9.1.2012

Links 699

Bundespolizei: Hackerangriff mit familiärem Hintergrund

Wem gehören die Twitterfollower beim Jobwechsel?

Polizeifunk: NRW hinkt hinterher

Weißrussland fürchtet sich vor dem Internet

“Sämtliche anderen Fotos können Sie aus Ihren Archiven entfernen”

Der Typ mit dem Siegelring

19 Kommentare zu “Links 699”

  1. hiro meint: (9.1.2012 um 19:36) AntwortenReply to this comment

    Bundespolizei: Ich stelle mal die These auf, daß der Hacker streng zur Rechenschaft gezogen wird und der Polizist, der vertrauliche Daten nicht asureichend gesichert hat, dafür eine Belobigung bekommt. Wer wettet dagegen?

    Twitterfollower: Social Media-Experten zanken sich also mit ehemaligen Managern um den Wert von heißer Luft. Na sowas.

    Polizeifunk: Ist doch schön, daß nach einer kurzen Studie die Ungefährlichkeit des Digitalfunks nachgewiesen wurde. Beim Mobilfunk reden sich die sogenannten Experten ja immer noch damit raus, daß man Ungefährlichkeit eben nicht nachweisen kann.

    Weißrußland: Ein weiteres gutes Argument gegen Internet-Zensur. Wenn die Infrastruktur steht, wird sie mißbraucht. Und sage keiner, wir sind hier nicht in Weißrußland: Das halbe Grundgesetz basiert auf der Angst vor einer neuen Diktatur auf deutschem Boden. Haben nur alle vergessen. So ein Zufall.

    Fotos: Schon der zweite Artikel, in dem beschrieben steht, wie alltäglich Wulffs Anruf bei der Diekmann doch eigentlich war. Vielleicht kehrt jetzt endlich etwas Ruhe ein in die Kreise der hyperventilierenden Journalisten. Dann kann man vielleicht auch mal darüber nachdenken, ob es für die Branche wirklich wünschenswert ist, wenn Informanten haben müssen, daß ihre Anrufe 1:1 in die Öffentlichkeit getragen werden. Die basieren schließlich auf nichts als auf dem Vertrauensbonus. Na gut, wer vertraut schon der BILD – außer Wulff vielleicht.

    Siegelring: Irgendwie schwer vorstellbar, daß eine angehende Juristin das erste Staatsexamen besteht, die gutmütig alles unterschreibt, was irgendein Vertreter ihr vor die Nase hält. Aber vielleicht kommen Verträge und Gesetze und so langweiliges Zeug ja auch erst danach dran.

  2. Thomas B. meint: (9.1.2012 um 19:48) AntwortenReply to this comment

    Weißrussland fürchtet sich vor dem Internet

    Die übliche Hetze gegen den "Diktator" wieder.

    Im Grunde genommen tun die nichts anderes als unser Staat auch: Zensieren, sperren oder löschen lassen.

    Die Suchergebnisse zwischen Google.de und Google.at sprechen eine eindeutige Sprache.

  3. RA Kompa meint: (9.1.2012 um 19:48) AntwortenReply to this comment

    Zu "Der Typ mit dem Siegelring".
    Ich habe vor Jahren mal eine lustige Seite namens finanzparasiten.de gemacht, die jeder Google-begabte Mensch sofort finden sollte, wenn er mit diesen Firmen kontrahieren will … ;-)

  4. Heinz Handtuch meint: (9.1.2012 um 19:54) AntwortenReply to this comment

    Siegelring: Da zeigt sich mal wieder die Unsinnigkeit von (halb)-privaten Altersvorsorgen für Privatpersonen. Es gibt nur drei Prinzipien dabei:
    1. Geld ansparen: Man zahlt einen regelmäßigen Beitrag auf ein Versicherungskonto, das Zinsen abwirft.
    2. Risikowette: Stirbt man früh, kriegt man nur einen Teil des Geldes.
    3. Stirbt man spät, kriegt man mehr Geld.
    Verwaltungskosten: ohne Kommentar.
    1. kann man genauso einfach mit verschiedenen Sparkonten erreichen
    2. ist eine Wette mit der Versicherung. Da kann man auch Roulette im Casino spielen. In beiden Fällen gilt: Die Bank gewinnt.
    3. kostet einen nur Geld (im Artikel über 6000 Euro).

    Ergo: Statt Geld an eine Versicherung zu zahlen. Zahlt das Geld lieber auf ein zinsen bringendes Konto. Die Risikowette kann man mit 67 Jahren immer noch machen.

  5. Heinz Handtuch meint: (9.1.2012 um 19:56) AntwortenReply to this comment

    Edit: Das obere „3.“ gehört natürlich vor „Verwaltungskosten“.

  6. patrick meint: (9.1.2012 um 20:14) AntwortenReply to this comment

    Zu: Der Typ mit dem Siegelring:

    Das eigentlich Schlimme ist, dass es sich um eine akademische Führungskraft handelt, welche als Personalerin über Menschen entscheidet.
    Einer solch naiven Person kann man keine 100 € bedenkenlos anvertrauen.

  7. Schutzmann meint: (9.1.2012 um 20:16) AntwortenReply to this comment

    So sieht der Schutz vor Pornografie in Deutschland Bayern aus:
    Weil ein 14-Jähriger seinen Mitschülern anstößiges Filmchen auf seinem Handy zeigte, muss er nun Sozialstunden ableisten:
    http://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/Porno-auf-Handy-geladen-id18202111.html

  8. mannschutz meint: (9.1.2012 um 20:57) AntwortenReply to this comment

    @Schutzmann:
    das ist aber keine eigenart eines bestimmten bundesland, sondern eine strafvorschrift die in der gesamten brd greift
    http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__184.html

  9. stimmviech meint: (9.1.2012 um 21:06) AntwortenReply to this comment

    Darf man die im Tagesspiegel portraitierte Dame jetzt Sybille von Streisand nennen?

  10. GxS meint: (9.1.2012 um 21:19) AntwortenReply to this comment

    @Schutzmann:

    Es gibt einen Grund, warum das Minderjährigen verboten ist

    Der wird aber vom Richter nicht erklärt…
    Darum ist die Strafe für den Jugendlichen auch sehr lehrreich, in Bezug auf Rechtsstaat und so…

  11. Schrauberlehrling meint: (9.1.2012 um 22:30) AntwortenReply to this comment

    Der Artikel zum Polizeifunk klingt mal wieder nach Hersteller-PR.

    "Bislang arbeiten sie mit der veralteten Analogtechnik"
    Richtig ist: In vielen Bereichen wurden schon seit Jahrzehnten keine neuen Geräte mehr beschafft. Die gleiche Technik gibt es z.B. für den Bereich des Betriebsfunks frisch vom Hersteller.

    "Funklöcher, sogar im städtischen Bereich, machen die Kommunikation teilweise unmöglich"
    Funklöcher sind keine Besonderheit des Analogfunks, sondern liegen an einer mangelhaften Abdeckung mit Sendern oder ungünstigen baulichen Bedingungen. Beim Digitalfunk wird das schlechter (siehe z.B. die Ergebnisse in München).

    "Mit ihren alten Geräten können die Beamten letztlich nur mit der Leitstelle Kontakt aufnehmen – nicht mit Notärzten oder der Feuerwehr"
    Geräte der Polizei können auf alle BOS-Frequenzen geschaltet werden. In der Regel geschieht dies nicht, weil dann der Kontakt zu eigenen Kräften verloren geht.
    Das gilt aber auch für den Wechsel einer Gruppe im TETRA-Netz.
    Im Unterschied zu TETRA kann der Beamte vor Ort jedoch selbst auf einen anderen Kanal wechseln, während bei TETRA die Leitstelle das Gerät in die andere Gruppe nehmen muss.

    "Die Ersatzteile für den Analogfunk finden Sie vielleicht im Deutschen Museum"
    Ursache ist jedoch nicht die Verfügbarkeit der Technik, sondern die Beschaffungspolitik der öffentlichen Haushalte.

    "sei vor allem die Möglichkeit der Datenübertragung wichtig. Wenn ein Kind vermisst wird, bekommen die Beamten ein Foto des Kindes schnell in ihren Streifenwagen gesendet"
    Die Technik des jetzt neu gebauten Netzes verfügt nicht über die notwendige Bandbreite. Datenübertragungen in diesem Umfang wird es genauso wenig geben, wie ein schnelles Upgrade des Netzes auf eine höhere Bandbreite.

    "Auch Lagepläne bei Amokläufen könnten in Zukunft mit der digitalen Technik übertragen werden."
    Sofern nicht, wie in Norwegen geschehen, das Digitalfunknetz zusammen bricht…

  12. Schrauberlehrling meint: (9.1.2012 um 22:33) AntwortenReply to this comment

    hiro: "Beim Mobilfunk reden sich die sogenannten Experten ja immer noch damit raus, daß man Ungefährlichkeit eben nicht nachweisen kann."

    Der Negativbeweis ist de facto nicht möglich.
    Deshalb gibt es auch die Unschuldsvermutung.

  13. Bert meint: (9.1.2012 um 23:45) AntwortenReply to this comment

    Noch ein Linktip:

    http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2012/0109/sarrazin.jsp

    Sarrazins Deutschland – Wie eine Debatte das Land spaltet

  14. Schutzmann meint: (10.1.2012 um 00:49) AntwortenReply to this comment

    @mannschutz: In einem normalen Bundesland hätte der Richter es wahrscheinlich bei einer Ermahnung belassen.

  15. hiro meint: (10.1.2012 um 07:23) AntwortenReply to this comment

    @Schrauberlehrling:

    Der Witz ist ja gerade, daß für den Behörenfunk dieser Negativbeweis angeblich gelungen sei …

  16. IchWerSonst meint: (10.1.2012 um 10:26) AntwortenReply to this comment

    @patrick
    der Gedanke kam mir auch, besonders als ich las Sie würde freiwillig!!!520€ in die gesetzliche Rentenversicherung zahlen.

    Da fällt mir spontan das folgende(leicht abgeänderte)Zitat ein " Sie war Juristin und auch sonst von mäßigem Verstande"

  17. John Doe meint: (10.1.2012 um 11:27) AntwortenReply to this comment

    MLP – da war doch was. Ich erinnere mich an gesellige, abendliche Informationsrunden mit Schnittchen. Diese waren durchaus lecker. Unterschrieben wurde jedoch nichts, weder währenddessen noch danach. >:)

  18. Chrissrock meint: (10.1.2012 um 14:31) AntwortenReply to this comment

    MLP ist sowieso bei mir "durch". Nach dem sehr tragischen Krebstod einer Kommilitonin verweigerte die, über MLP abgeschlossene Lebensversicherung zu zahlen. Der Anlageberater hatte natürlich etwas anderes versprochen. Erst nachdem ein Examensjahrgang mit Kündigung aller MLP Verträge drohte, bewegte sich etwas.
    Wir gehen alle etwas blauäugig in diesen Angelegenheiten durch die Welt. Ich war auch so jemand, da will ich mich gar nicht ausschließen. Wenn mir aber ein Berater nicht auf dem Papier ausrechnen kann, wieviel Geld nach 10 Jahren Einzahlung herauskommt, kann er mir mit seiner gaaaanz tollen Anlageidee gestohlen bleiben.

  19. Spinnzessin meint: (10.1.2012 um 15:30) AntwortenReply to this comment

    Gestern Nacht kam eine sehr sehenswerte Doku über die Riester-Rente in der ARD:
    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=9216678

    Natürlich zu nachtschlafender Zeit, damit sie auch ja nicht zu viele sehen. ;-)

    So ein paar Highligts:

    -damit sich Riestern rechnet muss man oft über 100 werden

    -gesetzliche Rentenversicherung + riestern ist für die Arbeitnehmer teurer als einfach die gesetzliche Rente so zu erhöhen wie es ohne Riester nötig wäre

    -diejenigen die eine Zusatzrente am nötigsten hätten können sie sich gar nicht leisten und falls sie sich das Geld dafür doch vom Munde absparen erhöht es bei Kleinrentnern nicht die Rente sondern senkt nur die Zuzahlung zur Mindestrente vom Sozialamt. Wer wenig Verdient riester als nicht für sich sondern um dem Sozialamt später Geld zu sparen

    -lohnen tut sich Riestern nur für Besserverdienende, die es eigentlich gar nicht brauchen

    -statt's immer mehr Rentner durchfüttern zu müssen, müssen die zukünftigen Arbeitnehmer 'dank' Riester jetzt auch noch zusätzlich immer mehr Finanzparasi… äh Versicherungsfuzzis durchfüttern
    Dafür bekommen die Rentner zukünftig immer weniger…

    Und zu AWD, MLP und Co. sag ich jetzt mal lieber gar nichts, weil alles was ich dazu sagen möchte abmahnfähig wäre, aber sowas von abmahnfähig. ;-)

    Jedenfalls wundert es nicht wirklich, daß dieselben Leute die wirklich von Riester profitieren auch mit Politiker aller Parteien verbandelt sind… Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

    Wirklich sehenswert!

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