15.8.2012

Videokameras gegen Nothämmerchen-Diebe

Die Düsseldorfer Rheinbahn hat bereits 350 Videokameras im Betrieb. Allerdings handelt es sich um veraltete Modelle mit geringer Speicherkapazität. Deshalb können nur Zufallsaufnahmen gemacht werden – oder wenn ein Fahrgast den Alarmknopf drückt. Das soll sich nun ändern: Alle U-Bahnhöfe und die meisten Stadtbahnhaltestellen sollen auf Dauerüberwachung umgerüstet werden.

Bemerkenswert ist der Grund, warum die Düsseldorfer Verkehrsbetriebe über 500.000 Euro in die neuen, rund um die Uhr laufenden Videokameras investieren wollen. Hauptsächlich geht es nämlich darum, Graffiti-Sprüher und Sesselschlitzer abzuschrecken oder wenigstens zu ermitteln.

Zwar hat man auch die Sicherheit der Fahrgäste im Blick. Überraschenderweise scheint es aber wenig konkreten Bedarf an “Schutz” durch Kameras zu geben. “Zum Glück gibt es so was bei uns so gut wie nie”, zitiert die Rheinische Post (Printausgabe) Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher. Mit “so gut wie nie” meint Schumacher Gewalttaten auf Bahnsteigen.

Also eine Videokomplettüberwachung zur Verhinderung von Sachbeschädigung. Aus Sicht der Rheinbahn mag das nachvollziehbar sein, mir als Fahrgast (ich habe eine Monatskarte) wird da allerdings unbehaglich. Ich muss mich künftig also auf Haltestellen und in Bahnen ständig filmen lassen, nur damit die Verkehrsbetriebe möglicherweise ein paar Graffiti-Sprüher stellen können. Oder die dreisten Diebe von Nothämmerchen, welche die Rheinbahn gegenüber der Lokalpresse nicht zu erwähnen vergisst.

Auch wenn die jährlichen Schäden durch Vandalismus angeblich ca. zwei Millionen Euro betragen (eingerechnet sind allerdings auch die Kosten für die Reinigung versehentlich verschmutzter Sitze), scheint mir die Rechnung etwas einseitig zu Lasten der Fahrgäste gemacht zu werden. Ich möchte schlicht und einfach nicht permanent aufgenommen werden, sobald ich mit Bus und Bahn unterwegs bin.

Zumal ich den Rheinbahn-Sprecher in dem Punkt beipflichten kann, dass im Düsseldorfer Nahverkehr weniger Räuber und Schläger nerven, dafür aber dauernörgelnde Rentner und ungehobelte Stutzer jeder Couleur (in dieser Reihenfolge). Aber gegen die helfen Kameras leider nicht.

Noch dazu wird die Rheinbahn jede Aufnahme 72 Stunden speichern. Das ist ein stattlicher Zeitraum; Beschädigungen dürften ja wesentlich schneller entdeckt werden. Verkauft wird das mit einem angeblich hohen Standard beim Datenschutz. Die Aufnahmen dürften nur besonders geschulte Mitarbeiter sehen. Und intern gibt es angeblich die Vorgabe, dass Bilder nur im Zusammenhang mit Straftaten verwendet werden dürfen.

Daneben kann allerdings auch die Polizei auf die Aufnahmen zugreifen. Was zwangsläufig dazu führen wird, dass auch bei kleineren Delikten außerhalb des Rheinbahn-Bereichs künftig geschaut werden wird, wer denn an einer Haltestelle ein- oder ausgestiegen oder zumindest durchs Bild gelaufen ist.

Da die Haltestellen ja nun meist in den öffentlichen Straßenraum integriert sind, kann das sogar wunderbare Bewegungsprofile ergeben. Allerdings nicht nur von Tätern, sondern von vielen tausend Fahrgästen und ganz normalen Passanten.

Wenn das alles kommt, werde ich in Düsseldorf wahrscheinlich wieder mehr Auto fahren.

80 Kommentare zu “Videokameras gegen Nothämmerchen-Diebe”

  1. Veritas meint: (15.8.2012 um 18:06) AntwortenReply to this comment

    Das Vorgehen der Rheinbahn ist vollkommen in Ordnung. Ein Zug ist ein öffentlicher Ort und da erwartet man sowieso keine Privatssphäre. Ich als Fahrgast habe keine Lust mehr Krawallgesindel die Sachbeschädigungen über höhere Ticketpreise zu bezahlen.

  2. Oliver meint: (15.8.2012 um 18:11) AntwortenReply to this comment

    Lieber Veritas,

    1. Inwiefern ist es legitim öffentlichen Raum systematisch zu überwachen?
    2. Auf welche Weise helfen Kameras gegen "Krawallgesindel"?

  3. xaoc meint: (15.8.2012 um 18:13) AntwortenReply to this comment

    In Hessen macht das Zug fahren in der Hinsicht doppelt Spass, in allen Zuegen der HLB haengen zig Kameras, in den der deutschen Bahn sieht man nicht zu selten 5 Polizisten wie sie argwoenisch nach jedem Halt durch den Zug laufen und jeden kritisch anschauen.

    Aber das alles passiert zu "unserer Sicherheit".

    Ich wuerde ein paar harmlose Sprayer der staendigen Ueberwachung vorziehen.

    Und @Veritas
    Du bezahlst zwar keine Reinigungskosten mehr, dafuer aber alle Kameras, deren Nutzung, Auswertung und Wartung.
    Tolle Rechnung..

  4. Jürgen meint: (15.8.2012 um 18:13) AntwortenReply to this comment

    Der theoretische Nutzen dieser Nothämmerchen ist ja klar, aber haben die in letzter Zeit überhaupt mal geholfen oder gar Leben gerettet?

  5. Christian meint: (15.8.2012 um 18:18) AntwortenReply to this comment

    @Jürgen:
    Nur weil eine Sicherheitsmaßname "in letzter Zeit" nicht benötigt wurde ist sie nicht überflüssig.
    Oder wie oft hast du schon deine Rauchmelder zuhause benötigt? Oder den Verbandskasten im Auto? Oder dein Antivirenprogramm? Oder den Notausgang in einem Gebäude? Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

  6. Jens meint: (15.8.2012 um 18:21) AntwortenReply to this comment

    @Jürgen: Ganz abgesehen von der meiner Meinung nach immer mehr ausufernden Überwachung: diese Nothämmerchen bzw. deren Anbringung sind ein Designfehler. Die Entnahme derselben (die wohl überall nur mit einer offiziell aussehenden Plombe gesichert sind) sollte die gleiche Funktion wie das Ziehen der Notbremse haben. Und schon würden die Diebstähle gegen Null gehen. Zumindest ein Überwachungsargument ist damit zerstreut.

  7. Obi meint: (15.8.2012 um 18:23) AntwortenReply to this comment

    Aber die Kameras sind irgendwann abbezahlt. Die Rechnungen für Reinigung und Instandhaltung entstehen immer wieder neu…

  8. jo meint: (15.8.2012 um 18:25) AntwortenReply to this comment

    soweit mir bekannt, dürfen öffentliche Videoaufnahmen nur gesichtet und ausgewertet werden, nachdem Strafanzeige erstattet wurde. Und auch nur dann, wenn die ermittelnde Behörde die Auswertung der Videoaufzeichnungen anordnet…

  9. IANAL meint: (15.8.2012 um 18:32) AntwortenReply to this comment

    "Wenn das alles kommt, werde ich in Düsseldorf wahrscheinlich wieder mehr Auto fahren." – Aber nur so lange, bis die flächendeckende Kennzeichenerfassung kommt, oder?

  10. wonko meint: (15.8.2012 um 18:37) AntwortenReply to this comment

    @Obi:

    Aber die Kameras sind irgendwann abbezahlt.

    Stimmt, die warten sich ja von alleine.

  11. karl meint: (15.8.2012 um 18:43) AntwortenReply to this comment

    Dann hoff ich mal, dass genügend Leute ihren Verzicht auf Monats- und Jahreskarten gegenüber dem Laden dort kund tun.

  12. Micha meint: (15.8.2012 um 18:44) AntwortenReply to this comment

    Diebstahl von Nothämmern und Schlizzn von Sitzen einfach mit abartig hohen Strafen belegen. Das Gesindel endlich wie Raubmordkopierer bestrafen, und nicht mehr so lasch wie ne simple Steuerhinterziehung in Millionenhöhe oder vergleichbare Kavalliersdelikte :)

  13. Makko meint: (15.8.2012 um 18:47) AntwortenReply to this comment

    Wenn das so weiter geht mit der Überwachung im öffentlichen Raum werd' ich mir demnächst wohl doch noch mal 'ne Burka zulegen – und das als Mann.

  14. fayltrash meint: (15.8.2012 um 18:51) AntwortenReply to this comment

    Bei der Tendenz kann ich mir gut vorstellen, dass in Zukunft Kameras statt Nothämmerchen entwendet werden…

  15. Melone meint: (15.8.2012 um 18:58) AntwortenReply to this comment

    Zum Thema "Kameras helfen bei der Aufklärung von Gewalttaten" eine kleine Geschichte:

    Zwei Freunde, A und B, sind nachts am Bahnsteig. Personen C und D kommen vorbei, Person C ist wohl betrunken und schlägt Person A auf die Nase. D hält C davon ab, dass es schlimmer kommt.
    Person A erstattet nun Anzeige. Nach mehreren Wochen wird B als Zeuge vorgeladen. Wegen der großen Zeitspanne kann B natürlich wenig hilfreiche Angaben machen. Tja, und die Videos? Ach, die sind inzwischen gelöscht.

    Da ich heufig öffentliche Verkehrsmittel nutze, und auch schonmal später, kann ich verstehen, dass man dort für Sicherheit sorgen muss. Da sind schon ein paar wunderliche Personen dabei. Aber die Geschichte zeigt, dass die Täter keine Angst haben, erwischt zu werden. Und das wohl auch zu recht.

  16. Inge meint: (15.8.2012 um 18:59) AntwortenReply to this comment

    Die automatische Gesichtserkennungssoftware legt von dir ein Bewegungsprofil an. Nach einem gewissen Zeitraum weiß das System schon vorher, wann du wo in Erscheinung trittst. Ausserdem kann das System unerwünschte Personen mit Hausverbot erkennen.

    In Phase zwei wird das System verdächtige Bewegungen von dir wahrnehmen und selbstständig als Straftaten einordnen und dies zeitnah an die zuständigen Stellen weiterleiten. Das System kann Herumlungern, Bettelei, Vandalismus, Grafitti, Trunkenheit, Auseinandersetzungen u.a. erkennen. Somit werden die privaten Sicherheitsdienste zur richtigen Zeit für den richtigen Ort alarmiert. Bei besonderen Gefahrenlagen können zusätzlich Aufklärungsdrohnen aktiviert werden. Diese können auch flüchtige Straftäter verfolgen und in einer weiteren Ausbaustufe (versch. Reizgase) sogar unschädlich machen.

  17. Lars meint: (15.8.2012 um 19:04) AntwortenReply to this comment

    @Micha:
    Was nützt die hohe Strafe, wenn man die Leute nicht erwischt?

    Wenn die Leute glauben, erwischt zu werden, dann reicht auch eine kleine Strafe – darum bremsen ja alle brav vor dem Blitzer auf die Höchstgeschwindigkeit runter, obwohl die Strafe wahrscheinlich nur 15 EUR Verwarnung sind.

    Darum – pro Ermittlung Straftäter. Das schliesst nicht automatisch pro Kameraüberwachung ein, aber was besseres fällt mir leider auch nicht ein. Okay, das komplette Erziehungs- und Sozialsystem überarbeiten, damit gar niemand mehr auf die Idee kommt, aus Frust oder Zerstörungslust Sitze zu beschädigen. Aber das ist aktuell nunmal Utopie.

  18. LutzM meint: (15.8.2012 um 19:47) AntwortenReply to this comment

    War doch klar, das der Hr. Vetter (und seine Fanbois) das so empfindet. Hier ist, oft nur mühsam getarnter, Täterschutz doch praktisch alltäglich.

  19. Wolfram meint: (15.8.2012 um 20:04) AntwortenReply to this comment

    Ist es nicht grundsätzlich verboten, private Kameras so einzurichten, daß öffentlicher Verkehrsraum mitgefilmt wird?

  20. soso meint: (15.8.2012 um 20:34) AntwortenReply to this comment

    dauernörgelnde Rentner … Aber gegen die helfen Kameras leider nicht.

    Was gegen die Rentner hilft, hat Jens Jessen rausgefunden.
    http://www.youtube.com/watch?v=lXhLAdPFROs

  21. geheim meint: (15.8.2012 um 20:39) AntwortenReply to this comment

    Ich war bislang eh der Meinung, dass nächtliche Sprayer sich bei ihren Taten irgendwie vermummen – Schal ins Gesicht empfiehlt sich ja schon aufgrund der Gase, dazu Cappie, Latexhandschuhe und Wendejacke und schon läuft die Videoüberwachung ins Leere.

  22. yt meint: (15.8.2012 um 20:42) AntwortenReply to this comment

    Courage & Respekt, unnötig das zu erklären und unnötig kompliziert in der Erziehung. Dafür gibt es nun Kameras.

    Dann können die Täter später auf YouTube mit ihren Schandtaten prahlen und das Volk hat wieder was zu geifern und zu glotzen.

    Widerlich.

    Mit eintausendneunhundertvierundachtzig Grüßen,
    yt

  23. Rechtskunde mit zf.8 meint: (15.8.2012 um 20:45) AntwortenReply to this comment

    Hinsichtlich der Fragen zum Thema "Darf man das?" wird auf § 6b BDSG verwiesen

  24. Hendrik meint: (15.8.2012 um 20:57) AntwortenReply to this comment

    Der Diebstahl von Nothammern ist so harmlos nicht, schliesslich erfuellen diese eine Sicherheitsfunktion. Ggf. handelt es sich dabei um einen gefaehrlichen Eingriff in den Schienenverkehr und das ist schon ein bisschen happiger als einfacher Diebstahl oder Vandalismus.

  25. RalphW meint: (15.8.2012 um 21:08) AntwortenReply to this comment

    Die Frage ist: Schaffen Überwachungskameras wirklich Sicherheit? London ist die vielleicht am stärksten überwachteste Stadt der Welt. Dort gibt es nicht nur an jeder Ecke öffentliche Überwachungskameras (noch dazu sehr viele in den Bussen und U-Bahnen), sondern auch Polizisten und private Sicherheitsdienste an jeder Ecke. Trotzdem fühle ich mich dort nicht sicher, eher bedrückt. Und die Statistik gibt mir Recht: London ist eine unsichere Stadt.wird?

    Schaut man sich dagegen zum Beispiel skandinavische Städte an, fällt auf: Die Stadt ist nicht nur sicherer, sondern fühlt sich auch sicherer an. Und das liegt einfach an einem ganz anderem Umgang der Menschen miteinander. Was wirklich gegen Kriminalität hilft ist eigentlich klar: Ein gutes Miteinander, bei dem man sich nicht gegenseitig angreift, sondern miteinander lebt. Dann kommt Gewalt und Vandalismus auch nicht wirklich vor. Btw: Sprayer sollte man nicht bestrafen, sondern ihr Talent konstruktiv nutzen.

  26. Bernhard meint: (15.8.2012 um 21:28) AntwortenReply to this comment

    Das, was Udo Vetter hier anprangert, ist in anderen Städten Realität. Man steigt in den Bus, da sind schon die Kameras an den Haltestellen. Im Bus mindestens 3 Kameras, die teilweise auch Fahrzeuge hinter dem Bus filmen (die steckt oben neben der Digitalanzeige). Am Bahnhof: Kameras wohin das Auge schaut. Dreh-, schwenk- und zoombar, das teuerste Zeug. In der S-Bahn in einem Teilzug 32 Kameras, die jeden Winkel ausleuchten. Weiß denn da noch wer, wer was wie lange speichert?

  27. Brainbug meint: (15.8.2012 um 21:30) AntwortenReply to this comment

    Leute, das ist doch bloß ein Zuckerle von U.V. für die vielen Paranoiker unter seinen Fans.

    Oder glaubt hier jemand, ein vernuftbegabter Mensch wie U.V. sei im Ernst der Meinung, bloß weil Gewalttaten in Verkehrsmitteln "zum Glück so gut wie nie vorkommen", dienten Videoaufnahmen nicht trotzdem primär zur Abschreckung potentieller Gewalttäter?

  28. JSG meint: (15.8.2012 um 22:09) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter, wenn Sie jetzt noch Ihre Spekulationen bezüglich Bewegungsprofil irgendwie mit Fakten hinterlegen würden… Wenigstens bezüglich der Machbarkeit – denn von der marktreifen Existenz von Personenerfassung in Überwachungsvideos ist mir nichts bekannt. Nur von Studien.

    Welche negativen Auswirkungen die Speicherung Ihres Bildes für 72 Stunden hat, vermag ich auch nicht zu beurteilen. Da ich nicht davon ausgehe, dass Sie mit Steinen Scheiben einwerfen, und ein Fuß der vielleicht kurz mal die Bank streift sicherlich nicht zu Ermittlungen führen wird, werden Ihre Bilder wohl völlig unbeachtet bleiben. Oder stört Sie gerade das?

    Man kann es auch übertreiben mit dem Teufel an der Wand. Schützt eigene Rechte, die gar nicht bedroht sind – und gleichzeitig die Kriminellen. Ja, lieber grundlegende Rechte aller gewahrt als jeden Kleinstkriminellen durch Totalüberwachung überführen zu können – aber diese Formel passt nicht, wenn der rechtschaffende Bürger durch die Maßnahmen nichtmal im Ansatz eingeschränkt wird. Schade, dass Sie die Juristerei scheinbar so sehr das Leben, zumindest die geäußerte Meinung zum öffentlichen Geschehen, kontrollieren lassen. Man muss da als Jurist vorsichtig sein, denke ich…

  29. Robby meint: (15.8.2012 um 22:09) AntwortenReply to this comment

    Ich möchte schlicht und einfach nicht permanent aufgenommen werden, sobald ich mit Bus und Bahn unterwegs bin.

    Was Sie – fachlich wie auch menschlich sehr geschätzter Herr V. – wollen, ist den Verantwortlichen glücklicherweise schnurzegal. Mir übrigens auch.

  30. Nina meint: (15.8.2012 um 22:11) AntwortenReply to this comment

    @ Udo Vetter

    Herr Vetter,

    gut, dass Sie das Thema Videoüberwachung im öffentlichen Raum ansprechen.
    Noch besser wäre es, wenn Sie zusätzlich zu Ihren Worten auch handeln würden.
    Sie könnten z.B. eine Eingabe an den Landesdatenschutzbeauftragten richten und um Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Kameraüberwachung bitten.

    Denn es gab schon Fälle, wo die Haltestellen-Kameras neu ausgerichtet werden mussten, damit möglichst wenig öffentlicher Raum drumherum gefilmt wird.
    So können wenigstens die Nicht-Bus-und-Bahnfahrer ungefilmt durch die Straßen gehen.

    Herr Vetter, lesen Sie auch mal hier in den Kommentaren mit. Manchmal gibt es hier auch Vorschläge an Sie, die uns alle weiterbringen könnten.
    Sie als renommierter und berühmter Anwalt würden bei den offiziellen Stellen (Düsseldorfer ÖPNV + Landesdatenschutzbeauftragter) auch mit mehr Gewicht auftreten als der kleine Normalo.

  31. Leipziger meint: (15.8.2012 um 22:16) AntwortenReply to this comment

    @Hendrik:

    Solange es nur beim Diebstahl des Hammers bleibt liegt kein Eingriff in den Schienenverkehr vor, sondern Mißbrauch von Notrufen (§ 145 Abs. 2 Nr. 1 StGB)

  32. Heinzi meint: (15.8.2012 um 22:17) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter wird niemals öffentlich Stellung beziehen.

    Das könnte ihn beim nächsten "offiziellen Kontakt" mit den hohen Herren unbeliebt machen.

    Aus diesem Grund gilt auch hier: Hunde, die bellen, beißen nicht.

  33. Micha meint: (15.8.2012 um 22:39) AntwortenReply to this comment

    Für alle "nu regt euch schon nicht über das bissl Überwachung auf"-Schreiber ein sehr empfehlenswerter Buchtipp:

    "Little Brother" von Cory Doctorow

    Ist in elektronischer Version kostenlos erhältlich und zeigt sehr schön auf, wo das Problem an "dem bisschen Überwachung" ist. Dazu unterhaltsam geschrieben, macht Spaß zu lesen :)

  34. ui-ui-ui meint: (15.8.2012 um 22:54) AntwortenReply to this comment
  35. Erna meint: (16.8.2012 um 00:19) AntwortenReply to this comment

    Lächerliche Schutzbehauptungen …geschulte Mitarbeiter?

    Es wird ein tolles Gefühl, nun nicht nur vielleicht in Echtzeit von einem Spanner beobachtet zu werden, sondern ein Videoarchiv bereit zu wissen, in dem dieser dann recherchieren kann.

  36. amfa meint: (16.8.2012 um 00:51) AntwortenReply to this comment

    @Jens:
    Soweit ich weiß ist das in den neueren Bahnen in Düsseldorf sogar so.
    Da sind die Hämmerchen so angebracht, dasss man zwingend erst die Notbremse ziehen muss.

    Scheint aber nicht zu funktionieren.. sonst bräuchte es ja keine neuen kameras.

  37. alex meint: (16.8.2012 um 07:01) AntwortenReply to this comment

    Wozu sind diese "Nothämmerchen" denn gut? Was ist die Besonderheit?!

  38. lattengustel meint: (16.8.2012 um 07:53) AntwortenReply to this comment

    Oh Fuck!!! Die "Orwell-Mahner" kriechen wieder aus ihren Bunkern hervor.

    Ja, ihr habt so recht:
    Die böse Bahn will nur deswegen Kameras aufhängen, um Bewegungsprofile zu erstellen. Ja, das wollen die.
    Und argwöhnisch drein-blickende Polizisten belästigen uns durch ihre Anwesenheit.

    Da muss man sich also von ganz bösen Kameras filmen lassen! Ich will aber doch Privatsphäre in der vierten Bank, linke Reihe, rechter Sitz. Wo kämen wir denn hin, wenn mich da jemand sieht?!?!?! Also das ist ganz ganz dolle unfair. Nicht nur Kameras sollten verboten werden, sondern auch alle Mitfahrgäste!!! Die könnten mich nämlich auch beeinträchtigen. Weil: die können mich auch sehen!!!!

    Nur ein paar Halbstarke mit Eddings und Sprühflaschen. Die dürfen mit rein. Die schauen mich auch nicht an, sondern machen die Sitze kaputt. Und falls die mir eine runter hauen, oder ein Messer ins Kreuz stecken: Jetzt lasst mal mit polizeilich und Anzeige und so…. Die hatten bestimmt eine schwere Kindheit.

    Menno… Alle tun so, als würden sie was gegen Verbrechen und Vandalismus tun wollen. Aber dabei wollen die mich nur beeinträchtigen.

    FUCK! Ihr seid ein Haufen jammernder Verschörungsthoretiker!!!

  39. Razool meint: (16.8.2012 um 08:37) AntwortenReply to this comment

    Also ich finde die Installation der Kameras gut. Irgendwie wird mir Herr Vetter immer unsympathischer. Seit er als Hobby "Pirat" eingefügt hat, denk ich mir bei vielen Beiträgen nur noch "Oooooooch Typ -.-".

  40. Uwe meint: (16.8.2012 um 09:07) AntwortenReply to this comment

    Gestern habe ich so eine Werbung gesehen (von HP oder IBM? Jedenfalls was Großes!), wo Kameras und Computer BEWORBEN sind, die Bewegungsprofile anlegen und Polizeikräfte prophylaktisch leiten. Es gab einige Szenen, wo die beiden Fahrzeuge öfters gemeinsam im Bild sind, das Eine über der Brücke, das andere darunter — Und am Ende kommt dann der phöse Roiber in den Lichtkegel einer abgelegenen FastFood-Restaurant — wo der Polizist schon einen Hamburger futtert, worauf sich der andere wieder zurückzieht.

    Das WAR KEINE Satire! (Das gibt es bestimmt auch auf YOUTUBE)

  41. Hardy meint: (16.8.2012 um 09:14) AntwortenReply to this comment

    Sie werden in ihren Daten ersaufen, siehe London

    lattengustel, du bist ein Troll.

  42. Soeren meint: (16.8.2012 um 09:26) AntwortenReply to this comment

    zu der Aufbewahrungszeit:
    In Bremen habe ich mich nach einer Fahrt üer das offizielle Formular der BSAG beschwert (nein, es ging nicht um die oben geschilderten Probleme, aber trotzdem). Die Antwort kam nach 4 Monaten mit dem Hinweis, das Problem sei nicht mehr nachzuvollziehen.

    Freuen wir uns also auf demnächst halbjährige Aufbewahrungszeit solcher Videos, damit auch alle Beschwerden lange liegen gelassen werden können, bevor man sie zu bearbeiten braucht.

  43. Uwe meint: (16.8.2012 um 09:38) AntwortenReply to this comment

    @Soeren: @Soeren:
    Oder auf die kleine rote Lampe auf dem Steuerpult, die den Busfahrer dazu bringt, Querulanten die Türe vor der Nase zuzuschlagen.
    Es ist dann bestimmt auch eine gute Einnahmequelle, wenn man ALLEN Leuten, denen man irgendwann einmal "Hausverbot" ausgesprochen hat, ein "erhöhtes Beförderungsentgelt" abgreifen kann.
    Schließlich müssen diese ganzen teuren Geräte sich ja lohnen.

  44. TKEDM meint: (16.8.2012 um 09:38) AntwortenReply to this comment

    Was ist an der Sache jetzt so neu?! Ich würde mal behaupten, die meisten Verkehrsunternehmen haben mittlerweile ihre Bereiche videoüberwacht.
    Ist doch nichts anderes als in Geschäften, geht dort Herr Vetter auch nicht mehr einkaufen, wenn dort Kameras hängen?

  45. Lars meint: (16.8.2012 um 09:39) AntwortenReply to this comment

    @RalphW:
    Falscher Vergleich – hier geht es um den Schutz konkreter Objekte, nicht darum, das Ruhrgebiet allgemein sicherer zu machen. Um die Sitze der Bahn aufzuschlitzen, muss man in der Bahn sein, Punkt aus. Insofern ist der angedachte Erfolg, genau _diese_ Leute zu erwischen bzw. deren Straftaten an diesen konkreten Objekten zu unterdrücken, durchaus wahrscheinlich.

    Selbst wenn es Wanderungseffekte dann gibt, ist das Ziel dennoch erreicht.

  46. zwoologe meint: (16.8.2012 um 09:42) AntwortenReply to this comment

    @Jens: bei uns in berliner u-bahnen sind die nothämmerchen bereits in den kästen der notbremse eingebettet. man muss also erst die notbremse ziehen damit das hämmerchen entnommen werden kann. dieses wird dann aber in jedenfall regestriert. in bussen sind die hämmerchen mit drahtseil gegen den diebstahl gesichert.

    man müßte jetzt mal überschlagen ob der vandalismus in berlins öffentlichen nahverkehr durch videoüberwachung tatsächlich rückläufig ist. gewalttaten an menschen werden dadurch jedenfalls nicht gestoppt. da wurde die "sicherheit" der reisenden, wegen nichvorhandenden personals, gegen eine eventuelle spätere "aufklärung" durch videobeweise eingetauscht.

    aber letztendlich vetrete ich die auffassung das es dabei nur um die lückenlose kontrolle der herdenschafe geht.

  47. Siggi meint: (16.8.2012 um 09:42) AntwortenReply to this comment

    @xaoc:

    Als Pendler ist mir noch NIE aufgefallen, wie Polizisten bei JEDEM Halt durch den Zug laufen, Ausnahme war der Grenzübertritt NLD-DEU, klar weswegen. Aber in innerdeutschen Zügen fahren vielleicht noch Polizeibeamte nach Hause, mehr nicht. Polizeistaat!!!!1111!!!1

  48. lattengustel meint: (16.8.2012 um 09:44) AntwortenReply to this comment

    @Hardy (hehe, @Hardy…):
    Ich bin ein Troll?!

    Mit dem was ich geschrieben habe müsste ich doch der König unter euch werden.

    Ich bin ein Troll, und nachfolgende Aussagen sind die Aussagen von Realisten?! hehe, ja, so wird es dann wohl sein :-)

    "… in den der deutschen Bahn sieht man nicht zu selten 5 Polizisten wie sie argwoenisch nach jedem Halt durch den Zug laufen und jeden kritisch anschauen."

    "Ich wuerde ein paar harmlose Sprayer der staendigen Ueberwachung vorziehen."

    "Aber nur so lange, bis die flächendeckende Kennzeichenerfassung kommt, oder?"

    "Die automatische Gesichtserkennungssoftware legt von dir ein Bewegungsprofil an."

    "Sprayer sollte man nicht bestrafen, sondern ihr Talent konstruktiv nutzen."

    "Es wird ein tolles Gefühl, nun nicht nur vielleicht in Echtzeit von einem Spanner beobachtet zu werden, sondern ein Videoarchiv bereit zu wissen, in dem dieser dann recherchieren kann."

    Das folgende kommt jetzt wieder von mir. Schreibe ich nur sicherheitshalber, damit man die Aussagen zwischen Realisten und Trollen (wie ich ja einer bin) unterscheiden kann:

    Ja, pöse pöse, die Welt. Alle wollen uns rechtschaffende immer nur Überwachen. Dabei kommt es in Wirklichkeit gar niemandem darauf an, sogenannte "Verbrechen" oder "kriminelle Delikte" aufzuklären. Alle wollen uns nur immer überwachen. Der kleine Mann auf der Straße wird immer überwacht, und die da oben (Politiker, Manager, New-World-Order, Reptiloide, …) machen doch eh, was sie wollen. Pöse, pöse.

  49. Hardy meint: (16.8.2012 um 09:48) AntwortenReply to this comment

    Es hat sich bestätigt:

    lattengustel, du bist ein troll.

  50. markuus meint: (16.8.2012 um 09:54) AntwortenReply to this comment

    und was hilft gegen rechthaberische Juristen? Wohl doch nur Kameras … also ich finde es gut das sie kommen :)

  51. kleitos meint: (16.8.2012 um 10:04) AntwortenReply to this comment

    @lattengustel: Und du bist bloß ein jämmerlicher Untertan, wie im gleichnamigen Buche …

  52. lattengustel meint: (16.8.2012 um 10:17) AntwortenReply to this comment

    Troll….
    jämmerlicher Untertan!

    Hm, Troll…. nahezu gar nicht. Nur wenn Du meine Beiträge als destruktiv und provozierend empfindest. Letztendlich nehme ich nur gegebene Aussagen von besorgten Bürgern, und gebe die 10% verstärkt wieder. Und hier kommt es wie die totale Überzeichnung an… hehe. Also eigentlich eher "Spiegel vorhalten". Aber weil das dann auf einmal soooo lächerlich klingt verstehen das die meissten Paranoiker offenbar nicht.

    jämmerlicher Untertan….hm…. nein.

    Jetzt mal im Ernst:
    Hurra, Kameras!!
    Jeder hat schon Überwachunsgbilder der "U-Bahn-Schäger", "S-Bahn-Vergewaltiger", … gesehen. Klar, haben nichts verhindert. Aber zur Aufklärung beigetragen.

    Und selbst wenn 100%-High-tech-Kameras "nur" gegen Edding-Schmierer und Sitz-Schlitzer benutzt werden. Hurra, lobet die Technik.

    Geld in die Hand genommen, um die Arschlöcher einzukasteln. Sauber!!!

    Wen in Gottes Namen interessiert ein Bewegungsprofil von irgend nem 0815-Horst, der Morgens zur Arbeit fährt, und Abends Heim?! Niemanden!! Thats it!

  53. unbekannt verzogen meint: (16.8.2012 um 12:00) AntwortenReply to this comment

    @lattengustel den einbrecher der das bewegungsprofil von horst und den vielen anderen vom auswerter der videos verkauft bekommt könnte das schon interresieren wie lange er zeit hat bis die wieder von der arbeit kommen – das ist bestimmt so abwegig wie die vermutung das polizisten vor einem Gebrauchtwagenkauf die lebensgeschichte des Fahrzeugs überprüfen :-)

  54. Ein Mensch meint: (16.8.2012 um 12:12) AntwortenReply to this comment

    @Lars: Warum sollte der Schlitzer sich keinen Schal umbinden, bevor er den Waggon betritt?

    Kameras sind Sicherheitsplazebo um ängstlichen Leuten ein Gefühl von Sicherheit vorzugaukeln. Sie schaffen weder Sicherheit, noch helfen sie im Regelfall bei der Aufklärung.

  55. Peter meint: (16.8.2012 um 12:34) AntwortenReply to this comment

    Was sind denn Stutzer? Dieser Ausdruck ist hier im Osten nicht geläufig.

  56. klabauter meint: (16.8.2012 um 12:51) AntwortenReply to this comment

    @Ein Mensch 55:
    Dass die Kameras in öffentlichen Verkehrsmitteln/Bahnhöfen nicht helfen, Straftaten aufzuklären, hat sich in Berlin, Hamburg, München, Nürnberg bei diversen Körperverletzungs/Tötungsdelikten in den letzten 3-4 Jahren ja auch eindrucksvoll bestätigt. Ach so: auch im nunmehr zum Zweck der Erstellung eines Bewegungsprofils von Herrn Vetter totalüberwachten Düsseldorf, Stichwort: "U-Bahn-Schubser".
    Ironie aus.

  57. leser meint: (16.8.2012 um 13:25) AntwortenReply to this comment

    Die Frage ist nicht nur, ob Kameras irgend einen Nutzen haben.

    Die Frage ist, ob sie einen höheren Nutzen haben als andere Maßnahmen, die man alternativ finanzieren könnte.

    Außerdem ist die Frage, wie nachhaltig der Nutzen ist:
    * Effekte können temporär sein (bis sich die bösen Buben an die Kameras gewöhnt haben)
    * Es kann Verlagerungseffekte geben (dann entsteht der Schaden an anderer Stelle).

  58. Gluko meint: (16.8.2012 um 13:38) AntwortenReply to this comment

    Hallo Herr Vetter,
    Haben Sie vielleicht nicht eher die Sorge, dass Sie als Strafverteidiger weniger Chancen haben Ihren Mandanten rauszuhauen, sobald es schöne Bilder von seiner Straftat gibt?
    ;-)
    Gruß
    Gluko

  59. NullPlan meint: (16.8.2012 um 14:25) AntwortenReply to this comment

    @Ein Mensch:
    Nun also ich weiß nicht, von den Straftätern, die gefilmt wurden und danach das Filmmaterial veröffentlicht wurde, sind meines Wissens alle geschnappt worden bzw. sie haben sich freiwillig gestellt. Ganz so unnütz scheinen mir Kameras also doch nicht zu sein.

  60. kleitos meint: (16.8.2012 um 14:28) AntwortenReply to this comment

    @lattengustel: "Wen in Gottes Namen interessiert ein Bewegungsprofil von irgend nem 0815-Horst, der Morgens zur Arbeit fährt, und Abends Heim?! Niemanden!! Thats it"

    Nö – ob welches Profil für wen interessant ist, bestimmst nicht Du – und ich auch nicht.

    Dieser Glaube bzw. diese Naivität hinsichtlich der Verwendung von jeglichem Überwachungsmaterial habe ich mit der Titulierung als Untertan angesproche – das "jämmerlich" habe ich bloß kopiert ;-)

  61. lattengustel meint: (16.8.2012 um 14:58) AntwortenReply to this comment

    :-) @kleitos

    "Nö – ob welches Profil für wen interessant ist, bestimmst nicht Du – und ich auch nicht.

    Dieser Glaube bzw. diese Naivität hinsichtlich der Verwendung von jeglichem Überwachungsmaterial habe ich mit der Titulierung als Untertan angesprochen."

    Okay, ja, es machen sich viele Menschen darum sorgen, was alles missbraucht werden könnte. Darf man gerne machen. Aber der Punkt ist: MISSBRAUCH

    Der GEBRAUCH von diesen Techniken ist doch wunderbar und hilft der Allgemeinheit!

    Dass Dinge missbraucht werden können liegt doch in der Natur jeglicher Sache.

    Viel viel viel gefährlicher bezüglich Bewegungsprofil ist doch das Smartphone, oder?
    Und die Tollkollekt-ANlagen auf der Autobahn.
    Theoretisch könnte jedes telefonat von jedem aufgezeichnet werden. Es könnte auch jede Email mitgelesen werden. Wenn nicht: es könnte zumindest alles gespeichert werden. Es könnte alles davon 100% personalisiert werden. Klar, gebe ich zu. KÖNNTE

    Mit all den Daten könnten Analysen erstellt werden, die einzelne Personen sowas von unglaublich exakt beschreiben und Charakterisieren.

    Ja, das sind mit Sicherheit Gefahren, über die es sich zu diskutieren lohnt. Aber das alles schließt dann immer den MISSBRAUCH der erhobenen Daten ein. Nicht den GEBRAUCH.

    Klar, man könnte einfach alles verbieten. Überwachungskameras, Personenkontrollen bei Veranstaltungen, Ausweiskontrollen, Gepäckkontrollen, … Man könnte dann auch nichts missbrauchen. Dummerweise würden dann halt haufenweise Flugzeuge von Himmel fallen, leute ausgeraubt, abgestochen, … Aber immerhin werden wir nicht beobachtet und unsere Freiheitsechte sind maximal! Hurra.

    oder aber man regelt den GEBRAUCH vernünftig, und verhindert/erschwert den MISSBRAUCH. Sauber. Man wird nicht abgestochen, Flugzeuge bleiben am Himmel, und Großveranstaltungen sind halbwegs sicher :-)

    Messer können auch missbraucht werden, Gabeln auch, und wahrscheinlich sogar Wattebäusche. Ich würde sich nicht verbieten wollen :-) Hihi, ja, wieder leicht angetrollt :-)

  62. M.A.S. meint: (16.8.2012 um 15:00) AntwortenReply to this comment

    @lattengustel:

    Ich bin ein Troll?!

    Das kann dahingestellt bleiben. Auf jeden Fall bist Du kognitiv etwas früh abgebogen.

    @Peter: Aus Wikipedia:

    Als Modenarr, altertümlich auch „Stutzer“ oder „Geck“, wird ein Mensch bezeichnet, der mit übertriebener, affektiert wirkender Eleganz Aufmerksamkeit zu erheischen sucht.

  63. lattengustel meint: (16.8.2012 um 15:18) AntwortenReply to this comment

    @M.A.S.:
    Oh… "kognitiv"… da muss ich erst mal nachschlagen… :-) … Oh… ein Fremdwort?! Schööön! hast Du schön benutzt. Bin stolz auf Dich.

    Wenn Dein Beitrag als Antwort auf mein Geschriebenes auch etwas… blutleer daher kommt. Naja, immerhin ein Fremdwort.

  64. N.M. meint: (16.8.2012 um 21:26) AntwortenReply to this comment

    Wenn das alles kommt, werde ich in Düsseldorf wahrscheinlich wieder mehr Auto fahren.

    Warum nicht mit dem Fahrrad?

  65. Bernd meint: (16.8.2012 um 23:55) AntwortenReply to this comment

    Wäre es eigentlich illegal, als Einzelperson am ÖPNV stets nur vermummt teilzunehmen (z.B. Skimaske)?

    Schon klar, dass man damit öfter Misstrauen der Ordnungshüter provoziert, aber wenn ich mich als einzelner Bürger (also nicht als Teil einer Versammlung) vermummt durch die Stadt bewege, wäre das nicht eine wirkungsvolle und legale Gegenmassnahme?

  66. Stuff meint: (17.8.2012 um 00:22) AntwortenReply to this comment

    Wiewohl ich in zwei Grossstädten Jahreskarten für öffentliche Verkehrsmittel habe und die durchaus benutze, wird nur Rauchverbot im eigenen Auto, Heiz- und Klimaanlagenverbot und das Verbot, Musik _nicht_ zu hören meine Frequenz in öffentlichen Wartehäuschen erhöhen, derzeit bevorzuge ich mein klein rollend Wartehäuschen, insbesondere, wenn's in die Peripherie, vulgo Pampa, geht…

  67. Kommentar meint: (17.8.2012 um 11:05) AntwortenReply to this comment

    Ist schon abartig lustig, wie viele Menschen noch mit der "hab-ja-nix-zu-verbergen-Mentalität" jeder Art von Überwachung und Drangsalierung von Bürgern (für die in der deutschen Rechtsordnung NOCH pro forma die Unschuldvermutung gilt) unterwegs sind. Ob irgendwo mal eine einzelne Kamera hängt erscheint einem erstmal völlig egal. Erst recht wenn die wirklich nur dazu dient, dass Willi Wachmann langweiliges Fernsehprogramm in der Pforte hat. Nur ist dem eben heute nicht mehr so. Immer mehr Kameras zeichnen auf, sind vernetzt. Überall werden immer mehr Daten gesammelt. Dass es dabei nicht bleiben soll, kann doch angesichts von TrapWire und INDECT nur noch ernsthaft abstreiten, wer die falschen Tabletten mit merkwürdigen Prägungen schluckt. Es wird nicht anfänglich an Analysesystemen geforscht, es gibt sie schon und sie sind schon im Einsatz. Und weil immer alle soooo toll finden was aus den total kranken USA kommt ist es doch nur noch eine Frage der Zeit, bis alle Dateninseln und Kameralivebilder auch bei uns miteinander vernetzt werden – in den USA ist TrapWire schon längst Realität, und da fließt alles was filmen kann bei den Behörden und Geheimdiensten zusammen und wird ausgewertet und gegen hunderte Datenbanken abgeglichen. Und von der Einspeisung der Kamerabilder aus privatwirtschaftlichen Casinos ist es bis zur Einspeisung aus U-Bahn und Supermarkt, Fußballstadion und öffentlichen Plätzen nur noch ein paar Strippen entfernt.

    Ich lege gerne atypische Verhaltensweisen (aus polizeilicher Sicht) an den Tag. Wenn ich mich stundenlang irgendwo in der City oder vor dem Bahnhof hinsetze, dann ist es mir doch lieber ein vorbeikommende Polizist fragt mich persönlich was ich da so mache weil er mich schon hat vor Stunden da sitzen sehen, als dass am nächten morgen um 6.01 SE Kräfte mir die Türe eintreten. Dann kann ich dem Polizisten nämlich sagen, dass ich das Straßenleben fotografiere und den Leuten die schönen Fotos zeige und mir ihre Mailadresse geben lasse um ihnen die Bilder zu schicken. Meist fragt der Polizist dann, ob er mal ein paar Bilder sehen darf und ich kann ein paar der besten direkt aus der Kamera zeigen. Gut, manchmal möchten die Leute, dass ich ihre Fotos lösche, das kann ich aber dann – anders als ein allumfassendes Kameraüberwachungssystem – sofort in der Kamera. Schließlich hat ja jeder das Recht am eigenen Bild, und das habe ich zu Respektieren. Und dabei ist mir noch nie einer doof gekommen, auch die Leute die nicht in ein Buch wollen halten immer ein freundliches Schwätzchen mit mir.

    Vandalen sind allerdings ein nicht zu unterschätzendes Problem in unserer Gesellschaft. Alles wird beschmiert, zerstört, Autos zerkratzt, Reifen zerstochen, Busse und Bahnen zerlegt, nichts ist vor den Vandalen sicher. Nur sind noch mehr Kameras keine Lösung des Problems. Das ist das typische Herumdoktorn an den Symptomen. Da muss man auf Ursachenforschung gehen und das Übel an der Wurzel packen. TrapWire, INDECT und wie die es sonst noch benennen wird vor allem die Unschuldsvermutung umkehren, jeden immer und überall zum Tatverdächtigen machen, Repressionsdruck erhöhen und Kleindelikte aufklären. Und es wird Fehleinsätze produzieren, weil die ein oder andere Verhaltensweise eben dann doch keinen kriminellen oder terroristischen Hintergrund hatte. Sprayer vermummen sich heute eh schon, und wenn sie wissen dass sie gefilmt werden passen sie eben noch mehr auf. Wer mit Vorsatz böses tun will, der bereitet sich entsprechend vor. Also wird eine immer weiter steigende Überwachung – auch in Bussen, Bahnen und Stationen – vor allem Kleinmist als Beifang liefern. Kaugummiausspucker, Zigarettenkippenschnipser, Pizzaschachtelfallenlasser und ähnliches. Klaut mir in der Bahn einer mein Portmonee oder haut mir auf die Fresse, sind die Aufnahmen offiziell nicht mehr da.

    Die Länder sollten zukünftig bei Veranstaltungen mit voraussehbarem Problemcharakter (Fußball) den Veranstaltern tief in die Tasche greifen und von den Mehreinnahmen mehr Polizisten einstellen. Der Schutzmann auf Fuß- oder Radstreife hat als taktisches Einsatzmittel nämlich unzählige massive Vorteile gegenüber der Videokamera. Er ist für den Bürger sichtbar. Er ist anders als seine zu wenigen Kollegen jetzt die im Auto von Einsatz zu Einsatz an einem vorbeirasen für den Bürger ansprechbar. Er kann anders als eine Videokameraaufzeichnung unmittelbar die Verfolgung aufnehmen (und zeitnah Verstärkung rufen und Fahndungsmaßnahmen in die Wege leiten). Er kann erzieherisch auf Kaugummispucker und ähnliches Einwirken. Er kann direkt polizeiliche Maßnahmen gegen die mittlerweile mehr oder weniger offen dealenden Kleindealer vornehmen. Er könnte mal im Bus oder in der Bahn mitfahren (gleiches gilt für die Bundespolizei). Die Bus- und Bahnbetriebe versuchen mit Kameras die weggesparten Schaffner zu kompensieren, funktioniert nur leider nicht. Könnte durch die Anwesenheit von Service- und Sicherheitspersonal in den Bussen und Bahnen nur die Hälfte der Sachschadenskosten verhindert werden, würden sich die Lohnkosten für das Personal selber bezahlen.

    Wer Datenschützer und Überwachungsgegner als Spinner bezeichnet, sollte mal ernsthaft seinen Geisteszustand untersuchen lassen oder wahlweise nach China oder den Iran auswandern.

  68. Scytale meint: (17.8.2012 um 11:36) AntwortenReply to this comment

    Wieviele von den Kameragegnern hier haben denn ein Handy oder nutzen das Internet? Alle Daten die damit gesendet/empfangen werden können gespeichert werden und nach eurer Logik werden sie nicht nur gespeichert, sondern dann auch automatisch genutzt.
    Also ich mache mir nichts vor, ich weiß dass sobald ich mit dem Internet verbunden bin, alles aufgezeichnet wird was ich an Daten produziere, aber bei Kameras im öffentlichen Raum erkenne ich wenigstens noch einen Nutzen für die Allgemeinheit.

  69. Kommentar meint: (17.8.2012 um 12:07) AntwortenReply to this comment

    Naja, gegen Kameras sein heißt ja nicht gut finden, was alles an Daten gespeichert wird was bei der Handy- oder Internetnutzung gespeichert wird. Der Protest dagegen geht doch meist einher mit Protest und Unwohlsein gegen weitere Datensammeleien und Überwachungsmöglichkeiten.

  70. Name meint: (19.8.2012 um 20:04) AntwortenReply to this comment

    Und ich dachte immer, Anwälte wissen sich in Rechtsfragen selbst zu helfen…

  71. Hanna meint: (20.8.2012 um 11:23) AntwortenReply to this comment

    Was in diesem Blog diskutiert wird, ist harmlos im Gegensatz zu dem, was bereits geplant ist. Die Überwachung der Gesamtbevölkerung durch Inlandsdrohnen, die selbst "auffälliges" Verhalten durch Alarmmeldung sofort an die Polizei weiterleitet. Auffällig kann alles sein. Also bitte zukünftig nicht mehr in der Nase bohren. Es wird eine Zeit kommen, da werden wir uns alle in diesem Land nach einer Burka sehnen, wenn wir vor die Tür treten. Ich allerdings werde schon vorher diesen Überwachungsstaat verlassen haben.

  72. curiosity meint: (21.8.2012 um 23:17) AntwortenReply to this comment

    @Hanna:

    Und wohin wollen Sie auswandern? Nach Österreich?
    Das ist nämlich neben Deutschland das einzige Land weltweit, in dem in Sachen Datenschutz und Privatsphäre noch nicht alles verloren ist.

  73. Hanna meint: (22.8.2012 um 13:37) AntwortenReply to this comment

    Eventuell nach Ecuador. Ein Land, welches mir gerade in letzter Zeit immer sympathischer wird. ;-) ;-) ;-)

  74. curiosity meint: (22.8.2012 um 14:00) AntwortenReply to this comment

    @Hanna:

    Na sehen Sie. Ihnen fällt auch keine ernsthafte Alternative zu Deutschland ein. Wir sind umgeben von Überwachungsstaaten.

  75. Hanna meint: (22.8.2012 um 15:58) AntwortenReply to this comment

    Wir können uns wehren. "Empört Euch", hat ein alter Mann in einem kleinen, klugen Büchlein mit diesem Titel geschrieben. Wieder ein Bestseller von dem Guten. Doch er hat den Titel verfehlt.

    Ich hätte es anders genannt: WEHRT EUCH!

  76. xy meint: (24.8.2012 um 16:10) AntwortenReply to this comment

    mal eine vielleicht etwas ungewöhnliche frage, bitte keine moralfags:
    wenn man irgendwo (halb)öffentlich gefilmt wird, beispielsweise in einem umkleideraum eines schwimmbades, man ist alleine, man masturbiert, später sieht sich einer das video an, hat man dann eine strafbare handlung begangen?
    während der "tat" ist ja niemand zugegen, wodurch die exhibitionismus- und öffentlichkeitsstörungs-gesetze nicht anwendbar sein dürften, und ohne die kamera hätte der spätere beobachter auch nichts sehen können.
    umkleideraum nur mal als naheliegendes beispiel, bezieht sich aber auch auf orte wie öffentliche toiletten, leere strände, bahn, etc.

    andere frage: jemand weiter oben schrieb, dass die aufnahmen nur nach strafanzeige gezielt gesichtet werden dürfen, jedoch sehe ich oft monitore die alles direkt anzeigen, zum Beispiel sogar im schwimmbad, ist das denn rechtens oder nur unter bestimmten bedingungen? kann ich irgendwie feststellen, ob die kameras nur aufnehmen oder auch das bild direkt angeguckt wird und ist es erlaubt, dass sich jemand am ende des tages einfach alle aufnahmen ohne nötigkeit ansieht, was ist wenn er dann etwas entdeckt, kann man sich dann rausreden mit der illegalen sichtung des materials?

  77. BS meint: (26.8.2012 um 17:58) AntwortenReply to this comment

    Welche Auswüchse das Ganze annehmen kann, zeigt die Stadt Braunschweig schon mal:
    braunschweiger-zeitung.de...s-linienbus-id740615.html

  78. lattengustel meint: (30.8.2012 um 16:44) AntwortenReply to this comment

    bild.de/regional/berlin/s...taeter-25946280.bild.html

    Paranoiker: Ih…. Öh…. Ähhhhhh
    Ich ja schlimm dass in der Bahn ne Kamera war!! … Ich fahr lieber mit Vergewaltigern in der Bahn, als mich filmen zu lassen. Ganz schrecklich. Hoffentlich kann der arme Mann, dessen Recht auf Privatsphäre so böse gebrochen wurde gegen das Bildmaterial Einspruch einlegen

    Lieber weiter vergewaltigen lassen, als meine Privatsphäre in der Bahn so dolle zu stören!!!!

  79. ggg meint: (31.8.2012 um 05:56) AntwortenReply to this comment

    lattengustel: VERHÄLTNISMÄßIGKEIT!
    Krieg es in deinen Schädel!
    Die Tat konnte nicht mit dem umfangreichen extrem teuren und alle betreffenden weil alle filmenden Überwachungsequipment verhindert werden. Sie kann nur aufgeklärt werden.
    Und dafür ist es eindeutig zu viel.
    Wo soll denn das enden? Jeder hat einen Chip im Kopf, damit es einfacher ist, Verbrechen aufzuklären, und wer nichts zu verbergen hat, hat auch keine Probleme damit und keine Nebeneffekte zu befürchten?
    Am Besten gleich präventiv, das Kamerasystem erkennt "verdächtiges" Verhalten, Minority Report Style. Oh halt, das gibt es ja auch schon, ist nur noch nicht richtig ausgereift. Ist bestimmt toll, ein obrigkeitshöriger Mitläufer zu sein. Behaupte in ein paar Jahren dann aber bitte nicht, dass du nichts dafür konntest, wenn wir normale Menschen uns unsere Freiheit zurückerkämpfen.
    Viva la revolution!

  80. nein meint: (31.8.2012 um 05:58) AntwortenReply to this comment

    lattengustel: VERHÄLTNISMÄßIGKEIT!
    Krieg es in deinen Schädel!
    Die Tat konnte nicht mit dem umfangreichen extrem teuren und alle betreffenden weil alle filmenden Überwachungsequipment verhindert werden. Sie kann nur aufgeklärt werden.
    Und dafür ist es eindeutig zu viel.
    Wo soll denn das enden? Jeder hat einen Chip im Kopf, damit es einfacher ist, Verbrechen aufzuklären, und wer nichts zu verbergen hat, hat auch keine Probleme damit und keine Nebeneffekte zu befürchten?
    Am Besten gleich präventiv, das Kamerasystem erkennt "verdächtiges" Verhalten, Minority Report Style. Oh halt, das gibt es ja auch schon, ist nur noch nicht richtig ausgereift. Ist bestimmt toll, ein obrigkeitshöriger Mitläufer zu sein. Behaupte in ein paar Jahren dann aber bitte nicht, dass du nichts dafür konntest, wenn wir normale Menschen uns unsere Freiheit zurückerkämpfen.
    Viva la revolution!

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