Toleranzgebot gegen Kinderlärm
Kinderlärm soll künftig im Regelfall nicht mehr als “schädliche Umwelteinwirkung” gelten. Mit einer entsprechenden Gesetzesänderung möchte die Bundesregierung Klagen gegen Kindergärten und Spielplätze eindämmen. Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf heute auf den Weg gebracht.
Außerdem ist vorgesehen, dass bei der Beurteilung von Kinderlärm Grenz- und Richtwerte nicht mehr entsprechend herangezogen werden, die beispielsweise für Industrie- und Sportanlagen gelten. Damit soll faktisch ein Toleranzgebot gegenüber Einrichtungen für Kinder durchgesetzt werden.
Zudem will das Bauministerium die Vorschriften so ändern, dass Kindergärten und Spielplätze auch in reinen Wohngebieten generell zulässig sind, soweit sie für die “Gebietsversorgung” angemessen sind.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen betrachtet die Initiative als “wichtiges gesetzgeberisches Signal für eine kinderfreundliche Gesellschaft”.
pfft… alles Feigenblattpolitik. Das Gerede es sei ein “wichtiges gesetzgeberisches Signal für eine kinderfreundliche Gesellschaft” ist ein besonders zynisches Bonmot wenn man sich die sonstige Politik der Union mal so ansieht…
Nicht schlecht, Röttgen, aber dass reicht Dein Versagen beim Atomausstiegaustieg und der Endlagerfrage auch nicht mehr raus. Das ist eher einer aus der Reihe: "Kostet nix und die, die da meckern, leben eh nicht mehr lange."
Am lautesten schreien doch die Erzieherinnen.
Eigentlich ja nicht schlecht aaabbeeerrr auch Kindern sollte man beibringen das es nicht toll ist wenn es sich spielen anhört wie ne Luftsirene 1944.
Wie immer in unserer Gesellschaft fehlt der Mittelweg….Kinder sollen spielen und lärmen, aber @4 ist zuzustimmen und eine Mittagspause von 13-15 Uhr könnte es geben. So wäre fast jedem gedient
Generell ist eine solche Initiative begrüßenswert.
Daß eine (1) Gesetzesvorlage das Versagen bei diversen weiteren nicht kaschiert sollte ebenso klar sein, dennoch hat zumindest diese Vorlage als erste in dieser Legislaturperiode meine volle Zustimmung.
Hey, wo ist das Problem an Kinderlärm?
Ich wohne direkt neben einem Kindergarten, einer Grundschule und einer Waldorfschule, da ist immer Lärm.
Dann mache ich auf der Seite halt die Fenster zu, wenn es ankotzt.
@Olli Nein, kannst du Kindern nicht beibringen. Wozu auch? Ihnen gleich die Begeisterung nehmen? Beim Spielen wird halt gerufen und Spaß gehabt.
Abends und nachts ist da übrigens eine herrliche Ruhe.
Das dürfte in Hamburg großen Anklang finden!
Wer, so wie ich, neben einer Grundschule lebt und zudem auch noch einen Kindergarten gegenüber hat gewöhnt sich an den Lärmpegel. Die Nachtruhe wird nicht gestört und die Einrichtungen waren schon vor mir vor Ort.
Kinder wollen und sollen sich austoben.
Dass das nicht geräuschlos geht ist selbstverständlich.
Ich mag Kinder, ich habe Kinder, aber neben einer KiTa oder Schule zu wohnen ist bestimmt kein Zuckerschlecken.
Hier einen Freifahrtschein zu erteilen, halte ich für falsch. Eine Grenze mit klarer Linie muss daher. Ich kenne eine KiTa mit einer kleinen Lärmschutzwand. Die schützt die Anwohner. Aber die Eltern regten sich auf. Warum? Wegen einer Wand, die Kinder bemalen dürfen?!
Das es dafür ein Gesetz braucht, zeigt sehr deutlich wie es um den Zustand der Gesellschaft steht.
Traurig.
Recht so, diese unsinnige Vorschrift habe ich noch nie verstanden (und keines unserer europäischen Nachbarländer).
In Dänemark wirbt man für Wohnungen mit dem Zusatz, dass Kindergärten und Schule in der Nähe sind – hier würde sowas wohl niemandem einfallen..ob die gleichen Nervensägen die keine Kinder in der Nähe wollen die sind, die sich irgendwann wundern, dass keiner mehr in Deutschland wohnen mag um ihre Rente zu bezahlen?
@Christian: Mittagspause zwischen 13 und 15 Uhr? Da empfehle ich auf einen (Dauer)Campingplatz zu ziehen.
Habe diese Sache, die schon lange angestrebt wird, noch nie verstanden. Lärm ist Lärm, und was soll dieses ideologiebelastete Gegeifer dieser verkommenen Politiker? Wie soll dieser Unsinn juristisch Bestand haben?
wo ist eigentlich der unterschied zwischen lärm den kinder verursachen und lärm den ich verursache?
also z.b. für jemanden der in seiner wohnung sitzt und sich vom eindringenden schall gestört fühlt…
Schade, daß man für solche – ich nenne es mal "menschliche Selbstverständlichkeiten" – in Deutschland erstmal wieder ein Gesetz für braucht.
Das empfinde ich als peinlich.
mfg.de
@DerExperte:
Weil sich die Fraktion "Kinder dürfen alles und brauchen keine Grenzen" mit der Fraktion "Wehe ich höre eine Stecknadel fallen" nicht einigen kann, bzw. einen Mittelweg finden kann
Die meisten Kommentare gehen doch m. E. am Thema völlig vorbei. Ob ein Flugzeug startet oder Kinder lärmen, macht doch keinen besonderen Unterschied, wenn die Dezibel-Zahl die gleiche ist. Aus durchsichtigen Gründen will sich hier die Politik (vertreten durch ihre reaktionärsten Teile) irgendwo anbiedern. Es wird also "guter" und "schlechter" Lärm kreiert. Begreift das hier niemand? Sind (fast) alle schon so gehirngewaschen?
Mit "menschlichen Selbstverständlichkeiten" hat das aber auch gar nichts zu tun. Wie immer sind ja die Politiker, die solchen Schwachsinn erfinden und durchpeitschen wollen, mit Sicherheit nicht von den Auswirkungen betroffen. Im übrigen gibt es so gut wie keine Selbstverständlichkeiten mehr in Zeiten, in denen viele Leute kein Mindestmaß an Manieren mehr besitzen und den öffentlichen Raum mit ihrer aufdringlichen akustischen Präsenz besetzen und dabei ganz "selbstverständlich" die Rechte anderer Leute mit Füßen treten, und das jeden Tag wieder.
Grundsätzlich ist sowas natürlich zu begrüßen, allerdings gibt es durchaus Fälle, in denen Kinderlärm nicht mehr akzeptabel ist bzw. eine Regelung notwendig ist.
Ich lebe in einem sehr eng besiedelten Bezirk einer Großstadt und hinter dem Haus befindet sich im Hof ein kleiner, privater Spielplatz mit Rutsche, Sandkiste, etc. Im Frühling/Sommer spielen dort ausnahmslos jeden Tag von 7/8 bis 22/23 Uhr non-stop Kinder und das mit einem teils wirklich extremen Lärmpegel (auch gerne unterstützt mit Musik aus dem Gehttoblaster).
Ich bin froh, dass mein Wohnraum (1-Zimmer-Wohnung) nach vorne raus geht denn die stark befahrene Straße samt überirdischer U-Bahn ist aufgrund der gleichmäßigeren Lärmstruktur wesentlich leichter zu ertragen als dieser Spielplatz. Viele Nachbarn (ca. 30 Parteien) haben jedoch keine Wahl und leben quasi 5-10m entfernt von diesem Spielplatz und müssen im Sommer eben auch die Fenster öfnnen. Wer in diesen Wohnungen viel zuhause ist und vielleicht sogar zuhause arbeitet ist wirklich nicht zu beneiden. Jede Bitte um Einhaltung von Mittagspausen & Nachtruhe wird seitens der Eltern erstmal ignoriert und man wird asozialer Kinderhasser beschimpft.
Niemand fordert hier die Abschaffung des Kinderspielplatzes oder idyllische Ruhe wie im Neubaugebiet in der Provinz, sondern lediglich die Einhaltung einer Mittagspause bzw. den Versuch einer Vermeidung wirklich extremer Lärmspitzen (stundenlange Musik; extremes Gebrülle über längere Zeit) durch die Eltern (die i.d.R. teilweise anwesend sind). Das hat mMn absolut nichts mit Kinderhass oder whatever zu tun, sondern mit einem Minimum gegenseitiger Rücksichtnahme und anders kann man in einer wirklich eng besiedelten Gegend nicht leben.
@DerExperte: Das sehe ich ähnlich. Übrigens äußerte sich auch Udo Di Fabio vorgestern bei 3sat in der Sendung "Vis-à-vis" zu diesem Thema. Ganz grob sagte er, man könne zwar Gesetze erlassen, die Klagen wegen Ruhestörung bei Kinderlärm verhindern, aber das dabei zugrundeliegende soziale Problem werde dadurch natürlich nicht gelöst.
@Olli:
Und sich an anderer Stelle wieder über das "überregulierte Deutschland aufregen. (In dem ich an Frohnleichnam nicht Rasen mähen darf, dabei bin ich evangelisch!!!)
Aber i.a. hast Du Recht: Mit etwas Rücksichtnahme von allen Seiten geht es besser. Das kann man übrigens auch dann, wenn man nicht per Vorschrift dazu verpflichtet ist … :-)
Aber wenn dann Jugendliche eine Party feiern wollen, dann ist es wieder nicht ok, wenn die zu laut rumgröhlen.
Ich finds assi. Warum muss der Kindergarten unbedingt im Wohngebiet sein?! Im Gewerbegebiet macht viel mehr Sinn, so können die Mütter/Väter die dort arbeiten schnell und einfach hin und Leute die zuhause sind/arbeiten werden nicht gestört.
@kinder-sind-unschlag:
Wenn man schon zitiert oder verweist, dann auch richtig
Wird das von den Verwaltungsgerichten nicht ohnehin schon so gehandhabt?
@18 (anonym)
Was Kinderlärm von Industrielärm unterscheidet? Vielleicht die Lärmursache?
Bei solchen Kommentaren fehlen mir wirklich die Worte, die hier nicht zensiert würden. Ich halte mich deshalb an deine Formulierungen:
Du musst dir auch schon ordentlich das Gehirn gewaschen haben.
"zensiert" sollte hier keine negative Konnotation haben.
Es ist armselig genug, dass ein Land, das für sich einen Weltspitzenplatz in Sachen Kindererziehung beansprucht, sogar dagegen/-für/-gegen Gesetze erlassen muss; rekordverdächtiger finde ich allerdings, dass es eine ernstgemeinte Diskussion darüber gibt.
Kinder sind Kinder. Die sind etwas unkontrolliert, das ist aber natürlich und der Lärm ist "kollateral".
Von Jugendlichen und Erwachsenen hingegen kann man mehr Beherrschung verlangen. Es ist ja im Übrigen nicht so, dass bei zu lauter Musik ein SEK anrückt.
Bei einer Argumentation "ab ins Gewerbegebiet, da stört den Lärm niemand und die Eltern arbeiten ja nebenan" muss ich mich allerdings fragen, wen der Lärm im Wohngebiet denn stören soll, wenn sowieso alle im Gewerbegebiet arbeiten.
Hach ich freue mich dann schonmal auf ein Gesetz was Klagen wg. Fluglärm untersagt da man damit die Wirtschaft fördert.
Lärm ist Lärm, woher er kommt ist erstmal unerheblich.
Viele Bälger sind heutzutage sehr schlecht erzogen und schreien den ganzen Tag wie blöde herum.
Das war bei uns früher einfach nicht so.
Wenn Menschen ihre Abkommen schützen, ist dies ein ganz natürlicher Säugetierreflex. Wenn aber auch noch Gesetze Vorrechte schaffen, dann ist dies Ideologie. "Kinder sind unsere Zukunft", die alte Killerphrase. Ich sage dazu : Kisuz-Ideologie.
Wuwei
Vorweg: Ich habe jahrelang direkt über einem Kindergarten gewohnt und hatte keine Probleme damit. Am lästigsten waren die Eltern, die ihre Kinder dort hin gebracht haben und ihren bellenden Köter draußen am Zaun anbinden mussten.
Aber eigentlich geht das Gesetz an der Realität vorbei. Lärm ist nunmal schädlich. Und da macht es keinen Unterschied, ob er von Kindern kommt, von Autobahnen oder von Flugzeugen. Vielleicht sollte man einfach /mehr Spielplätze/ bauen und /kleinere Klassen/ in den Schulen einführen. Dann würde sich der Lärm auch besser verteilen. Zudem könnte man bei Neuerrichtung von Spielplätzen in Wohngebieten Schallschutz einplanen.
Aber das alles kostet ja Geld. Und Geld haben wir für unsere Kinder keines (siehe Hartz IV).
Naja, aus gesundheitlicher Sicht macht es wohl keinen Unterschied, ob der (gesundheitsschädliche) Lärm von Flugzeugen, Autos, Straßenbahnen, seit 60 Jahren bestehenden (Jugend-)Clubs oder Kindergärten erzeugt wird. Es kann insofern keinen "guten" oder "schlechten" Lärm geben.
Will man jetzt den "Kinderlärm" gesetzlich in "Zukunftsmusik" umdefinieren, ist das ein gesundheitspolitischer Rückschritt. Der ist aber natürlich deutlich kostengünstiger als die Finanzierung von Lärmschutzmaßnahmen wie besonderen Fenstern oder wasweißich. Und da es ja "um die Kinder" geht, kann ja niemand was dagegen haben…
Wenn man in der Nähe eines Kindergartens wohnt, nervt am Meisten, wenn die abholenden Elternteile die eigene Einfahrt dicht parken. Dabei könnten die Kleinen ihren kurzen Weg nach hause durch das Wohngebiet auch meist zu Fuß bewältigen, die paar Meter sind selbst für sie kein Problem. Wenn denn die Eltern und Erzieher nicht ständig Panik vor den bösen Menschen hätten, die hier laut ihrer Weltsicht an jeder Ecke lauern.
Bei “schädliche Umwelteinwirkung” denke ich im Zusammenhang mit einem Kindergarten also eher an störend geparkte Fahrzeuge und auch an den unnötigen Sprit-Verbrauch, nicht aber an Kinderlärm.
Ich bin extra in eine Gegend gezogen, die KiTa, Schule, Hort und Freizeittreff hat. Alles da fürs Kind. Sogar ein Spielplatz direkt hinterm Haus, dicht am Schlafzimmer. Trotzdem ist schlagartig gegen 18 Uhr Ruhe. Warum? Essenszeit, dann Nachtruhe. Und die Jugendlichen mit Ghettoblaster wurden einmal freundlich darauf hingewiesen, dass es Ruhezeiten gibt. Mit Rücksicht klappt alles viel besser.
Mittagspause zwischen 13-15 Uhr? Denken wir doch mal, wer unter der Woche (wo in der Regel KiTas benutzt werden) um diese Uhrzeit zuhause ist? Mir fallen als einzige Gruppe, die sowas wirklich betrifft, Nachtarbeiter ein, die tagsüber schlafen. Die haben aber nix davon, wenn es mal zwei Stunden ruhig ist.
Der Rest, der um diese Uhrzeit zuhause ist, sind Renter, Arbeitslose, Hausfrauen/Hausmänner oder Schüler/Studenten. Alles keine Zielgruppen, wo ich ein feuchtes Auge bekomme wenn ich überlege, dass sie vielleicht bei ihrem Mittagsschläfchen gestört werden.
Wir reden hier nicht von Lärm in den Nachtstunden, sondern tagsüber. Darf ich eigentlich auch die Stadt verklagen, weil an einer Hauptstrasse, an der ich wohne, der Lärm der Autos zu hoch ist? Manchmal fasse ich mir in diesem Land echt an den Kopf. Im Übrigen kann ich auch nicht nachvollziehen, wo bitte Kinder eine Grenze dauerhaft überschreiten, wo es gefährlich wird. Dann müssten ja nach den Arbeitsschutzrichtlinien die Erzieherinnen und die Kinder einen Lärmschutz tragen -.-
Mir ist völlig unklar, wie Kinderlärm technisch die hier von den stolz auftretenden Unwissenden behaupteten vergleichbaren Schallpegel erreichen soll. (*)
Was an Kinderlärm stören könnte sind die Teilartikulationen, bei denen man unwillkürlich aufhorcht. So wie man sich in einer Bibliothek nicht gut konzentrieren kann, wenn neben einem jemand eine Unterhaltung führt. Gut, dann schließt man eben das Fenster.
(*) Ich wohne jetzt mit der Unterbrechung von 5 Jahren Wohnheim mein Leben lang neben/vor/hinter Grundschulen und Kindergärten. Das ist mir eben aufgefallen – und ich find die Integration der Kinder in die Wohnbereiche irgendwie sinnvoll. Kommt nur mir das so vor, als wenn Kinder dort leben sollten wo andere Menschen wohnen?
Ich finde das Gesetz unlogisch. Es stimmt zwar das Kindern ein gewisser Freiraum zusteht aber nicht wenn das andere schädigt. Dieses Thema ist aber mittlerweile zu einem echten Grabenkrieg geworden in dem keine Seite einstecken will. Solange sich die eine Seite nicht daran erinnern will, dass sie ebenfalls mal jung war (und ebenso laut) und die andere Seite es gekonnt ignoriert, dass die wunderbaren Stimmchen ihrer Kinder störend und schädigend sein könnnen, wird sich da nichts ändern. Wer kennt denn die Übermütter nicht, die den Spielplatz agressiv Verteidigen, nach 2 Stunden aber wieder abhauen und so von der anhaltenden "Störung" nichts wissen wollen/können.
Ich finde es merkwürdig wenn der Gesetzgeber Lärm einfach mal als nicht schädigend definiert. Was kommt als nächstes? Ein Schön-Wetter-Gesetz? Und dabei heisst es immer die Grünen stünden für Wohlfühlpolitik…
Schon erstaunlich, wieviele hier anscheinend bereits als Erwachsene geboren wurden. Wer selbst nichts zu lachen hat, der muß sich offensichtlich über Freudenschreie von Kindern ärgern.
b.
Ich meine das normale AN sowieso nicht angesprochen sind. Eine Straße weiter ist auch ein Kindergarten und außer an St. Martin bekomme ich den nicht mit. Wenn ich zur Arbeit fahre sind die noch im Gebäude und wenn ich wieder nach Hause kommen ist kein Kind mehr im Kindergarten,genausowenig wie Sa und So wo ich wirklich meine Ruhe haben möchte…
@Florian:
Auch bei Erwachsenen oder Jugendlichen ist das lärmen nicht böse gemeint. Und die lärmen ja auch meistens nur am Wochenende und dann oft nur in den Abendstunden.
Und es ist ja nicht so als müssten Erwachsene nicht schlafen. Außerdem bin ich gegen ein generelles es sind ja Kinder. Das ist kein Freifahrtschein. Ich verlange keinen Knebel aber Teil der Erziehung ist es auch Kindern Grenzen zu setzen. Klar die werden immer gerne übertreten und oft auch nicht böswillig das heißt aber auch nicht das man sich einfach den ganzen Tag lärmen lassen kann.
Wobei übrigens auch Eltern sich gerne für den Lärm bedanken. Ich glaube die meisten kennen das frühe saugen das Mutti gerne am Wochenende wenn man selber ausschlafen wollte (als Kind) gerne schon früh morgens veranstaltet hat.
Ey, wer nicht an einem Spielplatz wohnen möchte, soll da einfach nicht hinziehen. basta.
Meiner Meinung nach dürfen Kinder grundsätzlich so laut sein, wie sie wollen. Schon mal versucht, 'nem 3jährigen den Mund zu verbieten? Je nach Temperament ist er danach mindestens doppelt so laut! Rumpelstilzchen sind so.
Habe hier selbst zwei Critters rumhopsen, deren Lautstärke mir gelegentlich auf den Sack geht. Aber Verbote aussprechen? Sinnloser Quatsch!
Ich erziehe meine Kinder dazu, auf andere Rücksicht zu nehmen und nicht, auf die Befehle älterer Herrschaften zu hören, die sich wegen dem Krach beim gucken ihrer Nachmittagstalkshow gestört fühlen – und womöglich mit dem Besenstiel an die Decke wummern. Das sind nämlich die wahren Unruhestifter und Friedensbrecher.
Natürlich hat jeder Mensch seine Toleranzgrenze. Und natürlich darf auch jeder signalisieren, wenn diese erreicht ist. Aber bitte nicht im preussischen Polizeiton (meine) Kinder zurechtweisen! Da werd' ich nämlich zum Hulk!
@ bismarckhering
Viel weniger verwunderlich ist, daß etliche Leute nicht genug Phantasie haben, um sich vorzustellen, wie es ist, wenn man nachher mal alt ist, und zwar richtig alt und in gesundheitlich so schlechtem Zustand, daß man seine Wohnung gar nicht mehr oder nur ganz selten verlassen kann. Dieser Mangel an Phantasie ist offenbar gesellschaftlich gewollt.
Diese alten Leute sind doch die eigentlichen Opfer des Lärmterrors, dem sie nicht ausweichen können. Und es nützt ihnen nichts, wenn irgendwelche hirnlosen Existenzen immer wieder sinnlos "Kinder sind doch so toll" vor sich hinplappern. Wenn man bestimmte Probleme nicht lösen kann, versucht man, sie zu verdrängen. Das ist das Traurige in Deutschland, nicht irgendeine herbeiphantasierte Kinderfeindlichkeit.
Wie man überhaupt jemals Kinder und die damit verbundenen Geräusche als “schädliche Umwelteinwirkung” einstufen kann, ist mir schleierhaft. Von daher eine gute Entscheidung. Wir selbst wohnen direkt gegenüber dem Kindergarten, in den unsere Tochter geht. Und dann haben wir noch eine Spielstraße hinter dem Haus, wo sämtliche Nachbarskinder im Sommer bis spät abends unterwegs sind, gerne auch durch unseren Garten oder die der Nachbarn. Für Lautstärke ist also dauerhaft gesorgt und es ist super. Mein Gott, die Kinder haben halt noch Spaß am Leben. Ich finde das toll und wenn es mich nervt, kann ich ja Kopfhörer aufsetzen.
@bismarckhering:
Nein ich war auch mal klein udn wir wurden oft gebeten etwas Rücksicht walten zu lassen und das hat ganz gut geklappt. Auch wenn wir natürlich hin und wieder etwas lauter waren aber der Lärmpegel hielt sich insgesamt in Grenzen.
@hessenfrank:
Stimmt Lärm ist ja überhaupt nicht schädlich nein. Wir Menschen kommen damit wunderbar klar. Nämlich so gut wie gar nicht.
Den Blutdruck interessiert's nicht, *was* Lärm macht.
@hessenfrank:
ich finde breakcore toll, da bin ich wie ein kind.
An anderer Stelle wird Kinderlärm perse als akzeptables "soziales Geräusch" bezeichnet.
Neusprech pur.
Das echte Problem sind viele Eltern (nicht alle!) ,unfähig zu irgendeiner Form von Erziehung, fest in der Überzeugung, dass kindliche Selbstverwirklichung maximale Lautsärke bedeutet, von Rücksichtsnahme sprechend und zur Rücksichtlosgkeit eziehend.
Fühlt sich jemand angesprochen ?
Und ey, es geht nicht um Menschen, die in die Nähe eines Spielplatzes ziehen, sondern Geräuscherzeuger, die in bisher ruhige Wohngegenden ziehen.
Wuwei
Das ganze "Lärm ist schädlich"-Gerede ist in diesem Zusammenhang doch Unsinn. Ja, man wird krank, wenn man jahrelang nicht schlafen kann, weil man neben dem Flughafen wohnt. Aber ich glaube, es ist eine ziemlich sichere Annahme, dass die Geräusche, die unsere Nachkommen tagtäglich produzieren, im Rahmen der Toleranzgrenzen unseres Organismus liegen. Ich nehme an, euch, den ganzen Nörglern, läuft jedesmal Blut aus den Ohren, wenn ihr Kinder spielen hört.
Nein, ihr seid damals nicht laut gewesen. Wollen wir da mal eure Eltern fragen? Im Rückblick glaubt jeder, seine Generation sei damals doch leiser, moralischer und in jedem Sinne besser gewesen. Das ist aber bloß ein Wahrnehmungsproblem.
Ein Tipp: Wenn man von spielenden Kindern krank wird, hat man kein lärmtechnisches, sondern ein psychisches Problem. Man kann auch von der tickenden Uhr und dem tropfenden Wasserkran "krank" werden, wenn man sich nur genug darauf konzentriert und eine ungesunde Menge Wut im Bauch hat.
Naja, die Dezibel allein machen noch nicht den 'Lärm', da kommt auch noch die Frequenz dazu.
Diesen "Freifahrtschein" finde ich nicht gut. Ein totales Verbot auch nicht.
Mag ja sein, dass einige selig lächelnd am zum Schulhof führenden Fenster sitzen – aber dann sind sie in dieser Zeit offenbar ja nicht wie viele andere damit beschäftigt, 8 Stunden am Tag lauten Geräuschen (Telefonie, Maschinenlärm etc.) am Arbeitsplatz ausgesetzt zu sein. Kurz: wenn ich endlich nach Hause komme, bin ich wirklich froh über ein bißchen Ruhe.
Und mir soll doch niemand erzählen, wie lieblich Kindergeschrei doch sei. Es hat schon Gründe, warum Wiegenlieder nicht geschrieen werden. Evolutionär sind wir auch nicht dazu ausgelegt, menschliche Schreie zu ignorieren. Wer es toll findet – bitte. Aber derjenige 'muss' sich dann auch in der selben Lautstärke meine Musik anhören (die finde *ich* nämlich toll, das muss doch in beiden Richtungen funktionieren…). Oder die Kettensäge des Holzkünstlers, wenn wir schon dabei sind… ^^
@Thomas R.:
Ne wer in guten und schlechten Lärm unterteilt hat eher ein Problem.
Vor allem da wir Menschen darauf trainiert sind gerade auf Schreie von Kinder zu achten. Rate mal was das früher hieß. Genau da ist mein Nachwuchs in Gefahr. Und deswegen wird man gerade dadurch wach oder aufmerksamer.
@user124: Breakcore? Endlich mal jemand mit gutem Musikgeschmack! Japanoise von Merzbow ist auch sehr gut zum entspannen.
Hahaha, Kinderlärm, ich lach mich kaputt. Da gibt es wahrlich schlimmeres.
Ich freu mich schon auf meinen Nachwuchs, in 8 Monaten ist es so weit.
Wenn jemand motzt wird ab 5.45 Uhr zurückgeballert!
Hardcore! Den Nachbarn zuliebe!
Das dürfte in allererster Linie daran liegen, dass viele I…..n von Eltern das eigene Kind bis direkt ins absolute Halteverbot/auf den Zebrastreifen vor der Schule kutschieren und/oder wild mit dem Auto auf dem Gehweg halten, "um nur kurz das Kind aussteigen zu lassen"…
@Ausbruch:
Na dann freu dich schon mal auf das Gegenfeuer. Ich hab neben New York Hardcore noch Grindcore im Angebot.
Meiner persönlichen Erfahrung sind übrigens die, die am meisten Toleranz was Lärm angeht einfordern egal ob es sich um Kinderlärm (sind halt Kinder), Partylärm(is halt WM, Karneval, Vatertag, Geburtstag) am lautesten rumschreien wenn andere Lärm machen und sei es weil man um 16 Uhr mittags den rasen mäht. Entweder man will schlafen oder die Kinder. Gleiches gilt für Wochenende andere die halbe Nacht wach halten kein Problem aber wenn man ähnliches macht wird sofort gemeckert. Egal ob man den selben Schallpegel erreicht (oft nicht).
Gut ich kenne natürlich auch andere Nachbarn da heißt es leben und selben lassen. Man muss morgens früh raus dann sagt man das und es wird Rücksicht drauf genommen. Und sonst feiert halt jeder wie er lustig ist.
@Peer:
LOL!!!!!!
Also ich persönlich finde ja, dass erstmal jeder für seine eigenen Kinder verantwortlich ist.
Aber weil ja unbedingt wieder "Hartz IV" ins Spiel gebracht werden musste: die rein monetäre Anreizwirkung für Hartz IV Bezieher, Kinder zu bekommen, ist bei dieser Gruppe um ein Vielfaches höher als beim Rest der Bevölkerung.
Die Formulierung "Kinder sind ein Armutsrisiko" ist inhärent falsch; es müsste heißen "Armut erhöht das 'Risiko', Kinder zu kriegen"…
@Andreas Spengler:
Finanzieller Anreiz? Guter Witz.
Kinder sind extrem teuer.
Es würde mich interessieren für welche Altersstufen diese gesetzliche Lärmtoleranz gelten soll.
Ich hätte es als Jugendlicher sehr genossen irgendwelchen schimpfenden Rentnern mein Recht auf Lärm entgegen zu halten.
Juhu! Laßt uns generell einfach per Gesetz eine bessere Welt anordnen!
@Olli – was hat jetzt ein Kindergarten mit nächtlicher Ruhestörung zu tun? Die Öffnungszeiten eines Kindergartens sind begrenzt und fallen in keine besonders ruhebedürftigen Zeiten. Dass es noch so etwas wie eine Mittagsruhe gibt, ist ja wohl auch eher ein Relikt vergangener Zeiten, als der allein verdienende Vater zum Mittagsmahl nach Hause kam und anschließend noch ein wenig die Füße ausstrecken wollte, um sich von seinem harten 8-Stunden Tag zu erholen. Übrigens halten normale Kindergärten selbst eine Mittagsruhe, weniger aus Rücksicht auf die Nachbarn als wegen des Erholungsbedürfnis der Kinder. Sollte also auch schon mal kein Problem sein.
Wenn ich mal die Aussage von Roettgen nicht als übliches Politiker Bla-Bla sondern für bare Münze nehme, komme ich nicht umhin, ihm rechtzugeben. Kindergärten gehören nicht in Gewerbegebiete und Kinder gehören nicht als Lärmmacher stigmatisiert. Von daher IST es ein wichtiges Zeichen einer kinderfreundlichen Gesellschaft, wenn man anderslautende Regelungen abschafft und Kindergärten dort errichtet, wo die Leute wohnen.
@Olli: Ach was!
Ich bezog mich auf die Anreizwirkung durch die zusätzlichen staatlichen Transferleistungen für den Fall das ein Kind geboren wird.
@hessenfrank:
Unsere Kindergärten haben teilweise bis 18 Uhr offen. Einige sogar Samstags. Und es geht ja nicht nur um Kindergärten sondern in dieser Diskussion generell über Lärm.
Und Kinder machen Lärm und der ist wie jede Art von Lärm für die meisten störend oder sogar erst recht. Wie ich schon dargelegt habe ist in unseren Genen drin. Kind macht Lärm=Gefahr. Vor allem da in der Anfangszeit es auch oft heiß Kind macht Lärm beim spielen Kind wird ganz schnell gefressen.
Und von Stigmatisierung redet keiner nur das Kinder kein Freifahrtschein ist. Kinder dürfen nicht meine Hecke in Brand stecken nur weil Feuer so schön ist, Kinder dürfen nicht mein Auto zerkratzen und Kinder dürfen auch nicht ihre Fußbälle durch meine Scheiben kloppen. Gut sie sind strafunmündig trotzdem kriegen die meisten ja von ihren Eltern Anschiss wenn sie das machen. Aber wenn Kinder meinen sie müssen Berlin 1945 spielen müssen wir alle ganz rücksichtsvoll sein.
Also entweder Rücksichtnahme gilt für alle oder andere dürfen das Spiel auch mitspielen mal sehen wer eher aufgibt.
Und nochmal ich sage nicht das man Kinder knebeln muss sondern nur das diese auch Rücksicht nehmen müssen.
ich bin mir ziemlich sicher, Norbert Röttgen und seine "Bande" wohnen nicht neben einem neu erbauten Kindergarten…."die anderen" können es ruhig ertragen,so lange man selbst die Stille genießen kann. "Lieber Sanktus Florian, lass mein Haus steh`n, zünd´and`re an!"
Ein Mittelweg wäre begrüßenswert
@ hessenfrank
Sie haben den Sinn der Mittagsruhe offensichtlich nicht verstanden. Sie ist kein Relikt, sondern gilt unverändert nach wie vor. Da brauchen Sie sich bloß mal die Hausordnung diverser Vermieter anzusehen. Auch bei Einzelhaussiedlungen gilt sie. Und die Rechtsprechung ist ganz eindeutig pro Mittagsruhe.
Man hat wirklich den Eindruck, daß sich hier nicht wenige die Welt frei nach ihrem Gutdünken zusammenbasteln. Aber wie sinnvoll ist das??
@64 Anonym. Den Sinn der Mittagsruhe habe ich auch nach ihren Ausführungen noch nicht verstanden. Wer ruht denn heute noch Mittags? Und wieso laufen ausgerechnet dann die schlimmsten Krawallsendungen im Fernsehen? :-)
Nun, die Rechtsprechung wird sich ja dann ändern, zumindest wenn es um Kindergärten geht …
Toll das wir alle so aufgeklärt sind!
Ich wohne gegenüber einer Kirche mit angeschlossenem Kindergarten. Die kleinen toben meist zwischen 10.00 und 17.00 Uhr draußen rum. Wenn es nervt, Fenster zu. Wenn ich Lust und Zeit habe, zugucken. Kinder sind zum Teil zu komisch, einfach mal hingucken, da gibt es wirklich lustige Sachen zu sehen.
Ab 17.00 Uhr ist aber Schluß, dann gehts nach Hause. Kein Lärm.
Jetzt kommt allerdings der "Kirchenjogi" mit Schlafstörungen. Nix is mit Öffnungszeiten, der bimmelt sogar mitten in der Nacht. Ein geschloßenes Fenster hilft bei dem Getöse kaum.
Also denke ich mir, geh mal zu dem Herrn Vetter und las dich Beraten.
Herr Vetter lehnt eine Klage gegen Glockgeläut ab, weil es eh keine Chance gibt (Religionsfreiheit).
Gegen einen Kindergarten könnte er mit größeren Erfolgsaussichten Klagen.
(Nur ein Beispiel, dem Herrn Vetter will ich damit nichts unterstellen oder nachsagen)
Mein Tip: In jeden Kindergarten eine Glocke oder einen Muezin, schwupps herscht Rechtssicherheit.
Alternativ gehen auch Hunde, bei denen ist der Lärm "natürlicher" als bei Kindern. ;-)
Schade dass sowas per Gesetz festgeschrieben werden muss… Armes Deutschland!
@hessenfrank:
Es spielt doch überhaupt keine Rolle WER. Fakt ist, das es wie #64 erwähnt, in div. Hausordnungen Bestandteil des Mietvertrages ist und offenbar der Rechtsprechung.
Das ist das generelle Problem unserer Gesellschaft mir die Rechte den anderen die Pflichten.
@ hessenfrank
Na, allein die Tatsache, daß die Justiz die Mittagsruhe für wichtig befindet, zeigt m. E., daß sie eine gewisse Bedeutung hat.
Aber auch praktisch: Ich kenne Leute (mich selbst eingeschlossen), die durchaus Mittagsruhe gut finden (schon fast immer) und halten (wenn dies möglich ist). Und für Rentner ist jeden Tag Mittagsruhe möglich und im sehr fortgeschrittenen Alter sogar oft sehr notwendig.
Und auch die moderne Arbeitsmedizin sagt ja immer vehementer, daß man mittags möglichst 10 oder 15 Minuten schlafen sollte. O.k., da ist man auf Arbeit, aber auch dort kann man nicht schlafen, wenn draußen vor dem Fenster alles tobt.
Was das mit Fernsehen zu tun hat, weiß ich nicht. Ich sehe jedenfalls nicht fern und besitze auch keinen Fernseher (seit Jahrzehnten nicht).
Und daß man eine Sache nicht versteht oder nicht anerkennt, bedeutet ja nicht automatisch, daß sie deshalb verschwinden müßte. Ich persönlich kann z. B. den Sinn von Religion nicht erkennen; trotzdem wird weitergebetet und weiterhin Kirchensteuer von den Betern eingezogen werden.
Weiß jemand von einem ähnlichen Urteil über ländliche Gegenden betreffs Bauernhöfe und Tiere?
Da hört man leider auch immer wieder von Leuten die sich ihr Haus neben einem Bauernhof bauen schön auf dem Land aber hinterher gegen Duft und Lärm von Tieren klagen.
Eine folgerichtige Gesetzesänderung in Zeiten, in denen das Erziehungsziel vieler Eltern ist, ihre Kinder so zu erziehen, dass sie ihrer Umwelt maximal auf den Zeiger gehen,
Hurra! Toleranz per Gesetz war ja schon immer ein Garant für gesellschaftliche Verbesserungen. Jetzt können endlich die genervten Mütter und Väter ihre Einzelkinder in wohnortnahe Aufbewahrungsstätten geben und die herrliche Ruhe zu Hause genießen, während die lieben Kleinen mal so richtig Krach machen dürfen. Hachistdasschön. Kindersindjasoniedlich.
@42: Das Leben ist ein Nehmen und geben. Als Kind macht man "Lärm", als Erwachsener steht man dann auf der anderen Seite und hört den "Lärm" – Konto ausgeglichen!
Wer natürlich erwachsen geboren wurde, der darf meckern.
Sind Sie so ein biologisches Wunder?
b.
P.S.: Als etwas zynischer, aber dennoch teilweise ernstgemeinter Ratschlag: Hörgeräte haben einen Ausschalter.
@44: Über die Präzision des menschlichen Erinnerungsvermögens läßt sich trefflich streiten. Sinnlos.
Ich bin mir sicher, daß sie sich in der Erinnerung Ihrer Selbstwahrnehmung als nicht-so-lautes-Kind sehen. Könnte aber ein subjektiver Eindruck sein. Ob es den heutigen Kindern wohl genauso geht?
Leben und leben lassen.
b.
@ bismarckhering
Ich bin kein Rentner, dazu bin ich nicht alt genug. Aber vermutlich bin ich älter als Sie. Das ist schade, denn so kann ich später nicht mitbekommen, wie Sie seeeeehhhr alt werden, aufgrund der heute allgemein hohen Lebenserwartung, und dabei immer hinfälliger werden und plötzlich, nach und nach, verstehen werden, was Sie bis dahin nie begreifen konnten. Daß man als alter Mensch viele Probleme hat z. B., etliche davon ausgelöst durch Gesundheitseinschränkungen. Und dazu wünsche ich Ihnen tagsüber viel, viel Lärm, der Sie jeden Tag neuerlich quält und gegen den Sie nichts unternehmen können.
Übrigens besitzen anteilig nur wenige Rentner ein Hörgerät. Aber daß Sie vom Thema Alter offenbar nicht den Schimmer einer Ahnung haben, hatten Sie ja bereits bewiesen.
Fakten
http://www.kindergartenpaedagogik.de/1556.html
In 30% der Einrichtungen Schallpegel > 85 dB(A), bei 60% der Einrichtungen zw. 80 – 85 dB(A), Spitzenwerte bis 110 dB(A). Das ist zwar "nur" das, was die dort Angestellten ertragen müssen, gibt aber ganz gute Anhaltspunkte (spätestens ab 85 dB(A) ist ein Gehörschutz vorgeschrieben!)
Arbeitsstättenverordnung:
55 dB(A) maximal bei überwiegend geistiger Tätigkeit
70 dB(A) bei einfachen oder überwiegend mechanisierten Tätigkeiten
@64, 68: In den Köpfen der Vermieter sicher, und auch in den "freiwillig" unterzeichneten "Hausordnungen", die in 9 von 10 Fällen von juristisch unhaltbaren Zumutungen für Mieter nur so strotzen. Nur… im Gesetz werden Sie nichts konkretes zur "Mittagsruhe" finden.
b.
@ bismarckhering
Wenn es vor Gericht um die Mittagsruhe ging, dann ging es nach meiner Erinnerung immer pro Mittagsruhe aus. Sie machen es sich natürlich leicht, indem Sie – in Ihrem Sinne – die Rechtsprechung in D ausblenden.
Einige scheinen vergessen zu haben, dass sie selbst mal Kinder waren. Bzw. wenn sie sich daran erinnern, dann waren sie prinzipiell:
a) höflich
b) leise
c) immer brav
d) hatten immer Respekt vor Erwachsenen
Lustigerweise hat schon Sokrates über die nachfolgende Generation geschimpft, mit eben denselben Anschuldigungen. Wenn wir dieser Kette also folgen, wären wir alle, egal ob alt oder jung, noch viel verkommener als es die Griechen in der Antike waren. Wie kann es dann sein, dass einige jetzt von sich glauben, dass in ihrer Kindheit alles anders war?
Merkwürdig, merkwürdig.
@ Theoretiker
Das mit Sokrates und Co. ist doch alles seit Jahrhunderten bekannt, auch Schopenhauer schreibt darüber.
Sie haben aber das Thema verfehlt, denn darum geht es hier nicht. Es geht nicht um Kinder, die jetzt angeblich lauter und schlimmer als früher sind, sondern um eine bestimmte Politik, die die Welt mittels untauglicher Mittel schönmalen möchte, sprich mit einer Gesetzesänderung, die wenig Hoffnung auf Bestand haben dürfte, weil sie wie fast immer jetzt handwerklich schlecht ist und ideologiebelastet.
Aber daß man versucht, da man keine passenden Argumente hat, alles auf ein thematisches Nebengleis zu schieben, ist ja weder neu noch originell und wird gerade hier in den Kommentaren fast ständig praktiziert.
@Archer: Es spielt psychologisch sehr wohl eine Rolle, was den Lärm verursacht. Eine Bahn zum Beispiel wird bei weiten nicht so laut und störend wahrgenommen, wie gleichlaute Autos. Das wirkt sich eben auch auf den Streßlevel aus und damit möglicherweise auch auf die Gesundheit.
@anonym:
Erlauben Sie mir die Frage: wer bestimmt die Thematik? Sie?
Wenn Sie meinen Ausführungen logisch folgen, werden Sie zu folgendem Schluss kommen:
die jetzigen Kinder sind nicht schlimmer. Ergo haben wir alle genauso viel Lärm gemacht. Ergo sind wir keinesfalls besser und ich finde es verlogen, sich über Kinder zu beschweren.
Und bitte, finden Sie passende Gegenargumente, ansonsten könnte ich fast glauben, dass Sie versuchen die Diskussion auf ein Nebengleis zu führen, welch absurder Gedanke dies doch wäre.
@ Theoretiker
Die Thematik wird vom jeweiligen Blogeintrag bestimmt. Bezeichnend, daß Sie hier eine rhetorische Frage anbringen müssen. Im Eintrag geht es überhaupt nicht darum, wie Kinder heute sind oder früher waren. Es geht um Klagemöglichkeiten und Beschränkungen derselben. Aber das wissen Sie natürlich selbst, was Sie nicht daran hindert, von allem Sie Störenden abzulenken zu versuchen.
@anonym:
Ich habe Ihnen logisch dargestellt, was mein Kommentar mit dem Blogthema zu tun hat.
Aber das wissen Sie natürlich selbst, was Sie incht daran hindert, von allem Sie Störenden abzulenken zu versuchen.
Also, bitte, gehen Sie auf mein Argument ein, welches ich Ihnen oben dargelegt habe. Nochmals zur Erinnerung:
"die jetzigen Kinder sind nicht schlimmer. Ergo haben wir alle genauso viel Lärm gemacht. Ergo sind wir keinesfalls besser und ich finde es verlogen, sich über Kinder zu beschweren."
Wie sehen Sie das?
Ich finde Kindertagesstätten sollten genau wie Schweine- bzw. Gepflügelmastanlagen behandelt werden. Mindesten 5km von jeglicher Zivilisation entfernt.
Kitas in Wohngebieten geht gar nicht. Und nur weil es früher mal so war, heisst es ja noch lange nicht, das dies gut war.
Also Ihr Revolutionäre: Können wir das schaffen? Yo wir schaffen das! – Oops das war der Spruch von Bob dem Baumeister. Sorry
@Theoretiker:
Thema verfehlt.
Logik ist da nicht zu erkennen. Die Ausführungen enthalten lediglich den Hinweis, das in der Antike ähnlich Klagen geführt wurden. Wo jetzt die Logik herkommt -also die zwingende Folge – das es früher genau so war wie heute erschließt sich nicht
@Theoretiker:
Wir haben nicht so viel Lär gemacht. WIr saßen auf unserem Thron und haben gelesen. Ups jetzt bin ich doch ins königliche Wir verfallen passiert wenn Leute meinen sie müssten für mich sprechen.
Ach ja und wir waren auch beim spielen draußen recht leise. Weil wir mussten und auch weil uns beigebracht wurde Rücksicht zu nehmen und es gibt unterscheide zwischen einigen Spitze in der Lautstärke oder einer geraden Linie. Einer Linie auf hohem Niveau wohlgemerkt.
@Christian:
Ach nein? Dann nochmals:
Wir waren nicht besser als unsere Kinder, was gibt uns also das Recht, uns so über diese zu erheben und von Ihnen Dinge einzufordern, die wir selbst nicht eingehalten haben.
Die logische Herleitung dafür ist schlichtweg, dass, falls Sokrates Recht hatte, nachfolgende Generationen kein Benehmen hatten und dies auch nicht hätten weitergeben können. Womit alle (somit auch wir!) kein moralisches Recht hätten, uns über Kinder zu beschweren.
Die Gegenthese wäre nun, dass Sokrates Unrecht hat und die nachfolgende Generation nicht schlimmer war. Warum sollten dann also Behauptungen heutiger Eltern/Erwachsener stimmen, dass unsere Kinder, bzw. Jugendlichen schlimmer sind als wir?
Beide Thesen würden mich zu dem Schluss bringen, dass wir nicht besser waren, was mich zu meiner, zugegebenermaßen provokanten, These bringt, dass wir kein moralisches Recht haben uns über Kinder zu beschweren, weil wir genauso viel Lärm gemacht haben.
Jetzt klar?
Nur weil Sie meine Schlussfolgerungen nicht teilen, hat das nichts mit fehlender Logik zu tun, eher dass Ihnen meine Schlussfolgerungen nicht passen. Es steht Ihnen frei selbst eben solche aufzustellen.
Ach, eigentlich haben die Kinderfeinde ja Recht. Hinweg mit diesen lärmenden Störenfrieden!
Aber halt, wer bezahlt dann die Rente der selbst ernannten Hüter des Benehmens?
Ach stimmt, die haben ja selbst einbezahlt. Oh, halt, dass wird für die heutigen Rentner verwendet.
Wenn es keine Kinder gibt, wer bezahlt dann diese lärmempfindlichen Gestalten in ihrer Rente. Niemand?
Tja, denken Sie mal darüber nach, solange noch genug Kinder da sind, um zu erkennen, warum Rücksicht gegenüber diesen auch schon aus Eigennutz nötig wäre.
ist keine logische Schlußfolgerung von Sokrates Aussage, sondern – wie jetzt gesagt – eine eigenerstellte These und nicht wie in Beitrag 82 ausgeführt eine logische Folge.
Sie kann überhaupt keine logische Folge sein, da sowohl die objektive Möglichkeit besteht, dass der Lärm mehr oder weniger geworden ist.
@Christian:
Achso, Thesen sind bei Ihnen also immer einfache Aussagen? Merkwürdig, mir wurde im Abitur beigebracht, dass sich Thesen auf logische Folgerungen stützen.
Ich habe Ihnen sogar dargelegt, warum ich zu diesem Schluss komme.
Wiederlegen Sie doch einfach die These, das dürfte Ihnen ja sehr leicht fallen.
@Theoretiker:
Wo ist die aus Sokrates Aussage logische Folgerung, dass Kinder heute genau so viel/wenig Lärm machen wie früher?
Die Ausführungen in Beitrag 88 lassen dies nicht zu. Warum sollte die Behauptung ..heutiger Erwachener falsch sein? Weil Soktrates Recht/Unrecht hatte?
@Zyniker:
Es geht nicht um "Feind", sondern um Ausgleich der Interessen, Rücksichtnahme.
Des Weiteren reichen die Beitragszahlungen schon lange nicht mehr um die Rente zu finazieren -> Bundeszuschuß
Na, da können sich ja unsere Lokalmatadore ja wieder nützlich machen, und ihren Parteikollegen einen kleinen Gefallen tun: Ja den in der Nähe geplanten Kindergarten woanders bauen. In den Gegenden, wo vorzugsweise Beamte wohnen, gibt es vorzugsweise keine Kindergärten in diesem Kaff hier (~ 300.000 Einwohner).
Dieser Klüngel nennt sich dann einfach "Ermessensspielraum".
@7 "Abends und nachts ist da übrigens eine herrliche Ruhe."
Schoener Punkt.
Ja, Kinder machen oft mehr Lärm. Und Kinder sind nun mal Kinder … Aber auch Kindern kann und muss am ein gewisses Maß an Rücksichtnahme beibringen. Auch Kinder dürfen keine Narrenfreiheit haben, nun weil die Kinder sind.
Ich befürchte, dass dieses Gesetzt einen Freibrief darstellt.
Und dann wundern wir uns, wenn dann ein Erwachsener ganz plötzlich und unerwartet nachdem er juristisch und gesetzlich nicht gegen eine eventuelle Ruhestörung ankommt, dieses auf eine andere Art und Weise lösen wird. Ich will das jetzt nicht weiter ausmalen müssen, wozu so mach einer in der Lage ist, wenn er "ausrastet".
Dann ist das "Geschrei" und die "Empörung" wieder groß, wie konnte sowas nur passieren…
Peinlich genug, dass so ein Gesetz nötig wird. Wir wohnen neben einer Grundschule mit Kita. D.h. die Kinder dort lärmen bis vier fröhlich durch die Gegend.
Was mich wirklich stört ist das Gebelle von dem Hund in der Nachbarschaft.
Die Knider empfinde ich irgendwie als sehr erfrischende Geräuschkulisse, die mich auch nach drei Jahren noch nie animiert hat, das Fenster im Sommer zu schliessen.
Es sind Kinder und die sollen spielen was das Zeug hält. Und ich war beim Fussball früher auch nicht leise.
Warum gibt es nur so viele Erwachsene die nie Kinder waren???
"Warum gibt es nur so viele Erwachsene die nie Kinder waren???"
Das ist doch Unsinn. Es wurde oben ja auch schon angesprochen.
"Früher" herrschte noch Zucht und Ordnung, da hat man auch schon mal eine Ohrfeige oder einen auf den Arsch bekommen.
Und hat es uns geschadet? Heute muss man ja aufpassen, dass man nicht gleich eine Klage an den Hals bekommt.
Wir haben früher auch gelärmt, aber offensichtlich saßen tagsüber nicht so viele daheim, die sich darüber aufregen konnten. Mittlerweile hat aber jeder seine Sat-Schüssel, da sieht das anders aus.
Im Kindergarten meines Sohnes gibt es mehrere Gruppen mit je nach Tageszeit etwa 20-25 Kindern. Die kann man nicht den ganzen Tag einsperren und bei der Menge brüllt immer irgendein Kind und irgendein Nachbar fühlt sich gestört. Das hat wenig mit Erziehung, sondern schlicht mit Statistik zu tun. Tatsächlich gibt es sogar eine Mittagsruhe. Die Nachbarn dürften kaum gestört sein, wenn die Kinder ab 12.00 zu Mittag essen und ein Teil anschließend eine Stunde Mittagsschlaf hält. Erst dann rücken die Gruppen in den Garten aus.
Egal, wo man die hinpackt, Wohn- oder Gewerbegebiet, es würde sich immer jemand finden, der sich irgendwie gestört fühlt.
@Jemand: Ganz genau, der Gebrauch des Zivilrechts ist eine Errungenschaft der Zivilisation. Wer meint, das wieder abschaffen zu müssen, wird erleben dürfen, daß sie die Leute anders helfen.
Für die Kinder wird das alles andere als lustig, soviel steht jetzt schon fest.
Ganz doll. Scheiss auf das arbeitende Volk. Scheiss auf Ruhezonen. Scheiss einfach auf das Miteinander. Ab sofort gibt es die Blagenplage!
Selbstverständlich ist so eine Initiative dazu geeignet die Toleranz ggü. Kinderlärm zu fördern. So wie die Grossmoschee in Köln-Ehrenfeld die Toleranz ggü. dem Islam deutlich gefördert hat. Oder die Startbahn West die Toleranz ggü. Flughäfen.
#k.
@Zyniker:
DU verwechselst da was es ist ist nicht zynisch anderen was zu unterstellen es ist dämlich.
Ja weil andere Leute nicht dafür sind das es [B]andauernd[/B] Lärm gibt ist mein ein Kinderhasser.
Das hier kaum jemand sagt Kinder sollen generell die ganze Zeit ruhig sein vergisst du wohl.
@ Theoretiker dein Name passt wieder hast auch etwas mit praktischem Aussagegehalt? Das menschliche Erinnerungsvermögen mag zwar anfällig sein aber der Mensch ist zu verschieden um mit so einer Arroganz wie du es tust "festzustellen" das ja jeder laut war.
@Thomas R.:
die schallpegel regulierende maßmahme "ohrfeige" liegt auch im toleranzbereich des organismus eines kindes.
Ganz offensichtlich hat es das. Die Menschlichkeit ist abhandengekommen.
Was ganz offenbar an der Generation liegt, deren Kinder weniger Grenzen hatten, aber dafür ihren Namen tanzen konnten
Hoffentlich schiebt der Nachwuchs der "sperrt die Kinder ins Industriegebiet" Fraktion ihre Eltern spaeter in eine schoene Alterverwahransta… oh ich meine natuerlich ein erstklassiges Altenheim ab. Bei den Kinderlosen vertrau' ich stattdessen auf natuerliche Selektion.
Als Auswanderer tut es uebrigens gut so eine Diskussion zu lesen: Ich erinner mich wieder daran, dass ich Deutschland und die Deutschen kein bisschen vermisse. Was andernorts Satire waere meinen die Deutschen tatsaechlich ernst.
@DM:
Preisfrage wer sind die deutschsten Deutschen?
Richtig die Auswanderer. Die schaffen es in ein paar Sätzen am meisten rumzumeckern inkl. typisch deutsch und woanders ist das gras grüner.
Und auf einer deutschen Seite zu sagen das man Deutschland nicht vermisst natürlich deswegen besucht man diese ja reglmäßig.
Hat was von ich hasse Amiserien. Gut außer American Dad, Family Guy, How i met your Mother, Big Bang Therory, South Park, Firefly, Babylon 5, Enterprise, TNG, Angel, Buffy, Castle, Life, Bug Rogers, Stargate, SGA, BSG, Alien Nation, Earth Final COnflict, Married with Children, V,…..
"Insgesamt liegen die Ausgaben für Kindergeld und Kinderfreibeträge derzeit bei fast 40 Milliarden Euro im Jahr. Das sind etwa 17 Prozent der Steuereinnahmen"
Auszug http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34213/1.html
Dabei sind die kommunalen Aufwändungen noch gar nicht beinhaltet.
Die KisuZ-Ideologie frisst diesen Staat aber nicht nur finanzieller Hinsicht auf, sondern gefährdet auch qualitative Grössen, wie zB Meinungsfreiheit und Rechtstaat. Stichworte : JMSTV, Websperren, Lärmgesetz. Es wird zeit, dass sich eine Gegenbewegung etabliert.
Wuwei
GELD!
Nur darum geht es – was den Staat stört sind nicht kinderunfreundliche Menschen, sondern dass der Staat teuren Lärmschutz errichten müsste für die staatlichen Einrichtungen. Das kann aber ein Politiker schlecht so verkaufen:"Lärm ist kein Lärm per Gesetz, dann sparen wir Geld." Das lässt sich viel besser auf der "die armen Kinder dürfen sonst nicht spielen"-Schiene verkaufen, was natürlich Humbug ist.
Und die Leute fallen wieder drauf rein und diskutieren darüber, ob Kinderlärm gut oder schlecht ist, statt darüber, ob der Staat an der Stelle sparen soll, wenn in anderen Bereichen die Milliarden so locker liegen.
Kinderlärm ist Musik in meinen Ohren, aber wer mag schon Musik abends im Lokal, wenn er mit seiner Liebsten zusammen ist und nur ein wneig essen möchte?
@Wuwei: Kinder sind unsere Zukunft?
Man sollte vielleicht mal so ehrlich sein und sagen, dass das leider nicht für die Kinder aller Menschen gilt. Aber das ist natürlich politisch nicht korrekt.
@tph: Danke für die Aufklärung.
Jetzt jubeln alle, aber das ganze könte sich als arbeitsrechtlicher Bummerang für das Betreuungspersonal entpuppen.
Traurig das sowas per Gesetz geregelt werden müssen. Aber die Republik wird ja nicht jünger. Überall dasselbe, in Scharen drängen die fidelen Alten wieder in die Städte zurück, urbanes Leben, Theater, Kultur, Gastronomie, ja bitte. Aber nur wenn es im Viertel auch ruhig ist wie im kleinsten Eifelkaff.
Das Ganze bezieht sich ja nicht nur auf Kindergärten, hier in meiner Stadt müssen teilweise nach Jahrzehnten Kneipen schließen weil obendrüber Herr Oberstudienrat a.D. oder Herr Dr. Sonstwie eingezogen ist. Die schöne Altbauwohnung wollte er haben, den Lärm den ein Viertel mit vielen jungen Menschen macht lieber nicht. Also wird geklagt, geklagt, geklagt.
Ich finde es eine Selbstverstädnlichkeit das auch in Wohnvierteln Kitas gebaut werden und das Kinder spielen dürfen wie sie wollen, klar sind die laut, aber das ist ja wohl nicht vergleichbar mit einer Großbaustelle oder Fluglärm.
HOffen wir mal, dass die Alten nicht noch aufsässiger werden, sonst müssen wir in den Städten bald überall Pantoffeln tragen (Lärm auf dem Gehweg), alle Kneipen müssen um 21 Uhr schließen und Mittagsruhe wird per SEK durchgesetzt!
obligatorisches Ärztezitat für die ältere Generation:
"…seid Ihr damals auch auf Socken
in Polen einmarschiert?"
@jose:
"klar sind die laut, aber das ist ja wohl nicht vergleichbar mit einer Großbaustelle oder Fluglärm"
Natürlich! Sowas von! Ich find Kinder sogar SCHLIMMER als jede Großbaustelle oder Fluglärm!
Ernsthaft.
man könnte die Initiative sogar erweitern. Neben meinen Beispielen der verordneten Toleranz (nur echt "Made in Germany")in #102
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/02/16/toleranzgebot-gegen-kinderlarm/#comment-469578
bietet sich auch Klassische Musik an. Oder Free-Jazz. So ungefähr stellt sich das vor:
Laute Musik in Wohngebieten oder in der Öffenlichtkeit, insbesondere Klassische und Free-Jazz, sollen künftig im Regelfall nicht mehr als “schädliche Umwelteinwirkung” gelten. Mit einer entsprechenden Gesetzesänderung möchte die Bundesregierung Klagen gegen schwindendes Kulturverständnis eindämmen. Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf heute auf den Weg gebracht.
Außerdem ist vorgesehen, dass bei der Beurteilung von Musik Grenz- und Richtwerte nicht mehr entsprechend herangezogen werden, die beispielsweise für Industrie- und Sportanlagen gelten. Damit soll faktisch ein Toleranzgebot gegenüber ernsthafter Musik durchgesetzt werden.
Zudem will das Bauministerium die Vorschriften so ändern, dass Musikhallen und Jazz-Kneipen auch in reinen Wohngebieten generell zulässig sind, soweit sie für die “Gebietsversorgung” angemessen sind.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen betrachtet die Initiative als “wichtiges gesetzgeberisches Signal für eine kulturell hochstehende Gesellschaft”.
Im Zuge der Gleichberechtigung wird erwartet alle Musikarten gleichzustellen, also auch Hip-Hop, Klezmer und Volksmusikanten.
klingt doch prima! Wo kann man dafür unterschreiben?
#k.
@tph: Bei all diesen knallharten Fakten, Fakten, Fakten bitte eins nicht vergessen: DU arbeitest da nicht, der Kindergarten ist also >=50m entfernt.
Dann werfen wir mal kurz den Rechner an, und hoppla, aus 85dB auf 10m werden 71dB auf 50m. Na sowas. Und jetzt bitte einfach das Fenster zum Mittagsschlaf zu und schon ist der Reis gegessen. Wie, das geht nicht? Ach, aber die Kinder sollen ja fernab der Gesellschaft erzogen werden, das geht?
@ Wuwei: Jawohl! Du sprichst mir absolut aus der Seele. Ich bin vor 3 Jahren in mein Wohnviertel gezogen, da war noch ein Zaun um den ehemaligen Spielplatz (der als solcher gar nicht mehr zu erkennen war, da ohne Spielgeräte) herum. Der Makler antwortete auf meine Nachfrage, dass es hier kaum Kinder gäbe. Nur 1 Jahr später wurde der Spielplatz "neueröffnet", da immer mehr kinderreiche Familien einzogen. Seitdem ist es die Hölle im Frühjahr, Sommer und Herbst! Von mittags bis abends um 21/22 Uhr ist Lärm hoch drei. Und meistens sitzen dann abends auch noch die (zumeist türkischen) Mütter dabei und lärmen noch mit. Das ist für mich unerträglicher als jeder Baustellen- oder Fluglärm!!!
@cleo: Dass es auch noch zumeist türkische Mütter sind, macht die Sache natürlich noch schlimmer! Oder was soll die Info ausdrücken?
@ Kate
Die reden halt viel lauter als Mitteleuropäer, wie Italiener und Italienerinnen z. B., oder was hatten Sie gedacht?
Kinder sind immer noch besser als Hunde. Sie moegen zwar laut sein, fallen mich aber nie beim Joggen an.
Oh, diese fiesen Kinder, ab ins Gewerbegebiet damit. Dann braucht Opi sein Hörgerät nicht mehr auf laut zu stellen, um sich über etwaigen Lärm aufzuregen. Wo seine zukünftigen Rentenzahler groß werden, ist ja nicht wichtig. Nun steigt er zufrieden morgens ins Auto, lässt es erstmal 10 Minuten warm laufen und fährt in den Supermarkt, wo er beim Kleingeldabzählen den gesamten Verkehr aufhält, nicht ohne vorher beim Einparken noch den ein oder anderen Wagen anzurempeln. Soweit zu den Vorurteilen.
Wie wär es mit gegenseitiger Toleranz? Ich kenne Modelle, bei denen Kinder und Alte zusammen geführt werden und sich gegenseitig erfreuen. Und plötzlich ist "Kinderlärm" ein Zeichen von Leben und Lebensfreude.
Ach ja, ich lebe neben einer Grundschule.
F.
@f heiermann:
Erst rumflamen und dann Toleranz fordern…
Ich habe einige Jahre gegenüber einer KiTa gewohnt, die Grundschule war gleich um die Ecke. Wie schon mehrfach beschrieben ist das An- und Abfahren der Mamis und Papis am Morgen/Mittag weitaus störender als das Kinderspiel.
Als ich an einer Hauptverkehrsstraße gewohnt habe, war der Vekehrslärm (auch bei geschlossenem Fenster) wirklich störend – aber legal! Ich hätte wohl kaum Erfolg mit einer Klage gehabt, den LKW die Fahrt zur Autobahn zu untersagen.
Und wenn ich meinen Vater und andere dieser Generation >70 höre, waren die auch keine Engel. Abgesehen davon, dass damals vielleicht mehr zur Ruhe ermahnt wurde, gab es vieel mehr Kinder, die Lärm machten. Insgesamt dürfte der Lärmpegel deshalb heute vermutlich nicht höher sein. Aber alles andere (Maschinen, Fahrzeuge, Haushaltsgeräte, …) ist leiser geworden. Da fällt der Kinderlärm womöglich nur mehr auf als früher.
Und bitte nicht vergessen: es geht um KiTas, Schulen,… nicht um das nervende Blag von der Öllschen im zweiten Stock, das mit dem Bobbycar durchs Wohnzimmer düst. Die Erzieher(innen) und Lehrer(innen) achten nach meiner Erfahrung schon darauf, Kindern auch Grenzen zu zeigen. Bloß weil Kinderlärm kein Klagegrund gegen eine KiTa mehr ist, heißt das ja nicht, dass die bestehenden Erziehungsziele über den Haufen geworfen werden. Zumindest im Kindergarten meines Sohnes ist Rücksichtnahme eines der verfolgten Ziele.
@ Rallemann
Kein Klagegrund mehr? Glauben Sie denn ernsthaft, dieses Gesetz wird Bestand haben? Da gratuliere ich Ihnen zu Ihrem Optimismus. Verfassungswidriger kann doch ein Gesetz gar nicht mehr sein, und das will was heißen, bei der "Arbeit", die die Legislative in den letzten paar Jahren verrichtet hat.
@Rallemann:
Zu dem letzten Absatz. Ist doch schön mehr wollen die meisten doch nicht. Gut bis auf ein paar Hardliner. Aber da ist die Gegenseite ja noch schlimmer.
@126: Realität sieht leider häufiger anders aus als bei Ihnen. Das die Erzieher überfordert und die Kinder gewähren lassen, ist fast Normalität. Dies liegt auch an der schlechten finanziellen Ausstattung der Kitas usw. .
–
Hier wird wieder URSACHE und WIRKUNG verwechselt. Nicht die Nachbarn sind das Problem, sondern die Politiker bzw. die unqualifizierten und unmotivierten Eltern und Erzieher/Lehrer.
Das Kinder rumschreien MÜSSEN, ist entgegen der Natur, denn
in der Vergangenheit (Steinzeit) wäre ein dauernd schreiendes Kind von Tieren jeder Art gemeuchelt worden, also muss da woanders wohl was schief laufen ;-).
Ach ja Gott-sei-Dank haben wir jetzt 3fach+Lärmschutzverglasung, damit man den LÄRM wenigstens ein wenig ertragen kann. Ansonsten könnte man nicht mal in Ruhe ein paar Minuten Fernsehen ohne sich einen Hörschaden zu holen.
@Klaus Müller: Das ist jetzt bitte eine Parodie, ja? Nächstes Mal die Ironie-Tags um die Anspielungen auf Roland-Emmerich-Vorgeschichtswissen und die ewig überforderten RTL-Eltern bitte nicht vergessen.
@Krischan:
Was hat das mit Roland Emmerich zu tun? Das laute Kinder in unserer Vorzeit vor allem sich selbst gefährdet haben ist ja recht logisch. Und das gerade Frauen auf hohe Töne reagieren (rate mal warum) ist Fakt.
@Olli: Hachja, die sich selbst gefährdenden Kinder der gegen Säbelzahntiger kämpfenden Nomaden gallischer Wolfsjäger. Leider sind die ja bekanntlich alle ausgestorben, weil sie – und daher kommt logischerweise die absolut allerheftigst wahre Legende – zu oft "Wolf" kreischten und ihre Mütter darob an Erschöpfung verstarben.
Geht euer steinzeittümelndes Historienbild eigentlich noch ein wenig platter?
@Krischan:
Ich hab jetzt nur eine Frage wenn ich dir den roten Hering gebe lässt mich dann über die Brücke?
@Olli : Fakt? Wo, bitte belegen mit Quelle! Oder es lassen, solche populärwissenschaftlichen Behauptungen ohne jede Grundlage in den Raum zu stellen.
@jose:
Einfach mal selbst aktiv werden:
http://www.arbeitsinspektion.gv.at/schluss-mit-laerm/artikel/02_huber-novak_lang.htm
Mit einer Suchmaschine deines Vertrauens findest du näheres
@Christian: So weit, so gut. Und jetzt noch den höchst logischen Schluss belegen, dass Hungerschreie oder Unwohlseinsschreie von Säuglingen und Freudensschreie von Kindern einen Velocir^WSäbelzah^WMonoli^W … das fliegende Spaghettimonster herangelockt haben.
Rein evolutionär scheint die Idee ja wenig haltbar, anscheinend haben sich die bösartig ihre Neandertalertruppe in Gefahr schreienden Kinder wohl durchgesetzt. Zum Entsetzen der sich daraus entwickelnden Subspezies der Lärmüberempfindlichen. Entweder gab es nicht so viele Raubmordtiere wie in populärwissenschaftlichen Filmen von Roland Emmerich und Guido Knopf oder die Idee ist … nein, die Idee muss ja stimmen. Zurück also zu den furchtbaren Kindern im Programm.
Warum sollte ich das belegen?
@Christian : danke für den link, aber ich les da nix von irgendwelchen rückschlüssen auf die evolution.
@jose:
Was war an
"Mit einer Suchmaschine deines Vertrauens findest du näheres"
unklar?
Des Weiteren:
Per Se wird es wohl schlecht möglich sein aus der Steinzeit der Menschheit "Belege" zu bekommen. Da sollte wohl einleuchten. Also bleibt wohl nur selber etwas nachdenken, die Situatution heute beobachten und ggf. Rückschlüsse ziehen.
Zumindestens lassen sich wohl die Rückschlüsse ziehen, dass sich bei den verschiedensten Tierarten Mutter/Kind verständigen. Weierhin ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Motto "wer seinen Kopf aus dem Loch steckt, muss aufpassen" auch für die Menschen gegolten hat. Es ist wohl druchaus vorgekommen, dass das Monster das ausgenutzt hat und bei entsprechenden Lautäußerungen eben mal zugeschlagen hat. Ein Verhalten welche auch heute noch hundertfach in der Natur vorkommt, wenn auch nicht umbedingt beim Menschen. Insofern sehe ich da nichts "unlogisches".
nach wie vor kein beweis…und auf den "gesunden menschenverstand" oder whatever möchte ich mich lieber nicht verlassen. da es keine belege aus der steinzeit geben kann, ist alles andere spekulation und von daher irrelevant. sorry
Das hättest du nicht gesondert erwähnen müssen.
Selbstverständlich ist bsp. die Evolutionstheorie, Urknalltheorien u.a. für dich dann auch nicht relevant.
Immer das Mäntelchen so hängen, dass es passt
es sind theorien und auch spekulationen, die allerdings auf wissenschaftlichen erkenntnissen basieren und damit relevanter als das was du da von dir gibst.
@jose:
Auch zur Theorie das laute schwächere Beutetiere immer in größerer Gefahr sind als leise gibt es genug Beobachtungen.
Verdammt wo ist Sielmann wenn man ihn braucht.
@jose:
Wie sehen deine Hände aus? Du hast natürlich nicht deinen Eltern glaubt, dass die Herdplatte heiss ist?
Und deine Eltern? Ohne Gentest glaubst du auch nicht, dass sie es sind?
Natürlich ist die Erde keine Scheibe. Das wurde dir auch nicht bewiesen. Am 0. Längengrad werden alle schnell gescrollt. So fällt das nicht auf.
@Christian:
Hast du das mit der Herdplatte deinen Eltern geglaubt? Ich glaube jeder hat da mal drauf gepackt.
Also ich habe mehrere Jahre direkt gegenüber von einem Kindergarten gewohnt. Hinter dem Kindergarten befindet sich eine kleine Kirche, mit entsprechend kleinen Glocken im Turm. Beim Vergleich Kinderlärm-Kirchturmglocken muss ich ganz klar sagen: die Kirche hat mir durchaus schon einige Male den Schlaf geraubt, wenn da auch Sonntag morgens um 7 mal ein Frühgottesdienst abgehalten wurde, und diese extrem penetranten Glocken dann 20 Minuten gebimmelt haben. Ich kann mich nicht erinnern, mal von den Kindern geweckt worden zu sein. Seltsam, dass man gegen Glockenläuten absolut nichts tun kann, aber Kindergärten quasi ins Industriegebiet abgeschoben werden, weil Alfons Schmidt* sich beim Kaffeekranz gestört fühlt, wenn draußen Kinder spielen.
* Name rein fiktiv
@Olli:
Juppp,aber was soll ich sagen, wer so vehement Ergebnisse der Tier- & Verhaltenforschung ignoriert, aber anderseits das
"es sind Theorien und auch Spekulationen, die allerdings auf wissenschaftlichen Erkenntnissen"
zu den anderen Theorien sagt……hmm was soll ich sagen….Wobei "ich" ja gar nichts von mir gegeben habe, sondern nur das, was Evolutionstheorie, Tier- usw. einem gelehrt haben
@Christian
Da hast Du sicherlich die Zeile zwischen dem Flame-Block und dem Toleranz-Block übersehen.
Es sei Dir vergeben.
F.
@f heiermann:
Ausgerechnet ich??
Sorry, aber wenn hier jemand in diesem Thread für Toleranz und Ausgeglichenheit geworben hat…
@Kai:
Darüber wurde sich auch aufgeregt. Aber die anderen ist kein Argument. Wenn dem so wäre dürfte ich auch dann um 22 Uhr die lieben Kinderlein wecken um ihnen zu zeigen wie schön es ist andauernd geweckt zu werden. Machen andere ja auch. ;)
Kinderlärm ist Umgekehrt Proportional zur Rohstocklänge und Häufigkeit der Anwendung desselben.
Alter Erzieherregel aus den 30ern…
mfg
Der Steuerzahler
@Tüdelüt: Na gut. Dan haben wir jetzt nur noch ein Luxusproblem. Diese verdammt laut balzenden Finken, Meisen und Amseln – und die blöde rumplärrenden Bälger.
Ein rauschender Wasserfall neben meinem Haus würde mir vermutlich wenig ausmachen. Die A1 mit ukrainischen Schweinelastern vermutlich schon.
Na gut. Dann hab ich jetzt wohl die Hosen heruntergelassen und meine hässliche Fratze gezeigt. Natürlich spielt die ART des Geräuschs eine Rolle. Und menschengemachtes Gelärm ist kein rauschender Ozean, eben weil die Spitzen ganz andere sind. Es hängt ja vor allem von der Dynamik ab. Teils leises Gebrabbel und danach spitze, gellende Lustschreie von Kindern auf Klettergerüsten jagen den Blutdruck hoch.
Dabei bin ich selbst nur am Rande betroffen und ich selbst möchte sicherlich nicht nur den "doofen Eltern" eins auswischen, weil ich selbst noch nie Vater wurde – bislang.
Ich finde ja die Vielzahl derer, die meinen frühere Generationen wären dank "Erziehung" und "Disziplin" auch nur minimal ruhiger gewesen geradezu belustigend. nicht nur waren wir dank höherer Geburtenraten noch deutlich zahlreicher, ohne X-Box und Glotze ganztägig draußen und mangels Mc-Donalds & Co agiler, wir waren auch zumindest in der Gruppe alles andere als gut erzogen. Die Streiche die mein Vater damals seinen Lehrern und Nachbarn gespielt hat, hätte ich mir so sicher nicht getraut. Was ich aus der Kindheit meiner Groß- und Urgroßeltern weiß würde wohl heutzutage schon als Anarchie durchgehen – denen hat in Kindertagen scheinbar auch regelmäßige Prügel keine Erziehung beibringen können, sondern höchstens eine gewisse Verschlagenheit.
Es wäre schon ein Schritt wenn Eltern kapieren würden dass Kinder um 20 Uhr oder noch später absolut nichts mehr auf öffentlichen Spielplätzen verloren haben.
Wenn dann solche Einrichtungen "Nutzungszeiten" von 8 Uhr bis 20 Uhr haben, dann muss man sich ebenfalls fragen was haben Kinder ( per Definiiton Menschen bis 14 Jahren ) so früh und späte da noch zu tun und welcher Geisterakrobat hat solche "Öffnungszeiten" festgelegt.
Interessant ist auch festzustellen dass selbst im beschaulichen Bühl/Baden ab 19 Uhr ausschließlich Kinder mit Migrationshintergrund bis zum Einbruch der Dunkelheit (im Sommer immehin erst um 22.30 Uhr) auf Spielplätzen rumhängen.
Ich weiss die Antwort, weil deren Elten sicher sein können dass um solchen Uhrzeiten keine deutschen Kinder mehr da sind. Dies ist keine böse Unterstellung, sonder beobachteter Alltag. Soviel dann noch zur Integration.
Regeln gelten für jeden Betrieb der Geräusche verursacht für jeden Beruf für jeden Musiker für jede privatperson. Wer nachts oder abends arbeiten muss und täglich dieses unerträglich schrille Geschreie vor dem Fenster hat der weiss dass auch Eltern sich an Regeln zu halten haben und ihren Kinden wenigstens einige Werte beibringen müssen und die wichtigste ist : Meine Freiheit geht nur soweit wie ich die Freiheit der anderen nicht einschränke.. Und das ist mit diesem Urteil hinfällig. Was spricht dagegen wenn Kindergärten und Schulen Schallschutzwände einrichten ?? sowas nennt man Toleranz und gegenseitige Wertschätzung. Schade dass in unserer Gesellschaft militante Eltern und Kinder inzwischen ein klares Terrorregime aufbauen dürfen.
Nr. 155 (Kai) hat hier endlich mal was vernünftiges gesagt.
Ist doch alles eigentlich logisch, oder ?
Leider sind wohl die meisten zu dumm, um zu bemerken, daß sie selbst in jede Lebenssituation geraten können:
- Eltern sein
- krank und ruhebdürfgtig sein
- arbeitend und ruhebedürftig sein
- ja – und auch irgendwann mal Rentner sein; und warum bitte haben Rentner kein Recht auf Ruhe ???
Man möge sich mal klar machen, daß jeder in jede Lebenslage geraten kann. Und dann wärs doch schön, wenn Rücksicht, Toleranz und Respekt geschieht.