12.10.2010

Nichts sagen, gehen

Die Sendung “Tatort Internet”, von Bild inzwischen zur Doku des Jahres geadelt, hinterlässt auch im wirklichen Leben Spuren. Möglicherweise ist gestern der erste “Täter”, der vor laufender Kamera gestellt wurde, geoutet worden. Jedenfalls kursieren Name und Adresse einer realen Person nun im Internet.

Dazu netzpolitik.org:

Gestern, noch während, bzw. kurz nach der Ausstrahlung der zweiten Folge der 10-teiligen Reihe ist es dann passiert. Bei Twitter und in einschlägigen Foren wurden erste Hinweise auf die Identität eines der Beschuldigten gepostet. Bis zum Klarnamen inkl. Postanschrift waren es zu diesem Zeitpunkt nur noch zwei Mausklicks. Inzwischen liefert der passende Suchbegriff das entsprechende Topergebnis bei Google.

Ein kurzer Abgleich mit dem “Täterprofil” bei Bild-Online, wo sich die bereits die Sendungsbeschreibung liest, als sei die Phantasie mit dem Autor durchgegangen, macht das Bild für Hobbyermittler stimmig: Das muss das Schwein sein!

Es handelt sich bei den Betroffenen um Personen, denen keine Straftat nachzuweisen sein dürfte (auch wenn die Macher der Sendung das gern ändern würden). Wie letzte Woche zu lesen war, hat die Polizei bisher in keinem der Fälle einen Anfangsverdacht gesehen und Ermittlungen dementsprechend abgelehnt.

Selbst wenn das Verhalten der gezeigten Männer strafbar wäre, dürften sie nicht geoutet werden, auch nicht durch recht detaillierte Schilderungen ihrer Lebensumstände in den Begleitmaterialien und Pressemitteilungen. Auch für diese Betroffenen gilt die Unschuldsvermutung und sie haben einen Anspruch darauf, nicht öffentlich bloßgestellt zu werden. Nicht mal am Rande einer Gerichtsverhandlung wäre dies zulässig.

Nicht auszudenken, wenn sich die nach jeder Sendung offenbar emsigen Internetdetektive irren. Ein paar falsch zusammengesetzte Informationsbruchstücke, falsche Rückschlüsse – schon ist möglicherweise das Leben eines komplett Unbeteiligten zerstört. Die amerikanische Sendung, an die sich “Tatort Internet” anlehnt, führte zu mindestens einem Selbstmord.

Bleibt fast nur die Hoffnung, dass die Sendung gescriptet ist, die Bösewichte in Wirklichkeit freiwillig mitspielen und sich ihre Auftritte (zumindest nachträglich) bezahlen lassen. Manche Szenen sprechen fast dafür. Denn es ist schon verwunderlich, mit welch gekünstelter Verblüffung manche Männer sich Männer von Kameras umringen lassen, sich Vorwürfe anhören und dann in den Rechtfertigungsmodus schalten.

Es ist damit zu rechnen, dass “Tatort Internet” kein singuläres Format bleibt. Andere Sender werden auf dieser vermeintlich investigativen Schiene nachziehen und auch neue Themenbereiche ausmachen.

Da ist es vielleicht keine schlechte Idee, sich einige kurze Verhaltensregeln für den Umgang mit Kamerateams aufzuerlegen, die im Auftrag des Boulevards unterwegs sind. Dazu gehört in erster Linie, schlicht nichts zu sagen und einfach zu gehen. Und zwar in jedem Fall, in dem man Sinn und Zweck der Fernsehpräsenz nicht klar einordnen kann. Solche Fernsehteams haben keinerlei Rechte, das einfache Weggehen (oder das Zuknallen der Tür) zu verhindern. Auch nicht die von RTL 2 gern ins Bild gerückten Bodyguards.

Falls man aus welchen Gründen auch immer nicht wegkommt, sollte man der Aufnahme freundlich widersprechen und den Namen und die Adresse des redaktionell Verantwortlichen verlangen – gern auch in gleichförmiger Wiederholung. Wenn das nicht wirkt und man sich genötigt fühlt, hilft vielleicht noch ein Anruf bei der Polizei.

Letztlich bleibt dann die (vorbeugende) Unterlassungsklage. Sofern die Rechtsabteilung des Senders nicht ohnehin schon auf eine Abmahnung nachgibt. Womit eigentlich zu rechnen ist.

219 Kommentare zu “Nichts sagen, gehen”

  1. stimmviech meint: (12.10.2010 um 12:55) AntwortenReply to this comment

    Ich bin bezüglich der Sendung hin-und hergerissen. Ich finde die Sendung nicht soo schlecht wie sie von den Überwachungskritikern dargestellt wird. Der Mißbrauch von Kindern ist ein ernstes Thema, und diese Sendung erreicht gerade auch durch ihre voyeuristische Aufmachung die Normalmenschen.
    Problematisch sind sicher die Hintergedanken von Innocence in Danger, denn es geht den Machern sicher um eine Pro-Netzüberwachungs-Stimmung.
    Im Gegensatz zu Herrn Vetter glaube ich, daß sich die meisten der geschilderten Tatverdächtigen schon strafbar gemacht haben. Sie schreiben per Chat mit " Schutzalterkindern" über sexuelle Dinge, das ist meines Erachtens schon strafbar.

  2. Besucher2778 meint: (12.10.2010 um 13:02) AntwortenReply to this comment

    <<Im Gegensatz zu Herrn Vetter glaube ich, daß sich die meisten <<der geschilderten Tatverdächtigen schon strafbar gemacht <<haben. Sie schreiben per Chat mit " Schutzalterkindern" über <<sexuelle Dinge, das ist meines Erachtens schon strafbar.

    Aber nicht nach dem Erachten so ziemlich jedes Juristen, Gesetzgebers, Polizei, offensichtlich sogar RTL2 Teams, etc.

  3. Euripides meint: (12.10.2010 um 13:03) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech: Mit vermeintlichen "Schutzalterkindern", die in Wirklichkeit erwachsen sind; das ist überhaupt nicht strafbar.

  4. Agent Smith meint: (12.10.2010 um 13:03) AntwortenReply to this comment

    > und diese Sendung erreicht gerade auch durch
    > ihre voyeuristische Aufmachung die Normalmenschen.

    Und wozu muss dieser erreicht werden? Damit er weiß das Kindesmissbrauch existiert und strafbar ist? Damit Eltern wissen dass ihre Kinder nicht mit fremden über Sex reden sollten?

  5. Johannes meint: (12.10.2010 um 13:04) AntwortenReply to this comment

    @ Stimmviech: Genau das kommt dabei raus, wenn Nichtjuristen juristische Vermutungen äußern.

  6. Baloo24 meint: (12.10.2010 um 13:05) AntwortenReply to this comment

    Strafbar gemacht? Womit denn ? Am einem Ende der Tastatur sitz ein Voljähriger Lockvogel, und am anderen Ende ein volljähriger Mensch. Also womit denn Strafbar gemacht ?

  7. Rainer meint: (12.10.2010 um 13:07) AntwortenReply to this comment

    und diese Sendung erreicht gerade auch durch ihre voyeuristische Aufmachung die Normalmenschen.

    Ist das eine Kopie der Argumentation von Frau zu Guttenberg aus dem SPIEGEL-Interview? Grob gesprochen: Die blöden Dummbeutel, die RTL II gucken, muss man auch entsprechend bescheuert behandeln.

    Na dankeschön!
    Rainer

    PS: Ich sehe mich übrigens auch durchaus als "Normalmensch".

  8. tutnichtszursache meint: (12.10.2010 um 13:10) AntwortenReply to this comment

    Die Idee sich als Kind auszugeben, um im Chat vermeintliche Pädophile zu jagen ist nicht so innovativ und aufklärerisch, wie der steife Herr Ex-Innensenator, die Third Lady und die Blödzeitung einem glauben machen wollten. ZDF Reporter usw haben sich auch schon daran versucht (weniger reißerisch und noch mit einem Funken an journalistischem Anspruch) und im Gegensatz zu den RTL2 Tätern sind diese bei den Formaten sehr wohl kommentarlos gegangen und haben sich nicht von der Hobby-Reporterin bedrängen lassen. Ich könnte mir daher auch sehr gut vorstellen, dass, betrachtet man das sonstige Mediengeschehen mit gescripteten Dokus usw, es sich um Laiendarsteller handelt, die mangels tatsächlich gesprächiger Täter eingesprungen sind, damit die Sendung funktioniert. Vor so einem (möglichen) Hintergrund wirkt der medial geförderte Internet-Lynchmob noch gefährlicher. Ein vages Profil, grob verpixelte Bilder – das muss eines jeden Nachbar sein. Gebt mir ein Seil!

  9. stimmviech meint: (12.10.2010 um 13:12) AntwortenReply to this comment

    Bitte klärt mich auf, liebe Juristen, denn die Materie ist für einen Laien extrem kompliziert: Das betrachten von kinder-bzw.jungedpornographischen Darstellungen von "Scheinkindern" bzw. " Scheinjugendlichen" ist doch strafbar. Ich hätte jetzt daraus geschlossen, daß es beim Mißbrauch auf den subjektiven Vorsatz ankommt. Wer also mit einem wie auch immer aussehenden Menschen unter 14 gezielt Sex haben will, hätte sich in meinem Verständnis strafbar gemacht. Wenn das nicht stimmt, bleibt mein eigentliches Argument, der Zwiespalt zwischen echtem Kinderschutz und echtem Freiheitsschutz trotzdem bestehen. Ich glaube leider, daß " Pornosteffi" keine guten Absichten hat. Daß diese Sendung aber nebem dem Schlechten, eben der Stimmung für den Überwachungsstaat, auch was Gutes bringt, nämlich echten Opferschutz für Kinder der Unterschicht, die oft Opfer sind. Die erreicht man leider nur mit drastisch-reißerischen Darstellungen wie bei Tatort Internet.

  10. Rainer meint: (12.10.2010 um 13:19) AntwortenReply to this comment
  11. @9 meint: (12.10.2010 um 13:19) AntwortenReply to this comment

    @Stimmvieh:
    Wenn man man Pornos von scheinbaren Kindern betrachtet, betrachtet man ja ein Bild von eben denen.
    Wenn man mit einem Scheinkind chattet, betrachtet man nur den Text. Es geht dabei nicht um die Absicht sondern das Objekt.

    Und wo bitte bemüht sich die Sendung um den Opferschutz?
    In einer Sendung, in der es keine Opfer gibt? Ausser vielleicht den vom Lynchmob aufgehängten unbeteiligten Nachbarn.

  12. stimmviech meint: (12.10.2010 um 13:20) AntwortenReply to this comment

    @Rainer:
    Nein, lawblog-Leser sind keine Normalmenschen, der Durchschnitts_IQ hier könnte locker über 120 liegen. Trotzdem können auch intelligente Kinder von geschickt-manipulativen Tätern mißbraucht werden, siehe Odenwaldschule.

  13. stimmviech meint: (12.10.2010 um 13:23) AntwortenReply to this comment

    @@9:
    Opfer gibt es in dieser Sendung sicher nicht, wohl aber ansonsten zuhauf. Pädophile Täter gehen z.B. gezielt in Kaufhäuser und sprechen playstation-spielende Unterschichtkinder-die sowas nicht zuhause haben- an und nehmen sie mit in ihre Wohnung , in denen dann " aus Freundschaft" der Mißbrauch stattfindet. Ist die plumpe Variante desser, was Gerold Becker viel " niveauvoller" abgezogen hat: man hole sich Unterschicht-Kids an die Eliteschule, die aus Dankbarkeit dann jahrelangen Mißbrauch erdulden.

  14. DerAlex meint: (12.10.2010 um 13:31) AntwortenReply to this comment

    Jaja, das Internet ist schon schlimm!
    Abgesehen davon das ca 95% der Missbrauchsfälle NICHT über das Internet ihren Ursprung finden, sondern sogar innerhalb der Familie, sowas wird gerne verschwiegen.
    Wenn man den Kindern wirklich und ohne Effekthascherei helfen wollte, dann funktioniert das durch Aufklärung.
    Warum ist es so schwer Kindern beizubringen, das was sie im normalen Leben nicht tun sollen (geh nicht mit Fremden mit. Lass Dich nicht von Fremden ansprechen. Es wäre gut wenn wir wissen wo du dich aufhältst)
    auch auf die Verhaltensweise im Internet anzuwenden?
    DA liegt doch der Knackpunkt.
    Kostenlose Kurse für Medienkompetenz, für Kinder UND für Eltern.
    Denn dafür ist das Format, so wie es ausgestrahlt wird völlig fehl am Platz. Es ist halt ein RTL II Format. Da habe ich auch nichts anderes erwartet.
    Schade, denn der Schutz der Kinder liegt den meisten wohl wirklich am Herzen.

  15. Abmahner meint: (12.10.2010 um 13:32) AntwortenReply to this comment

    Was für eine bescheuerte Sendung, die mal wieder dem Durchschnitts-Dummie beibringen will, das es doch soviele Straftaten im "größten Tatort der Welt", dem Internet gibt.
    Ein vermeintlich 13 Jähriger Vamp, der ganz offensichtlich jeder dummen Anmache zugänglich ist, und es unbedingt treiben will, wickelt Männer um die Finger.
    Das Alter ist ganz gut angesetzt, denn in dem Alter ist man wirklich grade noch so ein Kind.
    Ich wage mal die Behauptung, das jeder erwachsene, heterosexuelle Mann schon oft Mädchen begehrt hat, ab 14 aufwärts. Wenn dem nicht so wäre, würde eine Störung bei ihm vorliegen.
    Einfach weil die Menschen heute früher reifen als noch vor 50 Jahren. Besonders sichtbar bei Mädchen, weil die geistig sowieso den Jungs immer schon einen Schritt vorraus waren.
    Hier wird mal wieder Meinungsmache zu einem Thema gemacht, das man nicht so einfach abhaken kann.

  16. Lars meint: (12.10.2010 um 13:34) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech:
    Zu den Bildern: Ja, aber dazu muss es erstmal Pornographie sein. Nacktheit ist noch keine Pornographie.

    Zum subjektiven Vorsatz: Der ist fast für jede Straftat erforderlich, §15 StGB.
    Jetzt der Teil zum Anfangsverdacht für einen "versuchten Kindesmißbrauch". Dafür muss man unterscheiden zwischen der Vorstufe zum Versuch und dem unmittelbaren Ansetzen zum Versuch – der sogenannte "Jetzt geht es los" Zeitpunkt.

    Beispiel:
    Du sagst in der Kneipe:"Meinen Chef bringe ich um." Das ist noch kein Mordversuch. Selbst wenn du daraufhin zum Haus des Chefs fährst, ist das wohl noch kein Mordversuch. Schon anders sieht es aus wenn du dann mit der geladenen Waffe im Schlafzimmer stehst oder auch ein Fenster einschlägst. Der Zeitpunkt wo du dich entschieden hast, die Straftat "nun auch durchzuziehen" ist relevant.

    Liegt kein Ansetzen zum Versuch vor, liegt auch keine Straftat vor. Die reine Möglichkeit eine Straftat zu begehen begründet keinen Anfangsverdacht.
    Damit der "Jetzt geht es los" Zeitpunkt hätte erreicht werden können, hätte der Täter (m.E.) noch in irgendeiner Weise am Zielort mit dem Opfer agieren müssen – ins Schlafzimmer einladen, zu einer sexuellen Handlung auffordern, berühren o.ä. Einfach nur zum Haus des Kindes zu fahren ist noch etwas zu früh.

    Man kann dies natürlich anders sehen, die Problematik, wann ein Verbrechen denn nun versucht wird, ist ja auch schon im Film "Minority Report" dargestellt.

  17. DailyMail meint: (12.10.2010 um 13:38) AntwortenReply to this comment

    Kurz zu den empfohlenen Verhaltensregeln im Umgang mit Kamerateams:

    1. Sollte man mehr oder weniger ohne eigenes Verschulden und völlig zu Unrecht ins Visier von RTL2 geratens sein und sich einem im Lichte des Formats einschlägigen Vorwurf gegenübersehen, so ist den Verhaltensregeln von Herrn Vetter sicher zuzustimmen. Allerdings sollte man sich überlegen, ob dann nicht sogar eine rechtlich massivere Vorgehensweise (§ 185ff. in Versuch oder Vollendung , ich weiß ja nicht, wie die Situationen konkret sind).

    2. In allen übrigen Fällen – sollte die Sendung nicht gescripted sein, dürften dies die meisten Fälle sein – präsentiert sich ein anderes Bild:

    Diesen Personen kann man, da juristisch einwandfrei, diese Tipps natürlich auch geben. Allerdings entstünde da bei mir ein erheblicher Gewissenskonflikt mit dem Ergebnis, dass trotz fehlender strafrechtlicher Relevanz ich dieser Personengruppe, wenn und soweit sie sich im Vorfeld einer solchen befindet, nicht auch noch nützliche Hinweise erteilen möchte.

    Der Hinweis auf die Unschuldsvermutung trägt juristisch, allerdings lässt sich im Leben nicht alles juristisch lösen.
    Schön, wenn man die Unschuldsvermutung auch ins Privatleben überträgt. Ich würde allerdings davon abraten, da man so die beste Grundlage legt, dem Leben sehr naiv gegenüber zu treten. Mit anderen Worten: Ich wünsche niemandem, auch wenn er die Unschuldsvermutung bedingungslos ins Private überträgt, dass im Nachhinein der gesunde Menschenverstand eine Straftat zu verhindern bzw. vermeiden geholfen hätte, dies sich aber erst anschließend herausstellt.

  18. Dominik Boecker meint: (12.10.2010 um 13:38) AntwortenReply to this comment

    "Womit eigentlich zu rechnen ist."

    Der aktuelle Flurfunk (nicht wörtlich zu verstehen) berichtet, dass wohl auch schon gerichtliche Verfahren geführt wurden und eine Veröffentlichung unterbunden werden konnte.

  19. Hondo meint: (12.10.2010 um 13:40) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech:
    Warum sollte es in der Sendung keine Opfer geben? Wer garantiert uns denn, dann die "Reporter" in den Chats nur mit Erwachsenen über Sex reden? Die reden unter Garantie auch mit Kindern, bevor sie das dann merken. Theoretisch sollte man vielleicht mal die beteiligten Personen auf Seiten RTL2s strafrechtlich verfolgen.

  20. stimmviech meint: (12.10.2010 um 13:49) AntwortenReply to this comment

    Ich fasse mal mein juristisches Lernergebnis zusammen:
    1) Kinderpornographie/Jugendpornographie ist es, wenn der abgebildete Mensch aussieht , als sei er unter 18 . Und das ist strafbar.
    2) Mißbrauch von Kindern ist nur dann strafbar, wenn der junge aussehende Mensch auch wirklich unter 14 ist, egal was sein Sexpartner über sein Alter denkt.
    Insofern wäre es dann in allen dargestellten Fällen zu keiner Straftat gekommen.
    Richtig?

  21. Kaesetoast meint: (12.10.2010 um 13:53) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech:
    Naja, das der avg. IQ von LawBlog Lesern zwangsweise jenseits der 120 liegen muss halte ich schon für eine sehr gewagte Aussage. Immerhin drücke ich alleine diesen Schnitt sehr erfolgreich.

    Was mich persönlich stört sind immer wieder Ausflüchte wie: "Ich wage mal die Behauptung, das jeder erwachsene, heterosexuelle Mann schon oft Mädchen begehrt hat, ab 14 aufwärts. Wenn dem nicht so wäre, würde eine Störung bei ihm vorliegen."

    Dazu einfach nur wow. Vielleicht sollte man den Unterschied zwischen "begehren" und "eine Erektion haben" besser herausarbeiten. Jeder Mann sollte über ausreichend Selbstkontrolle verfügen um sich frei, über die Spitze seines eigenen Penis hinweg, gegen das Begehren von kleinen Mädchen zu entscheiden. Vor allem unter Lawblog Lesern, wo ja ein IQ>=120 die Norm zu sein scheint. (Falls jemand diesen Satz auf Frau/Junge ummünzen möchte, wäre ich dankbar.)

    Wenn überhaupt etwas zur Stilisierung von Kindern als Sexualobjekte beigetragen hat, dann wohl deren gesteigerter Seltenheitswert. Wer nie eigene Geschwister, Neffen, Nichten, Patenkinder oder kindliche Schutzbefohlene hatte wird wohl eher seinen Sexualtrieb als seinen Beschützerinstinkt beim Gedanken an Kinder geweckt wissen.

  22. noir desir meint: (12.10.2010 um 13:55) AntwortenReply to this comment

    "Opfer gibt es in dieser Sendung sicher nicht, wohl aber ansonsten zuhauf."

    Wie viele Opfer von "im Internet" angebahntem Kindesmissbrauch gibt es denn? Und wie groß ist diese Zahl im Vergleich zu der von Fällem im familiären Umfeld.

    Ein Gutes hat die Sendung: Sie zeigt, dass die allseits beliebte Frau von oder zu oder sonstwie bereit ist, sich mit nacktem Arsch auf jeden Gaul zu setzen, der dazu taugt, eine werbewirksame tote Sau durch Dorf zu ziehen.

  23. @20 meint: (12.10.2010 um 13:56) AntwortenReply to this comment

    @Stimmviech
    vollkommen korrekt.

    und noch
    3) das chatten über sexuelle/pornografische Themen ist nicht strafbar, wenn man anderen Ende eine erwachsene Person sitzt – egal wie alt sie sich "macht".

    4) und auch chatten mit Kindern unter 14 über Alltagsthemen ist nicht strafbar.

    Wenn aber über sexuelle Themen gechattet wird, _könnten_ dann allerdings irgendwann die Gesetze gegen verbreitung von Pornografie greifen.

  24. Bastl meint: (12.10.2010 um 14:02) AntwortenReply to this comment

    Das wir einen Missstand haben, besonders in Chats will keiner bestreiten. Aber eine Straftat im Sinne des Gesetzes ist das was hier auf RTLII gezeigt wird bestimmt nicht. Wir müssen schon das geltende Recht in Deutschland nicht vergessen. In den USA werden Autodiebe mit manipulierten Fahrzeugen dingfest gemacht. Die Polizei legt sozusagen eine Falle. So ein einfangen von Dieben wäre (ich glaube es zu wissen) nicht zulässig. Und bei diesem TV-Format ist es genau das selbe.

    Was mich extrem in der Pilotsendung gestört hat war diese sich aufgeilende Reporterin weil sie angeblich einen auf frischer Tat ertappt hat.

  25. Mario meint: (12.10.2010 um 14:05) AntwortenReply to this comment

    Trotz Anstrengung ist es mir nicht gelungen den Namen des "Geouteten" ueber google und twitter ausfindig zu machen.

  26. stimmviech meint: (12.10.2010 um 14:12) AntwortenReply to this comment

    @noir desir:
    Ich habe keine Statistiken. Wer aber aufmerksam Zeitungsberichten über Mißbrauchsfälle folgt, wird dort gelegentlich Täter mit solchen Strategien vorfinden.
    Ich bin ja, wie gesagt, zwiespältig bezüglich der Sendung gestimmt. Es geht darum, die Bundesrepublik sozusagen sturmreif für den Überwachungsstaat zu schießen. Gleichzeitig muß ich aber zugeben: noch nie hat ein Sendeformat so stark für das Thema sexueller Mißbrauch die breite Öffentlichkeit sensibilisiert.Über Bild, TV und Internet kennen jetzt sicher um die 15 Millionen Deutsche einen Teil der Vorgehensweise der Täter. Inwieweit diese Sensibilisierung sich dann auch auf anders vorgehende Täter im persönlichen Umfeld überträgt, weiß ich natürlich nicht. Ich vermute aber auch hier eine gesteigerte Wahrnehmung.

  27. Besucher2778 meint: (12.10.2010 um 14:15) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech:
    Zur Verdeutlichung: Man kann auch nicht jede Hausfrau in den Knast werfen, die mir ihrem Ehemann Schüler/Strenge Lehrerin spielt.

  28. Mario meint: (12.10.2010 um 14:18) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech:

    EIne Analogie dazu sind "KIllerspiele".
    Vor dem ausloesenden Amoklauf waren COmputerspiele und insbesondere EGO-Shooter nicht im oeffentlichen Bewusstsein.
    Dannach schon.(gesteigerte Wahrnehmung) Allerdings sah und sieht diese gesteigerte Wahrnehmung so aus: Killerspiel->Computerspiel->Videospiel->Spieler->Moerder
    Ich vermute bei KiPo wird aehnliches passieren.
    Paedotaeter->KinderChat->Chat->Chatter->Taeter!

  29. stimmviech meint: (12.10.2010 um 14:24) AntwortenReply to this comment

    @Mario:
    Deine Befürchtungen könnten berechtigt sein.
    Es gibt aber eben eine sehr aktive Kindesmißbraucherszene. Und denen kann man nur durch Aufklärung begegnen. Und im Gegensatz zu vielen Mitschreibern hier glaube ich, daß die Sendung eben wegen ihrer reißerischen Aufmachung viele Leute besonders aus der Unterschicht erreicht. Dort kann man nur durch extreme Anschauung aufklären, rhetorisch-abstrakte Ausführungen werden dort nicht verstanden.

  30. anonym meint: (12.10.2010 um 14:34) AntwortenReply to this comment

    Eine solche Sendung würde ich mir nicht ansehen – ganz davon abgesehen, daß ich ohnehin überhaupt nicht fernsehe und solche Deppensender sowieso jenseits jeder Diskussion sind.

    Da der Zweck eben nicht die Mittel heiligt, gehe ich davon aus, daß alle Beteiligten eines solches "Fernsehprojekts" die schlechtesten Absichten haben. Es wäre daher m. E. hochgradig wünschenswert, wenn die Veranstalter dieser Manipulationssendung mit einer wie auch immer gearteten juristischen Verfolgung ihres Tuns konfrontiert wären. Der kranken Barbiepuppe wünsche ich darüber hinaus, daß sie persönlich für die von ihr angerührten Geschmacklosigkeiten bezahlen muß, und sei es in ihren späteren Jahren.

  31. 5zjunge meint: (12.10.2010 um 14:35) AntwortenReply to this comment

    @DailyMail:
    Was hat das mit Unschuldsvermuttung zu tun? Outingverbot gilt auch Verbrecher.

  32. silby meint: (12.10.2010 um 14:41) AntwortenReply to this comment

    nichts sagen und gehen?

    habe gestern nur kurz in die Sendung reingezappt als ein "Täter" genau das tun wollte, da wurde dann ein "Wachmann" reingeschickt und hat den Herrn zum Bleiben und zur Stellungnahme quasi gezwungen, nach dem Motto "so geht das nicht" – "sie befinden sich in einer von uns angemieteten Wohnung" – "sie bleiben mal schön da"

  33. schlechterscherz meint: (12.10.2010 um 14:42) AntwortenReply to this comment

    Natürlich Straßenopfer XY vs Bertelsmann Gruppe.
    Wobei Straßenopfer in dem Fall eine Person meint die von Kamerafreds belagert wird.

    Bei obigen Kampf gewinnt immer die Mafia.

  34. Peter Schaefer meint: (12.10.2010 um 14:42) AntwortenReply to this comment

    Wie kann man sich über sowas nur aufregen?
    Das hatten wir doch alles schon, ich sage da nur –

    TEXAS HAS A WHOREHOUSE IN IT!
    http://www.youtube.com/watch?v=Z5CXQGCxphU

    Das machen dann die Entscheidungsträger:
    http://www.youtube.com/watch?v=NJG75FJkjr8

    Früher war das eine Satire, über die haben wir herzlich gelacht, heute ist es scheinbar eher eine Darstellung der Realität geworden.
    Das gibt zumindest mir zu denken.

  35. ich meint: (12.10.2010 um 14:45) AntwortenReply to this comment

    @stimmviehkritiker

    untauglicher Versuch?

  36. Christoph meint: (12.10.2010 um 14:49) AntwortenReply to this comment

    Der "Täter" ist doch niemals "Jurist im öffentlichen Dienst" – es riecht nach jedem Fall immer mehr nach scripting.

    http://www.youtube.com/watch?v=zj9_pW2Pym4

  37. Meinereiner meint: (12.10.2010 um 14:53) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech:
    Nur darf man die Aufklärung nicht dem falschen überlassen.
    Die Volks-verdummungs-Medien sind da der total falsche Ansprechpartner.
    Und nur weil das Thema jetzt die Breite Masse erreicht heißt das nicht, das mit diesem Thema auch umgegangen wird wie es das erfordert. Stattdessen haben wir jetzt eine Hexenjagd vor uns die den Mächtigen und ihren Kontrollwahn zu gute kommt.

    Mfg
    Meinereiner

  38. silby meint: (12.10.2010 um 14:54) AntwortenReply to this comment

    @ 36

    ah, das ist genau der Typ, den ich meinte

    ist die Art, wie der am Gehen gehindert wurde, denn rechtlich in Ordnung?

  39. nobody meint: (12.10.2010 um 15:01) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech

    Wie schon so oft bestätigt:
    es gibt keine "Szene".

    Kindermissbrauch findet in 95% der Fällen in den Familien statt.
    Da hilft so eine Sendung überhaupt nicht und ist bloss geschmackslos und gefährlich für unsere Freiheit.

  40. stimmviech meint: (12.10.2010 um 15:03) AntwortenReply to this comment

    @ich: und @udovetter:
    Wäre nett, wenn Sie die Rechtslage noch mal eindeutig darstellen würden. Ist mein Rechtsverständnis aus Kommentar 20 nun richtig oder nicht? @Meinereiner:
    Richtig ist vermutlich, die Sendung sehr kritisch zu begleiten, was ja auch in vielen Blogs geschieht. Der Grund, weshalb ich die Sendung ein bißchen verteidige: man erreicht eine breite Masse von Menschen eben nicht mit Ausführungen auf lawblog-Niveau. Ich bin bestimmt nicht ganz dumm, habe auch sogar schon auf juristischem Gebiet gegen Profijuristen Recht bekommen und mir dadurch eine 6-stellige Summe gesichert. Wenn ich als Hobbyjurist mit den gesetzlichen Vorgaben schon durcheinanderkomme, dann blockt der Normalmensch völlig ab. Und das Kind geht lieber zu dem netten Onkel mit der Playstation…

  41. hiro meint: (12.10.2010 um 15:03) AntwortenReply to this comment

    Die Sendung erreicht doch genau ihr Ziel: Das Thema "Kindesmißbrauch" wird weiter aus dem familiären Bereich in die virtuelle Welt gedrängt – allen einschlägigen Statistiken zum Trotz.

    Den freundlichen Onkel, der seine Nichten und Neffen mißbraucht, wird es freuen, wenn die Nachbarn mit der Mistgabel vor dem Haus des Zugezogenen stehen, der "irgendwas mit Computern" macht.

    Hier werden nicht nur mißbrauchte Kinder erneut mißbraucht, sondern viel schlimmer: Es wird der Fokus weg vom eigentlichen Problem geleitet. Die Sendung wird am Ende für mehr Fälle von Kindesmißbrauch verantwortlich sein, als es der Pädophile im Internet je könnte. Und das unter der Fahne des Kinderschutzes – wie zynisch.

  42. LG Brent meint: (12.10.2010 um 15:14) AntwortenReply to this comment

    Ohje, da hat Bernd ja gestern mal in die Vollen gegriffen. Dem Herrn H., der innerhalb von 10min. nakt gemacht wurde, duerften harte Zeiten bevorstehen. Sein FB-Profil war ca.30min. nach der Sendung deaktiviert und daheim war laut Bernd auch dauerbesetzt. Es war wohl auch nicht gerade foerderlich, dass Bernd sofort die FB-Profile seiner Mitarbeiter und das seiner Frau entdeckt hat. Das hat RTL2 und die Bild wirklich fein gemacht. Ein Leben zerstoert fuer die Quote. Herr H. hat sich allerdings auch selten daemlich angestellt, indem er das Pseudonym seines Flickr-Accounts, fuer den Chat mit einer angeblich 13jaehrigen verwendet hat, welcher dann zur besten Sendezeit ausgestrahlt wurde.

    Ueber Sinn und Unsinn einer solchen Treibjagd fuer vermeintlich Kriminelle brauchen wir eigentlich nicht diskutieren. Die Absichten der Blosgestellten sind, unter Zuhilfenahme des gesunden Menschenverstands, jedoch klar. Allerdings ist es nicht Aufgabe des Privatfernsehens dies zu verfolgen. Das Einzige was uns diese Sendung lehren kann, ist ein bisschen Medienkompetenz.

    LG Brent

  43. stimmviech meint: (12.10.2010 um 15:14) AntwortenReply to this comment

    @nobody:
    Es gibt keinen Milliarden-Millionenmarkt, vermutlich nicht mal einen Tausender-Markt für Kinderpornographie. Es gibt aber durchaus eine Szene, man denke an Herrn G. und seinen Club. Die Familientäter tauschen sich nämlich durchaus gern mal mit ihren Neigungsgenossen aus. Das Problem am durchaus berechtigten Pornosteffi-Bashing ist meines Erachtens, daß man das Problem des Kindesmißbrauchs dadurch etwas verdrängt.

  44. Mario meint: (12.10.2010 um 15:26) AntwortenReply to this comment

    @LG Brent:

    Wer ist eigentlich "Bernd" in Zusammenhang mit dieser Sendung ? Ist mir schon 2mal begegnet,aber ich weiss nicht was/wer es sein soll.

  45. Chef meint: (12.10.2010 um 15:28) AntwortenReply to this comment

    @LG Brent: Ich kenne Bernd leider auch nicht persönlich. Eine schöne Trollwiese wäre aber das hier: http://board.yourwire.net/showthread.php?p=977797

  46. LG Brent meint: (12.10.2010 um 15:31) AntwortenReply to this comment
  47. alter Jakob meint: (12.10.2010 um 15:41) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech:

    "Richtig ist vermutlich, die Sendung sehr kritisch zu begleiten, was ja auch in vielen Blogs geschieht."
    "Der Grund, weshalb ich die Sendung ein bißchen verteidige: man erreicht eine breite Masse von Menschen eben nicht mit Ausführungen auf lawblog-Niveau."

    Abgesehen davon, dass das Niveau hier sehr schwankt, sehen alle, die man mit der völlig überdramatiserten Sendung inkl. Pornosteffi erreicht, die kritische Begleitung der Sendung nicht. Oder andersrum: Die Deppen sehen nur die Sendung, ohne kritische Begleitung.
    Damit zurück zu @Meinereiner:.

  48. Hans meint: (12.10.2010 um 15:41) AntwortenReply to this comment

    Ich habe die erste Sendung aufgrund der BErichterstattung im Stern angeschaut, aber nur halb durchgehalten. Die Sendung ist einfach widerlich. Und dass sich ein ehemaliger Polizeibeamter und eine Ministergattin dafür hergeben zeigt die allgemeine Verwirrung, die in den Köpfen herrscht, wenn es um die Möglichkeit geht, in Medien stattzufinden. Insofern ist der Rat, bei einer Kamera wegzugehen und nichts zu sagen an alle zu richten, auch wenn kaum einer der Versuchung widerstehen kann. Mein Mitleid mit den gezeigten Personen, wenn es sich nicht um Schauspieler handelt, hält sich allerdings in Grenzen. Unabhängig, ob das strafbar ist, ist dieses Ranmachen an Kinder, um mit diesen sexuelle Kontakte zu haben, noch eine Spur ekelhafter als die Sendung.

  49. Jeeves meint: (12.10.2010 um 15:43) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech: Den Machern geht's nur um eins: Quote, Aufmerksamkeit, Reklamebuchungen, letztlich also um Geld. Sonst können sie ja nix ("Ministergattin" ist ja wohl kein ehrenwerter Beruf)

  50. Cybaer meint: (12.10.2010 um 15:47) AntwortenReply to this comment

    @Kaesetoast: Warum sollte sich eigentlich ein Mann "gegen das Begehren von kleinen Mädchen" entscheiden?

    Die Doku geht am Problem vorbei, weil Kindesmißbrauch im weit überwiegenden Ausmaß im familiären oder sonstigem näherem Umfeld passiert.

    Die Politik und die sog. Kinder-"Schützer" gehen am Problem vorbei, weil – mal wieder – Menschen zu Opfern gemacht werden, die sich nicht als Opfer fühlen (wie das BKA in einer wenig bekannten Studie ja selbst einräumt).

    IMHO sollten grundsätzlich alle operflosen "Verbrechen" aus der Justiz verschwinden – auch, aber nicht nur, wenn z.b. eine 13-Jährige mit einem Erwachsenen Sex haben möchte.

    Soll man von mir aus eine Schutzfrist setzen, von bis zu 10 Jahren nach der Volljährigkeit. Sollte das "Opfer" bis dahin keine Anzeige erstattet haben, war es das spätestens dann endgültig. Bis dahin aber: Keine Anzeige = keine Ermittlungen, mindestens aber: kein Verfahren.

    Früher hat man über Sex nicht frei geredet – und deswegen wurden auch viele wirklichen Mißbräuche nicht zur Anzeige gebracht. Das ist heutzutage ja etwas anders – auch wenn konservative Typen wie v.u.z. Guttenberg oder v.d.Leyen die Uhr gerne wieder zurückdrehen würden in die gute, alte Zeit (die eben keineswegs gut war).

    Und während diese ignoranten Dummschwätzer das Kind mit dem Bade ausschütten, haben wirkliche Kinder Sex über Webcamchats auch mit Erwachsenen. Ohne Anzeigen und Verurteilungen, denn: Wo kein Opfer/Kläger (und Zeuge), da kein Richter!

    Aber, hey, es ist ja soooo bequem, die Augen vor der Realität zu verschliessen. Wenigstens das ist bis heute eine Konstante.

    Aber drauf geschissen: Willkommen im 21. Jahrhundert!

  51. matze meint: (12.10.2010 um 15:52) AntwortenReply to this comment

    Diese Sendung kann auch das genaue Gegenteil ihres Zwecks erzielen. Männer mit den entsprechenden Neigungen bekommen vorgeführt das sowas funktionieren kann und erst dadurch beginnen selber Minderjährige in Chats zu ködern. Das Risiko dabei von RTL 2 tatsächlich noch erwischt zu werden düfte eher gering sein, die Sendungen sind sicher schon vor Monaten gedreht worden und die Redakteure widmen sich längst wieder irgendwelchen anderen Schmuddelthemen.

  52. stimmviech meint: (12.10.2010 um 15:52) AntwortenReply to this comment

    @Cybaer:
    Fast könnte man den Eindruck haben, Du seist ein alter ego von Herrn G. (Text editiert. U.V.). Ich schreibe hier auch deshalb, um vor Leuten zu warnen, die den Mißbrauch des Mißbrauchs wiederum dazu mißbrauchen, den Kindesmißbrauch als scheinbar freiwillig zu verharmlosen.

  53. Cybaer meint: (12.10.2010 um 15:57) AntwortenReply to this comment

    Nachtrag:

    Oh, und ich finde es übrigens widerlich, wenn Erwachsene Kinder "anbaggern".

    Ich finde es allerdings auch schon widerlich, wenn erwachsene Männer erwachsene Frauen plump anbaggern.

    So tolerant ich in sexuellen Dingen auch bin: Dieser Typus "ich leg mich am FKK-Strand bei 100 freien Plätzen auf den, bei der ich der einzigen Frau am Strand bis in die Mandeln schauen kann", kotzt mich an. Und diesen Typus gibt es übrigens (natürlich) auch für (vorpubertäre) Mädchen … :-(

    … als wenn es keine "willigen" Frauen gäbe (bei solchen Typen wäre ich allerdings auch nicht "willig").

    PS: Daß es exhibitionistische Frauen (und auch Mädchen) gibt, ist mir allerdings durchaus bewußt. Ist ja auch nicht verkehrt … ;-)

  54. stimmviech meint: (12.10.2010 um 15:57) AntwortenReply to this comment

    @matze:
    Die Pädoszene- es gibt sie leider wirklich- weiß durch Webseiten wie die von Herrn G. alles über diese Möglichkeiten.
    Man sollte nach allen Seiten wachsam sein. Sicher hat Innocence in danger den Zeck, Demokratie in Danger zu schaffen. Es wäre aber schlecht, wenn dadurch der Mißbrauch und seine Strategien und Strategen nicht mehr kritisch beleuchtet würden.

  55. Meinereiner meint: (12.10.2010 um 16:29) AntwortenReply to this comment

    Der Zweck heiligt nicht die Mittel.

    Und in dieser Sendung sind die "Mittel" auch noch aus anderen Beweggründen entstanden, nämlich aus der Intention heraus Geld mit dem "Zweck" zu verdienen.

    DAS ist für mich eine Perversion ohne gleichen.

    Die Opfer werden es danken.

    MfG.
    Meinereiner

  56. Soeren meint: (12.10.2010 um 16:30) AntwortenReply to this comment

    @55 Stimmvieh: Kannst du deine Aussagen bezueglich der Szene mit Zahlen belegen?
    Ich meine mich aus den Medien nur an eine handvoll Faelle erinnern, bei denen es bei solchen Verbrechen um Kontaktaufnahme durch das Internet ging. Weltweit, aber medial gut hochgespielt.

  57. TheDoctor meint: (12.10.2010 um 16:35) AntwortenReply to this comment

    Da bekommt der schöne Begriff "Law enforcement porn" für sinnentleertes Polizei/Ordnungsamt/sonstwem über_die _schulter_schauen enen ganz neuen Beigeschmack….
    …und man hat ENDLICH eine Industrie die mit dem Mißbrauch von Kindern/Jugendlichen Geld verdienen kann.

    RTL, ich bin stolz auf Euch, Ihr habt meine schlechte Meinung von Euch locker unterboten.

  58. Besucher2778 meint: (12.10.2010 um 16:39) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech: Jetzt mal ganz deutlich: Wenn du nicht weisst, warum das nicht strafbar ist, bist du noch weit enfernt vom Hobbyjurist sein.

  59. Abmahner meint: (12.10.2010 um 16:40) AntwortenReply to this comment

    @Soeren:
    Grade das ist auch ein großes Problem, wenn man vermeintlich neutral berichtende Nachrichtensendungen als Quelle herbeizieht.
    Die versuchen nämlich ausnahmslos alle das Internet generell schlecht darzustellen, und man merkt solchen Berichterstattungen in 9 von 10 Fällen ihren Hass auf das Internet an.
    Das liegt in der Natur der Sache – wird das Net zukünftig doch hoffentlich als Fernsehersatz weitere Verbreitung finden.

  60. stimmviech meint: (12.10.2010 um 16:44) AntwortenReply to this comment

    @Soeren:
    Leider habe ich keine Zahlen, verfolge nur aufmerksam die Presse bezüglich Mißbrauchsprozessen. Und da gab es eben einige Fälle, bei denen Mißbraucher sich Kinder aus Kaufhallen nach Hause zum Videospiel einluden. Mir zeigt die hohe Zahle von " Scheintätern" sowohl im amerikanischen Original als auch bei Tatort Internet, daß es rege Aktivitäten von geschickten Kindesmißbrauchern in Internetchats geben muß. Es gibt auch Webseiten wie die von Herrn G. , in denen Interessierte sich Infos zur Tarnung ihrer Aktivitäten geben lassen können, bitte selber googeln.

  61. stimmviech meint: (12.10.2010 um 16:48) AntwortenReply to this comment

    @Abmahner: Hobbyjurist sein bedeutet für mich, mich bei Bedarf schnell und tiefgehend in juristische Fragen einlesen zu können. Im Gegensatz zu einer Erbschaftsrichterin und einem Fachanwalt für Erbrecht und einem- zugegebenerweise pensionierten- Notar war ich in der Lage, aus einem 60-seitigen Testament den BGB 2137 herauszulesen. Machte durch die dadurch mühsam zu überzeugende Erbschaftsrichterin 200000 Euro. Ein Hobbyjurist muß nicht alles wissen, er muß sich aber schnell ein juristisch korrektes Bild machen können.

  62. Thorben meint: (12.10.2010 um 16:52) AntwortenReply to this comment

    Also ich finds toll daß man solchen Kindesmißbrauchern das Leben schwermacht. Ist ja schon schlimm genug, daß diese Schweine schon bald mit Google Street View Kindergärten vom Schreibtisch ausspionieren können und dann zugreifen.

  63. Cybaer meint: (12.10.2010 um 16:53) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech: Wenn Du mir mitteilst, wer "Herr G." (Text editiert. U.V.)ist, kann ich mich entscheiden, ob es ein Lob oder eine Beleidigung darstellt, mit ihm verglichen zu werden.

    Ich tippe mal auf Beleidigung, die aber mangels (deines) Wissens ohnehin irrelevant ist.

    Ich schreibe hier auch deshalb, …

    Na, dann hoffe ich mal, Du kannst das Internet im Allgemeinen und dieses Blog im Besonderen erretten! =;->

    … um vor Leuten zu warnen, die den Mißbrauch des Mißbrauchs wiederum dazu mißbrauchen, den Kindesmißbrauch als scheinbar freiwillig zu verharmlosen.

    Verharmlosung ist das eine, Hysterie das andere.

    Man muß nicht "verharmlosen". Mißbrauch ist Mißbrauch. Punkt.

    Was Mißbrauch ist, entscheidet das (vermeintliche) Opfer. IMHO hat immer "der Schwächere" die Deutungshoheit. Ganz bestimmt aber entscheidest nicht Du, ob jemand mißbraucht wurde, oder nicht. Auch nicht die "Redaktion" von RTL 2 oder v.u.z. Guttenberg mit diesem Verein mit dem bezeichnend dämlichen Namen "Innocence in Danger" und nicht etwa "Children in Danger" …

    Es wäre ja schon ein Fortschritt, wenn man weniger emotional und dafür realistischer über das Tabuthema "Kindersex" reden könnte (womit natürlich auch "Sex zw. Kindern" gemeint ist). Noch wünschenswerter wäre es, der Meinung von Fachleuten (Sexualwissenschaftler und -pädagogen) mehr Platz zu bieten, als Leuten, die zwar alles besser, aber doch nichts wirklich wissen, dafür aber mehr "glauben". Und am besten wäre es, wenn man die Mittel für Sexualforschung nicht immer weiter kürzen würde. Aber es ist ja logisch, daß man Mittel kürzt und Thematisierungen ggf. schlicht als KiPo diskriminiert/verbietet, wenn man an einer wirklich ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Thema überhaupt kein Interesse hat. Fakten können wirklichen Glauben ja zwar bekanntermaßen nicht erschüttern, aber es wirkt halt dann doch "störend" in Diskussionen mit Leuten, die nicht so fanatisch sind, und eher wirklich das Wohl der Kinder im Auge haben …

  64. Kommentator meint: (12.10.2010 um 16:55) AntwortenReply to this comment

    Für 200.000 Tacken wird noch der dümmste Depp zum erfolgreichen Hobbyjuristen. Das ist nicht persönlich gemeint, einfach ein Fakt, dass man bei den denkfaulsten Typen erstaunliche Kreativität und Arbeitsamkeit entfachen kann, wenn die zu erlangende Summe nur hoch genug ist. Das Kriterium würde ich also bedeutend höher setzen wollen …

  65. anonym meint: (12.10.2010 um 17:03) AntwortenReply to this comment

    @ Kommentator
    Grundsätzlich haben Sie wahrscheinlich recht, daß einzig Geld bei genügend Leuten Kreativität hervorruft. Aber ich sehe mich dennoch gezwungen, hier anzumerken, daß es ebenso Leute gibt, die sich nicht besonders von Geld beeindrucken lassen und die auch 200 000 Euro nicht aus der Reserve locken können. Ich wäre so eine Person.

  66. Franz meint: (12.10.2010 um 17:03) AntwortenReply to this comment

    Kleiner Widerspruch zu Udos Tipp:
    Nicht erst mal schweigen, sondern direkt der Nutzung der Aufnahmen widersprechen, sobald jemand mit der Kamera vor einem rumfuchtelt.
    Sowas wurde bereits mal als Einverständnis ausgelegt.

  67. @54 meint: (12.10.2010 um 17:06) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech:
    die "Pädoszene" gibt es nicht. Das ist eine immer wieder gerne verbreitete Legende der so besorgten Menschen a la Innocence in Danger. Und in meinen Augen fast noch gefährlicher als alle Pädophilen zusammen.

  68. anonym meint: (12.10.2010 um 17:08) AntwortenReply to this comment

    @ Franz
    Ich vermute mal, daß man durchaus schweigen kann, wenn einen jemand so einfach filmt oder fotografiert. Das spricht anderen noch lange nicht das Recht zu, dergleichen zu veröffentlichen. Das Recht auf das eigene Bild verlangt nicht von jedem, von vornherein zu wissen, ob einen der Typ XY gerade jetzt filmt (oder jemand anderen) und welche Absichten er damit später hat.

  69. carlos meint: (12.10.2010 um 17:09) AntwortenReply to this comment

    viele der heute 13,14,15 jährigen, die im netz aktiv sind, sind sowas von ausgebufft und abgeklärt, dass sie eher schnell blicken was läuft und sich ihren Spass in der Verarsche mit den vermeintlichen "dirty old men" machen.

    dieser geheuchelte Betroffenheitskult, die Instrumentalisierung von Kinderpornografie als politische Waffe ist sowas zum K……

    Es gibt derzeit wohl nur 2 Totschlagfragen:

    1. Sie sind doch sicher auch gegen Kinderpornografie?

    2. Wo kann ich gegen Ausländer unterschreiben?

  70. anonym meint: (12.10.2010 um 17:10) AntwortenReply to this comment

    @ carlos
    Frage 3: Wo kann ich gegen Pornosteffi unterschreiben?

  71. Snickerman meint: (12.10.2010 um 17:11) AntwortenReply to this comment

    Da kennt sich aber einer gut mit den Seiten von Herrn (Text editiert. U.V.)aus… seeehr verdächtig…
    -zumindestens, wenn es nach den Trashern von RTL II geht.

    Wenn das Zitat mit dem "Sie können jetzt nicht gehn…" wirklich so in der Sendung fiel, war es entweder gescripted oder Freiheitsberaubung! Ich kann zwar aus meiner Wohnung Leute rausschmeißen, aber nicht festhalten- es sei denn, in einer Art Gefahrenabwehr…

    Wie ich gelesen habe, wurden zwar die "Grooming"-Versuche der Männer gezeigt, aber nie, was die vorgeblich 13jährige geschrieben hat, ob das mehr reaktiv war oder regelrechte Aufforderungen. Wie schon gesagt, ab 14 wäre das kaum noch ein Problem gewesen…

    Und bei dem Begriff "Kind" bekomme ich Stirnrunzeln, was ist das eigentlich genau?
    Rechtlich. (u14) (außer die UN, für die alle u18 Kinder sind)
    Persönlich. (das Kind von…)
    Körperlich. (vorpubertär)
    Verhalten. (Ich bin kein KIND mehr, Du A****!)

    Die Tochter einer Bekannten von mir ist die Tage 18 geworden, zeigt aber noch ein teilweise recht kindliches Verhalten, mit anderen Jugendlichen dagegen kann man schon "erwachsene" Gespräche führen… das ist sehr individuell…

  72. Planewalker meint: (12.10.2010 um 17:11) AntwortenReply to this comment

    Natürlich handelt es sich bei den vermeintlichen "Perversen" um Darsteller. Alles andere wäre viel zu unsicher. Eine unerwünschte Reaktion seitens einer "Realperson" könnte die ganze Dramatik des Formats zunichte machen und damit die gesamte Arbeit, die in eine Episode gesteckt wurde. Das würde die Produktionskosten entsprechend aufblähen, wodurch man in Folge weniger Gewinn erzielen könnte. Abgesehen davon kämen rechtliche Unsicherheiten hinzu, z.B. wenn eben doch die Identität des "Täters" – sei es auch nur durch Unachtsamkeit – ersichtlich wäre. Kein Produzent, der Nachts in Ruhe schlafen will, würde diese Unsicherheiten in Kauf nehmen.

    Wer immer noch glaubt, dass Fernsehinhalte "echt" wären, dem kann man wirklich nicht mehr helfen. Auf der einen Seite haben wir das Propagandaprogramm der öffentlich-rechtlichen Sender, das Politikern eine Plattform bietet, ungefiltert ihren Schwachsinn zu verbreiten, auf der anderen Seite das Privatfernsehen, das mit minimalen Kosten maximale Einnahmen erzielen muss und dementsprechend produziert – mal abgesehen davon, dass auch dort Einfluss genommen wird. Mein Rat: Konsumverweigerung. Fernsehen abschaffen! Halte ich schon lange so und habe es nie bereut.

  73. Friede Bertel meint: (12.10.2010 um 17:14) AntwortenReply to this comment

    So.. So haben wir unser Ziel erreicht.

    Das Volk reagiert wie geplant.

    Sorry, muss eben schnell nach Gütersloh.

  74. Cybaer meint: (12.10.2010 um 17:17) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech: Dank der weiteren Infos habe ich mittlerweile ergoogeln können, wen Du mit (Text editiert. U.V.) meintest.

    Tja, und das ist IMHO mal wieder echt typisch: nicht genehme Meinungen werden von solchen Typen wie Du es einer bist der Einfachheit halber gerne und zügig in die "Pädophilenecke" gestellt.

    Das ist ja soooo einfach …
    … und soooo durchschaubar, daß es schlicht nur peinlich ist. :-)

    Aber: "Dummerweise" bin ich nicht pädophil. Und ich finde es wahnsinnig toll, daß sich an diesem Umstand schon ganz andere Leute die Zähne ausgebissen haben, als so ein kleiner Online-Versuchsbeleidiger wie Du es bist. :-))

  75. Cybaer meint: (12.10.2010 um 17:23) AntwortenReply to this comment

    @@54: Du kennst den (IMHO sehr lesenswerten) Artikel des Sterns, wo ein Reporter undercover in die (angeblich nicht existente) Pädoszene eingedrungen ist?

    Den URL habe ich jetzt nicht greifbar, aber auf Wunsch kann ich ihn hier morgen posten …

    Davon abgesehen: Pädophilie gibt es. Und: Der Sexualtrieb ist nun mal, nach der Selbsterhaltung, unser stärkster Trieb. Pädophilie ist geächtet und ausgelebterweise verboten. Warum sollte es, wie bei wohl allen anderen verbotenen und/oder geächteten Dingen nicht auch hier eine Szene geben?

  76. stimmviech meint: (12.10.2010 um 17:26) AntwortenReply to this comment

    @Cybaer:
    Jeder, der über die mit Sicherheit existente Pädoszene recherchiert, müßte Herrn G. kennen. Bitte selbst googeln.
    Er ist sozusagen der selbsternannte Chef der Pädoszene.
    Ich habe – nicht wegen Sexualstraftaten- viele Jahre im Knast bzw Forensik verbracht und dadurch vielleicht statistikresistente Erfahrungen gesammelt. Meine Mitgefangenen waren eben keine Nahfeldtäter, sondern, wie ich mich zu erinnern meine, sämtlich Fremdtäter. Vielleicht geht die Mehrheit der Kindersextaten aufs Konto von Familienangehörigen, die extremen Taten scheinen aber vom vielbeschworenen Mann aus dem Gebüsch begangen zu werden.
    Der Elitesoldat, der zwei Minderjährige im Schwimmbad erst wochenlang beobachtete und sie dann auf einem abgelegenen Teil der Liegewiese vergewaltigte und mit dem Kampfmesser tötete. Der 4-fache Frauenmörder, der Mitte der 80er auf einer Zugfahrt eine fünfte Frau zu ermorden versuchte, nachdem er sich so nett mit ihr unterhalten hat( war seine Spezialität). Der Kindermörder, der mir im Suff gestand , einen weiteren Mord begangen zu haben. Was die Polizei, als ich das vor einigen jahren, als er aus der Haft entlassen war,mal angezeigt habe, eher distanziert zur Kenntnis nahm.
    Mit diesen Erfahrungen im Kopf bin ich nicht bereit, den Mißbrauch des Mißbrauchs dadurch zu bekämpfen, daß ich den Mißbrauch und die Gefahren durch Fremdtäter kleinrede.

  77. anonym meint: (12.10.2010 um 17:28) AntwortenReply to this comment

    @ Planewalker
    Seit 30 Jahren habe ich keinen Fernseher. Alles schön und gut, nur hilft es eben nicht, wenn sich Millionen andere Personen gern verdummen lassen wollen. (Hier mal ganz abgesehen davon, daß mit Sicherheit nicht jede Sendung im TV völlig wertlos ist.) Das ist ungefähr so, als wenn man selbst ein bestimmtes Blatt nie liest, aber 4 Millionen Personen tun das und lassen auch noch ihr Geld bei den Produzenten dieses Schrotts.

  78. @75 meint: (12.10.2010 um 17:30) AntwortenReply to this comment

    @Cybaer:
    Stern? War das nicht das Blatt, das jetzt auch aktiv diese TV Sendung unterstützt. Mehr muss man dazu wohl nicht sagen.

  79. Christian meint: (12.10.2010 um 17:31) AntwortenReply to this comment

    Und dank solchen Sendunge wird dann jeder überzeugt der lückenlosen Erfassung aller Verkehrsdaten zustimmen um die Kriminellen im Internet zu kriegen

    nicht zu fassen

    Die Einführung des Privatfernsehens war ein Fehler

  80. anonym meint: (12.10.2010 um 17:35) AntwortenReply to this comment

    @ Christian
    Daß das ein "gewollter" Fehler der Konservativen war, wußte man als distanzierter Beobachter bereits um 1986. Aber hier liegt der alleinige Fehler nicht beim TV, sondern bei den Millionen Schafsköpfen, die sich dergleichen freiwillig, auch noch ohne jede kritische Distanz, anschauen.

  81. Hallooooooooooooooooooooooooooo meint: (12.10.2010 um 17:40) AntwortenReply to this comment

    Ich habe die Sendung zwar nicht gesehen, allerdings gab es ja diverse Berichte und einige Chatlogs auf diversen Seiten zu sehen.

    Zunächst einmal gehe ich davon aus, dass 99% aller "realen" Kinder bei Sätzen wie, z.B. "ich will cs" oder "ich will dich reiben" oder sowas in der Art, ohnehin den jeweiligen Nutzer ignoriert hätten.

    Die Lockvögel von RTL II hingegen fanden diese Sätze äußerst ansprechend und haben sich richtig auf ein Treffen gefreut.

    Mit der Realität hat das doch überhaupt nichts zu tun.

    Ich behaupte, dass solche "sexistischen" Nachrichten in der Regel nur dazu führen, dass kein Kontakt zu Stande kommt. Viel gefährlicher ist es doch, wenn die jeweiligen Personen sich selber als Minderjährige ausgeben u.s.w

    Entscheidend sind hierbei aber die Eltern.

    Zur Strafbarkeit noch eine Anmerkung. Soviel ich weiß, sind diese Chat-Nachrichten mit sexuellen Inhalt oder allgemein Texte, bei denen die Absicht dahiner steht ein sexuelles Treffen einzuleiten, nach dem §176 bereits strafbar ist.

    Das gilt allerdings nicht für volljährige, die sich nun als 13-Jährige ausgeben.

    Insofern wird in der Sendung auch ziemlicher Müll erzählt, wenn behauptet wird, dass das bei Kindern nicht strafbar wäre.

    Soviel ich weiß, ist es aber bei Jugendlichen anders.

    Strafbar würden sich dann die jeweiligen Personen nur machen, wenn diese z.B. pornographische Bilder/Videos an die jugendliche Personen schicken(§184 Satz 1. Absatz. 1)

    Meiner Meinung nach ist das Internet in der Regel nicht für Kinder geeignet, oder anders gesagt, die Eltern sollten sich damit beschäftigen und das Kind nur unter Aufsicht ins Internet lassen.

    Wenn es z.B. um Arbeiten in der Schule geht, dann kann eine entsprechende Whitelist bearbeitet werden und ein entsprechendes Nutzerkonto mit wenig Rechten eingerichtet werden.

    Da viele Eltern nicht mit den ganzen Gesetzen im Internet vertraut sind, sind es deren Kinder in der Regel auch nicht und das Internet ist nun mal ein juristisches Minenfeld(Artikel in der C't. Als Beispiel kann man dafür nennen, Abofallen, Abmahnungen) u.s.w

    Das wissen wahrscheinlich viele nicht und klicken einfach alles mögliche an und laden auch alles mögliche herunter.

    Gut, das hat jetzt alles nichts mit dieser Sendung zu tun, allerdings wird doch deutlich, dass man als Elternteil ein Kind nur "unbeaufsichtigt" ins Internet lässt, wenn es über entsprechende Gefahren aufgeklärt wird und dann auch erst ab einem bestimmten Alter.

    Wenn es nämlich einfach nur darum geht eine Hausarbeit zu schreiben, dann muss man ja nicht ins Internet. Die kann man auch mit Word schreiben.

  82. Gutmenschenbewunderer meint: (12.10.2010 um 17:41) AntwortenReply to this comment

    Auch ich habe gestern voller Erstaunen die Präsentation der in einen Hinterhalt gelockten Chatnutzer gesehen.
    Inwieweit es sich um reale Akteure handelt hat sich mir nicht erschlossen. Merkwürdig ist jedenfalls die stereotype devote Reaktion der Betroffenen nach dem Outing. Warum aber muss ein englischer Polizeibeamter zwischen zwei Fällen die Errungenschaft der Engländer herausstellen, die darin besteht, dass 98% der als “kinderpornografisch” eingestuften Sites für englische User bereits gesperrt sind? Hier wird ein Süppchen gekocht, dessen Zutaten sehr wohl mit Bedacht ausgewählt wurden.

  83. a.nonym meint: (12.10.2010 um 17:41) AntwortenReply to this comment

    @planewalker: Stell Dir vor, genau das ist passiert: Die (mutmaßliche) Identität von einem der Männer ist offengelegt worden. (s. express.de)

    @78: stern.de hat gestern schon z.T. umgeschwenkt, s. bitterböse Medienkritik unter dem "Der Schutzengel der Schwachen".

  84. Glotze meint: (12.10.2010 um 17:44) AntwortenReply to this comment

    Nach Betrachten des ersten Teils dieses Machwerks zur Einstimmung des Volkes auf die Totale Internet Zensur war ich mir sicher, das das alles gefakt ist…

    Planewalker (72) hat es entsprechend ausgedrueckt.

    So unterschreibe ich das …

  85. alter Jakob meint: (12.10.2010 um 17:45) AntwortenReply to this comment

    Es ist doch sowieso bezeichnend für das Format, dass dann auch noch kostenpflichtige (!) Rufnummern eingeblendet werden, bei denen man angeblich Hilfe bekommt. Und dass natürlich noch ein Mißbrauchsopfer (Mandy) ohne Unkenntlichmachung bloßgestellt wird. Und die von vorne rein und hinten raus zu Guttenberg alias Pornosteffi ist mittendrin.

    siehe: http://www.heise.de/tp/blogs/5/148521

  86. christian meint: (12.10.2010 um 17:57) AntwortenReply to this comment

    @Besucher2778:
    Das mag bei echten Kindern schon stimmen… Wenn ein Täter das Opfer mit sexuellen Dingen anspricht und sich dann trifft, so kann man durchaus von einen Versuch ausgehen.
    Aber !! .. es waren volljährige Schauspieler.. und keine Kinder.
    Und es ist kein Skandal dass Sexwünsche mit einen Fake nicht bestraft werden… und sowas ist selbst aus Kinderschutzgründen nicht nötig.

  87. Planewalker meint: (12.10.2010 um 18:12) AntwortenReply to this comment

    »Stephanie zu Guttenberg wäre anzuraten, sich in Zukunft auf Kochbücher, Modefragen oder ähnlich geartete Themenfelder zu konzentrieren, die ihrem geistigen Horizont vermutlich näherstehen.«

    Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/redaktion/stephanie-zu-guttenberg-frau-frei-von-fakten-.html

  88. Snickerman meint: (12.10.2010 um 18:16) AntwortenReply to this comment

    Wieso darf man eigentlich den Namen eines bundesweit bekannten Pro-Pädo-Aktivisten nicht nennen, Herr Vetter?

    Strengt der dann ein Verfahren gegen Sie an?

    Wenn nicht, würde ich das wirklich gerne wissen!

    Seine Seite selber ist doch nicht verboten?

  89. anonym meint: (12.10.2010 um 18:35) AntwortenReply to this comment

    @ Planewalker
    Der Kopp-Verlag galt doch bisher immer als ein recht fragwürdiges Verlagshaus?! Aber hier haben die offenbar eher als manch anderer begriffen, was für ein Spiel gespielt wird.

  90. Besucher2778 meint: (12.10.2010 um 19:11) AntwortenReply to this comment

    @Snickerman: Mandantenschutz? ;)

  91. Planewalker meint: (12.10.2010 um 19:20) AntwortenReply to this comment

    @anonym: Vieles ist fragwürdig. Ich verweise aber ausschliesslich auf den Artikel, der es meiner Meinung nach ziemlich genau trifft.

  92. anonym meint: (12.10.2010 um 19:24) AntwortenReply to this comment

    @ Planewalker
    Ja, so hatte ich es auch aufgefaßt.

  93. Karsten meint: (12.10.2010 um 19:52) AntwortenReply to this comment

    Ich habe ja die Hoffnung, dass die meisten Kinder abschalten, wenn der "creepy old man" im Chat auftaucht. Daher sollte RTL2 lieber die anschnacken, die das nicht tun, und denen eine ordentliche Standpauke von der Supernanny verpassen. Direkt ein potenzielles Opfer weniger, dazu noch Aufklärung, Mission erfolgreich. Oder denkt RTL2 etwa gar nicht an die Kinder?

  94. Thoddy meint: (12.10.2010 um 20:07) AntwortenReply to this comment

    Mir scheint, das Fernsehen – hier mal wieder RTL2 – auf recht fragwürdige Weise Quote zu machen. Sie appelieren dabei an den Voyeurismus der Zuschauer, in fremde Wohnzimmer zu schauen und am Schicksal anderer Menschen vom Sofa aus teilzuhaben. Ich hätte mir von Frau von Gutenbergg mehr Seriösität im Umgang mit diesem Thema gewünscht.
    Was können Eltern konkret machen, um ihren Kindern einen sinnvollen Umgang mit dem Internet zu vermitteln. Verkehrsunterricht gibt es im Kindergarten, in der Schule und letztlich in der Fahrschule. Warum zeigt man Kindern nicht die Plätze im Netz, wo sie sich nahezu gefahrlos bewegen können. Es gibt moderierte Kinderchats (z.B. Seitenstark.de), wo sich die Kinder anonym und sicher unterhalten.
    Das Dingfestmachen, Verhören und bestrafen von Gewalttätern kann nicht die Aufgabe des Fernsehens sein. Es scheint hier ein großes Wissensdefizit bei Politikern und Eltern zu bestehen. Nur weil manche Menschen betrunken Autofahren, kann ich meinem Kind die Teilnahme am Straßenverkehr verbieten. Ich kann es aber auf die Gefahren aufmerksam machen und vermitteln, wie es Gefahren vorbeugt.

  95. SvenC meint: (12.10.2010 um 20:08) AntwortenReply to this comment

    Dem Prekariat dürfte das egal sein. Hauptsache doof in die Glotze gucken….

  96. Manuelito meint: (12.10.2010 um 20:08) AntwortenReply to this comment

    solche formate sind IMMER gescripted. das sind ausschließlich laiendarsteller, die nach drehbüchern agieren. auf verdacht und mit dem risiko, das beim dreh was schief geht, schickt man heute kein kamerateam mehr auf die straße für so ein format. das ist viel zu teuer und das ergebnis nicht absehbar. genau das braucht man aber beim tv: billig und absehbar. anderes wird nicht abgesegnet.

  97. Deekay meint: (12.10.2010 um 20:21) AntwortenReply to this comment

    http://www.youtube.com/watch?v=zj9_pW2Pym4

    Da ist die Szene mit dem Hindern…

    Interessantes dazu:

    Die Beiträge 114 und 115 auf Netzpolitik

  98. stimmviech meint: (12.10.2010 um 20:46) AntwortenReply to this comment

    @Karsten: Wenn der creepy old man auftaucht, schalten unterschichtige Kinder ein. Weil er ihnen Zuneigung gibt, zuerst legale und dann illegale. Zuneigung, die sie zuhause nicht bekommen, weshalb
    @Thoddy: es diesen Kindern nichts bringt, die Eltern oder sie auf intellektuelle Weise zur Teilnahme an " besseren" Chats zu motivieren. In den besseren Chats gibt es keine Zuneigung , und intellektuell sind diese Menschen von abstrakten Analysen und Warnungen überfordert. Hier diskutieren wie so oft Mittelschichtler an der Lebenswirklichkeit der Unterschicht vorbei. Diese Sendung erreicht die Kinder, weil sie ganz plakativ sehen, daß der liebe Chatonkel sich sofort selbst befriedigt, kaum daß er in der Wohnung ist. Und vielleicht läßt der eine oder andere Jugendliche deshalb die Finger vom creepy old man.
    Mich stört selbst, daß die Sendung den Zweck erreicht, den Leuten die Überwachungsgesellschaft schmackhaft zu machen. Ich sehe aber – fast möchte ich leider sagen- eine positive Wirkung bei einer Klientel, die sonst nicht erreicht wird.

  99. Ja meint: (12.10.2010 um 20:58) AntwortenReply to this comment

    Diesen Kinderpornowahn in einem Land, daß gleichzeitig jedes Jahr über 100.000 Kinder straffrei durch Abtreibung ermordet, kann man nur noch schizophren nennen.

  100. Blogfürst meint: (12.10.2010 um 21:18) AntwortenReply to this comment

    Vetters Verhaltensempfehlung würde ich jedoch widersprechen. Einfaches Aufstehen und Weggehen, sieht m.E. irgendwie ziemlich schlecht aus. Da interpretiert dann so mancher Reporter gleich ein "Schuldeingeständnis" rein. Auch wenn es natürlich nicht Aufgabe oder gar Pflicht eines "von der Kamera erwischten" ist, sich selbst möglichst gut aussehen zu lassen, so würde ich doch eher empfehlen sich wie folgt zu verhalten:

    - Sehr freundlich, leise und zurückhaltend darum bitten, ihn nicht weiter zu filmen/aufzunehmen. (evtl. wiederholen)
    - Bei bohrenden Fragen einfach antworten: "Ich habe Verständnis dafür, dass Sie von mir Antworten erwarten, aber ich bitte Sie ebenfalls um Verständnis dafür, wenn ich Ihnen vor der Kamera keine geben kann/möchte.

    Solch ein Verhalten wäre in so einer Situation sehr atypisch und unerwartet, da normalerweise "Ertappte" entweder wütend werden (und die Kamera weghauen) oder aber in stotternde Rechtfertigung verfallen. Beides ist sehr schlecht. Wer stattdessen freundlich bleibt, durchkreuzt die Erwartungshaltung der Zuschauer, die sich wahrscheinlich gedacht haben "so ein Mistkerl wie der kann doch gar nicht freundlich sein…

  101. Manuelito meint: (12.10.2010 um 21:22) AntwortenReply to this comment

    Planewalker 72 lesen. diese sogenannte fälle sind alle nur fakes.

  102. mööp meint: (12.10.2010 um 21:24) AntwortenReply to this comment

    @Ja: Wenn man in das neu geöffnete Fass schaut, dann erkennt man, dass dort sowohl Äpfel als auch Birnen aufbewahrt werden.

  103. MaxR meint: (12.10.2010 um 21:25) AntwortenReply to this comment

    Irgendwie dachte ich da zuallererst an Monty Python's fiktive Serie "blackmail".

  104. Kommentator meint: (12.10.2010 um 21:27) AntwortenReply to this comment

    @Ja: So Leute wie sie fordern sicher auch Zwangsschwängerung aller gebährfähigen Frauen und Mädchen alle 10 Monate. Damit auch ja kein Kind … äh keine Eizelle getötet wird/verloren geht.

  105. DailyMail meint: (12.10.2010 um 21:38) AntwortenReply to this comment

    Ob nun gescripted oder nicht, ob juristisch fragwürdig oder vertretbar, dies sei einmal dahingestellt: Aber die vielen Kommentare, die die Sendung kritisieren, zeigen, dass hier ein Nerv getroffen wurde und sei es nur der, dass man bislang darauf zurückziehen konnte konnte: "Jaja, Missbrauch von Kindern geschieht vor allem im persönlichen Umfeld, Täter und Opfer kennen sich häufig… Aber den öffentlichen Raum betrifft die Problematik nicht."

    Herzlichen Glückwunsch!! Wer so argumentiert, der stiehlt sich aus der Verantwortung, die die Gesellschaft hier ganz besonders bei der Bekämpfung dieses Problems hat.Und wenn man hier kollektiv "die Schotten dicht" machen will a la "Betrifft mich alles nicht", dann verliert damit der Staat wieder einen Teil seiner Legitimation.

    Die Sendung mag juristisch nicht wasserdicht sein. Warum dies jedoch in dieser Penetranz hervorgehoben wird, dass erschließt sich nicht. Es wirft indes ein sehr sehr schlechtes Licht darauf, wie das Thema in der unseren Gesellschaft angegangen wird, wenn das eigentliche Problem derart leicht in den Hintergrund gerät.

  106. Anders meint: (12.10.2010 um 21:59) AntwortenReply to this comment

    @DailyMail:

    Es wirft indes ein sehr sehr schlechtes Licht darauf, wie das Thema in der unseren Gesellschaft angegangen wird, wenn das eigentliche Problem derart leicht in den Hintergrund gerät.

    Sehr schöne Erkenntnis. Nun überlegen Sie noch, wie hier ein Sender, eine profilierungssüchtige Frau und ein Massenverblödungsblatt auf dem Rücken von misbrauchten Kindern politik machen und fette Gewinne einfahren.

    Wenn Sie jetzt noch immer nicht das Kotzen bekommen und weiterhin glauben, das ein marginales Problem wie das hier instrumentalisierte, wichtiger ist, dann ist Ihnen eben nicht mehr zu helfen.

    Anders
    Vertreter der Initiative für mehr Hexenjagdten und Pausenclowns.

  107. Twister meint: (12.10.2010 um 22:03) AntwortenReply to this comment

    Hallo, Herr Vetter

    danke noch einmal für den Hinweis.
    Existenzen sind für manche "Kinderschützer" egal, sie sind Kollateralschäden wenn es um die "Gute Sache" geht. Ich habe seit vielen Jahren damit zu kämpfen, dass ich am Anfang meiner Internetzeit zu "blöd" war meinen Realnamen zu verschleiern. Mittlerweile konnte ich das letztendlich nutzen, aber es war ein harter Weg.

    Was das mit dem Artikel zu tun hat?
    Ich (und auch andere Betroffene) konnten am eigenen Leib erfahren, wie "Kinderschützer" vor Beleidigungen, Diffamierungen, Verleumdungen und dergleichen mehr nicht halt machten, wenn sie meinten, einen "Feind" zu wittern. Dieser Feind war jeder, der die Meinung nicht teilte. Dabei gingen die "Kinderschützer" so weit, dass sie sogar Menschen, die sich selbst als Opfer von sexuellem Missbrauch outeten, angriffen und als Lügner ansahen usw.
    Das Ganze nahm äußerst unschöne Formen an – so wurden auch Journalisten diskreditiert weil sie sich kritisch mit dem Thema befassten, wobei der "Kinderschützer" nicht einmal den "Richtigen" diskreditierte.

    Es ist erschreckend, mit welchem Hass man bei "Kinderschützern" konfrontiert wird. Eine Aussage, die bis heute in meinem Gedächtnis verankert ist, lautete: "Wenn du irgendwo am Baum baumelst, bin ich sehr froh. Hoffentlich folgen noch viele."
    Es ist den "Verantwortlichen" schlichtweg wurscht, was passiert – sie wähnen sich auf der Seite des Guten, insofern ist der Rest egal. Und die jetzige Inszenierung, die explizit Medien mit Falschinformationen über das Format versorgte, ist imho nur die mediale Trommelei für mehr VDS und Netzsperren und nicht zuletzt für Stephanie von und zu Guttenberg, denn dass die BILD die Duzfreundin von Anna von Bayern gerne als First Lady sehen würde, ist ja bekannt.

  108. Hessenfrank meint: (12.10.2010 um 22:57) AntwortenReply to this comment

    Also ich habe gestern per Zufall rein- und nach wenigen Minuten wieder weggezappt. Sollte sich nun herausstellen, dass die Sendung tatsächlich gescripted ist, schließe ich mich der Meinung an, dass man kaum billiger und geschmackloser Geld und Stimmung machen kann. Aber Herr Vetter gibt hier ja Tipps für den Umgang mit Kamerateams. Die werden gecastete Darsteller ja eben nicht brauchen, sondern nur solche, die tatsächlich in dann eindeutiger Absicht versucht haben, sich vermeintlichen Kindern zu nähern. Und es wird ja wohl kaum jemand abstreiten können, dass es sich bei diesen Leuten dann um Pädophile handelt, die in einem nicht gestellten Fall offensichtlich zur Sache gekommen wären. Auch wenn man den Leuten keine Straftat nachweisen kann (was ja auch gar nicht der Anspruch der Verantwortlichen ist), muss man nicht Minority Report zitieren, um die Absicht zu unterstellen. Und es ist gut so, wenn diese Leute bloßgestellt und in die Enge getrieben werden. Vielleicht entschließen sie sich ja dann zu einer Therapie. Das mag dem ein oder anderen hier nicht gefallen, aber man muss kein Bild-Adept sein, um besseren Schutz und konsequenters Vorgehen gegen Kinderschänder zu befürworten. Gerade weil es immer wieder zu Verharmlosungen und Relativierungen kommt. Angeblich gibt es ja keine Internetszene – eine schwer aufrecht zu erhaltende Behauptung, wenn die Fälle dieser Sendung echt sind. Übrigens würde vermutlich ein Großteil der Kritiker die Macher feiern, wenn sie mit ähnlichen Methoden die Machenschaften irgendwelcher Politiker oder Konzerne enttarnen würde. Dann hieße das ganze invesigativer Journalismus und wäre ein Garant unserer freiheitlichen und rechtsstaatlichen Ordnung.

  109. Jumper meint: (12.10.2010 um 23:30) AntwortenReply to this comment

    Bildungsfehnsehen RL2
    mehr braucht keinen ;)
    vielleicht noch Galileo.
    Das Thema ist jedoch interessant.
    Alte Säcke, die auf pubertierende Mädchen oder jüngere stehen und das Internet nutzen um deren anwachsende Interesse am anderen Geschlecht ausnutzen.
    Da hilft nur eins, Eltern aufklären, dass sie ihr Schösslinge aufklären müssen und gut ist.

  110. Weltregierung meint: (12.10.2010 um 23:36) AntwortenReply to this comment

    @Hessenfrank:

    Pädophile stehen auf Kinder VOR der Ausprägung sekundärer Geschlechtsmerkmale; das ist bei 13jährigen in der Regel nicht mehr und schon gar nicht bei 18jährigen, die sich als 13jährige ausgeben, gegeben.

  111. jansalterego meint: (12.10.2010 um 23:41) AntwortenReply to this comment

    @Daily Mail, Stiemmviech:

    Sexueller Missbrauch, insb. an Kindern ist geradezu ein klassisches Delikt im sozialen Nahbereich (zu ca. 80% bei den bekanntgewordenen Straftaten, im Dunkelfeld wohl zu einem noch höheren Prozentsatz). Die Kinder vertrauen den Tätern hier bereits, die ganze gechhatte erübrigt sich, der soziale Druck die Tat geheim zu halten ist viel stärker, die Entdeckungswahrscheinlichkeit entsprechend geringer. Für diese Erkenntnis genügt es, Google anzuwerfen oder ein beliebeiges kriminologisches Lehrbuch aufzuschlagen.

    Diese Erkenntnis zeigt auch, dass es beim Pornosteffibashing nicht darum geht, das Problem von sich zu weisen, sondern darum, dass Problem da anzupacken wo es tatsächlich existiert. Wenn man wie diese Sendung den Fokus auf den statistisch seltenen (potentiellen und mutmaßlichen) fremden Sexualstraftäter aus dem Netz legt, besteht gerade die Gefahr, dass die Vorsicht der Eltern gegenbüber dem eigenen sozialen Umfeld nachlässt, denn böse sind ja immer die anderen und die Frau vom feschen Freiherrn hat´s ja auch so gesagt, sogar im Fernsehen…

    Es darf halt nicht nur darum gehen, dass das Problem ins Bewusstsein der Menschen rückt, es muss dort auch auf die richtige Art und Weise ankommen. Sensationsheischende, gescriptete Panikmache vor der absurd viel selteneren Tätergruppe ist so ziemlich das dämlichste was man machen kann, an dieser Sendung ist komplett alles falsch.

    Zudem ist ihre, Stimmviech, Theorie, dass insbesondere Kinder der Unterschicht betroffen wären statistisch nicht belegt, ihr Anekdotenbeweis zwar recht anschaulich, von der Realität dann aber wie aufgezeigt doch recht weit entfernt. Sexueller Missbrauch an Kindern ist weder auf Täter- noch auf Opferseite ein auf bestimmte Gesellschaftsschichten beschränkes Problem.

  112. Twister (Bettina Winsemann) meint: (12.10.2010 um 23:45) AntwortenReply to this comment

    @hessenfrank:
    und wem genau ist mit "wir stellen jemanden bloß, der eine Straftat hätte verüben können und von dem wir dies annehmen, während es aber bisher keine Beweise gibt" gedient?

    Die Polizei wird in etwa so reagieren müssen:
    also, da gab es diesen Typen, der hat sich mit einer 13jährigen treffen wollen um mit ihr Sex zu haben.

    Und das wissen Sie weil?

    Na ja, eigentlich war ich das – ich meine, ich bin nicht 13, ich bin Journalistin, aber wir wollten den schnappen, wie er eine 13jährige "verfrühstücken" will.

    Aber es gab keine 13jährige?

    Nein.

    Ich soll also jemanden verhaften oder verurteilen weil er sich mit Ihnen unterhalten hat weil er vermeintlich dachte, Sie seien 13? Und weil er sich mit Ihnen treffen wollte weil Sie annehmen, er Sie Ihrer Vorstellung "auf den leim gegangen" und hätte gedacht, Sie seien 13 Jahre alt?

    Ja, aber ich hätte eine 13jährige sein können.

    Sind Sie aber nicht. Wir haben also einen Mann, der sich mit einer Volljährigen, die vorgab, sie Sei 13, zu einem sexuell motivierten Treffen verabredete. Und wir haben eine Volljährige, die vorgab, sie sei 13 und sich mit einem Mann verabredete um mit ihm Sex zu haben. Und wen soll ich jetzt wofür verurteilen?

    Nur mal als ein Beispiel:
    Du hältst jemandem ein Beutelchen Puderzucker entgegen und sagst "wow, geiles Zeug, kaufen, inhalieren… das Zeug schlechthin…"
    Der andere sagt "okay, gekauft"
    Er kauft das Zeug und schnieft.
    Und nun?
    Den anderen wegen Kaufes und Konsum von Kokain drankriegen geht nicht: es war ja kein Kokain.
    Jemanden wegen Kaufes und Konsum von Puderzucker drankriegen ist wohl kaum möglich.
    Was bleibt also?
    Die Annahme, der andere hätte nicht mitbekommen, dass du ihm Puderzucker anbietest und die Annahme, er hätte bei Kokain genauso gehandelt. Zur Verurteilung usw. etwas dürftig, hm?

  113. aber meint: (13.10.2010 um 00:53) AntwortenReply to this comment

    > Den anderen wegen Kaufes und Konsum von Kokain drankriegen
    > geht nicht: es war ja kein Kokain.

    ich glaube das ist falsch.

  114. Zweierlei Maß meint: (13.10.2010 um 04:21) AntwortenReply to this comment

    NOCH VOR WENIGEN TAGEN HAT HERR VETTER EINEN BEAMTEN DER LEGAL SPORT- UND JAGTWAFFEN VERKAUFT SELBER AN DEN MEDIALEN PRANGER GESTELLT. DIESER MENSCH HAT ABSOLUT NICHTS VERBROCHEN WURDE ABER IN EIN ZWIELICHT BESCHRIEBEN WIE EIN KRIMINELLER.
    NUN STELLT SICH HERR VETTER SCHÜTZEND VOR VERMEINDLICHE KINDERSCHÄNDER (OB REAL ODER NUR GESPIELT) ABER NACH MEINUNG VON HERRN VETTER UNSCHULDIG WENN NICHTS BEWIESEN. EIN GROSSES DANKESCHÖN FÜR DIESE TOLLE OBJEKTIVITÄT, DOPPELMORAL, UND HEUHLELEI…

  115. SagIchNicht meint: (13.10.2010 um 05:26) AntwortenReply to this comment

    @Zweierlei Maß: Wenn wir schon dabei sind, man darf auch als Jurist mal Fehler machen ohne gleich niedergebrüllt zu werden.
    Dann möchte ich auch noch darauf hinweisen, dass diese Herren aus dieser Sendung nicht nur unschuldig sind, da nichts bewiesen wurde, sie wurden nicht einmal angeklagt, da sie sich nichts haben zu Schulden kommen lassen. Hättest du bevor du deine Hasstirade hier losgelassen hast dir mal die Mühe gemacht nur 10 der 113 vor dir geposteten Kommentare zu lesen wäre dir das vielleicht aufgefallen.
    Außerdem, mal von dem seeehr wahrscheinlichen Fall abgesehen, dass das ganze gefaked ist, wenn man sich die Reaktionen der "Beschuldigten" ansieht, ist nicht jeder, der sich mit einer Person die vorgibt 13 zu sein über Sex unterhält und sich dann mit ihr trifft automatisch ein Kinderschänder. Mit ein bisschen Fantasie könnte das alles mögliche an Leuten sein, vom Kinderschänder, über eine Person die "einvernehmlichen Sex" mit einem Kind haben will, den es eigentlich so nicht geben kann, aber das mal da hin gestellt, über Werber, oder Journalisten bis zu Aktivisten, die die potentiellen Opfer schützen wollen alles sein. Von Schauspielern abgesehen, die sich vielleicht auch nur einen Spaß erlauben.
    Außerdem wüsste ich gerne mal, wie so ein Chat komplett abläuft. Es ist durchaus möglich, dass die vermeintlichen Kinder geradezu darum betteln dass man mit ihnen über Sex redet und CS macht… Das ist mir auch schon passiert, in den 15 Jahren in denen ich im Netz unterwegs bin hat mich eine angeblich 14-jährige (kann das Alter schlecht kontrollieren) nach Nacktbildern von mir gefragt, und eine angeblich 12-jährige um einen Sex-Chat gebeten. Fing allerdings in beiden Fällen schon ziemlich hart an, war also abzusehen und wurde dementsprechend abgewehrt, ich stehe nicht auf kleine Mädchen. Ich könnte mir jedenfalls gut vorstellen, dass das "Opfer" diejenige war von der die Initiative ausging.

  116. bombjack meint: (13.10.2010 um 07:00) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech:

    und diese "unterschichtigen Kinder" haben natürlich nur im "Internet" Probleme und dies wird von den "creepy old men" dann natürlich nur im Chat ausgenutzt?
    Es gab vor Jahren mal einen Artikel über diese Unterschichten Kinder, wo es um den Konsum von Pornographie ging (mit der unterschwelligen Botschaft Pornos zu verbieten)…..so ganz nebenbei wurde z.B. erwähnt, dass es Fälle gab, wo die Mutter mit wechselnden Lebensgefährten sexuellen Verkehr vor den Kind gehabt hat usw. Stellt sich die Frage ob dieses Aufzeigen der Gefahren im Chat für das Kind was bringt (Pornoverbot ebenfalls) oder ob da ganz woanders die Kacke am dampfen ist?
    Nur würden diese Fragen (was man für solche Kids tun kann; die sich z.B. mit einem Blow-Job das Taschengeld aufbessern) recht schnell zu Themen führen die diverse Heuschrecken so scheuen wie der Teufel das Weihwasser….

    bombjack

  117. borgdrone meint: (13.10.2010 um 07:36) AntwortenReply to this comment

    Habe hier einen ebenso gut Recherchierten Artikel gefunden.
    RTL und die Macher der Sendung scheinen sich wohl mit diesem Format mitschuldig zu machen.
    http://waschtrommler.de/2010/10/08/tatort-politik-c-promis-buchverkaufer-und-schmuddelfernsehen/

  118. stimmviech meint: (13.10.2010 um 07:46) AntwortenReply to this comment

    Die Sendung zeigt eine Strategie des sexuellen Mißbrauchs auf- Fremdtäter die übers Internet Kontakt und Vertrauen aufbauen- und warnt in einer unterschichtverständlichen Form davor. In meinem Beitrag 76 aufgezeigt, daß meine Knasterfahrung der 80%-Nahfeldstatistik widerspricht. Was vielleicht nur heißt, daß die Nahfeldmißbraucher oft nicht angeklagt werden, aber vielleicht auch, daß die Extremtaten von fremden Tätern begangen werden. Die Resonanz der Sendung ist jedenfalls sehr groß, es ist unwahrscheinlich, daß ein Kind sie nicht sieht. Und es ist sehr wahrscheinlich, daß gerade unterschichtige Kinder nun ein negatives Gefühl haben, wenn sie mit dem creepy old man chatten. Und das sehe ich postiv.
    Negativ ist natürlich, daß wegen dieser Angstgefühle gerade die Unterschicht Netzregulierungen unterstützen wird, die uns wegführen von einer Demokratie hoher Qualität, so wir diese überhaupt noch haben. Ich bin, wie gesagt, zwiespältig gestimmt ob der Sendung und sehe Diskussionen wie diese als hilfreich an, die negativen Folgen der Sendung zu schmälern.

  119. Kaesetoast meint: (13.10.2010 um 08:02) AntwortenReply to this comment

    Kann mich jemand bitte mal kurz aufklären, woher der Spitzname "Pornosteffi" kommt. Gibt es da einen tieferen Hintergrund oder ist das mehr ein "Weil wirs können!" Ding?

  120. regisseur meint: (13.10.2010 um 08:27) AntwortenReply to this comment

    …sollte hier wirklich jemand ernsthaft glauben, das die Sendung mitten aus dem Leben gegriffen ist und die Darsteller echt ?

    Glaubt ihr dann auch das Superman fliegen kann ?

    Im TV werden Sendungen 'produziert' !

  121. saibot meint: (13.10.2010 um 08:32) AntwortenReply to this comment

    Was für eine Sendung? Hab ich ein Glück, dass ich keinen Fernseher habe!

  122. marcus05 meint: (13.10.2010 um 08:58) AntwortenReply to this comment

    Wie läuft die Sendung denn dann ab? Setzt sich der "Lockvogel" irgendwo öffentlich hin, Kameras überall versteckt und wartet da auf den "Kinderschänder"?

    Hoffentlich ist sie nicht zu hübsch, sonst wird sie am Ende noch von wem anders angesprochen.

  123. regisseur meint: (13.10.2010 um 09:03) AntwortenReply to this comment

    @marcus05

    Du meinst also, als die Titanic damals sank, war Hollywood auch live dabei ?

  124. Cybaer meint: (13.10.2010 um 09:22) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech: Ich "recherchiere" nicht in der Pädoszene, insofern muß(te) ich G. auch nicht kennen.

    Pädos habe ich (bislang) als unangenehme Zeitgenossen empfunden (mittlerweile tun sie mir leid – aber das ist ein anderes Thema).

    Mir geht es um die Verteufelung der Sexualität von Kindern. In diesem Themenbereich "recherchiere" ich seit Jahren. Meine Einstellung zum Thema "Kindersexualität" (aber jüngst auch Pädophilie) hat sich dadurch eklatant verändert. Und das, obwohl ich bereits von meiner Kenntnis her "vorbelastet" war. Ich kenne mich mit Sexualität (der Menschen im Allgemeinen und den Spielarten im Besonderen) hervorragend aus, und ich war schon zu Grundschulzeiten sexuell aktiv – mit Gleichaltrigen. Von Älteren habe ich nur geschwärmt. Die waren (leider) unerreichbar.

    Nach der Grundschule wurde ich aktiver. Mit jüngeren, gleichaltrigen und älteren Partnern – auch Erwachsenen. Das waren die "sexuell befreiten" 1970er Jahre, und Sex zw. Erwachsenen und Kindern war kein Tabu (mehr).

    Mindestens nach heutiger Gesetzlage hätte ich mich strafbar gemacht (Sex mit Jüngeren), bzw. wäre "Opfer" (Sex mit Erwachsenen). Wie damals die Gesetzeslage war, wußte/weiß ich nicht – es war mir nicht bewußt, und es wäre mir sicherlich auch egal gewesen.

    Denn: Ich empfand meine Aktivitäten als eine (im positivsten Sinne) ungeheure Bereicherung meines Lebens. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

    Ich bin auch kein "vernachlässigtes Unterschichtenkind", sondern ein "Schmuser" aus der bildungsbürgerlichen Mittelschicht, der sich seine benötigten Schmuseeinheiten jederzeit bei seine Eltern holen konnte (und das auch weidlich genutzt hat). Die Freude am Körperkontakt wurde mir quasi in die Wiege gelegt, und nie unterdrückt.

    Allerdings war meine erste "sexuelle" Erfahrung negativ ("sexuell" nach Verständnis des Normalbürgers, der so etwas gerne als "Doktorspiel" verniedlicht – nicht im Sinne Sigmund Freuds natürlich – Stichwort: Kinder seien "polymorph pervers"): Ein Klassenkamerad (so ca. 2. Klasse), brachte mich dazu, daß wir beide nackt spielen wollten. Das Negative: Seine Mutter "erwischte" uns, und hat ihn, vor meinen Augen, zur Strafe verprügelt. Also nicht die sexuelle Komponente war es, was mich betroffen machte, sondern die für mich absolut unverständliche Reaktion der (übrigens konservativ-katholischen) Mutter.

    Du führst hier als Begründung für deinen "Kreuzzug" Psychopathen an, die Kinder oder Frauen umgebracht haben. Ob Psychopathen die Kinder umbringen klassische Pädophile sind, darf nachhaltig bezweifelt werden (gaaaanz vorsichtig formuliert). Diese Meinung wird in Fachkreisen, also Sexualwissenschaftlern, jedenfalls nicht geteilt (bei Pornosteffi, BTW: geiler Pseudoname, wäre ich mir da nicht so sicher). Mit dem gleichen Argument müßte man auch Sex zw. Erwachsenen verbieten, weil es nunmal Psychopathen gibt, die auch Erwachsene töten.

    Was dich regiert, ist die Angst. Hysterische Angst.

    Ich führe als Begründung für meinen "Kreuzzug" meine (sehr reichhaltige) persönliche sexuelle Erfahrung, sowie mein umfangreiches wissenschaftliches Sexualwissen an.

    Was mich regiert, ist die Liebe. Liebe und Freude am Leben.

    Vielleicht/wahrscheinlich werde ich dich nicht überzeugen können. Aber ich werde weiter dafür kämpfen, daß dieser reaktionäre Rückfall in längst überwunden geglaubte Zeiten auf Dauer keinen Erfolg haben wird. Punkt.

    Und ich bin mir übrigens auch sicher, daß meine Einstellung zu diesem Thema auf Dauer die Oberhand behalten wird. Denn ich gehöre nicht zu den Typen, die kuschen, wenn man sie mit Diffamierungen wie "Nähe zu pädophilen Einstellungen" diskussionslos mundtot machen will.

    Und ich sehe, daß ich da keineswegs alleine bin. Nicht im Internet, nicht im Real-Life, nicht bei Erwachsenen, und schon gleich gar nicht bei Kindern.

    Und wenn es zu meiner Zeit bereits Webcam-Chats gegeben hätte, dann hätte ich auch unter Garantie dort Sex mit Erwachsenen gehabt (umso besser dort, weil man schneller den Stecker ziehen als wegrennen kann – nicht daß ich mich damals in Gefahr gesehen hätte). Zumal das, was ich damals so getrieben habe, mir heutzutage gar nicht mehr möglich erscheint.

  125. marcus05 meint: (13.10.2010 um 09:36) AntwortenReply to this comment

    @regisseur:

    Ich habe nicht alle 120 kommentare gelesen, deswegen scheint mir deine Frage wohl etwas dämlich.

  126. silby meint: (13.10.2010 um 09:56) AntwortenReply to this comment

    schade, dass es keine Bewertung des "Aufstehen und Gehen" bzw des Aufhaltens durch die Reporter in dem verlinkten Video aus der *ähem* Reportage gibt, zumal das ja auch der Tipp von Herrn Vetter ist

    raten kann man das natürlich leicht, dass man nichts sagen und gehen soll, aber was soll man dann machen, wenn man eben zurückgehalten und gar bedrängt wird von diesen Reportern bzw diesem doch recht kräftig gebauten "Wachmann", der sich dem Typen in den Weg stellt?
    androhen, die Polizei zu rufen, wenn man selbst gerade dabei war, sich mit einer/einem Minderjährigen/Kind zum Sex zu treffen, auch wenn man nur in eine Falle getappt war und es letztlich nie mit einem Minderjährigen/Kind zu tun hatte? (wird vermutlich, um ein oben genanntes Beispiel aufzugreifen, keiner auf die Idee kommen, demjenigen, der einem nur Puderzucker statt entsprechender Drogen verkauft hat, zu drohen, ihn bei der Polizei wegen Betrugs anzuzeigen*g*)
    selbst handgreiflich werden? dann muss man am Ende doch Polizei und Staatsanwaltschaft Rede und Antwort stehen und das bekommen dann auch die Angehörigen und Verwandte, Bekannte mit und man muss dann erst Mal erklären, was man in dieser Wohnung zu suchen hatte

    insofern scheint es nicht wirklich unrealistisch, dass da die erwischten Herren doch Rede und Antwort stehen, wenn sie sich weigern eben auch nach Zuhilfenahme von Druck

    der Rat von Herrn Vetter scheint also theoretisch richtig, aber praktisch dann doch äußerst schwer zu sein

  127. Cybaer meint: (13.10.2010 um 10:14) AntwortenReply to this comment

    @Hallooooooooooooooooooooooooooo: "99% der realen Kinder" würden so etwas ignorieren? Sorry, aber das ist IMHO naiv.

    Es gibt viele Kinder, die von sich aus aktiv werden. Ich war so ein Kind, und ich bin ebenfalls, wie andere hier, als Erwachsener bereits von Kindern direkt sexuell angebaggert worden (eine hat mich z.B. mal angebaggert mit dem Spruch, sie würde nur auf Ältere stehen, die Jungen in ihrem Alter wären "ja alle noch Kinder". Ich habe sie nach ihrem Aler gefragt, und nach der Antwort ihr ins Gesicht gesagt, daß sie doch selber noch ein Kind sei. Sie hat vorgezogen, auf diese Klatsche nicht zu reagieren, und lieber Körperkontakt gesucht).

    Das mag nicht für Kinder gelten, von denen Sexualität (krampfhaft) ferngehalten wird (Pornosteffi & Co. versuchen ja auch gerade das – ein Stichwort von vielen: ihre selten dämliche und hilflose Pop- und Lady-GaGa-Schelte). Aber gerade diese Kinder dürften dann IMHO anfällig sein für geschmeidige "Überzeugungstäter".

    IMHO ist der einzige Weg, unseren Kindern Wissen und Selbstständigkeit mit auf den Weg zu geben, und ihnen (berechtigerweise!) zu vertrauen. Kann es dann sein, daß ein Kind von sich aus Sex mit z.B. einem Pädophilen haben wird? IMHO ja (hatte ich vielleicht, ohne es zu wissen, auch). Würde ich "schlucken", wenn es mein eigenes Kind wäre? Bestimmt. Aber ich wäre voller Vertrauen, daß die Werte und das Wissen, das ihm (hoffentlich) bereits vermittelt wurde, es nicht zu einem (hormonell bedingt oder aus Neugier) verführbaren Opfer, sondern zu einem sexuell pro-aktiven selbstbestimmten Menschen macht.

    Man kann den Weg von Pornosteffi & Co. gehen. Wird das etwas ändern? Nein! Meine Mutter hat immer gesagt (damals gab es noch den "Kuppeleiparagraphen", der unter Strafe stellte, wenn man Unverheirateten eine Räumlichkeit gab, in der sie Sex haben konnten – was natürlich auch fürs unüberwachte Kinderzimmer und dort übernachtender Freundin galt): "Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch! Lieber sie tun es hier in der Sicherheit, die wir ihnen bereiten können, als irgendwo draußen, wo wir überhaupt keine Kontrolle haben oder Hilfe bieten können".

    Und heute hat man unkomplizierte Chats, in denen man experimentieren kann – und das, soweit ich das überschauen kann (ich selbst chatte überhaupt nicht, weder Text noch Cam, bin aber Internetfachmann), auch tut.

    Das wäre ja auch mal ganz was neues, daß Kinder und Jugendliche etwas nicht tun, weil Erwachsene es ihnen verboten haben …

    LOL

  128. Cybaer meint: (13.10.2010 um 10:24) AntwortenReply to this comment

    @Twister: Hi Twister,

    bei dieser Gelegenheit mal meinen tiefempfundenen Dank für deine immer offenen Worte im Netz. Zumal es IMHO so wichtig ist, daß auch Frauen sich offen und vehement so äußern (Männer stehen ja per se schon unter Generalverdacht) …

    Liebe Grüße!

  129. stimmviech meint: (13.10.2010 um 10:33) AntwortenReply to this comment

    @Cybaer: Du outest Dich ganz offen als Kindesmißbraucher, Herr G. wird Dich bestimmt gern in seinem krummen Club begrüßen. Typisch ist auch die Unterstellung, Kinder wollten Sex mit Erwachsenen. Da Du selbst Dich beschreibst als Kind, das Sex hatte, zeigt dies den Teufelskreis, den es mittels Schutzalter und Aufklärung zu unterbrechen gilt. Und Auklärung in der Unterschicht funktioniert über Schreckensassoziation, genau das, was Tatort Internet leistet.

  130. stimmviech meint: (13.10.2010 um 10:35) AntwortenReply to this comment

    Noch ein Zusatz: ein Erwachsener, der sich entsprechend verhält, wird nie von einem Kind " angebaggert". Deine Aussagen kennzeichnen die Vorstellungswelt eines Pädokriminellen.

  131. stimmviech meint: (13.10.2010 um 10:38) AntwortenReply to this comment

    Und noch ein Zusatz: Ich hoffe, daß alle Basher von #moralbarbie erkennen, daß es sicherlich nicht nur den Mißbrauch des Mißbrauchs gibt, sondern eben auch nur den schlichten, mit schönen Worten getarnten Mißbrauch. Wer die Denkwelt von Pädos kennenlernen will, muß nur die Ausführungen von Cybaer lesen.

  132. Kommentator meint: (13.10.2010 um 10:40) AntwortenReply to this comment

    Hm, sie war 17, ich war 19. War das jetzt Sex mit Kindern? Wenn es nach Pornosteffi ginge schon. Was wäre gewesen, wenn sie 15 gewesen wäre? Was, wenn ich 15 und sie 13? Ich meine: das wird dich überraschen stimmviech, aber das ist ein normales Alter für erste als sexuell einzustufende Erfahrungen (Küssen, grabschen und manche haben sogar wirklich schon Sex). Das wir Erwachsenen uns oft nicht mehr erinnern (wollen/können), wie das damals war, ist ja keine neue Erkenntnis. Ich weiß jedenfalls noch gut, dass ich bei weitem noch nicht volljährig war, als ich das erste Mal stundenlang knutschend und kuschelnd mit meiner Flamme auf der Wiese lag. Und sicher war die Hand auch mal ungezogen.
    Ich finde es auch ekelhaft, wenn ein >30 Jähriger sich an 60-Jährige stehen. Ich kann es nicht nachvollziehen, aber muss wohl anerkennen, dass es einige wenige gibt …

  133. Rey meint: (13.10.2010 um 10:43) AntwortenReply to this comment

    @udo

    Angeblich löscht die Polizei Videos der Stuttgart21-Demo bei Youtube. U.a. dieses Video, bei dem manche den Sprüher für einen Polizisten halten:
    - http://www.youtube.com/watch?v=6G8NCkRtYK4
    Ist das aus "Ermittlungstechnischen Gründen" zulässig?

  134. Kommentator meint: (13.10.2010 um 10:45) AntwortenReply to this comment

    Da ist was durcheinander geraten. Da fehlt ein Haufen Text und Sätze sind vermatscht. Der letzte Absatz war in etwa so:

    Ich finde es auch ekelhaft, wenn sich >30-Jährige an <18-Jährige heranmachen. Allerdings wird es wohl auch einige wenige 60-Jährige stehen. Kann ich nicht nachvollziehen, ist aber so.
    Ich stimme zwar zu, dass man ein gewisses Schutzalter etablieren sollte, in dem Kinder (also für mich =21) nicht sexuell verkehren sollten. Das hat aber nichts damit zu tun, dass es trotz allem Neigungen geben kann, die wir nicht verstehen oder nachvollziehen können.

  135. Kommentator meint: (13.10.2010 um 10:49) AntwortenReply to this comment

    Hm, das verstehe wer will. Da muss ein Textfilter meine Sätze zerhauen. Beim zweiten Mal bin ich mir sicher, dass ich was anderes abgeschickt habe.
    Offenbar kommt das Ding hier nicht mit den "" Zeichen klar.

    Inhalt war in etwa: es gibt alles möglich. Zwanzigjährige die auf Rentner stehen, Jugendliche die auf Ältere stehen.

    Man sollte zwar meiner Meinung nach ein Schutzalter einführen (beispielsweise unter 14 nicht mit über 20 oder so), allerdings muss man das alles etwas elastischer sehen.
    Außerdem sollte man anerkennen, dass nur weil man etwas nicht gut heißt, bestimmte Dinge nicht doch existieren können. Und mit 13 sind manche Mädchen keine Kinder mehr, Erwachsene halt auch noch nicht. Das heißt aber nicht, dass sie keinen eigenen Willen haben können. So viel Differenzierung muss schon sein. Diesen Willen anzuerkennen heißt ja noch lange nicht, dass man dafür sein muss, dass sie diesen frei ausleben dürfen.

  136. danio meint: (13.10.2010 um 10:55) AntwortenReply to this comment

    Ich glaube nicht, dass im "Reality TV" der Privaten es auch nur eine Sendung gibt, die nicht inszeniert ist. Und es erschreckt mich sehr, wenn viele Konsumenten die Inhalte dieser Sendungen als "echt" wahrnehmen. Neulich kursierte im erweiterten Bekanntenkreis die Geschichte einer "Bekannten" die ein andersfarbiges Kind geboren hat, die dann vom Mann verlassen wurde, in Wahrheit aber hat es nur eine Generation übersprungen wurde und bla blub schwall. Das ist insofern bemerkenswert, weil ich den Trailer zu einer Dokusoap mit diesem Thema Tage oder Wochen zuvor gesehen habe.

    Und nun eine Sendung mit einem Thema, welches sicherlich behandelt werden muss, aber nicht so und schon gar nicht mit diesem Motiv der Quote. Glaubt wirklich wer, es geht hier um Opfer? Oder das es Opfern des beschrieben Sachverhalts hilft? Da werden quotenträchtig Täter vorgeführt, wie man sie gefunden und "erlegt" hat. Und was haben Microsoft Lobbyisten in Brüssel zu diesem Thema beizutragen?
    Wer den scheiss guckt, hilft keinem Opfer noch hilft es, welche zu vermeiden.
    Wer was tun will, lässt sein Kind nicht unkontrolliert ein Medium benutzen, sondern bringt ihm bei, nicht zu Fremden Menschen ins Auto zu steigen, laut um Hilfe zu rufen, wenn ein Nackter aus dem Gebüsch hüpft, wegzulaufen oder meinetwegen in die Eier zu treten. DAS hilft. nicht privatfernsehenrotzdreck. manno.

  137. stimmviech meint: (13.10.2010 um 10:57) AntwortenReply to this comment

    Mehrere meiner Beiträge hat das System auch nicht angenommen.

  138. tom 2 meint: (13.10.2010 um 10:58) AntwortenReply to this comment

    Wir müssen nur drauf warten bis ein Sender auf die Idee kommt zur "Aufklärung" Kinder in eine Falle zu locken, um ihnen dann vor laufender Kamera zu erklären, dass man nicht mit fremden Männern chattet.

    Und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit bis sich endlich das RTL2-Kamerateam mit dem vermeintlichen Kind und das Sat1-Team mit dem vermeintlichen Kinderschänder gegenüber stehen und sich gegenseitig verhaften :-)

  139. stimmviech meint: (13.10.2010 um 10:59) AntwortenReply to this comment

    @danio:
    Leider ist das eigentlich Ziel die Einführung des Überwachungsstaats. Trotzdem: bei Unterschichtkindern funktioniert die Warnung vor dem schmierigen alten Mann nur auf die plump-assoziative Tour.

  140. alter Jakob meint: (13.10.2010 um 11:07) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech:
    Da hat einer immer noch nicht verstanden, dass "Tatort Internet" keine Aufklärung, sondern menschenrechtsfeindlich, skandalisierend und unlauter ist. Dafür ist die Sendung sogar bereit Mißbrauchsopfer … ja, zu mißbrauchen (selbst wenn "Mandy" eine Schauspielering wäre, ist die fehlende Verpixelung des Mädchens eine grobe Unverantwortlichkeit). Und dass damit keine Aufklärung sondern Quotengenerierung und Profit ("Hilfsnummern" für nur 14 ct/min aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk kann natürlich teuerer sein), bzw. PR in eigener Pornosteffisache beabsichtigt ist/war. Aber so seid viele der bigotten "Kinderschützer" halt: "Denkt denn keiner an die Kinder" schreien, Kinderschutzbuttons für 50€ das Stück verscherbeln und sich von dem Geld dann was schönes kaufen.

  141. stimmviech meint: (13.10.2010 um 11:21) AntwortenReply to this comment

    Meines Erachtens ist Tatort Internet sowohl ein Stimmungsinstrument zur Einführung des Überwachungsstaats als auch gute Abschreckung( das Wort Aufklärung wäre hier nicht richtig, da die Unterschicht aus Intellektgründen nicht aufklärbar ist) vor pädophilen Männern. Ich bin , wie ja schon anfangs gepostet, hin-und hergerissen ob der Sendung.

  142. Cicero meint: (13.10.2010 um 11:22) AntwortenReply to this comment

    Was mir bei dem ganzen Wirbel immer wieder im Kopf herum geht ist der Name dieser suspekten Kinderwächter 'Innocence in Danger', gut sie agieren international, sie ihnen der englische Name gegönnt, aber er ergibt für mich keinen Sinn: 'Unschuld in Gefahr'.
    Kinder sind ansich erstmal unschuldig an so ziemlich allem, da sie weder über ausreichende Fähigkeiten noch über das Wissen um mögliche Konsequenzen verfügen. Gut. Falls aber ein Kind Opfer eines Mißbrauchs (wie auch immer) wird, warum ist hier seine 'Unschuld' in Gefahr? Ist es dadurch etwa nicht mehr unschuldig, folglich also schuldig??

  143. alter Jakob meint: (13.10.2010 um 11:31) AntwortenReply to this comment

    @Cicero:
    Sehr guter Punkt.
    Wahrscheinlich ein freudscher Verschreiber: Denn wer Sex vor der Ehe hat, ist bei Konservativen wie Frau frei von Anstand…äh, natürlich Freifrau zu Guttenberg ja eh untendurch und eigentlich ein ein sexsüchtiges Schwein.

  144. weissnicht meint: (13.10.2010 um 11:45) AntwortenReply to this comment

    @ cybaer

    selbstverständlich ist es sehr wichtig Kinder aufzuklären, Ihnen Wissen zu vermitteln usw. Das hilft viel – ist aber ganz bestimmt nicht alles.
    Ich würde schon dafür plädieren, dass Kinder auch geschützt werden müssen in der Gesellschaft.

    Ich finde die Sendung nicht gut, aber sie scheint ja ein bisschen Quote zu bringen.

    Ich glaube, ich kann, wenn ich mich als 13jährige im Chat ausgebe leicht so einige vollährige zu sehr zweifelhaften Aktionen bringen.
    Es greift natürlich zu kurz nur dort anzusetzten wo Volljährige auf so etwas eingehen, aber es sollte nach meiner Meinung durchaus auch ein Ziel sein, so etwas gesellschaftlich zu ächten.
    Es ist ein Problem.

    In anderen (teils vergangenen) Kulturen mag es anders gehandhabt worden sein, aber ich glaube in unserer Kultur ist sich die Mehrheit einig, dass Sex zwischen Kindern und Erwachsenen nicht so gut ist.

    Es ist wünschenswert das Kinder frühsmöglich selbstbestimmt handeln, aber das kann es in der Regel eben nicht (weshalb man Kinder ja auch nicht grundsätzlich als voll straffähig sehen kann).

    Also sexuelle Selbstbestimmtheit bei einem Kind zu vermuten ist eine heikle Sache. Massnahmen die der Aufklärung von Kindern dienen, sind gut, aber verkaufen sich schlecht im Fernsehen. Dass nun eine Massnahme (kollektive, oberflächliche, reisserische, unreflektierte) Ächtung von Menschen die sexuelle Handlungen mit Minderjährigen nicht weit von sich weisen) den Weg zu RTL2 findet, erklärt sich von selbst. Da gehört sie hin. Dass andere Massnahmen, Aufklärung in der Schule, Absicherung von Chats usw. den Weg nicht nach RTL2 finden, bedeutet ja nicht, dass sie nicht auch stattfinden.

    Ich glaube das Missbruch ein zu komplexes Thema ist, als das man es leicht verständlich für die Masse aufbereiten kann.

    Ich glaube Sie sind auf keinem guten Weg, wenn sie Kindern die Freiheit gehen möchten, selbstbestimmt sexuellen Kontakt zu Erwachsenen zu suchen.

    @ stimmviech
    es kann durchaus sein, dass Kinder seltsames oder auffälliges sexuelles Verhalten zeigen. Ich habe es einmal erlebt, dass ein Kind von sich aus so auf mich zugegangen ist. In diesem Fall bin ich davon ausgegangen, dass es sich um ein Missbrauchsopfer handelte.

    Weil vielleicht nicht jeder verstehen kann, dass Kinder da nicht selbstbestimmt handeln, finde ich es nicht ganz so falsch, wenn man da ein kleines bisschen Hexenjagd betreibt. Wenn die Herren es nicht anders verstehen ?

    Ich glaube kaum, dass heute Kinder darunter leiden, dass man ihnen sexuelle Erfahrungen verbietet.

    Ich bin auch gegen Überwachung, aber nicht jedes Kind wächst so auf, dass es über das Elternhaus vor den "Gefahren" des Internets ausreichend geschützt ist. Das glaube ich schon.

  145. Whoever meint: (13.10.2010 um 12:08) AntwortenReply to this comment

    >Ich glaube kaum, dass heute Kinder darunter leiden, dass man ihnen sexuelle Erfahrungen verbietet.

    Die Frage ist dann allerdings, um mal jetzt auf Erziehung als Thema zu lenken, welchen einfluss das evtl auf ihr späteres Leben hat. zB was ich schon oft gehört hab "Fass dich da nicht an, das macht man nicht" Das ist meiner Meinung nach von der Elternseite unreif und unaufgeklärt. Viele dieser Kinder haben eben genau dann später Probleme mit sich selbst bzw mit der sexualität ihrem Partner gegenüber haben. Thema Orgasmusfähigkeit von Frauen etc.

    Ich finde es richtig, gegen solche Täter vorzugehen, allerdings ist das hier nicht Sinn und Zweck der Sendung. Die Sendung soll einzig und allein den Eindruck vermitteln, wir bräuchten Zensur im Web. Und genau da hilft es eben nichts (Weil Zensierte Websites eben keine Chatraum-einträge zensieren können). Und darauf aufmerksam zu machen, wie einfach das ist, Täter zu stellen, schreckt die Täter auf, die so evtl von der Polizei hätten gefasst werden können, und nun evtl heimlich an dem anderen Tatort "nicht-internet" ihr Unwesen treiben…

  146. Spinnzessin meint: (13.10.2010 um 13:05) AntwortenReply to this comment

    Und wo bekomme ich jetzt die Fackeln und Mistgabeln für ein gepflegtes Kinderschänder-Mobbing her :-)?

  147. blubb meint: (13.10.2010 um 13:09) AntwortenReply to this comment

    @ Cybaer: Es ist erschütternd, zu lesen, wie Du Dich selbst belügst. Nach allem, was Du hier äußerst bist Du selbst Opfer einer verwirrten Sexualerziehung aus einer Zeit, in der gesellschaftliche Tabus pauschal infrage gestellt wurden. Dabei wurde leider zT. auch weit übers Ziel hinausgeschossen (s. die Ereignisse in der Odenwaldschule). Dass das Thema Sexualität und insbesondere Sexualität von/mit Kindern für Dich zur Obsession geworden zu sein scheint, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass Du Missbrauchstaten im Nachhinein versuchst, zu rationalisieren und damit zu entschuldigen. Psychologen nennen das "Identifikation mit dem Aggressor". Das ist eine sehr effiziente Schutzreaktion für Dich, da es Dein Selbst vor der Erkenntnis schützt, Opfer geworden zu sein. Fatal ist dabei, dass Du dadurch in der Gefahr stehst, selbst zum Täter zu werden (und es klingt in Deinen Zeilen an, dass das sogar bereits geschehen ist), weil es dabei hilft, den Missbrauch an Deinem kindlichen Selbst zu rechtfertigen. Ich glaube Dir, dass Du Dich mit dem Thema sehr auseinandergesetzt hast, allerdings scheint mir gerade die Rezeption der wissenschaftlichen Erkenntnisse bei Dir sehr selektiv zu sein. Niemand bestreitet, dass es eine kindliche Sexualität gibt, aber es besteht unter Sexualwissenschaftlern der eindeutige Konsens, dass eine zu große Diskrepanz der geistigen und seelischen Reife der Beteiligten immer schädlich ist. Auch glaube ich Dir, dass Du bereits von Kindern sexuell auffordernd angesprochen wurdest. Es ist aber auch hier wissenschaftlicher Konsens, dass gerade Kinder mit Missbrauchserfahrung zu einer sexualisierten Kontaktaufnahme eher neigen, da sie gelernt haben, auf diese Weise die seelisch essentielle Zuneigung zu bekommen. Kinder, die so auf Dich zugehen, haben nie oder zu selten elterliche Zuneigung ohne Hintergedanken, ohne Bedingungen und nicht-ausbeuterisch zu erfahren. Du kannst Dir natürlich weiter Dein für Kinder massiv schädliches Verhalten mit pseudowissenschaftlichen Erklärungsmodellen schön zu reden. Als Erwachsener solltest Du aber in der Lage sein, Dich Deinen eigenen Missbrauchserfahrungen zu stellen. Was Du hier schreibst, ist erschütternd!

  148. earendil meint: (13.10.2010 um 13:13) AntwortenReply to this comment

    @Cybaer: Aber aber, wir wissen doch alle, dass Kinder nie nie niemals von sich aus sexuelle Kontakte zu Erwachsenen begehren. Das ist doch nur eine von Pädophilen und den mit ihnen verbündeten Sexualwissenschaftler_innen verbreitete Legende. Gut, wenn du das als Kind noch nicht wusstest und dein Begehren nicht entsprechend ausgerichtet hast, wird man dir das nach so langer Zeit evtl. nachsehen, aber heute solltest du das doch besser wissen. [/ironie]

    Kindliches Begehren gegenüber älteren Jugendlichen oder Erwachsenen ist heute so ein typischer Fall von "was nicht sein darf, das kann auch nicht sein". Übrigens: Ich habe selber als Kind nichts mit Älteren am Hut gehabt, nur mit Gleichaltrigen oder Jüngeren. Ich kannte und kenne aber genug Leute, bei denen das definitiv anders war. Und bis auf einen sind die allesamt nicht pädophil.

    (Das bedeutet allerdings nicht, dass alles, was Pädophile als "einvernehmlichen Sexualkontakt mit Kindern" ausgeben, auch tatsächlich solcher ist. Dazu gehört nämlich auch eine gewisse Reife und Entscheidungskompetenz. Was wiederum nicht heißt, dass U14jährige diese generell nicht besitzen…)

    @Abmahner:

    Ich wage mal die Behauptung, das jeder erwachsene, heterosexuelle Mann schon oft Mädchen begehrt hat, ab 14 aufwärts. Wenn dem nicht so wäre, würde eine Störung bei ihm vorliegen.

    Ich teile ja die Einschätzung, dass Erwachsene ziemlich häufig auch Jugendliche ab der Pubertät begehren. Aber deswegen muss man doch nicht Leute, bei denen das nicht der Fall ist, als "gestört" bezeichnen! Hören wir doch mal auf damit, Menschen wegen ihres sexuellen Geschmacks als krank anzusehen. Krank ist in diesem Sinne nur, wer sein Handeln nicht unter Kontrolle hat.

  149. stimmviech meint: (13.10.2010 um 13:17) AntwortenReply to this comment

    @blubb: schöne, daß hier mal jemand meiner Meinung ist.

  150. marcus05 meint: (13.10.2010 um 13:25) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech:

    hat ja nur 150 kommentare gedauert :D

  151. earendil meint: (13.10.2010 um 13:33) AntwortenReply to this comment

    @blubb: Ohje, hätte ich diese Realsatire noch gelesen, hätte ich mir meine Ironie vielleicht gespart. Klar, Kinder, die Ältere begehren, sind grundsätzlich Missbrauchsopfer. Und denen, die andere Erfahrungen gemacht haben, muss man unbedingt Missbrauchs- und Schuldgefühle einreden… ganz großes Kino.

    Hast du das hier mal zur Kenntnis genommen:

    Ich bin auch kein "vernachlässigtes Unterschichtenkind", sondern ein "Schmuser" aus der bildungsbürgerlichen Mittelschicht, der sich seine benötigten Schmuseeinheiten jederzeit bei seine Eltern holen konnte (und das auch weidlich genutzt hat).

    Wie passt das bitte zu

    Kinder, die so auf Dich zugehen, haben nie oder zu selten elterliche Zuneigung ohne Hintergedanken, ohne Bedingungen und nicht-ausbeuterisch zu erfahren.

    Belügt sich Cybaer da wieder selber? Oder belügen sich da nicht eher andere Leute?

    Sicher gibt es Menschen, nicht nur Kinder, die sexuelle Kontakte aus Mangel an anderer Zuneigung suchen. Aber man kann doch nicht so tun, als wäre das grundsätzlich so!

    PS: Ich wollte mich doch noch darüber wundern, dass ein ausgewiesener Faschotroll wie Stimmviech zu so etwas wie differenzierter Argumentation fähig ist (auch wenn er eigentlich nur zwischen Überwachungsparanoia und Pädohass schwankte). Naja, bei #129 war's dann ja auch schon wieder vorbei mit der Differenziertheit…

  152. bombjack meint: (13.10.2010 um 13:52) AntwortenReply to this comment

    @blubb:

    [...] Es ist erschütternd, zu lesen, wie Du Dich selbst belügst. Nach allem,[...]

    Aha….

    warum erinnert mich nur dieser Text an eine Aussage eines sog. "sex. Missbrauchs-Therapeuten" der meinte: "Manchen Opfern (Kinder/Jugendliche/Erwachsene) muss man erstmal den Missbrauch begreiflich machen."

    Klar die Aussage kann zu einem gewissen Teil richtig sein, nur schwingt da für mich immer einer gewisse Deutungs-Hoheit des Therapeuten (oder Gesellschaft) mit und da frage ich mich dann ob so etwas nicht zu einem Missbrauch dieser Macht führt und zusätzlich auch zu den sog. Sekundärschäden die sehr oft gravierender sind als die eigentliche Grenzverletzung.

    bombjack

  153. silby meint: (13.10.2010 um 14:10) AntwortenReply to this comment
  154. stimmviech meint: (13.10.2010 um 14:17) AntwortenReply to this comment

    Damit stimmviech auch mal wieder differenziert argumentiert, hier das entscheidende Zitat aus dem Artikel:
    Damals hatte die US-Handelskammer in Stockholm ein Seminar unter dem Titel "Sweden – A Safe Haven for Pirates?" veranstaltet, zu dem sich auch Engström, der Pirateparti-Gründer Rick Falkvinge und der Bürgerrechtler Oscar Swartz Zugang verschafften, wodurch sie den Vortrag eines von Engström namentlich genannten Vertreters einer dänischen Rechteinhaber-Lobbyorganisation hören konnten, der unter anderem Folgendes von sich gegeben haben soll:

    ——————————————————————————–

    Kinderpornografie ist großartig. Sie ist großartig, weil Politiker Kinderpornografie verstehen. Indem wir diese Karte ausspielen, können wir sie zum Handeln und zum Blockieren von Websites bringen. Und wenn sie das erst einmal gemacht haben, dann können wir sie dazu bringen, Filesharing-Sites zu blockieren.

    Zuerst, so die Taktik der Lobbyorganisation in Engströms Schilderung, müsse man sich Politiker ohne zu viel Ahnung suchen, die sich als tatkräftig profilieren wollten und sich nicht darum kümmerten, dass die propagierten Sperren sich in wenigen Sekunden ohne Fachkenntnisse umgehen ließen. Denn in diesem Stadium des Plans geht es nur darum, in der Politik und der Öffentlichkeit durchzusetzen, dass sie eine Zensurinfrastruktur in Form von Filtern akzeptiert. Erst dann folgt der nächste Schritt: Die Nutzung dieser Infrastruktur für andere Inhalte, die der Rechteinhaberindustrie nicht ins Geschäftsmodell passen. Bei Schritt 3 fällt der Medienindustrie schließlich öffentlich auf, was sie eigentlich schon vorher wusste: dass die Filter sehr leicht zu umgehen sind, weshalb sie nun für eine umfassendere und härtere Überwachung wirbt. Die könnte beispielsweise in einer Deep Packet Inspection (DPI) bestehen, einer Inhaltsüberprüfung, wie man sie derzeit in Großbritannien testet, das neben Dänemark und Italien eines der EU-Länder ist, in dem bereits eine Zensurinfrastruktur aufgebaut wird. "
    Mir ist schon klar, daß das die Intentionen des #moralbarbies und seiner Clique sind. Nur bleiben trotzdem die Probleme mit der Pädophilenszene.

  155. Hessenfrank meint: (13.10.2010 um 14:21) AntwortenReply to this comment

    Na, da sind wir ja jetzt endlich beim Kernpunkt angelangt. Wird zunächst noch rein methodisch diskutiert – es gibt keine Pädoszene, das Internet ist kein Anbahnungsort, die Sendung ist nur gestellt, die Politiker/Medien verfolgen eine Kampagne mit ganz anderen Zielen – so haben wir jetzt hier Beiträge, die ganz offen Sex mit Kindern befürworten. Offensichtlich ist durch die Sendung in der (natürlich nicht-existierenden) Szene ein Nerv getroffen worden.

  156. notFinkelhor meint: (13.10.2010 um 14:39) AntwortenReply to this comment

    Es ist ja deutlich geworden, dass das Ziel der Sendereihe eine Gesetzesänderung ist. Warum bedient sich aber Innocence in Danger solcher Mittel, wenn die Fakten alleine so schrecklich sind, dass sie jeden überzeugen müssten?
    Vermutlich geht es nicht um Fakten und man folgt dem amerikanischen Irrglauben. Dabei sollte man sich einmal das Interview mit David Finkelhor durchlesen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/David_Finkelhor
    http://www.safekids.com/2008/05/20/interview-with-david-finkelhor-director-crimes-against-children-research-center/
    Die Fakten:
    1. Dass Kinder durch die Herausgabe von persönlichen Daten online gefährdet sind, dass Kinderschänder diese Daten nutzen um Kinder zu entführen, zu vergewaltigen und zu ermorden ist ein medialer Hoax.
    2. Dass überhaupt vorpubertäre Kinder die Zielgruppe solcher sexuellen Anmache ist, ist ein Hoax, es geht um eine Zielgruppe zwischen 12-15. Also um Menschen, die zum großen Teil mitten in der Pubertät stecken.
    3. Dass diese Täter sich als Kinder ausgeben und die Kinder nicht wissen, dass es sich um Erwachsene handelt, oder dass es um Sex geht, ist ein medidaler Hoax.
    4. Nur in den seltensten Fällen kommt es zu realen Treffen. Dass die Kinder nicht wüssten worauf sie sich einlassen ist ein medialer Hoax.
    5. Nicht das Internet ist böse, sondern gerade für diejenigen Kinder, die ein Risiko haben, auf solche Täter einzugehen, für diese ist das Internet oft ein Zufluchtsort aus einem misshandelndem oder uninteressiertem Elternhaus. Auch wenn "Tatort Internet" weismachen will, dass das Internet böse ist und die Familie der sichere Hafen, erleben es diese Kinder genau anders herum. Im Internet interessiert sich endlich mal jemand für sie, möglicherweise auch ein Erwachsener, wenn es zuhause eben nur Desinteresse oder Schläge gibt.

    Dass die meisten Fälle sexuellen Missbrauchs im Nahbereich des Kindes passieren wurde im Nachgang der Sendung nun schon oft genug wiederholt. Wenn man das Interview liest wird klar, dass auch das Problem Tatort Internet ein anderes ursächliches Problem hat: Kinder, die zuhause vernachlässigt werden. Diese haben das größte Risiko sich auf derartige Täter einzulassen. Innocence in Danger müsste, wenn sie Fälle wirklich verhindern wollen, dort ansetzen. Aber wie beim realsen sexuellen Missbrauch beschränkt man sich auf unsinnige Gesetzesforderungen und auf das anonyme Internet. Die Familie, dort wo oft genug die Wurzel des Übels liegt, bleibt unerwähnt und unangetastet.

    Im Zuge der Sendung soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass der Sex eines Erwachsenen mit einer Person, die das 14. Lebensjahr vollendet hat in Deutschland nur in Ausnahmfällen strafbar ist. Wenn sich hier die Lockvögel mit 13-jährigen verabreden, die dann beim ersten Treffen gerade 14 geworden sind und trotzdem von sexuellem Missbrauch gesprochen wird, zeigt es nur wie unsauber die ganze Sendung aufgemacht ist. Da stimmt einfach gar nichts.

  157. blubb meint: (13.10.2010 um 15:17) AntwortenReply to this comment

    @earendril: Das Thema emotionale Vernachlässigung und/oder Ausbeutung ist kein Schichtenproblem, sondern passiert überall (Stimmvieh irrt sich da). Kinder müssen erfahren, dass sie um ihrer selbst Willen geliebt werden, ansonsten sind sie besonders anfällig für ausbeuterische Beziehungen, auch als Erwachsene. Täter haben dafür sehr gute Antennen.

  158. stimmviech meint: (13.10.2010 um 15:26) AntwortenReply to this comment

    Stimmviech behauptet nicht, daß es in der Oberschicht keine Vernachlässigung gebe, siehe Odenwaldschule. Aber der Mißbrauch dort zeigt, daß auch dort die Unterschichtler die Hauptopfer waren. Und die Unterschichtkinder haben zuwenig Intellekt, um auf abstrakte Warnungen vor Männern im Chat reagieren. Aber: auch einer mit IQ 80, so er den onnanierenden Lehrer gesehen hat, ist abgeschreckt.

  159. blubb meint: (13.10.2010 um 15:36) AntwortenReply to this comment

    @stimmvieh: Sorry, aber das ist Blödsinn. Sich nicht auf "Grooming" einzulassen, hat nichts mit Intellekt zu tun, sondern mit seelischer Gesundheit. Auch jemand mit IQ 80 ist in der Lage, sich zu ekeln, wenn jemand virtuell zudringlich wird (weil es um Gefühle geht und nicht um kognitives Verständnis), und sich das zu verbitten bzw. denjenigen künftig zu ignorieren. Noch einmal: Die Fähigkeit, anderen Grenzen zu setzen, oder auch nur Grenzen setzen zu wollen, hat weder mit Intellekt noch mit Intelligenz zu tun (und der Zusammenhang zwischen IQ und der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Schicht ist übrigens auch viel geringer als Du zu glauben scheinst).

  160. stimmviech meint: (13.10.2010 um 15:41) AntwortenReply to this comment

    @blubb: Jemand mit niedrigem IQ ist eben nicht fähig , sich vorzustellen, daß ein erstmal in der Wohnung befindlicher Täter sein Verhalten plötzlich auf aggressiv-dominant ändern könnte. Hat er das Onnaniervideo gesehen, kann er sich's vorstellen. Das ist das Problem mit den Lawblog-Lesern: es sind junge Intellektuelle, die keine Erfahrung mit Unterschichtlern haben.

  161. blubb meint: (13.10.2010 um 15:57) AntwortenReply to this comment

    "Jemand mit niedrigem IQ ist eben nicht fähig , sich vorzustellen, daß ein erstmal in der Wohnung befindlicher Täter sein Verhalten plötzlich auf aggressiv-dominant ändern könnte."
    Das kann auch kein gut gebildetes Oberschichtenkind. Selbst Erwachsene tun sich da schwer.
    Du kannst Dir ja die Sendung schönreden wie Du willst. Aber wie habe ich in einer der Rezensionen (sinngemäß) gelesen: Wenn eine Sendung es schafft, dass ich Mitleid mit Menschen habe, die sich an Minderjährige ranmachen, um sie mutmaßlich zu missbrauchen, dann kann etwas nicht stimmen. Der Zweck heiligt die Mittel eben nicht und das, was Du hier als "Zweck" anführst, ist zudem höchst unplausibel (auch wenn Du es noch 35 Mal wiederholst).

  162. earendil meint: (13.10.2010 um 15:58) AntwortenReply to this comment

    @Hessenfrank: Ach Gott, wird diese Denunziationsmasche denn nicht mal langweilig? Wer aus diversen Gründen diese Sendung kritisiert, "befürwortet" eigentlich Sex mit Kindern, und wer das tut, ist natürlich Teil der Pädoszene… blablub.

    Ich "befürworte" nicht Sex mit Kindern, ich befürworte aber, dass a) die Realitäten kindlicher Sexualität zur Kenntnis genommen werden, und b) die Entscheidung, ob eine Grenzverletzung vorliegt, dem (vermeintlichen oder tatsächlichen) Opfer überlassen bleibt. Ich bin nämlich grundsätzlich Anhänger der Definitionsmacht, und das gehört auch dazu! Inwieweit das juristisch praktikabel wäre, steht noch auf einem anderen Blatt.

    Und unabhängig davon, wie man zu dieser Frage steht, gibt es tausend gute Gründe, derartige Sendungen zu kritisieren.

    @blubb: Bestreite ich doch nicht. Ich bestreite alleine den Umkehrschluss: Kind begehrt Erwachsene -> Kind ist vernachlässigt.

    Wobei man auch mal differenzieren muss, über Kinder welches Alters man eigentlich spricht. Dass Fünfjährige sexuelle Kontakte (im engeren Sinne) zu Erwachsenen suchen, kann ich mir auch nicht vorstellen – bei 12-13jährigen, die nahe oder in der Pubertät sind, sieht das schon anders aus.

    @stimmviech: Und die Unterschichtenkinder wurden wegen ihrer geringen Intelligenz an die Odenwaldschule gelassen, wie? Mensch, dir hat Sarrazin aber gehörig das Hirn vernebelt…

    Ich hab auch Erfahrungen mit Unterschichtenkids, auch wenn's schon etwas her ist (Zivi). Glaub mir, wenn die über irgendwas Bescheid wissen, dann über menschliche Abgründe, auch und gerade im sexuellen Bereich. Da würde ich das behütete Oberschichtenkind für wesentlich anfälliger halten…

  163. dot tilde dot meint: (13.10.2010 um 15:59) AntwortenReply to this comment

    @155 (hessenfrank):

    auch eine möglichkeit, die berechtigte diskussion überhaupt zu diskreditieren, oder?

    .~.

  164. stimmviech meint: (13.10.2010 um 16:08) AntwortenReply to this comment

    @earendil: Die Unterschichtkinder wurden von Gerold Becker gezielt an die Odenwaldschule geholt, um sie da mißbrauchen zu können. Ist dieselbe Strategie , die Sexualmörder anwenden, wenn sie gezielt Prostituierte ermorden, die keiner so leicht vermißt. Pornosteffi ist sicher übel, die sexuellen Mißbraucher sind es aber auch.

  165. Snickerman meint: (13.10.2010 um 16:48) AntwortenReply to this comment

    "Unterschichtlern" derart Dummheit zu unterstellen, grenzt an Rassismus (setzt mal statt dessen irgendeine Volks/Glaubens-Gruppe ein).
    Und allen, die nicht der Meinung von RTL II und Konsorten sind, pädophile Neigungen zu unterstellen und auch noch als "Missbrauchsbefürworter" zu bezeichnen, ist genau die primitive Machart, die so erfolgreich jede ergebnisoffene Diskussion totschlägt.

    Ich hatte schon in der Grundschule ausgeprägte sex. Fantasien sowohl über eine Mitschülerin als auch über meine Lehrerin und habe keinerlei Missbrauchserfahrung aktiver oder passiver Art (und meinen ersten Sex erst mit 19), schade um manche nachgebetete Theorie…

  166. stimmviech meint: (13.10.2010 um 17:33) AntwortenReply to this comment

    Das Unterschichtler einen IQ unter 100 haben, wußte man auch vor Sarrazin und ist keinesfalls rassistisch, sondern realistisch. Natürlich haben Kinder sexuelle Phantasien. Und die sollten in der kindlichen Phantasie bleiben und keinesfalls durch " Knutscher" wie Cybaer zum Ausleben gebracht werden. Keinesfalls unterstelle ich den meisten der RTL II-Kritikern pädophile Motive, schließlich kritisiere ich selbst , daß der Kinderschutz dort wohl nicht das eigentliche Motiv ist. Aber manchmal ist schlecht gemeint zumindest in Teilbereichen gut.

  167. DailyMail meint: (13.10.2010 um 17:37) AntwortenReply to this comment

    @jansalterego:

    Gut, ich formuliere um:

    Unangemessen wird die Hervorhebung der Fragwürdigkeit der Vorgehensweisen in der Sendung dann, wenn dies in einem besonderen Zusammenhang -wie hier – geschieht, der geeignet ist, das eigentliche Problem durch die Art und Weise der in Halbsatz 1 erwähnte Hervorhebung in den Hintergrund zu rücken.

    Abgesehen davon glaube ich, dass der redaktionelle Einfluss von S.z. Guttenberg eher gering gewesen sein dürfte, wenn man von der Moderation einmal absieht.

    Natürlich ist die Kritik an der Sendung in weiten Teilen berechtigt. Nur lässt der Zusammenhang und eine undifferenzierte, teils populistische Formulierung der Kritik (vgl. nur exemplarisch Kommentar 69)nicht die konstruktive Auseinandersetzung mit dem Thema als Grundlage einzelner Kritiken erscheinen.

    Platt gesprochen: Über Kritik an der Vorgehensweise der Sendung müssen wir zwar auch diskutieren. Hierfür wäre jedoch ein anderer Zusammenhang wünschenswert. Diesen Zusammenhang herzustellen hat sich hier aber in der Anfangsphases dieser Diskussion niemand bemüht. Vielmehr teilweise entsteht der Eindruck, dass durch bestimmte Umstände und die Art der Formulierung der Kritik versucht wird, eine konstruktive Auseinandersetzung mit dem Problem des sexuellen Missbrauchs bewusst zu umgehen.

    Und leider ist der zweite Absatzes Ihres Beitrages unter 111. somit widerlegt. Es mag Ihnen, es mag mir darum gehen, den Kern des Problems anzugehen. Manche der von Ihnen dirkekt oder indirekt in Schutz genommenen Beiträge hier sprechen indes eine andere Sprache.

  168. christian meint: (13.10.2010 um 17:45) AntwortenReply to this comment

    @Hessenfrank:
    Es ist richtig, es wurde ein Nerv getroffen.. und gleich ein paar nerven..
    Einmal Leute die jetzt total die Panik haben und ihr Kind/Jugendliche jetzt nix mehr im Internet machen lassen und Leute die schnell bemerkt haben warum man das ganze überhaupt gemacht hat (Politisch).
    Natürlich existieren Pädophile, sicher doch. Nur in wenigen Fällen jedoch im Internet und in noch weniger Fällen suchen sie sich 13 jährige aus… In dem alter sind die Kinder schon so langsam uninsteressant für diese Gruppe.. erst recht wenn die Schauspieler 18 sind … Ein reiner Hetro Mann geht auch nicht mit einen Kerl ins Bett nur weil er sich wie ne Frau schminkt. Jemand der wirklich nur auf Kinder steht, würde sich von einem Körper von einer 18 jährigen nicht anziehen lassen, das ist der Punkt, egal was man sagt wie alt die ist.
    Dass ältere Männer auf jüngere Frauen stehen ist oft so, aber sowas hat nix mit Pädophilie zu tun

  169. christian meint: (13.10.2010 um 18:02) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech:
    Woher ist bekannt dass Unterschichtler einen IQ von unter 100 haben ? Ca. 50 % der Menschen haben ein IQ unter 100
    Und es gibt auch genug Unterschichtler die einen IQ von 102, 104 oder noch mehr haben

  170. anonym meint: (13.10.2010 um 18:20) AntwortenReply to this comment

    Wenn man mal einen halben Tag nicht aufgepaßt hat, sind die Kommentare hier schon beim IQ und Unterschichtlern angelangt. Wer, bitte, ist denn genau Unterschichtler? Das müßte eigentlich derjenige definieren, der den Begriff hier eingeführt hat!

  171. Cybaer meint: (13.10.2010 um 18:40) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech:

    Da Du selbst Dich beschreibst als Kind, das Sex hatte, zeigt dies den Teufelskreis, den es mittels Schutzalter und Aufklärung zu unterbrechen gilt.

    Der "Teufelskreis" besteht darin, daß wir Menschen, und dazu gehören auch Kinder, nunmal auf unterschiedlichste Weise in unterschiedlichster Stärke Interesse an Sex haben.

    Diese schlichte Erkenntnis zu ignorieren, hilft nun gar niemand weiter, außer man schläft vielleicht ruhiger, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

    Man ändert dadurch nur gar nichts – und eben auch nicht, daß dann "Lösungs"-Wege gefunden werden, die man nun auf gar keine Fall haben könnte.

    Mir ist es rational nicht erklärlich, wie man schon simpelste Erkenntnisse der Sexualforschung so ignorieren kann, nur weil sie einem nicht ins heilige Weltbild passen …

    … also doch lieber alles was problematisch sein könnte in die Zensur, und hoffen, daß das keiner umgeht (wobei diese Hoffnung genauso realistisch ist, wie dein Weltbild).

    Und Auklärung in der Unterschicht funktioniert über Schreckensassoziation, genau das, was Tatort Internet leistet.

    Träum weiter …

    Noch ein Zusatz: ein Erwachsener, der sich entsprechend verhält, wird nie von einem Kind " angebaggert". Deine Aussagen kennzeichnen die Vorstellungswelt eines Pädokriminellen.

    Ich hab die Welt nicht so gemacht, wie sie ist. Aber ich nehme sie wenigstens zur Kenntnis.

    Und mit Diffamierungen kannst Du sie auch nicht ändern …

    EOT

  172. Cybaer meint: (13.10.2010 um 18:42) AntwortenReply to this comment

    @Cybaer: Korrektur:
    "daß dann "Lösungs"-Wege gefunden werden, die man nun auf gar keine Fall haben könnte." -> daß dann "Lösungs"-Wege gefunden werden, die man nun auf gar keinen Fall haben möchte.

  173. Cybaer meint: (13.10.2010 um 18:47) AntwortenReply to this comment

    @Kommentator:

    Hm, das verstehe wer will. Da muss ein Textfilter meine Sätze zerhauen. Beim zweiten Mal bin ich mir sicher, dass ich was anderes abgeschickt habe.
    Offenbar kommt das Ding hier nicht mit den "" Zeichen klar.

    Kleiner- und Größer-Zeichen sind in HTML "Spezialzeichen". Offenbar wandelt das Kommentar-Plug-In diese Sonderzeichen falsch (nämlich gar nicht) um …

  174. Cybaer meint: (13.10.2010 um 18:54) AntwortenReply to this comment

    @Cicero:

    Falls aber ein Kind Opfer eines Mißbrauchs (wie auch immer) wird, warum ist hier seine 'Unschuld' in Gefahr? Ist es dadurch etwa nicht mehr unschuldig, folglich also schuldig??

    Ja, das stört mich eben auch an dem Namen. Natürlich ist damit gemeint, daß man beim Geschlechtsverkehr "seine Unschuld" verliert. Peinlich, daß man solch altbackenen Formulierungen heutzutage noch verwendet.

    Denn: wann verliert man denn so seine Unschuld? Mit dem ersten Zungenkuss? Mit der ersten Masturbation? Mit dem ersten Petting? Mit dem ersten "wirklichen" Geschlechtsverkehr? Und ist man dann "schuldig"? Vor wem? Vor "Gott"? Den "10 Geboten"? "Grimms Märchen"? Dem Papst? Pornosteffi?

    Der Name ist in seinem abzulehnenden Konservativismus IMHO schon Programm genug …

    … und Oswald Kolle rotiert bestimmt im Grab.

  175. stimmviech meint: (13.10.2010 um 18:55) AntwortenReply to this comment

    Wer Unterschichtler kennt- sind z.B. viele Knackis drunter- kommt auch ohne Test und Statistik drauf, daß viele unterdurchschnittlich intelligent sind.
    Cybaer: Daß Kinder auch sexuelle Gedanken entwickeln, ist mir schon aus eigenem Erleben bekannt. Diese Gedanken sollten aber zwecks gesunder Entwicklung im Kind bleiben und erst ab frühestens 14 mit anderen ausgelebt werden.

  176. CTL meint: (13.10.2010 um 19:05) AntwortenReply to this comment

    Anstatt sich einmal selbstkritisch mit den eigenen Forderungen nach totaler Freiheit auseinander zusetzen, geht man auf die Kritiker los. Besonders aus den Parteien Grüne und Piratenpartei kamen heftige Vorwürfe die jeder logischen Grundlage entbehren. Warum versuchen Sie nicht dem Team von Tatort Internet zu helfen um die Aktionen rechtlich einwandfrei zu machen? Lieber überschütten Sie Kinderschützer mit Hähme.. Wirklich traurig.

  177. Cybaer meint: (13.10.2010 um 19:17) AntwortenReply to this comment

    @weissnicht:

    In anderen (teils vergangenen) Kulturen mag es anders gehandhabt worden sein, aber ich glaube in unserer Kultur ist sich die Mehrheit einig, dass Sex zwischen Kindern und Erwachsenen nicht so gut ist.

    Mit "unserer Kultur" ist das so eine Sache. In eben genau dieser Kultur war es, als ich noch jung war, aus genau den gleichen Gründen verboten, erwachsenen(!) aber unverheirateten Menschen einen Raum für Sex zur Verfügung zu stellen (sieht man manchmal in alten Filmen, wo die Vermieterin darauf besteht: "Kein Herrenbesuch nach 22 Uhr" usw.)! Frauen durften nicht ohne Erlaubnis ihres Ehemannes arbeiten gehen oder ein Bankkonto haben. Daß der Mann seine Frau in der Ehe vergewaltigen durfte, war halt sein gutes Recht. Seine Kinder zu verprügeln natürlich auch. Homosexualität war sowieso verboten (und wird ja von einigen Konservativen selbst heute noch als mehr oder weniger heilbare Krankheit(!) betrachtet). Sex war eine eheliche Pflicht, keinesfalls ein Vergnügen. Von Masturbation wurden Jungen blind und der Rücken krumm. Mädchen haben natürlich überhaupt nicht masturbiert (also offiziell zumindest).

    Damals fing man dann an, über die Sexualität zu forschen. Man stelle sich das vor: Die Menschheit wußte quasi mehr über den Mond, als über ihre ureigensten Triebe. Der Urvater der Sxualforschung, Kinsey, jubelte noch über dne Fotobeweiis eines Pädophilen über die Erektion eines kleinen Jungen. Damals hatten auch Kinder keine Sexualität zu haben. Mittlerweile ist man schlauer.

    Noch Anfang des letzten Jahrhunderts hatte ehrbare Frauen überhaupt keine eigenen, lustvolle Sexualität zu haben. Lust war ein Fremdwort. Frauen wurden ggf. wegen "Hysterie" beim Frauenarzt behandelt – mit Massagestäben (der heutige Dildo ist der moderne, verbreitete Nachfolger davon – die Geräte waren damals auch noch etwas klobiger).

    Das alles wirst Du dir kaum vorstellen können, ist aber Folge dieser 2000 Jahre alten Unterdrückung der Weiblichkeit durch Religion und Kirche.

    Und es sind eben auch heute wieder die religiösen Konservativen, die die das Rad der Geschichte wenigstens ein Stück weit zurückdrehen möchten (was ihnen zum Teil bereits durchaus gelungen ist).

    Denn auf die Fachleute, die Sexualwissenschaftler und -pädagogen, hören diese Leute immer noch nicht. Lieber auf den Papst & Priester – bekanntermaßen ja "erwiesene Fachleute auf dem Gebiet der Sexualität" … =;->

  178. Cybaer meint: (13.10.2010 um 19:23) AntwortenReply to this comment

    @blubb: Es tut mir für dich leid, daß ich nicht mißbraucht wurde. Das ist keinem Verdrängungsprozeß zuzuordnen, sondern es ist einfach so. Es muß dir nicht gefallen, aber sprech mir nicht mit Ferndiagnose ab, wovon Du absolut keine Ahnung hast.

    Danke.

  179. Kommentator meint: (13.10.2010 um 19:27) AntwortenReply to this comment

    @Cybaer: Was hier technisch passiert ist mir klar. Nur das Schema nicht, manche der Zeichen kommen nämlich durch. Und man sollte hier nichts escapen müssen. Dass das Eingabefeld komplette Sätze verschluckt, weißt auf eine vermutlich schlummernde Sicherheitslücke hin. Ich will gar nicht wissen, was WordPress mit den Segmenten zwischen den Größer-/Kleiner-als-Zeichen gemacht hat.

  180. earendil meint: (13.10.2010 um 19:35) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech: Danke für die bereitwillige Auskunft über deine "Datenbasis", und für das offene Bekenntnis pro Sexualunterdrückung bei Kindern.

    @CTL:

    Warum versuchen Sie nicht dem Team von Tatort Internet zu helfen um die Aktionen rechtlich einwandfrei zu machen?

    ROFL
    Wir sollen dem Mistgabel-Mob noch dabei helfen, seine Hetzjagd rechtmäßig zu gestalten? Geht's noch?

  181. tb meint: (13.10.2010 um 20:15) AntwortenReply to this comment

    Och nee…

    Schonmal jemand den den Link bei CTL angesehen?

    http://christlich-technologische-liberale.over-blog.de

    gerade zu sehen das:

    http://christlich-technologische-liberale.over-blog.de/article-identitatsnachweis-im-internet-ist-wichtig-58849282.html

    Dürfte ja eig. nichts dagegen sprechen, den selben Text/selbe Frage in mehrere Blogs zu stellen, aber ich glaub hier wird keine Antwort erwartet. Oder wäre zumindest nicht wirklich sinnvoll.

  182. Cybaer meint: (13.10.2010 um 20:40) AntwortenReply to this comment

    Um ein neues Faß aufzumachen:

    Wir leben seit knapp 2000 Jahren in einer Kultur des strengzüchtigen Gottesglaubens.

    "Ihr" habt doch bewußt oder unterbewußt nur Angst, daß sich eure Lebensweise in der freien Wahl der Alternativen als die Schwächere erweist.

    Ich sehe, trotz eurer, wie eine Monstranz vorangetragenen, "Moralität" nicht, daß wir in einer moralischeren und friedvolleren Welt leben würden. Wenn es Fortschritte gab, dann nicht durch die Religion, sondern durch die Wissenschaft.

    Also haltet doch einfach mal die Klappe, und laßt uns die Welt mal ein wenig angstfreier und liebevoller organisieren.

    Und wenn "ihr" das nicht könnt, dann lebt bitte euer Leben und werdet glücklich damit. Ich gönne es euch von ganzem Herzen.

    Aber bitte: Laßt uns auch unser Leben leben, und laßt uns glücklich werden. Jeder hat für sich selbst zu entscheiden. Und "ihr" seid es, die hier seit langer Zeit die Spielregeln bestimmen. Zwang, Zensur & Co. sind einfach sowas von ekelhaft, das man darüber gar nicht erst nachdenken sollte.

    Stattdessen ist man in der UN bestrebt, "Gotteslästerung" wieder als Straftat zu etablieren, ein Menschenrecht auf selbstbestimmte Sexualität" hat keine Chance, und "Kind" ist alles, was unter 18 aussieht – egal ob real oder fiktiv.

    "Ihr" geht uns ja soooo auf den Sack!

  183. Christian Unger (h.c.) meint: (13.10.2010 um 20:42) AntwortenReply to this comment

    @1 (stimmvieh),

    Es SIND keine Kinder. Wenn man mit einer 18jährigen sexuellen Kontakt pflegt und man glaubt, diese sei 13, ist das auch nicht strafbar. Oder wenn man etwas aus einem Laden "klaut", dieses dort aber kostenlos verteilt wird, ist es auch kein Diebstahl: Dort wird eben KEIN Rechtsgut geschützt.

    Zudem ist der Tatentschluß nicht strafbar, wäre ja noch schöner…

    @7 (Rainer),

    Aber: Diese Dummbeutel ändern ihr Verhalten bzw. Ihre Erziehung doch nicht. In spätestens acht Wochen haben es die meisten, die meinen dadurch ihr Verhalten ändern zu müssen, eh schon wieder vergessen.

    @8 (tutnichtszursache)

    "vermeintliche Pädophile" – "vermeintliche, kicksuchende Heteros" trifft es besser, denn Pädophile interessieren sich üblicherweiße nicht für erwachsene Mädels mit dicken, strammen Titten.

    @9 (stimmviech),

    die lieben Damen und Herren der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung haben es ziemlich gut ausgedrückt: Man erreicht Kinderschutz nicht durch den Pranger, sondern in dem man potenzielle Täter ermutigt, sich Hilfe zu suchen. RTLII macht aber das genaue GEGENTEIL – man ERMUTIGT viel mehr potenzielle Täter, die sich eben (noch) nicht treffen wollen, weil ihnen bisher der Chat erreicht. Man KONDITIONIERT diese dass Kinder sexuell sehr aktiv seien und Sex mit ihnen wollen würden und bringt sie dann in ZUKUNFT eher zu diesen Taten – immerhin wurden die römischen Kaiser auch nicht als sexuelle Vielfraße geboren.

    @14 (DerAlex),

    die Quote dürfte deutlich über 95% liegen.

    @17 (DailyMail),

    nur weil diese Menschen juristisch fragwürdig operieren (oder auch nicht – wer weiß schon, was WIRKLICH dahinter steckt) haben sie ihre Rechte nicht verloren. Und RA Vetter hat sich quasi dazu verpflichtet, jedem zu seinem RECHT dann auch zu verhelfen. So what? Der Tipp ist juristisch einwandfrei.

    @19 (Hondo),

    leider nur die theoretische Möglichkeit – da fehlt es am KONKRETEN Anfangsverdacht. Wenn Sie den liefern, gerne…

    @29 (Stimmviech),

    noch mal: Es sind Erlebnis-, keine Präferenztäter. Das sind also nicht welche, die das öfter machen. Die suchen nur den Kick, was sie danach machen ist ungewiss. Eine "KindesmissbraucherSZENE" gibt es sowieso nicht, welche "Szene" denn? Wenn sich zwei Leute zum Mord treffen oder wissen dass sie Mörder sind habe ich noch nie den Begriff "MörderSZENE" gehört. Es gibt keine "Szene" wie man das gerne versteht.

    @32 (silby),

    Polizei rufen, oder was ich machen würde (mit fast 1,90 Meter Höhe und Erfahrung im alleinigen Tauziehen gegen 3 bis 5 gleichgroße Männer): Einfach vorbei gehen und wenn er mich anfässt ZUSCHLAGEN. Der letzte der mich versucht hat festzuhalten, weil er meinte ich dürfte da nicht lang gehen, musste jedenfalls in horizontaler Lage abtransportiert werden (keine Sorge, er ist später dann doch wieder selbständig aufgestanden, allerdings mit einer gebrochenen Nase und einer Platzwunde ;-) ).

    @Stimmviech,

    was ändert sich denn durch diese Sendung? Richtig: Nix.

    @54 (Stimmviech),

    dann erklären Sie mir, woher Sie wissen dass es solche "Szenen" gibt: Von RTLII?

    @63 (Cybaer),

    ich habe diese Sendung gegenüber einem der führenden Sexualwissenschaftler kritisiert, weil wir sowieso grad die Konditionierung des Sexualverhaltens als Thema hatten (Ich bin im Thema ja bewandert), und er hat mir dort recht gegeben: Und wo Hinz und Kunz zu Experten verklärt werden herrscht so und so die ABklärung.

    @75 (cybaer),

    da kennen sich ein paar Männer – hui. Dann gibt es vielleicht einzelne Personen, die davon Straftaten begangen haben. Das viele Ermittlungen die dieser Journalist ausgelöst hat eingestellt wurden, weil es NIE einen Tatverdacht gab, spricht für sich.

    @98 (stimmviech),

    darum muss man tatgefährdete Menschen, dazu ermutigen dies nicht zu machen und Hilfe zu suchen – RTLII erreicht ge nau das Gegenteil

    ,@105 (DailyMail),

    es ist eine Frage der Erziehung.

    @112 (Twister),

    Dich trifft man auch hier? ;-)

    Also ich würde den Verkäufer des Puderzuckers bestimmt wegen Betrugs dran kriegen – ansonsten hast du natürlich recht. ;-)

    Die restlichen Kommentare lese ich mir jetzt nicht mehr durch. Meine Meinung zu diesem Format: Bestenfalls schadet sie niemanden. Schlimmstenfall haben wir einen Lynchmob und ein paar motiviertere potenzielle Täter.

  184. DailyMail meint: (13.10.2010 um 21:46) AntwortenReply to this comment

    @Christian Unger (h.c.):

    Ihrem Wort zum Sonntag lässt sich (in Bezug auf den auf meinen Kommentar 17 bezogenen Teil) zwanglos ein Zweizeiler entgegenhalten – und zwar einfache ein Zitat, ich zitiere mich selbst, vgl. 17:

    "Der Hinweis auf die Unschuldsvermutung trägt juristisch, allerdings lässt sich im Leben nicht alles juristisch lösen."

    Dem ist nun so gar nichts mehr hinzuzufügen.

  185. Dr.Kriminalpolizeibeamter meint: (13.10.2010 um 22:00) AntwortenReply to this comment

    @Kaesetoast:

    Der Name Pornosteffi wurde hier auch erst mit einer dickbusigen Teenagerin assoziiert, deren Videos über P2P verbreitet wurden.
    Aber er kommt wohl tatsächlich von zu Guttenberg.

    @blubb
    Also ~ für mich (einen objektiven Beobachter) ist ihr Beitrag praktisch wertlos.
    Wenn sie ihn sich nochmal durchlesen, werden sie feststellen das sie im Grunde jemand anderem den Vorwurf machen seine Gefühle seien falsch.
    Geben sie sich bitte einw enig mehr Mühe ~ wir sind hier nicht im Streichelzoo.

  186. Olli meint: (13.10.2010 um 22:00) AntwortenReply to this comment

    @Planewalker:

    Was sowas ausgerechnet dieser Verlag?

  187. Olli meint: (13.10.2010 um 22:11) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech:

    Und in meiner Zeit die übrigens nichts mit dem Knast zu tun hatte hab ich schon viele Opfer kennengelernt.

    Waren bis jetzt immer Familienmitglieder oder Bekannte der Familie.

    Übrigens fällt es mir schwer zu glauben das Leute im Knast darüber reden dort sind ja erst recht der "Abschaum".

  188. Christian Unger (h.c.) meint: (13.10.2010 um 22:16) AntwortenReply to this comment

    @DailyMail: RA Vetter IST Jurist. Und seine PRIVATMEINUNG mag diese oder jene sein, dies tut hier nichts zur Sache. Und wie Sie schon gesagt bekommen haben: Selbst wenn es Täter werden dürfte man sie nicht so darstellen, dass sie identifizierbar wären. (I.Ü. gehe ich auch von einem gescriptetem Format aus – so viele blöde Menschen mit einem so monotonem Reaktionsverhalten KANN es natürlich gar nicht geben, sondern nur in den Köpfen beschränkt intellektueller RTLII-TäterProduzenten.

  189. tb meint: (13.10.2010 um 22:34) AntwortenReply to this comment

    @DailyMail (#184 bzw. #17)

    "Allerdings entstünde da bei mir ein erheblicher Gewissenskonflikt mit dem Ergebnis, dass trotz fehlender strafrechtlicher Relevanz ich dieser Personengruppe, wenn und soweit sie sich im Vorfeld einer solchen befindet, nicht auch noch nützliche Hinweise erteilen möchte."

    Die (welche Personengruppe eigentlich?) finden sicher auch in anderen Ratschlägen, die erstmal gar nichts damit zu tun haben, nützliche Hinweise. Und nu? Gar keine Ratschläge mehr geben?

    "Der Hinweis auf die Unschuldsvermutung trägt juristisch, allerdings lässt sich im Leben nicht alles juristisch lösen."

    "Ich wünsche niemandem, auch wenn er die Unschuldsvermutung bedingungslos ins Private überträgt, dass im Nachhinein der gesunde Menschenverstand eine Straftat zu verhindern bzw. vermeiden geholfen hätte, dies sich aber erst anschließend herausstellt."

    Ob bedingungslos (sowieso eher nicht) oder nicht – wieso "auch wenn"?
    Oder anders, was willst Du damit sagen? Sobald geringster Verdacht nach "gesundem Menschenverstand" besteht, ist alles gerechtfertigt?

    Und umgekehrt, nach "gesundem Menschenverstand" ist alles eindeutig, hinterher stellt sich heraus, es bestand überhaupt keine Straftat?

  190. DailyMail meint: (13.10.2010 um 23:21) AntwortenReply to this comment

    @tb:

    Da haben Sie recht, daher folgender Hinweis:

    In dem erwähnten Beitrag meinerseits (schade, editfunktion gibt es nicht mehr) müssten unter 2., Abs. 2 Zeile 5f. die Wörter "auch wenn" ersetzt werden durch "der".

  191. Ben meint: (14.10.2010 um 08:46) AntwortenReply to this comment

    "Kindermissbrauch findet in 95% der Fällen in den Familien statt."

    Zumeist jedoch kein Verwandter, sondern Stiefväter oder deren Väter.

  192. ben meint: (14.10.2010 um 09:00) AntwortenReply to this comment

    "NOCH VOR WENIGEN TAGEN HAT HERR VETTER EINEN BEAMTEN DER LEGAL SPORT- UND JAGTWAFFEN VERKAUFT SELBER AN DEN MEDIALEN PRANGER GESTELLT. DIESER MENSCH HAT ABSOLUT NICHTS VERBROCHEN WURDE ABER IN EIN ZWIELICHT BESCHRIEBEN WIE EIN KRIMINELLER.
    NUN STELLT SICH HERR VETTER SCHÜTZEND VOR VERMEINDLICHE KINDERSCHÄNDER (OB REAL ODER NUR GESPIELT) ABER NACH MEINUNG VON HERRN VETTER UNSCHULDIG WENN NICHTS BEWIESEN. EIN GROSSES DANKESCHÖN FÜR DIESE TOLLE OBJEKTIVITÄT, DOPPELMORAL, UND HEUHLELEI…"

  193. Kommentator meint: (14.10.2010 um 09:06) AntwortenReply to this comment

    @tb: Das muss Satire sein. So dumm und plump wären die Originale nicht …
    Der Teil mit dem Linux hat die Satire verraten.
    Auch die Begründung für wechselnde IPv4-Adressen deutet auf Satire hin …

  194. Kommentator meint: (14.10.2010 um 09:16) AntwortenReply to this comment

    @ben: Wer schreit hat unrecht. In Caps-Lock geschriebenes lese ich mir gar nicht erst durch. Die Verfasser sind meist entweder emotional zu aufgewühlt um lesenswertes zu verfassen, so bedeutungsheischend, dass der Inhalt nur heiße Luft sein kann oder intellektuell so kleine Lichter, dass sie das mit großen Buchstaben kompensieren müssen.

  195. ben meint: (14.10.2010 um 09:59) AntwortenReply to this comment

    Kommentator, ich zitierte einen vorherigen Beitrag und bin zu faul alles neu zuschreiben. Kleine Lichter, heiße Luft, huh?

  196. Kommentator meint: (14.10.2010 um 11:41) AntwortenReply to this comment

    @ben: Und inwiefern macht das die Sache besser/lesenswerter? Mir ist doch egal, ob es selbstverfasst oder zu eigen gemacht wird. "Ich schreie weil der geschrien hat" ist eine denkbar dumme Ausrede.

    Wenn es um das reine Zitat und dann einen eigenen Kommentar ginge, gäbe es die Zitatfunktion.

    Und um Caps-Lock klein zu bekommen, muss man den Text auch nicht abtippen. Aber wer beschäftigt sich schon mit den Werkzeugen, die er benutzt …

  197. ben meint: (14.10.2010 um 12:38) AntwortenReply to this comment

    Ja Papa

  198. Christian meint: (14.10.2010 um 12:39) AntwortenReply to this comment

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,722714,00.html

    Offenbar doch keine gestellten Szenen

  199. zyko meint: (14.10.2010 um 14:05) AntwortenReply to this comment

    Mal was Juristisches (ist ja das lawblog):

    Die Strafbarkeit von Kindesmissbrauchs und des Versuchs desselben ist in § 176 StGB geregelt.

    Gem. § 176 Abs. 4 Nr. 3 StGB ist es strafbar, auf ein Kind (in § 176 Abs. 1 StGB legaldefiniert als Person unter 14 Jahren) einzuwirken, um es zu sexuellen Handlungen zu bringen, die es an oder vor dem Täter oder einem Dritten vornimmt oder von diesen an sich vornehmen lässt. Einwirken liegt vor, sobald das Kind ein Täterverhalten sinnlich wahrnimmt, also etwa im Chat vom Täter geschriebene Zeilen liest. Weiterhin ist bei dem Einwirken die oben beschriebene Tätermotivation erforderlich.

    Ist allerdings die Person, auf die eingewirkt wird, tatsächlich kein Kind, sondern 14 oder älter, so liegt keine Vollendung des Delikts vor. Vielmehr handelt es sich um einen sog. untauglichen Versuch. Untauglich deshalb, weil er an einem Tatobjekt vorgenommen wird, bei welchem die Vollendung nicht möglich ist. Grundsätzlich ist der untaugliche Versuch strafbar (zB beim Mordversuch an einer Leiche, die der Täter für einen lebendigen Menschen hält). Allerdings regelt § 176 Abs. 6 StGB explizit, dass der Versuch in Fällen des § 176 Abs. 4 Nr. 3 StGB nicht strafbar ist. Daher ist das Einwirken inkl. sexueller Motivation auf eine Person, die der Täter fälschlich für ein Kind hält, nicht strafbar.

    Gleiches gilt gem. § 176 Abs. 4 Nr. 4 und Abs. 6 StGB übrigens auch für das Zeigen pornographischer Abbildungen und Reden mit pornographischem Inhalt.

    Kurz: durch die Chats haben sich die Deliquenten der Sendung nicht strafbar gemacht, weil am anderen Ende der Leitung ein erwachsener Lockvogel saß.

    Der bloße Besuch in der Wohnung ist noch kein Kindesmißbrauch, weil keine sexuellen Handlungen vorgenommen wurden. Hätte ein Täter dies versucht oder zumindest die Schwelle zum "Jetzt geht's los" überschritten ("unmittelbar angesetzt"), würde es sich wiederum um einen untauglichen Versuch handeln (die angeblichen Kinder waren ja erwachsene Schauspieler), der dann tatsächlich auch strafbar wäre. Nur ist es so weit in der Sendung ja nicht wirklich gekommen.

    Strafbar ist es aber für Privatpersonen, andere Menschen gegen ihren Willen zum Bleiben zu nötigen oder Telefongespräche oder Chats heimlich aufzuzeichnen.

    Willkommen im Land der (Selbst)Gerechten.

  200. stimmviech meint: (14.10.2010 um 15:06) AntwortenReply to this comment

    Danke für diese juristische Aufklärung, dann ist mein Verständis aus Kommentar 20 doch nicht ganz richtig gewesen.
    Und es liegen also strafbare Handlungen vor: ich erinnere hier das Umarmen des alkoholeinschenkenden Agenturchefs( der wohl inzwischen geoutet wurde), ich erinnere das Onanieren des Lehrers, als der Schüler im Nebenraum war. Hier ist sicher die Schwelle des " jetzt-gehts-los" erreicht gewesen. Einige Herren werden also , wenn die Justiz denn arbeitet, Probleme bekommen. Inwieweit Ton-und Bildaufzeichnungen zwecks Dokumentation einer Straftat erlaubt sind, müssen hier wieder die Juristen erläutern.

  201. tb meint: (14.10.2010 um 15:22) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech (#200)

    "Und es liegen also strafbare Handlungen vor:"

    Denk halt nochmal nach.
    Also, wahrscheinlich ja, aber nicht die, die Du meinst.

  202. zyko meint: (14.10.2010 um 15:50) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech #200:
    Bei dem onanierenden Lehrer könnte es der Fall sein (Strafbarkeit nach § 176 Abs. 1, Abs 6. StGB), allerdings insofern auch wieder fragwürdig, weil der "Junge" dabei gar nicht im Raum war. Wäre eine Bewertungsfrage für einen Richter.

    Mir ging es darum, in der Forumsdiskussion aufgeworfene rechtliche Fragen zu beantworten. Ebenso darum, deutlich zu machen, dass in der Sendung fälschlich der Eindruck erweckt wird, die Betroffenen seien durch die Bank Straftäter. Es wird ja stets darauf hingewiesen, dass man sämtliche Daten den Behörden übergebe. Und so einfach ist es eben nicht. Ihr Verhalten ist verwerflich und sie haben gewiss ein Problem mit ihrer sexuellen Orientierung. Im ein oder anderen gezeigten Fall mag auch die Grenze zur Strafbarkeit erreicht sein, in den meisten ist sie es aber definitiv nicht. "Pädophil sein" und "pädophiler Täter sein" sind nicht dasselbe.

    Zur Frage, inwieweit man das nichtöffentlich gesprochene Wort eines Menschen heimlich aufzeichnen darf, einfach mal folgendes Zitat aus dem StGB:

    § 201
    Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes

    (1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer unbefugt
    1. das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen auf einen Tonträger aufnimmt oder
    2. eine so hergestellte Aufnahme gebraucht oder einem Dritten zugänglich macht.

    (2) Ebenso wird bestraft, wer unbefugt
    1. das nicht zu seiner Kenntnis bestimmte nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen mit einem Abhörgerät abhört oder
    2. das nach Absatz 1 Nr. 1 aufgenommene oder nach Absatz 2 Nr. 1 abgehörte nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen im Wortlaut oder seinem wesentlichen Inhalt nach öffentlich mitteilt.

    Die Tat nach Satz 1 Nr. 2 ist nur strafbar, wenn die öffentliche Mitteilung geeignet ist, berechtigte Interessen eines anderen zu beeinträchtigen. Sie ist nicht rechtswidrig, wenn die öffentliche Mitteilung zur Wahrnehmung überragender öffentlicher Interessen gemacht wird.

    (3) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer als Amtsträger oder als für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichteter die Vertraulichkeit des Wortes verletzt (Absätze 1 und 2).

    (4) Der Versuch ist strafbar.

    (5) Die Tonträger und Abhörgeräte, die der Täter oder Teilnehmer verwendet hat, können eingezogen werden. § 74a ist anzuwenden.

    Diwa-Film und RTL2 haben keinerlei öffentliche Interessen zur Wahrnehmung übertragen bekommen (vgl. § 201 Abs 3 S. 3 StGB). Sie besitzen auch keine Hoheitsbefugnisse. Deshalb stört mich an der Sendung auch die Art und Weise, in der Frau Krafft-Schöning und das Kamerateam auftreten – so, als hätten sie hoheitliche Befugnisse.

    "Ich bin der Dog, der böse Dog" – so funktioniert das in den USA, nicht in Deutschland.

  203. stimmviech meint: (14.10.2010 um 16:09) AntwortenReply to this comment

    Wenn ich das richtig verstehe, hat sich RTL2 damit durch die Herstellung der Tonaufnahmen auf jeden Fall strafbar gemacht. Oder gibt es, da die RTL2-Juristen doch behaupten, ihr Handeln sei rechtens, sozusagen übergeordnete Rechtfertigungsgründe? Bitte um Aufklärung.

  204. zyko meint: (14.10.2010 um 16:31) AntwortenReply to this comment

    M.E. waren Aufzeichnung und öffentliche Wiedergabe rechtswidrig und strafbar gem. § 201 Abs. 1 StGB. Das scheinen auch Andere so zu sehen:

    http://www.satundkabel.de/index.php/nachrichtenueberblick/medien/75255-medienrechtlerin-rtl2-format-qtatort-internetq-juristisch-heikel-

  205. anonym meint: (14.10.2010 um 17:25) AntwortenReply to this comment

    Dann wäre es doch eigentlich am besten, jetzt ohne Zeitverzug den Sender und die bereits der Öffentlichkeit bekannten Verantwortlichen umgehend bei der Staatsanwaltschaft anzuzeigen?! Oder, weil die Justiz bekanntermaßen so langsam ist, gleich eine EV gegen den Sender zu beantragen.

  206. zyko meint: (14.10.2010 um 17:42) AntwortenReply to this comment

    Die Landesmedienanstalt Saarland (LMS) befasst sich bereits wegen des problematischen Umgangs mit den Persönlichkeitsrechten von Opfern (Stichwort Mandy) und Tätern mit dem Format.

    § 201 StGB ist ein absolutes Antragsdelikt, d.h. eine Strafverfolgung ist nur auf einen Strafantrag hin möglich (Gegenstück sind die sog. Offizialdelikte, bei denen die StA von sich aus tätig werden muss). Richtigerweise wäre ein solcher Antrag Sache der Geschädigten (§ 77 StGB), nicht selbsternannter Ritter des Rechts.

  207. anonym meint: (14.10.2010 um 18:00) AntwortenReply to this comment

    @ zyko
    Daß es ein Antragsdelikt ist, wie Sie schreiben, hatte ich nicht in Zweifel gezogen.

    Daß sich eine Landesmedienanstalt damit befaßt, ist mir bekannt, aber die kann doch sicherlich nicht den Staatsanwalt ersetzen, oder?

    Es geht hier m. E. nicht um "Ritter des Rechts", sondern darum, daß geld- bzw. publicitygierigen Figuren möglichst umgehend vermittelt wird, daß sie sich ebenso wie andere nicht illegal verhalten können, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Daß mir diese verantwortlichen Figuren innerhalb und außerhalb des besagten Deppensenders zutiefst unappetitlich erscheinen, wiil ich natürlich nicht verhehlen.

  208. zyko meint: (14.10.2010 um 18:00) AntwortenReply to this comment

    Sorry, kleine Korrektur: die LMS betreibt nur die Beschwerdestelle, zuständig für die Prüfung ist die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR). Und die befasst sich ebenfalls mit dem Format.

  209. anonym meint: (14.10.2010 um 18:07) AntwortenReply to this comment

    @ zyko
    Was bei solchen Geschichten dann (nach zig Monaten vielleicht erst) herauskommt, weiß doch jeder, der die Rügen des Presserats kennt. Auf solche Gremien zu setzen, ist doch, mit Verlaub, fast schon gaga.

  210. zyko meint: (14.10.2010 um 18:13) AntwortenReply to this comment

    @anonym
    Die Emotionen bzgl der Macher und Moderatoren des Formats finde ich nachvollziehbar und teile sie sogar. Nur ist eben fraglich, wie man die von Ihnen gewünschte Vermittlung und Konsequenz erreichen kann. Strafanträge wären zu diesem Zweck ja nur dann sinnvoll, wenn sie auch eine Strafverfolgung nach sich zögen. Und solche Strafanträge können hier eben nur die Verletzten, nicht aber die von dem Format Angeekelten stellen.

    An Stelle der geouteten Betroffenen würde ich anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, Strafantrag stellen und außerdem versuchen, zivilrechtlich Schadensersatz und Schmerzensgeld durchzusetzen. Die Anonymisierung war offenbar nicht ausreichend, insbesondere die für die Darstellung der Gefährdung von Kindern in Chats unnötigen Details bzgl. der "Täter" (Beruf, Alter, Wohnort, Chatname) stellt m.E. eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte dar.

    Eine Einstellung des Formats oder andere Sanktionen gegen den Sender wären eine Sache der zuständigen Landesanstalt, nicht der StA.

  211. Ein Düsseldorfer meint: (14.10.2010 um 19:15) AntwortenReply to this comment

    Die Zielrichtung der Sendung ist klar:

    Es soll Stimmung gemacht werde für ein Allumfaassende Internersperre und Zensur. Es ist müssig drüber zu Diskutieren wer der Eigenliche Urheber ist, ich Denke es ist ein Mischung aus Rechteinhabern, Frauen die verhindern wollen das Ihr man Pornobilder sieht, 120% Gesetzestreuen und was da sonst noch so rumrennt und von eine Vollumfänglichen Internetsperre profitiert (z.B Politiker über unliebsame Wahrheiten). Am Rande mag es auch um Kinderschutz gehen bei der Internetsperre, aber das ist ein Kollateralschauplatz.

    Wenn Interessiert es da ob ein paar Bürger Opfer werden, man sollte allen Männern soweiso die Schw* abschneiden sagen doch Viel Weibliche Initiatoren…

    in dem Sinne,

    mfg

    Ein Düsseldorfer

  212. pseudonym meint: (15.10.2010 um 12:58) AntwortenReply to this comment

    @stimmviech:

    Bitte klärt mich auf, liebe Juristen, denn die Materie ist für einen Laien extrem kompliziert: Das betrachten von kinder-bzw.jungedpornographischen Darstellungen von "Scheinkindern" bzw. " Scheinjugendlichen" ist doch strafbar. Ich hätte jetzt daraus geschlossen, daß es beim Mißbrauch auf den subjektiven Vorsatz ankommt. Wer also mit einem wie auch immer aussehenden Menschen unter 14 gezielt Sex haben will, hätte sich in meinem Verständnis strafbar gemacht. Wenn das nicht stimmt, bleibt mein eigentliches Argument, der Zwiespalt zwischen echtem Kinderschutz und echtem Freiheitsschutz trotzdem bestehen. Ich glaube leider, daß " Pornosteffi" keine guten Absichten hat. Daß diese Sendung aber nebem dem Schlechten, eben der Stimmung für den Überwachungsstaat, auch was Gutes bringt, nämlich echten Opferschutz für Kinder der Unterschicht, die oft Opfer sind. Die erreicht man leider nur mit drastisch-reißerischen Darstellungen wie bei Tatort Internet.

    Die Frage ist, ob diese Strafvorschriften überhaupt haltbar sind. Wo ist der Unterschied, ob eine auf 13 geschminkte 18-Jährige einen volljährigen Mann anbaggert und sie dann einvernehmlichen Sex haben, oder wenn eine 18-Jährige einen volljährigen Mann anbaggert, sie beschließen, Sex zu haben und sie sich dann erst auf 13 Jahre schminkt und sie einvernehmlich Sex haben? In beiden Fällen ist "das Delikt" das selbe: Zwei volljährige haben einvernehmlich Sex miteinander. Ist das strafbar? Sicher nicht. Falls doch: Dann hat sich die 18-Jährige Schauspielerin in der Sendung selbst der (versuchten) Anstiftung zu einer Straftat strafbar gemacht.

    Diese Sendung ist nichts anderes als der Versuch von selbsternannten "Kinderschützern" für Ihre Zwecke Stimmung zu machen und RTLII ist sich bekanntermaßen für nichts zu schade, hauptsache es bringt Qoute.

    Meiner Ansicht nach stecken da noch ganz andere Ziele dahinter, nachdem Zensursula mit ihren Stopschildern baden gegangen ist, wird nun versucht das "böse Internet" auf andere Weise sturmreif zu schießen und eine Zensurinfrastrukrur zu schaffen (Siehe auch ACTA)

    Gruß

    Pseudonym

  213. pseudonym meint: (15.10.2010 um 13:00) AntwortenReply to this comment

    @pseudonym: Ups, da ist was mit der Zitatfunktion daneben gegangen…

    Pseudonym

  214. Ultraferret meint: (18.10.2010 um 13:27) AntwortenReply to this comment

    Ich halte die Sendung für gescripted und zwar Aus folgendem Grund.
    Wenn man Kinder in chatrooms zu einem treffen bewegen will, besteht die Möglichkeit einer Strafbarkeit nach 176 Abs.IVnr. 3 StGB. Also müsste die Staatsanwaltschaft erst mal ermitteln. Ob das verhalten dann tatsächlich strafbar ist, ergäbe sich aus dem Wortlaut der chatprotokolle.
    Zu diesen Ermittlungen wäre die sta auch verpflichtet, da ein anfangsverdacht vorliegt.
    Da aber nichts passiert drängt sich der Schluss auf,daß die ganze Sache nur gestellt ist.

  215. Deekay meint: (19.10.2010 um 01:22) AntwortenReply to this comment

    Ich habe gerade einen Fetzen der heutigen Sendung auf youtube gesehen. Stelle mir folgende Fragen:

    - Die Schauspieler bekommen die Chatlogs zu sehen und es wurden sogar Vertrauenslehrer mit bei einer Konfrontation mitgenommen.
    Ist das nicht Verbreitung von Kinderpornographie? Sowie ein weiterer Verstoss gegen den Datenschutz?

    Nun nimmt BKS sogar schon ihre Kursteilnehmer mit zu Vorführungen.

    Ich würde es mir allerdings verbeten dass die tollen Reporter und der Kleiderschrank vom Dienst – ähm Sicherheitsmann mein Auto sehen. Wieder haben wir ein rechtliches Problem.

    Einem ertappten hat man sogar seine Handies abgenommen und durchsucht….

    Ich würde mir von niemanden mein Handy abnehmen lassen und die Nachrichten lesen lassen. Die ganzen Leute die in der Wohnung sind lesen die Handies aus, lesen die Namen vor, das Alter usw.
    “und ich hoffe für Sie, dass wir nichts mehr finden…”
    Und wieder der Hinweis auf die Ermittlungsbehörden erwähnt… zum kotzen

  216. Matt meint: (20.10.2010 um 19:09) AntwortenReply to this comment

    Ha, sehr irreführende Schreibweise des Herrn Vetter:
    Erst schreiben dass möglicherweise Leben von Unschuldigen zerstört werden könnten, und dann auf den Selbstmord in den USA hinweisen. Dabei ignoriert er vollkommen wissentlich dass der Selbstmörder nachweislich ein Kinderschänder war. Aber diese Verleitung zu einer Fehlannahme war wohl auch die Intention des Autors.

  217. Guppy meint: (26.10.2010 um 01:49) AntwortenReply to this comment

    Der Vollständigkeit halber eine kleine Nebenbemerkung von mir: es gibt – wie RTL2 und P-Steffi fleissig suggerieren – nicht nur männliche Pädophile bzw. Täter sondern auch weibliche. Die werden nur immer vergessen bzw. fallen nicht so auf. Es sollen meines Wissens nach immerhin so um die 10% sein….Just for Info und zur Anregung der Diskussion ;-)

  218. Ich meint: (27.10.2010 um 18:36) AntwortenReply to this comment

    In den Schulen – RTL2 mit "Tatort Internet"!

    http://www.lehrer-online.de/868813.php

    Möge mal ein verantwortungsvoller Jurist die "Interessierten" über die rechtliche Problematik der Sendung aufklären – bitte!

  219. Michaelik meint: (1.11.2010 um 16:05) AntwortenReply to this comment

    Würde sich RTL nicht ebenfalls strafbar machen, wenn der mutmaßliche "Täter" sich strafbar gemacht hätte?
    Wäre das nicht eine "Verleitung zu einer Straftat"?

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