Eine Frage hätte ich da ja schon – wenn ich in den Medien von „Rechten“ lese, demonstrieren die nie, die marschieren immer. Marschieren die wirklich oder wird das nur so geschrieben, damit's irgendwie „nazimäßiger“ klingt?
Interessant auch – Ärgern sich selbst über das Demonstrationsverbot, aber wollen diejenigen, die offensichtlich andere Ansichten haben, auch nicht demonstrieren lassen wollen.
Stefan meint:
(16.2.2010 um 19:25) Antworten
@Timo Reitz:
Diese Veranstaltung der Nazis zum 13.2. heißt offiziell "Trauermarsch", insofern (in dem Fall) korrekt.
zu "Es fehlen die Normalos":
Sehr schöner Text, kann ich in allen Teilen zustimmen! Habe einen sehr ähnlichen Tag verlebt, nur das ich selber aus Dresden komme. Fand es allerdings schade, dass die Teilnehmer der Blockaden zu gefühlten 80% nicht aus Dresdnern bestanden. Die waren ja alle bei der tollen, symbolischen Menschenkette…
Christian meint:
(16.2.2010 um 19:31) Antworten
Die dresdner Bürger tragen meiner Meinung aber auch eine gewissen Mitschuld an den (Zitat: Spiegel TV – Magazin): braunen Kaffeefahrten.
Wenn die Dresdner nicht jedes Mal so ein Tamtam machen würden um ihre Stadt und den 2. Weltkrieg, dann hätten die Rechten auch gar nicht diese Bühne und würden erst gar nicht in die Stadt kommen.
Außerdem ist nicht nur Dresden den Brandbomben zum Opfer gefallen. Würzburg, Nürnberg und besonders auch Plauen waren schwer zerstört. Die Bürger dort machen aber nicht so eine politische Aktion daraus.
Any meint:
(16.2.2010 um 19:34) Antworten
"Wie der Schriftsteller Ingo Schulze am Jahrestag der Zerstörung Dresdens zum Radikalen wurde und den Neonazi-Aufmarsch verhinderte."
Für seine heroische Tat war sich Ingo Schulze nicht zu schade, mehr als 10.000 Statisten, darunter Kinder und schwangere Frauen, anzuwerben. Wie im Herbst '89 bahnt Ingo Schulze der Freiheit auf der Straße ihren Weg. Ingo Schulze, Held der vereinigten Republik. http://www.ingoschulze.com
Die Verhinderung des Dresdner Neonazi- Aufmarsches am Samstag durch tausende Blockierer ist nach Ansicht des Chemnitzer Politologen Eckhard Jesse „eine Niederlage für den Rechtsstaat“. Damit hätten sich die Neonazi-Gegner „über Recht und Gesetz hinweg gesetzt“, sagte Jesse am Montag in Chemnitz. Wenn Gerichte den Rechtsextremen einen Aufmarsch gestatten, müsse dieser gewährt werden.
Fragender meint:
(16.2.2010 um 19:43) Antworten
§ 21 Versammlungsgesetz
Wer in der Absicht, nichtverbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
—
Hat sich Ingo Schulze da sogar strafbar gemacht ?
Stefan meint:
(16.2.2010 um 19:52) Antworten
Kann §21 auf eine einzelne Person angewendet werden kann, die friedlich auf der Straße steht?
anonym meint:
(16.2.2010 um 19:59) Antworten
Jesse mag nicht völlig unrecht haben. Allerdings sollte das "politische Wesen" etwas mehr im Blick haben als "nur" den Rechtsstaat. Ingo Schulzes Bericht scheint mir sehr treffend zu sein.
Es ist gerade die Symbolpolitik einer dubiosen Figur wie der Dresdner OB, die die Gesellschaft, in zudem unnötiger Weise, spaltet. Die (meisten) Politiker sind gegenüber den Neo-Nazis hilflos, forden deshalb die Bevölkerung zum (berechtigten) Widerstand auf; wer letzteres ernstnimmt, gilt schnell als "linker Chaot". Dabei sind es eben gerade diese Leute, die seit vielen Jahren den Kopf hinhalten.
Ich kenne Dresden seit etlichen Jahrzehnten. Der 13. Februar ist ein Traditionsdatum seit 60 Jahren. Da jetzt plötzlich zu sagen, nehmt Euch mal zurück, ist unsinnig und an der Realität vorbei (selbst wenn es jemand für wünschenswert hielte).
Jörg Sorglos meint:
(16.2.2010 um 20:12) Antworten
@Fragender:
Ich bin sicher irgendein Staatsanwalt in Bayern bereitet gerade eine Klage vor.
Selbstverständlich, das ist dann eine sog. gemeinsame Tatbegehung, wenn alle "so Rumstehenden" gezielt gemeinsam nebeneinander stehen, um den Tatbestand eines Strafgesetzes zu verwirklichen, hier
"Wer in der Absicht, nichtverbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern …, grobe Störungen verursacht,…"
informant meint:
(16.2.2010 um 20:54) Antworten
Ganz so friedlich war der Protest von Ingo Schulze und Co. wohl doch nicht:
"German riots on 65th anniversary of Dresden bombing"
IO meint:
(16.2.2010 um 21:02) Antworten
Also ich hab ja eine deutlich andere Meinung als "die Rechten".
Aber wie kann man auf die Idee kommen irgendetwas zu verbessern, indem man anderen deren demokratischen Rechte nimmt? Gegendemonstration schön und gut, aber eben KEINE Behinderung. Ansonsten gibt es moralisch nur noch sehr wenig Unterschied.
egal meint:
(16.2.2010 um 22:03) Antworten
Die Rechtsextremen setzen sich dafür ein, dass anderen gewisse Rechte genommen werden und heulen dann rum, wenn man ihnen einige Rechte nicht gewähren will.
Gehört meiner Meinung nach eh verboten, da nicht mit dem Grundkonsens unserer pluralistischen Ordnung vereinbar.
IO meint:
(16.2.2010 um 22:29) Antworten
Und die Linken setzen sich dafür ein, das andere anderen nicht gewisse Rechte nehmen, indem sie anderen gewisse Rechte nehmen.
Das paßt für mich einfach nicht zusammen.
hmmmm meint:
(16.2.2010 um 22:31) Antworten
Ich frage mich, was mit der Vereitelung genehmigter Demonstrationen bezweckt werden soll ?
Wenn man den Menschen die Möglichkeit nimmt, sich auf legale Weise zu äußern, treibt man sie letztendlich in die Illegalität. Welche Schlußfolgerungen sollen die Rechten daraus ziehen, dass sie zwar laut Gericht demonstrieren dürfen, ihnen dieses Recht aber auf illegale Weise immer wieder genommen wird?
Will der Staat die Rechten kriminalisieren? Wozu?
Anmelder der Demo in Dresden war nicht die NPD. Der Wunsch, auf diese Weise neue Munition für ein NPD-Verbot zu sammeln, kann also nicht dahinterstehen.
hiro meint:
(16.2.2010 um 22:34) Antworten
Kondome: Hach ja, damals, die erste Kondom-Anwendung… wie ich die Dinger gehaßt habe. Hat Monate gedauert, bis meine Freundin die etwas großzügiger geschnittene Variante entdeckt hat. Wenn man das heutigen Jugendlichen erzählt, daß jemand sich vor seinen ersten paar Malen nicht über das Internet mit den nötigen Informationen und passendem Sexspielzeug versorgt hat, lachen die sich doch – na was wohl? – schlapp.
Dresden: Warum gelten "Bürgerrechte" unter Linken eigentlich immer nur für die eigene Meinung? Aber hey: Nazis zu Märtyrern zu machen ist bestimmt die richtige Lösung.
F L A M E meint:
(16.2.2010 um 23:13) Antworten
Biohacking ist geil, demnächst kann ich meine zukünftige Partnerin dann mal screenen ob unsere vielleicht zukünftigen Kinder nicht ein so trauriges Schicksal erleiden wie G. Westerwelle.
Finde ich gut im "Do it yourself" Verfahren die Gene meiner Mitmenschen analysieren und bewerten zu können.
Als Arbeitgeber ist das auch eine echte Chance für ein weniger florierendes mittelständiges Unternehmen.
Willst Du demnächst mein Freund sein,
dann schick schnell etwas Speichel ein….
007 meint:
(17.2.2010 um 07:10) Antworten
Warum hat Ingo Schulze nicht auch davon berichtet:
Der 65. Jahrestag der Bombardierung Dresdens ist jährlich am 13. Februar Anlass zu stillem und ehrenvollen Gedenken. Dies wird nicht zuletzt durch die Bevölkerung Dresdens, sondern auch durch demokratische Kräfte unseres Bundeslandes und der Bundesrepublik zum Ausdruck gebracht. Erschreckend ist in diesem Zusammenhang, das sich unter diese Demokraten linke Gewalttäter mischten, die weder demokratisch noch friedlich sind und dann auch noch Rückendeckung durch die Medien und Mitglieder des Bundestages bzw. Mitglieder des Landtages erhielten.
Linke Gewalttäter brannten Barrikaden ab, Schlugen bei einer Deutschen Bank Scheiben ein, zerstörten Polizeifahrzeuge und griffen in einer menschverachtenden Art und Weise die eingesetzten Polizeibeamten an, beleidigten und verletzten diese unter dem sehenden Auge von Europaparlamentariern, Bundestagsmitgliedern und Landtagsmitgliedern.
watcher meint:
(17.2.2010 um 07:27) Antworten
nur zur Richtigkeit:
der 65. Jahrestag ist jährlich am 13. Februar!
Max meint:
(17.2.2010 um 08:11) Antworten
@007: Natürlich schreibt die Polizei, dass die Polizisten auf menschenverachtende Weise angegriffen wird.
Aber die Bilder wo die 3 Polizisten den wehrlose friedlichen Demonstranten mit dem Fahrrad zusammenschlagen ist leichte Gewaltanwendung, passend auf zum Thema unter der die Demo damals stand: "Freiheit statt Angst". http://www.youtube.com/watch?v=TDYfm-NsXq8
(Für die dies vergessen haben)
noamik meint:
(17.2.2010 um 10:32) Antworten
Ball flach halten. Wer als politisches Ziel die Einschränkung der allgemeinen Bürger- und Menschenrechte hat, kann diese eben nicht zur Erreichung dieses Ziels für sich selbst einfordern.
Und was den Zweck der Blockaden angeht: danach kann nur jemand fragen, der sich mit dem Weltbild der Rechten nie auseinandergesetzt hat. Aus deren Sicht vertreten sie die stumme Mehrheit der Deutschen. Sich ihren Aktionen massiv entgegenzustellen, trägt dazu bei diese Sicht zu erschüttern. Dafür braucht es natürlich die Mitwirkung der "Anständigen". Linksextreme Aktionen helfen da nur bedingt weiter.
Kand.in.Sky meint:
(17.2.2010 um 10:37) Antworten
der 65. Jahrestag ist jährlich am 13. Februar!
#k.
Ach Nö. meint:
(17.2.2010 um 10:53) Antworten
@Kondome
Entgegen der sensationsheischenden Berichterstattung war das mitnichten das Ergebniss der Studie. Die Studie besagte lediglich: "Conclusions Men and their female sex partners may benefit from public health efforts designed to promote the improved fit of condoms." Das mit den Kondomgrößen war eine Anekdote des Forschers aus einem Podcast – also NICHT das Ergebniss der Studie. Weiterhin haben die Forscher die methodischen "Defizite" Ihrer Forschung selbst anerkannt. http://www.sciencedaily.com/releases/2010/02/100216140313.htm und http://sti.bmj.com/content/86/1/36
Stuff meint:
(17.2.2010 um 17:35) Antworten
Was zur alljährlichen Dresden-Krokodilstränenschwemme: http://en.wikipedia.org/wiki/Bombing_of_Helsinki_in_World_War_II#References
Dort kann man sich anschauen, was gegen Bombardements von Städten dazumals unternommen werden konnte. Sowas war natürlich den deutschen Eliten zu teuer! Krieg führen – den totalen womöglich – und dann plärren, wenn der Feind seine Waffen auch einsetzt.
Verfolgende Unschuld, wie üblich.
Weiter unten stehen dort die allermeisten Städte, die Bombenangriffe erlebten angeführt: Rotterdam beispielsweise war ausschlaggebend für die Kapitulation Hollands, Tokio erschien der japanischen Führungsriege trotz der Opferzahlen so hoch wie Hiroshima und Nagasaki zusammengezählt (!) als zumutbar und dass wegen brennender Städte in Deutschland jemand Kapitulation überlegt hätte – schlicht unvorstellbar!
Stuff
anonym meint:
(17.2.2010 um 18:05) Antworten
Es wird ja, durch die ganzen letzten 60 Jahre hindurch, immer wieder behauptet, daß bestimmte Luftangriffe militärisch sinnlos gewesen seien. Diese Behauptungen werden nicht belegt, aber dafür unwidersprochen hingenommen.
Im Fall Dresden hätte ich daran aber schon Zweifel. Und außerdem war es ein erklärtes Kriegsziel der Alliierten, die Moral der Deutschen zu untergraben. Wer will behaupten, daß das nicht gelungen wäre? Wenn man sich nur mal die Jammertruppe im Reichskanzlei-Bunker vorstellt. Sie mußten sich sogar noch selbst vergiften! Ich denke, daß die Alliierten ihr Ziel also letztlich erreicht haben. Und wenn der 2. WK aus alliierter Sicht ein gerechtferigter Krieg war, dann waren doch auch die Luftangriffe auf Deutschland angemessen. (Zuerst erfolgte die deutsche Bombardierung Englands.)
Unabhängig davon kann man doch niemandem der Betroffenen das Recht absprechen, unglücklich über das erfolgte Bombardement zu sein, auch in Dresden nicht.
Zu „Es fehlen die Normalos“:
Eine Frage hätte ich da ja schon – wenn ich in den Medien von „Rechten“ lese, demonstrieren die nie, die marschieren immer. Marschieren die wirklich oder wird das nur so geschrieben, damit's irgendwie „nazimäßiger“ klingt?
Interessant auch – Ärgern sich selbst über das Demonstrationsverbot, aber wollen diejenigen, die offensichtlich andere Ansichten haben, auch nicht demonstrieren lassen wollen.
@Timo Reitz:
Diese Veranstaltung der Nazis zum 13.2. heißt offiziell "Trauermarsch", insofern (in dem Fall) korrekt.
zu "Es fehlen die Normalos":
Sehr schöner Text, kann ich in allen Teilen zustimmen! Habe einen sehr ähnlichen Tag verlebt, nur das ich selber aus Dresden komme. Fand es allerdings schade, dass die Teilnehmer der Blockaden zu gefühlten 80% nicht aus Dresdnern bestanden. Die waren ja alle bei der tollen, symbolischen Menschenkette…
Die dresdner Bürger tragen meiner Meinung aber auch eine gewissen Mitschuld an den (Zitat: Spiegel TV – Magazin): braunen Kaffeefahrten.
Wenn die Dresdner nicht jedes Mal so ein Tamtam machen würden um ihre Stadt und den 2. Weltkrieg, dann hätten die Rechten auch gar nicht diese Bühne und würden erst gar nicht in die Stadt kommen.
Außerdem ist nicht nur Dresden den Brandbomben zum Opfer gefallen. Würzburg, Nürnberg und besonders auch Plauen waren schwer zerstört. Die Bürger dort machen aber nicht so eine politische Aktion daraus.
"Wie der Schriftsteller Ingo Schulze am Jahrestag der Zerstörung Dresdens zum Radikalen wurde und den Neonazi-Aufmarsch verhinderte."
Für seine heroische Tat war sich Ingo Schulze nicht zu schade, mehr als 10.000 Statisten, darunter Kinder und schwangere Frauen, anzuwerben. Wie im Herbst '89 bahnt Ingo Schulze der Freiheit auf der Straße ihren Weg. Ingo Schulze, Held der vereinigten Republik. http://www.ingoschulze.com
Zum Thema Dresden:
http://nachrichten.lvz-online.de/nachrichten/mitteldeutschland/chemnitzer-politologe-kritisiert-blockierer-von-neonazi-aufmarsch/r-mitteldeutschland-a-16174.html
Die Verhinderung des Dresdner Neonazi- Aufmarsches am Samstag durch tausende Blockierer ist nach Ansicht des Chemnitzer Politologen Eckhard Jesse „eine Niederlage für den Rechtsstaat“. Damit hätten sich die Neonazi-Gegner „über Recht und Gesetz hinweg gesetzt“, sagte Jesse am Montag in Chemnitz. Wenn Gerichte den Rechtsextremen einen Aufmarsch gestatten, müsse dieser gewährt werden.
§ 21 Versammlungsgesetz
Wer in der Absicht, nichtverbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
—
Hat sich Ingo Schulze da sogar strafbar gemacht ?
Kann §21 auf eine einzelne Person angewendet werden kann, die friedlich auf der Straße steht?
Jesse mag nicht völlig unrecht haben. Allerdings sollte das "politische Wesen" etwas mehr im Blick haben als "nur" den Rechtsstaat. Ingo Schulzes Bericht scheint mir sehr treffend zu sein.
Es ist gerade die Symbolpolitik einer dubiosen Figur wie der Dresdner OB, die die Gesellschaft, in zudem unnötiger Weise, spaltet. Die (meisten) Politiker sind gegenüber den Neo-Nazis hilflos, forden deshalb die Bevölkerung zum (berechtigten) Widerstand auf; wer letzteres ernstnimmt, gilt schnell als "linker Chaot". Dabei sind es eben gerade diese Leute, die seit vielen Jahren den Kopf hinhalten.
Ich kenne Dresden seit etlichen Jahrzehnten. Der 13. Februar ist ein Traditionsdatum seit 60 Jahren. Da jetzt plötzlich zu sagen, nehmt Euch mal zurück, ist unsinnig und an der Realität vorbei (selbst wenn es jemand für wünschenswert hielte).
@Fragender:
Ich bin sicher irgendein Staatsanwalt in Bayern bereitet gerade eine Klage vor.
@Stefan:
Selbstverständlich, das ist dann eine sog. gemeinsame Tatbegehung, wenn alle "so Rumstehenden" gezielt gemeinsam nebeneinander stehen, um den Tatbestand eines Strafgesetzes zu verwirklichen, hier
"Wer in der Absicht, nichtverbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern …, grobe Störungen verursacht,…"
Ganz so friedlich war der Protest von Ingo Schulze und Co. wohl doch nicht:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/8514246.stm
"German riots on 65th anniversary of Dresden bombing"
Also ich hab ja eine deutlich andere Meinung als "die Rechten".
Aber wie kann man auf die Idee kommen irgendetwas zu verbessern, indem man anderen deren demokratischen Rechte nimmt? Gegendemonstration schön und gut, aber eben KEINE Behinderung. Ansonsten gibt es moralisch nur noch sehr wenig Unterschied.
Die Rechtsextremen setzen sich dafür ein, dass anderen gewisse Rechte genommen werden und heulen dann rum, wenn man ihnen einige Rechte nicht gewähren will.
Gehört meiner Meinung nach eh verboten, da nicht mit dem Grundkonsens unserer pluralistischen Ordnung vereinbar.
Und die Linken setzen sich dafür ein, das andere anderen nicht gewisse Rechte nehmen, indem sie anderen gewisse Rechte nehmen.
Das paßt für mich einfach nicht zusammen.
Ich frage mich, was mit der Vereitelung genehmigter Demonstrationen bezweckt werden soll ?
Wenn man den Menschen die Möglichkeit nimmt, sich auf legale Weise zu äußern, treibt man sie letztendlich in die Illegalität. Welche Schlußfolgerungen sollen die Rechten daraus ziehen, dass sie zwar laut Gericht demonstrieren dürfen, ihnen dieses Recht aber auf illegale Weise immer wieder genommen wird?
Will der Staat die Rechten kriminalisieren? Wozu?
Anmelder der Demo in Dresden war nicht die NPD. Der Wunsch, auf diese Weise neue Munition für ein NPD-Verbot zu sammeln, kann also nicht dahinterstehen.
Kondome: Hach ja, damals, die erste Kondom-Anwendung… wie ich die Dinger gehaßt habe. Hat Monate gedauert, bis meine Freundin die etwas großzügiger geschnittene Variante entdeckt hat. Wenn man das heutigen Jugendlichen erzählt, daß jemand sich vor seinen ersten paar Malen nicht über das Internet mit den nötigen Informationen und passendem Sexspielzeug versorgt hat, lachen die sich doch – na was wohl? – schlapp.
Dresden: Warum gelten "Bürgerrechte" unter Linken eigentlich immer nur für die eigene Meinung? Aber hey: Nazis zu Märtyrern zu machen ist bestimmt die richtige Lösung.
Biohacking ist geil, demnächst kann ich meine zukünftige Partnerin dann mal screenen ob unsere vielleicht zukünftigen Kinder nicht ein so trauriges Schicksal erleiden wie G. Westerwelle.
Finde ich gut im "Do it yourself" Verfahren die Gene meiner Mitmenschen analysieren und bewerten zu können.
Als Arbeitgeber ist das auch eine echte Chance für ein weniger florierendes mittelständiges Unternehmen.
Willst Du demnächst mein Freund sein,
dann schick schnell etwas Speichel ein….
Warum hat Ingo Schulze nicht auch davon berichtet:
http://www.dpolg-sachsen.de/aktuelles/150210-presserklaerung/index.html
Gewalt gegen Polizeibeamte in Dresden
Der 65. Jahrestag der Bombardierung Dresdens ist jährlich am 13. Februar Anlass zu stillem und ehrenvollen Gedenken. Dies wird nicht zuletzt durch die Bevölkerung Dresdens, sondern auch durch demokratische Kräfte unseres Bundeslandes und der Bundesrepublik zum Ausdruck gebracht. Erschreckend ist in diesem Zusammenhang, das sich unter diese Demokraten linke Gewalttäter mischten, die weder demokratisch noch friedlich sind und dann auch noch Rückendeckung durch die Medien und Mitglieder des Bundestages bzw. Mitglieder des Landtages erhielten.
Linke Gewalttäter brannten Barrikaden ab, Schlugen bei einer Deutschen Bank Scheiben ein, zerstörten Polizeifahrzeuge und griffen in einer menschverachtenden Art und Weise die eingesetzten Polizeibeamten an, beleidigten und verletzten diese unter dem sehenden Auge von Europaparlamentariern, Bundestagsmitgliedern und Landtagsmitgliedern.
nur zur Richtigkeit:
der
65. Jahrestag ist jährlich am 13. Februar!@007: Natürlich schreibt die Polizei, dass die Polizisten auf menschenverachtende Weise angegriffen wird.
Aber die Bilder wo die 3 Polizisten den wehrlose friedlichen Demonstranten mit dem Fahrrad zusammenschlagen ist leichte Gewaltanwendung, passend auf zum Thema unter der die Demo damals stand: "Freiheit statt Angst".
http://www.youtube.com/watch?v=TDYfm-NsXq8
(Für die dies vergessen haben)
Ball flach halten. Wer als politisches Ziel die Einschränkung der allgemeinen Bürger- und Menschenrechte hat, kann diese eben nicht zur Erreichung dieses Ziels für sich selbst einfordern.
Und was den Zweck der Blockaden angeht: danach kann nur jemand fragen, der sich mit dem Weltbild der Rechten nie auseinandergesetzt hat. Aus deren Sicht vertreten sie die stumme Mehrheit der Deutschen. Sich ihren Aktionen massiv entgegenzustellen, trägt dazu bei diese Sicht zu erschüttern. Dafür braucht es natürlich die Mitwirkung der "Anständigen". Linksextreme Aktionen helfen da nur bedingt weiter.
der 65. Jahrestag ist jährlich am 13. Februar!
#k.
@Kondome
Entgegen der sensationsheischenden Berichterstattung war das mitnichten das Ergebniss der Studie. Die Studie besagte lediglich: "Conclusions Men and their female sex partners may benefit from public health efforts designed to promote the improved fit of condoms." Das mit den Kondomgrößen war eine Anekdote des Forschers aus einem Podcast – also NICHT das Ergebniss der Studie. Weiterhin haben die Forscher die methodischen "Defizite" Ihrer Forschung selbst anerkannt.
http://www.sciencedaily.com/releases/2010/02/100216140313.htm und http://sti.bmj.com/content/86/1/36
Was zur alljährlichen Dresden-Krokodilstränenschwemme:
http://en.wikipedia.org/wiki/Bombing_of_Helsinki_in_World_War_II#References
Dort kann man sich anschauen, was gegen Bombardements von Städten dazumals unternommen werden konnte. Sowas war natürlich den deutschen Eliten zu teuer! Krieg führen – den totalen womöglich – und dann plärren, wenn der Feind seine Waffen auch einsetzt.
Verfolgende Unschuld, wie üblich.
Weiter unten stehen dort die allermeisten Städte, die Bombenangriffe erlebten angeführt: Rotterdam beispielsweise war ausschlaggebend für die Kapitulation Hollands, Tokio erschien der japanischen Führungsriege trotz der Opferzahlen so hoch wie Hiroshima und Nagasaki zusammengezählt (!) als zumutbar und dass wegen brennender Städte in Deutschland jemand Kapitulation überlegt hätte – schlicht unvorstellbar!
Stuff
Es wird ja, durch die ganzen letzten 60 Jahre hindurch, immer wieder behauptet, daß bestimmte Luftangriffe militärisch sinnlos gewesen seien. Diese Behauptungen werden nicht belegt, aber dafür unwidersprochen hingenommen.
Im Fall Dresden hätte ich daran aber schon Zweifel. Und außerdem war es ein erklärtes Kriegsziel der Alliierten, die Moral der Deutschen zu untergraben. Wer will behaupten, daß das nicht gelungen wäre? Wenn man sich nur mal die Jammertruppe im Reichskanzlei-Bunker vorstellt. Sie mußten sich sogar noch selbst vergiften! Ich denke, daß die Alliierten ihr Ziel also letztlich erreicht haben. Und wenn der 2. WK aus alliierter Sicht ein gerechtferigter Krieg war, dann waren doch auch die Luftangriffe auf Deutschland angemessen. (Zuerst erfolgte die deutsche Bombardierung Englands.)
Unabhängig davon kann man doch niemandem der Betroffenen das Recht absprechen, unglücklich über das erfolgte Bombardement zu sein, auch in Dresden nicht.
Wenn keiner spendet droht wikileaks das Aus_ http://www.chip.de/news/Zu-wenige-Spenden-Wikileaks-droht-das-Aus_41239573.html
@Christian: Ah, einer von der "So wie die sich anzieht, ist sie doch selbst schuld wenn sie vergewaltigt wird!" Fraktion.