26.1.2010

Auch in Augsburg gibt’s weiter Döner

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das Augsburger Dönerverbot für unwirksam erklärt, berichtet die Augsburger Allgemeine. Mit einer Sperrzeitverordnung wollte die Stadtverwaltung durchsetzen, dass ab 1 Uhr nachts keine Speisen mehr auf die Hand verkauft werden dürfen. Alkohol darf dagegen bis 5 Uhr morgens ausgeschenkt werden.

Die Verwaltungsrichter halten das Dönerverbot für unverhältnismäßig, um nachts für Ruhe in der Stadt zu sorgen. Sie begründen das eben auch damit, dass Lokale viel länger aufhaben und auch Alkohol ausschenken.

Wie sich Augsburg blamiert (und künftig blamieren könnte), dazu auch der Kommentar in der Augsburger Allgemeinen.

29 Kommentare zu “Auch in Augsburg gibt’s weiter Döner”

  1. IB meint: (26.1.2010 um 23:33) AntwortenReply to this comment

    Oha, vielen Dank für diesen wunderschönen Hinweis. Aber es soll mal niemand denken, dass vor derlei andere "großstädtische" Parteien/Fraktionen/Stadtregierungen gefeit wären. Der Blockwart ist überall und in jeder Partei daheim. In jeder!

  2. allo meint: (26.1.2010 um 23:37) AntwortenReply to this comment

    Alkohol darf bis 5 Uhr Morgens ausgeschenkt werden …
    … und ab wann darf man wieder? ab 6?

  3. IB meint: (26.1.2010 um 23:43) AntwortenReply to this comment

    Eine Anstandsstunde, so kenne ich das auch von gewissen Lokalen, die eben deswegen gern aufgesucht werden – da bekommt man halt immer noch ein Bier.

  4. reko meint: (27.1.2010 um 00:06) AntwortenReply to this comment

    Probleme mit ruhestörern zum anlass für eine verlängerung der sperrstunde zu nehmen, ist natürlich unsinn.Jeder wirt ist für das verhalten seiner gäste verantwortlich,und im wiederholungsfall(in der regel nach fünf anzeigen) wird vom ordnungsamt die konzession entzogen.
    Es ist natürlich einfacher,die ganze innenstadt ab 23.00 zu verdunkeln,als anlieger wäre ich-da auch nicht mehr 30-sehr einverstanden.
    Aber das kann´s nicht sein.Da muss der Bürgermeister seiner exekutive halt in den hintern treten.

  5. Stefan (Link) meint: (27.1.2010 um 00:27) AntwortenReply to this comment

    Döner in der Nacht muss sein, vor allem solang es noch Alkohol gibt. Sonst gibt es mehr Chaos und mehr zu Putzen als die Stadt sich vorstellen kann.

  6. Malte (Link) meint: (27.1.2010 um 00:42) AntwortenReply to this comment

    Augsburg? War das nicht die Stadt, die sich kürzlich erst mit der Sache um die Domain augsburgr.de blamiert hat?

  7. Rabenpriester meint: (27.1.2010 um 01:05) AntwortenReply to this comment

    @6: Aaah, da durchschaut jemand die Sache weitreichender. Guter Kommentar. ;)

  8. Kaleu (Link) meint: (27.1.2010 um 02:52) AntwortenReply to this comment

    Diese absurden Sperrstunden für Alkohol haben in England zum binch drinking geführt und hier werden sie immer noch als Allheilmittel gegen Jugendsuff gepriesen. Pure Demagogie.

    Und Dönerverbot? Klar! Alles potentielle Terroristen diese Döner. Die haben ja noch nicht mal den ePA ePA ähm nPA nPA.

  9. Kalau meint: (27.1.2010 um 04:38) AntwortenReply to this comment

    bench drinking?

  10. Kalou meint: (27.1.2010 um 05:50) AntwortenReply to this comment

    @8 & 9
    Bitches binging on benches. :)

  11. Christian meint: (27.1.2010 um 07:49) AntwortenReply to this comment

    @Kaleu: Es geht um ein Verbot vom Strassenverkauf von Speisen zu nächtlicher Zeit, genannt "Dönerverbot". Man könnte es genauso "Hamburgerverbot" nennen, das wäre genauso korrekt bzw schlagzeilengerecht vereinfacht. Es hat nichts mit der Speise an sich zu tun. Dem Reflex sich erstmal zu empören bevor man richtig gelesen hat worum es geht sollte man tunlichst unterdrücken :)

  12. Ronny meint: (27.1.2010 um 08:13) AntwortenReply to this comment

    Ne tut mir leid, aber da hörts auf! Wo ist das Problem wenn ich mir nachts nen Döner/Hamburger/etc pp kaufen kann?

    Einfach absurd….

  13. LeSmou meint: (27.1.2010 um 08:46) AntwortenReply to this comment

    der dönerbudenbesitzer hat nun angekündigt von der stadt schadensersatz zu fordern da sein umsatz im letzten jahr um 25% eingebrochen sind. wünsche ihm dabei viel erfolg! immerhin der beste, beliebteste und bekannteste döner der stadt.
    ein anwohner der maxstraße (um die es dabei prinzipiell geht) hat zudem ein gutachten erstellen lassen, in dem nachgewiesen wird, dass die lärm-grenzwerte nachts nicht eingehalten werden. ich freu mich schon wahnsinnig…
    das sind die gleichen augsburger nörgler die schon erfolgreich das public-viewing bei der WM 06 verhindert haben.

    das ganze mit dem "dönerverbot" ging übrigens so weit dass ein sicherheitsdienst beim burger king kontrolliert hat ob speisen mit nach draussen genommen werden.
    manchmal schämt man sich schon dass man (wahl)augsburger ist.

  14. Jenner meint: (27.1.2010 um 09:54) AntwortenReply to this comment

    Auf Döner verzichte ich auch freiwillig:

    focus.de/finanzen/news/ga...elfleisch_aid_131178.html

    Ekel-Döner weit verbreitet

    Das minderwertige Fleisch aus einem bayerischen Skandal-Betrieb ist nach seiner Verarbeitung bei einem Berliner Döner-Produzenten in mindestens acht weitere Bundesländer geliefert worden.

  15. Christian meint: (27.1.2010 um 09:56) AntwortenReply to this comment

    @LeSmou: Ich denke man sollte Anwohnern schon zugestehen, dass wenn das nächtliche Partyleben in der Umgebung stattfindet damit durchaus eine beträchtliche Störung einhergeht. Sei es der Müll am nächsten Morgen oder das Geschrei um 4 Uhr Nachts im Sommer wo man gerne mal bei offenem Fenster schlafen würde um nicht den Hitzetot zu sterben. Das sollte man nicht einfach als Quatsch und Spiessbürgertum abtun.
    Ich persönlich sehe hier die Ordnungsämter und Polizei in der Pflicht und halte nichts von Sperrstunden und ähnlichen Regelungen. Wenn ich tagsüber den Gehsteig mit Essen zumülle, irgendwen auf sein Auto pinkle oder in einen Häusereingang kotze bleibt dass auch nicht folgenlos. Die Städte haben genug erzieherische Möglichkeiten in der Hand um hier einzuschreiten. Sie sind nur zu geizig um Nachts die gleiche "manpower" an den Start zu bringen wie tagsüber.

  16. whocares meint: (27.1.2010 um 10:31) AntwortenReply to this comment

    Ich bin ja nur einfacher Rheinländer, vielleicht verstehe ich das daher nicht so recht, wie das in Augsburg bzw. in Bayern funktioniert. Das dort Bier als Grundnahrungsmittel gilt, habe ich soweit schon mitbekommen. Offenbar ist aber an mir die Feststellung vorbeigegangen, daß dort aber der Genuß von Döner (oder anderen "auf-die-Hand"-Speisen) derart enthemmt, daß dafür eine Sperrstunde eingeführt werden muß, während Alk weiterhin frei zugänglich bleibt.

    Wenn man das mal konsqeunt weiterdenkt: Ist es dann ordnungsrechtlich bedenklich, wenn jemand, sagen wir mal ein Snickers, dort zu vorgerückter Stunde verzehrt?

  17. Frank K. meint: (27.1.2010 um 10:32) AntwortenReply to this comment

    Und ich sage ja immer: In Kölle weed keiner schöner ohne Döner!

  18. Luke meint: (27.1.2010 um 10:45) AntwortenReply to this comment

    @15 Christian:
    Man könnte aber auch argumentieren das der Lärm am Wochenende in einer bestimmten Straße einfach dazu gehört. Wenn man neben einer Autobahn oder Flughafen wohnt hat man dieselben Probleme.
    Das ist meiner Meinung nach alles eine Frage wie lange die bereffenden Straßen schon das Nachtleben bestimmen. Und zumindest Leute die wärend der Zeit dorthin gezogen sind geniessen keinen Schutz vor Lärm am WE, da Ihnen das durchaus bewusst gewesen sein dürfte und auch Anwohner die seit Jahrzehnten dort wohnen müssen sich die Frage gefallen lassen, warum es Jahre geduldet wurde.
    Das alles in der Annahme das die betreffenden Straßen schon lange das Nachtviertel Augsburgs sind. Wissen tue ich das nicht.

  19. Allgaeuer meint: (27.1.2010 um 10:52) AntwortenReply to this comment

    Nur um das klar zustellen: Das Verbot war ein generelles Außenverkaufsverbot, hier ging es weder nur um Döner noch nur um Speisen, sondern um jede Art des Straßenverkaufs nach 1h.
    Zur restlichen Diskussion äußere ich mich nicht. Wir diskutieren hier schon genug mit den 100 Hanseln die in der Straße wohnen und mit der Augsburger Stadtverwaltung.

  20. Christian meint: (27.1.2010 um 11:06) AntwortenReply to this comment

    @Luke: Ich wohne selber im Randgebiet einer auch Nachts belebten deutschen Innenstadt. Ich wusste um die Nachteile seitens Lärmbelästigung vorher und beschwere mich persönlich über den Lärm auch nicht, ich geh auch mal feiern. Ich bin auch nicht direkt von Kneipen oder Imbissen betroffen, ich wohne mehr in der "Einflugschneise" der Partymeile als direkt drin. Wegdiskutieren lässt sich der Dreck und Lärm trotzdem nicht. Vor allem der Dreck stört mich auch persönlich. Bei uns im Haus wird alle paar Wochen in den Hauseingang gekotzt oder gepinkelt, Wenn der Zeitungsbote Samstags um 5 Uhr die Zeitung in den Briefkasten steckt und nicht ganz reinschiebt, liegt um 6 meistens schon die Zeitung zerissen über die ganze Strasse verteilt. Mir sind von Freitag auf Samstag auch schon zweimal Aussenspiegel am meinem Auto abgetreten worden (auf der Gehwegseite – es müssen Fussgänger oder Radfahrer gewesen sein) und die Liste ist beliebig ergänzbar und das in nur 3 jahren die ich hier wohne – auch ohne davon zu reden was dort passiert wo wirklich gefeiert wird, 2 km weiter in die Innenstadt.
    Wie gesagt, ich bin nicht für Sperrstunden und Verbote. Aber dass es nachts durch alkoholisierte Partygänger zu einer nicht zu unterschätzenden Verdreckung und zu vielen (kleinen) Sachbeschädigungen kommt (auf den entstanden Schäden wird in der Regel der Eigentümer sitzen bleiben weil Verursacher nicht zu ermitteln ist während die Kneipenwirte und Discobetreiber sich an dem ganzen eine goldene Nase verdienen), sollte man auch nicht ausser Acht lassen und vieleicht mal selber Gedanken entwickeln wie man dort eine verbesserung der Lage erreichen kann. Die Gesetze gelten auch für Leute die am Wochenende rausgehen um Spass zu haben und ich denke ich (und jeder andere) kann von seiner Stadt und der Polizei erwarten dass sie auch Nachts dafür sorgt dass jene umgesetzt werden.

  21. Pete meint: (27.1.2010 um 11:32) AntwortenReply to this comment

    Zum Thema Dönerverbot vs. Allgemeines Verkaufsverbot:

    Natürlich war nicht nur der Verkauf von Dönern verboten. Wer die Situation in der Augsburger Innenstadt kennt, weiß aber,dass um diese Zeit außer Dönerläden keine sowieso keine Imbissbude mehr offen hatte – damit betraf dieses Verbot faktisch nur Döner.

  22. aussenminister_fischer meint: (27.1.2010 um 11:59) AntwortenReply to this comment

    Da gibts nur eins: Nachtwächter wieder in Lohn und Brot nehmen und alle, die nach sechs noch auf der Straße sind, in den Schuldturm sperren.

  23. Werner Wernersen (Link) meint: (27.1.2010 um 11:59) AntwortenReply to this comment

    "Alkohol darf dagegen bis 5 Uhr morgens ausgeschenkt werden."

    Muss ich das jetzt so verstehen, dass es in Augschburch keine 24/7/365-Abschädelkaschemmen gibt ?

    Und dass man in Augschburch NICHT zufällig erst um 08:30 vor die Kneipe tritt ??

    Das ist ja grausig .

  24. Olaf Tietze (Link) meint: (27.1.2010 um 12:30) AntwortenReply to this comment

    So ein Unsinn. Es ist längst unerträglich geworden, wie manche Menschen ihre Macht missbrauchen, um ihre persönlichen Ansichten in Gesetze und Verordnungen zu pressen.

    Ich habe eine Meinung zu so ziemlich allem, aber ich bitte nicht darum, dass alle ihr Leben daran ausrichten.

  25. stephan meint: (27.1.2010 um 12:30) AntwortenReply to this comment

    nun, als augsburgr, zu den zeiten, als es noch ein polizeirevier in der innenstadt gab, gab es noch weniger stress in selbiger. unser ordnungsreferent hat sich aber schon immer ruhmreich für die stadt engagiert. z.b. bei spontanparties am herkulesbrunnen, die von der polizei mit einseitiger strassensperrung und verkehrsregelung, damit den feiernden nichts passiert, beantwortet wurde. das ging lange zeit gut, bis die damalige stadtregierung das drama um die max-strasse in zig akten begonnen hat (wozu braucht augsburg eigentlich ein stadttheater – die stadt ist das theater)…mehr präsenz von fussstreifen auf der strasse, auch bei dunkelheit und das drama wäre lange nicht so weit gekommen. aber man muss ja geld sparen und polizeireviere zentralisieren.

  26. isidor meint: (28.1.2010 um 15:58) AntwortenReply to this comment

    Als ein Anwohner einer Innenstadt mit Kneipen und Döner-, Bratwurst und Hamburgerbuden kann ich die Entscheidung des Gerichts nicht nachvollziehen. Es gibt eine plausible Begrüdung, warum der Straßenverkauf von Speisen ab einer bestimmten Uhrzeit verboten werden sollte. Wer bis 5 Uhr in einer Kneipe sitzt und säuft, lärmt im Regelfall IN dieser Kneipe. Wer etwas zu essen im Straßenverkauf erwirbt, will dieses AUF der Straße, d.h. unter meinem Schlafzimmerfenster verzehren. Gäste die das Bedürfnis haben, nach 23:00 Uhr etwas im Straßenverkauf zu verzehren sind im Regelfall alkoholisiert und auch meistens laut. Da sie essen bleiben sie meist auch länger auf einer Stelle – nämlich vor der Pommesbude oder dem Dönerladen stehen. Das heißt, die Belästigung der Anwohner ist um ein vielfaches höher, als vor einer Kneipe.

    P.S. Ja ich wusste auch, wo ich hinziehe. Phänomenen, wie 24h Dönerbuden oder Jungesellenabschiede gibt es aber erst seit ein paar Jahren.

  27. Christian meint: (28.1.2010 um 18:18) AntwortenReply to this comment

    @isidor:

    Phänomenen, wie 24h Dönerbuden oder Jungesellenabschiede gibt es aber erst seit ein paar Jahren.

    o.O
    Also mit Mitte 30 habe ich Junggesellenabschiede und Imbiss-lokalitäten die an den Wochenendnächten durchgehend geöffnet haben schon immer erlebt und eigentlich auch in jeder Stadt in der ich "feiern" gewesen wäre. Ich weiss nicht welchen Zeitraum bei ihnen "ein paar Jahre" sind, aber ich kann persönlich schon für fast 20 Jahre für diese "Phänomene" bürgen. Für mich sind das keine "paar Jahre" :)

  28. lindi meint: (29.1.2010 um 00:07) AntwortenReply to this comment

    Ich als Augsburger im besten Alter freue mich heute schon sehr auf viel Alkohol und meinem Döner zum mitnehmen.. Den Döner hole ich natürlich so um 4Uhr..
    Aber unsere Stadtväter werden es mit Sicherheit wieder schaffen eine neue Sau durch die Maxstrasse zu jagen..

    Wir hatten ja schon ein Pollerproblem, Stress mit Kübelsaufen, Wildurinieren, Brunnenfeste, Müllprobleme, Autocorsos

    Ich hoffe das wars erstmal..

  29. Zellenradschleuse (Link) meint: (11.2.2010 um 14:26) AntwortenReply to this comment

    Also ich finde den Versuch alleine Schwachsinn! Wenn ich Feiern bin oder war musste bisher auch immer so zwischen 3-6 ein Döner herhalten. Das ist ja schon fast ein Nahrungsverbot für mich. Wären die damit durch gekommen kann ich nur sagen ohne Döner ohne mich!

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