Studierender Student meint:
(27.8.2010 um 01:26) Antworten
FIRST! (Das wollte ich schon immer mal machen!)
Hackworth meint:
(27.8.2010 um 01:39) Antworten
Letzter Satz vom letzten Link:
"Und der Stadtsprecher ergänzt: Bei solchen Fehlern handele es sich um Einzelfälle."
Wie sollte es auch anders sein? Wer gibt schon ohne Not ein systemisches Versagen zu? Seit den Links hier auf Lawblog zum Thema "Einzelfälle, bedauerliche Einzelfälle" bin ich für diese Phrase sensibilisiert.
Ein Bayer meint:
(27.8.2010 um 03:59) Antworten
Das erinnert mich an die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, da bin ich auch immer wieder gespannt auf die neuen "Einzelfälle", die eine weitere Dekade nach dem letzten "Missbrauchskandal" an's Licht der Öffentlichkeit kommen…
dudeldudel meint:
(27.8.2010 um 04:04) Antworten
Öhm wie krass ist denn bitte der typ der unschuldig im knast saß?
rechnet mal zurück, also entweder bin ich total bescheuert oder der kerl hat mir 38 die dame geheiratet als sie 16 (!!) war.
was erwartet der denn bitte?
Markus76 meint:
(27.8.2010 um 07:38) Antworten
Nur knapp 10.000 für 1 Jahr in Haft? Kann man da nicht noch mehr bekommen gerade als Selbständiger hat man da schnell seine Existenz verloren.
user124 meint:
(27.8.2010 um 09:00) Antworten
das sollten imho 25€ stundenlohn sein für unschuldig eingesperrte… und da er 24 stunden am tag eingesperrt ist eben für diese 24 stunden.
vma darf er (muss eigentlich?) davon dann noch einkommenssteuer zahlen.
Klaus meint:
(27.8.2010 um 09:38) Antworten
Was ich bei Haftentschädigungen noch nicht verstanden habe sind die Abzüge für Unterkunft, Verpflegung und Betreuung. Werden diese eigentlich immer fällig oder nur in speziellen Fällen? Gibt es außerdem auch noch eine Betreuung, die bei der Wiedereingliederung ins gesellschaftliche Leben helfen? Oder gibt es das nur für schuldige Verbrecher?
Im Netz findet man dazu leider nicht wirklich Antworten.
Lurker meint:
(27.8.2010 um 09:40) Antworten
@Dudeldudel?
Was haben Sie an einer Hochzeit mit 16 (!!) auszusetzen? Das deutsche Recht jedenfalls nichts…
Wolfgang meint:
(27.8.2010 um 09:58) Antworten
Zur Haftentschädigung habe ich mich gerade gefragt, ob dann eigentlich jeder Arbeitnehmer, der mehr als knapp 10.000€ im Jahr verdient, einen höheren Schaden nachweisen kann?
Und wie ist das mit dem Job? Ist der wie bei Elternzeit sicher, oder könnte ein Chef einem Mitarbeiter während der U-Haft einfach kündigen?
Joey5337 meint:
(27.8.2010 um 09:59) Antworten
Wenn man unschuldig in Haft sitzt, wie funktioniert das eigentlich mit den Rentenansprüchen?
Schließlich kann man ja nichts dafür dass man nichts verdient und demzufolge auch nichts einzahlt.
Man mag über Ehen mit großem Altersunterschied denken was man will – aber ihre Aussage ist wohl das Hinterletzte.
Der Mann ist also selber schuld, daß er falsch beschuldigt wurde?
elmar meint:
(27.8.2010 um 11:45) Antworten
der typ, der den strafzettel bekommen hat, hätte sich nicht beschweren sollen, sondern gleich strafanzeige wegen Gebührenüberhebung, Betrug, ö.a.(weiß nicht, was da in Betracht kommt, bin kein Rechtsgelehrter) erstatten, denn eine Aussage wie: war ein Versehen, darf in solch einem Fall nicht gelten, dass ist der Beruf der Leute, den die da ordnungsgemäß ausführen sollen.
"Oh ich hab einen Menschen überfahren/ihn niedergeschlagen/abgestochen" -> "war nur ein Versehen, 'tschludigung"
elmar meint:
(27.8.2010 um 11:48) Antworten
PS : klar, man kann mal Fünfe grade stehen lassen. Aber in so einem Fall muss man doch per default davon ausgehen, dass das kein Einzelfall ist und die das aus Faulheit oder so tun.
a.n meint:
(27.8.2010 um 11:53) Antworten
@SwENSkE: "Was erwartet der denn bitte?" bezog sich vielleicht auf den Vorworf des Herrn, dass seine Frau ihn nur für eine Aufenthaltsgenehmigung oder wie das Ding heißt geheiratet hätte. Sehe ich übrigens genau so, keine normale 16-Jährige heiratet einen normalen 38-Jährigen. Normal soll hier keine Norm, sondern einen Durchschnitt bedeuten.
yah bluez meint:
(27.8.2010 um 11:58) Antworten
welchen zweck hat eine uhaft in so einem fall überhaupt?
Wie ist der weltrecord für Uhaft in DE?
Immer noch die 5 Jahre die Teufel unschuldig in Uhaft gesessen hat?
nw auf jeden fall wird der record ein politischer Häftling sein.
der typ, der den strafzettel bekommen hat, hätte sich nicht beschweren sollen, sondern gleich strafanzeige wegen Gebührenüberhebung, Betrug, ö.a.(weiß nicht, was da in Betracht kommt, bin kein Rechtsgelehrter) erstatten, denn eine Aussage wie: war ein Versehen, darf in solch einem Fall nicht gelten, (…)
Bei Bematen oder Angestellten des öffentlichen Dienstes möchten Sie also auf den erforderlichen Tatvorsatz verzichten.
und Ihgr Vergleich ist schon deshalb daneben, weil es auch den Tatbestand der fahrlässige Tötung gibt.
Und es ist natürlich soooo unwahrscheinlich, dass der Mitarbeiter des Ordnungsamtes die Uhrzeit auf dem Parkschein falsch abgelesen hat. Immerhin hat die Betroffene ja einen solchen, mit der Sie auch – wie geschehen – nachweisen kann, dass sie die Parkgebühr entrichtet hat und die Parkzeit zum Zeitpunkt der Ausstellung des Knöllchens noch nicht abgelaufen war. Diese Uhrzeit war im Übrigen auch korrekt angegebn.
Man könnte sich auch die Frage stellen, welchen Vorteil sollte der Mitarbeiter des Ordnungsamtes denn bitte schön davon haben, falsche Verwarnungen auszusprechen?
Sehe ich auch so. Ich und sie ja wohl auch mache schliesslich niemals einen Fehler, also können wir doch wohl eine Nullprozentige Fehlerquote auch von anderen erwarten.
Wo kommen wir den dahin, wenn alle als Menschen behandelt werden und man ihnen zusteht das sie mal einen Fehler machen?
Christian meint:
(27.8.2010 um 14:26) Antworten
Mich würde mal interessieren, ob alle, die hier die Ordnungsamtmitarbeiter am liebsten der Sicherungsverwahrung zuführen wollen, in ihrem eigenen Job IMMER ohne Fehl und Tadel sind. Sofern ein Job ausgeübt wird….
Und nein, ich bin kein Ordnungsamtmitarbeiter, aber man sollte die Kirche im Dorf lassen.
Ganz klar das bei der Masse von Ordnungsamtmitarbeiter in D einfach erheblich mehr passiert, als bei der Masse der sagen wir der Goldschürfer
Nööö, denke beim Ordnungsamt wird mehr "herausgeholt"
Allerdings ging es ja um die Mitarbeiter nicht um den Geschäftszweck
Anders meint:
(27.8.2010 um 14:56) Antworten
Es ist schon nett, dass die Hilfspolizisten Hipos genannt werden. Dann verteilen in Sabrücken also Happy Hipos jetzt Überraschungseier.
Man kann jetzt zudem noch spekulieren, ob es vielleicht konkrete Vorgaben gemacht wurden, wieviele Parksünder so ein Happy Hipo am Tag zu erwischen hat.
Schließlich gab es dies auch schon bei der Polizei.
Anders
Stefan meint:
(27.8.2010 um 15:04) Antworten
Zum Verwarnungsgeld:
"Ticket"wurde fälschlicher Weise ausgestellt. Der Verwarnte hat sich das zurecht nicht gefallen lassen. Das Amt hat prompt und korrekt reagiert und "eingestellt".
Wo also ist die Nachricht? Aber ein bischen rumbashen tut einigen Frustrierten hier ja scheinbar immer gut. So man kann nun dem "HIPO" mal schnell Vorsatz und Böswilligkeit unterstellen. Wahrscheinlich hätte er sich auch noch persönlich am Verwarnungsgeld bereichert.
Gruß
Stefan
murry meint:
(27.8.2010 um 15:13) Antworten
zu: Knöllchen aus der Zukunft.
Ach was bin ich doch froh, daß ich unfehlbar bin und weder privat noch beruflich je auch nur den kleinsten Fehler gemacht habe. Auf irgendeinem Parkzettel eine falsche Uhrzeit abzulesen könnte mir niiiiie passieren. Völlig unbegreiflich sowas. Oder so…
Christian meint:
(27.8.2010 um 15:27) Antworten
Denke es wird Zeit, hier mal so die Vorurteile zu den
Berufsgruppen zusammen zu fassen.
Öffentlicher Dienst
Schleppen den ganzen Tag nur Kaffeetassen von der
Kaffeeküche ins Büro Stehen jeden Morgen mit dem
Gedanken auf, wen sie heute am meisten Schwierigkeiten
machen können. Werden alle nach B bezahlt
Verwaltung nicht öffentlicher Dienst
Sind viel besser organisiert als der öffentl. Dienst.
Können darum ganzen Tag feiern, stellen das Telefon auf
den Anrufbeantworter um. Nur gegen Abend wird es
hecktisch, da muss man dem Chef erklären
was man den ganzen Tag gemacht hat.
Handwerker, Bauarbeiter
Stehen schon um 7:00 mit der ersten Pulle da. Als
Azubi lernt man da als erstes "Bier holen". Wehe
um 13:00 kommt noch ein Anruf. Da ist Feierabend,
schließlich muss der angefangene Kasten geleert
werden
Ärzte
Mittwochs golfen. Bei Privatpatienten mal feundlich
lächeln, schließlich kann man den 2,3 fachen
abrechnen. Fehler werden einfach beerdigt. Alle 15
Minuten sich über den Füllungsgrad des Wartezimmers
freuen
Verkäuferin
Stehen rum, lackieren sich die Nägel oder verschütten
Unmengen von Parfüm in den Eingangsbereich der
Kauftempel, damit Ehemänner, die ihre Ehefrauen
begleiten gleich am Eingang tot umkippen und die
holde Gattin in Ruhe einkaufen kann. Leider
aussterbend. Wird durch eine perfekte automatische
Kasse ersetzt.
Nun kann sich jeder nach eigener Berufstellung und
sozialer Stellung schnell ein perfektes Weltbild
auswählen. Hartz IV Empfänger dürfen eine
Mehrfachwahl treffen.
Halloooooooooooooooooo meint:
(27.8.2010 um 16:01) Antworten
Eine Heirat zwischen einer 16-Jährigen und einem 38-Jährigen dürfte eigentlich nur in 2 Fällen eintreten.
- Aufenthaltsgenehmigung
- Geld
Die Sache mit der "Liebe" kennt man aus Filmen, wie z.B. Pretty Woman.
Mit der Realität dürfte das äußerst wenig zu tun haben.
käptn Blaumeise meint:
(27.8.2010 um 16:11) Antworten
"Für jeden angebrochenen Tag Haft gibt's 25 Euro. Der Betrag kann sich verringern, wenn etwa Verpflegungskosten abgezogen werden. Er kann sich aber auch erhöhen, wenn der Betroffene nachweist, dass ihm ein größerer Schaden entstanden ist."
Ist das so?
Bei einem Selbstständigen dürfte nach 15 Monaten ein erkleckliches Sümmchen an Verdienstausfall aufgelaufen sein. Als ich würde mich nicht mit 9600 abspeisen lassen.
Das wäre dann erstmal der Schadensersatz, dann käme noch die Entschädigung wegen Freiheitsentzug dazu.
Kann man sich da nicht auch noch anderswo schadlos halten? Richter, Staatsanwälte privat verklagen?
Nun eventuell steht die Persohn unter Leistungsdruck. Vieleicht kommt es dem Cheff komisch vor wen man in der Woche nur 100 Strafzettel ausschreibt und die Kolegen 3500.
Ich meine soetwas sogar einmal von einer Polizistin gehört zu haben das wen sie Radarfallen aufstelt und das nach einiger Zeit im Radio bekannt ist sie die Position wechselt. Jetzt könnte man natürlich denken das dieses Verhalten darauf beruht das man viele Erwischt. Weit gefehlt. Der Grund war vielmehr eine Auflage des Vorgesetzten der ein bestimtes Soll für den Tag vorraussetzt.
Dexter Morgan meint:
(27.8.2010 um 18:07) Antworten
Bei solchen Geschichten fragt man sich, welchem Beteiligten der größte Teil des "Mitgefühls" / der voyeuristischen Schadenfreude gelten sollte.
Dem Mann in besten Jahren der nach 15 Monaten in den Mühlen der Justiz mit einem Freispruch zweiter Klasse vor dem Scherbenhaufen seiner Existenz steht, weil er glaubte das Glück in Person einer "Frau" gefunden zu haben, die jünger ist, als die Mehrzahl der Töchter seiner Golffreunde? Das mutmaßliche (Nicht-)Opfer, die fern der liebenden und geliebten Familie und Freunde freiwillig in den "Arrest" eines Zeugenschutzprogramms geht, um der Ehehölle im Hause ihres väterlichen Ehemanns zu entkommen?
Oder doch die gutmenschlichen Beamten, die gerade wegen der Vorfreude auf solche Fälle, die ungezählten Stunden in der Bibliothek der juristischen Fakultät, wo man die Objekte der heimlichen Begierde nur verschämt aus der Ferne beobachten durfte, mit Edelmut ertragen haben und eine Anstellung bei der Staatsanwalt anstrebten? Als Rächer im schwarzen Mantel macht man einfach mehr Eindruck auf die Ladies. Wobei letztere imerhin ihre Kleinjungenfantasien ausleben konnten, selbst wenn die Anklage im Arsch ist.
P.S. Genügt diese "schmutzige" Fantasie eigentlich schon den Anforderungen, die an die Verhängung der Sicherheitsverwahrung zu stellen sind?
Redefreiheit meint:
(27.8.2010 um 18:55) Antworten
Bei der Ausstellung von Knöllchen vor Ablauf der Parkzeit ist eher nicht von Einzelfällen auszugehen. Ich habe selbst schon zwei Mal Politessen dabei erwischt. Bei uns gibt es aber nur so Postkarten, keine individualisierten Belege. Daher kam auf Beschwerde nur vom Amtsleiter: "Da hat Ihnen wohl einer seine Benachrichtigung hintern Scheibenwischer gesteckt." Ich: "Klar, ne Politesse. Habe ich fotografiert." Amtsleiter: "Öhh, warten se mal (Tastaturklicker…). Also mit dem Kennzeichen habe ich gar keinen Vorgang." Ich: "Ah, dann war das auf dem Foto entweder die Bürgermeisterin zu Fasching oder das Klickern gerade die Löschtaste?" Amtsleiter: "Äh, also der Fall ist für mich erledigt. Wiederhören!" Klack.
Christian meint:
(27.8.2010 um 19:41) Antworten
Die Knöllchensache ist schon ziemlich lächerlich. Da macht ein Mitarbeiter der Stadt einen Fehler, wo gehobelt wird da fallen Spähne. Natürlich ist das ärgerlich und die Stadt tut gut daran sich für sowas zu entschuldigen. Aber – dann von Willkür und Abzocke zu reden schiesst dann doch weit über das Ziel hinaus. Dann noch die Anspielung darauf das die Stadt das nur als Einzelfall abtut obwohl es keiner wäre (steht da zwischen den Zeilen) … ohne jeden Beleg dafür ausser einem Einzelfall.
Wer im Job noch nie einen Fehler gemacht hat, der werfe den ersten Stein. Vor allem Journalisten sollten da den Ball mal ein wenig flacher halten.
Wenn da was faul ist, wie wäre es mal mit Recherche? Ein bisschen Klinken Putzen. unzufriedene Mitarbeiter der Stadt mal ein/zwei Bierchen austun? Oder lernt man das 2010 nicht mehr? Populistische Artikel ohne Grundlage schreiben – das kann ich auch.
Wieso eigentlich nachweisen? Es ist garantiert ein Schaden entstanden und sei es nur ein psychischer.
Und selbst wenn nicht spätestens mit dem Tritt in die Fresse äh Entschädigung der großzügigen "Entschädigung" inkl. Abzüge der "Unkosten" wird einer entstehen.
Das ganze ist doch eine Frechheit da wird jemandem ein Teil des Lebens gestohlen und was passiert? Man wird mit einem lächerlichen Betrag abdeckt der nicht mal bei einem Arbeitslosen alle Kosten abdecken würde. Schließlich muss man sich noch eine neue Wohnung suchen und eine eingelagerten Möbel abholen. Oder zahlt der Staat die Miete bis zur Freilassung?
Wenn man großes Glück hat darf man sich auch neue Freunde suchen und die Ex auf das Sorgerecht verklagen.
FIRST! (Das wollte ich schon immer mal machen!)
Letzter Satz vom letzten Link:
"Und der Stadtsprecher ergänzt: Bei solchen Fehlern handele es sich um Einzelfälle."
Wie sollte es auch anders sein? Wer gibt schon ohne Not ein systemisches Versagen zu? Seit den Links hier auf Lawblog zum Thema "Einzelfälle, bedauerliche Einzelfälle" bin ich für diese Phrase sensibilisiert.
Das erinnert mich an die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, da bin ich auch immer wieder gespannt auf die neuen "Einzelfälle", die eine weitere Dekade nach dem letzten "Missbrauchskandal" an's Licht der Öffentlichkeit kommen…
Öhm wie krass ist denn bitte der typ der unschuldig im knast saß?
rechnet mal zurück, also entweder bin ich total bescheuert oder der kerl hat mir 38 die dame geheiratet als sie 16 (!!) war.
was erwartet der denn bitte?
Nur knapp 10.000 für 1 Jahr in Haft? Kann man da nicht noch mehr bekommen gerade als Selbständiger hat man da schnell seine Existenz verloren.
das sollten imho 25€ stundenlohn sein für unschuldig eingesperrte… und da er 24 stunden am tag eingesperrt ist eben für diese 24 stunden.
vma darf er (muss eigentlich?) davon dann noch einkommenssteuer zahlen.
Was ich bei Haftentschädigungen noch nicht verstanden habe sind die Abzüge für Unterkunft, Verpflegung und Betreuung. Werden diese eigentlich immer fällig oder nur in speziellen Fällen? Gibt es außerdem auch noch eine Betreuung, die bei der Wiedereingliederung ins gesellschaftliche Leben helfen? Oder gibt es das nur für schuldige Verbrecher?
Im Netz findet man dazu leider nicht wirklich Antworten.
@Dudeldudel?
Was haben Sie an einer Hochzeit mit 16 (!!) auszusetzen? Das deutsche Recht jedenfalls nichts…
Zur Haftentschädigung habe ich mich gerade gefragt, ob dann eigentlich jeder Arbeitnehmer, der mehr als knapp 10.000€ im Jahr verdient, einen höheren Schaden nachweisen kann?
Und wie ist das mit dem Job? Ist der wie bei Elternzeit sicher, oder könnte ein Chef einem Mitarbeiter während der U-Haft einfach kündigen?
Wenn man unschuldig in Haft sitzt, wie funktioniert das eigentlich mit den Rentenansprüchen?
Schließlich kann man ja nichts dafür dass man nichts verdient und demzufolge auch nichts einzahlt.
@dudeldudel:
Geht's nicht noch flacher?
Man mag über Ehen mit großem Altersunterschied denken was man will – aber ihre Aussage ist wohl das Hinterletzte.
Der Mann ist also selber schuld, daß er falsch beschuldigt wurde?
der typ, der den strafzettel bekommen hat, hätte sich nicht beschweren sollen, sondern gleich strafanzeige wegen Gebührenüberhebung, Betrug, ö.a.(weiß nicht, was da in Betracht kommt, bin kein Rechtsgelehrter) erstatten, denn eine Aussage wie: war ein Versehen, darf in solch einem Fall nicht gelten, dass ist der Beruf der Leute, den die da ordnungsgemäß ausführen sollen.
"Oh ich hab einen Menschen überfahren/ihn niedergeschlagen/abgestochen" -> "war nur ein Versehen, 'tschludigung"
PS : klar, man kann mal Fünfe grade stehen lassen. Aber in so einem Fall muss man doch per default davon ausgehen, dass das kein Einzelfall ist und die das aus Faulheit oder so tun.
@SwENSkE: "Was erwartet der denn bitte?" bezog sich vielleicht auf den Vorworf des Herrn, dass seine Frau ihn nur für eine Aufenthaltsgenehmigung oder wie das Ding heißt geheiratet hätte. Sehe ich übrigens genau so, keine normale 16-Jährige heiratet einen normalen 38-Jährigen. Normal soll hier keine Norm, sondern einen Durchschnitt bedeuten.
welchen zweck hat eine uhaft in so einem fall überhaupt?
Wie ist der weltrecord für Uhaft in DE?
Immer noch die 5 Jahre die Teufel unschuldig in Uhaft gesessen hat?
nw auf jeden fall wird der record ein politischer Häftling sein.
mfg
yb
@yah bluez:
Ein Satz für die Galerie:
"Wie ist der weltrecord für Uhaft in DE?"
@elmar:
Bei Bematen oder Angestellten des öffentlichen Dienstes möchten Sie also auf den erforderlichen Tatvorsatz verzichten.
und Ihgr Vergleich ist schon deshalb daneben, weil es auch den Tatbestand der fahrlässige Tötung gibt.
Und es ist natürlich soooo unwahrscheinlich, dass der Mitarbeiter des Ordnungsamtes die Uhrzeit auf dem Parkschein falsch abgelesen hat. Immerhin hat die Betroffene ja einen solchen, mit der Sie auch – wie geschehen – nachweisen kann, dass sie die Parkgebühr entrichtet hat und die Parkzeit zum Zeitpunkt der Ausstellung des Knöllchens noch nicht abgelaufen war. Diese Uhrzeit war im Übrigen auch korrekt angegebn.
Man könnte sich auch die Frage stellen, welchen Vorteil sollte der Mitarbeiter des Ordnungsamtes denn bitte schön davon haben, falsche Verwarnungen auszusprechen?
@elmar:
Sehe ich auch so. Ich und sie ja wohl auch mache schliesslich niemals einen Fehler, also können wir doch wohl eine Nullprozentige Fehlerquote auch von anderen erwarten.
Wo kommen wir den dahin, wenn alle als Menschen behandelt werden und man ihnen zusteht das sie mal einen Fehler machen?
Mich würde mal interessieren, ob alle, die hier die Ordnungsamtmitarbeiter am liebsten der Sicherungsverwahrung zuführen wollen, in ihrem eigenen Job IMMER ohne Fehl und Tadel sind. Sofern ein Job ausgeübt wird….
Und nein, ich bin kein Ordnungsamtmitarbeiter, aber man sollte die Kirche im Dorf lassen.
Ganz klar das bei der Masse von Ordnungsamtmitarbeiter in D einfach erheblich mehr passiert, als bei der Masse der sagen wir der Goldschürfer
Dachte Ordnungsamt und Goldschürfen sei synonym.
@marcus05:
Nööö, denke beim Ordnungsamt wird mehr "herausgeholt"
Allerdings ging es ja um die Mitarbeiter nicht um den Geschäftszweck
Es ist schon nett, dass die Hilfspolizisten Hipos genannt werden. Dann verteilen in Sabrücken also Happy Hipos jetzt Überraschungseier.
Man kann jetzt zudem noch spekulieren, ob es vielleicht konkrete Vorgaben gemacht wurden, wieviele Parksünder so ein Happy Hipo am Tag zu erwischen hat.
Schließlich gab es dies auch schon bei der Polizei.
Anders
Zum Verwarnungsgeld:
"Ticket"wurde fälschlicher Weise ausgestellt. Der Verwarnte hat sich das zurecht nicht gefallen lassen. Das Amt hat prompt und korrekt reagiert und "eingestellt".
Wo also ist die Nachricht? Aber ein bischen rumbashen tut einigen Frustrierten hier ja scheinbar immer gut. So man kann nun dem "HIPO" mal schnell Vorsatz und Böswilligkeit unterstellen. Wahrscheinlich hätte er sich auch noch persönlich am Verwarnungsgeld bereichert.
Gruß
Stefan
zu: Knöllchen aus der Zukunft.
Ach was bin ich doch froh, daß ich unfehlbar bin und weder privat noch beruflich je auch nur den kleinsten Fehler gemacht habe. Auf irgendeinem Parkzettel eine falsche Uhrzeit abzulesen könnte mir niiiiie passieren. Völlig unbegreiflich sowas. Oder so…
Denke es wird Zeit, hier mal so die Vorurteile zu den
Berufsgruppen zusammen zu fassen.
Öffentlicher Dienst
Schleppen den ganzen Tag nur Kaffeetassen von der
Kaffeeküche ins Büro Stehen jeden Morgen mit dem
Gedanken auf, wen sie heute am meisten Schwierigkeiten
machen können. Werden alle nach B bezahlt
Verwaltung nicht öffentlicher Dienst
Sind viel besser organisiert als der öffentl. Dienst.
Können darum ganzen Tag feiern, stellen das Telefon auf
den Anrufbeantworter um. Nur gegen Abend wird es
hecktisch, da muss man dem Chef erklären
was man den ganzen Tag gemacht hat.
Handwerker, Bauarbeiter
Stehen schon um 7:00 mit der ersten Pulle da. Als
Azubi lernt man da als erstes "Bier holen". Wehe
um 13:00 kommt noch ein Anruf. Da ist Feierabend,
schließlich muss der angefangene Kasten geleert
werden
Ärzte
Mittwochs golfen. Bei Privatpatienten mal feundlich
lächeln, schließlich kann man den 2,3 fachen
abrechnen. Fehler werden einfach beerdigt. Alle 15
Minuten sich über den Füllungsgrad des Wartezimmers
freuen
Verkäuferin
Stehen rum, lackieren sich die Nägel oder verschütten
Unmengen von Parfüm in den Eingangsbereich der
Kauftempel, damit Ehemänner, die ihre Ehefrauen
begleiten gleich am Eingang tot umkippen und die
holde Gattin in Ruhe einkaufen kann. Leider
aussterbend. Wird durch eine perfekte automatische
Kasse ersetzt.
Nun kann sich jeder nach eigener Berufstellung und
sozialer Stellung schnell ein perfektes Weltbild
auswählen. Hartz IV Empfänger dürfen eine
Mehrfachwahl treffen.
@a.n:
Da stimme ich mit Ihnen überein.
Eine Heirat zwischen einer 16-Jährigen und einem 38-Jährigen dürfte eigentlich nur in 2 Fällen eintreten.
- Aufenthaltsgenehmigung
- Geld
Die Sache mit der "Liebe" kennt man aus Filmen, wie z.B. Pretty Woman.
Mit der Realität dürfte das äußerst wenig zu tun haben.
"Für jeden angebrochenen Tag Haft gibt's 25 Euro. Der Betrag kann sich verringern, wenn etwa Verpflegungskosten abgezogen werden. Er kann sich aber auch erhöhen, wenn der Betroffene nachweist, dass ihm ein größerer Schaden entstanden ist."
Ist das so?
Bei einem Selbstständigen dürfte nach 15 Monaten ein erkleckliches Sümmchen an Verdienstausfall aufgelaufen sein. Als ich würde mich nicht mit 9600 abspeisen lassen.
Das wäre dann erstmal der Schadensersatz, dann käme noch die Entschädigung wegen Freiheitsentzug dazu.
Kann man sich da nicht auch noch anderswo schadlos halten? Richter, Staatsanwälte privat verklagen?
@Sebastian C.:
Sie fragen nach einem Vorteil
Nun eventuell steht die Persohn unter Leistungsdruck. Vieleicht kommt es dem Cheff komisch vor wen man in der Woche nur 100 Strafzettel ausschreibt und die Kolegen 3500.
Ich meine soetwas sogar einmal von einer Polizistin gehört zu haben das wen sie Radarfallen aufstelt und das nach einiger Zeit im Radio bekannt ist sie die Position wechselt. Jetzt könnte man natürlich denken das dieses Verhalten darauf beruht das man viele Erwischt. Weit gefehlt. Der Grund war vielmehr eine Auflage des Vorgesetzten der ein bestimtes Soll für den Tag vorraussetzt.
Bei solchen Geschichten fragt man sich, welchem Beteiligten der größte Teil des "Mitgefühls" / der voyeuristischen Schadenfreude gelten sollte.
Dem Mann in besten Jahren der nach 15 Monaten in den Mühlen der Justiz mit einem Freispruch zweiter Klasse vor dem Scherbenhaufen seiner Existenz steht, weil er glaubte das Glück in Person einer "Frau" gefunden zu haben, die jünger ist, als die Mehrzahl der Töchter seiner Golffreunde? Das mutmaßliche (Nicht-)Opfer, die fern der liebenden und geliebten Familie und Freunde freiwillig in den "Arrest" eines Zeugenschutzprogramms geht, um der Ehehölle im Hause ihres väterlichen Ehemanns zu entkommen?
Oder doch die gutmenschlichen Beamten, die gerade wegen der Vorfreude auf solche Fälle, die ungezählten Stunden in der Bibliothek der juristischen Fakultät, wo man die Objekte der heimlichen Begierde nur verschämt aus der Ferne beobachten durfte, mit Edelmut ertragen haben und eine Anstellung bei der Staatsanwalt anstrebten? Als Rächer im schwarzen Mantel macht man einfach mehr Eindruck auf die Ladies. Wobei letztere imerhin ihre Kleinjungenfantasien ausleben konnten, selbst wenn die Anklage im Arsch ist.
P.S. Genügt diese "schmutzige" Fantasie eigentlich schon den Anforderungen, die an die Verhängung der Sicherheitsverwahrung zu stellen sind?
Bei der Ausstellung von Knöllchen vor Ablauf der Parkzeit ist eher nicht von Einzelfällen auszugehen. Ich habe selbst schon zwei Mal Politessen dabei erwischt. Bei uns gibt es aber nur so Postkarten, keine individualisierten Belege. Daher kam auf Beschwerde nur vom Amtsleiter: "Da hat Ihnen wohl einer seine Benachrichtigung hintern Scheibenwischer gesteckt." Ich: "Klar, ne Politesse. Habe ich fotografiert." Amtsleiter: "Öhh, warten se mal (Tastaturklicker…). Also mit dem Kennzeichen habe ich gar keinen Vorgang." Ich: "Ah, dann war das auf dem Foto entweder die Bürgermeisterin zu Fasching oder das Klickern gerade die Löschtaste?" Amtsleiter: "Äh, also der Fall ist für mich erledigt. Wiederhören!" Klack.
Die Knöllchensache ist schon ziemlich lächerlich. Da macht ein Mitarbeiter der Stadt einen Fehler, wo gehobelt wird da fallen Spähne. Natürlich ist das ärgerlich und die Stadt tut gut daran sich für sowas zu entschuldigen. Aber – dann von Willkür und Abzocke zu reden schiesst dann doch weit über das Ziel hinaus. Dann noch die Anspielung darauf das die Stadt das nur als Einzelfall abtut obwohl es keiner wäre (steht da zwischen den Zeilen) … ohne jeden Beleg dafür ausser einem Einzelfall.
Wer im Job noch nie einen Fehler gemacht hat, der werfe den ersten Stein. Vor allem Journalisten sollten da den Ball mal ein wenig flacher halten.
Wenn da was faul ist, wie wäre es mal mit Recherche? Ein bisschen Klinken Putzen. unzufriedene Mitarbeiter der Stadt mal ein/zwei Bierchen austun? Oder lernt man das 2010 nicht mehr? Populistische Artikel ohne Grundlage schreiben – das kann ich auch.
@käptn Blaumeise:
Wieso eigentlich nachweisen? Es ist garantiert ein Schaden entstanden und sei es nur ein psychischer.
Und selbst wenn nicht spätestens mit dem Tritt in die Fresse äh Entschädigung der großzügigen "Entschädigung" inkl. Abzüge der "Unkosten" wird einer entstehen.
Das ganze ist doch eine Frechheit da wird jemandem ein Teil des Lebens gestohlen und was passiert? Man wird mit einem lächerlichen Betrag abdeckt der nicht mal bei einem Arbeitslosen alle Kosten abdecken würde. Schließlich muss man sich noch eine neue Wohnung suchen und eine eingelagerten Möbel abholen. Oder zahlt der Staat die Miete bis zur Freilassung?
Wenn man großes Glück hat darf man sich auch neue Freunde suchen und die Ex auf das Sorgerecht verklagen.