S21: die manipulierte Jugend
Auf Facebook gibt es einen Aufruf zu einer “Schüler- und Jugendblockade” gegen die Bauarbeiten am Stuttgarter Bahnhof. Am 2. August sollen die Arbeiten am Grundwassermanagement verhindert werden. Die Polizei wertet das als öffentliche Aufforderung zu Straftaten und will, so berichtet die Stuttgarter Zeitung, gegen die Verantwortlichen ermitteln. Gleichzeitig warnt sie Schüler und Jugendliche, dem Aufruf zu folgen und droht ihnen ebenfalls mit Platzverweisen und Ermittlungsverfahren.
Der Stuttgarter Polizeipräsident Thomas Züfle bewertet den Aufruf mit bemerkenswerten Worten. “Alle Verantwortungsbewussten innerhalb des Widerstands gegen Stuttgart 21 müssen sich von diesem Vorhaben distanzieren“, sagte er. Er hält es für unverantwortlich, Kinder und Jugendliche zur Blockade der Baustelle am Grundwassermanagement (GWM) aufzurufen und sie damit für andere Interessen zu instrumentalisieren.
Mir ist nicht ganz klar, was der Polizeipräsident mit “anderen Interessen” meint. Seine Äußerung klingt jedenfalls so, als halte er es grundsätzlich für ausgeschlossen, dass junge Menschen eigene Interessen haben könnten und dafür demonstrieren dürfen.
Das Grundgesetz garantiert allen Deutschen Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit. Im Grundrecht steht nichts davon, dass es erst ab 18 Jahren gilt. Es gibt auch niemanden, der ernsthaft behauptet, Kinder und Jugendliche dürften nicht für ihre politischen Überzeugungen öffentlich eintreten. Es ist also schon eine ziemliche Irreführung, wenn der Polizeipräsident den möglichen Teilnehmern pauschal unterstellt, sie seien fremdgesteuert. (Wobei es natürlich ebenso fragwürdig ist, wenn Kinder und Jugendliche tatsächlich fremdgesteuert werden. Was ich durchaus für möglich halte. )
Offenbar ist der Stuttgarter Polizei auch nicht bekannt, dass Sitzblockaden durchaus ein legitimes Mittel in der politischen Auseinandersetzung sein können. Das Bundesverfassungsgericht hat das im Jahr 1995 ausdrücklich festgestellt; es hat den Automatismus Blockade = strafbare Nötigung verworfen. Es kommt immer auf den Einzelfall an, nämlich auf die Intention der Blockierer, den Grad der Beeinträchtigung durch die Blockade und etwa die Bereitschaft, sich ohne Gegenwehr von Polizeikräften wegtragen zu lassen. Es ist zwar möglich, dass Teilnehmer der Sitzblockade sich wegen Nötigung strafbar machen. Es steht aber keineswegs fest.
Dementsprechend ist es auch nicht ausgemacht, dass die Veranstalter tatsächlich öffentlich zu Straftaten aufrufen. Daran ändert auch der Hinweis auf das Versammlungsrecht nichts. Eine Sitzblockade fällt zwar unter das Versammlungsgesetz. Allerdings liegt es in der Natur des Vorhabens, dass die formal vorgeschriebene Anmeldung der Veranstaltung wenig Sinn macht – die Sitzblockade würde daraufhin ja ohnehin verboten. Der Verstoß gegen die Pflicht zur Anmeldung einer Demonstration/Sitzblockade mag vielleicht selbst eine Ordnungswidrigkeit oder gar eine Straftat sein, aber zu diesem Delikt rufen die Verantwortlichen ja gar nicht auf; sie verwirklichen es nur möglicherweise.
Alles in allem argumentiert der Polizeipräsident also sehr einseitig. Ob das bewusst geschieht oder er nur die Sach- und Rechtslage grob fahrlässig in seinem eigenen Interesse hinbiegt – ich weiß es nicht.
Ich bezweifel das jugendliche wirklich schon die Tragweite ihrer Entscheidung begreifen. Würde man ihnen das zugute halten, müsste man zwangsläufig Jugendstrafrecht abschaffen. Schliesslich wissen sie ja was sie tun.
Bellen ja, aber sonst keine Verantwortung übernehmen wollen….so funktioniert es jedenfalls nicht.
Es geschieht meiner Meinung nach bewusst. Es ist ein gesellschftlicher Trend geworden zu versuchen, schon Kinder und Jugendliche in die Richtung "gehorche und konsumiere" zu erziehen.
Hier wird eine verantwortungsvolle Position m. E. politisch missbraucht – was ich gerade bei der Polizei ("Bürger in Uniform") für besonders gefährlich halte.
Was ist die Metabotschaft? Fügt Euch dem Willen der Deutschen Bahn, sonst gibt es auf die Mütze (im übertragenen Sinne)?
Ach Udo,
auch dir ist durchaus bewusst, dass vor dem geschichtsträchtigen 30. September 2010 ein identischer Aufruf erfolgte. Kinder und Jugendliche wurden für die Zwecke der Straftäter aus dem Hause "Parkschützer" (richtg wäre eher "Parkzerstörer", wenn man sich die Camping-Fotos so ansieht) instrumentalisiert.
Wie der 30.09. ausgegangen ist, wissen wir alle. Auch du, Udo. Kinder wurden in die erste Reihe gestellt und hinterher kam bei rechtsstaatlichen (!) Einsätzen dann der Aufschrei "Gewalt gegen Kinder".
@kreuzritter: Sie haben die Intention des Jugendstrafrechts nicht verstanden, oder?
Es geht darum, dass man Jugendliche noch versucht zu erziehen und nicht gleich wegzusperren.
Und zu Ihrem Spruch "Bellen ja, aber sonst keine Verantwortung übernehmen wollen….so funktioniert es jedenfalls nicht.": Wollen Sie verbieten, dass Missstände nicht mehr angeprangert werden dürfen, wenn man nicht bereit ist dafür in den Knast zu wandern?
@Stefan:
"Gehorche und konsumiere. Da habe ich gerade etwas sehr passendes gelesen:
http://www.neobooks.com/werk/7841-clone-designer.html
@kreuzritter:
Und das hat jetzt genau was damit zu tun, dass auch Jugendliche das Recht haben, für Ihre Interessen zu demonstrieren?
"Das Grundgesetz garantiert allen Deutschen Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit."
Wieso eigentlich nur Deutschen ^^ Ist das noch zeitgemäß?
Kinder werden als Schutzschilde missbraucht und Udo Vetter findet dies unterstützenswert.
Für mich ist dieser Aufruf dagegen "leicht" fragwürdig.
Aufgrund der großen Nachfrage verlängert IKEA sein Angebot. Absofort ist der Kinder- und Jugendsarg Breivik wieder für 98 EUR zu haben. Angebot nur gültig, solange der Vorrat reicht.
@Panzicher:
"Consume" "Obey"
…klappt aber nicht mehr so – immer mehr Bürger haben Brillen auf…
@Panzicher: Wozu Schutzschilde ?
Wer braucht sowas und wann ?
@Panzicher: Armer Troll, dummer Troll.
@kreuzritter: Und ich bezweifle, dass mit dem 18. Geburtstag schlagartig die Fähigkeit einsetzt die Tragweite eigener Entscheidungen zu begreifen und ebenso, dass unterhalb dieser "magischen Altersgrenze" diese Fähigkeit grundsätzlich nicht vorhanden ist. Schließlich bezweifle ich noch, dass Menschen jenseits der 18 die Tragweite ihrer Entscheidungen immer begreifen und schliesse dabei Polizeipräsidenten, Politiker, Internetnutzer, Fussgänger und Autofahrer einmal ebenso pauschal ein, wie Sie eine offenbar homogene Gruppe namens "Jugendliche" mit eingeschränkten intellektuellen Fähigkeiten ausmachen. Man könnte sich natürlich überlegen, dass man mit solchen Pauschalierungen praktisch immer daneben liegt.
also ich kenn so ein paar von den jungs.
denen gehts ganz klar um stress machen.
wrde es nicht um s21 gehen, dann wegen was anderes.
ausserdem hat die polizei sich an die lehrer und eltern gewendet, des den leuten wieder auszureden.
des is doch soweit vollkommen in ordnung.
er verbietets ja nich, er wendet sich an die eltern.
wo liegts probelm??
@ Panzicher:
Allein aus Fotos abzuleiten, dass "Parkzerstörer" am Werk seien, ist etwas gewagt. Waren Sie schon mal vor Ort? Dann könnten Sie sehen, dass die Camper lediglich einen kleinen Teil des Parks in der Nähe der DB-Baustelle belegen. Der Untergang des Abendlandes steht noch nicht unmittelbar bevor…
Die Polizeiführung versucht wieder einmal, ihre übliche, von oben angeordnete Drohkulisse aufzubauen.
Sollte man ignorieren!
"Ins Rollen gebracht hatte die Diskussion nicht zuletzt auch die Stuttgarter Polizei, die auf den Eintrag gestoßen war und anschließend öffentlich an Eltern und die Protestbewegung appelliert hatte, "alles zu tun", so der Polizeipräsident Thomas Züfle, "um die Aktion zu verhindern". !
Die Polizei – das sind die, die garantiert die Rechtslage NICHT kennen. Schon im eigenen Interesse nicht.
@nux: So sachlich gleich? OB Boris Palmer, bist du es?
@aus Stuttgart: Da ich in Stuttgart zu Hause bin, ja, ich weiß durchaus wie es vor Ort aussieht. Es geht ja auch nicht nur um "Bilder". Es geht auch darum, dass das Camping an sich schon illegal ist. Und dass dort Straftäter hausieren.
Das sollte man seriöserweise nicht verharmlosen.
Im @Panzicher:
Es ist also im "Rechtsstaat Deutschland" grundsätzlich davon auszugehen, dass nicht genehme Demonstrationen* zusammengeknüppelt werden. Quasi als Normalzustand in der Demokratie? und weil man das weiss, sollte man keine Jugendlichen mitbringen. Schön.
* Ich nehme an, bei "Pro-S21"-Demos würde der Herr Polizeipräsident keine Instruentalisierung sehen. (und die kriegen auch keine Gummiknüppel ab.)
@aus Stuttgart: Da ich in Stuttgart zu Hause bin, ja, ich weiß durchaus wie es vor Ort aussieht. Es geht ja auch nicht nur um "Bilder". Es geht auch darum, dass das Camping an sich schon illegal ist. Und dass dort Straftäter hausieren.
Das sollte man seriöserweise nicht verharmlosen.
@Panzicher:
Klar, wenn man wie Sie vorher weiß, dass die Polizei gnadenlos alles Niederknüppelt, was ihr in den Weg kommt, dann haben Sie natürlich recht.
@Sigmund: Oh, wird nun wieder "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich" gespielt? Wie du sehr gut weißt, ist inzwischen ein anderer Polizeipräsident als damals. Die Reaktion ist die Gleiche. Hmm, könnte es sein, dass es doch nicht so falsch ist?
Mir kommt deine Argumentation vor wie Palmer. Geißler selbst vorschlagen und dann Parteilichkeit vorwerfen, SMA selbst vorschlagen und dann Parteilichkeit vorwerfen…
Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Peinlich.
@alter jakob: Du befürwortest also illegale und ungenehmigte Demonstrationen?
Interessant.
Habe mir eben den Blog der Jugendoffensive gegen Stuttgart 21 angeschaut. (http://jugendoffensive.blogsport.de/)
Mir fiel gleich der Header auf. "Jugendoffensive …. " in Gelb auf rotem Grund. Rechts ein Gebäude (Industriegebäude?)mit rotem Turm, auf dem ein fünfzackiger Stern prangt.
Irgendwie kommt mir das bekannt vor!
Bei dieser Symbolik kann ich gewisse Zweifel daran verstehen, daß es sich da um Protest der Jugend aus eigenem Interesse/eigener politischer Überzeugung handelt!
Der Verdacht, daß es im Hintergrund nicht um S21, sondern um andere politische Ziele und Absichten geht, erscheint mir – auch aufgrund der Wortwahl – nicht unbegründet!
Das ändert zwar nichts an der rechtlichen Lage, aber es verwundert mich – speziell nach Oslo und Utöya, wo plötzlich "rechtspopulistischen" Autoren eine Verantwortung für Breiviks Verbrechen angelastet wird – daß hier mit zweierlei Maß gemessen wird! (Wobei Züfles Vorgehen und Aussage auch nicht meine Zustimmung findet!)
@Panzicher
Schutzschilde? Brauchen wir denn Schutzschilde in diesem Staat? Warum?
Seit wann sind Demonstrationen denn genehmigungspflichtig? (abseits des oftmals zwischen den Zeilen herauszulesenden Wunsches, dass sich Teile der Politik und der Verwaltung gerne eine Genehmigungspflicht wünschen).
@Panzicher:
Ich befürworte das GG mit allen Einschräkungen für den Staat.
Und du befürwortest das grundlose Verprügeln von Demonstranten? Interessant!
…also, Kinder werden als Schutzschilde missbraucht, so? Sollte man dann wegen Passivbewaffnung vielleicht direkt das Kinderkriegen verbieten?
Wer immer solche Sätze in den Raum stellt, hat entweder keine Kinder, oder ein seeehr verqueres Menschenbild. Und es gibt einen Grund, warum das Grundgesetz auch für Menschen unter 18 gilt. Man macht sich übrigens nicht sonderlich beliebt, wenn man Leuten vorwirft, sie hätten keine eigene Meinung.
damals vor 16 Jahren war ich mal auf einer sehr fragwürdigen Privatschule und da hieß es an einem Tag auch plötzlich: "Wir gehen heute auf eine Deomo" Wir hatten damals auch nicht vorher die möglichkeit uns darüber zu Informieren bzw ich glaub kaum das heute einer weiss was das war. Die ganze Schule ging da hin. Und wer nicht mitgeht. Keine Ahnung was die gemacht hätten. Vielleicht eine Strafarbeit? Vielleicht einfach nur nach Hause gehen? Da kommen zuhause ja auch fragen auf. Wir waren ja alle keine Engel.
Naja wir sind halt munter mitgegangen. War ja besser als im öden Klassenraum zu sitzen.
Am nächsten Tag stand in der Zeitung so und so viel Schüler hatten daran teilgenommen und welch ein Erfolg die Demo doch war und bla.
Wenn das jemand mit meinen Kindern machen würde, würde ich dafür sorge tragen das der verantwortliche keine Kinder mehr unterrichten darf. Ob ich damit durchkäme wäre die andere Sache. Davon mal abgesehen hab ich sowieso keine Kinder.
@Panzicher:
Sie meinen also, dass Demonstrationen einer Genehmigung bedürfen? Das läßt seeeehr tief blicken…
Ständig wird über die Kosten geredet.
Den Hauptteil der Kosten trägt nicht die Stadt Stuttgart.
Warum bloß dieses ständige Herumreiten auf den Kosten ?
Ich finde es grundsätzlich auch fragwürdig in Kinder-/Jugendkreisen zu so etwas aufzurufen. Dir Polizei versucht durch Aufklärung im Vorfeld Eskalation zu verhindern, damit sich ein 30.09. nicht wiederholt.
Somit kann auch bei einer tatsächlichen Eskalation, zu der es hoffentlich nicht kommen wird, niemand sagen, ich habe das nicht gewußt, was auf mich zukommen kann. Das wurde vor allem durch Eltern-/Schulaufklärungen versucht.
Man muss aber bei der Jugend klar zwischen tatsächlich politisch interessierten und Krawallsuchenden differenzieren.
Wie gesagt, friedlich demonstrieren ist absolut legitim, steht auch so im GG, unabhängig vom Alter.
Allerdings scheinen einige die Bilder zu verdrängen, wie sich die Eskalation von beiden Seiten hochgeschaukelt hat. Dabei waren auch gerade Jugendliche beteiligt.
Fremdgesteuert ist letztlich vor allem eine teilnehmende Gruppe: die Polizei, aufgrund dienstlicher Anweisung.
@31/Hewly:
Genau sooo kenne ich das auch. Es war zur Zeit des 1. Irak-Krieges, als wir damals unter dem Motto "Kein Blut für Öl" plötzlich allesamt während der Schulzeit (!) auf eine Demo in der Innenstadt geschleppt werden sollten. Ich habe mich geweigert mit dem Hinweis, dass diejenigen, denen etwas an den Inhalten liegt, sicher auch gerne nachmittags dahin gehen würden (die "Schulschwänzer" sollten nicht belangt werden). In der Tat fand dann für einige wenige Schüler Unterricht statt. Nach der Schule bin ich dann noch zu der (plötzlich rapide schrumpfenden) Demo gegangen: auch damals schon die typischen politischen Vereinnahmungen von berufslinken Organisationen. Gut, dass ich nicht da war.
Meine Lehre daraus: Solche Demonstrationen sind keine Äußerungen politisch neutralen Unmutes über ein spezielles Projekt, sondern gewinnen ein Gutteil ihrer Größe durch gezielte Mobilmachung ideologischer Hintergrundorganisationen, die damit ganz andere Ziele verfolgen.
Ich bin meinen Eltern dankbar dafür, dass sie mich in den 80ern als kleines Kind mit zu Demonstrationen gegen geplante Atomkraftwerke genommen haben.
@Andreas Moser: Deine Eltern sind Lehrer?
Ansonsten, Thema verfehlt, setzen, 6.
@perez l-:
Ach Lehrer haben den Aufruf gestartet, um den es hier geht?
Ansonsten Thema verfehlt, setzen, 6.
Schaut sich mal bitte jeder die Webseite dieser "Jugendoffensive" an. Und erklärt dann _ernsthaft_, dass das Jugendliche sind.
Ganz genau, alter Jakob. Lehrer haben die Aufrufe (Mehrzahl!) gestartet, um die es hier geht. Einfach die Kommentare lesen.
Lesen und aufpassen bildet, ganz allgemein. Musst auch Pumuckl Rockenbauch vorhin lernen.
Interessant auch das Programm (Auszug):
- Solidarität in der Bewegung mit ALLEN Aktionsformen
- Einstellung sämtlicher Verfahren gegen S21-Gegner
Gut, das ist schon wieder so naiv dümmlich, das könnten auch Jugendliche sein.
@36/meteorite
ja so schlau bin ich zu der Zeit leider noch nicht gewesen.
Leider ist das alles schon "verjährt" sonst könnte man ja via Socialplattforms ein Aufruf zu entschädigung starten. Schließlich hab ich nicht umsonst dabei geschrieben das es eine Privatschule war die damals sehr viel Geld im Monat gekostet hat. Schließlich war da ein Unterrichtsausfall ohne die Genehmigung der Eltern. Bei der menge an Schülern wäre da sicherlich ein satter Betrag aufgekommen. Daraus hätte der Besitzer der Schule auch eine Lehre ziehen können.
Aber ich bin kein Anwalt und das ist es einfach mal daher geschrieben.
@37/Andreas Moser
Ja als dein Vormund ist das doch auch völlig legitim dich als Kind damit hin zu nehmen.
@perez l-:
Das gilt wohl in erster Linie für dich selbst.
Der Aufruf, um den es hier geht, ist von der "Jugendoffensive gegen Stuttgart 21". Aber ich dachte mir schon, das 6 für dich die passende Note ist…
Und falls du es noch lesen willst, der Artikel ist oben im Blogeintrag verlinkt.
Hier in der Gegend sollten Kindergärten und Schulen geschlossen werden. Die Bediensteten, Kinder und Eltern haben gegen diese Schließungen demonstriert.
Wurden hier die Kinder auch instrumentalisiert? Oder ist das was ganz anderes?
Wenn dieses Instrumentalisieren der Kinder auf Demos so störend ist, warum wird das dann nicht grundsätzlich untersagt?
Wie oft habe ich vor Wahlen Kandidaten mit Kindern gesehen um sich im positiven Licht darstellen zu lassen? Das ist auch ein Instrumentalisieren. Hat denn hier jemand die Kinder gefragt, ob sie das in Ordnung finden von einem bestimmten Politiker in die Arme genommen zu werden oder sich fotografieren zu lassen, nur um der Bevölkerung zu suggerieren, wie nett und kinderlieb er doch sei (Beispiel UvdL)?
Nö, mit Sicherheit nicht. Aber bei Demos regen sich manche auf, dass eben das passiert.
Heuchler!
@alter Jakob:
Schade, dass du hier die Tatsachen verdrehst. Hier geht es um die Instrumentalisation von Kindern und Schülern durch deren Lehrer. Da kannst du noch so sehr mit dem Füßchen aufstampfen, die Tatsachen wirst du nicht verdrehen können.
@kreuzritter: Ich denke schon, dass die Kinder und Jugendlichen zumindest einen Aspekt in seiner Tragweite erfassen: Das Erdöl ist alle (peak oil war im Juni 2006), und wenn sie groß sind, brauchen sie Fortbewegungsmittel (Auto wird dann nicht mehr gehen). Also verteidigen sie das Bahnnetz gegen sinnlosen Rückbau (erst recht, wenn der auch noch Geld kostet und die Stadt verschandelt).
@perez l-:
Noch nicht einmal Lesen nach Hinweis ist möglich. Da wird's sehr schwer mit deiner Versetzung. Zum Gscheidhaferln müsste man halt gscheid sein…
Danke, Herr Vetter, für die klaren Worte. Ich stehe immer fest an der Seite des Staates und seiner Organe. Und selbstverständlich hat ein Polizeipräsident und die Polizei für Sicherheit, Ruhe und Ordnung zu sorgen. Dabei hat diese jedoch strikt Exekutivorgan zu bleiben. Demonstrationen des Souveräns – und zum Volksbegriff des Demos sollte hier auch das junge Volk gerechnet werden, es gibt ja nicht nur die parlamentarische Komponente – müssen höchste Priorität genießen. Hier legt der Polizeipräsident und seine Untergebenen ein unhaltbares Rechts- und Demokratieverständnis an den Tag. Überhaupt ist die vom schwarzen Möchtegern-Elite-Pack durchseuchte Bürokratie im Ländle ein Fall für sich. Ich wundere mich nun gar nicht mehr, daß angesichts solcher strafwürdiger Drohungen aus dem Polizeipräsidium, die ganze S21 Geschichte so unglücklich gelaufen ist, wie sie passiert ist und noch passiert. Hier diskreditiert sich die Polizei völlig unangemessen. Sie ist der waffentragende Arm des staatlichen Gewaltmonopols und muß mit harter und entschiedener Hand in ihre Schranken gewiesen werden. Für Selbstherrlichkeit ist kein Platz an der Spitze dieser gewalttätigsten aller staatlichen Exekutivorgane, Herr Züfle!
Die baden-württembergische Regierung sollte sie unverzüglich aus dem Dienst entlassen. Sie sind ein Putschist gegen das demokratische Selbstverständnis und die demokratische Ordnung. Und selbstverständlich sollten ebenso unverzüglich Ermittlungen gegen den Polizeipräsidenten eingeleitet werden, ob seine Äußerungen und von ihm veranlaßte und verantwortete Äußerungen seines Hauses nicht selbst den Straftatbestand der Nötigung et alias erfüllen. Hier darf die Regierung nicht einmal den Hauch eines Anscheines dulden, daß sich die Polizei an ihren Pflichten dem Souverän gegenüber nicht mehr messen lassen will.
Lacher des Tages. Wir leben in einem Staat der inzwischen kaum noch was anderes tut als Kinder und Jugendliche für seine Interessen zu instrumentalisieren. Auf allen möglichen Feldern, von Internetzensur zum Wohle der Jugend bis hin zu christlicher Moralpolitik.
Aber wenn Kinder und Jugendliche aufgerufen werden gegen S21 zu protestieren, dann ist das eine unrechtmäßige Instrumentalisierung??
Sehr interessant, dass die "Jugendoffensive" auf ihrer Facebookseite die gleiche Anschrift angibt, wie die -nett ausgedrückt- "aktiven" Parkschützer.
Von instrumentalisieren verstehen die Parkschützer ja was, da kann man dazu nur gratulieren.
Und nein: ich bin nicht gegen die Demo's, ich verabscheue nur die s.g. Parkschützer – zum Glück nur ein kleiner Teil der Gegner- und bin gegen jegliche Instrumentalisierung von anderen.
Abseits aller Meinungsverschiedenheiten stört mich der Name dieser Organisation, es ist aber erstmal nicht klar ob er unglücklich gewählt wurde oder eine klare Programmansage sein soll.
»Offensive« ist laut Wikipedia ein »Begriff der Militärtheorie« und gleichbedeutend mit Angriff. Auch mein Duden stellt hierzu keine Alternativbedeutung zur Auswahl.
Insofern erledigt sich wohl die Frage nach legitimen politischen Hintergründen?
@Peggy:
Nee is klar. Offensive kann man ja nur im radikalen Sinne verstehen. DbddhkP(ukkU)
@Don Wortwitz-o: Na erzähl mal wie ich mir einen kleinen zärtlichen Angriff vorstellen soll, im konkreten Zusammenhang.
Und ja: Ich kenne die Clownarmee. Soweit ich weiß sprechen die aber nicht von Offensiven in ihrem „Kampf“.
Es ging mir drum daß der Name mindestens besch…eiden ausgewählt wurde, eventuell aber sogar bewusst, was ich ablehne.
Daß Deine einzige Reaktion eine Beschimpfung ist lässt tief blicken …
@Alexander:
nichts. Es geht ihm nur darum, Kindern jegliche Mitwirkungsrechte in diesem Land abzusprechen.
Um auf die Äußerungen des Herrn Züfle zurückzukommen, aus einem Film über die Zeit von Königen und Fürsten:
Fürst fragt seinen Berater: "Was begehrt der Gefangene eigentlich ?"
Berater: "Er verlangt sein Recht."
Fürst: "Was erfrecht er sich ?"
@Peggy:
Gebrauch des Wortes "Offensive" in diesem unseren Lande:
http://www.focus.de/politik/deutschland/fdp-fraktion-merz-ruft-zu-einer-offensive-fuer-die-marktwirtschaft-auf_aid_332744.html
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,761341,00.html
http://www.merkur-online.de/nachrichten/bayern/fordert-innovations-offensive-bayern-601477.html
http://abgeordneter-heinemann.de/deutsch/1136/20/20/27008/design1.html
Wieviele 1000 Treffer dürfen es noch sein?
Schnauze jetzt.
Zumindest die Argumentationsweise der "Jugendoffensive" auf Blogspot lässt schon durchblicken, dass es weniger um klare Argumente gegen S21 geht als darum, pauschal gegen das zu sein, was "das System" so macht.
Ich wüsste jetzt nicht, was knappe Ausbildungsplätze für Jugendliche und Kicker mit Münzeinwurf in Jugendeinrichtungen mit S21 zu tun haben.
Und Bezeichnungen wie "diktatorische Stadtplanung von oben" oder "bonzige hässliche Bürogebäude" lassen erahnen, dass der eine oder andere Beteiligte gegen ein bisschen Randale nichts einzuwenden hat.
@kreuz mit den rittern: Da kommen Sie aber schnell in das Fahrwasser, das üblicherweise von den Kreuzfahrern des Kurienwahlrechte u. dgl. befahren wird…
Auf der Seite wird explizit geschrieben, dass dieser Aufruf von der Jugend-/Schülergruppe selbst kommt. Wo ist da eine Instrumentalisierung der Jugend? Eine Gruppe Jugendlicher selbst mobilisiert andere Jugendliche, was einfach nur legitim ist.
Des weiteren ist das Verständnis des Polizeipräsidenten bzgl. Meinungs- und Versammlungsfreiheit mehr als fragwürdig.
@Peggy: Der Begriff Offensive kommt von offensiv, was so viel bedeutet, dass man sich nicht mehr nur passiv verhalten will. Es soll aktiv etwas unternommen werden. Es allein auf Militärwesen zu reduzieren ist armselige Polemik mit dem Ziel Aktive zu diskreditieren.
Wie Herr Vetter schön ausgeführt hat: Es ist ihr gutes Recht sich gegen etwas zu äußern und gegen etwas aktiv zu werden. Es wird niemand Instrumentalisiert, wenn er dort aus eigenem Willen hin geht. Die Jugend ruft hier die Jugend auf und mobilisiert sich halt auch über Facebook.
@kaputnik: Allein daß ein Begriff ständig fahrlässig falsch verwendet wird und dadurch verwässert erhält er noch lange keine grundsätzlich neue Bedeutung.
Vielleicht magst Du mal Konfuzius zum Thema Richigstellung der Worte lesen.
Und arbeite an Deiner Ausdrucksweise. Wie schön daß man sich im Netz nicht in die Augen schauen muss wenn man beleidigend wird, oder?
@Melebert: Schätzchen, wenn man sich aktiv verhalten will, dann ist man aktiv. Wenn man sich offensiv verhalten will, dann ist man offensiv.
Aber für mich ist das Thema durch. Ich weiss daß ich gegen Wände rede.
die manipulierte Jugend?
die manipulierten Jugendlichen?
die manipulierende Jugend?
die manipulierten Jugend-was?
Die Politiker sind doch auch alle Fremdgesteuert……nur leider eben nicht von den Wählern, so wie es sein sollte.
@Peggy: Müssen wir uns vor der aktuellen "Joboffensive" fürchten? Ganz zu schweigen vor der CDU-Spielplatz-Offensive…
Leider sollte man sich wirklich überlegen ob man da mitmacht.
Der Bahnhof wir gebaut, komme was da wolle.
Das Einzige was die Gegner noch erreichen konnen ist niedergeknüppelt zu werden und ab sofort in Listen geführt zu werden. Was sich für sie und ihre Kinder noch sehr negativ auf die Lebensplanng uswirken kann, wenn man berücksichtigt in welche Richtung Deutschland gerade wieder steuert.
Bei dem Aufruf geht es doch gar nicht um eine reine Demonstration, sondern um das aktive Verhindern der Bauarbeiten. Insofern sehe ich da durchaus die Gefahr, daß Kinder und Jugendliche für die Zwecke der S21-Gegner mißbraucht werden.
Wenn es ein Aufruf zu einer friedlichen Demonstration gewesen wäre, könnte ich die Kritik am Polizeipräsidenten verstehen. Nachdem aber offensichtlich zu einer Aktion aufgerufen wird, bei der die Polizei mit Sicherheit körperlich durchgreifen wird, kann ich sehr gut verstehen, daß die Polizei da gerne Kinder und Jugendliche raus haben möchte – nicht weil die Polizei so böse ist, sondern weil da Kinder und Jugendliche bewußt in eine gefährliche Situation manövriert werden.
Mein Verständnis für die S21-Gegner schwindet langsam.
"S21: die manipulierten Jugend" lol
@bn Und da das unaufhaltbar ist (ich hoffe nicht!), sollte man sich mal wieder an die höchste Bürgerpflicht erinnern: Ruhe? Okay, genug Sarkasmus.
@Peggy:
"Allein daß ein Begriff ständig fahrlässig falsch verwendet wird und dadurch verwässert erhält er noch lange keine grundsätzlich neue Bedeutung.
Vielleicht magst Du mal Konfuzius zum Thema Richigstellung der Worte lesen.
Und arbeite an Deiner Ausdrucksweise. Wie schön daß man sich im Netz nicht in die Augen schauen muss wenn man beleidigend wird, oder?"
—-
*prust* … Konfuzius … danke. Den muss man allerdings draufhaben. (Sie mussten aber selber nochmal nachlesen und kopieren? Ihr Tippfehler ist sicher Zufall?
Tatsächlich gebe ich Ihnen recht, wenn's um die Bedeutung von korrekter Verwendung von Begriffen geht. Dafür brauche ich aber nicht den Konfuzius. In diesem Fall schlage ich Ihnen vor, die Politiker-Berufswortakrobaten zuerst anzugreifen oder den Journalismus in die Pflicht zu nehmen bevor Sie völlig überzogen sich als Sprachpolizei gebären und die zufällige, aber sicherlich gängige Verwendung durch eine beliebige Jugendgruppe als unbedachten Sprachgebrauch anprangern. Für uns als Hobby-Philologen: Sprache verändert sich. Ich vor, Sie ergänzen die Wikipedia um die hier zur Diskussion stehende Verwendung und dann hat doch auch alles wieder seine quasi amtliche Richtigkeit.
Ihr Einwurf ist schlicht lächerlich, suchen Sie sich einen sinnvolleren Einwand.
Und _Sie_ erzählen mir bitte nichts von Benehmen und schon gar nichts von "in die Augen schauen". Hier ist der Ton rauer geworden und auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.
@Peggy:
http://www.duden.de/rechtschreibung/offensiv
Wer natürlich vorher schon weiß, wie er einen Begriff deuten will, der bekommt auch was er will…
Kinder und Jugendliche sind leicht manipulierbar und sollten überhaupt nicht für politische Interessen ge- und mißbraucht werden. Das hat sich nicht geändert seit wir als Steppkes Altglas für die Befreiung Nicarguas vom US-Imperialismus gesammelt haben.
@65. Und weder Aussichtslosigkeit noch Gewalt noch Listen sollten diejenigen Erwachsenen davon abhalten, für ihre Überzeugung einzustehen, die am alten Bahnhof mit guten Gründen festhalten wollen.
@71: Es ist eher so, dass Menschen allgemein leicht manipulierbar sind, siehe Fernsehen und BILD-"Zeitung". Ich habe Hoffnung, dass Kinder und Jugendliche tendenziell kritischer und weniger manipulierbar sind als der Rest der Bevölkerung.
"Offenbar ist der Stuttgarter Polizei auch nicht bekannt, dass Sitzblockaden durchaus ein legitimes Mittel in der politischen Auseinandersetzung sein können."
Wenn ich mir ansehe, wie die aufgelöst werden: Nein, ist ihnen nicht bekannt.
@Schwarzmaler:
Genau hier liegt das Problem.
Ich denke behaupten zu können, dass es Kindern und Jugendlichen schnurzpiepegal ist, wer da wo nen bahnhof baut oder abreisst.
Hier wird ganz klar instrumentalisiert.
Die Kinder und Jugendlichen werden dort hingehen, weil da "was los ist" – nicht, weil sie dafür und dagegen sind.
Diese ganzen Proteste hätten vor Jahren stattfinden sollen als die Planungs und Feststellungsphase lief. Wen alles in Tüten ist kurz vor Ausführung demonstrieren zu gehen ist unsinnig, sinnlos und kostentreibend.
Gruß
Enrico
grad in der taz
http://taz.de/Kein-Bock-auf-Bundeswehr/!75363/
OB jugendliche verleitet werde hängt anscheinend von der tz vermittelnen agenda ab.
"Offensiv" entstammt der Militärsprache, ist aber seit langer Zeit in die Bereiche Politik, Wirtschaft, Sport übertragen worden – wo immer es gilt, Kräfte zu organisieren.
Nach der großen Kriegstheorie auch die kleine: Guerilla-Marketing… Computersprache aus Recht und Militär…
Die Position der ganzen linken Personen ist mir schleierhaft:
Einerseits für einen demokratischen Rechtsstaat. Aber andererseits, wenn die Organe dieses Staates etwas beschließen immer wieder gegen diese Entscheidung.
Geht's noch?
@3: Vielen Dank für diesen Hinweis zur Arbeitserleichterung.
Da werde ich dann in Zukunft unter Zuhilfenahme eines Zeltes die Bäume fällen. Kettensägen sind ja auch sowas von unmodern…
b.
Lol, gerade die "S21 Protest"-Seite auf Wikipedia gelesen:
"die vermutete Interessenverflechtung von Bau- und Immobilienwirtschaft sowie der Politik im Rahmen des Projektes"
Ja natürlich, das gäbe es bei anderen Projekten natürlich nie!!!!
@Panzicher:
Jepp, die fiesen Parkzerstörer haben den schönen Rasen im Schlossgarten total kaputtdemonstriert. :-(
Wird wirklich höchste Zeit, daß der Tiefbahnhof endlich gebaut und der Park dafür komplett planiert, umgegraben, die uralten großen Bäume gefällt und zu Holzhackschnitzeln verhackstückt werden und das ganze Gelände unter einem acht Meter hohen Betonsarkophag begraben wird.
Dann kann endlich kein fieser Parkzestörer mehr was kaputt machen. ;-)
@ferri:
Na dann ist ja alles gut, immerhin wächst das Geld ausserhalb Stuttgarts ja auf Bäumen; und es gibt natürlich auch keine
bessereandere Verwendung dafür als einen Bahnhof zu verbuddeln.@S21 – was ist das:
Mir ist schleierhaft, wie man die Proteste gegen S21 auf linke Personen reduzieren kann. Haben Sie sich mal angeschaut, wer da demonstriert?
"Wird wirklich höchste Zeit, daß der Tiefbahnhof endlich gebaut und der Park dafür komplett planiert, umgegraben, die uralten großen Bäume gefällt und zu Holzhackschnitzeln verhackstückt werden und das ganze Gelände unter einem acht Meter hohen Betonsarkophag begraben wird."
Sollen wirklich alle Bäume gefällt werden? Oder doch nur ein kleiner Teil?
@S21 – was ist das:
In dem Teil des Schlossgartens in dem der neue Bahnhof gebaut werden soll, müssen dafür alle Bäume komplett gefällt werden.
Der Schlossgarten ist zwar noch größer, aber an der Baustelle wird kein Baum auf dem anderen stehen bleiben.
Und wer glaubt, daß man diese riesigen uralten Bäume verpflanzen kann, der glaubt sicher auch, daß Spinnzessinnen Netze bauen. ;-)
P.S: War unpräzise formuliert von mir.
Es hätte heissen müssen:
Nicht?
Gerade in der letzten Woche habe ich viel gelesen über Worte denen Taten folgen – und weshalb man deshalb unbedingt ganz viel zensieren und verbieten muss.
Weil Mörder morden nur, weil sie den Koran ge…, nein, dass sind ja Einzelfälle, … weil sie Broder gelesen haben.
Die Trolle sind da.
Jeder denkende Mensch weiß, dass dieses Projekt, fehl geplant und falsch der Politik kommuniziert wurde und somit eine illegale Legitimation bekommen hat.
In Stuttgart geht Deutschland den neuen Weg!
#AntiSec
Dieser Bahnhof wird NICHT gebaut!
Sondern wie festgestellt, wird der "Bahnknoten" modernisiert, diese Bahn ist am Ende.
Mutti wird bald folgen!
@34: Soso…
Schönes Neusprech, präziser wäre wohl:
"Der PP versucht Kinder und Jugendliche fernzuhalten, da sinnlos verdroschene Kinder und ohne Not gepfeffersprayte Jugendliche immer so eine furchtbar schlechte Presse geben.
[Klischee]
Wo man den schwarzen Block doch schon bestellt und instruiert hat…
[/Klischee]
b.
Hier ist kein Linke-Zecken-Treffpunkt. Bitte bei weiteren Beiträgen berücksichtigen. Ich gehe davon aus, dass sich insbesondere #87 und #88 angesprochen fühlen.
Am vergangenen Wochenende war ich zwecks einer Tagung in Stuttgart und hatte auch die Möglichkeit, mir endlich mal das Protestcamp (mehrmals) real anzuschauen. Vorweg sollte ich vielleicht auch noch anmerken, dass ich gegen den neuen Bahnhof bin. Trotzdem mal ein paar Anmerkungen (und Fragen):
1.) Das Protestcamp ist ja teilweise ganz nett anzuschauen (und auch nicht ganz unsympathisch), aber teilweise dann auch wirklich ein Saustall. Ich war überrascht, dass ich da kaum Protestler (ja, ich weiß – das waren eher regnerische Tage, aber ich war auch an einem Sonnentag da) gesehen habe und wenn ich doch mal auf Menschen gestoßen bin, dann schienen mir die ohnehin nicht gerade Menschen mit Bock auf oder Geld für Wohnungen zu sein. Insofern ist "Parkschützer" aus meiner Sicht ein sehr dehnbarer Begriff und nicht gerade eine adäquate Beschreibung der Demonstranten.
2.) Ich war ein wenig enttäuscht, dass es gerade mal um so einen kleinen Bereich des Parks geht. Mir ist schon klar, dass das Fällen der alten Bäume dort ein Eingriff in die Geschichte des Parks ist, aber andererseits ist genau der Teil des Parks (durch seine Nähe zu einer dieser breiten Straße) jetzt nicht gerade der Ort, wo ich mich unter die hundert Jahre alten Bäume legen würde. Das steht irgendwie im totalen Widerspruch zum medial suggerierten Bild. In meiner Vorstellung war das eine pittoreske Grünanlage; in der Realität hingegen ist das ein schmaler Streifen, der den verbauten Teil des Parks (also das alles rund um Oper und Neues Schloss) mit dem eigentlich schönen Teil (Richtung Neckar) verbindet. Ein Stück Park also, das man durchaus auf die reine Funktions als Verbindungsstück reduzieren könnte…
3.) Es gibt doch die große Montagsdemo – jedenfalls erzählte mir ein Stuttgarter Geschäftsinhaber davon. Und erzählte auch, dass die ja immer gut besucht seien. Der 2. August – der Tag der geplanten Aktion – ist ja nun ein Dienstag. Warum ruft man nicht im Rahmen der Montagsdemo zu einer abendlichen Mahnwache auf, sondern will mit einer Blockade was verhindern? Jaja, ich weiß: Widerstand und so. Aber aus meiner Perspektive hat diese Blockade zumindest den Unterton einer Hoffnung auf Eskalation. Damit schafft man ja schließlich mehr Emotionenen für eine Seite als mit Bildern einer Mahnwache epischer Größe. Warum aber sagt man sich nicht "Wir haben da am Abend vor den neuen Arbeiten eine Demo, lasst uns die so groß wie möglich kriegen"?
Es ist immer wieder faszinierend, wie sachlich und unaufgeregt die Diskussionen hier verlaufen. Keine unzulässigen Verallgemeinerungen, keine Umkehrschlüsse aus Implikationen, sogar diese völlig planlose rechts-links-oben-unten-vorne-hinten-Verortung mit der passenden K(r)ampfrhetorik sucht man vergebens…
Ist es tatsächlich so schwierig, ernsthaft, ehrlich und lösungsorientiert die Dinge auf ihren abstrakten Gehalt zu reduzieren, dann von allen Seiten zu betrachten, um schließlich zu einer fundierten Beurteilung zu gelangen?
Was ist der Zweck dieser Übung, wenn das gegenseitige "um-die-Ohren-hauen" von billigst eingekauften -sogenannten- Meinungen (Ich fühle mich da immer an die Möven in Berhard&Bianca erinnert: "Meins! Meins! Meins!") im Endeffekt zum Hochschaukeln von destruktiven Emotionen sowie zur Produktion enormer Mengen metaphorischer "Heisser Luft" führt?
Das ist doch (Verzeihung!) Kinderkacke.
b.
@bismarckhering
mit Kinderkacke scheinen Sie sich aber nicht gut aus zu kennen.
Die "Meins meins meins" Möven sind aus dem Film "Findet Nemo".
Spass bei Seite:
Ich gebe ihnen vollkommen Recht!
Die Kommentare hier sind teilweise sehr sehr "internet typisch".
Leider…..
@ UV: “S21: die manipulierten Jugend”
Irgendetwas stimmt in der Überschrift nicht: der Kasus, die Wortvollständigkeit oder einfach nur ein "n" zuviel …
Was soll denn auch noch zu diesem Projekt gesagt werden?
Ich habe die komplette Schlichtung verfolgt und die gestrige Präsentation, jeder der dies nicht im vollen Umfang getan hat sollte sich erst mal raus halten und dies nachholen. (Stichwort propaganda)
Der volle Umfang gibt einen guten Einblick in das Projekt.
Wir sprechen über eine illegale Legitimation die dieses Projekt bekommen hat, dennoch wird versucht die Diskussion mit allen möglichen Ausreden durch zu prügeln.
Themen müssen bis in die Detailspitze diskutiert werden, doch wenn bei einem Thema, schon an den Wurzeln des Problems Mängel bestehen, nimmt jeder vernünftige Mensch diese Frage in den Mund und lässt sich nicht weich spülen.
Es liegen interne Bahndokumente vor, dass die Kosten intern schon höher eingeschätzt wurden, als die die dem Gericht / dem Parlament vorgelegt wurden sind (So wie bei allen anderen Bauaufträgen des Staates, ca 45% kosten enorm mehr)
Somit sind Diskussion für die restlichen Teile erst mal auf Eis wenn man vernünftig diskutieren möchte.
Da diese unlauten Wirtschaftsverzweigungen aber nicht einmalig sind, sondern sich in vielen Bereichen fortgepflanzt haben, muss die Diskussion über unsere Art des Kapitalismus geführt werden (Stichwort greenwashing).
Die Wortklaubereien um "premium" oder "gut" (betriebswirtschaftlich, haha) lassen sich in vielen Teilen der Gesellschaft finden (Stichwort neusprech) unsere Wirtschaft verdient lieber aus dem Säckle des Volkes oder in anderen Ländern. Auf die Idee zukommen es für unser Land zu investieren wird nicht in Betracht gezogen. (Stichwort renten-lüge)
Daraus folgt der Widerstand, denn Diskussionen mit den nötigen Konsequenzen/Voraussetzungen (Stichwort baustop), kommt ja anscheinend nicht in Betracht.
http://www.democracynow.org/2011/7/28/richard_wolff_debt_showdown_is_political
@95: Aber die Falschbehauptungen der S21-Gegner haben sie auch mitbekommen? Die dreisten Lügen? Ja?
@Peter: "Zecken" (=Linke) ist Nazisprech: Menschen als Insekten zerquetschen!
Die meiste Angst besteht doch darin,daß ne Hundertschaft schwer "gepanzerter und bewaffneter" Polizisten,Kindergärtner für ne Horde "durchgeknallter" Kids spielen müssten.
Schlagstock und Pfefferspray kämen absoulut nicht gut,das Wegschleifen vom Demonstrationsplatz auch nicht.
Ich kann mir gut vorstellen,daß der PP da ein wenig Bauchweh bekommt,vor allem wenn Presse dann vor Ort präsent sind und die noch böseren,privaten Internetfilmchen gedreht werden.
Es liegt aber auch an der heutigen Zeit,wer sich nicht in die "Horde" integriert,begibt sich von Hause aus schon in die Gefahr,potentieller Straftäter zu sein.
Wenn das nun die Zukunft der Demokratie und freier Meinungsäußterung sein soll,dann Gute Nacht Deutschland…
Aber wie hat schon ein kluger Kopf von sich gegeben,
"Ein demokratischer Staat muß nicht gleichzeitig auch ein liberaler Staat sein und kann durchaus auch dikatorische Formen annehmen.."
@Panzicher:
Ach, Panzsicher, du verdrehst die Tatsachen. Es gab eine angemeldete Schülerdemo für den 30.09. Die Schüler wollten erleben und so lernen was Demo und Demokratie und freie Meinungsäuserung in der Realität und vor Ort bedeutet. Das ist ihr gutes Recht!!! Kein Gesetz verbietet das!!!
Sie waren definitiv nicht von den Parkschützern und anderen Erwchsenen fremdgesteuert. Denn auch unter den Parkschützern gibt es verantwortungsbewusste Eltern (einige kenne ich persönlich).
Die Polizei hätte wissen müsen, dass es eine angemeldete Schülerdemo gibt. Die Polizei-Aktion war nicht (öffentlich) angemeldet. Bin persönlich überzeugt davon, dass die Polizei-Aktion von der damaligen CDU-Regierung fremdgesteuert war, weil man einen einen Exempel statuieren wollte. Die Polizei attackierten Schüler und Senioren gleichermassen. Unter den Polizisten gab es bestimmt auch Väter; was müssen das nur für Väter gewesen sein!?
@Granado:
Wenn die armen Rechten in der Schule aufgepasst hätten, wüssten sie, dass Zecken keine Insekten sind. :p
Das Deutsche (Un)Rechts und Justizsystem folgt schon seit seiner Entstehung nach dem Krieg dem Leit/d-bild von Roland Freiler, für den sich (Vereinfacht) alles unterzuordnen hat. Diese ist aber kein Wunder, da nicht anderes den "Führer" überlebt hat. So zu sagen die Nachwirkungen der Genpoolbereinigung duch die Nazis, um es mal in moderne Worte zu fassen. Wenn wundert es da, das diesem System und seine Vertrettern Begriffe wie Demokratie, Freiheit und Menschenrecht per se Suspekt sind, und man wieder davon Träumt, das ganz Deutschland im Gleichschritt maschiert um die Gewinne des Kapitals zu sichern?
Von daher ist diser Polizist nur ein Spiegel des Systemes der sich Systemkonform verhält.
mfg
Der Steuerzahler
@realist:
Und *das* haben sie ja wohl gelernt. So bitter das auch ist.
Wären die Jugendlichen der Jugendoffensive alle stramm bei der Jungen Union, dann hätte kein Schwein etwas dagegen wenn sie gegen die Grünen oder Die Linke demonstriert. Was eine Heuchelei erster Güte.
Mehr Demokratie wagen…aber nur im Sinne der Obrigkeit?