5.3.2010

Links 494

Internetschulung hinterlässt ratlose Polizisten

58 Millionen Euro für die Kaviarzucht – Firmenchef in U-Haft

Wenn totgeglaubte Daten wieder lebendig werden

Erfundene Vergewaltigungen

Die Kopien verblieben in der Ermittlungsakte

“I’m not going to keep arresting innocent people, I’m not going to keep searching people for no reason, I’m not going to keep writing people for no reason, I’m tired of this”

35 Kommentare zu “Links 494”

  1. johann meint: (5.3.2010 um 19:06) AntwortenReply to this comment

    Die ungefragte Versendung von Datenbriefen ist in der Tat nicht unproblematisch. Nicht nur bei Unternehmen, auch bei Behörden lagern zahlreiche brisante Daten: Man stelle sich vor es flattert während der Abwesenheit unaufgefordert ein Auszug aus dem Bundeszentralregister ins Haus, in dem feinsäuberlich alle Vorstrafen aufgelistet werden. Inwzischen führt der Vorbestrafte ein ganz normales Familienleben und hat sein Leben in die richtigen Bahnen gelenkt – da erfährt seine Frau per Datenbrief alle Sünden der längst vergessenen Vergangenheit.

  2. anonym meint: (5.3.2010 um 19:13) AntwortenReply to this comment

    Guter überzeugender Text zu den Datenleichen. Und der CCC ist wirklich ein Befürworter des sog. Datenbriefs? Kann das kaum glauben.

  3. Olli meint: (5.3.2010 um 19:21) AntwortenReply to this comment

    Moment mal diese Frau hat 6 Männer für mehrere Monate in U-Haftz gebracht und deren Ruf wohl komplett ruiniert und bekommt Bewährung? Ich weiß eines würde mir sowas passieren würde ich wohl zur Aufklärung des Falles diesen Artikel ausdrucken und in der ganzen Nachbarschaft verteilen. Ja auch ihrer. Vor allem wenn sie nur Bewährung bekommen hat.

  4. kokolores meint: (5.3.2010 um 19:23) AntwortenReply to this comment

    Im echten New York gehts ja scheinbar schlimmer zu als im "The Wire"-Baltimore – in letzterem wurde schlimmstenfalls auf "buy (Drogen) + bust" zurückgegriffen um die Zahl der Verhaftungen in die Höhe zu treiben. Laut dem Polizist aus NY wird dort ja teils völlig anlaßlos verhaftet..

  5. anonym meint: (5.3.2010 um 19:34) AntwortenReply to this comment

    @ Olli
    Meinen Sie nicht, daß Sie als Betroffener zivilrechtlich einige gute Chancen gegen die Frau hätten (falls sie nicht in der Psychiatrie sitzt)?

  6. Olli meint: (5.3.2010 um 19:41) AntwortenReply to this comment

    @anonym:

    Stimmt das habe ich vergessen. Nur was hilft mir das gegen den ruinierten Ruf oder wenn ich ihr trotzdem noch über den Weg laufe?

    Auch Männer trifft so ein Vorwurf schwer. Ich weiß das.

  7. SwENSkE meint: (5.3.2010 um 19:43) AntwortenReply to this comment

    Es ist eigentlich unfaßbar, daß diese Frau nur eine Bewährungsstrafe erhält. Andererseits aber typisch für deutsche Gerichte – der übliche Frauenbonus eben.

    So kreiert man eine 'self-fulfilling prophecy'. Frauen kriegen für gleiche Taten geringere Strafen als Männer mit der Begründung Frauen würden ja auch weniger zu Kriminalität neigen (was man anhand der verhängten Strafen "belegt").

  8. Jens meint: (5.3.2010 um 19:44) AntwortenReply to this comment

    Zur erfundenen Vergewaltigung:

    Die Leute kommen in den Knast, ihr Ruf ist ruiniert und wird dies wohl noch für sehr lange Zeit bleiben.
    Fazit: 6×7 Monate U-Haft=42 Monate zusammen (Annahme: U-Haft von Verhaftung bis Freispruch)
    Das sind 3 Jahre und 6 Monate.

    Die Frau wollte nicht dazu stehen, dass sie ihrem Partner untreu war (sind das schon niedere Beweggründe?) und hat sich eine erstaunlich gut durchdachte (da wären sonst Widersprüche gekommen) Lüge ausgedacht.
    Dafür gibt es Bewährung und eine Therapie, die Geldauflage entspricht ~2€ pro U-Haft-Tag.

    Erhalten die Männer denn Therapie, neue Identitäten, neues Leben? Ich bin mal gespannt, wie viel von dem Freundeskreis geblieben ist.

  9. keinKommentar meint: (5.3.2010 um 20:11) AntwortenReply to this comment

    Die hier angeführten Argumente gegen den Datenbrief sind scheinheilig, dies ist daran ersichtlich das Ausnahmen, Abstrusse / seltene und teilweise konstruierte Sachverhalte genutzt werden um gegen den Brief zu argumentieren.
    Mir drängt sich eine Analogie auf: Der ganze KiPo Wahnsinn laeuft ähnlich: nur dort werden die Abstrussen / seltenen und teilweise konstruierten Sachverhalte genutzt um die Bürgerrecht abzuschaffen. Im Falle des Datenbriefs wird von geistig Eingeschränkten (oder soll ich sagen Korumpierten / Verblendeten ?) versucht die Stärkung der Bürgerrechte durch den Datenbrief zu verhindern.

    Der Datenbrief würde ein massives Bewusstsein für die Problematik der Datenhygiene schaffen, welche unter anderem "eine Löschpflicht" beinhaltet.
    Was in dieser Gesellschaft fehlt ist das Bewusstsein das diese "Demokratie?" schon lange keine mehr ist, nicht zuletzt, weil die Mehrheit erpressbar ist. (Vorratsdatenspeicherung, VERDECKTE Überwachung, willkuerliche Richter welche defakto nicht belangt werden koennen, Polzisten die straflos Leute abfackeln / auf Leute einpruegeln, terrorisierung von Familien durch das BKA (Holm und co), Bailouts, Korrupte Parteien). Wer keine Strafe fürchten muss interessiert sich nicht für WERTE: beste Beispiele: Politiker, Lobbyisten(achja ist das selbe), Richter, Beamte im allgemeinen, Bankster(to big to fail?).

    Am Ende kommt immer die Ausrede der Deppen: DAS HABEN WIR DOCH ALLE NICHT GEWUSST! Durch den Datenbrief wüssten die es.

    Zum Schluss noch: Die Porno Story fällt in jedem einzelnen Punkt durch. Egal wo ich da hinschaue, nicht nur das Sie haarsträubend ist. Nein es werden Regelverstösse die Genau der Grund für den Datenbrief sind dazu eingesetzt den Datenbrief zu verhindern. Geht es eigentlich noch mehr Göbels / Partei oder whatever like?

  10. johann meint: (5.3.2010 um 20:20) AntwortenReply to this comment

    @keinKommentar:
    Genau. Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten und brauch auch keine Angst vor den Dingen zu haben die in so einem Datenbrief drinstehen könnten.

    Und welche Regelverstöße siehst du in der "Pornostory". Das Unternehmen muss diese Daten 10 Jahre lang speichern. Was glaubst du was passiert wenn der Betriebsprüfer vom Finanzamt kommt und das Unternehmen hat seine Abrechnungsdaten gelöscht?

  11. Robert meint: (5.3.2010 um 20:28) AntwortenReply to this comment

    Die Argumentation gegen den Datenbrief ist absurd, natürlich sollten die Daten nicht selbst versendet werden, sondern nur, welcher Art die Daten sind (Name? Adresse? Kreditkartennummer?). Auch das Argument, der Bürger könne ja anfragen, welche Daten gespeichert sind, führt ins Leere, weil der Bürger ja eben gar nicht weiß, wer überhaupt Daten über ihn Besitzt. Geradezu lächerlich ist der Einwand, der Brief könnte angehörigen in die Hände fallen. Ämter und Firmen versenden regelmäßig sensible Daten per Post, dafür ist das Briefgeheimnis gedacht.

  12. johann meint: (5.3.2010 um 20:51) AntwortenReply to this comment

    @Robert:
    Wie man sieht hast du dir nicht die Mühe gemacht den Artikel zu Ende zu lesen. Deine Argumente werden dort nämlich alle bereits wiederlegt. Im übrigen: Viele Firmen senden aus Diskretionsgründen überhaupt keine Post weil allein die Tatsache daß jemand dort Kunde ist komprimitiernd sein kann. Außerdem ist manchmal weniger Information schlimmer als gar keine. Nehmen wir an es kommt ein Brief vom Bundeszentralregister wo die Vorstrafen gespeichert werden. Dort steht drin: Wir haben Daten gespeichert. Was sich die arme Ehefrau da wohl ausmalt… (Mord, Totschlag, Vergewaltigung?) Dabei wars vielleicht nur ein Ladendiebstahl.

  13. johann meint: (5.3.2010 um 20:54) AntwortenReply to this comment

    Korrektur: "Manchmal ist weniger Information schlimmer als mehr" muß es natürlich heissen.

  14. Karsten meint: (5.3.2010 um 20:54) AntwortenReply to this comment

    Zu den erfundenen Vergewaltigungen: Im ersten Augenblick habe ich da auch zum Denkzettel tendiert, aber irgendwie ist das auch ein zweischneidiges Schwert. Wenn die Frau aus Angst vor einer harten Strafe ihre Lügen noch länger durchgezogen hätte, wäre es für die Männer noch übler.

  15. Klopfer meint: (5.3.2010 um 21:12) AntwortenReply to this comment

    @Robert: Ich verkaufe Bücher, die ich schreibe. Mittlerweile habe ich 300 Bücher persönlich verkauft (per Versand). Angenommen, ich würde jetzt damit aufhören, müsste ich trotzdem bis zu 10 Jahre lang jährlich 300 Briefe verschicken, um den Leuten zu sagen, dass ich (wegen der Pflicht, die Daten 10 Jahre lang fürs Finanzamt aufzuheben) ihre Adressen habe. Das würde mich mehr kosten, als ich durch meine Bücher verdient habe. An welche Pflicht soll mich das erinnern?
    Wer jetzt pauschal sagt, der Text wäre unwahr, der soll doch bitte Punkt für Punkt argumentieren, anstatt einfach die Augen zu schließen, die Finger in die Ohren zu stopfen und laut "Lalala" zu brüllen, nur um sich nicht der Tatsache stellen zu müssen, dass die allermeisten Daten, die irgendwo über ihn gespeichert sind, eben einfach nur gespeichert sind und überhaupt nicht angefasst werden, weil's für viele Firmen gar keinen Grund gibt, mit diesen Daten irgendwas anzustellen.

  16. Aurisa meint: (5.3.2010 um 21:49) AntwortenReply to this comment

    Zum Datenbrief:

    Also ich muss ja sagen, daß ich die Idee erstmal toll fand.

    Mich ärgert es auch, daß ich nicht weiss, wer welche Daten über mich gespeichert hat.

    Vor allem, wenn Leute meine Daten gespeichert haben, mit denen ich noch nie was zu tun hatte – die die Daten also über irgendwelche Adresshändler bekommen haben – oder wenn Sachen gespeichert werden, die in Datenbanken nichts verloren haben.

    So eine Auskunftspflicht wäre da eigentlich eine tolle Sache… eigentlich…

    Denn wenn man sich vorstellt in wie vielen Datenbanken jeder von uns heute so steckt und wie viele Briefe oder Mails da jedes Jahr verschickt werden müssten…

    Allein schon der Aufwand wäre gigantisch!

    Ich stelle mir gerade vor ich wäre Selbständig mit vielen Kundenkontakten und müsste sowas leisten.

    Ich glaube viele kleine Selbständige könnten den Laden da wirklich nur noch zusperren…

    Dazu die Gefahr, daß Daten gar nicht ankämen oder in falsche Hände gerieten…
    Selbst wenn in den Datenbriefen keine Details stünden… wir alle sollten doch inzwischen wissen, daß man auch schon 'nur' aus Verbindungsdaten aller Art verdammt viel über einen Menschen erfahren kann…
    War ja gerade erst wieder Thema in Sachen Vorratsdatenspeicherung.

    Wobei ich ja noch mit am allerwenigsten zu befürchten hätte…
    Ich glaube nicht, daß es über mich viele 'Daten-Leichen' in irgendwelchen Festplatten-Kellern gespeichert gibt die mir Probleme machen könnten, falls eine Mail oder ein Brief damit in falsche Hände geriete…
    Nein, ich gehöre nicht zur "Ich habe ja nichts verbergen"-Fraktion ;)… aber für großartige 'schreckliche Geheimnisse' die da raus kommen könnten bin ich einfach zu brav…
    Noch dazu wohne ich auch schon immer hier und habe nie anderswohin Post schicken lassen, die Gefahr, daß ein Brief nicht ankommt ist in meinem Fall also minimal.

    Und trotzdem wöllte ich nicht, daß jedes Jahr hunderte von Briefen – ich schätze mal so viele würden es wohl sein… – an mich quer durch die Republik verschickt werden…

    Schon rein statistisch geht da immer was verloren…

    Also ich bin da nicht wirklich scharf drauf…

    Mir wäre es viel lieber, wenn die Unternehmen kennzeichnen müssten, woher sie ihre Daten haben, wenn sie einen kontaktieren obwohl man den Verein gar nicht kennt…

    Und wenn Unternehmen, die Daten NICHT löschen, obwohl man das verlangt bestraft würden…

    Mir ist nämlich beispielsweise schon aufgefallen, daß bei zwei Versandunternehmen, bei denen ich die Löschung meiner Daten gefordert habe, ich anschliessend zwar keine Reklame mehr bekam aber… 'Überraschung'… als ich dann später mal bei denen im Web die Eingabemaske für den Versand ausgefüllt habe… da wurde dort nach Eingabe der Adresse mein Name automatisch ergänzt…

    Tja… genau SO sieht es bei manchen Unternehmen mit der Daten'löschung' nach Bundesdatenschutzgesetz aus…

    Entweder juckt die die gesetzliche Verpflichtung kein bisschen… oder sie sind schlicht zu blöde/zu faul um die Daten bei sich auch wirklich vollständig zu löschen…

    Und so lange es keine harten Strafen bei Datenschutzverstößen gibt, wird sich daran auch nie etwas ändern…

    Und genau DAS sollte man gesetzlich ändern… nicht irgendwelche Datenbriefe einführen…

    So sehe ich das zumindest.

  17. chris meint: (5.3.2010 um 22:02) AntwortenReply to this comment

    @Aurisa:

    Mir ist nämlich beispielsweise schon aufgefallen, daß bei zwei Versandunternehmen, bei denen ich die Löschung meiner Daten gefordert habe, ich anschliessend zwar keine Reklame mehr bekam aber… 'Überraschung'… als ich dann später mal bei denen im Web die Eingabemaske für den Versand ausgefüllt habe… da wurde dort nach Eingabe der Adresse mein Name automatisch ergänzt…

    Bist du sicher, dass das serverseitig passiert ist? Wäre ja denkbar, dass das aus einem lokal gespeicherten cookie ausgelesen wurde.

  18. Autolykos meint: (5.3.2010 um 22:14) AntwortenReply to this comment

    Ja, manche Browser fügen solche Angaben sogar ein, wenn man noch nie auf der Seite war (kA wie die die richtigen Felder erkennen, aber das funktioniert überraschend gut).

  19. gurki meint: (5.3.2010 um 22:18) AntwortenReply to this comment

    @Robert:
    "Geradezu lächerlich ist der Einwand der Brief könnte Angehörigen in die Hände fallen."

    Ja voll lächerlich, wenn sich eine Frau gerade von ihrem prügelnden Mann getrennt hat und der Ex-Mann noch jahrelang ihre Datenbriefe erhält. Der wird sich ja auch garantiert an das Briefgeheimnis halten.

    Die Argumentationsline "Da wird schon nichts passieren, die Daten sind sicher". "Und Mißbrauch ist doch verboten". "Und wer nichts zu verbergen hat, hat ja nichts zu befürchten". kommt mir irgendwie bekannt vor. Nur von anderer Stelle. Und da hat das BVG gerade einen Riegel vorgeschoben.

    Ich sehe daß so: Die Regierung wollte um Kriminelle und Terroristen dingfest zu machen die Vorratsdatenspeicherung. Der CCC hat ausführlich in einem Gutachten die Risiken dargelegt. Die Regierung konnte die Argumente nicht entkräften. Alles was kam war: "Wird schon nix passieren, sind doch keine Inhaltsdaten". Jetzt will der CCC um Datenkriminelle dingfest zu machen einen massenweisen Datenversand einführen. Wohlgemerkt ohne zuvor das Einverständnis der Betroffenen einzuholen.

    Jetzt werden hier Argumente vorgebracht, weshalb das Risiken birgt und vielleicht keine gute Idee ist. Wenn der CCC glaubwürdig bleiben will, sollte er da schon etwas mehr bringen als: "Wird schon nix passieren, die Beispiele sind doch nur theoretisch, ausserdem werden ja keine Inhaltsdaten versandt und wer nichts zu verbergen hat ja auch nichts zu befürchten." Man darf gespannt sein, welche Gegenargumente vom CCC kommen.

  20. gurki meint: (5.3.2010 um 22:21) AntwortenReply to this comment

    @Autolykos:
    Das funktioniert ganz einfach:
    Textfelder auf einer Internetseite haben in der Regel Namen. Das sieht in HTML etwa so aus:

    Der Browser stellt das dann als Textfeld dar und merkt sich was dort eingetragen wurde. Kommt man dann auf eine andere Internetseite, die ebenfalls ein Textfeld mit der Bezeichnung "Vorname" hat, schlägt der Browser den gespeicherten Eintrag vor.

    Das kann man irgendwo im Browser abstellen.

  21. gurki meint: (5.3.2010 um 22:22) AntwortenReply to this comment

    So ein Mist, hier kann man kein HTML eingeben:

    etwa so sieht das aus .input type="text" name="vorname".

  22. Manuel2 meint: (6.3.2010 um 00:40) AntwortenReply to this comment

    Datenbrief: Ich glaube ja, dass die Initiative dafür von der Post ausging – was für ein Geschäft wird das!

  23. rjb meint: (6.3.2010 um 03:53) AntwortenReply to this comment

    @16: Wenn diese Versandhändler einerseits behauptet haben, sie hätten die Daten gelöscht, andererseits sie aber in der geschilderten Weise wiedergefunden haben (mal angenommen, da war nicht der Browser am Werk) – weshalb sollte man dann den Datenbriefen, insbesondere den nicht eintreffenden, dieser Händler trauen?

  24. gb meint: (6.3.2010 um 05:10) AntwortenReply to this comment

    "Daten werden ausschließlich bei begründetem Verdacht und mit Hintergrund einer Anzeige oder einem richterlichen Beschluss weiter gegeben. Niemals einfach so", betont Hummel.

    lese ich das richtig? Ohne richterlichen Beschluss geben die schnell die Daten weiter?

    Naja, wundert mich bei dem Verein nicht wirklich, aber dann noch dick einen auf Datenschuetzer zu machen ist schon dreist :(

    g.

  25. Martin meint: (6.3.2010 um 07:22) AntwortenReply to this comment

    Zum Datenbrief:
    Mit Einschränkungen (wie sie u.a. auch in den Kommentaren auf der Seite angeführt werden) bin ich schon für eine Bringschuld seitens der Unternehmen:
    - Ausnahme von Daten die nur aufgrund gesetzlicher Archivierungsfristen gelagert und nicht anderweitig verwendet werden. Damit dürfte sich auch die Kostenproblematik für den kleine Händler erledigen.
    - Versand per Einschreiben. Denr Versand könnte man aber auch wie bereits jemand vorgeschlagen hat über eine Zentrale laufen lassen, die die korrekte Adresse notwendigerweise hat: das Finanzamt oder die Einwohnermeldeämter.

    Bzgl. einer Ausnahme des BDZ kann man ja diskutieren (wer dort eine Eintragung hat weiss i.d.R. davon und wie man an eine entsprechende Auskunft kommt), aber ich höätte gerne eine Auskunftspflicht z.B. des Verfassungsschutzes, denn was die z.T. falsches über einen gesammelt haben das zumindest beim Staat für Probleme sorgen kann dürfte so einige überraschen.

    Und zum "Familien"-Problem: Wenn alte Rechnungen eines Pornoversands gleich die Ehe ruinieren stimmt sowieso schon einiges schon vorher nicht.
    Und auch sonst: In meinem Bekanntenkreis und in meiner Familie macht keiner die Briefe der anderen auf, unabhängig vom Absender.

  26. johann meint: (6.3.2010 um 07:53) AntwortenReply to this comment

    @Martin:
    Der Pornoversand ist ja nur ein Beispie. Es gibt aber doch auch viele andere Firmen und Institutionen die auf Diskretion angewiesen sind. Z.B. jegliche Art von Beratungsstellen – von der Suizidberatung bis zum Alkoholikerhilfsverein.

    Im übrigen: Du hast hier auf einem Blog eines Unternehmers (Anwalt) einen Kommentar hinterlassen. Deine Emailadresse wurde gespeichert. Zukünftig würdest du deshalb einmal jährlich eine Email bekommen die dich darüber informiert. Also ich verzichte da gerne drauf.

  27. hiro meint: (6.3.2010 um 10:59) AntwortenReply to this comment

    Ich halte den Datenbrief für gut gemeint, aber sinnlos. Die Firmen, mit denen es Probleme bezüglich des Datenschutzes gibt, oder die die Daten auf dubiosem Wege erhalten haben, oder die im Ausland sitzen, werden auch auf den Datenbrief scheißen.

    Wer hier ein Gesetz fordert, vergißt mal wieder das Wesentliche: Verbrecher halten sich nicht an Gesetze. War bei "Cold Calls" so, war bei "Hackertools" so, wird auch bei "Datenbriefen" so sein. Viel Arbeit für die, bei denen man auch drauf verzichten könnte.

    Das Privatsphären-Argument kann man simpel aushebeln, indem man a) nur Bestandsdaten versendet und b) schriftliche (NICHT online, nur Briefpost auf Initiative des Empfängers) Widersprüche gegen den Bestandsdatenversand festschreibt.

    Wenn dann ein Brief kommt, in dem gar fürchterliche Dinge stehen ("Oh mein Gott! Mein Mann hat schon mal einen PORNO gesehen!!!"), kann der Empfänger einfach weiter seine Frau anlügen ("… brabbel … Irrtum … brabbel … ich kläre das … brabbel … die haben mich sicher verwechselt … brabbel …"), einen Brief an die Firma schicken und es kommt nie wieder Post. Daß das tatsächlich daran liegt, daß der Mann dem Datenversand widersprochen hat, und nicht daß falsche Daten korrigiert wurden, muß die Frau ja nicht erfahren.

    Von der impliziten "Porno-ist-böse"-Argumentation mal abgesehen wird die Frau selbst in diesem Szenario schon so viele "Datenbriefe" erhalten haben, die sie sich nicht mehr erklären kann ("Handtaschenversand.de? Da habe ich doch niiie was bestellt"), daß sie dem Mann eh alles glauben wird.

  28. J-Müller meint: (6.3.2010 um 11:57) AntwortenReply to this comment

    Nachdem ich die Argumente gegen den Datenbrief gelesen habe:

    Hiermit schlage ich den Chaos Computer Club für den Big Brother Award 2010 vor.

    Für seine Idee des Datenbriefs hat er sich diese Auszeichnung redlich verdient.

    Macht euch nix draus Jungs, jeder schießt mal einen Bock. Überlegt mal: Den Politikern geht das jeden Tag so….

  29. DF meint: (6.3.2010 um 12:59) AntwortenReply to this comment

    Zitat: "Der Datenbrief ist eine Forderung des Chaos Computer Clubs (CCC), um die informationelle Selbstverteidigung des Bürgers zu stärken und die Anhäufung von personenbezogenen Daten möglichst unattraktiv zu machen."

    http://www.ccc.de/datenbrief

  30. marcus05 meint: (7.3.2010 um 01:32) AntwortenReply to this comment

    Ich vermute mal dass die Deutsche Post hinter der Sache steht. Umsatz ankurbeln durch Spamzwanggesetze

  31. gant meint: (7.3.2010 um 02:18) AntwortenReply to this comment

    Vergewaltungslügnerin

    Außer der Täterin, die allen Ernstes mit einer Bewährungsstrafe davonkommt, haben hier alle verloren: wirkliche Vergewaltigungsopfer und Opfer erlogener Vergewaltigungsvorwürfe.

    Was bekommt eine Frau aufgebrummt, die ihren Seitensprung nicht zugeben will und deswegen einen Unschuldigen in den Knast lügt – ich meine, wenn es für eine Lüge, die 6 Manner jeweils 7 Monate in den Knast befördert hat lediglich Bewährungsstrafe gibt, könnte bei der Zerstörung des Lebens nur eines Mannes ja evtl sogar lediglich eine Ordnungswidrigkeit oder eine Ermahnung bei herausspringen?

    Sportlich. Aber hier gibt es ja auch keinerlei Handlungsbedarf: erstmal geht es ja nur um Männer. Entsprechend gibt es hier keine Schutzlücke. Hingegen sind wir morgen ja schon alle tot wegen der fehlenden VDS…

  32. nils meint: (7.3.2010 um 12:42) AntwortenReply to this comment

    "Die Liste der Vergehen und Straftaten, die "Kwick" und ähnliche Plattformen registrieren, ist lang. Hummel weiß von Verleumdungen [...] aber auch Suizidankündigungen und Amokdrohungen"

    Wie jetzt? Wenn jemand ankündigt, sich selbst das Leben zu nehmen ist das eine Straftat oder ein Vergehen? Nicht einmal über sein eigenes Leben darf man bestimmen?

  33. Lawlita meint: (8.3.2010 um 09:47) AntwortenReply to this comment

    @nils:

    Wie jetzt? Wenn jemand ankündigt, sich selbst das Leben zu nehmen ist das eine Straftat oder ein Vergehen? Nicht einmal über sein eigenes Leben darf man bestimmen?

    Überleg mal wieviel Geld in dich investiert wurde, bis du auf eigenen Füßen standest. Solange davon nicht die letzte Rate + Zinsen abbezahlt ist, hast du bestenfalls ein Anwartschaftsrecht an "deinem" Leben erworben.

  34. anonym meint: (8.3.2010 um 12:16) AntwortenReply to this comment

    @ Aurisa
    Sie gehen hier teilweise von falschen Vermutungen aus.

    Datensparsamkeit: Sollte das alleroberste Gebot sein; zumindest wenn man ein ernsthaftes Interesse daran hat, daß die eigenen Daten nicht überall herumschwirren.

    Es ist keineswegs immer so, daß Firmen, die Ihnen Werbepost senden (was legal ist), über Ihre Adresse verfügen, denn Adressen werden oft angemietet (und die mietende Firma kennt die Daten nicht, weil ein Dienstleister alles erledigt). Insofern ist es natürlich unsinnig, von solchen Firmen die Löschung der eigenen Daten zu verlangen.

    Sie müßten sich auch mal mit dem Unterschied zwischen Sperrung und Löschung von Daten beschäftigen.

    Schon seit vielen Jahren haben Sie die Möglichkeit, Firmen anzuschreiben und zu verlangen, daß Ihre Daten nicht an Dritte weitergegeben und für Zusendung von Werbung benutzt werden. Außerdem können Sie ein Auskunftsverlangen an Firmen stellen, woher Ihre Daten stammen, Brief genügt, evtl. Fristsetzung. Die betr. Firma muß Ihren berechtigten Wünschen nachkommen. Spurt sie nicht, können Sie Ihre Rechte gegenüber der Firma vom Datenschutzbeauftragten durchsetzen lassen. Das klappt fast immer.

    Wenn Sie mal umziehen, können Sie ganz neu starten und Ihre Adresse und Telefonnummer niemandem verraten. Dann werden Sie erleben können, daß Sie plötzlich keine Werbepost mehr erhalten und vielleicht auch keine Werbeanrufe. Klappt bei mir schon seit anderthalb Jahrzehnten. Das setzt natürlich voraus, daß Sie sich auch im Internet nicht unnötig exponieren.

    Fazit: Der Datenbrief ist nicht praktikabel und zudem überflüssig. Wer selbst seine Rechte nicht kennt und sie nicht wahrnimmt, ist letztlich mitschuldig an einem Zustand, der ihn ärgert.

  35. Micha meint: (10.3.2010 um 09:05) AntwortenReply to this comment

    Mal ganz vom Thema weg: Wird diese Links-Geschichte hier über die Blogging-Funktion von delicious realisiert? Wenn ja, wie funktioniert das mit dem Zähler im Titel? Vielen Dank schonmal…

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