Eine Waffe für Werbemüde
Die Deutsche Post hat ein Urteil rechtskräftig werden lassen, mit dem ihr die Zustellung des eigenen Werbeblatts “einkauf aktuell” an einen werbemüden Bürger untersagt wurde. Geklagt hatte ein Lüneburger Rechtsanwalt.
Der Jurist hatte die Post mehrfach schriftlich aufgefordert, ihm nicht jeden Samstag die Werbesendung in den Briefkasten zu stopfen. Bei “einkauf aktuell” handelt es sich um ein in Plastikfolie eingeschweißtes Fernsehprogramm, dem noch Werbeprospekte beigelegt werden, meist von Supermärkten, Getränkeläden und Elektrodiscountern. Die Deutsche Post vertreibt “einkauf aktuell” bundesweit.
Die Post hielt es für unzumutbar, bei einer solchen Massensendung individuelle Wünsche zu berücksichtigen. Sie verlangte stattdessen, dass der Kläger ein Schild mit “Werbung unerwünscht” an seinem Briefkasten anbringt. Das Landgericht Lüneburg stellte sich jedoch voll auf die Seite des Juristen. Niemand müsse es akzeptieren, dass sein Briefkasten mit unerwünschter Werbung zugemüllt werde. Ein Aufkleber könne nicht verlangt werden, zumal der Empfänger ja möglicherweise andere Werbung durchaus haben möchte, nur eben nicht “einkauf aktuell”.
Wegen der grundsätzlichen Bedeutung ließ das Landgericht Lüneburg die Revision zum Bundesgerichtshof zu. Die Deutsche Post hat aber keinen entsprechenden Antrag gestellt. Laut FAZ steht sie auf dem Standpunkt, das Urteil regele nur einen Einzelfall. Das ist formal zwar richtig, jedoch ist die Entscheidung des Landgerichts Lüneburg ganz offensichtlich als Grundsatzurteil gedacht.
Die Richter sprechen nämlich nicht nur von “einkauf aktuell”, sondern stellen vielmehr klar, jede Postwurfsendung greife in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ein. Dementsprechend stehe es jedem Bürger frei, sich die weitere Zusendung von Massenbriefen zu verbitten und bei Verstößen dagegen zu klagen. Mit der nun rechtskräftigen Entscheidung des Landgerichts Lüneburg haben Werbeverdrossene jetzt jedenfalls eine handfeste Grundlage, um sich juristisch gegen Postwurfsendungen zu wehren.
Scheint mir eher eine ABM Maßnahme für Juristen zu sein. Ich meine das mit dem "Keine Werbung"-Aufkleber ist doch eine praktisch sinnvolle Lösung (wenn sich alle daran halten würden) – dass die Austräger Listen mitnehmen müssen wer alles welcher Werbung widersprochen hatte dagegen eher nicht.
…..kein Wunder, dass in diesem Staat alles aus den Näthen platzt……mit so einem Mist muss ich ein Gericht beschäftigen….der Typ soll das Blatt in die Mülltone schmeissen….
………..Deutschland—–Juristenland……
Ein schönes Urteil. Schön geschrieben. Schön gedacht.
schön. Der zuständige Postbote meiner Gegend ignoriert solche Aufkleber grundsätzlich (nicht nur bei mir, auch bei anderen), und als wäre das nicht genug, schmeißt er überschüssige Prospekte auch noch gerne mal in meine private Papiertonne. Soll ich jetzt klagen, oder was würdet Ihr mir raten?
Und meinen beiden Vorrednern muss offenbar in der Tat noch die Frage gestellt werden, ob es ihnen wirklich scheißegal ist, wenn Großunternehmen die gesamte Republik mit ihren idiotischen Werbeblättern überschwemmen. Im konkreten Fall sogar noch in (wahrscheinlich besonders umweltfreundliche) Plastikfolie eingeschweißt. Ich finde es ist ein Lichtblick, dass sich immer mehr Menschen gegen diesen unerwünschten Wildwuchs wehren; und das immer öfter mit Erfolg. Vorredner "rainer" ist sogar zu faul, den Werbemüll zum Altpapier zu tragen. Er verlangt eine Entsorgung im Hausmüll. Sehr schön. Herzlichen Glückwunsch zu dieser modernen Ansichtsweise. Wenn mehr Menschen wären wie sie, dann würden wir heute noch alle auf den Bäumen wohnen und uns gegenseitig lausen. Ächz…
@Agent Smith: Dem kann ich nur zustimmen!
Und nur der Vollständigkeit halber noch ein Hinweis an Vorredner "Agent Smith", der leider offenbar auch überhaupt nicht begriffen hat, was der Kläger erreichen wollte und der das Urteil des LG Lüneburg ganz sicher nicht gelesen hat: Der Kläger, lieber "Agent Smith" wollte nur den Scheiß von der Post mit Namen "Einkauf aktuell" nicht haben. Andere Werbung hingegen durchaus. Soll er für jeden Drecksladen eine Extraeinladung an seinen Briefkasten kleben? Dann soll doch bitte die doofe Post selbst dafür sorgen, dass ihre Druckerzeugnisse nur in jenen Briefkästen landen, deren Eigentümer oder Besitzer das auch so wollen. Erst alles lesen. Dann verstehen. Dann Kommentare ablaichen.
Der Bundesgerichtshof (BGH, Urteil vom 20.12.88 – VI ZR 182/88, BGHZ 106, 229) scheint aber keine keine Probleme mit dem Erfordernis eines "Abwehraufklebers" zu haben.
@Agent Smith: Natürlich, wenn man keine Werbung haben will, ist ein "keine Werbung"-Aufkleber die sinnvollste Lösung. Wenn man aber nur die "einkauf aktuell" nicht haben will, ist doch wirklich tatsächlich die sinnvollste Lösung, dies dem Absender mitzuteilen. Selbstverständlich hat der sich dann auch daran zu halten.
@freiwild:
Klar! Vielleicht aber auch einfach mal ansprechen und mit deutlichen Worten sagen, er soll sein Verhalten ändern, wenn ihm an seinem Job was liegt.
@abc
Ich habe schon mehr als einen Briefkasten gesehen, dan dem stand, dass man nur eine bestimmte Werbung nicht haben wolle, oder eben ein bestimmtes Wochenblatt, etc.
So finde ich es für die Postzusteller vor allem schlecht, da sie es eben nicht sofort sehen können und die dummen Sendungen ja auch nicht mit einer Adresse versehen sind
Die "einkauf aktuell" ist nun mal nicht persönlich addressiert sondern eine Postwurfsendung. Insofern ist die Argumentation "ich will andere Werbung aber nur nicht die eine" ziemlich daneben, denn das funktioniert in der Praxis nicht. Wie soll das gehen: ich will Werbeblättchen von Obi aber nicht von Praktiker und Werbeblättchen von Möbel XXL aber nicht von IKEA und Werbung von Kaufland aber nicht von Aldi oder Lidl. Das ist völlig weltfremd.
Dann hätte er eben ein Schild "keine einkauf aktuell einwerfen" an seinen Briefkasten machen sollen.
Ich versteh sowieso nicht wieso das überhaupt erlaubt ist.
E-Mail Spam wurde auch verboten.
Wobei ich den "Papier-Spam" viel schlimmer finde.. vorallem dieses Einkauf aktuell.. mit der blöden Plastikfolie kann man es nämlich nicht einfach in die Papiertonne werfen. (die steht bei uns im Hausflur, neben den Briefkästen sehr praktisch).
Ein "Keine Werbung Aufkleber würde aber z.b. auch den IKEA Katalog abwehren, den ich persönlich aber gut finde.
Und vielleicht sollte man einfach Postwurfsendungen verbieten. Ist doch im Prinzip das gleiche wie Spam-Mails, die nur noch nach vorheriger Einwilligung erlaubt ist.
Könnte man mit (Papier)Werbung auch so machen, muss die halt adressiert werden.
mfg
amfa
Postzusteller ignorieren individuelle Wünsche und Aufkleber, da sie eindeutige Anweisungen haben.
Mir ist es lästig, wenn während langer Auslandsaufenthalte mein Briefkasten sichtlich mit Werbung zugemüllt wird. Post wird dann nur noch alle 2 Wochen geleert. Da möchte ich nicht, dass wenigstens noch Briefe in den Briefkasten passen.
@amfa: Dafür hat Ikea jedes jahr Aufkleber kostenlos im Angebot. Sinngemäss steht drauf "Keine Werbung aber den Ikea Katalog schon" bzw nur "Ikea katalog bitte einwerfen".
@Ralf
Aber bei der "Einkauf aktuell" ist doch immer unterschiedliche Werbung enthalten. Will er also die Media Markt Werbung haben und die Media Markt Werbung ist in der "Einkauf aktuell" drin, will er die dann jetzt haben oder nicht ?
@FlyingT:
Das ändert aber nichts am Grundproblem, dass das erlaubt ist.
Mir ist der Unterschied zur Spammail nicht klar.
Wenn Media Markt ihren Katalog einfach per Mail verschicken würde, dürften sie das nur mit Einverständnis, schicken sie es per Post dürfen sie mich damit zuspammen.
Das versteh ich einfach nicht.
@freiwild: Wie könnte eine angemessene Ausübung des Notwehrrechts gegenüber dem Zusteller aussehen?
@amfa: Dazu muss man nur auf die Zeit kucken. Als die Spams verboten wurden hatten die großen Konzerne sie noch nicht entdeckt, da wurde das von kleinen Unternehmen und Abzockern betrieben. Die großen Abzocker dürfen den umweltschädlicheren Papierspam aber weiter machen weil sie das schon immer durften und sich niemand gegen die ganze Werbelobby stellen will.
Vielen dank für die Information !
Ich habe gerade eben eine Mail an die Deutsche Post gesandt, mit der ich um Unterlassung der weiteren Zustellung dieses unsäglichen Blättchens, das bei mir sofort ungelesen im Müll entsorgt wird, gebeten habe. Ich habe mich schon lange darüber geärgert. das Urteil kam zu rechten Zeit.
Nein, nicht ich bin dafür verantwortlich durch eine Aufkleber an meinem Briefkasten die Zustellung solcher Werbeblättchen zu unterbinden, sondern der Werbeträger hat auf seine Kosten dafür zu sorgen, dass ich diesen Mist nicht bekomme, wenn ich es nicht will.
Viele Grüße, Bernd
Ganz einfach: kein opt-out sondern ein opt-in fuer alle, die werbung verschicken wollen.
1. Die ungewollte Werbung bleibt weg => umweltschonender
2. durch das opt-in, weiss die werbende Firma, wer Werbung haben moechte und kann sie somit fuer den Postboten adressieren, so dass nicht der Postbote eine Liste mit sich fuehren muss, um zu sehen, wer moechte. Mal ehrlich: 6 bis 7 verschiedene Blaetter sind es schon zum Teil und da dauert dann das Austragen/zurecht sortieren usw. Das muss am Ende vom Auftraggeber bezahlt werden und was glaubt ihr, wo er das wieder draufschlaegt? Genau, das bezahlt man dann wieder im Laden.
Umgekehrt: weniger zu druckende Werbung, die keiner mag und wegschmeisst = Kostenersparnis auf seiten des Werbenden.
Also warum wehren sich manche dagegen? Man kriegt dort Prospekte von den Läden in der Gegend und sieht, welche Produkte in den nächsten Woche zu welchem Preis zu haben sind. Das ist doch ein toller Service.
Oder wie macht ihr das? Einfach hingehen und zahlen? Also ich schaue schon, wo man günstig einkaufen kann.
Dass natürlich ein Anwalt genug Knete hat und sowas nicht braucht, ist ja klar.
Ich sehe das aber nicht als Spam. Es ist ein toller Service. Und gleichzeitig bekommt man auch noch eine kostenlose Fernsehzeitschrift (wenn auch nicht umfangreich).
Aber das ist wie mit den kostenlosen Zeitungen. Die will auch nicht jeder, denn kostenlos = schlecht.
Aber Meckern war schon immer der Deutschen sein Sport. Ich sehe es als Service und freue mich, jede Woche informiert zu werden.
Und diejenigen, die damit ein Problem haben: Ihr geht ja sowieso zum Briefkasten. Holt die Prospekte raus und entsorgt sie einfach. Aber manche müssen wegen solcher Lappalien ja übertreiben.
@ amfa:
Der für mich entscheidenste Unterschied ist der, dass ich bei einem E-Mail-Postfach, keine Möglichkeit habe, einen "keine Werbung"-Aufkleber anzubringen. Anstatt dadurch also erst gar keine Werbung zu erhalten (wie beim Briefkasten), muss ich diese entweder selber aussortieren oder auf einem Spam-Filte vertrauen (und trotzdem immer mal wieder checken, ob nicht etwas Relevantes als Spam aussortiert wurde). Daher finde ich Opt-In bei E-Mail-Werbung äußerst sinnvoll.
Bei der gedruckten Werbung gibt es im Gegensatz dazu zwei Arten von Werbung: Die anonyme Postwurfsendung und adressierte Post. Bei letzterer ist ein Abbestellen normalerweise kein Problem: Adresse rauslöschen lassen und es ist Ruhe. Vergleichbar mit der E-Mail-Werbung. Die anonyme Postwurfsendung hat im Gegensatz dazu jedoch kein elektronisches Pendant.
Hab groß und in fett nen aufkleber aufm Kasten:
"Bitte keine Werbung oder Zeitungen einwerfen!"
Zieht nicht, bekomm den selben Papiermüll wie vorher.
Oh und die Werbe-Zeitung, die kommt halt nun nicht mehr in den Briefkasten, welcher dann offen stand so daß alles eingeregnet wurde, sondern wird vor die Tür geworfen…
Also anfangen Abmahnungen zu schreiben?
@ J.S.:
Ich mag die Angebotsblättchen der Discounter im Briefkasten nicht. Ich kaufe Bio und zahle dafür faire Preise im Biomarkt oder direkt beim Bauern. Für andere Angebote reicht mir die elektronische Version auf der Händlerseite oder http://www.kaufda.de vollkommen aus – und es spart noch Papier :-) Da wird eh zuviel verbraucht und das wenigste davon ist Recyclingpapier.
Es wird nicht in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung eingegriffen, sondern in das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Das ist nicht identisch.
Kennt man ja von den Köchen.
Wenn man sich beschwert wird bei der nächsten Lieferung draufgespuckt. Bevor der Briefträger unsägliche Sachen mit meiner Post anstellt weil er wegen der Beschwerde Überstunden machen muß, dulde ich lieber Werbung.
@ Frank / #20
Weniger Werbung zu drucken spart nicht unbedingt viele Kosten. Es macht preislich keinen großen Unterschied, ob ich nun 1.000 oder 10.000 Werbeblättchen drucke. Teuer ist, initial erst ma 1.000 Prospekte zu drucken. Weitere Exemplare dazu sind vergleichsweise billig. Bei den Auflagen, die die Werbeindustrie druckt, sollte das alles egal sein.
Also, ich finde es ja immer schön, wenn Privatpersonen ihre Rechte gegen Großunternehmen durchsetzen. Und speziell unerwünschte Werbung finde ich auch sehr lästig (gerade wegen "Einkauf aktuell" habe ich die Post extra darauf hinweisen müssen, dass das vom "Keine Werbung"-Aufkleber tatsächlich auch betroffen ist). Aber diese spezielle Vorgehensweise halte ich eher für eine Beschäftigungsmaßnahme für die Gerichte durch einen querulatorischen Rechtsanwalt.
Ja, mit dem Vorwurf des Querulantentums sollte man in der Tat sehr, sehr zurückhaltend sein. Aber was ist es denn, wenn man die einfachste (na gut, bei mir war außerdem ein Anruff nötig) und auch allgemein übliche Lösung des Problems (Aufkleber am Briefkasten) bewusst verweigert, um der anderen Partei eine deutlich kompliziertere und fehleranfälligere Lösung (Information des jeweiligen Briefträgers) zuzumuten? Wenn man – aus welchen merkwürdigen Gründen auch immer – nur "Einkauf aktuell" nicht haben will, kann man ja auch einen solchen speziellen Aufkleber basteln. Ist sicher weniger Aufwand, als die Sache vor Gericht zu treiben …
Dumm nur, wenn man als Freiberufler mit Geschäftsadresse in der eigenen Wohnung ab und zu Schreiben von Inkassobüros bekommt, deren Inhalt Werbung für die "Dienstleistungen" des sendenden Inkassobüros ist.
Daß es nur Werbung ist, steht auf dem Umschlag (natürlich) außen nie drauf.
Wenn dann noch die Posttante den Vermieter kennt, geht das Gerede los…
Ganz toll!
Frage: Kann man das mit einem Aufkleber "Bitte Keine Werbung!" abblocken? Wohl nicht. Wie denn auch? Sieht ja von außen aus wie ein normaler Brief.
Nur eben Absender "Inkassobüro blabla"…
Wie gesagt, sofort Gerede…
Krank, einfach krank…
Als ich gestern im Radio von der Klage und dem daraus resultierenden Urteil gehört habe, hatte ich gehofft, es hier thematisiert zu finden.
Danke, Herr Vetter!
Zum Thema: Ich stehe dem ganzen sehr ambivalent gegenüber. Tendenziell halte ich das Urteil für falsch, u.a. aus dem Grund, den @murry (12) genannt hat: Es handelt eine unpersonalisierte Massenwurfsendung.
Mir war nach dem Lesen der ersten Beträge auch klar, dass einige Kommentatoren die Umweltkeule schwingen würden – danke @Ralf (3, 5, 7…).
Ich werde meine Zeit auch in Zukunft sicherlich nicht damit verplempern, mich mit Unternehmen, Postzustellern, Anwälten und Gerichten auseinanderzusetzen, wenn ich das Ganze kurz und schmerzlos durch Entsorgung in die jeweiligen Behältnisse erledigen kann.
FAZ: Die Richter sahen dagegen eine grundsätzliche Bedeutung für die gesamte Werbewirtschaft. "Im Hinblick auf die erhebliche Anzahl von Werbeverweigerern wird dies gegebenenfalls dazu führen, dass die bisher bekannte Form der Postwurfsendungen nicht mehr möglich sein wird", heißt es im Urteil.
@Frank:
[...Umgekehrt: weniger zu druckende Werbung, die keiner mag und wegschmeisst = Kostenersparnis auf seiten des Werbenden....]
Und das führt dann deiner Meinung nach zu… was? Sinkende Preise?
Ich nehme an, dass Du an Weihnachten traurig warst als Du feststellen musstest, dass der Weihnachtsmann nicht da war…?
Ich hatte jahrelang mit dem Blaettchen der Gewoba Probleme.
Erst hiess es, sie seinen nicht zustaendig, sondern eine angemietete Austraegerfirma (Impressum sagt etwas anderes), dann geht es nicht, weil es ja zu umstaendlich ist, individuelle Wuensche zu beruecksichtigen.
Am Ende (nach 2-3 Jahren Aerger) haben sie das ganze Haus (16 Parteien) von der Lieferung ausgenommen.
Unsere Briefkästen haben ein drehbares Schildchen eingebaut mit der grünen Beschriftung "Bitte Werbung" und der roten Beschriftung "Bitte keine Werbung". Daran halten tut sich hier niemand. Ich habe auch schon überlegt, ob ich den Unternehmen, deren Werbung in meinem Briefkasten landet, mal Post schicke. Aber das ist im Prinzip wie die Afrika-Autoschieber-Heinis, die einem Kärtchen ans Auto stecken: Nur empfehlenswert, wenn du Zeit zuviel hast.
Die Nichtzuständigkeit sehe ich übrigens nicht gegeben. Obi (oder wer auch immer) beauftragt ja einen Subunternehmer mit der Verteilung der Werbung. Wenn die Scheiße bauen, ist Obi dafür verantwortlich (oder hat sich mindestens darum zu kümmern).
Wenn die den Mist wenigstens nicht einschweißen würden… Jeden Samstag der gleiche Mist. aufreißen – Prospekt rechts in den Papiercontainer, Folie links in den Restmüllcontainer.
Es gibt größere Probleme als zu viel Werbung.
@Erna:
Ja, zuviel Müll. ;-)
Arbeite bei der Post. Bei Kunden, die sich wegen so einen Mist beschweren, sind per Definition erstmal unsympathisch.
Eine Kundin wohnt in einem Reihenhaus mit Buchstaben neben der Hausnummer. Diese Frau ist total unsympathisch, schimpft über jeden Mist. Mal steht das Fahrrad zu dicht am Eingang, und sie komme angeblich nicht durch, mal steht das Fahrrad zu sehr an der Straße, etc
Da manche ihrer Absender es nicht hinbekommen, den Buchstaben "i" wie ein "i" aussehen zu lassen, sondern wie eine "1", erleide ich immer genau zu diesem Zeitpunkt an Gedächtnisverlust, und die Sendung geht natürlich zurück.
Ich würde ja immer nett zu meinen Postboten sein; dann klingelt er bestimt auch bei größeren Sendungen oder sowas, oder wartet länger, oder oder oder…
Von mir kann man nicht erwarten, dass ich bei Kunden, die rum nerven, keinen Namen am Briefkasten haben, ich dort bei einer fehlerhaften Adresse dennoch zustelle,… mache ich nur bei Leuten, die entweder nett oder "normall" nett sind, von daher…
und dieses Einkauf Aktuell geht den Zustellern am meisten auf den Sack. Jeder Samstag geht bis 16/17 Uhr. Manche wollen diesen Scheiß gar nicht haben, aber son Aufkleber "kein einkauf Aktuell" ist ja so schwer, andere sind aber besonders scharf auf diese Prospekte, die rufen dann auch die Beschwerdehotline an, wenn es nicht gekommen ist.
Was aber dennoch daran so schwer sein sollte, die Plastikfolie von den Prospekten zu trennen, um für eine umweltgerechte Entsorgung zu sorgen, ist mir aber auch nicht so wirklich klar. Mehr als ein Handgriff ist das nicht.
in den kommentaren?
"Ist es denn so schwer, einen 'keine Einkauf-Aktuell'-Aufkleber am Briefkasten anzubringen?"
Ja, ist es. Mein Briefkasten ist leider nicht groß genug, um eine entsprechende Liste mit den Firmen, von denen ich Werbung haben will, von denen ich keine Werbung haben will und von denen ich Werbung nur dann haben will, wenn mal wieder Gummibärchen im Angebot sind, anzubringen.
Ist es denn so schwer für die Postbüttel, eine Liste mitzunehmen mit den Adressen, die keine Werbung von Firma XY haben wollen?
@ maka: Ich kann nicht nett zu meinen Briefträger sein, da ich ihn noch nie zu Gesicht bekommen habe, weil er nie bei größeren Sendungen klingelt, sondern immer sofort die Abholkarte in den Briefkasten wirft. Daher finde ich die Post per Definition erstmal unsymphatisch.
@schredder66:
Das Argument ist also, wenn mein Geschäftsmodell darauf basiert, möglichst vielen auf den Sack zu gehen, dann muss halt jeder damit leben?
Komisch, ich hätte jetzt gesagt, das Geschäftsmodell muss geändert werden.
Dann sind also Spam-Mails ja auch in Ordnung und Massenwerbeanrufe soundso…
@amfa:
Einer meiner Nachbarn hat tatsächlich neben dem "Keine Werbung"-Aufkleber einen Aufkleber mit dem Hinweis, dass er den Ikea-Katalog haben möchte (gibt's von Ikea). So geht es ja noch, aber bei weiteren Ausnahmewünschen wird's schwierig. Eigentlich kann das Urteil nur dazu führen, dass unadressierte Werbung insgesamt nicht mehr zulässig ist, alles andere ist gar nicht machbar.
Ich finde den Kläger übrigens doof. Was wäre so schlimm daran, diese eine unerwünschte Sendung ungelesen zu entsorgen?
@Schwarzmaler:
Warum selber mit der Entsorgung rumplagen? Das überlasse ich der Post, geeignete Sammelbehälter stellen die ja freundlicherweise bereit ;)
@Hans: Im Gegensatz dazu steht für den Werber der Vorteil, daß er weiß, daß seine Werbung da aunkommt, wo sie erwünscht ist. Streuverluste durch unmittelbare dezentrale thermische Entsorgung falen damit weg.
@Frank: Durch opt-in lerne ich aber nicht die ganzen netten Bringdienste in der Umgebung kennen…
@freiwild: Einfach mal in einem der Geschäfte, für die geworben wird, beim "Führungspersonal" beschweren. Die leiten das weiter. Insbesondere das mit der Entsorgung überflüssiger Prospekte in deiner Tonne wird bei den Verteiler-Firmen ein mittleres Erdbeben auslösen. Das sehen die nämlich gar nicht gern, wenn ihre Verteiler die Dinger so entsorgen.
Ich habe in meiner Jugend selbst mal Prospekte verteilt mit der eindeutigen Anweisung, nicht in "keine Werbung"-Kästen zu schmeißen. Wann immer jemand ohne Aufkleber sich trotzdem beschwert hat, kam die Anweisung, dessen Briefkasten auch auszulassen. Ist ja auch kein Problem: Man kennt ja den Bereich, in dem man Verteilt.
@Manuel2:
Ich find den Kläger nicht doof.
Bei uns auf derm Dorf gibt es jede Woche einen Prospekt von Edeka, einen von real, einen von PLUS, einen von Aldi, einen vom Praktiker (usw).
Dazu kommt dieses in Folie eingeschweisste Ding per Post mit einem Prospekt von Edeka, einem von Kaisers, einem von real (usw). Dazu kommt vom Panorama-Vertrieb ein Papierdings mit einem Prospekt vom PRaktiker, einem vom real, einem vom PLUS, einem vom Kaisers usw.
Im Prinzip hab ich nichts gegen Reklame für die örtliche Pizzabude etc. Aber die durch den überregionalen Versand doppelt und dreifach eingeworfenen Prospekte füllen insgesamt (ohne Witz) jede 1/4 – 1/3 einer normalen Mülltonne.
Also hab ich einen "keine Reklame"-Aufkleber.
Was aber, wenn ich unbedingt den Prospekt von real und PLUS haben will? Für mich sind gerade die überregionalen Verteiler Post und Panorama-Vertrieb Störer. Jeder von denen stopft mir mit einer Sendung soviel Papier in den Kasten, wie alle anderen zusammen in einer Woche.
Also kann ich das mit der gezielten Untersagung völlig verstehen.
@Lars:
Solange der Gesetzgeber das zulässt bzw. die Justiz das nicht be- / eingrenzt / verbietet, ist das in Ordnung.
@Flo:
[...Warum selber mit der Entsorgung rumplagen? Das überlasse ich der Post, geeignete Sammelbehälter stellen die ja freundlicherweise bereit ;)...]
Genau: Deinen Briefkasten!
An all die, für die es "nur ein Handgriff ist", Plastik von Papier zu trennen und beides wegzuwerfen. Natürlich ist es für ein einzelnes Individuum, bzw. einen Haushalt, keine unglaublich große Belastung. Aber multiplizieren man es mit 30.000.000 Haushalten und mit 10+ solcher Wurfsendungen pro Woche, dann bekommt man ein Gefühl dafür wieviel Zeit vergeudet wird und wie viel Müll produziert wird.
Das ist doch das ein übliches "Geschäftsmodell", für die einzelnen unterhalb der Nervschwelle zu bleiben, in der Summe aber trotzdem Gewinn zu machen. Insofern ist es lobenswert, wenn sich jemand mal der Sache annimmt und klagt. Wenn der Werbemüll dadurch reduziert wird ist es mir recht. Opt-In geht immer noch.
@schredder66:
nicht verstanden den Hint mit den Briefkästen?
Noch ein Nachtrag: Ich wohne in einem Haus der GEWOBA Bremen. Deren Breifkaesten haben einen kleinen Schlitz, wo jeder ein "Keine Werbung"- oder "Werbung Ja bitte"-Schild anbringen kann.
Leider sieht es so aus, wie bei anderen Briefkaesten das Namensschild, jedenfalls wird es nicht beachtet.
Als ich daher einen groesseren Sticker (u.a. mit "keine Wurfsendung") anbrachte, gab es eine Beschwerde seitens der Gewoba, da alle Briefkaesten ja gleich auszusehen haben. Erst nach dem Hinweis, dass bestimmte Wurfsendungen nicht mit "Keine Werbung" zu unterdruecken sind, gab es Ruhe.
@maka: Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass Post so eine Art natürliches Monopol ist und Wettbewerb da nichts bringt. Im Moment laufen halt für die gleiche Arbeit mehr Hansels die gleiche Strecke ab als sonst.
Wenn ich aber ihren Kommentar so lese, komme ich doch ins Grübeln, ob die Wettbewerbssituation nicht doch etwas verbessern könnte. U.U. verstehen dann, wenn sie vorm Harz-4-Amt stehen, auch Leute wie sie, dass Service Ihre Aufgabe ist, und nicht die des Kunden. Schlechte Arbeitsbedingungen und Überstunden sind eine Sache zwischen Ihnen und Ihrem Chef und nicht Sache des Kunden.
Ich habe btw. ein eher gutes Verhältnis zu allen Postboten hier (selbst zu denen die auch nach Monaten noch zu dämlich sind sich zu merken, dass unser Haus weder Summer noch Gegensprechanlage hat). Und evtl. überlegen Sie sich auch mal, dass ihr Trumpf in beide Richtungen sticht: irgendwann stehen Sie nämlich mal mit der 10 Kilo-Sendung für den Nachbarn vor meinem Haus und ich nehme die Sendung dann nicht für ihn an, weil Sie mir unsympathisch sind. Dann dackeln Sie damit eben wieder durch die Gegend und je nach Unternehmen bekommen Sie dann nicht mal Geld dafür.
@kaputnik:
Ich habe der Post auch immer deren Werbemüll wieder eingeworfen. Und wenn ich anderen Werbemist bekomme, wo ein Antwortumschlag dabei ist, mach' ich die Werbung klein, stecke es in den Antwortumschlag und schicke es dem Verursacher somit auf seine Kosten zur Entsoergung. :)
@ Agent Smith
Was Sie übersehen: Diese "Keine Werbung"-Aufkleber sind nur bedingt hilfreich. Ich habe solche Aufkleber seit vielen Jahren am Hausbriefkasten, und sie sind in der Tat nützlich. Wenn sich die Deutsche Post mit ihren Wurfsendungen aber darum nicht schert, was schon vorgekommen ist, dann ist es nur recht und bilig, wenn sie dafür die Quittung bekommt.
Ein großes Ärgernis sind ebenso die Gratis-Zeitungen, auch Anzeigenblätter genannt, die man niemals angefordert hat, aber trotzdem seit Jahren in den Briefkasten gedrückt bekommt. Eine Pest, die das Aufkommen an Altpapier in weitgehend sinnloser Weise nicht unbeträchtlich erhöht. Der Witz dabei ist: Obwohl ich einen Anti-Reklame-Aufkleber am Briefkasten habe, meinen die Verteiler dieser vor eingelegter Werbung förmlich überquellenden Gazetten, für sie gelte das nicht. Ich warte demzufolge auf ein Gerichtsurteil gegen diese Anzeigenblätter.
@ Obelix
Sie können jedem einzelnen Absender dieser Werbepost die Zusendung an Sie untersagen und Ihr Recht auch durchsetzen, ggf. mithilfe des Datenschutzbeauftragten. (Klappt bei einigermaßen "normalen" Firmen zumindest gut.) Würde ich an Ihrer Stelle auch machen, es werden ja nicht Hunderte Inkassofirmen sein.
@Bernd: Genau so ist es!
@maka:
bei der Post ist jeder der sich über irgendwas beschwert unsympathisch.
Unsere Mülltonnen sind im Hinterhof, ich wohne im Dritten Stock.
Ich habe weder Lust den Müll in den Hinterhof zu tragen noch in meine Wohnung hoch. Einen Mülleimer im Flur möchten die anderen nicht, mal abgesehen von der Einkauf Aktuell Plastikfolie (welche zum Glück den Keine Werbung sticker ignoriert)
Trotzdem habe ich jede fucking Woche irgendeine Werbung im Kasten, sei es ein Pizzaflyer, sei es Schlüsseldienst. Mit diesem Urteil werde ich da jetzt ab sofort jede Woche anrufen und das Arschloch anschreien das meinen Aufkleber ignoriert.
Nach 55 Postings drängt sich mir folgendes Wort immer mehr in den Vordergrund:
PARANOIA
@ schredder66
Es gibt sicherlich drängendere Probleme auf der Welt als ungewünschte Werbung. Aber bei nahezu jedem auftretenden Problem zu sagen, daß es drängendere Probleme gibt, ist m. E. weder originell noch sachgerecht. Meine ich nur mal so …
Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Menschen sich von Konzernen diktieren lassen wie sie sich zu verhalten haben.
Aufkleber aufm Briefkasten oder wegschmeissen – ja, kann man machen. Aber warum muss man sich das Gefallen lassen? Warum soll ich mich jedem Konzern und seinen Profitmaximierungsplänen unterordnen?
Ich habe öfters "Ärger" in Supermärkten. Immer dann, wenn ich nach dem Kassenzettel für Ware die ich mitgebracht habe gefragt werde. Aus Prinzip weigere ich mich den aus der Tasche zu holen (sofern ich überhaupt einen habe). Muss ich denn jedem popligen Kassierer meine Unschuld beweisen? Nein! der poplige Kassierer muss mir eine Schuld beweisen.
Umständlich? Ja! Aber ich habe es satt mich immer und überall irgendeiner Firma anzupassen und zu hüpfen wenn die es wollen.
Super Aktion, super Urteil!
@marcus05:
Dieses Urteil brauchst du dafür mE gar nicht. Einen vorhandenen Aufkleber ignorieren durften die auch vorher nicht – und wenn sie es penetrant ignorieren, auch auf Hinweise, hat jeder, der dagegen klagt, meine volle Sympathie.
Aber bei diesem Urteil wollte ja der Kläger auch ohne den üblichen Schritt, nämlich den Aufkleber, Werbung gerichtlich unterbinden. Und diese Vorgehensweise – den alltagspraktisch üblichen, einfachen Weg bewusst zu ignorieren und dennoch sein Recht bis zum letzten durchzufechten – erfüllt alle negativen Vorurteile, die man gegenüber Juristen haben kann. Ich frage mich, ob jemand anders als ein Rechtsanwalt überhaupt auf so eine Idee kommen könnte: Man hat den Eindruck, als wäre der erste Gedanke nicht gewesen "Wie löse ich mein Problem?", sondern "Wie kann ich klagen?".
Wobei ich ein grundsätzliches Verbot der Zustellung nicht-adressierter Werbung auch durchaus für erwägenswert halte. Das sollte dann aber politisch beschlossen werden und nicht durch kreative Gesetzesauslegung am Gericht (die das durch hohe Geldstrafen bei Fehlern bei einem bewusst fehleranfällig gewählten Verfahren unrentabel macht). Und das wäre ja auch wieder ein ganz anderes Thema, denn das will der Kläger ja auch wieder nicht.
@ mike (6.1.2012 um 14:46)
Vielleicht, weil es der für beide Seiten einfachste Weg wäre, das Problem "unerwünschte Werbung" zu lösen?
Wenn es einen einfachen Weg gibt, empfinde ich es wirklich nicht als "Diktat", diesen zu wählen.
Ich darf Mitte jeder Woche den ganzen Quatsch aus unserem Wohnheim komplett entsorgen. Von den Hundert Studenten lesen das keine 10.
50 Exemplare aufreißen, auspacken, Papier in die eine Tonne, Folie in die andere. Das nervt tierisch.
@Coinflip:
Nun, dann bist du anscheinend Hausmeister. Mach ein großes Schild: "Werbung nur in die Briefkästen". Wirf jedem Mieter einen Ant-Werbungs-Aufkleber ein (wenn du einen Etat für so Kleinkrams hast) oder biete sie zum Selbstkostenpreis an.
Mach den Firmen Ärger, die sich nicht dran halten.
Bei uns wurde Problem mit Folien-Postwerbung sogar schon mal in dem Wochendblatt thematisiert. Dort war zu lesen, dass die müllentsorgenden Betriebe damit auch nicht glücklich sind, weil viele die Sachen halt unausgepackt in die Papiertonne werfen.
In diesem Wocheblatt sprach sich eine Frau dafür aus, die Prospekte einfach in die Briefkästen zu werfen. Das mache ich seitdem auch. (Von einem Mitarbeiter der Post konnten wir ja erfahren, dass er nicht findet, dass es große Mühe macht, das mal eben zu trennen). Ebenso wie viele andere Werbung z.B. Targo mit dem Vermerk Annahme verweigert.
"Bei uns wurde Problem mit Folien-Postwerbung sogar schon mal in dem Wochendblatt thematisiert."
Oh ja, das Problem kenne ich, wenn in der Provinz mal nichts los ist, werden solche Dinge "thematisiert". Und man sollte wirklich mal darüber gesprochen haben … >:>
@paule t.:
"Vielleicht, weil es der für beide Seiten einfachste Weg wäre, das Problem "unerwünschte Werbung" zu lösen?
Wenn es einen einfachen Weg gibt, empfinde ich es wirklich nicht als "Diktat", diesen zu wählen."
—
Es ist völlig unerheblich, was der einfachste Weg für beide ist. Die angemessene Reaktion bestimmt der unfreiwillige Empfänger der Mail und das ist auch richtig so.
Wieviel kummulierte Zeit geht in der Gesellschaft wohl für die unfreiwillige Entsorgung des Werbemülls drauf?? Bei jedem wöchentlich zehn Sekunden addiert mal vielleicht 15 Mio Haushalte, die da keinen Bock drauf haben?
Ne Pest ist das. Verklagen der ignoranten Post hat da meine vollste Sympathie.
@kaputnik:
"Es ist völlig unerheblich, was der einfachste Weg für beide ist. Die angemessene Reaktion bestimmt der unfreiwillige Empfänger der Mail und das ist auch richtig so."
Unsinn. Was angemessene Reaktionen sind, sollte gesellschaftlich ausgehandelt werden unter angemessener Berücksichtigung der beteiligten Interessen. Sonst hält der unfreiwillige Empfänger Stromschläge für den Briefträger für angemessen …
Bei dieser gesellschaftlichen Aushandlung, in diesem Fall vorgenommen am Gericht, hat dieses mMn in diesem Fall keinen guten Job gemacht.
"Wieviel kummulierte Zeit geht in der Gesellschaft wohl für die unfreiwillige Entsorgung des Werbemülls drauf?? Bei jedem wöchentlich zehn Sekunden addiert mal vielleicht 15 Mio Haushalte, die da keinen Bock drauf haben?"
Bei mir geht keine Zeit drauf. Punkt. Weil ich den entsprechenden Aufkleber habe. Und Zeit, Listen zu erstellen und jeden Briefträger neu zu instruieren, verursache ich auch nicht – im Gegensatz zum Kläger dieses Falls.
Hier kann es doch nur um die drei Seiten "Einkauf aktuell" gehen, vielleicht noch um die Tüte drumherum. Die eigentliche Werbung ist ja die gleiche, wie sie früher von Schülern u.ä. herumgetragen wurde. Das Austragen übernimmt jetzt eben die Post. Darum so einen Bohei zu machen…
Also wenn schon, dann richtig, wie einer oben schrieb: Verbot aller Postwurfsendungen. Oder eben man macht sich die "Mühe" und wirft den Kram weg – bitte Plastik und Papier getrennt, der Umwelt zuliebe ;-)
@kaputnik: wenn Sie schon die Volkswirtschaftskeule heraus holen, vergessen Sie bitte nicht die tausende Werbeleute, Drucker, Konfektionierer, Zusteller, Druckfarbenhersteller, Papiermühlenangestellte, Druckmaschinenwarter, etc. und schließlich Entsorger, die durch diese "Pest" in Lohn und Brot gehalten werden. Ebenso wie @coinflip, der damit Arbeitszeit generiert, wenn er tatsächlich Hausmeister ist (wie paule t. vermutet).
@Rallemann:
Komische Volkswirtschaft:
Richtig. „gehalten werden“ wie die Tiere im Zoo. Aber will man es dem Kommentator verdenken, wenn er sich Sätze wie „Sozial ist was Arbeit schafft.” zu Eigen macht? Im Privaten macht sich niemand mehr Arbeit als nötig. In dieser Gesellschaft gilt das genaue Gegenteil.
http://www.google.de/search?q=flaschen+verbuddeln
Bekloppt!
@Rallemann: Den gesundheitlichen Aspekt nicht zu vergessen, weil die Leute öfter mal zur Papiertonne runter müssen. Es wird sich doch eh viel zu wenig ewegt heutzutage ;-)
Was ist die eine wöchentliche Werbepostille der Post gegen die alltäglichen massenhaften Zeitungsbeilagen, die oft dicker als die Tageszeitungen selbst sind und gegen die man nichts unternehmen kann???
@U_Patronu:
Was ist denn eine Tageszeitung?
@55:
Das Urteil gibt es schon lange: Anzeigenblätter sind keine Werbung – sagen die Richter. Der aufgeklärte Verbraucher hat deswegen den Aufkleber "Keine Werbung und kostenlosen Zeitungen" auf seinem Briefkasten, wenn er beides nicht haben will. Beschweren Sie sich also bei der Jurisprudenz und nicht bei den Zustellern! Ihren anderen zahlreichen Postings zufolge hacken sie aber lieber auf sozial Schwächeren herum.
@amfa: Ich schmeiße die Einkauf-Aktuell immer in den Briefkasten der Post zurück. Zum Glück ist es bei mir um die Ecke.
"Das Landgericht Lüneburg stellte sich jedoch voll auf die Seite des Juristen."
Ja, erstens ist er Juristenkollege und zweitens verdient er damit als Jurist wahrscheinlich auch noch Geld.
Gemäss vieler Juristen haben Juristen als hochelitäre Herrschaftsrasse Sonderrechte.
Keine Chance den Rechtsextremisten", eine Broschüre des Landratsamtes Dahme-Spreewald (12/2007):
"Das Weltbild der Rechtsextremisten: Rechtsextremisten lehnen es ab, alle Menschen als grundsätzlich gleich anzusehen…"
Gemäss dem LG-Bielefeld und OLG-Hamm kann man Nichtjuristen gänzlich verbieten anderen Menschen Schriftstücke zukommen zu lassen was natürlich auch Abmahnungen wegen Wettbewerbswidrigkeiten, Klagen und Mahnbescheide umfasst, denn Schriftstücke von Nichtjuristen können nur geistiger Schwachsinn sein und daher niemals der Geltendmachung von Rechten dienen. Rechte geltend machen kann der Pöbel (juristisch: Das NICHTS) nur über Juristen. Im Dritten Reich hat man Juden mit solchen Verboten rechtlos gestellt. Heute geht das aber nicht mehr und daher macht man es mit dem nichjuristischen sogenannten niederen Pöbel:
http://www.justizkacke.de/beitraege/lg8o52104bi.pdf
Da gegen die Antragstellerin an anderen Gerichten 4 Gerichtsverfahren geführt wurden, die letztlich alle zu 100% gewonnen wurden, war es dem auf Unterlassung in Anspruch genommenen nicht mehr möglich Schriftsätze bei Gericht einzureichen, da diese der Gegenseite zugegangen wären. Jedoch wurden seine gerichtlichen Schriftsätze in den Verfahren nach Zusendung der Verfügungsentscheidung des AG-Minden und dem Hinweis, dass diese nicht an die Gegenseite weitergeleitet werden dürfen nicht mehr weitergeleitet.
Nur am AG-Minden geht das nicht:
Richter Eickhoff vom AG-Minden (31 E-22.1762): "In diesem Zusammenhang darf ich Sie darauf hinweisen, dass im Grundgesetz der Grundsatz des rechtlichen Gehörs verankert ist, der zwingend einzuhalten ist. Danach ist den Parteien in einem Verfahren jeweils der Schriftsatz der Gegenseite zuzuleiten um sicherzustellen, dass jede Partei den Prozessstoff in vollem Umfang kennt."
Damit war dem auf Unterlassung in Anspruch genomenen die Rechtsverteidigung in dem Verfahren unmöglich. Das macht aber gemäss Richter Eickhoff nichts, da er kein Jurist ist und daher ohnehin nur Schwachsinn bei Gericht vortragen kann.
Richter Ulmer vom OLG-Celle und Richter Schaffer vom LG-Bückeburg erklären, dass bei von Bürgern selbst eingereichten Schriftsätzen von vornherein anzunehmen ist, dass diese Fehlerhaft sind und der Pöbel daher damit keine Rechte begründen kann. Selbst wenn die Gegenseite innerhalb des Verfahrens den geltend gemachten Anspruch zu 100% erfüllt muss man daher als Pöbel 80% der Kosten tragen.
Der Kläger war ein Jurist und für Juristen gelten nun mal Sonderregeln. Einem Juristen ist von einem bei der Post arbeitenden sogenannten Pöbel Werbung in den Briefkasten geworfen worden. Würde die Post durch einen Juristen eingeworten sähe die Sache schon anders aus und wäre der mit Werbung versehene kein Jurist, dann könnte man ihm auch ein Klageverbot (Kontaktverbot) erteilen, so dass er keine Rechte mehr geltend zu machen hat und es auch nicht mehr kann.
Die Staatsanwaltschaft Bielefeld und die GStA Hamm erklären, dass Richter und Staatsanwälte innerhalb ihrer juristischen Tätigkeit beliebig Straftaten begehen dürfen, wie Diebstahl, Betrug, Nötigung, Bedrohung und Erpressung und entsprechend justizgeschädigte Menschen gegen die man mit solchen kriminellen Mitteln vorgegangen ist, dürfen gemäss der StA-Hannover hinzukommend von Juristen beleidigt und verspottet werden und zwar spätestens dann, wenn diese sich darüber beschweren.
ich glaube da hatte einer zu viel zeit….
man nennt auch diesen menschenschlag *Korinthenkacker *
die probleme möchte ich mal haben.regt mich voll auf!
wenn der herr so viel zeit für so ein blödsinn hat,dann kann er sich ja kostenfrei für die rechte der kinder einsetzen oder für die umwelt aktiv werden.den möchte ich nicht als freund oder nachbarn haben.wie kann man so drauf sein.
*keine werbung* das haben viel überall stehen.funktioniert auch.aber dem herrn waren warscheinlich für den aufkleber 10 cent auszugeben zu viel.
solche fallbsp. kenne ich aus der praxis.
ihr würdet umfallen wie manche so ticken.
@paulet
Meine Nachbarn und ich wollen "einkauf aktuell" nicht. Jeder meiner Nachbarn gibt mir 2 Euro pro Ausgabe wenn ich das ausserhalb unseres Hauses entsorge.
Mein bester Freund hat nen Botendienst. Und zu wenig Aufträge. Er gibt mir 5€ pro Auftrag den ich ihm vermittle.
Der bekommt jetzt den Auftrag unsere 50 Exemplare "einkauf aktuell" an Dich zu liefern.
Kannst ja die Annahme jede Woche verweigern oder wasweißich… mir egal…
Du schreibst mir, dass Du das nicht möchtest.
Egal, regiere ich mit einem freundlichen Serviceschreiben.
Du willst mich anrufen. OK., las uns reden. Aber Du brauchst nicht hoffen, dass ich meine Geldquelle wegen Dir zumache.
Mal gucken wann Du beim Anwalt sitzt, weil ich nicht aufhöre die Dir zu schicken.
Ich verdiene immerhin gutes Geld daran, und Du…. ja, Du kannst ja einfach jede Woche die Annahme verweigern. Dauert auch bloß 5sek.
;)
@mike:
Mir geht es nicht darum, dass ich es für falsch hielte, wenn jemand unverlangte Post nicht haben möchte und das auch durchsetzt. Im Gegenteil, das finde ich super und mache es selbst auch – und das habe ich mehrfach betont.
Mir geht es darum, dass ich es ziemlich daneben finde, wenn jemand absichtlich einen für beide Seiten komplizierten Weg wählt statt des üblichen einfachen Wegs per Aufkleber.
Da finde ich es in der Tat völlig in Ordnung, wenn der Absender der Post den Mann bescheidet: "Guter Mann, das sind unadressierte Postwurfsendungen, da jedes Mal den Postboten (der wechselt ja auch schon mal) zu instruieren, das speziell bei Ihnen nicht einzuwerfen, ist uns zu aufwendig. Machen Sie doch einfach einen Aufkleber an Ihren Briefkasten, dann bekommen Sie unsere Werbung auch nicht. Das wird bei Ihnen genauso funktionieren wie bei jedem anderen; wahrscheinlich sogar besser als der von Ihnen vorgeschlagene Weg, denn so eine Instruktion kann ein Bote in der Hektik ja schon mal vergessen, den Aufkleber übersehen eher nicht."
Das finde ich absolut zumutbar, auch wenn man einen speziellen "Kein Einkauf Aktuell"-Aufkleber machen müsste – aufwendiger, als die Post extra anzuschreiben, ist das auch nicht.
Wenn bei mir jemand dauerhaft und unbelehrbar unverlangte und unadressierte Post einwerfen würde, bekäme er in der Tat Ärger mit mir. Das passiert aber nicht, weil ich einen solchen Aufkleber habe. Warum der Kläger das nicht haben will und lieber zum Gericht rennt – das verstehe ich einfach nicht. Und hätte es richtig gefunden, wenn das Gericht dasselbe Unverständnis gezeigt hätte.
Direkt gegenüber meiner Bleibe steht ein gelber Postkasten.
Dort entsorge ich seit Jahren das unverlangt eingeworfene eingeschweißte Werbezeugs.
Da ich dort mehrmals täglich vorbeigehe, ist das kein Aufwand.
redegewandtheit fällt mir dazu noch ein.denn: so wie es ortsüblich ist,kommt jede woche der selber mann oder die selbe frau die dieses prospekt austrägt.man kann doch mit denen reden….
ihnen sagen,bitte in unser haus keine prospekte abgeben und die merken es sich und schon bekommt man keine werbung mehr.diese art funktioniert bei uns seit jahren!
ein weiterer aspekt wäre die überall kostenfreie bereitstellung der BLAUEN TONNE.wenn es eben einen nicht passt,einfach in die blaue tonne das papier werfen…..
@maka: Professionell ist das nicht gerade.
Kunden hat man nett zu behandeln, unabhängig ob die nett, "normal" nett, oder Arschbacken sind. Briefe zurückgehen zu lassen weil einem jemand unsympathisch ist, ist ja schon regelrecht pervers. :|
Ich selbst hab mit den Briefträgern bei mir auch nur dreckige Erfahrungen gemacht. Einwurfkarte wird mal eingeworfen wenn ich Zuhause bin, ohne das geklingelt wurde.
Dann werden mal einfach Laptops im Wert von ~1600€ vor die Wohnungstür gestellt wenn ich ein Wochenende gar nicht Zuhause bin. In einem Mehrparteienhaus wo noch 7 andere Wohnungen drin sind. Was bin ich froh, dass die niemand geklaut hat.
Das "Keine Werbung" Schild wird auch ignoriert (nur beim Einkauf Aktuell und bei Kirchenrundschreiben, obwohl ich konfessionslos bin, alle anderen, Dönerbuden inklusive, halten sich dran).
Einmal hab ich einen unausgefüllten Abholschein im Briefkasten liegen gehabt und durfte mich dann knapp ne Stunde in der Filiale herumärgern bis ich mein Paket hatte.
Was ein Unfug alles.
@J. S.:
Es gibt mehrere, absolut rationale Gründe, warum man vielleicht keine Prospekte möchte:
1) Man kauft tatsächlich nur in einem bestimmten Geschäft ein. Wildes herumfahren für jedes Schnäppchen kann unter dem Strich teurer sein.
2) Man muss eine Gebühr für die Entsorgung von Müll entrichten, platzt die eigene Tonne mit unerwünschter Werbung aus den Nähten betrifft das unter Umständen den eigenen Geldbeutel.
3) Werbung die nicht gelesen wird, ist absolut unnütz und belastet die Umwelt. Da das Drucken dieser auch Geld kostet, führt eine Ablehnung von Werbung zu geringerer Produktion dieser.
4) Ist man im Urlaub kann es dazu kommen, dass diese Prospekte den eigenen Briefkasten verstopfen und sinnvolle Post nur noch gequetscht in den Briefkasten passt, bzw. überhaupt nicht mehr.
5) Die Informationen in kostenlosen Zeitungen können aus der eigenen Sicht tatsächlich irrelevant sein, beispielsweise habe ich die Zeit abonniert, was will ich da mit einer Zeitung, die nur Lokalthemen behandelt und das noch auf Boulevardniveau?
Ps:
Du redest davon, dass die Deutschen Weltmeister im Meckern sind. Ironischerweise scheint Dir dabei gar nicht aufzufallen, dass Du selbst am meckern bist.
Zum Thema selbst:
Ich habe einen Aufkleber mit "keine Werbung", wobei das in diesem Fall natürlich nicht gegangen wäre.
@paule t.: Schön und gut.
Der Gesetzgeber wird den Unfug sicher nicht beenden, da hängen ja tausende bestbezahlter Arbeitzplätze dran. Wenn das Ganze durch Auflagen durch Urteile zu riskant und damit zu teuer wird, soll's mir recht sein.
@mike: Inwiefern sind Kassierer den "popelig"?
@Halconnen:
Behaupten, nie erhalten zu haben (dürfte ja keiner unterschrieben, also haftet Zustelldienst (was bei einem Laptop (also in nem Paket) allerdings kaum "die Post" sein dürfte, sondern vermutlich eher DHL oder vergleichbarer Paketdienst)), schon ist die Redewendung "sonst stehen nachher zwei da" im Wortsinne zu verstehen…
Leider fällt dieser Müll als Postwurfsendung nicht unter Werbung. Bei mir wird dieser Müll jedenfalls gerne von der Post trotz Aufkleber am Briefkasten entsorgt. Zum Glück ist die nächste gelbe Mülltonne der Post nicht so weit weg :-)
@Holger:
Natürlich fällt "Einkauf aktuell" entweder unter "Werbung" oder "Gratiszeitung". Hat man einen Aufkleber, der beides verbietet, muss sich die Post daran halten. Vielleicht muss man sie daran erinnern – ich musste einmal anrufen, aber dann war die Sache geklärt.
Genauso wenig, wie ich verstehe, warum der Kläger des diskutierten Falls nicht einfach einen Aufkleber einen Briefkasten macht, verstehe ich nicht, warum sich offenbar so viele hier die Mühe machen, das extra zu einem Briefkasten zu tragen (und so der Post unnötige Arbeit zu verursachen, was ich als Postkunde auch nicht gut finde), nur um mal der Post ans Bein zu pinkeln, statt die Sache unkompliziert zu klären.
@paule t.:
Also wenn deine Wohnungstür mal offen stehen sollte darf ich mir dann mal ein paar Sachen ausleihen? Du hast ja nicht gesagt das dich das stört.
Und Werbung wird nun einmal von einem Großteil der Menschen als Belästigung empfunden vor allem wenn man für das ertragen dieser nichts bekommt.
Ich lese hier immer, einkauf aktuelle sei eine unadressierte Postwurfsendung. Soweit ich mich erinnern kann steht da "An die Bewohner des Haushaltes Musterstraße 1 44444 Musterhausen" drauf. Der Post ist es daher durchaus zuzumuten den Empfänger auch ohne "Keine Werbung" Aufkleber auszusortieren.
@Olli:
Häää???
Liest eigentlich jemand, was ich schreibe, bevor er auf mich antwortet?
Natürlich verstehe ich es, wenn jemand Werbung als Belästigung empfindet. Ich ja auch, deswegen habe ich besagten Aufkleber, deswegen bekomme ich keine Werbung.
Was ich nicht verstehe, ist, wenn Leute sich über Werbung ärgern, diese aber nicht über den einfachen Weg per Aufkleber verhindern, sondern unbedingt einen komplizierteren Weg wählen wollen. Oder gar die Werbung gar nicht verhindern, sondern sich und der Post unnötige Extraarbeit machen, indem sie es in den Postkasten werfen. Beides empfinde ich als wirklich garstiges Querulantentum.
Unadressierte Werbung ist nun mal erlaubt (im gegensatz dazu, in meiner Wohnung ungefragt Dinge auszuleihen). Wenn das geändert werden soll, muss das auf gesetzgeberischem Weg geschehen – man könnte ja zB eine Petition dazu machen, wenn einen das so sehr stört. Das persönliche Ärgernis kann man ja jederzeit sehr einfach abstellen, eben per Aufkleber plus evtl. ein Beschwerdeanruf.
@paule t.:
Ja ich habe es gelesen.
Und du hast nun einmal auch die Wahl nur bestimmten Anbietern zu verbieten ihre Werbung reinzuwerfen.
Wenn die das nicht gebacken bekommen ihr Problem.
Jeden Samstag freue ich mich über einkauf aktuell. Ich schau mir meist nachmittags gemeinsam mit meiner Freundin die Prospekte, oft kommen einige Angebote direkt auf den Einkaufszettel.
Ein sinnvolleres Urteil wäre es doch gewesen, Postwurfsendungen als Werbung einzustufen (genau das sind sie doch) und die Post zu verpflichten, sich daran zu halten. Wer hier fordert das für Verteiler für jede Werbesendung Listen führen, ist einfach nur realitätsfern. Es muss in einer Marktwirtschaft möglich sein Werbung zu verschicken, wenn man sich dabei an die "keine Werbung" Aufkleber hält. Verstehen kann ich aber den Ärger der Leute, die so einen Aufkleber haben, aber trotzdem zugemüllt werden.
@Paul:
ABER NICHT JEDER HAT NE FREUNDIN; OKAY?
irgendwie geht in den meisten Beiträgen unter, dass der Kläger ja selektiv Werbung verbieten will. Also Dönerbude, Muckibude, Metzgerei: ja, einkauf aktuell: nein. Im Extrem wähle ich dann telepizza ja, HalloPizza nein, McDonalds ja, Burger King nein, etc…?
Deshalb meine Meinung: ganz oder gar nicht.
Nochmal, mein Hinweis von oben: die Post ist, abgesehen von der enthaltenen "Programmzeitschrift", doch nur der Austräger dieser Prospekte. Früher wurde bei uns z.B. die real,- Werbung von Schülern, Rentnern, Hausfrauen ausgetragen, heute ist sie Bestandteil von einkauf aktuell. Ebenso der örtliche Baumarkt. Was ist so schlimm daran, dass die Werbung jetzt per Post kommt?
Und nochmal für die, die jetzt sagen "die ganze Werbung ist sch…": es geht letztlich darum, ob einzelne Werbende daran gehindert werden sollen/können, ihre Werbung einzuwerfen, NICHT darum, ob ungefragt Werbung allgemein eingeworfen werden darf!
@Rallemann:
Auch das sollte möglich sein (auch wenn das sicher nur die wenigsten Leute so selektiv sehen). Bastelt man sich halt einen "Kein 'Einkauf Aktuell'"-Aufkleber. Oder was auch immer man gerade nicht haben will.
@Werbefans: Bastelt euch doch einfach "Werbung, ja bitte" Schilder…
So einfach wäre Opt in.
Komisch das diese einfache und unweltfreundliche Lösung von der Werbwirtschaft nicht von sich aus angeboten wird und merkwürdig, dass die preis- und markenbewußten Verbraucher die diese Gratis-Serviceleitsung haben wollen, nicht von allein auf diese Idee kommen können. [/sarkasmus]
@schredder66: Da sie ja gerade so schön darauf hingewiesen wie "nicht schlimm" das ganze ja eigentlich ist, haben sie ja bestimmt auch kein problem damit wenn ich meine müllentsorgung zu ihnen outsource oder?
Dann dürfen sie einmal die woche ein bisschen papier und restmüll vor ihrem briefkasten finden den sie dann nur in die entsprechende behältnisse (deren leerung sie zahlen) entsorgen müssen.
Aber laut ihrer Aussage ist das ja alles kein problem für sie und für mich wäre das eine ziemlich profitable geschäftsidee.
Viel erstaunlicher finde ich ja wie einige personen hier je nach fall mal "alle 5 gerade sein lassen" oder eben nicht…
Geht es um einen polizisten der scheisse gebaut hat wird hier ganz laut geschriehen "na der ist auch unschuldig bis anders bewiesen!" und "das muss hier alles streng nach regeln und gesetz laufen davor wissen wir garnich was is!".
Geht es aber darum das bürger von megakonzernen mit unerwünschtem müll gegängelt werden und diese sich dann auf entsprechendem wege wehren heisst es das wäre übertrieben und man soll sich nicht so anstellen.
Aber der durchschnittliche deutsche beamte hat kein problem damit seine gesamten "befugnisse" bis ins kleinste detail auszureizen und bei bedarf so auszulegen wie es ihn gerade in die situation passt. Damit irgendwann auch der letzte "bürger" noch checkt wer der chef im lande ist…
@Densor:
Für die Entsorgung Ihres Mülls dürfen Sie selbst sorgen – meinen Müll weiss ich selbst zu entsorgen.
Und wenn Ihnen und anderen Werbeverweigerern diese verbrecherischen Megakonzerne so dermaßen auf den Müllsack gehen, dann verklagen Sie sie doch.
Weshalb auf den Überbringer der schlechten Nachrichten schiessen, wenn der Urheber genauso einfach zu packen ist?
"Für die Entsorgung Ihres Mülls dürfen Sie selbst sorgen – meinen Müll weiss ich selbst zu entsorgen."
Und das ist doch der punkt, ich habe niemals werbung gewünscht von daher ist das nicht mein zeug sondern der müll eines fremden der sich plötzlich in meinem briefkasten befindet.
Das ist an sich schon unverschämt genug, dreist wird es allerdings wie selbstverständlich sie erwarten das ich nun für die entsorgung dieses mülls aufkommen soll.
Ich weiß ja nicht wo sie leben und wie sie für gewöhnlich ihren müll entsorgen. Aber dort wo ich wohne wird der müll streng getrennt und die meist recht kleinen tonnen werden eben nur einmal im monat abgeholt. Extra abholungen oder tonnen kosten dann auch dementsprechend extra geld…
Wenn nun allerdings meine papiertonne schon nach 2 wochen voll ist weil inzwischen jeder depp meint werbung/flyer verteilen zu müssen dann bleibe am ende ICH auf den kosten und dem problem hocken.
Da ist ja wohl verständlich das ich die "schmeiss halt einfach weg" lösung nicht gerade sinnvoll finde.
Einfach mal bedenken das nicht jeder im mehrparteienhaus mit großer gemeinschaftstonne lebt oder seinen müll gratis im im wald entsorgen kann. In vielen kommunen ist müllentsorgung inzwischen ein richtig teurer und komplizierter spaß…
Bei uns hält sich zumindest die Post bei "Einkauf Aktuell" an die "Bitte keine Werbung"-Hinweise, im Gegensatz zu diversen Bringdiensten.
Bei uns im Haus gibt es sogar einige Meiter die neben dem Bitte keine Werbung Aufkleber einen Hinweis "Einkauf Aktuell-Ja Bitte" hängen haben.
Bei Windeln oder Waschmittel sind die Preisunterschiede teilweise so extrem, dass es sich lohnt auf Vorrat zu kaufen. In der Stadt sind die Wege auch nicht so weit, da ist es durchaus Sinnvoll sich einen Überblick über die Angebote zu verschaffen umd dann auf dem Heimweg kurz anzuhalten
Wir könntes es ja so machen wir in USA, da darf nur die Post in Briefkästen zustellen, alle anderen haben Plastiktüten die an die Tür gehängt werden. (Ja das thema ist hier auch schon erörtert worden)
Im Gegensatz zur Elektronischen Werbung ist die aus Papier aber mit mehr kosten verbunden, dies bremst den Wildwuchs etwas, was bei E-Mail nicht der Fall ist/wäre.
Ich pfeffer den Kram immer in den nächsten (Post-)Briefkasten.
PostWurf Spezial – Der name ist Programm!
@ Waiwai
Ich kann ganz ehrlich gesagt nicht erkennen, daß ich hier oder bisher auf sog. sozial Schwächeren herumgehackt hätte. Falls Sie mich überhaupt meinten (was aber so aussieht).
Daß Anzeigenblätter nicht als Werbung gelten, weiß ich auch. Aber das ist ja gerade das Aberwitzige daran: Diese Blätter existieren ja nur, wie der landläufige Name bereits sagt, wegen ihrer Anzeigen. Und damit nicht genug: Die dort eingelegte Werbung sprengt oft alle Dimensionen. Es kommt hinzu, daß niemand diese Blätter bestellt hat (im Gegensatz zur Tageszeitung, die ich mir jeden Tag kaufe und wo ich die eingelegte Werbung akzeptieren muß, wenn ich sie auch bereits auf dem Weg aus dem Presseladen entsorge). Deswegen ist das von Ihnen angeführte Gerichtsurteil m. E. ein Fehlurteil ersten Ranges und letztlich eine Verhöhnung des Einzelnen, der solchen Werbemüll trotz eines "Keine Werbung"-Aufklebers in seinem Hausbriefkasten findet – völlig unabhängig davon, ob man jetzt die Austräger dieser Gratiszeitungen oder ihre Produzenten für den Mißstand (mit-)verantwortlich macht.
@Densor: "In vielen kommunen ist müllentsorgung inzwischen ein richtig teurer und komplizierter spaß…"
Papiermüll kostet (in den mir bekannten Kommunen) nichts! Im Gegenteil, hier hat die Stadt sogar dafür geworben, sich eine (freiwillige) Papiertonne hinstellen zu lassen, damit durch die Einnahmen aus dem Altpapierverkauf Einnahmen generiert werden können, die die Gebühren vermindern.
Hallo liebe Echauffierte!
Anzeigeblätter, "keine-Werbung-Aufkleber" etc. ist "am Thema vorbei – Sechs – setzen!".
Der Onkel Kläger will ja Werbung, nur eben nicht von der Post eingeworfene! Sonst könnt' er sich ja einen Aufkleber ans Käschtle pappen. Tut er aber nicht, weil er ja die von anderen als der Post ausgetragene Werbung sehr wohl lesen will. Also, Müllprobleme, Aufkleber, Anzeigeblätterhass, etc. gehören schlicht hier nicht hin.
Auch so, einfach einen Aufkleber anbringen und dann kriegt man die Post nicht? Dann ist mein Postzusteller vielleich Analphabet, denn ich finde die "Einkauf Aktuell" trotz Aufkleber immer im Briefkasten… Aber vielleicht ist das auch nicht zumutbar, bei der hohen Anzahl Briefkästen auf jedem zu schauen, ob ein Aufkleber drauf ist.
An meiner letzten deutschen Adresse gab es zwei Lokalzeitungen. Beide gaben und geben ein kostenloses Anzeigenblatt heraus. Beide Blätter wollte ich nicht haben, und hatte das auch an meinem Briefkasten (französisches Modell, kann Päckchen aufnehmen) vermerkt. Hat die Zusteller (nicht Deutsche Post) nicht interessiert.
Beschwerde bei den Vertrieben – fortan fand ich zweimal die Woche die Plastikbänder, mit denen die Zeitungsstapel zusammengebunden wurden, in meiner Papiertonne.
Erneuter Anruf bei den Vertrieben. "Das sind wir nicht, das sind die anderen." Ja, eure Sachen erscheinen Dienstag, die andren Donnerstag, und ich habe Dienstag UND Donnerstag den Plastikmüll in der Papiertonne. Geantwortet hab ich: "die hab ich schon angerufen, und die sagen, Sie sind das. Sorgen Sie einfach dafür, daß das aufhört, sonst gibts ne Anzeige wegen illegaler Müllentsorgung."
Meine Eltern hatten ihr Haus in derselben Stadt nur noch als Zweitwohnsitz und deshalb jeglichen Briefkasten entfernt; Post ging ja an den Erstwohnsitz. Beide Anzeigenblätter stapelten sich im Garten. Ich habe beim Vertrieb angerufen und mich beschwert. Da könne man nichts für, das wäre der Zusteller.
Daraufhin habe ich ihnen eine Frist gesetzt, bis zu der die Blätter wieder abgeholt zu sein hatten, anderenfalls eine Anzeige wegen unerlaubter Müllentsorgung fällig wäre, sowie eine Mitschrift dieses Telefonats an die konkurrierende Tageszeitung gehen würde.
Es hat keine 48 Stunden gedauert, und das Zeug war weg.
Allerdings hab ich da auch mal einen gelben Umschlag vom Amtsgericht gefunden, mit Niederlegungsurkunde, für jemanden, der mal in dem Haus gemeldet gewesen war, aber mittlerweile längst verzogen… da hab ich mich nicht getraut, den Gerichtsboten wegen unerlaubter Müllentsorgung zu bezichtigen…
Nachtrag, nur zur Verdeutlichung: der gelbe Umschlag vom Amtsgericht lag einfach irgendwo im Garten unter einem Busch, weil ja kein Briefkasten vorhanden ist. Gefunden hab ich den beim Laubharken. Und die Frist war vermutlich längstens abgelaufen.
Das erinnert mich daran, dass ich mir ja noch einen Aufkleber machen wollte. Hier sind doch sicher Juristen anwesend, was genau muss da drauf stehen, damit explizit wirklich NUR Post eingeworfen werden darf, die explizit an mich persönlich gerichtet ist? Keine „An-die-Bewohner-dieses-Hauses“-Scheiße, oder irgendwelche anderen Postwurfsendungen.
Ich hatte ganz gute Erfahrungen mit dem Beantworten der Angebote, indem ich einen Brief zurückgeschickt habe. Ohne genauen Absender und mit 10 Cent frankiert. Da geht dann der Postbote hin und verlangt das fehlenede Porto, die Firma zahlte es in der Hoffnung eine Kunden zu bekommen. GGfl. muss sie die Post in der Filiale abholen. Aufmerksamkeit garantiert. Jedenfalls habe ich von denen nichts mehr bekommen. (Natürlich klebt ein Aufkleber auf dem Briefkasten). Pizzadienste dürfen beim mir alles reinschmeissen, die sind irgendwie vogelfrei ;-) Habe ich für mich entscheiden. Aber Fitnessstudios und so. No way.