56 Gedanken zu “Links 813

  1. 1

    @”Polizeichef legt Revision ein”: Da bekommt die Königlich-bayrische Regionalkammer des BGH einmal mehr die Gelegenheit zu demonstrieren, dass der Rechtsstaat in Bayern allenfalls nominell angekommen ist.

  2. 2

    Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt sollte doch gleich Nägel mit Köpfen machen und “Street Judges” einführen.

    Was in dem Entwurf steht, läßt das, was die Verschwörungstheoretiker mit den Aluhüten so von sich geben, als völlig phantasielos erscheinen.

  3. 3

    Scum Villages hoeren sich wie ein vielversprechender Ansatz an.
    Ach, wenn das der Adolf noch haett erleben duerfen…
    *Traenen-aus-den-Augen-wisch*

  4. 4

    Scum Villages. Sehr schön. vielleicht noch einen Zaun rundherum und ein paar ‘Bitte nicht füttern’ Schilder?

    Ernsthaft, was geht in jemanden vor, der auf solche Ideen kommt? Ich pack es nicht…

  5. 5

    Mit dem abschalten der Mobilfunktürme werden sie die Revolution auch nicht aufhalten können!
    Möge es beginnen.

  6. 6

    Mobilfunk abschalten in DE? WTF? Geht’s da bei den Demonstrationen so wild zu dass da hunderte Leute randalieren etc? Eher nicht.. Was ist nur los mit DE, das Demonstrationsrecht war doch eine der wichtigsten Errungenschaften der letzten Jahrhunderte nein?

    Ich finds ja witzig, dass die Polizei in DE sich das Recht nehmen will alle bei Demos zu filmen, aber wehe es kommt ein Buerger auf Idee die Polizei zurueck zu filmen.

    Und @Polizeichef: Das schiesst den Vogel ja ab. Zuerst im Dienst nen Jugendlichen verpruegeln und dann nichtmal die laecherliche Bewaehrungsstrafe akzeptieren. Wenn der Jugendliche nen Beamten verpruegelt haette dann haette der sicher mind. 1 Jahr unbedingt bekommen. Double Standards eh ;)

  7. 7

    @JLloyd:
    Warum, was soll der BGH den groß machen können. Er kann (aus Sicht des Angeklagten) die revision maximal zurückweisen. Denn die StA hat (trotzdem) keine Revision eingelegt (Verschwörungstheorien könnten hier ansetzen :-)), und daher kann der BGH die Strafe nicht (wenn mich meine juristischen Laienkenntnisee nicht im Stich lassen) erhöhen.

  8. 8

    @Anita: Eigentlich wollte ich einen Kommentar der Sorte “Das geht ja mal gar nicht, Ghettos sind unsere Erfindung!” machen, aber ich war anscheinend zu spät.
    Ansonsten das Übliche: Jede Menge Realsatire. Wir leben hier halt in einem selbstverwalteten Irrenhaus.

  9. 9

    Sabotage von Kommunikationseinrichtungen

    Unfassbar, auf was für Ideen die so kommen. Mobilfunknetze abschalten in Deutschland auf Kommando der Polizei? Damit parlamentarische Beobachter sich nicht mehr koordinieren können? Damit Journalisten keine Bilder von exessivem polizeilichen Gewaltmißbrauch mehr per Mobilfunk an ihre Redaktionen übertragen können?

    Wehe, das passiert mal auf einer Demo wo ich hin muß und ich kann den Notruf der Rettungsleitstelle nicht erreichen, wenn ich über Verletzte oder an einem Demotag außerhalb der Demom über einen Verkehrsunfall mit Personenschaden stolpere.

  10. 10

    @Polizeichef:
    Wer sich als Polizeibeamter so benimmt und darüber hinaus auch noch so uneinsichtig zeigt, ist als Saalordner gewisser Parteien geeignet – aber sicher nicht als Träger einer Polizeiuniform!

  11. 11

    Mobilfunk abschalten,

    Armee darf im Innern, natürlich nur im Notfall, eingesetzt werden,

    Meldedaten dürfen auch ohne Zustimmung an jede Institution weiter gegeben werden,

    Jeder wird zwangsverpflichtet für Agitation und Propaganda zu bezahlen,

    E-mails werden gelesen,

    Bankdaten werden kontrolliert,

    Nachtigall ick hör dir trapsen….

  12. 12

    @WPR_bei_WBS: Ich nehme an, JLloyd vermutet aufgrund der Tatsache, dass da ein Polizist verurteilt wurde, dass der 1. Senat des BGH mal von seiner üblichen Praxis abgeht und sich mehr für den Angeklagten einsetzt.

  13. 13
  14. 14

    @mobilfunk abschalten

    na und? ein satellitentelefon gibt es schon ab 5-6 hundert euro, die minute kostet 70 cent. was brauch ich da vodafone&co?
    also, wenn ich was “böses” im schilde führe/führen will, nützt das abschalten gar nichts.

  15. 15

    Gibt’s nicht mal einen positiven Link in diesem großen Haufen Scheiße? Mir wird bei jedem Klick schlechter.

  16. 16

    @Bert
    Woll’n wa wieder mal ‘ne Sonderbehandlung für Neger und anderes unarisches Pack einführen, woll?

    Oder sollen die Medien die Herkunftsbezeichnung konsequent durchziehen? Über wie viele Generationen hätten ‘s denn gerne den Deutsch-Nachweis? Z.B. so?

    “Der frühere Rosenheimer Polizeichef gemischt Deutsch (Vater)-Polnisch(Mutter)-Russischer(Großvater mütterlicherseits) Herkunft, der wegen vorsätzlicher Körperverletzung im Amt verurteilt worden war, legte über seinen Anwalt (rein Deutsch über 3 Generationen) Revision gegen das Urteil des Traunsteiner Landgerichts ein.”

    Und darüber ob er Muselmann, Judenpack oder guter Christenmensch ist haben wir bislang noch gar kein Wort verloren!!!11111einsELF!

  17. 17

    @Sachsen Anhalt soll Mobilfunknetz abschalten dürfen

    Mhm. nicht das sich da die verschiedenen Dienste in die Quere kommen. Die Einen wollen alle Verbindungsdaten von hundertausenden Bürgern abschnorcheln (z.B. wie z.B. letztes Jahr in Dresden zum 13.2.) und die Anderen schalten dann einfach ab.

    Wenn sich die einzelnen Behördensektionen prügeln kann man nur hoffen das der Bürger nicht dazwischen gerät.

  18. 18

    Das Abschalten wird Geil wenn dann bei jeder Demo auch in ganz SA in ein paar Jahren die Züge stehen bleiben.
    Warum? Nun die Bahn ist per EU gezwungen ETCS, ein genormtes Zugsicherungsystem, ein zu führen. In den höheren Ausbaustufen erfolgt die Steuerung über das GSM Netz, wobei auch die Normalen Netze mit benutz werden. Ist halt billiger. Wenn das aber gesperrt wird bleibt der Zug stehen, bzw wird zum halten gebracht. Da die Bahn kaum langfristig 2 Zugsicherung pflegen wird, und die Kosteneinsparung der Infrastruktur spätesten bei allfälligen Modernisierungen eine Rolle spielt ist absehbar was passiert.

    mfg

    Ralf

  19. 19

    Was da in letzter Zeit aus Sachsen-Anhalt an Gesetzentwürfen kommt, ist schon erstaunlich (Abkindern, HIV-Test und jetzt Mobilfunk abschalten).
    Da kann ich nur den Kopf schütteln und bin froh, dass ich 10 km weiter nördlich sitze.

  20. 20

    @WPR_bei_WBS: Es geht um die Frage inwiefern die Urteile des berüchtigten 1.BGH-Senats voraussehbar sind: Urteilt er generell entweder i.S. der Staatsanwaltschaft oder i.S. der Staatsmacht – zur Wasserprobe des Senats eigentlich gar nicht so schlecht.

  21. 21

    Scum Villages:

    Prima, da sammelt sich dann alles an, was man besser nicht zusammenkommen lassen sollte. Da ergeben sich bestimmt interessante Synergien beim Erfahrungsaustausch …

  22. 22

    @Der Steuerzahler: Bei der Frage, was Sack, Esel oder Prügel sei, kommt in Deutschland oft einiges davon durcheinander: Exakt diesen Zugriff auf Bahnverkehr wird über diese Hintertüre der Polizei eingeräumt, man stelle sich vor, die Polizei verlangte nach Abstellung des Zugverkehrs nach Gutdünken, das fiele sogar Oma im Altenheim auf, dass sowas doch nicht geht…

  23. 23

    @scum villages

    Bzgl. des genannten Bern Wilders halte ich es mit Philip Simon:
    ‘Das ist so ein kleiner Haider, Sie wissen schon… Aber da mache ich mir keine Gedanken – wir haben hier in NL schöne lange Alleen mit viele Bäume dran. Der wird seinen Weg finden.’

    Leider ist solch Gedankengut virulent nistend, in kognitiv stark ausbaufähigen Cranial-Biotopen – und davon gibt’s in NL leider ebenfalls viele.

  24. 24
  25. 25

    @Stuff: Ich glaube nicht das die “Sicherheitsbeamten” so weit gedacht haben. Hier trifft wohl Hanlon’s Razor zu: Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.

    Würde mich nicht wundern wenn das Funknetz abgestellt wird und niemand wirklich um die Folgen für den Bahnverkehr wusste, bis es zu spät ist.

    Finde es übrigens Schade das dieser Fall nicht mit verlinkt ist:
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/leibesvisitation-bei-schuelern-entbloesst-im-klassenzimmer-1.1538787

    Jugendbeamter lässt eine 8. Klasse (Alter der Schüler teilweise 13-14 Jahre) zur Leibesvisitation antreten, weil angeblich ein 5€ Schein gestohlen wurde. Es wurde in BH’s geguckt, mindestens ein Schüler durfte sogar seine Pobacken spreizen.

    Der richtige Witz an der ganzen Aktion? Der Jugendbeamte war im Zuge des Projekts “Zammgrauft” vor Ort. Zu den aufgelisteten Zielen gehört laut Projektdarstellung: “Die Verletzlichkeit des Körpers soll deutlich werden. Die Teilnehmer sollen lernen, dass nur sie entscheiden wer ihren Körper berührt.”

    Da kann man nur sagen: Tolle Aktion.. learning by doing in Reinform!

    Und als juristischer Laie muss ich mir da einen ganzen Haufen fragen stellen. Was ist zB mit der Aufsichtspflicht des Lehrers? Keinerlei Benachrichtigung der Eltern? Wie kann es sein das die 4 Beamten, die zur “Verstärkung” angefordert wurden, bei so einem Stuss mitmachen? Aber am Ende ist das natürlich mal wieder ein Einzelfall und ein Einzeltäter, wenn es überhaupt ein “Täter” wird. Bestimmt waren die armen Beamten nur etwas übereifrig….

  26. 26

    Die in Sachsen-Anhalt sind clever! Die schalten das Mobilfunknetz ab, damit sie von ihren Rote-Laternen-Plätzen runterkommen! Vormittags Mobilfunk aus, schon können die Kevin’s & Mandy’s in der Schule nicht mehr durch facebook und WhatsApp abgelenkt werden! Das steigert den Bildungsstand und aus den zukünftigen Hartz-4-Empfängern werden mit etwas Glück wenigstens Minijobber!

  27. 27

    @Densor:

    “Die Verletzlichkeit des Körpers soll deutlich werden. Die Teilnehmer sollen lernen, dass nur sie entscheiden wer ihren Körper berührt.”

    Gut gefunden! Den Satz hätte ich mir echt nicht besser ausdenken können.

  28. 28

    @de maffe mof: Das Schlimme ist ja: Es braucht gar keinen Wilders, um faschistische Politik zu machen – das schaffen die etablierten Parteien auch selber! Allen voran mal wieder (A-)Sozialdemokraten (Eberhard van der Laan, PvdA).

    @Bert: “Zettels Raum” -> nuff said. Der Blog ist ähnlich wie “eigentümlich frei” oder die Schweizer “Weltwoche” ein typisches Beispiel für den oft zu beobachtenden Schwenk von liberalen / libertären zu rassistischen Positionen.

  29. 29

    @ earendil # 28

    Würden Sie mir freundlicherweise erklären, was an meinem Artikel nach Ihrer Auffassung “rassistisch” ist?

    Meinen Sie nicht, daß Sie vielleicht etwas leichtfertig mit Begriffen umgehen?

    Beste Grüße,

    Zettel

  30. 30
  31. 31
  32. 32
  33. 33

    …für diejenigen Poster, die sich Sorgen um die Bahn,Polizei usw. bei “abgeschalteten” Funkmasten machen: Der GSM Standard ermöglicht es durchaus, nur bestimmte Nutzergruppen auszuschließen – in dem Fall von Sachsen-Anhalt dann eben nur das dumme Volk…

  34. 34

    @Densor:

    Jungbeamte: Richtig komplett währe das Lerning by doing mit Fingerabdrücken, Speichelprobe und Körperöffungskontrolle im beisein der Mitschüler gewesen. Und bitte nicht nach Geschlechtern getrennt, schliesslich sind wir alle Gleich, sagt EMA doch immer. Natürlich inclusive Einspeicherung aller Beteiligten als Mutmaßliche 5€ Terrorist in die UN Terrordatenbank. So aber kann ich nur sagen das der Gute wohl geschwächelt hat, gibt doch dicke Abzüge in der B-Note.

    mfg

    Ralf

  35. 35

    Mobilfunknetz abschalten: da immer mehr Personen kein Festnetz haben, rufen wir die Polizei und den Rettungsdienst per Rauchzeichen.
    Warum nicht gleich das Stromnetz abschalten. Am besten vorbeugend vor jeder Demo. Bei der Leistungsfähigkeit der heutigen Smartfon´s ist nach 2-3 Tagen auch jeder Akku alle.

  36. 36

    @Jens: Wer hat denn da beim Akten schreddern gepennt? Bin aber sicher auch das wird keinen Unterschied machen, das ist doch ein herzensguter Mensch dieser Kerl! Wieso sollte der Konsequenzen davon haben das so ein bösartiger Jugendterrorist gerne die Wand küsst?

    @Der Steuerzahler: Naja halbe Distanz wurde anscheinend geschafft. Laut der Berichterstattung wurde wohl nur nach Geschlechtern in zwei Räume getrennt. Kann also durchaus sein das die Schüler zumindest die exhibitionistische Freude hatten sich vor gleichgeschlechtlichen Klassenkameraden so behandeln zu lassen.

    Wobei das schon fast eine Nummer zu hart klingt, selbst für unsere grünen Kapos. Geschockt wäre ich allerdings nicht wenn selbst das sich als Wahr herausstellt…

    Aber auf die geschlechtliche Trennung muss schon bestanden werden. Ansonsten droht ja noch der grobe Sittenverfall wenn die Schüler, vor dem erreichen des 21. Lebensjahres und der Kirchlichen Trauung, nackte Haut des anderen Geschlechts zu sehen bekommen.

  37. 37

    @earendil:

    Das Schlimme ist ja: Es braucht gar keinen Wilders, um faschistische Politik zu machen

    Hat man gerade in Holland gesehen. Die Faschisten haben einfach einen Linienrichter totgeprügelt.

  38. 38

    @Antifaschist:

    Was hat bitte das eine mit dem anderen zu tun?

    Ich bin gegen Typen wie Wilders. Daraus zu konstruieren, ich wäre auf der Seite von Totschlägern (und dabei ist mir die ethnische Herkunft soooo was von egal! Oder wäre es besser gewesen, Landsleute hätten den Linienrichter totgeschlagen?), entlockt mir je nach Stimmungslage ein mitleidiges Lächeln oder bauchschmerzenverursachendes Gelächter.

  39. 39

    Aus dem Polizeigesetz Baden-Württemberg der Grün-Roten Landesregierung:

    “§ 23a Besondere Bestimmungen über polizeiliche Maßnahmen mit Bezug zur Telekommunikation […] (7) Der Polizeivollzugsdienst kann zu den in Absatz 1 genannten Zwecken bei Vorliegen einer unmittelbar bevorstehenden Gefahr technische Mittel einsetzen, um Telekommunikationsverbindungen der dort genannten Personen zu unterbrechen oder zu verhindern. […] ”

  40. 40

    @Zettel: Sorry, war ne Weile nicht hier, darum erst jetzt eine Antwort. Das bezog sich mehr auf die allgemeine Tendenz Ihres Blogs. Aber wenn Sie schon speziell nach diesem Artikel fragen: Wen interessiert denn die “Herkunft” der Täter, wenn nicht Rassisten?

    Sie fragen in der Überschrift: Wer sind die Täter? Aber tatsächlich interessiert Sie das gar nicht. Sie wollen nicht die Namen der Täter wissen, auch keine weiteren Einzelheiten wie familiäres Umfeld, Schule oder was weiß ich. Sie interessiert nur eines, und das konstituiert für Sie anscheinend die Person: Die ethnische Zuordnung. (“Herkunft” klingt zunächst ein wenig seltsam, weil die Frage, wo diejenigen geboren und aufgewachsen sind, Sie ja gerade nicht interessiert. Aber der Rassist verortet die Herkunft halt immer im “Ursprungsland”, auch in der 2. und 3. Generation.)

    Warum interessiert Sie denn nun die ethnische Zuordnung der Täter so? Doch wohl, weil Sie hier irgendeinen Zusammenhang zwischen Ethnie und Tat konstruieren. (Sonst könnten Sie sich ja auch für Augen- oder Haarfarbe der Täter interessieren, die ebenfalls regelmäßig von der Presse “verschwiegen” werden.) Genau das aber ist: Rassistisch. Denn dieser Zusammenhang existiert nicht, er wird nur durch rassistische Ideologie hergestellt.

    Sie haben völlig recht damit, dass die ethnische Zuordnung in der Presse meist nicht genannt wird. Das hat zwei gute Gründe: Erstens ist sie nicht erklärungsrelevant (wenn doch, wird sie auch genannt), und zweitens soll damit Rassisten keine Nahrung gegeben werden. Wiederum haben Sie damit recht, dass das nur begrenzten Erfolg hat, weil sich die Rassisten die entsprechende Information dann eben woanders her holen. Bestes Beispiel ist Ihr Artikel.

    (Womit Sie allerdings danebenliegen: Das ist keineswegs nur bei “ausländischer Herkunft” der Fall. Im Gegenteil, die deutsche bzw. in dem Fall niederländische “Herkunft” würde erst recht nicht erwähnt, weil sie ja als normal gilt. Diese Nichterwähnung fällt aber niemandem groß auf, weil an dieser Information kein Interesse besteht.)

    Ignatz Bubis hat mal den Unterschied zwischen antisemitischen und anderen verbalen Angriffen auf den Punkt gebracht: “Ich habe nichts dagegen, als Spekulant beschimpft zu werden. Aber sehr viel dagegen, ein ‚jüdischer Spekulant’ zu heißen.” Übertragen auf diesen Fall: Es ist nichts dagegen einzuwenden, die Täter als Schläger zu betiteln. Aber sehr viel dagegen, sie als “marokkanische Schläger” zu bezeichnen!

    Soviel zu Ihrer ersten Frage. Die Antwort auf die zweite fällt kürzer aus: Nein.

  41. 41

    @ earendil:

    Sie haben den Tenor meines Artikels leider ganz und gar mißverstanden. Es geht mir darum, daß die Unterdrückung von Informationen über die ethnische Herkunft von Tätern kontraproduktiv ist, weil sie Rassismus nicht verhindert, sondern ihn im Gegenteil verstärkt.

    Wie sie daraus ableiten, daß ich ein Rassist sei, ist mir nicht nachvollziehbar.

    Vielleicht lesen Sie den Artikel noch einmal? Hier ist er:

    http://zettelsraum.blogspot.com/2012/12/zettels-meckerecke-das-elend.html

    Und vielleicht gehen Sie, falls Sie das immer noch nicht überzeugt, zu meinem Forum “Zettels kleines Zimmer”:

    http://83273.homepagemodules.de/

    und lesen die Forumsregeln, in denen es heißt: “Beiträge, die persönliche Angriffe gegen andere Poster, Unhöflichkeiten oder vulgäre Ausdrücke enthalten, sind nicht erlaubt; ebensowenig Beiträge mit rassistischem, fremdenfeindlichem oder obszönem Inhalt und Äußerungen gegen den demokratischen Rechtsstaat”.

    Jede rassistische Äußerung führt in diesem Forum zum sofortigen Ausschluß.

    Immer noch nicht überzeugt, daß Sie sich irren? Dann lesen Sie doch bitte noch dieses Interview, aus dem Sie erfahren, wo ich mich politisch verorte:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article111307814/Mutter-Staat-bedroht-unsere-Freiheiten.html#disqus_thread

    Wenn Sie das vorurteilslos lesen, werden Sie Ihr Urteil revidieren. Das ich Ihnen ja nicht übelnehme. Jedem passiert es einmal, daß er vorschnell urteilt.

    Beste Grüße,

    Zettel

  42. 42

    Geehrter Zettel,

    auf diese Art von überreagierenden Mustererkennungssystem sollten Sie sich nicht einlassen. Viele Menschen erkennen in Wolken Gesichert, da sie auf der Suche danach sind. Wer in jedem “nicht-linken” einen rassistischen Kern suchen will, der wird ihn auch finden. Genau wie Gesichter in Wolken. Oder ein besseres Beispiel: Wie Verschwörungstheoretiker oder Esoteriker, die auch überall subtile, aber eindeutige Zeichen sehen, da ihr Mustererkennungssystem darauf getrimmt wurde.

    Nun ist es ja nicht so, als wenn Linke nicht ihre dubiosen Macken hätte, wie zum Beispiel die seltsame Obseszion mit Israel oder, um ein konkretes Beispiel zu nennen, Volker Pispers antiamerikansiche Rassismus: http://www.youtube.com/watch?v=n4H_E8b-qmo#t=1m19

    Ein hübsches Beispiel, wie linkes Gedankengut in Rassismus überschwenkt, und damit ein Beweis für die geistige Nähe von Linken und Rassisten im allgemeinen, nicht wahr earendil? Oder was soll man von Lafontains Fremdarbeiteräußerungen halten oder der hohen Ablehnung gegenüber Einwanderung und “Fremarbeitern” unter Anhängern der Linkspartei (Lafontain ist ja ein Profi, der weiß wie seine Klientel tickt und nur die muss er befriedigen).

    Wer den Rassismus in Pispers Äußerungen nicht erkennt, der ersetze den Wortstamm “Amerikaner” einfach mal durch “Russen”, “Türken”, “Juden” oder einfach “Muslime”.

    Aber die Welt ist einfacher, wenn Linke “die Guten” sind und alles andere eine Neigung zum Rassismus hat.

    Was Zettels Artikel angeht, darin steht:

    “Der Leser, der Zuschauer merkt, daß ihm Informationen vorenthalten werden. Ein Mangel an Information ist der beste Nährboden für Gerüchte, für Vorurteile, für Klischees. Nirgends blüht Dergleichen so wie in einer geschlossenen Gesellschaft, in der nicht frei und vollständig berichtet werden darf.”

    Ah, es geht also um das unfreiwillige (?) verstärken des Rassismus. Aber vielleicht wollen Linke das ja auch, um dann dagegen Kämpfen zu können. Sonst wird einem ja langweilig.

    Vielleicht wollen viele Menschen sich einfach nicht von Medien bevormunden lassen, egal mit welchen absichten. Vielleicht brauchen Journalisten und Aktivisten aber genau das für ihr Ego. Darum geht es, das wird offengelegt, und deswegen Regen sich Linke darüber auf. Weil in erster Linie die politische Linke kritisiert wurde (und die selbsternannte Medienelite). Deswegen wehrt man sich. Das ist nachvollziehbar. Aber man tut wieder genau das, was viele “Gutmenschen” so unsympathisch macht: Man tut so, als setze man sich nur sebstlos für andere ein. Und jeder der ihnen widerspricht, ist ein…

  43. 43

    Geehrter Zettel,

    auf diese Art von überreagierenden Mustererkennungssystem sollten Sie sich nicht einlassen. Viele Menschen erkennen in Wolken Gesichter, da sie auf der Suche danach sind. Wer in jedem “Nicht-Linken” einen rassistischen Kern suchen will, der wird ihn auch finden. Genau wie Gesichter in Wolken. Oder ein besseres Beispiel: Wie Verschwörungstheoretiker oder Esoteriker, die auch überall subtile, aber eindeutige Zeichen sehen, da ihr Mustererkennungssystem darauf getrimmt wurde.

    Nun ist es ja nicht so, als wenn Linke nicht ihre dubiosen Macken hätten, wie zum Beispiel die seltsame Obseszion mit Israel oder, um ein konkretes Beispiel zu nennen, Volker Pispers antiamerikansicher Rassismus: http://www.youtube.com/watch?v=n4H_E8b-qmo#t=1m20

    Ein hübsches Beispiel, wie linkes Gedankengut in Rassismus überschwenkt, und damit ein Beweis für die geistige Nähe von Linken und Rassisten im allgemeinen, nicht wahr? Oder was soll man von Lafontains Fremdarbeiteräußerungen halten oder der hohen Ablehnung gegenüber Einwanderung und “Fremdarbeitern” unter Anhängern der Linkspartei (Lafontain ist ja ein Profi, der weiß wie seine Klientel tickt und nur die muss er befriedigen).

    Wer den Rassismus in Pispers Äußerungen nicht erkennt, der ersetze den Wortstamm “Amerikaner” einfach mal durch “Russen”, “Türken”, “Juden” oder einfach “Muslime” (letzteres ist zwar nur eine Religion, Kritik daran gilt aber auch als “rassistisch”).

    Aber die Welt ist einfacher, wenn Linke “die Guten” sind und alles andere eine Neigung zum Rassismus hat. Eine schöne, bipolare geteilte Welt. Eine Multipolare ist blöd, da ein solches Weltbild intelektuell viel anspruchsvoller ist. Das bekannte zweidimensionale, politische Koordinatensystem stammt dann meines Wissens auch interesannterweise aus libertären Kreisen.

    Was Zettels Artikel angeht, darin steht:

    “Der Leser, der Zuschauer merkt, daß ihm Informationen vorenthalten werden. Ein Mangel an Information ist der beste Nährboden für Gerüchte, für Vorurteile, für Klischees. Nirgends blüht Dergleichen so wie in einer geschlossenen Gesellschaft, in der nicht frei und vollständig berichtet werden darf.”

    Ah, es geht also um das unfreiwillige (?) verstärken des Rassismus. Aber vielleicht wollen Linke das ja gerade verstärken, um dann dagegen kämpfen zu können. Sonst wird einem ja langweilig.

    Vielleicht wollen viele Menschen sich einfach nicht von Medien bevormunden lassen, egal mit welchen absichten. Vielleicht brauchen Journalisten und Aktivisten aber genau das für ihr Ego. Darum geht es, das wird offengelegt, und deswegen regen sich Linke darüber auf. Weil in erster Linie die politische Linke kritisiert wurde (und die ihr nahestehände, selbsternannte Medienelite). Deswegen wehrt man sich. Das ist nachvollziehbar. Aber man tut wieder genau das, was viele “Gutmenschen” so unsympathisch macht: Man tut so, als setze man sich nur sebstlos für andere ein, obwohl man nur Kritiker muntot machen will. Auch wenn man jemandem dafür die Worte im Munde verdrehen muss.

    Und jeder der dieser Taktik widerspricht,
    ist selber ein…

    Wissen Sie überigens, woran ich klassische, kritikimune, sich moralisch überlegen fühlende, egoistische, möchtegern-alturistische Aktivisten erkenne, denen es nur darum geht sich als Avantgarte zu sehen, als solche erkenne: Genau an diesem narativ: Kritik an ihnen, sei Kritik an Dritten, diese seien schwach, und die müsse man lediglich verteidigen. Was man selbstlos tue.

    Im Zweifel muss die Kritik entsprechend verdreht werden, wenn alles nichts hilft durch kreatives “zwischen den Zeilen lesen”.

  44. 44

    Also wenn die Herkunft nicht genannt wird schürt das Ausländerfeindlichkeit aber wenn die Herkunft (übrigens selektiv) genannt wird diese natürlich nicht gestärkt.

    Man gut das wenigstens immer die Berufe und der Familienstand geannt wird damit dort erst recht keine Vorurteile entstehen. Ach ups wird es ja nicht nur wenn e für den Bericht wichtig ist.

  45. 45

    “Man gut das wenigstens immer die Berufe und der Familienstand geannt wird damit dort erst recht keine Vorurteile entstehen. Ach ups wird es ja nicht nur wenn e für den Bericht wichtig ist.”

    Beruf und Familienstand wird, wie sie schon schrieben, nicht nur genannte, wenn es für den einzelnen Fall wichtig ist.

    “Also wenn die Herkunft nicht genannt wird schürt das Ausländerfeindlichkeit aber wenn die Herkunft (übrigens selektiv) genannt wird diese natürlich nicht gestärkt.”

    Wenn die Herkunft nur selektive genannt wird (“ein 40jährige deutscher Familienvater hat gestern abend…”), wie es heute üblich ist, in anderen Fällen aber verheimlicht wird, da man hier dem Leser die Information nicht zumuten kann, dann wird der EIndruck von Manipulation geweckt. Das Kritik an diesem entmündigenden Erziehungsgehabe geäußert wird, führt natürlich zu Abwehrreaktionen bei den kritisierten. Man sollte sich aber nicht einreden lassen, die Kritisierten würden gar nicht sich selber verteidigen, sondern sich vor angeblich damit diffamierte Dritte stellen.

  46. 46

    @Zettel: Ok. Mal unterstellt, sie sind – etwa Deniz Yücel in der taz – nicht selber Rassist, sondern schreiben nur unreflektierten Murks, den sonst fast nur Rassisten vertreten. (Wiewohl mir das bei jemandem, der den lupenreinen rassistischen Hetzer Sarrazin als jemanden ansieht, der “offen die Probleme anspricht”, einigermaßen schwer fällt. Hätten sie Stoecker und Lueger auch so charakterisiert?) Vielleicht sind Sie ja ausnahmsweise tatsächlich jemand, der nicht nur deshalb gegen “political correctness” wettert, weil er endlich wieder frei und offen sagen will, wie wenig er von Frauen, Moslems, Schwulen, Juden, Türken und/oder Schwarzen hält. Dann frage ich mich allerdings: Warum zum Teufel wollen Sie die ethnische Zuordnung der Täter unbedingt in der Zeitung lesen, und nicht z.B. ihre Haarfarbe?

    Warum die Presse das meistens nicht erwähnt, und warum Ihre Argumentation, dieses “Verschweigen” würde Rassismus noch befördern, falsch ist, hat ja ein Kommentator bei Ihnen schon auf den Punkt gebracht:

    Wird die Nationalität der Schuldigen genannt, dann werden gerade die Verbrechen von Ausländern in den Vordergrund gerückt. Das erzeugt (bzw. verstärkt) direkt und unmittelbar Ausländerfeindlichkeit.
    Wird die Nationalität nicht genannt, dann entsteht Ausländerfeindlichkeit nicht, dann ist sie schon da, wenn man ohne weitere Indizien annimmt, dass Täter einen Migrationshintergrund haben.

    Wollen Sie denn wirklich, dass in der Presse wieder steht “der Marokkaner X / der Homosexuelle Y / der Jude Z hat … getan”? Und verstehen Sie wirklich nicht den Unterschied zu anderen Bezeichnungen? Wenn es heißt “der Elektriker M. hat …”, dann fördert das keine Vorurteile gegen Elektriker, weil das a) nicht systematisch betrieben wird und b) es keine nennenswert verbreiteten Vorurteile gegen Elektriker in der Bevölkerung gibt.

    Es wird ja wie gesagt auch nicht erwähnt, wenn der Täter deutsch, christlich oder heterosexuell ist, denn das ist ja nicht ungewöhlich und damit keine Nachricht. Oder können Sie sich eine Pressenotiz vorstellen wie “gestern wurde ein konfessionsloser Deutscher als mutmaßlicher Täter des Banküberfalls letzte Woche in Lemgo festgenommen”? Warum sollte dann erwähnt werden, wenn ein Täter Marokkaner ist oder marokkanische Vorfahren hat?

    Ich hab mich übrigens mal in den Kommentaren zu Ihrem Blogartikel umgesehen. Tatsächlich, wer dort ungeschminkt rassistische Kommentare im pi-Stil ablässt (“Weiß doch jeder, dass die Verbrecher Muslime sind”), fliegt raus. Immerhin. Weniger plump und aggressiv formulierter Rassismus wird aber toleriert:

    Deren [der "Ökolinken"] bevorzugte Zuwanderungsgruppe sind Mitglieder einer Fremdkultur, die der westlichen relativ wenig integratinsbereit, ja oft ablehnend gegenüber stehen.

    (schönes Beispiel übrigens dafür, wie der Kulturbegriff den der Rasse verdrängt hat)

    Leider ist beim besten Willen der Zusammenhang vom kulturellen Hintergrund und der Brutalität der Täter nicht mehr zu ignorieren.

    Und noch diverse andere Hobbyethnologen und Völkerpsychologen, die sich dem Problem “des türkischen Hinterwäldlers” widmen und ausgedehnt über “Multikulti” schimpfen. Hätte mich aber auch sehr gewundert, wenn es wesentlich anders gewesen wäre.

  47. 47

    @techniknörgler: Klar gibts auch Rassismus bei Linken, Lafontaine ist da ein gutes Beispiel. Antiamerikanismus dagegen ist zwar eher dumm und manchmal mit Antisemitismus verbunden, aber an sich nicht rassistisch. Rassismus ist immer ein Verhältnis von Privilegierten zu Marginalisierten, und Deutsche sind gegenüber Amerikanern nicht privilegiert.

    Meinen Sie nicht, daß Sie vielleicht etwas leichtfertig mit Begriffen umgehen?

  48. 48

    @ earendil

    Sie verhalten sich wie die Gelehrten in Brechts Galilei, die gar nicht in das Fernrohr blicken müssen, weil sie ja schon wissen, daß der Jupiter keine Monde haben kann.

    Sie haben das Vorurteil, daß jeder, der Ihre politischen Auffassungen nicht teilt, ein Rassist ist. Also brauchen Sie die Fakten nicht zur Kenntnis zu nehmen.

    Ich denke, jeder, der unseren kleinen Austausch gelesen und sich vielleicht ein wenig in ZR und im kleinen Zimmer umgesehen hat, kann sich jetzt selbst ein Bild machen.

    Gruß, Zettel

  49. 49

    @Zettel: Anstatt wie ein beleidigtes Kleinkind “der hat mich Rassist genannt!” zu greinen, könnten Sie ja zur Abwechslung auch ein klein wenig auf meine Argumente und Fragen eingehen. Müssen Sie aber nicht; Sie können sich auch weiterhin bei Zettels zu Hause gegenseitig bestätigen, frei von Rassismus und ungerecht behandelt worden zu sein.

    Wie übrigens auch der von Ihnen gesperrte Pumphut. Der würde sich sicher auch heftig dagegen verwahren, Rassist genannt zu werden. Moslems sind ja schließlich keine Rasse, und er hat ja nur Religionskritik geübt… kennt man ja. So gesehen gibt es in Deutschland, abgesehen von einer Handvoll unverbesserlicher Nazis, überhaupt keine Rassisten, nur Rassismuskeulen…

    Und wenn Sie schon den Kommunisten Brecht anführen, so müsste Ihnen doch auffallen, dass ich sehr wohl einen Blick auf die Ihren Planeten umkreisenden Monde geworfen habe. Suchen Sie sich doch nächstens eine passendere Metapher, die Weltliteratur dürfte ja ausreichend zu bieten haben.

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    Zitat earendil

    Anstatt wie ein beleidigtes Kleinkind “der hat mich Rassist genannt!” zu greinen, könnten Sie ja zur Abwechslung auch ein klein wenig auf meine Argumente und Fragen eingehen.

    Und wenn Sie schon den Kommunisten Brecht anführen, so müsste Ihnen doch auffallen, dass ich sehr wohl einen Blick auf die Ihren Planeten umkreisenden Monde geworfen habe. Suchen Sie sich doch nächstens eine passendere Metapher, die Weltliteratur dürfte ja ausreichend zu bieten haben.

    Sehr geehrte(r) earendil,

    Bei Ihren Ausführungen nimmt man (um beim Beispiel des Kleinkindes zu bleiben) den aufstampfenden Fuß: … ich will aber … unbedingt Rechtbehalten !!! überaus deutlich zur Kenntnis.

    Auch wenn es Ihnen nicht behagt, Rassismus ist ganz sicher nicht bei Zettel zu verorten und Diskussions-Spielräume im “Kleinen Zimmer” manifestieren ebenfalls keinerlei Rassismus.

    Hätten Sie sich der Mühe des Lesens unterzogen, ja dann …, aber was soll’s, vermutlich wollten Sie ja gar nicht Ihre Meinung überdenken, sondern vielmehr im neu erfundenen Sport “Jagd auf Rechte” dem Sieger-Treppchen etwas näher kommen und dann kann ein “kleiner Irrtum” nur störend sein und wird unter Peanuts verbucht werden.

    Nola

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    @Nola: Und noch eine_r mit drei Absätzen, aber ohne ein einziges Argument. Ist das die Diskussionskultur bei Zettels? Schien mir sonst eigentlich nicht unbedingt so…

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    Zitat:
    Antwort earendil
    Weniger plump und aggressiv formulierter Rassismus wird aber toleriert:

    Zitat: „Deren [der "Ökolinken"] bevorzugte Zuwanderungsgruppe sind Mitglieder einer Fremdkultur, die der westlichen relativ wenig integratinsbereit, ja oft ablehnend gegenüber stehen.“

    Antwort earendil
    (schönes Beispiel übrigens dafür, wie der Kulturbegriff den der Rasse verdrängt hat)

    **************
    Werter earendil,

    Schönes Beispiel dafür, wie Sie Ihre eigenen „Begriffs-Übersetzungen“ hinein interpretieren und damit das Visier für eine offene Diskussion so herunter schieben, das allenfalls noch der „böse Rechte“ hindurchpasst und geortet werden soll. Außerdem, „Kulturelle Gruppen“, denn um diese ging es ja, sind wahrlich nicht als Rasse zu bezeichnen. Nicht mal das Wort „Religionsgemeinschaften“ mit Betonung auf Religion ist gefallen, ganz PC korrekt, denn dies wird bei Wiki auch tunlichst vermieden.

    (Dazu Auszug Wikipedia:
    Die Unmerklichkeit und Unreflektiertheit des Kulturerwerbs und die nur im Kontrast zu anderen, fremden Kulturen erfahrbare eigene Kulturhaftigkeit führen häufig dazu, die eigene Kultur für normal, natürlich oder gottgegeben zu halten. Interkulturelles Lernen, Auslandserfahrungen, multi-kulturelle Begegnungen sind daher wichtige Ansätze und Möglichkeiten, Kultur-Zentriertheit, Ethnozentrismus, Rassismus und Nationalismus entgegenzuwirken.)

    ***********

    O. g. Erfahrungen haben die verschiedenen Kulturen in Europa gemacht und daher ist ein zur „Auswertung“ offener Dialog anzustreben, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen.

    („Die Koalitionsvereinbarung muss mehr sein als eine Liste von Aufgabenfeldern. Sie muss die Frage beantworten: Wie stellen wir uns Deutschland in der gründlich veränderten Welt vor, in der wir uns längst befinden? „ (Norbert Lammert am 20.10.2005 als neuer Bundestagspräsident zu Beginn der großen Koalition)

    Und was tut man, um diese Frage beantworten zu können? Man informiert sich!
    Wo?
    Vor ca. 8 – 10 Jahren noch, hätte ich Medien, Nachrichtendienste, usw. aufgeführt.
    Nun berichten aber die heutigen Medien längst nicht mehr ihrem Informations-Auftrag gemäß, sie geben in der Mehrzahl PC gebriefte Artikel zum Besten und als Krönung schreiben sie diese auch noch voneinander ab, da kann man nix falsch machen.

    Zwar erschlägt dann immer noch irgendein „Klaus-Dieter“ seine Schwiegermutter und geistert zur Strafe durch jedes Lokalblättchen, aber den 1. Rang belegt noch immer VIP’s zu rufmorden, sie sind berühmt, sehen meist gut aus und was das schlimmste ist, sie sind „reich“, also kurz, sie habens verdient.

    Damit braucht man dann nicht über die täglichen Gewaltverbrechen zu berichten, die zumeist mit steigender Tendenz (lt. Zeitungsartikeln) von „Südländern“ begangen werden.

    Ups? Was ist ein Südländer? Die Medien haben hier keine Definition gegeben, benutzen aber unaufhörlich diesen Begriff.
    Die Übersetzung für Südländer haben wir erst im Zusammenhang mit Ehrenmorden und Vergewaltigungen gelernt, mit U-Bahnüberfällen und Gruppenbrutalität gegen Einzelne, wenn „Erkan oder Mohammed“ nicht mehr zu verschweigen waren. Dann wußte auch der letzte Bürger, welche “Kulturgruppe” gemeint war.

    Wir haben auch gesehen und gelernt, wieviel Kopftritte ein Mensch aushalten kann bevor er stirbt. Eine seit Jahren gängige Form der brutalsten Auseinandersetzung, die in den 70er, 80er-Jahren völlig unüblich und undenkbar war, so gern man dieses auch „Springer-Stiefeln“ unterstellen würde.

    Nein, es sind zumeist Turnschuhe, welche zu Menschen gehören die als Gipfel Ihrer Verrohung im Schlusssprung auf das Opfer springen, und die wie von Geisterhand per Handy aufgenommen werden, damit man am abendlichen Lagerfeuer noch ein bißchen Spaß daran haben kann.

    Deshalb schossen mit dem Niedergang der authentischen Berichterstattung unserer Journalisten die „Forenpilze“ aus dem Internetboden. Damit wurden die Nutzer gewahr, das Europaweit die „Gemengelage“ zu gleichen Problemen geführt hat, und zwar unabhängig einer Deutschen Vergangenheit, die perse schon die Nazi-Keule und im zwingenden Gefolge den Rassismusvorwurf beinhalten.

    Seither haben unsere Volksvertreter und erst recht die Bürger ein Problem mit Öffentlichkeit und Medien, mit geschönter Berichterstattung die aus „Mustafa“ schon mal einen „Kai-Uwe“ macht, mit dem Weglassen von Fakten oder dem Hinzufügen von meinungsgefärbten Grün drumrum. Der Bürger ist so lange eingelullt worden und er war dankbar und folgsam dafür, wurde belohnt mit HarzIV und der Übernahme seiner Heizkosten und Miete, und jetzt will er plötzlich wissen, wer was und welche Tat begangen hat. Wie undankbar.

    ************

    Zitat:
    „Leider ist beim besten Willen der Zusammenhang vom kulturellen Hintergrund und der Brutalität der Täter nicht mehr zu ignorieren.“

    Antwort earendil
    Und noch diverse andere Hobbyethnologen und Völkerpsychologen, die sich dem Problem “des türkischen Hinterwäldlers” widmen und ausgedehnt über “Multikulti” schimpfen. Hätte mich aber auch sehr gewundert, wenn es wesentlich anders gewesen wäre.

    **********

    Wo sehen Sie in Ihren Antworten den Ansatz einer von Ihnen eingeforderten Diskussionskultur? Ich lese hier bei Ihnen Polemik und Pauschalwiedergaben, die so nicht diskutiert werden können und das ist der Grund, warum meine Aussagen rein den Rassismusvorwurf betrafen (… Und noch eine_r mit drei Absätzen) und an einem weitergehenden Austausch das eigentliche Thema betreffend (nämlich die durch eine Religion vorgegebene Verhaltensweise, unter Berücksichtigung einer daraus resultierenden vermeintlichen Überlegenheit die physisch und psychisch dominant sein muß) kein Interesse besteht.

  53. 53

    Kopftritte waren in den 70ern und 80ern unüblich? Da brauch ich nur in die Bücherei zu gehen und ein paar Bücher über Jugendkultur rauszusuchen da steht dann aber was ganz anderes drin.

    Gewalt war damals noch viel akzeptierter als heute und die Regeln aus der “guten alten Zeit” wie nicht reintreten waren schon damals nichts wert.

  54. 54

    53.Olli meint: (13.12.2012 um 19:53) Antworten
    Kopftritte waren in den 70ern und 80ern unüblich? Da brauch ich nur in die Bücherei zu gehen und ein paar Bücher über Jugendkultur rauszusuchen da steht dann aber was ganz anderes drin.

    Gewalt war damals noch viel akzeptierter als heute und die Regeln aus der “guten alten Zeit” wie nicht reintreten waren schon damals nichts wert.

    ——–

    Hallo Olli,

    Können Sie dafür Quellen angeben?
    Oder besser noch, sind Sie “Zeitzeuge”?

    Gruß Nola

  55. 55

    @Nola:

    Quellen? Klar geh in eine Bücherei. Dort in den Bereich Soziologie und such dir ein paar Bücher aus die sich mit der Jugendkultur der 70er und 80er beschäftigt.

  56. 56

    Gewalt, von leichten bis hin zu schlimmen Taten, hat es leider immer schon gegeben. Dennoch bekomme ich mit, dass unter anderem Polizisten, Ärzte und Feuerwehrleute von einem Anstieg bei der Art und Weise von Gewalthandlungen sprechen.
    Die “Auslöser” kann man überhaupt nicht mehr auch nur ansatzweise nachvollziehen, denn Menschen, die nur helfen wollen bzw. bestimmten Dingen nachgehen müssen, werden angegriffen. Dabei werden schon Deeskalationsstrategien eingeübt, damit man nicht “provoziert”. Diese mögen auch sinnvoll sein, wenn sie aber nicht bis zur Selbstaufgabe gehen. Außerdem werden gewisse Grenzen oftmals überschritten, wenn z.B. jemand auf dem Boden liegt.

    Es geht oftmals auch nicht nur um eine Person, sondern um mehrere, die sich untereinander “helfen” müssen. Keine Selbstreflexionen, nur ein wir gegen sie. 30 Mann gegen 2 Politessen. Alles muss nach ihrer Pfeife tanzen.

    Intensivtäter können sich austoben. Straftaten werden bestimmt weniger angezeigt, weil die Täter und teilweise auch die Justiz einem noch mehr Ärger einhandeln.
    Die Dunkelziffer steigt währenddessen an. Aber alles Paletti.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/zwei-jahre-nach-der-tat-drei-jugendliche-wegen-missbrauchs-zu-bewaehrungsstrafen-verurteilt/7502428.html
    Eine gemeinschaftlich begangene Vergewaltigung wird zu einem Missbrauch einer “widerstandsunfähigen” Person. Ich geh mal kotzen…

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