22.2.2011

Mach’ mal den Dr. raus

So ein Abschied tut natürlich immer weh. Und niemals geht man so ganz. Das zeigt sich auch an unserem Verteidigungsminister. Der verkündet zwar, er werde seinen Doktortitel nicht mehr führen / zurückgeben / was auch immer. So ganz scheint ihm bzw. seinem Umfeld die Trennung aber nicht zu gelingen, wie ein Blick auf die Homepage zuguttenberg.de belegt:

“Promotion im Jahr 2007 zum jur. (summa cum laude)” steht da immer noch im Lebenslauf. Da hat wohl jemand die Aufforderung “Mach’ mal den Dr. raus” allzu wörtlich genommen.

Nachtrag: “Promotion im Jahr 2007 zum jur. (summa cum laude)” ist inzwischen von der Seite genommen.

65 Kommentare zu “Mach’ mal den Dr. raus”

  1. Patrik meint: (22.2.2011 um 14:15) AntwortenReply to this comment

    Und ich dachte immer, 2007 wäre nach 2002 gekommen. So kann man sich irren…

  2. Peter meint: (22.2.2011 um 14:20) AntwortenReply to this comment

    Da hat wohl jemand die Aufforderung “Mach’ mal den Dr. raus” allzu wörtlich genommen.

    Niemals. Ein Von und Zu Guttenberg macht prinzipiell ALLES selbst und höchstpersönlich!

  3. Stuff meint: (22.2.2011 um 14:21) AntwortenReply to this comment

    Dass der noch irgendwas als Verteidigungsminister sagt – das verursacht dieses merkwürdige Geräusch, in Deutschland herausgefiltert wie weiland die Vuvuzelas: Höllengelächter!

    Stuff

  4. earli meint: (22.2.2011 um 14:21) AntwortenReply to this comment

    Da liegt doch noch mehr im argen.

    Der angebliche Familienbetrieb war die eigene Vermögensverwaltung, seine Beschäftigung war also nicht mehr als "Erbe".

  5. Oberlehrer meint: (22.2.2011 um 14:30) AntwortenReply to this comment

    … da hat Udo Vetter aber abgekupfert aus der gestrigen Sueddeutschen Zeitung:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/guttenberg-affaere-wie-er-in-seiner-vita-angibt-1.1063173
    (siehe dort unter dem Foto)

  6. Albert P. meint: (22.2.2011 um 14:35) AntwortenReply to this comment

    Eine Randbemerkung: Was mich stets stört, dass es immer "Karl-Theodor zu Guttenberg" heißt. Den Adel (zumindest als rechtliche Institution) gibt es in Deutschland seit 1919 nicht mehr (das vergisst man ja gerne). Adelstitel wurden damals zu ganz normalen Bestandteilen des Nachnamens.

    Insofern heißt er nicht "zu Guttenberg", sondern "Freiherr von und zu Guttenberg". Sollte im Telefonbuch dann auch unter "F" zu finden sein. Alles andere, auch das Weglassen von Bestandteilen des Nachnamens müsste doch unzulässig sein (zumindest im "Rechtsverkehr")?

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13220409.html

  7. Uwe meint: (22.2.2011 um 14:39) AntwortenReply to this comment

    Ui:

    http://zuguttenberg.s3-website-eu-west-1.amazonaws.com/img/logos/csu.gif

    Scheinbar hostet Dr. Googleberg bei Amazon in Irland. Ist das Datenschutzkonform?

  8. Gina meint: (22.2.2011 um 14:42) AntwortenReply to this comment

    Leitung des Familienbetriebes? Guttenberg GmbH nahe München? Der mit den Baustoffen und so? Himmel, steht das etwa immer noch irgendwo? Das war nie richtig und wird nie richtig sein, Die Firma hat sich deutlich genug von diesem Umstand distanziert. Und das wiederum war schon vor einem guten Jahr klar und bewiesen (aufgeklärt mW als erstes durch ZAPP).

  9. Heiner meint: (22.2.2011 um 14:53) AntwortenReply to this comment

    Wer genau hinsieht, erkennt, dass er den "Dr." gestrichen hat. Es steht lediglich noch auf der Homepage, dass er zum "jur." mit summa cum laude promoviert hat ;)

  10. Fuchs meint: (22.2.2011 um 14:55) AntwortenReply to this comment

    Der Webmaster hat einfach schlecht mit suchen und ersetzen gespielt. Da war der Dr. weg, nur der Rest vom Satz nicht. Ich bin so gut! :^)

  11. Heiko meint: (22.2.2011 um 14:55) AntwortenReply to this comment

    Seine Leitung des Familienbetriebs war die Geldverwaltung des Familienvermögens. Die Firma ist erloschen und hatte damals ca. 3 Mitarbeiter, wohl ne Sekretärin und weitere Familienmitglieder.

    Die beruflichen Stationen waren Praktikas in einer Anwaltskanzlei. Auch seine Journalistentätigkeit war ein Praktika…

    Also wenn jeder seine Schnupperpraktika und die Mithilfe beim Geldzählen im Elterlichen Umfeld als Tätigkeiten angibt, werden die Bewerbungsmappen bei vielen um das doppelte dicker…?!

    Also ganz im Ernst, ich hab nichts gegen diesen Herren, aber in 7 Jahren 400 Seiten Doktorarbeit wovon auf über 260 Seiten Duplikate zu finden sind..das ist schon ein wenig zu viel.
    Insbesondere die Einleitung "aus Versehen" nicht als Zitat zu Kennzeichnen ist etwas dreist + die ihm zustehende Manpower als Abgeordneter zu nutzen für Recherchen und Berichte geht gar nicht.
    Sein "Familienbetrieb" hat für über 260 Millionen Euro Anteile einer Klinikgesellschaft verkauft. Da hätte er die Ausarbeitungen des Wissenschaftlichen Dienstes mal eben aus der eigenen Brieftasche zahlen können. So was ist für mich im weitesten Amtsmißbrauch und somit gehört er eigentlich nicht mehr in ein Amt.

    P.S. Aber eigentlich ist er ja ideal als Minister, er ist nicht so schnell für nachgelagerte Korruption offen wie manch anderer Politiker vor und nach ihm. Manche bereiten Ihren Einstieg in die Industrie ja schon ausgiebig in Ihrer Amtszeit als Bundeskanzler vor…(Schröder und seine neuer Arbeitgeber usw.)

  12. nolaw meint: (22.2.2011 um 14:55) AntwortenReply to this comment

    Hi!

    Kurze Erinnerung: Hinter Guttis Arroganz/Hochmut steckt immer noch ein Mensch.
    Gebt ihm Zeit für den geordneten Rückzug. Der letzte Graf, der soviel Gegenwind bekam, hat sich die Kugel gegeben.

    Wer seine eigene Abschlußarbeit kritisch betrachtet und wirklich ehrlich ist, wird auch die eine oder andere Stelle finden, wo es nicht so gut gepasst hat. Wie man damit dann später umgeht, steht auf einem anderen Blatt.

    Aber wenn die ganze Welt über einen lacht, ist das schon hart.
    Selbst das Star Wars Kid (youtube ist euer Freund) brauchte ´nen Therapeuten!

    Bei mir fehlen auch 2-5 Fußnoten, auch weil die ollen Regierungen die Bibliothek kaputtgespart haben und sich in Folge dessen 250 Semesterkollegen mit mir um das eine Buch gekloppt haben.

  13. Tom meint: (22.2.2011 um 15:04) AntwortenReply to this comment

    Was mich an den Guttenberg Fans stoert ist ja, dass diese den guten(?) Ruf Deutscher Unis fuer ein kurzfristiges politisches Kalkuel opfern wollen ("alles nicht so schlimm").

    Als ein Absolvent von Bayreuth waere ich jetzt stinksauer, wenn jemand einen Titel mit einen moeglichen Betrug derart in den Dreck zieht.

    Wie war das nochmal? Leistung muss sich wieder lohnen? Dann muss Betrug an der Leistung aber auch entsprechend sanktioniert werden!

  14. RA aus dem Norden meint: (22.2.2011 um 15:05) AntwortenReply to this comment

    Zumindest hat er sich schon auf youtube verbessert:

    http://www.youtube.com/watch?v=69tl7dOD2fM&feature=player_embedded

    ;-)

  15. anonym meint: (22.2.2011 um 15:15) AntwortenReply to this comment

    Um es mal einigermaßen neutral zu formulieren: Dieser Typ mit den fettigen Haaren kam mir bereits schon am Anfang recht merkwürdig (um nicht zu sagen: verdächtig) vor. Warum nur mir? Noch seltsamer war, daß sich viele Medienkommentatoren so von ihm beeindruckt zeigten. Das habe ich noch viel weniger verstanden.

  16. Rangar meint: (22.2.2011 um 15:19) AntwortenReply to this comment

    Ja, aber was haben die Leute denn erwartet? Der Mann ist ein Politiker, also ein Berufslügner! Wieso sollte denn nun ausgerechnet seine Doktorarbeit etwas mit Wahrheit zu tun haben?
    Wenn ein Politiker etwas sagt, hat er entweder keine Ahnung, wovon er redet, oder er lügt. Trifft beides gleichzeitig zu, ist er Regierungsmitglied.

  17. Gerd meint: (22.2.2011 um 15:21) AntwortenReply to this comment

    Was isn eigentlich schlimmer? Bei der Doktor Arbeit zu schummeln oder wie Joschka Fischer mit Brandsätzen auf Polizisten werfen? Oder wie Cem Özdemir bei Flugmeilen bescheissen? Oder 1 Mio. Schwarzgeld "vergessen"?

  18. O.Q. meint: (22.2.2011 um 15:26) AntwortenReply to this comment

    Hach, man bekommt heutzutage einfach kein gutes Personal mehr… Butler, Webmaster, Ghostwriter, … ist alles nicht das was es mal war.

  19. cwc meint: (22.2.2011 um 15:28) AntwortenReply to this comment

    Politiker können von ihrem Amt auch zurücktreten, um ihre Ehre zu retten.
    Beim Verteidigungsminister habe ich den Eindruck, dass er den Weg von Christoph Daum und Michel Friedmann geht. Erst lügen und dann voll erwischt werden.

  20. Rangar meint: (22.2.2011 um 15:31) AntwortenReply to this comment

    Politiker können von ihrem Amt auch zurücktreten, um ihre Ehre zu retten.

    Ihre Was?

  21. Anonymous meint: (22.2.2011 um 15:38) AntwortenReply to this comment

    Ehre wiedererlangen? Da wüßte ich was: Knarre in die Hand und ab an die Front! (Was im übrigen ein guter Rat für alle Kriegsminister dieser Welt ist.)

  22. Tom meint: (22.2.2011 um 15:42) AntwortenReply to this comment

    @Gerd: Schlimmer in welchem Zusammenhang? Wenn jemand die Dissertation faked ist das ziemlich schlimm fuer die Uni, die anderen Absolventen, fuer den Wissenschaftsstandort DE und die Wissenschaft im Allgemeinen. Ob das politisch schlimmer oder weniger schlimm als Steinewerfen oder Schwarzgeld nehmen ist, kann ich nicht sagen.

  23. anonym meint: (22.2.2011 um 15:44) AntwortenReply to this comment

    @ Gerd
    Der Vergleich ist – teilweise – deswegen ziemlich unsinnig, weil Fischer kein Politiker war, als er sich mit der Polizei geprügelt hat. Haben Sie denn Belege, daß er "mit Brandsätzen" geworfen hat?

  24. Rangar meint: (22.2.2011 um 15:47) AntwortenReply to this comment

    Wollen wir mal Schätzungen abgeben, wieviel Prozent aller Doktorarbeiten tatsächlich einen Erkenntnisgewinn bedeuten? Ich wage zu bezweifeln, dass der Wert höher als 5% (bei Geisteswissenschaften 2%) liegt.

  25. Riker meint: (22.2.2011 um 15:49) AntwortenReply to this comment

    Politiker, die einen Doktortitel haben, haben sehr oft den juristischen Doktortitel und eher seltener einen geistes- oder naturwissenschaftlichen Doktor.

    Mal ne ernst gemeinte Frage: Liegt das daran, dass der juristische Doktor einfacher zu machen ist, als der geistes- oder naturwissenschaftliche (ähnlich wie der medizinische Doktor leichter zu machen ist als der naturwissenschaftliche) oder liegt das eher daran, dass es Juristen eher in die Politik zieht (ähnlich wie es Lehrer häufiger in die Politik zieht)?

  26. aaaaanonym meint: (22.2.2011 um 15:54) AntwortenReply to this comment

    @Gerd:

    Was wirklich schlimm ist, ist diese Aufrechnerei, die jetzt von allen Seiten kommt. Nur weil andere Politiker auch (oder noch mehr) Dreck am Stecken haben, ist das aktuelle Verhalten doch längst nicht hinnehmbar, nach dem Motto "aber die anderen machen das doch auch und sind eh viel böser".
    Herr G. hat in seiner bisherigen politischen Laufbahn durchaus hohe moralische Maßstäbe an seine "Untergebenen" angelegt und ist leider offensichtlich nicht in der Lage, mit sich selbst auch so zu verfahren.

  27. meno meint: (22.2.2011 um 15:59) AntwortenReply to this comment

    Zeitgeist Online schrieb über das Vermögen der Familie von und zu Guttenberg[3]:

    "Laut SPIEGEL (11/2009) wird das Familienvermögen des feschen Freiherrn auf ca. 600 Millionen Euro geschätzt. Die Familie von und zu Guttenberg, die auf ihrem Schloss im Fränkischen bei Kulmbach residiert, gehört damit zu den 300 reichsten Familien bzw. Personen Deutschlands."

    Der Geldadel hat beschlossen sich seinen eigenen Kanzler zu designen. Gute Presse kann man sich auch einfach kaufen und niemand merkt es. Im Gegenteil: Die peinlichen Medienvertreter merken gar nicht, was für ein Blender ihnen dort untergejubelt wird. Was, außer guten Umfragewerten hat zu Guttenberg denn bisher als Politiker zustande gekriegt? Noch nicht einmal seinen Rücktritt hat er hinbekommen als es um Opel ging!
    Und die Deutschen suchen schon wieder einen Heilsbringer…..

  28. Patrick meint: (22.2.2011 um 16:08) AntwortenReply to this comment

    @27

    Hab´ zuerst "Geladel" gelesen ;-)

  29. alex meint: (22.2.2011 um 16:17) AntwortenReply to this comment

    Wirkt so, als hätte jemand mit "Suchen und Ersetzen" nach Dr. gesucht und es durch nichts ersetzt :D

  30. tapir meint: (22.2.2011 um 16:23) AntwortenReply to this comment

    danke. hehe.

  31. Zensurgegner meint: (22.2.2011 um 16:50) AntwortenReply to this comment

    und weg ist der schöne Satz…

  32. OG meint: (22.2.2011 um 17:19) AntwortenReply to this comment
  33. Micha meint: (22.2.2011 um 17:27) AntwortenReply to this comment

    Er soll sich nicht so haben, ihm steht ja noch ein Dr.h.c. zur verfügung. Da muss er nix für tun, einfach nur in Würde alt werden und keinen Blödsinn verzapfen. Andere Politiker vor ihm haben das auch geschafft.

  34. Jan meint: (22.2.2011 um 17:50) AntwortenReply to this comment

    @Riker:

    Es scheint in unterschiedlichen Fachbereichen unterschiedliche Vorstellungen davon zu geben, welcher Beitrag tatsächlich eine einem Doktorgrad würdige Leistung darstellt. Das liegt sicher auch daran, dass es Unterschiede gibt, wie überhaupt "Wissenschaft" in den jeweiligen Bereichen betrieben wird. Das dürfte dann zu unterschiedlichen Möglichkeiten für externe Doktoranden führen. Diese externen Doktoranden, die nicht in den Forschungsbetrieb vor Ort eingebunden sind, dürften einen großen Teil der unterschiedlichen Anzahl an Doktorgraden erklären. In experimenteller Physik wird man es wohl eher nicht schaffen, nebenbei eine Dissertation zu verfassen.

    Um nur zwei Beispiele zu nennen: Angela Merkel (Dr. rer. nat.) war Mitarbeiterin am ZIPC der Akademie der Wissenschaften in Berlin. Guido Westerwelle (Dr. jur., FernUni Hagen) war dagegen als nebenher vollberuflich als Anwalt tätig.

    Ich habe übrigens selber als Doktorand die Erfahrung gemacht, dass bisweilen unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden. Von einem Doktoranden, der eine langfristige wissenschaftliche Karriere anstrebt, wird oft mehr erwartet als von jemandem, der nur seine Visitenkarte aufhübschen will.

  35. GC meint: (22.2.2011 um 18:08) AntwortenReply to this comment

    @Riker:

    Dass Politiker in letzten Jahren vermehrt aus dem juristischen Bereich kommen, spielt mit Sicherheit eine Rolle. Dennoch ist eine "externe" Diss in den Naturwissenschaften nahezu ausgeschlossen. In den Naturwissenschaften sind die Erkenntnisse ja nicht irgendwoher gekommen, sondern müssen in Experimenten nachgewiesen werden. Damit ist natürlich ein Zeitaufwand verbunden, den man kaum in seiner Freizeit bewältigen kann. Übrigens ist dementsprechend eine naturwissenschaftliche Arbeit besser vor Plagiaten geschützt, denn zumindest die Eckpfeiler der Arbeit müssen ja durch eigene Experimente gesichert sein. Man kann aber bewusst Daten fälschen, oder fremde unpublizierte Daten klauen, ruft aber vermutlich etwas schneller Protest hervor :)

  36. Erster meint: (22.2.2011 um 18:11) AntwortenReply to this comment

    @5 Oberlehrer: und die SZ hat das möglicherweise von hier:
    http://www.herrschendemeinung.de/index.php?/archives/777-Guttenberg-sed-sDr.g.html :)

  37. emma peel meint: (22.2.2011 um 19:24) AntwortenReply to this comment

    >>Nicht das Amt ehrt den Mann, sondern der Mann ehrt das Amt.<<

    Talmud

  38. Jumper meint: (22.2.2011 um 19:26) AntwortenReply to this comment

    KTvG: "Den Überblick über die Quellen verloren"
    Ob er wohl am Wochenende bei guttenplag.wikia rein geschaut hat, um zu erkennen, was ihm in 6 – 7 Jahren nicht aufgefallen sein will.

  39. Christian meint: (22.2.2011 um 19:34) AntwortenReply to this comment

    Ich finde wenn man sich schonm ne Doktorarbeit von nem schlechten Ghostwriter zusammenkopieren lässt sollte man wenigstens den nach Plagiaten abprüfen.

    Sehr schwache Leistung! Aber heute Morgen im Radio hat sich der LKWfahrer in der Leitung eher über die Kritiker von zu Googleberg echauffiert. Mal sehen was da noch raus kommt. Was für mich jedoch klar ist: Wer ein summa cum laude mit recht bekommen hat und nicht dafür jemand bestochen hat der kennt seine Doktorarbeit auswendig bzw kennt ihre Schwächen. Mit nochmal nachlesen übers Wochenende kommt da kein Erkenntnisgewinn zustande. Herr Googleberg sollte endlich mal anfangen zuzugeben das er die Arbeit nicht selbst verfasst hat oder/und seinen Doktorvater bestochen hat.

  40. anonym meint: (22.2.2011 um 19:43) AntwortenReply to this comment

    Er ist und bleibt eine traurige Figur. Das haben offenbar gerade die nicht verstanden, die gern wieder Verhältnisse wie 1914 hätten, mit schmissig auftretenden Leutnants.

  41. rauskucker meint: (22.2.2011 um 19:44) AntwortenReply to this comment

    @38, Jumper
    Genau das. Und ihm wurde plötzlich klar, was sein Ghostwriter mit diesem "E pluribus" verklausuliert hat.
    Der Mann wird übrigens nicht drüber reden. Er ist tot.

  42. murry meint: (22.2.2011 um 21:23) AntwortenReply to this comment

    Wow, Knaller – anscheinend hat Guttenberg seinen Dr. Titel schon geführt als er noch gar nicht dazu berechtigt war:

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/332436/332437.php

    Siehe Webseitenheader:
    http://web.archive.org/web/20061107113852/http://www.zuguttenberg.de/

  43. Tobias meint: (22.2.2011 um 22:04) AntwortenReply to this comment

    @Tom:
    Als Bayreuther Absolvent (nicht Jura) und Doktorand in BT kann ich sagen, dass ich stinksauer bin! Die meisten anderen Doktoranden und Absolventen in BT (vor allem die Juristen, die ich kenne) sind es auch, weil KT halt einfach mal gepflegt der Uni und allen die redlich für ihren Abschluss ihren Titel arbeiten und gearbeitet haben, ins Gesicht gespuckt hat

  44. Spinnzessin meint: (22.2.2011 um 22:40) AntwortenReply to this comment

    Kann Gutti dann jetzt eigentlich sein Geld von seinem Ghostwriter zurückfordern, wo der doch so schlechte Arbeit abgeliefert hat :-)?

  45. 5zjunge meint: (22.2.2011 um 23:00) AntwortenReply to this comment

    Am Wochenden hat Gutti wirklich etwas Zeit gefunden, diese Doktorarbeit zu lesen.
    http://twitter.com/udovetter/status/38736351637676035

  46. Riker meint: (23.2.2011 um 00:33) AntwortenReply to this comment

    @Jan und @GC:
    Besten Dank für die Antwort. Ich bin selbst naturwissenschaftlicher Doktorand und konnte mir daher nicht vorstellen, wie ein mit Politik vollausgelasteter Mensch parallel seine Dissertation schreiben kann, das haut zeitlich einfach nicht hin.
    Persönlich bin ich mit meiner Diss. zu etwa 50 Stunden/Woche ausgelastet, ein politisches Mandat "nebenher" wäre bei mir und anderen naturwissenschaftlichen Doktoranden definitiv nicht möglich.

    Wenn ich das aber richtig sehe, seid ihr beiden ebenfalls der Meinung, dass der hohe Anteil von juristisch Doktoren in der Politik daran liegt, dass der Arbeitsaufwand einer juristischen Dissertation deutlich unter dem einer naturwissenschaftlichen Dissertation liegt und sich der hohe Anteil von in Jura promovierten Politikern dadurch erklärt.

    Ich hab letztens auch mal gehört, dass es bei Jura möglich sein soll, seine Doktorarbeit bereits nach 2 Jahren nach Abschluss des 1. Staatsexamens zu beginnen und dass das 2. StEx hier keine Pflicht ist, so dass es Personen gibt, die den Dr. jur. haben, aber keine approbierten Juristen sind. Stimmt das oder ist die Aussage falsch?

  47. Rob meint: (23.2.2011 um 02:13) AntwortenReply to this comment

    laut bayreuther Promotionsordnung stimmt das. Allerdings ist dort auch mindestens ein VB vonnöten. Es gibt aber dort eine Ausnahme: wenn zwei Professoren der Meinung sind, dass eine Dissertation erfolg verspricht, muss kein VB vorliegen! Guttenberg???
    Und wie ich mitbekommen habe, werden aber in der Regel die Staatsexamen (ausser Bayreuth natürlich, sorry, musste sein;-) ) sehr hart! bewertet und die Prüfungen sind anstrengend.

  48. gerd5 meint: (23.2.2011 um 02:17) AntwortenReply to this comment

    Wenn KTzG von den Urheberechtsinhabern seiner Plagiate verklagt werden würde (fliegender Gerichtsstand), könnte er bei der Gelegenheit flächendeckend alle Kasernen seiner deutschen Nachhut besuchen.
    (Außer bei seiner Dissertationseinleitung, dafür müsste er in die Schweiz).

    Aus dem guttenplag:
    Du, Mutti, wir müssen als Hausaufgabe aus verschiedenen Büchern lange Texte abschreiben.

    Oh, da hast du ja einen guten Berg Arbeit vor dir.(summa cum laude)

  49. Rob meint: (23.2.2011 um 02:29) AntwortenReply to this comment

    @48

    auch schön:

    Italien hat den Nuttenzwerg, die deutsche Antwort: Guttenberg!

  50. Oetzmann meint: (23.2.2011 um 03:11) AntwortenReply to this comment

    Wieso beginne ich zu glauben, dass ein Fehler war, das Urheberrecht nicht doch zu verschärfen?

    Ist der Guttenberg jetzt eigentlich auch Raubmordkopierer?

  51. Schweizfreund meint: (23.2.2011 um 03:33) AntwortenReply to this comment

    Tagesplan KTvuzG für Mittwoch:

    09:00 Pressekonferenz – einige Ehrenworte publizieren

    Berlin Hbf
    Mi, 23.02.11 ab 10:31 10:15 1 ICE, IC 288,20 EUR
    Zur Buchung Rückfahrt hinzufügen
    Geneve Mi, 23.02.11 an 20:46

    Bahnhof/Haltestelle Datum Zeit Gleis Produkte
    Berlin Hbf Mi, 23.02.11 ab 10:31 14 ICE 277 Intercity-Express
    Bordrestaurant
    Olten Mi, 23.02.11 an 18:25 11
    Umsteigezeit 15 Min. Umsteigezeit anpassen
    Olten Mi, 23.02.11 ab 18:40 8 IC 536 Intercity Neigezug
    Fahrradmitnahme begrenzt möglich, Businessabteil, Bordrestaurant, Teilstrecke Imbiss und Getränke erhältlich, Handy-/Ruhezonen, Kleinkindabteil

  52. treu meint: (23.2.2011 um 08:23) AntwortenReply to this comment

    Haha: In gewisser Weise ist sich zu Guttenberg treu geblieben:
    So wie den Kommandanten der Gorch Fock hat er den "Dr." vorübergehend suspendiert. Und so wie Schneiderhahn und Oberst Klein hat er nun den "Dr." entlassen.

    Er findet doch immer jemanden, den er statt sich selbst aus dem Weg räumt. Ein typischer, schmieriger Teflon-Politiker.

  53. schredder66 meint: (23.2.2011 um 09:39) AntwortenReply to this comment

    Ich verstehe die ganze Aufregung um Gutti´s Doktortitel bzw. der Art der Erlangung nicht.

    Nur weil er Politiker ist, in der Öffentlichkeit steht und somit angeblich Vorbildfunktion hat, muss er büßen?

    Was ist mit den anderen Millionen von Titelträgern? Die haben nie nicht und unter keinen Umständen abgeschrieben? Wer das glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

  54. Rangar meint: (23.2.2011 um 10:27) AntwortenReply to this comment

    Nur weil er Politiker ist, in der Öffentlichkeit steht und somit angeblich Vorbildfunktion hat, muss er büßen?

    Vorbildfunktion? Ein Politiker? Selten so gelacht. Er muss da weg, weil es für Deutschland nach außen keinen guten Eindruck macht, einen Kriminellen als Minister zu haben.

  55. gerhardq meint: (23.2.2011 um 10:27) AntwortenReply to this comment

    Als ich die Reaktion der aktuellen Regierung und seiner Parteifreunde las, fragte ich mich, wie viele von denen auch Dreck am Stecken haben. Guttenberg fiel doch nur auf, weil er eine für unerträgliche Profilierungshaltung darstellte. Darüber ist er gestolpert.
    Die Frage ist doch aber, wer hat diesen Menschen warum so aufgebaut. Vielleicht hilft es, da ein wenig in seiner Vergangenheit zu schnüffeln. Da wird man feststellen, daß er eine von Mächtigen künstlich aufgebaute Marionette ist. Er wurde u.a. geformt von der "Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik", einem Ableger des us-amerikansichen Council on Foreign Relations (CFR). Dieses sind der vermögende Personen, die die Welt nach ihren Vorstellungen ändern wollen! Neben TzG gehören zumindest einige der politische Befürworter auch diesem Kreis an, u.a. A. Merkel und H. Kohl. Übrigens gehört auch C. Özdemir zu diesen Kreisen.

    Mir ist klar, daß das nach Verschwörungstheorie klingt. Aber die Fakten zeigen, daß diese Vermutungen nicht ganz abwegig ist. Die "angebliche" Modernisierung der Bundeswehr zielt genau in diese Richtung. Wir Deutschen wollen keinen Krieg, daher wird es schwierig, Wehrpflichtige für einen Krieg aus wirtschaftlichen Interessen zu verpflichten. Wenn die Bundeswehr aber zu einer Freiwilligenarmee wird, besser gesagt, zu einer Söldnerarmee, dann ist der Widerstand deutlich geringer, diese für wirtschaftliche Interessen einflußreicher Kreise in Deutschland und den USA einzusetzen. Damit gewinnt die Aussage des TzG, wir befänden uns im Krieg, eine andere Bedeutung. Ich spekuliere einmal, daß der Rücktritt Horst Köhlers hiermit zusammenhängt. Mit C. Wulff haben wir einen christlich fundamentalistischen Bundespräsidenten, der sich auf einer Linie mit den o.g. Gruppen befindet.

    Aus meiner Sicht ist der Promotionsbetrug nur ein kleiner, sichtbarer Teil eines größeren Ganzen. Ich habe den Eindruck, daß wir Deutschen in eine Richtung gelenkt werden sollen, die wir in vollem Bewußtsein der Hintergründe niemals einschlagen würden. Möglicherweise sind interessierte Kreise sogar an einem Krieg interessiert, um ihre Gewinne zu maximieren.

  56. Riker meint: (23.2.2011 um 12:13) AntwortenReply to this comment

    @Rob:
    Merci, also geht der juristische Doktor ohne bestandenes 2. Staatsexamen. Finde ich persönlich akademisch durchaus schade.

    Was mich als naturwissenschaftlicher Doktorand auch stört: Guttenberg zitiert aus der FAZ und vergleichbaren Zeitschriften.
    Fraglos ist die FAZ eine sehr gute Zeitung, aber sie ist keinem Peer-Review-Verfahren unterworfen.
    Als Naturwissenschaftler brauche ich meinem Prof. nicht mit einer solchen Quelle unterkommen, er würde sie nicht ernst nehmen.

    Daher noch eine letzte Frage: Ist das üblich, dass bei juristischen Dissertationen aus Quellen zitiert wird, die keinem Peer-Review-Verfahren unterworfen sind und die dementsprechend keinen Impact-Factor haben?

  57. Jan meint: (23.2.2011 um 12:18) AntwortenReply to this comment

    @Riker:

    "Wenn ich das aber richtig sehe, seid ihr beiden ebenfalls der Meinung, dass der hohe Anteil von juristisch Doktoren in der Politik daran liegt, dass der Arbeitsaufwand einer juristischen Dissertation deutlich unter dem einer naturwissenschaftlichen Dissertation liegt [...]"

    Ich würde das etwas einschränken, da ich selber kein Jurist bin und nicht wirklich beurteilen kann, was eine gute oder auch nur hinreichende juristische Dissertation ausmacht. Aufwand ist sicher keine zwingend notwendige Bedingung für eine große Leistung, und theoretisch ließen sich die 1905 von Albert Einstein veröffentlichten Papiere auch an einem Wochenende aufschreiben, ebenso die Arbeiten von John Nash. Ob solche Geniestreiche in den Rechtswissenschaften möglich sind, weiß ich nicht. Aber wer experimentell arbeitet, wird das aus ganz praktischen Gründen nebenberuflich kaum schaffen.

    "Ich hab letztens auch mal gehört, dass es bei Jura möglich sein soll, seine Doktorarbeit bereits nach 2 Jahren nach Abschluss des 1. Staatsexamens zu beginnen und dass das 2. StEx hier keine Pflicht ist, so dass es Personen gibt, die den Dr. jur. haben, aber keine approbierten Juristen sind. Stimmt das oder ist die Aussage falsch?"

    Das stimmt, soweit ich weiß. Das alleine halte ich aber nicht für sonderlich schlimm, da das erste Staatsexamen eben der erste Abschluss ist und (laut Wikipedia) meist eine Regelstudienzeit von acht oder neun Semester voraussetzt. Das ist vergleichbar mit den meisten der alten Diplom-Studiengänge. Das zweite Staatsexamen setzt, soweit ich weiß, praktische Erfahrung (Referendariat) voraus, was eigentlich nicht für wissenschaftliches Arbeiten notwendig ist.

  58. Autolykos meint: (23.2.2011 um 17:29) AntwortenReply to this comment

    @Jan: IIRC hat die Doktorarbeit von De Broglie (einer der Vorreiter der Quantenmechanik) gerade einmal eineinhalb Seiten umfasst. (Und da fragen sich manche, warum Experimentalphysiker die Theoretiker nicht ausstehen können…)

  59. Anonymous meint: (23.2.2011 um 23:47) AntwortenReply to this comment

    Entzug des Doktorgrades rechtmäßig?

    Laut Uni Bayreuth wurde Guttenberg der Doktorgrad auf Grundlage von §48 Verwaltungsverfahrensgesetz (Rücknahme eines rechtswidrigen Verwaltungsaktes) entzogen. http://www.uni-bayreuth.de/presse/info/2011/040-037-gutten.pdf

    Es stellt sich die Frage: Ist § 48 VwVfG anwendbar bei etwaigen "handwerklichen Mängeln" der Dissertation?

    Und welchen Einfluß hat § 16 Abs. 3 der Promotionsordnung? Sind damit nicht etwaige "handwerkliche Mängel" bereits geheilt und damit §48 VwVfGnicht mehr anwendbar?

  60. Anonymous meint: (24.2.2011 um 01:45) AntwortenReply to this comment

    @Autolykos:
    Ich glaub da hast du was verwechselt. de Broglies Doktorarbeit “Recherches sur la théorie des quanta'' hat an die 120 Seiten.

  61. Anonymous meint: (24.2.2011 um 01:54) AntwortenReply to this comment

    @Autolykos:
    Einsteins Doktorarbeit “Eine neue Bestimmung der Moleküldimensionen'' hat nur 21 Seiten, dafür aber um so mehr wissenschaftliche Bedeutung, was man von Guttenbergs Arbeit nicht sagen kann.

    "Die Universität Zürich lehnt die Doktorarbeit allerdings zunächst ab mit der Bemerkung, sie sei zu kurz. Einstein ergänzt die 21-seitige Schrift um einen einzigen Satz, woraufhin sie stillschweigend angenommen wird. So erzählt er es jedenfalls später." http://www.pro-physik.de/Phy/leadArticle.do?laid=6269

  62. mussweg meint: (24.2.2011 um 11:50) AntwortenReply to this comment

    Käßmann hat auch einen Riesenfehler gemacht. Sie hatte deutlich mehr Eier in der Hose als der feine Pinkel, als sie aus Achtung vor sich selbst zurückgetreten ist. Sie hat keinen Wert darauf gelegt ob sie nun "bewusst mit Vorsatz" oder "fahrlässig ohne es zu merken" soviel gesoffen hat.
    Dafür ist ihre Glaubwürdigkeit gestiegen, die von Guttenberg sinkt. Der Verteidigungsminister ist nun auf die Gnade der Kanzlerin angewiesen, sich auch ein Grund, warum sie an ihm festhält.

  63. guest meint: (24.2.2011 um 12:36) AntwortenReply to this comment

    @ 59:

    der Oberhammer ist ja:


    (3) Wird ein rechtswidriger Verwaltungsakt, der nicht unter Absatz 2 fällt, zurückgenommen, so hat die Behörde dem Betroffenen auf Antrag den Vermögensnachteil auszugleichen, den dieser dadurch erleidet, dass er auf den Bestand des Verwaltungsaktes vertraut hat, soweit sein Vertrauen unter Abwägung mit dem öffentlichen Interesse schutzwürdig ist.

    Falls er innerhalb eines Jahres kann er die gesponsorten Gelder für den Leerstuhl zurückfordern :-)

  64. GxS meint: (24.2.2011 um 17:08) AntwortenReply to this comment

    @Anonymous:

    @Autolykos:

    Die Doktorarbeit seines älteren Bruders Maurice:
    "Recherches sur les centres électrisés de faible mobilité dans les gaz"

    hatte 20 Seiten.

    (http://hal.archives-ouvertes.fr/docs/00/24/15/04/PDF/ajp-jphystap_1909_8_869_0.pdf)

    (Und da fragen sich manche, warum Experimentalphysiker die Theoretiker nicht ausstehen können…)

    Maurice war der Experimentalphysiker, Louis der Theoretiker…

  65. Heiko meint: (25.2.2011 um 10:25) AntwortenReply to this comment

    Bermerkenswerterweise wurde auch von der Seite genommen, dass er ein Prädikatsexamen abgelegt hat. Ein Versehen?

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