19.8.2011

Schleswig-Holstein bald Facebook-freie Zone?

Schleswig-Holstein soll Facebook-freie Zone werden – zumindest wenn es nach Thilo Weichert geht. Der Chef des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) fordert per Pressemitteilung alle Behörden, Unternehmen und privaten Webseitenbetreiber in Schleswig-Holstein auf, mit Facebook Schluss zu machen. Konkret sollen sie alle Fanpages bei Facebook entfernen und “Gefällt mir”-Buttons von ihren Seiten verbannen.

Die Stellungnahme ist mal wieder das übliche Gepolter, mit dem Weichert schon in Sachen Google Analytics aufgefallen ist. Auch mit offenen Drohungen spart das ULD diesmal nicht:

Das ULD erwartet von allen Webseitenbetreibern in Schleswig-Holstein, dass sie umgehend die Datenweitergaben über ihre Nutzenden an Facebook in den USA einstellen, indem sie die entsprechenden Dienste deaktivieren. Erfolgt dies nicht bis Ende September 2011, wird das ULD weitergehende Maßnahmen ergreifen. Nach Durchlaufen des rechtlich vorgesehenen Anhörungs- und Verwaltungsverfahrens können dies bei öffentlichen Stellen Beanstandungen nach § 42 LDSG SH, bei privaten Stellen Untersagungsverfügungen nach § 38 Abs. 5 BDSG sowie Bußgeldverfahren sein. Die maximale Bußgeldhöhe liegt bei Verstößen gegen das TMG bei 50.000 Euro.

Das ULD knüpft also nahtlos an die Kampagne an, mit der Verbraucherministerin Ilse Aigner gescheitert ist. Jedenfalls ist es der Politikerin trotz ihrer Verbalattacken bis heute nicht gelungen, das US-Unternehmen Facebook auf das deutsche Datenschutzrecht einzuschwören.

Genau diesen Datenschutz sieht Weichert nun so bedroht, dass er nicht nur auf Ämter, sondern alle Firmen und Bürger seines Landes losgeht, ihnen mit Abschaltung ihrer Netzangebote und Bußgeldern bis 50.000 Euro droht. Dem ULD ist vor allem ein Dorn im Auge, dass über Social-Plugins von Facebook Nutzerdaten in die USA übertragen und dort verarbeitet werden.

Fest steht: Niemand weiß genau, welche Daten Facebook sammelt, wie die Daten aufbereitet, gespeichert und an Dritte verkauft werden. In einer Analyse der Facebook-Praxis stützt sich das ULD vornehmlich auf Erkenntnisse, die jedermann mit dem Tool “Facebook Insights” ermitteln kann. Zusammengefasst lautet das Ergebnis: Facebook informiert Nutzer nicht ausreichend über die Verwendung der Daten, eventuell verlangte Einwilligungen sind unwirksam, selbst Nichtmitglieder bei Facebook laufen Gefahr, bis zu zwei Jahre “getrackt” zu werden.

An all dem ist was dran; die Kritik an der Datenkrake Facebook ist im Grunde richtig. Aber trotzdem sind die Drohungen gegen alle Schleswig-Holsteiner, die Plugins von Facebook verwenden, ein Armutszeugnis für das ULD. Statt sich mit dem wirklichen Gegner Facebook anzulegen und auf Verbesserungen zu drängen, versuchen es Weichert und seine Leute über die Einschüchterung harmloser Facebook-Nutzer. Darunter, das sei nicht vergessen, befinden sich auch viele Unternehmen, die ohne Marketing über Facebook womöglich keine oder nur weniger Arbeitsplätze in Schleswig-Holstein anbieten könnten.

Es wird interessant sein zu sehen, ob neben der schleswig-holsteinischen Wirtschaft auch im Lande ansässige Medien, Blogger und Quartzillionen Teenager vor Weichert kuschen. Oder ob sie ihm die lange Nase zeigen und ihn damit als Papiertiger entlarven.

89 Kommentare zu “Schleswig-Holstein bald Facebook-freie Zone?”

  1. SvenC meint: (19.8.2011 um 14:49) AntwortenReply to this comment

    Also, auf Arbeit würde ich Sachen wie FB, studivz und co. auch sperren. Privat muss jeder selber wissen, was er macht.
    Die Dummheit der vor allem Jüngeren nimmt in Bezug auf DS ja immer mehr zu.
    Aufklärung, wie auch im Falle bei Firmen wie Appel (die gerade dabei sind einen weiteren Markt zu zerstören), wäre sinnvoller als eine Sperre.

  2. R.A. meint: (19.8.2011 um 14:53) AntwortenReply to this comment

    Die deutschen "Datenschützer" scheinen sich inzwischen einen Wettlauf in Profilneurose und Bevormundung zu liefern. Erst legt der Hamburger vor, dann will ihn der Schleswig-Holsteiner übertrumpfen.

    Alles auf Kosten der Steuerzahler und auf dem Rücken der Nutzer, die keine Möglichkeit haben, sich gegen diesen "Schutz" zu wehren.

  3. anonym meint: (19.8.2011 um 14:54) AntwortenReply to this comment

    Ich habe noch nie verstanden, daß Unternehmen dergleichen nutzen. Und das werde ich auch nie verstehen. Bei Privatpersonen halte ich dieses Verhalten ja schon für reichlich seltsam, aber was sagt man bei Firmen erst?!

    Eins ist völlig klar: Herr Weichert und seine Bestrebungen werden mir immer ganz deutlich angenehmer sein als Facebook oder ähnliche Firmen (und das ist die Untertreibung des Jhs.).

  4. noe meint: (19.8.2011 um 14:56) AntwortenReply to this comment

    Er hat recht. Denn: Wenn er diesen Weg nicht vorangeht, wer soll es denn sonst ändern. Ist ja schließlich seine Aufgabe.

    Speziell staatliche Institutionen sollten sich auch nicht generell an privaten Anbieter so stark binden.

    Es muss ja nicht sein, das jede Stadtverwaltung einen gefällt mir Button hat.

    Abgesehen davon will ich endlich den "gefällt mir nicht" Button. Das gehört auch zu einer Demokratie. Ausschließlich "Gefällt mir" gehört in den ehemaligen Staatsrat der DDR.

  5. p90 meint: (19.8.2011 um 15:07) AntwortenReply to this comment

    Welche Firma ist den ohne Facebook nicht in der Lage Jobs anzubieten??

    Ist es eigentlich immer noch so, das Facebook alle IPs der Leute bekommt die eine Seite mit einem "Gefällt mir" Button besuchen?

  6. Lurker meint: (19.8.2011 um 15:11) AntwortenReply to this comment

    @Udo Vetter:

    Halten wir fest:

    US-Unternehmen ignorieren mit ihrem (auch) spezifisch auf deutsche Nutzer ausgerichteten Angebot bewusst deutsches Recht, dass die Rechte der Nutzer schützen soll. Da man Facebook aber klageweise nicht beikommt, ist der Nutzer diesem Verhalten schutzlos (das Argument: "dann eben nicht nutzen" zählt in diesem Zusammenhang nicht – das dt. Recht stellt auch den freiwilligen Nutzer einer Dienstleistung nicht rechtlos) ausgeliefert; auch die Aufsichtsbehörden haben – faktisch – kaum Handhabe.

    Da Facebook letztlich auf breite Akzeptanz und Werbekunden angewiesen ist, wäre ein bewusster Verzicht auf dessen Dienstleistungen durch die Werbekunden und Multiplikatoren die einzige Möglichkeit, um Facebook zum einlenken zu bewegen – stattdessen kooperieren deutsche Unternehmen und Behörden lieber freiwillig mit dem rechtsverletzenden Unternehmen und verstoßen damit selbst gegen deutsches Recht.

    Und in dieser Situation soll die Aufsichtsbehörde die Hände in den Schoß legen, Rechtsverletzungen im Inland ignorieren und lieber versuchen, im notorisch datenschutzfeindlichen Land USA ein Unternehmen, das nur und ausschließlich mit Datensammlung Geld verdient, mit im Ergebnis leeren Drohungen zur Einsicht zu bewegen?

    Ich verstehe Sie nicht, Herr Vetter. Ich verstehe Sie einfach nicht…

  7. JSG meint: (19.8.2011 um 15:28) AntwortenReply to this comment

    In einem Land, in dem die IP als "personenbezogen" gilt, gleichwohl jeder zweite Bürger derer mindestens drei (zu Hause, Büro, mobil) hat, die sich oft mindestens 24-stündlich erneuern…

    …glaubt man auch noch an den bösen Knecht Ruprecht. Der heute bestimmt in den USA wohnt und wahlweise "Facebook" oder "Google" heißt, nur "Apple" (Stichwort: Ortsdaten, Tracking, Kreditkarten – im Prinzip das selbe also) merkwürdigerweise noch nicht ;-)

    Einerlei. Finde es ja ganz toll, was der Herr da macht. Wenn ich da jetzt aber anrege, dass man derartige Likebutton von nun an auf eine spezielle URL auf der Seite der Web-Genies aus Schleswig-Holstein (alternativ bieten sich auch die Bundesministerin Aigner oder der Datentroll von Hamburg an), damit diese die Anfragen doch bitte IP-anonymisiert an Facebook oder Google Analytics weiterleite, dann würde ich mich wohl wegen Anstiftung zu einer DDOS-Attacke auf die eine oder andere Weise strafbar machen.

    WER SEINE IP NIEMANDEM PREISGEBEN WILL, DER SOLL NICHT SURFEN. Punkt. Ohne geht es nämlich nicht, und sei es nur für die Zeit, die der Server braucht um die einzelnen Datenanforderungen zu beantworten. Und ob die IP in den USA gespeichert wird kann mir noch "egaler" sein als bei meinem Namen, denn Auskunft über mich kann nur der DEUTSCHE Provider auf Gerichtsbeschluss eines DEUTSCHEN Gerichts erteilen.

    Den Typen gehört das Internet gesperrt. Zumal eine solche Pressemitteilung auch kaum einen Bürger unmittelbar erreicht, der nicht seine IP den Servern von Herrn Wer-auch-immer-diesmal-wieder verrät.

  8. R.A. meint: (19.8.2011 um 15:28) AntwortenReply to this comment

    @3:
    > Ich habe noch nie verstanden, daß
    > Unternehmen dergleichen nutzen.
    Mag sein – aber man muß ja nicht alles verbieten, was irgendjemand nicht versteht.

    Wenn die Firmen selber das sinnvoll finden, dann geht das die Weicherts dieser Welt schlicht nichts an.

    > Herr Weichert und seine Bestrebungen
    > werden mir immer ganz deutlich angenehmer
    > sein als Facebook oder ähnliche Firmen
    Der wesentliche Unterschied ist: Facebook macht ein Angebot, das kann man freiwillig nutzen – oder eben nicht.

    Weichert dagegen will mit Zwang vorgehen gegen Leute, die nicht seine Weltanschauung teilen.

  9. zf.8 meint: (19.8.2011 um 15:32) AntwortenReply to this comment

    Weichert dagegen will mit Zwang vorgehen gegen Leute, die nicht seine Weltanschauung teilen.

    Und bewegt sich damit im intendierten Rahmen der ihm gesetzlich eingeräumten Befugnisse, oder?

  10. Spinnzessin meint: (19.8.2011 um 15:33) AntwortenReply to this comment

    Erst wenn die letzte Webseite geschlossen, der letzte Webshop vergrault und der letzte Blogger abgemahnt ist, werdet Ihr merken, daß man Deutschland ohne lebendiges Internet heutzutage international vergessen kann…
    ;-(

  11. Mathias Simon meint: (19.8.2011 um 15:33) AntwortenReply to this comment

    Der Mann macht seinem (Nach)-Namen alle Ehre …

  12. MZ meint: (19.8.2011 um 15:35) AntwortenReply to this comment

    Es gibt hunderte Tracking-Dienste und Anzeigen-Netzwerke, die alle mit ähnlichen Methoden arbeiten. Bevor es den Facebook "Gefällt mir" Button gab, war es halt z.B. Google AdSense oder Analytics. (Im Lawblog ist ja auch Google Tracking aktiv.)

    Daran wird diese Aktion rein gar nichts ändern. Darum, die eigene Privatsphäre beim Surfen bestmöglich zu schützen, muss sich der Anwender selber kümmern.

    Regelmäßig Cookies ausmisten und sich einiger nützlicher Firefox-Erweiterungen (z.B. Ghostery, BetterPrivacy, NoScript, selectivecookiedelete, TrackerBlock u.a.) zu bedienen, ist eine einfache und vergleichsweise wirksame Maßnahme, die auch den Gelegenheitssurfer nicht überfordern sollte. Es gibt sogar ein Addon "NoFace" (noch nicht getestet) das Facebook gezielt blocken soll

  13. anonym meint: (19.8.2011 um 15:39) AntwortenReply to this comment

    @ Spinnzessin
    Hier muß ich Ihnen mal etwas harsch widersprechen, denn gerade das wäre doch eine prima Geschäftsidee! Vielleicht noch nicht jetzt, aber bereits in ein paar Jahren. Ein freundliches und offenes Reiseland in der Mitte Europas völlig ohne Internet. Damit würde sogar Island ausgestochen werden. In einigen Jahren werden sich die Leute aus aller Welt darum reißen, Urlaub in einem großartigen und großzügigen Land zu machen, wo sie die ganze Zeit vom Netz nicht belästigt werden.

    Sie sollten sich die Idee unverzüglich schützen lassen, im Ernst. Mir würde ein Land ohne Netz jedenfalls keinerlei Unbehagen bereiten.

  14. Spinnzessin meint: (19.8.2011 um 15:39) AntwortenReply to this comment

    P.S: Ich halte Facebook auch für den Daten-GAU für den User-DAU ;-), aber nur weil die sich wie die Axt im Datenwalde benehmen rechtfertigt das noch lange nicht, daß sich deswegen irgendwelche Internet-Möchtegernregulierer als Datenrambos betätigen.

  15. ThomasL meint: (19.8.2011 um 15:40) AntwortenReply to this comment

    @Lurker:
    aber den Nutzern mit einem Bußgeld von bis zu 50.000€ zu drohen schützt sie? Besser als ein freiwilliger Verzicht?

    Zumal die Frage ist, wie weit das gehen soll. Sie möchten, dass ausländische Unternehmen deutsches Recht beachten, sobald Nutzer aus Deutschland das Angebot nutzen können. Gilt das gleiche auch für Frankreich? Schweden? Usw.?
    Was ist mit diesem Blog? Das kann mindestens von Leuten aus Österreich und der Schweiz genutzt werden (teilweise deutsch-sprachig). Müssen die Inhalte also der Rechtssprechung dieser drei Länder genügen? Oder noch weiter, da auch Leute in Japan und den USA deutsch sprechen/lernen könn(t)en.
    Oder wäre es nicht einfacher (und logischer), wenn sich Unternehmen an die Rechtssprechung des Landes halten, in dem sie ihre Zentrale/Server haben?

  16. R.A. meint: (19.8.2011 um 15:41) AntwortenReply to this comment

    @6:

    US-Unternehmen ignorieren mit ihrem (auch) spezifisch auf deutsche Nutzer ausgerichteten Angebot bewusst deutsches Recht …

    Ja und?
    Selbstverständlich richtet sich ein Unternehmen in den USA nur nach dem US-Recht und nicht auch nach den Rechtssystemen von 200 anderen Ländern (die sich im Zweifelsfall auch widersprechen …).
    Wenn ich eine Website mit schönen Katzenphotos machen würde, dann würde sich das an Katzenliebhaber weltweit richten – aber ich würde mich natürlich nur nach dem deuschen Recht richten, nicht nach US-Recht.

    ist der Nutzer diesem Verhalten schutzlos

    Nein. Wenn der Nutzer ein US-Angebot nutzt – dann wird er vom US-Recht geschützt.

    das Argument: "dann eben nicht nutzen" zählt in diesem Zusammenhang nicht – das dt. Recht stellt auch den freiwilligen Nutzer einer Dienstleistung nicht rechtlos

    Natürlich gilt das Argument. Wenn jemand mit dem US-Recht unzufrieden ist, dann soll er eben deutsche Angebote nutzen.
    Diese "am deutschen Wesen soll die Welt genesen"-Einstellung wird sich Gott sei Dank nie durchsetzen lassen.

    Und in dieser Situation soll die Aufsichtsbehörde die Hände in den Schoß legen

    Nein. Es soll sich um seine eigentlichen Aufgaben kümmern – nämlich um die Angebote in Schleswig-Holstein. Und wenn es da nicht genug zu tun gibt, kann man die Behörde auch gerne wieder auflösen – ihr Nutzen scheint ohnehin fraglich.

  17. Spinnzessin meint: (19.8.2011 um 15:44) AntwortenReply to this comment

    @anonym:
    Stimmt, daß darauf noch niemand gekommen ist. :o)
    Deutschland als no-ON-go-area für gestresste Weboholiker aus aller Welt. :o) Da eröffnen sich ganz neue Geschäftsfelder für die hiesige Tourismuswirtschaft.

    DeutschOFFland – to go! Hier tobt das real live! Alles Andere ist nur virtuell. ;-)

  18. R.A. meint: (19.8.2011 um 15:44) AntwortenReply to this comment

    @9:

    Und bewegt sich damit im intendierten Rahmen der ihm gesetzlich eingeräumten Befugnisse

    Ich hoffe nicht – m. E. würde er auf die Nase fallen, sobald die angedrohten Bußgelder vor Gericht kommen.

    Ansonsten müßte man wohl den gesetzlichen Rahmen ändern, damit nicht solche Rambo-Typen die Internet-Nutzer schikanieren können.

  19. ulf meint: (19.8.2011 um 16:00) AntwortenReply to this comment

    Das Problem am Like- Button ist, nicht, daß er die jenigen trackt, die ihn nutzen, sondern auch die, die nur die Homepage aufrufen.

    Siehe:
    http://www.ferner.ac/?p=3258

    Technisch wäre es kein Problem, dies zu ändern.

  20. horst meint: (19.8.2011 um 16:13) AntwortenReply to this comment

    @ alle die "deutschen" Datenschutz für so toll halten.

    1. Wenn es um den Ankauf von Hehlerware auf Disketten geht, gilt ja auch kein Datenschutz.

    2. Wenn es darum geht Blogger zu entlarven und sonstwie die Anonymität aufzuheben, siehe Überwachung in Stadien, bezahlen oder telefonieren mit Prepaid-Karten, soll es ja auch keine Anonymität vor dem Staat geben.

    3. Generell ist der Datenschutz nur eine Behörde die ihr Dasein rechtfertigen will, aber dem Bürger (eigtl. Untertan) nichts bringt.

    Und jetzt wird hier ein Popanz aufgeführt.

    Die jungen Leute sollen diesem Herrn wirklich eine Nase drehen.

  21. gef meint: (19.8.2011 um 16:28) AntwortenReply to this comment

    @R.A. 16.:
    ymmd

    Wenn der Nutzer ein US-Angebot nutzt – dann wird er vom US-Recht geschützt.

  22. anonym meint: (19.8.2011 um 16:41) AntwortenReply to this comment

    @ horst
    Sie bringen ja hier einiges gehörig durcheinander.

    Wenn der STAAT Hehlerware einkauft, um sich zu bereichern, wenn der STAAT (oder eine Institution wie ein TV-Sender bzw. eine Zeitung) den Datenschutz verletzt, um Verdächtige zu verfolgen, dann handelt er gegen die Interessen der Bürger. Es ist nicht der STAAT, der den Datenschutz will, sondern der Bürger (sofern ihm seine intellektuelle Ausstattung erlaubt, den Nutzen von Datenschutz prinzipiell überhaupt zu erkennen).

    Es ist also vollkommen unnötig, hier den Horst zu machen …

  23. Christian meint: (19.8.2011 um 16:44) AntwortenReply to this comment

    "Schleswig-Holstein" "Facebook" … da war doch noch was letzte Woche. "Spitzenpolitiker stürzt über Facebook" – quasi. Gut gewählter Zeitpunkt für eine solche Aktion, dürfte die Popularität von Facebook unter CDU-lern aktuell auf dem Tiefstpunkt sein (nicht das Facebook da tatsächlich eine Schuld – aber so sehr Differenzieren tun unser Volksvertreter nicht immer.)

  24. R.A. meint: (19.8.2011 um 16:52) AntwortenReply to this comment

    Der Bötticher ist ja nun nicht über Facebook gestürzt, sondern über die neue Prüderie im Lande.
    Und der Weichert ist kein CDUler, sondern ein Grüner.

  25. Klabund meint: (19.8.2011 um 17:02) AntwortenReply to this comment

    Ein Land, in dem Website-Betreiber mehr persönliche Daten über sich ins Internet stellen müssen, wie in keinem anderen Land auf dem Planeten – ja, das sollte mal nicht so zimperlich beim Thema Datenschutz sein.

  26. M. Boettcher meint: (19.8.2011 um 17:03) AntwortenReply to this comment

    Statt sich mit dem wirklichen Gegner Facebook anzulegen und auf Verbesserungen zu drängen, versuchen es Weichert und seine Leute über die Einschüchterung harmloser Facebook-Nutzer.

    Es ist bei juristischen Scharmützeln nicht gerade unüblich die Schwachen zu schlagen, wenn man einen (vermeintlich) Starken meint. Mit Abmahnungen und/oder EVs hindert man z. B. kleine Händler am Verkauf eines Produkts, eines Buches etc. meint aber den Hersteller bzw. Verlag/Autor. Auch wenn der oder Anbieter im Ausland sitz, ist es nicht unüblich inländische Anbiter in Anspruch zu nehmen. Die wirtschaftlich vergleichsweise schwachen Händler leisten oft kaum Widerstand, man erschreckt mit wenigen Maßnahmen alle anderen und erzielt mit geringem Aufwand maximalen Effekt, wobei der eigentliche Adressat sich nicht einmal direkt wehren kann.
    Wenn die direkte Konfrontation nicht zum Ziel führt, muss man im Spiel mit Facebook eben die auch Regeln ändern. Zudem stellen Sie ja selbst fest, dass FB zu den Datenkraken zählt. So gesehen hat Weichert also recht und meint immerhin einen denkbaren Weg gefunden zu haben, seine Ziele und die des Datenschutzes erreichen zu können. Andererseits, und das ist m. E. immer wieder zu kritisieren, halten Weichert & Co die Klappe und die Füsse still, wenn der Politiker nach mehr Überwachung und Ausforschung von Bürgern krakeelen, gar als Gesetzgeber entsprechende Gesetze und Verordnungen zu Elena, Volkszählung – von den gleichen Datenschützern sogar als i. O. befunden, die bei Google, Facebook & Co nahezu hyperaktiv werden -, Rundfunkstaatsvertrag, Vorratsdatenspeicherung, Steuernummer, Videoüberwachung verabschieden und wenn staatliche Institutionen im Übermaß von den Möglichkeiten Gebrauch machen, z. B. beim der Telefonüberwachung usw. usf. Wirklich für die Bürger aktive Datenschützer würden nicht müde dem Staat, den politischen Entscheidern, großen, inländischen Firmen und deutschen Spammern immer wieder auf die Hühneraugen zu treten, wenn diese Rechte des Bürgers verletzen. Da aber muss man sie überwiegend zum Jagen tragen, man hört jahrelang nichts, und wenn, dann ist das Kind längst in den Brunnen gefallen. Oder man fordert, was Gesetze kaum hergeben, z. B. im falle Streetview. Und so lange das so ist, betrachte ich sämtliche Aktionen von Weichert, Caspar und seinen Mitstreitern als Aktionismus, im besten Fall als Marketing, zwar und unabhängig davon, dass sie in der Sache letztlich recht haben.

  27. mark meint: (19.8.2011 um 17:05) AntwortenReply to this comment

    Wie wäre es wenn diese Politiker Unternehmen fördern die Facebook und Google Sammelei sabotieren in dem sie massiv Fake Daten erzeugen. Wenn die Daten nämlich nicht mehr präzise sind sinkt auch der Wert massiv.

  28. vilmoskörte meint: (19.8.2011 um 17:09) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter schreibt:

    Statt sich mit dem wirklichen Gegner Facebook anzulegen und auf Verbesserungen zu drängen, versuchen es Weichert und seine Leute über die Einschüchterung harmloser Facebook-Nutzer.

    Hat er da etwas falsch verstanden oder verstehe ich etwas falsch? Ich entnehme der Erklärung des ULD jedenfalls keine Einschüchterung von Nutzern, sondern im Wesentlichen die Aufforderung an Unternehmen (ok, alle Webseitenbetreiber greift vielleicht etwas weiter), Gefällt-Mir-Knöpfe u.ä. von Ihren Webseiten zu entfernen, um das User-Tracking zu unterbinden. Und das finde ich durchaus eine angemessen Forderung.

  29. gef meint: (19.8.2011 um 17:22) AntwortenReply to this comment

    @R.A. 16.:
    ymmd

    Wenn der Nutzer ein US-Angebot nutzt – dann wird er vom US-Recht geschützt.

    Bei diesem Satz kam mir der Kaffee durch die Nase.

    US-"Datenschutz"-Recht?
    Meinen Sie mit US-Recht die Schnittstelle zur Homeland Security, etc.?
    Herrn Zuckerbergs Aussage ist doch eindeutig. "Alles was Du mir gibst ist öffentlich." (frei übersetzt)

    P.S. Ich weiss, kommentieren muss ich noch lernen.

  30. Richard meint: (19.8.2011 um 17:33) AntwortenReply to this comment

    Ob man der Entwicklung nun mit Bußgeldern begegnen muss, kann ich nicht beurteilen.

    Mehr und mehr erstaunt mich aber, dass es im sozialen Umgang nicht schon (oder vielleicht: noch) als zum Guten Ton gehörend angesehen wird, allgemein für ihre datenschutzrechtliche Problematik bekannte Dienste aus bestimmten Kontexten auszuklammern. Stattdessen werden Webseiten routinemäßig mit Google Analytics überwacht, dann noch ein "Gefällt mir"-Button drauf geklatscht, schließlich noch ein "+1". Alles ohne jede Sensibilität, was das für den ahnungslosen Teil der Nutzer, den Großteil, bedeutet.

    Nun kann man sagen, man könne sich ja aussuchen, welche Web-Angebote man nutzt, und glücklicherweise hat nicht jeder Idiot eine Webseite, auf der er das umsetzen kann. Es geht aber um eine generelle Einstellung und Idioten finden ihre Wege. Wer heute in einem vertrauten Kreis von vier bis fünf Personen fotografiert wird, sollte schon damit rechnen, dass das ein oder andere Foto aus Gedankenlosigkeit eines Teilnehmers im Internet landet, vielleicht noch mit identifizierender Beschreibung oder gar biometrisch getaggt, damit der nächste derartige Fauxpas noch etwas weiter greift.
    Wer seine Visitenkarte heraus gibt, muss gefasst sein, dass der Empfänger die persönlichen Daten mittels einer schicken App zweifelhafter Herkunft über kostenlose Cloud-Dienste ins Nirwana synchronisiert.

    Hier herrscht grenzenlose Naivität, eine Unterwerfung kritischer Angelegenheiten unter schlichteste Erwartungen an eine bestimmte Funktionalität. Ablehnung, wenn nicht gar Feindseligkeit, ernten nur die bekennenden Nutznießer der Entwicklung, die ein wenig im digitalen Müll der anderen wühlen und ihn zu gebrauchen wissen. Selbst Datenschutz-"Experten" sprechen dann vom "Missbrauch" sozialer Netzwerke zur Ausspähung von Personen und Bildung von "Persönlichkeitsprofilen". Dann stellt sich heraus, dass das für jedermann Offenkundige doch in Wahrheit als höchst privat gedacht ist. Verkannt wurde nur die Schizophrenie einer "Privatsphären-Einstellung", die einen US-Konzern zu ihrem Wächter, den Bock zum Gärtner macht.

  31. Duddley meint: (19.8.2011 um 17:35) AntwortenReply to this comment

    Wer sich etwas genauer informieren will, sei der Artikel auf Heise Online empfohlen.

    Auszug:

    "Nach Aussage Weicherts müssen Webseitebetreiber nun aber nicht befürchten, ab Oktober Post vom ULD zu bekommen: "Wir werden da sehr selektiv vorgehen", versicherte er"

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebooks-Like-Button-im-Visier-deutscher-Datenschuetzer-1326346.html

  32. Richard meint: (19.8.2011 um 17:38) AntwortenReply to this comment

    @mark: Eine sympathische Idee. Aber das kann auch nach hinten losgehen, weil die generierten Daten indirekt das Nutzerverhalten steuern. Am prominentesten Fake-Datum, der vermeintlichen Nutzerzahl von Facebook, ist abzulesen, dass es es den Herdentrieb nur verstärkt.

  33. Symbiont meint: (19.8.2011 um 17:57) AntwortenReply to this comment

    Weichert sollte mal mit Uhl sprechen.

    Ist doch wunderbar, wenn facebook die Totalueberwachung einfuehrt und technisch umsetzt, und die Regierung nur noch um entsprechende Schnittstellen bitten muss.

  34. Marc B. meint: (19.8.2011 um 17:58) AntwortenReply to this comment

    Der "like"-Button wird von (deutschen) Webseiten-Betreibern eingebunden. Er ist nach deutschem Datenschutzrecht rechtswidrig. Darauf weist das ULD hin. Warum genau sollte sich das ULD an Facebook wenden, wenn die Einbindung von den deutschen Betreibern der Seiten vorgenommen wird?

  35. WissenIstNacht meint: (19.8.2011 um 18:06) AntwortenReply to this comment

    Kann ich dann eigentlich auch die Schwachmaten unter meinen "Bekannten" verklagen, die den Facebook "Fruendefinder" verwenden und damit meine E-Mail Adresse, Name etc. und meine (theoretische) Beziehung zu ebendiesem Datenverschleuderer an Facebook übermitteln – ohne mein Einverständnis??
    Das finde ich viel heftiger, weil ich dagegen nichts selbst unternehmen kann.

  36. Andreas meint: (19.8.2011 um 18:13) AntwortenReply to this comment

    Ich sehe überhaupt nicht das Problem: Meines Wissens, ich lasse mich da aber auch gerne von Juristen belehren, regeln Datenschutzgesetze die Weitergabe von Daten. Wenn ich also meine Server-logfiles per e-mail an Facebook schicken würde, hätte Herr Weichert offensichtlich das Recht hier zu intervenieren.
    Jetzt ist es nun aber so, dass all diese Plugins per javascript eingebunden werden und nicht ich Daten weitergebe, sondern der Nutzer, bzw. je nach Einstellung auch der Browser selbsttätig Facebook aufruft.
    Das bedeutet, ich gebe nicht ein einziges Bit an Facebook weiter, sondern binde quasi nur einen link in meine Seite ein, der zu facebook zeigt. Was der User mit diesem link tut, ob er durch aktiviertes Javascript oder durch manuelle Zustimmung facebook ansurft und den like-button angezeigt bekommt, liegt außerhalb meines Einflusses.
    Ich verstehe nicht, warum Herr Weichert zuständig ist, wenn hier keinerlei Daten weitergegeben werden, sondern es in der Entscheidungsfreiheit des Users steht, ob er sich mit facebook (oder google analytics) verbindet. Dass 99 % der User der Verbindung mit Facebook bewusst oder konkludent zustimmen, indem sie das javascript aktivieren, mag einen Datenschützer enttäuschen, ist aber nicht mein Problem.

  37. Hans-Georg meint: (19.8.2011 um 18:31) AntwortenReply to this comment

    Ich bin zwar kein Facebooknutzer, aber diese Drohung finde ich schon sehr anmaßend. Ich kann nur hoffen, dass sich niemand einschüchtern lässt.

  38. Marc B. meint: (19.8.2011 um 18:52) AntwortenReply to this comment

    @WissenIstNacht:
    Ja, selbstverständlich kannst du Unterlassen von denjenigen verlangen, die deine E-Mail-Adresse einem Dritten, hier Facebook, weitergeben. Schick ihnen eine Abmahnung.

  39. Jonas meint: (19.8.2011 um 19:08) AntwortenReply to this comment

    Lieber Herr Vetter,

    Sie sind doch gegen die Vorratsdatenspeicherung, präventive Datensammelei, uninformierte Datenverwendung zu sachfremden und nicht absehbaren Zwecken und unnötige Datenübermittlung in Drittstaaten. Bei Facebook finden Sie das, jedenfalls im Ergebnis, anscheinend alles ok. Wie kommt's? Nur, weil Facebook schon so viele um den Finger gewickelt hat, dass man sich eine kritische Meinung scheinbar nicht mehr leisten kann?

    Wenn die Datenschutzaufsichtsbehörden immer nur reden, aber nichts durchsetzen bzw. sich meist noch nicht mal das nötige technische Verständnis fürs Internet aneignen, wie es leider bei den meisten anderen der Fall ist, machen sie sich ja lächerlich und es hört zu Recht niemand auf sie. Dann können wir aber auch so ehrlich sein und das Datenschutzrecht abschaffen.

    Dass IP-Adressen auch contentserverseitig personenbezogene Daten sind, bestreitet jedenfalls so gut wie niemand mehr. Oder warum sonst werden sie gespeichert? Weil die Betreiber sich so gar nichts davon versprechen? Sicher nicht.

  40. murry meint: (19.8.2011 um 19:17) AntwortenReply to this comment

    Ich finde das richtig. Ich betreibe einen Online Shop und noch andere Webseiten und halte mich an die datenschutzrechtlichen Bestimmungen. D.h. bei mir gibts weder Facebook Like Buttons noch setze ich Google Analytics ein.
    Es ist einfach Quatsch zu sagen: Das sei die Sache von Facebook oder Google. Die meisten Seitenbetreiber sind sich sehr genau bewusst daß sie sich da auf dünnem Eis bewegen. Solange niemand dafür belangt wird, werden die datenschutzrechtlichen Bestimmungen ignoriert.
    Im übrigen sind sowohl Facebook als auch Google dem Safe Harbor Abkommen beigetreten. D.h. sie haben sich verpflichtet die europäischen Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Die Realität sieht anders aus. Mit Verlaub: Sie scheißen drauf.

  41. Christoph meint: (19.8.2011 um 20:03) AntwortenReply to this comment

    Ich finde es abwegig, sich darüber zu beschweren, dass eine Behörde, die dafür da ist, die Einhaltung des Datenschutzrechts zu überwachen, die Einhaltung des Datenschutzrechts überwacht. Übrigens immer noch sehr zurückhaltend – um auch nur alle offensichtlichen Verstöße zu ahnden, bräuchte es eine erheblich besser Ausstattung der Behörden.
    Man kann nun durchaus der Meinung sein, dass das deutsche Datenschutzrecht weltfremd sei und in Teilen ist das wohl auch der Fall. Aber deswegen auf Herrn Weichert einprügeln? Im konkreten Fall finde ich die deutsche Rechtslage übrigens überaus passend. Wenn jemand sich bei Facebook einloggt und anschließend auf spiegel.de geht, dann geht die Tatsache, dass er spiegel.de besucht, Facebook rein gar nichts an. Und auch wenn der Personenbezug von IP-Adressen nicht immer gegeben sein mag – in diesem konkreten Fall ist er glasklar. Insofern: Bravo, ULD!

  42. Danny meint: (19.8.2011 um 20:37) AntwortenReply to this comment

    Ich finde es auch richtig. Man kann nicht auf der einen Seite vehement dafür kämpfen, dass man als Bürger etwas Privatsphäre vor dem Staat hat und dann nichts sagen, wenn von einem Unternehmen im großen Stil mit wirtschaftlichen Zielen Daten abgegraben werden.

    Es geht hier meiner Meinung nach auch nicht nur darum, dass überhaupt Daten abgegraben werden: Dazu kommt noch, dass es auf relativ hinterlistige Weise geschieht. Einem normalen WWW-Nutzer ist nicht zuzumuten, dass er die Like-Buttons auf seinen Lieblingswebseiten als Mittel erkennt, das Facebook ermöglicht, Besuche eben dieser Webseiten, Verweildauer, usw. zu ermitteln. Der normale User wird davon ausgehen dass der Button nur ein harmloser Button ist den man anklicken kann und der sonst nichts tut; diese Naivität wird auf schamlose Art und Weise ausgenutzt. Schützen kann man sich ebenso nur mit deutlich mehr technischem Verständnis als es bei den meisten Nutzern zu erwarten ist, und dann auch nicht ganz ohne Verluste.

    Da der Betreiber einer Webseite mit Like-Button auch etwas davon hat, nämlich ebenfalls Zugriff auf demografische Daten, sehe ich die Betreiber hier auch nicht als "unschuldige" Anwender. Egal ob die Daten nun durch ihn weitergegeben werden oder ob die Weitergabe nur ermöglicht wird.

  43. Gereon Frahling meint: (19.8.2011 um 20:56) AntwortenReply to this comment

    Wir haben bei Linguee genau vor drei Tagen über die Problematik diskutiert – schliesslich sind wir eine der Top-100-Webseiten in Deutschland und arbeiten an einem kompletten Relaunch.
    Wir haben eine klare Entscheidung getroffen – keinerlei Facebook-Buttons, welche ohne Zutun des Nutzers Daten zu Facebook übertragen.

    Ich schüttele selber den Kopf über die vielen vielen Unternehmen, die so etwas unterstützen. Inzwischen kennt Facebook fast jede Seite, die man besucht, jeden politischen Artikel, den man liesst, dazu die Freunde und auch den Klarnamen. Das ist eindeutig zu viel des Guten. Und es gibt sehr einfache technische Lösungen, die die Datensammelei unterschlagen und trotzdem die gleiche Funktionalität bieten. Die Übertragung von Daten VOR Klicken des Like-Buttons ist für die Funktionalität völlig unnötig und technisch unsinnig.

  44. Gerrit meint: (19.8.2011 um 20:57) AntwortenReply to this comment

    Thilo Weichert ist ein kleines Licht, doch in der Sommerpause kümmert ihn das nicht. :-)

    Den andren fällst nicht auf,
    drum wählen sie ihn wieder – zuhauf.

    Ich liebe Deutschland.

  45. mafiapower meint: (19.8.2011 um 20:59) AntwortenReply to this comment

    Ich finde die Situation absolut abstrus. Falls dieser "Datenschutzbeauftragte" wirklich von selektiver Durchsetzung gesprochen hat, duerfte das ansich schon Gesetzeswidrig sein da alle gleich zu behandeln sind.

    Dieser ganze Trackingmuell muss bekannt und verband werden, man kann nur noch mit zusaetzlichem Aufwand(Kosten / Zeit / Knowhow) ungetrackt und mit z.B. Werbung zugemuellt / ueberwacht im Internet surfen, gerade weil die meisten Webmaster einfach mal "post-Hirn"-Zustand vorsich hin weggetieren und auf jeden Zug zum verrat jeglicher Daten aufspringen.

  46. zf.8 meint: (19.8.2011 um 21:18) AntwortenReply to this comment

    46/mafiapower

    Nein, müssen sie nicht. Opportunitätsprinzip greift auch bei Ordnungswidrigkeitsverfahren im Bereich des Datenschutzrechts.

  47. Johannes Döh meint: (19.8.2011 um 22:00) AntwortenReply to this comment

    Lieber Herr Vetter,
    so sehr ich Sie als Juristen schätze, der das Internet kennt, so sehr schießen Sie mit diesem Artikel in technischer Sicht übers Ziel hinaus. Viele der Kommentatoren hier folgen diesen Thesen ungeprüft. Dabei ist der "Like" Button von Facebook in der Regel ein HTML- IFrame, womit bereits Nutzerdaten an Facebook übermittelt werden, wenn sich ein Besucher nur auf die entsprechende Website begibt. Ein Drücken desselben ist nur noch reine Makulatur und erhöht zur Freunde des Betreibers den Counter um 1. Ist es das wert? Der Besucher hat nicht die Chance und schon gar nicht die Entscheidung darüber, dass seine Nutzerdaten an Facebook übertragen werden. Verantwortlich dafür ist der Betreiber der Internetpräsenz, der solche Social- Plugins auf seiner Internetpräsenz platziert. Das entspricht nicht dem deutschen Datenschutzrecht, also sollte man dies auch unterlassen. Der Betreiber hat schließlich eine Wahl, also die Entscheidung darüber, wie er seine Internetpräsenz gestaltet. Im Sinne des Datenschutzes, so überaltert er sein mag, ist dies wenigstens ein kleiner Schritt vorwärts. Wie soll man denn den Datenschutz reformieren, wenn man ihn missachtet? Facebook nutzt die Homepagebetreiber aus. Will man den Datenschutz an die neuen Gegebenheiten der digitalen Welt anpassen, wäre dies ein guter Ansatz. Bisher waren die Bemühungen unserer Datenschützer eher bescheiden bis lächerlich. Jetzt macht mal einer einen richtigen Schritt nach vorne, wird dies schlicht falsch interpretiert. Einzig die Kommunikation hätte etwas gemäßigt und sachlich sein können, anstatt Drohungen gegen Blogger auszusprechen. Das Prinzip ist aber richtig und man sollte diesem freiwillig im Sinne des Datenschutzes und nicht im Sinne der Behörden folgen. Nur so kann man den Goliath Facebook in die Knie zwingen. Die Datenschützer werden dies nicht können, aber die Netzgemeinde wäre dazu fähig und zwar nicht nur in Schleswig- Holstein.

  48. Der Steuerzahler meint: (19.8.2011 um 22:18) AntwortenReply to this comment

    Mit der Vorratsdatenspeicherung könte man die Facebookverstöße mal gerichtfest Dokumentieren. Und dann laden wir unter eine Vorband einige führende Personen von Facebook nach Deutschland ein und nehmen Sie in Datenschtzbeugehaft. In Stufe zwei können wird dann Direkt zur großen Deutsche Firewall kommen, die dank Whitlists unser Kinder vor den Bösen Internet insbesonder Facebook Schütz. Weil ja "Face-book" ja sowas wie "Gesicht-" übersetzt heist und auf Ki*Po ja Gesichter zu sehen sind kann Facebook ja nur ein Buch von Kinderschändern sein.

    Und wer Denkt den sonst an die Kinder!?

    mfg

    Der Steuerzahler

  49. Mario meint: (19.8.2011 um 22:50) AntwortenReply to this comment

    Hallo! Was ich hier bei den wirklich interessanten Beiträgen oftmals vermisse, ist, das meistens nur vom Like Button gesprochen wird. Das wäre ja das kleinere Übel. Technisch ist das ja zu regeln.
    Viel schlimmer ist ja, das verlangt wird, die Fanpages zu löschen. So steht es gleich im ersten Satz der Bekanntmachung.
    https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20110819-facebook.htm

    Viele kleine Unternehmer nutzen diese Pages für ihren Betrieb und verlieren damit zum Teil eine enorme Werbeplattform und somit u.U. einen Haufen Umsatz. Gerade die kleinen Betriebe würden also leiden. Abgesehen von den vielen Vereinen, Institutionen oder auch Künstler, die ebenfalls diese Fanpages nicht mehr nutzen dürfen. Auch wenn das alles zunächst nur für Webmaster in S-H zählt, andere Bundesländer werden folgen.

  50. Stuff meint: (20.8.2011 um 00:34) AntwortenReply to this comment

    Im Wettlauf mit China und seit neuestem GB kommt Deutschland arg ins Hintertreffen. Zwar ist Deutschland bei Google immer noch die absolute Meckernation No. 1, aber diese Position lässt sich nur halten, wenn jeder Deutsche gezwungen wird, Fakebook oder Ähnliche zu klagen, so verstehe ich das Gedöhns. Es könnte aber passieren, dass dem Rest der Welt die Krauts zu sehr auf den Wecker gehen und ähnlich der Berliner Mauer eine Firewall um Deutschland gelegt wird – so wie bei Westberlin. Auch von aussen.

  51. Peter Suff meint: (20.8.2011 um 01:25) AntwortenReply to this comment

    Es sollte doch technisch machbar sein, einen Button auf die Webseite zu machen, der nur beim Draufklicken Daten an Facebook übermittelt. Ich verstehe daher das Gejammere hier nicht.

  52. Frank Schenk meint: (20.8.2011 um 01:44) AntwortenReply to this comment

    Im Tal der Ahnungslosen erscheint selbst der letzte Depp noch als Genie. Das Thema Cookies und Datenschutz wurde vor 15 Jahren schon diskutiert, als die Herren Datenschutzbeauftragten noch irgendwelche Schulbänke drückten, nun auf einmal sieht man hier Handlungsbedarf und schießt dabei soweit übers Ziel hinaus, daß man sich gleich demonstrativ ins Knie schießt. Mehrmals. m(

  53. micha meint: (20.8.2011 um 10:13) AntwortenReply to this comment

    Jetzt kommt gleich einer mit nem Nazivergleich …
    @Udo Vetter:
    Ihr (Totschlag-)Argument mit den Arbeitsplätzen ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen, sorry andersherum kann auch ein Schuh draus werden.

  54. SwENSkE meint: (20.8.2011 um 10:45) AntwortenReply to this comment

    Im Prinzip stimme ich der Kritik im Artikel zu, aber das Totschlagsargument Arbeitsplätze kann ich nicht mehr hören.

    Das ist billige FDP-Propaganda.

  55. Andree Heidrich meint: (20.8.2011 um 11:44) AntwortenReply to this comment

    Ich verfolge die Situation seit geraumer Zeit mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Für mich ist es schon seit jeher absolut befremdlich mit anzuschauen, wie die beiden Datenkraken Google und Facebook in Deutschland nach Gusto agieren und quasi einen Freifahrtschein besitzen, deutsches Recht nach ihren Vorstellungen aufzuweichen oder zu ihren Gunsten auszunutzen – speziell im Bereich Datenschutz und Persönlichkeitsrecht.

    In Bezug auf diese Problematik wünsche ich mir wirklich eine konsequentere Gangart der Datenschutzbeauftragten, um der teilweisen Willkür und aufgezwungen Diktatur mit einhergehendem Machtmissbrauch der beiden Quasi-Monopolisten einen Riegel vorzuschieben. Man hat da einfach viel zu lange die Hände in den Schoß gelegt oder hin und wieder mit einem sanften Säbelrasseln auf sich Aufmerksam gemacht (siehe Google Analytics).

    Für mich ist der Spontanangriff auf die Social-Plugins nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wo mal wieder mit dezenten Drohgebärden ein Vakuum erzeugt wird, dass schnell wieder verpufft. Sowohl Politik aus auch das ULD müssen sich einfach eingestehen, dass Facebook und Google inzwischen viel zu mächtig sind und sich konsequent seit Jahren den Fängen der deutschen Datenschützer entziehen. Clever ist das natürlich auf der einen Seite, aber in Hinblick auf das stetige Wachstum und fortschreitende Machtmonopol der beiden US-Giganten auch sehr beunruhigend!

  56. Christian Buggisch meint: (20.8.2011 um 12:45) AntwortenReply to this comment

    Warum differenziert das ULD trotz 25-seitiger Betrachtung nicht zwischen Gefällt mir-Button und Teilen-Button, die ganz unterschiedliche funktionieren? Warum werden auch gleich Facebook-Seiten mit in einen Topf geworfen? Die Antwort ist einfach: Weil eine Risikobetrachtung bei Datenschützern gerne wie hier im Fall Facebook ausfällt: Chance 0, Risiko 100. Dass 20 Millionen Deutsche sich bewusst für Facebook entschieden haben, weil sie vielleicht mehr Chancen als Risiken sehen, ist dem ULD egal. Der Bürger muss ja vor sich selbst geschützt werden … Mehr Gedanken dazu hier: http://buggisch.wordpress.com/2011/08/20/facebook-und-die-german-angst/

  57. Marco Ripanti meint: (20.8.2011 um 13:07) AntwortenReply to this comment

    Wenn wirklich so eine große Panik bestünde, dann hätte doch schon jeder unseren Social Sharing Button eingebaut … Dem ist aber (noch) nicht so … also alles halb so wild.

    Grüße
    Marco

  58. yah bluez meint: (20.8.2011 um 13:10) AntwortenReply to this comment

    Das ist das typische deutsche bevormundende Obrigkeitsdenken.

    Jeder entscheidet doch ganz alleine für sich selbst ob er facebook nutzer sein will oder nicht. Und nur wenn jemand facebook nutzer ist und auch aus eigener Enscheidung dort eingelogt ist nur dann kann facebook den user tracken.

    Und genau das will der user schlieslich sonst hätte er sich ja nicht die mühe gemacht einen facebook account anzulegen.

    Deutschland krankt daran das der staat seine bürger einfach nicht in frieden lässt!

    Ich finde es gut das amazon datamining macht und mir nur sachen anbietet die mich interessieren. Wie sollen die das ohne datamining machen? Ich will das haben und brauche keinen behördlichen deppen der keine ahnung von irgendwas hat und meint mir sagen zu müssen was für mich gut ist.

    Solche politiker beamten behörden braucht kein mensch.

    mfg
    yb

  59. Andree Heidrich meint: (20.8.2011 um 13:44) AntwortenReply to this comment

    Manche sollten vielleicht nochmal die doch sehr interessante Ausführung von @Johannes Döh lesen. Ich zitiere:

    "Dabei ist der "Like" Button von Facebook in der Regel ein HTML- IFrame, womit bereits Nutzerdaten an Facebook übermittelt werden, wenn sich ein Besucher nur auf die entsprechende Website begibt. Ein Drücken desselben ist nur noch reine Makulatur und erhöht zur Freunde des Betreibers den Counter um 1. Ist es das wert? Der Besucher hat nicht die Chance und schon gar nicht die Entscheidung darüber, dass seine Nutzerdaten an Facebook übertragen werden."

  60. aetznd meint: (20.8.2011 um 14:17) AntwortenReply to this comment

    @yah bluez:

    Ich schalte mal schnell mein AdressBuch beim FratzenBuch frei in dem auch DU Dich befindest. *Ätsch*

  61. Pascal meint: (20.8.2011 um 17:15) AntwortenReply to this comment

    Das Arbeitsplätze-Argument wurde von der FDP (und anderen) leider sehr inflationär gebraucht und daher abgewertet. Trotzdem stimmt es manchmal. Unsinnige und weltfremde Regelungen können wirklich ein Hemmschuh sein.Ein Beispiel ist das deutsche Jugendschutzrecht. Das ist so vermurkst, dass es keine nennenswerten deutschen Erotik-Poirtale mehr gibt. Wie auch, wenn man um auf der sicheren Seite zu sein sich seine Nutzer per Postident-Verfahren verifizieren lassen muss…
    Gayromeo, das "Facebook für Schwule" ist deshalb vor ein paar Jahren von Berlin nach Amsterdam gezogen.

  62. yah bluez meint: (20.8.2011 um 17:55) AntwortenReply to this comment

    @Andree Heidrich:

    Das ist aber nur solange richtig,
    wie man dem idiotischen gedanken folgt,
    das eine reine ip adresse nutzerdaten sind.

    Nur der jeweilige dsl provider kann aus der ip adresse und der uhrzeit einen anschluss machen (noch immer keinen nutzer).

    Nur weil eine falsche ansicht von vielen gerichten geteilt wird ist sie nicht richtig, ansonsten waere die erde eine scheibe.

    mfg
    yb

  63. yah bluez meint: (20.8.2011 um 17:55) AntwortenReply to this comment

    @aetznd:

    Na und?

    mfg
    yb

  64. Arcticfox meint: (20.8.2011 um 18:58) AntwortenReply to this comment

    @yah bluez:
    Wenn man gerade bei der zu diesen Buttons gehörenden Seite (also Facebook, Twitter, Google, etc.) eingelogged ist, dann werden weitaus mehr Daten übertragen als nur die IP-Adresse.

    Diese Buttons werden – für den Seitenbetreiber sehr bequem – per IFRAME eingebunden bzw. per Javascript als solches erzeugt. Sowohl der Javascript-Code als auch der Inhalt des IFRAMES werden hierbei von Facebook, Twitter, Google usw. geladen. Dabei werden natürlich auch eventuell vorhandene Cookies an diese Server übertragen. Über die Cookies ist der eingeloggte Nutzer zu identifizieren, und weil der Browser auch gleich den Referrer mitschickt, kennen diese Server auch die Seite, die der Nutzer soeben anschaut.

    Das ganze passiert – wie bereits ausgeführt wurde – ohne dass der Nutzer den Button angeklickt hat. Alleine durch die Anzeige des Buttons wissen Facebook, Google und Co. welche Seiten man angeschaut hat. Als Nutzer wird man nicht einmal gefragt, ob man dieser Übermittlung zustimmt – informationelle Selbstbestimmung sieht anders aus.

    Wer das nicht möchte, dem bleibt also nur, sich von Facebook usw. abzumelden und alle Cookies zu löschen, bevor er eine andere Seite aufruft, was äußerst unkomfortabel ist. (Technisch versierte Nutzer können einen Blocker wie Adblock Plus nutzen, um das Laden der Buttons zu unterdrücken, aber so versiert werden die wenigsten sein.)

    Thilo Weichert übertreibt mMn kein bisschen, wenn er auf dieses Verhalten von Facebook hinweist. Und Google. Und Twitter. Und Flattr. Und… Und… Und…

  65. tzui meint: (20.8.2011 um 20:16) AntwortenReply to this comment

    Wo endet eigentlich der "Datenschutz"?

    PS: Ich nutze kein Facebook. Niemand wird zu dessen Nutzung gezwungen.

  66. Danny meint: (20.8.2011 um 20:53) AntwortenReply to this comment

    Selbst wenn man nicht bei Facebook Kunde ist, kann Facebook Cookies setzen oder per IP, Browserkennung usw. verschiedene aufeinander folgende Likebutton-Abrufe miteinander verbinden und so schließlich eine komplette Historie der besuchten Seiten (solang die den Button haben) ermitteln. Irgendwann ist es dann auch zweitrangig ob man die als angemeldeter Nutzer selbst mit seiner Person in Verbindung bringt oder ob die Verbindung durch eine verräterische URL ermöglicht wird.

  67. tzui meint: (20.8.2011 um 21:00) AntwortenReply to this comment

    @Danny: Und? Wo ist das Problem?

  68. emma peel meint: (20.8.2011 um 22:41) AntwortenReply to this comment

    Verbieten ist gut! Das ist so überzeugend.

  69. Hustenstorch meint: (20.8.2011 um 23:35) AntwortenReply to this comment

    Oh ja, der ist gut: Facebook verbieten/sperren wegen Datenschutz usw. *rofl

    Was soll das bringen, solange unser feiner Staat selbst fleißig alle möglichen Daten sammelt und auch gern an die Amis weitergibt (Stichwort: Fluggastdaten, SWIFT usw.)? Wollen die etwa das Monopol auf Datensammeln?

    Bei Facebook und Co. kann wenigstens jeder selbst entscheiden, ob er da überhaupt mitmachen will. Und wenn dann ob er echte Daten angeben will oder alles mögliche faked.

  70. niemand meint: (21.8.2011 um 07:39) AntwortenReply to this comment

    Tja, ich verstehe den Widerstand von Herrn Vetter. Diese Seite verwendet nämlich die gleich Datenschutz rechtlich bedenkliche Technik für ihren Flattr Knopf. Wie Facebooks like und auch Twitters "Tweet" wird ein IFrame verwendet der Daten von einer Fremden Seite nach lädt und dabei auch Daten überträgt. Hier (lawblog) sieht das dann zum Beispiel so aus:

    http://api.flattr.com/button/view/?url=http%3A%2F%2Fwww.lawblog.de%2Findex.php%2Farchives%2F2011%2F08%2F19%2Flinks-660%2F&title=Links%20660&description=Die%20Polizei%20als%20Hellseher%20M%C3%BCnchen%3A%20Richter%20wirft%20Anwalt%20raus%20-%20wegen%20fehlender%20Krawatte%20Ein%20zuk%C3%BCnftiger%20Sexualstraft%C3%A4ter%20-%20mit%20zw%C3%B6lf%20Jahren%3F%20Im%20Zweifel%20gegen%20den%20Angeklagten&uid=udovetter&language=de_DE&category=text&button=compact&

    Das heißt flattr.com (http://api.flattr.com) wird mal gerade informiert das ich mir diese Seite im Lawblog angesehen habe und zwar immer wenn ich diese Seite Aufrufe, auch wenn ich nicht auf den Flattr Knopf drücke.

  71. niemand meint: (21.8.2011 um 07:44) AntwortenReply to this comment

    Ach ja, hätte ich fast übersehen. Google (alias plusone.google.com) wird hierüber dank "+1" Knopf auf dieser Seite natürlich auch noch in Kenntnis gesetzt. Fröhliches Profiling noch ;-(

  72. Danny meint: (21.8.2011 um 08:54) AntwortenReply to this comment

    @tzui, das Problem ist dass ich diese Daten als Seitenbetreiber auch nicht speichern dürfte und die Weitergabe an Dritte somit auch rechtlich fragwürdig ist.

  73. Duddley meint: (21.8.2011 um 12:56) AntwortenReply to this comment

    Facebook bekommt vielleicht noch aus einer anderen Ecke Aerger:

    http://www.gulli.com/news/16905-wiener-reichen-16-klagen-ein-steuertrick-koennte-facebook-unter-eu-recht-stellen-2011-08-20

    Kleiner Auszug aus dem Artikel:

    "Da alle User des sozialen Netzwerkes mit Ausnahme der
    Bürger aus den USA und Kanada ihren Vertrag mit der
    irischen Tochtergesellschaft abschließen, kann
    wahrscheinlich unabhängig vom Serverstandort der Daten das EU-Recht angewendet werden"

    Das koennte noch interessant werden.

  74. AlterKnacker meint: (21.8.2011 um 15:45) AntwortenReply to this comment

    @R.A.: Wer mir den Unterschied von CDU und Grünen heute noch erklären kann, hat die Anleitung zu einer Waschmaschine gewonnen.

  75. Recht§§taat meint: (21.8.2011 um 16:26) AntwortenReply to this comment

    Ich finde das Vorgehen gegen das Facebook-Tracking vollkommen richtig. Mir sind die skriptgesteuerten Facebook-"Plugins" auf fast allen von mir frequentierten Seiten schon so auf die Nerven gegangen, dass ich Facebook inzwischen komplett geblockt habe.

  76. Blair meint: (21.8.2011 um 18:29) AntwortenReply to this comment

    Statt sich mit dem wirklichen Gegner Facebook anzulegen und auf Verbesserungen zu drängen [...]

    Lieber Herr Vetter, gerade Sie sollten wissen, dass es LÄNGST bekannt ist, dass Facebook gegen deutsche Datenschutz-Gesetze verstößt. Und Sie sollten genauso gut wissen, dass sich dagegen nichts machen lässt, weil Facebook kein deutschen Unternehmen ist. Was also soll dieses, mit Verlaub, dämliche Argument?! Was ist der Zweck eines Arguments, von dem Sie wissen, dass es Unsinn ist?

  77. Der Steuerzahler meint: (22.8.2011 um 00:27) AntwortenReply to this comment

    Man kann es drehen und wenden wie man will, wenn der Ami Dtaen haben will, bekommt er Sie, legal, Illegal, Scheissegal…

    Und von eine Deutschen "Täterschutzer" läst der sich nicht aufhalten. Jedwede Systemtechnik stammt zu großen Teilen aus USA. Ich bezweifel schlicht das es da keine Hintereingang gibt. Ich glaube nur, das diese noch nicht gefunden wurden.

    Will man nicht das der Ami seine Daten hat, muß man aus dem Internet fern bleiben, nur Bar Zahlen und nur bei Ortlichen Händlern ohne EDV gestützes Bezahlsystem kaufen.

    mfg

    Ralf

  78. ronny meint: (22.8.2011 um 01:22) AntwortenReply to this comment

    Weichert hat recht! Die Webseitenbetreiber erdreisten sich einfach, mir Facebook aufschwatzen zu wollen, da sollen sie dann auch 50000€ zahlen müssen!

  79. schredder66 meint: (22.8.2011 um 07:43) AntwortenReply to this comment

    @anonym:

    Oha, das ist ja ein "toller" Vorschlag. Ganz ehrlich? Lieder ein bisschen "ungeschützes" Internet als "verpflichtender" Volksempfänger für alle.

    Ja, ich weiss: Auch in der Vor-Internet-Zeit war es möglich, sich über das Geschehen im Lande und in der Welt zu informieren. Ich sehe das Internet durchaus (gefährlichen) Meinungsmanipulator. Der Nutzer von Medien sollte sich nie auf eine einzige Quelle verlassen.

  80. Ingo Busch meint: (22.8.2011 um 10:34) AntwortenReply to this comment

    "Weichert hat recht! Die Webseitenbetreiber erdreisten sich einfach, mir Facebook aufschwatzen zu wollen, da sollen sie dann auch 50000€ zahlen müssen!"

    SO ein Schwachsinn… Soweit sind wir in dem Land also schon. Da wird einem über Monate und Jahre hinweg etwas von so dubiosen Leuten und Regierungen gepredigt und dann glauben es auch noch alle.

    Deinem Text entnehme ich, dass Du nicht bei FB bist. Ok, Deine Meinung – das steht Dir frei. Was hast Du dann aber für ein Problem? Weil FB Deine IP kennt und speichert? Das macht jeder Server! Jedes VoIP-Telefon! Jedes Handy!

    Und die Profilbildung ist ein Schwachsinn. Klar werden die Daten von nicht-FB-Nutzern auch erfasst – geht ja nicht anders. Selbst wenn man vorher prüfen würde, ob derjenige ein FB-Nutzer ist oder nicht wäre es schon zu spät, denn auch da muss eine Anfrage vorher gesendet werden. Und schon ist die IP gespeichert. Aber von den nicht-FB-Nutzern werden keine weiteren Auswertungen vorgenommen, da es gar nicht möglich ist. Die Daten sind ja gar nicht bekannt. Bei den echten Nutzern ist das anders, da werden viele Daten erfasst und gespeichert. Und wo ist da aber dann das Problem? Die Leute haben sich alle bei FB SELBST! angemeldet und die Bedingungen akzeptiert. Wenn die das nicht wollen, dann sollen sie sich halt nicht an so einem System registrieren, ganz einfach. Was kann ich als Webseitenbereiber dafür, wenn sich eine bei FB registriert, das System aber nicht versteht?

    Aber das ist dennoch alles klar. Für mich ist das mal wieder Verarschung und ein Grund mehr das Land zu verlassen. Ich sage nur Impressumspflicht. Mit den gesetzlich geforderten Daten kann jeder Depp unfug treiben, sich an kostenpflichtigen Diensten anmelden etc. Schon oft genug gehabt. Dann hat man nur Stress und viel Arbeit und die Anzeigen bei der Polizei werden eh eingestellt. Oder wo kommen die ganzen seltsamen Anrufe her? Die Werbeanrufe? etc… Die Nummer steht nur im Impressum, die hat kein anderer. Aber Hauptsache, alle Daten stehen für jeden schön öffentlich und umfangreich im Impressum.

  81. Michi meint: (22.8.2011 um 10:44) AntwortenReply to this comment

    Ich möchte an dieser Stelle mal etwas weiter ausholen, es mag sein dass der Vergleich hinkt…aber dennoch:

    Jeder normal denkende Mensch, der sein Auto in einer Gegend abstellt die nicht 100% sicher ist, schließt sein Auto ab.

    Warum tut er das? Weil ein nicht abgeschlossenes Fahrzeug gewisse Begehrlichkeiten weckt.
    Analog dazu besitzt jedes Haus eine Tür, im Regelfall so konstruiert, dass sie sich von aussen nicht ohne weiteres öffnen lässt. Warum? Nuja, eine sichtbar offene Haustür würde Begehrlichkeiten wecken…
    Ich bin mir weiterhin ziemlich sicher dass keine Versicherung im Falle eines Diebstahls den Schaden ersetzt, wenn sichtbar
    die Haustür offen stand, ohne das jmd. im Haus war. Typischer Fall von Fahrlässigkeit bzw. "Hätte man doch denken können!".

    Warum ist das im Internet so anders? Wenn ich nicht will dass jmd mein Auto klaut, dann schliesse ich es ab. Wenn ich nicht will das Facebook meine Daten kopiert, dann installiere ich
    mir $SOFTWARE, die ganz einfach das Übermitteln von Daten
    an Facebook, Google & Co. verhindert.
    Ich kann mir nicht vorstellen dass sowas nicht existiert.

    Genau wie in der "Offlinewelt", ist auch die Sicherheit in der "Onlinewelt" eine Sache, um die sich jeder selbst kümmern muss.
    Wir kriegen von klein auf beigebracht, die Haustür hinter uns
    zu verschliessen, wir müssen nur noch begreifen dass man sich
    auch im Internet sichern muss.
    Das kann doch alles nicht so wahnsinnig schwer sein, oder?

  82. bernd das brot meint: (22.8.2011 um 11:28) AntwortenReply to this comment

    @Ingo Busch:

    Das stimmt leider alles nicht was Sie schreiben.

    1. Profiling ist so zweifelsfrei technisch möglich und wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch gemacht. Es ist insbesondere deshalb möglich weil, auf einer sehr großen Zahl von Seiten Facebook eingebunden ist. Facebook ist aufgrund der verwendeten Technik in der Lage ein Profil in Form einer Historie für einen User bzw. Browser anzulegen die alle Seiten umfasst die aufgerufen wurden und auf denen Facebook "like" eingebunden war. Daran dass dies möglich ist besteht technisch nicht der geringste Zweifel! Das gleiche gilt auch für Google+, Twitter "tweet" oder Flattr. Weiterhin dies betrifft alle und nicht nur die die bei Facebook Mitglied sind oder den Knopf drücken.

    2. Das ist technisch nicht notwendig und leicht abstellbar. Es müsste lediglich auf das nachladen von Teilen der Seite von Facebook (Google+, ..) verzichtet werden und nur lokale Elemente, also zur selben Seite/Quelle gehörende Elemente verwendet werden. Wenn dann ein Anwender wünscht und auf "like" klickt kann immer noch eine Verbindung zu Facebook aufgebaut werden. Dann wären nur die betroffen die Ihren eigenen Willen dazu bekundet haben.

    3. Das Element wird vom Web-Seiten Betreiber aktiv eingebunden. Unter anderem wird von ihm aktiv die URL der enthaltenden Seite in die Parameter zu den Element eingetragen. Damit überträgt der Web-Seiten Betreiber auch aktiv die Benutzerdaten (die Verknüpfung der User IP mit der Web-Seite) an eine nicht den deutschen Datenschutz entsprechende Firma und trägt dafür die volle Verantwortung. Das ULD wendet sich also an den Richtigen. Ich wünsche Herrn Weichert viel Erfolg bei seiner Maßnahme.

  83. Struppi meint: (22.8.2011 um 12:31) AntwortenReply to this comment

    @Michi: Das Problem ist aber, um deinen Vergleich zu bemühen, der Browser hat kein "Schloss", du musst es erst selbst einbauen. Und viele Menschen Wissen noch nicht mal, was ihnen da geklaut werden soll (was auch an den Kommentaren hier sichtbar ist).

    Beispielhaft die Firma Apple, die ein Telefon verkauft, dass deinen Standort an ihre Server übermittelt. Um so etwas rauszufinden ist ein technischer aufwand nötig, d.h. deine aussage "jeder ist selber verantwortlich" kann in in dem Fall nicht greifen, da es "jeder" gar nicht rausfinden kann, dass er auspioniert wird.

    Insofern ist und bleibt Datenschutz ein wichtiges Thema.

  84. Sascha Fuchs meint: (22.8.2011 um 15:23) AntwortenReply to this comment

    Datenschutz bleibt ein Thema, nur sollte man auch drauf achten das da ein internationaler Konsens gefunden wird – und nicht was ein Land alleine für sich beansprucht.

    Das Internet ist eben keine Insel. Wer Datenschutz extrem kennen lernen will soll sein Blick nach China werfen – und dort läuft es nicht anders wie bei uns, nur extremer. Der Staat schütz seine Bürger in dem er Inhalte filtert muss jedoch schnüffeln um Ausreiser schnell zu erkennen.

    In der ganzen Diskussion geht es immer nur um eines um das Recht der Deutschen gegen die Rechte der Welt. Mag sein das einem Facebook nicht passt, warum auch immer ist völlig belanglos. Aber einige sind mit Feuereifer dabei wenn das Thema Datenschutz in Kombination mit Google / Facebook ins Spiel kommt.

    Ich frag mich wo wahrt ihr es als darum ging, gegen Vorratsdatenspeicherung, Stopschilder, Internetzensur, ELENA, SWIFT, Mautdatenüberwachung und noch viele andere lustiger Spielereien ging? Seit dem 11.9. kippt die Freiheit der Menschen und fast keinen störts. Aber wenn Facebook und Co mein Profil über den Erdball trackt und mir personalisierte Werbung zu sendet, da ist man ganz schnell auf Zinne. Da pocht man urplötzlich auf sein Recht.

    Es ist die freudige Erwartungshaltung der Deutschen ein Internet vorzufinden, mit ASP, ESP, Airbag, ABS, Einlenkhilfe, Hecksensoren und Radarsystem. Damit man mit Tempo 250 über den Datenhighway brettern kann. Ohne Sinn und mit noch weniger Verstand. Aber wehe die Karre kriegt ne Schramme oder man klatscht gegen eine Mauer, dann ist das Geplärre groß nach staatlicher Regulierung.

  85. Machtwort meint: (22.8.2011 um 16:42) AntwortenReply to this comment

    Ein Land was chronisch pleite ist, wahrscheinlich auch, weil seine Regierung genau den Verstand für Politik hat wie für die derzeitigen Medien, sollte sich wohl überlegen ob das zeitgemäß ist, wenn eine Plattform die von 500 Mio. Menschen dieser Erde genutzt wird, hier jetzt nicht mehr genutzt werden darf. (Das ist klassische Wettbewerbsausgrenzung). Als Websitebetreiber bleibt mir da jetzt die Wahl, meinen Firmensitz kurz zu verlegen, dann brauche ich in diesem so fortschrittlichen Bundesland auch keine Steuern mehr Zahlen, die ich über die Einnahmen meiner Homepage generiere. Das ist klug gedacht! Wahlkampf eben. Hoffe das dem Herrn Weichert niemals jemand erzählt, in was für einer schrecklichen Welt er eigentlich lebt. Auch das sein Smartphone gelegentlich böse Daten gen USA versendet. Abgesehen von seinem GPS gesteuerten Navi in seinem von den "noch" Steuerzahlern finanziertem Auto, das auch Daten sendet die gespeichert werden "können"… Ggf. weiß Mark Zuckerberg zu diesem Zeitpunkt so oder so gerade, welche Straße er für den Heimweg genommen hat… es ist ja schon 16:30!…

  86. Christoph meint: (22.8.2011 um 18:40) AntwortenReply to this comment

    @yah bluez: Bei statischen IP-Adressen ist der Personenbezug für jeden Betreiber einer Website gegeben, bei der du dich jemals mit Namen oder dem Namen zuzuordnender Mailadresse angemeldet hast. Bedenke auch: Wer Internet über Breitbandkabel nutzt, behält seine IP-Adresse in aller Regel auch lange, obwohl sie strenggenommen nicht statisch ist (keine Zwangstrennung; oft läuft das Telefon auch über den Anschluss, d.h. das Kabelmodem wird dann auch nicht abgeschaltet, wenn man telefonisch erreichbar bleiben möchte). Damit steigt das Risiko der Zuordnung zur Person.

  87. Michi meint: (22.8.2011 um 19:38) AntwortenReply to this comment

    @Struppi

    Das ist eigentlich dass worauf ich hinaus wollte…
    Das man Wertsachen verschließt hat mittlerweile jeder kapiert, dass man seine Daten ebenfalls selber schützen muss…diesen Umstand müssen wir anscheinend noch lernen.

    Es wird häufig sehr sehr unbedarft mit dem Internet umgegangen, was mich eigentlich sehr wundert.
    Aber vielleicht…eines Tages…

  88. F.R. meint: (25.8.2011 um 17:53) AntwortenReply to this comment

    Das mit dem Verbot von Fan-Seiten ist ungefähr so, als würde der Herr deutschen Unternehmen verbieten, eine Niederlassung in den USA zu gründen.

  89. Matthias meint: (27.8.2011 um 18:08) AntwortenReply to this comment

    Eine Facebook-Fanseite ist vergleichbar mit einem normalen Facebook-Profil. Bei der Einbinung der Like-Buttons kann man es verstehen, dass es Facebook nichts anzugehen hat, auf welchen Seiten man surft. Eine Fanseite wiederum ist doch nichts anders als eine Unterseite von Facebook und daher ist auch nur Facebook für diesen Teil des Datenschutzes verantwortlich.

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