Kein Reißverschluss vor Möbelwagen

Das Reißverschlussverfahren gilt im Straßenverkehr nur, wenn eine Spur für eine gewisse Strecke offiziell geschlossen wird. Aber nicht, wenn die Spur nur durch ein zufälliges Hindernis blockiert wird. Das stellt das Amtsgericht München in einem Urteil klar. 

Anfang September 2011 fuhr eine Autofahrerin mit ihrem VW Cabrio auf der Widenmayerstraße in München auf der linken der zwei Fahrbahnen. Ein Möbelwagen, der in der Straße auf eben dieser Spur parkte, zwang sie zum Halten.

Als sie auf die rechte Spur wechselte, kam es zu einem Zusammenstoß mit der Fahrerin eines Fiat Puntos. Kotflügel, Stoßfänger und das Rad rechts vorne des Cabrios wurden dabei beschädigt. Die Reparaturkosten in Höhe von 1.633 Euro, die Kosten für das Sachverständigengutachten in Höhe von 370 Euro sowie Nutzungsausfall für zwei Tage in Höhe von 68 Euro wollte die Cabriobesitzerin von der Fahrerin des Fiat Punto ersetzt bekommen.

Diese und ihre Versicherung weigerten sich zu zahlen. Schließlich habe die Fahrerin des Cabrios nicht aufgepasst. Im Gegenteil, so entgegnete diese, die andere Fahrerin sei rücksichtslos und extrem unaufmerksam gewesen.

Die Besitzerin des VW Cabrios erhob Klage vor dem Amtsgericht München. Dieses wies die Klage jedoch ab.

Der Unfall beruhe auf einem Spurwechsel der Klägerin. Bei einem Spurwechsel obliege es nach der Straßenverkehrsordnung dem wechselnden Autofahrer, eine Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer auszuschließen. Gegebenfalls müsse er anhalten oder vom Wechsel Abstand nehmen.

Die Beklagte sei insbesondere nicht verpflichtet gewesen, den Spurwechsel zu ermöglichen. Das Reißverschlussprinzip gelte nur beim Wegfall einer Spur, nicht wenn die Weiterfahrt auf einer noch vorhandenen Spur blockiert sei.

Amtsgericht München, Urteil vom 7. März 2012, Aktenzeichen 334 C 28675/11

  • eborn

    ja und dann kommt immer das Argument: “ich hab doch geplinkt”

  • Robert

    Super, das Urteil bestätigt meine Fahrweise. Wie ein Idiot ohne jemanden reinzulassen einfach weiterfahren. Wenns kracht zahlt der andere. :-) Ach, ich liebe Autos.

  • hmm

    Ich hätte jetzt aber auch vermutet, dass hier Reißverschluss gilt. Ob die nun offiziell gesperrt ist, oder ein _parkender_ *LKW* da steht…
    Woher soll ich wissen, dass der keine Sondernutzungserlaubnis hat?

    Und sonst heißt es doch auch immer im Zweifel §1 StVO und Teilschuld :)

  • erforderlich

    @Robert: Aha, dann machen sie also eine Vollbremsung, wenn sie gerade gemütlich mit 50-70 auf einer freien Spur fahren, um Autos von anderen Spuren noch schnell reinzulassen? Und wenn sie auf der blockierten Spur sind, fahren sie einfach so stur rüber, komme was wolle? Interessante Logik.

  • foo

    http://www.gesetze-im-internet.de/stvo/__7.html sagt: “Ist auf Straßen mit mehreren Fahrstreifen für eine Richtung das durchgehende Befahren eines Fahrstreifens nicht möglich oder endet ein Fahrstreifen, ”

    Ein parkender LKW verhindert das durchgehende Befahren nicht? WTF?

  • Markus

    die Frage, ob hier Reissverschlussprinzip gilt oder nicht, stellt sich meiner Auffassung nach eiegntlich nicht, denn auch wenn dieses gelten sollte, so gilt weiterhin der Absatz 5 “(5) In allen Fällen darf ein Fahrstreifen nur gewechselt werden, wenn eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.” Und das war hier eindeutig nicht der Fall. Insoweit erstaunt es mich, dass das Gericht sich mit der Frage der Gültigkeit des Absatz (4) an dieser Stelle überhaupt beschäftigt hat, die Cabriofahrerin hatte in jedem Fall falsch gehandelt, als sie versucht hat, sich die Fahrt zu erzwingen

  • Stefan O.

    Man weiß ja leider nicht, ob es sich dort sehr gestaut hat, oder ob die beiden alleine waren. Wie hat denn der Punto in Bezug hierauf gehandelt? Geringfügig schneller und mit äußester Vorsicht oder doch zu schnell?

    (2a) Wenn auf der Fahrbahn für eine Richtung eine Fahrzeugschlange auf dem jeweils linken Fahrstreifen steht oder langsam fährt, dürfen Fahrzeuge diese mit geringfügig höherer Geschwindigkeit und mit äußerster Vorsicht rechts überholen.

  • 0815

    @Stefan O.: In geschlossenen Ortsanlagen darf man immer doch grundsätzlich rechts schneller als links fahren?

  • Forz

    @foo:
    Ich finde Sie haben Recht mit Ihrer Anmerkung. Ein schnelles Googeln fand diese auch gestützt hier:
    http://www.kanzlei-wettstein.de/rechtsuebersicht/verkehrsrecht/reissverschlussverfahren/index.html

    Zu den Hindernissen im Sinne von § 7 Abs. 4 StVO zählen nach allgemein anerkannter Meinung auch parkende Kraftfahrzeuge (KG, VM 1987, 70 Nr. 82 m.w.N.).

    Man muss natürlich sehen, dass eine zu weite Auslegung neue Probleme schafft, z.B. könnte auch ein Linienbus an einer Haltestelle dann zum Reißverschlussverfahren einladen, selbst wenn er nur wenige Minuten hält.
    Aber ein Möbelwagen, der dort vielleicht mehrere Stunden eine Spur blockiert wäre auch nach meiner Auffassung ein Hindernis im Sinne von §7 Abs. 4 StVO.

  • hiro

    @foo, @Markus:

    In der Tat, ein äußerst befremdliches Urteil. Das Ergebnis erscheint korrekt, aber die Begründung seltsam.

  • nobody

    Beim Reißverschluß gibts scheinbar regionale Praxis: die Berliner machen das sehr fair und zuverlässig, weiter im Süden hakt es öfter mal. Wundert mich nicht, daß das KG pro Reißverschluß urteilt, a.A. AG München.

  • Der Steuerzahler

    Richtig so! um so Widersinniger die Logik, um so mehr kann man den “Bürger” knechten…

    mfg

    Ralf

  • a.n

    @Stefan O.: @0815: Natürlich darf man das.

  • ..

    @eborn: Lang nicht mehr auf deutschen Strassen unterwegs gewesen?
    Gerad bei deutschen Fabrikaten gehören Blinker ja scheinbar mittlerweile zu den teuren Extras, denn praktisch sehen tut man sie nur noch äußerst selten.

  • Luis Cypher

    Uh, der belanglose-Straßenverkehrsrechtsurteile-Feed von der Versicherung hier im Blog hat also doch nicht aufgehört. Schade.

  • Arno Nymous

    als nicht-lappen-inhaber musste ich das mit dem reissverschluss googlen.

    einen schoenen zufallsfund zu einem sonderfall moechte ich dabei den hier lesenden nicht vorenthalten: http://www.krautz.de/humor/reissverschlussfall.htm

  • zarl

    Interessant finde ich bei dieser Sache einen ganz anderen Aspekt: was wäre, wenn die Cabrio-Fahrerin korrekt vor dem Hindernis abgebremst und den Blinker gesetzt hätte, um bei nächster Möglichkeit auf die freie Spur zu wechseln, und dann ein unachtsamer, nachfolgender Fahrer ihr hinten rein fährt? Meine Vermutung: das Hindernis (der LKW, der an der Stelle sicher nicht stehen darf) trägt eine Teilschuld, den Rest muss der auffahrende Fahrer zahlen.

    Das zum Thema Lieferfahrzeuge, die (Bequemlichkeit oder pure Not) auf der Fahrspur mit Warnblinke stehen.

    Was mir aber als Fahrradfahrer immer noch lieber ist als diejenigen, die Fahrradspuren auf solchen mehrspurigen, stärker frequentierten Strassen als Parkraum missbrauchen.

  • zarl

    @Forz: Linienbusse haben bei der Ausfahrt aus Haltestellen Vorfahrt. Simples Prinzip.

  • ActionLuzifer

    @zarl: Die Antwort steht bereits im Text:

    “Bei einem Spurwechsel obliege es nach der Straßenverkehrsordnung dem wechselnden Autofahrer, eine Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer auszuschließen. Gegebenfalls müsse er anhalten oder vom Wechsel Abstand nehmen.”

    Ein “unachtsamer, nachfolgender Fahrer” wird wohl kaum das Gefühl vermitteln gefahrlos die Spur wechseln zu können.

  • happy me

    Sowas ist natürlich für jede(n) Autofahrer(in) ein besonderes Reizthema, und so kann auch ich mich nicht beherrschen, noch etwas dazu zu geben:

    Zuerst war mein Kenntnisstand seit Fahrschulzeiten, das Reißverschlussverfahren sei lediglich eine sinnvolle Empfehlung und gar nicht Bestandteil der StVO. Dazugelernt, danke für den Link (#5/foo). Aber mit den Einschränkungen (besondere Sorgfaltspflicht nur für den/die SpurwechslerIn) läuft es dann ja doch wieder auf das Selbe hinaus. Also unklar verschwurbelte Gesetzgebung, … wie so oft.

    Bei einem wirklichen Reißverschluss müssen aber beide Seiten gleichberechtigt sein, sonst kann er überhaupt nicht funktionieren. Wichtiger wäre hier wohl die niedrige und auf beiden Spuren ähnliche Geschwindigkeit der Fahrzeuge, die das Verfahren zur Anwendung bringen und vom normalen Spurwechsel unterscheiden soll. Und dann gilt eben – wer die Lücke neben sich hat und damit vor dem nächsten Fahrzeug der anderen Spur ist, darf rein. Wer eine passende Lücke böswillig zumacht, handelt ebenso und dies sollte nicht in Ordnung sein.

    Dann der erste Gedanke (!)* zum Urteil: Das hat das Gericht sich wohl gerade so ausgedacht und wusste es vorher selbst nicht. Darin liegt also der Unterschied! Also nur, wenn die Spur ganz weg ist! Vielleicht sollte man das mal gelegentlich noch in den §7 aufnehmen, dann wäre nämlich alles wieder in Ordnung. (Nach reger Teilnahme am Straßenverkehr auf drei Kontinenten seit mehr als 40 Jahren** habe ich bei Spurwechsel an diese Vorschrift gedacht)

    * dieses Ausrufezeichen ist mir wichtig.
    ** drei ganz kleine Blechschäden bis heute, selbst bezahlt, kein “Gericht” dafür um Auskunft gebeten.

  • happy me

    wollte schreiben:

    “… bei KEINEM Spurwechsel an diese Vorschrift gedacht)”
    sonst klingt es ja wie Ironie …

  • erforderlich

    Mal wieder so ein Fall, wo man hinterher mehr Fragen als Antworten hat und eine unsinnige Rechtsunsicherheit entsteht.

    Im Gesetz steht, ein Hindernis auf der Spur reicht schon, damit das Reissverschlussverfahren angewendet werden soll.
    Der Richter sagt, ein Möbelwagen der mitten auf der Strasse parkt, ist kein Hindernis, das Verfahren somit nicht anwendbar.
    What the fuck? Langsam gibt es soviel unklare Verkehrsregeln, die sich die Richter willkürlich zurechtbiegen, dass man nicht einmal mehr durch die Stadt fahren kann, ohne ständig Gefahr zu laufen, in eine dumme Sache reinzugeraten.

  • Momo

    Man darf nicht vergessen: Das ist München. Hier gilt das Prinzip (gerade bei größeren, schwereren, teureren Autos): Ich fahr einfach wie es mir passt. Pass halt auf und brems rechtzeitig, denn andernfalls hast du den Papierkram. Ich nehm dann einfach den Zweit- oder Drittwagen, überlasse den Papierkram meiner Sekretärin und den Rest zahl ich locker aus der Kaffeekasse.

    Oder kurz: Du magst zwar recht haben aber wenn du darauf bestehst, werden wir schon sehen, wer von uns beiden mit dem Crash mehr Ärger hat.

  • Ryker

    “Im Gesetz steht, ein Hindernis auf der Spur reicht schon, damit das Reissverschlussverfahren angewendet werden soll.
    Der Richter sagt, ein Möbelwagen der mitten auf der Strasse parkt, ist kein Hindernis, das Verfahren somit nicht anwendbar.
    What the fuck?”

    Treffender geht es nicht!

  • suki11

    @Robert: Du nimmst eben Rücksicht auf deine Hinterleute.
    Ich hasse so Bekloppte, die ständig andere vor lassen ohne zu merken, dass die Hinterleute dann warten müssen. Die sind in Wirklichkeit nur unfähig und froh über jede Pause.

    Rücksichtnahme im Straßenverkehr ist nicht zuletzt die Rücksicht auf die Leute die hinter einem fahren müssen.
    Das sollte man schon in der Fahrschule jeder Tussi einbleuen!

  • schredder66

    @..:

    Nein, nein, die haben alle einen Blinker! Bei den Premiumfahrzeugen ist er aber unsichtbar, denn sie nutzen gaaanz dolle Technik: Ultraschallblinker!

    Zu blöd, dass der Mensch der Technik hinterher hinkt und Ultraschall nicht sehen kann.

  • suki11

    @erforderlich: Du schreibst es ja selber: SOLL

    D. h. man muss gucken ob der andere einen rein lässt. Einfach fahren und dann Reißverschlussverfahren schreien is nicht. *rolleyes*

  • Troll

    Sollte der LKW nicht eine Teilschuld erhalten, da er ja der Verursacher ist?

  • Fade

    @suki11:

    Seltsame Definition von Rücksichtnahme. Wenn ich mir deine Kommentare ansehe, fällt es schwer, zu glauben, daß du schon alt genug bist, um überhaupt einen Führerschein zu haben.

  • WPR_bei_WBS

    Jetzt mal immer mit der Ruhe hier, Amtsgerichte entscheiden viel wenn der Tag lang ist (vor allem in Bayern). Aber bekanntlich fängts bei strittigen Fragestellungen erst bei OLGs an interessant zu werden.

  • wonko

    @Forz:

    Man muss natürlich sehen, dass eine zu weite Auslegung neue Probleme schafft, z.B. könnte auch ein Linienbus an einer Haltestelle dann zum Reißverschlussverfahren einladen, selbst wenn er nur wenige Minuten hält.

    Und welche Probleme würde das schaffen?

  • suki11

    @Troll: Schuld hat der, der die Spur wechselt ohne zu gucken. Auch im Reißverschlussverfahren. ;-)

  • suki11

    @Fade: Warum?

    Was ist daran rücksichtsvoll andere bei jeder Gelegenheit vor zu lassen, wenn die Hinterleute dafür warten müssen?

    Und was ist daran rücksichtsvoll zu sagen: Ich fahre scheiße Auto und alle anderen haben auf mich Rücksicht zu nehmen?

    Ich möchte nur nach Feierabend halbwegs zügig und sicher nach Hause. Das ist erfahrungsgemäß schon zu viel verlangt.

  • suki11

    Ganz besonders jetzt, wenn wegen des Wetters alle Leute ins Auto steigen, die sonst nie Auto fahren und deshalb nen Fahrstil pflegen, wie 2. Stunde Fahrschule. Nerv!

  • @suki

    Weil es insgesamt mehr Zeit kostet, wenn man statt einen zäh fließenden Verkehr eine spur hat die Still steht hat, die dann auf eine Spur einfädeln muss die mit 50 sachen fährt. Da geht man lieber von Gas, und läst sie rein den sonst Fädeln die anderen schon auf die Schnelle spur ein sobald sie den Stillstand sehen es wird weniger strecke genutzt und alles wird langsamer.

    Wenn du mit deiner Familie in Supermarkt einkauft, gehst du ja auch nicht sofort vorne an die Kasse da wenn du dich hinten anstellst ja 3 Leute warten müssen und die Leute vor dir ja allein sind und gefälligst ihr Zeugg von band räumen müssen damit du vor kannst.

  • suki11

    @@suki: Dass man im Reißverschlussverfahren (da wo dieses geboten ist) die Leute abwechselnd rein lässt, versteht sich natürlich von selbst. Das meine ich auch nicht.

    Manche Leute lassen aber ständig und bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit Leute vor. Bleiben stehen, gewähren Vorfahrt, obwohl es nicht sinnvoll und nötig ist. Fahren 40 wo 50 erlaubt ist und möglich. Dafür warte ich dann regelmäßig 2 mal an der Ampel und täglich nach der Arbeit 30 Minuten im Stau.

    Die Straßen sind ein rollendes Altenheim. Und wenn man was sagt, ist man auch noch der Rüpel. Wer nimmt bitte Rücksicht auf mich? OMFG!

  • Forz

    @zarl: Es ging eigentlich weniger um anfahrende Linienbusse als um welche, die stehend eine Fahrspur blockieren um Fahrgäste ein- oder aussteigen zu lassen.
    Man könnte auch UPS-, DHL- oder was was ich für Zusteller nennen, die Fahrspuren blockieren. Überall da also erst recht kein Reißverschlussprinzip.

  • suki11

    Angesichts der Verkehrslage scheint es mir *dringend* nötig zu sein, mal daran zu appellieren, aufmerksam zügig voran zu machen!

    Statt ständige falsch verstandene Rücksicht zu nehmen, was regelmäßig als Aufforderung zum Pennen auf Kosten der Hinterleute verstanden wird. :-)

  • Trollfresser

    Unabhängig davon ob hier das Reißverschlussverfahren gelten würde oder nicht, ich kann nicht einfach die Spur wechseln im blinden Glauben, dass die andere Person sich richtig verhält.

    Wir alle machen Fehler und wie wir alle in der Fahrschule gelernt haben, müssen wir prinzipiell damit rechnen. Ein gutes Beispiel ist, wenn ein anderes Fahrzeug den Blinker setzt. Ich darf mich nicht darauf verlassen, dass die Person jetzt wirklich abbiegt sondern ich muss mich konkret überzeugen, dass das Fahrzeug auch wirklich abbiegen wird.
    So wurde mir das zumindest einmal beigebracht.

    Ob jetzt natürlich die Puntofahrerin völlig unschuldig ist sei einmal dahingestellt.

  • suki101

    Kann mich suki11 nur anschließen. Ganz besonders schlimm auch die Leute die auf der Autobahn unverhofft nach LINKS wechseln, weil von RECHTS eine AUFFAHRT kommt… WTF!

    DIE AUFFAHRENDEN HABEN EIN VORFAHRT BEACHTEN SCHILD!!!
    Denen muss man nicht Platz machen!!! Wozu? Einfach zügig weiterfahren – fertig. Um den Rest kümmert sich der Auffahrende. BITTE – MERKT EUCH DAS!

  • Siggi

    @zarl:

    Wurde das nicht vor Jahren abgeschafft? Ich bin sicher, das ist nicht mehr gültige Rechtslage und auch aus eigener Lebenserfahrung eher ungewöhnlich (einige Busfahrer erzwingen sich die Vorfahrt, aber das ist ne andere Geschichte).

  • Siggi

    @Trollfresser:

    So hat es mir der Herr Papa, der Polizist war, auch beigebracht, man sollte schon erkennen, dass der Andere auch wirklich einbiegt/abbiegt o.ä., im Streitfall war der Blinker aus und man selber musste Vorfahrt beachten :-(

  • Jan

    Das Urteil widerspricht der STVO, hier wird in §7 Abs. 4 konkret geschrieben, dass das Reißverschlussverfahren gilt, wenn ein Fahrsteifen nicht durchgehend zu befahren ist. Und das ist bei einem Möbelwagen durchaus der Fall.

    Vergl. http://de.wikipedia.org/wiki/Rei%C3%9Fverschlussverfahren

    Wahrscheinlich wird es durch dieses Urteil jetzt noch mehr Fahrer geben, die niemandem reinlassen. Aber Rücksichtslosigkeit hat im Straßenverkehr ja Mode.

  • Wintermute

    *facepalm*

    Der artikel is ja schon thematisch nicht so anspruchsvoll, aber die Kommentare…

  • Fade

    @Wintermute: Hab dich nicht so, ist ja nur ein suki der mit sich selbst redet. Ist schon okay, wenn endlich mal ein Thema aufkommt, wo er viel dazu sagen kann.

  • Fade

    @suki11:

    “Die Straßen sind ein rollendes Altenheim.”

    Nett, daß du meine Vermutung über dein Alter bestätigst. Ich denk mal, auf dem level erübrigt sich jegliche weitere Diskussion. Auch gut.

  • suki11

    @Jan:
    Auch im Reißverschlussverfahren kann man nicht einfach rüberziehen ziehen, ohne vorher genau zu gucken, ob der andere einen auch wirklich (wie er soll) rein lässt.

    Und wenn dann was passiert und es bumm macht, dann hat man nun mal selber Schuld. Reißverschluss hin oder her. Das Urteil ist in jedem Fall korrekt.

  • klabauter

    @Jan NR. 43:
    Wie Markus schon geschrieben hat. Reißverschluß § 7 Abs. 4 wäre wohl auch bei parkendem Auto anwendbar, § 7 Abs. 5 gilt aber auch beim Reißverschluß. Falls die Klägerin überhaupt
    ein Reißverschlußkonformes Fahrverhalten an den Tag gelegt hat, RV heißt nicht einfach mal rüberziehen auf die freie Spur, sondern Blinker setzen und die Augen aufmachen.

    @hiro Nr. 10:
    Da gilt die alte Amtsrichterweisheit: Das Urteil des Amtsgerichts ist im Ergebnis richtig, aber falsch begründet, das Urteil des Landgerichts im Ergebnis falsch, aber richtig begründet und das des Oberlandesgerichts im Ergebnis und in der Begründung falsch.

  • suki11

    @Fade: Guck auf die Straße (und die Bevölkerungsstatistik) und erkenne die unbestreitbare Wahrheit. :-D

  • wonko

    @suki101:

    DIE AUFFAHRENDEN HABEN EIN VORFAHRT BEACHTEN SCHILD!!!
    Denen muss man nicht Platz machen!!! Wozu? Einfach zügig weiterfahren – fertig. Um den Rest kümmert sich der Auffahrende. BITTE – MERKT EUCH DAS!

    Wow, wer schreit hat selbstverständlich Recht!

    Bevor ich hinter einem Auffahrenden, der entweder aus Unvermögen, Dummheit, Dreistigkeit oder welchem Grund auch immer einfach in meine Spur zieht hänge wechsle ich, eine freie Spur vorausgesetzt, nach links und erleichtere ihm und vor allen Dingen mir das Leben.
    Sie dürfen aber gerne rechts bleiben und sich dann aufregen, wenn der Auffahrende sich überraschenderweise nicht an die Straßenverkehrsordnung hält und einfach vor Ihnen einschert. Anschreien hilft dann bestimmt weiter!

  • Jan

    @klabauter:

    Da gilt die alte Amtsrichterweisheit: Das Urteil des Amtsgerichts ist im Ergebnis richtig, aber falsch begründet, das Urteil des Landgerichts im Ergebnis falsch, aber richtig begründet und das des Oberlandesgerichts im Ergebnis und in der Begründung falsch.

    Nur zum Verständnis – die “richtige Begründung” vom Landesgericht bezieht sich dann auf dessen falsches Urteil, oder? Sonst wär das nämlich alles in sich widersprüchlich…

  • suki11

    @wonko: Das hab ich nicht geschrieben. ;-)
    Da mache ich natürlich Platz, wenn ich niemand anders behindere.

  • FGPletz

    @erforderlich: Schonmal was von angepasster Geschwindigkeit gehört? Wer mit 50-70 an einem auf einer Fahrspur geparkten LKW vorbeifährt, dem gehört der Führerschein entzogen.

  • suki101

    @wonko:
    Klar, wenn Sie allein auf weiter Flur sind, dann wird sich bestimmt keiner beklagen, wenn Sie aus Höflichkeit die Spur freimachen. Ich ging davon aus, dass es klar wäre, dass die Fälle gemeint sind, wo die linke Spur eben nicht frei ist bzw. überhastet in diese gewechselt wird und andere Verkehrsteilnehmer dadurch im Verkehrsfluss abrupt beeinträchtigt werden. Auch ein immer langsamer fahren auf der rechten Spur um dem Auffahrenden das Auffahren zu ermöglichen ist unnötig. Oft fährt der dann auch wieder langsamer und langsamer und am Ende stehen beide (alles schon erlebt) und dann kommt von hinten einer und ahnt nicht, dass da plötzlich einer in der rechten Spur zu parken anfängt bis der Auffahrende denn nun endlich eingesehen hat, dass er zum Auffahren genötigt wurde.

    Daher: Einfach die Geschwindigkeit halten und der Auffahrende passt sich an und stoppt ggf. auch.
    Fertig. Alles gut.

  • erforderlich

    @Siggi:
    Ich antworte mal für ihn, weil mich das auch beschäftigt hatte vor einer Weile: Ja, (Linien)Busse, die aus so Buchten heraus nach links blinken, haben Vorfahrt, man darf nicht noch schnell vorbei, sondern muss ggf. sogar halten.

    @FGPletz: Ich wüsste nicht, dass ich dazu gezwungen bin, bei mehreren Fahrspuren, von denen eine blockiert ist, auf einmal hart zu bremsen um mit 10kmh oder so vorbeizufahren. Sowas ist mir eher geläufig als Verkehrsbehinderung. In Grossstädten ist es schon fast üblich, dass auf 1-2 rechten Spuren plötzlich jemand hält oder parkt, wieso sollten die links nicht mit 50-70 (natürlich je nach Geschw.Begrenzung) weiterfahren?
    Wenn du in solchen Situationen wirklich “angepasst” fährst, sollte man dir den Führerschein entziehen, bevor eine Massencarambolage entsteht.

  • Sascha

    @0815:

    > @Stefan O.: In geschlossenen Ortsanlagen darf man immer doch
    > grundsätzlich rechts schneller als links fahren?

    Nein, nur bei mehreren für eine Richtung markierten Fahrstreifen.

    Wichtig ist “markiert”.

  • Tiny

    @suki11 & 101 und alle anderen sukis
    Wem das Fahren auf unseren Straßen zu stressig ist, der sollte mal lieber öffentliche Verkehrsmittel in Betracht ziehen. Macht das Fahren auch für die Übrigen wieder wesentlich entspannter. ;)

  • wonko

    @suki101:

    Daher: Einfach die Geschwindigkeit halten und der Auffahrende passt sich an und stoppt ggf. auch.
    Fertig. Alles gut.

    Nein. Es ist sinnvoller, wenn auf allen Spuren, auch der Auffahrt, der Verkehr fliesst, wenn auch ggf. langsamer, als wenn er auf einer ganz zum Erliegen kommt.
    Ja, es ist richtig, ich muss den Auffahrenden nicht reinlassen. Wenn ich aber ein wenig vom Gas gehe, um ihm Raum zu geben dann bleibt für alle – auch die hinter mir – der Verkehrsfluss erhalten und alle sind entspannt. Vielleicht mit Ausnahme von gewissen Leuten, die scheinbar jegliche Reduzierung ihres Tempos unter Vmax als Zumutung empfinden, aber ich erlaube mir mal, das nicht als mein Problem anzusehen.

  • Sonstwer

    @schredder66: Nein, die Fahrzeuge der Marken mit A… und B… haben einen Blinker mit Münzeinwurf, der von der Werkstatt geleert wird. Wenn kein Kleingeld dabei oder Schacht voll, keine Blickfunktion.

  • dermehler

    “Ein Reissverschluss Sie zuknechten,sie alle zublinken,einen Anwalt zufinden und vors Amtsgericht zutreiben.”
    Reim dich oder ….

  • suki11

    @Tiny:
    Wenn du dich entspannen willst, dann geh in die Sauna, aber nerv nicht Berufstätige, die täglich zur Arbeit fahren müssen und deine Rente erwirtschaften. ^^

  • suki101

    @wonko:
    Ja, das ist in der Theorie ja ganz schön und sicher auch optimaler, wenn man mal das Gesamtsystem betrachtet.
    Fakt ist jedoch, die bestehenden (unoptimalen) Regeln verlangsamen vielleicht das Gesamtsystem, gefährden aber keine Menschenleben (Wenn sich alle dran halten).
    Quasi Safety first.

    Deine Variante ist sicher insgesamt optimaler was den insgesamten Verkehrsfluss anbelangt.
    Aber dann sollte man es auch so in die STVO gießen.
    Hätte ich auch kein Problem damit.
    Doch gerade Stresssituationen (Auffahrt auf Autobahn) verlangen im Zweifel nach sehr eindeutigen Regeln.
    Eine Einfädelspur für jede Auffahrt wäre z.B. sowas.
    Da wüsste dann sofort jeder der bereits auf der Autobahn ist, “ah da kommt eine Auffahr, gleich kommen alle von rechts nach links rüber” und der Auffahrende wüsste “ah autobahnauffahrt, Einfädelspur, Super.”

  • Tiny

    @suki11
    Art und Inhalt deiner Beiträge legen den Schluss nahe, das die Zahl in deinem Nicknamen dein gegenwärtiges Alter anzeigt. Also bis du soweit bist, werde ich mir meine Rente noch alleine erwitschaften. Ich fahre jeden Tag Auto, beruflich und privat, jedes Jahr mehr als 70 Tkm und eins habe ich dabei gelernt: Sinnloses und unreflektiertes Gemecker über die anderen Verkehrsteilnehmer bringt mich kein Stück voran. Aber entspanntes und rücksichtsvolles Fahren entschärft auch schwierige Situationen und lässt nicht nur mich heil ankommen. Und auch im Straßenverkehr gilt: Wie man in den Wald hineinruft…

  • Labbi

    Tja- ich habe früher auch mehr Rücksicht auf junge Fahrer genommen. Seitdem ich jedoch sehe, wie rücksichtslos diese sind, fahre ich genauso. Sollen die doch sehen wie sie zurecht kommen- hauptsache ich komme weiter.

  • Tonja

    Bis vor kurzem hatte ich einen ziemlich schnellen Schlitten, welcher es mir erlaubte allen Dränglern zu zeigen wo der Hammer hängt. Seitdem ich mich zur Ruhe gesetzt habe, kann ich mir den Luxus eines Kleinwagens erlauben- weil ich viel Zeit habe. Was die anderen hinter mir machen- wenn ich mich nun an die Verkehrsregeln halte, geht mir echt am A…. vorbei! Endlich mal Zeit und ob 10 Minuten eher oder später ankommen- wen kümmert es? Das ist wahrer Luxus!

  • michelle

    ……oha oha….ich liebe autos *zwinker*

    http://www.privat-cam24.com