Gutachten: Vorratsdaten helfen nicht bei Aufklärung

Nach einem aktuellen Gutachten des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht (MPI) in Freiburg  hat die Vorratsdatenspeicherung keinen messbaren Einfluss auf Aufklärungsquoten. Professor Hans-Jörg Albrecht, Direktor des Instituts und gesamtverantwortlich für das Gutachten, war am Mittwochvormittag zu Gast im Rechtsausschuss des Bundestags, um die Ergebnisse zu präsentieren. Auftraggeber des Gutachtens ist das Bundesministeriums der Justiz.

Ebenfalls für diesen Mittwoch wird Medienberichten zufolge die Bekanntgabe eines Ultimatums der EU-Kommission für Deutschland erwartet. Sie erwarte die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung binnen der kommenden vier Wochen, heißt es. Danach könne Deutschland ein Zwangsgeld drohen.

Vorangegangen war jedoch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts im März 2010, das die Umsetzung einer europäischen Richtlinie für verfassungswidrig und nichtig erklärt hatte. In der Regierungskoalition herrscht bislang Uneinigkeit über das Für und Wider der EU-Richtlinie. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) lehnt Angaben ihres Ministeriums zufolge die verdachtsunabhängige Speicherung der Verkehrsdaten aller Bundesbürger für sechs Monate ab.

Das MPI-Gutachten ist der Frage nachgegangen, ob Schutzlücken durch den Wegfall der Vorratsdatenspeicherung entstehen könnten. Ob diese immer wieder aufgestellte Behauptung tatsächlich zutrifft, haben Kriminologen in einer 270 Seiten umfassenden Studie auf Veranlassung des Bundesjustizministeriums eingehend untersucht.

Als Ergebnis ihrer Untersuchung etwa der deliktsspezifischen Aufklärungsquoten für den Zeitraum 1987 bis 2010 fassen die Autoren zusammen, dass der Wegfall der Vorratsdatenspeicherung nicht als Ursache für Bewegungen in der Aufklärungsquote herangezogen werden kann. Dieser Befund gilt insbesondere für die Bereiche der Computerkriminalität sowie der so genannten Internetkriminalität.

Das sogenannte Quick-Freeze-Verfahren, das als Kompromiss im Gespräch ist, wird laut Gutachten nicht als „taugliches Äquivalent zur Vorratsdatenspeicherung gesehen.“ In diesem Verfahren kann die Sicherung von Verkehrsdaten derjenigen Personen angeordnet werden, die einen hinreichenden Anlass dazu gegeben haben.

41 Gedanken zu “Gutachten: Vorratsdaten helfen nicht bei Aufklärung

  1. 1

    Brisantes in der Studie:

    [...]In diesem Zusammenhang wird vor allem auch darauf hingewiesen,
    dass hinter jedem kinderpornografischen Bild ein realer Missbrauch
    stehe, und dass demnach Beschränkungen im Zugriff auf IP-Adressen
    unmittelbar auf den sexuellen Missbrauch von Kindern zurückwirkten.
    So erklärte der Innenminister Schleswig-Holsteins, dass derjenige,
    der jetzt noch mit der notwendigen Gesetzgebung
    (Vorratsdatenspeicherung) warte, „unendliches, irreparables und
    lebenslanges Leid traumatisierter Kinder und Jugendlicher“ ignoriere.
    Die Annahme eines (kausalen) Zusammenhangs zwischen dem Aufkommen an
    sexuellem Missbrauch von Kindern, Herstellung von Kinderpornografie
    und Verbreitung
    sowie Besitz von Kinderpornografie ist aber nicht begründet.
    Nachvollziehbare Untersuchungen, dass ein solcher Zusammenhang
    bestehen könnte, gibt es nicht.
    [...]

    und noch heftiger:

    [...]Vereinzelt wird in Lageberichten zur IuK Kriminalität bzw. in
    Auswertungen von Kinderpornografieverfahren darauf hingewiesen, dass
    ein laufender Missbrauch von Kindern habe beendet werden können. Für
    2008 teilt das LKA Baden-Württemberg einen solchen Fall für
    Niedersachsen mit, bei einer Zahl von etwas mehr als 1000 initiierten
    Verfahren wegen der Verbreitung von Kinderpornografie. Dies heißt,
    dass sexueller Missbrauch in Verfahren wegen der Verbreitung von
    Kinderpornografie als Zufallsfund gelten kann, keineswegs geht es um
    eine quantitativ erhebliche oder Schutzlücken indizierende Zahl von
    Fällen (angesichts von knapp 11.000 registrierten Fällen des
    sexuellen Missbrauchs pro Jahr im Bundesgebiet).
    [...]

    ab Seite 93 in http://vds.brauchts.net/MPI_VDS_Studie.pdf

    D.h. für mich dass diverse Argumente die angeführt werden, warum
    diese Bilder unter allen Umständen verfolgt werden müssen, greifen
    nicht mehr….
    Zum einen finden sich bei den Konsumenten die bei den diversen
    Aktionen von Wonderland, über Marcy bis Smasher aufgeflogen sind
    anscheinend verdammt wenige reale Täter (d.h. Missbraucher) die ihre
    eigenen oder gar fremde Kinder missbrauchen (ich reite hier mal nicht
    auf der Haarspalterei herum, dass der Begriff Missbrauch auch einen
    Gebrauch einschließt) oder gar noch weniger Produzenten. Und zum
    anderen versagt auch die “Appetit auf Mehr”-Argumentation d.h. Konsum
    dieser Bilder führt zu realem Missbrauch bzw. um korrekt zu sein
    “sexualisierter Gewalt” im Sinne des §176 un f.f. StgB-Komplexes.

    Sehr provokant gesagt würde man bei einer Ermittlung in einer Schule
    von einem sozialen Brennpunkt wahrscheinlich eine genauso große
    Trefferanzahl (§176 und Co.) haben, als wie unter den bei den
    diversen Aktionen aufgeflogenen Konsumenten.

    Nur dann frage ich mich was bleibt von den Argumenten die das
    Besitzverbot, die Verfolgung als Offizialdelikt, die Verfolgung der
    Downloader usw. begründen noch übrig?

    Okay, ketzerische Frage…nur ich denke z.B. an “Happy Slapping” oder
    an das Video von einem der Typen der in der Schule auf Rachefeldzug
    (auch fälschlich Amoklauf genannt) ging. In dem Video (wie schon
    öfter geschrieben) zeigte jemand wie in eine Limoflasche (mit noch
    etwas Limo) hinein gepisst wurde und diese später zum Trinken dem
    später “amoklaufenden” Typen gegeben wurde, wovon er auch trank….

    Um z.B. gegen die Verbreitung vorgehen zu können muss nun das dortige
    Opfer erst einmal wissen wo es verbreitet wird d.h. keine Polizei
    geschweige denn Staatsanwaltschaft wird den Hintern hochbekommen und
    von sich aus ermitteln. Ferner kann er nur die aktuelle Verbreitung
    verhindern, die Daten der Leute die darauf zugegriffen haben wird er
    nicht bekommen, geschweige dass bei den Leuten eine Hausdurchsuchung
    erfolgt.

    D.h. bei anderen Vorfällen bzw. über 14 (bzw. über 18 wegen
    §184c)schaut ein Opfer in die Röhre, obwohl doch vor dem Gesetz alle
    Menschen gleich sein sollten….

    Der andere Punkt ist auch, dass diese Verfolgung der Bilder meiner
    Ansicht nach ein Schlag in das Gesicht sämtlicher Opfer ist, die das
    Pech hatten, dass von ihnen keine Bilder und/oder Videos gemacht
    wurden….wie ist da eigentlich der Einsatz von diesen ganzen Mitteln
    (Human-Ressourcen, finanzielle und technische Mittel) zu
    rechtfertigen, wenn unter 1000 Konsumenten ein realer Täter erwischt
    wird und es zugleich 11000 registrierte Fälle des sexuellen
    Missbrauchs pro Jahr im Bundesgebiet gibt?
    Zusätzlich aber auch noch bei den Therapieangeboten für Opfer und
    Täter, den Präventivangeboten für Täter, der Kinder- und Jugendarbeit
    (Broken-Home Familien, Kinderstrich (wegen Kohle)), Betreuungsplätze
    (im Fall des Falles) usw. der Rotstift angesetzt wird?

    http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Da-ist-noch-mehr-brisantes/forum-220666/msg-21355822/read/

    bombjack

  2. 2

    1. Das Gutachten wurde schon vor fast 2 Monaten geleakt. Siehe z.B. bei internet-law v. 27.1.
    Inzwischen gab es auch eine Diskussion darüber, ob dieses 2. Gutachten bestellt wurde, weil die Ergebnisse des 1. Gutachtens der Frau Bundesministerin nicht genehm waren.
    Ach ja, es soll wohl die Kommission heute der Bundesrepublik eine Frist von 4 Wochen für die Umsetzung der VDS-Richtlinie setzen (laut SZ).

    2. Dass die VDS vollkommen überflüssig ist, weil sie nicht bei der Aufklärung von Straftaten hilft, zeigt sich gerade wieder bei dem “drive-by-Mörder” aus Frankreich:

    “Die Ermittler kamen dem 24-Jährigen laut Guéant via Internet auf die Spur. Der erste Soldat, der getötet wurde, wollte sein Motorrad verkaufen – und geriet so offenbar an seinen Mörder. Ermittler konnten die identifizierte IP-Adresse einem Computer der Mutter des Verdächtigen zuordnen. “Das hat bei den Ermittlungen die Wende eingeleitet”, sagte Guéant, der sich ebenfalls am Einsatzort befindet. ” (heute bei SPON)

  3. 3

    @klabauter:

    Aha…und darum müssen die Daten 6 Monate gespeichert werden? Das was Du da im Punkt 2. beschreibst ist keine VDS sondern die normale Polizeiarbeit, da braucht es keine VDS.

    bombjack

  4. 4

    @klabauter:
    “Ermittler konnten die identifizierte IP-Adresse einem Computer der Mutter des Verdächtigen zuordnen.”

    Das kann ebenso gut heißen, dass der Verdächtige – der ja noch nicht als überführt gilt – vom Computer seiner Mutter aus mit dem Ebay-Konto seiner Mutter selbiges Motorrad zu erwerben versuchte (auf welchem Wege der Soldat es verkaufen wollte, steht da ja nicht), und dass ein gestriger Login mit diesem Konto bei Ebay eine IP hervorbrachte, die sich zum Computer der Mutter zurückverfolgen ließ. Das wäre kein Fall von Vorratsdatenspeicherung und könnte folglich diese auch nicht als Erfolg begründen…

  5. 5

    Bei mehreren anderen schon lange fehlenden EU-Richtlinien-Umsetzungen hat die BRD offenbar keine Angst vor Sanktionen, z.B. im Arbeitsrecht!

  6. 6

    @klabauter:
    Daß es Fälle gab, gibt und geben wird, in denen die VDS hilfreich ist wird wohl niemand ernsthaft bestreiten. Letztlich ist es halt eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Und wenn der tatsächliche Nutzen im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegt ist es eben nicht angemessen, deswegen die Kommunikation von rund 80 Mio. Menschen zu überwachen (resp. ca. 500 Mio. Menschen EU-weit).

  7. 7

    Das MPI-Gutachten ist der Frage nachgegangen, ob Schutzlücken durch den Wegfall der Vorratsdatenspeicherung entstehen könnten.

    Ist ja auch eine schöne Formulierung. Wie können Schutzlücken durch etwas entstehen, was es vorher nicht gab?
    Finde ich auf jeden Fall schon wieder suggestiv.

  8. 8

    blöd nur, dass es wie immer keinen interessieren wird und deswegen wirds einfach TROTZDEM gemacht *BASTA*

  9. 9

    @Martin: »Wie können Schutzlücken durch etwas entstehen, was es vorher nicht gab?«

    • Die Vorratsdatenspeicherung gab es in Deutschland nur kurz. Im Januar 2008 trat das zugehörige Gesetz in Kraft, mit dem eine EU-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt und deutlich ausgedehnt wurde. Doch erließ das Bundesverfassungsgericht schon im März 2008 eine einstweilige Anordnung, wonach Daten zwar gespeichert, aber nur bei schweren Straftaten an Ermittler weitergegeben werden durften.

    • Im März 2010 kippten die Karlsruher Richter auf eine Massenklage von 35.000 Bürgern das Gesetz komplett, weil sie das vom Grundgesetz geschützte Fernmeldegeheimnis verletzt sahen. Sie ordneten die unverzügliche Löschung aller bis dahin gesammelten Verbindungsdaten von Telefonkunden und Internetnutzern an. Allerdings erklärten die Richter auch, dass die Vorratsdatenspeicherung nicht schlechthin verfassungswidrig sei. Nötig sei ein völlig neues Gesetz. Dafür machte das Verfassungsgericht strenge Auflagen. Die EU fordert weiterhin, dass die Richtlinie auch in Deutschland umgesetzt wird.

    http://www.spiegel.de/thema/vorratsdatenspeicherung/

  10. 10

    Wieso tun sich die Gegner der VDS eigentlich so schwer damit, die einfachsten Zusammenhänge zu verstehen? Alle die sich dabei filmen oder fotografieren lassen wie sie kleine Kinder ficken machen das doch nicht aus purem Spaß! NEIN, die machen das NUR weil sich dieses Material hinterher so einfach im Internet verteilen lässt und man damit Unmengen an Geld verdienen kann. Wenn man ihnen diese Möglichkeit jetzt nehmen würde bräuchten diese bedauernswerten Individuen keine Kinder mehr ficken und könnten sich andere Ideen überlegen, um reich zu werden. Pfff, als ob die alle Kinder ficken würden, weils Spaß macht… Sperrt einfach alle weg, die sich so Zeugs anschauen, und keiner missbraucht mehr Kinder…

  11. 11

    Der genannten Studie haftet mir ein zu starkes Etiket “gekauft” an. Ich würde es vermeiden, diese als Begründung pro oder contra zu verwenden.
    Aber wer daran glauben wiil, manchem passt sie ja auch gut (zu gut?) ins Bild

  12. 12

    @Icke_: Nur weil Sie gerne einfache Zusammenhänge hätten, bedeutet es nicht, dass es auch richtig ist, was Sie da vor sich hin fabulieren:
    Es ist völlig falsch, dass Kinderpornografie produziert wird um damit Geld zu verdienen.
    Es ist auch falsch, dass Kinderpornografie primär produziert wird, um sie über das Internet zu verteilen.
    Genauso falsch ist es, dass die Nachfrage nach Kinderpornografie irgendein einen Angebotsmarkt befeuern würde in dem dann immer mehr und mehr Kinder missbraucht würden.
    Das sind alles Mythen. Und alles wurden im Zuge der Kinderpornografiesperrdebatte widerlegt.

    @bombjack:

    „unendliches, irreparables und
    lebenslanges Leid traumatisierter Kinder und Jugendlicher“

    Und weil ich gerade von Mythen sprach: Das lebenslange, unendliche Leiden von durch sexuellen Missbrauch traumatisierten Kindern ist ebenso Mythos. Eine lebenslange Traumatisierung verbunden mit unendlichen Leid ist auch bei sexuellem Missbrauch die Ausnahme nicht die Regel.
    Ebenfalls wissenschaftlich untersucht und belegt, z.B. in “Trauma Myth”: http://www.amazon.com/Trauma-Myth-Sexual-Children-Aftermath/dp/046501688X

    Da sieht man wie sehr man den Worten eines Innenministers trauen kann.

  13. 13

    @Icke_: Dumm nur, dass rund 98% der im Netz kursierenden Kipos der Polizei schon bekannt sind. Im Sinne von: “genau das stand früher schonmal im Netz”.

    Die Kipo-Industrie, die von Frau von der Leyen und ähnlichen Gestalten gerne als Argument pro VDS genommen wird, gibt es schlichtweg nicht.

    So schlimm die bloße Existenz der Kipos ist, so schlimm die Opfer auch gelitten haben mögen, so verschwindend gering ist die Zahl (neuer) Missbräuche, die dann abgefilmt und ins Netz gestellt werden, von einer industriellen, gewinnorientierten Produktion ganz zu schweigen. An einem alten Knochen ist kein Fleisch mehr, aber an einem alten Foto können sich ganze Generationen “erfreuen”.

    Ich hoffe, du verstehst, worauf ich hinauswill.

  14. 14
  15. 15
  16. 16

    @M:

    Das ist 1 wissenschaftliche Untersuchung, mehr nicht.

    Ich schlage vor Sie lesen das Buch, dann verstehen Sie den Unterschied zwischen einer wissenschaftlichen Arbeit und den Einzelfallschilderungen in den von Ihnen angebotenen Links.
    Sie sind nicht die erste Person, die versucht die wissenschaftliche Arbeit und die Ergebnisse von “The Trauma Myth” zu erschüttern. Es ist aber auch den wissenschaftlichen Kollegen der Autorin nicht gelungen. Was aber auch kein Wunder ist, schließlich beschäftigte sie sich fast 10 Jahre mit dem Thema und führte hunderte Interviews.
    Als Researcherin an der Harvard Universität dürfte es schwer fallen ihr Unwissenschaftlichkeit zu unterstellen.
    Auch wenn einem die Ergebnisse vielleicht nicht gefallen: Ein lebenslanges Leiden oder gar ein Trauma ist bei sexuellem Missbrauch die Ausnahme.

  17. 17

    Schutzlücke: “[...] Nur schützen kann sie vor nichts und niemandem. Bestenfalls vereinfacht sie im Nachhinein die Strafverfolgung. Das ist selbstverständlich prima, aber ohne die Chance zu schützen, also Unheil zu verhindern, kann sie natürlich auch keine Lücke schließen. Falls es die denn gäbe. Im Gegenteil: die Vorratsdatenspeicherung Mindestspeicherdauer Mindestdatenspeicherung Datenhortung reißt Lücken – in die Grundrechte. [...]”
    http://neusprech.org/schutzluecke

  18. 18

    >>Ein lebenslanges Leiden oder gar ein Trauma ist bei sexuellem Missbrauch die Ausnahme.<<

    Für Sie ist es das. Ich lasse Sie weiterhin an Ihre "Mythen" glauben.Wäre nicht das erste Mal, dass es so etwas gibt.

    Wissenschaftliche Studien gibt es scheinbar genug, dass sagt nichts über dessen Seriösität aus. Fachmänner/frauen anscheinend ebenfalls.

  19. 19

    @studioso:

    Genau.

    Ist halt eine bestellte Studie. Ich bin sicher, der Innenminister kriegt auch sowas hin, für seine Sicht der Dinge.

  20. 20

    Wissenschaftliche Studien gibt es scheinbar genug, dass sagt nichts über dessen Seriösität aus. Fachmänner/frauen anscheinend ebenfalls.

    Aber irgendwelche Links zu irgendwelchen Foren tun es?
    Sie haben das mit der wissenschaftlichen Seriösität nicht verstanden.

    Vorhin posteten Sie noch:

    Das ist 1 wissenschaftliche Untersuchung, mehr nicht.

    Sehr widersprüchlich.

    Ich lasse Sie weiterhin an Ihre “Mythen” glauben.

    Sehr gnädig. Sie haben einfach keine Argumente. 2 kopierte Links reichen eben nicht.

  21. 21

    Dass die typische Vorratsdatenspeicherung für rechtschaffene Kriminalitätsbekämpfung nichts wesentliches bringt, sondern vielmehr in der Realität nur eine unendliche Spielwiese für Mißbrauch vom Amt bietet, ist natürlich im allgemeinen auch meine Meinung und Befürchtung und das ist ja auch fast völlig offensichtlich.
    Wo ich aber nun doch sehr überrascht bin, ist, dass diese MPI-Studie offenbar auch befindet, dass dieser vernichtende Befund “insbesondere auch für die Bereiche der Computerkriminalität und Internetkriminalität gilt” (sinngemäß so ungefähr aus obiger Themenstelllung zitiert).

    Denn um beispielsweise online-Kreditkartenbetrüger dingfest zu machen, die z.B. via Fishing-Websites Kreditkarten-Informationen oder Konto-Passwörter abfangen, da sollte Vorratsdatenspeicherung schon wirklich sehr viel bringen. Dieses Ergebnis des MPI in dieser Hinsicht klingt ja fast absurd, und wenn es aber tatsächlich der Wahrheit entspricht, würde das unmittebar bedeuten, dass unsere Hüter des Gesetzes mit diesen Vorratsdaten (solange sie noch nicht vom Verfassungsgericht untersagt wurden) rein gar nichts sinnvolles lauteres gemacht haben, außer sie als “Schnüffelproben” im Keller zu speichern für etwaige spätere geschmeidige Verwendung. Denn online-Trick-Betrüger (z.B. online-Verkäufer die nichts oder falsches liefern, Kreditkartendaten-fishing etc.) tummeln sich gemäß der Massenmedien doch en masse im Worldwide-Web, da müßten doch unsere glorreichen Internetfahnder täglich dutzende solcher Betrüger per Vorratsdaten dingfest machen können, bzw. hätten dies können …. offenbar haben sie nichts vernünftiges gemacht, außer vielleicht die emails von irgendwelchen armen Leuten im Keller sammelnd zu speichern, die sie aus irgendwelchen Gründen nicht mögen … und deswegen hat das Bundesverfassungsgericht gottseidank damals erstmal gesagt … niet, Feierabend mit der peinlichen “Riechprobensammelei” …
    Seltsam seltsam …

    MfG

  22. 22

    @M:

    Vielleicht hast du ja sogar recht. Andererseits würde ich Leuten nicht einfach Mythen unterstellen. Vor allem da man nicht pauschal alles aus Ereignis x sehen kann.

  23. 23

    @Bernd: Oh, jemand mit funktionierendem Ironiedetektor. Danke ;-)

    Aber noch mal im Ernst: jemand der ein Kind missbraucht tut das meiner Meinung nach vorrangig, weil es ihm “Spaß” macht. Und dieser Missbrauch wird auch durch die hexenjagdähnliche Verfolgung aller Konsumenten von Kinderpornografie nicht verhindert werden.

    Und in einer (anderen?) Studie wurde bereits gezeigt, dass dadurch, dass die eigentliche Ermittlungsarbeit erheblich unter dem Umstand leidet, dass sich zu sehr auf die per VDS gehorteten Daten verlassen wird.

  24. 24

    Schade, dass sich hier keiner darüber auslässt, warum die VDS und begleitende Freiheitseinschränkungen wirklich eingeführt werden sollen. Oder glaubt hier tatsächlich jeder, dass es um Kindesmissbrauch, Terrorismus etc. geht? Das sind doch nur Vorwände, populistische Zugpferde, mit denen versucht wird, eine Agenda zu verkaufen. Die wirklichen Gründe kenne ich nicht und kann sie nur erahnen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht diejenigen sind, die uns vorgeführt werden.

  25. 25

    Hallo Ahmed,
    Die Zeit in der ich meine Fassung verliere ist schon lange vorbei. Lebenslanges Leiden- nein. Lebenslanges Traumata- ja. Sieht mein Therapeut genauso und so ein mythischer Einzelfall Scheine ich in der Gruppe auch nicht zu sein, wir sind meist mehr.
    Ich würde Sie gerne wissen lassen, dass ich Ihnen alles das was ich durchlebe habe auch einmal wünsche. Es wäre ein Geschenk, nur eine Kostprobe. Ich Wette Sie wären erschüttert.
    Stattdessen lasse ich Sie weiter Bücher über Mythen und Erzählungen von Menschen lesen, die jemand andres (wissenschaftlich) niedergeschrieben hat und gehe.
    Ich Wünsche ein erfülltes Leben.

  26. 26

    Es soll durchaus auch Menschen geben, die sich im erlittenen Leid regelrecht suhlen und extrem lange zehren von der Mitleidsmasche. Klingt jetzt viel herzloser, als es gemeint ist, aber es ist so. Finanziert auch ne ordentliche Industrie.
    Wer sich jahrelang permanent einredet oder einreden laesst, wie schlimm das damals war, der HAT in der Tat ein psychisches Problem ……..

  27. 27

    @Ahmed:
    [...]Das lebenslange, unendliche Leiden von durch sexuellen Missbrauch traumatisierten Kindern ist ebenso Mythos. [...]

    Jein bzw. zum Teil….es gibt z.B. Fälle wo der Vater zwangsweise über die Tochter steigt, seit sie 7 Jahre alt ist und das Mädel hat danach ein gehöriges Problem, allerdings gibt es dann meist auch in diesen “Familien” einige andere Probleme z.B. familiäre Gewalt usw.

    @M:

    a) Definiere was “sexueller Missbrauch” ist….da gibt es eine gehörige Bandbreite, von der wie oben beschriebenen Vergewaltigung bis zum spielerischen Fummeln….und ja Dank den Kinderschützern reicht auch schon posieren aus, damit so etwas als “sexueller Missbrauch” gewertet wird oder wenn es ganz blöde läuft “kindliche Neugier”.

    b) Den Klappentext zu dem Buch hast Du gelesen?

    Few would argue that the experience of sexual abuse is deeply traumatic for a child. But in this explosive new book, psychologist Susan Clancy reports on years of research and contends that it is not the abuse itself that causes trauma—but rather the narrative that is later imposed on the abuse experience. Clancy demonstrates that the most common feeling victims report is not fear or panic, but confusion. Because children don’t understand sexual encounters in the same ways that adults do, they normally accommodate their perpetrators— something they feel intensely ashamed about as adults. The professional assumptions about the nature of childhood trauma can harm victims by reinforcing these feelings. Survivors are thus victimized not only by their abusers but also by the industry dedicated to helping them.

    Allerdings ist dazu anzumerken, dass es im US-Justizwesen etwas anders zugeht, als in Deutschland. Nur schätze ich auch, dass in Deutschland auf ein vermeintliches Opfer von den Strafverfolgern Druck ausgeübt wird, wenn diese den Täter stellen wollen und das vermeintliche Opfer die Tat nicht als diese eben sieht oder wie es ein “Therapeut” mal formuliert hat: “Manchen Opfern muss man erst einmal bewusst machen, dass sie sexuell Missbraucht wurden.” Diese Fälle mag es durchaus geben, allerdings habe ich bei so einer Aussage ein ungutes Gefühl und es beschleicht mich die Ahnung, dass die sekundären Schäden durch die Strafverfolgung und den ganzen anderen Zirkus oft höher sind als die primären Schäden, sofern es sich um “Low Level Grenzverletzungen” handelt.

    Schönes Beispiel: Ab “Die mit den Nacktphotos, Du weißt schon” in http://www.heise.de/tp/artikel/24/24533/1.html
    Was wird wohl schwerer wiegen, dass sich das Mädel selber nackt photographiert hat (weil sie durch einen Typen aus dem Chat dazu überredet wurde) oder die super spitzen Aktion der Polente, wo sie dann bloßgestellt worden ist? Von was dürften da die Schäden größer sein?

    c) Zu den Schotterblumen….zum einen sammeln sich zwangsweise in diesen Foren die “harten Fälle” und stacheln sich gegenseitig auf. Das ist genauso wie sich halt in einem Drogenforum eher Leute finden, die dann auch Drogen konsumieren.

    bombjack

  28. 28
  29. 29

    @Til Eulenspiegel:
    “offenbar haben sie nichts vernünftiges gemacht, außer vielleicht die emails von irgendwelchen armen Leuten im Keller sammelnd zu speichern, die sie aus irgendwelchen Gründen nicht mögen ”
    zeigt, dass Sie offenbar nicht verstanden haben, was bei der VDS gespeichert wird. Emails jedenfalls nicht.

  30. 30

    @bombjack:

    Brauche ich nicht definieren.Ich habe sehr lange Jahre Therapie hinter mir und wurde in meiner Kindheit sexuell missbraucht, von daher weiß ich, wovon ich rede.

    Ich habe nicht vor, dass Buch zu lesen, da es zum Thema “sexueller Missbrauch” soviele Bücher gibt, in dem in jedem etwas anderes steht.
    Selbst bei Therapeuten sagt der Eine so und der Andere so.

  31. 31
  32. 32

    @Till Eulenspiegel:

    Denn um beispielsweise online-Kreditkartenbetrüger dingfest zu machen, die z.B. via Fishing-Websites Kreditkarten-Informationen oder Konto-Passwörter abfangen, da sollte Vorratsdatenspeicherung schon wirklich sehr viel bringen.

    Können Sie bitte erläutern, was genau die VDS da bringen soll?

  33. 33
  34. 34

    @Till Eulenspiegel: Weiss nicht, ob nur mein Ironiedetektor wieder nicht funktioniert… ich bin selbst Opfer von Kreditkartenbetrug geworden, und auch noch einem, wo eine Mobiltelefonnummer direkt in den Betrug involviert war. Ich habe die Staatsanwaltschaft, die die Sache eigentlich sofort einstellen wollte (ging um ca. €300), solange gequält, bis die Polizei tatsächlich den Besitzer des Telefons herausgesucht und vorgeladen hat. Der hat dann einfach gesagt, er habe das Telefon wohl eine Weile unbeaufsichtigt irgendwo liegen gelassen gehabt, jedenfalls habe er mit dem Kreditkartenbetrug nichts zu tun. Dann wurde wieder eingestellt.

  35. 35

    @ klabauter (29.): Nun ja, die offizielle Version bei der Vorratsdatenspeicherung ist natürlich, dass nur die sog. Verbindungsdaten (Sender/Empfänger/IP-Adressen, Datum, Uhrzeit etc.) gespeichert werden, nicht aber die Inhalte von emails/Telefonaten etc. Nur, wer’s glaubt wird selig (im header steht neben diesen Daten ja auch die Subject-line z.B.) und kürzlich geisterten Meldungen durch die Medien, wonach angeblich praktisch der gesamte email-Verkehr in Deutschland abgefangen und zwischengespeichert wird, auch jetzt noch, nachdem das BVerfG die Vorratsdatenspeicherung ja zumindest vorläufig in der gegenwärtigen Form gekippt hatte. Ob es wirklich stimmt, dass praktisch der gesamte email-Verkehr in “Riechpröbchenkellern” zwischengelagert wird, das weiß ich natürlich auch nicht mit letzter Sicherheit, ich kann auch nur die Medien verfolgen, jedenfalls die, die ich für glaubwürdig halte.
    @wonko (32.): Mit Verlaub, ist das jetzt eine rethorische Frage, um mir die mutgemaßte Langeweile zu vertreiben ? Also angenommen, ein Betrüger hat auf einer Verkaufsplattform eine Ware gegen Vorauskasse angeboten, Geld erhalten und dann nichts geliefert, oder z.B. nur eine Raubkopie einer Software-CD etc.; nun würde der geprellte Kunde vermutlich normalerweise sofort zur Polizei gehen, und wenn die dann ihre Arbeit korrekt erledigen würden, bräuchten sie nur in den Vorratsdaten des Geldempfängers nachsehen, also auch 6 Monate rückwärts, wenn der z.B. seine Webseite oder sein Angebot bereits gelöscht haben sollte, und schwupps, hätten sie ihn, zumindest den Empfänger des Geldes, das ihm ja in jedem Fall nicht zustand. Sollte der Ganove, der ein betrügerisches Angebot ins Netz gestellt hatte, einen Strohmann als Kassier benützt haben, der das Geld für ihn Empfang genommen hatte, würde es bisserl komplizierter natürlich, aber es müßte wieder Verbindungsdaten zwischen den beiden geben; im letzteren Fall wär’s natürlich etwas mehr Ermittlungsarbeit, aber das ist nunmal unter anderem der Job der Polizei, korrekte und saubere Ermittlungsarbeit, den sie tunlichst zu verrichten haben.
    Und wenn der vernichtende Befund des MPI wirklich stimmen sollte, hätten sie also nichts dergleichen getan, als es die Vorratsdatenspeicherung noch gab, sondern eben nur prophylaktisch “Riechproben” gesammelt. Und das war ganz offensichtlich dem Bundesverfassungsgericht zu hochnotpeinlich (auch in Anbetracht der deutsch-deutschen “Historie” z.B.), und vermutlich deswegen hat damals das hohe Gericht die Vorratsdatenspeicherung in der damals gegenwärtigen Form untersagt. Wie ich meine, eine hochverdiente Ohrwatsche an den Amtsschimmel, nur wenn man den Medien glauben darf, scheren sich die verschiedenen Amtsschimmel im Ländle ja einen feuchten Dreck um das Grundgesetz und die Maßgaben vom Verfassungsgericht. (siehe Staatstrojaner-Skandal, siehe den möglicherweise überwachten email-Verkehr, falls die diesbezüglichen Medienmeldungen korrekt sein sollten).

  36. 36

    @Blockade:
    Oft genug ist der Therapeut das Problem: Zuächst macht er Ihnen klar, dass Sie furchtbar leiden und dann verkauft er Ihnen als Lösung eine Therapie. Schließlich muss er auch von was leben.
    Oder warum glauben Sie steigt Anzahl der diagnostizierten psychischen Krankheiten ständig an? Doch nicht, weil die Leute wirklich psychisch kranker wären.
    Mir hat man als Grundschüler z.B. noch beigebracht, dass wenn mir ein Exhibtionist begegnet ich ihn auslachen und weiter nichts dabei denken soll. Heute bringt man Kindern bei, schreiend in Panik wegzulaufen, weil der Exhibitionist sie ja missbrauchen könnte. So kann man traumatische Erlebnisse auch durch falsche Annahmen und falsche Behandlungen befördern. Für nichts anderes redet Clancey übrigens das Wort: Eine realistische Betrachtung, die auf Fakten und nicht auf falschen Annahmen beruht.
    Und der Innenminister begründet seine Aussage eben nicht auf Fakten sondern auf falschen Behauptungen weil er unbedingt die VDS haben will um dann Drogendealer zu fangen.
    Dabei sollte die VDS der Terrorismusbekämpfung dienen.

  37. 37

    @ “Ein Mensch”: Naja, das ist ja eben meine Vermutung, dass gerade deswegen das BVerfG hintergründlich die Vorratsdatenspeicherung gekippt hatte, weil dieses “Tool” eben wohl augenscheinlich nur missbraucht wurde, aber die einzig vernünftigen und sinnvollen Dinge dabei vernachlässigt wurden. Denn ich muss sagen, 300€ ist ein dicker Batzen Geld, nur habe ich auch feststellen müssen, bis 500 Euro unternimmt der Amtsschimmel gar nichts, wenn unangenehme Verwicklungen zu erwarten oder zu befürchten sind, also z.B. wenn ein “falscher” Polizist eine fremde Geldbörse mit exakt 500 Euro drin geleert haben sollte, oder wenn irgendein Gutachter für wertloses Gewäsch 499 Euro unrechtmäßig kassiert hat oder ein Wucherer gedeckt vom Amt über 800 Euro für letztlich ein einziges völlig wertloses Telefonat eintreibt etc. etc. … deswegen vermutlich kosten alle diese diversen Gutachten immer ziemlich genau 500 Euro … aber das ist jetzt nur eine reine Vermutung meinerseits …
    .. wenn aber ein wehrloser Mensch wie Sie oder ich ne alte vergammelte Wurstsemmel vom Vortag irgendwo klauen sollten, oh je oh je, dann rödelt der Herr Staatsanwalt aber sicherlich hyperaktiv herum … ist ja unkompliziert, mit wenig Arbeit verbunden, und sehr profitabel, denn so ein armes Sünderlein muss ja dann nicht nur die vertrocknete Wurstsemmel ersetzen, sondern auch noch die horrenden Gerichtskosten zahlen … wohingegen es vermutlich sehr viel schwerer ist, von einem raffinierten oder gar im Amtsschimmel selbst verankerten Trickbetrüger dann die horrenden staatlichen Auslagen (z.B. Gehälter der am Gerichtsverfahren beteiligten, Druckertinte, Telefonrechnungen etc.) zurückzuholen, es bestünde also die Gefahr, dass der Staat auf seinen Unkosten sitzen bliebe … ergo … naja, wissen Sie ja nun …

  38. 38

    @Till Eulenspiegel: Das Problem ist eher, dass die Contentmafia hochspezialisierte Anwälte hat, während wir echte Geschädigte juristisch unbedarft sind und in der Regel ganz schnell aufgeben. Die €300 bezahlt ausserdem irgendeine anonyme Versicherung, und der Kreditkarteninhaber bekommt das nur mittelbar über die Jahresgebühr zu spüren. Was soll der Staatsanwalt sich da gross bemühen.

  39. 39

    @Ahmed: Das mag auch eine Rolle spielen.

    Aber der Grund warum die Zahl von Krankheiten steigt ist vielfältig.

    Zuerst einmal hatte man gewisse psychische Krankheiten früher nicht zu haben. Bei Vergewaltigungen war man sowieso selber Schuld oder sollte nichts sagen weil es ja den “Ruf” der Familie beschädigt.

    Als Mann durfte man natürlich auch gewisse Leiden nicht haben. Burn out so was darfst du als alleiniger Ernährer nicht haben. Gönn dir lieber mit 50 einen Herzinfarkt.

    Andere Leiden entstehen auch weil es für viele auch nicht mehr so “einfach” ist wie früher. Bei nem miesen Job konntest dich mal damit trösten das er wenigstens gut bezahlt wird oder du in der Hierarchie aufsteigst. Und heute?

  40. 40

    @ “Ein Mensch”: Naja, mit der Versicherung wäre ich mir da aber nicht so sicher. Die zahlen zwar wohl, wenn einem die Kreditkarte gestohlen wurde und damit unrechtmäßig abgebucht wurde, aber auch nur, wenn man den Diebstahl rechtzeitig bemerkt und gemeldet hat (ich glaube die Frist sind dabei sogar nur 24 Stunden oder so). Wenn man dagegen selber in eine Falle getappt ist, und für teures Geld ein Raubkopie-Software geschickt gekriegt hatte, die natürlich dann auch nicht funktioniert, bzw. nach den üblichen 30 Tage Testphase abschaltet, oder man selber dusseliger Weise seine Daten in eine Fishing-Webseite reingetippt hat … also meine Vermutung wäre da, dass da überhaupt keine Versicherung zahlt.
    Und wenn einen jemand per erpresserischem Wucher vom Amt übers Ohr haut oder direkt in die Brieftasche greift … die Versicherung, die dagegen versichert, habe ich noch nicht gesehen …

    Also bis auf die Luxusversicherung der American Express Reiseschecks (die es leider meines Wissens nicht mehr gibt), die mir mal physikalisch geklaut wurden, hat bei mir noch nie jemand meinen Schaden reguliert, habe bisher immer in die Röhre geschaut …

    Und die technisch hochspezialisierten Fachanwälte, denen man nicht alles haarklein vorkauen müßte (und während man ihnen sozusagen Nachhilfe in Technik gibt, auch noch hohe Stundensätze zahlen soll), dass ihnen dann hoffentlich die hoffentlich passenden Paragraphen hoffentlich einfallen, sind sicherlich auch extrem dünn gesäät …

    PS: Wer oder was ist die von Ihnen erwähnte “Contentmafia” ?

  41. 41

    @Olli:

    Zuerst einmal hatte man gewisse psychische Krankheiten früher nicht zu haben. Bei Vergewaltigungen war man sowieso selber Schuld oder sollte nichts sagen weil es ja den “Ruf” der Familie beschädigt.

    Es sind aber nicht die psychischen Erkrankungen durch Vergewaltigungen, die ansteigen (dies würde ja bedeuten, dass die Anzahl an Vergewaltigungen ansteigen würde), sondern diffuse “Erkrankungen” wie sexuelle Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen, ADHS, Depressionen, Burn-out, Magersucht, etc. Und natürlich nicht zu vergessen die Traumata von Hundertausenden sexuelle missbrauchter Kinder…….

Kommentieren:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Erlaubte HTML-Tags: <b>, <i>, <strike> und <blockquote>.