Aufstand auf Facebook – gegen Facebook

Facebook-Nutzer proben gerade einen kleinen Aufstand – gegen Facebook. In zahlreichen Profilen werden Texte geteilt, in denen Nutzer sich gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Facebook aussprechen. Das sieht so oder ähnlich aus:

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Öffentlichkeitswirksam ist der Protest auf jeden Fall.  Und es ehrt Facebook, dass es zumindest bislang noch keine Berichte gibt, wonach die Postings auf wundersame Art und Weise wieder aus den Timelines verschwinden.

Rechtlich wirksam ist der “Widerspruch” allerdings eher nicht. Das Problem liegt schon ganz einfach darin, dass das jeweilige Nutzerprofil kein Briefkasten von Facebook ist. Ein Widerspruch muss demjenigen im rechtlichen Sinne “zugehen”, gegen den er sich richtet. Das heißt konkret: Wer gegenüber Facebook eine Erklärung abgeben will, muss sie Facebook auch direkt zuschicken. Also über den Kundenservice. Per Mail. Oder Briefpost.

Solche ordnungsgemäßen Widersprüche können auch Facebook nicht egal sein. Vielmehr ist auch dieser Riese ans geltende Recht gebunden. Wobei man bei Facebook Europe nur darüber streiten kann, ob für deutsche Nutzer deutsches Recht gilt. Oder doch irisches, wo Facebooks Europazentrale sitzt.

Im Kern gilt aber in beiden Ländern, dass ein Nutzer sich einseitige Vertragsänderungen nicht aufs Auge drücken lassen muss. Konkret: Ändert Facebook sein Kleingedrucktes, kann der Nutzer sehr wohl widersprechen. Dann ist juristisch Facebook am Zug.

Große Anbieter scheuen erfahrungsgemäß davor zurück, ihren Nutzern unterschiedliche Vertragsstände zuzugestehen. Es kann also dann durchaus passieren, dass Facebook den rechtswirksam erklärten Widerspruch zum Anlass für eine Kündigung nimmt und das Profil des Nutzers löscht. Das wäre – jedenfalls nach angemessener Frist- auch zulässig. Denn Facebook kann seinerseits auch nicht gezwungen werden, das Nutzungsverhältnis zu bestimmten Bedingungen fortzusetzen.

Wer es also wirklich ernst meint mit Facebook, muss sich schon direkt an das Unternehmen wenden. Was aber nicht heißt, dass der öffentliche Protest gegen Facebooks Rechtepolitik sinnlos sein muss.

Jens Ferner zum gleichen Thema

74 Gedanken zu “Aufstand auf Facebook – gegen Facebook

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    So viele Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler wie auf dem Bild reflektieren perfekt die “Community”.

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    “Das Copyright meiner Profil bilder liegt ausschließlich bei mir.” Achja? Und was wenn der Kumpel das Bild gemacht hat, oder die Mutti?
    Ich finde solche Aktion auch eher lachhaft, da es ja nur 2 Möglichkeiten gibt: Akzeptieren oder gehen; Friss oder stirb sozusagen.

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    Mit Groß- und Kleinschreibung sowie Interpunktion scheint diese Aktion ja auch auf dem Kriegsfuß zu stehen.

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    Wie jetzt? Erst alles Persönliche auf Facebook publik machen und dann widersprechen, dass es genutzt wird?

    Und das alles mit so einem bescheidenen geschriebenen Widerruf?

  9. 9

    UV: “Wer gegenüber Facebook eine Erklärung abgeben will, muss sie Facebook auch direkt zuschicken.”

    ich glaube, das ist geschehen. zumindest hat der empfangende server vermutlich die annahme durch korrektes closing handshake auf einer kryptografisch gesicherten verbindung bestaetigt. die router zwischendrin zaehle ich mal nicht als indirektion. und ueberhaupt hab ich das wort ‘direkt’ noch in keinem gesetz gefunden. koennt ich aber uebersehen haben…

    UV: “Also über den Kundenservice. Per Mail. Oder Briefpost.”

    was im gesetz wo steht? wer daten verschickt, ist doch auch dafuer verantwortlich beim urheberrecht angeblich, obwohl die p2p-anfaenger niemals bewusst auf den knopf “sende datei” gedrueckt haben…

    welches bestimmt gemacht wurde, bevor jemand den computer erfunden hat. vermutlich noch vor der erfindung der schrift.

    wenns den obdachlosen kleinen mann auf der strasse trifft, reicht die zustellung am schwaren brett eines gerichtes doch auch aus…

    dass die leute allerdings ueberhaupt facebook nutzen, ist schlimm und laesst auf sehr schwierige lebensumstaende schliessen. sobald die luft besteuert wird, wird auch jeder idiot dafuer bezahlen.

    @garant: ich glaub die betreiber von facebook benutzen das auch “irgendwie”…

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    Bie Facebook, twitter, youtobe, msn und google ein Konto aber gegen den VDS, ne ist klar…

    mfg

    Ralf

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    Wer da bei diesem Unsinn mitmacht, meint es doch eh nicht ernst.
    Ich habe meinen Account dort sofort und kommentarlos gelöscht.
    Wenn dieses 50% der User dort machen würden, würde Facebook seine AGB schnellstens abändern.
    Ansonsten lacht sich Facebook doch eins und ignoriert den Quatsch einfach.

    ExFacebookJunkee

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    @Garant:
    Das kann man so nicht sagen. Als ich vor einiger Zeit rausfand, dass man heutzutage einen FB-Account braucht, um bei bestimmten Dingen nicht vor verschlossener Tür zu stehen, hab ich mir an ein paar verregneten Sonntagen eine paar nette Fake-Accounts gebastelt. Mittlerweile hab ich sogar schon “Freunde” dort, obwohl mir die Personen, denen ich nach dem Zufallsprinzip “Freundschaftsanfragen” geschickt habe, sowas von egal sind. Und die Datenschutzbestimmungen gehen mir ebenfalls völlig am A…. vorbei.

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    facebook ist toll, da kann man sich ganz prima fremdschämen. da gibt es dann gruppen wie z.b. todesstrafe für “kinderschender”, oder gesichtstättoowierte gegen schusswunden, und motorradfahrer dürfen sich sogar ganz offen gegen schürfwunden bekennen. alle möglichen missstände lassen sich mit gottes/allahs hilfe einfach wegliken und mehr als 1000 shares retten sogar krebskranke vor dem tod. auch toll zu sehen, wenn mal wieder jemand shoppen war und sich glücklich gekauft hat. all dass gibt einem dieses wohlige i don’t want to life on this planet anymore-gefühl.

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    @me:

    sinnvolle infos dort wie:

    “Gleich vorweg möchten wir erwähnen, dass solche, von Nutzern selbst verfassten, Statusbeiträge, [...] von rechtlicher Seite nicht haltbar sind.”

    oder was ist gemeint?

    was haltbar ist, entscheiden zu allem unglueck immer noch die gerichte.

    ich sehe auf mimikama.at auch keinen beleg fuer eine erlaubnis, juristische ratschlaege zu erteilen. waers mimikama.de , so waers wohl verboten…

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    der punkt ist dass es garkeine agb änderung gab. worum es geht ist “§” 2 der AGB in dem es heisst “Teilen deiner Inhalte und Informationen

    Du bist Eigentümer aller Inhalte und Informationen, die du auf Facebook postest. Zudem kannst du mithilfe deiner Privatsphäre- und Anwendungseinstellungen kontrollieren, wie diese ausgetauscht werden. Ferner:

    Für Inhalte wie Fotos und Videos, die unter die Rechte an geistigem Eigentum fallen, („IP-Inhalte“) erteilst du uns, sofern du in deinen Privatsphäre- und Anwendungseinstellungen nichts anderes einstellst, die folgende Erlaubnis: Du gibst uns eine nicht-exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare, gebührenfreie, weltweite Lizenz für die Nutzung jeglicher IP-Inhalte, die du auf oder im Zusammenhang mit Facebook postest („IP-Lizenz“). Diese IP-Lizenz endet, wenn du deine IP-Inhalte oder dein Konto löschst, außer deine Inhalte wurden mit anderen Nutzern geteilt und diese haben die Inhalte nicht gelöscht.”

    Das ist nichts neues, sondern schon eh und je so. Man mag es kritisieren, man sollte vorsichtig sein, aber das Schwarz Weisse Bildchen was derzeit durch FB Geistert ist ein großer Witz äh Hoax

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    @Volker: Jetzt hast du mich neugierig gemacht. Bei welchen sinnvollen Dingen ist man ohne Facebook-Account ausgeschlossen?

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    Off-topic:

    Lieber Herr Vetter,
    wenn Sie tatsächlich für den Bundestag kandidieren, bekommt die Partei, für die Sie das tun, meine Stimme. Punkt.
    Begründung: dieser Republik fehlt momentan eine Partei, die für den Schutz der Grundrechte einsteht.
    Viel Erfolg, und TUN SIE ES!
    Fry

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    … dass das jeweilige Nutzerprofil kein Briefkasten von Facebook ist …

    Da Facebook versucht, seine Nutzer (und den Rest des Internets) nach allen Regeln der automatisierten Kunst systematisch zu tracken und zu analysieren, müssten eigentlich Postings auf der eigenen Pinnwand auch als formale Zustellung gewertet werden. Zu dumm nur, dass diese Schlussfolgerung juristisch nicht haltbar ist.

  29. 29

    Ist eine AGB-Änderung ohne Zustimmung des Vertragspartners überhaupt wirksam? Nach § 308 Nr. 4, 5 und 6 BGB wäre eine entsprechende Klausel IMO nichtig. Also bedarf es auch keines Widerspruchs – nichts zu tun reicht schon aus. Oder liege ich da falsch?

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    …also, selbstverständlich gilt das rechtlich nicht als zugestellt. Es kann ja auch keiner irgendwo schreiben “Facebook schuldet mir ne Million, der Anspruch gilt als bestätigt wenn Facebook nicht innerhalb 14 Tagen widerspricht” und dann zwei Wochen später n Gerichtsvollzieher vorbeischicken. Den Unterschied zwischen “kann lesen” und “ein Mensch liest es, ohne plausible Deniability” bitte nicht übersehen. Sonst ist der Unterschied zu LG-Hamburg-typischer Forenhaftung nicht weit.

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    Dieses schöne Beispiel für kognitive Dissonanz sollte in Lehrbücher aufgenommen werden. m(

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    Wieso stellt UV nicht ausdrücklich klar, das natürlich deutsches Recht für ein Unternehmen sonstwo auf der Welt nicht greift?

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    Alles was auf Facebook öffentlich eingestellt wird kann von jedem “geteilt” werden, natürlich auch von Facebook und andeen Kommerziellen. Das ist quasi ein Grundprinzip des sozialen Netzwerks. Wer Facebook nutzt muss wissen was er tut.
    PS Wünsche UV viel Erfolg bei der Kandidatur, wer nett, wenn er die Pirtaen auch mal in den unvermeidlichen Talkshows repräsentieren könnte

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    @Klabund: Weil es nicht stimmt. In der EU gilt immer mindestens das Verbraucherschutzniveau des Staates, in dem der Nutzer sich befindet.

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    @25 Garant:
    +1
    @19 Volker:
    na los doch, was ist es? Farmville? Angry Birds? Der Login bei Linkedin?

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    @madd:
    Ich bin zwar nicht gefragt, aber antworte trotzdem: Ich bin gerne bei Facebook, mit meinen richtigen Daten.
    Und ich finde es sehr viel leichter so mit Leuten dauerhaft in Kontakt zu bleiben, die man ansonsten wahrscheinlich nie so gut kennengelernt hätte. Ja, für mich FB tatsächlich eine Bereicherung im Leben.

  38. 38

    Kinderaufstand auf facebook – voller Rechtschreibfehler.
    Da reicht die Reife bei manchen Fressenbuchjüngern wohl nicht aus um vorab zu erkennen, auf was und mit wem man sich da einläßt.

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    @Stephan Holzmann:

    Alles Unsinn was du sagst. Ich arbeite gern für Hungerlöhne denn ich bin ein Idiot.

    gegen BGE
    gegen Piraten

    denn mit BGE und Piraten hätten wir eine menschenwürdiges leben und das kann ja nun wirklich keiner wollen!

    ich will das mir die Reichen weiterhin sagen was ich tun soll!

    den icke bin ein venik blödä du verstähn?

  40. 40

    “…according to BDSG.”
    Ob sich wohl jemand bei der Übersetzung ins Englische Gedanken darüber gemacht hat, dass die Jungs vom Fratzenbuch keinen blassen Schimmer haben könnten, was ein BDSG ist?

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    Die Betreffenden können nichts dafür, dass sie die Unsinnigkeit ihres Widerspruchs nicht begreifen. Dazu braucht man halt minimales Grundwissen in dem Bereich, das z.B. einem Teenager schon fehlen kann.
    Das ernste Problem dahinter ist die Einstellung, von Wissen unabhängig: Jemand nutzt ein Angebot, dessen Qualitäten er (warum auch immer) schätzt, das auf Anbieterseite bares Geld kostet, und von dem er ziemlich genau ahnt, wie er es indirekt vergütet. Wenn ihm das nicht mehr gefällt, gibt er nicht etwa die Nutzung auf. Nein, es entspricht der “Netzkultur”, seinen vermeintlichen Anspruch in die Welt hinaus zu plärren, das Angebot auch ohne diese Vergütung nutzen zu dürfen. Wer was anderes behauptet, ist ein neoliberaler Raffzahn und greift die Grundfesten des Internets an.

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    @Stephan Holzmann:
    Ist ja ein tolles Hochglanzwerbeblättchen, das du da abgetippt hast. Schauen wir uns mal die Details an:

    (1) Artikel 1 Grundgesetz kann endlich umgesetzt werden. Menschenwürde muss man sich nicht erst “erarbeiten” oder „verdienen“.

    Auch jetzt hat JEDER Mensch in Deutschland eine Menschenwürde. Man muss z.B. nicht arbeiten, damit eine Beleidigung gegen einen eine Straftat ist. Dass arbeitende Menschen auf nicht arbeitende Menschen herabblicken, wird es auch mit BGE geben.

    (2) Wegfall der gesamten Sozialbürokratie. “Einzelfall(un)gerechtigkeit” bekommt endlich die korrekte, unbürokratische Bedeutung.

    So viel fällt gar nicht weg. Wer kriegt denn das BGE? Jeder Deutsche? Dann brauchst du weiterhin Sozialleistungen für Migranten, die (noch) nicht deutsche Staatsbürger sind. Jeder, der in Deutschland lebt? Dann haben wir bald 6 Mrd. Einwohner. Naja, zumindest 450 Mio. (EU, Freizügigkeit). Was, wenn das BGE nicht ausreicht? In Berlin kommt man mit weniger Geld aus als in München. Welche Werte nimmt man da als Basis? Alle gleich? Wenn nicht, gilt dann der Hauptwohnsitz? Wer zahlt das Geld aus?

    (3) BGE ist lebenslanges Bafög. Endlich ist Lebenslanges Lernen nicht nur ein politisches Motto, sondern auch praktisch durchführbar.

    Warum soll das jetzt nicht gehen? Man muss nicht an der Universität sein, um lernen zu können.

    (4) Betreuungsgeld/Herdprämiendiskussionen haben ein unbürokratisches Ende. Eine Partnerin kann sich vom Partner ohne Existenzangst trennen. Familienväter sind von der „Ernährer“ Rolle befreit da Frau und Kind das BGE auch erhalten.

    Existenzangst im Sinne von “Ich kriege nichts mehr zu Essen” muss auch heute niemand haben. Hartz4 reicht, um nicht zu verhungern. Statusangst (z.B. von 10k Netto im Monat auf Hartz4 fallen) wird es auch dann geben.

    (7) Wirtschaften ist ein Für-Andere-Arbeiten. Niemand hat jemals für sich selbst gearbeitet. Kein Friseur, Kein Bäcker, Kein Banker, Kein Lehrer, Keine Mutter. Alle leisten und arbeiten für andere. Nur das Einkommen brauchen Sie selbst.

    Das ist doch Quatsch. Natürlich arbeiten alle für sich selber (außer der Mutter). Beispiel Bäcker – klar ist es für einen Bäcker effizienter, 100 Brötchen zu backen und 99 davon gegen Kleidung und Wohnung einzutauschen als für alles selber zu sorgen. Er backt aber 100 Brötchen, weil er seine eigenen Bedürfnisse befriedigen will.

    (8) Die 100 ersten EinkommensEuro haben eine ganz andere existenzielle Wertigkeit als die 100 Euro sagen wir ab 10.100 Euro. Das wird selten beachtet. 100 Euro sind eben nur mathematisch gleich 100 Euro. Aber je nachdem ob es als unterste Basis oder beim Millionär obendrauf kommt hat es eine ganz andere relative Wertigkeit.

    Wie ist das für BGE relevant?

    (9) BGE ist wie Streikgeld – Jeden Monat neu – Dein ganzes Leben lang.

    Wie ist das für BGE relevant?

    (10) Menschen können endlich immer “Nein” sagen (können, nicht müssen).

    Nein, von meiner Arbeitsleistung gebe ich dir nichts ab.

    (11) Weg mit Hartz4 “Fördern und Fordern”. Fördern ja, aber ohne die Fordern-Peitsche im Hintergrund! Es muss endlich mal aufhören mit Druck und Zwang im Sozial-Existenziellen Bereich!

    Sozialleistungen sind Geschenke der Arbeiter an die Arbeitslosen. Dafür soll man nicht mal die Gegenleistung fordern dürfen, irgendwann keine Geschenke mehr machen zu MÜSSEN?

    (12) Mit BGE hat der der arbeitet immer (!) mehr als der der nicht arbeitet.

    Nein. Von dem Gehalt des Arbeiters gehen ja noch “Erwirtschaftungskosten” ab. Das sind z.B: Fahrkosten, Berufskleidung, Weiterbildung, usw. Bei hinreichend großem BGE ist das Nettoeinkommen für Geringverdiener so klein, dass ein Arbeiter effektiv weniger hat als ein Nichtarbeiter. Hinzu kommt noch die oben angeführte Tatsache, dass 1000€ in München für einen deutlich schlechteren Lebensstil reichen als in Berlin.

    (13) Entwicklungshilfe als BGE nach Afrika hilft den Menschen direkt, und versickert nicht über den Umweg: Deutschland -> Afrikanischer Diktator -> Ganz unten nichts mehr da

    Hier wird es völlig wirr. Soll das heißen, Deutschland soll ein BGE für die gesamte Welt erarbeiten? Und selbst wenn, wie soll die deutsche Regierung das ohne lokale Bürokratie verteilen?

    (14) Nicht die reale Verelendung ist in Deutschland das Problem sondern die Angst vor der Verelendung (!) lähmt Menschen. Ein oft nicht beachteter Unterschied.

    Wieso lähmt diese Angst die Menschen. Sollte diese Angst die Menschen nicht eher dazu bringen, mehr zu leisten, um nicht zu verelenden? Real könnten bei BGE ALLE Menschen sagen “Wozu noch arbeiten? Mein Geld kriege ich auch so.”

    (15) Keine diskriminierenden “Naturalien-BGEs” wie die Tafeln! Menschenverachtend und Erniedrigend ist sowas.

    Wer es als menschenverachtend empfindet, etwas geschenkt zu bekommen, muss das Geschenk doch nicht annehmen.

    Erklären Sie doch einfach mal detailliert – wie hoch soll das BGE sein? Wer bekommt es? Durch wen? Wie wird es finanziert? Wie stellen Sie inbesondere sicher, dass notwendige, aber schlecht bezahlte Jobs noch erledigt werden (Krankenschwester, Müllfahrer, …) Da man für letzteres gern ein unkonkretes “Da wird dann die Bezahlung besser” ohne Aussage, woher das Geld für diese Bezahlung kommt hört – was passiert, nachdem alle Krankenschwestern den Dienst quittiert haben bis dahin, wenn das Gehalt weit genug gestiegen ist?

    BGE klingt in der Werbebroschüre toll. Man darf nur nicht über Details nachdenken.

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    Ah, die gute alte Zeit als man nur für sich und seine Familie arbeitete.

    Back to the roots. Back to subsistence farming.

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    Oh Gott, bei euch Gutmenschen kriegt man ja nen Brechreiz. Schoene Verallgemeinerungen a la ‘Alle Facebookuser sind Idioten’. Auf manchen Websites frag ich mich manchmal wirklich, was fuer sozial inkompetente Menschen auf dieser Welt leben. Lasst die Leute doch nutzen was sie wollen. Gerade ihr ‘IT-affinen’ Menschen muesst wissen, dass ihr tagtaeglich ettliche Spuren im Web hinterlasst. Manchmal reichts schon, nur den Accountnamen zu googlen, um einige Infos (teils mit IPs) zu bekommen. Btw. Es gibt eben nicht nur so uebergebildete Harvardabsolventen (zumindest stellt ihr euch so dar :) ) Wie euch. Vor allem im Internetzeitalter gibts auch Menschen, die nicht soviel dem Rechtsraum Internet zu tun haben und einfach nur soziale Kontakte pflegen wollen. Dass man dann einem Hoax verfaellt, kann schonmal passieren. Solangs niemandem weh tut kanns euch doch egal sein. Klaert die Leute lieber auf anstatt rumzuflamen. Wuerdet ihr jemanden auf der Strasse so beleidigen? Glaube kaum. Naja, lebt mal weiter in eurer kleinen elitaeren Welt. Chaoten.

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    Also grundsätzlich ist doch jeder Facebooknutzer durchaus in der Lage, die Benutzung eigener AGBs gegenüber Facebook zu erklären mit der Folge, dass sich die eigenen AGBS und die Facebook AGBs u.U neutralisieren, d.h. dann gilt, was freilich umstritten ist, das nackte Gesetzesrecht, wobei es u.U. wieder nicht trivial ist, welchen Landes, aber bei Facebook.de kann man wohl unterstellen, deutsches Recht (Art. 10 I, 6 I Rom-I-VO (EG)). D.h. also auch insbesondere das BDSG. Die Frage ist nur, wie man die eigenen AGB gegenüber Facebook so erklärt, dass man sich Facebook gegenüber auch darauf berufen kann, ohne zu riskieren, dass Facebook den Vertragsschluß verhindert, oder bei nachträglicher Vertragsänderung rausschmeißt. Am besten vielleicht durch eine Email an impressum-support@support.facebook.com parallel zum Vertragsschluß? Abgesehen davon dürften etliche Teile der Facebook AGBs, wenn deutsches Recht zugrundeliegt, ohnehin unwirksam sein.

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    Ein Social Network, und noch dazu Facebook, ist das genaue Gegenteil von Datenschutz. Es ist auch das genaue Gegenteil davon, dass man seine digitale Identität beherrschen kann.

    Was in den Nutzungsbedingungen steht, ist Makulatur. Die Juristen geben es nicht gerne zu, aber gegen das Public Sourcing der CIA sind sie machtlos.

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    @robbenklopper:

    “wie z.b. todesstrafe für “kinderschender”, ”

    Woher diese Arroganz bzgl. Rechtschreibung? Ihre eigene Rechtschreibung und Ihr Englisch haben ebenfalls deutliche, nicht weniger peinliche Mängel.

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    @Stephan Holzmann:
    “…BGE…”

    Weiß zwar nicht, was Ihre Ausführungen hier zu suchen haben (wg. OT), aber für die Zukunft:
    Ihre Argumente wie Sie sie ausführen sind kontraproduktiv, Sie vertreten allen Ernstes die soziale Hängematte. Damit können Sie hier bzw. in Deutschland nicht landen.
    Wenn es zwei Dinge gibt hier: 1. “wer nicht arbeitet soll auch nicht fressen” und 2. “wie soll das bezahlt werden”.

    Zu 1. gehen Sie sachlich richtig, aber in völlig falschem Duktus ein. Zu 2. gar nicht.

    Für das BGE kann man besser eintreten, vor allem mit mehr Facts, insbesondere zur Bezahlbarkeit.

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    @Stephan Holzmann:

    @43 caldrin führt dann mustergültig vor, auf welchem Niveau die BGE-Gegner argumentieren können, wenn Sie denen die Brocken hinwerfen.. Sie machen es es denen zu einfach.

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    @Stephan Holzmann:

    Ich finde ihre Argumente gut und Herr Vetter bestimmt auch der alte Freibeuter :) Bin auch erst seit dem BGE Parteitag vom letzten Jahr Pirat.

    Denke vor allen Dingen an eine Kombination von GEZ und Flattr und BGE falls das einem was sagt. Der Chaos Computer Club nennt das Kulturflatrate.

    Und mit BGE hört endlich die Diskussion auf das Künstler von ihrer Arbeit ja auch Leben müssen. Denn mit BGE kann jeder immer “Davon-Leben”. Übrigens auch Anwälte die ja heutzutage auch richtig am Existenzminimum ausharren teilweise.

    Eigentlich müssten viele Juristen für das BGE sein. Dann können Sie auch mal eine längere Zeit ohne Mandat überbrücken. Vollig Bürokratiefrei.

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    @Der Steuerzahler: Den Unterschied zwischen freiwillig nutzbaren Diensten die man mit falschen Daten füttern kann wie man will und einer Staatlichen Totalüberwachung ohne Opt-out, mit möglicher Strafe bei Datenverschleierung nicht verstehen, aber hier die große Welle schieben, ne ist klar…

    mfg

    Densor

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    Fotos mit meinem Gesicht darauf, darf Facebook sowieso nicht zur Werbung benutzen oder sonstwie anders veröffentlichen. Da kann in den AGBs stehen was will. Deshalb ist dieser Protest blödsinnig.

    Würden Facebook (oder anderer solche Dienste) groben Missbrauch mit den User-Daten oder persönlichen Fotos betreiben, gäbe es wirklich einen Kündigungs-Welle. Das ist der einzige Schutz dagegen. Oder klage jemand in den USA oder Irland?

    Bei gayromeo es vor einiger Zeit ähnliche Proteste, wegen deren neuen AGBs. Alles Quatsch. Solche Dienste müssen sich vermutlich auch etwas weitreichender absichern, damit nicht ständig Jurastudenten klagen, wenn es nur ne neue mobile App gibt in der auch Werbung vor kommt.

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    Und schon lustig, seine Daten auf einen kommerziellen Dienst (Facebook AG) hoch zu laden und dann der kommerziellen Nutzung zu widersprechen. :-D

    Wie soll denn Facebook Geld zum betreiben von Facebook erwirtschaften, wenn die Daten dort nicht kommerziell genutzt werden dürfen? Alleine nur Facebook zu betreiben ist doch schon eine kommerzielle Nutzung. :-)

  57. 57

    @suki11: Es ist ein Unterschied ob ein Unternehmen Gewinn erwirtschaftet durch das sammeln und verkaufen von persönlichen Daten oder ob es einen Gewinn dadurch erwirtschaftet das es Benutzern (die nichts zahlen) Werbung schaltet.

    Facebook hat mit letzterem gestartet und Profite durch ersteres gesteigert und optimiert (Erfassung und Verarbeitung der Nutzerdaten zur besseren Zielgruppenbestimmung. Durch die genauere Bestimmung und Einteilung dieser Zielgruppen kann man natürlich dementsprechend mehr Geld von möglichen Werbekunden verlangen).

    Aber dieses allgemeine Verteufeln von jeglichen Social-Media Services ist wohl der Rückschlag der Rentner und Spätzünder, wo war denn das große Drama um Studi/SchülerVZ?

    Es spricht generell nichts dagegen Dienstleistungen den Nutzern gratis anzubieten, wenn den Nutzern im Gegenzug dazu Werbung geschaltet wird (Wodurch diese gratis Dienstleistungen finanziert werden).

    Privatfernsehen finanziert sich auf exakt die selbe Art und Weise schon seit Jahrzehnten (Inklusive Zielgruppen spezifischer Werbung). Durch den besseren Nutzer-Anbieter Austausch im Internet wurde dieses System einfach nur erweitert.

    Als Nutzer muss man dabei einfach nur bedenken das einem all dies absolut egal sein kann, man entscheidet immer noch selbst darüber welche Daten man mit den Unternehmen teilt und wie Wahrheitsgemäß selbige sind.

    Das dies die wenigsten Menschen verstehen, hängt auch maßgeblich damit zusammen das Anonymität noch immer als illegal/bösen angesehen wird. Passend dazu lief letzten Samstag ein Beitrag bei Gallileo bei dem es um “Facebook Irrtümer” ging. Auf die Frage ob man sich “Fakeprofile erstellen darf” antwortete ein Großteil der befragten mit “Natürlich nicht, das ist doch gesetzlich Verboten!!11 (lügen und so!!11)”.

    So eine Grütze kommt halt dabei raus wenn man Menschen erzählt das niemand was zu verbergen haben müsste, das machen ja nur kriminelle und pädophile, aber dann wundern wenn jede Hans-Wurst überall seine privaten Daten verteilt weil er Glaub und Vertrauenswürdig wirken will.

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    @Densor:

    Auf die Frage ob man sich “Fakeprofile erstellen darf” antwortete ein Großteil der befragten mit “Natürlich nicht, das ist doch gesetzlich Verboten!!11 (lügen und so!!11)”.

    Schön, und welchen Sinn macht es, Dienste wie Facebook mit einem anonymisierten / gefakten Account zu nutzen?
    Mir hat sich der Nutzen von FB nie so wirklich erschlossen, aber das wiederkehrende Argument das man mir nennt ist, wie prima man doch mit allen möglichen Leuten in Kontakt bleiben kann. Wenn ich denen allerdings vorher mitteilen muss, dass die mich unter Ferb Fletcher statt unter meinen richtigen Namen suchen müssen wird’s irgendwie sinnlos.

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    @Densor: Facebook darf von mir aus so viele Daten sammeln und gesammelt-anonymisiert (!) weiter geben, wie es will.

    Von geschalteter Werbung alleine kann Facebook, beim Trend zu mobilen Apps, offenbar auch gar nicht wirtschaftlich arbeiten, wie man im Zusammenhang mit dem gepatzten Börsengang öfters mal lesen kann. Die kleinen Smartphone-Bildschirme sind für Werbung zu klein.

    Wichtig ist, dass Facebook in allen angebotenen Diensten meine Privatsphäre-Einstellungen genau achtet und sicher stellt, dass private Fotos und Daten auch privat bleiben. Das ist deren wichtigster Job.

    Würden die da grob patzen, stünde das in allen Tech-Blogs und Zeitungen der Welt. Einen anderen Schutz gibt es dagegen nicht.

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    Also, Facebook liest ja auch meine Messages um SPAM zu filtern und eventuell Jugendschutz oder auch zu blockieren wenn ich Leuten schreibe, die mich ignorieren.
    Damit kann ich als Nutzer argumentieren, dass Facebook technisch nicht nur in der Lage ist meinen Status zu lesen, sondern es auch routinemäßig tut. Wenn sie es tun, dann müssen sie natürlich auch einen entsprechenden Widerspruch lesen. Wenn sie es nicht schaffen den zu verarbeiten, kann ich damit nicht gerechnet haben, da sie offensichtlich ganz andere Dinge schaffen. Also muss ich damit rechnen dass es in dieser Art und Weise wahrgenommen wird von Facebook. Da Facebook auch der Adressat ist, müsste es etwa so rechtskräftig wie ein offener Brief sein.

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    @suki11:

    Facebook darf von mir aus so viele Daten sammeln und gesammelt-anonymisiert (!) weiter geben, wie es will.

    Von geschalteter Werbung alleine kann Facebook, beim Trend zu mobilen Apps, offenbar auch gar nicht wirtschaftlich arbeiten, wie man im Zusammenhang mit dem gepatzten Börsengang öfters mal lesen kann. Die kleinen Smartphone-Bildschirme sind für Werbung zu klein.

    Armes am Hungertuch nagendes Facebook. Ich bin sicher, sie haben auch absolut keine Einnahmen durch die ganzen hirnrissigen Zinga- und sonstige games, die der Großteil der Leute dort offenbar mit Begeisterung spielt. Wir sollten gleich mal eine Spendenaktion ins Leben rufen, das geht so ja schon gar nicht….

    Wichtig ist, dass Facebook in allen angebotenen Diensten meine Privatsphäre-Einstellungen genau achtet und sicher stellt, dass private Fotos und Daten auch privat bleiben. Das ist deren wichtigster Job.

    nein. Ihr wichtigster Job ist, Gewinn zu machen, wie in jedem Unternehmen. Und wenn du wirklich glaubst, daß sich FB sehr um deine Privatsphäre schert, dann hast du offenbar die letzten paar Jahre geschlafen.

    Würden die da grob patzen, stünde das in allen Tech-Blogs und Zeitungen der Welt. Einen anderen Schutz gibt es dagegen nicht.

    *facepalm* Genau. Weil immer alles in den Medien berichtet wird, was illegal ist und/oder schiefläuft.

    Die patzen sehr wohl grob. Es wird auch immer wieder in blogs berichtet. Leider interessiert es ja in der breiten Masse keine Sau, weil die alle auf einem ähnlichen Standpunkt stehen wie du – “Ist doch mir egal, ob sie Daten sammeln oder nicht, ist mir zu anstrengend, drüber nachzudenken. Und jetzt schickt mir doch endlich meine lila Kuh für Farmville.” Was die breite Masse nicht interessiert (oder zu interessieren hat), taucht nicht in offiziellen Newsmedien auf. Ganz einfach.

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    @wonko: Die einmalige Mitteilung unter welchem Falsch-Namen man bei Facebook zu finden ist, ist also ein riesiger Aufwand der es unmöglich macht? Leute mit denen ich in Kontakt bleiben will, kennen mich, die kennen auch meinen richtigen Namen und mich hindert nichts daran diesen Menschen mitzuteilen “Bei Facebook findest du mich übrigens nicht als Hans-Peter Uhl, sondern als Max Mustermann”.

    Und der Nutzen von Facebook ist für den Großteil der Nutzer einfach simple Kommunikation, in der Hinsicht hat Facebook einfach nur den ICQ/MSN/XYZ Client für viele Menschen ersetzt.

    Welchen Nutzen hat denn die Kommentarfunktion auf diesem blog? Ist die überlebensnotwendig? Muss man das haben? Nö und nö, aber das bedeutet nicht das es deswegen “Schlecht/Scheisse/Doof/Böse/Unnötig” ist.

    @suki11: Der “gepatzten Börsengang” hat wenig mit mobilen Apps und deren Werbeflächen zu tun, sondern eher mit ganz anderen Dingen. Oder glaubst du wirklich das Aktienwerte noch irgendeinen Bezug zu realen wirtschaftlichen Leistungen und Werten haben?

    Wie ich bereits ausgeführt habe (am Beispiel des Privatfernsehens) kann man schon durch simples anzeigen von Werbung massive Gewinne einfahren. Selbes trifft übrigens auch auf “mobile Apps” zu, wer auch immer behauptet die “kleine Fläche der Werbung” würde Werbeeinnahmen als Finanzierungsmodell untauglich machen hat gelinde gesagt, keine Ahnung wovon er redet. Der komplette digitale Markt bewegt sich schon seit Jahren erfolgreich in exakt diese Richtung “gratis Angebot mit Einnahmen durch Werbung und möglichst große Verbreitung des Produktes (Welche durch den Umsonst-Preis optimiert wird)”.

    Aber all das ändert noch immer nichts an meiner Grundaussage: Niemand zwingt einen wahrheitsgemäße Daten anzugeben, wer dies trotzdem macht, braucht sich nicht beschweren wenn diese Missbraucht werden oder in falschen Händen landen. Würde ein Großteil der Menschen bei der ältesten aller alten Internet-Weißheiten bleiben “Realdaten nur in absoluten Ausnahmefällen teilen” dann hätten wir diese ganzen dämlichen Diskussionen nicht einmal nötig. Stattdessen diskutieren wir in regelmäßigen Abständen über Klarnamen-Pflicht, Anonymisierungsverbote und schlimmeren Blödsinn.

    Andererseits sieht aber kaum jemand Handlungsbedarf wenn staatliche Stellen, bei denen man gezwungen ist richtige Angaben zu machen, schludrig mit Daten umgehen bzw. aus diesen Daten ein Geschäft machen. Böse sind dagegen Google, Facebook und Co. zu deren Nutzung niemand gezwungen wird und die in der Regel um ein vielfaches professioneller und sicherer mit diesen Daten umgehen, immerhin hängt deren Profit maßgeblich von der Qualität und Sicherheit selbiger Daten ab.

  66. 66

    @Densor:
    Ja, das macht Facebook ziemlich sinnlos – IMO.
    Es geht so wie ich das verstehe bei FB ja nicht nur darum, zu finden, sondern auch darum, gefunden zu werden. Wie soll aber jemand, der nach Hans-Peter Uhl sucht wissen, daß er dafür nach Max Mustermann suchen muss?
    Und selbst in (mehr oder weniger) geschlossen Gruppen, wie Sie die darstellen, funktioniert das nur, solange nur einige wenige sich anonymisieren. Andernfalls wird es sehr unübersichtlich (war DragonFox123 jetzt der Kai oder der Uwe?).

    Nebenbei macht es für das Profiling relativ wenig Unterschied, welchen Namen Sie bei FB führen, solange Sie genug (reale) Kontakte haben.

  67. 67

    @Martin:

    Dass die Ansicht, die Rom-I-VO würde die Geltung des BDSG für Facebook regeln selbst für Lawblogverhältnisse außergewöhnlich abwegig ist.

  68. 68
  69. 69
  70. 70

    @zf.8: Hm also das finde ich nicht. Die Rom-I-VO enthält zwingende Vorschriften über geltendes Recht bei Verbraucherverträgen, die Registrierung bei Facebook ist ein solcher Vertragsschluß.

  71. 71

    @Martin:

    Rom-I ist IPR und regelt lediglich welches nationale Zivilrecht Anwendung findet. (vgl. auch die primärrechtliche Gurndlage Art. 65 EUV, jetzt Art. 81 AEUV) Das Datenschutzrecht ist kein Zivilrecht, sondern öffentlich-rechtliches Ordnungsrecht, dessen Anwendungsbereich unabhängig vom IPR ist. Das lässt sich im Übrigen auch daran erkennen, dass der Grundsatz der Rechtswahl in Rom-I sich mit dem ebenfalls gemeinschaftsrechtlich determinierten Anwendungsbereich nach Niederlasung der verarbeitenden Stelle in § 1 IV BDSG kollidieren würde.

  72. 72

    Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Facebook ist nicht dazu da, Menschen zu verbinden, sondern Geld zu erwirtschaften. Wer sich den Nutzungsbedingungen nicht unterwerfen will, soll dort kündigen oder wird gekündigt.

  73. 73

    @zf.8: Das ist zwar alles richtig, aber die Rom-I-VO spricht auch davon, dass das materiell, also inhaltlich günstigere Verbraucherschutzrecht bei einem grenzüberschreitenden Verbrauchervertrag erhalten bleibt, selbst wenn fremdes Recht gewählt (bei FB per AGB) zur Anwendung kommt. Ich sehe daher keinen Grund, dass nicht auch das BDSG, soweit es verbraucherschützend ist, aufgrund der Rom-I-VO zwingend zur Anwendung kommt. Das BDSG enthält ja sowohl öffentlich-rechtliche als auch verbraucherschützende Vorschriften.

  74. 74

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