8.9.2010

Um Geld ist es nicht gegangen

Das Bundeskriminalamt und Politiker werden nicht müde, den angeblichen Millionen- oder gar Milliardenmarkt für Kinderpornografie zu beschwören. Angeblich wird mit dem gefilmten Missbrauch von Kindern unglaublich viel Geld verdient.

Im Beitrag “Die Legende von der Kinderpornoindustrie” hatte ich schon einmal dargestellt, wie selten es in Ermittlungsverfahren wegen Kinderpornografie Hinweise darauf gibt, dass jemand mit dem Material Geld verdient.

Heute begann in Darmstadt ein Prozess, in dem es gegen die mutmaßlichen Köpfe eines veritablen Kinderporno-Rings geht. Sie sollen Adminstratoren in einem Netzwerk gewesen sein, das über Jahre einschlägiges Material vertrieben hat. Das gesamte System soll konspirativ angelegt gewesen sein. Sogar vor Google habe man sich abgeschottet, erklärte der zuständige Staatsanwalt laut Spiegel online der staunenden Gerichtsöffentlichkeit. Die Server seien auch nur durch direkte Adresseingabe erreichbar gewesen.

Neue Mitglieder hätten sich als zuverlässig beweisen müssen, indem sie selbst Material besteuerten. Je mehr der jeweilige Nutzer selbst auf den Servern ablegte, desto freier habe er sich an dem vorhandenen Material bedienen können.

Trotz der offenbar ausgefeilten Organisation stehe aber eines fest:

Um Geld sei es allerdings nicht gegangen.

Welche Überraschung.

48 Kommentare zu “Um Geld ist es nicht gegangen”

  1. Goofy meint: (8.9.2010 um 17:04) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter,

    Um Kinderpornographie ist es bei der Internetzensur allerdings doch gar nicht gegangen.

    Da draussen gibt es einen Milliardenmarkt an freier politischer Meinungsaeusserung. Der gefaehrdet unsere lobbyistisch-semi-aristokratische Grundordnung und den Bonzenbonus bei den Politikern. Und ausserdem muss wikileaks weg.

    Darum ist es gegangen.

  2. Horst meint: (8.9.2010 um 17:08) AntwortenReply to this comment

    "Sogar vor Google habe man sich abgeschottet" – und solche perversen Sachen haben die Zeitungsverleger auch vor!?

  3. Kaboom meint: (8.9.2010 um 17:09) AntwortenReply to this comment

    Bloße IP ohne Nameservereintrag und ein robot.txt das den Crawler wegschickt?

  4. WhiteWolf meint: (8.9.2010 um 17:11) AntwortenReply to this comment

    "Sogar vor Google habe man sich abgeschottet" – Und dabei findet man doch wenn man "Baby" "Kind" oder Ähnliches in Google eingibt sofort zufällig Kinderpornoseiten…

    Tsktsk, nichtmal an EINFACHSTE Regeln im Netz können sich diese Menschen halten, doofer rechtsfreier Raum… :D

  5. JDS meint: (8.9.2010 um 17:21) AntwortenReply to this comment

    Also, eine robots.txt anzulegen und damit Google et alii auszusperren, zeigt von enormen technischen Fähigkeiten und beweist somit eine hohe kriminelle Energie!

  6. asdas meint: (8.9.2010 um 17:22) AntwortenReply to this comment

    Und um in den Ring aufgenommen zu werden, um diesen zu sprengen, haben die Ermittlungspersonen auch was hochgeladen?

  7. Snickerman meint: (8.9.2010 um 17:24) AntwortenReply to this comment

    Zukünftig sollen die Ermittler genau das dürfen (wenn es nach Ziercke vom BKA geht), nämlich entsprechendes Material einstellen und straflos auch anfordern…

  8. kramer meint: (8.9.2010 um 17:24) AntwortenReply to this comment

    @asdas: natürlich … man muss ja beweise sammeln und material verfügt man ja dank zuverlässiger quellen genug

  9. Helling meint: (8.9.2010 um 17:26) AntwortenReply to this comment

    Aber wenn das Material "besteuert" wurde, muss es doch um Geld gegangen sein !? ;-)

  10. Snickerman meint: (8.9.2010 um 17:27) AntwortenReply to this comment

    Bis auf einen Fall von mehrfachem Missbrauch wird weiter nichts berichtet, woher haben die dann die Dateien?
    Ich dachte, solche Ringe stellen das Material selber her?

  11. gant meint: (8.9.2010 um 17:56) AntwortenReply to this comment

    Wegen des Bankgeheimnisses wird er ja jetzt auch nicht erklären brauchen, woher die etlichen Milliarden Euro auf seinem Konto stammen.
    ;(

  12. Timo Reitz meint: (8.9.2010 um 18:06) AntwortenReply to this comment

    Ist nicht bei Filesharing nicht auch immer ganz schnell das Terrain des privaten Umfangs überschritten?

    Kinderpornografische Schriften stellen doch für diese Leute einen Wert dar, insofern hatten sie geldwerte Vorteile, ergo war es ein kommerziell betriebener Kinderpornoring, alle Beteiligten sind als gleichanteilig Geschäftsführende schuldig zu sprechen.

    Wie viele Rechtsgebiete habe ich zusammengewürfelt und wie unsinnig verschiedene Gesetze bzw. meine kruden Interpretationen vermengt? Würde es schon für eine BDK*-Pressemeldung reichen?

    *Bund Deutscher Kriminalbeamter – Nicht, dass mir jemand mit den Klavierbauern kommt!

  13. Axel John meint: (8.9.2010 um 18:08) AntwortenReply to this comment

    Um Geld sei es allerdings nicht gegangen.

    Na also. Dann ist die Vergewaltigung von Säuglingen gleich viel harmloser. Es finden sich bestimmt Anwälte, die das deshalb als frühkindliche Erlebnispädagogik definieren.

  14. Von-Links-nach-Rechts-Leser meint: (8.9.2010 um 18:19) AntwortenReply to this comment

    @13 (Axel John): Womöglich hast Du die politische Diskussion der letzten beiden Jahre nicht mitbekommen. Da wurden von Sperrbefürwortern unter anderem immer behauptet, dass mit Kinderpornografie Milliarden verdient würden. Und um diese "Industrie" und diesen "Markt" zu bekämpfen bräuchte man Sperren. Das ist aus vielen Gründen Quatsch und Löschen und Täter verfolgen die sehr viel sinnvollere Lösung. Unter anderem ist die Forderung aber auch deshalb Unsinn, weil die Existenz eines millardenschweren Marktes einfach eine Hirngespinst ist. Oder womöglich sogar eine bewusste Lüge.

  15. Unwissender meint: (8.9.2010 um 18:24) AntwortenReply to this comment

    Wie konnten die Beamten den Server dann ohne Google finden ?

  16. Von-Links-nach-Rechts-Leser meint: (8.9.2010 um 18:27) AntwortenReply to this comment

    Spekulation, aber viel Fantasie braucht man dafür eigentlich nicht: Sie könnte zum Beispiel wegen anderer Hinweise einem Pädophilen auf die Spur gekommen sein und dabei zufällig auf dieses Netzwerk gestoßen sein. Eine von vielen Möglichkeiten…

  17. Spinnzessin meint: (8.9.2010 um 18:33) AntwortenReply to this comment

    @Timo Reitz:

    Und eine Abmahnung wegen fehlendem Impressum ist bestimmt auch noch drin :-).

  18. christian meint: (8.9.2010 um 19:11) AntwortenReply to this comment

    @Axel John:
    Es geht hier nicht darum dass Vergewaltigung eines Säuglings harmloser ist.. Btw. ist das tauschen von solchen Bildern auch nicht mit der eigentlich Tat zu vergleichen.. auch wenn es krank ist sich sowas "reinzuziehen"

  19. christian meint: (8.9.2010 um 19:26) AntwortenReply to this comment

    @Von-Links-nach-Rechts-Leser:
    Es gibt viele Möglichkeiten.. die Wahrscheinlichste halte ich aber , dass bei einem der zwei Angeklagten die zusätzlich wegen Kindesmißbrauch verurteilt sind wohl eines der Opfer das Schweigen gebrochen hat.
    Immerhin hat einer wohl 20 Kinder selbst Mißbraucht.. ein Verdachtsfall reicht , und dabei wird sicher gleich der Rechner mitgenommen

  20. Martin_mb meint: (8.9.2010 um 21:05) AntwortenReply to this comment

    Oberstaatsanwalt Franosch: "Die Treffpunkte konnten selbst mit Suchmaschinen wie Google nicht gefunden werden."

    Es ist immer wieder herrlich zu lesen, wenn Leute mit nur einem Satz ihre vollkommene technische Unbedarftheit offenlegen, ohne es selbst zu merken oder gar zu wollen…

    Naja, Strom kommt ja auch aus der Steckdose, Milch aus Tetra-Paks, Dieter Bohlen macht Musik und Google bildet "das Internet" ab.

    Mein Vorschlag: Statt Geld für Sperrinfrastruktur auszugeben sollte man die Kohle vielleicht für Aus- und Weiterbildung geeigneter Schwerpunktstaatsanwaltschaften verwenden. Wäre sinnvoller. Sofern es denn tatsächlich um die Kinder geht…

  21. a.n meint: (8.9.2010 um 21:17) AntwortenReply to this comment

    @Axel John: Ich glaube nicht, dass die Strohmänner Ihnen antworten werden.

  22. Bernd Paysan meint: (8.9.2010 um 21:18) AntwortenReply to this comment

    @Martin_mb: Bei den allerwenigsten Missbrauchsfällen sind Bilder im Spiel. Und der Missbrauch selbst ist im Gegensatz zum Hype kein wirklich häufiger Delikt.

    Es geht hier nur um die Ausnützung des Ekels vor derartigen Bildern zu ganz anderen Zwecken – die Zensurinfrastruktur muss doch wegen den bösen Raubkopien her.

  23. moe meint: (8.9.2010 um 21:52) AntwortenReply to this comment

    @a.n: Welche Strohmaenner? Habe irgendwie gerade den Faden verloren…

  24. FlyingT meint: (8.9.2010 um 22:19) AntwortenReply to this comment

    @Unwissender:

    Wie wäre es mit nem Anonymen Tipp ? also ist jetzt nur ne Vermutung, weil es so im Artikel steht

  25. RADOK (RD) meint: (8.9.2010 um 22:58) AntwortenReply to this comment

    Neue Mitglieder hätten sich als zuverlässig beweisen müssen, indem sie selbst Material besteuerten. Je mehr der jeweilige Nutzer selbst auf den Servern ablegte, desto freier habe er sich an dem vorhandenen Material bedienen können.

    Genauso lief das schon vor 20 Jahren – damals nur im Usenet.
    Es hat sich also nichts geändert, wen wundert's.
    Nur unsere Politiker (und Medien) verbreiten weiterhin den Unsinn vom Millionenmarkt und auf Bestellung geliefertem Material.
    Aber unsere Medien verbeiten ja auch gerne das Bild, daß man seine Kinder nicht mehr sicher auf die Straße schicken könne. Dabei weiß jeder, der sich mit den Fakten beschäftigt, daß die Fallzahlen bzgl. sexuellen Mißbrauchs seit Jahren rückläufig sind. Wahrscheinlich wären die Kinder auf der Straße sogar sicherer – schließlich passieren die allermeisten Fälle im familiären Umfeld.
    Und nebenbei bemerkt – bei ermordeten Kindern ist in über 90% der Fälle die eigene Mutter die Täterin.

  26. tobi_da meint: (9.9.2010 um 00:22) AntwortenReply to this comment

    Der Artikel in Spiegel online (bzw. die darin enthaltenen Aussagen) zeugt nicht von besonderer technischer Fachkenntnis.
    Auch mag die Feststellung, dass es nicht um wirtschaftliche Vorteile ging, richtig sein.
    Allerdings, vor dem Hintergrund des Tatvorwurfs, nämlich dem Missbrauch von Säuglingen bzw. deren bildlichen Wiedergabe, erscheinen mir diese Frage irrelevant. Ich finde es unanständig und falsch die Arbeit der Staatsanwaltschaft und der Gerichte wegen solcher Dinge zu relativieren oder lächerlich machen zu wollen. Ich bin vielmehr sehr dafür und froh, dass die Justiz sich solchen Tätern annimmt und wenn diese – im Falle der Feststellung ihrer Schuld in einem rechtsstaatlichen Verfahren – langfristig und nachhaltig von unserer Gesellschaft fern gehalten werden.

  27. Kai meint: (9.9.2010 um 00:44) AntwortenReply to this comment

    @Axel John:
    Säuglinge? Vergewaltigung?

    Hmmm. Ich glaube, ich muss meine Kristallkugel besser putzen, ich habe da im Fall wohl was übersehen, was da nicht stand. ;)

  28. Halloooooooooooooooo meint: (9.9.2010 um 03:04) AntwortenReply to this comment

    Zum Thema Millionenmarkt:

    Ich würde sagen, Millionenmarkt ja, aber nicht für "Kinderpornographie", sondern für die sogennanten Child-Model-Posenbilder(unnatürlich geschlechtsbetonte Körperhaltung) Bilder, aber auch nicht mehr heutzutage, sondern eher so in den Jahren 2002,2003,2004 und 2005.

    Solche Bilder werden heutzutage kaum noch hergestellt. Es gab viele solcher Modelfirmen, hauptsächlich in Russland, Japan oder USA.

    Auch in Deutschland gab es einige solcher Model-Firmen, allerdings auch nicht besonders lange, denn im Jahr 2003 wurde beim deutschen Jugendschutz der Passus mit der "unnatürlichen geschlechtsbetonten Körperhaltung" eingeführt.

    Zwar wurde der §184b und auch der §184c im Jahr 2008 überarbeitet, allerdings betreffen die Veränderungen nur ein ganz kleinen Teil der Posenbilder, nämlich die pornographischen, die seitdem auch strafbar sind.

    In Japan z.B. wurden im Jahr 2006 mehr als 3 Millionen Bände von der Modelfirma Junior Idols verkauft.
    search.japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20070503f1.html

    Wenn ich mich richtig erinnere, bezog sich Frau von der Leyen auf Zahlen von einem Bericht der UN.

    Diesen Bericht habe ich auch gelesen und dort wurden auch die ganzen "legalen" Child-Model(Posenbilder) Seiten als Kinderpornographie gewertet.

    Sie hat also möglicherweise richtige Zahlen verwendet, allerdings zu einem falschen Thema.

    Denn der §184b oder der §184c hatte in diese Hinsicht nichts mit dem zu tun, was die UN darunter versteht.

    Im Usenet oder bei den Torrentseiten sind diese ganzen Modelbilder auch immer ziemlich populär, allerdings sind diese Bilder auch 5 oder 6 Jahre alt oder noch älter.

    Es kann sein, dass heutzutage auch noch solche Bilder hergestellt werden, aber nicht mehr in so einem Maße, wie das vor 5 oder 6 Jahren der Fall war.

    Ein Millionenmarkt weltwei(insgesamt z.B. 1 Millionen € Gewinn), also nicht auf ein Land bezogen, ist im übrigen ja auch nicht viel.

    Ich weiß nicht, ob es das heute noch gibt, vermutlich eher weniger, aber viel ist das natürlich nicht und mit Kinderpornographie hat das alles überhaupt nichts zu tun und da mache ich nun Frau Von der Leyen einen Vorwurf, dass sie Zahlen nutzt, die mit dem §184b überhaupt nichts zu tun haben.

  29. Neuling meint: (9.9.2010 um 08:07) AntwortenReply to this comment

    @Kaboom: #

    Sie wissen aber schon, dass Sie sich mit diesem Fachwissen jetzt enorm verdächtig gemacht haben … :-)

  30. Neuling meint: (9.9.2010 um 08:15) AntwortenReply to this comment

    @RADOK (RD):

    Im Usenet (http://groups.google.com/groups/dir?) musste man etwa in sci.electronics.components oder de.rec.heimwerken selbst etwas einstellen, um dort mehr Zugriff zu bekommen? Ich staune …

    Offenbar war das Usenet, das ich vor 20 Jahren nutzte, ein anderes als das ihre.

  31. cccpunk meint: (9.9.2010 um 09:09) AntwortenReply to this comment

    Hier hat @christian: Und wie steht es mit den Menschen, die sich auf diversen Video-Portalen am Leid und Sterben anderer Menschen ergötzen und sich ihren Kick holen?

    "Gesichter des Todes", Attentate, Selbstmordanschläge, Amokläufe, Krieg, Boulevard-Nachrichten, Brisant, Hallo Deutschland, BILD-Zeitung, …

    Zudem habe ich den Eindruck, dass Filme wie die SAW-Reihe sehr beliebt sind. Immer krasser, immer härter, immer verrückter, immer kränker muss es sein.

    Ich möchte feststellen, dass ich keinen Unterschied zwischen Leute sehe, die Kinderpornos als krank bezeichnen und sich diese auch nicht angucken würden, aber kein Problem damit haben, sich an oben genannten Dingen zu ergötzen (damit bist nicht zwangsläufig Du gemeint, Christian – soll sich jeder und jede angesprochen fühlen, wer dafür in Frage kommt).

  32. MNB meint: (9.9.2010 um 09:35) AntwortenReply to this comment

    @tobi_da:

    Du stellst den falschen Bezug her. Wie bereits ein Vorredner festhielt: Deine wirtschaftlichen Vorteile werden als Grund für die sog. Internetsperren genannt. Und dafür (!) gibt es diesen Grund eben nicht. Es geht um das Andenhaarenherbeiziehen von Gründen, um die politische gewollte Internetzensurstruktur doch noch einzuführen. Und diese Scheingründe dürfen nicht unwidersprochen bleiben.

  33. Von-Links-nach-Rechts-Leser meint: (9.9.2010 um 10:57) AntwortenReply to this comment

    @tobi_da: Das hier ist ein Blog, der sich mit Recht beschäftigt. Und der sich in der Vergangenheit auch mit der Frage der Sinnhaftigkeit und Rechtmäßigkeit von Internetsperren beschäftigt hat.

    Dass Kindesmissbrauch ein abscheuliches Verbrechen ist, das sehen hoffentlich alle Menschen genauso. In diesem Blog ist das auch keine neue Erkenntnis. Wir beenden dann an diesem Punkt aber nicht das Gespräch, sondern unterhalten uns darüber, ob Internetsperren ein sinnvoller oder ein schädlicher Beitrag in der Bekämpfung von Kindesmissbrauch ist. Gerade weil das Verbrechen so schlimm ist, muss man es effektiv bekämpfen. Und darf sich nicht mit Stoppschildern vor Kameras stellen und dann so tun als wäre das Problem gelöst. Im Gegenteil, zum Beispiel können solche Sperren Täter sogar vorwarnen.

  34. www meint: (9.9.2010 um 11:08) AntwortenReply to this comment

    Die Disukussion ist so endlos wie langweilig. Alle Argumente wurden ausgetauscht und die (vermeintlichen) Fakten vorgelegt.

    Und wer glaubt, dass wir in 10 Jahren noch ein "freies Internet" haben wie wir es heute kennen, der verkennt dass sich die Machthaber nicht mehr so lange von einem nahezu unkontrollierbaren Medium auf der Nase rumtanzen lassen. China macht es vor und "wir" werden folgen – ob freiwillig oder nicht.

  35. John Doe meint: (9.9.2010 um 11:22) AntwortenReply to this comment

    http://www.wikileaks.org/wiki/Einblicke_in_die_Kinderpornoszene

    mehr oder weniger vertrauenswürdige Quelle…

  36. Jonas meint: (9.9.2010 um 16:11) AntwortenReply to this comment

    Zitat Spiegel Online:

    '"Das waren keine harmlosen Nacktbildchen", sagte Franosch. Die sichergestellten Dateien seien "unvorstellbar hart". Die Opfer: Säuglinge, Kinder und Jugendliche. Die sexuellen Handlungen reichten bis hin zu Masturbation und Geschlechtsverkehr.'

    Hier zeigt sich einmal mehr, wie problematisch es ist, Jugendpornografie in einen Topf zu werfen mit Kinderpornografie. Letztere ist zwar zu recht schwer geächtet… aber lassen wir uns doch mal dies auf der Zunge zergehen: Bilder von onanierenden und kopulierenden Jugendlichen sind also "unvorstellbar hart"… [ironie] erstens verbringt die große Mehrheit dieser Altersgruppe fast ihre ganze Jugend ausschließlich damit [/ironie], und zweitens… daß Bilder hiervon 35 Jahre legal waren, das haben wohl die einschlägigen Medien inzwischen tunlichst verdrängt und vergessen.

    Selbst der Spiegel schloss sich im übrigen 2007 noch dem kollektiven Aufschrei an, als die Kriminalisierungspläne das erste Mal groß publik wurden:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,522396,00.html

    Es geht mir nicht darum, "Jugendpornografie" wieder zu legalisieren so wie sie vorher war, ich denke, die "Privatklausel" von §184c ist schon grundsätzlich in Ordnung, wenn auch zu eng gefaßt in der gegenwärtigen Version… sie sollte alle Umstände erfassen wo einvernehmlich im privaten Rahmen ohne Verbreitungsabsicht solche Aufnahmen gemacht werden, aber eine klare Grenze zur gewerbsmäßigen Veröffentlichung ziehen ebenso wie zu Personen die de facto nachweislich über 18 sind… aber der jetzige Spiegel Online-Artikel offenbart wieder einmal, zu was für einer Wahrnehmungsverzerrung und Pauschalisierung es geführt hat, jugendliche Sexualität so zu kriminialisieren. Im vorliegenden Fall haben zwar die jugendpornografischen Bilder den Rahmen dessen verlassen, den meiner Meinung nach der §184c stecken und erlauben sollte. Aber es geht hier ums Prinzip. Daß suggeriert wird, jugendliche Sexualität sei etwas schmuddeliges oder sogar latent illegales.

  37. Anders meint: (9.9.2010 um 16:26) AntwortenReply to this comment

    @Axel John:

    Sehr lustig! Ein echter Axel John!

    Ich hoffe Sie legen noch so ein paar Brüller und Schenkelklopfer nach.

    Anders

  38. christian meint: (9.9.2010 um 20:01) AntwortenReply to this comment

    @cccpunk:
    Wobei man unterscheiden muss welche Quelle diese gewalt Bilder haben.. Horrorfilme etc. sind ja ohne echtes Leid hergestellt worden… Bei Kinderpornos (zuminderst die "echten"; also kein Scheinkipo, Jupo etc.) ist immer leid dabei.

    Natürlich in letzter Zeit auch "echte" Gewalt bei vielen Videos dabei, ich finde solche Videos sollten auch niche legal vertrieben werden (Zumindestens wenns offensichtlich ist dass das Video nicht gestellt ist)

  39. christian meint: (9.9.2010 um 20:25) AntwortenReply to this comment

    @Jonas:
    Es sind 2 Dinge bei JuPo .. die Verbreitung und der Besitz…
    Man bräuchte keine weiteren außnahmen für einen "legalen" Besitzt definieren.. sondern einfach den Besitz grundsätzlich nicht zu verbieten..

  40. Halloooooooooooooo meint: (10.9.2010 um 00:10) AntwortenReply to this comment

    @christian:

    Natürlich in letzter Zeit auch "echte" Gewalt bei vielen Videos dabei, ich finde solche Videos sollten auch niche legal vertrieben werden (Zumindestens wenns offensichtlich ist dass das Video nicht gestellt ist)

    Happy-Slapping Videos zum Beispiel.

    Solche Videos werden garantiert niemals einem Besitzverbot unterliegen.

    In den USA ist auch die Verbreitung völlig legal, in Deutschland gibt es zwar den §131 StGB, aber der ist ohnehin irrelevant, da diese Videos ohnehin zu 99% auf Servern in den USA liegen.

    Im April wurde in den USA ja auch wieder der Vertrieb von Videos(sogenannte Crush-Videos) legalisiert, auf denen Tiere zerquetscht werden, da das ebenfalls ein Teil der Meinungsfreiheit ist.

  41. Anonyme Paranoia meint: (11.9.2010 um 14:57) AntwortenReply to this comment

    die Überschriftenkennzeichnung hat wohl zum Abschneiden von sehr viel Text geführt?

    Hier nochmal ohne die bösen Zeichen die als Steuerungszeichen interpretiert werden könnten:

    Der Ausgang, sofern man sich mal den Spaß einer ergebnissoffenen Diskussion stellen möchte, steht und fällt mit der Definitionshoheit der Begrifflichkeiten, Beispiel:

    Kinderpornographie
    in der öffentlichen Wahrnehmung ist das die Vergewaltigung von Kleinkindern vor laufender Kamera zur sexuellen Stimulanz und/oder finanziellen Bereicherung
    laut Gesetz sind es jedoch alle sexuellen (was ist das genau?) Darstellungen von unter 14jährigen, egal ob Zwang oder nicht, egal ob Video, Tonaufnahme, Text, Zeichnung oder Computeranimation
    deswegen von maximaler Verabscheuungswürdigung zu sprechen ("niemand möchte KiPo dulden") halte ich hier für übertrieben

    Missbrauch
    auch hier wieder die Vorstellung, böser Onkel zieht Kleinkind vom Spielplatz ins Gebüsch und vergeht sich daran
    die Vorfälle in katholischen Einrichtungen haben ihr übriges dazu beigetragen, dieses Bild zu festigen, nämlich dass Missbrauch gleich Vergewaltigung ist

    wenn man davon ausgeht, dass Missbrauch=Vergewaltigung ist, wieso braucht es dann einen neuen/extra Paragraphen?
    ganz einfach: dem Gericht ist es egal, ob die Handlung freiwillig, unter Zwang, oder gar mit physicher Gewalt erfolgte
    verboten ist verboten -> obszönes Sprechen vor unter 14jährigen ist übrigens auch sexueller Missbrauch
    der Vollzug des Geschlechtsverkehrs ist dann "schwerer sexueller Missbrauch"

    die häufigsten Konstellationen gehen meist nach dem Muster 12/13-Jährige und 18+, die wg. Jugendstrafrecht noch vergleichsweise milde ausfallen
    So "perverse Schweine" wie diesen hier trifft es natürlich um einiges härter (afaik 5 Jahre)

    Er (47) bändelte mit der zwölfjährigen Vera an, die Freundin seiner Tochter: Händchenhalten unter der Golden Gate Bridge, Kuscheln im Motel in Monterey. Wieder in Bonn, wunderte sich Veras Mutter (45) über ihre Tochter. Die Künstlerin: „Sie blühte, strahlte innerlich. Aus meinem Kind war ein junges Mädchen geworden.“

    Quelle: http://www.express.de/regional/bonn/sex-mit-freundin–12–der-eigenen-tochter/-/2860/1302030/-/index.html

    und zu guter Letzt
    pädophil/Pädophilie
    entgegen der ursprünglichen Wortbedeutung (Pädo = Kind – Philie = Liebe, Zuneigung) ist der Begriff vollständig negativ behaftet
    Zu unterscheiden sind vorallem die Kernpädophilen, die ausschließlich auf Präpupertäre stehen und diejenigen, die zusätzlich unter 14-Jährige attraktiv finden (ich nenne das mal erweiterten Altershorizont)
    Zudem muss, entgegen der öffentlichen Wahrnehmung, eine Pädophilie eben NICHT in sexuellen Handlungen (schon garnicht in erzwungenen) münden. Die Spielart der Pädophilie, nur Kuscheln zu wollen, ist eine sehr häufige bei den Kernpädophilen – nur mal so als Denkanstoß bzgl. Gefährdungspotential

    an alle, die dieser Kommentar sauer aufstößt:
    keine Sorge, in ein paar Jahren fällt dieser unter Relativierung/Gutheißung und wird gesperrt
    vielen Dank an das Gutmenschentum!

  42. Halloooooooooooooooooooooooo meint: (11.9.2010 um 15:14) AntwortenReply to this comment

    @Anonyme Paranoia:

    alle sexuellen (was ist das genau?) Darstellungen

    Nicht ganz.

    Vor "sexuelle Handlungen" steht ja noch "pornographische Schriften" demzufolge also nicht alle sexuellen Darstellungen, sondern nur alle sexuellen Darstellungen, die auch pornographisch sind, zumindest sollt es laut Gesetz so sein.

  43. Anonyme Paranoia meint: (11.9.2010 um 16:32) AntwortenReply to this comment

    @Halloooo:

    solche Differenzierungen verhindern doch bloß eine totale Hexenjagd ;)

    für pornographisch muss die sexuelle Stimulanz des Betrachters als Hauptintention stehen und zudem "geschlechtsbetont"/"unnatürliche Posen"
    auch alles wieder etwas schwammig…

    ergo: Sex ist unnatürlich, wieder was gelernt

  44. Hallooooooooooooooooooooo meint: (11.9.2010 um 20:31) AntwortenReply to this comment

    @Anonyme Paranoia:

    solche Differenzierungen verhindern doch bloß eine totale Hexenjagd ;)

    Da haben Sie absolut Recht.

    Wenn nämlich der Passus "pornographisch" entfernt wird, dann sind alle Bilder, wo die jeweiligen Personen(Kinder,Jugendliche) eine unnatürlich geschlechtsbetonte Körpereinhaltung einnehmen, Kinder bzw. Jugendpornographisch und dann wäre die Fallzahl bei der polizeilichen Kriminalitätsstatistik auch nicht so um die 3000 Fälle bei der Besitzverschaffung(2009 PKS), sondern eher 30.000 Fälle oder noch mehr.

    Mit wirklichem Schutz gegen Kindesmissbrauch hat das dann nichts mehr zu tun.

  45. Caroline Kaiser meint: (17.9.2010 um 23:18) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter irrt hier genauso wie die Staatspropaganda.
    Es gab durchaus einige Bezahlseiten mit KP in den letzten Jahren, z.B. sind einige aus Flandern, der Ukraine, Belarus und Moldawien aufgeflogen. Weltweit wird dies aber eher ein Millionenmarkt sein, der viel größere Markt ist der der Kinderprostitution, die eben nicht gefilmt wird.
    Bis zu 99% der KP wird kostenlos getauscht.

    Jugendpornographie müßte sofort wieder legalisiert werden. Bei den bekannten KOMMERZIELLEN Produktionen mit über 15jährigen sind keine Straftaten begangen worden. Nicht nur formaljuristisch, sondern auch moralisch.

    Die Kriminalisierung von JP ist aber für viele gefährlich.
    Wenn ich google.dk oder google.nl nutze, dann stolpere ich bestimmt 2-3x in der Woche über mindestens ein jugendpornographisches Bild, obwohl ich gar nicht danach suche. Bei google.com ist es wesentlich seltener, kommt aber hin und wieder auch vor, während ich nie über KP gestolpert bin.
    Sollte bald selbst das Ansehen von JP strafbar werden, dann darf man Suchmaschinen ja gar nicht mehr benutzen, dann würde sich ja ein Großteil der Internetnutzer ständig strafbar machen.
    Dieser JP Quatsch muß jedenfalls ersatzlos gestrichen werden !

  46. goastman meint: (13.8.2011 um 17:37) AntwortenReply to this comment

    Du hast recht und jetzt werde ich beweise dir zu gänglich machen

  47. goastmann meint: (13.8.2011 um 17:47) AntwortenReply to this comment

    mal nett gefragt wist Ihr eigentlich das das problem pedo hausgemacht ist?

  48. jörg schneider meint: (13.8.2011 um 17:55) AntwortenReply to this comment

    du hast recht selten gibt es in Ermittlungsverfahren wegen Kinderpornografie Hinweise darauf , dass jemand mit dem Material Geld verdient.Weist du auch warum?Ich zeige es Dir hier stehen die server und Dienste die kipo ins netz bringen
    Hier habe ich die Tausch börse Ares mal die server ausgelesen alles kommt und wirt dank der INA USA durch polizisten und Ihre schänder crime Ad und Ads Dienste angeboten und aufgespielt

    (Kommentar gekürzt – für so lange Textwüsten gibt es pastebin.com und Co, das muss nicht hierher. fh.)

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