Hirnscan soll Pädophile entlarven

Zwei Millionen Euro investiert allein das Forschungsministerium in den nächsten zwei Jahren in ein Projekt, mit dem Experten mehr über Pädophilie herausfinden wollen. Einige der Wissenschaftler legen bereits handfeste Ergebnisse vor. So wollen Forscher an der Universität Kiel mit Hirnscans ermitteln, ob jemand pädophil veranlagt ist.

Auf der Wissenschaftsseite spektrum.de vermeldet Arbeitsgruppenleiter Jorge Ponseti, sein Team habe Pädophile mit “erstaunlicher Genauigkeit” an ihrer Hirntätigkeit erkannt:

Bei der Studie im fMRT-Labor täuschten wir uns nur bei drei der 24 untersuchten Pädophilen und hielten sie fälschlicherweise für nicht pädophil. An sämtlichen Gehirnen der 35 gesunden Kontrollprobanden erkannten wir richtigerweise, dass diese sexuell nicht an Kindern interessiert waren.

Die Forscher zeigen Probanden Bilder von nackten Kindern. Mit der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) messen sie, wie sich die Hirnaktivität verändert. Sie gehen dabei von der Prämisse aus, dass die Aktivität in gewissen Hirnteilen – insbesondere Nucleus caudatus und in der Substantia nigra – größer ist, “wenn die abgebildeten Genitalien der sexuellen Orientierung des Probanden entsprachen”. Hierbei stützen sie sich auch auf Studien, die ähnliche Ergebnisse bereits bei homo- und heterosexuellen Frauen und Männern ergaben.

Die Forscher betonen zwar, ihre Methode sei längst nicht ausgereift und ausreichend erprobt. Dennoch sehen sie bereits praktischen Nutzen, sollte die fMRT tatsächlich zuverlässig pädophile Neigungen nachweisen können.

Gerade bei der Frage nach der richtigen Therapie sei es wichtig zu wissen, ob ein Täter tatsächlich pädophil ist. Sei das der Fall, müsse sich ein Therapie auf Vermeidungsstrategien richten, das heißt der Täter müsse lernen, sein Verlangen zu beherrschen.

Es gebe aber auch Kindesmissbrauch durch Täter, die gar nicht pädophil seien. Bei diesen komme es in der Therapie darauf an, die Sexualität in die “richtige” Bahn zu lenken, damit sie künftig nicht straffällig werden.

Auch bei der Rückfallprognose könne es eine Rolle spielen, ob ein Täter pädophil ist oder nicht. Für einen Richter, der über einen Wiederholungstäter zu entscheiden habe, falle die Entscheidung leichter, wenn er sich nicht allein auf die Beteuerung des Angeklagten verlassen müsse, nicht pädophil zu sein.

Was erst mal nachvollziehbar klingt, bringt allerdings auch das Risiko mit sich, rechtsstaatliche Grenzen zu überschreiten. So liegt der Gedanke nicht fern, Menschen vorsorglich per Reihentest zu untersuchen und jene mit Sanktionen zu überziehen, denen mit dem Gütessiegel naturwissenschaftlicher Gewissheit eine pädophile Neigung attestiert wird. 

Allerdings, und das macht so etwas problematisch, kann niemand etwas für seine sexuellen Neigungen, auch nicht für pädophile.

Außerdem ist nicht gesagt, dass jede sexuelle Neigung früher oder später auch ausgelebt wird. Es gibt beispielsweise auch Menschen mit sadistischen Neigungen, die Gewalt- und Vergewaltigungsfantasien nicht ausleben – sei es nun aus Respekt vor dem Gesetz oder ihren potenziellen Opfern. Ebenso dürfte auch ein guter Teil von Menschen mit pädophiler Neigung durchaus in der Lage sein, sich wirksam zu steuern.

Die Forscher sehen selbst, dass ihre Diagnosemöglichkeit unbescholtene Menschen in die Gefahr brächte, stigmatisiert zu werden.

Ob und inwieweit fMRT vor Gericht Bestand haben könnte, lässt sich noch gar nicht absehen. Traditionell steht die Justiz rein messenden Methoden skeptisch gegenüber. Ein Beispiel sind Lügendetektortests, die selbst mit Zustimmung des Angeklagten nicht als Beweismittel akzeptiert werden dürfen.

Sofern die fMRT aber anders bewertet würde, müssten Beschuldigte besonders auf ihre eigenen Rechte achten. Und sorgfältig abwägen, ob sie zu der Untersuchung bereit sind.

Gezwungen werden könnten sie nach heutiger Rechtslage nicht. Zwar ist sogar die Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus unter bestimmten Voraussetzungen zulässig, um ein Gutachten anfertigen zu lassen. Der Sachverständige darf den Beschuldigten aber nur beobachten, sofern dieser anderen Untersuchungen nicht zustimmt. Die fMRT wäre deshalb nur freiwillig möglich.

In jedem Fall wäre das auch für einen Verteidiger eine extrem kniffelige Frage. Es könnte einem Beschuldigten natürlich helfen, wenn das Ergebnis “nicht pädophil” lautet. Umgekehrt wäre es für den Beschuldigten eine juristische Katastrophe, wenn er sich durch eigene Beteiligung selbst belastet.

Bei Mandanten würde ich wahrscheinlich bei einem anderen Arzt, der ja der Schweigepflicht unterliegt, diskret eine Privatuntersuchung organisieren. Ist das Ergebnis bekannt, fällt die Entscheidung natürlich leichter. Allerdings klappt das natürlich nur, wenn das nötige Kleingeld vorhanden ist. Außerdem müsste der Mandant auf freiem Fuß sein – was bei solchen Delikten auch nicht gerade selbstverständlich ist.

Zum Artikel auf spektrum.de

104 Gedanken zu “Hirnscan soll Pädophile entlarven

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    Pre-Crime lässt grüßen!

    Aber wenn das prinzipiell klappt, dann kann man ja in Zukunft alle Abgeordneten auf Neigung zu Korruption testen und dann das passive Wahlrecht entziehen.

    Das wär’ doch was!

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    Nachdem die Erkennung von Deliquenz anhand der Schädelkunde etwas außer Mode geraten ist, kann man sich jetzt ja der nächsten wissenschaftlichen Theorie widmen…

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    Der Kern wird der “Nukleus caudatus” nicht “daudatus” sein.

    Wichtiger aber – funktionelle Kernspintomographie mit visuellen Stimuli funktioniert nur mit Kooperation des Probanden. Dieser müsste theoretisch nur die Augen schliessen oder die Bilder vor seinen Augen “verschwimmen” lassen um die erwartete Aktivierung der Areale zu verhindern – diese ist in letzter Konsequenz nur eine Korrelation zwischen Stimuluskategorien und Sauerstoffbedarf der Hirnbereiche – diese Korrelation muss man nur schwächen.

    So etwas ist wissenschaftlich spannend – juristisch/gutachterlich unbrauchbar.

  6. 6

    Ich finde, solche Tests sollten bei allen Männern gemacht werden, am Besten regelmäßig alle 2 Jahre ab einem alter von 14 Jahren, wenn der sexuelle Trieb einsetzt.

    Damit könnten sicher viele Gewalttaten gegen Kinder verhindert werden!

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    @7: Weil sich die Polizeiarbeit immer stärker von der Repression zur Prävention bewegt.

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    @Besorgte Mutter: Nein, Tests verhindern prinzipiell überhaupt nichts. Wenn man Straftaten verhindern will, müsste man jeden, bei dem per Test eine pädophile Neigung(!) (die, wie Comp1337 richtig sagt, nicht strafbar ist, solange sie nicht zu pädosexuellen Handlungen führt) festgestellt wird, vorsorglich wegsperren. Das forderst du aber nicht im Ernst, oder?

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    @coel: Stellt man eine Pädophilie fest, wird sofort mit einer Therapie begonnen. Wo ist da das Problem?

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    Würde man sowas tatsächlich gerichtlich einsetzen, wäre der positiv getestete in jedem Fall ruiniert. Man stelle sich nur mal die Berichterstattung vor. Das ist Suizid auf Bestellung.

  13. 13

    Interessanterweise wird im Artikel ein falsch-negativ-Anteil von 3/24=12,5% eingeräumt & ein falsch-positiv-Anteil von 0 zitiert, letzterer jedoch nicht einmal ansatzweise kritisch hinterfragt.

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    @vobac: Müssten dann nicht auch falsch positive Ergebnisse entstehen, wenn der Proband etwa aufgrund seines unsteten Charakters abgelenkt wird und immer mal wieder ‘normale’ feuchte Gedanken entwickelt – was weiß ich – an den letzten Porno denkt oder so?

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    Lügendetektortests sind nicht deshalb unzulässig, weil sie “messen” und die Juristen Messmethoden nicht so toll finden. Das mag sein, ist aber in dieser Sache unerheblich.

    Sie sind unzulässig, weil sie verfassungswidrig sind. Nemo tenetur und so, der Lügendetektortest macht den Angeklagten nämlich letztendlich zum Instrument seiner eigenen Überführung. Der Angeklagte darf aber über seine Täterschaft / Tatbeteiligung / whatever lügen. Das ist in unserer Rechtsordnung auch nicht zufällig so.

    Sie sind auch deshalb unzulässig, weil sie relativ gut bewusst manipulierbar sind. Siehe Aldrich Ames oder Gary Ridgway.

    Sie sind auch vorurteilsbehaftet. Darüber hinaus ist die wissenschaftliche Grundlage extrem fragwürdig und man darf sich die Frage stellen, ob nicht allein der Stress, einer schweren Straftat beschuldigt zu sein und sich in einer Verhörsituation zu befinden, ausreicht, um im Polygraphen so viel Durcheinander zu erzeugen, dass selbst einwandfrei Unschuldige als Lügner erscheinen.

    Was das fMRT angeht… ich bezweifle, dass da etwas prozessual ausreichend eindeutiges herauskommen kann.
    Wissenschaftlich unzweifelhaft extrem interessant, aber dass etwas vor Gericht verwertbares dabei herauskommt… I don’t think so, Tim.

  18. 18

    @xaerdys

    Falsch positiv würde voraussetzen, dass er immer dann an den letzten Porno denkt, wenn die einschlägigen Bilder gezeigt werden. Wenn er immer mal wieder an den Porno denkt, egal ob er ein Auto, eine Teetasse, einen Baum oder was auch immer sieht, dürfte keine Korrelation mit der Kategorie “Sexualorientierungsspezifische Bilder” signifikant werden.

    Wobei die Problematik der Signifikanz beim multiplen Testen bei fMRT eh noch ein eigenes Kapitel ist.

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    Komisch ich dachte immer Verbrecher erkennt man an den langen Nasen…

    Natürlich ist diese Methode enorm Vorteilhaft für den Richter. Kann er doch demnächst jede Schuld von sich weisen, wenn er ein “höchstwissenschaftliches” Urteil über die Neigungen des Angeklagten hat.
    Was kommt denn dann noch? Hirnscans mit Bildern von Schmuggelware? Oder am besten Bilder der nachgestellten Verbrechen?

    Die Sache erinnert mich so ein bissl an die Überlegung Kindern, mit einer angeblichen Prädisposition zur Gewalt in den Genen, besondere Führsorge zukommen zu lassen.

  21. 21

    @BesorgteMutter: wenn, dann bitte bei solchen Forderungen auh konsequent sein und die Untersuchungen auch für Frauen fordern, die genauso pädophil sein können …

    Abgesehen davon, dass man (sollte so etwas wirklich mal umgesetzt werden) “endlich” wirklich bei 1984 angekommen ist … erfreuliche Aussichten *schauder*

  22. 22

    @DarthCopy: Von mir aus eben auch für Frauen. Aber da wirst du nichts finden. Schau dir einfach mal die Statistiken zu Kindesmissbrauch an, da kommen Frauen nur zu einem verschwindend geringen Anteil als Täterinnen vor. Pädophilie wohl nur Männer.

  23. 23

    d.h. demnächst werden dann die Ermittlungsbehörden beim nächsten nicht verhinderten Vorfall nicht nur mit Wattestäbchen bei allen Haushalten der Nachbardörfer klingeln gehen, sondern auch gleich einen rein freiwilligen Pädophilietest durchführen. Habenjanixzuverbergen, wissenschon. Das Ergebnis wird dann natürlich ganz Emden-mäßig in den lokalen und überregionalen Medien veröffentlicht.

  24. 24

    @dude: Nacktheit hat erstmal noch nichts mit Sex oder gar Pornografie zu tun. Solange die Bilder nur nackte Kinder (zum Beispiel am FKK-Strand) enthielten, aber nicht pornografisch waren, ist das nicht illegal.

  25. 25

    Ene letzen Jahres wurde gemeldet, daß diese Forschung dem Rotstift der Uni zum Opfer fallen wird. Schön, daß sich doch noch eine Finanzierung gefunden hat.

  26. 26

    Pädophile reagieren auf sexuelle Reize also wie Homo- und Heterosexuelle? Dann ist das wohl auch der Beweis, dass Pädophile keine Krankheit sondern eine sexuelle Ausrichtung ist?
    Im Gegensatz zu den Tätern, die Kinder missbrauchen, obwohl sie nicht pädophil sind (was nebenbei festgestellt den allergrößten Anteil der Taten betrifft). Diese wären dann diejenigen, die man als wirklich krank bezeichnen müsste.

  27. 27

    Bei der Studie im fMRT-Labor täuschten wir uns nur bei drei der 24 untersuchten Pädophilen und hielten sie fälschlicherweise für nicht pädophil.

    Das ist eine Fehlerquote von 12,5%. Haben die sie nicht mehr alle.

  28. 28
  29. 29

    Unabhängig von aller anderen Kritik sehe hier noch einen wesentlichen Punkt im rein wissenschaftlichen Bereich:

    Eine false-positive-Quote von Null sollte eigentlich immer höchst mißtrauisch machen … hier auch. Der Knackpunkt ist nämlich der dass hier von “gesunden Kontrollprobanden” die Rede ist.

    Was heißt das? Und insbesondere: wie hat man das – gerade bei diesem Thema – ermittelt?

    Für die Gruppe der Pädophilen hat man vermutlich Leute genommen, die entsprechend auffällig geworden sind. Aber für die Kontrollgruppe? Man kann ja wohl nicht einfach irgendwelche beliebigen “Leute von der Straße” genommen haben, denn die sind ja nicht – nachprüfbar – “gesund”. Wenn man aber irgendwelche Leute genommen hat, bei denen man (auf welche Weise auch immer) mit hundertprozentiger Sicherheit pädophile Neigungen ausschließen konnte, dann ergibt sich daraus vor allem eine Konsequenz:

    Man kann vielleicht mit einer false-negative-Quote von 12,5 % tatsächlich Pädophile erkennen. Aber auf eine false-positive Quote von Null kommt man nur bei handverlesenen Leuten.

    Was ist dann aber mit den “ganz normalen” Leuten, also dem Durchschnittsmann, der nie auffällig wird? Wenn man für die keine Kontrollquote hat, dann gibt ein Reihentest an einer Vielzahl von vorher nicht definierten Probanden nur eins: totales Chaos.

  30. 30

    @BesorgteMutter: Eine interessante Denke. Und ein Mann der sich weigert geht in den Knast oder aber wird am besten gleich kastriert. Man kann ja nicht vorsichtig genug sein wenn es um die Blagen geht, oder?

  31. 31

    “Es könnte einem Beschuldigten natürlich helfen, wenn das Ergebnis ‘nicht pädophil’ lautet. Umgekehrt wäre es für den Beschuldigten eine juristische Katastrophe, wenn er sich durch eigene Beteiligung selbst belastet.”

    Verstehe ich nicht. Wann hilft es einem Beschuldigten, wenn das Ergebnis “nicht pädophil” lautet? Meines Wissens sind viele Menschen, die Kinder missbrauchen und/oder Kinderpornos besitzen, nicht pädophil. Und pädophil zu sein, ist ja nun auch keine Straftat.

  32. 32

    @Ragabash: Bei dir wirkt offenbar der Täterschutzt höher als der Opferschutz. Du hast offenbar keine Kinder und scheinst auch generell nicht viel von Kindern zu halten. Dir kann ihr Schicksal ja egal sein. :-(

  33. 33

    Problematisch ist doch in dieser Sache viel eher, dass Missbrauch an Kindern eben primär nicht von Pädophilen begangen werden, die zumindest nicht an Pädophilie, als eine Paraphilie definiert, leiden.

    “Nach vorsichtigen Schätzungen fallen sogenannte regressive Täter mit etwa 90 Prozent auf Personengruppen zurück, deren primäre sexuelle Präferenz auf Erwachsene gerichtet ist.”
    (Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_von_Kindern#T.C3.A4tertypologie)

    Das ganze ist für mich rein wissenschaftlich allerdings nicht die große Überraschung – was erwartet man denn, wen man Pädophilen Nacktbilder von Kindern zeigt? Dass Zigarrenrauch aus den Ohren qualmt?
    Für mich schwingt in diesem Artikel eine sehr bedrohliche Vorstellung mit, vorallem wenn ich an die menschen denke, die in diesem Land Macht haben (vgl. Friedrich…).

    Hoffentlich werden die Menschen mal vernünftig…

  34. 34

    @Besorgte Mutter: Personen einzusperren, die nichts strafbares gemacht haben, ist zu recht nicht in unserem Rechtssystem vorgesehen.

    Hinweis 1: Nur weil jemand pädophil ist, ist er noch kein Täter. Täter wird er erst durch die Tat, nicht durch die Neigung.

    Hinweis 2: Nicht jeder Mensch gibt seinen sexuellen Neigungen nach (und ich meine jetzt nicht nur pädophile). Auch wenn das nicht sehr einfach ist.

  35. 35

    Darf man Pädophilie eigentlich auch “heilen” bzw über die bloße Möglichkeit einer “Heilung” sprechen oder gelten hier die gleichen Tabus wie bei Homosexualität?

  36. 36

    @BesorgteMutter: Richtig, ich persönlich finde Kinder dezent ekelig. Das heißt aber nicht, dass ich irgendwelche Missbrauchsthandlungen auch nur im entferntesten gutheiße oder tolerabel finde. Ansich ein Unding, dass Mann das mittlerweile scheinbar extra betonen muss.

    Was sie fordern ist eine Präventivbestrafung für eine bestimmte Art der Informationsverarbeitung im menschlichen Hirn, da lässt 1984 deutlich grüßen.

    Eine Frage noch. Sind sie es, Frau von der Leyen?

  37. 37
  38. 38

    @Ragabash und Icke: Wo habe ich etwas von Bestrafung geschrieben? Ich habe im 11. Kommentar geschrieben, dass man bei einem positiven Befund einfach sofort mit einer Therapie beginnt.

    Wo ist da das Problem? Brauchen wir denn unerkannte, tickende Zeitbomben?

  39. 39

    @Besorgte Mutter:
    Wissen Sie eigentlich wieviele Kinder jedes Jahr von ihren Eltern ermordet werden? Das sind auch tickende Zeitbomben, die niemand braucht.
    Vielleicht kann man das ja in ferner Zukunft zu einem präventiven Elterntest weiterentwickeln, bei dem alle Väter und Mütter ihre Unbedenklichkeit beweisen müssen.

  40. 40

    Es mag Menschen geben, die auch eine erzwungene Therapie und die damit einhergehenden sozialen Folgen als “Strafe” erachten. Wer nichts verbricht hat schlicht nicht vom Staat behelligt zu werden.

    Zumal ein solches System ganz schnell auch für andere “schädliche” Abweichungen ausgeweitet werden würde.

    Mutterhysterie ist keine gute Grundlage für eine allgemeine Gesetzgebung, sieht man ja.

  41. 41

    1. Die Gedanken sind frei
    wer kann sie erraten?
    Sie fliehen vorbei
    wie nächtliche Schatten.
    Kein Mensch kann sie wissen,
    kein Jäger erschießen
    mit Pulver und Blei:
    Die Gedanken sind frei!

    2. Ich denke, was ich will
    und was mich beglücket,
    doch alles in der Still’
    und wie es sich schicket.
    Mein Wunsch und Begehren
    kann niemand verwehren,
    es bleibet dabei:
    Die Gedanken sind frei!

    3. Und sperrt man mich ein
    im finsteren Kerker,
    das alles sind rein
    vergebliche Werke.
    Denn meine Gedanken
    zerreißen die Schranken
    und Mauern entzwei:
    Die Gedanken sind frei!

    4. Drum will ich auf immer
    den Sorgen entsagen
    und will mich auch nimmer
    mit Grillen mehr plagen.
    Man kann ja im Herzen
    stets lachen und scherzen
    und denken dabei:
    Die Gedanken sind frei!

    5. Ich liebe den Wein,
    mein Mädchen vor allen,
    sie tut mir allein
    am besten gefallen.
    Ich bin nicht alleine
    bei meinem Glas Weine,
    mein Mädchen dabei:
    Die Gedanken sind frei!

  42. 42

    Die beste Vorsorge gegen solche Untersuchungen für Pädophile dürfte sein, sich selbst eine genügend große Kipo-Sammlung anzulegen, so dass sie damit ausreichend abgesättigt sind. Und dann ein noch viel geileres Pornobild im Kopfkino abzurufen, wenn gerade Bäume oder Hetenpornos gezeigt werden. Irgendwelche Nackedeis dürften damit dann kaum konkurrieren können.

    @marcus35: Politisch korrekt versuchen darf man es im Gegensatz zu Schwulen, das macht den Versuch allerdings nicht chancenreicher.

    @Tobias: Pädophil sein ist zwar noch keine Straftat, aber strafverschärfend wirkt es sich natürlich aus – formal unter dem Vorwand “Rückfallgefahr”, und informell weil das halt auch für viele Richter Untermenschen sind.

  43. 43

    @29: FULL ACK; ein plausibles Maß für false positives unter den Kontrollgruppenmitgliedern könnte z.B. die Dunkelziffer bei ‘herkömmlichen’ Sexualdelikten prognostiziert auf ein 100%-iges Anzeigeverhalten sein.

    Vor 30 Jahren hätte man für die Kontrollgruppe womöglich Priester genommen.

  44. 44

    Man sollte Forschung und staatliche Anwendung auseinderhalten. Es hat durchaus Sinn, dass man versucht, Zusammenhänge im Hirn zu begreifen. Da ist eine Fehlerquote von 12 komma nochwas durchaus ein Etappenerfolg.

    Staatliche Untersuchungen hielte ich für problematisch. Schließlich darf man – zu Recht – nicht seiner Neigungen wegen bestraft werden, sondern nur wegen begangener Straftaten, ob mit oder ohne Neigung begangen.

    Prävention: solange sowas abläuft wie in der Charité, sollte man das ausbauen und auf diesem Gebiet weiterforschen. Zwangsmaßnahmen gegen Unschuldige darf es aber nicht geben.

  45. 45

    Danke für den Artikel. Ich bereite grad für unser Kriminologie-Seminar mit zwei Kommilitoninnen ein Referat über mögliche Konsequenzen der aktuellen Hirnforschung vor. da passt das gut mit rein.

  46. 46

    @Besorgte Mutter:

    Ach… stellst Du dann Deine Kinder für die Pornofotos zur Verfügung?

    Ausserdem – was erhoffst du Dir von dieser grob verfassungswidrigen Forderung?

    Es ist nicht verboten, pädophil zu sein. Bei weitem nicht jeder pädophile Mann wird auch zum Straftäter.

    Aus den Ergebnissen könnte man also keine Konsequenzen ziehen.

    Übergens gibt es auch Frauen, die sich in eindeutig sexuell motivierter Absicht über Kinder hermachen, z.B. in Form schwere körperlicher Misshandlungen an kleinen Jungen.

  47. 47

    Betrachten wir das ganze mal statistisch, obwohl das der “besorgten Mutter” nicht gefallen wird.

    Nehmen wir an, 1 Promille der männlichen Bevölkerung wäre pädophil. Ein Test würde alle Pädophilen entlarven, jedoch 1 Prozent der Nichtpädophilen unter Verdacht stellen, sie seien pädophil.

    Okay, wir haben ca. 40 Millionen männliche Einwohner.

    1 Promille Pädophile = 40.000 würden korrekt als pädophil erkannt.
    99,9 Prozent Normalos, davon 1 Prozent = 400.000 Menschen, die zu Unrecht verdächtigt würden.

    Sprich: Auf einen Pädophilen kämen 10 unschuldige Menschen, die stigmatisiert würden. Abscheulich.

    Wem diese Zahlen willkürlich vorkommen: Dies sind die tatsächlichen Prozentsätze, die vor 25 Jahre galten, als bestimmte Politiker forderten, AIDS-Kranke zu internieren.

    Frau “besorgte Mutter”, ist dies Ihr Ziel? Hunderttausende von Familien, Ehen, Karrieren zu vernichten, nur weil Hunderttausende falsch verdächtigt werden?

    Und wie schon gesagt wurde: Die Neigung sagt nichts zur Auslebung dieser Neigung. Ein Pädophiler kann sich gerne seine freien Gedanken machen und sich dabei einen von der Palme wedeln. Damit schadet er keinen. Aber SIE wollen sofort Zwangsmaßnahmen, auch wenn Sie es als “Therapie” bezeichnen. und wer Ihrem Willen nicht folgt? Wegsperren, kastrieren. töten? Bitte werden Sie doch mal konkret.

    PS: Es gibt genug Frauen, die ihre neugeborenen Kinder töten. da ist doch ein Generalverdacht fällig, oder?

    Wenn Sie dazu etwas lernen wollen, googeln Sie mal nach dem Fehler zweiter Art. Dann werden Sie lernen, wie viele Brustamputationen sinnlos sind….

  48. 48

    @Besorgte Mutter: Ich verstehe Ihre Besorgnis. Der Schutz unserer Kinder rechtfertigt auch Opfer. Wenn Sie etwas ändern wollen, sollten Sie dort anfangen, wo das am leichtesten ist – in Ihrem eigenen Umfeld. Bei Gewalt und sexueller Missbrauch an Kindern kommt der Täter in 75% der Fälle aus der eigenen Familie. Bitte melden Sie zeitnah sich selbst und alle anderen Familienmitglieder zu einer Therapie an. Sie sollten auch Ihr Umfeld zu einer Therapie auffordern, sowohl um deren Kinder zu schützen als auch Ihre eigenen. Wer sich weigert, WILL offenbar Ihre Kinder schädigen, Sie sollten also den Kontakt zu diesen Personen abbrechen. Das gilt auch für Ihre Familie. Selbst wenn Sie ein älteres, therapieablehnendes Kind ins Heim geben müssen, sollte der Schutz der verbliebenen Kinder wichtig genug sein, um dieses Opfer einzugehen.
    Bitte vergessen Sie nicht, allen Menschen, die Sie kennen, mitzuteilen, dass Sie in Therapie sind, um Ihre Kinder nicht zu missbrauchen. Nur so können andere aus Ihrem Beispiel lernen.

    Ich würde mich freuen, von Ihren Erfolgen zu hören und wünsche Ihnen viel Erfolg.

  49. 49

    @marcus05: Heilung setzt eine Krankheit vorraus, Pädophilie ist, wie Homosexualität, eine Präferenz. Genau wie manch Andere auf ältere Damen stehen, oder auf etwas Beleibtere, was mir persönlich genauso fremd ist.

  50. 50

    @Comp1337

    Ah! Die schlanken, ephebenhaften Geschöpfe haben es Dir angetan, in ihrem jugendlichen Schmelz!

    So schmelze im Gehirntest dahin, Perversling.

  51. 51

    Schon interessant, was heutzutage als Wissenschaft gilt. Nur weil Pawlow mit dem Klang einer Glocke Hunde zum Speichelfluß anregen konnte, glauben die einfacher gestrickten Charaktere aus dem Muppet-Labor genau erklären zu können, wie Mozart seine Musik erschaffen hat.

    Ich bin im zweitbesten Alter, männlich, und sexuell ausschließlich an Frauen interessiert, die ein für mich attraktives Äußeres mit einer angemessenen geistigen Reife verbinden, die man im Teenageralter nach meiner Erfahrung nur äußerst selten antrifft. Die Chancen, dass ich ein Kind sexuell attraktiv finden könnte halte ich selbst bei absolutem Mangel an geeigneten Frauen für abwegig, so lange es genug Schafe gibt;-)

    Trotzdem finde ich Bilder oder Filme von für mich durchaus attraktiven Frauen nicht notwendigerweise stimulierend, wenn nicht noch andere Faktoren hinzukommen. Dummerweise bin ich mit den biologischen Faktoren des Lebens einfach schon sehr lange vertraut. Ich bin davon überzeugt, dass in einer klinischen Testsituation jeder Hirnscanner darstellen würede, dass ich an Frauen überhaupt nicht interessiert bin.

    Andererseits kann ich mich erinnern, dass mich vor langer Zeit ein (angezogenes) Trickfilmmädchen erregt hat, weil sie in den Gesichtszügen einem Mädchen ähnelte, in das ich hoffnungslos verliebt war. Ich will nicht ausschliessen, dass ein ähnlicher Effekt bei einem Kinderbild auftreten könnte.

    Zusätzlich sind Missbrauchsfälle in einer nennenswerten Zahl von Fällen auch eher vom Trieb nach Dominanz als sexuell motiviert.

    Wenn es den Forschern hilft zu verstehen wie das Hirn funktioniert – viel Erfolg. Eine Relevanz für das Strafrecht kann ich beim besten Willen nicht zu erkennen.

  52. 52

    @besorgte Mutter
    ich kann sie da sehr gut verstehen und ich hatte da auch schon einige Diskussionen mit ähnlich argumentieren Personen geführt aber wir leben nun mal in einem Rechtsstaat ( =was einiges wert ist bzw. was vllt manch einer nicht zu schätzen weiss) und so geht das einfach.nicht. Hier werden taten bestraft und keine vermeintlichen unausgelebten Neigungen! man kann einen Mensch der aufgrund eines offensichtlich unzuverlässigen Tests nicht in Therapie schicken nur weil eine Neigung “festgestellt” wurde, die er nie! ausleben wollte. wie findet man denn dann raus, dass er.geheilt ist?!?? Das ist so eine Willkür! Stellen sie sich vor bei ihrem Mann (lebenspartner etc.) wird diese Neigung unterstellt?! Die Folgen stünden in keinem Fall im Verhältnis zur vermeintlichen bekehrung einer Neigung, die er sowieso nie ausgelebt hätte.
    Das ist meiner Meinung nach der falsche Ansatz.
    Schlussendlich will ich auch nicht wissen, bei wie vielen Menschen dieser Test eine solche Neigung unterstellen würde..

  53. 53

    Mal abgesehen von der pre-crime Pervertierung der Methode und ganz abgesehen von ihrer Unausgereiftheit: Hirnscanmedthoden könnten bewirken, daß sich die forenische Psychiatrie von ihren Illusionen verabschiedet. Mal angenommen, man könnte auch feststellen, daß Menschen lügen: es würde herauskommen, daß alle Patienten lügen, weil die Therapie nur von Lügnern bewältigt werden kann. Die heutigen Kriterien für eine Ungefährlichkeit der Patienten- Gefühlsfähigkeit, Reue, Opferperspektive-sind reine Illusion, das würde vielleicht deutlich werden, wenn sich die Starpatienten im Hirnscan als Lügner erwiesen.

  54. 54

    Tjaja… freue mich schon darauf wenn dann vieleicht rauskommt das 50% der Bevölkerung (m/w) auf Junges Gemüse steht…

  55. 55

    Und wieder werden unsere Steuergelder verpulvert.

    Aber ich glaube nicht, dass es um Pädophilistenerkennung geht. Das ist wie immer nur ein vorgeschobener Grund für etwas anderes.

  56. 56

    @Kinderficker: Auweia. Kennen Sie überhaupt die Rechtslage? Nimmt ein Erwachsener sexuelle Handlungen mit einem 14-jährigen Jugendlichen vor, ist das unter normalen Bedingungen straffrei. Der Professor aus Berlin pathologsiert etwas, das gar nicht strafwürdig ist.
    Und Sie fallen darauf rein.

  57. 57

    Huh, ganz schön viele Kommentare hier :D
    Also ich denke toll dass die Wissenschaft so weit ist aber ein pädophiler würde den Test wohl kaum an sich machen lassen wenn er nicht muss (wäre ganz schön doof, oder?). Also müsste man ihn anordnen. Das fände ich dann wieder zu viel des guten. So mal über 12% Fehler auftraten (also unschuldige beschuldigte) – bedenklich wenn man das an einer breiten Masse machen würde (was man ja müsste). Außerdem kann man ja dann eh nichts machen weil der reine Trieb in Deutschland ja nicht illegal ist.

  58. 58
  59. 59

    @besorgte Mutter:
    Was wollen sie denn therapieren, wenn herauskommt, dass jemand eine pädophile Neigung hat, insbesondere dann, wenn er diese Neigung nicht auslebt? Pädophilie ist keine Krankheit, die durch Therapie geheilt wird. Wenn jemand seine Neigungen unter Kontrolle hat, dann braucht man auch keine Therapie.

  60. 60
  61. 61

    Ist ja wie bei Minority Report. Allein die Möglichkeit, dass jemand etwas tun könnte wird kriminalisiert. Als Theraphieunterstützung in Ordnung solange der Untersuchte dem zustimmt.
    Zwingen kann man sowieso niemanden dazu. Wenn es notwendig ist sich dabei Bilder anzusehen, dann macht man halt die Augen zu.

  62. 62

    @Caldrin: Klasse Kommentar! Bei uns in Deutschland machen bald alle eine praeventive Kinderbegehrer-Therapie, in Russland alle eine praeventive Uebers-Schwulsein-Reden-Therapie (ist das nicht krass, dass der dortige Praesident sich erst halbnackt muskuloes ablichten laesst, aber dann, folgerichtig aufgestiegen zur Schwulenikone, persoenlich darob so angefressen ist, dass er die Homosexuellen verfolgen laesst), in Afghanistan eine praeventive Koranverbrenner-Therapie, in Iran werden alle zwangstherapiert, deren Gehirnscan zeigt, dass sie schonmal das Wort facebook gehoert haben, und in Bayern werden alle praeventiv sicherheitsverwahrt, kastriert und lebenslang weggesperrt, die beim Anblick kruemelartiger Substanzen nicht vollkommen glaubhafte, anhaltende und ihrer Natur nach nicht vorgespielte Ekelreaktionen zeigen.

  63. 63

    @Besorgte Mutter: Nun ja. In 80% der Fälle von Kindermord ist der Täter – die Mutter.
    Insoweit sollte man die Kinder konsequent aus dem Wirkungsbereich der Kindermörderinnen (der sog. “Mütter”) fernhalten.

    PS
    Kindermord meint hier die Tötung von bereits geborenen Kindern. Den millionenfachen Mord am ungeborenen Leben will ich hier nicht thematisieren.

  64. 64

    Pädophile wissen doch, daß sie pädophil sind. Wozu also der Test?

    Damit sie es vor Gericht beweisen können?

    Würde ein erfolgreicher Test eigentlich nicht strafmildernd wirken?

    Ich meine – wird nicht auch jemand, der aus Hunger klaut, weniger hart bestraft als jemand, der aus Habgier oder Haß stiehlt?

    Seltsam seltsam…

  65. 65

    Ohne alle Kommentare gelesen zu haben, möchte ich mich als Mediziner, der auch beim im Text genannten Prof. Beier studiert hat, einbringen und drei Fakten zur Pädophilie einwerfen, die die Fragwürdigkeit des Verfahrens als forensisches Mittel weiter verschärfen:

    Erstens haben etwa 1,2% aller Männer eine pädophile Präferenzstörung. Ein diagnostischer Test, der das Vorliegen eines Merkmals dieser Häufigkeit allein und so zuverlässig erfassen soll, daß er für forensische Zwecke eingesetzt werden kann, müsste eine Sensitivität und Spezifität aufweisen, die man von den allermeisten medizinischen Verfahren nicht erwarten kann. Da die fMRT weiters auf die Kooperation des Probanden angewiesen ist, scheidet sie spätestens dadurch für eine forensische Verwertung aus.

    Zweitens ist der allergrößte Teil jener Täter, die sich des sexuellen Kindesmissbrauchs schuldig gemacht haben, nicht pädophil (diese machen meiner Erinnerung nach nur etwa ein Fünftel der Täter aus).

    Drittens bleibt der größte Teil der Männer und Frauen mit einer solchen pädophilen Präferenzstörung strafrechtlich unauffällig. Diese Männer und Frauen sind sich der Reichweite pädophiler Handlungen bewusst und unterdrücken zum Teil mit größter Anstrengung ihre Neigung, die sie in nach außen hin normal erscheinenden Partnerschaften nicht ausleben können. Aus diesem Grund sind die meisten Pädophilen als im sexualmedizinischen Sinne gestört und behandlungsbedürftig anzusehen. Die Mär vom blinden Triebtäter geht also oftmals nicht auf.

  66. 66

    Wird auch Zeit, dass die Forschung von Prof. Mengele fortgesetzt wird.
    Auf jeden Fall sollten auch die Schädelformen vermessen werden und die Stammbäume berücksichtigt werden.
    Toll das unsere Regierung zu diesen fortschrittlichen Forschungsansätzen zurückkehrt.

    Menschen mit begrenztem Horizont und rudimentärem Weltbild wollen Probleme lösen. Erschreckend wie viele solche Nullnummern in deutschen Ministerien rumlaufen.

    (Fefe würde sagen: “Die BESTEN der BESTEN der BESTEN, SIR!”)

  67. 67
  68. 68

    “So wollen Forscher an der Universität Kiel mit Hirnscans ermitteln, ob jemand pädophil veranlagt ist.”
    Wie krank ist DAS denn? So langsam verliere ich die Contenance. Und, was hat das mit Wissenschaft zu tun? Durchgeknallte Vollpfosten, Egozentriker, Selbstdarsteller, Wichtigtuer, sogenannte “Wissenschaftler”, “Experten”, von den schrecklichen Politikern mal zu schweigen, immer mal wieder, mausern sich, mit Hilfe von Steuergeldern, die sie insoweit verprassen, sich selbst zu göttlichen Entscheidern stilisieren. Juristen, die dieses unsägliche Getue, rechtlich würdigen, Wahnsinn ist eine harmlose Umschreibung dessen, was in diesem Lande, zur Zeit, traunfürwahr abgeht. Die Zeitmaschine zurück. Nacktheit wird wieder strafbar. Köpfe werden wieder vermessen. Nur, wie wär´s denn, wenn man endlich diese hinterfotzige, verlogene Sexualmoral, von der Kirche Jahrhunderte lang den Menschen indoktriniert, als wunderbares Unterdrückungsinstrument, bis heute unverändert gelebt, die Generationen von verklemmten, kaputten Menschen geschaffen hat (die am Strand oder im Freibad ihre 5jährigen Töchter mit Bikini rumlaufen lassen, 2jährige Jungs mit Badehosen) mit ebensolchen kaputten Sexualleben, wenn man endlich einmal diese Sexualmoral hinterfragt und verändert. Was ist dran an nackten Menschen, an nackten Kindern? Nichts ist dran oder besser, alles ist dran, am Pullermann, denn die Nacktheit ist der Anfang alles Menschlichen, weil, wir werden nämlich nackt geboren. Soll Nacktheit nun wieder verteufelt, strafbar werden? Und überhaupt, wer hat denn das Wort “Pädophilie” erfunden? Na, die Griechen habens erfunden: παῖς pais “Knabe, Kind” und φιλία philia “Freundschaft”. Mehr is nich, was nun durchgeknallte Psyschiater damit gemacht haben, ist eigentlich ungeheuerlich!
    Noch eins drauf: Hirnforschung, der größte fake, seit es Leute gibt, die sich Wissenschaftler schimpfen… die wissen nichts, aber auch rein gar nichts und werden auch nie was wirklich wissen, über unser Hirn!

  69. 69

    Es ist ja nun in den Kommentaren schon so einiges gesagt worden. Doch zur Zuverlässigkeit des Tests möchte ich noch eine andere Anekdote anbringen:

    Es gibt eine Folge der Mythbusters, welche sich mit der Funktion von Lügendetektoren auseinandersetzt. Neben dem ‘klassischen’ Detektor kommt auch ein fMRT-Verfahren zum Einsatz.

    Grant Imahara ist es in dieser Folge gelungen den Hirnscan zu überlisten.

    Ich glaube nicht, dass ein solches Verfahren jemals einen anderen Wert entwickeln kann, als wissenschaftliche Neugier zu befriedigen.

  70. 70

    Bevor man darüber nachdenkt wie man Pädophile enttarnen kann sollte man erstmal genug Therapieplätze für die schaffen die sich ggf. Freiwillig einer Therapie ihrer sexuellen Präferenzstörung unterziehen würden wenn es denn Plätze häbe. Bestimmt ist Pädophilie auch für den Betroffenen oder die Betroffene selbst sehr schlimm und das Fehlen von Therapieplätzen verursacht jede Menge unnötiges Leiden. Das sind ja keine Monster sondern normale Menschen die nur bei der Sexualpräferenz-Lotterie des Lebens die Arschkarte gezogen haben…

  71. 71

    @Besorgte Mutter:
    [...]Von mir aus eben auch für Frauen. Aber da wirst du nichts finden. Schau dir einfach mal die Statistiken zu Kindesmissbrauch an, da kommen Frauen nur zu einem verschwindend geringen Anteil als Täterinnen vor. Pädophilie wohl nur Männer.[...]

    LOL

    Kann mich dunkel erinnern mal was von einer Dunkelziffer mit 30% gelesen zu haben….und gerade Frauen genießen einen gerade kleinen Vertrauensvorschuss d.h. Tätigkeiten die wenn sie ein Mann mit Kindern macht, zur Anzeige führen werden bei Frauen toleriert.

    bombjack

  72. 72

    Das Hauptproblem ist die Fehleranfälligkeit der fMRT-Methode. In der Regel wird bei der Analyse der durch den Scan gewonnen Voxels die möglichkeit statistischer Fehler nur unzureichend berücksichtigt.

    Das klassische Beispiel für die Problematik ist in einer Publikation an einem totem Fisch demonstriert worden, bei dem im fMRT aktive Hirnareale darsgestellt wurden. Siehe: http://prefrontal.org/files/posters/Bennett-Salmon-2009.pdf

    Das erklärt auch ganz gut das Auftreten zahlreicher falsch positiver/negativer Resultate in vielen fMRT-Studien.

  73. 73
  74. 74

    Die Methode ist schon eine Weile publik, aber ihr Nutzwert tendiert gegen 0.
    - Weil sie wie der Lügendetektor aus verschiedenen Gründen vor Gericht nicht angewandt werden darf
    - weil “Kinderschänder” nicht zwingend pädophil sein müssen, sondern auch Machtausübung als Lust empfinden (siehe Fall Marco, der Täter ist definitiv kein Pädo) und der fMRT-Test daher überhaupt keine Aussage zur Täterschaft stützen kann
    - weil Screenings – selbst, wenn sie jemals rechtmäßig wären! – bei der derzeitigen Erkennungsquote von 95% dazu führt, dass bei bundesweiten Tests aller Männer ab 15 über 80% der als pädophil erkannten Personen falsch erkannt wurden.
    Siehe auch hier: http://www.volkerkoenig.de/2011/10/07/minority-report/

  75. 75

    Ich sehe da ein einfaches Problem: steigt eine Wiederholungsgefahr einer Tat bei einem Menschen, der ein Kind missbraucht und getötet hat damit an, dass er Pädophil ist? Wohl kaum. Irgendwas wird diesen Menschen zu einer Tat gebracht haben und keiner kann bloß wegen der sexuellen Ausrichtung eine Wiederholungstat ausschließen oder für weniger Wahrscheinlich einstufen.
    Für mich klingt das nach einem Freibrief für Menschen, die ohne nachweisbare pädophile Neigung Kinder missbrauchen und töten.

    Zudem zweifel ich die ganze Untersuchungsmethode stark an, denn: Bei div. Hirnscans kann man alles Mögliche ableiten. Man kann sogar einen toten Fisch scannen und kann dann feststellen, dass dieser diese oder jene Neigung hätte, da Grenzwerte und aktive Hirnareale ziemlich “zufällig” gewählt sind. Es handelt sich um blanke Vermutungen, ob bei dieser oder jener Aktivität in diesem oder jenen Bereich nun irgendwas relevantes vorliegt, oder ob man nur ein Hintergrundrauschen überinterpretiert.

    Darüber hinaus kann der Probant die Methode aktiv beeinflussen, indem er sich nicht auf die Bilder “einlässt” und bewusst an etwas unsexuelles denkt, um mögliche Hirnaktivität zu unterdrücken bzw. in ihrer Ausprägung zu schwächen. Das ist insbesondere dann relevant, wenn von der Diagnose ein milderes Urteil abhängen könnte – was ich aus den oben genannten gründen für Quatsch halte.

    Die Personen, die an der Studie teilgenommen haben hatten kein Interesse daran, die ergebnisse zu manipulieren. D.h. wenn ein Mensch da Bilder gezeigt bekommt und die ganze Zeit nur an ekelhafte und unerotische Sachen denkt, dann dürfte die Messung deutlich weniger signifikant ausfallen und der “Nachweis” wäre völlig dahin (was er – siehe oben – ja ohnehin schon ist).

    Also wer in einer solchen Methode die Zukunft sieht, der sollte sein Geld lieber mir geben statt den forschern. Ich würde mir davon ein Haus und ein Auto kaufen und hätte mit dem Geld immerhin noch was sinnvolles gemacht. So werden da Millionen von Euros ausgegeben für moderne Kaffeesatzleserei!
    Ich finde das abstoßend!

  76. 76

    Warum sollten wir diese tollen Möglichkeiten auf das Erkennen pädophiler Neigungen beschränken. Jeder sollte 1 mal im Jahr zum Hirnscann und dabei sollte auch noch gleich jede Erinnerung ausgelesen werden. Ich fänds Klasse, wenn Leute die auf dem Bürgersteig rotzen und die Hundescheiße von ihrem Köter nicht wegräumen einmal jährlich auch dafür zu Rechenschaft gezogen werden, neben den anderen alltäglichen Dingen wie Ladendiebstahl oder das präventive Denunzieren von Anderen.

    Mehr dazu unter: http://www.alpha07.de/

    Ich kann es immer wieder nicht fassen, dass nach fast 60 Jahren deutscher Totalüberwachungsstaaten solche Phantasien auf fruchtbaren Boden fallen und wie wir in Emden gesehen haben auch Wirkung zeigen.

  77. 77

    @65 Seth: Beim klassischen Schuldstrafrecht wäre das in der Tat so, Pädophile müssten, ähnlich wie bei Mundraub oder Kleptomanie, milder bestraft werden. Nur geht Deutschland ja immer mehr zum faschistischen Täterstrafrecht über. Die geBILDete Volksmeinung ist ja schon da, weswegen man überhaupt erwähnen muss, dass Pädophilie allein (bisher) noch keine Straftat ist – das wäre in einer zivilisierten Gesellschaft gar nicht nötig. Im reinen Täterstrafrecht wird halt der Pädophile als potentiell krimineller Untermensch gleich vergast, oder, in der etwas zivilisierteren Variante, “therapiert”. Im heutigen Übergangsstadium (wo die Verfassung eigentlich noch Schuldstrafrecht vorschreibt) wartet man zwar noch formal eine Straftat ab, bestraft den Pädophilen dann aber sehr viel härter, bis hin zur Sicherungsverwahrung für Kipobesitz.

  78. 78
  79. 79

    @besorgte Mutter: Ich fände es gut, wenn man ihren Vorschlag umsetzt, insbesondere an Frauen. Denn dann könnte eine erschreckende Erkenntnis zu Tage gefördert werden, dass ein Großteil des Kindesmisbrauchs von Müttern vollzogen aber nicht überführt wird. Die meisten Fälle bleiben unerkannt, da Mütter, besonders alleinerziehende, gewissermaßen ein Narrenfreiheit haben.

  80. 80

    Ein weiterer großer Schritt zur Erkennung von Gedankenverbrechen.

    Irgendwie seltsam, daß es bei Pädophilie nur “ja” und “nein” zu geben scheint. Ich hätte mit einem großen Spektrum gerechnet: Der eine ab 9 mit Mädels jederzeit, der andere Knaben unter 5, der nächste würde ab 11 rangehen, aber Präferenz eindeutig schwarze Frauen mit großen Hintern. Na gut – bei sage und schreibe 23 “pädophilen” Testkandidaten ist natürlich nicht soviel Platz für Streuung. Immerhin wußte man das Ergebnis schon vorher, da ist so ein Test natürlich leicht.

    Ob ich einem Therapeuten zutraue, den Patienten erfolgreich zu therapieren, wenn er nicht mal ohne dubiose Hirnscans die Ursachen für das Verhalten herausfindet?

  81. 81
  82. 82

    Ohne alle Kommentare hier gelesen zu haben und ohne auf die ethische Dimension vorschneller Interpretationen von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung einzugehen:

    Aus methodologischer Sicht, sind die im Spektrum-Artikel zitierten Studien grundsätzlich solide. Allerdings sind zum einen alle Stichprobengrößen, außer der von Ponseti et al., sehr klein. Vor einer Generalisierung sollte man sich daher tunlichst hüten. Außerdem sollte man bei der Interpretation beachten, was Ponseti et al. ausdrücklich in ihrer Diskussion erwähnen: es handelte sich in allen Fällen um ‘bekennende’ Pädophile. Die Studien lassen _keinerlei_ wissenschaftlich haltbare Folgerungen in der Richtung zu, dass man durch die beschriebenen Verfahren Pädophile identifizieren könnte, die sich Ihre Neigung sich selber gegenüber oder sehr geschickt anderen gegenüber nicht eingestehen.

  83. 83
  84. 84

    Einen Juden soll man ja auch anhand seine Schädelmasse erkennen können, auch die Hakennase ist obligatorisch. Die schlimmsten und widerwärtigsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte wurden stets von Medizinern und Wissenschaftlern begangen.

    Das kann man in jedem bessern Geschichtsbuch nachlesen…

  85. 85

    Mag ja schön sein das “denkende Menschen” den Wahn- und Blödsinn hinter dieser Methode erkennen. Dies ändert aber leider nichts an meiner Befürchtung das diese “Methode” bald in aller Munde sein wird.

    Ähnlich wie die VDS und DNA tests wird man auch hier eine ganze Bevölkerungsschicht haben die nun argumentiert “Der doofe Täterschutzstaat hätte doch die Möglichkeit die ganzen Kinderficker zu entdecken! Unglaublich das wir diese Möglichkeiten nicht einsetzen!”.

    Man muss bloß abwarten bis die ersten geBILDeten Artikel erscheinen die diesen gigantischen Missstand im deutschen Ländle anprangern.

    Also auf gehts zur Moraldiktatur inklusive Gedankenverbrechen!
    So haben wir uns doch die Zukunft immer vorgestellt, oder etwa nicht?

  86. 86

    Ist das alles Ernst gemeint? Oder aus einem Magazin der fünfziger Jahre abgeschrieben?
    …oder gar der dreißiger?

  87. 87

    Willkommen im 19. Jahrhundert. Das riecht ja drei Meilen gegen den Wind nach Pseudowissenschaft! Und für so einen Scheiß wird noch Geld rausgeschmissen…

    Allein schon diese Einteilung in Pädophile (aka “Perverse”) und nicht-Pädophile (aka “Gesunde”) ist ja abenteuerlich. Da wird ein Kontinuum künstlich in zwei Mengen geteilt. Wer sich nur ein wenig mit der Vielfalt menschlicher sexueller Orientierungen und Präferenzen beschäftigt, merkt ziemlich schnell, dass es da unmengen von Grauzonen bzw. Mischfarben gibt, aber kaum Schwarz und Weiß.

    @fMRTmethodologyPhD: Wenn das so ist: Was soll die Methode dann überhaupt bringen? Die Erkenntnis, dass bekennende Pädophile sich tatsächlich zu Kindern hingezogen fühlen? Duh.

  88. 88

    @ItsMe: Es geht hier um 12,5% “Unbeschuldigte Schuldige”.
    @einige: Augen zumachen etc.? In “Clockwork Orange” werden die Augenlider fixiert (s. verlinktes Bild).

  89. 89

    Wozu dieser Test? Pedofile, das sind doch diese Leute mit dem Internet. (Erna, 92, CDU-Wählerin, Bild-Leserin)

  90. 90

    @b@Besorgte Mutter: Sie können je nach Studie oder Erfassung 6,9% (BKA) bis 41% (Childline) bekommen. Das hat mit der Art und Straffähigkeit der Missbrauchshandlungen und dem Opferalter zu tun. Meist gehen die Taten im Grenzbereich zur “normalen” häuslichen Gewalt gegen Kinder unter, wo Frauen mit großem Abstand führend sind, was wiederum mit Rollenmodellen in bildungsfernen Schichten zu tun hat.

  91. 91
  92. 92

    @earendil:

    Es ist keine Methode. Es ist Grundlagenforschung über die Funktion des menschlichen Gehirns. Die kann einen kleinen Baustein im Verständnis liefern, wie Verhalten, Empfinden und biologische Funktionen des Gehirns in Zusammenhang stehen.
    Man hätte sich auch fragen können, warum soll denn der junge Wernher (v. Braun) mit Raketen spielen, wem nützt das, außer den Kriegstreibern. Andererseits gäbe es ohne das z.B. kein GPS. Natürlich lässt sich so bei weitem nicht alles rechtfertigen. So hat bspw. die Entwicklung der Medizin über Jahrzehnte von den Greueltaten eines Josef Mengele profitiert. Daraus (u.a.) wurden allerdings dann auch die Konsequenzen gezogen, so dass heute Forschung am Menschen sehr strengen Auflagen unterliegt.
    M.E. besteht das wesentliche Problem bei den im Spektrum-Artikel zitierten Studien nicht in der Grundlagenforschung zu dem Thema, sondern in populär- bis pseudowissenschaftlichem Populismus und profitorientierter Ausschlachtung fälschlich generalisierter Ergebnisse. Darunter schließe ich sowohl den Großteil der Berichterstattung dazu als auch wirtschaftliche und politische Interessengruppen mit ein. (Das finde ich, nebenbei bemerkt, zum Kotzen).

    Faktisch ist das “Verfahren” (sexuelle Präferenz von vielleicht Pädophilen mittels fMRT zu messen) aus vielen Gründen kein Bisschen Praxistauglich im Sinne von “Entlarven”. U.A. muss der Proband sehr lange sehr still liegen und 100% kooperieren, sich brav alle Bilder anschauen usw., weil sonst die Messung für die Tonne ist – fixierte man hingegen Kopf und Augenlieder des Probanden, mäße man Abwehrreaktionen, Schmerzreize, Frustration, Zorn, Angst usw. – aber sicher nicht das was man messen wollte.

    Aber zur Frage zurück… es ist Grundlagenforschung. Die wird letztlich von wissenschaftlicher Neugier ge- und betrieben. Wenn man da im Vorhinein immer wüsste wozu es gut sein soll, dann würde man vieles übersehen, was (z.T. in einem ganz anderen Kontext) wertvolle Erkenntnisse und auch ebensolche praktischen Anwendungen findet.
    Im Idealfall können diese Studien (damit meine ich nicht den Spektrum-Artikel!) einen Beitrag dazu leisten, wie die Welt bzw. das Gehirn funktioniert. Wer jetzt mit ‘wozu soll das gut sein’ kommt, möge bitte konsequenterweise auswandern und den Rest seines Lebens nackend in einem Urwald seiner/ihrer Wahl verbringen – aber ohne Medikamente, Brille, gewebte Stoffe usw. Oder er/sie wohne ein paar Routine-OPs bei – die sind für Laien auch der reinste Horrorschop, für den man hierzulande vor gerade mal 10-20 Generationen mindestens gerädert und gevierteilt worden wäre.

  93. 93

    Das ist doch Hexen Humbug in modernem Gewand. Bis heute wissen Wissenschaftler nicht wie das Gehirn funktioniert. Man kann nur mutmassen oder raten. Diese Scans sind lediglich “Interpretationen” ohne prüfbarem Wert. Was aber passieren wird ist, dass die Medizin sich ab dann eine Interpretationshoheit über die (angeblichen) Abbilder des menschlichen Gehirns beansprucht. Was dann passiert ist klar. Unbequeme, querulante Oppositionelle werden dann per Scan als pädophile, Terroristen, Kriminelle usw. präjustidiziert.

  94. 94

    @bombjack:

    Nein der Anteil bei sexuellem Missbrauch ist auch mit Dunkelziffer geringer. Jetzt kommt aber das aber. Aktiv und passiv missbrauchen die gerne mit. Sei es das man gerne mal wegsieht oder sogar dem Kind Schuldgefühle macht oder es verprügelt. Gerne wird auch eine Kombination genommen. Erst sieht man weg. Dann macht man dem Kind Vorwürfe wenn man es doch nicht mehr übersehen kann. Und dann bekommt es noch einen auf die Fresse.

  95. 95

    Einen hab ich noch:

    “Zum Genuß wird den Menschen die Freude gemacht an ihrem Trieb zu Frauen und Kindern…” (3. Sure Al-Minran)

  96. 96

    Genau deswegen habe ich auch eine grundlegende Skepsis gegen Naturwissenschaftler und Techniker: neben allem schönen Kram, den sie erfinden und bauen, erfinden und bauen sie auch den ganzen kaka-Kram, der uns alle unterjocht. Wenn sie über sich selbst reden, erzählen sie freilich nur von den schönen Dingen, die sie erfinden. Die schlechten Dinge erfinden immer die anderen und die anderen bauen die auch immer. Das Böse, das sind die anderen. Dabei ist das Böse eigentlich banal, so banal wie ein Hirnscan.

  97. 97

    Also, jetzt werd ich sauer.

    Thomas schrieb: “Genau deswegen habe ich auch eine grundlegende Skepsis gegen Naturwissenschaftler und Techniker: neben allem schönen Kram, den sie erfinden und bauen, erfinden und bauen sie auch den ganzen kaka-Kram, der uns alle unterjocht.”

    Na, dann haben Sie doch eine Skepsis gegen Naturwissenschaftler, glaueben Sie weiter an esoterik und Religion. Daran müssen Sie ja glauben, wenn Sie die Wissenschaft ablehnen).

    Machen Sie schön kaka und bleiben Sie in Ihrem armseligen Weltbild.

    Religion hat noch keine Glühbirne zum Leuchten gebracht.

    Also: Wenn Wissenschaft “kaka” ist, melden Sie Telefon, Internet, Strom etc ab und zielen in die Waldhöhle!!!!! Ich kotz ab!

  98. 98

    @Statistiker:

    Was Sie ihm da unterstellen hat er mit keinem Satz geschrieben.
    Also Kommentar nochmal lesen, tief durchatmen, nochmal lesen, evtl. verstehen, nichts reininterpretieren und dann vielleicht nochmal antworten und ihren ersten Kommentar evtl. abschwächen oder gar revidieren!

  99. 99
  100. 100

    ” Ein Beispiel sind Lügendetektortests, die selbst mit Zustimmung des Angeklagten nicht als Beweismittel akzeptiert werden dürfen”

    Stimmt das, dass es in den USA erlaubt ist?

    Ist das nur in Deutschland verboten?

  101. 101

    @ Besorgte Mutter

    Ich finde, solche Tests sollten bei allen Männern gemacht werden, am Besten regelmäßig alle 2 Jahre ab einem alter von 14 Jahren, wenn der sexuelle Trieb einsetzt.”

    PFF, dummes Gelaber.

    Wenn sie wirklich achso besorgt sind, dann sollten sie wissen das auch Frauen so etwas begehen und ihre Kinder aufklären das es nicht immer der böse Mann ist.

    Meine Mutter wusste irgendwann (wie weiss ich bis heute nicht) das ich von einem Lehrer in der Schule vergewaltigt wurde.

    Ihr ist nur die Kinnlade runtergefallen, als ich ihr erzählt habe das der Lehrer eine Lehrerin war.

  102. 102

    @6 “Besorgte Mutter”

    Nun wollen wir aber nicht vergessen, dass es nicht nur Männer sind die pädophil veranlagt sind.

  103. 103

    @ Besorgte Mutter:
    Zunächst einmal: Pädophilie lässt sich bei Frauen sehr viel schwerer nachweisen als bei Männern. Eine Frau kann sie etwa unbemerkt in der Badewanne mit ihrem Kleinkind ausleben, ohne dass ihre Erregung oder ihr Orgasmus sichtbar werden (im Unterschied zum pädofilen Mann, der überdies meist auch noch penetrieren möchte).
    Ein weiterer Grund, warum pädophile Frauen weniger in der Statistik auftauchen als Männer liegt darin, dass die Opfer, wenn sie Jungen sind, sich weniger trauen, gegen den Missbrauch im Nachhinein juristisch zur Wehr zu setzen.
    In der Gesellschaft wird es allgemein weniger gewürdigt, wenn Jungen oder Männer als Opfer von Gewalt in Erscheinung treten. Auch mag man demJungen auch noch attestieren, dass es doch schön gewesen sei, mit einer erwachsenen Frau Sex gehabt zu haben.

    Es gibt selbstverständlich auch pädofile Frauen, so wie es sadistische Frauen, maskuline Frauen, lesbische Frauen, Gewalt ausübende Mädchen und Frauen usw. gibt. Schon die Logik sagt, dass es pädofile Frauen geben MUSS.

    Allerdings ist das Kritierum Pädofilie völlig zu kurz gegriffen, da die meisten sexuellen Gewalttaten überhaupt nicht von Pädophilen ausgeübt werden, sondern wenn Menschen, welche sadistisch veranlagt sind und Kinder als Ersatzobjekt missbrauchen. Darüber besteht innerhalb der Forschung einhellige Meinung.

    Die Verengung auf Pädophilie ist überdies einseitig, da Missbrauch nur auf sexuelle Vergehen beschränkt wird: Sadistsch ihre Kinder misshandelnde Mütter tauchen in der Statistik jedoch sogar noch häufiger auf als Männer – warum gibt es keine Diskussion über die ihre Kinder verhungern, verwahrlosen lassenden, schlagenden, ertränkenden oder erwürgenden Mütter??
    Leiden diese Kinder etwa weniger als die von sadistischen TäterInnen sexuell missbrauchten Kinder?

    Ergo: Im Sinne des Gleichheitsparagrafen und der weiblichen Emanzipation müsste man also das Gehirn von Männern UND Frauen nach sadistischen Neigungen scannen.

    Und hier taucht dann zum Letzten die Frage auf: Was soll das bringen, wenn wir wissen, dass etwa zehn Prozent der Bevölkerung neurobiologisch nachweisbare sadistische Phantasien hegt?
    Sollen wir die alle auf bloßen Verdacht hin einsperren oder therapieren lassen?
    Also gleich die ganze SM-Szene in die geschlossene Anstalt einweisen lassen?

    Deine Argumente, besorgte Mutter, waren also nicht ganz durchdacht, sondern einfach nur ein gedankenloses Bla Bla Bla aufgrund oberflächlicher Kenntnis der Sachlage.

  104. 104

    Es ist ja schon sehr gut;das man Pädophile Triebe durch diese Methode erkennen kann;so mancher potentieller Täter könnte dadurch entlarvt werden und die Kinder vor dem geschützt und er selbst auch;damit er kein Verbrecher erst wird.
    Aber:Was ist,wenn ein Mensch ein Gefühl der Wärme und des Beschützens empfindet;wenn er Fotos von Kinder gezeigt bekommt?
    Könnte das dann nicht auch zu Mißverständnissen führen???

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