Beamtete Steinewerfer?
“Ich weiß, dass wir bei brisanten Großdemos verdeckt agierende Beamte, die als taktische Provokateure, als vermummte Steinewerfer fungieren, unter die Demonstranten schleusen. Sie werfen auf Befehl Steine oder Flaschen in Richtung der Polizei, damit die dann mit der Räumung beginnen kann.”
So zitiert das Hamburger Abendblatt einen Polizisten, der bei den Stuttgarter Auseinandersetzungen dabei war. Die Äußerung ist Teil einer Geschichte, in der mehrere Beamte, teiweise anonym, zu Wort kommen. Alle äußern sich kritisch über die Vorkommnisse in Stuttgart und die Situation bei der Polizei.
Bei Aussagen wie dieser bleibt nur die Hoffnung, der Polizist flunkert aus persönlicher Verärgerung. Oder die journalistische Sorgfalt trat hinter das Verlangen nach einer möglichst knackigen Formulierung zurück.
Stimmt es dagegen, stellt sich die Frage: Wer ordnet so was an und bis in welche Etage der Entscheidungshierarchie wird es gedeckt? Fast noch wichtiger wäre aber eine Antwort darauf, wieso nicht direkt beteiligte Polizeibeamte von solchen Praktiken wissen und trotzdem nicht dagegen aufstehen. Das sollte man von Staatsbürgern in Uniform durchaus verlangen dürfen.
Wenn die Angst und der Druck in den eigenen Reihen, möglicherweise aber auch die Abstumpfung für eine Unterscheidung von Recht und Unrecht, tatsächlich so groß sein sollten, dass sich selbst bei solchen Sachverhalten keine Aufrechten mehr finden, dann ist viel mehr verloren als ich bisher vermutete.
Aber noch bleibt ja die Hoffnung, dass alles so nicht stimmt.
(Der Artikel im Abendblatt ist über Google (Suche: “Wir werden von der Politik verheizt” – Polizisten erzählen”) aufrufbar, steht aber ansonsten hinter einer Paywall. Deshalb ein alternativer Link zur taz.)
Sind das vielleicht die "Berufsdemonstranten", die schon mehrmals erwähnt wurden? ;-)
Schutzbehauptung.
Das hieße doch im Umkehrschluß, daß sie erst eskalieren, wenn tatsächlich Steine fliegen.
Und daß dem nicht so ist, sondern daß sie auch einfach so auf die Menge losgehen, haben wir doch in Stuttgart gesehen.
Woher stammt denn diese irrationale Hoffnung? Seit dem berühmten "Celler Loch" von 1978 halte ich in diesem unseren Land noch ganz andere Sachen für möglich.
http://de.indymedia.org/2007/06/182334.shtml
http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/3810861/
http://www.ngo-online.de/2007/06/8/mutmalicher-polizist-der-polizei-ubergeben/
Heiligendamm:
Einer wurde bei einer Rangelei wegen seines olivgrünen Unterhemd verdächtigt und dann als Polizist aus Bremen erkannt.
Carsten
–
"Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen."
Kurfürst Friedrich Wilhelm v. Brandenburg
Dass die Taz sowas veröffentlicht, ok, man ist ja nichts anderes von dort gewohnt, aber von Ihnen hätte ich so einen Schwachsinn jetzt nicht erwartet. Sie glauben diesen Mist ja wohl nicht ernsthaft. Abgesehen davon, dass so was kein Polizist machen würde, wäre auch kein Polizeiführer so blöd sich in so eine Gefahr zu begeben, denn irgendwer würde garantiert quatschen. Solche Phantasiegeschichten bedienen doch wieder nur die ewigen Ressentiments auf Seiten der linken Spinner.
Diese Vorwürfe sind nichts neues und schon seit Jahrzehnten schleust die Polizei Provokateure in "kritische Massen" ein. Geändert hat sich aber das Vorgehen. Bis in die neunziger Jahre hinein war ein Provokateur daran zu erkennen, dass er zum einen laut war und viel mehr als andere Spass daran hatte, gegen seine Kollegen zu brüllen (Denn insgeheim ist es für einen Polizisten sicherlich ein Riesenspass, mal gegen die Kollegen zu schreien und diese hilflos dagegen zu sehen). Zum anderen war es der Provokateur, der anderen Wurfgegenstände in die Hand drückte und sie anstachelte.
Mittlerweile dürfen/sollen/müssen die Verdeckten offenbar direkt an Krawallen teilnehmen bzw. sie auslösen. Hier in Hamburg ist das inzwischen ein recht bekanntes Spielchen. Kollegen werfen Sachen auf Kollegen und Mitläufer steigen ein – und schon ist der Grund für Wasserwerfer und Schlagstöcke konstruiert. Nicht umsonst gehört die Warnung vor Provokateuren zu jeder guten Demo-Vorbereitung – auch verbunden mit dem Hinweis, dass deren Erkennbarkeit aus früheren Jahren nicht mehr gegeben ist.
Gab vor kurzem eine sehr schöne Reportage, ich glaube auf Phoenix, darüber.
Alle hohen Ämter, Polzeipräsident, usw. sagten das es sowas nicht gibt. Zahlreiche (ehemalige) Polizisten und Beobachter sagten das Gegenteil, einer hatte sogar Mittschnitte von Anweisungen, aus denen klar hervor ging, das zahlreiche verdeckte Beamte unter den Demonstranten sind, die auf Befehl sofort Stimmung in der Masse machen, um endlich den gewünschten Gewalt-Impuls zu verbreiten.
Im morgendlichen Dusel las ich was von "verbeamteten Scheinwerfern" und musste grinsen. Dann leider entpuppte sich das Thema als viel ernster. :(
Der Pfeffersprayer in Stuttgart, der in dem Video bei der Polizeipressekonferenz als Beispiel für Demonstrantengewalt gezeigt wurde, ist deutlich als vermummter Polizist erkennbar. Insofern ist die Hoffnung von UV völlig unberechtigt. Die Gewalt bei dieser Demo ging von der Polizei aus!
http://kopperschlaeger.net/2010/10/stuttgart21-agent-provocateur-im-einsatz/
"Fast noch wichtiger wäre aber eine Antwort darauf, wieso nicht direkt beteiligte Polizeibeamte von solchen Praktiken wissen und trotzdem nicht dagegen aufstehen. Das sollte man von Staatsbürgern in Uniform durchaus verlangen dürfen. "
Tut man ja auch, Verstöße dagegen nennt man "Strafvereitelung im Amt".
Ansonsten: Wenn es jetzt schon im HA steht, wann steht es in der Bild?
Das muss doch auffallen. Dokumentiert auffallen. Durch Presse, durch technisch immer besser ausgerüstete Demonstranten, durch filmende Polizisten, die den Kollegen nicht kennen und von ihm nichts wissen.
Seid dem Celler Loch ( http://de.wikipedia.org/wiki/Celler_Loch ) traue ich dem Staat so einiges zu. Ich würde es vielleicht auch nicht anders machen. Was mich wundert ist, dass man im Irak damals keine ABC-Waffen gefunden hat. Wundert mich wirklich.
Herr Vetter. So etwas sollte man nur publizieren, sofern dies rechtskräftig nachgewiesen wurde.
Propaganda in Deutschland sollte nicht mehr gefördert werden.
Verschwörungstheorien sind immer Schwachsinn.
Für einen Juristen eine sehr "mutige" Publikation. Wie ist das noch einmal mit den Vorurteilen.
Gute Besserung, bitte !
Der Polizei und dem Innenministerium traue ich mittlerweile alles zu.
Das musste ich leider schon erleben, beim G8-Gipfel in Heiligendamm wurde ein solcher "staatlicher Steinwerfer" von den Demonstranten selbst gestellt. Er wurde aufgefordert, seinen Ausweis zu zeigen, weigerte sich aber vehement. Letztlich hat die Polizei mit einer Hundertschaft die Demonstranten überwältigt und ihren "Kollegen" wieder eingesammelt…
Jaja, sofort wieder die Angstbeißer mit dem "bei-uns-ist-die-Welt-noch-in-Ordnung-Reflex" …
Wann wart ihr denn das letzte Mal auf einer Demo?
Das hier:
http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=19928
gibt es auch bei uns.
@ all die Horste:
Verschwörungstheorien sind kein Schwachsinn, sondern erst einmal der Versuch, etwas scheinbar unlogisches zu erklären … Oft genug wird dann daraus Verschwörungspraxis …
ich vergaß zu zitieren:
Polizisten die gegen Befehle/Vorgesetzte vorgehen werden gemieden/gemobbt und schwerlich befördert.
Noch Fragen, deutsche Demokratie?
@Martin:
Dürfen Sie während Ihrer Dienstzeit kommentieren?
Was sagt Ihr Dienstgruppenführer dazu?
Guter Aritkel.
Der aber auch zeigt, dass man mit den jungen Polizisten zwar viel machen kann, aber auch nicht alles. Irgendwann ist auch bei denen die Schmerzgrenze erreicht.
1989 war man kurz davor, solchen Männer den Schießbefehl auf Demonstranten zu geben. Es hätte sicher auch welche gegeben, die geschossen hätten.
Bevor jetzt wieder alle schreien, von wegen, das kann man nicht vergleichen und so. Kann man schon. Damals wie heute standen diese Polizisten unter gewaltigen Druck. Wenige wollten wirklich prügeln/schießen, aber die meisten tun es trotzdem. Aus Angst um die eigene Karriere…
Hinweise, das sowas auch am schwarzen Donnerstag in Stuttgart passiert sein soll, gibt es zuhauf. Machen Sie sich selbst ein Bild:
http://www.radio-utopie.de/2010/10/12/30-september-polizei-prugeleinheit-attackierte-zuvor-in-zivil-schuler/
Mich würde es nicht wundern, wenn die Gewalt (mal wieder) von der Polizei ausgehen würde. In einschlägigen "Demo-Kreisen" ist schon lange bekannt, dass Provokateure seitens der Polizei eingeschleust werden. Meistens erkennt man sie daran, dass sie einzeln zu einer Demo o.ä. kommen (insbesondere bei Antifa-Demos sehr ungewöhnlich) und mit plumpen Ansprachen versuchen, Kontakt aufzunehmen (àla "Was ist'n hier los?" oder "Wo geht'n hier die Party ab?") und sich sofort mit ihren angeblichen Taten brüsten ("Ich hab ja schon soo viele Steine geworfen"). Spricht man sie kurz darauf an, ob sie Zivilpolizisten seien, verschwinden sie ganz schnell in kleinen Seitenstraßen…
Interessant und ergänzend zum Link von #9 Stefan sei dieser Link noch genannt, der die These des pfeffersprayenden Polizisten weiter untermauert:
http://c-hofmann.blogspot.com/2010/10/ich-bin-zu-der-uberzeugung-gekommen-das.html
@PM: Wie Du richtig sagst: schon seit den 70ern bekannt, ist eigentlich die harmlose Variante der sogenannten " Strategie der Spannung". http://de.wikipedia.org/wiki/Strategie_der_Spannung , Stichwort " Peter Urbach".
@Martin: Der Text wurde vom Hamburger Abendblatt veröffentlicht, die taz bezieht sich nur auf das HHA.
Beim HHA findet man normalerweise keine polizeikritischen Texte, eher im Gegenteil. Die Montagsausgabe, in der dieser Artikel erschien, hatte z.B. wieder die von diesem Blatt sonst übliche "linke Krawallchaoten werden Hamburg im Chaos versinken lassen, der Staat muss endlich hart durchgreifen" Leier im Regionalteil.
Das macht den von Udo Vetter zitierten Artikel umso bemerkenswerter.
Bei fast allen Bezahlzeitungen kann man übrigens über Mobilgeräte die Beiträge kostenlos abrufen.
Mobilgeräte benützen überlicherweise die selben links, nur statt www steht vorne mobile.
Fällt mir nur grad ganz zufällig ein :-)
Vorstellen kann ich mir's schon irgendwie.
Wenn man sich dazu noch ansieht, wie sich die Polizei auf die Castor-Transporte vorbereitet…
http://www.ndr.de/flash/mediathek/mediathek.html?broadcastid=5
@horst:
Was spricht dagegen eine Verschwörungstheorie aus der Presse aufzugreifen und infrage zu stellen?
Mal ehrlich: jedem, der in den letzten paar Jahren mal mit offenen Augen auf einer Demonstration war ist dies doch bewusst. Ich frage mich, wie man ernsthaft soetwas anzweifeln kann. Es ist doch schon seit vielen vielen Jahren mehr als offensichtlich. Allen, die das jetzt irgendwo zwischen "glaub ich nicht" und "wilde verschwörungstheorie" einordnen kann man nur pure blindheit attestieren… oder sie müssen mal wieder raus in die richtige welt um mitreden zu können.
Aber … aber …. die Polizei sind doch die GUTEN! Oder etwa nicht? Sowas darf man doch nicht schreiben!!!1!!1
(Verzeiht mir meinen Zynismus.)
Wo liegt nochma das Problem beim NPD-Verbot? Achja, zuviele Undercover-Verfassungsschutzleute da drin, die die Straftaten meistens begehen… deshalb null chance vor'm gericht mit nem verbot…
aber nun 1 und 1 zusammenzählen, das schaffen die wenigsten… sowas würde der staat doch nie tun!
Warum nicht mehr Polizisten aufmucken?
Na man hat ja erst vor kurzem erfahren, welche Spießrutenläufe und welches Mobbing z.B. in Hessen da betrieben wird.
@ nogo:
dürfen Sie während der Hausarbeit kommentieren? Was sagt Ihre Frau dazu?
@Abmahner:
Und die Befehle werden per Gedankenübertragung übermittelt, damit keiner was merkt?
@little:
Sehr vernünftig. Einem Lynchmob entgeht man nicht, indem man die geforderte Unterwerfungsgeste liefert. In so einer Situation kann man nur Zeit schinden, bis die Polizei eintrifft.
Deutschland ist zwar nicht Italien, aber die Dokumentation "Gipfelstuermer – Die blutigen Tage von Genua" ist dennoch sehenswert. Immerhin behauptet auch Italien von sich ein Rechtsstaat zu sein und ist Teil Europas.
http://www.youtube.com/watch?v=E9H731Xt_04
@Marcel:
Was würdest Du denn tun, wenn sich ein "autonomer" Mob anschickt, Dich als "Bullenschwein" zu "enttarnen"?
@5zjunge: @Sven Türpe: Aber es wird doch gerade bemerkt… Sogar von der Springerpresse ^^
@horst: Wie soll so etwas jemals rechtskräftig nachgewiesen werden? Sämtliche Ermittlungen in der Hinsicht werden doch nie aufgenommen.
Blöde Frage: Hat das Hamburger Abendblatt nicht viel zu viele Informationen über den kritischen Beamten gedruckt, der anonym bleiben wollte?
Am Anfang wurde er gezielt sehr unscharf beschrieben (noch keine 30), aber wenn es um Urlaubsanträge, durchlaufene Abteilungen und Dialoge mit seinen Vorgesetzten geht, sollte die Quelle zumindest für das unmittelbare Umfeld einfach erkennbar sein. Oder stimmen einige Angaben einfach nicht? Erwartet seine Frau gar nicht das zweite Kind, war er gar nicht im Betrugsdezernat?
@Cheetah:
Ach was, noch gab es keine Revolution und wir genießen Meinungsfreiheit. Deshalb schreibe ich es einfach mal:
Polizisten sind die Guten. Die Polizei übt eine für das Bestehen und Gedeihen unserer Gesellschaft unverzichtbare Funktion aus: sie verwaltet das Gewaltmonopol, das wir unserem Staat übertragen haben. Wie jede Institution bedarf sie der Überwachung und ggf. Korrektur, aber dafür haben wir die Gewaltenteilung und den Rechtsstaat. Die Polizei ist also eine großartige Sache, sie bewahrt uns letztlich vor der Herrschaft der Warlords, wie wir sie in Somalia und anderen Failed States beobachten.
So, und jetzt schauen wir mal, wie die Reaktionen ausfallen und was man in diesem Netz alles schreiben darf. Die meisten Denkverbote sind ja nur eingebildet.
@ 13 (Horst)
Schwachsinn! Nach 30 Jahren Erfahrung in Gorleben kann ich nur feststellen, dass vom Staat mehr kriminelle Handlungen ausgehen als von Demonstranten. Das sind doch keine Verschwörungstheorien, sondern dokumentierte Tatsachen!
Aber es ist natürlich immer einfacher, Dinge mit bstimmten Worten zu belegen als sich mit den Fakten zu beschäftigen! Schublade auf, Mitmensch rein, fertig. Aber platt.
@IO:
Putin sagte damals: !WIR hätten welche gefunden."
Wäre ja schön, wenn das nicht stimmt – aber das, was hier ausnahmsweise mal in der Presse steht, gehört in autonomen und links-alternativen Szenen leider schon lange zum Allgemeinwissen (mit dem unschönen Nebeneffekt einer gewissen Paranoia in diesen Szenen). Insofern neige ich eher dazu, die Aussagen der hier zitierten Polizisten für wahr zu halten – und dann in der Tat die Frage danach zu stellen, wer da an welcher Stelle was für Einsatzbefehle gibt und was deckt. Und in einem Untersuchungsausschuss für S21 einen Hebel dafür zu sehen, auch dieser Frage nachzugehen.
@Martin:
Na, anscheinend hat jetzt jemand gequatscht. Ihrer Logik folgend könnte man jetzt sagen, kein Polizist, der darüber quatscht wäre so blöd so etwas zu behaupten, wenn es nicht stimmt.
Anders
@Joachim:
Wonach müsste ich denn in der Bibliothek suchen, um die Dokumentation zu finden?
Bei S21 wird der Unmut wohl noch durch andere Ursachen gespeist als nur durch den Bahnhof. Obwohl demokratisch formell korrekt beschlossen, erkennen viele Bürger, daß sie in dieser formell korrekten Demokratie eigentlich nur am Nasenring geführte Tanzbären sind. Dies erlebt der Bürger in vielen Bereichen wie z.B. -meine Erfahrung- beim Arbeitsschutz. Da läuft formell alles korrekt, aber wenn man genau hinschaut, merkt man, wie z.B. bei Vergiftungsfällen durch die Berufsgenossenschaften getrickst wird und die Gerichte das nicht hinterfragen. Bei S21 scheint sich dieser aufgestaute Haß auf ein nur scheinbar demokratisches, in Wirklichkeit aber oligarchisches System Bahn zu brechen. Und in Berlin werden die Proteste gegen BBI auch immer intensiver. Lange macht es dieser Staat nicht mehr, noch ein Schub Geldentwertung und wir haben revolutionäre Stimmung. Die Frage ist nur: wohin geht die Revolution?
Jedenfalls ne tolle Vorlage für alle Verschwörungstheoretiker, so hat jeder seinen Spaß.
Gewalttätige Demonstranten?
Mit-Demonstrant: Eingeschleuste, verbeamtete Provokateure warens!
Polizei: Wir wissen von nix: Gewaltbereite Potenzial-Terroristen warens.
Ist für jeden was bei …
@carsten
Geiles Zitat! Danke.
Ich habe bei der Bundeswehr im Staatsbürgerunterricht gelernt, daß man nicht jeden Befehl befolgen darf. Gilt sowas eigentlich auch für Polizeibeamte?
Ich persönlich wohne nicht in Stuttgart und bin eher für als gegen den Bahnhof. Aber Fakt ist doch: ein Großteil der Bürger ist dagegen, das sind eben zu großen Teilen keine Krawallos oder Berufsdemonstranten, die da unterwegs sind, sondern CDU- oder gutbürgerliche Grünenwähler. Dasselbe gilt für BBI in Berlin, für den ich übrigens auch bin, da ich in der Einflugschneise von Tegel wohne und meine dortige Eigentumswohnung in den nächsten Jahren sich hübsch verteuern wird.Obwohl ich also inhaltlich eher die Staatslinie vertrete, muß ich doch zugestehen, daß ein ganz neuer, ungewohnter Protest aus der bürgerlichen Mitte unterwegs ist. Und zwar so intensiv unterwegs, daß Sarrazin fast schon aus dem Blick gedrängt wurde.
Wir haben doch alle Heiligendamm aus der Presse verfolgt. Stichworte: Hühnerkäfige. Kein Kontakt zu den Verteidigern. Keine Vorführung vor den Untersuchungsrichter.
Das waren da vor Ort nicht ein Beamter, nicht zwei, nicht drei, nicht vier und auch nicht fünf. Da waren mit Sicherheit eine dreistellige Personalmenge vor Ort. Und KEINER hat das hinterfragt. Die kennen doch die Regeln und den Ablauf, die wissen wie das geht weil das ihr tägliches Geschäft ist. aber nicht EINER der Beamten vor Ort hat den Mund aufgemacht und gesagt "Öhm, das geht so nicht. Hier, die Pflichtverteidiger machen da drüben auf dem Rasen schon einen Sitzstreik, wir müssen da mal was machen! Wir machen uns hier strafbar, Leute!" Nicht einer.
Und da glaubt irgendwer noch ERNSTHAFT, dass wenn die Polizei tatsächlich Provokateure einsetzen würde, würde irgendwer schon den Mund aufmachen und reden und genau deshalb könne so etwas ja nie passieren?!?? Heiligendamm wurde in der Presse dokumentiert, die Gerichte sind heute noch mit der Aufarbeitung beschäftigt und das sieht echt nicht gut aus für die Polizei. Insofern wäre es berechtigt gewesen, wenn da einer geredet und gehandelt hätte.
Deshalb wollte ich beim Lesen des Artikels den Leuten ins Gesicht schreien: "WENN DU FÜR DICH SIEHST, DASS DAS FALSCH WAR, WARUM HAST DU NICHTS GETAN? WARUM HAST DU DICH WIE EIN FEIGER MITLÄUFER VERHALTEN UND NICHT WIE EIN POLIZIST IM DIENSTE DES STAATES ZUM WOHLE DES BÜRGERS?"
Aber unser Staat will das so. Feige wegsehen, sonst Mobbing und Zwangspensionierung (siehe die hessischen Steuerfahnder). Und damit der Status Quo erhalten bleibt und ausgebaut wird, sperren wir uns wehemend gegen die Kennzeichnungspflicht um die anonyme, vermummte Masse zu erhalten und verschärfen die Strafen für Widerstand gegen die Staatsgewalt.
In einem Interview meinte ein Rentner, der da vor Ort war, die Polizeihorden hätten ihn an die SS-Horde erinnert, nur die haben ihre Verbrechen noch unvermummt begangen.
Wenn die Polizei ihren guten Ruf zurück haben will, sollte sie anfangen aufzuräumen.
Man muss ja nur das Celler Loch erwähnen, um empörten Zweiflern wie @Martin zu antworten: doch, sowas wird gemacht! Ich habe in den späten 90ern in Erfurt selbst erlebt, wie Männer strafrechtlich relevante Sprechchöre begannen und Menschen so aufforderten, mitzumachen, um eine Rechtfertigung für das anschließende Auseinanderprügeln der friedlichen Demonstranten zu haben. Die Herren hatten Knöpfe im Ohr und bekamen teilweise von den Bereitschaftspolizisten auch Knüppel ab, weil sie ihre Dienstausweise nicht schnell genug aus dem Mantel bekamen. Das Ganze ist vor meinen Augen passiert. Und es passiert auf vielen Demonstrationen. Das bilden sich die Menschen nicht ein.
Die Sendung Panorama hat bereits am 12.02.2009 mit dem griffigen Titel:
Nazis im Staatsdienst – die V-Leute des Verfassungsschutzes
über derartige "Praktiken" berichtet.
Quelle: http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2008/vmaennernpd100.html
Von da aus scheint der Weg zum "beamteten Provokateur und Steinewerfer" nur noch ein kurzer Schritt zu sein.
@Momo: Empörung ist nicht immer der beste Weg sich an Dinge zu erinnern. Die Sammelzellen in Heiligendamm waren skandalös, aber eben keine Hühnerkäfige. Zum einen ist ein normaler Hühnerkäfig viel zu klein, zum anderen kann ein Mensch ihn einfach aufbiegen.
@Sven Türpe:
Wie unterscheiden sich korrupte Lokalpolitiker von jenen Warlords?
Beide setzen ihre paramilitärischen Schlägertruppen (bei uns die Polizei) ein, um ihre Interessen durchzusetzen. Hier wie da gehen diese Schläger mit Wonne ihrem Gewaltbefehl nach und hinterfragen nichts (wer zu kritischem Denken fähig ist, geht nicht zur Polizei bzw. bekommt es dort schnell ausgetrieben).
@Sven Türpe:
So hier haben Sie Ihre Reaktion. Ich vermute, Sie meinen die Reaktionen auf Ihren Blödsinn (so ganz klar geht das nicht aus Ihrem Beitrag hervor).
Also: Sie dürfen hier ganz offensichtlich Ihre Meinung kundtun. Auch wenn das "Hausrecht" (?)hier eine Löschung möglich machte. Der eingebildete "gesunde Menschenverstand", den Sie sicherlich für sich reklamieren, darf und wird jederzeit ohne Repressalien jederzeit geäußert.
Darf ich hier Ironie interpretieren und Sie vermuten, Ihre Meinung unterläge einem Denkverbot? Na, wer sich da wohl was einbildet.
Sie können das letzte Wort haben. (Troll)
einen Zusatz muss ich natürlich doch noch loswerden, Sven Türpe. Ihr substanzloser Beitrag "die Polizei sind die Guten" soll natürlich eine Art Falle zum Hetzen darstellen, enthält aber nur trivialen gesellschaftlichen Konsens über die grundsätzliche Aufgabe der Polizei in provokativem Rahmen dargeboten. Entscheidend in dieser Diskussion ist ja nicht die Aufgabe der Polizei sondern wie diese ihre Aufgaben erfüllt. Ihre implizierte schlichte Behauptung, dass die Polizei auch so ist, wie sie sein soll … nun ja, darüber diskutieren wir hier.
Ein bisschen mehr Niveau oder lassen Sie das Getrolle.
@horst:
Leider sollten Sie des Lesens mächtig werden. Herr Vetter hat 2 Möglichkeiten beleuchtet:
a) Diese Geschichte ist wahr
oder
b) Diese Geschichte ist erstunken und erlogen.
Schreiben Sie Ihre Zeilen also lieber an das Abendblatt.
@Sven Türpe:
Sehen Sie jeden Demonstranten automatisch als Autonom an?
@Sven Türpe:
Müssten Sie dazu nicht in der Lage sein eine Bibliothek auch finden zu können?
Anders
Agents Provocateur sind bei Demonstrationen doch nun wirklich nichts neues. Ich habe selbst schon mir persönlich bekannte Polizeibeamte "undercover" inmitten von Antifa-Demonstranten entdeckt und beobachtet wie sie versuchten gegen die EHu's aufzustacheln. Mehrfach musste diese das Abbrechen bevor sie soweit eskaliert hatten, dass es zu Gewalt gegen die EHu's kam, weil sie mich ebenfalls erkannt haben und ihnen die Manöver dann wohl zu gefährlich wurden. Sie mussten ja befürchten, dass glaubwürdige Personen die weder zu den Demonstranten noch zur Polizei gehörten im Zweifelsfall vom Gericht als Zeugen geladen zu werden. Über diese Agents Provocateur waren das ein oder andere Mal sogar Polizeibeamte erstaunt, die aus den normalen PI's stammend ebenfalls in Zivil zu reinen Aufklärungszwecken eingesetzt waren und sich tatsächlich passiv verhalten haben, nachdem ich sie auf die verkleideten Anstachler aufmerksam gemacht habe. Bei einer Demo begab es sich, dass zwei vom Staatsschutz die ich kenne einen Agent Provocateur sofort aus dem Verkehr gezogen haben. Ich darf annehmen, dass die behördenintern später keine Welle mehr machen konnten, aber die Situation auf der Straße war entschärft. Die beiden waren ziemlich erbost über solche Manöver und sind nicht die einzigen Polizisten die über die Gewaltbereitschaft der Hundertschaften klagen. Das hohe Aggressionspotenzial der Bereitschaftspolizeien gegenüber auch harmlosen Gewerkschaftern, alten Leuten und Bürgerlichen kann man ja seit Jahren beobachten. Und immer wieder fällt mir auf, dass unsere einheimische EHu deutlich deeskalierender, dem Normalbürger viel freundlicher gegenüber und erheblich weniger gewaltbereit auftritt, als Einheiten der Bundespolizei oder Kräften die auswärtige Wappen tragen. Es ist sogar schon vorgekommen, dass eine versprengte einheimische Halbgruppe einen Tross Journalisten vor ein paar bayrischen Gruppen schützen musste als man denen an die Wäsche wollte nachdem sie eine Festnahme fotografiert bzw. gefilmt hatten.
@Herr Vetter,
das Ergebnis wäre interressant, würden Sie das Bild
aus dem Update um 21:00 Uhr dieses Beitrags:
http://www.oldblog.de/?p=1368
einem Sachverständigen für Gesichtserkennung vorlegen.
Auch wenn staatsanwaltliche Ermittlungen vom zuständigen
Innenminister (Bund / Bayern) unterdrückt werden würden,
würde eine Veröffentlichung eines positives Ergebnisses
einen Erdrutsch auslösen.
Tipp zum Hamburger Abendblatt: Man ersetze www. durch mobil. -> keine Paywall. Bekommt man zwar "nur" die abgspeckte Mobil-Seite, aber der Informationsgehalt dürfte gleich (Adjektiv der Wahl) sein.
@Sven Türpe
Nichts leichter als das!
http://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Provocateur – Kapitel Beispiele / Einzelnachweise
@Sven Türpe
Und noch einer hinterher:
http://www.tagesspiegel.de/politik/der-protest-wird-in-die-flaeche-getragen/1944746.html
Leute, nun kriegt euch mal wieder ein. Ich bin ja nun wahrlich kein Freund der Polizei, aber das hier ist dann doch ein bisschen dünn. Man schaue sich den entscheidenden Satz nochmal genau an:
Offen bleibt, woher der Herr das weiß. Hat er da Insiderwissen, oder "weiß" er nur, was "alle wissen"? Irgendeinen Hinweis auf Insiderwissen gibt er jedenfalls nicht. Und nur, weil die Verschwörungstheorie diesmal von einem Polizisten erzählt wird, ist sie noch lange nicht wahr.
Es gibt einige gut belegte Beispiele für agent provocateur-Strategien, meistens nicht aus Deutschland der letzten Jahre, aber an die 99% solcher Anschuldigungen dürften einfach Spinnerei sein.
@Marcel:
Erstens könnten Personen, die sich so verhalten, auch einfach Krawalltouristen sein. Und zweitens ist der Einsatz verdeckter Ermittler, die sich als Demonstranten ausgeben, ja nichts neues. Strittig ist lediglich, ob die als Provokateure handeln (sollen).
"“Wir werden von der Politik verheizt” – Polizisten erzählen"
Nicht nur von der Politik.
Die Chefs/Sprecher der Polizeigewerkschaft(en) und der Polizeiverbände stehen beim Scharfmachen und der Forderung nach mehr Befugnissen immer ganz vorne mit dabei.
Andererseits vertrauensbildende Maßnahmen wie die Kennzeichnung von Polizisten zur eindeutigen Identifikation von "schwarzen Schafen" permenent blockiert.
Wie man in den Wald hineinruft…
@earendil:
Du hast völlig recht, woher soll der Mann das wissen, als Normschriftschablonenstanzer … moment, der Mann ist ja Polizist …
Anders
@UDO VETTER,
dürfen "DIE" das denn überhaupt? Gibt es irgendeine rechtliche Grundlage für derartige Aktionen? Oder aber möglicherweise juristische Gegenwehr?
Ratlose Grüße
Caf
Na, Baden Württemberg ist doch schon immer so (scheiße). Hoffentlich steigt der VfB ab! ^^
Den ganzen Artikel gibts unter http://www.parkschuetzer.de/statements/36871
ich weiß noch, wie unter barnabas schill bei einer demo in hamburg mehere gewalttäter von der polizei krankenhausreif geprügelt wurden… wie sich später vor gericht herausstellte waren es zivilpolizisten aus schleswig-holstein im einsatz… hahahahaha…
Hach ist das schön: Sagt ein Polizist etwas gutes über die Polizei, wird das sofort geglaubt, sagt er etwas negatives wird das sofort als Verschwörungstheorie abgetan.
Schmerzt eine solche kognitive Dissonanz eigentlich? ^^
Nein, natürlich war es nicht die Polizei, die Undercover mit Steinen und Flaschen wirft. Denn "für solche Aufgaben gibt es andere Dienste in der Bundesrepublik". Und das nicht nur in Berlin, sondern offenbar auch in Stuttgart.
http://www.sueddeutsche.de/politik/kreuzberger-krawalle-zum-mai-polizist-als-freund-und-werfer-1.457170
@Martin:
Stimmt sowas wurde nie gemacht.
Moment mal. War da nicht was in Heiligendamm?
Und hat das nicht seit spätestens den 60ern Tradition?
Lieber Herr Vetter,
ich schätze Ihren Blog ganz außerordentlich, aber bei Ihren, verzeihung, naiven Bemerkungen habe ich herzlich lachen müssen. (Ich glaube, Sie selber auch ein bißchen, oder?)
D a s ist doch altbekannt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Urbach
noch Fragen?
lg
Und gleich noch einen hinterher:
http://rainbraun.blogspot.com/2010/10/keine-polizeigewalt-sondern-alltag.html
@Carsten Thumulla:
Schönes Zitat, leider falsch. Richtig hier:
http://de.wikiquote.org/wiki/Gustav_von_Rochow
Thierseeske Sitzblockade gegen Nazis. Nicht grad in ner Großstadt. "Komm, wir haken uns ein und halten uns fest" – "Nö" – "Wenn die räumen kommen schmeiß ich denen meine Flasche an die Beine" – "Das lässt du schön bleiben" – "Wo geht ihr denn danach hin?" – "Das geht dich nen Scheißdreck an". Den "Demonstranten" kannte keiner. Weder die Punks, noch die Jusos, der gehörte nicht zu solid und nicht zur grünen Jugend – und die üblichen "Berufsdemonstranten" kannten sich schon, zumindest ihre Grüppchen, aber auch teils untereinander.
"Och", klärte ein Demoerfahrener meinen Bekannten auf die Frage hin auf, warum man den unbekannten Mitdemonstraten so barsch abwies, "das war ein Polizist, das kommt öfters mal vor".
Kann man alles unter Verfolgungswahn von ein paar Linken abtun, auch möglich, das es hier und da verdeckte Ermittler gibt, die vielleicht nur entsprechende Kreise aushören sollen. Wie weit es von da dann bis zum gezielt eingesetzten Provokateur ist, muß sich jeder für sich selbst ausdenken.
Unter den "Berufsdemonstranten" ist diese "Verschwörunstheorie" jedoch schon sehr verbreitet.
@David:
Na sehr reichhaltig ist diese Quellensammlung ja nicht.
@Martin: Zumindest in Italien konnte ich es mit eigenen Augen beobachten (G8-Gipfel Genua). In D habe ich bereits mehrfach Zivilpolizisten in der Menge von Demonstrationen gesehen. Eskalierende Straftaten konnte ich hier allerdings noch nicht selbst bezeugen …
mal angemerkt: das bezieht sich auf die polizei, welche sich unter parlamanetarischer kontrolle, wie schwach auch immer, befindet. was ist mit der bundeswehr unter nato-ägide? da gibt es diese kontrolle zu 0,00.
Ja hallo, auflehnen?Sich outen?
Welcher Gutmensch hegt denn solche Hoffnungen,da kannste dir als Pol.-Beamter gleich die Kugel geben.
Entweder bist du dann Karrieremäßig im A****oder der Polizeipsychologe gibt dir den Rest.
Das ist doch die Realtität der heutigen Zeit….
Es wird verdammt nochmal nicht ins eigene Nest gesch******!!
@50 Momo
"Wenn die Polizei ihren guten Ruf zurück haben will, sollte sie anfangen aufzuräumen."
Tut sie doch, der Park ist doch jetzt frei!11!elf
SCNR.
"Herr Vetter. So etwas sollte man nur publizieren, sofern dies rechtskräftig nachgewiesen wurde.
Propaganda in Deutschland sollte nicht mehr gefördert werden.
Verschwörungstheorien sind immer Schwachsinn.
Für einen Juristen eine sehr "mutige" Publikation. Wie ist das noch einmal mit den Vorurteilen.
Gute Besserung, bitte !"
So Leut wie Sie hab ich ja gern, Verschwörungstheorien sind immer schwachsinn, was für ein geschwätz,… und man darf nicht publizieren was nicht erwiesen ist, erwiesen von wem? den Mainstream Medien?
Ich glaub sie spinnen ein bisschen…
Es gibt bewiesene Fälle von solchen Aktionen, die zugegeben wurden. Und Sie sind sich sicher das ist ausgemachter Blödsinn?
Die Indizien sind mal wieder beinahe eindeutig ;)
Ich erinnere mich an eine Demo in Hoyerswerda vor Jahren. Dort gab es einen Weg, der uns als der genehmigte genannt wurde (an dem Ausländer- oder Asylbewerberwohnheim vorbei, das vorher angegriffen worden war; die Demo war die Reaktion darauf), der aber von den Ordnungskräften blockiert wurde. Auch eine Ausweichroute wurde blockiert. Das dauerte ziemlich lange (eher im Stunden- als im Minutenbereich). Es lagen dort Pflastersteine, die dann irgendwann von einigen in Richtung Polizei geworfen wurden. Man kann sich vorstellen, welche Bilder dann in den Nachrichten zu sehen waren… Als Teilnehmer konnte man den Eindruck gewinnen, dass hinter der Blockade eine gewisse Absicht steckte. Ob dem so war, kann ich natürlich nicht sagen. Ich habe bis heute nicht erfahren, warum der Zug die anscheinend genehmigte Strecke nicht ablaufen durfte.
Passt das dazu?
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttgart-21-kritischer-polizist-steht-am-pranger.065d6241-a3b4-4c6e-9f75-919a2c0e722a.html
mitte der 90er, walpurgisnacht oder erster mai am kollwitzplatz. nachmittags, alles war friedlich, der platz voll. polizei hatte nichts zu tun, also hat sie sich arbeit verschafft. eine wanne (mannschaftsbus) fuhr mit einem fahrer solange langsam hin und her, bis endlich ein stein flog. zack, platz geräumt.