28.10.2011

“Ich mag nicht mehr von einem Menschen sprechen”

So traurig der Tod des im Dienst erschossenen Augsburger Polizisten auch ist, ebenso traurig ist eine Reaktion des bayerischen Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft GdP, Helmut Bahr.  Dem Focus sagte er:

Ein Individuum – ich mag gar nicht mehr von einem Menschen sprechen – erschießt einen Polizisten und hat überhaupt keine Achtung vor dem menschlichen Leben.

Was ist das für ein Signal an diejenigen Polizisten, welche vielleicht in Kürze persönlich mit Personen zu tun haben werden, welche möglicherweise die Schüsse auf den Polizsiten abgaben? Sollen auch Sie sich der Meinung Bahrs anschließen – und die Beschuldigten nicht mehr als “Menschen” betrachten? Wenn sie es tun, was folgt daraus? Können Verdächtige in diesem Mordfall dann keine Menschenrechte mehr in Anspruch nehmen? Oder Verfahrensgarantien, etwas das Recht zu schweigen oder jederzeit mit einem Verteidiger zu sprechen? Sind vielleicht sogar Klapse auf den Hinterkopf erlaubt, Schlaf- und Essensentzug?

Nicht zuletzt gibt es da auch noch die Unschuldsvermutung. Nicht jeder, der verdächtigt wird, muss sich später als Täter erweisen. Deshalb hat es seinen guten Grund, dass über Schuld oder Nichtschuld ein Gericht entscheidet. Und nicht die Polizei.

Selbst wenn solche Äußerungen in erster Betroffenheit nur dahingebrabbelt sein dürften, senden sie letztlich eine verhängnisvolle Botschaft auch über den Kreis der Polizisten, die mit dem Fall befasst sind. Noch unbekannte Täter einfach mal  so aus der Gruppe der Menschen zu separieren, ist eine offene Distanzierung von unseren prägenden Grundrechten und rechtsstaatlichen Grundsätzen. Dabei ist jeder Polizist uneingeschränkt verpflichtet, genau diese Werte zu achten und sein Verhalten entsprechend zu zügeln.

Man kann nur hoffen, dass dies den Polizisten vor Ort besser gelingt, als ihren geistigen Brandstiftern in führenden Gewerkschaftspositionen.

279 Kommentare zu ““Ich mag nicht mehr von einem Menschen sprechen””

  1. Ja-Sager meint: (28.10.2011 um 12:11) AntwortenReply to this comment

    Ein Individuum – ich mag gar nicht mehr von einem Menschen sprechen – erschießt einen Polizisten und hat überhaupt keine Achtung vor dem menschlichen Leben.

    Mich stört daran eher, dass derjenige, der den Spruch losgelassen hat, einen Polizistenmörder nicht mehr als Mensch ansieht, "normale" Mörder und/oder Kinderschänder aber schon?

  2. kinder-sind-unschlag meint: (28.10.2011 um 12:13) AntwortenReply to this comment

    Geht natürlich gar nicht.
    Auf der anderen Seite ist natürlich auch klae, dass sich Polizisten von einem, der einen Kollegen ermordet hat, persönlich angegriffen fühlen und ihn entsprechend härter anfassen und verfolgen.
    Leider nicht immer mit Erfolg – der Mörder von Heilbrn ist m.W. noch auf freiem Fuss.

  3. Marc meint: (28.10.2011 um 12:15) AntwortenReply to this comment

    Sagen wir einfach, es war ein Terrorist, und dann passt es wieder.

  4. Andreas Moser meint: (28.10.2011 um 12:17) AntwortenReply to this comment

    Auch ein Mörder bleibt ein Mensch: http://andreasmoser.wordpress.com/2011/03/16/desires-and-values/ – Ganz abgesehen davon, dass bis zu einem Gerichtsurteil jeder unschuldig ist. Schliesslich entscheidet nicht die Polizeigewerkschaft über Schuld oder Unschuld.

  5. Joerg meint: (28.10.2011 um 12:18) AntwortenReply to this comment

    Ich kann diese Wortwahl durchaus nachvollziehen.
    Selbst wenn sie Anlass für Irritationen sein wird.
    Und das die Polizisten nicht mehr so ganz lange fackeln werden wenn sie die beiden Täter überhaupt noch findet liegt wohl auf der Hand. Dazu bedarf es keiner sprachlichen oder sonstigen Aufforderung.

  6. Felix Nagel meint: (28.10.2011 um 12:21) AntwortenReply to this comment

    Gab es eigentlich schon mal erträgliche Äußerungen der beiden Polizeigewerkschaften? Man sollte diesen Demagogenvereinen keine Öffentlichkeit mehr bieten.

  7. Martin D. meint: (28.10.2011 um 12:22) AntwortenReply to this comment

    @kinder-sind-unschlag: Kann sein dass es "klar" ist, aber in Ordnung ist es trotzdem nicht. Dass Herrn Bahr die Absurdität seiner Aussage nicht auffällt sagt schon etwas aus.

  8. Mic Hunger meint: (28.10.2011 um 12:34) AntwortenReply to this comment

    @Joerg: Was ist, wenn sie Polizisten sich irren – soll ja schon vorgekommen sein – und bei einem nur vermeintlich Schuldigen "nicht lange fackeln"?

  9. user124 meint: (28.10.2011 um 12:35) AntwortenReply to this comment

    ich glaube meine reaktion auf einen erschossenen polizisten sollte schrecken sein, bedauern und ein wenig trauer weil etwas unwiederbringlich verloren ist und schmerz bei den angehörigen erzeugt wurde.

    diese reaktion bleibt jedoch aus. so gesehen bin ich auch ein wenig bahr im kopf, oder?

  10. horst meint: (28.10.2011 um 12:35) AntwortenReply to this comment

    Die Saat des Sozialismus in der BRD geht auf. Die Person ist kein Mensch mehr.

    Was heute alles Vorzeige-Polizist wird, aber bei Juristen sieht es auch nicht besser aus, wie der gestrige Eintrag "Ohne Ansehung der Person" zeigt.

  11. heinz meint: (28.10.2011 um 12:37) AntwortenReply to this comment

    Meine Güte, dieser Beitrag erntet mal wieder kopfschütteln.

    Zwei Biker sollen kontrolliert werden, eine Gruppe mit denen es seit Jahren enorme Probleme wegen massiver Gewalt gibt. Während eines Routineeinsatzes – einer Verkehrskontrolle – , die auf deutschen Straßen täglich tausendfach stattfindet, flüchten die beiden und erschießen einen Polizisten, der sich ihnen nähert, nachdem sie von ihrem Motorrad gefallen sind (sprich: auch um Erste Hilfe zu leisten!). Aus dem nichts wird kaltblütig in Richtung Kopf (Halstreffer!) des Polizisten gezielt. Eine emotionslosere, menschenverachtendere Handlung fällt mir nicht ein. Daher vielleicht das Gefühl, es "nicht mit einem Menschen" zu tun zu haben.

    Kurze Zeit nach dem Vorfall, noch am gleichen Vormittag, werden Kollegen interviewt, die völlig verständlich enorm emotionsgeladen und wütend sind.

    Die skurrile Annahme, dass durch eine solche verbale Überreaktion nun Polizisten aufgefordert würden, Mördern keine Menschenrechte mehr zuzuschreiben, ist einfach nur geistiger Dünnpfiff. So etwas kann nur von jemandem kommen, der kühl und emotionslos in seinem Zimmerchen sitzt und neunmalklug über diejenigen meint urteilen zu dürfen, die in einer schockierenden und belastenden Situation nach Verlust eines Mitmenschen wegen gezielten Mordes durch die enorme psychische Belastung dieser Situation im Affekt eine solche Äußerung tätigen.

    Um das klarzustellen: Sachlich betrachtet ist die Äußerung des Gewerkschafters hier selbstverständlich völlig unangebracht und inhaltlich ein nicht zu tolerierender Fehlgriff, in dieser Situation jedoch absolut verständlich und als Affekthandlung in dieser sehr aufwühlenden Situation nachsehbar.
    Ich unterstelle den allermeisten Menschen in einer solchen Situation, direkt nach dem Vorfall befragt, auch irgendwelche Äußerungen zu tätigen, die nachträglich oder vom Sofa zu Hause aus genüsslich auseinandergenommen und mit erhobenem moralischen Zeigefinger kritisiert werden könnten.

    Und fast genauso viele Menschen, unterstelle ich, werden solche Spontanäußerungen hinterher bereuen, sich sammeln, Fassung wahren und dies später in keinerlei Weise in seine Handlungen einfließen lassen.

    Ich erachte diese Spontanäußerung (und da muss man in dieser Situation von ausgehen) keinesfalls als Aufforderung an Polizisten, die Täter nicht menschenwürdig zu behandeln.

    Manchmal muss man auf dem Teppich bleiben und einen Funken Empathie zeigen, statt wirklich permanent irgendwo Futter für die Polizistenschelte im lawblog zu suchen, egal wie dünn der Strohhalm doch sein mag.

    *maßlos über dieses geringe Maß an Empathie enttäuscht*

  12. horst meint: (28.10.2011 um 12:38) AntwortenReply to this comment

    Hier ein Beitrag der TAZ ohne Lösungsvorschlag, wie immer halt

    http://www.taz.de/Verfassungsrichter-ueber-Durchsuchungen/!80807/

  13. max meint: (28.10.2011 um 12:42) AntwortenReply to this comment

    Ich habe den Eindruck, dass dieses Äusserung die *grundsätzliche* Haltung vieler Beamten mit polizeilichen Aufgaben wiederspiegelt. Man muss doch einfach mal sehen, wie das Gesamtbild aussieht. Da wird das ganze Internet verteufelt und als ein einzige Sündenbabel dargestellt – dabei ist es lediglich ein Abbild der realen Welt.
    Auf Demonstrationen, oder im Nachgang dazu in Diskussionen, werden sämtliche Demonstranten als gewaltbereite "Wutbürger" und Chaoten dargestellt.

    Die Sicherheitsorgane sind nicht mehr das was sie sein sollten. Bewahrer von *Recht* und Ordnung.

    Ich als Bürger werde nur noch gegängelt und bedrängt mit ausufernden Bestimmungen und Überwachung im Strassenverkehr. Auf der anderen Seite werden kriminelle Steuerhinterzieher und ebenso kriminelle Abzockmaschen im Internet nicht durch sinnvolle Gesetze bekämpft und ausgetrocknet.

  14. schlawiener68 meint: (28.10.2011 um 12:44) AntwortenReply to this comment

    @heinz

    Sehr Gut!

  15. fernetpunker meint: (28.10.2011 um 12:48) AntwortenReply to this comment

    @heinz: Sehr guter Beitrag, Heinz. Polizisten sind eben auch nur Menschen, aber so weit kann Herr Vetter nicht denken (bzw. fühlen). Außerdem sagt der Polizist nicht, dass der Täter kein Menschen mehr sei, sondern dass ER nicht mehr von einem Menschen sprechen MAG. Was angesichts der heimtückischen Tat jedem verständlich erscheint, der schon mal einen ihm nahestehenden Menschen durch Gewalt verloren hat.

  16. Andreas Dorfer meint: (28.10.2011 um 12:50) AntwortenReply to this comment

    Soetwas ist unprofessionell.

    Klar, man kann persönlich betroffen sein.
    Nur leider ist das nicht vereinbar mir der noch vor wenigen Tagen im Bundestag geäußerten These des bayerischen Innenministers, der Freistatt "werde regiert von Sicherheitsbeamten, die dem Recht und dem Gesetz verpflichtet sind"

    Es sollte die Frage erlaubt sein, in denn Helmut Bahrs Verhältniss zum Grundgesetz ist.

    Der zweite Halbsatz von Artikel 1 gerät gern in Vergessenheit:
    "1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."

  17. keiner meint: (28.10.2011 um 12:55) AntwortenReply to this comment

    "Manchmal muss man auf dem Teppich bleiben und einen Funken Empathie zeigen"

    Mit verfassungsfeindlichen Subjekten, ich zögere "Menschen" zu sagen? ACAB

  18. nania meint: (28.10.2011 um 12:55) AntwortenReply to this comment

    @heinz
    Natürlich ist die Aussage mit sehr vielen Emotionen verbunden und lässt sich in der Situation vielleicht nachvollziehen. Aber sie sollte von einem Sprecher nicht mehr tolerierbar sein.
    Er machte an dieser Stelle nämlich ganz BEWUSST den Unterschied zwischen Individuum und Menschen (damit ist der Täter kein Mensch mehr) und einem Menschen, der in der Justiz arbeitet, sollte auch in einer emotionalen Situation klar sein, dass er mit solchen Aussagen nicht nur das Grundgesetz übergeht (sagte da nicht letztens auch ein Politiker etwas schönes?) sondern auch Wasser auf die Mühlen der Populisten gießt?
    M.E. sollte einem solchen Menschen ein derartiger verbaler Ausdruck in der Öffentlichkeit nicht entgleiten….

  19. schredder66 meint: (28.10.2011 um 12:59) AntwortenReply to this comment

    @heinz:

    fullACK !!

  20. Gerd meint: (28.10.2011 um 13:02) AntwortenReply to this comment

    Nein Herr Vetter, ein Klapps auf den Hinterkopf geht bei einem Polizistenmörder gar nicht. Der Mörder hat ja schließlich seine Rechte.

    Haben Sie mal daran gedacht sich untersuchen zu lassen? Irgendwas stimmt mit Ihnen nicht…

  21. Wolfgang Messer meint: (28.10.2011 um 13:03) AntwortenReply to this comment

    Gewalttaten zerren häufig auch gewaltig an der dünnen Decke der Zivilisation. Und darunter kommen (manchmal auch nur kurz) die archaischen Wesenszüge von Menschen zum Vorschein. Das gilt für Gewalttäter genau so wie für "Gesetzeshüter". Urplötzlich regieren niedere Instinkte statt Vernunft das Handeln und Reden. Es erfordert eine extrem starke Selbstdisziplin, nach Gewalttaten gegen "die eigenen Reihen" (Kollegen, Familie, Freunde) noch rechtsstaatliche Prinzipien zu achten.

    Diese Disziplin ist zwar für unser Rechtssystem unverzichtbar, ich weiß aber nicht, ob ich in ähnlicher Lage auch dazu in der Lage wäre.

    Besorgniserregend ist jedenfalls, wie einzelne Polizeibeamte (etwa in Rosenheim) mutmaßlich Judikative und Exekutive zusammen ausüben, so das Prinzip der Gewaltenteilung aushebeln und dazu gleich noch des Restvertrauen der Bürger in die Exekutive zerstören.

    Es klingt übermenschlich, aber es sollte dennoch als Maßstab gelten: Egal, wie abscheulich, "unmenschlich" und abartig eine Gewalttat ist – Polizeibeamte dürfen sich nie auf das Niveau derer begeben, die sie begehen.

  22. SozialistWasarbeit.. meint: (28.10.2011 um 13:06) AntwortenReply to this comment

    @horst: dumm nur dass in den Reihen der Polizei traditionell eher ein anderes Saatgut verwendet wird.

  23. Jan S. meint: (28.10.2011 um 13:07) AntwortenReply to this comment

    @Mic Hunger:
    Beteiligte Polizisten haben dann nichts gesehen, es war Widerstand gegen die Staatsgewalt oder Selbstmord/Notwehr.

    Eigentlich traurig, das ich mir sowas durchaus vorstellen kann. Und Aufklärung kommt in solchen Fällen ja immer zu kurz, kein Polizist verpfeift einen anderen, die Staatsanwaltschaft ist nicht heiß drauf zu ermitteln..

  24. Armin meint: (28.10.2011 um 13:09) AntwortenReply to this comment

    @heinz: Gerade weil die Äußerung von Herrn Bahr "völlig unangebracht und inhaltlich ein nicht zu tolerierender Fehlgriff ist", ist sie auch in dieser Situation eben alles andere als verständlich oder nachsehbar: Weil sie aus dem Munde eines Mannes der Öffentlichkeit kommt.

    Der Gewerkschafter hat in seiner Position z. T. eine Vorbildfunktion und hat die Aufgabe, mit seinen Aussagen stellvertretend die Sichtweise der Vollzugsbeamten wiederzuspiegeln.

    Es ist ein Unterschied, ob jemand von einem solchen Vorfall persönlich betroffen ist, weil er durch ihn Angehörige oder engste Kollegen verloren hat, oder eben nicht. Ersteres darf wohl bei Herrn Bahr bezweifelt werden, da er die Kollegen wohl kaum persönlich gekannt haben dürfte.

    Umso mehr dürften wir also eigentlich von ihm erwarten, dass er, sofern er denn von unseren rechtsstaatlichen Prinzipien überzeugt ist, in der Öffentlichkeit die gebotene emotionale Distanz zum Geschehenen wahrt und seine Worte angemessen wählt.

  25. Andre meint: (28.10.2011 um 13:12) AntwortenReply to this comment

    Manchmal frage ich mich, ob hier einige eine Schraube locker haben. Da wird ein Polizeibeamter ermordet und ein anderer Polizeibeamter empfindet die Tat zutreffend als unmenschlich, menschenverachtend und ohne Achtung vor dem menschlichen Leben und bringt das mit seinen Worten zum Ausdruck. Nicht mehr besagt das Zitat nämlich. Das Zitat sagt nicht, dass der Täter (in den Augen des Beamten) kein Mensch sei. Es sagt nur, dass er sich nicht so benommen hat, wie man das von einem (normalen) Menschen erwarten darf. Und das stimmt auch.

  26. hiro meint: (28.10.2011 um 13:14) AntwortenReply to this comment

    Wozu die Aufregung? Herr Bahr schließt sich doch nur den Wertvorstellungen an, die die BILD seit Jahren publiziert. Da wird auch ganz klar zwischen "Menschen" auf der einen und "Schweinen", "Irren" usw. auf der anderen Seite unterschieden.

    Das ganze Konzept "Menschenrechte" kann man erst verstehen, wenn man eine gewisse Entwicklungsstufe erreicht hat. Für die Mehrheit der Bevölkerung scheint dies nicht erstrebenswert zu sein.

  27. Andi meint: (28.10.2011 um 13:15) AntwortenReply to this comment

    Ein Polizist hat über die Tötung eines Kollegen gesprochen. Das muss man nicht mit der Goldwaage wiegen.

  28. Peter Lustig meint: (28.10.2011 um 13:21) AntwortenReply to this comment

    Polizistenmörder sind also jetzt schon wie Juden im Dritten Reich zu behandeln. Dass der Herr bVdGdP sich insofern auch zum Gesetzgeber und Richter aufschwingt, passt ja sehr gut… Insofern darf dann auch an die im Deutschrap aufgeworfene Bezeichnung von Polizisten als "Aushilfshitler" verwiesen werden.

    Wer kennt ihn nicht, den § 211a StGB (Polizistenmord), bei dem ausdrücklich die Geltung des Grundgesetzes abgelehnt wird.

  29. Volker Birk meint: (28.10.2011 um 13:22) AntwortenReply to this comment

    Ich sage, der Typ in Uniform ist ein Mensch, kein Schwein. Und so haben wir uns mit ihnen auseinanderzusetzen. Das heißt, wir haben mit ihm zu reden, und es ist falsch, überhaupt nicht mit diesen Leuten zu reden.

    Und natürlich gilt das auch für Verbrecher.

  30. Marc meint: (28.10.2011 um 13:22) AntwortenReply to this comment

    Aus ein Mücke einen Elefanten gemacht… ich lese hier ja wirklich gerne, aber der Beitrag ist einfach daneben.

  31. Heike Rost meint: (28.10.2011 um 13:24) AntwortenReply to this comment

    @Armin: Exzellenter Beitrag. Ich respektiere durchaus die Betroffenheit von Herrn Bahr, ob als Mensch, Kollege oder Gewerkschafter. Zu seiner öffentlichen Position als Vorsitzender der GdP in Bayern gehört jedoch auch ein verantwortungsvoller Umgang mit Sprache.

  32. horst meint: (28.10.2011 um 13:26) AntwortenReply to this comment

    Verdachtsunabhängige Kontrollen sollten eben besser nicht sein, so wie früher.

    Ich halte diese verdachtsunabhängigen Überprüfungen für verfassungswidrig,

    aber bei den Pfuschern in Karlsruhe verdünnisiert sich jeden Tag mehr der Freiheitsschutz.

  33. Alfred meint: (28.10.2011 um 13:26) AntwortenReply to this comment

    Dasist en typischer Vetter-Beitrag

    Ein Familienvater wird ermordet und Herr Vetter legt Worte auf die Goldwaage und ist besorgt, dass der Täter bei seiner (hoffentlich baldigfen) Festnahme nicht mit Samthandschuhen angefasst wird.

    Unfassbar.

  34. Volker meint: (28.10.2011 um 13:27) AntwortenReply to this comment

    @Marc:
    Sehe ich auch so.

    Ebenso wie ich dem Kommentar von Heinz zustimme.

  35. Alfred meint: (28.10.2011 um 13:32) AntwortenReply to this comment

    Noch ein kleiner Nachtrag:

    @ UV

    So traurig der Tod des im Dienst erschossenen Augsburger Polizisten auch ist, ebenso traurig ist eine Reaktion [...]

    (Hervorhebung von mir)

    Herr Vetter, ist das Ihr Ernst.

    halten Sie den Tod eines Polizeibeamten für genauso traurig wie eine bescheuerte Formulierung eines Gewerkschaftlers?

    Steht beides für Sie auf einer Stufe?

    Was ist für Sie ein Menschenleben wert? – oder unterscheiden Sie zwischen dem Leben eines Menschen und dem Leben eines Polizeibeamten?

  36. Rangar meint: (28.10.2011 um 13:33) AntwortenReply to this comment

    Das Ganze zeigt nur wieder, dass man öffentliche Äußerungen immer erst machen sollte, nachdem man vorher eine Nacht darüber geschlafen hat. Zumindest, wenn es Äußerungen zu einem Thema sind, bei dem man emotional stark betroffen ist.

  37. wonko meint: (28.10.2011 um 13:39) AntwortenReply to this comment

    @Andre:

    Das Zitat sagt nicht, dass der Täter (in den Augen des Beamten) kein Mensch sei.

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil:

    Ein Individuum – ich mag gar nicht mehr von einem Menschen sprechen

    Wie deutlich soll das denn noch formuliert werden?

  38. Banane meint: (28.10.2011 um 13:41) AntwortenReply to this comment

    @Alfred: Herr Vetter ist allenfalls genauso zynisch wie es die Polizei ist die die Stirn hat ohne Grundlage berufsunfähig geprügelte Familienväter und im Bett verbrannte Asylanten als "Einzelfälle" abzutun.
    Wie man in den Wald reinruft, schallts eben auch irgendwann raus selbst wenn man 10x nach härteren Gesetzen gegen "Widerstandshandlungen" ruft und die "Gewalt gegen Vollzugsbeamte" propgandistisch aufbauscht bis aufgeklärte Menschen einfach nur noch brechen wollen.

    Wenn seit 1945 lediglich 392 Beamte im Dienst getötet wurden sind es auch hier Einzelfälle und das "Dienstrisiko" wäre dann bei jedem Bergmann höher. Aber das schöne an Statistiken ist natürlich das sie das Einzelschicksal vernachlässigen.

    Das was ich hier tragisch finde ist das
    a) ein Mensch ums leben kam (völlig egal ob Polizist oder nicht)
    b) es aller Wahrscheinlichkeit einen der 90% Polizisten erwischt hat die einfach nur einen guten Job machen wollen und ihre Privilegien eben NICHT mißbraucht haben.
    c) "gewisse Individuen" glauben "Rachehandlungen" mit Sa(nd)(mt)handschuhen sind schon okay, es ist ja "nur" ein Krimineller.

    - Banane

  39. Bleistiftanstumpfer meint: (28.10.2011 um 13:43) AntwortenReply to this comment

    Die Sache mit der Gewaltenteilung

    Immer dann, wenn Joseph Goebb… äh, Erich Hon… ich meine Angela Merkel während der Propaganda-Abende im Sportpalast der (Bundes-) Republik die Gewaltenteilung als Nonplusultra des Rechtstaates lobpreist, dann freuen sich die Leute. Sie lächeln zufrieden, applaudieren und schwenken kleine Fähnchen – nur denken, das tut keiner…
    Wenn die sog. BRD ein Rechtsstaat – geschweige überhaupt ein Staat – wäre, dann hätten wir GewaltenTRENNUNG und keine Gewaltenteilung…

  40. Judas meint: (28.10.2011 um 13:45) AntwortenReply to this comment

    @Alfred: Herr Bahr ist aber nicht der Vorsitzende der Familienvätergewerkschaft, sondern einer Polizeigewerkschaft, und als solcher hat er einem Presseorgan in die Feder diktiert. Er hätte ja auch einfach ob seiner Trauer die Schnauze halten können.
    Ansonsten halte ich einen Polizistenmörder nicht mehr oder weniger moralisch schuldig als einen Normalomörder. Daher stößt mich das 'Extra-Bohei', welches hier veranstaltet wird, extrem ab. Der Tod des Polizisten wird eindeutig für politische Ziele missbraucht. Das ist hier doch der Skandal.

  41. aida meint: (28.10.2011 um 13:47) AntwortenReply to this comment

    horst meint: (28.10.2011 um 12:35)

    Die Saat des Sozialismus in der BRD geht auf. Die Person ist kein Mensch mehr.
    ————————————————————-

    Naja, da fehlt aber der Zusatz "National" vor Ihrem Sozialismus

  42. Alex meint: (28.10.2011 um 13:48) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter relativiert doch die Schwere der Straftat nicht, ganz im Gegenteil. Der Beitrag handelt genau genommen gar nicht davon. Entgegen der Meinung einiger Leser ist Herr Bahr gerade nicht ein "anderer Polizist", "Kollege" oder dergleichen, sondern ein Funktionär der GdP und er äußert sich in einer Art, die starke Zweifel an seinem Berufsverständnis weckt. Manche sagen, dass sei nachvollziehbar – und das stimmt auch, wenn sich Herr Bahr beim Bier nach Feierabend privat darüber unterhalten hätte. Aber es dem Focus als Gewerkschaftsfunktionär in ein Interview zu diktieren, das die gesamte Republik lesen kann, ist etwas komplett Anderes. Ist es denn so schwierig, diesen feinen Unterschied zu erkennen?

  43. alex meint: (28.10.2011 um 13:49) AntwortenReply to this comment

    Können Verdächtige in diesem Mordfall dann keine Menschenrechte mehr in Anspruch nehmen?

    Nein. Der Anspruch auf irgendwelche Rechte ist bei Mord nicht mehr gegeben.

  44. Alfred meint: (28.10.2011 um 13:52) AntwortenReply to this comment

    @Alex:

    Herr Vetter relativiert doch die Schwere der Straftat nicht, ganz im Gegenteil.

    Herr Vetter setzt den Tod eines Polizeibeamten auf eine Stufe mit einem sprchlichen Fauxpass eines einzelenen Gewerkschaftlers

    - "ebenso traurig" – das ist eine eindeutige Formulierung, an der man sich als Herr Vetter auch festhalten lassen muss, wenn man die Worte anderer schon so auf die Goldwaage legt.

  45. ExRA meint: (28.10.2011 um 13:53) AntwortenReply to this comment

    Als blog-Betreiber muss man offensichtlich Populist sein, um "erfolgreich" zu sein und Koll. Vetter ist im Laufe der Zeit auch im (notwendigen?) Polarisieren immer routinierter geworden. Mit der Wortwahl in diesem Beitrag ist er aber deutlich über das Ziel hinausgeschossen und wird sich, was ich den seriösen Kommentaren hierzu entnehme, auch wenig Freunde damit machen. Ein ziemlich unintelligenter und letztlich auch geschmackloser blog-Eintrag.

  46. Heike Rost meint: (28.10.2011 um 13:56) AntwortenReply to this comment

    @alex: "Der Anspruch auf irgendwelche Rechte ist bei Mord nicht mehr gegeben." #fail

  47. jüssi meint: (28.10.2011 um 13:57) AntwortenReply to this comment

    unerträglich, dieses individuum (bahr).

    mit solchen bemerkungen baut er nur weiter den respekt vor der polizei ab, der ihr ohnehin nicht zusteht, solange sie dem bürger und seinen rechten nicht denselben entgegebringt.
    die polizei hat auch deutlich gezeigt, dass es nicht nur einige schwarze schafe sind, da die lieben kollegen sich ja gegenseitig decken oder zur rechten zeit wegsehen. hier handelt es sich eher um eine schwarze herde mit einigen wenigen weissen schafen.

    sollte es einen solchen getroffen haben, so hat er mein tiefstes mitgefühl, handelt es sich aber um das durchschnittliche schwarze schaf, so hält sich mein mitleid in grenzen.

  48. schredder66 meint: (28.10.2011 um 13:59) AntwortenReply to this comment

    @max:

    [...Auf Demonstrationen, oder im Nachgang dazu in Diskussionen, werden sämtliche Demonstranten als gewaltbereite "Wutbürger" und Chaoten dargestellt...]

    Tausche "Demonstranten" gegen "Bullen" oder "Polizisten" aus, und Du hast bestens die üblicherweise in diesem Blog vertretene Meinung beschrieben.

    Es ist wie im richtigen Leben: Schwarze Schafe gibt es überall – bei Polizisten genauso wie bei Demonstranten. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die deutliche Mehrheit beider Gruppen keine Chaoten, Gesetzesbrecher oder sonstiger Unrat sind.

    Untaten anzuprangen, in Blogs wie diesem, ist okay – muss aber für alle Seiten gelten (auch wenn es für einen Anwalt, aufgrund seines Jobs, schwer sein dürfte, objektiv und fair alle Seiten zu betrachten).

  49. Janine meint: (28.10.2011 um 14:00) AntwortenReply to this comment

    "…als ihren geistigen Brandstiftern in führenden Gewerkschaftspositionen"

    *kopfschüttel*

    Danke ExRA, ich kann mir einen weiteren Kommentar sparen, Sie haben es treffend formuliert.

  50. Alfred meint: (28.10.2011 um 14:02) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter bekomme ich noch eine Antwort auf meine Fragen?

    Ich wiederhol diese gerne nochmal:

    Halten Sie den Tod eines Polizeibeamten für "ebenso traurig" wie eine unsachliche Reaktion eines Gewerkschaftlers?

    Weist beides für Sie das gleiche Unrechtsgehalt auf?

    Was ist für Sie ein Menschenleben im Allgemeinen wert?

    Unterscheiden Sie zwischen dem Leben eines (normalen) Menschen und dem Leben eines Polizeibeamten?

    MfG

    Alfred

  51. herbert meint: (28.10.2011 um 14:04) AntwortenReply to this comment

    @schredder66:

    das problem ist folgendes :
    eine straftat wird begangen, der täter geschnappt.

    a) täter demonstrant, opfer polizist -> täter wird verurteilt.
    b) täter polizist, opfer demonstrant -> verfahren wird eingestellt, neues gegen opfer eröffnet.

    die ist mittlerweile leider die regel, daher kann nichtmehr von unglücklichen einzelfällen oder subjektiver berichterstattung gesprochen werden.

    anonsten denk ich da immer wieder gern an ein urteil zurück :
    an eine pritsche gefesselt in einer polizeizelle lebendig verbrannt -> selbst schuld.

  52. Toma meint: (28.10.2011 um 14:08) AntwortenReply to this comment

    Ich denke der Beitrag sollte schleunigst gelöscht werden. Herr Vetter ist meines Erachtens hier weit über das Ziel hinausgeschossen. Und die Diskussion ist zu emotional.

  53. A, Friend meint: (28.10.2011 um 14:10) AntwortenReply to this comment

    @heinz: Meine vollste Zustimmung! Vielen Dank für Ihren Beitrag!

    [Ironie an] Eine weitere Verfehlung des Herrn Bahr dürfte vermutlich gewesen sein, dass er vergaß, dass Straftäter in der heutigen Zeit in Watte gepackt und beschützt werden müssen, da sie ja die wahren Opfer sind. Schließlich hatten die ja alle eine "schlechte Kindheit" oder irgendeine andere Rechtfertigung…!
    Und Herr Bahr hätte berücksichtigen müssen, dass das Grundrecht eines Polizisten auf Leben weniger Wert ist als die Grundrechte seines eigenen Mörders [Ironie aus].

  54. suki11 meint: (28.10.2011 um 14:15) AntwortenReply to this comment

    Wäre jemand kein Mensch, dann gälten für ihn aber auch nicht die Strafgesetze. ^^

  55. Cicero meint: (28.10.2011 um 14:18) AntwortenReply to this comment

    @suki11
    frei nach Goehte: '..stoß zu, der Kerl ist vogelfrei!' oder wie jetzt??

  56. wonko meint: (28.10.2011 um 14:21) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:

    Halten Sie den Tod eines Polizeibeamten für "ebenso traurig" wie eine unsachliche Reaktion eines Gewerkschaftlers?

    Der Tod des Polizisten ist tragisch, stellt aber unsere Gesellschaftsordnung nicht in Frage. Daß Verbrecher Verbrechen begehen liegt in der Natur der Sache.
    Wenn aber ein hochrangiger Polizist öffentlich (und bisher unwidersprochen) solche Äusserungen tätigt, dann hat das – gesellschaftlich – eine andere Dimension. Dann erhalten solche Aussagen wie die von alex (Der Anspruch auf irgendwelche Rechte ist bei Mord nicht mehr gegeben) plötzlich eine offizielle Legitimation.
    Dazu kommt noch, daß die GdP nie zimperlich ist, was auch immer sich anbietet propagandistisch auszuschlachten. Wie spontan und unbedacht die Äußerung war ist letztlich nicht zu klären.

    Mit Sicht auf unsere Gesellschaft ist also diese Aussage durchaus mindestens ebenso traurig wie der Tod des Polizisten.

    Und ich glaube, die Unterstellung, daß der Tod eines Menschen hier gering geschätzt wird, weil es sich um einen Polizisten handelte ist hanebüchen.

  57. MMM meint: (28.10.2011 um 14:22) AntwortenReply to this comment

    Die heftige Diskussion kann ich nicht nachvollziehen, den Blogbeitrag schon. Es ist traurig wenn Menschen sterben, es ist auch traurig wenn ein Gewerkschaftsvorsitzender menschenverachtlich in einem öffentlichen Interview spricht. Würde ich an seiner Stelle sein und mir tatsächlich an Recht und Menschen liegen, dann würde ich mich schnell von dieser Aussage distanzieren. Merkwürdige finde ich dass solche Nachrichten vermehrt aus Bayern kommen, das scheint das Problem im System zu liegen…. weniger beim einzelnen menschlichen Ausrutscher.

  58. Jürgen meint: (28.10.2011 um 14:23) AntwortenReply to this comment

    @heinz:

    Ihrem Einwurf ist weitgehend zustimmen, allerdings mit einer Einschränkung. Wenn diese Aussage von einem Polizisten stammen würde, der an dem Einsatz beteiligt war oder den ermordeten Polizisten gekannt hätte oder aus der selben Stadt käme, wäre es nachvollziehbar. Aber, Hr. Bahr ist Chef der Polizeigewerkschaft und damit nicht nur Interessenvertreter, sondern auch Aushängeschild der Polizeibeamten in Bayern. Deswegen sollte Herr Bahr seine Äußerungen besser abwägen.

    @Alfred
    Machen Sie einen Unterschied zwischen dem Leben eines Polizisten und dem Leben eines anderen Vertretern der Spezies Homo Sapiens Sapiens?

  59. Q meint: (28.10.2011 um 14:24) AntwortenReply to this comment

    @suki11: Ganz genau…

    Wer den anderen Menschen ernsthaft das Mensch-sein aberkennen möchte ist entweder strunzdumm oder menschenverachtend. Und steht in jedem Fall außerhalb unseres Grundgesetzes.

    Sucht einen Verdächtigen, behandelt ihn wie einen Unschuldigen, klagt ihn gegebenenfalls an, verurteilt ihn gegebenenfalls und bestraft ihn dann gegebenenfalls entsprechend der geltenden Gesetze.

    Und gebt in einem Rechtsstaat keinen Menschen das Gewaltmonopol, die den Rechtsstaat nicht achten.

  60. schredder66 meint: (28.10.2011 um 14:25) AntwortenReply to this comment

    @herbert:

    Dessen bin ich mir, seit ich hier lese, durchaus bewusst.

    Aber ist das der Fehler des jeweiligen Polizisten? Oder liegt es am dahinterstehenden "System"? Ich gehe nicht per se davon aus, dass alle Polizisten das "System" gutheissen. Sie arrangieren sich, möglicherweise widerwillig, damit. Genau das tun wir Zivilisten auch tagtäglich. Leider.

  61. schredder66 meint: (28.10.2011 um 14:26) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:

    [...Was ist für Sie ein Menschenleben im Allgemeinen wert?...]

    Ich bin weder Herr Vetter noch Anwalt, aber ich würde antworten:

    Ein Mandat.

  62. Q meint: (28.10.2011 um 14:28) AntwortenReply to this comment

    Es ist doch wohl völlig klar, dass ein Mörder hinter Gitter muss.

    Die Tötung eines Menschen ist ein Verbrechen. Hier wird so getan, als wäre das strittig. Das ist Unsinn. Die Welt ist nicht Schwarz-Weiß. Auch die "Guten" können Fehler machen. Es ist wichtig, dass sie dann auch dafür geradestehen. Damit die Guten auch wirklich die Guten bleiben.

  63. llamaz meint: (28.10.2011 um 14:28) AntwortenReply to this comment

    @heinz:
    Da wirft also jemand einem anderen Menschen die mangelnde Achtung menschlichem Lebens vor und spricht ihm aus diesem Grund sein Menschensein ab und zeigt damit selbst seine mangelnde Achtung vor menschlichem Leben.

    Hier wurde nicht irgendein "Kollege" interviewt sondern der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft. D.h. jemand von dem man erwarten kann, daß er auch in solch einer Situation halbwegs kühlen Kopf bewahrt und professionell bleibt.

    Ich kann Udo Vetter nur zustimmen.

    Es kann jedem passieren, das er vom normalen Bürger zum Tatverdächtigen wird. Wer möchte denn dann mit Polizisten mit so einer Einstellung konfrontiert sein.

  64. Andre meint: (28.10.2011 um 14:29) AntwortenReply to this comment

    @wonko: Das ist nur ihre kranke Deutung, die Sie unbedingt darin sehen wollen.

  65. Alfred meint: (28.10.2011 um 14:31) AntwortenReply to this comment

    Sehr geehrter Herr Vetter,

    Sie sind Lehrbeauftragter der Fachhochschule Düsseldorf und somit (auch) im öffentlichen Dienst tätig. Damit sind Sie auch dem Grundgesetz und der darin zum Ausdruck kommenden Werteordnung.

    Ihr in diesem Beitrag gemachten Äußerungen lassen besorgen, dass Sie diesen Anforderungen nicht gercht werden. Ich bitte Sie daher noch einmal meine Fragen (gerne auch per e-mail) zu beantworten, und ggf diesen Eindruck zu entkräften:

    Halten Sie den Tod eines Polizeibeamten für "ebenso traurig" wie eine unsachliche Reaktion eines Gewerkschaftlers?

    Weist beides für Sie das gleiche Unrechtsgehalt auf?

    Was ist für Sie ein Menschenleben im Allgemeinen wert?

    Unterscheiden Sie zwischen dem Leben eines (normalen) Menschen und dem Leben eines Polizeibeamten?

    Mit freundlichen Grüßen

    Alfred

  66. Snickerman meint: (28.10.2011 um 14:31) AntwortenReply to this comment

    Ich bin entsetzt.
    Darüber, dass ein Polizist in Ausübung seines Dienstes ermordet wurde.
    Und darüber, dass es hier zahlreiche "Law&Order"-Fanatiker zu geben scheint, die blind sein wollen, wenn sich in aller Öffentlickeit ein hochrangiger Gewerkschaftsvertreter zu menschenverachtenden Äußerungen hinreißen lässt.

    Deren Zahl nimmt hier immer mehr zu, warum bleiben die nicht auf "BILD".de, wo sie hingehören? Unterwanderung?

    Und damit keiner denkt, ich hätte was gegen Recht und Gesetz, wenn ein Kollege der Erschossenen seinerseits den Schützen mit einem finalen Rettungsschuss unschädlich gemacht hätte, würde ich beifällig nicken.

    Noch lieber ist mir aber der Knast für den Täter…

  67. wonko meint: (28.10.2011 um 14:33) AntwortenReply to this comment

    @Andre:
    Warum es eine kranke Deutung ist, die Aussage des Herrn Bahr wörtlich zu nehmen können Sie mir sicherlich auch erklären?

  68. Snickerman meint: (28.10.2011 um 14:35) AntwortenReply to this comment

    ach, und um solchen offensichtlichen Unsinn, wie er von Schreibern wie "Alfred" verbreitet wird, gleich mal allgemein zu kontern, solche Aufrufe sind ein beliebter und bekannter Trick, nachzulesen hier:
    http://eristik20.wordpress.com/beschaftigungstherapie/

  69. sebl meint: (28.10.2011 um 14:36) AntwortenReply to this comment

    jaja, wenn die nur wenige Stunden nachdem einer ihrer Kollegen kaltbütig erschossen wurde und ein weiterer Mord versucht wurde (Kollegin) möchte ich mal ihre Wort hören. Der fiktive RA Udo Veller hört sich dann bestimmt so an: Der/Die Täter ist ein Mensch und ihm stehen alle Menschenrechte zu und ich verteidige ihn gern, denn mit demn Geblubber verdiene ich mein Geld, auch wenn gerade einer meiner Kollegen von ihm ermordert wurde.

  70. aida meint: (28.10.2011 um 14:38) AntwortenReply to this comment

    Wenn ich mir so die Kommentare hier durchlesen, komme ich zu dem Verdacht, daß es einem gerüttelt Maß der "PI-News User" in ihrer gewohnten Odel-Umgebung zu eng geworden ist.

  71. herbert meint: (28.10.2011 um 14:40) AntwortenReply to this comment

    @schredder66:
    nunja, da es nur so laufen kann, wenn der polizist erst eine straftat begeht und dann lügt – ja, es ist sein fehler.
    natürlich ist das system ebenso fehlerhaft. aber gerade diese kombination ist eben ein ernstes problem für den rechtsstaat.
    solange die vermeintlich "guten" polizisten weiter zu schweigenden mitläufern werden, wird sich diese situation auch nicht bessern.

    ich habe immernoch die fantastische hoffnung, dass die polizei dies eines tages erkennt und schwarze schafe riguros rauswirft.

  72. fernetpunker meint: (28.10.2011 um 14:41) AntwortenReply to this comment

    @wonko: Herr Bahr hat nicht gesagt: "Polizistenmörder sind keine Menschen." oder "Dieser Täter ist kein Mensch." Sondern ER (persönlich) MAG nicht davon SPRECHEN, dass es sich um einen Menschen handelt, (weil die Tat in seinen Augen menschenverachtend sei). Das ist schon ein gravierender Unterschied. Es handelt sich um eine subjektive Meinungsäußerung. Ob das für einen Vertreter eines Kollektives, das der Menschenwürde verpflichtet ist, angebracht ist, darüber kann man sich streiten. Aber es bleibt eine Meinungsäußerung und keine Tatsachendarstellung.

  73. Alfred meint: (28.10.2011 um 14:41) AntwortenReply to this comment

    @Snickerman:

    Was für ein trick soll es sein. Die Formulierung "ebenso traurig" steht nach wie vor so im Blogeintrag, da drängen sich doch wohl Fragen auf, ob das Ernst gemint ist bzw. welches Weltbild jemand haben muss, der beides auf eine Stufe stellt.

  74. martin III. meint: (28.10.2011 um 14:44) AntwortenReply to this comment

    herr bahr umreisst da – allerdings völlig unbedarft – genau den kern des problems: wenn man anfängt menschen je nach gefühlslage als "individuen" zu betrachten kommt nichts gutes dabei heraus.
    deshalb sind wohl auch die schüsse gefallen: weil für einen teil der bevölkerung polizisten eben auch nur "individuen" sind, gegen deren machenschaften man sich mit jedem verfügbaren mittel verteidigen darf. wenn ein polizeigewerkschaftler nun offiziell bestätigt dass es okay ist menschen nach bedarf die menschlichkeit abzusprechen, dann stellt sich die frage was er den flüchtigen tätern eigentlich noch vorwerfen will?

    die ganzen sprüche über "straftäter in watte packen" usw. finde ich übrigens völlig unangebracht, gerade wenn man als verdächtiger befürchten muss von der polizei nicht fair behandelt zu werden trägt das doch zur eskalation bei, wer soll denn die uniformierten noch als "freund und helfer" sehen wenn er weiss dass die im bedarfsfall auch mal jemanden wie ein "individuum" behandeln? seinen kollegen erweist bahr mit solchen unprofessionellen sprüchen jedenfalls einen bärendienst, die müssen die suppe nämlich tagtäglich im einsatz auslöffeln und können im gegensatz zum herrn vorsitzenden nicht im gemütlichen büro daherschwadronieren.

  75. Snickerman meint: (28.10.2011 um 14:47) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:
    Obwohl es Zeitverschwendung ist, auf Ihre Anwürfe zu antworten- SIE sehen da eine Gleichsetzung und Ihre miesen Unterstellungen, Herrn Vetter betreffend können Sie auch gern klar und deutlich aussprechen, anstelle rhetorische Fragen zu stellen, deren Antwort Sie vorwegnehmen.

    Mir Einzeltrollen wie dem fernetpunker kann man ja leben, aber diese Masseneinfälle von Berufsempörten geben mir schon zu denken.

  76. herbert meint: (28.10.2011 um 14:49) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:
    was wiegt schwerer – der tod eines menschen oder die aushöhlung des rechtsstaats (betrifft XX+ millionen menschen).
    beides schlimm, muss man das noch genauer gegeneinander abwägen ?

    vielleicht sollten sie sich nicht so an einem einzelnen wort aufhängen, dann würden sie erkennen, dass herr vetter mit dieser bemerkung (wenn auch von ihnen überlesen) trauer über den tod des polizisten geäussert hat.

  77. Alfred meint: (28.10.2011 um 14:51) AntwortenReply to this comment

    @Snickerman:

    Also wenn Herr Vetter den Gewerkschaftler wörtlich nimmt, ist das ok, aber wenn man Herrn Vetter wörtlich nimmt sind das miese Unterstellungen.

    Schon sehr interessant.

    Die Trolle sind im Übrigen die, die meinen die Aussage auf die Goldwaage legen zu müssen, um diese dann im besonderen Maße zu skandalisieren. Dazu zählt auch Herr Vetter.

    Und meine Fragen sind da durchaus berechtigt. Er könnte ja cuh einfach antworten.

  78. herbert meint: (28.10.2011 um 14:51) AntwortenReply to this comment

    @martin III.:
    schön geschrieben, danke.

  79. Alfred meint: (28.10.2011 um 14:55) AntwortenReply to this comment

    @herbert:

    Dieser einzelne O-Ton soll den Rechtsstaat aushöhlen?

    Ja, man muss das schon gewaltig aufblähen um so ein äquivalent herzubekommen. Mit der realität hat das aber nicht zu tun.

    Was bleibt ist eine unsachliche Äußerung eines Einzelen Sprechers (es gibt im Übrigen zahlreiche andere O-Töne von Polizeigewerkschaftlern, die eine solche Formulierung nicht entahlten)was nach wie vor gleichgestellt wird mit dem Tod eines Menschen, dessen Erwähnung Herern Vetter nur ein einziger Nebensatz wert ist.

  80. schredder66 meint: (28.10.2011 um 14:55) AntwortenReply to this comment

    Unten folgende zitiere ich aus Wikipedia zum Begriff "Individuum".

    Wenn ich mir den u.g. zitierten Absatz und den kompletten Wiki-Eintrag durchlese, komme ich zum Ergebnis, dass Herr Bahr den mutmaßlichen Polizistenmörder nicht degradiert hat, nur weil er ihn nicht als Menschen bezeichnen wollte.

    Meiner Meinung nach hat Herr Bahr am Ende möglicherweise nicht das gesagt, was er eigentlich ausdrücken wollte.

    [...Ein Individuum (lateinisch individuum - das Unteilbare, Einzelding) ist Ding, eine Entität oder einzelnes Seiendes, insofern er von Gegenständen klar unterschieden werden kann, d. h. insofern Identitätskriterien angegeben werden können. Der Ausdruck „Individuum“ wird speziell auch auf tierische Lebewesen, insbesondere Menschen angewendet, um sie als moralische Subjekte, d. h. als Träger von Rechten, Verantwortungen und Pflichten zu kennzeichnen. In diesem Sinn wird statt von „Individuen“ auch von „Personen“ geredet. Bei Personen werden zudem individuelle Eigenschaften, Interessen und Besonderheiten von denen der Bevölkerungsgruppe (Gemeinschaft, Gesellschaft, Kollektiv) der sie entstammen, abgegrenzt und als subjektive Elemente der Persönlichkeit der Individualität zugerechnet...]

  81. wonko meint: (28.10.2011 um 14:57) AntwortenReply to this comment

    @fernetpunker:
    Den von Ihnen behaupteten signifikanten Unterschied kann ich da nicht erkennen.
    Zumal – die erwünschte Wirkung erzielt die Aussage doch so oder so. Über die sprachlichen Feinheiten, die man eventuell in die eine oder andere Richtung deuten kann dürften sich die wenigsten Gedanken machen. Was hängen bleibt ist doch letzten Endes, daß wir es bei dem Täter nicht mit einem Menschen zu tun haben. An das Meinhof-Zitat, das irgendwo oben verfremdet zitiert wurde, musste ich auch direkt denken.

  82. Granado meint: (28.10.2011 um 14:58) AntwortenReply to this comment

    @Alfred: Solche Positionierung eines versierten Organisationssprechers kann noch viele schwere Verletzungen (s. Rosenheim – Bedauern?) und Todesfälle befördern.

  83. J. S. meint: (28.10.2011 um 15:00) AntwortenReply to this comment

    @alex:

    Dann sind sie auch für Lynchjustiz. Denn wenn ein Mörder keine Rechte mehr hat, braucht man keine Gerichtsverhandlung mehr und man kann dieses Individuum an den nächsten Baum hängen.

    Wenn ich so einen Schwachsinn wieder lese, dann befürchte ich, dass die nächste deutsche Diktatur nicht mehr fern ist.

  84. Jonas meint: (28.10.2011 um 15:06) AntwortenReply to this comment

    Ein Individuum – ich mag gar nicht mehr von einem Menschen sprechen – erschießt einen Polizisten und hat überhaupt keine Achtung vor dem menschlichen Leben.

    Das eigentlich Traurige ist, dass dieser Polizist nicht begreift, dass er sich mit dem Polizistenmörder auf eine Stufe stellt. Wer Achtung vor dem menschlichen Leben hat der erkennt einem Menschen nicht das Menschsein ab. Sondern akzeptiert, dass es unter Menschen solche und solche gibt und unternimmt alles um die Gemeinschaft vor solchen Ausreißern zu schützen, aber gleichzeitig ihre Ideale vorzuleben.

  85. peter meint: (28.10.2011 um 15:21) AntwortenReply to this comment

    och so schlimm ist lynchjustiz garnicht.
    seht euch doch mal lybien an. die hätten monate- oder gar jahrelang gegen den gadaffi prozessiert, nur um ihn am ende doch hinzurichten.
    das ende vom lied : er hat quasi die selbe strafe erhalten, aber ohne verschwendung von zeit und millionen an gerichtskosten.

    [wer hier ironie findet, darf sie behalten]

  86. Kurgan meint: (28.10.2011 um 15:35) AntwortenReply to this comment

    Es ist schon lange her (ca. 30 Jahre). Wir befinden uns im länderlichen Kreis mit sehr geringer Bevölkerungsdichte. Ein mir bekannter junger Mann wollte sein neu erworbendes Motorrad probelaufenlassen und ist damit fahrlässigerweise ohne Zulassung vor seiner Haustür 20m hin – und hergefahren.
    Wie Murphys Law es so will, sahen das zufällig 2 Polizisten, die sofort die Verfolgung aufnahmen. In Panik versucht der junge Mann mit dem Motorad zu fliehen und wird dabei minutenlang von der Polizeit gejagt bis er sich in einer Kurve mit ca 200km/h an einem Brückenpfeiler zermatscht.
    Die Polizisten nahmen Menschenleben billigend in Kauf nur einer Formalität wegen. Auf der Beerdigung war niemand von der Polizei anwesend. Soll ich jetzt auch anzweifelt, ob Polizisten Menschen sind?

    P.S. Der junge Mann muß so ca 18-20 Jahre alt gewesen sein.

  87. murry meint: (28.10.2011 um 15:42) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:
    Dann schauen wir doch mal gemeinsam ins Grundgesetz. Ach ja hier, gleich im Artikel 1, Absatz 1. Der erste Satz:

    Artikel 1
    (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

    Nun kann ich sehen, daß die Aussage des Gewerkschaftsvorsitzenden nicht ganz im Einklang mit diesem Grundsatz ist. Er spricht nämlich einem anderen sein Menschsein und damit seine vom Grundgesetzt geschützte Menschenwürde ab. Herr Vetter kritisiert das – zu Recht.

    Und jetzt erklären Sie mir mal, wo Herr Vetter in seinem Beitrag, wie von ihnen unterstellt, den Mord am Polizisten mit dem sprachlichen Fauxpas des Gewerkschaftsvorsitzenden auf eine Stufe stellt. Fordert er etwa z.B. das der Gewerkschaftsvorsitzende für seine sprachliche Entgleisung wie ein Mörder bestraft werden soll? Kann ich nirgends entdecken so eine Aussage.

    Es ist aber für einen Rechtsstaat unabdingbare Voraussetzung, daß sich seine Vertreter auch im Angesicht schwerster Verbrechen an dessen Grundsätze halten. Und der wichtigste Grundsatz unserer Wertordnung ist, daß es kein Verbrechen gibt und sei es noch so schwer und abscheulich, daß den Verbrecher außerhalb unserer Werteordnung stellt.

  88. Alfred meint: (28.10.2011 um 15:45) AntwortenReply to this comment

    @Kurgan:

    Ein junger Mann begeht also eine Bagatellstraftat, wird dabei von der Polzei erwischt, fleiht mit 200 km/h gefährdet damit auch Leib und Leben anderer Verkehrsteilnehmer, verunfallt letztlich und verstirb an den Unfallfolgen und Schuld hat nu wer?

    Der junge Mann der eigenverantwortlich gehandelt hat etwa? – Nein, das wäre ja noch schöner. Natürlich die Polizei! – Ist doch völlig klar.

    Das ist schon echt abenteuerlich hier.

  89. Melebert meint: (28.10.2011 um 15:47) AntwortenReply to this comment

    @Jonas: Das bringt es auf den Punkt.

    Ich erwarte einfach von der Polizei, dass sie jeden, der einer Tat verdächtig wird, als Mensch behandelt, ihm Menschenrechte zugesteht, egal wie der Kerl sich benimmt. Alles andere führt in einen Polizeistaat, zu Willkür und dem Verlust der Aufteilung der Staatsmacht.

    Und gerade wenn es so ein Vertreter der Polizei etwas sagt, was auch nur den Anschein der Entmenschlichung von Verdächtigen hat, heißt es aufmerksam zu sein. Er ist ein Sprecher der Polizei und gibt wider, was in der Polizei so los ist.

    Ja, insofern tut er der Polizei keinen Gefallen und insofern ist es traurig, wenn auch anders traurig als der Tot eines Menschen.

  90. Alfred meint: (28.10.2011 um 15:49) AntwortenReply to this comment

    @murry:

    "ebenso traurig"

    Die Formulierung ist doch wohl eundeutig, oder?

    Und im Übrigen hat Herr B. mit seiner Äußerung sicherlich nicht die Menschenwürde des Täters verletzt.

  91. Sixtus meint: (28.10.2011 um 15:51) AntwortenReply to this comment

    Bayern hat sich schon lange disqualifiziert!
    Ich jedenfalls werde nicht mehr nach Bayern reisen, weil ich Angst um meine Gesundheit und um mein Leben habe. Die "Polizei" dort unten ist doch nur noch eine einzige rumlaufende Schlägertruppe. Und deren Oberboss…na ja, der ist ja nun auch nicht mit Intelligenz gesegnet.

  92. gipsnacken meint: (28.10.2011 um 15:52) AntwortenReply to this comment

    @alex: Und was machen sie dann mit den Mördern ohne Rechten?

  93. gipsnacken meint: (28.10.2011 um 15:54) AntwortenReply to this comment

    @Alfred: Individuen haben doch keine Menschenwürde die man verletzen könnte.

  94. MMM meint: (28.10.2011 um 16:05) AntwortenReply to this comment

    Ein Zitat das viel über die Denkweise unserer Regierung/Exekutive sagt.

    "Das Land wird von Sicherheitsbehörden geleitet… und so soll es auch sein." Hans-Peter Uhl

    Menschen stören in so einem kalten System nur.

  95. Somebody meint: (28.10.2011 um 16:14) AntwortenReply to this comment

    Mal zur Sache an sich und aus reinem Interesse: Wenn ich das Rechtssystem durch fleißige Lektüre dieses Blogs richtig verstanden habe, passiert folgendes: Die Beiden werden geschnappt, beschuldigen sich gegenseitig, wer geschossen hat kann nicht ermittelt werden, beide werden frei gesprochen (eine Tat, kein Täter). Richtig?

  96. noe meint: (28.10.2011 um 16:16) AntwortenReply to this comment

    @heinz:
    Zwei Biker sollen kontrolliert werden, eine Gruppe mit denen es seit Jahren enorme Probleme wegen massiver Gewalt gibt.

    Danke Heinz. Ich bin Biker, habe mit Rocker-Gangs nichts am Hut und werde von Ihnen jetzt in eine Schublade gesteckt die Mördern nahe steht.
    Das ist übelste Hetze. Wenn dann noch die Absage an das Mensch-sein damit verknüpft wird, dann ergibt sich für Außenstehende und Menschen mit minimierten ethischen Verhalten eine super Rechtfertigung Motorradfahrer als Vogel frei zu deklarieren. Wo das hinführen kann, das zeigt der Fall in Süddeutschland. http://www.motorradonline.de/de/news/recht-und-verkehr/toedlicher-motorradunfall-in-bayern-war-es-ein-anschlag/366959.

    Seien Sie vorsichtig solche Sachen in Schubladen zu packen. Sie wissen nie wär sie aufmacht und als Rechtfertigung benutzt.

  97. apfeltasche meint: (28.10.2011 um 16:23) AntwortenReply to this comment

    @Somebody:

    Mit Sicherheit nicht. Wenn zweifelsfrei erwiesen ist, dass es sich um die beiden Personen handelt, ist es nicht ausschlaggebend. Einer der beiden hat geschossen, der andere war dabei und hat mitgemacht. Aufgrund der gemeinsamen Verhaltens (Flucht und je nachdem was vor Ort war) ist von Mittäterschaft auszugehen. Egal wer geschossen hat, der andere hat sich wegen gemeinschaftlicher Begehung der Tat oder zumindest wegen Beihilfe strafbar gemacht. Hätte der andere das nicht gewollt, hätte er anders reagiert als zu fliehen.

    Von daher ist die Aussage der beiden, wer nun geschossen haben soll, nicht von besonderer Bedeutung. Bei gemeinschaftlicher Begehung werden sämtliche Tatbestandsmerkmale allen Mittätern zugerechnet. Somit werden beide bestraft, als hätten sie selbst geschossen.

  98. janosch meint: (28.10.2011 um 16:26) AntwortenReply to this comment

    Wir sollten froh sein, noch heisst es beim Gewerkschaftsboss "Individuum". Sein rhetorisches VorBILD, das ja gern von "Schweinen" schreibt, hat er damit noch nicht ganz erreicht.
    Bei den ermittelnden Beamten kommt als Signal von oben wahrscheinlich trotzdem nichts anderes an.

  99. nux meint: (28.10.2011 um 16:30) AntwortenReply to this comment

    @Gerd: Stimmt! Denen muß man den Schwanz abhacken, die Fingernägel ziehen und sie Schächten!

    Hast Du sonst noch irgendwelche Probleme mit dem Konzept der Menschenwürde und dem Verbot von Folter?
    Widerlich.

  100. nux meint: (28.10.2011 um 16:32) AntwortenReply to this comment

    @Somebody: Dann zum Einen das Lesen neu lernen und zum Anderen noch einmal die Bildung hinterfragen.

  101. A. Friend meint: (28.10.2011 um 16:32) AntwortenReply to this comment

    @Snickerman:
    Welches Niveau erwarten Sie in den Kommentaren, wenn im Leitartikel nach einem Zitat zunächst diverse, reisserische Mutmaßungen folgen und am Ende sogar noch von (mehreren) geistigen Brandstiftern die Rede ist. Bewegt sich das alles nicht schon schon auf der von Ihnen erwähnten Ebene von bild.de?!

    @martin III.: "Freund und Helfer"??? Ich empfehle Ihnen den folgenden Link: http://goo.gl/sxtxC

  102. Omchen meint: (28.10.2011 um 16:40) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter, diesmal uebertreiben Sie. Da wollte jemand seine Wut auf den Taeter zum Ausdruck bringen. Haette er "Diese Schweine" gesagt, haetten Sie nicht gemotzt. In dem Moment wollte er es hoeflich formulieren und hat gesagt, was er gesagt hat. Daraus ein Absprechen der Menschenwuerde herzuleiten – das geht zu weit, da Spalten Sie jetzt Haare.

  103. hopfen meint: (28.10.2011 um 16:43) AntwortenReply to this comment

    Wir hatten schon mal eine Zeit in der einer Gruppe von Individuen die Menschlichkeit abgesprochen wurde…

  104. roflcopter meint: (28.10.2011 um 16:47) AntwortenReply to this comment

    Hachja auf Godwins Law kann man sich hier zum Glück immer verlassen

  105. fernetpunker meint: (28.10.2011 um 16:47) AntwortenReply to this comment

    @hopfen: Ja, wahrscheinlich ist besagte Äußerung wieder der erste Schritt in die Unrechtsdiktatur wie bei den Nazis. Sie meinen doch die Judenverfolgung im Dritten Reich, gell? Schon heftig, was in der Volksseele so hochkochen kann, wenn Herr Rechtsanwalt Vetter die Steilvorlage liefert.

  106. Matthias meint: (28.10.2011 um 16:48) AntwortenReply to this comment

    Manchmal ist es schon schade, dass es den Extremistenerlass nicht mehr gibt.
    Was so einen wohl umtreibt, wenn er den Amtseid auf die Verfassung ablegt.

  107. wonko meint: (28.10.2011 um 16:49) AntwortenReply to this comment

    @fernetpunker:
    Die Steilvorlage hat der Herr von der GdP geliefert.

  108. noe meint: (28.10.2011 um 16:57) AntwortenReply to this comment

    @apfeltasche:
    Von daher ist die Aussage der beiden, wer nun geschossen haben soll, nicht von besonderer Bedeutung. Bei gemeinschaftlicher Begehung werden sämtliche Tatbestandsmerkmale allen Mittätern zugerechnet.

    Gut dann konstruiere ich mal was:
    Typ nimmt Kumpel mit. Der hatte kurz vorher angerufen, weil er Stress mit seiner Freundin hatte. Hatte heftig zugeschlagen und nun Angst bekommen. Plötzlich Polizei. Er drängelt seinen Kumpel Gas zu geben. Bei seinem Gewackel stürzen die. Der Typ bekommt Panik und versucht panisch wieder loszufahren, weiß aber eigentlich nicht worum es geht, sein Kumpel zieht die Pistole und schießt.

    Und nun? Beihilfe sieht für mich anders aus. Schön wie schnell sie Ihre Urteile fällen. Ich hoffe für den Rest der Gesellschaft, dass Sie niemals in verantwortliche Positionen kommen, bei denen Sie Einfluss auf andere Menschen nehmen können.
    Genau Ihre Argumentation ist ein Beispiel dafür wie wichtig der §1 des GG ist und wie wichtig die Unschuldsvermutung ist.

    Übrigens, das Beispiel was ich beschrieben habe ist so ähnlich in den USA vorgekommen.

    Täter erschießt Opfer. Gibt den Mord nach einem Deal mit der Staatsanwaltschaft zu und bekommt lebenslänglich. Der zuvor verhaftete Mittäter (hat nicht geschossen), gibt den Mord nicht zu und wird, mangels Zusammenarbeit mit der Polizei, wegen Mittäterschaft zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung war vor wenigen Wochen.

    Nach Ihrer Argumentation hätte sie also zur Verurteilung applaudiert…

  109. gipsnacken meint: (28.10.2011 um 16:57) AntwortenReply to this comment

    @fernetpunker: Wie ist denn eine solch all umfassende Judenvernichtung und der brutale Krieg an der Ostfront erst möglich gewesen? Durch Entmenschlichung und Bezeichnung der jeweiligen Gruppen als Untermenschen.

  110. Theodor meint: (28.10.2011 um 17:06) AntwortenReply to this comment

    @Ja-Sager:
    Kinderschänder? Weißt du was, eine versoffene Hure, die ihre Kinder halb tot prügelt und du Alarm schlägst, du diesen vergötternden Beamten klar machst, was sie da gerade die ganze Zeit ignorieren, ein dummer Spruch von dieser Dreckshure und du bist kein Mensch mehr. In diesem System leben wir.

  111. foo meint: (28.10.2011 um 17:12) AntwortenReply to this comment

    - Benno Ohnesorg
    - Tennessee Eisenberg
    - Polizei erschießt Angreifer in Jobcenter
    - …

    Polizeibrutalität gegen
    - Behinderte
    - Occupy Bewegte
    - S21-Gegner
    - FSA-Demonstanten
    - …

    Und ewig sind diese Ereignisse begleitet von

    - Berufen auf Notwehr oder Nothilfe
    - Freisprüchen oder Einstellung des Verfahrens
    - Schweigen von Beamten
    - Mauern der Staatsanwaltschaft
    - Gegenklagen auf Widerstand gegen die Staatsgewalt

    Die zitierte Aussage ergänzt nur zu gut das „Zerrbild“, das in den Beamtenstuben und Führungsetagen der Exekutive

  112. Nennichnicht meint: (28.10.2011 um 17:15) AntwortenReply to this comment

    "Unklar ist bislang, ob bei dem Vorfall auch die beiden Polizisten ihre Schusswaffen gebraucht hatten und die Täter ebenfalls verletzt sind." (Augsburger Allgemeine)

    "Der getötete Polizist trug nach Polizeiangaben eine schusssichere Weste. Der Schuss traf den Mann daher vermutlich an Hals oder Kopf. Auch die Polizisten hätten Schüsse abgegeben, sagte ein Sprecher." (dpa)

    Bei einer so unsicheren Nachrichtenlage ist die Bewertung des Täters von seiten des Gewerkschaftsfunktionärs selbst dann unangemessen, wenn man Aussagen dieses Typs grundsätzlich beizupflichten geneigt ist: nämlich voreilig. Klar ist nur, daß es einen Schußwechsel gegeben hat, in dessen Verlauf ein Polizeibeamter getötet wurde, und daß der Todesschütze sich strafbar gemacht hat.

    Etwas mißtrauisch stimmt, wenn es auch nur anfängliche Unsicherheiten gegeben hat, ob die Beamten ebenfalls geschossen hatten. Selbst berücksichtigt, daß die beteiligte Kollegin unter Schock stand: Das zu überprüfen ist eine Übung, die jeder Streifenpolizist ganz ohne Kriminaltechnik hinbekommt.

  113. Manfred49 meint: (28.10.2011 um 17:24) AntwortenReply to this comment

    Ich meine, dass hier teilweise stark übertrieben wird. Die Aussage eines emotional beteiligten Gewerkschaftsführers direkt nach der Tat mit Judenvernichtung zu vergleichen ist völlig daneben. Da hat ein Hochkrimineller einen Polizisten erschossen, der zum Schutz der Bevölkerung im Einsatz war. Und einige hier haben kein größeres Problem, als dass diesem Kriminellen vielleicht ein kleines Unrecht in Form einer verbalen Entgleisung schaden könnte. Bleibt mal auf dem Boden, Ihr typisch deutschen Obergutmenschen. Vielleicht bekommt ihr mal ein echtes Problem, dann regt Ihr euch über solchen Pippifax nicht mehr auf.

  114. yusuf meint: (28.10.2011 um 17:37) AntwortenReply to this comment

    Es gibt offensichtlich nur noch Betroffenheits- oder Empörungsrhetorik. Und Sensationsjournalismus. Den ganzen Tag wird über nichts anderes berichtet.
    Wenn der Vertreter von der Gewerkschaft sich schon so geriert wenn ein anoymer und ihm sicherlich völlig unbekannter Polizist stirbt, dann möchte ich nicht wissen, wie der Mann rhetorisch drauf ist, wenn ein Bekannter von ihm dahinscheidet.
    Aber der normale Bürger ist doch genauso. Stirbt irgendwo ein junger Mensch oder gar ein Kind, können die ersten gar nicht schnell genug sein um Blumen oder Kerzen niederzulegen und Betroffenheit säuseln für jemanden, den sie gar nicht kannten und vielleicht gar nicht gemocht hätten.
    Die Polizeibeamten, die die beiden Mörder finden werden auch sehr "betroffen" sein und die Täter werden danach sehr "getroffen" sein. Und so wird dann die Empörungsrhetorik zur Empörungsaktion. Dazu passt, dass der ermittelnde Staatsanwalt auf der Pressekonferenz in einem Versprecher schon von der Staatsanwaltschaft als "Vollstreckungsbhörde" gesprochen hat.
    Die Polizei beklagt sich darüber, dass die Gewalt gegen Polizisten zugenommen hat. Dass sie selbst nicht mehr als Menschen, sondern nur noch als uniformierte Staatsmacht wahrgenommen werden. Gleichzeitig wurde in Bayern die Kennzeichnungspflicht für Beamte wieder einmal abgelehnt. Wer schon einmal einem schwarzen martialistischen Block des bayerischen USK gegenüberstand, mag auch nicht mehr von menschlichen Individuen sprechtn. In ihrer Uniform verlieren sie jede Unterscheidbarkeit und ein Beamter sieht aus wie der andere.
    Aber natürlich gilt, dass auch die Bezeichnung "Bullen" oder "Bullenschweine" der Entmenschlichung Vorschub leistet.
    Man übersieht zu leicht, dass Dinge wie Menschenrechte, Freiheit oder Menschenwürde nicht von selbst oder durch "die Anderen" existieren. Sondern man muss selbst seinen Beitrag dazu leisten. Nur wenn sich immer wieder genügend Menschen finden, die sich zu diesem Wertekonsens bekennen, kann er Bestand haben. Ob dies Lippenbekenntnisse sind wird schnell klar, wenn man jemand anderem diese Rechte einräumt und einräumen muss, selbst wenn man der Meinung ist er hätte sie nicht verdient.

  115. Olli meint: (28.10.2011 um 17:38) AntwortenReply to this comment

    @fernetpunker:

    Verständlich ja. Akzeptabel? Nein.

  116. gipsnacken meint: (28.10.2011 um 17:38) AntwortenReply to this comment

    @Manfred49: Erst die Mörder und Kinderschänder, dann die Diebe und Grasraucher, dann Raser und Demonstranten. Und Ende hat selbst Manfred49 nen echtes Problem.

    Lieber Gutmensch als Schlechtmensch!

  117. frame meint: (28.10.2011 um 17:42) AntwortenReply to this comment

    Es gibt derzeit eine Tendenz in Politik und auch manchen Medien angesichts irgendwelcher schrecklicher oder als schrecklich empfundener Ereignise offen dafür einzutreten Grundrechte zu beschränken oder abzuschaffen. Oft nicht einmal auf Täter und Tatverdächtige beschränkt, sondern auf die Gesamtbevölkerung bezogen.
    Da reiht sich diese Äußerung nahtlos ein und deshalb kann man da ruhig empfindlich darauf reagieren und darauf hinweisen, daß eine solche Haltung die da durchscheint nicht mit dem Rechtsstaat vereinbar ist.
    Außerdem ist das hier der lawblog, da passt das thematisch irgendwie auch ganz gut rein.

  118. Hans meint: (28.10.2011 um 17:56) AntwortenReply to this comment

    Bei allem Verständnis für eine gewisse Polarisierung des Blogbetreibers kann ich Alfred nur recht geben. Weitaus schlimmer als die sicher zu beanstandende Wortwahl des Gewerkschafters ist die Wortwahl von Ihnen, Herr Vetter. Hinzukommt, dass der Gewerkschafter sich zwar als Funktionär äußert, aber ihm gleichwohl eine emotionale Betroffenheit nicht abgesprochen werden kann. Welche emotionale Betroffenheit den Blogverfasser getrieben haben soll, kann ich aber nicht erkennen.
    Und mit der Unschuldsvermutung hat das ganze schon mal gar nichts zu tun. Bahr hat sich nicht über einen "mutmaßlichen" vielleicht unschuldigen Verdächtigen geäußert, sondern über den tatsächlichen Schützen.
    Im übrigen empfinde ich das als wesentliches Manko dieses Blogs, das ein Thema angestossen wird, aber danach von Ihnen, Herr Vetter, in der Regel später kaum noch eine Reaktion kommt. Ich denke, der gesamte Beitrag gehört aus Anstand gelöscht.

  119. Bullizei meint: (28.10.2011 um 17:56) AntwortenReply to this comment

    Denkt denn auch jemand einmal an den armen Polizisten?!

  120. Mr. J meint: (28.10.2011 um 18:08) AntwortenReply to this comment

    Ich finde es durchaus interessant wieviele Menschen anderen Menschen selbst so etwas grundlegendes wie Menschenrechte absprechen möchten wenn es ihnen gerade in den Sinn passt.

    Die Tat an und für sich mag schrecklich sein, allerdings war die Aussage von Bahr seinem Amt absolut unangemessen und sollte die Frage aufwerfen ob er wirklich für sein Amt geeignet ist. Es mag durchaus sein dass hier natürlich Gefühle mit rein spielen, allerdings sollte man dann lieber garnichts sagen anstatt sich zu solchen Aussagen hinreißen zu lassen.

    MfG
    Mr. J

  121. Statistiker meint: (28.10.2011 um 18:10) AntwortenReply to this comment

    Ach, die GdP ist doch bekannt dafür, als Handlanger der Arbeitgeber zu dienen. Denen ging es noch nie um irgendwelche Arbeitnehmerrechte, sondern nur um MACHT, und sei es die MACHT, das Grundgesetz wie hier zu missachten.

    Herr Bahr ist nur an seinem fett dotierten Posten interesiert, MENSCHENRECHTE gehen dem doch am Arsch vorbei. Und das ist nett ausgedrückt.

    Und jetzt krieg ich einen rechtswidrigen Trojaner aufgedrückt und werde morgen von Bullen, die ja nur ihren Pflichten nachgehen, verprügelt.

    Aber wie man etlichen Kommentatoren entnehmen kann, ist dies ja gewollt, so soll es ja sein. scheiß auf den rechtsstaat, wer prügeln DARF, hat Recht…. *abkotz*

  122. Olli meint: (28.10.2011 um 18:16) AntwortenReply to this comment

    @sebl: Es war ja kein Arbeitskollege sondern nur ein Berufskollege.

    Und ja da kann man erwarten das man sich emotional etwas zurück hält.

  123. Olli meint: (28.10.2011 um 18:23) AntwortenReply to this comment

    @foo:

    Der Fall zur Wehme wurde vergessen wo man außversehen einen Rentner erschossen hat.

    Aber das gehört ja eher nicht hier her.

    Ich verstehe übrigens die Aufregung und das Mitgefühl der Law and Order Fraktion nicht die doch sonst von Kuscheljustiz sprechen egal um welches Verbrechen es geht.

    Und hier wurde eine Aussage kritisiert es wurden nicht einmal wirkliche Konsequenzen gefordert.

  124. Seb meint: (28.10.2011 um 18:28) AntwortenReply to this comment

    @Alfred: Also steht zur Debatte, was Herr Vetter trauriger findet? Aha.

    Ich darf dazu ja mal meine Meinung abgeben: Ich finde es viel trauriger, dass ein Sprecher einer Polizeigewerkschaft einer Zeitung öffentlich zu Protkoll seine Abneigung gegenüber dem Grundgesetz gibt, als dass einer von 80 Mio Deutschen ermordet wird. Menschen sterben jeden Tag. Das ist tragisch aber derzeit unvermeidlich. Dass sich Vertreter der Exekutive öffentlich gegen die Demokratie äußern hingegen ist nicht alltäglich und muss entsprechend betont kritisiert werden.

    Im übrigen darf man einen überspitzten Vergleich auch durchaus als Stilmittel verstehen.

  125. Gerrit meint: (28.10.2011 um 18:43) AntwortenReply to this comment

    Wie verkommen wir doch sind.

    Schießen Polizisten einem mutmaßlichen Angreifer Menschen in Regensburg 7 x in den Rücken… (Notwehr – klarer Fall)Die BESTEN der BESTEN der BESTEN – SIR!

    Um Mißverständnisse zu vermeiden: Ich bedauere den Tod des Polizeibeamten, wünsche seiner Familie Kraft und Trost. Die anderen Polizisten frage ich provokativ: "Können sie nicht mal ihre Aggressionen im alltäglichen Auftreten zurückfahren"?

    Was schrieb die Gewerkschaft dazu?
    mom… eben goggeln gehe…

  126. Gerrit meint: (28.10.2011 um 18:44) AntwortenReply to this comment

    @ maschinenraum: Das sollte nach "Angreifer" greifen. Danke

  127. Andre meint: (28.10.2011 um 18:53) AntwortenReply to this comment

    @Mr. J: "Die Tat an und für sich mag schrecklich sein"

    Bitte? Das steht doch wohl nicht ernsthaft in Frage. O.o

  128. Nennichnicht meint: (28.10.2011 um 19:06) AntwortenReply to this comment

    Das eigentliche Ärgernis liegt nicht darin, daß Herr Bahr einem Täter das Menschsein abspricht, sondern daß er es ihm deshalb abspricht, weil das Opfer ein Polizist ist:

    Ein Individuum – ich mag gar nicht mehr von einem Menschen sprechen – erschießt einen Polizisten und hat überhaupt keine Achtung vor dem menschlichen Leben.

    Die Adjunktion "X erschießt einen Polizisten und hat überhaupt keine Achtung vor dem menschlichen Leben" ergibt nur als Schlußfolgerung einen Sinn, solange unbekannt ist, wie es der Täter mit der Achtung vor dem menschlichen Leben sonst hält: Weil er einen Polizisten tötete, habe er "überhaupt keine Achtung vor dem menschlichen Leben". Damit wird das Leben von Polizisten in den Rang von menschlichem Leben par excellence befördert. Und erst das so eingeführte höhere Menschentum erlaubt es, von ihm ein defizitäres zu unterscheiden, dessen Repräsentanten sich auf den Status eines bloßen "Individuums" zurückgeworfen sehen.

  129. Hannes meint: (28.10.2011 um 19:07) AntwortenReply to this comment

    Der Fisch stinkt vom Kopf her. Jedesmal, wenn ein führender GdP-Funktionär den Mund auf macht, bekommt man einen guten Eindruck, wie es stinkt. Diesmal zeigt Herr Bahr das sehr schön.

    Seine Polizeikollegen bestätigen dann wenig später den beklagenswerten Zustand der Polizei. Denn es läuft hier das übliche Ritual ab. Nach einem polizeikritischen Beitrag folgt das Auslösen der Telefonkette und heißmachen auf Copzone bis dann hier die Polizei-Trolle aufschlagen. Es folgt die übliche Hetze gegen Udo und wir dürfen uns mal wieder routinemäßig als "linke Zecken" oder was gerade so üblich ist, beschimpfen lassen.

    Was die Herren Polizisten hier zeigen ist, dass sie ein ganz massives Problem mit Gesetzen, sowie mit Leuten die nicht ihre Meinung teilen, haben. Man bekommt den Eindruck, die Herren würden uns gerne eins mit dem Knüppel in die Fresse hauen wenn wir uns direkt gegenüberstehen würden.

    Der Versuch uns hier niederzuschreien funktioniert nicht und ist einfach peinlich.

  130. Andre meint: (28.10.2011 um 19:16) AntwortenReply to this comment

    @Hannes: Peinlich sind hier ganz andere Sachen.

  131. Rayson meint: (28.10.2011 um 19:28) AntwortenReply to this comment

    Bin zwar spät, aber "heinz" hat eh schon alles gesagt. Der Tag der Tat ist nicht geeignet, Aussagen für die Goldwaage einzusammeln. Wichtig ist, was morgen gesagt wird.

  132. Georg meint: (28.10.2011 um 19:29) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter schürt doch permanent in seinem Blog den Hass auf Polizisten; ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Diffamierung als "Mimimi-Polizisten".

  133. Hobbyjurist meint: (28.10.2011 um 19:33) AntwortenReply to this comment

    Die Wortwahl des Polizeigewerkschafters war sicher nicht besonders glücklich, aber in erster Linie tut mir der Polizist leid, der ohne ersichtlichen Grund erschossen worden ist und ich hoffe sehr, daß man den oder die Täter bald dingfest machen kann.

  134. 4tehlulz meint: (28.10.2011 um 20:11) AntwortenReply to this comment

    Polizei-Sprecherin Ilka Rademacher: „Die Kollegen forderten ihn mehrmals auf, die Stangen hinzulegen, doch der Randalierer reagierte nicht.“ Da richtet der 25-Jährige Polizist die Pistole auf Carsten V., trifft ihn tödlich in den Hals.

  135. Andre meint: (28.10.2011 um 20:14) AntwortenReply to this comment

    @4tehlulz: Was wollen Sie uns damit sagen?

  136. 4tehlulz meint: (28.10.2011 um 20:18) AntwortenReply to this comment

    @Andre:

    Wer ist "uns"?

  137. Andre meint: (28.10.2011 um 20:20) AntwortenReply to this comment

    @4tehlulz: Den Lesern hier!

  138. Ja-Sager meint: (28.10.2011 um 20:21) AntwortenReply to this comment

    @Andre: Wahrscheinlich, dass ein Polizist, der ja eigentlich zielen können sollte, evtl. auch erstmal einen Schuss in die Beine hätte abgeben können!?

  139. Olli meint: (28.10.2011 um 20:21) AntwortenReply to this comment

    @Georg:

    Bitte. Wenn er Hass schüren wollte gäbe es andere Sachen mit denen man richtig viel Hass schüren kann.

  140. Nennichnicht meint: (28.10.2011 um 20:21) AntwortenReply to this comment

    @Georg: Aber die Fotoaktion der Jungen Polizei Bremen war doch eher etwas zum Lachen, jedenfalls für Nichtpolizisten, und keineswegs geeignet, Haßgefühle gegenüber der Polizei zu schüren.

  141. 4tehlulz meint: (28.10.2011 um 20:22) AntwortenReply to this comment

    @Andre:

    Achso. Warum sagst du das denn nicht gleich?

  142. Andre meint: (28.10.2011 um 20:25) AntwortenReply to this comment

    @4tehlulz: Und? Gibt es auch eine Antwort auf die Frage oder nur weiter dummes Gerede?

  143. Alfred meint: (28.10.2011 um 20:27) AntwortenReply to this comment

    @ UV

    Sie haben sich ja anscheinend entschlossen, meine Fragen nicht zu beantworten.

    Ich geh aber al davon aus, dass Sie die Kommentare hier mitesen.

    Bei den zahlreichen Kommentaren die in immer heftigerer Form gegeeeeeeie Polizei hetzten (es werden sogar ddirekt Linien zwischen der Aussage von herrn B. und der Judenverfolgung im Dritten Reich gezogen)zeigen wohl wer hier in Wirklichkeit der geistige Brandstifter ist, in dem er permanent Hass gegen Polizisten schürrt.

    Wenn das linke Volk mal dämagogischen Führer sucht, wären Sie sicherlich die erste Wahl.

    Ihre rethorischen Fragen, die allesamt nichts mehr mit dem eigentlichen O-Ton zu tun haben, wurden hier ja von einem bedeutenden Teil dankend aufgenommen.

    Die Frage ist nur, wenn Sie den Staat so sehr verachten, dass Sie ständig maßloss überzogene Kritik an ihm üben, sogar nicht davor zurückschrecken den Tod eines Polizeibeamten mit einer unsachlichen Reaktion hierauf auf eine Stufe zu stellen, ist es dann nicht bigott sich als Lehrbeauftragter einer FH vom eben diesem Staat bezahlen zu lassen?

    Ich finde das ehrlich gesagt unerträglich.

    Allerdings sind Sie damit ja nicht allein. Auch Herr Peymann hat ja kein Problem damit sich sein fürstliches Gehalt vom ansonsten verteufelten Staat zu bezahlen zu lassen.

  144. 4tehlulz meint: (28.10.2011 um 20:31) AntwortenReply to this comment

    @Andre:

    Wie unhöflich!
    Welche Emotionen liessen dich denn jetzt so persönlich werden?

    Dem Polizisten geht es übrigens nicht so gut.


    "Ihm geht es sehr schlecht. Es ist das Schlimmste, was einem Polizisten passieren kann", sagte die Polizeisprecherin.

    Der Mann werde derzeit psychologisch betreut.

  145. keiner meint: (28.10.2011 um 20:32) AntwortenReply to this comment

    http://www.golem.de/1110/87372.html

    Modell für Rosenheim?

  146. Alfred meint: (28.10.2011 um 20:33) AntwortenReply to this comment

    Sie haben sich ja anscheinend entschlossen, meine Fragen nicht zu beantworten.

    Ich geh aber al davon aus, dass Sie die Kommentare hier mitesen.

    Bei den zahlreichen Kommentaren die in immer heftigerer Form gegen die Polizei hetzten (es werden sogar direkte Linien zwischen der Aussage von Herrn B. und der Judenverfolgung im Dritten Reich gezogen)zeigen wohl wer hier in Wirklichkeit der geistige Brandstifter ist. Einer der permanent Hass gegen Polizisten schürrt.

    Wenn das linke Volk mal einen dämagogischen Führer sucht, wären Sie sicherlich die erste Wahl.

    Ihre rethorischen Fragen, die allesamt nichts mehr mit dem eigentlichen O-Ton zu tun haben, wurden hier ja von einem bedeutenden Teil dankend aufgenommen.

    Die Frage ist nur, wenn Sie den Staat so sehr verachten, dass Sie ständig maßloss überzogene Kritik an ihm üben müssen, sogar nicht davor zurückschrecken den Tod eines Polizeibeamten mit einer unsachlichen Reaktion hierauf auf eine Stufe zu stellen, ist es dann nicht bigott sich als Lehrbeauftragter einer FH vom eben diesem Staat bezahlen zu lassen?

    Ich finde das ehrlich gesagt unerträglich.

    Allerdings sind Sie damit ja nicht allein. Auch Herr Peymann hat ja kein Problem damit sich sein fürstliches Gehalt vom ansonsten verteufelten Staat bezahlen zu lassen.

  147. 4tehlulz meint: (28.10.2011 um 20:37) AntwortenReply to this comment

    @admin:

    Beitrag 143 und 146 sind doppelposts. Bitte löschen!

  148. dentix07 meint: (28.10.2011 um 21:10) AntwortenReply to this comment

    @ 11 heinz
    "Eine emotionslosere, menschenverachtendere Handlung fällt mir nicht ein…."
    Mir schon!
    Z.B. die Lösegeldforderung für einen entführten Jungen, der schon tot ist (Gäfgen), oder der bewußte Flug in zwei Hochhäuser mit Hunderten unbeteiligter Passagiere an Bord (9/11), das Abknallen von zig Jugendlichen auf einer Insel (Breivik), eine explodierende Bombe an Bord eines Jumbos (Lockerbie), Tausende Kinder und Jugendliche ungeschützt und unbewaffnet in Minenfelder schicken (Bassidschi [2. Golfkrieg])etc. pp.! (Besonders die deutsche Geschichte bietet da noch einige Beispiele, aber nicht nur die!)

  149. Andre meint: (28.10.2011 um 21:14) AntwortenReply to this comment

    @4tehlulz: Unhöflich oder nicht. Sie bleiben eine Antwort schuldig.

  150. Hannes meint: (28.10.2011 um 21:19) AntwortenReply to this comment

    @4tehlulz: Warum denn löschen? Sie sind schönstes Beispiel für die Polizisten von heute. Dieses Doppelposting ist Minuten auseinander. Das zeigt, dass der Text vorbereitet war, und Alfred den Überblick darüber verloren hat, welches vorbereitete Propaganda-Stücke er schon gepostet hat.

    Es zeigt auch die Unfähigkeit mal von den üblichen rechten Hassrufen abzulassen. Da beschwere ich mich darüber das wir hier von Polizisten routinemäßig als "linke Zecken" beschimpft werden, und was fällt Alfred in seinem rechten Polizistenwahn als Alternative ein?

    das linke Volk

    Man, man man. Für mehr reicht es wirklich nicht mehr?

    Übrigens Alfred, solange die Deutsche Polizeigewerkschaft (mal nicht die GdP), sich in Regensburger Anfang des Jahres einen ominösen Sicherheitsspezialisten holen darf, der aufgrund – ähm – aufgrund von irgendwas was seine Auftraggeber so von ihm forderten, den Angriff auf Tennessee Eisenberg medienwirksam nachstellt, würde ich mich als Polizist nicht über die Instrumentalisierung von Toten aufregen.

    Zur Erinnerung, Tennessee Eisenberg wurde von aufrechte Polizisten mit 16 Kugeln, davon sieben in den Rücken erschossen.

    In etwas, was für mich nach so einer Art PR- und Varieteeshow klingt, bei der auch die Führung des Polizeipräsidiums anwesend war, wird das tote Opfer (Tennessee Eisenberg) zum Täter zu instrumentalisieren und der anwesenden Journalie Weißwaschparolen für die Polizei ins Mikrofon diktiert. Bravo. Ich würde mich für die Kollegen schämen.

  151. Alexander meint: (28.10.2011 um 21:20) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:

    Schon mal auf die Idee gekommen, dass Sie schlichtweg nicht ernst genommen werden – sowohl von Herrn Vetter als auch einer Hand voll Kommentatoren hier?

    Möglicherweise macht Herr Vetter aber auch keine Abstufungen des Empfindens Traurigkeit? Er ist nicht "ein bisschen", "ganz", "furchtbar" oder "sehr" traurig; zumal diese Unterteilungen schlichtweg keinen Sinn ergeben. Trauer ist Trauer. Und wenn jemand an einem Grab steht und weint, dann ist es ebenso traurig, dass er jemanden verloren hat, wie das Verhalten von Passanten, die eine Vergewaltigung effektiv mitbekommen können, sie aber ignorieren, traurig ist.

    Mit keinem Wort erwähnt Herr Vetter, dass der Mord an einem Polizisten, nein, an einem Menschen nicht furchtbar tragisch ist. Doch es ist das klassische Verhalten: Einem Unbekannten weint jemand weniger nach. Ebenso wie bei der Ermordung von Kindersoldaten in Afrika. Und doch ist beides traurig. Ebenso traurig, wie eine noch nicht einmal unbedachte, sondern willentlich abgegebene Äußerung eines Polizeigewerkschafters, und nicht nur irgendeines, der in seiner Funktion als Vorsitzender der GdP einem Menschen die Menschenrechte abspricht.

  152. dentix07 meint: (28.10.2011 um 21:20) AntwortenReply to this comment

    @fernetpunker: "… Außerdem sagt der Polizist nicht, dass der Täter kein Menschen mehr sei, sondern dass ER nicht mehr von einem Menschen sprechen MAG…."
    Bloß sagt er das – wie Du selbst feststellst – als Polizist und als bayerischer Vorsitzender der Polizeigewerkschaft (GdP)!
    Menschlich verständlich, aber als Vertreter der Polizei und deren Gewerkschaft nicht akzeptabel! Merkel wurde genau deswegen nach Bin Ladens forciertem Dahinscheiden heftig kritisiert!

  153. zf.8 meint: (28.10.2011 um 21:26) AntwortenReply to this comment

    Ist das Zitat eigentlich authentifiziert worden?

    Es soll ja ab und zu vorkommen, dass bei den eher Boulevardmäßig angehauchten Artikeln auf Onlineportalen O-Töne nicht ganz so wie gedruckt gefallen sind, beziehungsweise durch leitende Fragen mitverursacht worden sind. Quellenkritik und so.

  154. Alfred meint: (28.10.2011 um 21:32) AntwortenReply to this comment

    @Alexander:

    Außer Verleumdungen und Verschwörungstheorieen habe Sie nicht zu bieten?

    Und ohen hier was llostreten zu wollen. Der Fall Eisenberg wurde von einer Staatsanwaltschaft, einer Generalstaatsanwaltschaft und einem Oberlandesgericht untersucht, jeweils mit dem selben Ergebnis; aber die sind ja sicherlich alle alle Teil der großen Verschwörung.

    @Alexander:

    "Trauer ist Trauer" – "Einem Unbekannten weint jemand weniger nach."

    Ja, was denn nun. Ist Trauer für Sie jetzt immer gleich oder gibt es da doch Abstufungen?

    Und warum ist ein verbaler Fauxpass ebenso traurig, wie der Tod eines Menschen? Diese Frage bleibt doch immer noch offen und ist entlarvend wie menschenvarchtend der Autor ist.

  155. Alfred meint: (28.10.2011 um 21:32) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:

    Der erste Teil ist eine Antwort auf @Hannes:

  156. A. Friend meint: (28.10.2011 um 21:51) AntwortenReply to this comment

    @Hannes: Sie haben vollkommen recht – der Fisch stinkt vom Kopf her. Als Kopf ist jedoch dieser Artikel anzusehen und auch die Individuen, welche die deutschen Gesetze zwar lesen können, sie jedoch nicht verstehen und deshalb Herrn Bahr wegen seiner Äußerung (zu Unrecht) einen Gesetzesverstoß vorwerfen möchten.

    Herr "Hannes" – Sie und Ihre Mitstreiter sollten nicht vergessen, was überhaupt passiert ist. Es wurde ein Mensch erschossen und Sie und Ihre Leute regen sich über eine Sache auf, an die morgen niemand mehr denkt, nämlich über die vielleicht ungeschickte Wortwahl eines Unbeteiligten. Das finde ich mehr als peinlich!!!

    Übrigens, wenn ich das Gefühl hätte, dass sich Polizisten in diesem Blog zusammenrotten würden, um Herrn Vetter und seine Gleichgesinnten verbal hinzurichten, dann würde ich eingehend prüfen, ob ich nicht unter latentem Verfolgungswahn leide. Jedenfalls besitze ich (noch) nicht die hellseherische Fähigkeit, hinter jedem Pseudonym den passenden Beruf zu erkennen. Die meisten Menschen in diesem, unserem Lande verfügen über einen gesunden Menschenverstand und können ihre eigene, freie Meinung in einem Blog ohne fremde Hilfe ausdrücken, auch wenn sie keine Polizisten sind. Darauf vertraue ich.

  157. dentix07 meint: (28.10.2011 um 21:55) AntwortenReply to this comment

    @Georg:
    Herr Vetter schürt Haß gegen Polizisten??????
    Mal ganz spitz!
    Müssen wir jetzt damit rechnen daß Herr Vetter demnächst als geistiger Brandstifter für Gewalt gegen Polizisten bezeichnet wird, oder gar als polizeiophob?
    Haben die Täter (wird sich ja herausstellen wenn man sie schnappt) eventuell lawblog gelesen?

  158. keiner meint: (28.10.2011 um 22:23) AntwortenReply to this comment

    Alfred, haste Kinder? Dann lass deinem 15jährigen mal von einem Polizisten die Zähne ausschlagen auf der Polzeiwache. Oder dich in deinem eigenen Hau von Polizisten krankenhausreif schlagen. Das ist bayerische Polzei im Jahr 2011. Oder blutende Rentner, von Polizisten zusammengeschlagen in Stuttgart. Oder hunderttausende Handyverbindungen anlaßlos und ohne Rechtsgrundlage von den Providern an die Polzei geliefert. Oder ständige Grundrechtsverletzung, wie Hausdurchsuchungen ohne Rechtsgrundlage.

    Verabschieden sie sich von der Idee, in einem Rechtsstaat zu leben. Wir erleben DDR 2.0, Untergang inklusive, demnächst in diesem Kino.

  159. Christoph meint: (28.10.2011 um 22:44) AntwortenReply to this comment

    1. Ich kann Alfreds Gedanken schon nachvollziehen. Wenn man die Worte Anderer auf die Goldwaage legt, muss man auch damit rechnen, dass seine eigenen Worte auf die gleiche Waage gelegt werden. Wenn Herr Vetter schreibt, dass der Tod eines Menschen EBENSO traurig ist wie eine schlecht formulierte Erklärung, beides also die gleiche "Qualität hat, finde ich das schon bedenklich.

    2. So schlecht wie hier einige Foristen über Polizisten schreiben, würde ich zu gerne wissen, wen sie eigentlich anrufen, wenn sie mal überfallen/vergewaltigt/ausgeraubt werden? Doch bestimmt nicht diese bösen, blutrünstigen, verbrecherischen Polizisten, die ja alle in der Uniform stecken.

  160. Mr. J meint: (28.10.2011 um 22:47) AntwortenReply to this comment

    @Andre: Habe ich auch in in Frage gestellt, allerdings bleibt die Aussage weiterhin unangemessen.

    MfG
    Mr. J

  161. Mr. J meint: (28.10.2011 um 22:48) AntwortenReply to this comment

    Ergänzung zum Vorkommentar von mir: es fehlt natürlich ein Wort: "Habe ich auch nicht in Frage gestellt" war gemeint.

    MfG
    Mr. J

  162. Ralf meint: (28.10.2011 um 23:06) AntwortenReply to this comment

    Selbst Oberst Klein wird nach seinem Massaker in Kundus noch als Mensch angesehen und ist sogar zur Beförderung in den Generalsstab befähigt worden…
    Da machens aber für einen Uniformierten mal wieder ein Faß auf,tztztz…..
    Gut,ein wenig Zynismus war auch dabei,von mir….

  163. Jahn, 8 Jahre meint: (28.10.2011 um 23:26) AntwortenReply to this comment

    “Ich mag nicht mehr von (einem) Menschen sprechen”

    ich auch nicht, wenn ich an unsere regierung und ihren unverschähmten bespitzelungs- ausbeutungs- und unterdrückungsapparat denke :(

    diese lügner sind genau so ehrlich, wie es einst ein erich mielke es war, und keinen deut besser.

  164. wonko meint: (28.10.2011 um 23:45) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:

    Der Fall Eisenberg wurde von einer Staatsanwaltschaft, einer Generalstaatsanwaltschaft und einem Oberlandesgericht untersucht, jeweils mit dem selben Ergebnis; aber die sind ja sicherlich alle alle Teil der großen Verschwörung.

    Das ändert nix an der Tatsache, daß Eisenberg sieben Kugeln im Rücken (!) hatte. Und ja, da komme ich dann doch ins Grübeln, ob das alles so richtig sein kann.

    Und warum ist ein verbaler Fauxpass ebenso traurig, wie der Tod eines Menschen?

    Weil es kein Fauxpas ist. Dem Mann wurde nicht überraschend am Tatort ein Mikrofon ins Gesicht gehalten, sondern er hat – wie Vetreter der GdP das bei jeder Gelegenheit tun – seinen Kommentar zu der Angelegenheit abgegeben. Und warum diese Aussage von einem gesellschaftlichen Standpunkt aus durchaus trauriger als der Tod eines Menschen ist führte ich ja bereits aus.

  165. Phillipp meint: (28.10.2011 um 23:47) AntwortenReply to this comment

    "Ich mag nicht mehr von (einem) Menschen sprechen" – Die Polizisten gehören ja auch erschossen!
    Langsam reichts jetzt mal!

  166. wonko meint: (29.10.2011 um 00:03) AntwortenReply to this comment

    @A. Friend:

    deshalb Herrn Bahr wegen seiner Äußerung (zu Unrecht) einen Gesetzesverstoß vorwerfen möchten.

    Wer hat denn von einem Gesetzesverstoß gesprochen? Was ihm vorgeworfen wird (wie ich meine zu Recht) ist ein geistiger Brandstifter zu sein.

    Es wurde ein Mensch erschossen und Sie und Ihre Leute regen sich über eine Sache auf, an die morgen niemand mehr denkt, nämlich über die vielleicht ungeschickte Wortwahl eines Unbeteiligten.

    a) woran morgen niemand mehr denkt – ausser einigen Angehörigen – ist der tote Polizist
    b) ich glaube eben nicht, daß die Wortwahl nur ungeschickt war. Aber da kann mich der Herr Bahr ja morgen eines Besseren belehren, wenn er ob seiner verbalen Fehlleistung um Entschuldigung bittet
    c) ich finde es sehr interessant, daß Herr Bahr plötzlich ein Unbeteiligter ist. Bisher wurde seine Wortwahl doch immer mit seiner Betroffenheit über den Tod eines Kollegen erklärt. Als Unbeteiligter sollte er doch erst recht keinen Grund haben, so emotional zu reagieren, daß dabei so eine Aussage herauskommt?

    Die meisten Menschen in diesem, unserem Lande verfügen über einen gesunden Menschenverstand und können ihre eigene, freie Meinung in einem Blog ohne fremde Hilfe ausdrücken, auch wenn sie keine Polizisten sind. Darauf vertraue ich.

    Ob es die meisten sind sei mal dahingestellt, aber es gibt schon einige, ja. Die müssen dabei aber nicht zwingend Ihre Meinung teilen.

  167. tapir meint: (29.10.2011 um 01:17) AntwortenReply to this comment

    Das passt Herrmann und Friedrich doch super in den Kram. Ein paar Tage medial gepuschte Jagd auf "unbekannte Täter, "vermutlich Schwerstkriminelle", wie der Oberstaatsanwalt glaubt" ( Zitat: http://www.sueddeutsche.de/bayern/polizist-in-augsburg-erschossen-tod-am-stauwehr-1.1176419 ) veranstalten und dann den Staatstrojaner rehabilitieren. Mithilfe der erweiterten Quellen-TKÜ hätte die Polizei den/die Schützen sofort erwischt, was sag ich denn, die Tat sicherlich präventiv verhindern können!
    Daneben kann man dann auch gleich vom Prügelverdacht bei der Rosenheimer Polizei ablenken.
    Läuft.

  168. Alfred meint: (29.10.2011 um 01:32) AntwortenReply to this comment

    @wonko:

    Dass Sie auch weitrehin behaupten, dass die Äußerung des Herrn B. "trauriger" sei, als der Tod eines Menschen zeigt nur wie menschenverachtend Sie sind. Der geistige Brandstifter hierfür ist u.a. Herr Vetter.

  169. Ben meint: (29.10.2011 um 01:49) AntwortenReply to this comment

    Chapeau, Herr Vetter,

    Um aus der Reaktion auf die Ermordung eines Polizisten einen so furchtbar konstruierten und tendenziösen Eintrag zu schustern, der Wasser dann wieder mal als Wasser auf den Mühlen der Bullenstaat-Paranoikern herhalten muss, bedarf es wirklich Eier.

    Man möchte Ihnen für so viel boulevardeske Stimmungsmache glatt einen wichtigen Online-Preis schenken – ach Moment, den haben Sie ja schon…

  170. Martin meint: (29.10.2011 um 02:46) AntwortenReply to this comment

    Wie geht der Spruch doch gleich wieder … wer Freiheit hat, für den ist sie selbstverständlich, wer sie nicht hat, der sehnt sich nach ihr…

    Und hier haben wir einige für die unser Rechtstaat und unser GG leider allzu selbstverständlich ist.

    Wir Deutsche sollten sehr hellhörig werden, wenn man einem Menschen, mag er noch so schlecht sein, seine Rechte abspricht.

    Außerdem muß man eine Gesellschaft daran messen, wie sie mit ihren "Schlimmsten" umgeht.

    Leider sind solche Positionen überhaupt nicht populär, ein Beispiel aus meiner Familie, als wir über die nachträgliche Sicherungsverwahrung von Sexualstraftätern sprachen und ich dagegen argumentierte wurde mir folgendes gewunschen:

    "Wenn du mal Kinder hast werden die hoffentlich vergewaltigt und getötet, dann lernst du es, dass solche Tiere keine Menschen sind…"

    Mehr muß man hierzu nicht sagen :(

  171. Drachenstein meint: (29.10.2011 um 08:22) AntwortenReply to this comment

    Bei der Art und Weise, wie die Polizei tagtäglich die Grundrechte der Bürger missachtet (Hausdurchsuchungen, Zwangsblutabnahmen, etc…) kann man auch nicht mehr von "Menschen" sprechen.

  172. Mr. J meint: (29.10.2011 um 09:42) AntwortenReply to this comment

    @Alfred: Machen sie eigentlich für jeden Menschen der getötet wird so einen Aufschrei oder nur für diesen Einen, der so schön im Rampenlicht steht? Ich schätze mal nur für diesen Einen und da muss ich mal fragen warum nicht auch für alle Anderen?

    MfG
    Mr. J

  173. Rolf Schälike meint: (29.10.2011 um 09:44) AntwortenReply to this comment

    Hier macht UV aus einer Mücke einen Elefanten. Er kann recht haben. Aber nicht jede Mücke ist ein Elefant und nicht jeder Elefant ist als Mücke sichtbar. Manchmal viel kleiner, manchmal sogar unsichtbar.

    Einige Worte von Politikern, Bankern können Verheerendes verursachen.

    Ist das auch bei den GdR-Bossen so? Weiß da UV mehr als wir, die Nichtpolizisten?

    Es mag sein, dass in unserer manipulierten Wirklichkeit Worte Revolutionen anstoßen, Berge versetzen können.

    Durch Verdammung unbedachter Äußerungen wird dieses ungesunde Teil unseres Daseins verstärkt.

    Besser wäre Aufklärung und weniger Glauben an die Worte einzelner aus dem Fach kommender Persönlichkeiten.

    Eine solche Bedeutung dürfen Persönlichkeiten, geschweige deren Worte, erst gar nicht erlangen.

    Da würde ich die Kritik ansetzen. Nicht an ehrlichen Äußerungen.

    Aufrufe an die Polizisten zum härteren Durchgreifen können auch sehr lieblich und GG-konform erfolgen.

  174. matze11 meint: (29.10.2011 um 09:59) AntwortenReply to this comment

    "Eine Gesellschaft sollte nicht danach beurteilt werden, wie sie mit ihren besten Mitgliedern umgeht, sondern wie sie ihre schlechtesten Mitglieder behandelt." Lew Tolstoi

  175. Bibi meint: (29.10.2011 um 10:24) AntwortenReply to this comment

    Wenn ein Mensch durch Gewalt stirbt ist das immer tragisch.

    Wir müssen jedoch auch fragen, ob nicht gerade die politisch korrekte “Deeskalationsstrategie” der Polizei die Lage so verschärft hat, dass Kriminelle keinerlei Respekt gegenüber Polizeibeamten mehr zeigen ?

    Würden die Kriminellen und Provokateure bei Beleidigungen schon gleich für einige Tage einkassiert oder abgeschoben, müssten sich unsere Polizisten nicht täglich in Lebensgefahr begeben…

  176. ichhabeangst meint: (29.10.2011 um 10:34) AntwortenReply to this comment

    Ich bekomme wirklich Angst wenn ich Texte lese wie
    @alex:
    und
    @Gerd:

    Nach dem Spruch des Gdp-Vorsitzenden wird nicht mehr von der Verfolgung Verdächtiger gesprochen sondern nur noch von Verbrechern und Mördern denen alle Menschenrechte verweigert werden.

    Ich habe auch ein Motorrad.
    Ich habe Angst vor der nächsten Polizeikontrolle.

  177. Wetter meint: (29.10.2011 um 11:07) AntwortenReply to this comment

    Bald gehts den Vettel so, wie dem Kachelmann mit dem Chemtrails. ^^*

    Schade eigentlich, aber so lernt man für sich auch, solche Kommentare als "Böse" zu entlarven und zu ignorieren.

  178. Ali Schwarzer meint: (29.10.2011 um 11:09) AntwortenReply to this comment

    Schon interessant, wie hier einige Nasen die Äußerungen des Herrn schönreden. Charakterlich lässt das tief blicken.

  179. Alfred meint: (29.10.2011 um 11:47) AntwortenReply to this comment

    @Martin:

    Wir Deutsche sollten sehr hellhörig werden, wenn man einem Menschen, mag er noch so schlecht sein, seine Rechte abspricht.

    Dumm nur, dass dies der Herr B: überhaupt nicht gesagt hat. Dies ist die kranke Interpretation von geistigen Brandstiftern wie Herrn Vetter und Co., die die Äußerung so verzerrt interpretieren, dass daraus auch ja ein Skandal wird. Dass die Hetzte auf fruchtbaren Boden gelandet ist, merkt man u.a. an Ihnen.

    @Mr. J:

    Weil der Tod der anderen nicht mit einem verbalen Fauxpass aufgewogen bzw. auf eine Stufe getsellt wird wie hier.

    Und gerade hier im Blog wurde nach dem Tod Osama bin Ladens in den Kommentaren mehr als nur vereinzelt zum Ausdruck gebracht, wie traurig man doch sein müsse, es sei ja schließlich ein Mensch gestorben. Interessant ist, dass wenn ein Polizeibeamter stirbt dies nur genauso traurig ist, wie eine unsachliche Reaktion hierauf.

    Manche erwähnen sogar die Todesfälle von Benno Ohnesorg, Tenessee Eisenberg, oder einer Frau im Jobcenter. Weshalb wohl? Will mam die Toten gegeneinander aufrechnen? Wie menschenvrachtend ist denn sowas bitte?

    Das Weltbild des polizeihassenden linken Mobs hier im Blog ist es was im Fokus meiner Kritik steht.

  180. Alfred meint: (29.10.2011 um 11:49) AntwortenReply to this comment

    @Ali Schwarzer:

    Schon interessant wie hier einige Nasen die Äußerung des Herrn Vetter rechtfertigen. Charakterlich lässt das tief blicken.

  181. rudi meint: (29.10.2011 um 11:52) AntwortenReply to this comment

    Nun lassen Sie aber mal die Kirche im Dorf, Herr Vetter. Inhaltlich ernst gemeinte Äußerungen von figurativen zu unterscheiden lernt man doch eigentlich spätestens im Studium.

  182. Fragender meint: (29.10.2011 um 12:01) AntwortenReply to this comment

    Interessant.
    Es ist heutzutage üblich, Rechtsradikal außerhalb der Gesellschaft und außerhalb des Rechts zu stellen.
    Für das Verdikt müssen nichts getan haben, die Gesinnung reicht.
    Auch hier wird vom roten Mob dies (neulich ging es um Udo Voigt) propagiert.

    Aber wenn es um Mörder geht, dann ist das natürlich was anderes.
    Dann wird sie wieder reklamiert, die unteilbare Menschenwürde, die Gleichheit vor dem Gesetz, die Rechtsstaatlichkeit …

    Heuchelei hoch drei!

  183. Fragender meint: (29.10.2011 um 12:05) AntwortenReply to this comment

    @matze11: Kluge Worte, Matze.
    Ich habe noch mal nachgeschaut.
    In diesem Strang http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/10/18/keine-wellness-fr-rechten-politiker/
    haben wir davon nichts gehört.

    Einem Unsympath die Rechte absprechen, das macht Laune.
    Aber wehe einer sagt was gegen den verehrten Herrn Mörder.

  184. Nennichnicht meint: (29.10.2011 um 12:24) AntwortenReply to this comment

    Geht es nicht auch eine Nummer kleiner? "Ebenso" bewegt sich nun mal semantisch zwischen "ebenfalls" und "gleichermaßen". Hätte Herr Vetter "gleichermaßen traurig" geschrieben, könnte man ihn zu Recht tadeln: Der Ausdruck unterstellt ein gleiches Maß für Traurigkeitsanlässe unterschiedlicher Ordnung. Der Tadel fällt aber auf diejenigen zurück, die den Blogger auf eine solche Deutung festnageln wollen. Denn die Forderung, den Tod des Polizisten für trauriger zu erklären als die Äußerung von Herrn Bahr, setzt gerade die Existenz und Gültigkeit einer Linearskala voraus, auf der sich unterschiedliche Grade an Traurigkeit abtragen lassen.

    Hier spielt eine weitere Ambivalenz hinein, nämlich die von "Tauer" und "Traurigkeit". Der Tod des Polizisten ist für seine Angehörigen und Kollegen gewiß nicht nur der größere Anlaß zur Trauer, sondern der einzige, der im Zusammenhang überhaupt in Betracht kommt. Dagegen kann man die Äußerung des Herrn Bahr "ebenso traurig" finden und sogar noch trauriger. Genauer vielleicht: bedrückender.

  185. Duke meint: (29.10.2011 um 12:29) AntwortenReply to this comment

    @heinz: Danke für Ihren Beitrag, den ich nicht besser hätte formulieren können.

  186. Alfred meint: (29.10.2011 um 12:47) AntwortenReply to this comment

    @Nennichnicht:

    Herr Vetter skandalisiert mit allen rhetorischen Mitteln eine unsachliche Äußerung und zu mir meinen Sie, ob es nicht eine Nummer kleiner ginge?

    Herr Vetter unterstellt – ohne weitere Anhaltspunkte -, dass Herr B. den Tätern Menschen- und Verfahrensrechte absprechen wolle und mir werfen Sie vor, dass ich Herrn Vetter etwas zu unrecht unterstelle?

    Das ist abenteurlich.

    Ich habe Hernn Vetter mehrfach gefragt, wie er die Äußerung gemeint hat. Er hat geschwiegen. Die Formulierung "ebenso" ist aus dem gesamten Kontext nur als eine Gleichsetzung zu verstehen.

  187. Duddley meint: (29.10.2011 um 12:58) AntwortenReply to this comment

    @Alfred Man kann durchaus in beiden Faellen von traurig
    sprechen, denn der Tod des Polizisten ist traurig fuer die Angehoerigen, die Aeusserungen des Herrn Bahr, sind traurig fuer unsere Gesselschaft.

  188. Alfred meint: (29.10.2011 um 13:00) AntwortenReply to this comment

    @Duddley:

    Mal abgesehen davon, dass ich der Rückschluss zur gesamten gesellschaft maßloß überzogen ist, steht für Sie beides wirklich auf einer Stufe. Beides ist gleichwertig in eienm Atemzug zu nennen? Wiegt sich beides gegeneinander auf?

    Die Ansicht von Hernn Vetter und derer die diese Äußerung rechtfertigen wollen, sind absolut menschenverachtend.

  189. Duddley meint: (29.10.2011 um 13:12) AntwortenReply to this comment

    @ Alfred Ja, beides steht fuer mich auf einer Stufe. Ich bin von
    dem Tod des Polizisten, nicht persoenlich betroffen. Die Aeusserungen der Herrn Bahr treffen mich allerdings persoenlich, da hier Menschen herabgewuerdigt werden, zu denen auch ich und auch Sie eventuell mal gehoeren koennten.

  190. Alfred meint: (29.10.2011 um 13:18) AntwortenReply to this comment

    Inwieweit sind Sie von der Äußerung persönlich betroffen?

    Sind Sie etwa der Mörder des Polizeibeamten?

  191. ExRA meint: (29.10.2011 um 13:48) AntwortenReply to this comment

    Wenn ich es nicht versehentlich überlesen haben sollte, dann hat sich Koll. Vetter zu den diversen Anwürfen gegen ihn und Fragen an ihn nicht geäussert. Das ist das schöne daran, wenn man der blog-Betreiber ist – provozieren und sich dann genüsslich zurücklehnen und zusehen, wie sich das blöde Volk streitet. Macht Spass, oder?

  192. Duddley meint: (29.10.2011 um 13:58) AntwortenReply to this comment

    @ Alfred Mehr faellt ihnen nicht ein als dumme Anschuldigungen?

  193. Alfred meint: (29.10.2011 um 14:01) AntwortenReply to this comment

    @Duddley:

    Ist das Ihre Antwort?

    Inwieweit sind Sie von den Äußerungen persönlich betroffen? Die Frage können Sie doch mal beantworten, oder fällt Ihnen dazu nichts ein?

  194. Mr. J meint: (29.10.2011 um 14:02) AntwortenReply to this comment

    @Alfred: Das Problem ist dass sie hier im Moment genauso aufrechnen, nämlich den Toten Polizisten gegen die Aussage von Bahr. Man sollte beide Sachen überhaupt nicht miteinander vergleichen. Die Wortwahl von Herrn Vetter mag hier mißglückt sein aber trotzdem ist die Aussage von Herrn Bahr absolut unangebracht.
    Denn mit seiner Äußerung spricht er dem Täter offensichtlich das Menschsein ab und damit in letzter Konsequenz auch die damit verbundenen Menschenrechte. Gerade als Vertreter des Gesetzes sollte sich der Mann allerdings darüber bewusst sein dass so etwas in krassem Widerspruch zu unserem Rechtsstaat ist. Das Problem das sich daraus ergibt ist dass man Bürgern nur schwerlich vermitteln kann sich an das Gesetz zu halten wenn selbst ihre Vertreter (momentan glücklicherweise nur verbal) darauf herumtrampeln.

    Zum Problem des "polizeihassenden linken Mobs": das Problem das viele Schreiber hier (allerdings auch an anderen Stellen) haben ist die Tatsache dass in den letzten Jahren immer wieder Fälle öffentlich geworden sind, in denen sich die Polizei nicht korrekt verhalten hat und dafür nicht bestraft wurde. Daraus ergibt sich natürlich mit der Zeit ein Mißtrauensklima und es gibt kein eindeutiges Vertrauen und Akzeptanz mehr für die Polizei wenn sie sich bei Fehlern in den eigenen Reihen nicht an das Gesetz hält. Die Formulierung des "polizeihassenden linken Mobs" sehe ich in diesem Zusammenhang allerdings als nicht angebracht an.

    MfG
    Mr. J

  195. MMM meint: (29.10.2011 um 14:05) AntwortenReply to this comment

    Wie man in der Öffentlichkeit Zustimmung oder Ablehnung zeigt, verrät anderen mehr über einen als die Argumente die man versucht vorzubringen.

    Die Beschimpfungen und Anschuldigungen hier in der Diskussion, sagen mehr aus als das Wiederholen und Gegenstellen von persönlichen Ansichten. Was Udo Vetters bemängelt, so wie ich das interpretiere, war unter anderem die Art wie man miteinander umgeht und dass Entmenschlichung kein wünschenswertes Verhalten ist in einer Gesellschaft die auf rechtsstaatlichen Grundsätze fundiert. Wie man mit den Schwachen, Aussenseitern und Gefallenen umgeht das sagt gerade am Meisten aus über eine Gesellschaft. Will ich wissen wie es um Deutschland bestellt ist, dann schau ich nicht in die feinen Konzernetagen, Universitäten und Einkaufscenter, sondern dann werfe ich einen Blick ich in die dunklen Gassen, Brennpunkte und Gefängnisse. Politiker, Staatsanwälte, Polizisten, Richter die denken sie müssten etwas verbergen oder verteidigen, sollten sich mal überlegen warum sie das Gefühl haben. Denn generell stehen die Bürger erst mal hinter ihnen, es muss richtig viel passieren dass Staatsdiener in Deutschland diesen Vorsprung an Glaubwürdigkeit verspielen.

    Ist es irgenwan mal anders, dass der Glauben in die Staatsdiener erschüttert ist dann wird es Zeit sich andere Politiker, Staatsanwälte, Polizisten, Richter zu suchen… es funktioniert nicht dass der Staat sich andere Bürger sucht. Leute die hier versuchen Menschen in stereotype Gruppierungen aufzuteilen und zu beschimpfen finde ich nicht in Ordnung.

    Viele Grüße, M

  196. Duddley meint: (29.10.2011 um 14:10) AntwortenReply to this comment

    @ Alfred Auch als Unschuldiger kann man mal zum Verdaechtigen werden.
    Das sollte ihre daemliche Frage beantworten.
    Im Uebriegen macht Herr Bahr mit seinen Aeusserungen nichts anderes als der Moerder. Der Moerder sagt sich naemlich auch, das ist ein "Bulle", kein Mensch, auf den kann ich schiessen. Im Geiste sind die zwei gleich.

  197. Nennichnicht meint: (29.10.2011 um 14:13) AntwortenReply to this comment

    Menschenverachtend finde ich die Leichenschüttlerei, und zwar auf beiden Seiten. Die Hinweise auf polizeiliche Fehlleistungen mit tödlichem Ausgang für Bürger haben im Thema nichts zu suchen. Ebenso unangebracht ist es, aus einem Arbeitsunfall mit tödlichem Ausgang, an dem ein mutmaßlicher Schwerkrimineller schuld ist, das Bild des Opferpolizisten als Vertreter eines höheren Menschentums herauskitzeln zu wollen, dem alle anderen mit einer Devotionsgeste zu huldigen hätten – bei Strafe, andernfalls ebenso wie der Täter "menschenverachtend" genannt zu werden. Darum geht es doch im Kern: Herrn Vetters ostentative Weigerung, sich dem impliziten Ansinnen des Herrn Bahr zu unterwerfen (vgl. #128; 28.10.2011 um 19:06).

    Die Äußerung des Vorsitzenden ist keineswegs unsachlich, unbedacht oder bloß figurativ. Dafür ist sie ein zu genauer Ausdruck einer Interessenlage, deren Artikulation sich der Augsburger Vorfall als Anlaß angeboten hat. Überflüssig zu sagen, daß es dabei nicht um Interessen des Opfers oder seiner Angehörigen geht. Trotzdem ist es nicht nur verständlich, sondern auch legitim, wenn ein Gewerkschaftler sich im Interesse des Berufsstandes äußert, den er vertritt. Allerdings muß er sich dann auch Kritik gefallen lassen. Sie wird durch einen Trauerfall nicht obsolet.

    Unsachlich ist dagegen teilweise die Diktion, in der manche ihm beispringen. So ist es z.B. noch angängig, den Täter als "Mörder" zu bezeichnen, denn das ist er zumindest im umgangssprachlichen Sinne. Jedoch ist es offenkundiger Unfug zu behaupten, jemand, der gerade auf der Flucht vom Motorrad gestürzt ist, handle völlig "emotionslos" und "kaltblütig". Solche Attribute dienen nur der Stimmungsmache, genauer, der Stilisierung des Täters zum Unmenschen. Eben dies ist menschenverachtend.

  198. Alfred meint: (29.10.2011 um 14:23) AntwortenReply to this comment

    @Mr. J:

    Das Problem ist dass sie hier im Moment genauso aufrechnen, [...]

    Nö, ich rechne mit überhaupt nichts auf.

    Man sollte beide Sachen überhaupt nicht miteinander vergleichen.

    Richtig, nur das der Vergleich so im Blogeintrag steht.

    Die Wortwahl von Herrn Vetter mag hier mißglückt sein aber trotzdem ist die Aussage von Herrn Bahr absolut unangebracht.

    Nur das Herr Bahr seine missglückte Äußerung mündich geäußert hat und anschließend nicht revidieren bzw. näher erläutern konnte.

    Herr Vetter hingegen hat seine "missglückte Wortwahl" niedergeschrieben, auch darauf angesprochen nicht reagiert und weder näher erläutert noch korrigiert.

    Dennoch meinen Sie, dass das eine ein riesen Skandal und eine große Gefahr für den Rechtsstaat ist und man bei Herrn Vtter eben nicht so kleinlich sein darf.

    Denn mit seiner Äußerung spricht er dem Täter offensichtlich das Menschsein ab und damit in letzter Konsequenz auch die damit verbundenen Menschenrechte.

    Das ist keine zwingende Logik und schon gar nicht offensichtlich. Es ist bloß eine verzerrte Interpretation und eine boshafte Unterstellung.

    Gerade als Vertreter des Gesetzes sollte sich der Mann allerdings darüber bewusst sein dass so etwas in krassem Widerspruch zu unserem Rechtsstaat ist.

    Es steht auch im widerpruch zu unserer Weteordung im GG, eine möglicherweise herabwürdigende Äußerung mit dem Tod eines Menschen auf eine Stufe zu stellen. Als Organ der Rechtspflege und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes sollte Herr Vetter dies bewusst sein.

    Das Problem das sich daraus ergibt ist dass man Bürgern nur schwerlich vermitteln kann sich an das Gesetz zu halten wenn selbst ihre Vertreter (momentan glücklicherweise nur verbal) darauf herumtrampeln.

    Gegen weches Gesetz hat Herr B. denn verstoßen?

  199. MMM meint: (29.10.2011 um 14:26) AntwortenReply to this comment

    Einen Täter als Mörder zu bezeichnen ist umgangssprachlich? Stilisierung von Tätern zu Unmenschen ist sachlich, bedacht, verständlich, legitim und im Interesse der Polizei?

    Soll ich es fragen oder nicht? Okay ich versuch es. Nennichnicht (Kommentar #197), aus welchem beruflichen Umfeld stammen diese Ansichten?

  200. Nennichnicht meint: (29.10.2011 um 14:27) AntwortenReply to this comment

    Mal ein kleiner Beitrag zur Deeskalation:

    @Duddley:

    @Alfred:

    Genaues Hingucken kann überflüssige Wortwechsel ersparen.

  201. Alfred meint: (29.10.2011 um 14:30) AntwortenReply to this comment

    @Nennichnicht:

    Jedoch ist es offenkundiger Unfug zu behaupten, jemand, der gerade auf der Flucht vom Motorrad gestürzt ist, handle völlig "emotionslos" und "kaltblütig".

    Lesen Sie doch bitte erstmal § 211 StGB bevor Sie einen solchen Unfug schreiben.

    Natürlich besteht dringender Tatverdacht wegen Mordes

    In Frage kommende Mordmerkmale: "Heimtücke", "zur Verdeckung einer Straftat", "aus niederen beweggründen"

  202. Alfred meint: (29.10.2011 um 14:33) AntwortenReply to this comment

    @Duddley:

    Und weshalb sind Sie nun von den Äußerungen des Herrn B. persönlich betroffen?

  203. Nennichnicht meint: (29.10.2011 um 14:34) AntwortenReply to this comment

    @MMM:

    Nicht jeder Täter ist ein Mörder, und nicht jedes Tötungsdelikt ein Mord. Im übrigen vgl. #200.

  204. MMM meint: (29.10.2011 um 14:37) AntwortenReply to this comment

    Nennt man die nicht mehr Verdächtige? Schuld oder Nichtschuld wird schon durch die Polizei entschieden?

  205. DBPB meint: (29.10.2011 um 14:38) AntwortenReply to this comment

    @heinz:

    Er bringts mal auf den Punkt!

  206. Duddley meint: (29.10.2011 um 14:38) AntwortenReply to this comment

    @ Alfred Weil ich ein Unschuldiger bin.

  207. Nennichnicht meint: (29.10.2011 um 14:44) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:

    Ob Mord vorliegt, wollen wir doch lieber der Entscheidung des Gerichts überlassen, nicht wahr? Bis dahin ist nur die Rede von einem "mutmaßlichen Mörder" angängig, wenn man sich nichtumgangssprachlich ausdrücken will.

    @Alfred:

    Duddley hat geschrieben, er sei nicht persönlich betroffen. Wie oft soll ich Sie noch mit der Nase draufstupsen? Ein Kindergarten ist das hier.

  208. Mr. J meint: (29.10.2011 um 14:47) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:

    Das ist keine zwingende Logik und schon gar nicht offensichtlich. Es ist bloß eine verzerrte Interpretation und eine boshafte Unterstellung.

    Ich wüsste nicht was man aus der Aussage Bahrs sonst herauslesen sollte, er betrachtet den Täter nicht mehr als Mensch, was ist daran uneindeutig?

    Gegen weches Gesetz hat Herr B. denn verstoßen?

    Wenn er dem Täter die Menschenrechte abspricht? Artikel 1 GG, aber das sollte eigentlich jeder wissen…

    MfG
    Mr. J

  209. Alfred meint: (29.10.2011 um 14:48) AntwortenReply to this comment

    @Nennichnicht:

    Duddley schrieb: "Die Aeusserungen der Herrn Bahr treffen mich allerdings persoenlich,"

    Eine plausible Erklärung dafür gibt es nicht.

  210. Duddley meint: (29.10.2011 um 14:48) AntwortenReply to this comment

    @Nennichnicht:
    Ich schrieb das ich durch die Aussage des Herrn Bahr, persoenlich betroffen bin. Sogar mehr als durch den Tod des Polizisten.

  211. Duddley meint: (29.10.2011 um 14:50) AntwortenReply to this comment

    @ Alfred Sie sind anscheinend nicht faehig, einen Text zu verstehen.
    Ich gab ihnen jetzt 2x Antworten, die sehr deutlich machen, warum ich persoenlich betroffen bin.

  212. Alfred meint: (29.10.2011 um 14:51) AntwortenReply to this comment

    @Mr. J:

    Ich wüsste nicht was man aus der Aussage Bahrs sonst herauslesen sollte, er betrachtet den Täter nicht mehr als Mensch, was ist daran uneindeutig?

    Wenn der Täter kein Mensch wäre, würde für ihn auch nicht das StGB gelten, dass dies nicht gemeint sein kann, ist offenkundig.

    Wenn er dem Täter die Menschenrechte abspricht? Artikel 1 GG, aber das sollte eigentlich jeder wissen…

    Er spricht ihm aber nicht die Menschenrechte ab, dass dichten Sie der Aussage einfach hinzu.

    Bewerten Sie nur die tatsächlich gemachte Äußerung.

  213. Alfred meint: (29.10.2011 um 14:51) AntwortenReply to this comment

    @Duddley:

    Plausibel ist das jedenfalls nicht.

  214. Duddley meint: (29.10.2011 um 15:00) AntwortenReply to this comment

    @ Alfred Was fuer Sie alles nicht plausible ist, haben Sie in Ihren Kommentaren schon zur Genuege dargelegt.

  215. Nennichnicht meint: (29.10.2011 um 15:01) AntwortenReply to this comment

    @Duddley:

    Ich hatte mich auf diese Aussage von Ihnen bezogen: "Ich bin von dem Tod des Polizisten, nicht persoenlich betroffen." Damit sollte hinreichend klargestellt gewesen sein, daß Sie sich durch die Äußerung Bahrs zumindest nicht als Täter betroffen fühlen können. Trotzdem ein halber Pluspunkt für Alfred.

  216. F.H. meint: (29.10.2011 um 15:34) AntwortenReply to this comment

    Ich kann die Wortwahl des Polizeipräsidenten verstehen. Einer seiner Mitarbeiter wurde ermordet und er ist auch nur ein Mensch mit Gefühlen und besonders in solchen Situationen kommen diese eben raus.

    Ich bin vom Tod eines Polizisten, auch wenn ich ihn nicht kenne, sehr betroffen. Ohne Polizei könnte unsere Gesellschaft nicht existieren (meine Meinung) und sie machen ihre Aufgabe zu 99,9% gut.

    Die Straftäter werde gefunden und verurteilt werden…

  217. Alfred meint: (29.10.2011 um 15:51) AntwortenReply to this comment

    @Duddley:

    Man muss schon sehr paranoid sein, um die Äußerung eines Einzelnen zu einem konkreten Täter (nicht Verdächtigen!) auf sich selbst projeziert, ohne der Täter zu sein.

  218. Susi meint: (29.10.2011 um 16:04) AntwortenReply to this comment

    Ich kann die Worte des Polizeipräsidenten verstehen. Trotzdem glaube ich, dass die ganze Sache möglichst emotional hochgekocht wird um wichtige kritische Fragen zu unterdrücken.
    Wie kam es dazu. Dazu braucht man eine ehrliche Analyse des Vorgefallenen.
    Wichtig wäre z.B. die Frage wie sind unsere Polizisten ausgerüstet und ausgebildet?
    Eine mögliche Ursache dafür, dass die Schutzweste durchschlagen wurde (wenn dem denn so ist, es gibt auch andere Möglichkeiten), besteht darin, dass es eben ein uralt Modell ist.
    Ich will der Kollegin des Polizisten keinerlei Vorwürfe machen. Ich habe aber mal in einer Doku Streifenpolizisten beim Schießtraining gesehen. Das schlimme war, das es genau einmal im Jahr stattfindet und wenn der/die Polizist(in) mit seiner/ihrer Waffe nicht umgehen kann, dann passiert …. gar nichts!
    Polizisten, die mit ihrer Waffe nicht umgehen können sind aber eine Gefahr für sich und andere!
    Gern wird darauf verwiesen, dass wenn es gefährlich wird, man ja ein SEK rufen kann. Im Alltag stehen aber eben ganz normale Polizisten vor diesen Aufgaben und es ist schlicht keine Zeit auf ein SEK zu warten.
    Nur eine entsprechend ausgebildete und ausgerüstete Polizei kann auch professional handeln und wird so Menschenleben und die Gesundheit von Menschen auf beiden Seiten schonen.
    Ich habe aber in dieser Frage keinerlei Vertrauen mehr in die deutsche Polizei.

  219. Mr. J meint: (29.10.2011 um 16:43) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:

    Wenn der Täter kein Mensch wäre, würde für ihn auch nicht das StGB gelten, dass dies nicht gemeint sein kann, ist offenkundig.

    Sondern was ist ihrer Meinung nach gemeint?

    Er spricht ihm aber nicht die Menschenrechte ab, dass dichten Sie der Aussage einfach hinzu.

    Wenn Herr Bahr einen Menschen zu einem Individuum das kein Mensch ist degradiert dann dürfte er wohl oder übel auch keine Menschenrechte mehr haben. Ihre Auslegung ist an dieser Stelle einfach schlichtweg falsch.

    MfG
    Mr. J

  220. wonko meint: (29.10.2011 um 17:15) AntwortenReply to this comment

    @F.H.:

    Ich kann die Wortwahl des Polizeipräsidenten verstehen.

    @Susi:

    Ich kann die Worte des Polizeipräsidenten verstehen.

    Das mit dem sinnerfassenden Lesen üben wir dann nochmal…

  221. Brundlefly meint: (29.10.2011 um 17:16) AntwortenReply to this comment

    Dass der Mann so etwas öffentlich verlauten lässt ist natürlich ein starkes Stück und als Vorsitzender der GdP sollte man sich schon bewusst sein, wie eine solche Aussage (völlig zu recht) interpretiert werden kann.

    Andererseits ist es nun wirklich kein Staatsgeheimnis, dass es in der Polizei beim Umgang mit Verdächtigen oder Tätern immer wieder zur ungerechtfertigten Verletzung von Menschenrechten kommt und dahinter steht eben eine Weltsicht, die den Betroffenen die Anerkennung als vollwertige menschliche Individuen verweigert. Eine solche Wahrnehmung wird durch Leute wie diesen Gewerkschafter nur noch vertieft.

  222. Statistiker meint: (29.10.2011 um 18:10) AntwortenReply to this comment

    Lieber Alfred, Du kannst Dich unter noch so vielen Nicks anmelden, wie Du willst, an der miserablen Orthographie erkennt Dich jeder als POlizist des mitteleren Dienstes.

    Verwenden Sie bitte Ihre Arbeitszeit für etwas Sinnvolles, anstatt sich von Ihren Vorgesetzten rechtswidrigerweise befehlen zu lassen, hier zu hetzen, was Ihnen offensichtlich auch noch Spaß macht.

    Gehen Sie woanders trollen!

  223. peter meint: (29.10.2011 um 18:55) AntwortenReply to this comment

    @Statistiker: Dein Post ist einfach nur peinlich.

  224. Tony meint: (29.10.2011 um 19:14) AntwortenReply to this comment

    @Statistiker:

    … und Sie sollten unbedingt an Ihrer eigenen Rechtschrebung arbeiten. Bevor Ihnen nochmal ein ähnlich peinlicher Auftritt unterläuft.

  225. Biker meint: (29.10.2011 um 19:51) AntwortenReply to this comment

    @112
    Vollkommen d'accord. Nur die Beteiligten wissen vorläufig was hier überhaupt genau vorgefallen ist. Die Polizisten könnten zuerst geschossen haben.

  226. fernetpunker meint: (29.10.2011 um 20:08) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter hat es mal wieder geschafft, mit einem polemischen Eintrag in sein Blog über 200 Kommentare zu provozieren. Der nächste Grimme Online Award in der Kategorie Information ist schon mal sicher.

  227. zf.8 meint: (29.10.2011 um 21:20) AntwortenReply to this comment

    Adolf Grimme war ja auch nicht für seriöse Information bekannt. Passt also.

  228. dot tilde dot meint: (29.10.2011 um 21:27) AntwortenReply to this comment

    wäre ich gewerkschaftlich organisierter polizist, ich würde mich für diesen mann schämen. nicht nur für die koketterie auf kosten artikel eins, sondern auch für den dümmlichen eindruck, der entstehen kann, wenn verweigerung von menschenwürde mit verweigerung von menschenwürde quittiert wird.

    vertritt so jemand wirklich die interessen von polizeibeamten in einer demokratie?

    .~.

  229. Kampfschmuser meint: (29.10.2011 um 23:06) AntwortenReply to this comment

    Helmut Bahr soll sich schämen. Diese Aufforderung ist wahrscheinlich leider sinnlos, da er wohl dazu gar nicht in der Lage ist.

    Mensch bleibt Mensch! Auch wenn er einen anderen Menschen (mit oder ohne Dienstmarke) erschossen hat.

    Es gab auch schon Menschen (mit Dienstmarke), die einen unschuldigen Bürger im Hausflur oder im Hotel abgeknallt haben.

  230. Olli meint: (30.10.2011 um 03:41) AntwortenReply to this comment

    @F.H.:

    Eher 90 % und da ist dann alles drin. 60 wenn es um Arbeit in der Öffentlichkeit geht.

  231. Georg meint: (30.10.2011 um 10:16) AntwortenReply to this comment

    @dentix07:

    ja, das kann durchaus so passieren.

  232. Peter Kleissner meint: (30.10.2011 um 10:26) AntwortenReply to this comment

    Wie wuerde man es anders erwarten..

    Genau wegen solchen Aussagen ist das Vertrauen der gemeinen Bevoelkerung in die Justiz und Polizei im Keller!

    Moechte mal wissen ob hunderte Polizisten auch bei nem Normalmensch (= nicht-Polizist) im Wald ausstroemen und nach Beweisen suchen.

    Manche Menschen sind eben gleicher (als andere – um das Zitat zu vollenden).

  233. Alfred meint: (30.10.2011 um 11:10) AntwortenReply to this comment

    @Mr. J:

    Sondern was ist ihrer Meinung nach gemeint?

    Herr B. sagt, dass er nicht mehr von einem Menschen sprechen möge; er sagt nicht, dass er kein Mensch sei. Das interpretieren Sie einfach da hinein. Die Aussage ist letztlich nur ene persönliche Befindlichkeit. Ein äquivalent zu dieser Aussage wäre die Aussage, xy sei ein Umensch. Auch hier wird nicht verneint das xy ein Mensch sei, sondern nur zum Ausdruck gebracht, dass xy ein besonders schlechter Mensch sei, dem positive menschliche Eigenschaften, wie Empathie etc. völlig fehlen.
    In diesem Sinne ist die Aussage zu verstehen.

    Wenn Herr Bahr einen Menschen zu einem Individuum das kein Mensch ist degradiert dann dürfte er wohl oder übel auch keine Menschenrechte mehr haben.

    Ihre Behauptung Herr B. gehe ernsthaft davon aus, dass der Täter kein Mensch sei, ist wie bereits dargelegt nicht haltbar und völliger schwachsinn. Einer solchen Interpretation fehlt es an jeglicher Grundlage, selbst dann wenn man die Aussage wörtlich nimmt. Denn nicht mehr von einer Eigenschaft (hier Mensch) sprechen zu wollen, bedeutet nicht, dass man davon ausgeht, dass jemand diese Eigenschaft nicht besitzt.

  234. Alfred meint: (30.10.2011 um 11:43) AntwortenReply to this comment

    @Peter Kleissner:

    Wenn solche Aussagen schon Ihr vertrauen erschüttern können, dann sind Sie schon hyperempfindlich.

    Und um Ihre rhetorische Frage zu beantworten: Ja, wenn bewaffnete Kriminelle, die bereits einen Menschen getötet haben auf der Flucht sind, wird immer Großarlarm ausgelöst, ganz gleich wer das Opfer ist.

    Auch wenn das in Ihr Weltbild nicht reinpasst

  235. RA Richter meint: (30.10.2011 um 12:16) AntwortenReply to this comment

    zitiert wird: "ich mag nicht mehr von einem menschen sprechen"
    daraus gemacht wird: "Sollen auch Sie sich der Meinung Bahrs anschließen – und die Beschuldigten nicht mehr als “Menschen” betrachten"

    Das ist nichts anderes als Manipulation. Nur weil einer sagt, er mag nicht von einem Menschen sprechen, muß er ihn nicht mehr als Menschen betrachten. Es wurde gerade nicht gesagt, daß sei kein Mensch.

    UV wählt entweder seine Formulierungen nicht so genau wie er es von anderen erwartet oder er verfolgt durch seine Formulierung irgendwelche Ziele, die in der Aussage nicht enhalten sind.

  236. Alfred meint: (30.10.2011 um 12:22) AntwortenReply to this comment

    @RA Richter:

    Das schlimme ist nur, dass selbst bei so offensichtlichen Manipulationen die Vetter-Jünger ihrem dämagogischen Führer folgen.

  237. wonko meint: (30.10.2011 um 12:25) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:

    In diesem Sinne ist die Aussage zu verstehen. [...]
    Ihre Behauptung [...] ist wie bereits dargelegt nicht haltbar und völliger schwachsinn. Einer solchen Interpretation fehlt es an jeglicher Grundlage

    Was mich am meisten irritiert ist Ihre Absolutheit. Wer Ihre Meinung, wie die Aussage zu interpretieren sei nicht teilt vertritt nicht etwa eine abweichende Meinung, sondern hat – aus Ihrer Sicht – Unrecht. Absolut und unverhandelbar.
    Wie kommen Sie denn in den Besitz der absoluten Wahrheit? Warum meinen Sie, (besser) zu wissen, was Herr Bahr tatsächlich meinte?
    Mit Verlaub – damit kommt man vielleicht im Sandkasten durch, unter erwachsenen Menschen diskutiert man anders.

  238. Alfred meint: (30.10.2011 um 12:37) AntwortenReply to this comment

    @wonko:

    Wenn man in der Sache nicht weiter kommt versucht man Nebekriegsschauplätze zu eröffnen und kritisiert den Diskussionstil. Haben Sie sich schon die anderen Beiträge (auch Ihre eigenen) angeschaut?

    Oder Herr Vetters Beitrag?

    Die Vettersche Interpretation von: "ich mag nicht mehr von einem Menschen sprechen" zu "der Täter sei kein Mensch", was ja von vielen hier völlig unkritisch übernommen wurde, hat nunmal keine Grundlage; beides sind völlig verschiedene Aussagen

  239. wonko meint: (30.10.2011 um 12:51) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:
    Nein. Ich habe eine andere Meinung als Sie. Ich habe nirgendwo behauptet, daß Ihre Meinung nicht haltbar und völliger Schwachsinn ist.

    Aber Sie machen ja direkt wieder munter weiter mit "hat nunmal keine Grundlage". Damit ist die Diskussion für mich beendet, Sie dürfen alle Förmchen behalten.

  240. Seb meint: (30.10.2011 um 12:52) AntwortenReply to this comment

    @Alfred: Die Vertter-Jünger können sich zu Zitaten auch eigene Meinungen bilden. Leider scheinen Sie nicht in der Lage zu sein das zu akzeptieren und betrachten diese Meinungen als Produkt von Manipulation.

    Wir reden hier nicht von einem im Affekt gegebenen Kommentar, oder einem "sprachlichen Fauxpass", sondern von einem Interview mit der Öffentlichkeit als Vertreter der GdP. Da muss sich Herr Bahr schon gefallen lassen, wenn man seine Äußerung hinterfragt.

    Natürlich mag der Tod eines Menschen kurzfristig tragischer sein, als irgendwelche Worte von Menschen. Versuchen Sie allerdings mal um eine Ecke weiter zu denken. Sollte ein Vertreter der Polizei in einer öffentlichen Stellungnahme tatsächlich Straftätern das Menschsein absprechen wollen, an was für eine Gesellschaft erinnert Sie das und wie hoch sind die Opferzahlen solcher Regime üblichweise?

    Natürlich können Sie das alles nun als Verschwörungstheorie abtun. Leider sprechen die häufigen Fälle von Polizeigewalt eine andere Sprache. Wieviele davon werden eigentlich Ihrer Meinung nach korrekt aufgeklärt? Gibt es Ihrer Meinung nach keinen Grund für Amnesty International gegen die deutsche Polizei zu ermitteln?

  241. Alfred meint: (30.10.2011 um 13:01) AntwortenReply to this comment

    @Seb:

    Sollte ein Vertreter der Polizei in einer öffentlichen Stellungnahme tatsächlich Straftätern das Menschsein absprechen wollen, [...]

    Und genau das hat Herr B. nicht getan, weder in Bezug auf den konkreten Täter und schon gar nicht allgemein allen Straftätern, wie Sie es hier sogar darstellen. Dies ist bloß eine Vettersche Unterstellung die Sie einfach übernommen haben.

    Dass Sie, um der ganze Sache die Krone aufzusetzen, auch noch einen direkten Bezug zum 3. Reich herstellen, disqualifziert ihre Aussage nur noch mehr.

  242. Nennichnicht meint: (30.10.2011 um 13:15) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:

    Herr B. sagt, dass er nicht mehr von einem Menschen sprechen möge; er sagt nicht, dass er kein Mensch sei. Das interpretieren Sie einfach da hinein. Die Aussage ist letztlich nur ene persönliche Befindlichkeit. Ein äquivalent zu dieser Aussage wäre die Aussage, xy sei ein Umensch. Auch hier wird nicht verneint das xy ein Mensch sei, sondern nur zum Ausdruck gebracht, dass xy ein besonders schlechter Mensch sei, dem positive menschliche Eigenschaften, wie Empathie etc. völlig fehlen.
    In diesem Sinne ist die Aussage zu verstehen.

    Das ist Sophistik. Denn daß Herr Bahr vom Täter nicht als einem Menschen sprechen mag, besagt selbstverständlich nichts anderes, als daß er die Aussage "Der Täter ist ein Mensch" verneinen will. Ansonsten ist seine Äußerung völlig richtig analysiert. Aber das bedeutet lediglich, daß Bahr von "Mensch" nicht als Gegenbegriff zu Tier spricht oder, tautologisch, zu Nichtmensch, sondern als Gegenbegriff z.B. zu Unmensch oder zu Untermensch. Das Bahrsche "Individuum" ist nicht ein Nichtmensch, sondern ein defizitärer Mensch, ein Mensch also, dem mindestens eine notwendige Voraussetzung fürs Menschsein abgeht, ohne daß die verbliebenen deswegen aufhörten, hinreichend zu sein.

    Eine solche asymmetrische Gegenbegrifflichkeit (Koselleck) ist zwar logisch ein Unding, funktioniert psychologisch aber trotzdem prächtig. Dem, der sich an sie hält, gibt sie einen Stock mit zwei Enden in die Hand. Er kann dem Un- bzw. Untermenschen das Menschsein absprechen und ihn dennoch bei Bedarf z.B. zum Gegenstand strafrechtlicher Prozeduren machen.

    Die Aussage etwa "Dieser Hase ist kein Mensch" ist trivial, sie führt allenfalls zu dem Einwand, schließlich seien alle Hasen keine Menschen. Ebensowenig zu Kontroversen führt die Aussage "Dieser Hase ist ein Unmensch" – sie kann gar nicht ernst gemeint sein. Anders sieht es aus mit "Dieser Mensch/dieses Individuum ist kein Mensch". Wer eine solche Aussage trifft, nimmt den Stock in die Hand.

    Dabei ist es zweitrangig, wie böse, empathielos, menschenlebenmißachtend oder kaltblütig das betreffende "Individuum" tatsächlich ist. Mit der Weigerung selbst, es einen Menschen zu nennen, ist ihm das Menschsein schon ein Stück weit entzogen.

  243. Seb meint: (30.10.2011 um 13:23) AntwortenReply to this comment

    @Alfred: Ich sehe hier keinen Bezug zum 3.Reich. Wunschvorstellung Ihrerseits vlt?.

    nicht mehr von einem Menschen sprechen

    = ihn nicht mehr als Mensch bezeichnen
    = verneinen, dass er ein Mensch ist
    = ihm das Menschsein absprechen

    Wie sollte man Ihrer Meinung bei jemandem nicht mehr von einem Menschen sprechen und ihm trotzdem zugestehen ein Mensch zu sein? Entweder man ist ein Mensch, oder man ist es nicht.

    Bitte beachten Sie, dass ich ganz bewusst nicht die naheliegende Interpretation wiederholt habe, dass er dem Täter die Menschenrechte abgesprochen habe.

    Schade, dass Sie meine anderen Fragen ignoriert haben. Aber ich habe schon befürchtet, dass Sie kein interesse an einer Diskussion haben.

  244. Alfred meint: (30.10.2011 um 13:28) AntwortenReply to this comment

    @Seb:

    Ich sehe hier keinen Bezug zum 3.Reich. Wunschvorstellung Ihrerseits vlt?.

    Ich zietire Sie nochmal:

    Sollte ein Vertreter der Polizei in einer öffentlichen Stellungnahme tatsächlich Straftätern das Menschsein absprechen wollen, an was für eine Gesellschaft erinnert Sie das und wie hoch sind die Opferzahlen solcher Regime üblichweise?

    Ansonsten bin ich erfreut, dass Sie die Behauptung Herr. B. habe dem täter die Menschenrechte abgesprochen nicht wiederholen.

    Sie haben Recht, ich habe keine Lust an einer allgemeinen Diskussion über Polizeigewalt. Das hat nichts mit dem Thema zu tun.
    An welche Regime haben Sie denn gedacht?

  245. Alfred meint: (30.10.2011 um 13:43) AntwortenReply to this comment

    @Nennichnicht:

    Im Kern besteht ja zwischen uns eine gewisse Übereinstimmung. Den Begriff Untermensch haben Sie natürlich gewählt, weil er in der deutschen Sprache besonders belastet ist. Dies halte ich für deplaziert. Der Begriff Unmensch trifft es deutlich besser.

    Dass Herr B. dem Täter in diesem Sinne positive menschliche Atributte abspricht, ist unbestritten. Dass er die Tat als kaltblütig und menschelebendmißachtend und den Täter als empathielos einstuft, dürfte ebenso klar sein.

    Daraus folgt aber eben nicht, dass er ihm Menschen- und Verfahrensrechte absprechen möchte. Daraus folgt auch nicht, dass er ihn nicht mehr als Menschen betrachtet und ihn wie ein Tier behandeln würde, was ja mit den Menschenrechten gerade nicht in einklang zu bringen wäre.

    Genau diese Schlussfolgerung hat aber Herr Vetter und viele andere hier gezogen und dagegen verwahre ich mich.

    Ebenso unangebracht ist die unendliche Aufblähung zu einem Skandal, als wenn durch die Äußerung eines Einzelnen der gesamte Rechtstaat in Gefahr wäre.

  246. Seb meint: (30.10.2011 um 13:44) AntwortenReply to this comment

    @Alfred: An kein Konkretes, da ich keine offiziellen Opferzahlen vor mir liegen habe. Die Beschreibung passt allerdings auf genügend heute existierende Staaten in unter anderem Afrika (Ägypten, Sudan), Nahost (Iran), allerdings auch auf westliche Länder (USA/Guantanamo).

    Es geht mir tatsächlich auch nicht um Polizeigewalt, sondern um die Legitimität von Herrn Vetters Kritik an den Äußerungen von Herrn Bahr. Vor allem geht es mir aber um die Widerlegung Ihrer Punkte:

    - das meint der Bahr doch nicht so (Fauxpass)
    - Herr Vetter hetzt gegen die Polizei (Demagoge)
    - Kommenatatoren anderer, als Ihrer Meinung, seien von Vetter manipuliert

    Wir könenn uns auch gerne darüber unterhalten, ob das Absprechen vom Menschsein möglich ist, wobei man dem Täter die Menschenrechte nicht abspricht.

    Ist das vielleicht nur der Ausweg aus dem Versuch tatsächlich doch die Menschenrechte abzusprechen? Wenn das nicht funktioniert, spricht man dem Täter eben nur das Menschsein ab. Zur not war es eben "nicht so gemeint". Das ist natürlich nur meine persönliche Spekulation.

  247. Seb meint: (30.10.2011 um 13:56) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:

    Der Begriff Unmensch trifft es deutlich besser.

    Sind heimtückischer Mord, bzw. Mord aus niederen Beweggründen und Habgier nicht gerade klassisch für Menschen? Welche Tiere morden aus diesen Gründen?
    Einige der großen Religionen, die die letzten Jahrtausende definiert haben, befürworten solche Morde sogar. Warum also sollte man hier von Unmenschlichkeit sprechen? Ist Unrechtsstaatlichkeit nicht der bessere Begriff?

  248. Olli meint: (30.10.2011 um 14:01) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:

    Ach bitte. Das ich mag gar nicht ist genau so ein rhetorischer Kunstgriff wie unter anderen Umständen würde ich sie für ein Arschloch halten.

  249. Alfred meint: (30.10.2011 um 14:02) AntwortenReply to this comment

    Eine Diskussion, ob man jemanden das Menschsein absprechen kann ohne ihm die Menschenrechte abzusprechen wäre mir zu theoretisch.

    Die Meinung eines einzelnen Polizeibeamten ist auch Nebensache. Die Gedanken sind frei. Ob er ihn nun für einen Unmenschen hält oder nicht ist meiner Meinung nach egal. Kein Mensch kann sich völlig frei von persönlichen Empfindungen machen. Entscheidend ist, dass trotz aller Missachtung die man aufgrund einer Tat gegenüber einem Täter empfinden kann, dessen grundlegende Rechte weiterhin geachtet werden. Darüber dürfte denke ich Einigkeit bestehen.

    Herr Vetter schießt gerade in diesem Punkt über das Ziel hinaus. Durch rhteorische Fragen erweckt er den Eindruck, als habe Herr B. durch seinen kleinen O-Ton dem Täter sämtliche Menschen- und Verfahrensrechte absprechen wollen. Dies ist in anbetracht des Wortlautes unredlich, da diese Interpretation nichts weiter als eine boshafte Unterstellung ist, für die es keine sachliche Grundlage gibt.

    Da es an einer sachlichen Grundlage für diese weitgehende Interpretation fehlt, kann man auch davon sprechen, dass Herr Vetter gegen diePolizei hetzt.

    Dass nun alle Kommentatoren von Vetter manipuliert wurden ist natürlich eher unwahrscheinlich, auffallend ist jedoch wie viele genau diese weitgehende und nicht auf Tatsachen basierende Interptretation 1:1 übernommen haben.

    Abschließend sei angemerkt, wenn Sie das 3. Reich nicht gemeint haben, so war dies offensichtlich ein missverständnis. Ich halte allerdings auch ein Vergleich mit diktatorischen Staaten oder Guantanamo für unangebracht.

  250. Alfred meint: (30.10.2011 um 14:07) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:

    Beitrag #249 bezieht sich auf @Seb:

    Und zu @Seb:

    Der Begriff Unmensch wird im allgemeinen Sprachgebrauch allerdings häufiger verwendet. Ansonsten haben Sie recht, Mord un Totschlag und andere schwere Verbrechen sind nicht wasdem Menschen an sich fremd sind.

  251. Seb meint: (30.10.2011 um 14:17) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:

    Die Meinung eines einzelnen Polizeibeamten ist auch Nebensache.

    Da stimme ich Ihnen zu. Allerdings geht es um die Aussage des Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft GdP gegenüber einer Nachrichtenargentur mit dem Ziel der Veröffentlichung.

    Durch rhteorische Fragen erweckt er den Eindruck, als habe Herr B. durch seinen kleinen O-Ton dem Täter sämtliche Menschen- und Verfahrensrechte absprechen wollen. Dies ist in anbetracht des Wortlautes unredlich, da diese Interpretation nichts weiter als eine boshafte Unterstellung ist, für die es keine sachliche Grundlage gibt.

    Dennoch ist es eine mögliche Interpreation der Aussage. Ausschließen ließe sich diese nur, wenn Herr Bahr etwas gegenteiliges gesagt hätte, bzw. noch sagt. Ob diese Interpretation wahrscheinlich ist, steht zur Debatte.

    Im Übrigen ist es wohl nicht sonderlich erstaunlich, dass die meisten Kommentatoren in diesem Blog Herrn Vetters Meinung teilen. Ihnen deswegen nun vorzuwerfen, manipuliert worden zu sein, muss ebenso belegt werden, wie die Unmöglichkeit von Herrn Vetters Interpreation von Herrn Bahrs Worten.

    Auch Psychopathen sind Menschen. Menschen ohne, bzw. mit eingeschränkten Moralvorstellungen, aber Menschen.

  252. Nennichnicht meint: (30.10.2011 um 15:26) AntwortenReply to this comment

    Hätte Herr Bahr den unbekannten Täter als böse, empathielos, kaltblütig, gewissenlos oder menschenverachtend bezeichnet, gäbe es kein Problem. All das sind mögliche Prädikate von Menschen, die, bei all ihrer Unerfreulichkeit, sein Menschsein in der Substanz unberührt lassen. Das Problem liegt in der logisch-ontologischen Inkonsistenz der mit der Äußerung "ich mag gar nicht mehr von einem Menschen sprechen" paraphrasierten Aussage "Dieser Mensch ist gar kein Mensch mehr". Die Inkonsistenz erlaubt es, ihm menschliche Eigenschaften nach Belieben zu- oder abzusprechen. Der Sprecher behält in jedem Fall recht, weil er sowohl "Mensch" als auch "kein Mensch" gemeint haben kann. Es ist dann gar nicht mehr nötig, dem Betreffenden ausdrücklich und von vornherein z.B. die allgemeinen Menschenrechte abzusprechen, da das sowieso jederzeit möglich ist.

    Ist diese Tür einmal aufgestoßen, bekommt man sie nur schwer wieder zu. Herrn Bahrs Äußerung mag nur eine Mücke sein, zugegeben. Aber aus dieser Mücke kann jederzeit ein Elefant werden. Deshalb ist der Griff zur Fliegenklatsche nicht verkehrt.

  253. fernetpunker meint: (30.10.2011 um 15:27) AntwortenReply to this comment

    @Seb: Es steht nicht zur Debatte, ob die Interpretation von Herrn Vetter wahrscheinlich oder (un)möglich ist. Sondern es wird von Alfred kritisiert, dass die Vetter´sche Interpretation des GdP-Zitats als einzig Mögliche und Sinnvolle dargestellt wird. Das ist etwas Verschiedenes. Die Beweislast liegt nicht bei den Kritikern von Herrn Vetter, sondern bei Herrn Vetter, wie er dazu kommt, seine Auslegung als einzig Mögliche und Sinnvolle darzustellen. Da Herr Vetter sich aber trotz wiederholter Aufforderung durch Alfred weigert, klarzustellen, wie er zu seiner Auffassung kommt, ist die "Debatte" dazu verdammt, fruchtlos zu enden. Aber das stört Herrn Vetter nicht, ist sein Ziel doch erreicht: Hunderte kontroverse Kommentare zieren sein prämiertes Blog und verleihen ihm Aufmerksamkeit und Relevanz. Der nächste Grimme Online Award ist sicher. Mission accomplished.

  254. DMvG meint: (30.10.2011 um 15:36) AntwortenReply to this comment

    Hey Alfred,

    vorab: ich bin Ihrer Meinung.
    Aber: Sie werden hier im Blog niemanden mehr überzeugen können. Das Thema ist jetzt 250 Kommentare lang. Es ist alles gesagt. Die Fronten sind nicht eben weicher geworden und es ist auch noch niemand aufeinander zugegangen. Das passiert hier in diesem Blog auch üblicherweise nicht. Es werden nur die eigenen Kommentare vertiefend und üblicherweise zunehmend polemisch wiederholt und irgendwann taucht dann das 3. Reich auf, oder der Trollvorwurf. Beim nächsten Blogeintrag wiederholt sich das dann. Wenn das nur genug Leute lesen,kriegt man dann einen Grimme-Preis.

    Und auf eine Antwort von Herrn Vetter brauchen Sie ebenfalls nicht zu hoffen. Er stößt die Themen nur an und beteiligt sich üblicherweise hinterher nicht mehr an der Diskussion.

    Ich an Ihrer Stelle würde lieber den schönen Sonntag genießen.

  255. Seb meint: (30.10.2011 um 16:08) AntwortenReply to this comment

    @fernetpunker:

    [...] dass die Vetter´sche Interpretation des GdP-Zitats als einzig Mögliche und Sinnvolle dargestellt wird.

    Und diese Behauptung finde ich wo? Ich sehe da nur ein Zitat und Vetters Interpretation dieses Zitats.

    Interessant wie Herrn Vetter hier das böswillige Unterstellen von Unwahrheiten vorgeworfen wird, und im selben Absatz dann Dinge wie "[...] Aber das stört Herrn Vetter nicht, ist sein Ziel doch erreicht: [...]" zu lesen sind. Heuchler gibt es überall.

  256. jong gang meint: (30.10.2011 um 16:14) AntwortenReply to this comment

    Die Polizisten haben zuerst geschossen.

  257. Alfred meint: (30.10.2011 um 16:25) AntwortenReply to this comment

    @Nennichnicht: und @Seb:

    Es verbleibt, dass Ihre Schlussfolgerung nicht auf Tatsachen basieren.

    Die Aussage des Hernn B. erschöpft maximal darin, dass er dem Täter alle positiven menschlichen Atribute abspricht und alle schlechten menschlichen Atribute zuschreibt.

    Wie man mit einem solchen Menschen umzugehen habe, dazu sagt Herr B. kein Wort.

    Ohne dass Her B. sich hierzu geäußert hat (er wurde auch von niemanden – auch von Herrn Vetter nicht – dazu befragt) nehmen Sie zu Lasten des Hernn B. das sdchlimmst mögliche an.

    Soetwas ist letztlich aber nur eine boshafte Unterstellung ohne Tatsachengrundlage. Dabei bleibt es.

    Und nun werde ich den Rat von #DMvG beherzigen und den restlichen Sonntag genießen.

  258. fernetpunker meint: (30.10.2011 um 16:25) AntwortenReply to this comment

    @Seb:

    wie Herrn Vetter hier das böswillige Unterstellen von Unwahrheiten vorgeworfen wird

    Wo werfe ich Herrn Vetter "das böswillige Unterstellen von Unwahrheiten" vor?

    Zu ihren Anwürfen: Herr Vetter stellt es in seinem obigen Blogpost als Tatsache dar, dass durch die Äußerung von Herrn Bahr

    Noch unbekannte Täter einfach mal so aus der Gruppe der Menschen zu separieren

    Es handelt sich also nicht um eine "Interpretation" von Herrn Vetter, sondern eine Tatsachenbehauptung, dass die Äußerung von Herrn Bahr, den Täter "aus der Gruppe der Menschen" separiert wird.

    Wo heuchle ich also?

    Herr Vetter hetzt auf und 250 Kommentare fallen drauf rein und verschaffen ihm so seinen Grimme Online Award. Das ist die Wahrheit. Wenn sie das nicht kapieren, begreifen Sie eben nichts.

  259. Seb meint: (30.10.2011 um 16:59) AntwortenReply to this comment

    @fernetpunker:
    Passive Satzkonstruktion: Kein Subjekt. Sie waren im konkreten Fall nicht gemeint. Aber das "wo" kann ich Ihnen beantworten:

    da diese Interpretation nichts weiter als eine boshafte Unterstellung ist, für die es keine sachliche Grundlage gibt.

    Natürlich handelt es sich um eine Interpretation von Herrn Vetter. Wie sonst wollen Sie das Versehen des zitierten Satzes mit zusätzlicher Semantik nennen? So eine I. muss ja grundsätzlich nichts schlechtes sein, warum sich also dagegen wehren?

    Auf der anderen Seite werden Herr Bahrs Anwälte wohl in der Lage sein Herrn Vetter für eine tatsächliche falsche Tatsachenbehauptung abzumahnen. Daher wird sich Herr Vetter wohl gut überlegen was er denn tatsächlich veröffentlicht.

    Wo heuchle ich also?

    Herr Vetter hetzt auf und 250 Kommentare fallen drauf rein und verschaffen ihm so seinen Grimme Online Award. Das ist die Wahrheit. Wenn sie das nicht kapieren, begreifen Sie eben nichts.

    Wird der Grimme Online Award tatsächlich für die Menge der Kommentare vergeben? Warum hat neusprech.org dann einen bekommen? Die hatten damals doch keine 5 Kommentare pro Beitrag. Das Herr Vetter den Blog nur wegen des Awards betreibt, halte ich für Blödsinn. Der Blog war schon bekannt lange bevor er den Award bekam.

    Jetzt auchnoch zu behaupten Vetter würde den Blog nur wegen dem Award betreiben und im Zuge dessen die Besucher betrügen ("fallen drauf rein") bzw. sinnlose, stark kontroverse Diskussionen ohne inhaltliches Interesse zu starten, beschreibt in etwa das gleiche, was Herr Vetter mit Herrn Bahrs Zitat gemacht hat. Sie können natürlich diese Meinung vertreten. Wenn Sie dann aber Herrn Vetter für die selbe Praxis kritisieren, macht Sie das zum Heuchler.

    Das Zitat "Noch unbekannte Täter einfach mal so aus der Gruppe der Menschen zu separieren" entspricht einer gültigen Interpretation von "ich mag gar nicht mehr von einem Menschen sprechen". Warum habe ich vor wenigen Posts bereits erklärt.

    "nicht mehr von einem Menschen sprechen"
    = ihn nicht mehr als Mensch bezeichnen
    = verneinen, dass er ein Mensch ist
    = ihm das Menschsein absprechen

    Wie sollte man Ihrer Meinung bei jemandem nicht mehr von einem Menschen sprechen und ihm trotzdem zugestehen ein Mensch zu sein? Entweder man ist ein Mensch, oder man ist es nicht.<blockquote>

    </blockquote>

  260. Alfred meint: (30.10.2011 um 16:59) AntwortenReply to this comment

    @Nennichnicht:

    Noch ein letzter Nachtrag:

    Ihre Argumentation, warum man auch bei einer Mücke direkt mit der Fliegenklatsche zuschlagen müsse, errinert mich sehr stark hieran:

    http://www.youtube.com/watch?v=j6r3fF1iIk0

    Ist das gleiche Argumentationsmuster.

  261. fernetpunker meint: (30.10.2011 um 17:25) AntwortenReply to this comment

    @Seb: Das zeigt doch, dass man auch mit Populismus zu einem Grimme Online Award kommen kann, denn nichts anderes wird hier von Herrn Vetter geboten und aus keinem anderen Grund hat dieses Blog solch einen Zulauf.

    Aus der Tatsache, dass Herr Vetter ein Anwalt ist, der doch wissen müsste, was man schreiben darf und was nicht, zu schließen, dass er das dann schon nicht tun wird, denn er ist ja Anwalt und muss wissen, was er tut, dürfte eine Tautologie sein, die keinen Beweiswert hat. Auch eine Interpretation einer Aussage kann Tatsachenbehauptungen enthalten. Außerdem wird Herr Bahr kaum hier lesen und abmahnen, selbst wenn es einen Grund gäbe. Dann aus dem Nichtvorhandensein einer Abmahnung auf die Zulässigkeit einer Aussage zu schließen, dürfe auch nicht logisch zwingend sein.

    Außerdem ging es mir doch gar nicht um die Interpretation von Herrn Vetter, sondern dass Sie den User "Alfred" als Kritiker von Herrn Vetter aufgefordert haben zu beweisen, dass die Interpretation von Herrn Vetter "unmöglich" sei. Wie kommen Sie dazu, so etwas zu fordern? Woher kommt diese Beweislastumkehr? Wenn Herrn Vetters Interpretation möglich ist, so ist es eine andere genauso. Es geht auch nicht darum, welche Interpretation wahrscheinlicher ist, sondern darum, warum Herr Vetter seine Interpretation als Tatsache voraussetzt.

    Ihre vermeintliche Beweisführung zum Schluss ist keine, weil sie von "nicht als Mensch bezeichnen" zu der Aussage kommen "ist kein Mensch". Dass das ein Unterschied ist, wie soll man Ihnen das klarmachen? Wenn ich zu einem Tisch Stuhl sage, ist er immer noch ein Tisch, auch wenn ich mich vor ein Mikrofon stelle und das öffentlich als Vertreter einer Gewerkschaft sage, wird aus einem Tisch kein Stuhl.

  262. UAE Laws meint: (30.10.2011 um 19:11) AntwortenReply to this comment

    Sind heimtückischer Mord, bzw. Mord aus niederen Beweggründen und Habgier nicht gerade klassisch für Menschen? Welche Tiere morden aus diesen Gründen?
    Einige der großen Religionen, die die letzten Jahrtausende definiert haben, befürworten solche Morde sogar.

  263. Volker mit V meint: (30.10.2011 um 20:18) AntwortenReply to this comment

    Man kanns auch übertreiben. Kein Polizist wird die Sätze so interpretieren, wie der Verfasser dieses Artikels es getan hat. Man kann auch verzweifelt nach Sachen suchen, die man unter die Lupe nehmen kann.

  264. Volker mit V meint: (30.10.2011 um 20:20) AntwortenReply to this comment

    Beitrag #11 sagt, was ich meinte:
    "Die skurrile Annahme, dass durch eine solche verbale Überreaktion nun Polizisten aufgefordert würden, Mördern keine Menschenrechte mehr zuzuschreiben, ist einfach nur geistiger Dünnpfiff"

  265. jong gang meint: (30.10.2011 um 21:20) AntwortenReply to this comment

    In Bayern gibt es bei Hausdurchsuchungen keine Menschenrechte.
    http://www.youtube.com/watch?v=7deksUdChxQ&feature=related

  266. Neuling meint: (30.10.2011 um 22:48) AntwortenReply to this comment

    Linktipp OT: Wenn der Schutzmann jammert

    http://www.zeit.de/2011/44/P-Polizei

  267. Sibirien meint: (31.10.2011 um 01:44) AntwortenReply to this comment

    Da soll noch einer sagen Kinder besitzen weniger Reife als Erwachsene. Das Gegenteil ist der Fall.

  268. Mekki Messer meint: (31.10.2011 um 03:42) AntwortenReply to this comment

    @keiner:
    …und da wären dann noch 36.000 Kinder, die jährlich von deutschen Jugendämtern brutal aus dem Haus gerissen werden. 50% sehen ihre Eltern nie wieder.

  269. Seb meint: (31.10.2011 um 07:29) AntwortenReply to this comment

    @fernetpunker: Sinnlos.

    Aus der Tatsache, dass Herr Vetter ein Anwalt ist, [...] zu schließen, dass er das dann schon nicht tun wird, [...], dürfte eine Tautologie sein, die keinen Beweiswert hat.

    Habe ich nicht behauptet. Lesen Sie den Absatz darüber.

    Außerdem ging es mir doch gar nicht um die Interpretation von Herrn Vetter, sondern dass Sie den User "Alfred" als Kritiker von Herrn Vetter aufgefordert haben zu beweisen

    Was ich von Alfred erwarte, habe ich bereits weiter oben geschrieben.

    Ihre vermeintliche Beweisführung zum Schluss ist keine [...]

    Sie können natürlich gerne zu Tischen Stuhl sagen, zur Sonne Schneeball und zu Meinungen Tatsachenbehauptung. Korrekt ist das dann allerdings nicht und man sollte die Sinnlosigkeit solcher Fehlbezeichnungen hinterfragen. Ich frage mich gerade ernsthaft wie Sie sich vorstellen mit Falschaussagen einen Beweis zu führen und was genau der Vorteil von Falschaussagen sein soll.

  270. Seb meint: (31.10.2011 um 07:34) AntwortenReply to this comment

    Ach übrigens:
    @fernetpunker:

    [...] mit Populismus [...], denn nichts anderes wird hier von Herrn Vetter geboten [...]

    [...] dass die Vetter´sche Interpretation des GdP-Zitats als einzig Mögliche und Sinnvolle dargestellt wird.

    Heuchler.

  271. schredder66 meint: (31.10.2011 um 08:00) AntwortenReply to this comment

    @dentix07:

    [,,,Mal ganz spitz!
    Müssen wir jetzt damit rechnen daß Herr Vetter demnächst als geistiger Brandstifter für Gewalt gegen Polizisten bezeichnet wird, oder gar als polizeiophob?...]
    Selbstverständlich!

    Gleiches (Un)Recht für alle! Wenn Herr Bahr aufgrund seiner Aussage als ein die Menschenwürde verachtender, gutdotierter Gewerkschaftsfunktionär und Unmensch betitelt wird, dann muss Herr Vetter nach seiner Replik genauso damit rechen, als geistiger Brandstifter und polizeiophob tituliert zu werden.

    Möglicherweise hat Herr Vetter mit seiner Kritik recht, aber es ist wie im wahren Leben. Wer immer "Feuer" ruft, obwohl´s nicht brennt, dem glaubt man, wenn´s tatsächlich einmal brennen sollte, nicht.

    Ich verweise auch noch einmal auf meinen letzten Beitrag (Nr. 80) bezüglich der Begrifflichkeit des "Individuums": Früher, vor diesem Blogeintrag, war jeder froh und stolz, sich selbst als Individuum zu bezeichnen. Weil er klarstellen wollte, dass er ein besonderer Mensch ist und nicht so grau wie die breite Masse.

  272. Ulrich Schmitz meint: (31.10.2011 um 23:32) AntwortenReply to this comment

    Wenn jemand kaltblütig einen Menschen erschießt, darf man dann nicht das innere Gefühl haben, dabei nicht mehr von einem "Menschen" sprechen zu können? Mehr wurde ja wohl nicht gesagt. Ein emotional begründete Sperre: "ich mag gar nicht mehr von einem Menschen sprechen". Ist das etwa dramatisch, oder gar verwerflich? Kein Statement der Gemeinschaft oder gar der GdP, sondern ein persönliches Statement. "Ich mag…"

    Die deutsche Sprache ist doch schön und eindeutig – wenn man sie versteht oder zumindest verstehen will. Und jetzt lese man sich mal diesen ideologischen Mist durch, der hier von einigen verzapft wurde angesichts dieses traurigen Ereignisses.

  273. Sibirien meint: (31.10.2011 um 23:35) AntwortenReply to this comment
  274. Statistiker meint: (1.11.2011 um 15:17) AntwortenReply to this comment

    Hmmm, Alfred und der Fernet Branca haben wohl viel Zeit….. und müssen diese ja irgendwie finanzieren? Isdt die GdP im Spiel oder das BMI?? Eins von beiden muss es sein….

    Naja, Astroturfing ist ja modern heutzutage…..

    Aber bitte: Lasst es bei weniger Nicks. Auch noch "peter" und "Tony" anzumelden, das ist einfach zu lächerlich……

  275. Flying Circus meint: (3.11.2011 um 09:57) AntwortenReply to this comment

    @Alfred:

    Ihre Argumentation, warum man auch bei einer Mücke direkt mit der Fliegenklatsche zuschlagen müsse

    Warum Sie die Nutzung einer Fliegenklatsche zwecks Unschädlichmachung einer Mücke für überzogen halten, müßten Sie erklären. Zumindest in meinem Haushalt ist es üblich, Mücken und ähnlichem Kleinstgetier mit einer Fliegenklatsche zu Leibe zu rücken, da sich geringere Mittel (gut zureden, Ausübung des Hausrechtes) nicht als hinreichend wirkungsvoll erwiesen haben.

  276. Tom Rohwer meint: (3.11.2011 um 13:00) AntwortenReply to this comment

    Polizeigewerkschaftler zeichnen sich ja nun regelmäßig durch nicht besonders große Rechtsstaats-Affinität aus, das ist nichts neues.

    Den Gedanken der Unschuldsvermutung muß man übrigens letztlich noch weiter führen. Es ist ja zunächst einmal nicht nur nicht klar, ob ein Beschuldigter auch tatsächlich der Täter war.

    Bevor ein Gericht über den Fall entschieden hat, ist ja noch nicht mal sicher, ob es tatsächlich ein Tötungsdelikt war. Es mag ja unwahrscheinlich sein – aber wer möchte eigentlich heute schon *garantieren*, daß ein Gericht nicht am Ende auf fahrlässige Tötung befindet, oder auf Körperverletzung mit Todesfolge, oder sogar auf Notwehr?

  277. Tom Rohwer meint: (3.11.2011 um 13:02) AntwortenReply to this comment

    "Auf der anderen Seite ist natürlich auch klae, dass sich Polizisten von einem, der einen Kollegen ermordet hat, persönlich angegriffen fühlen und ihn entsprechend härter anfassen und verfolgen."

    Die müssten sich dann allerdings vorwerfen lassen, unprofessionell zu sein.

  278. Klaus meint: (3.11.2011 um 22:06) AntwortenReply to this comment

    Auf der Facebook-Trauerseite hatte (laut Bild) der Sohn des erschossenen Polizisten geschrieben, wie er den Täter bestrafen wollte. Dies war – in dieser Situation, für diesen Menschen nachvollziehbar – nicht die nette Tour („Die einzig annähernde Strafe wäre, sie zu foltern und sie an einem qualvollen Tod sterben zu lassen. Nicht mal das wäre genug, denn sie wissen nicht, was sie damit angerichtet haben.“). Laut Bild schrieb ein anderer Facebook-User dann „Lieber Valentin, als Ex-Kollegin deines Vaters würde ich das gern für dich erledigen.“.

    Sollte das wirklich eine Polizistin gewesen sein, wäre das meiner Ansicht nach viel Schlimmer als die Aussage des GdP-Mannes.

    (Artikel: http://www.bild.de/news/inland/polizistenmord/opfer-sohn-wuenscht-taeter-folter-und-qualvollen-tod-20741028.bild.html)

  279. Jeriko meint: (5.11.2011 um 11:54) AntwortenReply to this comment

    Warum sollte sich der Typ eigentlich strafbar gemacht haben.

    Er hat sich bedroht gefühlt und hat selbstredend in Notwehr gehandelt :D

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