Kachelmann: Presseskandal im Justizskandal

Die Rolle der Zeit-Journalistin Sabine Rückert im Fall Kachelmann wird kritisch hinterfragt. Die Autorin soll dem Verteidiger Kachelmanns die Hinzuziehung eines Anwalts geraten haben, den sie für fähiger hält als ihn. Als Kachelmann, der ja so was letztlich entscheiden muss, dem offenbar nicht nachkam, hat Sabine Rückert Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock in der Zeit zerpflückt.

Wie sich nun herausstellt, hat der von Rückert ins Auge gefasste Anwalt schon für eines ihrer Bücher geworben und die Zeit vertreten. Wie massiv die Journalistin Birkenstock angegangen ist und ihn von einer Zusammenarbeit überzeugen wollte, wird aus einer E-Mail Rückerts deutlich, die der Kölner Stadtanzeiger zitiert:

Wir können nur zusammenkommen, wenn Ihre Verteidigung in dem angedeuteten Sinne professionalisiert wird, dazu sollten Sie sich überlegen, einen Kollegen einzubinden, der Verfahren dieser Art auch gewachsen ist. Wenn Sie mein Buch gelesen haben, wissen Sie, wen ich in einem solchen Falle wählen würde.

Außerdem soll Rückert Birkenstock konkret dargelegt haben, welche Vorteile er zu erwarten hat, wenn er seine Verteidigungsstrategie nach Rückerts Wünschen ausrichtet. So soll die Journalistin über ihre früheren “Kooperationen” geschrieben haben:

Engagieren würde ich mich auch dann nur, wenn ich den Eindruck habe, dass die Verteidigung richtig liegt. … Dies vorausgeschickt interessiert Sie vielleicht, wie die Zusammenarbeit zwischen Verteidigung und ZEIT in der ersten der beiden Wiederaufnahmen ausgesehen hat: Am Tage des Erscheinen der ZEIT lag den Richtern des Landgerichts Osnabrück der 300 Seiten starke Wiederaufnahme-Antrag Ihres Kollegen . . . vor. Das hat dafür gesorgt, dass sich die Richter des Landgerichts Osnabrück und die Nebenklage gehütet haben, presserechtliche Schritte zu ergreifen.

Eine derart unverblümte Einmischung bringt nun die Kölner Strafverteidiger auf die Barrikaden. Sie sprechen von einem Presseskandal im Justizskandal. Dr. Frank Seebode, Sprecher des Strafrechtsausschusses des Kölner Anwaltvereins e.V., nennt Rückerts Verhalten anmaßend. Er sieht eine bedenkliche Mischung journalistischer und eigener Interessen:

Dieser „Ratschlag” gründete sich neben der von Rückert behaupteten Kompetenz des vorgeschlagenen Rechtsanwalts wohl aber zumindest auch (wenn nicht vornehmlich) auf ihre gute Zusammenarbeit mit ihm in der Vergangenheit. Schließlich hat der wohl empfohlene Rechtsanwalt bereits die „Zeit” anwaltlich vertreten und mit Frau Rückert ihr Buch beworben. Schon deswegen konnte sie erwarten, dass in diesem besonders spektakulären Verfahren die Dankbarkeit für die Empfehlung auf dem Fuß folgen würde.

Für Seebode kann es aus dem Vorgang nur eine Lehre geben:

Die Presse muss sich davor hüten, unlauter auf die Verteidigerwahl und die Führung der Verteidigung Einfluss nehmen zu wollen. Die Strafverteidigung tut gut daran, sich gegen solche Angriffe zu wehren und ihnen nicht nachzugeben!

61 Gedanken zu “Kachelmann: Presseskandal im Justizskandal

  1. 1

    Macht korrumpiert, das gilt auch für die sogenannte “vierte Gewalt”. Wer glaubt denn ernsthaft, Journalisten seien bessere Menschen sein als Politiker oder Wirtschaftsführer?
    Interessant die Frage: Wären Kachelamm resp. sein Verteidiger auf das (durchaus unlauter wirkende) Angebot eingegangen: Wäre die Sache für Herrn Kachelmann dann “besser gelaufen”?
    Wenn ja, hätte es eine Überlegung wert sein sollen. “Jacke näher als Rock” etc., siehe eben auch meinen ersten Absatz.

  2. 2

    Ich werde nicht ganz schlau aus der Zusammenfassung: Frau Rückert hielt den Anwalt Kachelmanns für den Fall für ungeeignet, teilt ihm das mit und liefert später eine ausführliche Begründung, welche Fehler der Anwalt in ihren Augen gemacht hat. Ungewöhnlich, aber nicht unethisch.

    Der scheinbar verfängliche Satz “Engagieren würde ich mich auch dann nur, wenn ich den Eindruck habe, dass die Verteidigung richtig liegt” macht eigentlich nur Sinn, wenn der Anwalt Frau Rückert angegangen ist und nicht umgekehrt.

    Sprich: der Anwalt wollte – so lese ich das zumindest – einen Medien-Deal anzetteln um den erwartetem “Shitstorm” zu begegnen. Doch seine erwünschte Kooperationspartnerin erteilt ihm eine Abfuhr und schreibt ihre fundierte Geschichte ohne den Anwalt.

    Wie ich oben mit dem Wort “Shitstorm” ausdrücken wollte: bei dieser Geschichte bleibt wohl keiner der Beteiligten ohne hässliche Flecken auf der noch so weißen Weste. Wer da aber mit dem Finger auf Frau Rückert zeigt, scheint jedoch selbst genug abbekommen zu haben.

  3. 3

    Die Strafverteidigung tut gut daran, sich gegen solche Angriffe zu wehren und ihnen nicht nachzugeben!

    Ich verstehe die Aufregung nicht. Ein Strafverteidiger sollte einigermaßen souverän und selbstsicher sein.
    Er mag in der Sache falsch liegen, aber wissen kann man das erst hinterher. Ich hätte kein Vertrauen zu einem Anwalt, der sich durch Presseberichte in seinem Handeln beeinflussen lässt.
    Was stört es die deutsche Eiche, wenn sich…

  4. 4

    Das wäre dann also der objektiv und neutral berichtende, unabhängige Qualitäts-Journalismus, von dem immer alle reden und der demnächst ein Leistungsschutzrecht bekommen soll.

  5. 5

    Ich versteh den Skandal jetzt auch nicht so wirklich. Die Presse mischt sich da ein, welch Wunder.
    Dieter Bohlen ruft auch zuerst die Bildzeitung an nachdem er überfallen wurde, und danach erst die Polizei.
    Die Sache ist halt immer, ob sich die Beteiligten drauf einlassen. Ist ja niemand gezwungen….

  6. 6

    >Wer glaubt denn ernsthaft, Journalisten seien bessere
    >Menschen sein als Politiker oder Wirtschaftsführer?

    Erst einmal unterstelle ich jedem, wie in diesem Land üblich, lautere Absichten und solange Jener nicht Überführt, gilt für mich die Unschuldsvermutung, allerdings lege ich an Polizeibeamte und an Journalisten einen höheren Maßstab an aber was bei dem Artikel herauskommt ist ja der Hohn schlecht hin, da will die sich den Platz in der ersten Reihe sichern und weil sie den nicht bekommt, Justiz und Medien manipuliert/benutzt ganz beleidigt und nur, was heißt nur, um sich zu Profilieren, Beschuldigter, Anwalt, Justiz und sie kann alles als Insiderinformant in den Medien umsetzen, die wollte das Verfahren manipulieren/beeinflusst.

  7. 7

    Wo ist der Skandal, wenn man für eine Aufgabe jemanden empfiehlt, dessen Leistung man persönlich kennt? Ist das nicht üblich bei persönlichen Empfehlungen? Offenbar sagt ja niemand Sabine Rückert nach, sie würde sich selbst damit irgendwelche Vorteile verschaffen wollen. Wie oft wurde denn z.B. Rolf Bossi in der Vergangenheit in Artikeln erwähnt?

  8. 8

    Es geht darum, dass eine Journalistin, einen Anwalt empfiehlt, mit dem Sie bereits ‘Geschäftsbeziehungen’ eingegangen ist und unter der Bedingung, dass Dieser beteiligt wird eine dementsprechend ‘positive’ Berichterstattung liefern würde.

    Man könnte auch sagen Bezahlen Sie meinen ‘Kollegen’ und Sie kriegen mich gratis dazu

    Das ist zumindest der persönlich gemeinte Eindruck, der sich mir aufdrängt.

  9. 9

    Journalistin bietet wohlwollende Berichterstattung gegen Gegenleistung an? Für die Bild mag sowas ok sein, aber für Die Zeit?

    Gut, dass das Informationsmonopol klassischer Medien vorbei ist.

  10. 10

    Die Darstellung von Frau Rückert gefällt mir nicht, denn ich habe ihr Buch über den oben zitierten Fall (und jeden ihrer verdammt guten Artikel in der Zeit) gelesen:

    Bei Recherchen zu einer ganz anderen Sache stieß sie damals auf offensichtliche Ungereimtheiten im Fall zweier verurteilter Vergewaltiger. Sie ging der Sache nach und konnte schließlich Johann Schwenn gewinnen, zunächst ohne Ausicht auf Honorar (beide hatten bereits jahrelang im Gefängnis gesessen und sahen sich hohen zivilrechtlichen Forderungen ausgesetzt) ein Wiederaufnahmeverfahren anzustrengen. Um es kurz zu machen: Nach Absitzen ihrer Strafe wurden beide freigesprochen.

    Ob sie nun damals Schwenn gewählt hat, weil er auch schon mal die Zeit vertreten hat oder weil sie als Gerichtsreporterin von seiner Arbeit besonders überzeugt war – spielt das wirklich eine Rolle?

    Im damaligen Fall hat sich der gesamte Justizapparat Osnabrück inklusive der Verteidiger, aber besonders die Staatsanwaltschaft – um es mal vorsichtig zu formulieren – nicht gerade mit Ruhm bekleckert und wirklich alles versucht, die Wiederaufnahme, die sich schließlich fast fünf Jahre hinzog, zu verhindern.

    Vielleicht sieht Frau Rückert jetzt schon Parallelen im Fall Kachelmann, die sie dazu bewogen haben, hier aktiv zu werden.
    Ich kann daran wirklich nichts Verwerfliches finden. Genaugenommen ist das als Gerichtsreporterin, also Teil der Prese, sogar ihre Aufgabe.

    Daß sich ein Buch über den Fall Kachelmann, so denn eines dabei herausgekommen wäre, wahrscheinlich besonders gut verkaufen würde, ja nu…

    Hier der Artikel, der am gleichen Tag erschien, an der der Wiederaufnahmeantrag den Richtern vorlag:
    http://www.zeit.de/2002/19/200219_irrtum.xml

  11. 11

    Nicht nur Sabine Rückert wird massiv angegriffen, auch die bundesweit renommierte Gerichtsreporterin des SPIEGEL, Gisela Friedrichsen muss unter oftmals ehrabschneidenden Anwürfen leiden, insbesondere aus der Feministinnen-Ecke, speziell von “EMMA”-Herausgeberin Alice Schwarzer.
    Zu sehen am letzten Sonntag bei “Anne Will”, zu lesen in der aktuellen “EMMA” (angeblich wurde ihr neues Buch über den “Pascal”-Prozess vor Gericht teilweise verboten, aber nirgendwo fand ich Quellen dazu)

    Grund: Bei Frau Friedrichsen (und wohl auch bei Frau Rückert):
    Sie haben sich FÜR die “Täter” eingesetzt und die “Opfer” ignoriert, die Gerichte und die öffentliche Meinung beeinflusst (so “EMMA”).

    Und wer es wagt, Alice Schwarzer zu widersprechen und Hysterie Hysterie zu nennen, der hat mit dem geballten Hass dieser Frau zu rechnen, die längst komplett verrannt hat…

  12. 12

    Na Herr Kachelmann hätte doch einfach auch ein paar Anzeigen in Der Zeit buchen können, dann wäre der Bericht zu seinen Gunsten auch erschienen. Ganz normales Business.

  13. 13
  14. 14

    @Theodor:
    Ach Theodor, Sie haben ja nun wirklch höchstens die Hälfte mitbekommen. Der Artikel in der Zeit ist nämlich zu Kachelmanns Gunsten ausgefallen. Nur nicht zu Gunsten seines Anwalts.

  15. 15

    Die längeren Artikel in der Zeit waren doch zugunsten von Kachelmann. Er ging daraus als multiples Liebesbärchen hervor und das weibliche Beweisstück der StA als über lange Jahre zermürbter Racheengel.

    Ich fand diese Rekonstruktion Angeischt der neuen Erkenntnisse ziemlich plausibel. Solche ausführlichen Deutungen erschienen ja erst, nachdem die Gutachten und die sonderbare Beweislage öffentlich wurden. Frau Schwarzer irrt, daß es sich dabei um eine Geschlechtervorverurteilung handeln würde. Vor dieser Wendung war die öffentliche Meinung fifty-fifty.

    Die Zeit sprach sich also explizit für die Unschuld Kachelmanns aus und beschrieb seinen Anwalt als Fachmann für Wirtschaftskriminelle. Das sei der Grund gewesen, warum er sich bei der StA liebkind machte und sein Mandant deshalb immer noch in U-Haft saß. Im Artikel wurde klar behauptet, daß Kachelmann längst frei wäre, wenn er einen fachkundigeren Anwalt hätte.

  16. 16

    Im Zeitalter der energischen Muttis verwundert es nicht, dass jede der drei Damen glauben, ihren laienhaften Senf dazugeben zu müssen. Frau Rückerts Artikel habe ich angesichts der bis dato ungenannten Einzelheiten zwar mit Interesse gelesen, ihre einseitige Position fand ich jedoch auffallend unangemessen. Bei Frau Friedrichsen ist das Verhältnis zwischen Substanz und persönlichem Werturteil noch ungünstiger. Und Alice Schwarzer lebt ohnehin in ihrer eigenen Welt. Eine Wehrpflicht für Mädchen hätte hier möglicherweise Abhilfe schaffen können.

  17. 17
  18. 18

    Hey Udo, ich mag ja dein Lawblog, aber ganz ehrlich, wenn das hier immer öfter eine Veranstaltung für beleidigte Maskulistenleberwürste wird, finde ich es so langsam peinlich für dich. Es mag ja jeder zu Schwarzer, Friedrichsen oder wem auch immer stehen wie er/sie will, aber sie sind beide für den Fall Kachelmann völlig irrelevant, ebenso wie für den nichtvorhandenen “Presseskandal” hier. Also was soll das blöde, pubertäre Gegeifere? Wie alt seid ihr? Zehn?

  19. 19
  20. 20

    @Dean:
    beleidigte Maskulistenleberwürste
    Da muss man aber ganz lange und gründlich interpretieren, um auf so nen Trichter zu kommen.
    Zumindest geht mir nicht auf, wo hier spezifisches Maskulinum zu Tage tritt.
    Aber manche scheinen die testoteronberauschten Unterdrücker überall zu riechen, wo Frau beteiligt ist.
    Das das Geschlecht recht wenig mit den Vorwürfen zu tun hat…
    nun ja… vergeudete Diskussionszeit.

  21. 21

    @Dean: Genau Udo, greif mal ein und sag denen pösen Puben sie sollen sich nicht immer über die Dummheit der Weibchen lustig machen.
    Ist ja schließlich dein Modus Operandi, hier regelmäßig zu maßregeln, dafür bist du ja schließlich da.

    Mach ‘ma lieber noch ein paar Artikel zur Postbotentante, das war so schön emotional und hatte auch viel mehr Relevanz als dieser komische Sommerlochprozess. Und weil ich so extrem postpubertär bin, gebe ich mir einen Männernamen obwohl ich doch ein Mädchen bin.

  22. 22
  23. 23

    Sabine Rückert gehört zu den heutzutage wenigen Zeitungsschreibern, die mehr hinkriegen als Presseerklärung abschreiben und Betroffenheitssoße drüber gießen.
    Hier wurde schon ein Link zu ihr gesetzt, zur Ergänzung dieser: http://www.zeit.de/2007/03/Rueckert-Buch-03?page=all

    Rückert hat mit großem persönlichem Engagement sich der Sache der unschuldig Verurteilten angenommen, sie hat Verbündete gesucht und gefunden und letztendlich die Rehabilitierung der Justizopfer durchgesetzt.
    Ihre moralische Integrität steht außer Zweifel. Und sie hat mit der Justiz so viel Erfahrung gesammelt, dass die durchaus als Expertin gelten kann.
    Ich vertraue Rückert 100%. Und auch im hier von (ansonsten geschätzten) UV angegriffenen Artikel kann ich nichts Schlechtes entdecken. Sie hat Kachelmanns Verteidiger treffend (keineswegs beleidigend) eingeschätzt.

    .

    Frl. Dean:
    (Text editiert. U.V.)

  24. 24
  25. 25

    Zwischen der frauenverachtenden Wixe der dummdreisten Vaddis hier in den Kommentaren sind die sachlichen Beiträge leider nur noch unter Inkaufnahme starker geistiger Verschmutzung zu entdecken. Schade.

  26. 26
  27. 27

    @Sanníe: Schade, Sanníe.
    Das wolltet Ihr Superalphapowergirlies mal wieder so richtig loslegen, mit “alle Männer sind Schweine” und so … und dann war es wieder nichts.
    Kein Wunder, die “Zeugin” ist eine Lügnerin (sog. “Frau”), also Deinesgleichen.

    Dann tob Dich mal schön weiter aus, mit “frauenverachtender Wixe”, “Dummdreisten Vaddis” und was Du sonst noch an “sachlichen Beiträgen” so zu bieten hast. Anscheinend gefällt U.V. Deine Wixe, denn das wird nicht editiert.

    Und keine Panik, niemand nimmt Dir Dein Gesabbel übel. Du bist eine Person von biologisch bedingt stark eingeschränkter Intelligenz – eine sog. “Frau”. Da erwarten wir ohnehin nicht allzu viel; Aufrichtigkeit und Verstand gar nicht.

  28. 28

    @Sanníe:

    Lustig – würden wir so einen Mist in deinem Emmaforum posten würde es nichtmal veröffentlicht und wir wären sofort gesperrt.

  29. 29

    q.e.d.

    Meine anderen Beträge haben Sie ja offensichtlich nicht gelesen oder – wahrscheinlicher – nicht verstanden.

  30. 30

    @27

    Natürlich bleibt “Wixe” stehen, denn es handelt sich hierbei um eine orthografische Lumperei, die für sich spricht.

    In Wirklichkeit muss es “Wichse” heißen. Das musste ich mal los werden… :D

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    @marcus05:
    Lol… sagt mal seid ihr auch alle in den Emma-Foren aktiv?
    Wusste nicht das es sowas überhaupt gibt, geschweigedenn das ich mich dort anmelden würde…

  32. 32

    UV selbst hat doch auch Birkenstock aufs Schärfste für seine Taktik kritisiert. Leider sind die alten Beiträge nicht mehr auffindbar. Warum?

  33. 33

    @Abmahner: Warum soll es nicht auch Mentalmasochisten geben? Wer sich gerne ob des femofaschistischen Geschwurbels in rationaler Agonie windet, der dürfte dort ein Honigkuchenland vorfinden…

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  36. 36

    @King Dingeling: Nee, meine Brechstange ist in guten Händen. Aber Männer sind Schweine und in jeder Frau steckt ein Wolf. Deshalb gehören die weggesperrt.

  37. 37

    moin

    tatsächlich, herr vetter,
    scheint ihre blogpräsenz im falle kachelmanns wankelmut zu unterliegen.
    je nach bekanntgewordener faktenlage weht ihre fahne, so ist mein eindruck

    buddel

  38. 38

    #11 Snickermann.

    Zu dem Buch von Frau Friedrichsen “Im Zweifel gegen die Angeklagten” gab es zwei Prozesse, einen in Berlin und einen in Hamburg.

    In Berlin wurden von 31 Passagen 4 verboten (Klägerin Frau Fehrer, Klägerinvertreter Dr. Schertz)

    In Hamburg wurde nichts verboten (Kläger Herr Müller, Klägervertreter Nesselhauf und Vendt)

    Google Mal nach “324 O 943/08″ (Hamburg) und “27 O 476/09″. Die ersten Treffer ergeben meine Berichte.

    Über das Berliner Berufugnsverfahren 10 U 147/09 findet man bei EMMA: Das Kammergericht Berlin sah die weitere Verbreitung der Behauptung, Frau Fehrer habe den Pascal-Prozess mit ihren Unterstellungen überhaupt erst angestoßen, als unzulässig an. Der Berliner Medienanwalt Schertz teilte mit, dass das Buch nur noch bis Anfang Juli ausgeliefert werden darf und der Verlag Random House verbleibende Exemplare vernichten muss.

    In Hamburg gab es noch kein Berufugsbverfahren. Ob eins ansteht, ist mir unbekannt. Die KG Entscheidung dürfte genügen.

  39. 39
  40. 40

    Der Kachelmann-Fall demonstriert anschaulich und überzeugend, dass die Wahrheit über die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht von den Gerichten gefunden und bewertet werden kann.

    Es ist absurd anzunehmen, dass die Gerichte die materielle Wahrheit ans Licht bringen, und falls doch ja, diese qualifiziert und klug bewerten in der Lage sind.

    Unabhängig davon, wie das Gericht zu Kachelmann entscheiden wird, es bleibt bei der medienwirksamen Demonstation der Macht eines staatlichen Organgs gegenüber dem entmündigten Bürger.

    Was an Kachelmann und seiner langjäjrigen Freundin stecken bleibt, hängt allein ab von deren Charakterstärke, deren Durchhaltenvermögen, deren Nervenstärke, deren finanziellen Möglichkeiten, deren Erfahrungen im Umfang mit den Medien, Arbeitgebern und sonstigen Personen, Organisationen und Unternehmen ab, die ihr Leben bestimmen.

    Die eingeschaltete Justiz erweist sich dabei lediglich ein ein enormer zu berücksichtigender Störfaktor.

  41. 41

    @Dean: Die bösartige alte Hexe ist nicht irrelevant, schließlich tingelt sie weiter mit ihrer Behauptung durch die Medien:

    “Alle Männer sind Vergewaltiger!”

    Das ganze wird aber harmlos dadurch, wenn man weiß, daß “Vergewaltigung” ein Hirngespinst ist, und keine Straftat. Bewiesen wird das durch die Tatsache, daß eine echte Straftat durch 100 % aller Menschen ausgeführt werden kann und nicht nur durch die Hälfte. Leider sitzen in unserer schönen DDR wegen Hirngespinsten Männer im Knast. Kachelmann zwar nicht mehr, aber er ist ja nicht der einzige.

  42. 42

    Bezogen auf den Ausgangs-Beitrag halte ich das Verhalten von Frau Rückert für unethisch. Dabei geht es nicht um den aktuellen Fall, es geht darum, “Player” oder “Beobachter” zu sein. Ein Journalist ist dem Namen nach Beobachter, wenn er “mitmischen” will, dann ist er Beteiligter. Dies ist übrigens auch eine Position, die Frau Friedrichsen mittlerweile eingenommen hat, oder glaubt wirklich einer daran, dass sich das Verhalten eines Richters nicht ändert, wenn die Dame sich, natürlich vollkommen unbeabsichtigt, in die erste Reihe setzt? Die Attacken von Frau Schwarzer waren wenigsten unterhaltsam….

  43. 43

    @MS:

    Es gab auch von März bis Mai Beiträge dazu, die aber über das Archiv eben nicht mehr abrufbar sind.

  44. 44

    Irgendwie verstehe ich die Kommentare nicht. Der Artikel dreht sich um “Er sieht eine bedenkliche Mischung journalistischer und eigener Interessen” und diskutiert wird über UV’s Meinung zum Kachelmann Anwalt und Feminismus.

  45. 45

    Es wurde kein einziger Beitrag zum Thema Kachelmann gelöscht. Allerdings bringt es nicht unbedingt etwas, nach “Kachelmann” zu suchen. In einigen Beiträgen ist der Name nicht genannt.

  46. 46

    Mit dem Wort Skandal wäre ich ein bischen zurückhaltender: ich kann hier weder einen Justizskandal noch einen Presseskandal feststellen. Natürlich kann man über das Vorliegen eines dringenden oder hinreichenden Tatverdachtes immer unterschiedlicher Meinung sein. Und das Verhalten der FRau Rückert finde ich auch grenzwertig, wenn es denn so zutreffen sollte. Aber dass die Medien durchaus Anwälte haben, mit denen sie bevorzugt zusammenarbeiten und versuchen, diese ins Spiel zu bringen, ist ja nun auch nichts neues und nichts seltenes. Ob die Hintergrundarbeit des Verteidigers mit Einholung aller möglichen Gutachten erst dazu geführt hat, dass das Olg den Haftbefehl aufgehoben hat, kann man nicht beurteilen. Kann sein. Kann aber auch sein, dass schon eine Haftbeschwerde zu einem viel früheren Zeitpunkt zu einer Aufhebung des Haftbefehls und Nichtanklage geführt hätte. Ist ohne Aktenkenntnis alles Kaffeesatzleserei.

  47. 47

    Wenn ich mich recht erinnere, hat sich auch der Herr Vetter eher verwundert gezeigt zu damaliger Zeit angesichts der Auswahl dieses Rechtsbeistands.

  48. 48

    Bei U.V wundert es mich nicht so sehr, bei Rückert schon.
    Die Strategie Kachelmanns Anwälte ist aufgegangen. Entlassung wegen fehlendem Tatverdachts, nicht koste es was es wolle. Eine gewisse Kooperation mit der Staatsanwaltschaft, die die schwache Basis ihrer Beweise praktisch selbst dargelegt hat, mit Druck der Untersuchungshaft.
    Mindestens genauso wichtig, der Sieg an der Front der Öffentlichen Meinung. 132 Tage unschuldig im Gefängnis, das ist besser als frei und schuldig.

  49. 49

    DIe Presse, sind das nicht die Vollpfeiffen die grad wegen Irgendwelchen Leistungsschutzrechten auf die Barikaden gehen? ;)

  50. 50

    Alice S. hat fuer mich jegliche Glaubwuerdigkeit verloren, als sie sich fuer diese Kampagne hergab “Jede Wahrheit braucht eineN MutigeN, der sie ausspricht.” Um die Frauenquote zu erfuellen.

  51. 51

    Das Strafmaß (bzw Freispruch) hängt also von den Fähigkeiten eines fremden Menschen ab, der zufällig Rechtsanwalt ist.
    Na das nenn ich mal Rechtsstaat.

  52. 52

    Frau Rückert hat wohl mit „ihrem“ Anwalt die Wiederaufnahme von zwei (angeblichen) Vergewaltigungsfällen erreicht. Sie hat in ihrer Berichterstattung jedoch objektiv zu bleiben und nicht selber unprofessionell zu werden, weil ihr Wunsch nach einer „Professionalisierung“ Kachelmanns Verteidigung nicht nachgekommen wurde.

    Die Kritik an Birkenstock fußt jedoch lediglich auf Rückerts „ZEIT“-Artikel vom 28. Juni, die dann das „Hamburger Abendblatt“, der „Tagesspiegel“, die „Süddeutsche Zeitung“ oder der „Kölner Stadt-Anzeiger“ aufgegriffen haben.

    Statt sich in den Medien gegenseitig zu zerpflücken, sollten alle Beteiligten besser darauf achten, daß dieser Prozeß objektiv über die Bühne geht. Gerade an der Unvoreingenommenheit hapert es bei einigen noch.

  53. 53
  54. 54

    @53 Snickermann

    Jede Windmühle kann zum Stehen gebracht oder abgerissen werden. Eine Windmühle kann auch abbrennen oder die Windmühle verfällt einfach so mit der Zeit.

    Die Müller waren auch nicht gerade die angesehensten Zeitgenossen.

    Windmühlen werden umgebaut zu Keramikwerkstätten, Pensionen, Wohnungen oder Denkmählern der Vergangenheit.

    Die Kraft der Windmühlen wird überschätzt. Es ist ein Märchen, dass Windmühlen ewig halten. Es lohnte sich immer, die Windmühlen und die Müller unter die Lupe zu nehmen.

    Betrifft auch die anderen Mühlenarten.

  55. 55

    @RO:

    Dies ist übrigens auch eine Position, die Frau Friedrichsen mittlerweile eingenommen hat, oder glaubt wirklich einer daran, dass sich das Verhalten eines Richters nicht ändert, wenn die Dame sich, natürlich vollkommen unbeabsichtigt, in die erste Reihe setzt?

    Ich, möchte ich an dieser Stelle laut ausrufen, ich bezweifel dass sich ein Richter von der Anwesenheit beeinflussen lässt. Warum sollte er auch?
    Aber Ihrer These ist ja auch die These, die Frau Schwarzer verbreitet. Ein sehr krude These, aber wenn man gegen jemanden wettern will und sich nicht mal auf ein endgültiges Urteil berufen kann, weil dort ein Freispruch erfolgte, dann muss man eben etwas finden, was begründet, warum es nicht zu einer Verurteilung kam. Ziemlich peinliche Vorstellung und wenig unterhaltsam.

    Die Attacken von Frau Schwarzer waren wenigsten unterhaltsam….

    Gut, wäre ich jetzt gegen Frau Schwarzer aufgebracht, dann würde ich es vielleicht auch unterhaltsam finden, wie sie sich in der Diskussionsrunde bei Anne Will blamiert hat.
    Schon peinlich, wie sie dauernd behauptet hat, Frau Friedrichsen habe etwas geschrieben, was diese dann nachweislich nicht geschrieben hat. Danach aber weiterhin zu behaupten -so von Journalistin zu Journalistin- man habe recht, das hat schon was von bemitleidenswertem Alterstarrsinn.

    Auch ihre eigene Argumentation strotze doch nur von Logikfehlern. Da betont sie, dass es ihr aufgefallen sei, dass die Frau bei der Polizei zu Protokoll gegeben habe, sie habe nach der Tat aufgeräumt und CDs alphabetisch sortiert. Dann hebt sie an zu sagen, dass -wie wir alle wissen- dies ein Beleg für Traumatisierung ist. Gleichzeitig behauptet sie dann, dass wir dies zwar alle wissen, aber das mutmaßliche Opfer von diesem Weltwissen ausgeschlossen sei und damit unbedingt glaubwürdig.

    Es ist einfach peinlich zu sehen, wie jemand versucht zwanghaft seinen Glauben in den Stand der Wahrheit zu erheben.

    Mag sein, dass man dies unterhaltsam finden kann, vielleicht ist Frau Schwarzer auch schon immer so gewesen, aber ich bin da nicht so leicht zu unterhalten.

    Anders

  56. 56

    Zu Frau Schwarzer muss man sagen, dass sie privat vermutlich eine sehr nette Person ist, aber eben seit vielen Jahren von Bezugsideen verfolgt zu sein scheint. Der damit einhergehende Leidensdruck kann von Außenstehende bestenfalls erahnt werden. Solange sie keine Gefahr für sich selbst oder Andere darstellt, müssen wir lernen, mit ihr zurechtzukommen. Ihr selbst gelingt dies ja auch. Schließlich ist sie zu einem bedeutenden Teil der Frauenverherrlichungsindustrie geworden und wird dies auch für immer bleiben. Das nichtfeministische Publikum weiss indessen, vor welchem Hintergrund die Äußerungen von Frau Schwarzer zu sehen sind.

  57. 57

    @pengo: Zu Horst Mahler muss man sagen, dass er privat vermutlich eine sehr nette Person ist, aber eben seit vielen Jahren von Bezugsideen verfolgt zu sein scheint. Der damit einhergehende Leidensdruck kann von Außenstehenden bestenfalls erahnt werden. Solange er keine Gefahr für sich selbst oder Andere darstellt, müssen wir lernen, mit ihm zurechtzukommen. Ihm selbst gelingt dies ja auch. Schließlich ist er zu einem bedeutenden Teil der Naziverherrlichungsindustrie geworden und wird dies auch für immer bleiben. Das nichtfaschistische Publikum weiss indessen, vor welchem Hintergrund die Äußerungen von Herr Mahler zu sehen sind.

  58. 58

    Der Tippfehler bei “Außenstehenden” hatte mich nachhaltig geärgert, insofern bedanke ich mich für die beherzte Korrektur.

  59. 59

    ich denke, frau rückert hat ein paar preise zu viel bekommen. offensichtlich ist sie einer art größenwahn verfallen, der sie glauben lässt, allein die kraft ihrer feder und ein ihr genehmer anwalt (den sie vielleicht f****?)könnten einen kachelmann rausbumsen.

    das ist ja wohl der kern der geschichte.

  60. 60
  61. 61

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