13.1.2010

Panzer auf google.cn

Google macht anscheinend ernst.

Suchwörter: tiananmen massacre

Google Blog

Spiegel online

62 Kommentare zu “Panzer auf google.cn”

  1. Kampfschmuser meint: (13.1.2010 um 15:33) AntwortenReply to this comment

    Zitat von der Spiegelseite:
    "Das amerikanische Blog Techcrunch mutmaßt, dass Google sich von seinem bisher wenig erfolgreichen China-Geschäft schon verabschiedet habe. Zu groß sei der jetzige Affront gegen die chinesische Regierung, die Zensur abzulehnen und dies öffentlich zu machen, als dass eine Einigung mit den Behörden noch möglich sei. Der öffentliche Einsatz für die Menschenrechte sei womöglich auch ein PR-Coup – der Konzern sieht sich in seinen Kernmärkten verstärkt der Kritik von Datenschützern ausgesetzt"

  2. Andreas meint: (13.1.2010 um 15:38) AntwortenReply to this comment

    Ich habe nach der Meldung erwartet dass die Google-Dienste von hier (Shanghai) aus nicht mehr erreichbar sind, aber derzeit läuft noch alles.

    Allerdings scheint Google weiterhin Sachen aus dem Index zu entfernen (据当地法律法规和政策,部分搜索结果未予显示。) und die kritischen Inhalte sind auch nicht über den Cache erreichbar.

  3. Kampfschmuser meint: (13.1.2010 um 15:42) AntwortenReply to this comment
  4. Klabund meint: (13.1.2010 um 15:45) AntwortenReply to this comment

    Wenn ich dieses Anti-Zensur-Gelaber in den Medien schon immer höre, über das böse China…
    …ohne dabei auch nur ein Wort darüber zu verlieren, wie die deutschen Suchergebnisse zensiert werden.

  5. der echte n.n. meint: (13.1.2010 um 15:50) AntwortenReply to this comment
  6. keiner meint: (13.1.2010 um 15:52) AntwortenReply to this comment

    Der Krieg der Welten ist eröffnet. China gegen USA.

    Witzig nur, dass nicht die schwachen Zahlen von Google in China als Begründung herhalten, oder gar einen neue "Firmenethik", sondern eine (staatliche?) Hackerattacke gegen Google, für die nun das Außenministerium (sic!) eine Erklärung fordert!

    Immerhin wurde nicht GLEICH das Pentagon in Stellung gebracht :-)

  7. hiro meint: (13.1.2010 um 15:52) AntwortenReply to this comment

    Was soll der Link sagen? Daß "google.cn" am Ende beim gleichen Load Balancer landet, der anhand der aufrufenden IP entscheidet, ob er Panzer oder Blumen zeigt?

    Wäre interessant, wenn Google sich mit ähnlicher Begründung auch aus Deutschland zurückzöge…

  8. xhevdet meint: (13.1.2010 um 15:53) AntwortenReply to this comment

    @ klaubund: Lebe selber in so einer Diktatur, dann können wir wieder weiterreden….

  9. Rolf Schälike meint: (13.1.2010 um 15:54) AntwortenReply to this comment

    Weshalb hacken wir immer auf China rum? Es wird höchste Zeit und an der eigenen Nase zu reiben und sich umzusehen.

    Auch bei uns müssen Leute für Meinungsäußerungen in den Knast. Peter Niehenke traut sich z.B. nicht nach Deutschland, versteckt sich in einem anderen EU-Land, weil er für 8 Monate in den Knast muss nur deswegen, weil die Adressbuchverlage mit einigen Internet-Seiten – nicht Mal unbedingt seine eigenen Seiten – nicht einverstanden sind.

    Jörg Reinholz saß über 4 Monate in Knast wegen seinen web-Seiten.

    Ich musste schon eine Woche einsitzen, weil ein angesehener Hamburger Anwalt eidesstattlich log.

    Es läuft bei uns allerdings alles "zivilisierter" ab. Auch die Überlebenschance deutscher Kommunisten war zur Hitlerzeit in Deutschland höher als in der Sowjetunion. So sind wir nun Mal.

    Blutüberströmte Demonstranten sind auch in Deutschland keine Ausnahme. Journalisten werden von der Polizei verprügelt und haben das Nachsehen.

    Bundesgrenzschützer holen grundlos Leute aus dem Zug. Habe ich bei einer Fahrt nach Köln beobachtet und kenne alle Details.

    Usw., usf.

  10. Hans meint: (13.1.2010 um 16:02) AntwortenReply to this comment

    Links auf google.cn sind sinnlos und belegen nichts. google.cn hat auch vorher schon andere Inhalte angezeigt, je nachdem ob der Aufrufer in China oder im Ausland war.

  11. bombjack meint: (13.1.2010 um 16:06) AntwortenReply to this comment

    und außerdem gibt es das BPjM-Modul http://www.bundespruefstelle.de/bpjm/redaktion/PDF-Anlagen/bpjm-modul,property=pdf,bereich=bpjm,sprache=de,rwb=true.pdf
    Allerdings frage ich mich wo, wenn z.B. google.de dieses Modul einsetzt die Nutzerautonomität bleibt…..besonders wenn man z.B. bei der Bildersuche folgendes Statement findet: [...]Note: You have selected the least restrictive filter for your results. Images not compliant with German law will still be filtered. You may, however, see some images that you consider inappropriate for minors. If minors are using your browser we suggest enabling strict filtering.[...]

    bombjack

  12. Klabund meint: (13.1.2010 um 16:06) AntwortenReply to this comment

    @xhevdet
    Nur weil ein Regime böse ist, wird eine minder schlimme "Demokratie" dadurch nicht besser.
    Ich hab mich lange nicht mehr damit befasst, aber Deutschland war einige Zeit bei der Anzahl der zensierten Suchergebnisse auf Platz 1 weltweit.
    Und über die Zensur in China wird ja gerne von deutschen Medien vorgegangen. Aber Selbstkritik gegenüber dem eigenen Land liest man nie.

  13. Christian meint: (13.1.2010 um 16:14) AntwortenReply to this comment

    Die große Frage ist: ist es nur der letzte Marketing gag mit China oder wirklich ernst?

    i.e. Google weis das es in China gegen Baidu nicht besteht/bestehen kann. Befürchtung wäre also das das nur ein das best mögliche machen ist aus Rückzug aus dem Chinesischen markt.

    egal weiter so!

  14. blue meint: (13.1.2010 um 16:21) AntwortenReply to this comment
  15. igel meint: (13.1.2010 um 16:24) AntwortenReply to this comment

    Mir ist es auch peinlich, wenn man in Dtl. wegen seiner Meinung vom Staatsanwalt besucht wird. Aber wer sich öffentlich herstellt, dass uns das auf einen Level mit China's systematischer Unterdrückung der menschlichen Vernunft stellt, der ist ein verdammter Verräter.

  16. Besucher277 meint: (13.1.2010 um 16:24) AntwortenReply to this comment

    Was wird denn in Deutschland von Google zensiert?

  17. Martin_mb meint: (13.1.2010 um 16:33) AntwortenReply to this comment

    @ Besucher277

    Zum Beispiel die Antwort auf Deine Frage…

  18. RC meint: (13.1.2010 um 16:35) AntwortenReply to this comment

    @8

    Er hat doch aber nicht ganz Unrecht, oder? Klar sind wir hier viel besser dran als in China – aber soll man sich deshalb an nichts stören bis es eventuell irgendwann genauso schlimm ist? Ist es dann nicht zu spät?
    Es ist und bleibt einfach so, dass wir hier in Europa eine Maßnahme nach der anderen angedroht oder umgesetzt bekommen, die auch nur darauf abzielt, möglichst scharf zu filtern oder zu kontrollieren, was Menschen sehen können und suchen dürfen.
    Und zu welchen höheren Zwecken geschieht dies denn? Damit das Risiko gesenkt wird, dass irgendwer vielleicht kostenlos Musik herunterlädt? In Spanien soll es deswegen jetzt schon zu Schnellverfahren kommen

    http://futurezone.orf.at/stories/1635959/

    eine verdammt herbe Sache! Es sollte Leute ja schon stören wenn es überhaupt zu so etwas kommt, dann aber auch noch mit diesem Hintergrund? Es muss doch jeder wissen, dass es hier zu Kollateralschäden kommen muss, ganz gleich wie jetzt jemand zu dem angegebenen Grund steht.
    Dann auch noch die Sprüche, die Zurschaustellung der kompletten Ignoranz gegenüber dem, was hier gemacht wird…


    Am Ende seiner Rede, so "Liberation", versuchte Mitterand die Tragweite der HADOPI-Maßnahmen herunterzuspielen. "Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass den Leuten ihr Zugang zum Internet unterbrochen wird. Das ist doch nun wirklich kein großes Drama."

    http://futurezone.orf.at/stories/1636199/

    Als kein großes Drama wird es von den Machern dieser Pläne also dargestellt, wenn jemandem einfach mal so das Internet weggenommen wird… Wetten das man das in China, mit deren Zensurbemühungen, offiziell kaum anders betitelt?
    Ich schätze, dass man es später verdammt bedauern würde, aus welchen Gründen und mit welcher Motivation es dazu kam, wenn man dann irgendwann ein Informationsangebot vor sich hat, dass nur noch wenige Gemeinsamkeiten mit den Möglichkeiten hat, wie wir sie jetzt gerade genießen.

  19. Dominik meint: (13.1.2010 um 16:36) AntwortenReply to this comment

    @16 Besucher277

    Alles, was da landet: http://www.chillingeffects.org/notice.cgi

  20. mwrs meint: (13.1.2010 um 16:38) AntwortenReply to this comment

    @Rolf Schälike

    Blutüberströmte Demonstranten sind auch in Deutschland keine Ausnahme. Journalisten werden von der Polizei verprügelt und haben das Nachsehen.

    Am besten sofort emigrieren. Nach China.Da kann man ungestört demonstrieren.

  21. Olli meint: (13.1.2010 um 17:11) AntwortenReply to this comment

    @Klabund:

    Nie?

    Das stimmt nicht. Auch wenn sich die großen Medien der Zensur in Deutschland leider selten annehmen. Meistens macht das nur Telepolis.

    Außerdem sind wir ja schlauer wir filtern "für die Kinder" (damit meine ich auch den Jugendschutz) wer wird schon ernsthaft was dagegen haben wenn es den Kindern hilft.Außerdem muss man ja nicht jeden "Schund" frei verkäuflich machen. Und unsere Zensur läuft auch eigentlich ist es ja erlaubt Methode ab zumindest was die normale Indizierung angeht. Nur das man dann so viele Hürden bewältigen muss das sich der Verkauf oder das ansurfen nicht lohnt wenn man überhaupt davon weiß weil Werbung ist ja nicht selbst Berichte können dir ja als Werbung ausgelegt werden. Bei Tagesblättern kein Problem aber Magazinen und Zeitschriften die wöchentlich oder monatlich erscheinen ist das ganze ein sehr hohes Risiko.

  22. Rolf Schälike meint: (13.1.2010 um 17:29) AntwortenReply to this comment

    @ mwrs meint: Am besten sofort emigrieren. Nach China. Da kann man ungestört demonstrieren.

    Wieso emigrieren und nach China? Stramm stehen – demonstieren – kann man auch im Internierungslager (KZ).

    Wann schlägst Du vor: ab in die Urne oder in die Gaskammer.

  23. Ouf meint: (13.1.2010 um 18:20) AntwortenReply to this comment

    @Besucher277:
    Z.B. Dinge, die rechtsextrem sind, oder für manche so aussehen. Ich werde das nicht verlinken, aber Stormfront ist ein altes Forum, das im dt. Google nicht auftaucht, Beschreibung siehe Wikipedia. Ein anders gelagerter Fall ist Electric Retard, man lese den EncyclopediaDramatica Artikel und bilde sich seine Meinung über den Humor (ich find's lustig, die Bayern nicht)

  24. überrationell meint: (13.1.2010 um 18:30) AntwortenReply to this comment

    Übrigens, wer auf google.cn geht der landet auch auf google.cn.

    Heute mittag etwa sahen die Bildergebnisse noch ganz anders aus, langsam verbreitet sich das aber scheinbar durch die Google-Server.

  25. Rolf Schaelike meint: (13.1.2010 um 18:43) AntwortenReply to this comment

    @Besucher277:

    Politische Zensur in Deutschland

    http://de.indymedia.org/2009/04/246849.shtml

    11.04.2009

    Kaum ist die Internetzensur vor zwei Wochen in Deutschland beschlossen worden, gibt es nun einen ersten Fall von politischer Zensur. Die deutsche Domain wikileaks.de wurde gestern abend von denic gesperrt. Wikileaks ist ein Nachrichtenprojekt, über welches geheime Informationen und Analysen veröffentlicht werden können und das sich sehr um die Erhaltung der Meinungsfreiheit im Internet bemüht. … .

  26. www.diewaldseite.de meint: (13.1.2010 um 19:01) AntwortenReply to this comment

    @Klabund: Stimmt das ist auch sehr vergleichbar. Wie hier auch die Nazi-Verbrechen nicht über google gefunden werden können. In China hingegen darf man natürlich Kinderpornographie ansehen.

  27. fh meint: (13.1.2010 um 19:30) AntwortenReply to this comment

    @Besucher277: Auch eine Seite auf lawblog.de wird von Google.de "zensiert", also nicht in den Suchergebnissen gezeigt. Schon seit mehreren Jahren.

  28. Ben (d.U.) meint: (13.1.2010 um 19:39) AntwortenReply to this comment

    @fh:

    Na toll. Erst meine Neugier anfüttern, dann aber nichts zu Details sagen. Welche Seite?

  29. SomeGuy meint: (13.1.2010 um 19:43) AntwortenReply to this comment

    Ich finde es auch schrecklich, dass es in der deutschen Bevölkerung kein Bewusstsein über die stattfindende Internetzensur, Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchung, etc. gibt. Das sind im wesentlichen die selben Verfahren in China, aber hierzulande berichtet man einfach nicht drüber. Nur beim Zugangserschwernisgesetz konnte man hier und da mal was sehen/lesen, aber auch nur weil sich die gesamte Netzgemeinde quer gestellt hat. Aber das kann man ja auch nicht bei jedem neuen Gesetz machen, dass unsere liebe Regierung erlässt.

    PS: Was ich nicht als Gegenargument gelten lasse ist der Einwand, dass hierzulande im Gegensatz zu China ja alles "Rechtsstaatlich" geregelt würde. Alle oben genannten Gesetze hat das BVG ja in ihrer Ursprungsform kassiert, bzw. wird dies für anhängige Verfahren wahrscheinlich noch tun. Und das die angesprochenen Gesetze nicht vollständig gekippt werden erkläre ich als juristischer Laie mir zumindest damit, dass das BVG den Gesetzgeber nicht vollkommen das Gesicht verlieren lassen will.

  30. Besucher277 meint: (13.1.2010 um 20:00) AntwortenReply to this comment

    @Ouf: Also ich muss sagen dass ich beides kannte, und hab nach einer Eingabe bei Google Deutschland auch beides direkt als ersten Treffer gefunden? Oder ist das weil ich sowieso google.com/de benutze?
    @Rolf Schaelike: Wow das mit Wikileaks ist natürlich ein Hammer.

  31. stimmviech meint: (13.1.2010 um 20:46) AntwortenReply to this comment

    Natürlich haben wir mehr Freiheiten als in China. Aber einen absoluten Gegensatz zur dortigen Unfreiheit Zeigen wir nicht. Horst Mahler z.B. Sitzt wg. Sicherlich falscher Meinungen für den Rest seines Lebens im Knast. Das sind Verhältnisse, die absolut vergleichbar sind mit Urteilen gegen Dissidenten in China. Wir sollten also bei uns für mehr Freiheit-auch für Nazis- engagieren, bevor wir China kritisieren.

  32. Rolf Schälike meint: (13.1.2010 um 22:07) AntwortenReply to this comment

    Die Zensur bezüglich Google funktioniert bei uns auf unsere deutsche Art, anders als in China.

    Findet Google etwas und erscheint das in den ersten Suchergebnissen, dann ist man Störer und kann empfindlich verklagt werden. Findet es Google nicht, wie z.B. bei einigen Zeitungs- und Rundfunkarchiven, bei welchen man erst über deren angebotene Suche auf die Artikel gelangt, dann hat man z.B. bei verurteilten Mördern Chancen, nicht zensieren zu müssen bei Artikeln, welche seinerzeit rechtens waren.

    Ohne Google wären die Archive auch so erlaubt. Es ist eine verquerte Welt.

    In der DDR gab es keine eigene Zensurbehörde, im Gegensatz zu der Sowjetunion und Deutschland Heute, in dem die Zensurgerichte zusammen mit den Zensuranwälten die staatliche Zensur mit uns Deutschen eigenen fiesen Methoden praktizieren. Es werden kleinste Fehler herausgesucht, und über das Persönlichkeits-, Marken-, Autoren- und Urheberrecht zensiert. Nur finanzstarke Medien können gegenhalten, wobei bei Hartnächkigkeit auch mal sofort Haft verhängt wird, wenn die Geldstrafen nicht den gewünschten Zensurerfolg verschaffen. Man kann sich nicht immer freikaufen.

    Wie die Zensur in China organisiert ist, weiß ich nicht.

    Zensur bleibt Zensur unabhängig davon, wie diese organisiert ist und wie diese durchgesetzt wird.

    Bei uns zensieren auch Politiker, Prominente und Wirtschaftsbosse sowie Firmen mit dem s.g. Unternehmens-Persönlichkeitsrecht. Auch gegen ausländische web-Site-Betreiber kann bei uns geklagt werden und wird bei uns erfolgreich geklagt.

    Ausländer klagen bei uns erfolgreich gegen die Berichterstattung über deren mafiöse und betrügerische Tätigkeit.

    Erlaubt ist bis jetzt noch das Bla, Bla, Bla.

  33. Andreas meint: (13.1.2010 um 22:58) AntwortenReply to this comment

    Offtopic: Herzlichen Glückwunsch zur heutigen Erwähnung an erster Stelle im C.F. Müller Jura-Kalender ;-)

  34. iradex meint: (13.1.2010 um 23:21) AntwortenReply to this comment

    Was hier einige von sich geben ist ungeheuerlich. Eine Regierung, die nicht mal das kleinste Skandälchen verheimlichen kann, führt einen riesigen Zensurapperat – und die bösen Medien berichten einfach nicht darüber. Was kommt als nächstes, eine Beteiligung der Freimaurer?

    Wikileaks wurde damals übrigens gesperrt, weil sich auf einer dort vorhandenen australischen Liste Links zu mehr als eintausend Seiten mit kinderpornographischem Material befanden.

    In China lacht man über den Vergleich zwischen unserem "Zensurapperat" und den dortigen Verhältnissen wahrscheinlich nur müde.

  35. Paule Panzer meint: (14.1.2010 um 00:46) AntwortenReply to this comment
  36. Ouf meint: (14.1.2010 um 01:15) AntwortenReply to this comment

    @Besucher277:
    Oh, tatsächlich! Daran liegt es wohl:
    http://www.google.com/intl/de/#q= bringt mehr Ergebnisse als
    http://www.google.de/search?q=
    Im Fall von google.de wird durch die anderen Links deutlich worum es geht, aber ich hab mir auch zwei bekannte Beispiele rausgesucht, sodass in anderen Fällen Seiten evtl. überhaupt nicht zu finden wären.

    @iradex:
    "gesperrt, weil [..] Links zu mehr als eintausend Seiten mit kinderpornographischem Material.."
    Das schlimmste an Zensur ist xxxx xxx xxxxxx. Selber die Liste nachgeprüft, oder müssen wir uns auf das Urteil von dritten verlassen? Wird schon alles seine Richtigkeit haben, schön, dass wir so beschützt werden…
    Einfach so aufgerufen hätte ich wahrscheinlich keinen der Links, aber ich bestehe auf meiner Rezipientenfreiheit und kann nicht sehen, dass ein Haufen Text so eine riesige Gefahr darstellt. Im Gegenteil, die Liste ist extrem wichtig, damit Transparenz herrscht.

    Und dass man in China über unseren "Zensurapperat" nur lacht, soll heißen, dass du zur Konkurrenz aufholen möchtest?

  37. Stuff meint: (14.1.2010 um 01:17) AntwortenReply to this comment

    @Dominik
    Tja, Beschwerden bei Goooogl aus Deutschland sind absolut führend, an Anzahl…
    Wie war das? Als Gerichtssprache des Jüngsten Gerichts sei deutsch vorgeschlagen?
    Achja, bevor ichs vergesse: Alles Kriegsrecht! NATO befindet sich ja seit 9/11 im "Bündnisfall" und das heisst Krieg. Merkt man in Ländern, die nicht zur NATO gehören allemal.
    Stuff

  38. alter Knabe meint: (14.1.2010 um 06:24) AntwortenReply to this comment

    Wer von Euch die Freiheiten in Deutschland mit den Zuständen in China vergleicht,ist entweder ein "nützlicher Idiot" der Kommunistischen Propaganda,oder wirklich ein Idiot!

  39. alt.binaries meint: (14.1.2010 um 09:21) AntwortenReply to this comment

    Na ja, der Westen spielt sich mal wieder auf, wie so üblich und Deutschland ist mal wieder ganz vorne mit dabei.

    Es ist wirklich sehr witzig, dass man hier so gerne die Google.CN Zensur kritisiert, aber die Google.DE Zensur ist natürlich vorzüglich.

    Mehrere Usenet-Anbieter erreiche ich nämlich nur über Google.COM und nicht über die "zensierte" "Google Deutschland" Suche.

    Aber bitte, lieber andere Länder kritisieren. Das ist ja üblich.

  40. Lenny meint: (14.1.2010 um 10:03) AntwortenReply to this comment

    Hallo zusammen,

    würde jemand bitte so nett sein und eine Zensur von Google.de – also Deutschland – an Beispielen nachweisen? Also z.B. eine Seite angeben, die zwar existiert, aber nicht über google gefunden werden kann. Oder eine Seite die über .de nicht zu finden ist, aber über .com? Oder besser gleich mehrere Beispiele?

    Danke und Gruß
    Lenny

  41. @nD meint: (14.1.2010 um 10:17) AntwortenReply to this comment

    @41 Lenny:

    Such mal bei google.de nach youporn… typisches Beispiel für Zensur von google in Dtl.

  42. Klabund meint: (14.1.2010 um 10:21) AntwortenReply to this comment

    @diewaldseite
    Ich glaube KAUM, das alle von Google in .de zensierten Ergebnisse KiPo enthalten. Wie bereits erwähnt kann man aber auch nicht nachprüfen, welche Seiten denn aus dem Index rausgenommen wurden, weil die URLs ebenfalls zensiert werden.

    Ich hab keine Quellen dafür, darum will ich es jetzt nicht als absolute Wahrheit verkaufen, weil ich eben keine Beweise mehr dafür hab. Vor einigen Jahren (2002 oder so) wurde jedenfalls eine Seite rausgenommen, die Infos über das Auswandern aus Deutschland bereitstellte. Das hab ich beobachtet, und auch mit dem Webmaster geschrieben. Nur mal so als Beispiel.

  43. Lenny meint: (14.1.2010 um 10:24) AntwortenReply to this comment

    @42
    Also wenn 20 von 18.800.000 Treffern aus rechtlichen Gründen gesperrt wurden, dann halte ich es für etwas übertrieben von Zensur zu sprechen. Schließlich kann man sich ohne Probleme auch über Google über dieses Portal informieren und mit einem Klick mehr, auch direkt auf diese Seite gelangen.

    *grybel* Oder wo habe ich da den Denkfehler?

  44. @nD meint: (14.1.2010 um 10:35) AntwortenReply to this comment

    Zensur ist Zensur, ein bißchen Zensur gibt es nicht. Es gibt noch mehrere solche "rechtlichen" Filterungen. Was ist eigentlich rechtswidrig wenn ich mit meinen fast 32 Jahren ein paar Erwachsene-Filme gucken möchte? (Abgesehen davon, dass diese Filme bzw. die "fachmännischen" und "fachfraulichen" Kommentare zu den Filmchen der absolute Party-Renner sind…) Angeblich soll wohl der Jugendschutz-Filter nicht ausreichend sein. Einen Internet-Anschluss bekomme ich sowieso erst ab 18 Jahren. Wenn ich einen minderjährigen oder Nicht-Führerscheininhaber fahren lasse bin ich doch auch als Volljähriger haftbar. Nur beim Internet, da gelten andere Regeln, als ob man den Briefträger für den Inhalt der Briefe verantwortlich macht.

  45. Lawlita meint: (14.1.2010 um 10:44) AntwortenReply to this comment

    @Lenny:

    Allein in der Suche nach youporn fehlen also 20 Ergebnisse, darunter das, wonach wohl die meisten suchen wenn sie youporn suchen.

    Niemand weiß, welche Seiten alles auf dem Index stehen, da diese Liste nicht öffentlich ist (im Gegensatz zu der Indexliste der körperlichen Trägermedien wie Buch, CD, DVD…)

  46. Lenny meint: (14.1.2010 um 10:45) AntwortenReply to this comment

    @45

    Ich bin auch ein Gegner von jeglicher Zensur, aber die Frage ist, ob es sich hierbei tatsächlich um Zensur handelt.

    Für mich handelt es sich um Zensur, wenn mir bestimmte Informationen vorenthalten werden. Das ist bei youporn nicht der Fall. Ich kann einzig nicht direkt vonn google aus auf die Seite gelangen, mich jedoch umfassend über diese Seite und deren Inhalt informieren.

    Mhmm…jetzt könnte man das Gegenargument bringen, dass ich jedoch den Wahrheitsgehalt der Informationen nicht kontrollieren könne, da ich ja nicht auf diese Seite komme, wenn google der einzige Zugang darstellen würde.

    Das ist jedoch rein spekulativ, da ein Zugang ohne weiteres möglich ist, halt nur nicht direkt über google.

    Hat mal jemand sich die Mühe gemacht und bei google angefragt, warum genau diese Seiten gefiltert werden?

    @46

    Das ist auch spekulativ. Niemand weiß etwas, aber es wird Zensur unterstellt. Da kann ich auch sagen: Da niemand einen Beweis hat, gibt es keine Zensur (was erstmal auch logischer ist ;-)).

  47. blubb meint: (14.1.2010 um 10:55) AntwortenReply to this comment

    Wie schon weiter oben erwähnt, einfach mal bei http://www.chillingeffects.org/notice.cgi etwas suchen.

    Da gibt es für YouPorn zB http://www.chillingeffects.org/international/notice.cgi?NoticeID=15207.

  48. @47 Lenny meint: (14.1.2010 um 10:55) AntwortenReply to this comment

    nö, aber ich denke google will damit Kosten für evtl auftretente Rechtsstreitigkeiten sparen. Bin mir nicht sicher, aber ich denke da war mal ein Bericht auf heise.

    auch wenn der Zugang noch direkt möglich ist, trotzdem zensiert google das Suchergebnis!

  49. maik meint: (14.1.2010 um 11:04) AntwortenReply to this comment

    @47@Lenny:

    Es wäre also erst Zensur, wenn man sich überhaupt nicht darüber informieren kann? Da passt es gut, dass es für sie keinen Beweis für Zensur gibt, also ist das dann Zensur?

  50. stu meint: (14.1.2010 um 11:17) AntwortenReply to this comment

    "Ein Sprecher poltert, der Staat müsse die "Meinungsbildung im Netz" steuern, um Gefahren für die Gesellschaft abzuwenden." Habe ich gerade auf SpOn gelesen. Mit dieser Begründung würde sicher auch mancher deutsche Politiker "so etwas" wie Zensur rechtfertigen. Während der Zensursula-Debatte sind genug Worthülsen von ähnlichem Kaliber abgefeuert worden. Bin ebenfalls der Meinung, dass man hierzulande mit sich selbst mal in Klausur gehen sollte. Fragt euch auch mal, wer die chinesische Zensurinfrastruktur mit entwirft und entwickelt.

  51. derwisch meint: (14.1.2010 um 11:40) AntwortenReply to this comment

    Auch hier Zensur wegen Bankerkritischem Lied:
    "Wir brauchen keine Millionen und keine Peanuts zum Glück.
    Viel besser wär für unseren Profit ein kleiner – Krieg."
    http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/tz-michael-lerchenberg-keiner-wird-gezwungen-mitzumachen-153758.html

  52. twex meint: (14.1.2010 um 11:43) AntwortenReply to this comment

    Wer noch ein nicht-pornographisches Beispiel wünscht, möge mal auf google.de versuchen herauszufinden, aus welchem literarischen Werk folgender Satz stammt:

    "Die Staaten wurden von einer tödlichen Krankheit ergriffen, von Blutvergiftung."

  53. klugschnacker meint: (14.1.2010 um 13:26) AntwortenReply to this comment

    @twex: Mit Literatur, mein Bester, hat das nun gar nichts zu tun.
    Und ist sehr wohl durch gugel auffindbar. Aber wünsche weiterhin Spaß an den simplen Grundüberzeugungen.

  54. mrprofil meint: (14.1.2010 um 15:13) AntwortenReply to this comment

    Es läuft so oder so auf ein verstärktes Zensieren im Netz hinaus. Ich nutze die Google Ergebnisse eh nur noch über Scroogle, so anyways. Es ist auch in westlichen Ländern längst entscheident, wer was fragt. nur das es eben meist um komerzielle interessen und nicht politik geht.

  55. Trigger meint: (14.1.2010 um 15:19) AntwortenReply to this comment

    Des hätt ich net von denen gedacht!

  56. Olli meint: (14.1.2010 um 17:18) AntwortenReply to this comment

    @Trigger:

    Das sie zensieren oder das sie ihre Eier wiederfinden wenn es Profit bringt?

  57. iradex meint: (14.1.2010 um 18:06) AntwortenReply to this comment

    @36

    Wie bitte? Eine Liste mit Links zu Kinderpornoseiten ist wichtig, damit Transparenz herrscht? Habe ich etwas falsch verstanden oder war das wirklich deine Aussage?

    Bei Leuten wie dir gibt es sowieso nur ein entweder-oder. Dass der Staat uns in zahlreichen Bereichen des Lebens in die absolute Freiheit des Einzelnen eingreift, ist bereits seit vielen Jahren der Fall. Niemanden schert das. Aber da gibt es ja noch diese heilige Bastion Internet, die die Piraten mit allen Mitteln verteidigen müssen. Ich weiß, wer "die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren". Leider ignoriert dieser Spruch die Tatsache, dass auch die Freiheit mit der Sicherheit steht und fällt. Beides ist erreichbar, auch ohne totalen Polizei- oder Überwachungsstaat.

  58. Dr. Fred meint: (15.1.2010 um 07:30) AntwortenReply to this comment

    Nun, google.de zensiert auch einen bekannten Usenet-Anbieter, der bei google.com sofort angzeigt wird.

    Da fällt mir ein Zitat von Quark ein

    Sie blockieren den Zugang zu meinem Geschäftsbereich

    In gewisser Weise blockiert also der dt. Staat, der ja google.de meldet, was gesperrt werden soll, den Geschäftsverkehr von diesem Usenet-Anbieter.

    Eine Argumentation bezüglich "illegaler" Inhalte im Usenet wäre eigentlich hinfällig, da viele andere Usenet-Anbieter, deren Rentation viel höher ist, bei google.de angzeigt werden.

    Als Meldung kommt dort natürlich "German regulatory body reported illegal material".

    Für mich ist das durchaus Wettbewerbsverzerrung, wenn man einige Usenet-Anbieter sperrt und andere nicht, obwohl alle Usenet-Anbieter, mehr oder weniger, die gleichen Dateien anbieten.

  59. Jan meint: (16.1.2010 um 12:57) AntwortenReply to this comment

    Sehe ich das richtig, dass die Suchergebnisse auf google.cn nun wieder Zensiert werden?

  60. eatofid meint: (17.1.2010 um 14:41) AntwortenReply to this comment

    Das die Chinesen da so rumzicken. Nord Korea ist es ja, die so aufmarschieren mim Bund? Komisch die Chinesen find ich.

  61. Ahlah meint: (18.1.2010 um 18:55) AntwortenReply to this comment

    Sehe ich das richtig, dass die Suchergebnisse auf google.cn nun wieder Zensiert werden?

  62. Angela Merkel meint: (18.1.2010 um 18:59) AntwortenReply to this comment

    Ursprünglich kommt Volk aus dem lateinischen und bedeutet unter anderem auch Wollmilchsau. Volk ist vieles. Zum Beispiel sind wir das Volk. Die Einzahl von Volker (siehe MEZ). Nicht zu verwechseln mit Volkstum, denn das bedeutet: So tun als wäre man Volker.
    Hiervon abgeleitet wurde auch der Begriff der Völkerverständigung, das ist, wenn der seltene, aber für den Weltsicherheitsrat bedeutsame Fall eintritt, dass sich zwei Volkers treffen.

    "Ein Volk ist wie ein Hund – es muss gelegentlich spazieren geführt werden." Dafür gibt es z.B. in Hamburg den Volkspark.

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