Ohne Volumenbeschränkung, von wegen
Die Telekom darf für Internetanschlüsse nicht mehr mit Aussagen über hohe Übertragungsraten werben, ohne deutlich auf die Drosselung der Geschwindigkeit bei hohem Datentransfer hinzuweisen. Das hat das Landgericht Bonn nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) entschieden.
Die Versprechungen waren vollmundig: "Unsere schnellste DSL-Verbindung", "Luxus-Highspeed-Surfen mit bis zu 25 Mbit/s", "ohne Zeit- oder Volumenbeschränkung" – so pries die Telekom ihr Paket "Call & Surf Comfort VDSL" in der Werbung an. Erst im Kleingedruckten stand der Hinweis auf die mögliche Drosselung der Geschwindigkeit: Wer in einem Monat 100 GB Datenvolumen überschreitet, bei dem wird der Internetzugang auf 6 Mbit/s verlangsamt, und zwar für den Rest des Monats. Diese Information war in einem PDF-Dokument der Telekom nur umständlich zu finden.
Das Landgericht Bonn hat nun entschieden, dass diese Werbung irreführend ist. Der Verbraucher gehe bei dem Angebot davon aus, dass keine Drosselung der Internetgeschwindigkeit erfolgt, auch nicht nachdem ein bestimmtes Datenvolumen erreicht wurde.
Solche Werbeaussagen seien zudem kaufentscheidend. Der Hinweis auf die Drosselung innerhalb der Leistungsbeschreibung sei nicht ausreichend, um die Irreführung des Verbrauchers zu beseitigen.
Landgericht Bonn, Urteil vom 19. September 2011, Aktenzeichen 1 O 448/10
ein sehr sehr gutes urteil.
nun noch eines das den begriff "flatrate" auf das festnagelt was im allgemeinen darunter verstanden wird. :)
Endlich.
Wenn man aber bedenkt, welche ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteile die sich über einen größeren Zeitraum verschafft haben! Da sollte mind. die Idee der Beschlagnahme des ergaunerten Geldes im Raum stehen.
Eine http://de.wikipedia.org/wiki/Fair_Use_Policy ist fast bei jedem Provider in Benutzung, nur weil jemand mal die 5Stern AGBs in Pico4 Schriftgrösse durchgelesen hat macht man nun die User wild. Bandbreite ist endlich und jeder möchte gerne Surfen auch Abends 18Uhr am Sonntag, also bekommen alle den gleichen Anteil vom Kuchen.
Frech: http://www.wolframalpha.com/input/?i=%28100+GB+%2F+25+Mbit%2Fs%29+%2F+30+days
Ich habe VDSL 50 bei der Telekom und bin extrem viel im Netz unterwegs, auch viel mit Streaming und Co. Ich schätze das ich schon des öfteren über 100GB hatte, mir ist noch nie ein Einbruch der Geschwindigkeit aufgefallen.
Nichtesdestotrotz begrüße ich die Entscheidung natürlich!
@flipd: Schau doch einfach in deinem routeer nach wieviel GB du im letzten monat hattest. Es dürften selten mehr als 30GB sein.
Aber flatrate hat flatrate zu sein!
mfg
yb
@4
VDSL50 wird nach 200GB gedrosselt.
Die Entertainment Pakete haben kein Limit.
@flipd:
Vielleicht zahlen Sie ja für VDSL, haben aber nur DSL6000. Dann merkt man den Unterschied nach 100GB natürlich nicht, weil es keinen mehr gibt ;)
"ohne Zeit- oder Volumenbeschränkung" heißt eben ohne Zeit- oder Volumenbeschränkung und nix anderes.
@erforderlich:
stimmt wohl. ich habe mit iptv alleine ~145gib am tag (sic), aber das ist auch multicast und wird sicher anders, kostengünstiger für t-online, "geroutet".
@user124: Entertain wird generell nicht gedrosselt, da Du andere AGBs hast.
Auch beim normalen VDSL50 ist mir bislang noch keinerlei Drosselung aufgefallen und mein Nutzvolumen liegt im Schnitt zwischen 300 und 400GB.
Mal ne Frage: Ist das nicht Betrug im strafrechtlichen Sinn?
Spätestens jetzt weiss ich wieder, warum ich nicht mehr Kunde bei der Telekom bin. Solche unfairen Verträge sind nämlich an den Zusatz "24 Monate mindestlaufzeit, automatische Verlängerung um ein Jahr" gekoppelt. Wer sich darauf einlässt hat fortan nur noch einmal im Jahr die Möglichkeit aus dem Vertrag zu gehen. Wer umzieht, den stellen sie vor die Wahl: Entweder sofort die komplette Grundgebühr für alle noch offenen Monate der Vertragslaufzeit oder Anschluss monatlich weiter bezahlen aber nicht nutzen können weil noch am alten Wohnort… oder Anschluss umziehen und die Mindestvertragslaufzeit auf 24 Monate zurück setzen.
Das zusammen mit dem "Komfort", dass jedes bisschen Extraleistung sofort auch extra kostet. Papierrechnungen z.B.
Ich hatte bei meinem Umzug noch das Glück, dass ich meinen Nachmieter kenne und er den Anschluss bis zum Ende des Vertrags einfach genutzt und mir dann immer das Geld überwiesen hat. Was bin ich froh, dass ich da raus gekommen bin!
@Dominik: Was genau soll uns diese Rechnung zeigen?
Ich freu mich schon:
"Luxus-Highspeed-Surfen mit anfangs bis zu 25 Mbit/s"
"fast ohne Zeit- oder Volumenbeschränkung"
@abc:
100 GB hat man mit 25 Mbit/s in ca. 9h gezogen,
was ca. 1,25% eines Monats entspricht
@momo: so dummblöd wie du möcht ich auch mal sein, lies mal die agb´s der konkurrenten und dann poste nochmal deinen müll…
@ Momo
Ich bin mit Sicherheit kein Freund der Telekom; aber daß andere Firmen da moralischer handeln, glaube ich nicht.
Ich sehe nicht, daß man nur einmal im Jahr kündigen kann. Man kann sofort nach Vertragsschluß seine Kündigung versenden; wirksam wird sie dann zum im Vertrag vorgesehenen Zeitpunkt. Es ist sonnenklar, daß die Telcos darauf spekulieren, daß ihre Kunden die Kündigungsfrist verschlafen – leider nur tun ihnen viele Schnarchnasen von Verbrauchern den Gefallen! Warum also die Kündigung nicht frühzeitig beweissicher absenden oder gleich ganz auf Laufzeitverträge verzichten??!
Daß ein Umzug nicht ein Sonderkündigungsrecht nach sich zieht (übrigens nicht nur bei der Telekom!), überzeugt mich persönlich nicht. Da ist m. E. juristisch das letzte Wort noch nicht gesprochen. Man sollte als Kunde natürlich die Telco auch einen gewissen Widerstandsgeist spüren lassen! Und noch einmal die Frage: Wieso eigentlich überhaupt Laufzeitverträge eingehen mit Firmen, denen man berechtigterweise nicht traut??
Ich habe übrigens noch einen alten analogen Telekom-Telefonanschluß (Bestandstarif) zu Hause und muß natürlich nichts für meine Papierrechnung bezahlen! Das ginge auch gar nicht, das wäre mit Sicherheit in diesem Vertrag illegal.
Welche genauen Vorteile werden durch das Urteil nun für Bestandskunden gewonnen?
Hat diese Entscheidung auch Auswirkungen auf den mobile Bereich? Da wird ja auch gern mit Pseudo-Flats geworben…
@Dominik: was soll das sein?
Ist das rechtskräftig?
Ein Urteil im Namen des Volkes.
Donnerwetter!
Ein Urteil, dass mich hoffen läßt, dass die Justiz nicht nur aus HH, B, und K besteht.
oh, ich sollte wohl doch mal mein Volumen überprüfen, denn die Geschwindigkeit seit Tagen ist deutlich unter 16 k. Allerdings sauge ich keine Filme… mh???
Da bin ich aber froh bei der sonst so ungeliebten Konkurrenz 1&1 zu sein. Da kann ich sogar mit meinem vergleichsweise popeligen 16MBit/s-Vertrag über 100GB/Monat kommen ohne dass es zur Drosselung kommt.
@zf.8:
Nein. Und die Telekom wird wohl in die Berufung gehen.
welcher nicht-telekomanbieter bietet denn bitte noch VDSL an?
Üblich ist es wohl bei allen Anbietern, daß sie mit "bis zu" werben und im Kleingedruckten von der Möglichkeit einer Drosselung sprechen. Außer Mobilfunkbetreiber, die ihre "ISDN-Geschwindigkeit" (haha, ISDN ist Gold dagegen) auch durchziehen, macht das aber wohl keiner.
Bei KDG letzten Monat ein knappes halbes Terabyte. Außer den üblichen zeitabhängigen Bremsen keine Drosselung spürbar … In den meisten Fällen sind die Quellen eh langsamer als meine letzte Meile, die ich mir vermutlich mit der ganzen Straße teile.
Vorher bei Alice hatte ich auch keine Drosselung, da hatte ich konstant die Bandbreite wie bei KDG mit abendlicher Bremse.
@anonym:
Es gibt noch analoge Telefonanschlüssen? Echt jetzt? *staun*
Und die Telekom ist noch nicht mit einem mobilen (Analogkabelauf)-rollkommando bei ihnen vor der Tür gestanden um sie zu ihrem VDSL-Glück zu zwingen? ;-)
Was bringt das Urteil denn jetzt? Kann ich den Vertrag nur kündigen oder kann man verlangen dass die Drosselung entfernt wird? Ich bin jetzt nicht direkt betroffen, aber interessant wäre es dennoch.
@r.nuwieder:
Seit 15:28 beim ehemaligen Nachrichtenmagazin nachzulesen: die -T_ HAT Berufung eingelegt. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,794119,00.html
@28 hiro:
ich habs nie erlebt, aber ISDN-Geschwindigkeit nehme ich denen schon ab.
Allerdings ist nach meinen Erfahrungen mit UMTS ein Ping zwischen 80ms und 400ms normal, wenn das Netz hinreichend ausgebaut ist. Eine normale Webseite kann mit DNS-Query und all dem schon mal 15s brauchen zum laden, und das bei 5mb/s+. 2mb/s ADSL sind beim Surfen einem mobilen Zugang mit 15mb/s immer noch ueberlegen.
Und aus technisch-wirtschaftlicher Perspektive ist das kein Wunder.
@hiro:
Üblich schon, aber bei der -T- habe ich auch andere Erfahrungen gemacht als bei anderen Anbietern; dank DSL-RAM: max 6.000 vereinbart, in Spitzen aber knapp 8.000 weil es die Leitung grad hergab. Im Schnitt lande ich bei 6.000+. Mehr ist eben derzeit nicht drin. Richtig übel finde ich DSL-Light-Anschlüsse: volle Kosten für ansatzweise Leistung.
Das unfaire ist auch, dass Handytarifanbieter ihre Internetflats auch als solche bewerben dürfen, obwohl diese sogar nach 200mb schon gedrosselt werden…einfach eine riesen Frechheit.
Gegenüber UPC in Österreich ist das noch human… die drosseln bei einem 100/10Mbit paket mit FLATRATE (und fairuse Klausel die nicht näher ausgeführt wird ab wann sie gilt und was passiert) ab 1TB Traffic auf 64Kbit(!) und die Hotline will dann davon überhaupt nichts wissen.
Blabla es gibt keine Drosselung, bla bla wir können da nichts machen, bla bla starten sie ihr Modem neu – DANN plötzlich wieder fullspeed weil Sie die Modem config am Server geändert haben.
Saftladen.
~w
Ich bitte zu bedenken, dass zwischen der DSL Datenleitung und dem DSL Tarif einen Unterschied gibt.
Richtig ist, dass die Datenleitung bei Überschreitung eines Volumen X gedrosselt wird. Sprich aus VDSL Speed wird ADSL Speed.
Nicht richtig sind Aussagen wie Flatrate ist Flatrate.
Denn der Kunde kann weiterhin unbegrenzt lange und unbegrenzt viel Traffic erzeugen, nur eben mit einer geringeren Datenleitung.
Schockierend wie manche dieses Urteil benutzen um gegen die Telekom zu hetzen! Ich kenne keinen Internetanbieter, der nicht ähnliche Klauseln hat! Teilweise ist die Datenfreimenge sogar noch wesentlich geringer! Laut eigenen Aussagen wendet die Telekom außerdem diese Klausel momentan gar nicht an.
@veritas:
Das hätten die sich dann vorher überlegen sollen, bevor sie das in ihren AGBs aufgenommen hat etc. – es hinterlässt für Leute, die "Ahnung" eben den Eindruck auf dieses Paket lieber zu verzichten, wenn man nicht für den Großteil des Monats weniger als 16k DSL haben will.
Das ist der Punkt. Es spielt keine Rolle, obs derzeit angewendet wird oder nicht. Genauso gut, kann man das auch auf andere Provider übertragen.
@veritas:
Der Telekom steht es frei, Mitbewerber abzumahnen, falls sie ähnliche Klauseln verwenden.
Die Telekom wird also nicht benachteiligt.
Hab eine 16Mbit ADSL von der T-Com, nach 160Gbyte war noch keine Drosselung erfolgt
Ich bin kein Freund des rosa Riesen und doch lande ich immer wieder dort. Im Gegensatz zu manchem Konkurrenten kann man viel über die Hotline erreichen.
@#13:
1&1 habe ich (und einige aus meinem Bekanntenkreis) wesentlich schlimmer erlebt. Kündigung fristgerecht eingereicht und nach mehrfachem nachfragen teilten sie mir mit, dass sie niemals etwas schriftlich erhalten haetten. Also wurde ein Jahr verlängert und Kulanz war vollkommen egal. Telekom hat bei meinem Umzug die Mindestvertragslaufzeit nicht verlängert und das selbstständig.
Wie weiter oben schon jemand schrieb: Die Entertain-Pakete von t-home haben kein Limit. Wer wirklich viel Datendurchsatz hat, sollte es überlegen, sich ein Entertain-Paket zuzulegen. Kostet 20 Euro im Monat, aber man erspart sich auch den Kabelanschluss und hat eine bessere Bild- und Tonqualität.
Vor ein paar Jahren haben diese damals neuen Provider wie Hansenet etc. Kunden, die zuviel Datendurchsatz hatten (damals etwa 20 GB p.M.), gekündigt und denen noch 100 Euro als „Entschädigung“ überwiesen. Da bin ich mit der Telekom ganz zufrieden …
Bin ich der Einzige der die ganzen Telekom-PRler zählt, die hier einen auf White Knight für die T-Com machen?
@Schmidt:
Ich bin seit 30 Jahren bei der Telekom und zufrieden (weitgehend). Nur kennt wohl mittlerweile jeder die Horrorgeschichten von anderen Providern, die es nicht gebacken bekommen, einen Anschluss zu errichten (drei Monate der Mobilfunkrechnungen eines Freundes wurden dann endlich doch übernommen), ihr 6000er DSL nicht mal auf 2000 zu bekommen oder deren Hotline schon beim Anschluss eines Mac scheitert.
Wenn jemand die billigste Variante bei t-com nimmt und dafür aber das Allesrundumpaket erwartet, darf sich nicht wundern. Ist halt wie immer: Ein Dacia ist kein Bentley.
"Ohne Zeit- und Volumenbeschränkung" ist natürlich totaler Quatsch, selbst bei konstanter 25 MBit/sec.
1) kann man nicht länger als 24h/Tag bzw. 28-31 Tage/Monat online sein und
2) pro Sekunde gehen halt nur 25 MBit durch die Leitung. Macht eben nur etwa 250 GB pro Tag und 7-8 TB im Monat.
Von wegen unbegrenzt. Alles Lüge.
Da kommt es dann auch nicht mehr auf eine versteckte Drosselung an.
@ Spinnzessin
Nein, bei mir waren überhaupt noch nie Klinkenputzer, egal, von welcher Firma. Aber soviel ich weiß, arbeiten die auch bloß tagsüber, und da bin ich nicht da. Ohnehin reagiere ich auf Klingeln nicht. Vielleicht liegt auch das Haus, in dem ich wohne, etwas zu abgelegen, wer weiß.
Natürlich gibt es noch analoge Anschlüsse, reicht ja auch völlig aus fürs Telefonieren. Und ich kenne genug Leute, die so was nutzen; wenn Sie ein bestimmtes Alter erreicht und keinen Computer zu Hause haben, was wollen Sie da mit einem höherwertigen Anschluß?
Ich empfehle Ihnen übrigens im Netz Teltarif (www.teltarif.de); da können Sie alle Tarifmodelle aller deutschen Telcos sehen, auch die Bestandstarife (wie ich einen nutze).
@Mathias: Dann musst du dich eben vom Konzept des Monats (und auch vom Tag) verabschieden. Dann gibt es (für dich) auch keine Begrenzung mehr auf 30 Tage/Monat (Es gibt ja schließlich keinen Monat mehr). Da du dann allerdings auch nicht mehr Monatsweise bezahlen kannst solltest du fairerweise für die voraussichtliche Vertragsdauer im voraus bezahlen, da es ohne definierte Zeitabschnitte eigentlich nur noch eine relevante Größenordnung gibt, deine Lebenspanne, sollte das 600 bis 800 fache (je nach deinem alter) der verlangten Monatsgebühr angemessen sein. Ich denke dein Telekommunikationsanbieter wird dir dankbar sein ;)
@Mathias:
"1) kann man nicht länger als 24h/Tag bzw. 28-31 Tage/Monat online sein und
2) pro Sekunde gehen halt nur 25 MBit durch die Leitung. Macht eben nur etwa 250 GB pro Tag und 7-8 TB im Monat."
—-
Quatsch: einfach mehr Verbindungen aufbauen!
@Madman:
Klar möchte jeder surfen. Und wenn Bandbreite endlich ist dann soll man sie halt verteilen und nicht mit einer Geschwindigkeit werben die sie nicht halten können.
Vor allem da heute sehr vieles über das Netzu läuft und die Telecom ja auch IP-TV vermarktet.
Ok bei IP-TV gibt es keine Drosselung wie ich gelesen habe. Trotzdem nicht gerade die feine Art.
Und so lustige Sachen wie ich saug mir ja keine Film eollten sich einige Kommentatoren sparen. So etwas gibt es immer noch, aber schon legal kann man einen riesigen Traffic erzeugen.
Ich gebe mal einige Beispiele. Ich hab jetzt eine Xbox 360 und habe auf meinem PC Steam. Bei der Xbox wie auch bei Steam kann man sich viele Inhalte direkt herunterladen. Und alleine bei Steam habe ich schon Spiele in der Größenordnung von knapp 200 GB. Gut die lade ich nicht monatlich neu. Aber hin stelle ich die Sprache um (entweder weil das Spiel ausversehen auf englisch geladen wurde oder ich lieber auf englisch mit deutschen Untertiteln spielen will) schon sind mehrere GB "weg". Bei manchen Patches wird auch mal das ganze Spiel neugeladen. Sind wieder ein paar Gigabyte.
2-3 Trailer in HD geguckt? Wieder 1 GB weg.
Ein paar Filme über den Onlinetvrecorder heruntergeladen? Macht bei meinem relativ moderatem Serienkonsum auch so 50 GB im Monat. Kommen halbwegs gute Filme sind es eher 100.
Und ich wohne alleine.
Selbst meine Mutter kommt auf mindestens 10 GB im Monat und die verschickt "nur" Emails.
Ich kann aus eigener Erfahrung noch nichts vergleichendes sagen zu den Leistungen der Anbieter, aber:
Als ich mich in den Laeden verschiedener Anbieter (Telekom, Vodafone und Kabel D) darueber informierte, was sie anbieten (oder dies behaupten), fiel die Telekom als einzige dadurch auf, keine Behauptungen aufzustellen, dass die Konkurrenz bei bestellten 6 nur 2 Mb/s liefere. Nach auszen erschienen mir die also als einzge wirklich serioes.
Andererseits: die Telekom hat ja immer noch die Endmeile, und man koennte natuerlich spekulieren, dass sie bei den noetigen Anschlussleitungen zur Konkurrenz es nicht immer so eilig haben. Der Laie flucht ja nicht ueber die Telekom, wenn er woanders ist.
Insgesamt ist mein Eindruck, dass das Produkt aus Preis und Aerger bei allen Anbietern etwa gleich ist.
@33 MI: DSL light ist immer noch besser als gar keines. Die Flaechenversorgung ist eben nicht so profitabel wie die Staedte.
@ madd
Denke auch, daß die Telekom als ehemaliger Monopolist sich öfter mal zurücklehnen und Diffamierungen anderen überlassen kann. Sie hatte sich ja zumindest in den letzten zehn Jahren oft genug bei der Regulierungsbehörde über vermeintliche Diskriminierungen beschwert. (Und daß man als Kunde im T-Punkt bei Nachfragen auch eiskalt belogen wird – gibt ja hinterher keinen Beweis, alles mündlich! -, kann man bei Gelegenheit leicht selbst eruieren. Meine Erfahrung ist es jedenfalls, und ich verirre mich wirklich sehr, sehr selten in einen T-Punkt.)
Andererseits ist es natürlich auch reichlich unprofessionell von Telekom-Konkurrenten, gegenüber Kunden dämliche Bemerkungen über Konkurrenzfirmen zu machen.
@anonym: @Momo:
Ich habe gerade das schöne Vergnügen ins Ausland gezogen zu sein. Für meinen Alt-Vertrag (also seit Jahren keine Geräte o.Ä. erhalten) wollen sie 50% der verbleibenden Monatgrundgebühren (10 a EUR54) um mir ein Sonderkündigungsrecht "aus Kulanz" einzuräumen. Toll, oder?
@ HBS
Aber vom Ausland aus haben Sie sicherlich auch die Möglichkeit, die Telekom sauber abfahren zu lassen, denn mit der grenzüberschreitenden Pfändung wird es doch sicherlich nicht so besonders gut funktionieren (selbst in der EU nicht).
Ich gönne es Ihnen jedenfalls ehrlich, daß Sie hier der Telekom zeigen, wo der Hammer hängt.
@Olli:
10 GB im Monat nur für Emails?
Hm, also entweder hat Ihre Mutter einen Nebenjob als E-Mail-Massenspamversenderin :o), oder sie streamt doch heimlich nebenher noch Rosamunde Pilcher-Filme bei YouTube. ;-)
Scherz beiseite, ich komme im Monate gerade mal so auf 1 bis 3 GB, maximal auf 5, das aber auch nur wenn ich den ganzen Tag nichts besseres zu tun habe als im Web rumzuhängen. ;-)
10 GB im Monat geht eigentlich nur, wenn man entweder einiges an Videos, Musik oder Downloads macht.
10 GB pro Monat nur mit Emails? Never ever!
Außer man verschickt bei jeder Mail das komplette Fotoalbum der letzten 50 Jahre mit. :o)
@Spinnzessin:
Ah doch das geht. Vor allem wenn man sich den Spaß macht Anhänge von 20-50 MB durch die Gegen zu schicken.
@Olli:
Weia!
Jetzt weiss ich wenigstens, woran es liegt, wenn das Internet in ein paar Jahren ständig wegen Überfüllung geschlossen ist und mehr Energie braucht als die gesamte Galaxis erzeugt. ;-)
Das erklärt auch, warum die bei MIB so scharf auf die Galaxis waren.
Die wollten einfach nur endlich mal ohne Volumenbegrenzung surfen können. ;-)
@ Spinnzessin
Jaja, die Menschheit wird sich noch innerhalb kürzester Zeit zugrunde richten – aber das habe ich auch schon vor dreißig Jahren gehört …
@anonym:
Alles gelogen!
Mir erzählt man auch schon seit Urzeiten, daß ich eines Tages sterben werden.
Und wie man sieht lebe ich immer noch. :o)
Denen glaube ich kein Wort mehr. ;-)
@ Spinnzessin
Eins muß ich wirklich zugeben: Sie haben auf fast alles eine Antwort.
Ist jetzt zwar etwas O.T. doch da es ein aktuelles Problem ist vielleicht ganz interessant für den einen oder anderen.
Also, ich habe vor mehreren Jahren mal eine XTra – Karte auf mich registriert, bei der Werbung ja irgendwie zu verkraften ist wenn man so Sonderangebote wie 1 €Cent pro Minute Gutschrift bei eingehenden Anrufen nutzt.
Vor ca. 4 Jahren habe ich diese XTra – Karten Nr. in einen regulären Laufzeitvertrag überführt.
Nun wie auch immer, die Werbe – SMS kam weiterhin regelmäßig.
Nun hatte ich eines Tages, nach ca. 1/4 Jahr die "Schnauze" gestrichen voll von diesem Mist und rief den Kundendienst an um eine Werbesperre für alle meine T – Mobile – Nr. ein zu richten, ( ja ich habe und hatte mehrere Xtra – Karten, von denen aber die meisten schon wieder passe sind und die ich immer mit subventionierten Handy's gekauft hatte um die Handy's dann mit meiner ersten Nr. nutzen zu können)dies wurde mir dann auch bestätigt und etwa 3 – 6 Monate war dann Ruhe.
Als ich mich beschwerte, entschuldigte man sich bei mir und erklärte das mit einem Hardwareausfall und dem Einspielen einer nicht aktuellen Sicherung (sic)!
Ich verlangte nochmals die Sperrung aller meiner Nummern, auch der vom Festnetz, für jedwede Werbe – SMS, Anrufe oder gar in Papierform.
Fakt ist, auf dem Festnetz hatte ichg seit dem ca. 10 mal einen Werbeanruf der Telecom, welchen ich aber immer barsch beendete, auf meiner Vertragsmobilfunknummer kommt immer noch regelmäßig der Werbe – SMS – Spam von Xtra – Info an.
Als ich mich erneut beschwerte, verlangte ich eine schriftliche Bestätigung das für alle meine Nummern eine Werbesperrung gilt und erhielt diese vor ca. 4 Monaten. Darin stand dann als Hinweis das ich mich doch bitte noch 6 Wochen gedulden sollte, da es erst dann zuverlässig im System "angekommen" sei das ich keine Werbung möchte.
Ich weiß was ihr alle jetzt denkt, ja es ging weiter mit dem Spam!
Komischerweise bekomme ich aber nur auf meine Nr. vom Laufzeitvertrag regelmäßig Werbe – SMS – Spam, auf alle anderen nicht!
Nun, die Frist war längst verstrichen und ich habe mich noch mehrmals beschwert bei der telefonischen Hotline, als dies alles keine Früchte trug und just an einem Tag als ich bei meiner Anwältin so wie so einen Termin hatte wieder eine Werbe – SMS einging, beauftragte ich Sie gleich eine Abmahnung an T – Mobile zu schicken und die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung ein zu fordern.
Wer nun denkt das dies etwas geholfen hat, der unterschätzt die Penetranz von T – Mobile! Just am vorigem Sonnabend, meine Anwältin hatte die Abmahnung längst geschickt und ich hatte just die Kopie davon aus dem Briefkasten geholt, bekam ich, na was? Ja genau, eine Werbe – SMS von XTra – Info!
Nun, gerade heute Vormittag rief mich meine Anwältin an und teilte mir mit, T-Mobile bestreitet es an mich Werbung verschickt zu haben und wollte wissen auf welche meiner Mobilfunk – Nr. diese angeblich kamen?!
Doch der Scherz geht noch weiter! Meine Anwältin teilte T-Mobile daraufhin mit um was für eine Nummer es sich handelt, ja genau auf die meines Laufzeitvertrages, woraufhin dies allerdings vehement bestritten wurde, da es sich ja, tra ra, um einen Laufzeitvertrag handelt und darauf keines Falls Werbung von XTra – Info geschickt werden!
In der Zwischenzeit bei mir auf den IPhone, ich weiß ihr könnt es schon wieder erahnen, genau, wieder eine Werbe – SMS von, tra ra, XTra – Info!
Das Ende vom Lied, ich werde T-Mobile nun auf Unterlassung verklagen und angemessenen Schadenersatz fordern, danach werde ich alle Verträge mit der Telecom und ihren Ablegern fristlos kündigen!
Ach ja, da es leider nicht möglich ist von meinem ach so tollem IPhone aus auf meinem WLan – fähigem Drucker die Werbe – SMS'en aus zu drucken, habe ich den Umweg über meinen Scanner gewählt und alle bisher erhaltenen und noch im Speicher befindlichen SMS'en aus zu drucken und an meine Anwältin zu übergeben, als Beweis.
Vielleicht stehe ich ja hier demnächst in einem Beitrag, mit einem weiterem Urteil gegen die vom rosa "T"?!
@ A.H.
Eine kurze Anmerkung zu Ihren Ausführungen.
Wie ich es gemacht hätte: Im Augenblick, in dem ich beschlossen hätte, keine Werbung mehr von den Dödeln da in Bonn zu erhalten, hätte ich einen einfachen Brief an deren Zentrale gesandt, hätte darin deutlich gesagt, daß ich fürderhin niemals wieder Werbung der Firma erhalten möchte (auf KEINEM Weg!) und hätte eine schriftliche Bestätigung des Erhalt dieses meines Schreibens gefordert, mit hundertprozentig konkreter Fristsetzung (Zeitraum zwei bis drei Wochen).
Bei Fristversäumnis hätte ich umgehend einen Brief oder eine E-Mail an den Datenschutzbeauftragten NRW gesandt, mit der Bitte, meine Rechte unverzüglich gegenüber der DTAG in Bonn durchzusetzen.
Klappt nahezu immer relativ zeitnah!
@ A.H.
Ach ja, Beweissicherung ist natürlich das A und O. Eingegangene Schreiben kann man kopieren. SMS und dgl. kann man fotografieren. Zeugen haben auch oft einen gewissen Wert. Aber das versteht sich ja praktisch von selbst.
@anonym: Mir wurde geflüsstert, dass das UWG besser fruchtet, weil die fälligen Beträge bei den Firmen wesentlich höher sind, als beim BDSG. Geht dann über den Verbraucherschutz.
Ist hier in den Niederlanden leider absolut üblich. Die krassesten Beispiele kommen da von Mobilfunkprovidern, die ihr mobiles Internet mit "unbegrenzt surfen" bewerben und dann mit kleinem * darauf hinweisen, dass "im Rahmen einer Fair Use Policy" maximal 200MB pro Monat verbraucht werden dürfen, ansonsten fallen Zusatzkosten an.
…also diese Drosselung gibt es auf jeden Fall…als VDSL50-Kunde kann ich das bestätigen (der Log-Funktion meiner Fritzbox sei dank…) allerdings schwankt die Höhe des "schnellen" Volumens so zwischen 300 und 450GB
bei Vertragsabschluss wurde ich im Übrigen in keiner Weise darauf hingewiesen, was ich schon als Unverschämt erachte (natürlich war es zum Teil auch mein Fehler, ich hätte ja das Kleingedruckte lesen können) Allerdings muss ich zu meiner Verteidigung sagen, dass ich nachgefragt habe, ob sie die 50Mbit über den gesamten Zeitraum zusichern, was bejaht wurde…
beweisen kann ich das allerdings nicht, womit irgendwelche rechtlichen Schritte sinnlos werden
@ yak
Solche Frage vor Vertragsschluß sollte man gar nicht stellen (es sei denn, man hat einen guten Bekannten als Zeugen mit oder noch besser ein laufendes Diktiergerät in der Tasche). Das kommt mir immer so sinnlos vor, wie wenn Leute beim Bäcker fragen: Ist das Brot frisch? Welche Antwort erwarten die da? Und wissen sie wirklich, was sie tun?
Internet wird viel zu günstig in angeboten, statt mit höheren Gebühren die Internet-Infrastruktur zu fördern, damit wirklich jeder an einen Breitband-Internet-Anschluss mit mind. 10 Mbits herankommt, scheißt man die vorhandenen Kunden mit rießigen Bandbreiten zu, anstatt zu sorgen, dass es keine 2.Klassen-Internet-Gesellschaft gibt.
Also, auf jeden Internet-Anschluss eine monatliche Steuert von 5 Euro und schon kann man dafür auch im letzten Flecken in Deutschland einen Breitband-Internet-Anschluss finanzieren.
Wer 100GB im Monat an Traffic verursacht, der sollte auch mal überlegen, ob die Welt auch aus etwas anderes als Internt besteht …..
aha…also soll ich künstlich durch steuern hochgetriebene preise zahlen damit auch das letzte kuhkaff mit internet versorgt wird? mit welcher begründung?
davon ab…wie und warum 100gb und mehr im monat an traffic anfallen, hat sie nicht zu interessieren…ihr pauschalurteil über diejenigen bei den das der fall ist, ist lächerlich und schlichtweg ahnungslos (um nicht zu sagen vollkommen dämlich)