5.2.2010

Links 480

Die Masche von Euroweb (Video)

(Mord-)Verdächtiger am Steuer geblitzt

Essener Zahnarzt will HIV-positiven Patienten nicht behandeln

USA: 35 Jahre unschuldig im Gefängnis

Wem traut Österreich die Einschätzung darüber zu, ob Asylwerber gefährdet sind oder nicht?

Thailand: Bloß weg von den Touristen!

64 Kommentare zu “Links 480”

  1. hiro meint: (5.2.2010 um 19:12) AntwortenReply to this comment

    Zahnarzt: Ich hätte nicht gedacht, daß es noch so unaufgeklärtes medizinisches Personal gibt. Auch wenn mich dieses latente "ich-habe-HIV-und-das-ist-auch-gut-so" nicht selten nervt.

    35 Jahre unschuldig im Gefängnis: Von den Ausgleichszahlungen für Menschen, die unschuldig ins Gefängnis gesteckt wurden, könnte sich Deutschland ruhig mal was abschneiden. Und: traurig, daß man von "Glück" reden muß, wenn ein Unschuldiger nicht bis zum Tode im Gefängnis sitzt.

    Österreich: Ist doch schön, daß unsere austrischen Nachbarn genauso fix mit ihren Abschiebungen sind wie wir. Spart schließlich dem ehrlichen Steuerzahler Geld, und das Herkunftsland hat auch was davon – so ein politisch motivierter Mord ist schließlich immer wieder unterhaltsam.

    Hinweis für Allergiker: Dieser Beitrag enthält Zynismus.

  2. Schwabe (Link) meint: (5.2.2010 um 19:25) AntwortenReply to this comment

    Zu Euroweb:

    Wer unterschreibt einen Vertrag ohne sich VORHER über die Kosten zu informieren? Ohne die AGBs zu lesen? Die Leute setzen ihre Existenz aufs Spiel mit solchen Sachen und die wissen teilweise nichtmal was passiert.

    Natürlich will ich nicht sagen, dass Euroweb unschuldig ist, bestimmt nicht, aber manchen Leuten geschieht es teilweise einfach recht, wer so blauäugig durch die Welt geht fällt eben früher oder später auf die Nase… und dann doch lieber so, als RICHTIG abgezockt zu werden!

  3. nils meint: (5.2.2010 um 19:44) AntwortenReply to this comment

    @Verdächtiger geblitzt: Warum sollte ich mich darum scheren wer den Polizisten umgebracht hat, wenn die Polizisten sich einen Dreck darum scheren wer von ihren Kollegen vor laufender Kamera Leute verprügelt??

  4. unglaublich meint: (5.2.2010 um 19:56) AntwortenReply to this comment

    @nils:
    Der Kommentar ist zum Kotzen

  5. Matsu meint: (5.2.2010 um 20:06) AntwortenReply to this comment

    Euroweb:

    Das ist eine interessante Firma, würde für die sofort und gerne arbeiten. Wer es schafft, Menschen Verträge unterschreiben zu lassen, ohne dass diese wissen welche Kosten sie zu erwarten haben, verdient Respekt und Anerkennung.

    Die Dummheit der Menschen scheint fast grenzenlos zu sein. Glückwunsch an Herrn P.!

  6. Kampfschmuser meint: (5.2.2010 um 20:48) AntwortenReply to this comment

    @unglaublich:
    Stimmt. Aber nachvollziehbar.

  7. ft meint: (5.2.2010 um 21:34) AntwortenReply to this comment

    Kann man so einen total komplexen Vertrag von Euroweb mal lesen, ich bin totaler Laie und frage mich echt, wie man so blöd sein kann und nen Vertrag unterschreibt ohne dessen Kosten zu kennen.

    Dachten die Leute Sie müssten einmalig (100+X)€ zahlen und waren überrascht, dass das 48 mal im Vertrag steht, oder was?

    Lustig fand ich auch, wie einfach die Leute denken bei 10000 Mitbewerbern auf Platz 3 von Google zu kommen.

    Gruß
    ft

  8. SW meint: (5.2.2010 um 21:50) AntwortenReply to this comment

    Wie die Leute so "dumm" sein können ist doch ganz einfach: Euroweb hat das Ziel, vor allem Kleinunternehmer abzuzocken. Das sind dann gerne mal Leute, die bis vor ein paar Wochen noch Angestellte waren und jetzt, ob aufgrund von Arbeitslosigkeit oder freiwillig, versuchen sich selbstständig zu machen. Denen ist überhaupt nicht klar, das sie jetzt rechtlich einem Großkonzern mit Rechtsabteilung gleichgestellt sind und das die ganzen Verbraucherschutz-Gesetze nicht mehr greifen. Und da es unbezahlbar ist, für alles einen Anwalt zu nehmen, der die Verträge prüft, versuchen sich diese Leute dann selber irgendwie durchzuschlagen, mit entsprechenden Ergebnissen.

    @ft: Warum glaubst du, daß die Leute Euroweb überhaupt beauftragen: Weil sie keine Ahnung vom Internet haben und nicht die geringste Ahnung von SEO. Um sowas zu wissen, sind solche Dienstleister eigentlich da, und wenn man an ein seriöses Unternehmen gerät, sagen die einem auch, was geht und was nicht.

  9. Holger A (Link) meint: (5.2.2010 um 22:09) AntwortenReply to this comment

    EuroWeb:

    Das Unternehmen hat – auch in meinem lokalem Umfeld – einen schlechten Ruf. Dennoch muss man sagen, dass die Preise zwar recht hoch, aber nicht zu unüblich sind wenn man professionell arbeitet. An einem Beispiel konnte ich mir das einmal ansehen und fand technisch kaum etwas auszusetzen. Die genannten Kosten sind über 4 Jahre nicht so ungewöhnlich, wenn man von einer etwas aufwendigeren Firmenpräsenz ausgeht; zumal eine "Finanzierung" enthalten ist.

    Das da "Drücker" am Werk sind, die den Interessenten nach dem Mund reden um zu verkaufen ist nicht fein und macht es Unternehmen wie meinem mit durchdachten individuellen Leistungen nicht leichter. Ich hoffe die Leute werden nun aufmerksamer und überlegen sich in Zukunft was sie unterschreiben.

    Mitleid habe ich für diese Selbständigen nur begrenzt, wenn sie sich nicht einmal ein Vergleichsangebot eingeholt haben oder jemanden gefragt haben der sich damit auskennt.

    Geht es übrigens nur mir so, dass die Polemik des Herrn Escher jedes Mal einen Brechreiz auslöst?

  10. Jan meint: (5.2.2010 um 22:52) AntwortenReply to this comment

    @nils:

    Sie bewerten also eine blutige Nase und einen Mord als gleichwertig. Dieses moralische Eigentor spricht für sich…

  11. Jörg Sorglos meint: (5.2.2010 um 23:01) AntwortenReply to this comment

    @Jan: Gesetze sollten für alle gelten auch für Polizisten!!!!

  12. Jan meint: (5.2.2010 um 23:28) AntwortenReply to this comment

    @Jörg Sorglos:

    Gesetze gelten für alle. Auch für Polizisten. Selbst wenn irgendein Polizist sich eines rechtswidrigen Übergriffes auf einen Demonstranten schuldig gemacht hat, rechtfertigt das nicht einen Mord.

  13. user124 meint: (5.2.2010 um 23:51) AntwortenReply to this comment

    @Jan: prinzipiell absolut richtig, punkt!
    das blöde daran ist das polizisten sich nicht schuldig machen, denn um nach einer tat schuldig zu sein muss jemand den täter schuldig sprechen und das geschieht viel zu oft nicht (kleiner verweis auf das 3teilige interview auf gulli.com Dienstag, 26.01.2010).

    was mir zu denken gibt ist meine eigene reaktion wenn ich von einem ermordeten polizisten höre: milde wahrnehmung der nachricht, während eine durch polizeiprügel verursachte blutige demonstrantennase mich furchtbar aufregt. was hat mich so geprägt, oder bin ich ein geborener linker, rechter oder staatsfeind?

  14. Stephan meint: (5.2.2010 um 23:55) AntwortenReply to this comment

    Zahnarzt:
    Also ganz ehrlich….ich kann den Zahnarzt irgendwie verstehen. Auch wenn es bescheuert klingt, aber ich hätte HIV-Erkrankten gegenüber auch Berührungsängste. Und da der Patient kein Notfall war finde ich es absolut legitim ihm die Behandlung zu verweigern.

  15. Czech meint: (6.2.2010 um 00:13) AntwortenReply to this comment

    @user124:
    Diese Einstellung hat nichts mit deiner politischen Haltung zu tun, sondern einzig und allein damit, dass seitens der Polizei mit zweierlei völlig ungleichem Maß gemessen wird. Und so nimmt man auch diese Meldungen mit völlig ungleichem Maße auf. Mir geht der Mord an dem Polizisten auch am Arsch vorbei. Fühlt sich komisch an, ist aber so.

    Sollte ich mal mehr Gerechtigkeit seitens des Polizeiapparates erkennen, ändert sich auch hoffentlich wieder diese Meinung. Aber solange grüne Bereitschaftsschläger z.B. bei Demos nicht identifizierbar sind, Kripos einen unbewaffneten Autodieb im stehenden Fahrzeug abknallen oder Steifenhörnchen im Treppenhaus das Magazin in einen verwirrten Mann entleeren, sehe ich da schwarz.

  16. ap meint: (6.2.2010 um 01:12) AntwortenReply to this comment

    Euroweb arbeitet mit Drückern, die nach Abschlüssen bezahlt werden und Html mal gehört haben. Die kommen mit ihrem Formular und überrumpeln die, die einwickeln sich lassen. Euroweb bringt den Mittelstand ins Web. Und Sie sollten doch auch! Die Referenz-Seiten sind nicht einmal schlecht und für einen Mittelständler bestimmt eine gute Lösung. Für die Kleinunternehmer, gerade frisch gegründet, mit ihren kleinen Läden oder Studios, sind €1.200 im Jahr für so eine Seite, die nicht zu mehr Umsatz führt, problematisch.

    Das ulkige ist die Kombination aus Werk und Dienstleistung, wobei das Werk nicht an den Auftraggeber übergeht. Die bieten ihre Dienste an und setzen auf lange Laufzeiten und darauf, dass eine Kündigung mit erneutem Aufwand verbunden ist.

    Interessant ist, wer sich hat einfangen lassen… auch Anwälte *g*.

  17. Horst meint: (6.2.2010 um 02:06) AntwortenReply to this comment

    @Stephan:

    Deine Berührungsängste darfst *du* haben, auch wenn sie unbegründet und für Betroffene diskriminierend sind.
    Aber ich hoffe mal sehr, das du kein Arzt bist. Gerade als solcher sollte man über Risiken aufgekärt sein und wenn man dann Berührungsängste hat hat man in einem solchen Beruf genau nichts verloren und sollte sich nach einem ruhigen Bürojob umsehen. Die Millionen von Viren und Bakterien, die der Durchschnittspatient aus dem Mund absondert, sind gefärhlicher wie das Blut eines HIV-positiven, solange er nicht vorhat dieses in seinen Blutkreislauf einzubringen. Dafür gibt es ganz einfache Hygienemaßnahmen, die ein anständiger Arzt auch kennt.
    BTDT.

  18. hiro meint: (6.2.2010 um 03:57) AntwortenReply to this comment

    @Horst:

    Dafür gibt es ganz einfache Hygienemaßnahmen, die ein anständiger Arzt auch kennt.

    …und völlig unabhängig vom HIV-Status des Patienten auch nutzt. Erstens gibt es nicht nur HIV, und zweitens gibt es auch bei HIV-Infizierten nicht nur solche, die um ihre Infektion wissen.

    Wie hier mancher über Polizistenmorde denkt, finde ich zum Kotzen. Ich mag keine Menschen, und ich mag keine Polizisten, und das System stinkt ganz gewaltig, aber das alles rechtfertigt keinen Mord.

    Erstens gibt es prinzipiell keine Rechtfertigung für Mord, zweitens ist ein Polizistenmörder um nichts besser als ein Polizist, der jemanden erschießt – und man sollte sich doch immer vorbildlich verhalten, wenn man andere kritisiert -, und drittens halte ich von "pars pro toto" überhaupt nichts, denn nach dieser Logik dürfte die Polizei durchaus auch friedliche Demonstranten verprügeln, schließlich gibt es irgendwo auch gewaltbereite Teilnehmer.

    Wer Polizistenmorde rechtfertigt, ist in Wahrheit gar nicht an einer Stärkung demokratischer Rechte interessiert, sondern will offensichtlich eine Eskalation der Gewalt. Das schwächt die Position derer, die wirklich was verändern wollen und nicht nur auf Krawall aus sind.

    Ich kann gut drauf verzichten, daß die Polizei bei einer langweiligen Verkehrskontrolle mit gezogener Waffe vor mir steht, weil sie regelmäßig Opfer von Vollidioten wird. Bei aller Antipathie, kann ich die Beamten da vollauf verstehen.

  19. Stefan meint: (6.2.2010 um 07:58) AntwortenReply to this comment

    "aber das alles rechtfertigt keinen Mord."

    Nein, tut es nicht. Aber warum ich der Polizei auf einmal dabei helfen soll, ihre Arbeit zu machen, nur weil ein Kollege betroffen ist, erklärt es noch lange nicht.

    Wenn ich die Polizei umgekehrt um Hilfe bei *meinen* Problemen bitte, bekomme ich häufig vom Start weg ein Schulterzucken und die obligatorische Frage "Was sollen wir da machen?".

    "Die Polizei" hat sich mir gegenüber bisher in aller Regel (mit bemerkens- und lobenswerten Ausnahmen) nicht als Freund und Helfer, sondern meist nur als Handlanger bei der Durchsetzung für mich nur schwer nachvollziehbarer Rechtsgrundlagen dargestellt.

    Sie könnten ja mal versuchen, diesen Eindruck zu ändern… Das hätte sicherlich Auswirkungen auf meine Hilfsbereitschaft…

  20. hiro meint: (6.2.2010 um 08:37) AntwortenReply to this comment

    @Stefan:

    Nein, tut es nicht. Aber warum ich der Polizei auf einmal dabei helfen soll, ihre Arbeit zu machen, nur weil ein Kollege betroffen ist, erklärt es noch lange nicht.

    Dann leiden Sie vielleicht unter selektiver Wahrnehmung, vielleicht medial bedingt. Öffentliche Fahndungsaufrufe sind so selten ja nun auch wieder nicht, und mir wäre es egal, ob es da um Ladendiebstahl, Unfallflucht, Kindesmißbrauch, Polizistenmord oder was auch immer geht. Zumal mit großer Wahrscheinlichkeit die Beamte, die bei Kapitalverbrechen um Mithilfe bitten, nicht dieselben sind, die Sie als "Handlanger" kennenlernten.

    Und bei den letzten beiden Polizisten des Fußvolks, mit denen ich Kontakt hatte, täte es mir ehrlich leid, wenn ihnen was zustieße. Schon allein aus diesem Grund würde ich da jederzeit zur Ergreifung des Mörders beitragen, wenn ich könnte.

  21. Jörg Sorglos meint: (6.2.2010 um 09:43) AntwortenReply to this comment

    @Jan:Lieber Jan, manche sind gleicher vor dem Gesetz als andere.
    Deshalb brennen Menschen in Zellen,
    werden Leute bei Demonstrationen regelmäßig verprügelt, manchmal sogar wenn es Polizisten in Zivil sind,
    Verwandte wegen des Unfalls ihres Vaters eingesperrt, und eine Revision abgelehnt.
    etc etc.
    Und keiner von denen wurde angemessen bestraft!!!!

  22. ondamaris (Link) meint: (6.2.2010 um 09:58) AntwortenReply to this comment

    @ stephan #14 (und die darauf reagierenden Kommentare):
    von einem Arzt erwarte ich (im Gegensatz zur "Allgemeinbevölkerung", dass er über die medizinischen Realitäten informiert ist.

    denn – bei wie vielen Ihrer Patientinnen und Patienten wissen Sie nicht, ob sie z.B. mit HIV, Hepatitis oder anderen Krankheitserregern infiziert sind?
    Ein Arzt, der umsichtig handelt -im Interesse seiner Patienten wie auch seines selbst- wird also immer, unabhängig von einer etwaigen Ankündigung, sich und seine Patient/innen schützen und sich entsprechend verhalten.

    Ärzte, die sich so umsichtig und vorbeugend nicht verhalten, wären sicherlich -unabhängig davon, ob und womit ich (oder nicht) infiziert wäre- sicherlich keine Ärzte, die ich wählen würde – schon um mich als Patient selbst zu schützen …

    @ all:
    der Fall aus Essen, über den ich auf ondamaris berichtet habe, ist nur einer unter vielen. Auch beinahe 30 Jahre nach den ersten (bekannten) Aids-Fällen sind Menschen mit HIV immer noch mit Ausgrenzung und Diskriminierung, wie in diesem Fall konkret wohl Behandlungsverweigerung, konfrontiert. Ob aus Ignoranz, Dummheit oder Desinteresse …

  23. Hanz meint: (6.2.2010 um 10:22) AntwortenReply to this comment

    Zahnarzt …
    Ist es dem Arzt nicht freigestelt ob er seine Partienten behandelt oder nicht? macht der Zahnarzt da eine Ausname?
    Also wen ich nicht ganz falsch informiert bin gibt es da doch kein Problem wen er sich weigert einen "nicht" notfall Partienten zu behandeln.
    Über moralische Bedenken läst sich natrlich streiten. Ich verweigere ja auch die Zusammenarbeit mit der Polizei weil ich es darf. Hier könnte man jetz auch sagen das man der Polizei sinnlos Zeit raubt.

  24. Timo Reitz (Link) meint: (6.2.2010 um 10:50) AntwortenReply to this comment

    @hiro (#20):

    Vielleicht gibt es aber auch Leute, die gar nicht unter selektiver Wahrnehmung leiden müssen?

    Medial bedingt: Die Sache in Berlin mit dem verprügelten Demonstranten – da geht es ja nicht bloß um zwei Polizisten, die über die Stränge schlagen. Etliche Kollegen waren dabei und tragen das mit. Bei den Ermittlungen wird nur und wirklich nur in eine Richtung ermittelt, gegen den Demonstranten, obwohl die Beweise in die exakt entgegengesetzte Richtugn erdrückend sind. Sogar der (Berliner) Polizeipräsident gab Stellungnahmen ab, die dann per Verfügung verboten werden mussten.
    Außerdem durfte ich vor Jahren mal in der Zeitung lesen, dass der niedersächsische Polizeipräsident zu einem Fall, wo ein Polizist von einer Polizist wegen einer Sache im Dienst angezeigt wurde, stolz verkündete, dass das „Krähenprinzip nicht durchgängig gelte“ – besser hätte er nicht darstellen können, wie die Polizei ansonsten grundsätzlich agiert.
    Da ich von anderen Bundesländern nichts Derartiges weiß, aber zumindest von einigen Einzelfällen und auch die Strukturen ähnlich sind, kann ich nur davon ausgehen, dass es da genauso ist.

    Ich kenne auch flüchtig privat Polizisten und kann nur sagen, mit denen will man nichts zu tun haben.

    Und last but not least habe ich bereits mehrfacher selbst oder in direkter Nachbarschaft „kompetente“ Polizei-Arbeit erleben dürfen. Da wird links und rechts verwechselt, bei der Fahndung nach drei „Südländern“ greift man sich erstmal einen blonden, blauäugigen, offensichtlich nicht südländischen Jugendlichen und seinen deutschen Freund (ebenfalls offensichtlich), und wenn einem das Ermittlungsergebnis nicht passt, dann versucht man auch schonmal einen Zeugen zur Falschaussage (und -anzeige) zu überreden (ging um gefährliche Körperverletzung, also nicht gerade was Harmloses). Aber wenn eine Schlägerei stattfindet, zum Beispiel zwischen verfeindeten Gruppen, braust man lieber schnell davon und bei einem Notruf wird wohl erst noch mal ausgiebig in der Nase gepopelt, das Problem erledigt sich vielleicht von selbst. Anständige Polizei-Arbeit hingegen habe ich noch nie erlebt.

  25. nobody meint: (6.2.2010 um 11:02) AntwortenReply to this comment

    Euroweb:

    Wir hatten als Kanzlei auch ein Beratungsgespräch, da wir mitgeschrieben und die richtigen Fragen gestellt haben, kamen dem Berater recht schnell Zweifel, ob wir als "Referenzkunden" denn geeignet seien. Und uns kamen auch Zweifel, weil es eine richtige Antwort auf die Frage, welche konkrete Gegenleistung denn für DIE monatlichen Kosten erbracht werden soll, gab es nicht so recht.

    Ich habe aber auch schon von Kleinunternehmern gehört, denen es weniger günstig erging.

    Euroweb klagt offenbar recht fix im Urkundsverfahren die Vergütung ein. Wenn dann noch weiter Lust hat, kann im Nachverfahren seine Einwendungen geltend machen.

    Für wen die Rechtsprechung des Hausgerichts (AG/LG Düsseldorf) von Interesse ist (die AGB enthalten eine Gerichtsstandvereinbarung für Kaufleute), sucht bei Juris einfach mal nach "Internet-System-Vertrag".

    Angriffspunkte: das übliche Anfechtungszeugs – sofern gegeben, weiterhin ist fraglich, ob die Vorleistungspflicht 1 Jahr im Voraus mit AGB-Recht/Werkvertragsrecht (sofern anwendbar; str.) vereinbar ist. Das LG Düsseldorf ist hier gespalten und die Frage liegt wohl beim BGH.

  26. Rrabbit meint: (6.2.2010 um 11:40) AntwortenReply to this comment

    @polizisten:

    Dass da eine Krähe der anderen kein Auge aushackt, ist zwar unerfreulich, kann man aber zumindest noch irgendwo nachvollziehen.

    Nicht nachvollziehen kann man dagegen, dass die Polizei in vielen Fällen offensichtlicher Straftaten schlicht und einfach gar nichts oder fast nichts tut.

    Ich war in Hannover Zeuge, wie ein möglicherweise geistesgestörter Mann versucht hat, ein fremdes Kind aus einem Bus zu entführen. Praktischerweise nahe einem Waldgebiet, hätte er ggf. eine Leiche leicht verscharren können.
    Die Mutter des Kindes hatte keine Chance, aber wir Passagiere haben das verhindert. Der Busfahrer hat die Türen geschlossen gelassen, bis dir Polizei da war. Polizei nimmt den Typen mit, nimmt von zwei oder drei Zeugen, einer davon ich, die Personalien auf. Und danach: nichts. Nie wieder was von der Sache gehört.

    Andere Stadt in Deutschland. Vergewaltiger dringt in die Wohnung einer Frau ein, versteckt sich dort für Stunden. Versucht dann, diese zu vergewaltigen. Frau schlägt den Vergewaltiger in die Flucht. Polizei wird gerufen, ist aber lustlos und nimmt nichtmal Spuren auf, obwohl sich der Täter stundenlang in der Wohnung aufgehalten hat. Ermittlungsverfahren eingestellt. Klar, wenn man gar nicht erst ermittelt, hat man nix. Eine ganze Serie von Vergewaltigungen und versuchten Vergewaltigung in dieser Stadt. Hat die Polizei nicht wirklich interessiert.

    Ich könnte eine ganze Latte solcher Fälle aufzählen.
    Andere haben schon an bekannte Fälle erinnert, in denen die Polizei bei Gewaltverbrechen einfach nur zugeguckt hat, oder sich vom Tatort entfernt hat.

    Warum sollte es also Bürger in diesem Land jucken, ob ein Polizist gemeuchelt wird, wenn es der Großteil der Polizei Verbrechen ignoriert, solange es sich nicht entweder um Mord handelt, oder Polizeiaktivitäten politisch erwünscht sind? Vielleicht war sogar der Typ, der ihn umgelegt hat, einer von denjenigen, deren frühere Straftaten die Polizei ignoriert hat.

    Wenn ich weiter nachdenke, komme ich zu dem Schluss, dass es in meinem Interesse ist, dass Polizisten Opfer von Verbrechen werden. Je mehr, desto besser. Ist ein Polizist das Opfer, dann wird wenigstens ermittelt, anstatt nix zu tun und nach ein paar Monaten einzustellen.

  27. prior meint: (6.2.2010 um 11:44) AntwortenReply to this comment

    @Hanz: dem hippokratischen eid nach, den jeder arzt zu beachten hat, ist es einem arzt eben NICHT freigestellt, ob er jemanden behandelt oder nicht. mal davon abgesehen ist dies auch gesetzlich geregelt, daß ärzte eine behandlung nicht verweigern dürfen. steht ja auch am ende des artikels. aber lesen und verstehen sind 2 dinge, wie man wieder sieht.

    es wird schon seine gründe haben, wieso der herr polizist ermordet wurde. vielleicht spurte er auch nach empfang einer bestechungssumme nicht so, wie der pate es wollte. und DIESE angebote sollte man nicht ablehnen, wenn man sich einmal kaufen ließ.

  28. Kand.in.Sky (Link) meint: (6.2.2010 um 11:46) AntwortenReply to this comment

    - Mordverdächtiger geblitzt

    Der Polizist wurde mit einem Messer in der Garage ermordet. Das ist natürlich übel. Und nicht so gerechtgertigt wie mit 16 Schüssen, davon 12 getroffen und von denen 7 in den Rücken, auf einen Studenten zu feuern. In Notwehr.

    Wie hat ein OLG in einem anderen Fall entschieden;
    wenn der Umgangston rüde ist gilt "Arschloch" nicht automatisch als Beleidigung.

    #k.

  29. Sebastian C. (Link) meint: (6.2.2010 um 12:38) AntwortenReply to this comment

    @Rrabbit:

    Ich war in Hannover Zeuge, wie ein möglicherweise geistesgestörter Mann versucht hat, ein fremdes Kind aus einem Bus zu entführen. [...] Polizei nimmt den Typen mit, nimmt von zwei oder drei Zeugen, einer davon ich, die Personalien auf. Und danach: nichts. Nie wieder was von der Sache gehört. <blockquote>

    Haben Sie schonmal in Erwägung gezogen, dass man auf Ihre zeugenschaftliche Vernehmung einfach nur verzichtet hat, weil die Mutter des Kindes bereits als Zeugin ausgesagt hat und der Täter geständig war, so dass die Vernehmung weiterer Zeugen, die nur das bereits bekannte Tatgeschehen bestätigen können, entbehrlich war. Nur mal so als Gedankenanstoß.

    <blockquote> Warum sollte es also Bürger in diesem Land jucken, ob ein Polizist gemeuchelt wird [...] Wenn ich weiter nachdenke, komme ich zu dem Schluss, dass es in meinem Interesse ist, dass Polizisten Opfer von Verbrechen werden. Je mehr, desto besser. <blockquote>

    Sie billigen also öffentlich einen begangenen Mord in einem Blog mit mehreren Tausend Lesern täglich. Ich verweise mal auf § 140 StGB.

    Bedenklich finde ich aber auch, dass solche Komentare nicht gelöscht werden.

    </blockquote></blockquote></blockquote>

  30. Hootch meint: (6.2.2010 um 13:23) AntwortenReply to this comment

    @prior:
    1. Ärzte leisten keinen Eid. Gar keinen. Erst recht nicht den Hippokratischen, gegen den wird täglich tausenfach ärztlicherseits verstossen.
    2. Selbstverständlich dürfen sich Ärzte ihre Patienten aussuchen. Patienten dürfen ja auch den Arzt frei wählen. Einzige Einschränkung (gilt aber für beide Seiten): Der akute Notfall. Aber um den geht es hier ja nicht.

    Dass der Arzt als Begründung für die Nichtbehandlung des Patienten die HIV-Infektion angab, dürfe schwer zu beweisen sein, wenn keine Zeugen zugegen waren.
    Der einzige Vorwurf, den man dem Arzt machen kann, ist sein unprofessionelles Verhalten, seine soziale Inkompetenz und sein mangelndes Wissen über die Infektiosität des HI-Viruses.

    Zum Thema Polizistenmord:
    Ich bin kein Freund der Polizei. Einige der Hauptgründe wurden schon in den Kommentaren genannt, daher tippe ich das Ganze jetzt nicht nocheinmal ab.
    Trotzdem würde ich, wenn ich kann, bei der Suche helfen. Hier wurde ein Mensch getötet, darum sollte es gehen.
    Die (durchaus berechtigte) Kritik an der Polizei gehört da einfach nicht hin.

    Grüße!

  31. Quacksilber meint: (6.2.2010 um 14:24) AntwortenReply to this comment

    @Sebastian C.: Rrabbit hat einen Mord gebilligt? Nein.
    Er hat eine Meinung geäussert, die nur dann den öffentlichen Frieden stören könnte, wenn ihm nachgewiesen werden könnte, dass der Vorbehalt seiner Aussage, dass er nämlich "weiter nachgedacht" hat, stattgefunden hat. Das dürfte schwer sein.
    "Wenn ich weiter nachdenke, komme ich zu dem Schluss, dass es in meinem Interesse ist, dass Polizisten Opfer von Verbrechen werden."

  32. Stefan meint: (6.2.2010 um 14:56) AntwortenReply to this comment

    @Hootch:
    Als Kassenarzt darf man sich den Arzt nicht frei aussuchen, nach §76 SGB V hat der Patient frei Arztwahl. Aber nach §95 IV ist der Kassenarzt "zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung berechtigt und verpflichtet", darf also nicht einfach Patienten ablehnen!

  33. Stefan meint: (6.2.2010 um 14:57) AntwortenReply to this comment

    @Hootch:
    Als Kassenpatient darf man sich den Arzt frei aussuchen, nach §76 SGB V hat der Patient frei Arztwahl. Aber nach §95 IV ist der Kassenarzt "zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung berechtigt und verpflichtet", darf also nicht einfach Patienten ablehnen!

  34. Stefan meint: (6.2.2010 um 14:59) AntwortenReply to this comment

    "Als Kasenpatient darf man sich den Arzt frei aussuchen…" Sorry, da ist was in der ersten Zeile durcheinander gekommen

  35. Quacksilber meint: (6.2.2010 um 15:10) AntwortenReply to this comment

    @Quacksilber: Solche Wenn-dann-Konstruktionen (Implikationen) sollten nmD grundsätzlich nicht justitiabel sein, weil sie ggfs. über die Realität gar nichts aussagen. A ==> B bedeutet, dass wenn A falsch ist, B wahr oder falsch sein kann. Der öffentliche Frieden wird eher dadurch gestört, dass häufig Urteile und Gesetze gerade *nicht* der Logik folgen.

  36. Rrabbit meint: (6.2.2010 um 16:35) AntwortenReply to this comment

    @sebastian

    Sie vermischen in unlogischer Weise verschiedene meiner Aussagen und verfälschen dadurch den Sinn.
    Ich billige keinen Mord. Ich lege nur die logischen Konsequenzen des Verhaltens der Polizei dar.

    Es liegt in meinem Interesse, dass die Täter von Straftaten ermittelt und ggf. vor Gericht gestellt werden. Die Polizei ermittelt gründlich, wenn das Opfer der Straftat ein Polizist ist, und deutlich weniger gründlich, häufig lustlos, und auch mal gar nicht, wenn das Opfer der Straftat ein Normalsterblicher ist. Salopp formuliert: wird ein Polizist von einem Unbekannten verprügelt, wird der Täter meistens geschnappt, wird ein Normalsterblicher von einem Unbekannten verprügelt, wird der Täter manchmal geschnappt, meistens nicht.
    Der Rest ist elementare Logik.

    Was die Möglichkeit anbelangt, dass man auf meine zeugenschaftliche Vernehmung verzichtet haben könnte. Könnte man in Erwägung ziehen, wenn die allgemeine Lebenserfahrung wäre, dass die Polizei in solchen Fällen normalerweise engagiert arbeitet. Meine Lebenserfahrung ist da eine andere.

  37. Anon123 meint: (6.2.2010 um 16:38) AntwortenReply to this comment

    Was hat dieser eine Polizist mit Polizeibrutalität oder schlechter Polizeiarbeit zu tun? Quellen bitte. Aus dem Artikel geht das nämlich nicht hervor. Genausowenig, wie ein politisch motivierter Mord deswegen kann ich die Sympathien, die hier einige mit dem Mörder zeigen, nicht wirklich nachvollziehen.

  38. eurowebber meint: (6.2.2010 um 17:12) AntwortenReply to this comment

    Es wundert mich, dass die sicher sehr, ehrenwerte, Firma Euroweb erst jetzt mediale Aufmerksamkeit verdient, bzw. erhält.

    Wer Suchmaschinen zu befragen weiß, kann nachlesen, dass das schon ein "paar Tage" so geht. Wer sich zudem die Mühe macht das Firmenkonstruckt zu durchleuten wird sich wenig wundern warum es ist wie es ist.

    Am schönsten jedoch ist die Bundesagentur für Arbeit und die JobCenter. Trotz Nachweisen, Hinweisen, dass die Firma möglicherweise, eventuell, vielleicht, mutmaßlich, eventuell, leicht unseriös sein könnte oder mit nicht ganz koscheren Mitteln arbeitet, werden "Kunden" gezwungen sich dort zu bewerben.

    Mittelstand sieh dich vor.

  39. Hootch meint: (6.2.2010 um 17:31) AntwortenReply to this comment

    @Stefan:
    Hast recht, ich hatte nur die Berufsordnung im Kopf. Mea culpa

    Grüße!

  40. Kommtpost (Link) meint: (6.2.2010 um 18:19) AntwortenReply to this comment

    ja, wenn man erfahren ist, findet man blöd auf so was hereinzufallen. Aber ich als Selbständiger bekam früher auch häufig Sachen wie "Aktualisierung Ihre Eintrags". Aufgemacht als Telekomauskunft oder Gelbe Seiten fake. Nach dem Motto: Stimmen Ihre Daten noch? Dann bitte per Fax zurücksenden.

    Aber mehrere für Tausend für Werbung zu unterschreiben, als jemand der Rechnen muss, ist schon sehr blauäugig

  41. Bernhard meint: (6.2.2010 um 21:54) AntwortenReply to this comment

    Wenn da 1.300 Klagen anhängig sind, dann ist da was faul. Warum werden diese Klagen nicht zusammengeführt? Wenn 1.300 Zeugen übereinstimmend aussagen, was alles mündlich vereinbart wurde – und hinterher nicht gehalten wurde, sieht die Sache ganz anders aus.

    Schriftlich = Dienstleistungsvertrag
    Mündliche Absprachen entsprechen einem Werkvertrag.

    Man muß die mündlichen Absprachen "nur" beweisen…

  42. abc meint: (6.2.2010 um 22:19) AntwortenReply to this comment

    zu 35 Jahre unschuldig im Knast:

    Aktuell hab ich keine Zeit dafür, aber ich habe mal zu dem Thema "Todesstrafe in den USA" sehr ausführlich recherchiert, und leider ist dies absolut kein Einzelfall, zumal die Betroffenen der Willkür der Behörden oft ziemlich ausgeliefert sind und ihnen über Jahre eine Wiederaufnahme des Verfahrens aufgrund neu hinzugekommener entlastenden Faktoren etc. oft nicht genehmigt wird. Gerade wenn es dann doch genehmigt wurde, stellte sich dafür, dass man meint, gerade bei zum Tod Verurteilten müsse man doch wirklich nur Leute haben, bei denen die Tat zweifelsfrei feststeht, in erschreckend vielen Fällen deren Unschuld heraus. Einige US-Bundesstaaten haben daraus auch Konsequenzen gezogen.
    Umfassende Infos und Benachrichtigung (wenn man den entspr. Newsletter abonniert) zu aktuellen Fällen gibt es hier:
    http://www.ncadp.org/

  43. abc meint: (6.2.2010 um 22:30) AntwortenReply to this comment

    Wie mit Jovan Mirilo ganz offiziell umgegangen wird in Österreich, ist eine Riesensauerei. Leider ist das politische Klima in Österreich zurzeit ziemlich verlottert, und AsylwerberInnen generell können das ausbaden – Österreich hat das dem rechten Rand des Parteienspektrums hier zu verdanken, der sich blöderweise auch die Mitte schon anbiedert (zum Teil auch schon der Teil links der Mitte) und deren einziges Motto aus mehr oder minder unverhohlenen "Ausländer raus! Und mit Ausnahme von ein paar Ausnahmen (Fußballspieler, Popstars, "Schlüsselkräfte") gar nicht erst rein!"-Parolen besteht und die sich im großen und ganzen wenig bis gar nicht um die Hintergründe scheren, z.B. ob es sich um MigrantInnen oder AsylwerberInnen handelt. Nur vor diesem Hintergrund ist es zu verstehen, dass der Schrei der Empörung in diesem Fall nicht nur ungehört verhallt, sondern auch beschämend leise ist.

  44. Loxia meint: (7.2.2010 um 01:38) AntwortenReply to this comment

    @eurowebber:
    Sie werden sich wundern, welche Arbeitsstellen alles als "zumutbar" angesehen werden:
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31631/1.html

  45. Norbert meint: (7.2.2010 um 04:00) AntwortenReply to this comment

    Scheint ein Supercooler Laden zu sein (laut Selbstdarstellung)!

    Euroweb-Karrieren
    http://www.youtube.com/watch?v=XLMXMti8nqQ
    Euroweb Unternehmerpreis 2008 der Stadtsparkasse Düsseldorf
    http://www.youtube.com/watch?v=eJklFTZQkJc
    Euroweb – Entrepreneur des Jahres
    http://www.youtube.com/watch?v=mjrD8pYt0Po
    Bewirb dich jetzt bei Euroweb
    http://www.youtube.com/watch?v=aKSFNFJ-Uqk

  46. der@jurist.de meint: (7.2.2010 um 08:00) AntwortenReply to this comment

    @Bernhard:

    Solch eine Zusammenführung ist nicht möglich.

  47. Klabund (Link) meint: (7.2.2010 um 11:23) AntwortenReply to this comment

    Betr. Euroweb
    Nö. Kein Mitleid mit den geprellten Kunden.
    Vom ersten Monat meiner Selbstständigkeit an wurde versucht mich mit jedem möglichen, juristischen Mittel zu ruínieren. Jeder noch so kleine Pipi-Betrieb gönnt dem Mitbewerber keinen Dreck, und riskiert lieber selbst tausende Euro vor Gericht zu verlieren, wenn die Hoffnung besteht, das der Konkurent am Ende auch nur ein paar Euro weniger hat.
    Die sollen sich richtig informieren vor Vertragsabschluss. Bei mir gab es auch zu keinem Zeitpunkt Anlass dafür, das ich keine Kaufmannseigenschaft habe, als ich mich mit 18 selbstständig gemacht habe und mit Streitwerten von mehreren Millionen Euro konfrontiert wurde.

  48. Rudimentär meint: (7.2.2010 um 11:26) AntwortenReply to this comment

    >>> Mir geht der Mord an dem Polizisten auch am Arsch vorbei. Fühlt sich komisch an, ist aber so.

    Hmm, dann gehen Dir und einigen anderen auch alle Menschen am Arsch vorbei. In jeder Berufsgruppe gibt es Leute mit positiver und negativer Einstellung.
    Daraus aber auf alle Beschäftigten einer bestimmten Gruppe zu schließen, ist so etwas von vorurteilsbehaftet, dass ich nur noch kotzen könnte.

  49. notorischer_falschparker meint: (7.2.2010 um 13:44) AntwortenReply to this comment

    Nah, es ist schon nachvollziehbar, dass Schicksale von Polizisten auf weniger Unverständnis stoßen.

    Polizisten haben – ähnlich wie Soldaten – ein hohes Risiko, während der Berufsausübung zu sterben. Das Risiko ist für Juristen geringer. Wenn es Feuerwehrleute erwischt, oder Leute, die in zusammenfallenden Bürohäusern sterben, das ist schon härter für alle Überlebenden.

    Würden wir (als Staat) weniger hochgerüstete Menschenmengenkontrolleinheiten unterhalten und einsetzen, wäre das Ansehen der Polizei höher. Es gibt nicht ohne Grund Imagepoliersendungen, in denen Freund und Helfer beim Katzenretten und dergleichen gezeigt werden. Das kommt offenbar so gut an, dass man sie bis in die Unis schickt.

    Sobald der Staat hochrüstet, ist etwas faul.
    Für die gesteuerte Menge wird jedoch ein virtueller Pranger erschaffen, an den beliebig ein einzelner oder eine ganze Gruppe gestellt wird. Es trifft ja nur die Fußballfans, die Bürgerrechtler, den Zumwinkel usw. Die Masse, die beobachtet, lief früher an einen zentralen Platz. Dieser Platz kommt schon seit einigen Jahren bis ins Wohnzimmer. Die angesprochenen Instinkte sind die gleichen.

    Dass es solche wie Zumwinkel in ausreichend regelmäßigen Abständen trifft, läßt abschätzen, wie weit die Spanne für die Auswahl der Prangerkandidaten ist, und wo die Grenze ist.

    Der richtige Weg wäre, Polizisten generell gleich hoch zu schätzen wie Feuerwehrleute oder andere anständige Berufsgruppen. In einer Gesellschaft, die sich inzwischen hauptsächlich durch juristische Winkelzüge prägt, ist es zu verstehen (nachvollziehbar), wie Polizisten in Ausübung ihrer Tätigkeit derart verrohen können, dass sie als Teil einer ganzen Berufsgruppe kein Mitleid bei tragischen Vorfällen mehr erlangen.

  50. Rrabbit meint: (7.2.2010 um 14:25) AntwortenReply to this comment

    Jede Berufsgruppe hat letzten Endes das Ansehen, welches der Einschätzung der von dieser Berufsgruppe erbrachten Leistung entspricht.

    Wenn es brennt, dann kommt die Feuerwehr ziemlich schnell, versucht zu löschen, und riskiert dabei manchmal den Arsch. Das wird gewürdigt.

    Die Polizei arbeitet nur in Teilbereichen ähnlich zuverlässig, etwa bei Verkehrsunfällen.

  51. hiro meint: (7.2.2010 um 17:25) AntwortenReply to this comment

    Bezüglich "Polizei tut nichts, wenn sie nicht selbst betroffen ist": Bei einer Aufklärungsquote bei Mord von 97,6% in 2008 ist das Argument wohl nicht haltbar.

    Bezüglich "Imagepoliersendungen": Meine letzten beiden Kontakte mit der Polizei waren "Kann ich da kurz parken?" – "Wie lange? Halbe Stunde? Och… is eh egal, hier bewegt sich in der Zeit sowieso keiner weiter" und "Guten Tag, ich möchte eine Anzeige aufgeben, weil jemand unser Auto zerkratzt hat".

    Die Imagepoliersendungen zeigen den Polizeialltag wahrscheinlich richtiger als die "ACAB"-Vertreter hier im Blog es glauben machen wollen. Will sagen: Beide Seiten wählen ihre Beispiele argumentationsbasiert aus, aber die Polizei hat mehr Auswahl.

    Beschweren sich Fußballfans nicht zurecht, daß sie mit Hooligans in einen Topf geworfen werden? Demonstranten, daß sie für den "schwarzen Block" büßen sollen? Warum soll das bei Polizisten plötzlich in Ordnung sein?

  52. Stefan G. meint: (7.2.2010 um 19:22) AntwortenReply to this comment

    Aufklärungsquote, die:
    Menge der Fälle in denen ein Verdächtiger einem Richter vorgeführt wird (unabhängig vom Urteil) geteilt durch die Menge der Fälle, die als solche überhaupt erkannt werden…

    Ich könnte mit dem einen oder anderen erkannten und nicht aufgeklärt Mord (also mit einer niedrigeren Quote) leben, wenn dafür überhaupt mal mehr als ca. 30% aller Gewaltverbrechen mit Todesfolge als solche behandelt würden…

  53. Rrabbit meint: (7.2.2010 um 19:56) AntwortenReply to this comment

    "Aufklärungsquote" im Sinne der polizeilichen Kriminalstatistik bedeutet nur, dass mindestens ein Tatverdächtiger mit hinreichendem Tatverdacht namentlich ermittelt wurde.

    Es bedeutet nicht
    o dass der Tatverdächtige jemals vor Gericht gestellt wurde
    o dass der Tatverdächtige, falls vor Gericht gestellt, auch verurteilt wurde
    o dass der Tatverdächtige jemals geschnappt wurde
    o dass bei Taten mit mehreren Tätern alle Täter ermittelt, gefasst, vor Gericht gestellt, oder verurteilt wurden

    Auf der Seite der Fallzahlen gibt es ebenfalls massive Probleme.
    Wenn eine Straftat der Polizei zur Kenntnis gebracht wird, hat das nicht unbedingt eine Anzeigenaufnahme und Registrierung zur Folge.
    Wenn die Polizei auf den Privatklageweg verweist, oder sagt "ne, dass ist uns zu dünn", oder "interessiert uns nicht", dann taucht das in der Statistik nicht auf. Wenn die Polizei während ihrer Ermittlungen fälschlicherweise zu einem anderen Schluss kommt (bei Mordverdacht etwa natürliche Todesursache oder Selbstmord), dann wird die Tat von der Statistik nicht erfasst.

  54. Sebastian C. (Link) meint: (7.2.2010 um 23:07) AntwortenReply to this comment

    @Rrabbit:

    Wenn die Polizei auf den Privatklageweg verweist, oder sagt "ne, dass ist uns zu dünn", oder "interessiert uns nicht", dann taucht das in der Statistik nicht auf. Wenn die Polizei während ihrer Ermittlungen fälschlicherweise zu einem anderen Schluss kommt (bei Mordverdacht etwa natürliche Todesursache oder Selbstmord), dann wird die Tat von der Statistik nicht erfasst.

    Davon stimmt nun leider überhaupt nichts.

    1.
    Die Polizei verweist nicht auf den Privatklageweg sondern die StA. Zu diesem Zeitpunkt ist die Tat bereits in der PKS erfasst.

    2.
    Die Polizei entscheidet auch nicht darüber, ob etwas zu "dünn" ist. Auch Anzeigen gegen Unbekannt ohne Ermittlungsansatz werden in der PKS erfasst.

    3.
    "interessiert uns nicht" ist auch totaler blödsinn, insbesondere in Hinblick auf § 258a StGB.

    4.
    Nicht die Polizei leitet die Ermittlungen sondern die StA! Bei Verdacht auf unnatürlichen Tod gilt zudem § 159 StPO. Die Annahme, dass die gesamte Statistik verfälscht wird, weil permanent "fälschlicherweise" ein Mord übersehen wird entbehrt jeglicher Grundlage.

  55. Rrabbit meint: (8.2.2010 um 03:06) AntwortenReply to this comment

    Nehmen wir mal die Statistik der Polizei Duisburg, 2008.

    1105 Todesermittlungen
    914 natürlicher Tod festgestellt
    ein paar Selbstmorde, Unfälle, und Wasserleichen
    Bleiben in der Statistik 21 Straftaten gegen das Leben mit "100% Aufklärungsquote". Darunter 7 Mordhandlungen.

    Sind bei den 1105 Todesermittlungen 0.5% schiefgelaufen und es war doch Mord, dann wären das 5-6 unaufgeklärte Morde. Damit die Statistik für die Aufklärungsquote bei Mord halbwegs korrekt sein kann, müsste also die Polizei bei Todesermittlungen praktisch fehlerfrei arbeiten, und jeden Mord als solchen erkennen.

  56. kizushi meint: (8.2.2010 um 07:28) AntwortenReply to this comment

    Wenn ein Zahnarzt einen HIV-Positiven nicht behandeln will kann ich das noch halbwegs nachvollziehen… Wenn eine Zahnärztin einen jungen Muslim wegen seines Vornamens nicht behandeln will klappt das weniger gut…

  57. marcus05 meint: (8.2.2010 um 09:09) AntwortenReply to this comment

    @hiro:

    Der Unterschied zwischen Polizisten und den Fans, Demonstranten, ist dass die letzteren zur Aufklärung der Straftaten ihrer schwarzen Schafe beitragen.

  58. EX-Euroweb Freelancer meint: (8.2.2010 um 09:55) AntwortenReply to this comment

    Hi,

    Euroweb zock nicht nur unbedarfte Kunden ab, sonder auch
    die Mitarbeiter die die Webseiten erstellen, ich bin freiberuflicher Webdesigner und hab mal 3 Monate für die Firma gearbeitet. Die bezahlen pro Website gerade einmal 300.- an den Designer für das Geld muss man dann 3 ver. Designs erstellen und sich auch noch persönlich mit den Kunden rumschlagen.
    Ich hab nach 3 Aufträgen dort aufgehört.
    Ist ein komischer Verein, aber ich muss auch den anderen Kommentaren zustimmten, in Deutschland herrscht Vertragsfreiheit und man hat als Selbständiger noch mehr auf AGB zu achten als als Privatperson. Und wenn man einem Vertreter glaubt was er alles erzählt ohne es schriftlich festzuhalten, ist das auch schon irgendwie fahrlässig.

  59. Christian meint: (8.2.2010 um 12:01) AntwortenReply to this comment

    Die Verachtung und der Hass der hier pauschal einer Berufsgruppe entgegengebracht wird, ist schon der Hammer. Ich selbst sehe die Polizei auch nicht durch die rosarote Brille und Kritik ist oft angebracht. Es gibt sicherlich schlechte Polizisten, unfaire Polizisten, rassistische Polizisten, gewalttätige Polizisten und kriminelle Polizisten. Und es gibt auch sicherlich in unserem Rechtsstaat vieles das im Argen liegt. Daran besteht für mich kein Zweifel.
    Aber, nichts davon rechtfertigt einer ganzen Berufsgruppe oder auch nur einen einzigen uns unbekannten Polizisten solch einen Hass entgegenzubringen. Zu aller erst sollte immer der Mensch an sich stehen. Egal welchen Beruf er ausübt, welches Hobby er hat, welcher Religionsgemeinschaft er sich zugehörig bekennt oder welche politische Gesinnung er hat. Es ist ein Mensch umgebracht worden, dieser Mensch wird Familie gehabt haben und Freunde. Menschen die jetzt um ihn trauern. Zumindest diesen Menschen sollte man nicht pauschal nochmal mit Worten virtuell in den Unterleib treten nur weil es bei der Polizei auch schwarze Schafe gibt.

  60. anonym meint: (8.2.2010 um 16:45) AntwortenReply to this comment

    Daß die Polizei in D verhaßt ist, hat doch ganz konkrete Gründe. Diese einfach nicht sehen zu wollen und lieber rumzujammern oder alles gewaltsam ins Allgemeinmenschliche zerren zu wollen, ist in keiner Weise angebracht. Natürlich kann man es – berechtigterweise – bedauern, wenn jemand umgebracht wurde. Völlig in Ordnung. Aber auch mir geht es so, daß ich einen toten Polizisten eher weniger bedaure als eine ermordete Zivilperson (auch wenn das vielleicht bei der konkreten Person gar nicht angebracht wäre), weil ich allen Polizisten mißtraue.

    Gerade bei der Polizei gibt es überdurchschnittlich viele Dummköpfe, die dann, im Gegensatz zu zivilen Dummköpfen, die Staatsgewalt ausüben. Da dies oft in kritikwürdiger, teils sogar in skandalöser Weise passiert, steht die Polizei in ihrer Gesamtheit am moralischen Pranger – zumindest bei kritischen Bürgern. Daran ist weder etwas erstaunlich noch bejammernswert. Das Thema wurde hier schon -zigmal durchgekaut; einige weigern sich immer wieder, etwas davon zu begreifen. (Ich darf hier an das Gen. Sheridan zugeschriebene Zitat erinnern: "The only good Indian is a dead Indian".)

  61. ondamaris (Link) meint: (9.2.2010 um 07:43) AntwortenReply to this comment

    um ein wenig die lage zur behandlungspflicht "aufzuhellen":
    aufgrund zahlreicher nachfragen habe ich Silke Eggers, Referentin für Soziale Sicherung und Pflege der Deutschen Aids-Hilfe gebeten, in einem interview die sachlage zu erläutern:
    HIV-positiv beim Arzt: Behandlungspflicht – oder nicht?
    http://www.ondamaris.de/?p=16359

  62. Rallemann meint: (10.2.2010 um 18:15) AntwortenReply to this comment

    Polizistenmord: Auch ich kann nicht verstehen, wie man den Mord an diesem Polizisten gutheissen, zumindest aber milder sehen kann als einen Mord an Otto-Normalbürger. Selbst bei den üblichen "Polizistenhassern" hier im Blog. Der Mann ist nicht im Dienst, in seiner Eigenschaft als Polizist, ermordet worden! Es ist somit "eigentlich" kein Polizist, sondern "nur" ein "Mensch" ermordet worden. Insofern liegt # 60 falsch, wenn er schreibt, es sei ein Polizist, keine Zivilperson ermordet worden. Auch # 49 hat offenbar überlesen, dass der Mord in der Freizeit stattfand. Wusste der Mörder überhaupt vom Beruf des Opfers?

    Übrigens, für die, die Feuerwehrleute höher bewerten als Polizisten: immer wieder werden als Brandstifter Feuerwehrleute entlarvt, die als Helden dastehen wollten oder einfach Spaß am Feuer(und -löschen) haben.

    Täglich verrichten tausende Polizisten ihren Dienst so, dass er uns allen nützt. Warum wird hier immer drauf los geprügelt, wegen einer unbekannten Zahl schwarzer Schafe? Warum kein Anwalts-Bashing, wo es doch Frhr v. G. und Frau Katja G. und Konsorten gibt? (Frage ist rhetorisch, ich weiß, dass dies der LAW-Blog ist)

  63. anonym meint: (10.2.2010 um 19:10) AntwortenReply to this comment

    @ Rallemann
    Über das Motiv ist bislang überhaupt nichts bekannt. Also weiß man nicht, warum der Polizist getötet wurde. Alle Ihre diesbezüglichen Annahmen sind damit spekulativ. Sicher ist nur, daß er tot ist. Etwas weniger Aufregung bei diesem Thema wäre wünschenswert, ist aber vmtl. nicht zu haben.

  64. Rallemann meint: (11.2.2010 um 11:13) AntwortenReply to this comment

    @anonym: ICH habe doch gar nicht spekuliert. Ich habe darauf aufmerksam gemacht, dass ein Polizist in Freizeit (und ohne Uniform) ermordet wurde. Ich habe ja die FRAGE aufgeworfen, ob der Mörder den Beruf des Opfers kannte.

    Die Vor-Autoren haben so getan, als sei der Mann in seiner Eigenschaft als Polizist ermordet worden und habe es insofern gewissermaßen stellvertretend für die brutalen, rechtsbrecherischen, … Kollegen quasi verdient.

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