4.2.2010

Von Razzien und Osterhasen

Bei einer groß angelegten bundesweiten Aktion haben das Bundeskriminalamt und örtliche Polizeibehörden auch in 12 nordrhein-westfälischen Städten Bordelle und ähnliche Betriebe durchsucht. Ziel des BKA war es, Opfer von Menschenhandel aus Westafrika zu identifizieren und Hinweise auf Menschenhändler zu bekommen.

In Essen wurden unter 100 Frauen eine Nigerianerin des illegalen Aufenthalts verdächtigt, ihre Papiere waren aber in Ordnung. In Aachen wurden 9 Frauen aus Westafrika festgenommen, in Dortmund 5, im Krefelder Eros-Center 3. Nach der Anwerbung im Heimatland, so erklärte BKA-Präsident Jörg Ziercke, werden die Opfer in die Bundesrepublik eingeschleust, mit geeigneten Personaldokumenten versorgt und an Prostitutionsbetriebe vermittelt.

Die bisherigen Ermittlungen, so heißt es, lassen ein bundesweites Netz von westafrikanischen Zuhältern, eingeschleusten Prostituierten, Geldwäschern, Passverleihern, Dokumentenfälschern und Schleusern vermuten, das sich bis in das europäische Ausland erstreckt.

“Menschenhandel ist ein Kriminalitätsphänomen“, erläuterte Ziercke, „bei dem die Täter ein Abhängigkeitsverhältnis ausnutzen und ihre Opfer durch physische und psychische Gewalt gefügig machen. Viele der Opfer scheuen den Kontakt zu den Strafverfolgungsbehörden, so dass zahlreiche Straftaten im Verborgenen bleiben.” Eine professionelle Opferbetreuung und die enge Zusammenarbeit mit Fachberatungsstellen seien von zentraler Bedeutung. (pbd)

Kommentar

Hurra, wir haben einige schwarze Frauen verhaftet!

Solche Erfolgsmeldungen lassen mich erschaudern.

Sicher, das Problem des Menschenhandels existiert. Es kann keinen Zweifel geben, dass ein guter Teil der bei uns tätigen Prostituierten afrikanischer Herkunft Reise- und Schlepperkosten abzahlen muss. Einher geht meist ein zumindest fragwürdiger ausländerrechtlicher Status.

Aber glaubt das Bundeskriminalamt ernsthaft, dass es mit Riesen-Razzien gegenüber den schwächsten Gliedern in der Kette das Problem auch nur ansatzweise löst? Die verhafteten Frauen wissen nichts Verwertbares über die Hintermänner und, das ist gerade bei afrikanischen Schleuserringen unübersehbar, die mächtigen Hinterfrauen.

Die Prostituierten haben ein, zwei Handynummern. Eine vom Anwalt, der ihnen gegenüber dem Ausländeramt hilft. Aber im übrigen auch nichts weiß. Unter der anderen Telefonnummer melden sich kleine Lichter wie die Frauen selbst, oft Sozialhilfeempfänger, Arbeiter mit Familie, die sich pro Monat 100 Euro dazu verdienen, indem sie sporadisch Nachrichten weitergeben. Oder auch mal Geld mit Western Union nach Afrika senden. Drahtzieher und Absahner, in Mafiakreisen wären das die Capos und Captains, sind noch durch mindestens ein, zwei weitere “Firewalls” vom eigentlichen Geschehen abgeschottet. Von den großen Bossen wollen wir mal gar nicht reden. Obwohl man vielleicht öfter mit ihnen redet oder sie im Fernsehen sieht, als man sich das vorstellen kann.

Mit der neuen Razzia wird dasselbe Trauerspiel aufgeführt wie bei der Drogenkriminalität. Der kleine Junkie und Gelegenheitsdealer wird von der massierten Ordnungsmacht am Hauptbahnhof drei-, vier Mal im Monat festgenommen, es wird eine Akte angelegt und Manpower ohne Ende investiert – für bequeme Schreibtischarbeit. Am Ende stehen Einstellung, Bewährungsstrafe, die Therapie. Selbst die gelegentlich hochgejubelten großen Drogenfunde beruhen nur auf zufälligen Tipps, weniger auf systematischer Fahndungsarbeit. Aber auch die Kuriere halten nur den Kopf für die da oben hin.

Kann sich jemand an eine Erfolgsmeldung erinnern, dass das BKA oder eine sonstige Polizeibehörde Personen festgenommen hat, die solche kriminellen Strukturen beherrschen und sich die Taschen mit den Profiten vollstopfen? Gibt es nachvollziehbare Hinweise darauf, dass durch echte kriminalistische Arbeit tiefer gegraben wird als bis zur ersten Humusschicht?

Nein, denn richtige Polizeiarbeit ist aufwendig, teuer und sie erfordert einen Einsatz, der über das einmalige um Fünf-Uhr-Aufstehen für Haus- und Wohnungsdurchsuchungen bei den niederen Chargen hinausgeht. Richtige Polizeiarbeit würde insbesondere verdeckte Operationen im großen Stil bedeuten. Leider etwas, worüber sich nicht binnen 24 Stunden in Pressemeldungen strunzen lässt.

Wer dem BKA-Präsidenten glaubt, dass die Festnahme afrikanischer Prostituierter ein nennenswerter Schlag gegen den Menschenhandel ist, freut sich auch auf den Osterhasen.

U.V.

76 Kommentare zu “Von Razzien und Osterhasen”

  1. Kizushi meint: (4.2.2010 um 11:25) AntwortenReply to this comment

    Und gegen wie viele der "festgenommenen" wird dann tatsächlich ein Verfahren eröffnet? Wie viele wurden festgenommen um die Identität festzustellen?

    Mit solchen Maßnahmen erhöht man ganz bestimmt nicht die Bereitschaft der Frauen mit den Behörden zusammen zu arbeiten…

  2. Christian meint: (4.2.2010 um 11:38) AntwortenReply to this comment

    @Kizushi: Von was für einem "Verfahren" reden wir hier? Bei Zwangsprostitution und Menschenhandel geht man üblicherweise nicht gegen die Opfer vor.

  3. Kizushi meint: (4.2.2010 um 11:41) AntwortenReply to this comment

    Die Zwangsprostituierten und deren Hintermänner trifft man mit der Razzia wohl am wenigsten… bleibt's also bei einer weiteren Repressalie gegen die völlig legal dort arbeitenden Frauen

  4. Christian meint: (4.2.2010 um 11:55) AntwortenReply to this comment

    @Kizushi: Die Zwangsprostituierten will man auch nicht treffen.

  5. Kizushi meint: (4.2.2010 um 11:58) AntwortenReply to this comment

    stimmt, die sollen nebulös bleiben… genauso wie die millionen von Mitgliedern der KiPo-Ringe :-)

    Ein Eros-Center-Betreiber wäre ziemlich deppert einer Zwangsprostituierten ein Zimmer zu vermieten. Aber die Eros-Center machen sich gut in der Presse… von wegen 100 Frauen kontrolliert..

  6. Christian meint: (4.2.2010 um 12:07) AntwortenReply to this comment

    @Kizushi: Die Rollenverteilung von Opfer und Täter im Bereich der Zwangsprostitution ist ihnen schon klar, oder nicht? Kleiner Tipp: die Zwangsprostituierte wäre in ihrem Gleichniss nicht Mitglied in einem KiPo-Ring sondern ein mißbrauchtes Kind.

    Ein Eros-Center-Betreiber wäre ziemlich deppert einer Zwangsprostituierten ein Zimmer zu vermieten.

    Sicherlich wäre das ziemlich "deppert". Wer bei einem großem Schild mit rotem Rand auf dem 50 steht, 80 fährt wäre auch ziemlich deppert – da verliert er ja den Führerschein bei. Es passiert trotzdem. Was sagt uns das? Gesetze werden überall gebrochen – egal ob das "schlau" ist oder nicht.

  7. der echte n.n. meint: (4.2.2010 um 12:40) AntwortenReply to this comment

    ist halt sehr bequem eine solche razzia zu machen: wenn man glück hat, dann gelingt es einem, eine der frauen derartig unter druck zu setzen, dass sie ihren bordellchef irgendwelcher sexual- oder menschenhandelsdelikte belasten – völlig gleich, ob zu recht oder zu unrecht. und wenn man dieses glück nicht hat, kann man immer noch ein paar arme frauen wegen "schwarz"arbeit und verstoß gegen aufenthg drankriegen.
    einen erfolg hat man aber immer!

  8. earendil meint: (4.2.2010 um 12:53) AntwortenReply to this comment

    @Christian: Doch, man geht ganz gezielt gegen die Opfer vor, man will (auch) die Zwangsprostituierten selber treffen. Die Polizei will den Opfern genauso wenig helfen wie die Menschenhändler. Oder hat man schon mal davon gehört, dass missbrauchte Kinder festgenommen werden? Und anschließend auf ihre Abschiebung warten? Der Vergleich mit der Verfolgung Drogenabhängiger ist da schon treffend.

    Und dann noch öffentlich darüber rumwundern, dass "viele der Opfer den Kontakt zu den Strafverfolgungsbehörden scheuen". Das ist ja wohl die Höhe!

  9. marcus05 meint: (4.2.2010 um 12:57) AntwortenReply to this comment

    Was mich wundert ist wie selten in diesem Zusammenhang von Sklaverei gesprochen wird. Gibt es da einen Unterschied der mir nicht auffällt?

    Durch die Razzien ändert sich für die Opfer jedenfalls nichts. Vorher Sklaven für die Bosse, nachher für die Polenten.

  10. keiner meint: (4.2.2010 um 12:59) AntwortenReply to this comment

    Egal ob Schleuser oder Steuerhinterzieher, der Staat kennt nur noch eine Masche:

    Die Szene verunsichern. Mittel egal, zweckgeheiligt.

  11. PA meint: (4.2.2010 um 13:00) AntwortenReply to this comment

    Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich – sprich, eine Zwangsprostituierte mit einem Drogenkonsumenten/Kleindealer vergleichen zu wollen, ist hanebüchen. Schließlich nimmt der Drogenkonsument/Kleindealer die Drogen ja freiwillig und dealt freiwillig damit, um sich seinen Konsum zu finanzieren. Er ist somit selbst schuld, wenn er von der Ordnungsmacht "drangsaliert" wird. Die Freiwilligkeit würde ich bei Zwangsprostituierten nicht unterstellen wollen.

    Was ist denn die Alternative, Herr Vetter? Man unternimmt nichts gegen den Menschenhandel, weil man an die Hintermänner sowieso nicht ran kommt? Mit der Argumentation kann man die Verbrechensbekämpfung gleich ganz einstellen…

  12. Tagedieb meint: (4.2.2010 um 13:01) AntwortenReply to this comment

    Wer arbeitet denn schon gerne? Wer ist denn überhaupt an einer langwierigen Beschäftigung mit einem Thema interessiert? Das kostet doch nur Geld!

  13. Klabund meint: (4.2.2010 um 13:03) AntwortenReply to this comment

    @ U. V.
    Danke für den guten Kommentar. Deswegen schätze ich diesen Blog so sehr. Wenn das Thema in den Nachrichten angesprochen wird interessiert es mich nicht wirklich – aber durch solche realistischen Einschätzungen gewinne ich an Interesse, und bekomme neue Ansichten.

  14. Udo Vetter meint: (4.2.2010 um 13:09) AntwortenReply to this comment

    Ich habe nicht gesagt, man kommt nicht an die Hintermänner ran. Vielmehr ist es möglich, aber nicht auf diese Weise, sondern nur durch ganz andere Polizeiarbeit.

  15. Humungus meint: (4.2.2010 um 13:10) AntwortenReply to this comment

    Ich fordere Straffreiheit für sämtliche Vergehen und Verbrechen, solange auch nur ein einziger schwereres Verbrechen noch nicht aufgeklärt ist.

    Kann ja wohl nicht sein, daß man kleine Diebstähle verfolgt, so lange man Räubern nicht habhaft werden kann.

  16. JJ Preston meint: (4.2.2010 um 13:14) AntwortenReply to this comment

    @PA:
    Die Alternative? Wäre zum Beispiel genau die Art und Weise, wie der italienische Journalist Fabrizio Gatti für sein Buch "Bilal. Als Illegaler auf dem Weg nach Europa" recherchiert hat. Da würden die deutschen Behörden in der Tat Erkenntnisse sammeln, mit denen sie etwas anfangen könnten. Zu gefährlich kann das nicht sein, schließlich schickt man auch deutsche Polizisten nach Afghanistan.
    Was würden Sie denn bei wochenlangen, täglich wiederkehrenden Kopfschmerzen tun? Nähmen Sie jeden Tag Aspirin und Paracetamol in der Hoffnung, dass es irgendwann besser wird? Gegen einen Hirntumor sind beide Mittel sinnlos, aber sie lindern ja die Symptome…

  17. Bill meint: (4.2.2010 um 13:21) AntwortenReply to this comment

    Hm,

    wieso muss ich da nur gerade an "The Wire" denken.

  18. JDS meint: (4.2.2010 um 13:39) AntwortenReply to this comment

    @PA: Was ist denn Ihre Alternative, Herr PA?
    Weil man an die Hintermänner nicht herankommt, verhaftet man halt irgendwen?

  19. Axel John meint: (4.2.2010 um 13:48) AntwortenReply to this comment

    @Udo Vetter:
    Alles richtig, nur:
    Wie soll solch eine Polizeiarbeit aussehen, wenn sie auch nur eine theoretische Chance auf Erfolg haben will? Etwa die Regierung von Nigeria um Amtshilfe bitten?
    Mit Methoden, die dem deutschen Rechtsstaatsverständnis Rechnung tragen, wird man da nichts ausrichten. Und bei der Anwendung "zielführender Methoden" wären die Strafverteidiger die ersten, die die darauf basierenden Anklagen in der Luft zerreißen.

  20. Udo Vetter meint: (4.2.2010 um 13:54) AntwortenReply to this comment

    Die Polizeigesetze und die Strafprozessordnung geben schon einiges her, was man machen könnte. Natürlich wäre das alles nicht einfach, ebenso natürlich würde die juristische Gegenwehr erheblich sein. Aber vielleicht wäre der Versuch immer noch besser als Beschäftigungstherapie in Form der Razzia von vorgestern.

  21. Hyperboreas meint: (4.2.2010 um 13:57) AntwortenReply to this comment

    @PA:
    "Schließlich nimmt der Drogenkonsument/Kleindealer die Drogen ja freiwillig und dealt freiwillig damit, um sich seinen Konsum zu finanzieren. Er ist somit selbst schuld, wenn er von der Ordnungsmacht "drangsaliert" wird. Die Freiwilligkeit würde ich bei Zwangsprostituierten nicht unterstellen wollen."

    Der Drogenkonsument nimmt freiwillig Drogen? Ich weiß nicht, an welche Drogen Sie denken, aber die meisten haben es so an sich, daß man recht bald den Konsum eben nicht mehr freiwillig steuern kann. Der Drogenkonsument (der nicht zu Unrecht auch "Süchtiger" heißt) begibt sich freiwillig in eine Lage, in der er seinen freien Willen aufgeben muß. Was anderes tun die Zwangsprostituierten, die sich in die Hände von Menschenhändlern begeben und dann in einem System stecken, aus dem sie nicht mehr rauskommen?

  22. SwENSkE meint: (4.2.2010 um 14:11) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter,

    das war wohl einer der besten Blog-Einträge, die ich je von Ihnen gelesen habe.
    Sie haben den Nagel sowas von auf den Kopf getroffen – leider interessiert sich in unserer Gesellschaft so gut wie niemand für den Unfug, der da im Namen des Rechtsstaates getrieben wird (außer vielleicht daß die Feministinnen das Thema Menschenhandel einseitig benutzen um ihre Agenda voranzutreiben – erinnert sich noch jemand an die Horrorzahlen, mit denen wir anlässlich der Fußball WM 2006 brglückt wurden). Eine wirkliche Lobby haben aber weder Prostituierte noch Drogenabhängige – und so wird das schmutzige Spiel auf dem Rücken der Schwachen munter weitergehen.

  23. Selle meint: (4.2.2010 um 14:18) AntwortenReply to this comment

    > Die Prostituierten haben ein, zwei Handynummern. Eine vom Anwalt, der ihnen gegenüber dem Ausländeramt hilft.

    Womit der Anwalt natürlich nur allzu gerne sein Schärflein beiträgt, damit dem Menschenhandel so schnell nicht die Geschäftsgrundlage entzogen wird. Natürlich ist der Anwalt nur dann zur Ort, wenn es mit den Interessen des Zuhältern konform ist (Aufenthaltsverlängerung) und nicht etwa dann, wenn es gegen den Zuhälter gehen sollte. Würde ja nur kompliziert werden und das nächste Mal hätten die eine andere Handynummer…

  24. Olli meint: (4.2.2010 um 14:24) AntwortenReply to this comment

    @earendil:

    Die können halt nicht verstehen das die Polizei ihnen doch nur gutes will. Und sie oft sogar abschieben lassen bevor sie überhaupt ausgesagt haben selbst wenn sie sich freiwillig gestellt haben.

  25. Axel John meint: (4.2.2010 um 14:38) AntwortenReply to this comment

    @Udo Vetter:
    Ich stimme ja zu, dass solche Razzien nur sinnloser Aktionismus für die Pressegalerie sind.
    Wie Sie ja andeuten, sitzen die Drahtzieher in Afrika und selbst wenn sie ermittelt werden, dürfte eine Auslieferung illusorisch sein.
    Kein afrikanischer Regierungvertreter wird ein Huhn zum Schlachter schicken, das ihm goldene Eier legt.
    Die in Deutschland sitzenden Handlanger sind sicher schneller ersetzt, als der Haftprüfungsantrag gestellt.
    Ergo: Noch mehr Aufwand für Null Nutzen.

  26. Klaus meint: (4.2.2010 um 14:59) AntwortenReply to this comment

    Tja, es scheint sich niemand zu fragen, warum diese Frauen sich erst befreien lassen müssen und nicht einfach zur Polizei rennen.
    Es mag ja daran liegen, dass ihnen dann "geholfen" wird, indem sie in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden, wo bittere Armut und ein eher kurzes Leben bei ständigem Hunger auf sie wartet.
    Letztlich geht es doch darum, dass die nicht vor unserer Haustüre, sondern gefälligst in Afrika und sonstwo krepieren sollen. Das größte Unglück einer Zwangsprostituierten ist die Polizei, welche sie in das Elend zurückschicken, aus dem sie gekommen sind.

    Dann zu den Hintermänner: Die will tatsächlich auch niemand suchen. Das sind reiche und mächtige Menschen, mit denen sich niemand anlegen möchte. Jeder Staatsanwalt und jeder Polizist, der da seine Nase hineinsteckt wird sich bald in der Zwangspensionierung, an einem abgelegenen Schreibtisch oder bei Verkehrskontrollen wiederfinden. Um ein paar Beispiele zu nennen:

    - Klaus Förster deckt die Flick-Affäre in den 80'ern auf. Danach wird er strafversetzt und quotiert seinen Dienst.
    - Margrit Lichtinghagen ermittelt als Staatsanwältin im Fall Zumwinkel. Die hat noch Glück gehabt, denn sie ist nun Richterin in Essen. Vielleicht hat sich ja jemand gnädig gezeigt, nachdem ein Ermittlungsrichter eine Ausfertigung von Beschlüssen 12h zu spät ausfertigte und ein Teil der Hinterziehung daher verjährte. Ansonsten hätte Zumwinkel ins Gefängnis gemusst, da dann die hinterzogene Summe eine Mio. überstiegen hätte.
    - Aktuell ist der Fall der drei Steuerfahndern in Frankfurt. Diese haben sich wohl zu beharrlich hinter große Fälle gehängt. Daher bescheinigte ein Gutachten ihnen dass sie krankhafte Querulanten sein und wurden Zwangspensionierung. Das wurde nun von einem Gericht aufgehoben und das Gutachten als Gefälligkeitsgutachten verworfen. Ich glaube aber pers., dass die drei Beamten nie wieder an großen Fällen arbeiten dürfen.

    Da kann man sicherlich noch mehr Beispiele zusammentragen. Letztlich kann man annehmen, dass Fahnder bei solchen Beispielen wohl kaum in die dunkeln Ecken der Republik schauen werden. Das wird auch nicht daran liegen, dass dies zu mühselig ist. Es ist einfach so, dass die schon ziemlich verrückt sein müssten, um dies zu tun. Wer es trotzdem wagt, bei dem wird die Karriere schneller vorbei sein, als ihm lieb ist.

  27. durchsuchungsbeamter meint: (4.2.2010 um 15:18) AntwortenReply to this comment

    selten so schräge stimmungsmache gegen die polizeiarbeit in einem blog gelesen, die nunmehr auch auf dem rücken von menschen ausgetragen wird, die in deutschland unterdrückt,misshandelt und ausgebeutet werden. ihr solltet euch allesamt schämen. an erster stelle auch sie, herr vetter.

  28. aber meint: (4.2.2010 um 15:35) AntwortenReply to this comment

    @durchsuchungsbeamter:

    die meisten prostituierten sind froh diese arbeit machen zu "dürfen".

    _natürlich_ würden sie lieber ein anderes leben haben, aber so haben sie immerhin ein einkommen (@klaus).

    ich habe schon so einige prostituierte (privat u geschäftlich) kennengelernt, und auch wenn die anteiligen gewinne für die frauen unfair sind, besser als kein einkommen/wieder zu hause.

    die form der zwangsprostitution bei der menschen gezwungen werden _ist_ selten. warum? weil es einfach genug freiwillige gibt.
    auch die drogenabhängigen arbeiten meist ohne zuhälter und geben ihr geld ihren "freunden". da ist eher verblendete liebe und eigene hoffnungslosigkeit der motivator als tatsächlicher zwang/gewaltsames abhängigmachen.

    kaum zu glauben, aber es gibt eher zu viele prostituierte als zu wenige für den markt..

    sicher, kontroverse thesen, aber tatsächlich arbeiten viele frauen lieber "ganztags" als prostituierte und weniger gern als aushilfs/putzkraft in 3 mini-jobs…

  29. durchsuchungsbeamter meint: (4.2.2010 um 15:51) AntwortenReply to this comment

    @ 28

    Ziel dieser Maßnahme war es doch gar nicht, gegen die Prostitution vorzugehen. Ihre gesamte Antwort verfehlt das Thema. Dabei können Sie doch lesen.. oder?!

  30. der echte n.n. meint: (4.2.2010 um 15:56) AntwortenReply to this comment

    @durchsuchungsbeamter:
    schämen? nö.

  31. der echte n.n. meint: (4.2.2010 um 16:00) AntwortenReply to this comment

    @Hyperboreas:
    andersherum wird ein schuh draus.
    der drogenABHÄNGIGE nimmt seine drogen eben gerade nicht freiwillig, sondern aufgrund seiner abhängigkeit.
    bei prostituierten gehe ich dagegen erst einmal von einer freien entscheidung der frau aus, ihr geld auf diese art zu verdienen. genau wie ich beim müllman auch davon ausgehe, dass er nicht der sklave der stadtwerke ist. es ist ein drecksjob, aber wir leben ja alle gern im kapitalismus, wo es nach angebot und nachfrage geht.

  32. der echte n.n. meint: (4.2.2010 um 16:01) AntwortenReply to this comment

    korrektur:
    es sollte
    @ PA
    heissen.

  33. Tante Jay meint: (4.2.2010 um 16:54) AntwortenReply to this comment

    @11, PA: Wie man den Sumpf austrocknet?

    Indem man endlich die Ermittlungsbehörden mit der notwendigen Personalstärke UND der notwendigen Sachausstattung versorgt, damit sie ihrer Arbeit nachgehen können.

    Indem man die aufmerksamsgeilen Staatsanwälte, die immer mit ihrem Kleinköddel an die Öffentlichkeit gehen und damit beweisen wollen, dass sie einen großen Haufen geschissen haben, in die Aktenkammer abschiebt.

    Indem man das Personal endlich mal sachgerecht bezahlt für die Arbeit, die sie leisten sollen.

    Indem man die Arbeit der Ermittler endlich mal anerkennt und wertschätzt. Und zwar gerade von den Polizeipräsidenten. Es gibt darunter einige Exemplare, die ihre Manpower so gering achten, dass sie sie öffentlich als Kostenverursacher mobben.

    Aber nein, statt dessen steckt man die ganze Kohle in irgendwelche hanebüchenen Techniksachen (Nacktscanner), betreibt munter "Outsourcing" des staatlichen Gewaltmonopols (finde nur ich das pervers, dass die Justizvollzugsanstalten mehr und mehr in Privathand kommen? Zumindest die Aufsichts"beamten"????) und holt sich nachgewiesene Projektversager bei wichtigen Projekten wie dem Digitalfunk oder auch der IT-Betreuung ins Boot (Telekom und Siemens. Und bei der Beharrlichkeit mit der Siemens verteidigt wird und angesichts des korrupten Führungssystems bei Siemens frage ich mich ernsthaft, ob die bei dem Verein tatsächlich alle Schwarzgeldkonten entdeckt haben. Wohl eher nicht).

    So kann das nix werden. Die Leute sind schlecht ausgebildet, frustriert, unterbezahlt und wissen genau, dass sie bei der nächsten Gelegenheit durch irgendeine Maschine ersetzt werden. Wenns demnächst ne Maschine gibt, die automatisch Spuren sichert, auswertet und die Haftbefehle auszeichnet, wird auch die angeschafft, um Personalkosten zu sparen.

    Es ist doch alles so dermaßen zum Kotzen, soviel kann man doch nicht mehr fressen :(

  34. Tante Jay meint: (4.2.2010 um 17:04) AntwortenReply to this comment

    Und was für widerwärtige Chauvinisten seid ihr eigentlich?

    Keine Frau mit ein wenig Selbstachtung geht freiwillig in die Prostitution. Da ist immer Zwang hinter. Die haben alle Familie, der ja jederzeit etwas passieren kann.

    Wenn die aussteigen könnten würden das die meisten tun. Die meisten Freier sind nun mal nicht Richard Gere. Und sehen auch nicht so aus.

    Zwangsprostitution heißt auch, dass man sich den Sexpartner nicht aussuchen darf. "Dich nehm ich nicht, du bist zu hässlich" geht nicht. Der kann aussehen wie Quasimodo. Wenn er mit dir schlafen will, musst du die Beine breit machen.

    An die Herren, die glauben, dass Frauen das freiwillig machen: Stellt euch mal vor, ihr wärt in dieser Situation, dass ihr jede Frau begatten müsst, die euch bezahlen kann.

    Und dann steht vor euch ne Mischung aus Angela Merkel und Ursula von der Leyen. Und die guckt euch von oben bis unten an, taxiert euch, zahlt den Preis und ihr müsst dann "Freude bereiten".

    KEINE, aber auch wirklich KEINE Frau macht das freiwillig, wenn nicht ein Zwang dabei ist.

    Und auch die Alternative "dann verhungerste halt" ist eine Art Zwang, da wird die Lebensgefahr ausgenutzt um Dienstleistungen zu erpressen, die menschenunwürdig sind.

  35. Jörg Sorglos meint: (4.2.2010 um 17:16) AntwortenReply to this comment

    @Selle: Sind dass dieselben die auch Abmahnungen schreiben ???
    Würde ja passen, von der Moral und so.

  36. igel meint: (4.2.2010 um 17:27) AntwortenReply to this comment

    @Tante Jay:
    >Merkel und von der Leyen

    :D Du bist cool :)

  37. der echte n.n. meint: (4.2.2010 um 17:30) AntwortenReply to this comment

    @Tante Jay:
    keine frau mit selbstachtung bietet aus freier entscheidung sexuelle dienstleistungen gegen geld an? interessant. woher beziehst du deine erkenntnisse? oder schließt du da von dir auf andere?

  38. PA meint: (4.2.2010 um 17:34) AntwortenReply to this comment

    Ok, ich beuge mich der Mehrheit – Drogenabhängige haben überhaupt keine Chance, von ihrer Sucht los zu kommen, im Gegenteil, sie werden sogar von Ihren Dealern bedroht und verprügelt, wenn sie aufhören wollen. Sie haben sich auch nie dazu entschieden, Drogen zu nehmen, und Hilfe beim Entzug bekommen sie auch nie. Deswegen sollten die Straftaten, die sie begehen, auch nicht verfolgt werden. Wer dann Opfer von Beschaffungskriminalität wird, hat eben Pech gehabt.

    Prostituierte aus Afrika machen das aber alles freiwillig, denn schließlich wollen sie nicht putzen gehen. Zwang ist da auch nie dabei. Wer will schon arbeiten gehen, wenn man auch den ganzen Tag im Bett verbringen kann?

    Sarkasmus aus: Ich habe nie behauptet, dass die Razzia das Beste Mittel ist, um an die Hintermänner heran zu kommen. Nur gibt es so wenige verdeckte Ermittler bei der Polizei, die sich als afrikanische Prostituierte tarnen wollen, dass mir im Moment und ad hoc keine bessere Lösung einfällt. Und außerdem wollte ich nur darauf aufmerksam machen, dass sich die Lage von Zwangsprostituierten und Drogenabhängigen imho überhaupt nicht vergleichen lässt.

  39. Jan meint: (4.2.2010 um 18:08) AntwortenReply to this comment

    @PA: Zu ihrem letzten Satz: Herr Vette wollte ja auch mit dem Blogeintrag (soweit ich ihn verstehe) überhaupt nicht sagen, dass Zwangsprostituierte und Drogenabhängige in einer ähnlichen Lage sind! Sondern nur, dass es eine Parallele in der Polizeiarbeit auf diesen beiden Gebieten gibt. Nämlich die, dass die Art der Polizeiarbeit in beiden Fällen nichts gegen die Hintermänner bewirkt und somit langfristig überhaupt nicht effektiv ist.
    Oder?
    Also ihre Empörung ob des "Vergleiches" (der eigentlich keiner ist) geht am Thema vorbei.

  40. Joe meint: (4.2.2010 um 18:43) AntwortenReply to this comment

    Die Feministin Andrea Dworkins hat zu dem Thema mal einen schlauen Satz gesagt:

    "Every sex is rape."

    Recht hat sie! Sie meinte damit natürlich nur heterosexuellen Geschlechtsverkehr.

  41. Bernhard meint: (4.2.2010 um 19:01) AntwortenReply to this comment

    Ich habe das Gefühl, je öfter sich Anwohner über ein Bordell beschweren, desto höher ist der "Verdacht", ergo werden Razzien durchgeführt. Hierzuorts bei sog. Flatrate-Bordells. Gefunden wurde jedesmal – nichts.

  42. horst meint: (4.2.2010 um 19:07) AntwortenReply to this comment

    @ Polizeiarbeit hinsichtlich der Hinter"männer"

    Man sammelt Aussagen auf CD und bietet diese den Behörden zum Kauf an.

    1500 Opfer sind der BRD sicher 2,5 Mio. € Wert. :)

  43. Bernhard meint: (4.2.2010 um 19:07) AntwortenReply to this comment

    @Tante Jay:

    UND der notwendigen Sachausstattung versorgt,

    Sachverstand und Weitsicht lassen in einigen Fällen aber auch zu wünschen übrig. Was bringen 4 Durchsuchungen in einem Jahr quasi nach dem Motto: »Wir haben beim ersten Mal nichts gefunden, deswegen müssen wir 2 Monate später nochmal durchsuchen?«

  44. user124 meint: (4.2.2010 um 19:26) AntwortenReply to this comment

    @vetter
    nach allem was ziercke sich in der vergangenheit geleistet hat ist es verwunderlich das sie tatsächlich fragen was er mit dieser (oder jener, egal) aktion bezwecken will.
    als einzigen zweck könnte ich das schnelle präsentieren publikumswirksamer "erfolge" akzeptieren, etwa das vorführen einiger illegaler "negerfrauen" (sry, zur verdeutlichung) – etwas bewirken, um mehr als eine ecke denken oder sich im auftrag des volkes dessen interessen vertretend zu verstehen ist nicht sein handlungsanspruch.
    wie bei operation pecunia werden medial aufbereitet riesen strohfeuer"erfolge" publiziert von denen am ende nichts übrig bleibt, was allerdings von den etablierten medien dann nicht mehr recherchiert/mitgeteilt wird.
    am ende wird er in der hoffnung das die verbreiteten halbwahrheiten und "ermittlungserfolge" ein gefügigmachendes klima unter der bevölkerung verbreitet haben wieder mehr handlungsfreiraum für ermittlungsbehörden fordern.
    für mich ist die zweckfrage damit beantwortet.

  45. Rolf Schälike meint: (4.2.2010 um 19:34) AntwortenReply to this comment

    Es wurde Mal über die Zwangsprostitution ukrainischer Frauen viel geschrieben. Die Visa-Vergabe und das damit verdiente Geld unserer Politiker wurde schnell unter den Tisch gekehrt.

    Ich hatte Mal bei der Polizei dolmetschen müssen für festgenommene ukrainische Prostituierte. Die Polizei hat weder Vollmachten noch die Absicht gehabt, an die deutsche Borschaft heranzugehen wegen der zweifelhaften Visavergabe.

    "Die versetzen lediglich den Mitarbeiter, und es geht weiter," erklärten mir die Polizistern. Joschka war damls Außenminister. Es war in Schleswig-Holstein. Die Polizei war auch an den Hamburger Prostituierten nicht interessiert, weil es keine Zusammenarbeit gab zwishcen den Behörden verscheidener Bundesländer. Konkutrrenzgehabe und Kompetenzstreitigkeiten bestimmten die Arbeit.

    Reiner Aktionismus. Die Kriminalisten taten mir leid.

  46. 5zjunge meint: (4.2.2010 um 19:50) AntwortenReply to this comment

    @Udo Vetter / U.V.

    Was soll das "U.V." am Ende? Wer Autor des ganzen Lawblogs sollte klar sein oder soll das das fette Kommentar betonen?

  47. Cordy meint: (4.2.2010 um 21:15) AntwortenReply to this comment

    Zwickmühle….. Einerseits kann der Staat nicht zuschauen wenn Zwangsprostitution betrieben wird bzw. sich die Mädchen hier illegal aufhalten.

    Andererseits ist es, ähnlich wie in der Drogenbekämpfung, nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Es gibt leider genug junge Frauen in Afrika die bereit sind den gefährlichen Weg nach Europa zu versuchen. Für Nachschub ist also gesorgt.

    Ausserdem wird jede abgeschobene Frau versuchen zurückzukehren,zum einen muss sie die Schulden bei ihrem Schlepper oder ihrer Madame (Zuhälterin) bezahlen, zum anderen sind die Mädchen oft (psychisch) unter Kontrolle ihrer Madame.

    Nur an die Hintermänner (bzw. wie Herr vetter sagte Hinterfrauen) ranzukommen halte ich für sehr schwierig. Soweit ich informiert bin, gehen die sehr subtil vor und von den Mädchen ist keine Aussage zu erwarten.

    P.S.: @U.V.

    Vielleicht wissen Sie das, habe mal gehört das die Madames häufig selbst ihre Mädchen anonym anzeigen, wenn die genug bezahlt haben, um sich etwaiger Konkurrenz zu entledigen. Stimmt das?

  48. Kane meint: (4.2.2010 um 21:21) AntwortenReply to this comment

    @ Tante Jay

    Ich weiß ja nicht was für Spelunken sie unter Bordell verstehen aber in allen Lokalen die ich kenne haben die Frauen sehr wohl ein mitspracherecht.

  49. Kai meint: (4.2.2010 um 21:32) AntwortenReply to this comment

    @durchsuchungsbeamter:
    Ich finde das weder schräg und finde auch nicht, dass Polizisten misshandelt werden. Wo denn bitte? Ich finde eher, dass sie die eigenen Gesetze gerne mal ignorieren und andere misshandeln.

  50. Tante Jay meint: (4.2.2010 um 21:46) AntwortenReply to this comment

    @Bernhard:

    reine Hilflosigkeit und schlechte Schulung. Darum ja: Sachausstattung UND Schulungen müssen endlich mal erfolgen. Man kann doch nicht irgendwelche Frischlinge dem Kiez zum Fraß vorwerfen und dann hoffen, dass ein guter Kriminaler dabei rumkommt.

    Was da jetzt passiert ist Murks und diese ganzen Durchsuchungen etc. sollen davon ablenken, dass die Exekutive so weit ausgedünnt ist, dass nur noch die Polizisten werden wollen, die es auf keinen Fall werden sollten. :-/

  51. Storax meint: (4.2.2010 um 21:48) AntwortenReply to this comment

    @Tante Jay: Guckst Du hier
    http://streetgirl.twoday.net/

    Ja, nee, ist klar, alles Zwangsprostituierte.

  52. Jurist meint: (4.2.2010 um 21:53) AntwortenReply to this comment

    @Tante Jay: Nur "widerwärtige Chauvinisten"?
    Mädel, Du hast wohl nicht aufgepasst?!
    Wir sind Mörder, Kinderschänder, Vergewaltiger.
    Wir beuten die Frauen sexuell aus.
    Wir zwingen die Frauen zu unentgeltlichen Frondiensten als Putz-, Haus- und Sexsklavin; 24 Stunden täglich, mindestens.
    Wir diskriminieren Frauen auf dem Arbeitsmarkt. Wir stellen Frauen nicht ein und geben ihnen für gleichen Leistung 23, 34, 19, 7, 33 … such Dir was aus … Prozent weniger Geld.
    Wir hindern Frauen Konzernchefin zu werden. Das müssen wir auch, weil wir "ausgedienten Alphatierchen" (Copyright by von der Leyen. By the way, die Trulla hat offenbar noch nicht begriffen welches Ministerium die jetzt zu leiten hat) mit Zähnen und Klauen unsere Pfründe verteidigen.
    Und … ach, was rede ich überhaupt. Wenn Du wissen willst was los ist, dann lies einfach die erschütternde Wahrheit auf der Website des Ministeriums für alles außer Männer oder der Genderleerstühlinnen oder der Frauinnenhäuserinnen.
    .
    Noch was?
    Ach so, wenn wir Langeweile haben, dann ritzen wir Hakenkreuze in die zarte Haut der couragierten Antifaschistinnen.

    Zufrieden?

  53. Kand.in.Sky meint: (4.2.2010 um 22:24) AntwortenReply to this comment

    und genau darum brauchen wir die Vorratsdatenspeicherung!
    Damit wir diesen Sumpf aus Prostitution und Handel trocken legen können. Es sind schlimme Bilder die sich da bieten! Frauen die an inneren Verletzungen, und ich sage es nocheinmal, sie gehen an inneren Blutungen ein, wer solche Bilder gesehen hat kann nicht anders als den Schutz der Frauen zu fordern. Und dafür setze ich mich ein, meine Damen und Herren! Darum brauchen wir STOP-SCHILDER im Internet und die Ermittler Zugriff auf eMails um dann schnell handeln zu können. Und dann kommen solche widerwärtigen wie die von CCC, ich frage sie, sie meine Damen und Herren, sind sie etwa dagegen dass wir die ausgebeuteten wehrlosen Frauen vor ihrem Missbrauch schützen können?

    #k.

  54. H. Nissen meint: (4.2.2010 um 23:32) AntwortenReply to this comment

    Eine sehr aufschlußreiche Lektüre, wie es einem Fahnder ergeht, wenn er den ganz großen Bossen zu nahe kommt:
    Fausto Cattaneo, Deckname TATO. (Verlag Pendo Zürich München)

  55. dot tilde dot meint: (5.2.2010 um 00:20) AntwortenReply to this comment

    @22 (swenske):

    schade eigentlich. ich interessiere mich für so was. sie nicht? sind wir die gesellschaft, oder sind das immer die anderen?

    .~.

  56. Lutz Baier meint: (5.2.2010 um 00:43) AntwortenReply to this comment

    Groß-Razzia? Hab ich was verpasst?
    Die dusseligen Mainstream-Medien haben doch gar nichts berichtet.
    Ach ja, stimmt… die haben ja jetzt die Steuersünder-CD.

  57. Archer meint: (5.2.2010 um 01:00) AntwortenReply to this comment

    Wir wollen aber nicht vergessen, dass auch so Straftaten verübt werden und man kaum "Ermessensspielraum" hat, ob man es verfolgt oder nicht. Antragsdelikte sind es nicht. Natürlich trifft man damit nicht des Pudels Kern, an den man eher herangehen sollte.

  58. Joe meint: (5.2.2010 um 01:42) AntwortenReply to this comment

    @Tante Jay: Preise vergleichen lohnt sich: http://www.gesext.de/

  59. durchsuchungsbeamter meint: (5.2.2010 um 08:05) AntwortenReply to this comment

    @Kai:
    @ 49 Kai
    Wer hat denn an welcher Stelle geschrieben, dass Polizisten misshandelt werden? Anstelle vollkommen sinnfrei ins Internet zu schreiben, sollten Sie besser an Ihrer persönlichen Wahrnehmungsfähigkeit arbeiten.

    Es freut mich aber in den Folgekommentaren zu lesen, dass sich nicht alle von Herrn Vetter blenden und aufstacheln lassen. Insbesondere begrüße ich die Tatsache, dass sich zu diesem Thema auch Frauen mit einer eigenen Meinung zu Wort melden und kundtun, dass sie sich weder vom Osterhasen noch von Herrn Vetter eine Meinung diktieren lassen, die wenig mit der Realität zu tun hat.

  60. Frau Ef meint: (5.2.2010 um 08:13) AntwortenReply to this comment

    Vielen Dank für die klaren Worte. Ich bin rechtliche Betreuerin einer jungen Frau aus Nigeria, die bei einer früheren Razzia verhaftet wurde. Sie ist als 17-jährige mit der Lüge nach Deutschland gelockt worden, hier als Frisörin arbeiten zu können. Vor der Abreise hat man sie mit Voodoo-Ritualen gehirngewaschen, so dass sie glaubt, ihre Familie würde sterben, wenn sie hier nicht tut, was ihre "Madam" sagt. Nach den Verhören durch die Polizei hat sie mehrfach versucht, sich zu erhängen. Ihr Leben ist die Hölle. Sie hat (berechtigte) Angst, abgeschoben zu werden. Und sie hat Angst, hier zu bleiben.

  61. marcus05 meint: (5.2.2010 um 09:01) AntwortenReply to this comment

    @durchsuchungsbeamter:

    Du. Ziemlich schräg ist es von der Polizei hier Zwangsprostituierte als menschliche Schutzschilder gegen die Kritik an eurer miserablen Polizeiarbeit zu benutzen.

  62. Daniel Semmler meint: (5.2.2010 um 09:44) AntwortenReply to this comment

    Also wenn ich das so richtig lese, dann war Ihrer Meinung nach die Aktion sinnlos und sollte daher unterbleiben. Die richtigne Massnahmen werden allerdings -wie bereits erwähnt- ebenfalls nie die richtigen Leute (=Drahtzieher) treffen da diese idR nicht in Deutschland ansässig sind.

    Ergo: Gar nix tun? ….

    Wieso kommt mir hier das Bild von Lionel Hutz in den Sinn?

  63. marcus05 meint: (5.2.2010 um 10:09) AntwortenReply to this comment

    Es sitzen wohl kaum alle wichtigen Leute im Ausland. Man sollte aber zumindest versuchen, das höchste in Deutschland befindliche Tier zu schnappen und eben nicht die ganz unten.

  64. Kai meint: (5.2.2010 um 11:03) AntwortenReply to this comment

    @durchsuchungsbeamter:
    Sorry, Fehlinterpretation, aber vielleicht doch nicht so fern? @61 trifft es sehr gut, wie ich finde.

    Und wo bitte diktiert Udo Vetter jemanden seine Meinung? Wer im Glashaus sitzt….

    Schlimm, wenn jemand bei der Polizei arbeitet und so etwas nicht unterscheiden könnte. Polizeihandbuch 2 für Fortgeschrittene: Kapitel 113 – Fußnote 87: "In geeigeneten Fällen ist – falls möglich – eigenständiges Denken einzusetzen." ;)

  65. SwENSkE meint: (5.2.2010 um 12:09) AntwortenReply to this comment

    @dot tilde dot:

    Reading comprehension FTW!

    '….leider interessiert sich in unserer Gesellschaft so gut wie niemand für den Unfug….'

    Sie dürfen sich dann gerne zu den 'So-Gut-Wie-Niemands' zählen. Tu ich auch.

  66. Schwarzmaler meint: (5.2.2010 um 12:24) AntwortenReply to this comment

    Im Prinzip weiß doch jeder Politiker mit Einfluß und Menschenkenntnis, daß Prostitution und Rauschgift zu einer Gesellschaft gehören, seit Tausenden von Jahren, daß dieser Sumpf nicht ausgetrocknet werden kann und auch kein Anlaß besteht, diesen Sumpf auszutrocknen – auf dem Boden wird nie etwas anderes wachsen. Andererseits gilt es, Arbeitsplätze in Justiz und Polizei zu erhalten, und es gilt, Aktionismus zu demonstrieren.

  67. reko meint: (5.2.2010 um 16:11) AntwortenReply to this comment

    Wg.misshandlungen an polizeibeamten:
    In unserer lokalzeitung stand gestern ein umfangreicher bericht des inhalts,dass polizisten bei ihren einsätzen nicht mehr respektiert,sondern immer öfter verhauen werden.
    Die führung setzt jetzt nicht nur darauf,die beamten zu selbstverteidigungskursen anzuhalten,sondern erbittet auch hilfe von zivilcouragierten bürgern.
    Also:Anstatt hier immer verbal äh..einzuprügeln auf die ordnungshüter,sollten sich lieber mehr bürger bereitfinden,jeweils zu zweit eine art patenschaft für einen polizisten zu übernehmen und ihn zu begleiten und ihn zu schützen.So sieht´s nämlich aus.

  68. Lutz Baier meint: (5.2.2010 um 16:40) AntwortenReply to this comment

    @reko:
    Richtig! Ich bin nämlich sehr gern bereit, für einen von diesen 12 Durchsuchungsbeanten die Patenschaft zu übernehmen, die vor etwa 4 Jahren unsere Wohnung gestürmt und verwüstet haben (angebl. Verstoß gegen das Urheberrechtsgesetz). Sie haben absichtlich Druckvorlagen vernichtet, neue Tapeten mit Schuhen ruiniert, Teppichboden verschmutzt u.a..
    Da bin ich selbstverständlich gern bereit eines dieser Würstchen zu beschützen.
    Wenn ich mal ganz ehrlich bin, könnte sich gern jemand an solchen Figuren austoben… sehen würde ich nichts.

  69. earendil meint: (5.2.2010 um 17:12) AntwortenReply to this comment

    @reko: Geben Sie zu, Ihre "Tageszeitung" heißt Titanic!

    Und neu ist die Satire auch nicht: http://www.youtube.com/watch?v=mcBGsNhwxhY

  70. Olli meint: (5.2.2010 um 19:34) AntwortenReply to this comment

    @<a href="#comment-425623" rel="nofollow">reko</a

    Klar ich kenne einige die gerne Polizisten als Pate zur Verfügung stehen würden. Vor allem für die Polizisten einiger bestimmen Wachen.

    Nur leider vermute ich, das trotz Patenschaft die armen Polizisten öfters mal die Treppe herunterfallen würden.</a>

  71. reko meint: (5.2.2010 um 20:18) AntwortenReply to this comment

    @earendil:
    Ostfriesischer Kurier.
    Und das war nicht frei erfunden.

  72. reko meint: (5.2.2010 um 20:29) AntwortenReply to this comment

    Übrigens,was -nicht nur-das schöne lied von Kreisler angeht:
    Jede gute satire braucht bloss zeit,mal mehr,mal weniger,und schon ist sie von der wirklichkeit eingeholt.
    Aber das ist auch nichts neues.

  73. Ralf meint: (5.2.2010 um 23:14) AntwortenReply to this comment

    Wenn ich richtig gerechnet habe,wurden 18 Frauen festgenommen,also existieren 18 Fälle in der Kriminalstatistik.
    Nur das zählt doch, was am Ende dabei herauskommt interessiert doch niemanden mehr.
    Genauso ist es doch,wenn die holl. Autobahnen mal wieder dicht gemacht werden und bei 3000 überpfrüfungen mal wieder zusammengerechnet mehrere hundert Gramm,an zumeist weichen Drogen beschlagnahmt werden und entspr.Strafanzeigen gefertigt werden.
    Was heute in Deutschland abgeht,spottet doch jeder Beschreibung,die ital. Mafia existiert in NRW gar nicht und ein Verbot der Hells Angels oder anderer Rockergruppen würde eh nichts bringen,sagt unser Landesinnenminister…
    Also,ab auf die kleinen, kräftig schütteln,irgendwas kommt immer dabei heraus und dies dann als Erfolg feiern,ist relativ billig und Medienwirksam wenn der grüne oder blaue Trachtenverein martialisch durchs Land schreitet….
    Gute Nacht Deutschland….

  74. Ines Guevara meint: (9.2.2010 um 14:46) AntwortenReply to this comment

    Also ich kenne einen Fall, indem sogar die Anwälte mit involviert sind. Dem einen wurden sogar von dem Menschenhändlerring Frauen zugeschanzt an denen er sich unverfroren bediente. Eine davon war erst 16 Jahre alt. Die zweite war eine aufsteigende "Madame", die er nicht nur nach ihrer Haftentlassung bei sich zu Hause aufnahm, sondern mit ihr ein Verhältnis anfing. Sein Kollege, klagte Sozialhilfe und eine Unterkunft bei einem Asylbewerberwohnheim für sie ein. Die Unterkunft wurde die meiste Zeit nicht genutzt. Darüber hat ihr Anwalt mit ihr ein Training absolviert, wobei sie bei Behörden angeben sollte aus Liberia (damals Abschiebestopp) und nicht aus Nigeria zu stammen. Mit dieser Masche ist es ihm gelungen auch den Menschenhändler und Zuhälter dieser Prostituierten seit spätestens 1993 in Deutschland eine Aufenthaltsberechtigung (Duldung) zu verschaffen.

  75. Ines Guevara meint: (9.2.2010 um 15:00) AntwortenReply to this comment

    Also ich kenne einen Fall, indem sogar die Anwälte mit involviert sind. Dem einen wurden sogar von dem Menschenhändlerring Frauen zugeschanzt an denen er sich unverfroren bediente. Eine davon war erst 16 Jahre alt. Die zweite war eine aufsteigende "Madame", die er nicht nur nach ihrer Haftentlassung bei sich zu Hause aufnahm, sondern mit ihr ein Verhältnis anfing. Sein Kollege, klagte Sozialhilfe und eine Unterkunft bei einem Asylbewerberwohnheim für sie ein. Die Unterkunft wurde die meiste Zeit nicht genutzt. Darüber hinaus hat ihr Anwalt mit ihr ein Training absolviert, wobei sie bei Behörden angeben sollte aus Liberia (damals Abschiebestopp) und nicht aus Nigeria zu stammen. Mit dieser Masche ist es ihm gelungen auch den Menschenhändler und Zuhälter dieser Prostituierten seit spätestens 1993 in Deutschland eine Aufenthaltsberechtigung (Duldung) zu verschaffen.

  76. Frank Schenk meint: (1.3.2010 um 12:46) AntwortenReply to this comment

    Ich weiß nicht, das BKA hat doch deutlich gezeigt, was es kann. Strafverfolgung für die Tribüne. Gut für dpa/apt/aap und Revolverblättchen wie Bild etc.

    Diese Strafverfolgung ändert zwar nichts am Problem, nein, sie erzeugt eher noch neue (Ausweisung und erneut von Schleppern ins Land gebracht mit nochmehr Schulden) aber Ziercke kann sich halt selbst auf die Schultern klopfen.

    /facepalm

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