27.8.2010

Dann besteht Anlass zur Sorge

Hamburger Polizisten haben einen Brandbrief verfasst. Die Morgenpost druckt ihn ab. Der Brief ist ganz schön lang, besteht aber nur aus vier Sätzen. Einer dieser Sätze ist so unglaublich süß, dass ich ihn auch hier gern veröffentlichen möchte:

Wenn es weder zu Nachdenklichkeit, zu Einsicht noch zu Selbstkritik – geschweige denn zu Änderungsbereitschaft – führt, wenn oberste Gerichte Entscheidungen und Handlungen der Behördenleitung und Polizeiführung mehrfach als verfassungswidrig bezeichnen (Videoüberwachung, Online-Durchsuchung, Kennzeichenlesegerät, Laufbahnverlaufsmodell) in Fortsetzung Schillscher Tradition mit einer Gewerkschaft und einem Berufsverband ein Kartell des Schweigens über Probleme der inneren Sicherheit und die Verfasstheit der Polizei besteht, in panischer Angst vor kritischer Berichterstattung der Medien kein Problem und kein Missstand intern mehr diskutiert wird und z.B. schwierige Großeinsätze aus dieser Angst heraus nicht mehr selbstkritisch nachbearbeitet werden, von Schill über Nagel bis Ahlhaus fragwürdige Machtkonzentration betrieben wird, die jede Form der kooperativen Führung zwar noch lehren lässt, sich aber nicht schämt, sie in der Polizei mit Füßen zu treten und Mitarbeiter und mittlere Vorgesetzte als widerspruchslose Befehlempfänger herabzuwürdigen, Amts- und Behördenleitung sich mehr Gedanken über die Beschaffung von Pferden, als über die Zukunftsfähigkeit der Polizei machen und nicht davor zurückschrecken, die Öffentlichkeit über die Kosten und die tatsächliche Nutzungsmöglichkeiten der Reiterstaffel zu täuschen, zu Zwecken der persönlichen Denkmalpflege ein Kriminalmuseum eingerichtet und ausgestattet werden soll, dass haushaltsrechtlich fraglich ist und mit den Sparzwängen im Haushalt nicht vereinbar ist, die Koalition die im Koalitionsvertrag vorgesehene Überprüfung der Schillschen/Nagelschen Organisationstrukturen dem parteipolitischen Machtgeschacher opfert, eine Regierungspartei die Polizei als ihr Eigentum betrachtet und behandelt und die andere Partei zwar über aber nicht mit der Polizei redet und im Übrigen keinen Anspruch auf Mitgestaltung erhebt, dann besteht Anlass zur Sorge um die Zukunftsfähigkeit der Polizei Hamburg, die Qualität der polizeilichen Arbeit und vor allem um die demokratische Werthaltung der Polizisten.

Quelle / via

95 Kommentare zu “Dann besteht Anlass zur Sorge”

  1. NomNomNom meint: (27.8.2010 um 15:41) AntwortenReply to this comment

    Also ich habe bereits nach dem ersten Satz aufgehört zu lesen.

    Oh wait…

  2. Rowerle meint: (27.8.2010 um 15:42) AntwortenReply to this comment

    Also, jetzt einmal abgesehen vom Inhalt…
    Charles Dickens war auch in der Lage, _einen_ Satz so lang zu schreiben, daß er mehr oder weniger auf eine gedruckte Buchseite gerade so passte. Aber bei Charles Dickens wusste ich am Ende der Seite noch sehr gut, womit er oben angefangen hat.
    Eine Englisch-Lehrering meinte mal zu mir: wer nicht gerade so brilliant wie Dickens sei, der solle doch lieber kurze Sätze machen!

  3. Axel meint: (27.8.2010 um 15:43) AntwortenReply to this comment

    Na, das nenn' ich doch mal einen rant ;-)

  4. Moonwish meint: (27.8.2010 um 15:43) AntwortenReply to this comment

    Das gibt den Weltrekord für den längsten Satz aller Zeiten…

  5. Patrick meint: (27.8.2010 um 15:43) AntwortenReply to this comment

    Jetzt hab ich tatsächlich ein wenig Mitleid mit der Polizei. Nicht.

  6. Smithee meint: (27.8.2010 um 15:44) AntwortenReply to this comment

    Den Morgenpost-Leser will ich sehen, der diesen Satz versteht!
    Der Verfasser hat wohl noch nie was von Aufzählungszeichen und Zeilenumbrüchen gehört? Aber vielleicht hat's ja auch die Redaktion verbockt…

  7. Mithos meint: (27.8.2010 um 15:46) AntwortenReply to this comment

    Wie viele Ansätze der Verfasser wohl gebraucht haben mag, um diesen Satz fehlerfrei auf seiner Dienst-Schreibmaschine zu Papier zu bringen?

    tl;dr. Käse zum Whine-Potpourri?

  8. anonym meint: (27.8.2010 um 15:48) AntwortenReply to this comment

    Unglaublich schlechtes Deutsch. Na, halt Polizisten. Thomas Bernhard hätte so einen Satz jedenfalls unvergleichlich besser geschrieben. Und andere Leute hätten mehrere kurze Sätze draus gemacht.

  9. a meint: (27.8.2010 um 15:50) AntwortenReply to this comment

    http://www.diringer-online.de/pageID_4297591.html

    Ein ganzes Urteil in einem Satz.
    Sind auch sonst ganz nette Urteile auf der Seite.

  10. Micha meint: (27.8.2010 um 15:54) AntwortenReply to this comment

    Und das ist nur der abgedruckte Teil – im Original war der Satz bestimmt noch länger und wurde von einem mutigen Redakteur in nächtelanger Kleinarbeit auf dieses Mindesmaß runtergekürzt :D

  11. Nils meint: (27.8.2010 um 15:54) AntwortenReply to this comment

    Nicht schlecht wenn man bedenkt dass der Satz vermutlich noch auf der Schreibmaschine getippt wurde ;)

  12. sb_nulleins meint: (27.8.2010 um 15:54) AntwortenReply to this comment

    Auf den ersten Blick hätte ich eventuell noch einen gewissen Hilferuf und etwas Anstand in dem Text erkannt, wenn nicht direkt der Zweck dieses Textes klar gewesen wäre.

    Dieser "Satz" ist sprachlich / formal so fehlerhaft, daß n , zum teil absolut gegenteilige, Deutungen möglich sind.

    Ich unterstelle dem Verfasser die absichtliche Verunstaltung des Satzes / Textes.

  13. Liz meint: (27.8.2010 um 15:57) AntwortenReply to this comment

    @12 full ack

  14. Planewalker meint: (27.8.2010 um 16:07) AntwortenReply to this comment

    Wer solche Sätze schreibt, will nicht verstanden werden.

  15. Der Beschuldigte meint: (27.8.2010 um 16:11) AntwortenReply to this comment

    Aarrghh, meine Augen…was für ein Monster, alle Achtung!

  16. Pjotr meint: (27.8.2010 um 16:12) AntwortenReply to this comment

    Grauenhafter Schreibstil, aber inhaltlich absolut korrekt. Wird aber untergehen da 1. keiner (ausser mir natürlich) sich die Mühe macht das alles zu lesen und 2. es doch viel einfacher ist über die dummen Bullen die nichtmal schreiben können herzuziehen.

  17. Jens meint: (27.8.2010 um 16:15) AntwortenReply to this comment

    "zu Zwecken der persönlichen Denkmalpflege ein Kriminalmuseum eingerichtet und ausgestattet werden soll, dass haushaltsrechtlich fraglich ist und mit den Sparzwängen im Haushalt nicht vereinbar ist,"

    "das" mit einem s, oder habe ich noch irgendwas übersehen?

  18. Sebl meint: (27.8.2010 um 16:30) AntwortenReply to this comment

    Haben die einen Juristen als Ghostwriter engagiert?

  19. saibot meint: (27.8.2010 um 16:31) AntwortenReply to this comment

    ja, so kann man sich auch lächerlich machen.

  20. Sebastian meint: (27.8.2010 um 16:33) AntwortenReply to this comment

    Der Brief ist nicht zufällig mit I.Kant signiert?

    Genau wegen solchen Sätzen habe ich mich irgendwann geweigert, solchen Mist zu lesen.

  21. Jörg meint: (27.8.2010 um 16:36) AntwortenReply to this comment

    Die Hamburger Polizei hat absolut Anlass zur Sorge um ihre Zukunftsfähigkeit, so man denn das rein sprachliche Verstandenwerdenkönnen als notwendige Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit ansieht. Man muss ja die eigene Vision für die Zukunft auch kommunizieren können. Das Anhäufen von Kommas und gelegentliche Einstreuen von Wörtern zwischen zwei Punkten ist in dieser Sache sicher nicht besonders hilfreich…

  22. Max meint: (27.8.2010 um 16:37) AntwortenReply to this comment

    @Pjotr:
    Wenn es weder zu Nachdenklichkeit, zu Einsicht noch zu Selbstkritik [...] führt, wenn oberste Gerichte Entscheidungen und Handlungen der Behördenleitung und Polizeiführung mehrfach als verfassungswidrig bezeichnen [...],
    dann besteht Anlass zur Sorge um die Zukunftsfähigkeit der Polizei Hamburg, die Qualität der polizeilichen Arbeit und vor allem um die demokratische Werthaltung der Polizisten.

    Ok soll also heißen: Wenn wir immer angeprangert werden, dann geht das alles mit der Polizei zu Grunde!!!!

  23. DBPB meint: (27.8.2010 um 16:41) AntwortenReply to this comment

    @Pjotr:
    Du triffst es mal eins zu eins auf den Punkt. Allerdings ist die Veröffentlichung nicht sehr sinnvoll, weil das zwar ein Polizeibeamter versteht, aber kein Bürger. Dem fehlt doch der Einblick in die Situation und wie man hier sieht auch das fehlende Verständnis für die Dringlichkeit eine funktionsfähige, effiziente und moderne Polizei zu haben.

  24. DBPB meint: (27.8.2010 um 16:43) AntwortenReply to this comment

    Schreibfehler im letzten Satz, streiche "zu haben"

  25. Ted meint: (27.8.2010 um 16:43) AntwortenReply to this comment
  26. Quirlsen meint: (27.8.2010 um 16:46) AntwortenReply to this comment

    Ich gehe davon aus, dass der Punkt auf der Schreibmaschine kaputt ist ;-)

  27. Anderer Gregor meint: (27.8.2010 um 16:46) AntwortenReply to this comment

    @Max: Nein. Da steht:

    Wenn wir immer ignorieren, dass wir ständig angeprangert werden, dann geht das alles mit der Polizei zu Grunde.

  28. Christian meint: (27.8.2010 um 16:46) AntwortenReply to this comment

    Der Satz ist knuffig – aber inhaltlich doch sehr überraschend, finde ich. Da wendet sich die Polizei selbst gegen übermäßig repressive (Gießkannen-) Maßnahmen wie Videoüberwachung und fordert statt dessen eine Besinnung auf die Polizisten selbst, um in ganz klassischer Manier für Sicherheit sorgen zu können.

    Klingt eigentlich nach einer vernünftigen Einstellung. Ein Streifenwagen sorgt bei mir nicht für Unwohlsein, die Möglichkeit einer Online-Durchsuchung dagegen sehr.

    Da verzeihe ich doch so manches in Bezug auf den Satzbau…

  29. karl meint: (27.8.2010 um 16:49) AntwortenReply to this comment

    wenn oberste Gerichte Entscheidungen und Handlungen der Behördenleitung und Polizeiführung mehrfach als verfassungswidrig bezeichnen

    … dann wird da vielleicht auch etwas dran sein? Sicher, auch oberste Gerichte sind nicht unfehlbar, aber diese Entscheidungen grundsätzlich in Frage zu stellen, zeugt doch von einer verschobenen Selbstwahrnehmung.

    Quis custodiet ipsos custodes?

  30. karl meint: (27.8.2010 um 16:53) AntwortenReply to this comment

    @karl: Womit ich sagen wollte, dass der Brief aus meiner Sicht inhaltlich völlig richtig ist. Missverständlich formuliert…

  31. anonym meint: (27.8.2010 um 16:59) AntwortenReply to this comment

    @ Pjotr
    Inhaltlich korrekt? Bezweifle ich. Sätze, die Fehler enthalten, sind für mich auch nicht inhaltlich korrekt. Und Fehler findet man da, wenn man sucht – und wenn es Kommafehler sind.

    Die Unterstellung in den Kommentaren, daß jemand absichtlich solch unlesbares, krauses Zeug zusammenschmiert, ist aber auch kurios und wenig überzeugend.

  32. Klaus meint: (27.8.2010 um 17:00) AntwortenReply to this comment

    @Sebastian: Autsch! Dein Stil ist auch nicht besser.

  33. dot tilde dot meint: (27.8.2010 um 17:01) AntwortenReply to this comment

    ich stelle mir gerade vor, in welche gruppen der user eingeladen würde, wenn das ein foto bei flickr wäre.

    .~.

  34. Dennis meint: (27.8.2010 um 17:04) AntwortenReply to this comment

    Wer solche Sätze schreibt, nimmt kleinen Kindern auch den Lolli weg…

  35. ks meint: (27.8.2010 um 17:04) AntwortenReply to this comment

    Der Satz ist nicht schwer zu verstehen wenn man hin und wieder auch mal anspruchsvolle Literatur liest…

    SCNR.

  36. Frank K. meint: (27.8.2010 um 17:15) AntwortenReply to this comment

    …ich habe bei Zeile 15 aufgehört zu lesen…

    man, ist mir schlecht.;-O

  37. Horch meint: (27.8.2010 um 17:15) AntwortenReply to this comment

    entweder bin ich blöd, oder viele hier schaffen es nicht, mehrere nebensätze im kontext zu lesen… ich fand den satz eigentlich sehr schön.

  38. troll -.- meint: (27.8.2010 um 17:18) AntwortenReply to this comment

    to long did not read

  39. anonym meint: (27.8.2010 um 17:23) AntwortenReply to this comment

    @ ks
    Das ist ja gerade der Irrtum: Bei anspruchsvoller Literatur kann man seeehr lange Sätze meist auch ohne besondere Anstrengung lesen; ich erwähnte bereits Thomas Bernhard.

    Das hier ist aber genau das Gegenteil. Hier hört man auf zu lesen, weil einem der Schreiber signalisiert, daß er es nicht kann – und beim Leser kommt an: Es ist eh wurst, was der schreibt, weil er seine Gedanken nicht adäquat ausdrücken kann.

  40. marcus05 meint: (27.8.2010 um 17:36) AntwortenReply to this comment

    @ks:

    Ich habe neulich erst Pride & Prejudice gelesen, aber so etwas tue ich mir ganz bestimmt nicht an.

  41. Baxter meint: (27.8.2010 um 17:41) AntwortenReply to this comment

    - unter der Voraussetzung den Satz auch "richtig" verstanden zu haben -

    Scheint ganz so, als hätte es die Polizei aus Hamburg geschnallt und die Kritik an Regierung, Behördenleitung, Polizeiführung und Bürger (die die Muppet Show in Berlin schließlich gewählt haben und aktuell 'mal wieder in ihrer Rolle als "Ohne-Michel" auf der Couch Platz genommen haben) kann ich für meinen Teil sogar durchaus nachvollziehen. Ich finde es ebenso kritisch und bedenklich, daß trotz sämtlicher Ohrfeigen aus Karlsruhe (BVerfG) keine Kursänderung wirklich erkennbar ist, sondern im Gegenteil, daß eher eine Art Trickserei (z.B. "Hintertüt Brüssel) regelmäßig daraus resultiert… Wenn beispielsweise ein Herr Jörg Ziercke nach nunmehr mehreren Ohrfeigen immer noch keine Ruhe gibt und dadurch quasi das Bundesverfassungsgericht lächerlich macht, dann MUSS man meiner Meinung nach solche Leute konsequent aussortieren, da unakzeptabel! Von daher…

    Aber wie dem auch sei. Abschließend sei noch aus der Image-Broschüre der Hamburger Polizei zitiert (Quelle: http://www.hamburg.de/contentblob/203772/data/image-broschuere.pdf):

    Professionelle Polizeiarbeit resultiert jedoch nicht allein aus geeigneten Strukturen, sondern wird insbesondere durch die hohe Motivation und das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleistet. Dabei orientiert sich das polizeiliche Handeln stets an den Erwartungen unserer Bürgerinnen und Bürger.

    Ich gebe zu, mich damit schwer zu tun die Begriffe "geeigneten Strukturen", "Motivation der Polizei" und "Erwartungen der Bürger" in einen kausalen Zusammenhang bringen zu können…

    In diesem Sinne, Baxter

  42. Andreas meint: (27.8.2010 um 17:42) AntwortenReply to this comment

    Wir haben 17:40 Uhr. Ich habe heute bereits dutzende Seiten Text gelesen, teilweise sogar mehrfach. Ich kann jetzt nicht auch noch diesen langen Satz lesen, ohne einzuschlafen … wer schreibt mir eine Zusammenfassung in maximal zehn Worten? ;-)

  43. Agir meint: (27.8.2010 um 17:55) AntwortenReply to this comment

    @Andreas:
    Die Hamburger Polizei fühlt von allen sich gedisd.

    8 Wörter, gut oder?
    :)

  44. Agir meint: (27.8.2010 um 18:03) AntwortenReply to this comment

    @Agir:
    Mist. Da habe ich die Wörter von allen nachträglich eingefügt um näher an die gewünschten 10 zu kommen und nun stehe ich da wie ein
    Analphabet.
    :-O

  45. anonym meint: (27.8.2010 um 18:11) AntwortenReply to this comment

    @ Agir
    Kein Problem, finde ich. Dieser Fehler ist doch jedem schon unterlaufen, den meisten mehrfach (mir natürlich auch). Aber ich finde, Sie haben noch gut die Kurve gekriegt; die Wortstellung ist nicht falsch, und es liest sich wie der Anfang eines Gedichts. (Das letzte Wort, falls ich es je verwenden sollte, hätte ich aber anders geschrieben.)

  46. Spinnzessin meint: (27.8.2010 um 18:20) AntwortenReply to this comment

    "Unsere Analyse hat ergeben:

    Ihr Text besteht aus 2 Sätzen mit 261 Wörtern, wovon 170 verschiedene. Sie haben total 551 Silben benutzt (Endsilben auf -e zählen nicht).

    Das ergibt einen Flesch-Wert von -104."

    = Testergebnis der… äh 'Lesbarkeit' des Textes von hier:

    http://www.leichtlesbar.ch/html/

    Wie geil… und ich dachte immer dieser Unlesbarkeitsindex ginge nur bis Minus 20 ;-).

  47. Spinnzessin meint: (27.8.2010 um 18:22) AntwortenReply to this comment

    P.S:
    Ein superleicht lesbarer Text hätte maximal PLUS 100 Punkte ;-)…

  48. Spinnzessin meint: (27.8.2010 um 18:29) AntwortenReply to this comment

    Und weil's grad so schön passt noch die Vergleichswerte von obiger Webseite:

    Für die Leseleichtigkeit (erforderliche Bildung für gutes Verständnis) eines allgemeinen deutschen Textes gilt in der Regel: 81 bis 100 extrem leicht (5. Klasse)
    71 bis 80 sehr leicht (6. bis 8. Klasse)
    61 bis 70 leicht (Abschlussklasse)
    41 bis 60 durchschnittlich (Sek, FOS, Berufsschule)
    31 bis 40 etwas schwierig (Mittelschule)
    21 bis 30 schwierig (Matura, Abitur)
    bis 20 sehr schwierig (Hochschulabschluss)

    Typische Werte: 90 bis 100 Comics
    80 bis 90 Klassische Werbesprüche (Slogans)*
    75 Luther-Bibel (Genesis)
    60 bis 80 Eingängige Werbebriefe und -texte
    50 bis 60 Boulevardzeitung
    30 bis 50 durchschnittliche Zeitung
    20 bis 40 Anspruchsvolle Zeitung: NZZ, FAZ
    10 bis 20 Amtsdeutsch
    10 bis 20 Allgemeine Geschäftsbedingungen
    -20 bis 20 Fachliche Abhandlungen

  49. Spinnzessin meint: (27.8.2010 um 18:31) AntwortenReply to this comment

    Ich schaff's ja selten unter 60 ;-), aber ich bin ja auch keine solche intellektuelle Geistesgröße :-).

  50. Bernhard meint: (27.8.2010 um 18:33) AntwortenReply to this comment

    Der gesamte Text hat aber nur -30. ;)
    Siehe Quelle…

    Ihr Text besteht aus 6 Sätzen mit 372 Wörtern, wovon 226 verschiedene. Sie haben total 766 Silben benutzt (Endsilben auf -e zählen nicht).

    Das ergibt einen Flesch-Wert von -30.

  51. Dexter Morgan meint: (27.8.2010 um 18:35) AntwortenReply to this comment

    Ok dann vielleicht in zehn Worten:

    ACAB, und das ist auch richtig so!

    WTF? Bescheinigen die sich ernsthaft mangelnde demokratische Werte und schlecht zu arbeiten? Wegen letzterem lässt jeder private Arbeitgeber schon Köpfe rollen, zu Recht! Ersteres disqualifiziert die Betroffenen dann jedenfalls für jegliches hoheitliches Handeln!

  52. anonym meint: (27.8.2010 um 18:37) AntwortenReply to this comment

    Alles schön und gut, aber man sollte doch – mindestens als Leser – einen Unterschied machen zwischen Texten, die anspruchsvoll sind wegen ihres Inhalts und/oder Stils, und solchen wie dem hier, die nahezu unleserlich werden, weil der Autor die Sprache und ihre Stilmittel nicht beherrscht.

  53. Karpatenhund meint: (27.8.2010 um 18:39) AntwortenReply to this comment

    ARGH! Welcher Idiot hat das denn verfasst? Man sollte ihm ein Buch von Wolf Schneider schicken. Der ist zwar nicht unumstritten, aber wenigstens produziert er nicht so einen stilistischen Dreck.

  54. Spinnzessin meint: (27.8.2010 um 18:40) AntwortenReply to this comment

    @Bernhard:

    Der Herr Vetter hat ja auch das… äh Downlight des Textes für uns rausgesucht ;-).

  55. Andreas meint: (27.8.2010 um 18:50) AntwortenReply to this comment

    TLDNR.

  56. Sthenes meint: (27.8.2010 um 18:54) AntwortenReply to this comment

    Ich finde der Satz drückt aus, was er ausdrücken soll. Die Wahl der Worte zeigt was er meint; "in Fortsetzung Schillscher Tradition[..]ein Kartell des Schweigens über Probleme[..]der Polizei besteht"

    Dies ist keine Apologetik für einen status quo der Polizei.
    Es ist auch keine Rede davon, dass die Gerichte die Fehler machen.
    Es ist aber die Rede davon, dass die politische Polizeiführung und die Zuständigen in der Polizei, ebenso wie die Parteien (Primat der Politik und so) nicht angemessen umgehen mit dem was die Polizei sein soll.

    Was im Brief steht, ist dass die Polizei verfassungsmäßig aufgestellt sein muss. Weiterhin wird implizit gefordert, dass es "Nachdenklichkeit[..]Einsicht[..]Selbstkritik[..]Änderungsbereitschaft" geben soll, auch auf Seiten der Polizei.

    Kurz:
    Wenn es weder zu Nachdenklichkeit, zu Einsicht noch zu Selbstkritik – geschweige denn zu Änderungsbereitschaft – führt, dann besteht Anlass zur Sorge um die Zukunftsfähigkeit der Polizei Hamburg, die Qualität der polizeilichen Arbeit und vor allem um die demokratische Werthaltung der Polizisten.

  57. anonym meint: (27.8.2010 um 19:03) AntwortenReply to this comment

    @ Sthenes
    Das Problem ist doch, daß das Ganze so unsäglich schlecht formuliert ist, daß man keine eindeutige Botschaft herauslesen kann (bzw. jeder eine andere). Daß das Absicht ist, glaube ich aber nicht. Es ist und bleibt irrationales Geschreibsel.

  58. Spinnzessin meint: (27.8.2010 um 19:15) AntwortenReply to this comment

    @anonym:

    Stimmt, vielleicht sollte ich mich da mal als Ghostwriterin bewerben :-)?

  59. derRösrather meint: (27.8.2010 um 19:16) AntwortenReply to this comment

    Ich denke eher das täglich verabreichte Moclobeta war alle und da hat der Schreiber in die Asservatenkammer nach Ersatz gesucht und ist an das falsche Medikament geraten ..

    ;-))

  60. Spinnzessin meint: (27.8.2010 um 19:24) AntwortenReply to this comment

    @derRösrather:

    Hauptsache er schnupft nicht versehentlich einen schwarzen PC ;-).

  61. Tarsilion meint: (27.8.2010 um 19:24) AntwortenReply to this comment

    Es ist schon ein Armutszeugnis, dass hier hauptsaechlich der schlechte Stil diskutiert wird waehrend man die durchaus angebrachte Kritik ignoriert. Aber bei so viel versammelter Borniertheit muss man sich ueber den Zustand nicht wundern.

  62. Kommentator meint: (27.8.2010 um 19:29) AntwortenReply to this comment

    Mal unabhängig von der sprachlichen Komplexität hatte dieser Brief (in seiner Gesamtheit) in der Hamburger Polizeispitze heftige Reaktionen produziert, bis hin zu internen Spitzelaktionen nach den Autoren.
    Das Schreiben hat also gezündet.

  63. buddel meint: (27.8.2010 um 19:29) AntwortenReply to this comment

    ich möchte mal wissen,
    wer denn eigentlich der adressat dieses brandbriefes ist/sein soll?

    buddel

  64. Bernhard meint: (27.8.2010 um 19:36) AntwortenReply to this comment

    Das ist nicht nur süß, das ist eine Aufforderung, demokratische und sachliche Diskussionen über die Verschleierungstaktik von Polizeigewalt einzufordern. Warum Opfer von Polizeigewalt gerne totgeschwiegen werden. Warum sie mit Gegenanzeigen mundtot gemacht werden. Warum Kollegen, die "singen", quasi ihr eigenes Grab schaufeln.

  65. Wonne meint: (27.8.2010 um 19:58) AntwortenReply to this comment

    Nun ist meine Schulzeit noch nicht gar so lange her, und ich höre noch immer die Stimme meiner Deutschlehrerin, die immerzu mahnte, keine Satzungetüme zu bauen. Wie sagt man so schön? In der Kürze liegt die würze. Wahrscheinlich käme der Inhalt leichter an den Mann, wenn man den Text in einzelne Sätze und Absätze unterteilt hätte. So lenkt doch das Erstaunen über so einen sprachlichen Tausendfüßler vom Inhalt ablenkt.

    Wonne

  66. Kritiker meint: (27.8.2010 um 20:24) AntwortenReply to this comment

    Man könnte seine Argumente ja auch als Aufzählung gestalten…

  67. Karpatenhund meint: (27.8.2010 um 21:06) AntwortenReply to this comment

    @anonym: "Irrational" ist das Geschreibsel nicht. Der Text ist entschlüsselbar; die Botschaft kommt recht klar rüber, wenn man den Satz in seine Bestandteile aufsplittet. Im Grunde genommen sind nur der erste und der letzte Halbsatz wichtig, um den Sinn der Botschaft zu verstehen. Der Rest sind eingeschobene Beispiele.

    Leider in der Tat so miserabel formuliert, dass es zu einem Block wird, durch den man sich mühsam durchquälen muss. Ich habe den Text mal auf das wesentliche reduziert (hoffentlich klappt das mit dem Blockquote ;)):

    Wenn es weder zu Nachdenklichkeit, zu Einsicht noch zu Selbstkritik – geschweige denn zu Änderungsbereitschaft – führt, wenn [...], dann besteht Anlass zur Sorge um die Zukunftsfähigkeit der Polizei Hamburg, die Qualität der polizeilichen Arbeit und vor allem um die demokratische Werthaltung der Polizisten.

    Die Botschaft dahinter lese ich klar heraus.

  68. Ralf meint: (27.8.2010 um 22:21) AntwortenReply to this comment

    Kurz gesagt:
    "Willige Büttel braucht das Land,Widerspruch wird nicht geduldet und die Innere Sicherheit wird auf dem Altar der Politik geopfert,ferab der Realitäten."
    So sieht es doch aus,nicht nur hier auch bei der BW,die in Afghanistan alles macht aber niemals unsere Sicherheit am Hindukusch gewährleistet noch Aufbauhilfe betreibt…
    Die Staatsmacht schaltet bewußt jedwedes Aufbegehren aus und erstickt es im Keim mit Linientreuen Führungsbeamten..
    Siehe auch das Eingreifen des ZDF Medienrates durch R. Koch…
    Ich glaube,daß wir in Zukunft noch oft das BVG brauchen um einen diktatorischen Rechtsruck verhindern zu können.
    Die Politik ist langsam am Ende und im Volk brodelt es,unschöne Vorzeichen für die Zukunft…

  69. ich meint: (28.8.2010 um 01:11) AntwortenReply to this comment

    Wie auch immer man den Brief stilistisch bewerten mag, er ist in jeder Hinsicht bemerkenswert. Wahrscheinlich zum ersten Mal seit dem Hamburger Kessel wird aus hohen Hamburger Polizeikreisen Kritik an undemokratischen Strukturen innerhalb der Polizei geübt. Die öffentliche Reflektion war demnach auch entsprechend. (Abendblatt (Springer) hatte auch was, aber nicht so ausführlich wie Mopo.)

    Aufstand gegen den Polizei-Chef: http://archiv.mopo.de/archiv/2010/20100812/hamburg/politik/aufstand_gegen_den_polizei_chef.html

    Warum reagierte Ahlhaus nicht?: http://archiv.mopo.de/archiv/2010/20100812/hamburg/politik/warum_reagierte_ahlhaus_nicht.html

    Enttäuschte Hoffnungen – Polizisten kritisieren GAL: http://archiv.mopo.de/archiv/2010/20100812/hamburg/politik/enttaeuschte_hoffnungen.html

    Polizei-Chef Werner Jantosch schlägt zurück: http://archiv.mopo.de/archiv/2010/20100813/hamburg/politik/polizei_chef_werner_jantosch_schlaegt_zurueck.html

    Jagd auf die "Verräter": http://archiv.mopo.de/archiv/2010/20100814/hamburg/politik/jagd_auf_die_verraeter.html

    Dass dann nebenbei in der Online-Ausgabe auch der komplette Brief zitiert wurde, ist nicht wirklich relevant, außer als Quellennachweis. In der Printausgabe waren die o.a. Artikel zu lesen. Sicherlich wird sich leider in der Praxis nicht groß was ändern, aber der Vorfall eignet sich immerhin gut als Denkanstoß für diejenigen, die bisher immer geglaubt haben, so etwas gäbe es in Deutschland nicht.

    Sich da jetzt ausschließlich über die Form lustig zu machen, oder gar den Schreibern das Gegenteil ihrer Absichten zu unterstellen, ist unnötig.

  70. Benares meint: (28.8.2010 um 02:12) AntwortenReply to this comment

    Die Hamburger Polizisten scheinen ihren örtlichen Richtern in punkto Reflektionsfähigkeit ja ganz schön voraus zu sein.
    Davon abgesehen respektiere ich lange Sätze, auch wenn ich in diesem Fall die Notwendigkeit nicht ganz einsehe.

  71. Blixten meint: (28.8.2010 um 02:47) AntwortenReply to this comment

    Vielleicht ist meine Perspektive gerade irgendwie verschoben, aber wie dieser Satz funktioniert wird einem doch nach den 2 "wenns" am Anfang klar.
    Den kann jeder lesen – wenn nicht sofort, dann spätestens indem man das "wenn" vom Anfang einfach wiederholt:

    "Wenn es weder zu Nachdenklichkeit, zu Einsicht noch zu Selbstkritik – geschweige denn zu Änderungsbereitschaft – führt, wenn oberste Gerichte Entscheidungen und Handlungen der Behördenleitung und Polizeiführung mehrfach als verfassungswidrig bezeichnen (Videoüberwachung, Online-Durchsuchung, Kennzeichenlesegerät, Laufbahnverlaufsmodell) wenn in Fortsetzung Schillscher Tradition mit einer Gewerkschaft und einem Berufsverband ein Kartell des Schweigens über Probleme der inneren Sicherheit und die Verfasstheit der Polizei besteht, wenn in panischer Angst vor kritischer Berichterstattung der Medien kein Problem und kein Missstand intern mehr diskutiert wird…dann"

  72. sb_nulleins meint: (28.8.2010 um 08:15) AntwortenReply to this comment

    Eine Interpretation des Textes ist:
    Wir wollen MEHR Geld,
    Wir wollen WENIGER Fremdkontrolle / Einfluss,
    Wir wollen ZURÜCK ins NS Regime.

    Fazit: Wir wollen wieder eine UNABHÄNGIGE Schlägertruppe sein.

    Diese Interpretation wird vielen Verblendeten nicht gefallen.

  73. Reinhard meint: (28.8.2010 um 09:06) AntwortenReply to this comment

    @sb_nulleins:
    Nein, diese Interpretation fällt nur Ihnen auf, weil in Ihrer Blutbahn noch die Drogen von letzter Woche dümpeln … zeigen Sie doch bitte einmal WO das alles stehen soll, was Sie in diesen Text hineininterpretieren, der zudem nur ein Teil des Gesamtbriefes ist.

  74. Karpatenhund meint: (28.8.2010 um 10:01) AntwortenReply to this comment

    @sb_nulleins: Das ist Schwachsinn. Der Verfasser kritisiert ziemlich eindeutig darüber, dass die Polizeiführung von ihm konkret genannte Ereignisse nicht zum Anlass nimmt, über die Struktur und das Verhalten der Polizei nachzudenken. Er verlangt mehr Kooperation (Nicht: Weniger Einfluss oder Kontrolle) und auch kritische Aufarbeitung von Einsätzen und kritische Diskussionen. Also so ziemlich das Gegenteil von dem, was du schreibst.

    Deine Interpretation dürfte vielen "Verblendeten" wirklich nicht gefallen – weil sie sich nicht aus dem Text ergibt.

  75. Dudenbesitzer meint: (28.8.2010 um 10:18) AntwortenReply to this comment

    Ich find' auch, so schwer ist der Satz nicht. Für alle die ihn zu schwer finden, hier ist er mal aufgeschlüsselt:

    "Wenn es weder zu Nachdenklichkeit, zu Einsicht noch zu Selbstkritik – geschweige denn zu Änderungsbereitschaft – führt, wenn
    1) oberste Gerichte Entscheidungen und Handlungen der Behördenleitung und Polizeiführung mehrfach als verfassungswidrig bezeichnen (Videoüberwachung, Online-Durchsuchung, Kennzeichenlesegerät, Laufbahnverlaufsmodell)
    2) in Fortsetzung Schillscher Tradition mit einer Gewerkschaft und einem Berufsverband ein Kartell des Schweigens über Probleme der inneren Sicherheit und die Verfasstheit der Polizei besteht, in panischer Angst vor kritischer Berichterstattung der Medien kein Problem und kein Missstand intern mehr diskutiert wird und z.B. schwierige Großeinsätze aus dieser Angst heraus nicht mehr selbstkritisch nachbearbeitet werden,
    3) von Schill über Nagel bis Ahlhaus fragwürdige Machtkonzentration betrieben wird, die jede Form der kooperativen Führung zwar noch lehren lässt, sich aber nicht schämt, sie in der Polizei mit Füßen zu treten und Mitarbeiter und mittlere Vorgesetzte als widerspruchslose Befehlempfänger herabzuwürdigen,
    4) Amts- und Behördenleitung sich mehr Gedanken über die Beschaffung von Pferden, als über die Zukunftsfähigkeit der Polizei machen und nicht davor zurückschrecken, die Öffentlichkeit über die Kosten und die tatsächliche Nutzungsmöglichkeiten der Reiterstaffel zu täuschen, zu Zwecken der persönlichen Denkmalpflege ein Kriminalmuseum eingerichtet und ausgestattet werden soll, dass haushaltsrechtlich fraglich ist und mit den Sparzwängen im Haushalt nicht vereinbar ist,
    5) die Koalition die im Koalitionsvertrag vorgesehene Überprüfung der Schillschen/Nagelschen Organisationstrukturen dem parteipolitischen Machtgeschacher opfert,
    6) eine Regierungspartei die Polizei als ihr Eigentum betrachtet und behandelt und die andere Partei zwar über aber nicht mit der Polizei redet und im Übrigen keinen Anspruch auf Mitgestaltung erhebt,
    dann besteht Anlass zur Sorge um die Zukunftsfähigkeit der Polizei Hamburg, die Qualität der polizeilichen Arbeit und vor allem um die demokratische Werthaltung der Polizisten."

    Was vielleicht den einen oder anderen irritiert ist, dass die Konjunktion 'wenn' zweimal verwendet wird. M.E. wäre statt einem zweiten 'wenn' ein 'dass' besser gewesen. Jedenfalls folgt hinter dem zweiten 'wenn' eine Auflistung von 6 Punkten, die die Hamburger Polizei (zur Recht) als kritikwürdig empfindet. Ich fände es jedenfalls wichtiger, sich auf den Inhalt des Textes zu konzentrieren als auf seinem Stil.

  76. Karpatenhund meint: (28.8.2010 um 11:14) AntwortenReply to this comment

    @Dudenbesitzer: Der Satz ist zu schwer. Inhaltlich nicht – aber strukturell. Der Verfasser hat offensichtlich keine Ahnung von gutem Stil, denn dann hätte er es anders formuliert. Es ist jedenfalls eine Zumutung, so etwas Lesern vorzusetzen und zu verlangen, dass sie sich mehrere Minuten damit aufhalten, den Satz mehrfach zu lesen und in seine Einzelheiten aufzuspalten, um ihn zu begreifen.
    Man muss Einzelheiten nicht als verschachtelte Nebensätze bringen. Und solche Nebensätze gehören schon gar nicht so zahlreich eingeschoben, wenn sich die Bedeutung des Satzes erst aus dem letzten Halbsatz ergibt. Dann hat der Leser am Ende vergessen, worum es am Anfang geht.

    Inhaltlich ist der Text okay. Formal ist er eine Zumutung.

  77. Zoidberg meint: (28.8.2010 um 13:40) AntwortenReply to this comment

    Nachdem jetzt dank Dudenbesitzers Aufschlüsselung hoffentlich jeder den Satz verstanden hat, vielleicht zum besseren Verständnis hier noch der Satz vor dem Satzmonster:

    Wir sind beschämt und bedauern, dass die derzeitigen Verhältnisse in der Polizei Hamburg es unzumutbar machen, unser Anliegen mit unserem Namen zu verbinden, weil Kritiker in dieser Polizei ihre Verwendung verlieren, ausgegrenzt und persönlich diffamiert werden.

    Ich bin (inhaltlich) positiv überrascht.

  78. Helmut Karsten meint: (28.8.2010 um 13:46) AntwortenReply to this comment

    Upps!

  79. hiro meint: (28.8.2010 um 15:02) AntwortenReply to this comment

    Was war das im Mittelteil?

  80. PG meint: (28.8.2010 um 15:26) AntwortenReply to this comment

    Vielleicht hatte der Autor ja Angst, am Stil erkannt zu werden und hat das Ding daher so geschrieben, wie es wirklich _niemand_, nicht einmal jemand bei der Polizei schreiben würde?

  81. Usenet-Guide meint: (28.8.2010 um 16:33) AntwortenReply to this comment

    Ich habe nicht nur diesen Mammutsatz sondern die komplette Meldung schon vor über einer Woche gelesen.

    Wenn ich es richtig verstehe, spricht daraus die tiefe Sorge, dass die Polizei entgegen der Verfassung von den Politikern instrumentalisiert wird.

    Und die tiefe Sorge des Autors, durch sein vom Hamburgischen Gesetz vorgeschriebenes Handeln zum Verfassungs-Feind zu werden.

    Nach all den Forderungen des Bundes Deutscher Kriminalbeamten wie auch der Polizeigewerkschaft eine erfrischend wohl tuende, wenn auch sprachlich ungeschickt formulierte Gegenforderung eines Polizeibeamten.

    Ich wünsche mir, dass es viel mehr Polizeibeamte wie diesen gibt.

  82. Cheshirecat meint: (28.8.2010 um 16:57) AntwortenReply to this comment

    lol, das klingt wie von Heidegger übersetzt

  83. levu meint: (28.8.2010 um 17:07) AntwortenReply to this comment

    *neid*

  84. bodo banane meint: (28.8.2010 um 23:46) AntwortenReply to this comment

    @PG:
    Das ist doch mal ein intelligenter Einwand. Im Gegensatz zu so manch anderem hier.

  85. srm meint: (29.8.2010 um 00:44) AntwortenReply to this comment

    Die Begeisterung über diese Beamten wird bei der Betrachtung einiger Kommentar hier sofort in's Gegenteil verkehrt.
    Daher an diejenige, die es etwas angeht:
    "TLDR = Too long, didn't read (Dt. zu lang, hab's nicht gelesen ). Wird genau wie "l2p" als Standardphrase von Idioten oder Trollen benutzt um auszudrücken, daß man weder Argumente noch genug Grips hat"

  86. bombjack meint: (29.8.2010 um 10:44) AntwortenReply to this comment

    @Zoidberg:

    [...]Ich bin (inhaltlich) positiv überrascht.[...]

    Dann ließ mal

    a) http://gulli.com/news/kritische-polizisten-ber-willk-r-polizeigewalt-2010-01-25

    b) http://gulli.com/news/kritische-polizisten-beweisunterdr-ckung-vertuschung-2010-01-25

    c) der Rest:
    http://gulli.com/news/kritische-polizisten-berwachung-elena-schwarz-gelb-2010-01-25

    dann dürfte man diesen Brief der Hamburger Polizisten auch noch ein wenig besser verstehen….

    bombjack

  87. bombjack meint: (30.8.2010 um 06:57) AntwortenReply to this comment

    @Zoidberg:

    [...]Ich bin (inhaltlich) positiv überrascht.[...]

    Ist wohl gestern im Spam-Ordner hängen geblieben:

    a)h**p://gulli.com/news/kritische-polizisten-ber-willk-r-polizeigewalt-2010-01-25

    b) h**p://gulli.com/news/kritische-polizisten-beweisunterdr-ckung-vertuschung-2010-01-25

    c) h**p://gulli.com/news/kritische-polizisten-berwachung-elena-schwarz-gelb-2010-01-25

    bombjack

  88. Tagedieb meint: (30.8.2010 um 09:56) AntwortenReply to this comment

    Der Brandbrief zeugt m.E. von einem demokratischen Verständnis, was Polizei sein und wie Polizei funktionieren sollte. Er beschreibt wunderbar, dass der Fisch vom Kopf her stinkt, egal ob dieser schwarz, gelb-schwarz oder grün-schwarz ist. Diese Polizeibeamten gehören unterstützt.

    Zum Stil: Etwas lang, aber nicht so schwer zu verstehen. Der "Dudenbesitzer" hat den Aufbau ja schön beschrieben.

  89. numsi meint: (30.8.2010 um 11:21) AntwortenReply to this comment

    Respekt, ich kenne solche Kontrukte nur von Patentschriften.
    Nimmt man die Blumen weg, sieht man auch das "Unkraut"

  90. kaputnik meint: (30.8.2010 um 11:38) AntwortenReply to this comment

    @Pjotr:

    Grauenhafter Schreibstil, aber inhaltlich absolut korrekt. Wird aber untergehen da 1. keiner (ausser mir natürlich) sich die Mühe macht das alles zu lesen und 2. es doch viel einfacher ist über die dummen Bullen die nichtmal schreiben können herzuziehen.

    absolut korrekt

  91. kaputnik meint: (30.8.2010 um 11:42) AntwortenReply to this comment

    @Max:

    Ok soll also heißen: Wenn wir immer angeprangert werden, dann geht das alles mit der Polizei zu Grunde!!!!

    Genau das soll mit großer Wahrscheinlichkeit _nicht_ die Aussage des Briefes sein. Bzw. nicht nur "soll nicht" sondern ist nicht die Aussage dieses Schreibens.

    Die Aussage und Forderung ist, dass sich die Polizeiführung und Politik um Rechtsstaatlichkeit der Polizeiarbeit zu kümmern hat.

    Es ist – auch bei dem grauenhaftem Stil – durchaus möglich, den Inhalt zu verstehen.

  92. kaputnik meint: (30.8.2010 um 11:47) AntwortenReply to this comment

    @Agir:

    Die Hamburger Polizei fühlt von allen sich gedisd.

    8 Wörter, gut oder?
    :)

    Nein, weil falsch zusammengefasst.

  93. dabbelyu meint: (30.8.2010 um 20:58) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter, es ist doch wohl ganz offensichtlich an der Zeit,
    sich von diesem Post-Klientel zu verabschieden, sie schlichtweg nicht mehr zu zulassen.
    Eine derartige Ignoraz, des Themas gegenüber, ist unbegreiflich!
    Und wenn sie es nicht kapiert haben und das haben sie nicht ist es nicht schade drum, also weg mit diesen drittklassigen "sieh mal ich bin im Fernsehen, juhu"
    Typen und fangen von neu an!<

    dabbelyu

  94. Wolf meint: (31.8.2010 um 11:17) AntwortenReply to this comment

    Kann Grammatik Körperverletzung sein?

  95. Patrik meint: (31.8.2010 um 13:31) AntwortenReply to this comment

    … und das in Zeiten von Twitter. Hrhr.

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