Rätselhafte Schüsse auf deutschen Autobahnen

Diese Meldung wird das Sicherheitsgefühl auf deutschen Autobahnen nicht erhöhen: Seit 2008 haben unbekannten Täter mit Gewehren über 700 mal auf Fahrzeuge geschossen. Ziel sind fast immer Autotransporter oder Lastfahrzeuge, jedoch wurde auch bereits eine Frau auf der A 3 bei Würzburg in ihrem Auto angeschossen und verletzt. Das Bundeskriminalamt sucht jetzt verstärkt mit Hilfe der Öffentlichkeit nach dem oder den Tätern.

Ein Grund für den Schritt an die Öffentlichkeit ist, dass der Schütze sei Juni 2012 eine großkalibrigere Waffe verwendet. Wurde zunächst mit Kaliber .22 geschossen, ist es jetzt Kaliber 9. Laut BKA ist wegen der höheren Durchschlagskraft eines 9mm-Geschosses die Gefährdung der Fahrer und anderer Verkehrsteilnehmer deutlich höher als beim Kaliber .22. So durchschlug ein Geschoss Kaliber 9 in einem der Fälle erst eine Lärmschutzwand und beschädigte dann ein dahinter liegendes Haus.

121120__PKTransporter__einschusslochKal.9mm,property=poster (1)

Einschussloch Kaliber 9 von einem der Fälle. Bild: BKA

Das Bundeskriminalamt geht jedoch nach wie vor davon aus, dass es dem Schützen nicht darum geht, Menschen zu verletzen. In 544 Fällen wurde auf Autotransporter gezielt, und zwar fast immer auf den hinteren Teil. 175 mal wurden andere Fahrzeuge beschossen, darunter Koffersattelzüge, Lkw mit Kastenaufbauten, Baumaschinen und Baufahrzeuge in Baustellenbereichen sowie Wohnmobile.

Auch wenn die Schützen wahrscheinlich nur auf Sachen zielen wollen, ist laut dem BKA die Gefährdung kontinuierlich gestiegen. Bereits im Jahr 2010 wurde die Fahrerin eines PKW auf der A3 bei Würzburg von einem Projektil Kaliber .22 getroffen. Ihr Fahrzeug kam daraufhin von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Mittelleitplanke. Zum Glück wurde die Frau nicht schwer verletzt. Im ersten Halbjahr 2010 kam es außerdem zu drei Fällen, in denen die Seitenscheiben von Fahrerhäusern durchschossen wurden. In einem dieser Fälle verfehlte das Projektil den Kopf des Fahrers nur knapp. Die Staatsanwaltschaften ermitteln hier jeweils wegen versuchten Mordes.

Für die Polizei ist der genaue Tatort meist nur schwer festzustellen. Die Einschusslöcher werden oft erst am Ziel bemerkt. Allerdings konnten mittlerweile folgende Schwerpunkte rekonstruiert werden:

  • die A4 zwischen Aachen und Köln,
  • die A3 zwischen Köln und Nürnberg,
  • die A61 zwischen Autobahnkreuz Kerpen und Walldorfer Kreuz,
  • die A6 zwischen Walldorfer Kreuz und Autobahnkreuz Nürnberg-Ost,
  • die A5 zwischen Karlsruhe und Kirchheim.

Vor allem betroffen sind damit die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Aber der oder die Täter agieren möglicherweise auch im Ausland. Insbesondere in Belgien. Hier fingen die Beschüsse zeitgleich zu Deutschland im Jahr 2008 an, bis heute wurden in Belgien 14 Fälle registriert. Aber auch aus Frankreich und Österreich wurden Einzelfälle gemeldet; allerdings waren die betroffenen Fahrzeuge vorher in Deutschland unterwegs.

In vielen Fällen wurde mit ein und derselben Waffe geschossen. Das ergaben die kriminaltechnischen Untersuchungen. Ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt, kann das BKA aber momentan nicht sagen. Es spricht aber viel dafür, dass es sich um mobile Täter handelt. Am wahrscheinlichsten, so das BKA, sind die Schützen unter Lkw-Fahrern zu suchen.

121120__PKTransporter__vergleichsmunitionKal.9mm,property=poster

Geschoss Kaliber 9. Bild: BKA

Die Polizei geht davon aus, dass der Täter selbst im Verkehr unterwegs ist. Häufig erfolgt der Schuss von der Fahrerseite aus in den Gegenverkehr hinein, vereinzelt auch bei Überholvorgängen sowohl des Täterfahrzeugs als auch der beschossenen Fahrzeuge. Angesichts dieses Vorgehens spricht BKA-Präsident Jörg Ziercke von einem glücklichen Umstand, dass bislang nicht mehr Personen verletzt oder gar getötet wurden.

Nachdem schon diverse Sonderkommissionen arbeiten, verstärkt das Bundeskriminalamt nun die Fahndung. Die Einsatzteams der Länder werden seit Oktober 2012  in der AG “Transporter” zentral durch das BKA gelenkt. Mit zahlreichen Beamten ist die Polizei vor Ort unterwegs. Gleichzeitig setzt das BKA aber auch die “Operative Fallanalyse” ein, um Täterprofile zu erarbeiten.

121120__PKTransporter__einschusslochKal.22,property=poster

Mit Kaliber .22 angeschossener Neuwagen. Bild: BKA

Gleichzeitig hat das BKA die ausgesetzte Belohnung auf 100.000 Euro erhöht. Autofahrer sollen nicht nur verdächtige Situationen melden, sondern auch Lkw-Fahrer oder andere Verkehrsteilnehmer, die Schusswaffen bei sich führen. Hinweise sind bei jeder Polizeidienststelle möglich, aber auch per Mail.

  • Anderer Gregor

    Und? Hat noch keiner gefordert, die Mautdaten zu rastern? Immerhin soll es ja ein LKW-Fahrer gewesen sein.

  • Treverer

    ganz klar ein fan von hesses steppenwolf. dann noch trucker…dürfte den kreis erheblich einschränken. sofort alle buchbestellungen bei amazon überprüfen…

  • user124

    @Anderer Gregor:
    nö, anderer gregor ist der erste dem eine solche idee kommt. vielleicht fordert ja jemand dir den big brother award zu geben?

  • IANAL

    Da schau her: U.V. veröffentlicht einen Fahndungsaufruf des BKA.

  • nolaw

    //IRONIE ON: // Erstmal alle LKW-Fahrer samt Familien unter Verdacht stellen und eine SOKO “Böser-Brummifahrer” gründen & dann nach 10 Jahren durch Zufall feststellen, dass es V-Leute aus der rechten Szene waren, die es auf ausländische Fahrzeuge abgesehen haben und den Sprit für die Tour aus den V-Mann-Geldern finanziert haben. Dann muss wieder der Reisswolf glühen…

  • UK

    Haha, und in 8 Jahren kommt raus, dass es eine rechte Nazi-Zelle war, die vom Verfassungsschutz gesponsort war.

  • Th

    Verletzte entstanden durch Querschläger. Das macht es zwar nicht besser, aber faktisch korrekter. Da macht sich jemand einen gefährlichen Spaß. Aber was geht in jemandem vor, der einen großen Stein von einer Autobahnbrücke stößt und eine Familie tötet, weil der Stein die Windschutzscheibe eindrückt.

  • Kein Gregor

    Mit VDS wäre das nicht passiert!

  • Drachenstein

    Viele Ordnungshüter werden jetzt wieder ein “Einheitliches Waffenregister” fordern – und am Ende stellt sich raus, dass die Knarre doch illegal war.

  • Er

    Völlig unerheblich wo er/sie hinzielt. Der von einem Querschläger getroffen wird, wird es auch wenig interessieren wo diese-r Idiot/Idiotin hin gezielt hat.

  • Veritas

    Das ist das noch erleben darf. Udo Vetter nennt einen Fall bei dem mit Rasterfahndung und Vorratsdatenspeicherung sehr wahrscheinlich schon ein Verdächtiger feststehen würde: Es gibt sicherlich quasi keiner (außer der Täter), der an diesen Orten und an diesen Zeiten bei so vielen Tatorten mit seinem Handy bei Funkmasten in der Nähe eingeloggt ist. Würde man diese Daten also nun vollkommen anonym in den Computer eingeben, könnte dieser sicherlich sofort einen Tatverdächtigen nennen!

  • WPR_bei_WBS

    @Er:
    Es ist erheblich, weil es nun mal einen Unterschied gibt zwischen einer fahrlässigen Tötung / KV und einer Tötung / KV mit (bedingtem) Vorsatz.

  • h s

    Das ist allerdings kein 9mm Geschoss, sondern eine 9mm Patrone. Und wird idR nicht mit einem Gewehr sondern mit einer Pistole verschossen. Was auch wesentlich besser zur Hypothese des im Verkehr mobilen Schuetzen passt.

  • HerrWesserBessi

    Das sind zu 100% irgendwelche sog. “Legalwaffenbesitzer”, denen die Scheibe im Verein nicht ausreicht. Deswegen gegen Waffen in Privathaushalten!

  • bismarckhering

    @Veritas: Und wenn es dann ein “üblicher Verdächtiger” ist, brauchen wir den Schuldbeweis auch nicht mehr. Dann veröffentlicht man einfach die Adresse in der Idiotenzeitung und ein willfähriger Lynchmob erledigt den Rest.

    Davon ab, Waffenträger ermitteln ungern unter Waffenträgern…

    b.

  • Agent Smith

    @Veritas:

    Klar. Außer der Täter ist so gewieft sein Handy bei solchen Anschlägen auszuschalten. Ist natürlich superweit hergeholt zu vermuten, dass jemand der sich ein Heckenschützengewehr beschaffen kann und seit Jahren damit unbemerkt Anschläge verübt einen so komplizierten Plan zur Vereitelung der Spuren durchziehen kann.

  • WPR_bei_WBS

    @HerrWesserBessi:

    Das sind zu 100% irgendwelche sog. “Legalwaffenbesitzer”,

    Na sie müssens ja wissen! Ach, wo bekomme ich eigentlich so eine Kristallkugel her?

    denen die Scheibe im Verein nicht ausreicht. Deswegen gegen Waffen in Privathaushalten!

    Genau, weil man schweizer Autos ja z. B. daran erkennt, dass die alle durchlöchert sind.

  • JLloyd

    @1: Man kann davon ausgehen, dass seit geraumer Zeit gesammelte Mautdaten sowie in gleicher Weise aus Tankstellenüberwachungskameras gewonnene Weg/Zeitmarken singulär zum Zwecke der Aufklärung dieser Tatserie verwendet werden, um danach die Umwandlung in eine Routinemaßnahme zu propagieren.

  • Veritas

    @Agent Smith: Ach und daran denkt jeder Täter? Insbesondere weil es verschiedene Orte in Deutschland sind, handelt es sich sich ja wahrscheinlich um einen Vertreter/LKW-Fahrer/Außendienstmitarbeiter/…, die haben (und müssen) naturgemäß immer ihr Handy an. Sollte hier dennoch der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass das Handy aus war, hat man zumindest eine potentielle Spur verfolgt. Eine potentielle Spur ist immer noch besser als gar keine! Zudem ist ihre Argumentation unlogisch und hätte die Folge, dass man gar kein Ermittlungen mehr machen müsste: Warum sucht man denn noch überhaupt nach Fingerabdrücke? Jeder hat doch mittlerweile von Handschuhen gehört. Warum sucht man überhaupt nach DNA? Jeder weiß, dass dies ein Standardverfahren ist. Warum analysiert man eigentlich die Videoüberwachung? Jeder weiß, dass man sich eine Maske nehmen kann. Wenn sie also sagen, man solle nicht die Handydaten überprüfen, weil eh keiner sein Handy bei der Tat an hat, dann müssen sie auch sagen, dass man nicht mehr nach DNA, Fingerabdrücken usw. suchen muss, weil jeder dieses Prozedere ja auch schon kennt! Eine Ermittlung lebt von dem Fehler des Täters.

  • Veritas

    @bismarckhering: Das gleiche Problem hat man auch bei Augenzeugen. Es ist also kein spezielles Problem von der Rasterfahndung oder der VDS.

  • X

    Zur Info: Die AB von KA nach Kirchheim ist die A8.
    Die im Text genannte A5 geht von Weil am Rhein (Bodensee) über KA in Richtung Hessen.

  • Aarkon

    Ist nur ein kleines Detail, aber: Die Abbildung “Geschoss Kaliber 9″ zeigt meines Wissens nach die ganze Patrone, also Hülse mit Treibladung etc. + Geschoss – das, was fliegt, ist in dieser Abbildung kupferfarben.
    Bin da auch kein Experte, habe aber genug Filme gesehe und Spiele gespielt, um das relativ sicher sagen zu können. ;)

    An die anderen Kommentatoren: Haltet euch mit Vorschlägen zurück, am Ende kommt jemand auf die Idee und macht das wirklich. ^^

  • Pusteblume

    @X: Bodensee? Wenn, dann Basel.

  • Anderer Gregor

    Nee, ernsthaft — die “üblichen zwei der drei Gewalten” haben sich doch selbst bei den NSU-Morden nicht entblödet, zu behaupten, Vorratsdatenspeicherung hätte zur Aufklärung beitragen können (auch wenn die Taten nicht nur länger als 6 Monate vergangen waren, sondern sogar noch lange vor der Ersteinführung der VDS lagen). Und jetzt, wo eigentlich ziemlich offensichtlich ist, dass eine momentan leider, leider nicht erlaubte Maßnahme ein paar Verdächtige liefern würde, meldet sich kein Einziger zu Wort? Ach, komm.

    Wird das demnächst erst aus dem Hut geholt, nachdem die Täter-, äh, Datenschützer weichgekocht sind? (Scheiß auf’s Grundgesetz, es geht hier um Neuwagen!!1! Da kann man schon mal ne Belohnung aussetzen, die dreimal so hoch ist wie die für die ersten fünf Döner-Morde.) Oder hat man das schon probiert, und es stellt sich heraus, dass der Täter in mehr als einem LKW unterwegs ist? Schaun mer mal …

  • wonko

    @Veritas:

    Es gibt sicherlich quasi keiner (außer der Täter), der an diesen Orten und an diesen Zeiten bei so vielen Tatorten mit seinem Handy bei Funkmasten in der Nähe eingeloggt ist.

    Wenn Sie jetzt noch den Artikel lesen fällt Ihnen vielleicht das klitzekleine Problemchen dabei auf:

    Für die Polizei ist der genaue Tatort meist nur schwer festzustellen. Die Einschusslöcher werden oft erst am Ziel bemerkt.

    Der Polizei ist also weder Tatort noch -zeit bekannt.
    Aber wenn man sich nicht weiter mit Fakten belastet kann man natürlich trotzdem eine Rechtfertigung für Vorratsdatenspeicherung und Rasterfahndung konstruieren…

  • Christian

    Wenn Frauen nicht immer so wert legen würden auf die Länge, dann gäbe es viel weniger Männer, die sich aufgrund ihres “gefühlt” zu kleinen Penises eine Waffe zulegen ;)
    Also schuld sind nur die Frauen und das Fernsehen ;)

  • GxS

    @Agent Smith:

    Klar. Außer der Täter ist so gewieft sein Handy bei solchen Anschlägen auszuschalten.

    Aber dafür haben wir doch die OBU, die nicht ausgeschaltet werden kann…
    Und das beste: dafür braucht man nicht mal eine VDS…

    http://www.abgeordnetenwatch.de/index.php?cmd=650&id=5785&filter=+Tötungsverbrechen

    Wie wärs mit einer verpflichtenden OBU in jedem Fahrzeug?
    Das ist sicherlich besser, als wenn die Ankage auf konspiratives Verhalten wegen Nichtmitführung eines Handys verweisen muss…
    Dann kann man gegebenfalls ja auch seine Unschuld anhand dieser Daten (und der Handydaten) beweisen …

    “Wer nichts zu verbergen hat, hat ja schließlich auch nichts zu befürchten”…

    (ausser den paar bedauerlichen Kollateralschäden, aber was halten die sich auch in der Nähe des Tatortes auf, das kann man ja bekannterweise nur dann unverdächtigerweise tun, wenn man Mitglied eines Geheimdienstes sein sollte…)

    @wonko:

    Der Polizei ist also weder Tatort noch -zeit bekannt.

    Das sollte das geringere Problem sein, wenn alle Bewegungsdaten bekannt sind…

  • Kaputnik

    @Veritas:
    Was an deiner Theorie leider nicht passt, viele Tatorte sind nicht bekannt. Aufmerksame Leser des Textes haben dies bemerkt.
    @bismarckhering:
    “Davon ab, Waffenträger ermitteln ungern unter Waffenträgern…”
    Das stammt allerdings auch direkt aus der Idiotenzeitung.

  • Christian

    Ein Grund für den Schritt an die Öffentlichkeit[...]

    Schon 2009 hat das BKA eine entsprechende Warnung veröffendlicht.
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bka-warnung-unbekannte-schiessen-auf-autotransporter-a-655652.html

  • geheim

    Übrigens kann man wohl davon ausgehen, dass die Polizei bereits seit geraumer Zeit unglaubliche Datenmengen rastert – entweder Handydaten oder eben die Mautkästen. Eine Richterin, der das absegnet, wird das BKA bei dem Tatbestand wohl problemlos finden.

    Ansonsten finde ich es interessant, dass die Täterin anscheinend mit der Tatwaffe einer derartigen Tat mehrfach über Grenzen gefahren ist. Das ist dann doch irgendwie etwas blöde.

  • Tim

    Da haben unsere Sicherheitsbehörden wohl mal wieder ihre Hausaufgaben nicht gemacht: Die A61 endet am Dreieck Hockenheim und nicht am Walldorfer Kreuz.

  • Michael Schöfer

    Gibt es auch konstruktive Wortmeldungen, die zur Aufklärung beitragen könnten? Polemik allein hilft nicht weiter.

  • Manfred

    Ich vermute mal die Polizei hat die Schusskanäle untersucht und daraufhin festgestellt aus welcher Höhe die Schüsse abgefeuert wurden. Das sollte einen ziemlich deutlichen Hinweis geben, ob der Schütze in einem Auto, einem LKW oder auf einer Brücke befindlich war.

    Die Sache mit dem Feuern auf den Gegenverkehr lasse ich mal dahin gestellt sein. Wer demnächst mal wieder auf der Autobahn sein sollte, möge doch gerne mal mit der Fingerpistole versuchen auf einen entgegenkommenden Autotransporter zu schiessen. Zum ersten sieht man ihn erstmal gar nicht und zum zweiten reicht die Zeit dann weder zum Zielen noch zum Abdrücken. Schon gar nicht wenn man die Hand aus dem Fenster halten sollte.

    Eigentlich sollte die Polizei schon allein anhand der Schußkanäle, und die gibt es zweifellos, wissen, ob der Täter auf der gleichen oder der entgegenkommenden Fahrbahn war oder auf einer Brücke/Seitenstreifen stand. Ist reine Physik (stehend oder fahrend macht hier einen großen Unterschied).

    Das ist erstmal die Grundlage auf der man weiter ermitteln kann. Rasterfahndung per Mautbrücken, Handy oder VDS bringt nicht weiter, da keiner weiß wo geschossen wurde (abgesehen von der verletzten Frau). Das haben die eh alles schon gemacht. Meine Datensätze sind da mit Sicherheit auch schon dabei. Hat alles nur nix gebracht. Deshalb wenden sie sich ja nach vier Jahren an die Öffentlichkeit. Weil sie ratlos sind aber alles geheim halten wollen….

  • Olli

    @geheim:

    Die Grenzen sind doch mehr oder weniger offen.

    Aber wenn es eine Einzelperson ist wird man irgendwann auch ein Muster erkennen.

  • Autolykos

    @h s: War auch mein erster Gedanke. Ich würde jetzt nicht wetten, dass nicht doch mal irgend ein Spinner ein Gewehr in 9x19mm* gebaut hat (es gibt zumindest Karabiner in .45 ACP), aber in dem Artikel passt so einiges nicht zusammen. Dabei sollte man von Leuten die selber mit Feuerwaffen rumrennen etwas mehr Sachkenntnis erwarten können.

    *Dazu gehört zumindest die Patrone auf dem Bild. Sie könnten auch 9x39mm meinen, aber das sollte den Täterkreis dann auf die (geschätzten) fünf bis zehn russischen Elitesoldaten in Deutschland einschränken: http://de.wikipedia.org/wiki/Wintores-Scharfschützengewehr

  • Stefan

    @ HerrWesserBessi :
    Sofern nicht aus einem Wohnwagen geschossen wurde, war die Waffe doch in gar keinem Privathaushalt ;-)

  • RedMabuse

    Wie teuer waren die 700 Schuß Munition eigentlich? Kann man davon ausgehen, daß es wirklich 700 Schuß waren, oder doch eher 1400 Schuß und nur 700 Treffer?

    Und wieviel Benzin muß der-/die-/dasjenige verfahren haben?

  • zf.8

    ch würde jetzt nicht wetten, dass nicht doch mal irgend ein Spinner ein Gewehr in 9x19mm* gebaut hat

    Calico. Freak-Waffen in 9mm? Calico!

  • John Doe

    Dieser Fahndungshinweis hier im law blog ist durchaus als Dienst am Kunden zu interpretieren. Es sollte doch inzwischen bekannt sein, wie deutsche Sicherheitsbehörden mit personenbezogenen Daten verfahren, die sie von arglosen Besuchern ihrer Websites abfischen. In diesem Sinne…

  • Hansi

    Mit einer vernünftigen Vorratsdatenspeicherung könnte man ALLES aufklären.
    Wahrscheinlich wüssten wir inzwischen sogar, ob Darwin Recht hat, oder die Kreationisten.

  • Quacksilber

    Mir ist die Theorie vom Führerhaus auf der Gegenfahrbahn suspekt (3 Fahrspuren + Grünstreifen Abstand, Leitplanken). Wenn die Ballistik sagt, die Einschusskanäle gingen von oben nach unten, kann der erforderliche Abstand eigentlich nur beim Überholen erreicht werden. Das wäre mit einem Beifahrerschützen ohnehin logischer. 716/720 der Schüsse trafen nicht ein Führerhaus oder anderes Fahrzeug. Das ist, wie ich finde, dem Fahrer selbst nicht zuzutrauen.
    Möglicherweise geschahen die Schüsse an Abzweigungen, so dass bei Bemerken die Verfolgung nicht möglich ist.

  • WPR_bei_WBS

    @Autolykos:

    War auch mein erster Gedanke. Ich würde jetzt nicht wetten, dass nicht doch mal irgend ein Spinner ein Gewehr in 9x19mm* gebaut hat (es gibt zumindest Karabiner in .45 ACP),

    Ist doch garnicht nötig. Eines der verbreitesten Gewehre (z. B in vielen Polizefahrzeugen mit dabei) verschießt doch in den meisten Fällen 9mm Para: Die MP5 von Heckler & Koch.
    Ja, ich weiß, die MP5 ist eine Maschinenpistole – “Pistole” aber eben wegen der Pistolenmunition, von der Bauweise her ist es ein Gewehr.

  • Karsten

    @Autolykos: Kann man denn an einem verschossenen Projektil sehen, ob es aus einem eher langen oder einem eher kurzen Lauf verschossen wurde? Oder wie kommt man überhaupt auf ein Gewehr? Mit einem Gewehr in einem fahrenden Fahrzeug zu hantieren, klingt für mich nach einer Aufgabe für mindestens zwei Personen und selbst dann stelle ich mir das ziemlich unpraktisch vor, zumal so ein Ding ja auch nicht einfach unter dem Sitz verschwindet.

  • Patrick

    Es wäre so einfach, wenn man einfach Videobänder der Autobahn-Kameras auswerten dürfte. Gleiches gilt für die Handy-Funkzellenauswertung. Dann müsste man nur noch schauen, welches Handy zu den Tatzeiten jeweils in der Nähe war oder welches Kennzeichen immer wieder auftaucht und dann hätte man ihn.

    Aber da ist Frau Leutheusser-Schnarrenberger strikt dagegen und das BVerfG ja wohl irgendwie auch.

  • Quacksilber

    @Quacksilber:
    Also die Geschichte mit der BeifahrerIn gefällt mir immer besser. Hinter Leuchtschildern (“Bonnie”, “Clyde”), wie man sie häufig in Lkws sieht, kann der Beifahrer relativ unbemerkt hantieren, auch wenn der vorausfahrende Lkw-Fahrer genau den Rückspiegel beobachtet.

    Hat die Ballistik vielleicht feststellen können, ob ein Schalldämpfer benutzt wurde? Dann kann man davon ausgehen, dass die Schüsse erst später bemerkt werden sollten.

    Ingrid

  • Cerb

    @Quacksilber:
    Richtige Schalldämpfer sind in Deutschland legal extrem schwer zu bekommen und brauchen außerdem spezielle Waffen mit einem Gewinde vorne am Lauf und Unterschallmunition. Selbstbauen geht einfacher, diese sind dann aber meist nur einmalig benutzbar und man braucht weiterhin eine Waffe mit Gewinde, was bei normalen Pistolen meist nicht vorhanden ist.
    Weiterhin funktionieren Schalldämpfer nicht wie im Film, es macht nicht leise “Plop” sondern immernoch mit >~110dB “BUMM”.
    Interessanter ist eher, dass das Mündungsfeuer gedämpft wird, sodass man keinen Blitz mehr sieht…

  • Michael

    Leichte Physikaufgabe, aus dem Fahrtenschreiber herausbekommen, wo der Lkw wann war. Darüber eine Funkzellenabfrage mit plusminus 5 Minuten und zur Sicherheit noch die Mautbrücken abfragen. Irgendwo sollte es da ein Muster ergeben. Aber das ist zum Glück (????) verboten.

  • Quacksilber

    @Michael:

    Aber das ist zum Glück (????) verboten

    Ja. Und auch, wenn man annehmen kann, dass die Lkw-Fahrer idR ein Handy mithaben, könnten doch gerade die Täter darauf verzichten. Vielleicht sind es keine Gelegenheitstäter, sondern fahren extra zum Schiessen los. Es ist immerhin im Schnitt alle 2 Tage ein Schuss.

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass die Polizei, wenn sie illegal gehandelt hätte, Fahrer der falschen Richtung überprüft hätte, s. #41.

  • CobraCommander

    @Agent Smith:
    Das sind aber keine typischen Kaliber für “Heckenschützengewehre”… weder typische Jagd- noch Scharfschützenwaffe oder was immer damit gemeint war.

  • wonko

    @Patrick:

    Dann müsste man nur noch schauen, welches Handy zu den Tatzeiten jeweils in der Nähe war

    Welche Tatzeit? Nähe wozu?

    Für die Polizei ist der genaue Tatort meist nur schwer festzustellen. Die Einschusslöcher werden oft erst am Ziel bemerkt.

  • WPR_bei_WBS

    @Cerb:
    OK, ich spekuliere jetzt mal wild rum, aufgrund der Tat-Schwerpunkte und Ihre richtigen Schalldämpferbemerkung (also eigentlich aufgrund keinerlei valider Grundlage :-)): US-Soldat mit dienstlicher MP5-SD (übrigens Schalldämpfung mit Überschallmunition)

  • Michael P.

    Ihr labert einen Müll…
    Bis wirklich einer tötlich verletzt wird und dann meckern die selben Personen hier wieder rum, warum nichts oder nur wenig unternommen wurde…
    Versteh auch nich, warum sich hier grade die Brummi-Fahrer beschweren! Grade euch müsste es doch am Herzen liegen, dass so ein Freak geschnappt wird, bevor bei euch ne Kugel durch die Fahrerkabine zischt…

  • marcus05

    Ihr seid nicht mehr zynisch, ihr seid nur noch bescheuert…

  • christof

    Fuck. Es gäbe so viele Möglichkeiten, das ganze extrem einzugrenzen:

    1. Mit den Mautstation-Kameras könnte man (bei entsprechender Auflösung) den Streckenabschnitt bestimmen, auf dem des Einschussloch fabriziert wurde.
    2. Mit genau den gleichen Aufnahmen könnte man (bei nur einer einzigen Tat) den Kreis der in Frage kommenden auf wenige hundert beschränken (genau die Fahrzeuge, die zum Tatzeitpunkt auf dem gleichen Streckenabschnitt unterwegs waren)

    Schon bei zwei oder drei solcher eindeutiger Videoauswertungen sollte man wohl nen 100%-match bekommen können.

    Also über den Daumen gepeilt: eine Woche Arbeit für eine Person (wenn die entsprechenden Ressourcen genutzt werden dürften).

    Ihr Skeptiker und Zweifler (nicht böse gemeint) seid doch immer gegen jegliche Vorratsdatenspeicherung. Und zwar nicht aus Prinzip, sondern aus dem Grund, weil ihr den MISSBRÄUCHLICHEN Einsatz der Daten um jeden Preis verhindern wollt. Wäre in so einem Fall nicht der Einsatz, bzw. das Nutzen solcher Daten sinnvoll?

    Fickt ihr eurer Idee nicht selber ins Knie, wenn ihr UM JEDEN PREIS gegen die Speicherung seid?

    Wäre ein überwachter, reglementierter und sinnvoller EInsatz solcher Daen nicht…. sinnvoll?!

  • Er

    @WPR_bei_WBS
    Erzäle das dem Schöpfer wenn du in deinem Auto verblutet bist, wie erheblich dein Leben war.

  • Siggi

    Alles äusserst ominös: da soll ein Trucker (Achtung, Vorurteil) kurz die Happy Weekend aus der Hand legen, um “mal eben” erst mit einem KK-Gewehr/einer KK-Pistole und nun mit 9mm Para WÄHREND DER FAHRT zielgenau danebenschießen (dass niemand getroffen wurde, ist kein Zufall, der Schütze trifft grds da hin, wo er möchte, die verletzte Person scheint ein Querschläger gewesen zu sein). Wer schon mal statisch mit einer 9mm-Pistole geschossen hat, weiss, wie schwer das Treffen auf größere Entfernung auf statische Ziele ist. Wenn sich nun aber Schütze und Ziel gleichzeitig entgegengesetzt bewegen, wird’s interessant.
    Die angesprochene MP5 verbessert die Lage ein wenig, ein Scharfschützengewehr ist sie aber auch nicht.
    Vielleicht gibt’s ja so eine lustige (bitte nicht falsch verstehen) Erklärung wie damals bei den DNA-Spuren an den Gummi-Handschuhen…

  • bfr

    Natürlich hat die Polizei Ihre Hausaufgaben wieder nicht gemacht: Wenn sie schon wissen, dass der Schütze aus dem Führerhaus auf die Gegenfahrbahn feuert, muss das ein Beifahrer sein. Also ein rechtsgesteuerter LKW. Also aus England. Nee das sind doch die Guten. Wer hat denn noch Linksverkehr? Japan? Hongkong? Genau! Das müssen ganz klar Triaden aus Hongkong gewesen sein!

  • WPR_bei_WBS

    @Er:
    Und was wollen Sie der Welt jetzt damit sagen?

  • WPR_bei_WBS

    @Siggi:

    Die angesprochene MP5 verbessert die Lage ein wenig, ein Scharfschützengewehr ist sie aber auch nicht.

    In der Tat (ich habe die MP5 vor allem erwähnt um zu zeigen, dass ein Selbstbau für ein Gewehr in 9mm Para garnicht nötig und eher unwahrscheinlich ist). Zudem ein wirkliches Zielen während der Fahrt jetzt nicht das einfachste ist (und dann auch noch unbemerkt). Vom Handling her wäre ein Schuß “aus der Hüfte” wohl das wahrscheinlichste (und beim Szenario des LKW-Fahrers mit einer MP5 o. ä. wohl auch einfacher zu bewerkstelligen als mit einer Pistole), aber da happerst mit der Treffergenauigkeit ja noch mehr.

    Vielleicht gibt’s ja so eine lustige (bitte nicht falsch verstehen) Erklärung wie damals bei den DNA-Spuren an den Gummi-Handschuhen…

    Ich frage mich ja schon die ganze Zeit, wie die Polizei genau auf den Gegenverkehr kommt. Haben die anhand des Schußkanals feststellen können, dass sich sowohl Schütze als auch Ziel bewegt haben? Es gibt immerhin genug stationäre Möglichkeiten für einen Schützen (Brücken, Böschungen, Schilderbrücken, …), und auch das Zeil könnte ja irgendwo gestanden haben.

  • WPR_bei_WBS

    @bfr:

    Wer hat denn noch Linksverkehr? Japan? Hongkong? Genau! Das müssen ganz klar Triaden aus Hongkong gewesen sein!

    Quatsch! Australien, eindeutig Australien!!1 Das ist doch bekanntermaßen eine Gefängnis-Insel. Voll mit lauter kriminellen!!1

    ;-)

  • Judas

    Um den Kreis der Verdächtigen weiter einzuschränken: Gebrauchtwagenhändler! Denn als Neuwagen können die getroffenen Vehikel nicht mehr verkauft werden…

  • Rainbow

    die A3 zwischen Köln und Nürnberg

    Das sind ja NUR ca 500km Autobahn? Wenn das mal nicht exakt ist…

  • wonko

    @christof:

    Wäre ein überwachter, reglementierter und sinnvoller EInsatz solcher Daen nicht…. sinnvoll?!

    Legen Sie doch bitte dar, wie Sie gedenken, das zu gewährleisten?

  • Anderer Gregor

    Also, zum Einen zeichen selbst die “Mautkameras” keine Videos auf. Schon gar nicht in einer Auflösung, in der man Einschusslöcher sehen könnte.

    Aber gerade bei LKW ließe es sich selbst dann, wenn nur “A3 zwischen Köln und Nürnberg” bekannt ist, noch eine Menge aus den Mautdaten zu gewinnen — da die Geschwindigkeit der LKW relativ konstant sein dürfte, kann ich relativ genau sagen, wann sich die “Opfer-LKW” wo genau aufgehalten hat. Wenn er Rast gemacht hat, wird es im entspr. Abschnitt zwischen zwei Mautbrücken etwas ungenau, danach stimmt’s aber wieder ganz gut. Genauso kann ich ziemlich genau sagen, welche LKW ihn in welchem Abschnitt überholt haben (bei “Zurücküberholten” halt mit ein bisschen Fehler, aber auch die dürften im Umkreis von ein paar Minuten zum jew. LKW gewesen sein). Alles in Allem dürfte, pro Tat, die Anzahl der “Verdächtigen” bei wenigen dutzend LKW liegen.

    Bei mehreren Millionen LKW in Deutschland (Zahl geschätzt) ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass ein und dasselbe Fahrzeug bei drei oder vier dieser Taten zu diesen, sagen wir, fuffzig “zufällig ausgewählten” Verdächtigen gehört, ohne etwas mit der Tat zu tun zu haben (zwei Taten: < 1:10.000, drei Taten: < 1:100 Millionen)

    Wenn man jetzt auch noch den Gegenverkehr berücksichtigt, wird es etwas unhandlicher: Sagen wir, auf einer Strecke von 500km ist das "Opfer" 10.000 LKW begegnet (pessimistische Annahme: alle 100m ein LKW, beide bewegen sich gleich schnell). Also (wieder gröbst geschätzt) ist die Chance für jeden LKW in Deutschland, "Verdächtiger" einer einzelnen Tat zu sein, 1:100. Bei der zweiten Tat werden dann aber (statistische Unabhängigkeit vorausgesetzt) nur noch 100 LKW sein, die auch schon bei der ersten Tat "anwesend" waren. Bei der Dritten ist es dann rein statistisch außer dem Täter nur noch einer … und bei der vierten Tat stünde der Täter mit einer Wahrscheinlichkeit von 99% fest.

    Das alles setzt natürlich voraus, dass genügend Mautbrücken alle LKW zeitgenau erfassen. Und dass es sich um einen Einzeltäter handelt, der nur in einem einzigen, erfassten, LKW unterwegs ist. Wenn das nicht der Fall ist, braucht's erheblich mehr Daten … und muss auch keine Skrupel haben, diese Daten illegal auszuwerten. Aber wie man oben erkennt, haben wir uns genug Leute der "DENKT DENN KEINER AN DIE KINDER!!!"-Fraktion schon eingefangen.

  • Autolykos

    @Karsten: Man relativ gut abschätzen wie viele Windungen die Züge haben, und wie steil die sind (zumindest wenn die Kugel noch einigermaßen am Stück ist). Daraus dann die Länge auszurechnen ist einfache Geometrie.
    @zf.8: Richtig. Wie konnte ich nur Calico vergessen.
    @WPR_bei_WBS: Ich wäre jetzt nicht auf die Idee gekommen, die MP5 als Gewehr zu bezeichnen, aber die Theorie würde zumindest die meisten Ungereimtheiten im Artikel wieder unter einen Hut bringen. Scheint mir die wahrscheinlichste Option zu sein; zumindest ist das Gerät verbreitet genug (und manche Versionen handlich genug), dass es für solche Aktionen in Frage kommt.

  • WPR_bei_WBS

    @Autolykos:

    Ich wäre jetzt nicht auf die Idee gekommen, die MP5 als Gewehr zu bezeichnen

    Ich theoretisch auch nicht :-). Aber praktisch benutzt ja nicht jeder un dimmer die eigentlichen Klassifikationen (im Fall MP5: Maschinenpistole). Und die MP5 ist von der Bauart oder Haptik her dann ja schon ein Gewehr, nur eben im Pistolenkaliber.

    Wobei die Polizei ja eigentlich die Legaldefinition von Langwaffe kennen sollte :-). Danach ist die MP5 in den meisten Varianten in der Tat eine Kurzwaffe.

  • Thorsten

    Der Tatablauf erscheint mir sehr schwierig. Mal angenommen, der Täter ist ein LKW-Fahrer, der in die Gegenrichtung unterwegs ist. Dann muß er ständig die Waffe griffbereit haben, am Besten noch sein Fenster offen und dann auch noch den Gegenverkehr im Auge haben (soo viele Autotransporter sieht man dann ja auch nicht, und ich sitze berufsbedingt werktäglich regelmäßig lange im Auto). Des weiteren sollte er auch noch sicherstellen, dass er gerade nicht überholt wird (vielleicht optional, aber das erhöht ja das Risiko, dass er entdeckt wird – und der entgegenkommende Autotransporter nicht plötzlich durch Überholer verdeckt ist. Und dann eben noch über min. zwei Fahrspurbreiten plus Grünstreifen das fahrende Ziel treffen. Wie schwierig ist so etwas eigentlich? Vielleicht kann ja da mal ein Hobbyschütze was zu sagen. Üben lässt sich sowas ja auch nur recht eingeschränkt.

    Wäre das nicht für jemand auf eine Anhöhe oder Brücke entsprechend einfacher? Vielleicht ist der Täter ja letzten Endes auch gar nicht so mobil, wie es erscheint, da sich der Tatort nicht wirklich eingrenzen lässt.

  • Scania R730

    Wo sind eigentlich seit Jahren die Herren Franz Meersdonk und Günther Willers unterwegs?
    Fahren die noch im südeuropäischen Ausland oder doch nur noch Innerdeutsch mit Abstechern nach Belgien?
    Vielleicht könnten die beiden ja mal dazu befragt werden, die hatten immer eine Lösung und konnten so manchen Sachverhalt vor Ort auf ihre eigene Art klären.
    Oder ist es vielleicht immer noch Theo gegen den Rest der Welt?
    Fragen über Fragen?
    An Klein Kaliber Munition zukommen ist ja relativ einfach, aber 9 mm Patronen?
    Hat da vielleicht einer während seiner BW Zeit was auf die Seite geschafft?
    Eigentlich müsste man es doch im Fahrzeug riechen können wenn so viele Schuß aus vermutlich ein und dem selben Fahrzeug verschossen worden sind? Also alle Fahrzeuge mit Duftbaum ( Anti-Schießpulver-Duft)überprüfen.

  • JJPreston

    Meiner Meinung nach kann es sich bei den Fahrten des Täters nur um Inlandsfahrten gehandelt haben, denn bei Grenzübertritt steigt die Gefahr von Kontrollen und damit auch die Gefahr der Entdeckung einer illegal eingeführten/geführten Schusswaffe. Dass er bisher nicht in Belgien oder Österreich erwischt wurde, mag Glück sein – oder der Beschuss fand in Deutschland statt und erst im Ausland entdeckt.

    Ich frage mich, ob es bei den beschossenen Automarken eine gewisse Häufung gibt? Mag sein, dass es sich um den Fahrer eines Autotransporters handelt, der “feindliche” Marken schädigt, um seinen Job zu behalten, zum Beispiel als Fahrer für Opel oder so? Es könnte sich auch um jemanden handeln, der für eine Supermarktkette zum Beispiel vom Zentrallager ins Regionallager fährt oder so. Jedenfalls sind die Strecken auffällig.

  • Legalwaffenbesitzer

    Der Artikel spricht ein wichtiges Thema an und ich hoffe daß der oder die “Witzbolde” möglichst bald unschädlich gemacht werden. Zunächst aber zum Artikel, danach noch zu einigen der Beiträge.

    Man muß als Strafrechtler nicht unbedingt Ahnung von Schusswaffen haben, aber der Artikel tut beim lesen schon fast körperlich weh, daher einige Präzisierungen.

    1. Es gibt kein “Kaliber 9″. In der Schreibweise wäre das im deutschen ein (hypothetisches) Flintenkaliber, wobei sich da der Geschossdurchmesser daraus ergibt, daß man ein englisches Pfund Blei in N gleiche Teile teilt, und den Durchmesser der Kugelform eines solchen Teils bestimmt (giessen oder rechnen, egal). “Kaliber 12″ wären ca. 18 mm, das gibts wirklich.

    1a. Das verwendete Kaliber, auch die im Artikel gezeigte Patrone sind 9x19mm / 9mm NATO / 9mm Luger / 9mm Para(bellum). Im amerikanischen auch unpräzise aber weit verbreitet schlicht “9mm”, wobei es eine unüberschaubare Menge von Kalibern gibt, die etwa 9mm Geschossdurchmesser oder eine “9” im Namen tragen.

    1b. Auch das zuvor genutzte Kaliber “.22″, also 0.22 Zoll (ca. 5.6mm) ist wahrscheinlich .22 lr bzw. im deutschen .22 lfB, umgangssprachlich Kleinkaliber. Es gibt aber noch andere Kaliber mit ca. .22 Zoll Durchmesser und sehr unterschiedlichen ballistischen Leistungen. Dem BKA kann ich auch nicht so ganz folgen, daß .22 lr wesentlich weniger durchschlagskräftig ist als 9×19. Im Fall eines Treffers in lebenden Zielen ist die Verletzung allerdings beim Kleinkaliber wesentlich kleiner, was die Wahrscheinlichkeit dauerhafter Schäden kleiner macht.

    2. Die Abbildung 2 ist eine Patrone im Kaliber 9x19mm, wie andere Foristen bereits schrieben. Das Geschoss ist allerdings nicht nur der obere kupferfarbene Teil, sondern reicht noch einige mm in die Hülse. Wie weit genau hängt von der konkreten Art der Munition ab, diese kann mit unterschiedlich schweren Geschossen gefertigt werden, solange dabei die äußeren Abmessungen und der Gebrauchsgasdruck im Rahmen der Spezifikation bleiben.

    Zu den Forenbeiträgen, die sich über Langwaffen in Pistolenkalibern wundern: einfach mal “carbines in 9mm” googeln.

  • WPR_bei_WBS

    @JJPreston:

    Mag sein, dass es sich um den Fahrer eines Autotransporters handelt, der “feindliche” Marken schädigt, um seinen Job zu behalten, zum Beispiel als Fahrer für Opel oder so?

    Das wäre ja eher kontraproduktiv. Wenn schon, dann handelt es sich um einen Fahrer für die gleiche Marke – schließlich steigt der Absatz durch die Tat, die beschädigten Neuwagen müssen ja nochmal hergestellt und ausgeliefert werden.

  • flitzpiepe

    Motivspekulation: Eine LKWbeifahrerin die ihrem Genderwahn freien Lauf lässt? Ein Racheengel der nicht brüllt sondern seinem groll direkt nachgibt? Papis Junior der zielen übt?!

  • Martin

    Wie beschränkt man sich eigentlich auf Autobahnen?

  • BKASpitzel

    Mir scheint der Täter ein freak zu sein. Herausforderung, fahrend Sachen zu treffen. Wenn er ein freak ist, hält er bestimmt die Waffe nicht in der Hand beim Fahren, sondern hat sie sich irgendwie montiert und spielt Panzer. Was mich total wundert ist, dass man angeblich nicht weiss, wo die Schüsse immer passieren. Auch wenn viele ungehört bleiben, muss doch auch mal einer dabei sein, der gehört wurde. Und ausserdem muss doch auch mal ein Projektil gefunden werden auf einer der Strecken? Dass er auch in Belgien war, bedeutet, dass er entweder wirklich beruflich dort hin muss, oder dass er so ein freak ist, dass er dieses Schiessen “hauptberuflich” macht und extra herumfährt. Mich würde noch interessieren, woraus sich schliessen lässt, dass er aus dem Verkehr heraus schiesst. Warum kann es kein “Scharfschütze” sein, der von weit ausserhalb der Autobahn zielt? Ich glaube, wenn die Polizei mehr Informationen teilen würde, könnte die Schwarmintelligenz ganz schön viel weiter kommen als mit den wenigen vorhandenen Infos, Oder?

  • Illuminatus

    Das alles hat ein befreundeter Geheimdienst eingefädelt, um die Auswertung der Mautdaten zur lückenloseren Kontrolle der Bevölkerung in Deutschland endlich durchzukriegen….

  • Gesichtskirmes

    Tja Herr Richter, und genau darum fahre ich konsequent unter Gefechtsbedingungen, denn es kann ja keiner verlangen, dass ich durch langsame fahrweise ein leichtes Ziel biete und mein Leben riskiere. Deshalb bin ich da auch mit 240km/h durch die Baustelle geknattert, ist einfach sicherer.

  • Wintermute

    @Gesichtskirmes:

    LOL. Perfekt.

  • Quacksalber

    Oben wurde richtig diskutiert, dass ein beifahrer als Schütze viel wahrscheinlicher ist. Aber DAS muss doch die Ballistik bei so vielen Befunden wirklich genau sagen können, ob ein Schuss von links seitlich oder von links vorne kommt. Wenn er aus dem Gegenverkehr schiesst, ist es doch viel viel schwieriger, den richtigen Moment zu erwischen. Als Ueberholer hat er viel mehr Zeit zum Planen, Abschätzen, ob er gesehen wird, usw. Wird aber auch viel wahrscheinlicher identifiziert. Wenn er die Waffe auf seinem LKW auf dem Führerhaus montiert hat und im Gegenverkehr fährt, denkt er sich vielleicht: Sobald mein Führerhaus sein/ihr Führerhaus passiert hat, kann nichts mehr mit Menschen passieren. Wenn das so ist, sollten die Löcher tendenziell eher hinten im getroffenen Transporter sein. Wiederum gilt: Mehr Informationen von der Polizei wären besser für die Aufklärung.

  • Arno Nym

    @Gesichtskirmes: YMMD ;)

  • Rockstar

    @Quacksalber:
    Das die Einschusslöcher eher weiter hinten in den Aufliegern zu finden ist, würde schon mal so kommuniziert. Das ist ja nicht das erste mal, dass über diese Fälle berichtet wird. Ich habe (glaube ich) auch schon mal im TV etwas darüber gesehen.
    Vermutlich schießt der Fahrer von der Gegenfahrbahn. Das Gewehr hat er vermutlich auf irgendeinem Stativ etc. liegen damit es gerade schließt. Während des fahrens kann er vermutlich nur den Abzug drücken.

    Würde ein Beifahrer während des Überholvorgangs schießen, so wäre die Einschüsse viel genauer. Also vermutlich auch mal mehrere auf einem LKW-Anhänger und immer in einer Höhe mit nur sehr geringen Abweichungen und die PKW-Fahrerin wäre so eher nicht getroffen worden, wenn er es wirklich nur auf LKWs absieht. So ein Überholvorgang dauert ja oft mehrere Minuten. Außerdem wäre so die Entdeckung sehr hoch. Weiter oben hatte mal einer was von 110db mit Schalldämpfer geschrieben. Ich gehe so von einem Einzeltäter aus + evtl. Nachahmer.
    Unbekannt ist ja auch die Trefferquote. Auch wenn er in erster Linie nur auf große Objekte zielt, kann es dennoch sein, dass die meisten Patronen in angrenzenden Wäldern landen.
    Man müsste mal versuchen, solche stark betroffenen Abschnitte dauerhaft mit Polizisten zu überwachen.
    Eins ist sicher: Er muss ein Fenster geöffnet haben, was bei den aktuellen Temperaturen eher unangenehm ist.

  • WPR_bei_WBS

    @BKASpitzel:

    Auch wenn viele ungehört bleiben, muss doch auch mal einer dabei sein, der gehört wurde.

    Auf / an einer Autobahn? Bei einem (angenommen) gedämpften (aus dem Führerhaus heraus) Schuß? In einem anderen Wagen bekommen sie davon schwerlich was mit, und auch Anwohner (sofern vorhanden) hinter einer Schallschutzmauer werden dass kaum als Schuß wahrnehmen können.

    Und ausserdem muss doch auch mal ein Projektil gefunden werden auf einer der Strecken?

    Kommt auf den Schützen an. Projektile wurden ja gefunden, nur eben im Ziel (den Autos). Wenns da nur wenige Fehlschüsse gibt, gibts auch keine Projektile, die irgendwo in der Botanik rumliegen. Die, die dann auf der Autobahn liegen, werden nur schwer zu finden sein – wer soll da schon im Normalfall am Boden kriechen und sie finden? Und die verschwinden dann relativ fix im Abfluß (und damit im Müll).

    Zudem werden die wenigsten Fehlschüsse auf der Autobahn landen. Der Schütze hält ja nicht auf die Höhe der reifen des Transporters, sondern höher. Was da nicht trifft geht über die Autobahn hinweg (deshalb ja auch der Treffer in ein Haus durch die Schallschutzmauer hindurch) und landet irgendwo in der Botanik.

    Hülsen werden auch schwer zun finden sein. Wenn tatsächlich aus dem Führerhaus geschossen wird, dann landen die auch dort (vielleicht geht mal die ein oder andere durch den Fahrtwin raus, aber da gilt dann das gleiche wie für Projektile auf der Fahrbahn: Ratz fatz im Ausguss). Und falls der Schütze doch in freier WIldbahn auf der Lauer liegt ist es gut möglich, dass er die Hülsen wieder einsammelt. Und auch wenn nicht, so eine Hülse muß man im Wald erstmal zufällig (!) finden. Und dann muß der Finder sie noch mir diesen Schüssen in Verbindung bringen (nicht vergessen: Im Gebiet des Schusses weiß man von dem Schuß garnichts).

    Also ich kann schon nachvollziehen, dass es für die Polizei nicht so einfach ist den Täter zu finden, so er denn nicht während der Tat beobachtet wird.

    Was mir aber gerade in den Sinn kommt (falls die Polizei hier mitliest, ich würde mich bei Ergreifung über die Belohnung freuen): Wenn tatsächlich aus dem Führerhaus geschossen wird sollte man vielleicht mal nach Fahrern mit Ohrschützern ausschau halten. Der Knall muß doch ansonsten weh tun.

  • Inge

    Warum basteln die keine PC-Simulation mit allen beschossenen Fahrzeugen, Abfahrtszeiten, Ankunftszeiten, Einschusslöchern.
    In Verbindung mit irgendeiner Uni wäre das ein nützliches Projekt.
    Man wüsste dann schon mehr über die bevorzugten Orte, Tageszeiten und von welcher Fahrspur der Schuss evl. kam.

  • Legalwaffenbesitzer

    @WPR_bei_WBS:
    Zur Annahme “muss doch gehört werden”: Wenn es sich um Langwaffen in .22lr bzw. 9×19 handelt: Der Mündungsknall aus einem langen Lauf ist dabei reichlich irrelevant, in den Pistolenpatronen ist nicht genug Treibladung drin, um am Ende eines langen Laufs noch eine merkliche Druckwelle zu bewirken. Ich kann dies zumindest für Sportgewehre in .22lr aus eigener Anschauung bestätigen.

    Wenn es sich nicht um unterschallschnelle Munition handelt gibt es dann noch den Überschallknall entlang der Flugbahn, der an sich auch unüberhörbar ist, allerdings keine Punktquelle. Die räumliche Zuordnung ist daher sehr schwierig, die meisten Zeugen würden da nicht unbedingt an einen Schuss denken.
    Schliesslich ist der Einschlag auch ein sehr lautes Ereignis, bei einem angeschossenen Pkw (mit Fahrer und/oder weiteren Insassen) ist das sicher kaum zu überhören, ein Pkw auf einem Transporter ist vom Fahrer des Transporters aber sehr wahrscheinlich zu weit weg und das Führerhaus zu gut schallgedämmt.

    Zum Thema Hülsen: (a) Es gibt auch andere Funktionsprinzipien als Selbstlader, da fallen keine unkontrolliert ausgeworfenen Hülsen an.
    (b) Auch für Selbstlader gibt es Zubehör, um die Hülsen nach dem Schuss einzufangen, damit sie nicht nachher im Wald (Jagd) oder mühsam auf dem Schießstand einzusammeln sind.

  • erforderlich

    @WPR_bei_WBS:

    Wenn tatsächlich aus dem Führerhaus geschossen wird sollte man vielleicht mal nach Fahrern mit Ohrschützern ausschau halten.

    Oder nach tauben Fahrern.
    Oder ein paar Polizisten holen alle LKWs auf der Strecke raus und sprühen mal kurz mit diesem Schmauchspuren-sichtbar-mach-Zeug aufs Lenkrad.

    Also so sehr ich auch gegen Rasterfahndung usw. bin, in diesem Fall wäre ich dafür, denn es scheint ja sonst weiter keine nicht-invasiven Massnahmen mehr zu geben, um eine Spur zu erhalten, und insofern die Verarbeitung und anschliessende Vernichtung der Daten streng überwacht und eingehalten wird…

  • quarashi

    @WPR_bei_WBS: Schalldämpfer lassen sich ohne weiteres mit einfachsten Hausmitteln selber bauen, wobei es sich bei derart häufiger Schussabgabe wohl kaum um die einfache Plastikflasche mit Stahlwolle, sondern eher um was “solides” handeln dürfte. Aber auch ein Industrieller Schalldämpfer müsste, bei mehr als 700 Schuss, mehrmals ausgetauscht, bzw. überholt worden sein. Auf jeden Fall ist bei einer .22 das Geräusch des Verschluss’ lauter als der eigentliche Schuss, bei 9mm (Parabellum?) sieht das schon anders aus, doch selbst bei überschall-Munition würde der Knall im Verkehrslärm untergehen. Eine ungedämpfte Waffe ist unwahrscheinlich, denn der/die Täter scheinen sich, ob der Häufigkeit, sicher zu fühlen. Schalldämpfergeeignete Waffen mit einem Laufgewinde sind Behörden und Militär vorbehalten, also dem entsprechend selten und nicht einfach zu beschaffen. Allerdings haben viele Sportwaffen, Revolver oder Karabinerderivate, aber auch gängige Pistolen wie die P38, einen Freiliegenden lauf, auf den sich ohne weiteres ein Gewinde drehen, oder ein Bajonettverschluss realisieren lässt. Also Waffen, die sich ein 08/15-Sammler legal zulegen würde. Dafür spricht auch, dass anfangs kal.22, und später 9mm benutzt wurde. Das wäre die typische Historie einer Waffenbesitzkarte-zu-Sammlerzwecken, wo man auch normalerweise klein anfängt und später den Erwerb eines grösseren Kalibers beantragt. Für die Theorie der legalen Waffen spricht auch, dass sich eine derartige Menge an Munition nicht so einfach auf dem Schwarzmarkt beschaffen lässt – ausser es handelt sich um einen Fernfahrer, der viel im Ostblock unterwegs ist. Der Täter ist also zwischen 1,73 und 1,76 groß, 54 Jahre alt, zieht das linke Bein nach, hat Schweissfüße, eine Erdnussallergie und ist Pudelbesitzer!
    So, und hier meine Kontonummer, für die Belohnung: …

  • Nochwas

    Spannende Frage: Hört der Schütze jetzt auf? Es scheint ja ein Hobby mit Nervenkitzel zu sein. Jetzt ist der Nervenkitzel deutlich höher. Was überwiegt? Die Freude am Wieder-Nicht-Erwischt-Werden? Oder die Angst, jetzt aber gehörig erwischt zu werden? Mein Tipp: FALLS er weitermacht, fällt der nächste Schuss im (ferneren?) Ausland. Denn, wenn er weitermacht, muss er subjektiv das Gefühl haben, das Risiko, erwischt zu werden, jetzt weiter zu minimieren. Naheliegend ist, dass er denktz, dass die Polizei im Ausland nicht so auf den Fall fokussiert ist wie die deutsche. Andereseits, wenn er bislang immer nur auf den Ruten, auf denen er sowieso unterwegs sein musste beruflich, geschossen hat, dann kann er sich das nicht leisten, denn seine “Abwege” würden in dem Fall auffallen. Falls das so ist, hören die Schüsse jetzt eher auf. Falls es, wie oben spekuliert, jemand ist, der das ganze nicht in Verbidnung mit seinem Beruf macht, sondern nur für den Nervenkitzel, ist es eher wahrscheinlich, dass er jetzt Katz und Maus mit der Polizei spielen möchte (weil er dadurch zusätzlich “berühmt” wird) und deutlich weitermacht. Wenn ich Polizeistratege wäre, würde ich versuchen, in einer Region die Zeitungen randvoll mit Artikeln über den Fall zu bekommen, in allen anderen Berichte wenn möglich ganz zu vermeiden. Eventuell lässt sich der Schütze in diese Falle locken und schiesst da, wo er am meisten beachtet wird? OK, war nur so ein Gedanke…

  • WPR_bei_WBS

    @quarashi:

    [Schalldämpfer] [...]
    doch selbst bei überschall-Munition würde der Knall im Verkehrslärm untergehen.

    Danke, dass Sie mich bestätigen. Nichts anderes habe ich ja behauptet (ich behaupte vielmehr, dass sogar eine ungedämpfte Waffe für die anderen Fahrer im Verkehrslärm untergeht).

    Für den Schützen, der die Waffe aus seinem Führerhausabschießt, wage ich das allerdings zu bezweifeln. Da wird auch mit Schalldämpfer noch ein ziemlicher Knall zurückbleiben – daher meine Vermutung mit Ohrenschutz.

  • Gast

    Ich finde die Idee von 78 recht sinnig: eine (zumindest während einer Fahrt) fest oberhalb des Führerhauses montierte Waffe, z. B. in einer Schlafkabine (ggf. hinter einer Verschalung) oder hinter einem dieser Windabweiser. Bei einer zufälligen Polizeikontrolle wäre man (vermute ich) 100% sicher vor einer zufälligen Entdeckung und das kleine Loch irgendwo für die Mündung dürfte komplett unauffällig sein, wenn man nicht genau danach sucht. Ohrenschützer bräuchte man dann auch nicht mehr. Einzig der Schussmechanismus müsste auf Fernsteuerung umgebaut werden (einfach? schwer? IANAL).

    Weiterer Vorteil: immer gleicher Schusswinkel, d. h. mit minimaler Mathematik oder ausprobieren weiß man ziemlich genau, wo die Kugel landet (achja, rumfliegende Hülsen entfallen u. U. auch gleich, wenn die Waffe passend verschalt ist). In etwa auf Höhe des anderen Führerhauses abdrücken -> ein paar Meter hinter dem Führerhaus des Zieles schlägt es ein.

    Andererseits ist diese Theorie so naheliegend, dass da sicher auch schon die Polizei drauf gekommen ist. Was sagt eigentlich die Ballistik? Bleiben von Patrone und Schusskanal bei zwei sich im üblichen Tempo gegeneinander bewegenden LKWs genug übrig, um mehr Rückschlüsse ziehen zu können als ‘Von schräg vorne leicht oben’?

  • WPR_bei_WBS

    @Gast:

    Einzig der Schussmechanismus müsste auf Fernsteuerung umgebaut werden (einfach? schwer? IANAL).

    Und sie meinen, ein Anwalt müßte wissen, ob das schwer oder einfach ist? ;-)

  • Stefan

    @quarashi:
    Warum sollte der Schwarzmarkt nicht Munition in größeren Mengen hergeben? In den Nachrichten findet man genug Fälle von illegalen Beständein die in die tausende gehen, z.B. http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Haft-fuer-Waffenarsenal-mit-dem-man-in-den-Krieg-zieht-;art1172,146540

  • Siggi

    @Gast:

    Dürfte nicht schwer sein, einen Remote-Abzug mechanisch hinzukriegen, eher wäre es sehr unbequem, die Waffe dort oben durchzuladen, aber das geht ja vor Fahrtantritt. “Harten” Abzug aus der Ferne abzukrümmen ist aber wieder sportlich…

  • Siggi

    @Stefan:

    Standardkaliber wie 9×19 Para, 7,62×39/51 oder auch eingeschränkt 12,7mm sollten beim Schwarzmarkthändler Ihres Vertrauens am Hafen oder im Industriegebiet in rauheren Mengen verfügbar sein. Was allein beim Zusammenbruch des Ostblocks “wegkam”, was die GUS-Gaststreitkräfte hiergelassen haben undundund. Alternativ wird man eben Sportschütze :-)

  • morphium

    Tja, da sieht man mal, wie hilflos unser “Sicherheits”apparat gegen einen einzelnen intelligenten Täter ist.

    Und ja, 1000 Schuss 9×19 kosten wirklich nicht die Welt…für 200€ ist man dabei.

    morphium

  • Karsten

    Das mit dem Schießen in den Gegenverkehr scheint mir mit etwas Nachdenken ein ganz schmales Brett zu sein: Das Ziel bewegt sich relativ mit ca. 160km/h. Das macht nicht nur das Treffen unnötig schwer, sondern der Schütze kann ja vermutlich auch nicht mehr sehen, ob er getroffen hat. Ohne ein Ergebnis für den Schützen ist das aber auch unter dem Aspekt “besondere Herausforderung” völlig unsinnig.

  • 42

    Ich habe davon vor ca. einem Jahr schon in einer Autosendung gehört (ich glaube Auto Mobil auf VOX). Immer noch keine weiteren Informationen? :-o

    Ich glaube, daß es sich um einen Einzeltäter handelt. Mehrere gleichzeitig sind doch nicht so verrückt.

    Über 700 mal schon geschossen, nicht getroffene nicht mit einberechnet. Oder wenn es nur eine Plane oder sowas trifft. Bei einem Loch in einer Plane denkt doch keiner an ein Einschußloch.
    D.h., jemand muss ja relativ viel Munition kaufen, fällt das denn nicht auf? Für mich hört sich das nach sehr viel an, wieviel Patronen sind in einer Packung?

    Hm, wenn ich so überlege, wie soll man aus einem fahrenden Auto denn schießen? Vielleicht war das ja ein ganz “schlauer”, der sich eine Schußvorrichtung ins Auto/LKW gebaut hat. Mit Auslöser im Fahrerraum. So fällt optisch nichts auf. Vielleicht sogar mit Kamera um zu sehen, auf Monitor, was gerade im Fadenkreuz ist.

  • hans

    @81
    Der Fahrer braucht nicht zwingend auffälligen Kapselgehörschutz, klassisches Ohropax / Schaumstoffstöpsel tun es auch…

  • hans

    @96
    1000 Schuss Munition sind nicht viel und fallen gar nicht auf.
    Sportschützen (die auch 9×19 Großkaliber schiessen) kaufen oft mehrere tausend Schuss auf einmal, weil es dann guten Mengenrabatt gibt.
    Ein IPSC-Schütze verballert an einem guten Trainingstag (der bei ambitionierten Schützen mehrmals wöchentlich stattfindet) schonmal einige hundert Patronen. Was da im Monat dann draufgeht (und gelegentlich auf einmal gekauft wird) kann jeder selbst überschlagen.

  • WPR_bei_WBS

    @hans:
    Schon klar, dass der Kapselgehörschutz nicht zwingend notwendig ist. Aber eben auch nicht unwahrscheinlich.

  • Schnorri

    Mautbrücken liefern gar nicht rund um die Uhr irgendwelche Daten, von Photos und Videos, auf denen man Einschußlöcher erkennen könnte, ganz zu schweigen.

    Wenn ein betroffener LKW-Fahrer vier oder sechs Stunden am Stück unterwegs ist, dann umfasst der Tatort eine Strecke von rund 300-500 km.
    Wer will auf solchen Streckenlängen nach welchen Spuren suchen?
    Fliegt eine Hülse oder ein Projektil ins Straßenbegleitgrün, wird sie niemand finden.
    Wieviele LKW sind auf 3-500 km in einem Zeitraum von 4-6 Stunden unterwegs?

    Wir sind ja nicht bei CSI.

    Den Knall wird im Straßenverkehrslärm niemand hören, weder beim Abschuss noch beim Auftreffen auf das Ziel. Er geht einfach unter oder wird anderen Möglichkeiten oder Erfahrungen (Fehlzündungen, schlechter Fahrbahnzustand, Autotransporter sind wegen der Ladung eh lauter) zugeordnet.

    Auf ein sich gleichförmig bewegendes Ziel zu schiessen und zu treffen, dürfte für einen geübten Schützen glatt möglich sein, auch im Gegenverkehr.
    Es ist ja nicht wie auf einem Schießstand, wo sich für Sekundenbruchteile eine Zielscheibe zeigt, sondern man sieht das Ziel auf sich zukommen und weiß aus Erfahrung, wann man auf der gleichen Höhe ist und drückt dann ab.

  • Jaja

    @Karsten: Ich spekuliere, dass er nicht nur das Gewehr, sondern auch eine Kamera fest installiert hat. Damit kann er sich den Erfolg später ansehen.

  • TGGK

    Fassen wir zusammen: WQir suchen nach einem Sportschützen, der zugleich LKW Fahrer ist und gerne bastelt. Kinder hat er nicht (oder ist geschieden), denn für so ein blödes Hobby in den Bau zu gehen riskiert ein verantwortungsvoller Vater nicht. Er hat legal eine .22 Kaliber Waffe erworben, die 9 Kaliber Waffe eventuell nicht mehr (sondern illegal zur Verschleierung). Er hat als Kind paperboy gespielt, denn ohne dieses Computerspiel kommt man nicht auf die Idee, seitwärts zu schiessen. Er hat kein besonders tolles Selbstbewusstsein, denn wenn man sein Selbstbewusstsein daraus ziehen muss, heimlich etwas Verbotenes zu tun, aber dafür zunächst eine Miniwaffe nimmt statt es “richtig” knallen zu lassen, und dabei auch noch Menschen gefährdet, hat man nicht viel Rumms in der Hose. Menschen mit Selbstbewusstsein holen sich ihren Kick aus sozialer Bestätigung statt aus Löchern in Autotransportern. Was ich nicht verstehe: Warum reicht die bisherigen Lokalisationen nicht aus? Eine Spedition in der Mitte der Tatorte, die gelegentlich nach Belgien fährt? Ausserdem kann sie nicht gross sein, da der Fahrer permanente Veränderungen an “seinem” truck vornehmen konnte. Also der Gründer/Chef selber oder einer der sehr wenigen Angestellten. Ich denke, der ruhende Verkehr schedet aus (von dort könnte man besser zielen und treffen und Erfolg sehen), denn mindestens 2 genaue Tatorte sind ja bekannt (der von der verletzten Frau und der von der Schallschutzwand) – es wäre gesagt worden, wenn dort Halteplätze wären gegenüber. Also, TKKG schlägt vor, in den betroffenen Gegenden in den Vereinszeitungen der Sportschützenvereine nach einem unverheirateten/geschiedenen LKW Fahrer zu fahnden.

  • Cerb

    @TGGK:
    Er könnte aber auch Jäger sein, oder sich die Waffen+Mun illegal beschafft haben.
    Es könnte ja auch ein Original-Täter und mehrere Nachahmer sein, wurde ja oft genug drüber berichtet

  • wonko

    @Cerb:

    Es könnte ja auch ein Original-Täter und mehrere Nachahmer sein, wurde ja oft genug drüber berichtet

    Es wurden zwei verschiedene Waffen verwendet, nacheinander. Insofern scheint es sich um maximal zwei Täter(gruppen) zu handeln.

  • Olli

    @TGGK: Vergiss nicht das Tim noch haufenweise verdächtige Personen verprügeln muss bis man den richtigen herausgefischt hat.

  • Klaus

    Wozu sollen die Fotos oben gut sein? Damit das Lesen aufgelockert wird?

  • WPR_bei_WBS

    @TGGK:

    Er hat als Kind paperboy gespielt, denn ohne dieses Computerspiel kommt man nicht auf die Idee, seitwärts zu schiessen.

    LOL. YMMD :-)

  • Scania R730

    Tipp mal bei google nach waffe fest montiert und du wirst jede Menge Links zu Ballerspielen bekommen. So abwägig ist solch ein Gedanke vielleicht garnicht.
    Mich würde interessieren ob der seitliche Beschusswinkel immer gleich ist? Das würde unter der Annahme von parallel verlaufenden Fahrzeugspuren auf einen Festeinbau schließen lassen.
    Vielleicht habe ja bestimmte LKW Modelle einen freien Raum auf dem Fahrerdach der diesem Winkel schon entspricht?
    Oder er (Frauen sind nicht so hohl) ist Linkshänder und schießt während der Fahrt aus dem geöffneten Fenster? Mit der rechten Hand schießen könnte gefährlich sein da der Schußwinkel zwischen linkem Oberarm( Auha) und Türrahmen recht klein ist, oder?
    Wenn er gar eine Waffe mit Hülsenauswurf links hätte und mit der rechten HAnd schießen würde könnten ihm die heißen Hülsen ja gar in den Hemdausschnitt fallen oder ihn im Gesicht treffen, soetwas wäre sehr unangenehm.
    Gebt mir mehr Informationen dann kann ich mir noch mehr Gedanken dazu machen

  • Inge

    Der Täter ist kein LKW-Fahrer, sondern sitzt auf einer Mautbrücke. Ein moderner Tauben äh Neuwagenschiesser.

    Denn im LKW sieht er wirklich nicht, ob er was getroffen hat. Von einer Mautbrpücke (oder Verkehrszeichenbrücke) schon eher. Und die Dinger sind so voll mit Schaltkästen, da sieht man den Schützen gar nicht.

    Ein Förster der sich entlang der Autobahnen auskennt. Er weiß, wie man zu den Brücken kommt. Oder er schiesst von Wildwechselbrücken, gibt es die entlang der Lieblingsrouten? Kommt kein Wildschwein, wartet er auf Neuwagen.

  • WPR_bei_WBS

    @Inge:

    Der Täter ist kein LKW-Fahrer, sondern sitzt auf einer Mautbrücke. Ein moderner Tauben äh Neuwagenschiesser.

    Da gibts doch sogar welche, die für sowas extra Wetterschutz bieten. Zumindest auf dem Elzerberg :-)

  • Fragen über Fragen

    @Inge: Man müsste eben wissen, ob so etwas da, wo die Frau verletzt wurde oder da, wo die schallschutzmauer getroffen wurde, vorhanden ist.

  • wonko

    @Fragen über Fragen:
    Ich nehme an, auf die Idee ist die Polizei noch nicht gekommen!

  • Inge

    Einen hab ich noch: Der Täter macht weiter, obwohl jemand verletzt wurde. Psychologisch ausgewertet bedeutet das was??

  • RedMabuse

    Das bedeutet, daß der Täter eine ganz normale Moral hat, und die Verletzte unter “Kann ja mal passieren, war keine Absicht” oder “Wo gehobelt wird, da fallen Späne” verbucht.

    Das moderne Wort dafür ist “Kolateralschaden”.

    Der Schütze unterscheidet sich damit nicht von geschätzten 99,9% der anderen.

  • Connie

    @Quacksalber:

    Es wäre auch denkbar, dass der Fahrer eine Vorrichtung auf der Beifahrerseite montiert hat, so dass die Auslösung des Schusses auch von der Fahrerseite möglich wird.

    Schade, dass viele Informationen seitens der Polizei fehlen, so dass die Schwarmintelligenz nur eingeschränkt arbeiten kann.

    MfG, Connie

  • Connie

    Ein Elefantenrennen (LKW überholt LKW) auf Autobahnen ist ja nichts ungewühnliches. So langsam, wie die aneinander vorbei fahren, ist es m.E. auch kein Problem, sein Ziel einigermaßen sicher zu finden.

    Meine Frage wäre: schiesst der Täter auf bestimmte Unternehmen? Nationalitäten? Zu bestimmten Uhrzeiten (Schichtdienst?) Vielleicht wurden Angehörige vor 2008 von ihm totgefahren, so dass er nun allen LKW-Fahrern sagen will: Ihr seid auch nicht mehr sicher.

    Und ja: dass mit den Kolateralschaden kann ich mir sehr gut vorstellen. In der Politik gibt es doch Parteien, die agieren ständig so. Da ist die Trefferquote aber höher.

  • Tim

    @ Connie (#115)
    Schwarm ja, Intelligenz nein

  • Georg

    Ich denke auch dass es ein Beifahrer ist, der beim Überholen oder an Autobahnkreuzen schießt. Der LKW im Gegenverkehr kommt ja mit einer Differenzgeschwindigkeit von 170 km/h daher. Und dabei müsste der Täter auch noch sein eigenes Fahrzeug lenken…

    Und wer sagt eigentlich dass es nur einen Täter gibt?

  • dsgf

    Ihr seid alle solche Schlauberger hier.

  • Anderer Gregor

    Und siehe da:

    http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/verdeckte-lesegeraete-fuehrten-auf-die-spur-des-lkw-schuetzen-1.602539

    Auf die Spur soll die Fahnder letztlich der Einsatz von verdeckten Lesegeräten für Kennzeichen an Autobahnen gebracht haben, wie der Südwestrundfunk berichtete. Nach einem neuen Anschlag seien jeweils die Daten entlang der Route abgeglichen worden. Auch Verbindungsdaten von Mobilfunkmasten entlang der Autobahn seien ausgewertet worden.

    Noch Fragen? (außer ob diese “verdeckten Lesegeräte” vielleicht von Toll Collect zur Verfügung gestellt wurden?)