12.4.2010

Drucker mit Spionagefunktion

Die Farbe Gelb verwenden viele Laserdrucker, obwohl der Nutzer dies gar nicht will. Ungefragt tragen die Drucker fast unsichtbare Codes auf das Papier auf, aus denen sich Hersteller, Gerätenummer, Druckdatum uns so manches andere ersehen lässt.

Offiziell eine Maßnahme gegen Geldfälschung. Aber für alle interessierten Kreise natürlich auch eine gute Möglichkeit, den Ursprung von Dokumenten zu ermitteln.

Welche Drucker unsichtbare Botschaften zu Papier bringen, ergibt sich aus dieser Liste.

Quelle des Links

37 Kommentare zu “Drucker mit Spionagefunktion”

  1. Anonyme_Paranoia meint: (12.4.2010 um 19:51) AntwortenReply to this comment

    Das war bei mir vor zwei Jahren u.a. ein Auswahlkriterium beim Kauf eines Multifunktionslasers (mit Scanner etc.).

    Bin letztlich bei OKI gelandet

  2. Martin meint: (12.4.2010 um 20:00) AntwortenReply to this comment

    Danke fürs aufgreifen, die Sache ist (mir zumindest) schon seit einigen Jahren bekannt, aber leider wissen das viele Leute noch nicht. Genauso wie viele das mit den Festplatten in den Kopieren nicht wissen. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/903/349738/text/

  3. Andre meint: (12.4.2010 um 20:03) AntwortenReply to this comment

    Da möchte man seinen Drucker doch am liebsten zurückgeben. Eigentlich kann mir das ja egal sein, aber darauf hingewiesen wurde ich vorm Kauf ja nicht.

  4. Jo meint: (12.4.2010 um 20:08) AntwortenReply to this comment

    Eine andere kleine, kaum beachtete Schweinerei: die Brennerseriennummer auf gebrannten CDs.

    http://www.bigbrotherawards.de/2006/.tec

  5. Randalf meint: (12.4.2010 um 20:22) AntwortenReply to this comment

    @Martin #2:

    Den Artikel finde ich komisch. Aus Performancegründen würde ich, zumindest in modernen Kopierern, eher viel Arbeitsspeicher erwarten anstatt einer ziemlich langsamen Festplatte. Hält in der Regel auch länger, und ein bis zwei Gigabyte dürften für die meisten Zwecke völlig ausreichen.

    Zur alternativen Möglichkeit, der Vollverschlüsselung, schreibt die Süddeutsche:

    Hohe Sicherheit gegen unberechtigten Datenzugriff biete die verschlüsselte Speicherung der Daten auf der Festplatte, sagt Franck. Hierbei muss der Anwender bei jedem Start des Geräts den Schlüssel entweder manuell oder per Smart-Card eingeben. "Allerdings benötigt die Online-Verschlüsselung viel Rechenkapazität und dürfte wohl nur für sehr hochwertige Geräte in Frage kommen."

    Das ist doppelter Unfug. Stromverschlüsselung geht je nach verwendeten Algorithmus ziemlich effektiv, und selbst ein schwacher Algorithmus bietet mehr Sicherheit als gar keine Verschlüsselung. Der Schlüssel bräuchte auch nicht eingegeben werden, einen zufällig generierten im Speicher zu halten würde reichen. Schließlich dürfte das Dokument nach einem Neustart kaum noch benötigt werden.

  6. Randalf meint: (12.4.2010 um 20:23) AntwortenReply to this comment

    In #5 fehlt das fehlende /blockquote am Ende des Zitats.

  7. fh meint: (12.4.2010 um 20:26) AntwortenReply to this comment

    Gelbe Muster werden auch als "Kopierschutz" von Geldscheinen eingesetzt:

    http://en.wikipedia.org/wiki/EURion_constellation

  8. Stuff meint: (12.4.2010 um 20:36) AntwortenReply to this comment

    Tintenpritschler waren die erstn Drucker, die dieses nette Feature hatten, ausgegangen ist das aber wie schon erwähnt von Kopierern und Scannern, die ihre Duftmarken zum Original dazukomponieren. Es gibt aber Firmwareupdates ;-)) und Software (Druckertreiber), die ein paar gelbe Pixel dazuaddiert, nach Wunsch die vom Konkurrenten oder randomized.

    Stuff

  9. Laie meint: (12.4.2010 um 20:43) AntwortenReply to this comment

    @Randalf: Ein Platte dürfte nur in wenigen speziellen Fällen den Flaschenhals darstellen, für die Büro-üblichen Druckjobs ist sie allemal schnell genug. Dafür gibt's etliche Gigabyte zum Spottpreis: wenn zufällig einige Anwender zugleich größere Druckaufträge haben… kann eine stattliche Datenmenge zusammenkommen. Ab wenigen GB ist eine Platte die günstigere Lösung.

    Außerdem nicht-flüchtig, da kann auch mal jemand den Stecker ziehen ohne daß danach das ganze Büro die Druckjobs erneut einreichen muß.

    Verschlüsselung ist nur dann Verschlüsselung, wenn der Schlüssel separat gehalten wird (d.h., bei jedem Neustart neu eingeben). Wenn der "Schlüssel" ohnehin im Gerät gespeichert ist… kann man sich die Mühe sparen.

  10. Namr meint: (12.4.2010 um 20:47) AntwortenReply to this comment

    @Laie
    [blockquote]Verschlüsselung ist nur dann Verschlüsselung, wenn der Schlüssel separat gehalten wird (d.h., bei jedem Neustart neu eingeben). Wenn der "Schlüssel" ohnehin im Gerät gespeichert ist… kann man sich die Mühe sparen.
    [/blockquote]

    Nunja – Sicherheit ist immer nur gegenüber einem bestimmten Angriff angebbar – und ein Schlüssel, der im Gerät gespeichert wird, einen Neustart überlebt, aber auf Wunsch bspw. am Ende der Leasingdauer gelöscht werden kann, schützt immerhin gegen einige der beschriebenen Angriffe.

  11. Smile meint: (12.4.2010 um 20:47) AntwortenReply to this comment

    @Randalf:
    Herr Lehrer, ich weiß was …

    Natürlich fehlt das fehlende /blockquote, denn wäre es da, wäre es kein fehlendes, da es aber fehlt, muss es ein fehlendes sein, anderenfalls wäre es ein anwesendes …

  12. Besucher2778 meint: (12.4.2010 um 21:01) AntwortenReply to this comment

    Sie haben wohl nicht sehr viel mit Computern zu tun Herr Vetter?

  13. Hr. Blind meint: (12.4.2010 um 21:29) AntwortenReply to this comment

    Ja und wo, wie sehe ich die Punkte nun auf meinem Ausdruck?

  14. Christian meint: (12.4.2010 um 21:30) AntwortenReply to this comment

    @Stuff Nr. 8

    Hast Du da eine Quellenangabe für Deine Behauptung? Ich habe bisher nichts finden können.

    Ein Firmware-Update könnte natürlich rückübersetzt, die Seriennummer umkodiert und dann wieder neu kompiliert werden. Aber eine Anleitung dazu habe ich bisher nicht finden können.

  15. ui meint: (12.4.2010 um 21:35) AntwortenReply to this comment

    Das mit den Druckern wusste ich nicht, naja ich hab eh keinen Farbdrucker. Machen Schwarz-Weiß-Laser-Drucker auch sowas?

    Zum Thema Kopieren, also ich erinner mich, dass schon vor Jahren auf den Kopierern riesiege Schilder klebten, dass man keine geheimen Sachen kopieren darf.

  16. alfred meint: (12.4.2010 um 21:36) AntwortenReply to this comment

    Wenn das fehlende fehlt, ist es dann nicht da? So wie der "fehlende Herr Müller", wenn er nicht fehlt, nur noch "Herr Müller" ist. Womit der "fehlende Herr Müller" dann doch fehlt…

  17. gkl meint: (12.4.2010 um 21:42) AntwortenReply to this comment

    @13 Hr. Blind
    Mit hellen blauen LEDs das Papier jeden Quadratmillimeter absuchen, da dann nur das Gelb besonders reflektiert. Sinnvoll kann es sein ein paar Orientierungshilfen mit auszudrucken, denn die Punkte sind extrem klein, der Ort kann evtl. auch von Drucker zu Drucker variieren.
    Weitere Anleitungen hier:
    http://www.instructables.com/id/Yellow-Dots-of-Mystery-Is-Your-Printer-Spying-on-/

  18. Abmahner meint: (12.4.2010 um 22:03) AntwortenReply to this comment

    Und für so eine Scheisse (man verzeihe mir das Wort) gibt man dann 100erte Prozent über den tatsächlichen Wert aus.
    Sowohl die Drucker selbst, als auch die Patronen sind am ganzen PC das, was ich am teuersten im Vergleich zum tatsächen Wert finde. Dazu dann auch noch eine "Treiber-Software" die genau das kann, was sie schon vor 10 Jahren konnte, aber durch unnütze Zusatz-Features heute 500MB Groß ist, wobei sie für das was sie kann, höchstens 2MB groß sein dürfte. Aber selbst wenn man die manuelle Installation nimmt, wird sie nicht kleiner.

  19. hiro meint: (12.4.2010 um 23:37) AntwortenReply to this comment

    Das mit den Punkten ist natürlich "old news". Immerhin scheint sich das Gerücht gelegt zu haben, daß diese nahezu unsichtbare Markierung der Grund sei, warum immer "gelb" als erstes leer ist …

    @Martin:

    In einer mir bekannten Schule wurde mal in vordigitaler Zeit ein neuer Kopierer beschafft, der geradezu wahnsinnige Geschwindigkeiten erreichte, dafür allerdings vor dem eigentlichen Druckvorgang eine Matrize anfertigte. Und nun raten Sie mal, was mit den gebrauchten, gut lesbaren Matrizen passierte? Richtig, sie wurden ordentlich aufgewickelt und im Gerät gelagert, bis sie datenschutzgerecht entsorgt wurden.

    @Randalf:

    Sie scheinen davon auszugehen, daß Drucker grundsätzlich für den Heimbereich und ausschließlich in den letzten 2 Jahren beschafft wurden. Etwas größere Maschinen stehen allerdings schon ein paar Jahre länger in den Büros, und damals stellte sich die Frage "RAM oder Festplatte für spool" aus vielerlei Gründen nicht.

    Aber auch heute scheint ein Multifunktionsgerät mit hochauflösendem Drucker samt Sorter, Fax und Scanner die Vorstellungskraft des zufriedenen Medion-Käufers zu übersteigen, doch seien Sie versichert: Die Nutzer wären ziemlich verärgert, wenn bei 10 ausstehenden Faxen à 25 Seiten und 473 Seiten Druckjob plötzlich kein E-Mail-Versand des Scans mehr möglich wäre.

    @Abmahner:

    Da scheint sich ein zufriedener HP-Kunde zu äußern … Gegen HP-Treiber hilft wohl nur Exorzismus. Was diese Mistsoftware alles ungefragt auf die Platte schaufelt, in den Autostart legt, in der Firewall einträgt – unglaublich.

    Natürlich funktionierte die Hälfte des Druckers nicht, weil er den PC nicht fand, die Hälfte der Software funktionierte nicht, weil ich nicht als "Admin" arbeite, und daß wirklich jede installierte .exe ihr eigenes Loch in der Firewall braucht, bezweifle ich auch sehr stark, würde es HP aber zutrauen.

    Am Ende hatte ich mich fast dran gewöhnt, vor jedem Scan den Treiber neu zu installieren. Wobei der Scan-Dialog … na, schweigen wir drüber. Nur soviel: Mein 4800-dpi-Scanner konnte nur mit 300 dpi scannen, weil er die Vorschau partout mit der Endauflösung einscannen wollte, und sich dann beschwerte, daß höhere Auflösung nicht in den Arbeitsspeicher paßt.

    Unglaublich, ich habe ja schon viel schlechte Software gesehen, aber HP toppt das locker.

    Angenehm fand ich den Treiber des Samsung-Multifunktionsgerätes, der genau das macht, was er soll, und nicht mehr. Mein Lexmark ist auch ganz OK, allerdings völlig andere Gewichtsklasse. Aber alles ist besser als HP.

  20. Christian meint: (13.4.2010 um 00:01) AntwortenReply to this comment

    'Und wer jetzt einen Drucker von der Liste ohne Spionagefunktion kauft, wird schonmal bei den Behörden vorgemerkt' – werden wir in den nächsten Tagen und Wochen von den üblichen Verschwörungstheoretiken öfters zu lesen bekommen.

  21. Graf Zahl meint: (13.4.2010 um 00:17) AntwortenReply to this comment

    Es geht nichts über Schere, Klebestift und ausgeschnittene Buchstaben. Mit so einem Gutenbergschen` System erzeugt man mächtigen Eindruck. :)):))

  22. Mike meint: (13.4.2010 um 00:50) AntwortenReply to this comment
  23. Besucher2778 meint: (13.4.2010 um 01:44) AntwortenReply to this comment

    @Christian: das bezweifel ich, wer so weltfremd ist dass er davon erst jetzt erfährt hat es irgendie auch nicht anders verdient. Das war vielleicht in den 90ern ein Aufreger, aber heute..
    Wussten sie dass auch Telefonverbindungsdaten gespeichert werden? Ne ganz ehrlich!

  24. schredder66 meint: (13.4.2010 um 07:30) AntwortenReply to this comment

    Ihr wisst schon, dass die in der Liste aufgeführten "Drucker" – zumindest die Geräte von Canon – multifunktionelle Kopierer sind und keine Tisch- / Arbeitsplatzdrucker?

    Wer keinen Copyshop betreibt, der wird kaum ein so "handliches" Gerät wie einen CLC 1000 in der Garage stehen haben.

  25. user124 meint: (13.4.2010 um 08:24) AntwortenReply to this comment

    @Besucher2778: kindern bringt man auch immer wieder das alphabet bei. warum wohl?

  26. Tim meint: (13.4.2010 um 10:19) AntwortenReply to this comment

    Interessant find ich die Kommentare a lá "das ganze ist doch Schnee von gestern." Stimmt sicherlich, aber macht doch auch keinen Unterschied. Eine zehn Jahre alte Schweinerei ist immer noch eine Schweinerei und wird nicht besser und akzeptabler nur weil man sich dran gewöhnt hat.

  27. Dussel meint: (13.4.2010 um 10:24) AntwortenReply to this comment

    Ich weiß nichts, und Sie wissen nichts! Und so vermehrt sich das Wissen der Welt Tag für Tag.

  28. Besucher2778 meint: (13.4.2010 um 11:20) AntwortenReply to this comment

    @user124:
    Lernbehinderten vielleicht, ja.

  29. zebu meint: (13.4.2010 um 13:23) AntwortenReply to this comment

    @ Besucher2778
    – Nein, auch sehr schlauen Kindern wird irgendwann mal das Alphabet beigebracht. Und weil es immer wieder neue schlaue Kinder gibt, muss eben auch heute noch das Alphabet gelehrt werden. Obwohl es doch echt nichts neue ist.
    Will heißen: Es gibt Leute, die – obwohl technik- und IT-interessiert – die von solchen "alten Themen der 80er" noch nicht gehört haben. Weil sie in den 90ern noch auf ihre Krabbeldecken sabberten. Ich bin einer davon. Und weder weltfremd noch lernbehindert.

  30. der echte n.n. meint: (13.4.2010 um 16:54) AntwortenReply to this comment

    tscha, s/w-drucker haben auch vorteile.

  31. Kampfschmuser meint: (13.4.2010 um 17:50) AntwortenReply to this comment

    Es war schon immer eine Schweinerei mit den Farblasern. Hohe Druckkosten und dazu noch eine feine Ident frei Haus.

    Wer ernsthaft glaubt, dass diese Markierungen gegen Falschgeld eingeführt wurden, hat doch einen an der Waffel.

    Ich habe seit knapp 10 Jahren einen HP1200. Zwar "nur" schwarz-weiß, einfache Technik, und schnell, billig und sauber.

  32. karl meint: (13.4.2010 um 22:03) AntwortenReply to this comment

    Gut, dass man an der Kasse im Doof-Markt noch nicht nach dem Ausweis gefragt wird…

  33. sheldon meint: (14.4.2010 um 10:22) AntwortenReply to this comment

    immer schoen den drucker online registrieren!
    aber nicht wundern spaeter

  34. ergänzer meint: (16.4.2010 um 18:27) AntwortenReply to this comment

    nur der Vollständigkeit halber: dafür gab es auch schon mal einen Preis:

    http://www.bigbrotherawards.de/2004/.tec

  35. GustavMahler meint: (22.4.2010 um 15:57) AntwortenReply to this comment

    Es bleibt doch schlicht die rechtliche Frage übrig: Dürfen die Druckerhersteller "unsichtbare" Markmale auf ein Papier ohne Wissen des Nutzers aufbringen. Schliesslich ist das Papier nicht Eigentum des Herstellers.
    Selbiges gilt für die Kennungen auf CD-Rohlingen.

  36. Best meint: (22.3.2011 um 00:14) AntwortenReply to this comment

    Das Kopierer und Laserdrucker die Seriennummer und das Modell mit gelber Farbe mit auf die Dokumente druckt ist aber schon mindestens 10 Jahre so (Jedenfalls bei Farbgeräten – bei Schwarz / Weiß Geräten macht es ja keinen Sinn. Wenn ein Geldschein in Schwarz / Weiß kopiert wird fällt es, glaube ich, ja wohl jedem auf das dieser gefälscht ist). Die gelbe Farbe ist für das Menschliche Auge nicht zu sehen. Diese Funktion ist aber nicht von den Herstellern ins Leben gerufen worden, dies wurde den Herstellern von den Polizeilichen Behörden auferlegt. Wie soll man sonst Geld- oder Dokumentenfälscher (Wertpapiere, Führerschein, Pässe, Wertpapiere etc)auf die Schliche kommen. Ich finde das Eigentlich gut, weil wenn ich mit einem gefälchten Dokument (das ist nun mal auch Geld) erwischt werde will ich auch wissen von wem dieser in den Umlauf gebracht wurde.

  37. Christian meint: (4.10.2011 um 15:35) AntwortenReply to this comment

    Wusste ich bisher nicht. Danke für den Hinweis!

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