4.6.2010
Redselig auf der Polizeiwache – Mordanklage
“Ich und Jura, wir haben uns auseinandergelebt”
Gericht: Autorenvereinbarung der “Zeit” ist weitgehend unwirksam
Jobangebot: Beratung von Radiohörern und Fernsehzuschauern zur Rundfunkgebührenpflicht
Geheimnisse
The sweep began Friday night when police handcuffed … Donald Duck, Cat Woman, Freddy Krueger, Mr. Incredible, Bumblebee (from the Transformers movies) and Edward Scissorhands
Warren Buffets fünf goldene Regeln
Redselig auf der Polizeiwache - Mordanklage
"Ich und Jura, wir haben uns auseinandergelebt"
Gericht: Autorenvereinbarung der "Zeit" ist weitgehend unwirksam
Jobangebot: Beratung von Radiohörern und Fernsehzuschauern zur Rundfunkgebührenpflicht
Geheimnisse
The sweep began Friday night when police handcuffed ... Donald Duck, Cat Woman, Freddy Krueger, Mr. Incredible, Bumblebee (from the Transformers movies) and Edward Scissorhands
Warren Buffets fünf goldene Regeln
jaja die Würzburger Polizeibeamten immer gleich das schlimmste zur anklage bringen
Heißt der Stadtteil in Kitzingen wirklich Etwashausen?
Nach Lesart vieler Polizisten haben ja Täter das Bedürfnis, sich auszusprechen, weil dann ihr Gewissen entlastet sei; ich weiß nicht, ob die Polizisten das wirklich selbst glauben, oder ob es eher so ein Werbespruch ist für die Polizei als profaner Beichtvater. Eins ist klar: Wenn ich mich aussprechen wollte, würde ich es wohl nicht auf einer Wache tun.
Einen habe ich noch:
Das unauffällige Durchwinken von Gesetzen während (und wegen) der WM fängt an:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesrat-segnet-Rechtsgrundlage-fuer-Hooligan-Datei-ab-1015946.html
Ohne große parlamentarische Diskussion, da ja Zeitnot bis zur WM (Public Viewing!) herrscht. Sozusagen Gefahr im Verzug im Gesetzgebungsverfahren. Und weil man schon dabei ist sind Datenbanken für Anti-Atom Demonstranten ("sonstiger Straftaten bei öffentlichen Veranstaltungen und Nukleartransporten") etc. gleich mit durchgewunken worden. Viele Grüße ans Wendland!
Wegen dem Jobangebot. Das klingt ja super seriös:"können Sie ohne größere Investitionen diese abwechslungsreiche Tätigkeit aufnehmen".
Was ist den eine größere Investition? Was ist eine kleine?
Davon ab das GEZ Scherge sowieso der letzte Job auf Erden ist den ein normaler Mensch mit etwas Moral und Verstand machen sollte.
Daß die GEZ/die Landesrundfunkanstalten verbal immer so die "gesetzliche Grundlage" betonen, scheint bei der GEZ/den Landesrundfunkanstalten einen sehr direkten Zusammenhang mit der von beiden verfolgten Praxis zu haben. Eingeweihte wissen Bescheid.
Ach ja: Die GEZ ist "nicht rechtsfähig". Das sagt sie selbst von sich. Und es stimmt sogar. Adressaten ihrer Briefe hatten den Verdacht bereits vor vielen Jahren.
Mit der Redseligkeit hat sich der junge Mann ein ordentliches Paket eingehandelt. Wer so blöd ist, muss es auf die harte Tour lernen.
Hier vielleicht gar nicht mal so schlecht, da der junge Mann einen anderen Menschen abstechen wollte.
Ansonsten gilt immer: Schnauze halten. ;)
Buffet Regel Nummer 6: Sobald sich eine Krise abzeichnet, alles Geld vom Konto holen! Und wenn dann das Bankensystem zusammenbricht mit den Banknoten eine tolle Tapete kleistern.
Ach nee halt das war Vetters Regel Nummer 1…
@1:
Was angeklagt wird, entscheidet die Staatsanwaltschaft, nicht die Polizei.
Und trotzdem hat auch die nichts falsch gemacht: wenn man unterstellt, dass die Angaben im Bericht stimmen, bleibt ja nur Mord.
@nameistvergeben:
Oder aber Mordversuch. Könnte man ja auch mal drüber nachdenken.
Wär tatsächlich eine Idee… steht richtig im Bericht, ist mir durchgerutscht. Da bin ich mit Udo allerdings wenigstens nicht allein auf der der Seite der Schluderer.
Hallo,
ich studiere auch Jura. Ich denke, dass ich relativ gut bin. Das erkenne ich zumindestens an den Noten, die ich bisher geschrieben habe und das meine Meinung im Repetitiorium durchaus etwas zählt. Was mich stört ist dieser UNGEHEURE Leistungsdruck. Uns wird seit Studienbeginn eingeprügelt, dass es VIEL ZU VIELE Jursiten gäbe und wir sowieso überhaupt keine Chance hätten, wenn wir nicht min. ein vollbefriedigend haben. Das belastet einen selber sehr, sehr schwer. Ich weiß, dass ich einigermaßen klug bin bzw. habe das zumindestens im Gefühl. Doch dieser Leistungsdruck macht einen so depressiv bzw. kaputt. Ein Abbruch des Studiums kommt für mich elternseits nicht in Frage. Mittlerweile sieht es so aus, dass ich entweder ein gutes Examen mache oder ich mal einer .357er guten Tag sage …
Für Menschen, die andere mit einem Messer umbringen wollen, habe ich im Allgemeinen und im Speziellen wenig Mitleid. Nein, keines.
Wer ein solches Sozialverhalten an den Tag legt, ist hinter Gittern gut aufgehoben. Und gerne auch lange. Das macht den Alltag für alle anderen sicherer.
@Peterchen: Ein Abbruch des Studiums kommt elternseits nicht infrage? Hä?
Lebst Du Dein eigenes Leben oder das Leben Deiner Eltern? ;-)
Es stimmt, dass Jura überlaufen ist – aber dennoch: wenn am Ende vielleicht nur ein schlappes ausreichend als Examensergebnis herauskommt mache es doch einfach so wie Deine Vorgänger und werde selbstständiger Anwalt. Da fragt niemand mehr nach dem Prüfungsergebnis.
@ Hobbyjurist: Und zuviele Anwälte gibt es nicht, oder was? Ich will einfach nicht mit 27 fertig sein, 7 Jahre Studium + Referendariat gemacht haben, um dann am Ende 2.000 € brutto oder so zu verdienen. Da kann ich dann auch eine Ausbildung machen und verdiene besser.
Und zu der Sache mit den Eltern: Prima, dann schmeissen meine Eltern mich raus, wenn ich abbreche und was mache ich dann? Auch eine Ausbildung ist ohne Rückhalt sehr schwer, meinst Du nicht? "Verzweifelte" Situation :-/
@Hobbyjurist:
Und notfalls kann man mit einem schlechten Examensergebnis immer noch Abmahnanwalt werden oder in die Politik gehen ;)…
@Peterchen:
In welchem Ausbildungsberuf verdient man denn 2.000 € brutto pro Tag?
ich habe ebenfalls jura studiert und schon während des studiums eher keine lust dazu gehabt. da dachte ich allerdings, das wäre dort so wie "schule" muss man halt durch. naja letztendlich habe ich nach dem ersten staatsexamen auch noch das zweite gemacht. bis heute ist es nicht besser geworden. ich fühle mich von dem beruf völlig überfordert verdiene so unglaublich wenig geld, dass ich es hier nichtmal schreiben will.
leider schwindet auch so langsam die hoffnung, dass es mal besser werden könnte. leider habe ich keine andere ausbildung und obwohl ich sicher etwas anderes lernen könnte (auch ohne ausbildung) nimmt man mich nirgendwo. entweder sie sagen, ich sei überqualifiziert (bei allen nicht-juristischen berufen, oder wenn sie juristen mit einem examen suchen) und für alles andere sind meine noten zu schlecht und man lacht dann halt eher über meine bewerbung.
fakt ist: wenn mans schlau anstellt, dann bekommt man sicher nen akzeptablen job. am besten, wenn man während der praxiszeiten sich etwas sucht, wo man später übernommen wird, da braucht man sich auch keine gedanken (oder zumindest wenig) über die noten machen, wenn man in praxis überzeugt hat, dann nehmen die einen, auch wenn man "nur" ne 4 hat.
leider weiss ich das jetzt erst…
Treffer. Versenkt.
@Peterchen: Du bist Dir aber schon im klaren, dass wir Dich jetzt bei der Internetaufsicht melden müssen ?! (Wobei ich der Meinung, dass das Blog eh schon überwacht wird.) Im günstigsten Fall bist Du dran wegen Suizidabsichten, im schlechtesten wegen Amoklaufandrohung. ;-)
@Peterchen:
Phasenweise Frustration im Studium ist normal. Dauerhafte nicht. Und deine Überlegungen klingen danach, als ob du an deinen Grenzen angekommen bist. Bitte nutze Beratungsangebote an deiner Uni und rede ausführlich mit deinen Freunden.
Du brauchst neue Motivation für dein Studium oder du brauchst den Mut, dir und deinen Eltern zu sagen, dass dieses Studium für dich nicht richtig ist. Um gute Juristen braucht man sich keine Sorge zu machen, um mittelmäßige bislang auch nicht. Aber bevor du ein schlechter Jurist wirst, solltest du dir lieber etwas anderes suchen. Mit oder ohne Unterstützung deiner Eltern. Es ist dein Leben.
Mit der Entscheidung bist du nicht alleine. Es geht sehr vielen Studenten so und du musst sie nicht völlig alleine treffen. Es gibt Beratungsangebote und du hast hoffentlich Freunde mit denen du reden kannst.
Ich wünsche dir alles Gute für die Entscheidung. Lass dir bitte ausreichend Zeit dafür, aber zögere es auch nicht allzu lang hinaus.
Das schlimmste am Jurastudium ist nicht der Leistungsdruck. M.E. ist es die im System angelegte "Ungerechtigkeit". Und das bei Juristen. Mein Examen ist schon eine Weile her und ich kann mich darüber nicht beklagen. Am Anfang des Studiums dachte ich mir noch: Naja was solls, hast du eben nur 7 Punkte bekommen, obwohl die Hausarbeit eigentlich eine Kopie der Lösungsskizze war. Was solls, im Examen wirds anders. Auch, dass der Komillitone 10 hatte und man selbst nur 6 in einer Klausur, obwohl man annähernd das Gleiche geschrieben hat.
Was kam? Im Examen wars nicht anders.
Woran lags:
Wenn bspw. 100 Arbeiten geschrieben werden. Dann verteilt sich das auf eine Anzahl Profs > 1.
Wenn man jetzt einen Prof hat, der meint, es war eine relativ leichte Klausur, dann kriegt man mit seiner eigentlich guten Lösung nur 7 Punkte.
Ein Mitschreibender könnte aber, tortz identischer Arbeit bei einem anderen Prüfer 14 kriegen.
Alle schreiben die selbe Arbeit, nur der Maßstab ist bei jedem anders.
Wie rechtfertigen Juristen das?
Unbestimmte Rechtsbegriffe mit Beurteilungsspielraum.
Diese können vom Gericht nur auf Beurteilungsfehler hin überprüft werden. Keinesfalls kann man von einem Gericht eine konkrete Note kriegen.
Im Gegenteil. Stellt das Gericht Beurteilungsfehler fest, dann muss ja eine Fehlerfolge ermittelt werden. Der einzige, der aber sagen kann, welche Folge sich aus dem Fehler ergibt, ist der Korrektor selbst, denn nur er ist gesetzlich dazu berufen, den Beurteilungsspielraum auszufüllen (Gewaltenteilung und so).
Warum ist das aber gerade in Jura so schlimm?
Naturwissenscchaften haben das Problem selten, entweder a=a oder eben nicht. Zum Schluss werden Punkte addiert und der Prüfling hat bestanden oder nicht.
Geisteswissenschaften (außer Jura) haben entweder MC (wenn es viele sind) oder schreiben Hausarbeiten. Letztere werden meist von einem Prof korrigiert letztenendes kommt es darauf eh nicht an. Denn entweder schreiben sie ein Bachelor/Master Arbeit, wo das Thema selbst gewählt wird und somit keine Vvergleichsgruppe besteht. Oder sie sschreiben eine Magisterarbeit, wo selbes gilt.
Da brauch man sich auch nicht fragen, warum es keine verdeckcte Zweitkorrektur im Examen gibt.
Vermutlich wären die Abweichungen so enorm, dass es auffallen würde.
Und gegen all diese Strukturelle Ungleichbehandlung kann man nicht mal etwas unternehmen. Der Prof der einen bewertet kann nichts machen ,denn er weis nicht wie die Kollegen bewerten. Man selbst kann faktisch nichts tun, denn Gerichte kosten viel Geld, das man zu der Zeit schlecht hat. Außerdem dauert es ewig und der Erfolg ist mehr als unwahrscheinlich (siehe oben). Das jeweilige Prüfungsamt kann jedoch auch kaum was tun. Denn die einzig gerechte Lösung wäre, alle von einem Prüfer berwerten zu lassen. Da bin ich gespannt wer sich alleine über 100 Arbeiten anschaut. Dazu ein Zweitkorrektor.
Klar kann das derzeitge Verfahren immer noch gut die Spreu vom Weizen trennen. Nur frustriert es ungemein, zu sehen was man selbst für Noten bekommt und welche Noten andere mit ähnlicher Lösung bekommen.
Da kann man sich dann auch nicht mehr motivieren. Insofern habe ich für frustrierte Jurastudenten Verständnis.
Wow… mit den 5 Regeln von Buffet fühle ich mich jetzt gerüstet für unseren Finanzmarkt. Ich investiere dann mal in BP.
Udo Vetter: Als Model oder Pornodarsteller kann man durchaus auf solche Tagesgagen kommen. Das höhere Prestige kommt dann noch hinzu.
Zu Warren Buffets 5 goldenen Regeln: Ich bin verwirrt. Soll ich nun nach dem Arche Noah-Prinzip vorgehen und einen bunten Zoo an Aktien besitzen oder nicht? Ich hoffe mal, dass wenigstens der Autor Oliver Mest mit dieser furchtbaren Zusammenfassung von Klappentexten Geld verdient.
@Bob:
Danke. Sehr interessant.
AUch ein Beitrag im Forum.
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Und-ich-werde-vermutlich-darin-sein/forum-180472/msg-18642435/read/
Und ich glaube das sogar. Spätestens nachdem ein Kollege von mir angeblich 5 BGSler angegriffen hat. Und ich kenne den selbst wenn der Typ gewalttätig wäre ist der nicht blöd.
Aber kommt halt besser als 5 besoffenen Azubis schlagen ne Punkerin zusammen.
@Ufo Wetter: Pornodarsteller als Ausbildungsberuf, wo kann man das denn machen?
"Dass die Stärke der Produktivkraft Jurist überproportional durch Masse erzielt wird, kann durch kluge Veränderungen korrigiert werden, sei es auch, drastischer- sowie effizienzsteigernderweise, durch ansteigendes Aufkommen von Suizidfällen während der Studienphase, nicht erst vor dem drohenden Entzug der Zulassung, dann ist es zu spät.
Um als Jurist eine Lücke zu füllen, braucht es nicht mehr als ein Loch in der Erde."
So würde wohl, etwas mitleidig, ein Pornodarsteller auf die Juristen herabblicken.
@Achtzehn
>Naturwissenscchaften haben das Problem selten, entweder a=a oder eben nicht.
Dort hat das Problem einen anderen Anstrich. Dort werden die Klausuren in unterschiedlichen Semestern von verschiedenen Profs gemacht, mit dem Resultat, dass ich zum Beispiel in einer Klausur eine Zwei hatte bei der der Durchschnitt "nicht Bestanden" war und im nächsten Semester der Durchschnitt(!) bei Zwei lag. Da ich bei der Endnote auch mit den Leuten verglichen werde, die sich dort eine gute Note abgestaubt haben, trifft mich das direkt.
>Da bin ich gespannt wer sich alleine über 100 Arbeiten anschaut. Dazu ein Zweitkorrektor.
Die BWL-Lehrstühle kriegen das auch irgendwie hin, wenn da 500 Leute dieselbe Klausur schreiben. Die machen das so, dass sich vorher jemand hinsetzt und verbindliche Bewertungskriterien für die Klausur aufstellt. Dann steht für alle Korrekteure fest, was erwartet wird und können deswegen anhand des Bewertungsbogens vergleichen.
Mal off topic: Der Fall Kachelmann scheint doch zweifelhaft zu sein: http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,698881,00.html
"Um als Jurist eine Lücke zu füllen, braucht es nicht mehr als ein Loch in der Erde."
Hmm. Pornodarsteller sind doch quasi auch "Lückenfüller" ;)
@Ufo Wetter:
Upsa. Ist das Prestige der Juristen soooo schlecht?
@ 18: Was ich damit sagen wollte, ist einfach, dass man mit dem ersten Staatsexamen ca. 24 / 25 ist und mit dem zweiten Staatsexamen ca. 27 Jahre alt ist. Wenn man dann verkackt, dann steht man da und kann sich überlegen was man macht. Das ist es, was mich so aufregt … deshalb auch der Spruch.
@ Namenloser: Ja wenn es da einen direkten Vergleich gibt ist das auch problematisch.
Darf man einen 16-jährigen überhaupt so problemlos vernehmen, ohne dass ein Erziehungsberechtigter dabei ist?