ~30.000 Einwohner) bis Montag abend auch nur ansatzweise geräumt oder bestreut. Sowas (und der Unwille, sich Winterreifen zu leisten), ist der Grund für massenhafte Verkehrsunfälle in der "kalten Jahreszeit". Und sicher kein "Katastrophentief", das einfach nur für diese Jahreszeit ganz normalen Schnee mit sich bringt.
Und weil ich hier im lawblog bin : Kann man eigentlich die Kommune verklagen, wenn man wegen nicht vorhandenem Winterdienst auf einer Hauptstraße verunglückt ? Wenn ich meinen Gehweg vor dem Haus nicht räume, trifft das ja scheinbar zu (Hörsensagen) …
@umpa lumpa: Die Kommunen sind es hier nicht.
Für die wohl allwinterlich schneeverwehte Autobahn A 20 (Krause-Bogen) ist der Bundesverkehrsminister zuständig. Der gibt diese Aufgabe an die Landesstraßenbaubehörden ab. Zumindest aus der Ferne ist es unerklärlich, wieso für bestimmte Teilstrecken der o.a. Autobahn nicht entsprechende Vorsorge durch Vorhalten von Räumgeräten und Aufbau von Schneefangzäunen getroffen wird.
Angesichts der drohenden Katastrophenwarnungen haben sich in Bayern teilweise dramatische Szenen abgespielt. Da wurden Straßen im Vorfeld bereits schon mal geräumt obwohl noch kein Schnee gefallen ist. Aber sicher ist sicher.
Klasse Kommentar von Kachelmann vor allem
"Ist es der Wunsch nach selbsterfüllender Prophezeiung oder schiere Ignoranz? Straßen werden erst gesperrt, nachdem Autos und LKWs liegenbleiben, nicht vorher."
Mir schien Ersteres war der Fall. Dazu n-tv und n24 mit unsäglichen "Live-Kommentaren vor Ort" …
Es passte mal wieder alles. Nur komisch. Es ist doch nur Winter.
F r ü h e r (19hundertschimmel als die Holzschuhe noch aus Gummi waren) war halt alles anders / besser..
Da war meterhoher Schnee noch was Schönes und kaum einer dachte wohl an den Klimawandel..
Früher hat es z.B. in Weißrussland ganz oft auch ohne Winter geschneit.. hat sich auch keiner gewundert.. war halt so..
Okay okay man muss immer alles relativieren. Wenn man im verhältniss sieht das es die letzten 10 Jahre kein so großen Schneefall gab, dann kann man schon von etwas besonderen Reden. Wo man ruhig vor warnen kann. Des Weiteren muss man aber dazu sagen das solch ein Winter vor über 20 Jahren ganz normal war, wohl eher noch ein sehr milder Winter. Aber da wir Menschen uns immer an unsere Umwelt anpassen, ist natürlich viel Technik an den milden Wintern angepasst worden und so ist für uns jetzt ein normaler Winter wie vor 20 Jahren ein echtes Unwetter. Dabei sind wir nicht schwächer oder ängstlicher geworden, sondern unsere Mittel und die Gewohnheit von wenig Schnee macht uns zu solchen Angsthasen.
@2 (Thomas): ich war gestern von Usedom nach Greifswald unterwegs und zurück – kaum Probleme… übrigens haben manche Bäcker auch im Sommer hier kein Brot: schlicht ausverkauft.
@hb
ok, dann sind die kommunen mal nicht schuld (an den zuständen auf den autobahnen), ausnahmsweise, sondern die Landesstraßenbaubehörden.
und zu "wieso für bestimmte Teilstrecken der o.a. Autobahn nicht entsprechende Vorsorge durch Vorhalten von Räumgeräten und Aufbau von Schneefangzäunen getroffen wird."
das ist ganz einfach, weil es kostet.
@Kaboom: Hier ein schöner Link für Sie und all die anderen, die immer noch nicht den Unterschied zwischen Wetter und Klima verstanden haben:
guardian.co.uk/environmen...old-snap-climate-sceptics
Gegebenenfalls auch eine gute Gelegenheit, das verstaubte Englisch mal wieder aus der Schublade zu holen.
@ Sebastian
a) Und Politiker meinen durch Regelungen (meist nur die Nordhalbkugel betreffende) das Klima
regulieren zu können.
b) Ein Vulkanausbruch mehr oder weniger und alle Modelle sind hinfällig.
c) Veränderungen im Klima gab es schon immer.
@horst:
Und die Erde hat der liebe Gott in 7 Tagen gemacht. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf ….
Wir wohnen an der Nordsee,direkt am deich,und hatten zwei tage lang keine chance,das haus zu verlassen.Aber darum geht´s bei dieser geschichte ja nicht,es geht um medien,die interesse daran haben,hysterie zu erzeugen aus wirtschaftlichen gründen.
Dass Stefan Niggemeier allerdings dem doch sehr befangenen Herrn Kachelmann platz zum konkurrentenbashing bietet und auf gegenwind mehr als zickig reagiert (und das nicht zum ersten mal) ,finde ich enttäuschend.
Die vielen preise scheinen ihm nicht zu bekommen
Also ich und meine austrische Freundin, wir haben uns königlich über die Meldungen im Radio amüsiert. "Vorräte anschaffen" – ihr Kommentar: "Wozu? Gibt doch Lieferservice." Oder auch "wenn Sie mit dem Auto steckenbleiben, im Wagen bleiben, Motor laufen lassen". Stelle ich mir lustig vor, z.B. bei Norma auf dem Parkplatz…
Die "Schneekatastrophe" ist weniger schlimm als die ganzen Vollnasen, die dabei duchdrehen. "Oh mein Gott, ich kann nicht mehr bremsen, schließlich fahre ich bergauf, ich muß jetzt den Fußgänger da überholen und dafür auf die Gegenspur." Oder auch: "Das Durchfahrverbot für LKW auf dieser engen Seitenstraße gilt bestimmt nicht für meinen Sattelschlepper bei Schnee."
Hirnamputierte, überall.
Wenigstens versucht Kachelmann nicht mehr, witzig zu sein… oder er ist inzwischen so schlecht, daß ich's nicht mal merke.
Polizei ohne Winterreifen
www3.ndr.de/sendungen/extra_3/media/extra1588.html
Schneekatastrophe haben wir in Frankfurt am Main bereits, wenn drei Flocken fallen; analog dazu Regenkatastrophe im Sommer bei drei Tropfen.
Ausgesprochen erheiternd fand ich übrigens, dass in Hessen anscheinend just das Teilstück Autobahn nicht gestreut werden konnte, das in unmittelbarer Umgebung von K + S liegt.
Manche scheinen in Winter-Hypnose gefallen zu sein und lassen sich von einer Mattscheibe genannt TV sich die Winterkatastrophen einreden… Aufwachen, es ist WINTER!
Ja, wieder ein Jahrhundertwinter, wie schon letztes Jahr. ;)
Diese mal mehr Schnee, letztes Jahr eine lange Zeit mit hohen Minus-Temperaturen. (oder sagt man tiefen Minus-Temperaturen)
Mal den Kachelmann fragen, der Typ ist ja schon cool und könnte so etwas wissen.
Hat übriges auch in Bielefeld 3 oder 4 Messstationen
wetterstationen.meteomedi...etz/stationen/103270.html
Und ja, ich glaube Bielefeld gibt es wirklich. Nicht zuletzt hat es U.V. behauptet und der lügt nicht.
lawblog.de/index.php/arch...-riesen-jva-in-bielefeld/
Ist wohl ein Folge der drohenden Klimakatastrophe. Man kann sich nicht mehr auf den Winter einstellen. Alle Kenntnisse über die Jahrezeit verlernt/vergessen. ?!? Hilfe
Achtung, tiefschwarzer Humor!
Bitte hier nicht mehr weiter lesen, wer den nicht verträgt.
Deutschland:
Wetterchaos, Tief Daisy fordert mehr Todesopfer als alle Terroranschläge der letzten Jahren.
Wurden Sommer- als Winterreifen verkauft und gibt es nicht doch einen Zusammenhang mit der al-Qaida?
@B3rT:
Nee, wenn Sommer und Winter gleich lang sind haben wir danne eine Erwärmung von 0,5°C.
@LeJupp: Ah pf… Dezimalstellen.. die braucht kein Mensch :P da wird aufgerundet auf +1°C :P (Ne hast natürlich recht …)
Das Tief daisy ist garnichts im Vergleich dazu, dass der Golfstrom an der nordamerikanischen Küste entlang direkt nach Grönland fließt. Deshalb haben wir auch solch einen klasse Winter.
Und wer zum Teufel kauft all die Hamster weg?
Und kaum ist der Schnee mehr oder weniger verschwunden, wird eine leichte Brise als Orkantief tituliert.