Vollzeitkräfte gesucht
Lese gerade den “Arbeitsvertrag”, den eine am Flughafen in einem Edelbüro residierende Firma Interessenten zur Unterschrift vorlegt:
Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 40 Stunden wöchentlich. Für diese Beschäftigung wird ein Monatslohn von € 350 zuzügl. anteiliges Urlaubsgeld von € 25 und anteiliges Weihnachtsgeld von € 25 gezahlt.
Nein, beim Monatslohn fehlt keine Null.
Um welche Branche handelt es sich denn?
LKA
2 Euro nochwas die Stunde. Dafür sitzt man dann vermutlich in einem bequemen Sessel als Zusatzgewicht der eine Tür aufhält und sieht fern die ganze Zeit. Anders kann ich mir keine Arbeit vorstellen die einen Stundenlohn vom Gegenwert eines Biers in einer Kneipe rechtfertigt.
Schlimm das es genug Leute gibt die dafür arbeiten gehen.
Teee hee, mein dreizehntes Monatsgehalt schlägt fast den Jahreslohn. Und ich arbeite zu 50 %. Bruahahahahahaha.
Und wer ablehnt. bekommt jede staatliche Unterstützung gesperrt?
Viel schlimmer ist es, dass Arbeitslose, die eine solche Arbeit ablehnen von der Agentur mit einer Sperre bedacht werden. Klar, dass viele Arbeitgeber das ausgiebig ausnutzen.
@igel:
13 Monatsgehalt? Dir muss es ja gut gehen… :)
Aber ernsthaft. Ist sowas nicht sittenwidrig? Aber vielleicht ist ja bei den Wochenstunden eine 0 zuviel?
Gruß
Joe
Frei nach Volker Pispers:
"Wenn sie einen solches Angebot bekommen machen sie doch auch erstmal ein Fass auf, oder? Im Anschluss kündigen sie dann ihre Wohnung und ziehen in das Fass…"
… sieht nach einem klassischen Vertrag für ein Praktikum aus.
ElWiegaldo
So etwas nennt man dann wohl 400-Euro-Job.
Naja irgendwie muss wohl die Miete von dem Buero wieder rein kommen…
Als Praktikant erhält man mit dem richtigen studiengang schon 500 – 1200 €
Für 350 Euro im Monat würde ich diese Stelle höchstens dann annehmen, wenn ich nichts arbeiten müsste und den ganzen Tag im Internet surfen könnte – und das bitte auf meinem gaming-laptop ohne Portsperren.
Dann wäre das ein anständiges Angebot
Ich bin Praktikant (Studienvorpraktikum, 6 Monate) in einem Verlag und bekomme bei 35 Stunden pro Woche 480€. Ist sowas wie das oben beschriebene in Deutschland nicht irgendwie sittenwidrig oder so?
Der Arbeitsvertrag sieht doch aber vor, dass man nur eine Woche pro Monat arbeitet?!
Das ist doch die fehlende Klausel die hier unerwähnt blieb, damit man besseren Zündstoff hat….
Und ich dachte schond er Berufsstand des Liftboys wäre ausgestorben ;-)
Nein, liebe FDP: Wir brauchen keinen Mindestlohn. Das macht die Wirtschaft schon selber. Sind alles liebe Menschen da draußen…
Das waere ja schon als Wochenlohn dreist.
In meinen besten Zeiten habe ich das mal als Tagessatz geschafft.
Aber was ist denn ein "Edelarbeitsplatz". LV Outlet im Dusseldorfer Flughafen? Ist mir noch gar nicht aufgefallen.
Oh, macht man mit Sklaven jetzt schon Verträge??
Auf diese Einnahmen komme ich bisher als Selbständiger. Bei einer Arbeitszeit von 80 bis 90 Stunden. Ich weiß gar nicht was ihr habt. Wir Deutschen jammern manchmal wirklich auf recht hohem Niveau.
Handelt es sich um "echte" Arbeit oder reden wir hier über Ausbildung, Praktikum oder ähnliches?
@Tu Ching:
Selbst dann würde ich dankend ablehnen.
Unter 10 Euro die Stunde steig ich nicht aus dem Bett.
Frage mich schon länger, wer für so wenig Geld noch arbeiten will.
Auch würde ich mich von der ARGE nicht zu solchen Konditionen vermitteln lassen, da geh ich eher betteln und mache mindestens 20 Euro die Stunde.
Ist kein Scherz. Ich kenne da jemanden persönlich, der es genauso macht.
Er hat sich bei der ARGE Abgemeldet und bettelt nun selbstständig.
Leben kann er davon besser als mit Hartz 4, sagt er selbst.
Soviel Leistungsverweigerung wieder heute hier im Kommentarbereich!
Wer dafür nicht arbeiten will, ist einfach nur faul und liegt lieber in der sozialen Hängematte. Und wegen euch haben wir Krise! Danke schön, ihr Kommunisten…
Das ist ja nicht mal als Aufwandentschädigung für ehrenamtliche Arbeit diskutabel!
Und ich hatte irgendwann vor 7 Jahren mal überlegt, dass ca. 14 Wochenstunden für 400 € hart verdientes Geld sei…
@marcus05:
An sowas dachte ich auch erst, hab dann aber gedacht, dass sich selbst das erst lohnt, wenn man zuhause "arbeiten" kann.
@Gerhard: Also wenn Du bei 80-90 Stunden die Woche nur 350 Euro (brutto?) als Selbstständiger verdienst, dann hast Du entweder gerade erst damit angefangen oder solltest Dir das Geschäftsmodell nochmal gut überlegen…
@Dennis: Oder er arbeitet nicht in Deutschland sondern irgendwo in (Südost)Asien wo man super von dem Geld Leben kann.
Ich denke mal, es liegt einfach ein Fehler in der Vertragsformulierung vor: 350€/Woche wird sicher realistischer sein als 350/p.M. Sicher ist das ein Job, den man für bestimmte Arbeitnehmer geschaffen hat (studentische Aushilfskräfte, Personen in der Berufsfindung, Übergang in einen Hauptberuf), die nicht den ganzen Monat am Stück arbeiten wollen oder können.
Wenn es anders gemeint wäre, wäre es sicher ein Sittenwidriger Vertrag und man könnte einen angemessenen Lohn einklagen.
Es gibt Berufe, da wird weniger pro Stunde bezahlt.
Unabhaengig davon ob es in manchen Berufen mehr oder weniger Geld gibt, man muss von einem Job leben koennen. Und zwar in dem Land in dem man arbeitet (in dem Fall Deutschland!) und nicht in Bangladesch!
Das ist weniger, als mein ehemaliger Arbeitsgeber den Kunden für die Arbeitskraft eines Angehörigen des mittleren Management in Rechnung stellt. Pro Stunde, versteht sich… Mich würde schon mal interessieren, was das für eine Arbeit ist.
Deutschland ist gerade in einer schwierigen Situation. Es gibt zwei Anforderungen, die in einem Konflikt stehen. Einerseits kann man aus der Geschichte der USA ablesen, wie viel angenehmer das Leben in einem Land mit Arbeitskräftemangel ist. Wir befinden uns gerade auf dem Weg dahin: niemand hat Kinder, Das vereinigte Königreich wird bald mehr Einwohner haben als Deutschland.
Der Konflikt ist, dass das Leben mit wenigen Einwohnern (gemessen an der Wirtschaftsgröße) zwar angenehm für die Einwohner ist, aber auch die absolute Größe eines Landes (in Einwohnern gemessen und in der Wirtschaftsgröße) ist wichtig. Große Länder bekommen, was sie wollen, kleine eher nicht. Falls wir noch kleiner werden, werden wir außenpolitisch noch ein wenig unbedeutender als wir ohnehin schon sind. Das kann lästig werden, wenn, sagen wir, ein kommunistisches China uns dann die Demokratie auszutreiben versucht. Groß zu sein schafft Sicherheit und Einfluss.
Letzteres bekommt man hin, indem man Einwanderung zulässt und viel Kindergeld zahlt. Das erste, in dem man alles so lässt, wie es ist.
Das ist letztlich eine Richtungsfrage, die man entweder öffentlich stellen und beantworten kann, oder die dann "nebenbei", "ausversehen" und unbemerkt in Berlin getroffen wird. Was darf es sein: International wichtig sein, oder vernünftige Löhne für alle? Man muss eins wählen.
Ich persönlich bin für die zweite Option. Sie erfordert weniger starre Grenzen, wir würden weltoffener, und es gäbe eine Debatte darum, was genau die deutschen Werte sind, die Ausländer unterschreiben sollen. Deutschland könnte sich, nach amerikanischem Vorbild, vom Nationalstaat zu einer Willensgemeinschaft wandeln, was ich sehr genießen würde. Aber ich kann auch jeden verstehen, der seinen Nationalstaat behalten will. Das "Recht auf Heimat" ist mir halt nicht so wichtig wie anderen.
Das Land geht langsam aber sicher vor die Hunde. Noch schlimmer ist es mit diesem FDP Gesocks geworden.
Dann wundert es sich noch einer, dass diese SED Nostalgiker von der Linken soviel Zulauf erfahren. Das Kapital überdreht den Hahn etwa zu sehr.
Die Mittelschicht kann die ganze Party bezahlen. Sowohl für oben als auch für unten.
Kann jeden verstehen, der seine SAchen packt und geht…
Ich glaube, wenn ich den Vertrag vorgelegt bekäme, würde ich die Firma erstmal auslachen. Das ist doch ein schlechter Witz. Genausogut könnte der Personalchef den Bewerbern beim Vorstellungsgespräch einmal ins Gesicht spucken, das wäre ähnlich höflich.
@28 Seb
Das Perverse am deutschen System ist daran, du kannst dein Verdienst durch staatliche Unterstützung "aufstocken" lassen.
Der Steuerzahler zahlt also den zusätzlich Lohn, den der Arbeitgeber nicht bereit ist zu zahlen.
Ein Beispiel: Ich hätte einen Betrieb(Dreherei/Schweißerei/Autowerkstatt) in dem viel Schmutz anfällt, ich brauche also mind. einen Hallenkehrer und einen Maschinenputzer. Dem Betrieb geht´s gut, und ohne diese Mitarbeiter ging eigentlich gar nichts. Es sind eigentlich auch Säulen die den Betrieb tragen, denn ein Facharbeiter hat keine Zeit sich darum zu kümmern. Um die Bezahlung der Dreckarbeiter muss ich mir jedenfalls keine Sorgen machen, Drecksarbeit wird vom Staat finanziert. Es wird halt erklärt, diese Arbeit sei zu teuer und .. man kennt ja das Gejammer der Arbeitnehmer.
Stellt euch vor, diese Arbeit würde nicht mehr vom Staat subventioniert, würde der Betrieb dann dicht machen?
@Leistungsträger: Der Punkt ist halt, dass es sich irgendwie ungerecht anfühlt, wenn andere so viel weniger bekommen als ich. Ich bin nur ein normaler Typ, habe selten das Gefühl, dass das, was ich tue, nur von mir getan werden könnte. Und nicht jede Stunde, die ich arbeite, ist produktiv. Und ich lese dabei viel zu viel lawblog. Warum also bekomme ich sehr viel mehr als körperlich hart arbeitende Kameraden?
Ich verstehe, wie dieses Gefühl so viele schlaue Leute zu Kommunisten, wenigstens zu Sozialisten, gemacht hat. Es ist kein schlechter Grund. Man möchte gern seinen Mit-Säugetieren ein angenehmes Leben ermöglichen.
Yeah, Arbeit muss sich wieder lohnen, gell, FDP?
Mal ehrlich: Wenn man am Bahnhof bettelt, kann man mehr als zwei Euro in der Stunde kriegen…
Fals ihr einmal so einen Job von der Arbeitsargentur kurz AA vorgeschlagen bekommt soltet ihr freudestrahlend dankbar danke sagen und die Bewerbung fertig machen. Sollte es wie zu erwarten ( wird nich viele dumme geben) zu einem Vorstellungsgespräch kommen stelle man dem Cheff eine einzige Frage.
Eines habe ich nocht nicht verstanden, warum glauben Sie das ich für 1/5 des normalen Lohnes die selbe Arbeit machen werde wie wen ich normal bezahlt werden würde?
Und wenn ihr darauf eine Antwort bekommt so schreibt sie mir doch bitte.
@29
Ach, kleines Land find ich auch nicht schlimm. Norwegen geht es auch gut. Gar nicht so schlecht, wenn man nicht bei jedem Konflikt genötigt wird Truppen hin zu schicken die Unsummen verschlingen. Fachkräftmangel ist gut, weil die Gehälter automatisch steigen.
Kontrollierte Zuwanderung von Fachkräft kriegen wir nicht hin, von daher lieber lassen. Ziegenhirten haben wir schon genug.
Ich selber bin nach Kanada ausgewandert mit 23. Hab selber knapp 5 Jahre lang eine Ausbildung gesucht und auch so nebenbei fuer 5E / stunde gearbeitet.
Meine Mum ist Krankenpflegerin und verdient grade mal soviel um Miete in einer fast Grossstadt + Lebensmittel zu zahlen.
Meine Frau ist Nurse und verdient mal fast das 3 fache von meiner Mum. Auch ich mache knapp $15 / h, als Student. Leben ist hier generell viel teurer, aber selbst nach allen Abzuegen, hab ich allein noch mehr Geld zur verfuegung als meine Mum, ohne das meine Frau noch was dazu tun muesste.
Nur mal so als vergleich.
hmm, das problem ist doch meines Wissens dies:
Die Leute gehen da hin zum Arbeiten, obwohl sie nur 350,– EUR bekommen. Den Rest für ein halbwegs menschenwürdiges Leben zahlt doch der Staat drauf.
Das ist doch das asoziale an dieser Regelung: die Billigarbeit wird vom Staat subventioniert. Die Leute, die heute Steuern zahlen, und evtl. morgen auf der Straße stehen, haben damit ihren eigenen Billiglohn finanziert. Die Schulden, die der Staat damit macht, werden dann wieder von den Arbeitnehmern getragen.
Ich find das toll, wie hier auf die FDP geholzt wird. Es sieht doch so aus: Die Grünen und die SPD haben dem arbeitenden Volk doch durch die Agenda 2010 die FDP und die CDU sowie die LINKE erst wieder schmackhaft gemacht. Peter Hartz lässt grüßen. Da will man dann Veränderung und die dumme Masse die jeden Tag Blöd liest, wählt Bild. Klar, selbst Schuld, aber wenn wir ganz ehrlich sind ist es die angeblich ja ach so soziale SPD, die Partei des arbeitenden Mannes, die das Volk als erstes verarscht hat. Jetzt wird selbiges nur noch ein bisschen mehr verarscht.
Wobei ich zugeben muss, dass ich nie SPD gewählt habe, sondern die andere Hälfte der Koalition damals. Ich hab bisher noch keinen von diesen Kapitalisten gewählt. Bis auf Michael Vesper. Für den hasse ich mich noch heute…
@Bernd:
Apropos Mittelschicht: http://www.nachdenkseiten.de/?p=5626
Und was das mit den SED-Nostalgikern wieder soll, verstehe ich nicht. Lieber 5 Parteien, die alle identisch sind (keiner wählbar), statt eine Partei, die mal gegen den Strom schwimmt?
Ich verstehe manche Menschen einfach nicht.
Ist dieser Lohn nicht sittenwidrig?
@Sebastian:
Peter Hartz hat mit ALG II wie wir es heute kennen nur sehr wenig zu tun. Die Vorschläge der Hartz-Komission unterschieden sich in den Details deutlich von dem was am Ende umgesetzt wurde, auch wenn die groben Züge geblieben sind. Deswegen ärgert es mich auch jedes Mal wenn selbst im ÖR "Hart IV" statt "ALG II" verwendet wird. Das ist Volksverblödung, mal wieder.
In der Sache möchte ich aber nicht widersprechen.
@J. S.:
Es wäre wohl ganz hilfreich wenn mal 2-3 Monate ins Land ziehen könnten ohne dass einer von diesen Linken Schwachköpfen in eine Kamera plärren muss "Die DDR war kein Unrechtsstaat".
@Leistungsträger: Netter Trollversuch. Aber wenn du das ernst meinst: Du kannst gerne den Wohlstand eines Stefan Heinig finanzieren, indem du Sklavenarbeit leistest, dich ausbeuten lässt und sittenwidrige Löhne akzeptierst. Es soll ja Leute geben, die Demütigungen anregend finden…
Ich hab sogar für 10 euro weniger monatl. meine 3jährige überbetriebliche Kochlehre gemacht…
@PaulW.: Eine Lehre ist auch was anderes, als ein reguläres Arbeitsverhältnis. Bei der Lehre muss der Arbeitgeber – sofern er es richtig macht – zunächst mal selber investieren, da er den Lehrling ausbilden muss (Auch wenn der Lehrling zumindest zum Ende hin regelmäßig einen normalen Arbeitnehmer weitestgehend ersetzen kann). Daher ist ein temporär niedriger Lohn dafür durchaus akzeptabel.
Sobald daraus aber ein reguläres Arbeitsverhältnis wird, ist das Ausbeuterei.
Aufgrund des exorbitanten Kündigungsschutzes, sowie der hohen Sozialabgaben von Arbeitgeberseite ist es Unternehmen einfach nicht möglich gute Gehälter für unqualifizierte Personen aus bildungsfernen schichten zu zahlen. Der Markt kann sich nicht selbst regulieren, wenn durch staatliche Eingriffe so hohe Hürden für die Arbeitgeber gesetzt werden, wie sie momentan existieren.
Das solche Niedriglöhne wirklich pervers sind streitet sicherlich keiner ab. Allerdings sind sie die logische folge eines Systems, welches den Standort Deutschland für internationales Kapital immer unattraktiver macht.
Das solche Jobs teilweise noch staatlich subventioniert sind endet leider in dem Teufelskreis, in den uns Jahre links gefärbter Politik gebracht haben.
Wieso sollen die Leute sich in der Schule und im Studium bemühen, wenn sie für Faulheit statt 400€ dann einen 2000€ Job bekommen? Man studiert z.B. einen MINT Studiengang und strengt sich an, DAMIT man irgendwann mal einen gut bezahlten Job bekommt. Qualifizierte Personen müssen nicht für 400€ arbeiten.
Das ist doch bestimmt ein Arbeitsvertrag aus dem Jahre 1953! Ein interessantes Stück der Unternehmensgeschichte. Obwohl 1953 müsste es ja eigentlich sich um 48 Stunden 6-Tages Woche handeln.
@Paix:
Kurzer Widerspruch:
Irgendjemand muss die Jobs machen. Und wenn wir uns alle anstrengen und qualifiziert sind, auch wir.
Normal halt!
In anderen Bereichen wird das halt umständlicher gelöst: Über gemeinnützige GmbHs.
Da werden dann 1-Euro-Jobber eingestellt. Um die zu beschäftigen werden dann "Dienstleistungen" der freien Wirtschaft angeboten.
So werden z.B. in Stuttgart bei der Neue Arbeit gGmbH Trampoline für eine deutsche Tochter einer Firma aus der Schweiz herstellt:
http://www.youtube.com/watch?v=9XFFV9rb5w8
Ich habe mal nachgeschaut, welche Firma die Trampoline baut und was die so für einen Jahresabschluss haben (muss ja inzwischen angezeigt und veröffentlicht werden). Da konnte man schön sehen, dass die deutsche GmbH keinen Gewinn abgibt, aber bei Ihrer Mutter in der Kreide steht. Das deutet darauf hin, dass die Ihre Gewinne über den Wareneinkauf in die Schweiz transferieren, damit die Gewinne in Deutschland nicht versteuert werden müssen.
Das Ergebnis sind also Menschen, die hauptsächlich vom deutsche Staat bezahlt werden und für eine Firma in der Schweiz produzieren. Dabei bezahlt diese Firma nicht einmal Steuern in Deutschland! Der Vorstand lacht sich sicher einen Ast ab, wie bescheuert die Deutschen sind.
Der ganze Hartz-IV-Wahnsinn haben uns SPD, Grüne, FDP, CDU und CSU eingebrockt. Die Ergebnisse sind seit Jahren bekannt. Und die wollen einem Erzählen, dass "linke Spinner" uns alle ruinieren werden!
Ich sehe das anders: Die Linke ist z.Z. die einzige Partei, die da Druck macht. Jedes Prozent mehr bei dieser Partei lässt die Macht der von Lobbys beherrschten Politiker bröckeln. Um etwas zu ändern muss die Linke keine 50% erreichen. Es reicht, dass die anderen Parteien Angst bekommen, dass dies doch einmal passiert und sie selbst in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
@Paix: Ich musste grade lachen. Wer hat denn gesagt, dass Deutschland für internationales Kapital immer unattraktiver wird? Deutschland ist in den letzten Jahren im Gegenteil immer attraktiver geworden. Nicht nur, dass die Löhne weitestgehend stagnierten; Auch die Produktivität des einzelnen Arbeitnehmers hat sich erhöht (Und die Produktivität ist ein wesentlich wichtigeres Kriterium als der Lohn bzw. muss immer in Relation gesehen werden; Was bringt mir das Outsourcing ins billige Osteuropa, wenn die Arbeitnehmer dort für die Hälfte des Lohns ein Fünftel der Leistung erbringen, weil sie schlechter ausgebildet sind, weil die Arbeitseinstellung eine andere ist oder weil die Infrastruktur weniger optimal ist?).
Auch der letzte Satz ist eher eine Verhöhnung der Akademiker. Die müssen nicht für 400 Euro arbeiten? Stimmt, in einer bunten Märchenwelt nicht. In Deutschland sieht es zum Teil so aus, dass sie als absolut unterbezahlte Praktikanten irgendwo ein sechs-Montas-Praktikum absolvieren dürfen, bevor die Firma den nächsten Praktikanten einstellt, den sie für sechs Monate ausbeuten kann.
Ich war früher immer gegen Mindestlöhne. Inzwischen tendiere ich allerdings dazu, Mindestlöhne auf einem absoluten Minimum zu befürworten. 5 Euro bekommt heutzutage sogar eine Aushilfe im Supermarkt, wo die Margen beim Verkauf jenseits von gut und böse liegen. Wenn selbst ein Supermarkt für ungelernte Aushilfen fünf Euro zahlen kann, werden andere Branchen wohl auch in der Lage dazu sein. Es sei denn, das Geschäftsmodell baut ganz gezielt auf Ausbeutung auf (bsp: Zeitarbeitsfirmen; Super Sache: Ich schmeiße die Arbeitskräfte raus, engagiere sie über die Zeitarbeitsfirma wieder für die Hälfte des Lohns und als Bonus haben die keinen Kündigungsschutz. Geniale Erfindung). Solche Geschäftsmodelle haben aber ohnehin keinen Schutz verdient.
worüber regen dich all die kommentatoren nur auf?
es gibt in deutschland einen faktischen mindestlohn durch ALG II, der diesen lohn auf jeden fall, und oft sogar einen anständigen lohn übersteigt.
der blogbeitrag erwähnt nur "interessenten". regt euch auf, sobald den job jemand angenommen hat.
aber dann könnt ihr euch auch darüber aufregen, dass jemand sein ganzes geld im spielkasino lässt, oder über andere dummheiten.
@Gerhard: Aber sicher. Um die Spendenbereitschaft zu vergrößern, solltest Du das mal mit ein paar (nachprüfbaren) Einzelheiten unterfüttern.
@Seb: Da werde ich doch lieber Nurse anstatt Krankenschwester.
@Blagarg: Der Stundenlohn entspricht bei aktuellem Kurs etwa 2,80 US Dollar. Also etwas mehr als das Doppelte der absoluten Armutsgrenze. Davon kann niemand nirgendwo super leben.
@igel: "Was darf es sein: International wichtig sein, oder vernünftige Löhne für alle? Man muss eins wählen."
Das ist doch in dieser angeblichen Ausweglosigkeit Unsinn! Vernünftige Löhne bekommt man auch durch einen gesetzlichen Mindestlohn.
@MarcoM: "http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/07/21/vollzeitkrafte-gesucht/#comment-442474"
Hast du nen Link oder ne Literaturempfehlung, wo das genauer ausgeführt und mit Quellen belegt wird? Würde mich sehr interessieren.
Ein guter Arbeitsvertrag! Es gibt viele Arbeitnehmer, die bekommen nicht mal mehr Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld. Da kann doch der Arbeitnehmer wirklich froh sein darüber.
Darf ich denjenigen der mir so einen "Vertrag" vorlegt damit füttern oder gern auch "Zwangsernähren"??
@Stefan: Das ist für den Arbeitnehmer vielleicht ein "faktischer Mindestlohn", volkswirtschaftlich aber doch was vollkommen anderes! Eine Universalsubvention quasi, "der Staat" bezahlt anteilig den Lohn, wenn ein Arbeitgeber nur Dumping zahlt. Das ist doch Wahnsinn!
Ach deshalb wird uns jetzt die Krankenversicherung genommen…bzw. der Arbeitnehmer darf das alleine finanzieren.
Das der Arbeitnehmer mittlerweile höhere Sozialabgaben aufbringen muss ist wurscht…
Tja, vielleicht spricht es sich mal endlich rum, dass das Karussel "immer mehr Dividende" sich wohl nicht ewig so weiterdrehen wird.
Das goldene Kalb "Kaptial" in dieser grotesken Form nicht mehr anbetungswürdig ist.
Ein weiterer Beweis dafür, dass der allgemeine Mindestlohn in D kommen muss.
Das ist ein eindeutiger Fall von strafbarem Lohndumping.
Da fehlen mir wirklich die Worte…
Ich arbeite neben dem Studium auch auf 400-Euro-Basis und meine Studenanzahl pro Woche entspricht in etwas 1/4 von dem oben angebenen!
Von so einem Job kann man nicht leben. Nur wenn man dann noch 40 Stunden die Woche arbeiten soll ist das eine noch größere Frechheit, denn einen Zweitjob (der nötig ist) kann man da wohl vollkommen vergessen.
@Zahnschmelz
Das mit dem Urlaubs und Weihnachtsgeld ist dort nur so gelöst, damit das geregelt und damit abgegolten ist. Nicht das da noch jemand auf die Idee kommt das nachzufordern, weil die anderen im Betrieb das ja auch bekommen haben.
Mit so einem Job läuft es selbst als Single darauf hinaus, dass man ergänzend Hartz 4 benötigt. Damit man dort allerdings nicht gegenüber dem nur Hartz 4 Bezieher nicht noch drauflegt, kann man sich dann noch mit dem Amt um berufsbezogene Ausgaben (Arbeitskleidung , Fahrtkosten, Mehrkosten Essen aus Kantine (Da teurer als selber machen) streiten. Von daher gibt es für solche Jobs nur eine Lösung:
Hingehen und ein Bewerbungsgespräch ala Trainspotting abliefern und es sich in Hartz 4 gemütlich machen.
Ich lade alle mal ein, die Stellenangebote, die in Ostdeutschland in den BIZen und den Argen ausgehängt werden, anzusehen.
20 Stunden pro Woche flexibel nach Bedarf den AG für 400 Euro im Monat ist bei weitem nicht das schlechteste Angebot.
Oder mal eben 15 Stunden pro Woche für 160 Euro im Monat…
Selbstverständlich sind das keine Warmduscher Büro Jobs.
Wer ablehnt, wird sanktioniert.
2 kommentare:
1) wir sind zwar ein hochlohnland und jammern auf hohem niveau. aber mit dermaßen hoher produktivität und qualität der leistung, dass unterm strich pro € mehr an leistung herauskommt. sonst könnten wir nicht mit gewinn nach zb kasachstan exportieren.
2) nur 1 wort: asozial
nur eine sehr dumme frage
was oder wer hindert uv, den namen des unternehmens zu nennen? oder handelt es sich gar um einen mandanten?
eine neugierige bridget
@Martina:
Liebend gerne. Falls die Frage aufkommt wie ich dazu gekommen bin diese Informationen zu recherchieren, sei darauf verwiesen dass selbst der Wikipedia Artikel zu diesem Thema sagt:
Eine grundsätzliche Diskrepanz zwischen Hartz-Konzept und legislativer Umsetzung existiert auch in der Umsetzung des Leitmotivs Fördern und Fordern: Fördermöglichkeiten für den Arbeitssuchenden sind in der SGB-Ⅱ-Umsetzung ebenso unterrepräsentiert wie das – ebenfalls im Hartz-Konzept vorgesehene – Fordern der Träger in Gestalt der ARGEn bzw. Jobcenter.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hartz-Konzept#Abweichungen
Als direkte Quelle empfiehlt es sich die Empfehlungen der Hartz Komission von 2002 mit dem SGB II und dessen Umsetzung zu vergleichen. Zu finden sind die Empfehlungen hier: http://www.neue-einheit.com/deutsch/aktuelles/hartz/Hartz-Papier31-07-2002.pdf
Zwei Beispiele auf deren Umsetzung wir noch warten:
"Arbeitgeber stellt MA zeitweise zur Arbeitssuche frei und unterstützt MA bei Profilerstellung." S. 9
"Organisation von Kinderbetreungsmöglichkeiten über die Netzwerke bzw. lokale Akteure im JobCenter." S. 9
Ansonsten ist das Blog http://www.nachdenkseiten.de durchaus zu empfehlen, allerdings sollte natürlich auch dort kritisch gelesen werden. Einer der Autoren ist Albrecht Müller, dessen Bücher "Meinungsmache", "Machtwahn" und insbesondere "Die Reformlüge" als ergänzende Literatur geeignet sind.
Außerdem wurde dieser Sachverhalt in den letzten Jahren immer wieder in den Medien aufgebracht, jedoch nie breit diskutiert und schon gar nicht tiefgehend analysiert.
Viel Spaß beim einlesen!
Spätestens bei der Prüfung durch die Rentenversicherung fällt der Arbeitgeber auf die Nase. Mein Steuerberater hatte jetzt einige Fälle aus der Bewirtungsbranche, wo zum Teil Zehntausende Euros nachzuzahlen sind. Die Löhne müssen entweder Mindestlohnniveau haben oder zumindest nicht sittenwidrig sein. Alles darunter ist Hinterziehung von Sozialbeiträgen und wird in schlimmen Fällen auch als Betrug zu Lasten der Sozialkassen zur Anzeige gebracht. Wenn ich so einen Vertrag in der Hand hätte, würde ich der Rentenkasse mal einen Tip geben…
Seien wir ehrlich
Wollen wir nicht alle die eierlegenlegendewollmichsau ?
Oh, wie schön.
Stehen da einige wegweisende Urteile samt kostenloser PR an? Natürlich inkl. der Rüge der ARGE-Schreibtischtäter welche Menschen zu solchen Beschäftigungen zwingen?
der Himmel segne den Gewerbeschein…
#k.
Daher: Flächendeckender, pauschaler Mindestlohn.
@52:
Natürlich hat die sich erhöht; diejenigen, die die kartellartigen Preiserhöhungen von Arbeitgebern und Gewerkschaften nicht mit entsprechenden Produktivitätserhöhungen schaffen, werden über kurz oder lang aus dem Markt gepreis vulgo arbeitslos.
Und dann bleibt von der erhöhten Produktivität der ganzen verbliebenen Arbeitnehmer trotzdem immer weniger übrig; die müssen schließlich die ganzen "Abgaben" für unsere ineffizienten staatlichen Sozialsysteme mitbezahlen. Von den ganzen Subventionen ganz zu schweigen.
Der Staat ist der größte Preistreiber und der größte Wohlstandsverhinderer für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung. Und dann wundern einen auch solche Lohnangebote nicht mehr…
@72: Dann verschwindet die Arbeit mangels Nachfrage eben wieder, die ja angeblich (@50) irgendjemand machen muss.
Weil die Leute sich dann z.B. das Essen gehen oder die Friseuse schenken und es dann eben weniger Stellen für Friseure, Köche, etc.pp. gibt. Oder die Handwerksarbeiten am eigenen Haus, Auto, Garten o.ä. gleich selber machen – Zeit genug haben sie dann ja…
@Sebastian Heyn:
Arbeiten?
Müssen!
sorry, aber ich habe meiner letzter Praktikantin (erstsemester, hat einen Super-Job gemacht) mehr Geld gezahlt.
Und das gerne.
@73, Andreas Spengler: Hä? Sind Sie sicher, dass Sie 72 meinen?? Warum sollten die Leute wg. eines Mindestlohns Zeit zum schneiden der eigenen Haare haben? Gerade mit einem Mindestlohn haben sie doch das Geld für Frisör, Handwerker, etc. …
Wenn man bedenkt, dass sogar hungernde Archäologen im Grabungspraktikum an die Tausend Euro verdienen…
die 2€ und paar Zerquetschte sind doch nur die Anwesenheitsprämie
oder?
Ich tippe mal auf Toilettenreinigungsfachkraft.
Allerdings darf er/sie das Geld, welches im allzeit bereitgestellten Teller landet, behalten.
@Lukas M.F.:
Bitte melden Sie sich morgen früh direkt in der Personal-Abteilung.
Gruß, Ex-Chef
@Lukas Ex-Chef: Ich gehe mal von einem Fake aus. oO
Zum Thema: Das ist keine Arbeit, sondern Ausbeutung pur. Es ist regelrecht traurig, dass so etwas in unserem so fortschrittlichen Rechtsstaat überhaupt legal ist…
@Marcel:
Ich empfehle diese Zusammenfassung der Organisation "Reporter ohne Grenzen" zum anonymen Bloggen/Publizieren:
http://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/rte/docs/handbook_bloggers_cyberdissidents-GB.pdf
Damit kann der Lukas problemlos alles ohne Angst vor Verfolgung sagen.
Ja, da bekommt sogar Frau Merkel Angst :)
Gruß, WinÄtwo
–
"Der Indianer, der stets die Wahrheit spricht, braucht ein schnelles Pferd!"
Es gibt auch solche Angebote, wo nach Leistung (Umsatz) bezahlt wird:
http://www.lumperladen.de/lumpereien/2010/06/14/ein-toller-job/
So was nennt man Vertragsfreiheit, und diese Freiheit ist doch ganz hochheilig. Zumindest unseren Regierenden…
1977 waren sie aktiv – und wo sind sie jetzt, wenn man sie wirklich mal brauchen würde?
@MarcoM: "Fördermöglichkeiten für den Arbeitssuchenden sind in der SGB-Ⅱ-Umsetzung ebenso unterrepräsentiert"
Bitte konkreter – welche Fördermöglichkeiten genau sind im Hartz-Konzept vorgesehen und wurden nicht umgesetzt??
Bei diesem fetten Gehalt müsste doch noch ein Betrag für die Heizenergie am Arbeitsplatz abgezogen werden.
Die Arbeitgeber werden aber auch immer sozialer…
@Martina:
Das war ein Zitat aus dem Wikipedia Artikel der als Aufhänger diente, nicht als Argument. Zwei Beispiele für Fördermöglichkeiten hatte ich zitiert: die Freistellung vom AG zur Arbeitssuche und die Förderung der Kinderbetreuung. Vieles weitere findet sich in den Hartz Vorschlägen und in den Entwürfen und Gesetzen die darauf folgten, wobei nicht alles was kommen sollte vermerkt wurde. Die Idee war es zu fordern und zu fördern. Dieses fördern sollte (man entschuldige den Allgemeinplatz) "qualifizierende und aktivierende Maßnahmen in Abstimmung auf die Lebensumstände des Arbeitssuchenden und die wirtschaftliche Situation im lokalen und regionalen Umfeld" umfassen. Was daraus geworden ist kann man in jeder ARGE live erleben und wurde in genug Artikeln, Berichten und "Storys" dokumentiert: Bewerbungstraining, MS Office-Kurse, Seminare zu "Zeitarbeit als Chance" etc. pp.
Es wurde nach einem Link und Literaturempfehlungen gefragt, die habe ich geliefert. Das ganze jetzt noch zu analysieren wäre genug Stoff für eine Bachelorarbeit. Diese Eigenrecherche muss ich dann doch auf den interessierten Leser abschieben.
Das ist echt so fies! Da ist mein absoluter Traumjob zum Greifen nah und Sie verschweigen jegliche Kontaktinformation. Wie soll ich mich da jetzt bewerben?
Der Politik weis schon Lange wegen Drastische kurzungen, wegen Inkasso an der Arme. Wegen Schwerwiegende leistungmissbrauch wissen wir alle schon Lange, und wegen Milliarden Verlüste wir wissen auch.
Der Rechtskammer kann nicht die Politische Verantwortung für die Leistungen tragen, Verantwortung für Haushalt muss tragen der Politik, aber Politik schließen sicht Augen, wegen die Massive Einschränkungen mit Geld Probleme.
Wegen Rechtverordnungen dürfen auch nicht richtig arbeiten der deutsche Justiz, die Durchbruch erledigen mit deutsche Justiz.
Wann ich erkrank, wann meine Beine, Meniskus, Knochenmark, Rückenmark, wann mich ganz unten Narkose beraubt die Gauna Ärzte, ich bekomme auch kein lebensleistungen, weil das ist Sozialsystem, 4 jahre 5 Monat ohne leistungen an Minderjahrige: kein Kindergeld, kein Sozialhilfe, und wenn Ich schreibe, der Sozialamt hat seine Drogen Dealer, einfach treiben pro Tag 4 Mal an der Betroffene Drogen, und für mich bauen
Anzeige, weil ich überal die Unterlage welche ich bekomme nur 190 euro,in Internet gestellt, die Kapute Ohne Meniskus Beine, weil wegen Schwerbehinderung kann nicht mehr arbeiten, weil der Deutsche Behinderte ab 1993 am leiden, und der Deutsche können nix machen, alle sagen: haben Angst von der Politik,
Politik macht mit uns was sie wollen.
Wegen Drastische kurzungen wegen Rechtbruch: hier hilft gerne Deutsche Justiz.
Weil Mochamed Eltern(in unsere Ort) auch war nicht zufrieden mit dem leistungen, und gebastelt wird Klage gegen sein Sohn Mochamed er ist in Knast. Wer nicht zufrieden mit die leben muss gehen in Klaps oder in Knast, sie wissen das besser wegen Rechtbruch.
Wer hat gesagt: das das das das Rechtstaat?
Passend zu diesem Vertrag die Geschichte die meine Frau gerade erlebt.
Sie möchte arbeiten – auf 400 Euro Basis. So weit, so schlecht. Da sie gerne mit Menschen zu tun hat und 5 Sprachen spricht bei einem Hotel vorstellig geworden am Empfang. Eingestellt. Unsere Annahme war – große Hotelkette, anständige Arbeit… So weit so schlechter :-) Denn: der Arbeitsvertrag sieht vor: 28 Stunden/Woche bei 400 Euro. Geht fast noch? Tja, Urlaub wird ausgeschlossen, muss nachgearbeitet werden. Fortzahlung bei Krankheit? I wo – nacharbeiten. Arbeitszeiten? Äh tja, JEDES Wochenende, dazu Montag bis Freitag flexibel nach Bedarf des Managers… Ergibt aktuell fast 42 Stunden!
Das Problem: was genau willst du dagegen tun? Wehrt sie sich fliegt sie raus. Wehrt sie sich nicht wird sie ausgebeutet…
Schöne neue Arbeitswelt in Deutschland. Das besonderes traurige daran – es handelt sich um eine große europäische Hotelkette bei der man eigentlich davon ausgehen müsste das so was nicht vorkommen darf. Und der Manager hat angeblich Jura studiert. Dazu wurde der Vertrag vom Steuerberater genehmigt. Alles Leute die wissen sollte das diese Verträge so nicht gehen – kein Urlaub, keine Fortzahlung. Wo leben wir eigentlich?
Egal – nach unserem Urlaub werden wir uns mit dem Herren hinsetzen und ein bißchen Druck ausüben. Mal sehen was passiert. Ich persönlich hätte gute Lust vors Arbeitsgericht zu gehen weil man solche Dinge aus Prinzip nicht durchgehen lassen darf.
Was ist so schlimm an dem Jobangebot? Wenn die Person in einer Beziehung lebt, dann kommen doch schon 800 Euro zusammen, wenn der Partner ebenfalls einen solchen Job ausübt. Das genügt doch.
Nicht jammern, sondern besser machen! Gründet doch Unternehmen und bezahlt eure Mitarbeiter "anständig". Nur schwafeln geht halt auch nich
Der Hubert
das ist zu krass. hat das LG Magdeburg nicht neulich geurteilt, dass die Nichtzahlung von Mindestlohn eine Straftat darstellt? Wie wäre es dazu mit dem Tatbestand der Beleidigung in Ihrem Fall? Wahnsinn, leider fast Alltag…
Viele Grüße
Volker Lehmann
@Christian: Was glaubst Du, was es alles für Jobs mit derartigen Hungerlöhnen gibt, die wirkliche Arbeit sind und nicht nur im Sessel rumlungern. Frag mal deine Friseurin oder die Putzfrau in öffentlichen Einrichtungen, was sie verdienen.
@94: Wirtschaften als Grundlage einer "Beziehung"? Super.
Ich halte ja nun selbst nix von der Überromantisierung von Ehe/Partnerschaft etc., aber wenn ein Single von dem, was er erarbeitet, nicht selbst leben kann, sondern einen "Partner" dafür braucht, dann ist das nix Gutes.
Das hat sowas von: im Studium schon mal nach dem zukünftigen "Partner" gucken, mit dem man dann lebenslang die gemeinsame Armut durchsteht.
DAS ist erbärmlich.
@ Hubert
Auch wenn das nur ein lahmer Trollversuch war, hoffe ich doch, daß Sie in Zukunft genau für diesen Betrag arbeiten müssen. Und zwar nicht 40, sondern 50 h/Woche. Und die Arbeit möge dreckig und anstrengend sein….
Mal sehen wie lange es dauert, bis Sie nicht mehr so dümmlich trollen.
Wenn man nicht auswandern (wohin überhaupt?), sondern in dieser Gesellschaft überleben will (vielleicht auch, weil man für Kinder und Andere Verantwortung hat) und nicht zu den "oberen Zehntausend" gehört, reproduziert man dieses Wirtschafts- und Gesellschaftssystem jeden Tag aufs Neue – allein durchs Mitmachen.
(Auch ich verbringe mehr als die Hälfte meines Tages damit …)
Offenbar ist der Spatz in der hand mehr …
Die Krux ist die Differenz der Betrachtungsweisen – betrieblich oder gesellschaftlich, privat oder übergeifend.
(Und sowohl FDP als CDU/CSU und (teilweise) B90/Grüne, sogar überwiegend (Seeheimer Kreis!) die SPD, sind betriebswirtschaftlich- bzw. lobbyorientiert!)
Und an diesem Widerspruch (frei nach Charly M.) wird diese Gesellschaft zerbrechen – wann, wie und mit welchen Folgen ist konkret nicht vorhersagbar.
Das heute von unseren regierenden Parteiführern (demagogisch) formulierte Gesamtinteresse ist keines, aber es muß ein reales werden.
In diesem Sinne stimme ich Nr. 51 voll zu, und auch anderen, die sich ähnlich geäußert haben.
Das bei Nr 51 empfohlene Video (Achtung: 3 Teile)
http://www.youtube.com/watch?v=9XFFV9rb5w8
kann ich nur weiterempfehlen!
PS:
Interessant ist schon allein die Anzahl der Kommentare, welche diese Meldung von UV ausgelöst hat, Pro oder Contra: Immer wieder tauchen – insbesondere zwischen den Zeilen – ge-, besser offenbar verfestigte Grundhaltungen auf, die sich nicht hinterfragen lassen wollen – und eine solche Anschauung nennt man wohl ideologisch …
Aber wer ist schon "unideologisch"?
Und ist dieses selbst verliehene Etikett nicht auch schon wieder Ausdruck einer Ideologie?
Das ist doch noch ein vergleichsweise guter Lohnsatz, wenn man vergleicht was einem heute noch so angeboten wird. Ein Stundenlohn von 1,25e bei Vollzeitarbeit mit Überstunden war da nur eine der "Kuriositäten".
Aber will man vom Amt nicht gesperrt werden, nimmt man leider was man kriegen kann. Und die Herren und Damen bei der ARGE machen dann die Augen zu.
Gerade für Berufseinsteiger sind solche geradezu "großartigen" Angebote nichts Neues.
Ich als Neugründer verstehe immer wieder nicht, wie man so verrückt sein kann als Unternehmer, so etwas mitzumachen.
Berechnet man seine Ausgaben so, dass man Mindestlohn zahlt,ist man zumindest auf der sicheren Seite und muss nicht wegen einer sicherlich irgendwann mal kommenden Entscheidung auf einmal Insolvenz anmelden…
Für mich nicht verständlich.
In grossen Firmen mag es allerdings sein, dass ein Mathematiker mit guten Statistik Kenntnissen die Klagewahrscheinlichkeit und theoretischen Schaden berechnet und das mit Einsparungen gegenüber stellt…
Bekannt ist es ja bei Pharma und Autofirmen dass die Klagekosten gerne mal mit den Kosten einer Rückrufaktion verrechnet werden…
Bei so einem Job würde ich mich fragen, ob ich da nicht tatsächlich die Arbeit eines anderen mache, der mir ein viertel seines Lohnes zahlt. Vielleicht sollte ich mir auch vier Jobs besorgen und dann Personal einstellen, dass diese für den halben Lohn erledigt. Da wäre ich ja quasi schon Unternehmensgründer und ein leuchtendes Vorbild. Das Bundesverdienstkreuz wäre mir so gut wie sicher.
Da kaum jemand so nah am Flughafen wohnt, dass er/sie mit dem Rad hinfahren kann, müssen noch ein paar Euro für Fahrtkosten und Verpflegung abgezogen werden. Ich denke, man bekommt effektiv weniger als der Job an Kosten verursacht.
Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass das das Gehalt für gut 160 Stunden im Monat ist.
@Hundekuchen:
Die Arbeit von jemand anderem für den Anderen machen… und das für weniger Geld als dieser damit verdient… das ist doch das Grundprinzip des Kapitalimus ;)…
@Aurisa: Eigentlich nicht. Das ist das Grundprinzip der marxistischen Analyse.
Das Grundprinzip des Kapitalismus ist der freie Markt.
Ach ja, nur zur Erinnerung:
Steinmeier ist nicht nur der Architekt der Agenda 2010 und deren wunderschöne Auswüchse (hier haben wir ja ein besonders nettes Beispiel davon), sondern er ist auch:
Oppositionsführer!
Herzlichen Glückwunsch, SPD!
Viele Grüsse,
VB.
Ich weiß zufällig was das Hotel d. R. in Berlin (Bebelplatz, ja das echt schöne teure Hotel) für Praktikanten so zahlt, 40 Stunden die Woche und zwar 4 Wochen im Monat und das sind im Jahr 2008 um die 400 € gewesen im Monat nicht die Woche!!!! Seit dem ich diesen Arbeitsvertrag gelesen habe war ich da nicht mehr….
@igel:
Äääh… freier Markt das Grundprinzip des Kapitalismus…?
Könnten sie das eventuell mal meinem Stromversorger erklären…?
Der hat vom freien Strommarkt nämlich noch nichts gehört… genausowenig wie die drei anderen großen Strom-Oligopolisten…
Und von den ganzen Banken, die auf einem freien Markt inzwischen längst pleite wären… aber sowas von pleite, wollen will ich jetzt gar nicht erst anfangen…
P.S: Und ja, ich könnte den Stromanbieter wechseln, nützt nur leider überhaupt nichts, weil die Durchleitungskosten für die Stromnetze künstlich überhöht sind und andere Anbieter darum keine Chance für einen echten Wettbewerb durch günstigere Preise haben.
Ist halt eben KEIN freier Markt…
"Ist halt eben KEIN freier Markt… "
Wie wahr. Die ganzen verblendeten Kommunisten/Sozialisten wollen das leider bloß nicht erkennen und träumen immer noch vom Paradies UDSSR/DDR light.
LOL
Das ist doch noch ein riesen Verdienst. :)
In unserem Landkreis schickt die Stadt die ALG2 Empfaenger immer zu einer Schrottverwertungsfirma. (Elektroschrott sortieren) Dauer der Beschaeaftigung immer 6 Monate. Arbeitszeit woechentlich 35 Stunden. Verdienst 1.80 Euro / h wer nicht hingeht bekommt ALG2 zuerst fuer 30% gestrichen, lehnt er den 2ten "Job" ab, gibts nichts mehr.
Anzumerken ist, wer auf oeffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, hat einen Arbeitsweg von morgens 1h52min und am Abend 1h59 Minuten. Zur Berechnung werden die Fahrplaene des RMV genommen.
@Gerhard:
Lass mich raten: "Haste man Euro?"-Branche?
Wenn ich so etwas lese geht mir die Hutschnur hoch. Neben der Ausbeutung des armen Kerls der zu Fronarbeit gezwungen wird werden wir allesamt als Steuerzahler bestohlen.
Bis auf wenige Ausnahmen stocken die Argen brav auf Hartz IV auf. Statt sich gegen den Arbeitgeber wegen Zahlung sittenwidriger Löhne vorzugehen und sich das von ihr deshalb zuviel bezahlte Geld dort wieder zu holen.
Aber wehe das Kind eine ALG2lers bekommt 100 € von der Verwandtschaft zur Kommunion. Da wird man unverzüglich und mit aller Härte tätig.
@Aurisa:
Strom kostet im Jahresdurchschnitt keine ¢5 an der Strombörse. Der Rest sind staatliche Abgaben und Steuern und ein kleiner Teil Durchleitungsgebühren.
Auch hier funktioniert der freie Markt hervorragend. Leider hat diesen der Staat bisher erfolgreich bekämpft.
Das ist eine Frechheit. Und da wundert man sich das manche Arbeitslosen nicht arbeiten wollen!
Auch ich habe Mindestlöhne immer als Schwachsinn abgetan. Im Metallhandwerk kann man froh sein wenn man jemanden findet der kaum deutsch spricht, keinen Schulabschluß hat geschweige denn eine angeschlossene Berufsausbildung und bereit ist für 12 Euro die Stunde die Halle zu fegen.
Beispiel Werkzeugmacher, der angesehnste höchst qualifizierteste und best bezahlte Beruf im metallahndwerk, seit fünf Jahren inseriert der Betrieb eines Freundes das Sie Azubis suchen, zwei bis dre Bewerbungen sind das Ergebnis. Ein Blick aufs Zeugnis schließt schon ein Bewerbungsgespräch aus. Teilweise eine 6 in Mathe…
Jeder der ein bischen was im Kopf hat, will heute keinen Handwerksberuf mehr erlernen, dadurch werden die Löhne in die Höhe getrieben, wieso funktioniert das in anderen Sparten nicht?
Und ich dachte immer, die 6,20 Euro brutto, die ich als Reisebusfahrer bekomme, seien niedrig… aber ich kann von meinem Gehalt wenigstens ordentlich leben, auch wenn es mal gar keine Überstunden und/oder Trinkgeld gibt (Sommerferien und ähnlich flaue Zeiten)
@Blagarg:
Das aber dann auch nur mehr schlecht als recht (350 Euros entsprechen ungefähr 450 US-Dollars). Ich lebe selbst größtenteils in Südostasien (Kambodscha). Und mit 450 USD könnte ich nichtmals meine Miete zahlen, von den Securities, dem Internetanschluß, der Stromrechnung und weiterem mal ganz zu schweigen …