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Berliner Verfassungsschutz soll auch Neonazi-Akten vernichtet haben

Wahlcomputer im Einsatz

Kindesmissbrauch: Ex-Radiomoderator macht einen Deal

Anspruch auf Kita-Platz steht bisher nur auf dem Papier

Hells Angels mahnen Buchverlag ab

“Hat der Pumuckl heute auch was zu sagen?”

“Ich zähle bis zwei”

  • Philip Heimhüber

    Berliner Verfassungsschutz soll auch Neonazi-Akten vernichtet haben… würde mich nicht überraschen, wenn das ganze NSU Blabla nur eine False Flag Operation war, wie einst das Celler Loch mit der fingierten RAF Gefangenenbefreiung.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Celler_Loch

  • Markus

    den Artikel “Ich zähle bis zwei” finde ich ziemlich fragwürdig: es kommt nur eine Seite zu Wort, die Darstellung der Sicht der Kontrolleure und der Polizisten zu diesem Vorfall findet keine Erwähnung, weiter wird zwar erwähnt, dass der Herr Wevelsiep die Kontrolleure mit Rassismus-Vorwurf angegriffen hat und sich bei der Polizei der Festnahme widersetzt hat, dies aber nicht bei der Beurteilung gewürdigt, stattdessen behauptet “Er habe deshalb ganz bestimmt nicht provoziert…” und “Er habe kooperiert, auch wenn es unberechtigt gewesen sei”. Das passt absolut nicht zu dem zuvor beschriebenen Sachverhalt “An die Kontrolleurin gewandt sagt Wevelsiep, [...] Sie solle doch „nicht vergessen, dass wir nicht mehr 1942 haben“ und “„Ich lasse mich nicht ohne Grund fesseln“, sagt Wevelsiep.”

  • Mirco

    Musste man früher nicht mindestens bis drei zählen können?

  • Der Steuerzahler

    @Bis zwei: Was denkt sich der o8/15 Deutsche dabei?

    Richtig: “..warum haben Sie den “N*r” min Krankenhaus nicht naoch mal richtig verkloppt und direkt ins Flugzeug gesetzt, zusammen mit seine N*ernut*e…”. Nur Scheiben diese Leute kein Komentare sonder sind Kontrolleure, bei der ARGE in der Polizei und geachtete Mitglieder des Deutsche Faschosystemes von Abzockers gnaden. Wir streiten ja nur jede Ähnlichkeit mit 1933 ab weil wir dann zugeben müssten schon wieder das gleiche zu machen und es gut zu finden…

    mfg

    Ralf

  • ralf124c41+

    @Markus:
    Aber wohl erst ab dem gehobenem Dienst ;-)

  • ralf124c41+

    sorry, Nr.3 Mirco war gemeint

  • dude

    ich zähle bis zwei.

    wer mal im frankfurter flughafen landet und ein bisschen zeit hat, der stelle sich mal an den zoll-durchgang nach der gepäckausgabe und beobachte. habe eine halbe stunde zugeschaut. da sind ein paar dutzend europäer durchgelaufen, die ALLE freundlich angelächelt und durchgewunken wurden. die zwei schwarzen, die in dieser zeit durch den zoll sind, wurden beide direkt angehalten und komplett gefilzt. das ganze ist dann noch ein paar asiaten mit etwas dunklerer hautfarbe passiert, aber keinem europäer. standard also in deutschland.

  • emma peel

    @dude: ich seh sicherlich recht europäisch aus, werde aber bei der Rückkehr aus fremdländischen Reiseorten oft zumindest angehalten. Weil ich allein bin und damit ins Raster passe… Nehme ich denen auch nicht übel. Gefilzt wurde ich allerdings noch nie.

    zu “Ich zähle bis zwei”: ich hoffe wirklich, es ist nicht wahr.

  • Dima

    Kindesmissbrauch: Etwas mehr Informationen zu dem “Deal” findet man hier: http://www.focus.de/panorama/welt/prozesse-radiomoderator-muss-wegen-kindesmissbrauchs-in-haft_aid_854310.html
    Für das Strafmaß haben eine Rolle gespielt, dass er “nur” für 26 Taten verurteilt wurde. 20 Mal haben die sexuellen Handlungen nach dem 14. Geburtstags des Mädchens stattgefunden und waren somit legal.
    Außerdem hat für das Gericht eine Rolle gespielt dass die sexuellen Handlungen im Einvernehmen mit dem Kind stattgefunden haben, das Kind also eingewilligt hat und nicht vergewaltigt wurde, wie man gerne annehmen möchte.
    Zusätzlich hat das Gericht dann noch das Geständnis als strafmildernt gewertet.

  • Bernhard

    @ralf124c41+

    Aber wohl erst ab dem gehobenem Dienst ;-)

    “Darunter” heißt es wohl “mit gehobener Faust”.

    Und ich dachte, nur die Einsatzhundertschaften wären Prügelknaben. Vielleicht verwechselt der Typ mit den Handschuhen auch Strand am Sand mit Sand in der Hand (Sandhandschuhe).

  • Quacksilber

    Ich zähle bis zwei:

    Es ist sicher übel, wie dem Neger mitgespielt wurde, und die polizeilichen Massnahmen grossenteils nicht zu rechtfertigen.

    Ich sehe allerdings nicht das, was der Artikel intendiert, dass es um Hautfarbe, Ethnie oder “Migrationshintergrund” ginge. Letzterer ist sowieso nicht gegeben.

    Ich habe über Jahre die Behandlung von Junkies durch Polizisten beobachten können. Dass Handschuhe angezogen werden, ist Standard, wenn zum Überprüften Körperkontakt aufgenommen werden soll. Die Unterstellung, “schwarzgefahren” zu sein, war eine wahrscheinlich unüberlegte spontane Aussage, die eigentlich nichts mit der Hautfarbe zu tun haben sollte. “Ihr seid hier nicht in Afrika” ist völlig unproblematisch. Glatzköpfige Neonazis werden sicher auch einmal mit etwas ähnlichem wie “ihr seid hier nicht in Anklam” konfrontiert. Dass Dunkelhäutige oft mit Afrika assoziiert werden, sieht man in dem völlig unverdächtigen “Afroamerikaner” bzw. “Afrodeutscher”.

    Der Begriff “Rassismus” soll unter allen Umständen in seiner jetzigen Form erhalten bleiben (Benachteiligung, Ächtung), um ihn als Druckmittel einsetzen zu können.

  • Densor

    @Markus: Ahja stimmt die Seite der Kontrolleure und Polizisten, die ist meist auch so glaubwürdig und neutral das eigenes Fehlverhalten immer eingestanden und niemals klein-geredet oder vertuscht wird.

    Ganz davon zu schweigen das in den meisten solcher Fällen meist keine Reaktion von den zuständigen Stellen kommt getreu dem Motto “kein Kommentar” was auch verhindert das man sich dann doch aus versehen selbst belastet durch unbedachte/nicht richtig abgesprochene Äußerungen einzelner Beteiligter.

    Egal was sich dieser Mann zu schulden kommen lassen hat, nichts rechtfertigt eine derartige Behandlung. Das Sie der Meinung sind da würde etwas einseitig dargestellt werden nach dem Motto “Die werden schon ihre Gründe gehabt haben” ist stellvertretend für die abartige Obrigkeitshörigkeit die in diesem Land die Luft verpestet. Er wird es ja schon irgendwie verdient haben, sonst hätte die Polizei ja niemals so gehandelt, das sind doch unfehlbare Roboter!

    Ich kann für Sie nur hoffen das Sie niemals in eine ähnliche Situation kommen, eine Situation in welcher Sie derartig unmenschlich und unwürdig vor den Augen Ihres Kindes und Ihrer Frau behandelt werden, eine Situation in der nicht nur Ihre Grundrechte ignoriert und aufs übelste missachtet werden sondern obendrein noch systematisch gedrückt und drangsaliert wird.

    Da Sie aber garantiert der Standi Deutsche Michel sind, inklusive der üblichen obere Mittelschichtprivilegien, werden Sie wohl niemals die “Freude” haben in den Genuss einer solchen Behandlung zu geraten. Die Opfer solcher Aktionen sind nämlich auffällig oft die sozial schwächeren oder sonst wie leicht einzuschüchternde Menschen. Dem standi Michel in der Oberklasse Limo mit Anzug und Rechtsschutzversicherung passiert so was eher selten bis gar nicht, warum wohl?

  • Densor

    @Quacksilber:

    “Ihr seid hier nicht in Afrika” ist völlig unproblematisch.

    Völlig unproblematisch also… wenn der “Neger” auf diesen Mist dann aber mit einem passenden Dritten Reich Hinweis kontert, wird Ihm das auch sicher nicht als Provokation angelastet.

    Oder vielleicht doch? Die passende Antwort darauf hat Markus ja schon geliefert..

  • Quacksilber

    @Densor:
    Das “ich zähle bis zwei” ist natürlich indiskutabel und rechtfertigt eine adäquate Reaktion.

    Ich will nicht die Polizisten in Schutz nehmen, das tun die leider schon gegenseitig, sondern ich lehne die Instrumentalisierung von “Rassismus” ab, die wahrscheinlich Auslöser des Artikels war (“06. November 2012 Rassismus Polizei Frankfurt”).

  • Markus

    @Densor: der Rassismus-Vorwurf ist eben an der Stelle völlig unpassend: die Aussage “Wir sind hier nicht in Afrika” ist in dem Kontext höchstens ein Angriff auf afrikanische Verkehrsbetriebe, denen damit unterstellt wird, keinen ordentlichen Betrieb zu gewährleisten, der Replik hingegen ein persönlicher Angriff auf die Kontrolleurin. Auch wenn die erste Aussage überflüssig war, so ist die Eskalation eindeutig von dem Fahrgast ausgegangen. Jedenfalls nach der Schilderung in der Zeitung, aber mehr kennen wir ja nicht.

  • Kommentar

    Mein Freund hat seine Kollegen wegen so was angezeigt. Waren zu viert auf dem Wagen, er hatte keine Chance zu verhindern dass zwei dunkelhäutige verprügelt wurden. Ist sofort zum Streifenwagen, hat die Alarmtaste gedrückt und bei der Leitstelle Verstärkung angefordert “die sofort die amoklaufenden Kollegen in Gewahrsam nehmen weil die Besatzung des FuStKw Widerstand gegen ihn leistet”. Verstärkung kam, hat die prügelnden Kollegen sanft zurück halten wollen. Wirklich beschützt haben die beiden Männer aber erst die Feuerwehrkräfte die mit dem Rettungswagen entsandt wurden. Ein Schelm wer da denkt, die Feuerwehrleitstelle wird schon gewusst haben warum sie ein HLF mit dem RTW und dem NEF losschickt wenn der Anrufer mitteilt, dass Polizisten “Neger” mißhandeln. Die Feuerwehr verhauen haben die sich dann wohl doch nicht getraut.

    Den Kollegen ist straf- und dienstrechlich nichts passiert, mein Freund ist heute kein Polizist mehr nachdem er über drei Jahre gemobbt wurde. Sämtliche Intervention seines Bruders der Staatsanwalt ist hat nichts genutzt.

    So funktioniert das “System”.

  • Horst

    @Markus: Widdewiddewid, ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt…..

  • FMH

    @Quacksilber:
    Dennoch sollte Ihnen wohl klar sein, dass der Begriff Neger heute nur noch von älteren Leuten und Personen mit einer gewissen Denke verwendet wird. Oder in Bayern, aber auch da nicht, wenn man sich um Seriosität bemüht.

  • Matthias

    “Pumuckl” eine Beleidigung? Geht’s noch?
    Der Pumuckl ist ein Held, und ein verdammt cooler dazu.

  • Mustafa

    Es gibt noch ganz andere Dinger.
    Vor zwei Wochen in Berlin, Alexanderplatz, wurden wir von einem Thai (später erfuhren wir dass er Jonny K. heißt) angegriffen. Wisst Ihr was das bedeutet, wenn einer in Überzahl unsere Gruppe angreift?
    Wir konnten die Gefahr gerade noch so wegtreten.
    Und wisst Ihr, was die rassistische Polizei gemacht hat? Genau, die hat nicht den Verbrecher (OK, der war tot, aber man hätte ja trotzdem was tun können) verhaftet, sondern uns, die Opfer.

    Da kann ich nur sagen: Schlimm, dass es irgendwieviel Jahre nach Auschwitz schon wieder so weit ist. Ihr Deutschen seid eben immer noch Nazis.

  • Quacksilber

    @FMH:
    Ich bin älter. Desweiteren habe ich ein unkoventionelles, unverkrampftes Verhältnis zu Rassismus und zu Vokabular und Jargons im allgemeinen. Ich könnte Sie versichern, dass ich Neger kenne, die ich hoch schätze, wenn ich mich rechtfertigen wollte.

    Will ich aber nicht.

  • David

    @Quecksilber: Willkommen in unserer schönen neuen Welt. Dieser Mensch hier hat einen lockeren, unkonventionellen Umgang mit Rassismus – aus gutem Grund. Denken sie darüber nach.
    http://www.youtube.com/watch?v=63h0vwUT-vY

  • erforderlich

    Der Begriff Neger wird heutzutage als Schimpfwort betrachtet, scheissegal, ob er “richtig” ist. Schwuchtel ist ja auch ein Schimpfwort, ja sogar Nazi ist selbst als Bezeichnung für moderne Faschisten eines. Wer beim eindeutig abfällig gemeinten Spruch einem Schwarzen gegenüber, “wir sind hier nicht in Afrika”, keinen Rassismus sieht, der ist irgendwo mal falsch abgebogen. Ist ja schön für denjenigen, der ihn nicht so betrachtet, aber die Allgemeinheit versteht darunter nunmal Rassismus, dem sollte sich der ihn Aussprechende dann auch bewusst sein. Und Beleidigungen liegen sowieso auch grossteils im Auge des Opfers, da braucht man sich als Täter nicht so rausreden, man habe es nicht so gemeint, wenn es offensichtlich keine andere Deutung gibt. So von wegen “das soll jetzt keine Beleidigung sein, aber sie sind ein Arschloch”, oder “komm wir ficken, no homo”. lol

  • Quacksilber

    @David:
    Aus gutem Grund ist es bei uns Usus, dessen Urteil bevorzugt zu akzeptieren, der nicht selbst als Täter oder Opfer involviert ist (Befangenheit).
    Das Video zeigt keinen Rassismus, was Sie wahrscheinlich herausgelesen haben wollen, sondern eine für Aussenstehende unbekannte kulturelle Eigenart, Kontakte mit Fremden zu knüpfen, die aber durchaus auch ausserhalb Deutschlands anzutreffen ist. Wenn dem einen von beiden so etwas weh tut, sind die unterschiedlichen Kulturen inkompatibel. (Ich habe mich nicht durch das freundliche Gesicht von der Aussage ablenken lassen.)

  • Quacksilber

    @erforderlich:
    Wer den Begriff “Neger” als Schimpfwort betrachtet, tut es, weil seine Peer Group es tut. Wer es nicht tut, gehört dieser Peer Group nicht an.

    Wer diese Gruppen im Einzelnen sein mögen, tut nichts zur Sache. Es gibt durchaus neben Gutmenschen auch andere, die totalitäre, nationalistische, gewalttätige oder sozialistische Gesinnung ablehnen und trotzdem, oder gerade deshalb, einem kollektiven Diktat nicht folgen wollen.

    “Neger” ist ein Wort, dessen Konnotation interessengeleitet ist. Interessen durchzusetzen ist aber in einem Rechtsstaat nur dem möglich, der das Gewaltmonopol besitzt oder es in seinem Sinn in Anspruch nehmen kann. Und das sind keine Parteien, kein Mainstream und keine Medien.

    Für mich sagt “Homosexueller” dasselbe aus wie “Arschficker”, “Schwuler” oder “Schwuchtel”. Synonyme zu bewerten ist wie einen Unterschied zu “braun” bei der Farbe von Holz zu suchen, bspw. “ocker”, “erdfarben”, “dunkelbeige”. “Dunkelbeige” als Tabuwort zu deklarieren klappt nur bei Leuten, die Wert darauf legen, dass der, der über den Gebrauch des Wortes bestimmt, recht hat. Das sind entweder Nutzniesser oder Idioten.

  • van Baithoven

    Missbrauchs Moderator

    Fällt es nicht auf, dass in solchen Verfahren ausschließlich die Verurteilung mit einem Geständnis zustande kommt?
    Hier wurde ein Rechtssystem geschaffen, in dem der Hauptbelastungszeuge dem Prozess grundsätzlich fern bleibt.

    Kriminologen halten das Geständnis für die schlechteste Form des Ermittlungsergebnis.

  • Quacksilber

    @van Baithoven:

    Kriminologen halten das Geständnis für die schlechteste Form des Ermittlungsergebnis.

    Das scheint mir nicht plausibel zu sein. Klar, Geständnisse können falsch sein, seien sie durch Folter, kriminalistische List oder einfach durch soziale Abhängigkeiten erklärt. Das betrifft ebenso Zeugenaussagen.

    Indizien sind wohl nie falsch, aber ihre Interpretation, also bspw. was genau sie indizieren, ist oft ungewiss. Wie kann man das eine gegen das andere bewerten? Sind Gutachter, Ermittler und natürlich Richter die besseren (klügeren) Menschen?

  • erforderlich

    @Quacksilber:
    Das stimmt so nicht. Das fängt schon da an, dass ich keine peer group habe und geht weiter damit, dass ich diesen Begriff in so gut wie keinem positiven Zusammenhang kenne, was an der Gesellschaft insgesamt liegt. Aber vielleicht liegt es ja auch nur daran, dass ich in Mitteldeutschland wohne und es überall anders völlig normal ist, einen schwarzen mit Neger oder Nigger anzusprechen. Ich glaube nicht.

    “Für mich sagt “Homosexueller” dasselbe aus wie “Arschficker”, “Schwuler” oder “Schwuchtel”.”
    Ich denke, das sagt viel über deine Sichtweise aus.
    Die Worte sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht.
    Homosexuell ist ein wissenschaftlicher begriff, schwul umgangssprachlich normal, Schwuchtel und Arschficker eindeutig Beleidigungen. Das hat nicht einmal was mit Subjektivität zu tun, diese Worte haben einfach nur diese Bedeutung, egal wie es ein Einzelner versucht zu drehen und wenden.

  • mogo

    War die Pumuckl-Polizistin wenigstens klein und rothaarig?

  • bismarckhering

    @ NSU: Mal als Denkfutter.
    Warum wird jeder Zeitungsbericht mit diesen Hackfressen “dekoriert”, möchte man sie gar zu “Ikonen” hochstilisieren?
    Ich empfinde das als höchst degoutant!
    @ “Bis 2 zählen”: Ein Rechtsstaat der diesen Namen verdient, würde diese anmaßenden Möchtegernbüttel so schnell aus den Amt entfernen, daß die dabei enstehende Reibungshitze die Frage der Nachversicherung obsolet macht (Für Korinthenkacker: dies war eine Metapher!).
    Wenn ich mir allerdings vergegenwärtige, daß die demokratisch erzogene Generation bald gebündelt das Ruhestandsalter erreicht und durch die -von Kleinauf mit Neolib-Propaganda indoktrinierten- beamteteten €-Job-Äquivalente ersetzt werden wird, dann schwant mir Übles…

    b.

  • marcus05

    @Markus:

    Und das “Ihr seid hier nicht in Afrika” ist in deiner kleinen Naziwelt völlig ok, was?

  • Densor

    @Markus: Ob man es nun Rassismus, mangelnden Respekt oder unpassend nennen will. Es bleibt die Tatsache das es in diesem Kontext herab wertend und provokant benutzt wurde.

    Da muss man sich doch fragen, warum derlei Aussagen nicht auch unter den Beleidigungstatbestand fallen? Wer gegenüber der Polizei ähnlich Respektlos bzw. klugscheisserische Kommentare abgibt darf sich nicht nur über eine extra “nette” Behandlung freuen, sondern wird mit Glück noch der Beamtenbeleidigung bezichtigt.

    Ehre und Würde, die verletzt werden könnten, besitzen anscheinend nur Beamte oder Promis, der Rest der Menschen kann schauen wo er bleibt.

    @Quacksilber: Siehe oben, mir ist es egal wie man es nennen will, es bleibt die Tatsache das so etwas nicht sein darf. Wobei ich aber auch glaube das dieses ganze “Das ist doch kein Rassismus!” Geplapper eine absichtliche Verharmlosung ist, um zu verschleiern auf welche Art Gedankengut und Vorurteile so ein Mist oft gewachsen ist.

    Sicher kann man es ganz nach George Carlin oder Serdar Somuncu halten, getreu dem Motto “Ich bin nur Fair in meinen Vorurteilen, auch Minderheiten haben ein Recht verarscht zu werden”. Aber mal bitte ganz ehrlich unter uns: Das trifft auf die wenigsten Vorurteile zu die so mancher “Doitschter” von sich gibt. Diese agieren nämlich meist mit dem Gedanken der Ausgrenzung und Herabwürdigung um sich selbst höher gestellt zu sehen.

    erforderlich hat es da ja recht gut getroffen. Beim “Neger” soll man sich nicht so anstellen, aber wenn jemand “Nazi” genannt wird dann ist richtig was los im Hühnerstall. Am Ende darf man sich noch Holocaustverharmlosung und ähnliche Grütze vorwerfen lassen.

    Das ist eine schreiend ungerechte Doppelmoral die den meisten Menschen nicht einmal mehr auffällt weil man schon so daran gewöhnt ist.

    Dabei ist die “Nazi” Antwort auf derlei Blödsinn die passende. In den US hat sich da ja der Begriff “Cracker” durchgesetzt um auf “Nigger” zu reagieren. Und woher kommt “Cracker”? Das war die Bezeichnung für die Sklaventreiber, deren Peitschen ein Knackendes Geräusch gemacht haben..

  • A.t.

    @zähle bis zwei
    Habe mich in ffm eigentlich immer sicher vor solchen angriffen gefühlt. well thats over…

  • Quacksilber

    @Densor:

    Beim “Neger” soll man sich nicht so anstellen, aber wenn jemand “Nazi” genannt wird dann ist richtig was los im Hühnerstall.

    Ich denke nicht, dass sich jemand beleidigt fühlt, wenn er als “Nazi” bezeichnet wird. Stereotypisierungen kann man gelassen nehmen.

    Hier geht es darum, dass Misshandlungen gesinnungsmässig umgedeutet werden, weil das Thema Rassismus immer wieder angesprochen werden muss, damit die Umwertung des Begriffs dauerhaft ist.

  • Kinch

    @Quacksilber:

    “Neger” ist ein Wort, dessen Konnotation interessengeleitet ist.

    „Neger“ ist eine rassistische Beleidigung. Die Tatsache, dass man dir das schon oft genug gesagt hast und du hier rumschlafinierst, damit du weiterhin solche rassistische Terminologie anwenden kannst, obwohl es mehr als genug Alternativen gibt um Menschen mit schwarzer Hautfarbe zu bezeichnen, macht klar wie asozial du bist. Immerhin siehst du dich nicht fähig ein Minimum an Anstand gegenüber deinen Mitmenschen zu zollen.

    Dass du deine Ignoranz auch auf andere Minderheiten ausweitest, passt da ins Bild.

    Ich denke nicht, dass sich jemand beleidigt fühlt, wenn er als “Nazi” bezeichnet wird.

    Warum du dich da nicht beleidigt fühlst ist ja mehr als offensichtlich.

    Hier geht es darum, dass Misshandlungen gesinnungsmässig umgedeutet werden,

    Hier geht es darum, dass ein Mann und seiner Familie rassistisch zu Nahe getreten wurde und er aufgrunddessen Opfer von Misshandlungen wurde. Dass du und deine Kollegen darin kein Problem sehen ist klar, immerhin weigert ihr euch ja überhaupt zu begreifen, wieso es ein Problem ist, wenn man Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe kriminalisiert. Fehlt noch, dass hier ein Lifeguard auftaucht und darüber schwadroniert, wieviel schwarze Kugel man misshandeln müsste, um x weiße Kugel nicht misshandeln müssen.

  • Quacksilber

    @Kinch:

    Hier geht es darum, dass ein Mann und seiner Familie rassistisch zu Nahe getreten wurde und er aufgrunddessen Opfer von Misshandlungen wurde.

    Der eine sagt so, der andere so.

  • zwoologe

    manche cops zählen nur bis 1,5 bevor sie unter vorsatz eine straftat im dienst (nicht amt) begehen.

  • Kinch

    @Quacksilber:

    Der eine sagt so, der andere so.

    Und der andere quacksilbert was von „dem Neger“ oder das „Wir sind hier nicht in Afrika” nicht rassistisch gemeint ist, sondern sich auf die afrikanische Verkehrsbetriebe bezieht.

    Das erbärmlichste an eurer Geisteshaltung ist ja nicht die Haltung an sich, sondern dass ihr nicht den Mut habt sie beim Namen zu nennen.

  • Densor

    Mann.. vielleicht sollte ich mit als Hellseher bei der Polizei bewerben, die nehmen ja gerne solche Ermittlungsmethoden in Anspruch.

    Die Story geht nun weiter und erstaunlich wie richtig ich lag mit meinen Aussagen:
    http://www.fr-online.de/frankfurt/polizei-rassismus-frankfurt-wevelsiep-pruegel-polizisten-in-der-klemme,1472798,20806160.html

    Dazu das ja nur eine “Sichtweise” geschildert wurde:

    Gegen diese vier wird derzeit intern im Frankfurter Polizeipräsidium ermittelt; das bestätigte am frühen Dienstagabend eine Sprecherin der Polizei gegenüber der Nachrichtenagentur dapd. Ebenso, dass eine entsprechende Strafanzeige tatsächlich vorliege. Weshalb sie zu Details auch nichts sagen könne. „Aber klar ist: Es gibt zwei Sichtweisen, die des Anzeigestellers und die der Beamten.“

    Erstaunlich das alle anwesenden Beamten exakt die selbe Sichtweise haben ohne irgendwelche Diskrepanzen, Corps-Geist Ahoi!

    Und hier noch zu der schönen Theorie von Quacksilber das sich ja niemand durch “Nazi” beleidigt fühlt:

    Demnach habe die Staatsanwaltschaft in Frankfurt mitgeteilt, dass nun auch ein Ermittlungsverfahren gegen das mutmaßliche Opfer eingeleitet worden sei. Die vier betroffenen Beamten hätten den 41-Jährigen wegen Beleidigung angezeigt. Er soll sie als “Nazis” beschimpft haben.

    Wobei dafür braucht man ja nicht einmal diesen Fall als Beispiel, da reicht es schon in so manche Kommentar Diskussionen hier im Blog zu gucken. Hier drehen auch regelmäßig Leute am Rad wenn man auch nur andeutet das deren Aussagen/Weltanschauung einen gewissen Bezug zur rechten Gesinnung haben.

    Leider steht im Artikel nicht ob dort auch die übliche Anzeige wegen widerstand gegen Vollstreckungsbeamte dazu kommt, aber mit meinen Hellseherischen Fähigkeiten sage ich voraus das diese Garantiert auch dabei ist. Wie soll man sonst das Krankenhaus-reif prügeln rechtfertigen?

    Vielleicht werden die Beamten ja noch richtig kreativ und bringen da noch einen Terroristischen Bezug ins Spiel. Bestimmt war das eine Notsituation und deswegen musste man asap in die Wohnung des Herren, der hatte dort bestimmt Sprengstoffwesten versteckt..

  • Quacksilber

    Und hier noch zu der schönen Theorie von Quacksilber das sich ja niemand durch “Nazi” beleidigt fühlt

    OK. Gibt es also. Ich hatte, natürlich unzulässig, von mir auf andere geschlossen. Polizisten sind eben auch nur arme Würstchen.

  • Philip Heimhüber

    „Neger“ ist eine rassistische Beleidigung. Die Tatsache, dass man dir das schon oft genug gesagt hast und du hier rumschlafinierst, damit du weiterhin solche rassistische Terminologie anwenden kannst, obwohl es mehr als genug Alternativen gibt um Menschen mit schwarzer Hautfarbe zu bezeichnen, macht klar wie asozial du bist. Immerhin siehst du dich nicht fähig ein Minimum an Anstand gegenüber deinen Mitmenschen zu zollen.

    =====================

    Neger ist für mich neutral. Beleidigend wäre es eher wenn man noch ein “Drecks” davor setzt oder das e gegen ein i eintauscht. Was hast den für politisch korrekte Alternativen? Maximalpigmentierte? Schornsteinfeger?

  • Kinch

    @Philip Heimhüber:

    Neger ist für mich neutral.

    Schön für dich du Arschloch. (Arschloch ist für mich neutral; sollte für dich also kein Problem sein.)

    Was hast den für politisch korrekte Alternativen? Maximalpigmentierte? Schornsteinfeger?

    Es geht nicht um politische Korrektheit, sondern darum sich befähigt zu sehen seine Mitmenschen nicht rassistisch zu beleidigen. Die Tatsache, dass dir als Alternative nur weitere Beleidigungen einfällt spricht für sich.

  • Quacksilber

    @Kinch:
    Wenn ein Ehrverlust, darum geht es bei Beleidigungen, aufgrund von Äusserungen Fremder stattfindet, ist das ein Zeichen armseliger sozialer Abhängigkeit des Beleidigten. Das ist meine Meinung und andere sind auch legitim.

    Beleidigungen gibt es wie, Schönheit, nur im Auge des Betrachters. Wenn solche Dinge öffentlich gemacht werden, wird damit die Gesinnung des Beleidigten offenbart. Beispiel: Von Gutmenschen als “Nazi” bezeichnet zu werden, ist bei anderen Gruppen unter Umständen ein Reputationsgewinn. Das könnte man als Trotz auffassen. Anerkennung von Leuten, die Menschen nach Ideologie klassifizieren, sind nicht jedermanns Geschmack.

  • Kinch

    @Quacksilber:

    Beleidigungen gibt es wie, Schönheit, nur im Auge des Betrachters. Wenn solche Dinge öffentlich gemacht werden, wird damit die Gesinnung des Beleidigten offenbart. Beispiel: Von Gutmenschen als “Nazi” bezeichnet zu werden, ist bei anderen Gruppen unter Umständen ein Reputationsgewinn.

    Wenn jemand für sich ein Wort als Selbstbezeichnung wählt steht es ihm frei, sich so bezeichnen zu lassen und dies nicht als Beleidigung aufzufassen.

    Hier passiert aber etwas ganz anders: Du und deine Kumpanen bezeichnen _anderen_ Menschen abwertend als „Neger”, weil ihr meint anderen Menschen eure Konnotation aufzwingen zu können. Ihr wählt also „Neger” als Fremdbezeichnung für andere Menschen.

    Und ihr macht das ohne jede Not. Ihr besteht einfach darauf andere rassistisch beleidigen zu können, nicht weil ihr das müsst, sondern weil ihr das wollt. Menschlich ist das schlicht armselig. Da kannst du gerne eine andere Meinung dazu haben. Warum man nicht diesen Funkten Mitmenschlichkeit aufbringen kann, wenn man sich selbst schon nicht als Rassist sieht, ist mir unbegreiflich.

  • marcus05

    Neger ist nicht nur rassistisch und beleidigend, wie die meisten anderen rassistischen Titel, sondern Neger steht auch für die jahrhundertlang andauernde Ausbeutung der Afrikaner durch den Europäer, sei es durch Kolonisation oder direkter Versklavung.

    Wenn man jemanden also als Neger bezeichnet, ist das nicht nur eine Beleidigung sondern man beschwört auch die Geschichte der Ausbeutung und Sklaverei wieder herauf.

  • Densor

    @Philip Heimhüber:

    Was hast den für politisch korrekte Alternativen? Maximalpigmentierte? Schornsteinfeger?

    Ich weiß das ist nun eine gewagter Vorschlag, wie wäre es mit “Mensch”? Oder getreu dem Motto von Steven Colbert “I don’t see color, for all i know i could be black, who knows?”

    Aber das widerspricht ja dem natürlichen Bedürfnis anderen, aufgrund von Äußerlichkeiten und Vorurteilen, irgendwelche Label an die Stirn zu pappen.

  • Antidot

    Was ist denn die korrekte Bezeichnung für für einen Afrikaner mit sehr dunklem Teint?

  • Zero

    @Philip Heimhüber: Ist das Ihr Ernst? Beide “Alternativen” sind rassistische Versuche jegliche richtige Alternativen als “politisch korrekt” zu veräppeln. Ich kenne keinen Mitbürger, der etwas gegen “schwarz” oder “dunkelhäutig” hat.

  • Kinch

    @Antidot: Solltest du Schwarze meinen, dann kannst du zum Beispiel den Begriff wählen mit dem sie auch in Wikipedia residieren:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze

    Solltest du tatsächlich Schwarze meinen, bitte mache dir bewusst, dass „Afrikaner-Sein” keine Frage der Hautfarbe ist.

    Und übrigens dreht sich der Wikipedia-Eintrag zu „Neger” um den rassistischen Begriff selbst und nicht um die damit rassistisch Beleidigten. Nur für den Fall, dass einige hier sich nochmal etymologisch bilden wollen.

  • fratermalus

    @Densor: Die Gegenanzeige wegen Beamtenbeleidigung ist leider schon üblich in solchen Fällen. Dabei meine ich, dass es schon genau einen gleichen Fall gibt, in dem einem Schwarzen eine Nazi-Beleidigung in den Mund gelegt wird (“Wollen Sie etwa sagen, ich wäre ein Nazi?” – “Das müssen Sie mit sich selbst ausmachen.”
    Echt dreckige Methode, die nicht nur für das Opfer straffrei ausgehen sollte, sondern zu einer Strafbarkeit wegen falscher Verdächtigung führen sollte (beim Täter).

  • earendil

    @Quacksilber: Übel ist, was die weiße Kartoffel hier von sich gibt. (“Weiße Kartoffel” ist natürlich keine Beleidigung, sondern nur ein wertneutrales Synonym für “weißer Deutscher”.) Ich versuche aber mal, dir zu erklären, was an “wir sind hier nicht in Afrika” sehr wohl problematisch ist:

    a) Damit wird ein Deutscher, nämlich Herr Wevelsiep, aufgrund seiner Hautfarbe nach Afrika zugeordnet, ihm also sein Deutschsein implizit abgesprochen.
    b) Dieses Afrika, dem Herr Wevelsiep zugeordnet wird, wird als chaotisch und rückständig, also unzivilisiert vorgestellt und dem geordneten und fortschrittlichen, also zivilisierten Deutschland gegenübergestellt. Das ist klassischer “hard primitivism”.

    “Wir sind hier nicht in Afrika” ist also geradezu ein Kondensat rassistischer Denkweise: “Der N…r” ist primitiv und gehört nicht zu uns.

    Aus gutem Grund ist es bei uns Usus, dessen Urteil bevorzugt zu akzeptieren, der nicht selbst als Täter oder Opfer involviert ist (Befangenheit).

    Dummerweise bist du nicht in der objektiven Position, die du dir imaginierst, sondern als a) rassistisch Privilegierter und b) gewöhnlicher deutscher Rassist gewaltig befangen. Mit a) ist gemeint, dass du in einer solchen Situation nicht mit blöden Sprüche über Afrika rechnen musst und sehr wahrscheinlich auch anders behandelt worden, also eher nicht im Krankenhaus gelandet wärst. (Natürlich kannst du auch als weißer Deutscher Opfer von Polizeigewalt werden, ist nur weniger wahrscheinlich.) Das zweite ist meine persönliche Einschätzung aufgrund deiner Kommentare in diesem Blog.

    Für mich sagt “Homosexueller” dasselbe aus wie “Arschficker”, “Schwuler” oder “Schwuchtel”.

    Was es für dich aussagt, ist nur leider völlig irrelevant. Entscheidend ist, was es für Leute wie mich aussagt. Und da könnte es auch wieder relevant für dich werden, falls wir uns im rl begegneten: Ob du mich da “Homosexueller” oder “Arschficker” nennst, könnte darüber entscheiden, ob deine Nase danach heil oder gebrochen ist. Vielleicht lernst du ja auf diesem Wege mal gewisse sprachliche Bedeutungsunterschiede…

    Genausowenig wie Heteros über Bezeichnungen für Schwule zu entscheiden haben, haben Weiße über Bezeichnungen für Schwarze zu entscheiden. Und wenn schon die eng mit Rassismus und Kolonialismus verknüpfte Historie des N-Wortes nicht reicht, so sollte wenigstens die Tatsache, dass sehr viele Schwarze, vermutlich die allermeisten, sich durch dieses Wort beleidigt sehen, Grund genug sein, es nicht zu verwenden. Es sei denn, man ist halt Rassist_in und will beleidigen.

    @Quacksilber:

    Von Gutmenschen als “Nazi” bezeichnet zu werden, ist bei anderen Gruppen unter Umständen ein Reputationsgewinn.

    Von Leuten wie dir als “Gutmensch” bezeichnet zu werden ist für mich auf jeden Fall eine Art Reputationsgewinn.

  • Olli

    @Dima:

    Wieso legal? Missbrauchen kannst auch jemanden der über 14 ist.

  • earendil

    Auch noch zum Weiterbilden: Ein grundlegender Artikel zum Problem sprachlicher Diskriminierung.
    http://www.bpb.de/apuz/130411/sprache-und-ungleichheit?p=all

  • BioBlubb

    @Udo Vetter: Ich hab das law blog immer gern gelesen, auch die Kommentare, da sie häufig ein breites Meinungsspektrum abdecken und in den allermeisten Fällen ein gewisses Niveau hielten. Leider fällt dieses in den letzten Wochen und Monaten immer weiter ab. Alleine was ich in den obenstehenden Kommentaren an rassisstischer, homophober, mnschenverachtender Kackscheiße lesen muss, mach mich sauer. Jedem seine Meinung, aber wenn hier irgendwelche Vollpfosten meinen, “Arschficker” und “Neger” seien doch ganz normale Begriffe, die keine Beleidigungen seien, weil die Vollpfosten das so sehen, werde ich echt sauer.

  • fratermalus

    @BioBlubb: Diejenigen, die solche Kommentare abgeben, kann man eigentlich an einer Hand abzählen, sie postern nur leider sehr viel.

  • bismarckhering

    @Antidot: Schwarz.
    Dt. Übersetzung von “black”, wie in “black pride”,
    einfach mal mit Betroffenen sprechen…

    Wenn man allerdings so tief im Dreck steckt,
    daß man sich die Haare rasieren muß,
    um keine Läuse zu bekommen…

    b.

  • tobi

    @earendil: Danke!

  • Quacksilber

    @BioBlubb:
    Ich habe ja nun meine gerechte Strafe bekommen, #51 “Kartoffel”, und poste hierzu nicht mehr. Es ist sowieso alles gesagt.

  • Queerschläger

    Wieso eigentlich schwarz, wenn die Menschen um die es hier geht braun sind? Ist das nicht ein bisschen schizo?

  • Philip Heimhüber

    @Philip Heimhüber:
    Schön für dich du Arschloch. (Arschloch ist für mich neutral; sollte für dich also kein Problem sein.)

    Tangiert mich nicht. Ich kenn dich nicht. Wäre allenfalls etwas beleidigt wenn das jemand zu mir sagen würde, den ich sehr schätze. Ich bin für grenzenlose freie Meinung statt für Neusprech und Selbstzensur.

  • Kinch

    @Philip Heimhüber:

    Wäre allenfalls etwas beleidigt wenn das jemand zu mir sagen würde, den ich sehr schätze.

    Wieso denn? Deiner Meinung nach, ist doch allein wichtig was für einen Bezug der Sprecher der Beleidigung zu der Beleidigung hat. Ob es dich tangiert oder nicht, spielt gar keine Rolle. Selbst wenn sich alle Menschen in deinem Umfeld sich dafür entschließen würden, die so zu bezeichnen, hast du das doch toll zu finden.

  • AndyM

    Sprache ist nun mal überall verschieden. Beispiele:

    -Die scheiß Schwarzen beschließen wieder nur Blödsinn.
    (gemeint ist die CSU)
    -Da marschiert das braune Gesocks wieder.
    (gemeint sind Neonazis)

    Diese beiden Farben sind also schon für andere Menschengruppen belegt, zumindest im Süden ;)
    Das tollste in unsere Sprache ist natürlich, dass “Servus” “Sklave” bedeutet. Wir Bayern sind also alle Sklaventreiber gegenüber allen Menschen. Vielleicht sollte die Gutmenschen-SS bei uns bald einmarschieren und uns vom Sklaventum befreien.

    Man kann es sich eben ziemlich einfach machen und anderen Menschen seine eigene Beudeutung für deutsche Wörter reindrücken, oder man geht das ganze etwas differenzierter an.
    “Neger” wird meinem Sprachempfinden nach erst seit ca. 1990 rassistisch aufgefasst, in Südtirol sogar noch etwas später, und vorallem von älteren Menschen oder von der Landbevölkerung noch neutral gebraucht.
    In den Großstädten wird von “Dunkelhäutigen” und “Maximalpigmentierten” gesprochen. “Schwarze” sind bei uns CSU-Mitglieder (siehe oben). Wer wirklich beleidigen will, benutzt ohnehin “Bimbo” oder “Nigger”.

    Erwähnenswert wäre vielleicht noch, dass man in der Sprache alles natürlich wahnsinnig toll ausdrücken kann, aber dass sich der tatsächlich stattfindende Rassismus durch bessere Ausdrücke nicht magisch verringert.

  • Kinch

    @AndyM:

    Vielleicht sollte die Gutmenschen-SS bei uns bald einmarschieren und uns vom Sklaventum befreien.

    Ich vermute den Unterschied zwischen Fremd- und Selbstbezeichnung begreift ein Großteil der Menschen nicht, die keine Fremdbezeichnungen aufgezwungen bekommen.

    Anders kann ich mir nicht erklären, wieso trotz der zahlreichen Beiträge hier zu diesem Thema immer noch einige ankommen und die Fremdbezeichnung „Neger” mit Beispiele für Selbstbezeichnungen rechtfertigen wollen (abgesehen davon, dass „Servus” nichtmal eine Selbstbezeichnung ist, weil es ja keine Gruppezugehörigkeit spezifiziert. Aber ich vermute auch noch diesen Unterschied zu erfassen, dürfte einige Gehirne hier sprengen).

  • AndyM

    @Kinch:

    In Thailand werden wir Weiße alle “Franken” genannt.
    Habe ich ein Problem damit?
    Nö, wenn kein Rassismus involviert ist.

    Wird es jemals rassistisch verwendet?
    Jau

    Verdamme ich deswegen ein ganzes Volk und verlange, dass mehrere Millionen Menschen ihre Sprache ändern?
    Wohl kaum!

  • Kinch
  • Queerschläger

    Neger sind braun, nicht schwarz. Genausogut könnte ein Neger von mir verlangen, ihn als Pinken zu bezeichnen.

  • AndyM

    @Kinch:
    Ich habe ledeglich gesagt, dass das Wort “Neger” eben noch einige Zeit braucht, um überall als rassistisch zu gelten. (Und dann ist es eben weg von der Bildfläche). Wenn du nicht willst, das man im Süden das Wort noch verwendet, dann geh persönlich von Haustür zu Haustür und erklär den Menschen eben, dass es für dich rassistisch ist.

    Ich erlaube dir erst andere Menschen Rassisten zu nennen, wenn du auch dem Allerletzen erklärt hast, was für dich in deiner Sprache rassistisch ist.

    Ich jedenfalls warte einfach ab. Spätestens in 20 Jahren hat sich das Sprachproblem sowieso von selbst gelöst. Sprachen brauchen eben Zeit. Wenn dann dieses böse, böse furchtbar schlimme Wort weg ist, dann kann man sich auch endlich um den echten Rassismus kümmern.

  • Kinch

    @AndyM:

    Ich habe ledeglich gesagt, dass das Wort “Neger” eben noch einige Zeit braucht, um überall als rassistisch zu gelten.

    Ja, weil wenn man den Leuten sagt, dass es rassistisch ist, dann schwallen sie einen seitenlang zu, das SIIIEEEE es ja nicht rassistisch finden, also sollten sich die Schwarzen doch bitte nicht so anstellen.

    Wenn du nicht willst, das man im Süden das Wort noch verwendet, dann geh persönlich von Haustür zu Haustür und erklär den Menschen eben, dass es für dich rassistisch ist.

    Es ist nicht für mich rassistisch, es ist rassistisch. Wenn jemand das Wort verwendet ohne es seine Konnotation zu kennen, weist man ihn halt darauf hin. Ein halbwegs normal sozialisierter Mensch merkt sich das dann und achtet darauf.

    Aber um das gehts hier ja nicht. Es geht darum, dass wenn man ihnen sagt, das es rassistisch ist, sie damit kommen: „Warum soll ich nicht Neger sagen? Ich sage doch auch zu Schwulen Arschficker. Ich finde das total toll so!“ (vgl. Quacksilber).

    Und dann erlaube ich mir das asozial und rassistisch bzw. schwulenfeindlich zu nennen.

    Ich erlaube dir erst

    Was auch immer es ist, das findet man bestimmt im ICD-10.

    Ich jedenfalls warte einfach ab.

    Nein, du wartest nicht einfach ab. Du erklärst erstmal, dass man in Thailand Weiße auch „Franken” nennt, also sollen die Schwarzen sich doch auch nicht so anstellen.

    Wenn dann dieses böse, böse furchtbar schlimme Wort weg ist, dann kann man sich auch endlich um den echten Rassismus kümmern.

    Wobei „man” wohl ganz sicher nicht, du mit einschließt. Du wartest vermutlich einfach mal ab; und zwischenzeitlich erkläst du dann, wo überall auf der Welt Weiße diskriminiert werden, also kann das mit der Diskriminierung ja doch nicht sooo schlimm sein.

  • AndyM

    @Kinch: Ich bin einfach kein militanter Wahnsinniger, der anderen vorschreibt, was für eine Sprache sie zu sprechen haben, nur weil in der eigenen Wahnwelt alles super rassistisch ist. Schalt den Computer ab und heul dich aus. Und wenn du fertig bist, geh verdammt noch mal nach draußen und rede mit anderen Leuten. Das Rumgeheule kann doch keiner mehr mit anhören.

    Wenn jetzt alle auf der Straße nicht mehr auf “Neger” eintreten, sonder auf “Schwarze”, biste dann zufrieden? Ist dann die Welt so supitoll und glücklich? Oder ist dann einfach “Schwarzer” das neue rassistische Wort? :D

  • AndyM

    Eigentlich wollte ich noch dazu aufrufen, mal ein paar andere Länder zu besuchen. Aber wer so aus der Haut fährt, wenn die eigene Hautfarbe (oder Gott bewahre: die eigene Haarfarbe) angesprochen wird, für den ist das einfach nichts.
    Ich lauf jedenfalls nicht brüllend durch China (Land auswechselbar): “Wah, wah, der hat gesagt ich hab grüne Augen, wah, wah, der scheiß Rassist hat gesagt, dass ihm meine braunen Haare gefallen. Oh mein Gott, der hat mich einen Amerikaner gennant, obwohl ich doch Urdeutsch bin”

    Rassismus fängt da an, wo man Nachteile/Vorteile auf Grund seiner Rasse erfährt und nicht bei bloßen Wörtern, die eventuell in anderen Gegenden oder in einer anderen Sprache falsch aufgefasst werden können.

  • Kinch

    @AndyM: Ja, weiß nicht, was du mir sagen willst.

    Summa summarum: „Neger“ ist ein rassistischer Begriff. Wer ihn trotz seiner rassistischen Konnotation bewusst benutzt, bedient sich ebenso bewusst einer rassistischen Sprache. Menschen die sich dafür entscheiden eine rassistische Sprache zu benutzen, erlaube ich mich als Rassisten zu bezeichnen.

    Du kannst brüllend durch Deutschland rennen, wenn du magst.

    Deine Versuche Rassismus, inbesondere auch sprachlichen Rassismus, klein zu reden unterstreicht nur deine Ignoranz zu diesem Thema.

  • earendil

    @AndyM: Umgekehrt wird ein Schuh draus: Wer nicht mal bereit ist, auf ein eindeutig rassistisches Wort wie “N…r” zu verzichten (was ja nun wirklich vollkommen problemlos möglich wäre), wird erst recht keinen Finger krümmen, wenn es darum geht, “echten Rassismus” zu bekämpfen. Du hast zwar recht: Nur weil jemand “Schwarze” statt “N…r” sagt, heißt das noch lange nicht, dass er_sie kein_e Rassist_in ist. Umgekehrt gilt allerdings auch: Wer auf Teufel komm raus an diesem Wort festhält, ist garantiert Rassist_in. Oder einfach dumm.

    Oder ist dann einfach “Schwarzer” das neue rassistische Wort?

    Das kann schon passieren, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Euphemismus-Tretmühle . Solange aber “Schwarzer” halbwegs neutral konnotiert ist, spricht nichts dagegen, es zu verwenden.

  • AndyM

    Darum geht es ja gerade, Neger ist im Süden noch vor nicht einmal erst einer Generation rassistisch geworden. Mit Schwarze meinen die meisten über 30 immer noch die CSU. Rückwirkend alle Menschen zu verdammen, die das Wort jemals benutzt haben geht mir zu weit. Auch geht es mir zu weit alle Völker rassistisch zu nennen bei denen Hautfarbe kein Tabu ist.

  • AndyM

    Was ich eigentlich sagen will: Wir (größtenteils) Jungen hochdeutschen Internetbenutzer verstehen “Neger” eindeutig rassistisch. In ländlichen Gegenden und weiter südlich (Bayern, Österreich, Südtirol) versteht man das wieder ganz anders. Beziehungsweise: NOCH. Das ist hier das große Wort: “noch”. Ich finde es äußerst bedenklich, Menschen grundsätzlich vorzuwerfen, sie seien Rassisten, nur weil sie eine andere Sprache sprechen. Sprache ändert sich nun einmal nicht von heute auf morgen, wenn jemand in Berlin einen Schalter umlegt.

  • karl

    @AndyM:
    Die Bayern sind aber auch sowieso fast alle Rassisten, da schliesst sich der Kreis doch.

  • earendil

    @AndyM:
    Falsch:

    Neger ist im Süden noch vor nicht einmal erst einer Generation rassistisch geworden.

    Richtig:
    Erst seit etwa einer Generation wird man sich auch im Süden Deutschlands des rassistischen Gehalts des Wortes “N…r” bewusst.

    Das N-Wort war schon immer rassistisch, auch wenn das den Sprecher_innen oft nicht bewusst war. Weiterbildungsangebote dazu wurden ja schon gemacht. Ähnliches gilt ja für viele Beispiele rassistischer Praxis (also “echten Rassismus” in deinem Sinne), etwa den Umgang mit den schwarzen “Besatzungskindern” in den 50ern: Auch da setzte sich erst spät die Erkenntnis durch, dass diese Praxis rassistisch war. Das heißt aber gerade nicht, dass sie erst durch diese Erkenntnis rassistisch wurde.

    Und schließlich ist der heute übliche Gebrauch von “schwul” und “behindert” als Schimpfworte auch ganz klar schwulen- bzw. behindertenfeindlich, auch wenn das den Sprecher_innen oft nicht klar ist.

  • AndyM

    @karl:
    Bei dem Kommentar musste ich mit einem Auge lachen und mit dem anderen weinen. Kenne leider viel zu viele Fälle von Rassismus, habe aber auch schon sehr viel Positives erlebt und ich wäre heute nicht da, wo ich jetzt bin, wenn es diese positiven Fälle nicht gäbe.

    Ein ganz besonderer Fall ist der bayerische Elitismus. D. h. dass praktisch nur die Kinder aus reichen Familien auf ein Gymnasium schaffen, wobei Zuwandererfamilien davon prozentual weit härter betroffen sind als schon länger ansässige Deutsche.

    Was ich schon immer einmal schreiben wollte: Ich danke der Stadt Fürth von ganzem Herzen für meine schulische Weiterentwicklung. In der Stadt Fürth wurde damals eine Extraklasse (90% Ausländeranteil) aufgemacht, nur für Schüler, die von anderen Schulen verstoßen worden, und diese fortgeführt, obwohl Nürnberg für seine eigenen Bürger das Schulgeld nicht zahlen wollte. :D

    @earendil: Das ist ein sehr guter Vergleich und eine faire Ausdrucksweise. Danke für deinen Kommentar.

  • AndyM

    Hmm, da hätte ich lieber zwei Absätze vertauscht, hört sich blöd an. Der zweite Absatz schließt natürlich nicht an den ersten an :S Merkt man auch immer erst, wenn das ganze dann fertig ist. Ein Königreich für eine Editierfunktion!