23.2.2012

Links 715

Italien darf Bootsflüchtlinge nicht zurückschicken

Beamter soll 5.000 Bücher gestohlen haben

Studie: Blitzer verhindern keine Unfälle

Social Seating

Dem Ankereffekt unterliegen auch Juristen

Sportmoderatorin: Nichts als Ärger mit einem Werbejob

19 Kommentare zu “Links 715”

  1. 5zjunge meint: (23.2.2012 um 19:34) AntwortenReply to this comment

    Ankereffekt: Was folgt daraus für den RA? Niemals selber ein Strafmaß nennen, dafür immer laut über Freispruch sinnieren, auch wenn der offensichtlich nicht gerechtfertigt ist.

  2. Andreas Moser meint: (23.2.2012 um 19:39) AntwortenReply to this comment

    Zu den Bootsflüchtlingen in Italien ist es bezeichnend, wie unterschiedlich die Flüchtlinge von unterschiedlichen Booten in Italien empfangen wurden und werden: http://andreasmoser.wordpress.com/2012/01/16/how-europe-welcomes-refugees/

  3. Jonas meint: (23.2.2012 um 19:41) AntwortenReply to this comment

    Social Seating:

    ich lasse mich auf Flügen lieber überraschen als daß ich quasi eine "Vorauswahl" treffen kann wer mir als potenzieller Gesprächspartner lieb ist.

    Außerdem ist das was man auf dem Papier ist lange noch kein Garant für eine interessante Unterhaltung. Auf einem Flug von Frankfurt nach Chicago habe ich einmal neben einem jungen deutschen Ingenieur gesessen der bei General Motors in Detroit nach eigener Auskunft mit der Entwicklung von Kfz-Fahrwerken zu tun hatte. Als Hobbyschrauber und Auto-Fan dachte ich mir, wow, das wird ein super interessanter Flug… da würde uns bestimmt nicht der Gesprächsstoff ausgehen… aber der Typ hat die Zeit trotz mehrerer Gesprächsversuche meinerseits lieber mit Zeitung lesen und pennen verbracht.

    Auf einem Inlandflug in den USA saß neben mir andererseits mal eine ältere Dame die als sie meinen deutschen Akzent hörte ganz begeistert erzählt hat daß sie Area Representative für eine Sprachreisenorganisation sei. Das sind Personen die sich vor Ort um Gastschüler kümmern. Was perfekt war weil ich auch in der Schule ein Jahr in USA war. Wir haben uns die ganzen drei Stunden unglaublich angeregt unterhalten.

    Will sagen – lieber überraschen lassen, manchmal trifft man ganz von allein sehr interessante Leute, wohingegen sich andererseits mancher vermeintlich interessante Gesprächspartner als Konversationsversager entpuppt.

  4. MonKei meint: (23.2.2012 um 19:43) AntwortenReply to this comment

    "Hamburg – Wohl jeder Autofahrer kennt das. Man fährt über Land, durchquert ein Dorf nach dem anderen. Dann das: Am Ortsende, die letzten Häuser sind schon lange passiert, vor einem liegt die leere Landstraße, man beschleunigt – und zack. Geblitzt. "

    Erst vor 2 Wochen so passiert. Schnelle 100 Öcken für den Stadtsäckel. Inklusive 45 Minuten in der Kälte warten, weil von der Polizei rausgezogen.

    Ich mein, okay, Blitzer die alle abgreifen die vorbeifahren, ich versteh's irgendwo. Aber dann zieht man halt nur den ersten raus, und nicht den zweiten der nochmal schneller fährt, oder den dritten…. und dann wird's schon sehr willkürlich. Genau wie die Bearbeitungsgebühren.
    Auch lustig sind Blitzer, die direkt hintereinander aufgestellt werden.

    Aber ich denk, bei so 'nem Zeug können noch so viele Studien gemacht werden, wer wo wie geblitzt wird – ändern wird sich nix.

  5. Macrokosmonaut meint: (23.2.2012 um 19:59) AntwortenReply to this comment

    Da bin ich aber froh, dass die Bootsflüchtlinge uns erhalten bleiben. Es gibt noch viel zu wenig no-go-areas für Deutsche. Aber das wird sich nun zum Glück bald ändern.

  6. Lexus meint: (23.2.2012 um 22:06) AntwortenReply to this comment

    @Blitzer: HÄ?

    Was ist das bitte für eine Logik?

    Feststellung 1: "FAHRANFÄNGER bauen MEHR Unfälle als ERFAHRENE Autofahrer"

    Feststellung 2: "FAHRANFÄNGER werden WENIGER Geblitzt als ERFAHRENE Autofahrer"

    Und aus den beiden Sätzen, zieht man tatsächlich die Schlußfolgerung, dass Blitzer die Unfallzahl nicht senken?

    In Badeseen ertrinken mehr Menschen als in Fützen.

    An Badeseen gibt es mehr Rettungsschwimmer als in Fützen.

    Schlußfolgerung: Rettungsschwimmer schützen nicht vor Ertrinken?

  7. Meckerer meint: (23.2.2012 um 22:19) AntwortenReply to this comment

    Für das SOCIAL SEATING bitte auch das Login angeben…

  8. zf.8 meint: (23.2.2012 um 22:27) AntwortenReply to this comment

    @Lexus:

    Ich denke ich kann das erklären, auch wenn ich momentan nicht an die Originalstudie dran komme.

    Die Behauptung "Blitzer verhindern keine Unfälle" wird in der Überschrift aufgestellt. Im Artikeltext und insbesondere in den Aussagen des Studienerstellers findet sie sich so nicht.

    Die Überschriften werden aber häufig nicht vom Verfasser des Artikels gemacht, sondern eine Ebene höher. (Ist jedenfalls das, was ich mal wiederholt in Büchern über den Alltag in Redaktionen gelesen habe.) Und dort orientiert man sich noch ein wenig mehr an der Schlagzeilentauglichkeit.

    Das erklärt m.E. sehr gut, warum zwischen Überschrift und Inhalt von Artikeln häufig eine gewisse Diskrepanz herrscht.

  9. Caldrin meint: (23.2.2012 um 22:33) AntwortenReply to this comment

    @Lexus: Das ist mir auch aufgefallen.
    Ich verstehe auch nicht, wie es Wegelagerei sein kann, einen Gesetzesverstoß zu bestrafen. Ist es auch Wegelagerei, wenn man einen Dieb verurteilt? Darf in Zukunft nur noch bei Einbrüchen in Einbruchsschwerpunkte ermittelt werden? Reicht es, wenn man beide Arme gebrochen hat, damit man Körperverletzungsschwerpunkt wird oder müssen auch beide Beine kaputt sein, bevor die Strafe nicht mehr Wegelagerei ist?

  10. Peter meint: (24.2.2012 um 01:58) AntwortenReply to this comment

    @Caldrin:
    Eine Beschränkung anzuordnen nur zu dem Zweck, Strafgelder einzutreiben. Wenn das keine Wegelagerei ist, was dann?

  11. Franzl meint: (24.2.2012 um 08:28) AntwortenReply to this comment

    @Lexus: Ich sehe da einen ganz einfachen Grund, warum Fahranfänger seltener geblitz werden, aber mehr Unfälle bauen:
    Wenn Sohnemann mit Papis Auto unterwegs ist und geblitzt wird. Da zahlt doch erstmal Papi und holt sich das Geld dann im zweifel vom Sohnemann zurück. Und schon ist laut statistik der Vater gefahren.
    Ist so im bekanntenkrei passiert: Sohn, noch in der Probezeit, zu schnell unterwegs, gab Punkte. Damit sich das nicht auf die Probezeit auswirkt, hat der Vater die Fahrt übernommen. Und das wird sicher kein Einzelfall sein.

  12. Caldrin meint: (24.2.2012 um 09:15) AntwortenReply to this comment

    @Peter: Herzlichen Glückwunsch, Sie haben soeben den Mielke-Award für maximalen Realitätsabstand gewonnen. Laut http://www.dvr.de/betriebe_bg/daten/unfallstatistiken144.htm von Januar bis November 2011 3.629 Verkehrstote, 1,8 Mio. Unfälle mit Sachschäden, 280.800 mit Personenschäden – das alles ist überhaupt kein Grund Verkehrsregeln aufzustellen und ihre Einhaltung zu erzwingen. Nein, der Grund für diese Regeln ist einzig und allein Strafgelder einzutreiben. So wie ja Körperverletzung nur verboten ist, um die Gefängnisse vollzukriegen.

  13. Granado meint: (24.2.2012 um 11:20) AntwortenReply to this comment

    @Franzl: "Fahranfänger seien vor allem nachts und an Wochenenden im Auto unterwegs, sagt Voss. Damit ihre Geschwindigkeitsübertretungen erfasst werden, müssten die Kontrollen viel stärker als bisher zu diesen Zeiten stattfinden."

  14. Granado meint: (24.2.2012 um 11:24) AntwortenReply to this comment

    Dann ist/war J.B. Kerner auch kein Journalist, der beim Öffentl.-rechtl. TV z.B. private Altersvorsorge zum Thema machte und gleichzeitig Werbeverträge mit Versicherungen hatte?

  15. Todd meint: (24.2.2012 um 12:24) AntwortenReply to this comment

    @Caldrin: Haben Sie Peter eigentlich mutwillig mißverstanden?

  16. leser meint: (26.2.2012 um 18:17) AntwortenReply to this comment

    Ein Kandidat für "Links 716":
    "Polizeikontrolle – in Panikraum im VW-Bus geflüchtet – 8 Std. ausgeharrt"

    http://www.frag-einen-anwalt.de/Polizeikontrolle-in-Panikraum-im-VW-Bus-gefluechtet-8-Std-ausgeharrt-__f176589.html

  17. Statistiker meint: (27.2.2012 um 20:27) AntwortenReply to this comment

    Gähn….. die Blitzer-Studie ist so blöd, da kapiert jeder Viertklässler, wie Meinung manipuliert wird…… Hat da jemand den ADAC gerufen, oder warum wird so ein Troll-Kram überhaupt veröffentlicht????

  18. Densor meint: (28.2.2012 um 11:26) AntwortenReply to this comment

    @Lexus: Auch wenn ich das ding nicht komplett gelesen habe soweit ich es mitbekommen habe war die logik hinter dieser Aussage:

    Am meisten geblitzt werden berufsfahrer, diese sind aber in der regel meist auch sichere fahrer mit einer niedrigeren unfallrate.

    Am wenigsten geblitzt werden offensichtlich fahranfänger bzw. gelegenheitsfahrer, aber diese sind dafür öfter für unfälle verantwortlich da sie wegen der mangelnden erfahrung und routine "unsicherer" fahren.

    Das deckt sich auch mit meiner persönlichen erfahrung in einem betrieb mit personal das täglich viele hundert km in dienstwagen zurück legt.

    Schwere unfälle haben wir nie, aber dafür haben wir regelmässig blitzerschreiben im briefkasten. 15€ mal hier, 15€ mal dort.. und jedesmal frage ich mich wo da der kosten nutzen faktor liegen soll wenn man sich überlegt was für ein riesiger bürokratie und verwaltungsaufwand hinter all dem mist steckt.

    Geblitzt wird nämlich meist nicht dort wo es wirklich "gefährlich" ist sondern in der regel dort wo es eben nicht gefährlich ist aber trotzdem geschwindigkeitsbegrenzungen bestehen. Dies verleitet routinierte fahrer welche die strecken kennen nämlich eher mal dazu 10-15 km/h drüber zu sein und schon kann sich das staatssäckel über mehr kohle und der polizist über eine noch bessere statistik freuen…

  19. Nennichnicht meint: (29.2.2012 um 10:07) AntwortenReply to this comment

    Kommunen neigen dazu, an einnahmeträchtigen Stellen blitzen zu lassen, während die (Landes-) Polizei die tatsächlich unfallträchtigen Stellen bevorzugt. Beide übrigens in wohlverstandenem Eigeninteresse: Die Kommunen haben kaum Ärger mit Unfallfolgen, kassieren aber die Gebühren für die Verwarnungen, während die Polizei von dem Geld nichts sieht, dafür aber ausrücken muß, wenn es gekracht hat. Daß die Studie diesen fundamentalen Unterschied camoufliert – die Polizei überwache den Verkehr in Absprache mit den Kommunen – sagt genug über ihre Gediegenheit aus. Erstaunlich ist, daß der Polizeigewerkschaftsvorsitzende Wendt das Spiel mitzumachen scheint.

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