• user124

    @Sprengstoffanschlag auf Edathy

    richtig: “sprengstoffanschlag auf edathys briefkasten”
    “Noch sei völlig unklar, wodurch die Explosion ausgelöst wurde.” – erstaunliche aussage! ich vermute die wollen nicht sagen das es ein sylvesterkracher war um die aufgebauschte meldung mit “sprengstoff” und “staatsschutz” nicht revidieren zu müssen.
    warum? weil mir keiner erzählen kann das eine kriminaltechnische untersuchung der rückstände nicht sehr zeitnah zumindest herausfindet was da deflagrierte, explodierte oder detonierte.

    mit den gelieferten “informationen” und meinem üblichen misstrauen gegenüber den staatsorganen halte ich es derzeit für möglich das es sich um eine einfache false flag operation gehandelt hat.

  • Drachenstein

    “Tut mir leid, ich darf Euch aus den Büchern XXX nichts beibringen. Das verstößt gegen das Urheberrecht…”
    Ja. Soweit sind wir bald in Deutschland.
    In anderen Ländern sieht man das mit dem gesamten Urheberrecht lockerer. Da werden keine 14 Jährigen teuer abgemahnt, weil sie 2 Lieder von “Tokio-Hotel” getauscht haben. Und da verdienen die Urheber auch noch üppig. Kapitalismus halt…

  • Moderationstester

    @Sprengstoffanschlag auf Edathy

    Möglicherweise ist das auch der Hintergrund für einen Anschlag auf sein Bürgerbüro.

    Ein journalistischer Blick in die Glaskugel. Möglicherweise handelt es sich um einen ersten Silvester-Test-Böller aus Osteuropa und die Tester hatten gerade keinen anderen Briefkasten zur Verfügung.

  • Stuff

    “Forschung und Lehre sind frei.”
    Heisst es in einigen Verfassungen…

  • user124

    @Stuff:
    ist eines der grundrechte, steht allerdings zwischen mehreren anderen und alle sind gleichberechtigt.

  • Ano Nym

    Nachbarn verklagen christliche Kindertagesstätte

    Was sollen Sie statt dessen machen? Die Kinder töten? Die Kita sprengen? Selbst sozialverträglich frühableben?

    Weihbischof Jaschke ist empört.

    Empörung darüber, dass einer im Rechtsstaat auf die vorgesehene Art und Weise zum Ausdruck bringt, dass und wie er sich durch Immissionen einer gewerbliche Einrichtung belästigt fühlt?

  • Der Steuerzahler

    Was war den am Schultroaner schlecht?
    Da hätten doch die Schüler direkt gelernt das man nichts Illegales tut. Zusammen mit eine Leibesvisitation nach 5€ Scheine währe es doch der Ideale Einstig zur Geselschaftkonformität, die vom Kapital und CDU gefordert werden.

    Und zum Thema NSU,
    Die stehen wenigsten zu “Deutschen Werten”, im Gegesatz zur SPD die uns 1918 und mit den Warschauer Verträgen veraten hat. Alo ist es nur folgerichtig das SPDler gefährdet sind. Man muß nur mal hinterfragen ob es nicht zuviel der “Deutschen Werte” sind. Aber Solange der _Verfassungschutz_ noch die Weimarer _Verfassung_ schütz und sich nicht um das GG kümmert ist ja alles im Lot denkt sich Elfriede Landei…

    mfg

    Ralf

  • ui

    @6

    Sie fühlen sich doch gar nicht durch die Einrichtung gestört.
    Sie fühlen sich durch die Kinder gestört.

    Wie wäre es die Kinder zu akzeptieren?

  • Dreier

    Ein Kindergarten ist keine gewerbliche Einrichtung.

    Ich rechne mit einem Erfolg für die Kitabetreiber.

  • Ano Nym

    @ui: Sie fühlen sich durch den Kinderlärm, der in und durch die Kita gebündelt und hervorgerufen wird, belästigt und gestört.

    Wie wäre es die Kinder zu akzeptieren?

    Akzeptieren ist ein Verstandesakt, das Gestörtsein durch Lärm ist eine Körperreaktion.

    @Dreier:

    Ein Kindergarten ist keine gewerbliche Einrichtung.

    Der BFG ist gegenteiliger Ansicht:

    26.09.2012
    http://www.op-online.de/nachrichten/langen/kitas-steuerpflichtig-finanzielle-belastung-langen-2519934.html

    Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte in einem Grundsatzurteil entschieden, dass es sich bei kommunalen Kitas (und in der Folge auch bei denen von kirchlichen oder frei gemeinnützigen Trägern) um Betriebe gewerblicher Art handele, die Körperschaftssteuer bezahlen müssen. Bislang waren nur Einrichtungen privater Anbieter steuerpflichtig.

  • Quacksilber

    Sprengstoffkatastrophe:

    Gut, dass Edathy mit dem nackten Leben davongekommen ist. In so einem Briefkasten ist ein Knallkörper ja quasi eine Splitterbombe. Da soll noch einer sagen, meine Gebete würden nicht erhört.

  • fubu

    War ja nur eine Frage der Zeit, bis das Terrornetzwerk zurückschlägt.
    Das kann kein Zufall sein, dass es den Chefaufklärer getroffen hat. Wenn man bedenkt, wie viel Edathy (schade, dass mir gerade keine Beispiele einfallen) so aufgedeckt hat.
    Es würde einen nicht wundern, wenn Edathy uns demnächst erzählt, wie schlimm das war als der Schlangennazi vor seiner Tür mit dem Lebkuchenmesser …

  • Schorsch

    Wenn gegen die katholische Kirche vorgegangen wird, dann ist sehr zu begrüssen. Von den Kirchensteuermilliarden können die doch den Lärmschutz bezahlen.

  • Anita

    Ich habe selbst 2 Kleinkinder.
    Ich liebe sie über alles.
    Und das ist auch notwendig um den Laerm, den sie machen, dauerhaft zu ertragen.
    Kinder bruellen in einem Frequenzbereich, der gesunde Erwachsene in einen Alarmzustand versetzt. Das verursacht Stress.
    Staendiges Bruellen bedeutet staendigen Stress.
    Es gab schon Tage, da konnte ich mich nur mit Oropax um meine Kinder kuemmern. Und das sind die beiden Menschen auf der Welt die ich am meisten liebe.
    Wie waere das wohl, wenn fast 200 Blagen fremder Leute auf dem Nachbargrundstueck rumkreischen wuerden?

  • Ralf

    Die meisten Kinder haben heute Adas Adhhas Adhhhhaaasss usw und brauchen Pillen,da sich der Gesundheitssektor ja als Wachstumsbranche versteht.
    Wie wäre es denn mal mit der altbekannten Rücksichtnahme und dem damit verbundenem Respekt vor den Mitmenschen?
    Die existiert leider nur noch in Geschichtsbüchern,diese moderne Welt kennt nur Rechte und keine Pflichten mehr.
    Ich kann das, was in den Klägern vorgeht sehr gut nachvollziehen,wir hatten eine Grundschule,ca.200mtr entfernt von unserer Wohnung,in den großen Pausen konnte man trotzdem den Lärm der völlig überdrehten Schüler hören,ich möchte nicht wissen wie der Lärmpegel direkt vor und hinter der Schule war…

  • Terror-Bernd

    Terrorwelle steht unmittelbar bevor
    Wegen des feigen und menschenverachtenden Sprenstoffattentats auf Sebastian E.s Briefkasten teilt der Beauftragte für sicherheitspolitische Tagesfragen der Gemeinde Kleinkleckersdorf im Landkreis Nienburg mit, dass in den nächsten Tagen mit weiteren Anschlägen zu rechnen ist.

    “Insbesondere die Zeit um den Jahreswechsel ist dramatisch. Die Einsatzkräfte kommen nicht mehr hinterher” teil Bernd W. in einer Eilmeldung an die Presse mit. Besonders stark zugenommen haben im letzten Jahr Angriffe auf Briefkästen mit biologischen Waffen (Hundekacke). Postempfängern wird empfohlen, das Risiko zu begrenzen und vollständig auf das neue Angebot DE-Mail der Deutschen Post AG umzusteigen. Dadurch kann die Einfallspforte Briefkastenschlitz konsequent verriegelt werden.

  • Quacksilber

    @Terror-Bernd:
    Wenn Edathy in jener Nacht nicht plötzlich Hühneraugen bekommen hätte – oder war’s Ohrenkrebs? -, und, entgegen seiner sonstigen Gewohnheit, den Bürobriefkasten um 0:20 Uhr zu leeren, das Bett hüten musste, wären wir durch seinen Urnengang dem NPD-Verbot sicher schon näher.

    Terrorwelle steht unmittelbar bevor

    Ich sehe die Sache auch schon eskalieren. Die nächste Stufe sind Klingelstreiche. Da kann man dann aber wenigstens Fingerabdrücke oder DNA sicherstellen.

  • Quacksilber

    noch Terrorattacke:

    Es ist ungeheuerlich, zu welchen Taten “Menschen” fähig sind. Und so respektlos, ne? Wie gut, dass wir den Staatsschutz haben. Ohne den fühlte ich mich nackt. Also als Staatsbürger. Immerhin hätte mir das, was Edathys Briefkasten zugestossen ist, auch selbst widerfahren können.

    Nein, einen Schlitz habe ich nicht, aber ich explodiere, wenn ein Terrorist mir etwas reinsteckt.

  • Jo Katterturm

    Eines ist damit (ungewollt) bewiesen: Edathy ist wohl auf der richtigen Spur und ist einigen Leuten offenbar näher gekommen, als ihnen lieb ist.

  • Klaus

    Unverschämtheit, was die Kirche sich hier leistet. Es geht eben nicht um ein paar spielende Kinder, sondern um eine Horde Kinder auf engstem Raum, die im Schichtbetrieb auf den Hof geführt werden. Wenn das ein zu enger Hof ist, dann werden die Kinder auch sehr viel lauter als normal. Denn wenn ein einzelnes Kind etwas lauer ist, dann müssen die anderen auch lauer werden, um gehört zu werden. So etwas schaukelt sich halt sofort auf und erzeugt eine unerträgliche Lärmwand. Wenn die ersten 40 Kinder sich dann ausgetobt und heiser geschiehen haben, kommt schon die nächste Schicht.

    Die Anwohner haben völlig recht. Auf einem größeren Hof oder bei weniger Kindern auf dem Hof wäre es erheblich leiser. Es geht ja nicht darum die Kita komplett zu verbannen, sondern in einem erträglichen Maß zu betreiben! Die Kirche will es hingegen möglichst billig halten und daher möglichst viele Kinder auf engsten Raum betreuen.

    Es ist schon etwas abstrus: Die Eltern schicken ihre Kinder in die Kita, um mal Ruhe zu haben und die Anwohner sollen es dann ausbaden und ein 10-faches an Tohuwabohu den ganzen Tag über ertragen. So kann das doch wohl nicht gehen!

  • Quacksilber

    @Klaus:
    So fette Schrift ist auch laut. Aber die Rettung ist nah:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Antischall

    Wenn eine Massenfertigung bezahlbar wird, kann man jedem Kind ein Mützchen mit so einem Gerät verpassen. Das wird noch lustig: Elektrisch betriebene Autos machen Lärm und im Kindergarten kommt man sich vor wie auf dem Friedhof.

  • Oetzmann

    Was mache ich nochmal, wenn ich meine Ruhe haben will? Stimmt, ich zieh neben einen Kindergarten… m(

  • Pirat-Sympantisant

    RATTEN ….
    interessanter Unterschied zu einigen Menschen in dieser Welt.

    (Ich zähle alle, die sich hier herumtreiben,
    auch zu den empathischen!)

    Für die Nicht-ENglisch-sprachigen unter uns:
    http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-12/studie-ratten-empathie

    oder Ratten und Empathie googlen,
    da gibt es eine Menge Artikel dazu.
    ca. 51.800 Artikel ;)

  • Momo

    Die KiTa scheint ja laut dem Bischof schon seit 150 Jahren an der Stelle zu bestehen. Damit wäre sie definitiv schon vor den Anwohnern da gewesen. Stellt sich mir nur die Frage: Wie war das denn früher? Also jetzt nicht vor 150 Jahren aber vor sagen wir 20-30 Jahren? Derselbe Hof? Dieselbe Anzahl von Kindern? Oder sind das nur immer mehr geworden, ohne dass die Kapazitäten erweitert wurden?

    Frage für meine Meinungsbildung.

  • Musenrössle

    @Kita:
    Mit Herdprä… äh Betreuungssgeld wäre das nicht passiert! ;-)

    Da sieht man mal was die Emanzipation der Frau anrichtet.

    Die gehen arbeiten und laden ihre Rabenmütterkinder in den Kitas ab und zwingen so die Anwohner in Notwehr dagegen zu klagen.

    Also Frauen zurück an den Herd, Kinderleins betreuen und das Problem ist gelöst! ;-)

  • Anita

    @Klaus
    Man schickt sein Kind nicht in die Kita, damit man seine Ruhe hat, sondern weil man mit einem Gehalt keine Familie mehr finanzieren kann und beide Eltern arbeiten muessen.
    Auszerdem ist es nur zu begruessen, wenn Einzelkinder so frueh wie moeglich Kontakt zu anderen Kindern haben.

  • Heinz

    @Kirche

    “Die Forderungen bezeichnet Jurist Dickstein als ‘überzogen’.”

    Aber sonst gehts noch – jeder Verein muss sich penibel an Vorschriften halten und bekommt Auflagen ohne Ende(auch wenn der Verein VOR den Anwohnern da war) und die Kirche kann die Forderungen einfach als “überzogen” bezeichnen und gut ist -.-

    Nich, dass die nachher noch ein paar € von den Mrd.(aus Staatskasse) für eine Schallschutzwand und ein paar andere Vorkehrungen ausgeben müssen, wie es für jeden anderen Vorschrift ist…
    Ich kann gar nicht so viel essen…

  • bombjack

    @user124:

    Nö…da ist bestimmt eine Plastivagina vgl.
    http://www.heise.de/tp/blogs/8/150454
    explodiert, deswegen kann man keine Rückstände nachweisen….

    bombjack

  • fubu

    @Jo Katterturm:

    Eines ist damit (ungewollt) bewiesen: Edathy ist wohl auf der richtigen Spur und ist einigen Leuten offenbar näher gekommen, als ihnen lieb ist.

    Meine Rede.
    Bestimmt haben die “einigen Leute” den Briefkasten gesprengt. Und ich freu mich schon, wenn nicht Hinz oder Kunz, sondern “einigen Leuten” angeklagt werden.
    Gerade wir sollten aus der Geschichte lernen. Fing das damals nicht auch so an, erst Briefkastensprengen – und dann rollten die Deportationszüge nach Auschwitz.

    Ich appelliere: No Parmesan!
    Und Solidarität mit “einigen Leuten”!

  • XYZ

    Edathy ist ja nun wirklich eine der ekligsten Figuren unseres Politikbetriebs. Dass er nun auch diese Karte spielt, passt zu dem.

  • Biola

    Der TERRORANSCHLAG auf EDATHY war nur ein China Böller:

    http://nachrichten.t-online.de/explosion-an-edathys-parteibuero-durch-boeller-ausgeloest/id_61263106/index?news

    Ein Jungenstreich und der Staatsschutz ermittelt gegen Rechts ?

    LOL

  • Quacksilber

    @Biola:

    Die Ermittlungen dauerten an.

    Es wird noch spannend. Der Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen im privaten Bereich ist nur Personen erlaubt, die eine Erlaubnis nach § 27 SprengG besitzen. In Tateinheit mit nächtlicher Ruhestörung, Springerstiefeln und Sachbeschädigung kann daraus dann schnell mal 2 Jahre Haft mit anschliessender Sicherungsverwahrung werden.

  • Unwissender

    @Quacksilber:

    Vermuten Sie eine 2. Generation des NSU ?

  • Quacksilber

    @Unwissender:
    Ich befürchte, dass der politischen Hygiene mit Sagrotan und Wurzelbürste nicht beizukommen ist. Man müsste etwas gegen die Schmutzfinken tun.

  • Unterdosis

    Ich habe selber jahrelang über einer KiTa gewohnt. Da werden die Nerven wirklich irgendwann dünn.

  • Bernd

    @Kita:

    Da hat wohl wer die Einfuehrung von § 22 Abs. 1a BImSchG verpasst.

  • Autolykos

    @Drachenstein: http://falkvinge.net/2011/10/13/the-teachers-guild-a-short-story-from-a-parallel-universe/

    @user124: Ja, bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich auch von einem Böller aus. Aber heutzutage wird ja aus jedem dummen Jungenstreich gleich ein Terroranschlag gemacht. Die brennende Papiertüte mit Hundehaufen drin ist dann wahrscheinlich ein Brandsatz und ein Biowaffenanschlag…

  • Marak

    Ich wohne selbst Zaun an Zaun mit einem Kindergarten. Alle Fenster meiner Wohnung blicken dorthin. Dem Lärm zu entkommen ist also unmöglich.
    Selbst bei geschlossenen Fenstern ist der Lärm zu hören, den 30 Kinder auf ca. 250 Quadratmetern machen. Einige gestörte Kinder sind auch dabei, die brüllen, teilweise so laut und lang anhaltend, dass man deren Geschrei noch hört wenn es im Gebäude des Kindergartens selbst stattfindet, mit dort geschlossenen Türen und Fenstern.
    Auch wenn die Ruhe nach 15 Uhr und am Wochenende sehr nett ist, so kann der Lärm tagsüber stressig sein. Dabei geht es weniger um fröhliches Kinderlachen (wem geht dabei nicht das Herz auf?). Es geht um Gekreische, Geschreie, Gesinge, Nachspielen von Actionszenen, Nachmachen von irgendwelchen Geräuschen, monotrones Getröte, Heulerei usw. usw.
    Neben einer Autobahn hätte ich Anspruch auf eine Lärmschutzwand. Neben einem Kindergarten habe ich Anspruch auf gar nichts. Dabei werden im Zuge des Ausbaus Kindergärten zunehmend direkt in Wohngebiete gebaut. Flexible Öffnungszeiten von 7 bis 18 Uhr sollten die Eltern locken und die Anwohner sollen sehen wo sie bleiben.
    Ich finde die Forderung nach Lärmschutzmaßnahmen gerechtfertigt und nachvollziehbar. Und auch nicht für überzogen. Lärmschutzfenster und Lärmschutzwänder sollten zu unmittelbar angrenzenden Wohnhäusern von den Betreibern der Kindergärten installiert werden müssen.

  • Jürgen

    Werter Marak,

    wann beginnt das Geschrei und wann endet es (sie haben ja schon angedeuted, dass ab 15:00 Uhr und am Wochenende Ruhe ist)? Bewegen sich die Kinder den ganzen Tag während der Öffnungszeiten des Kindergartens außerhalb der geschlossenen Räumlichkeiten? Und das “Geschrei” hält das ganze Jahr über an?

    Entschuldigen Sie bitte, aber ihre Tirade ist einfach zu pauschal, um sie wirklich ernst zu nehmen.

  • Marak

    @Jürgen:
    Ich habe nicht nur angedeutet, dass ab 15:00 Uhr und am Wochenende Ruhe ist, ich habe es ausdrücklich positiv erwähnt. Das braucht man aber auch, während 5 Tagen Dauergeschrei. Hier in der Ecke meines Wohnviertels ist dieser Kindergarten der mit Abstand lauteste Komplex. Es gibt hier über mehrere Straßenzüge nichts vergleichbares was ähnlich anhaltend und laut Lärm emmitiert auch wenn man uns weismachen will, dass sei ja guter Lärm und man müsse den ganzen Tag tanzen und sich darüber freuen. Das Schöne an dieser kinderfreundlichen Gesetzgebung ist ja, dass damit der Rücksichtslosigkeit Tür und Tor geöffnet wurde und auch die Erwachsenen, die die Kinder beaufsichtigen, keinerlei Anstalten zeigen die Kinder zu leiserem Spiel anzuhalten. Im Gegenteil: Es wird gebrüllt und geschrien was die kleinen Lungen hergeben.
    Das ist auch nicht auf den Außenbereich beschränkt. Was glauben Sie denn, was tagsüber innerhalb der geschlossenen Räumlichkeiten passiert, die bei schönem Wetter plötzlich gar nicht mehr so geschlossen sind weil es auch in Kindergärten Fenster und Terrassentüren gibt, die den ganzen Tag über offen bleiben. Da kriegt man dann das Geschrei nicht nur von draußen sondern auch noch von drinnen mit.
    Es kommt gelegentlich vor, dass ich angerufen werde und mich der Anrufer erstaunt fragt, ob ich gerade einen Kindergeburtstag bei mir zuhause abhalte, weil das Kindergeschrei durch das Telefon so deutlich zu hören ist und wenn man anfängt z.B. den Fernseher oder die Spülmaschine nur laufen zu lassen, damit die Geräuschquelle da draußen etwas gedämpft wird, dann ist die Betroffenheit eben doch größer als Sie sich das vielleicht vorstellen können.
    Es bleibt Ihnen überlassen, wie ernst Sie das nehmen. Aber es ist eine Zustandsbeschreibung auch wenn Sie nicht in Ihr Weltbild voller Eierkuchen passt.

  • Jürgen

    Werter Marak,

    tut mir leid, aber so einen Kindergarten, wie Sie ihn beschreiben, habe ich noch nie erlebt. das hört sich nach 90dB Dauerbeschallung an. Denn wenn dem so wäre, müssten ja die Erzieherinnen und Erzieher spätestens nach einer Woche einen Hörschaden erlitten haben. Und die kleinen Kinderkehlen halten so ein Geschrei auch nicht lange durch.

  • olli

    @Jürgen: schön wäre es. Die realität sieht ander
    s aus.vor allem da mehr lärmquellen auch subjektiv mehr lärm sind.

  • Anita

    @Jürgen

    “Und die kleinen Kinderkehlen halten so ein Geschrei auch nicht lange durch.” -> du hast keine Kinder

  • Olli

    Oder war nie eins.

    BTw bin ich eigentlich der einzige der als Kind nie heiser war? Irgendwie haben das Problem nur Erwachsene.

  • Anita

    @Olli

    Meine Nichte ist 9 und hat inzwischen eine Bonnie Tyler-Stimme, weil sie ueber Jahre hinweg zuviel gebruellt hat. Die ist jetzt dauerhaft heiser.

  • Daarin

    Hmmm… so wie Kindergärten hier beschrieben werden, ewiger Lärm, Geräuschpegel die noch hunderte Meter weiter kaum zu ertragen sind, was zu enormem Stress führt… ich kann das alles nicht so recht glauben.
    Ich kann das nicht nicht glauben weil ich eigene Kinder hätte oder weil ich in der Nähe einer solchen Einrichtung wohnen oder arbeiten würde, sondern weil es Menschen gibt die sich diesen Lärm Tag für Tag aus allernächster Nähe antun. Und das für nicht einmal 2000€ pro Monat. Vor Steuern! Nach mindestens drei Jahren Ausbildung!
    Also entweder wir bezahlen die Erzieher deutlich zu schlecht für den Stress den sie erleiden müssen, oder es ist doch nicht so schlimm wie ihr das hier darstellt. Suchts euch aus.

  • Olli

    @Daarin:

    Menschen tun sich für Geld noch weitaus mehr an das heißt aber nicht das es stressig ist. Und wenn der Stress dann noch während der Ruhepausen eintritt wird es noch schlimmer.

    Übrigens ich war in einem recht leisem Kindergarten der Raum für die Erzieher war trotzdem noch sehr gut isoliert. Woher ich das weiß ich war leise und wollte nur an die Bücher also durfte ich dort rein.

  • Jürgen

    @Marak, Olli und Anita:

    Tut mir leid, solche Darstellungen sind einfach unglaubwürdig. Ich denke, hier haben wir es mit zu empfindlichen Personen zu tun, die vielleicht lieber aufs Land ziehen sollten.

  • Olli

    @Jürgen:

    Oh gib mir deine Adresse und 2 Monate dann reden wir weiter.

    Nur weil du dir etwas nicht vorstellen kannst existiert es trotzdem.

  • wonko

    @Olli:
    Wenn die Zustände wirklich so sind wie geschildert – wie halten die Erzieher_innen das aus, die dem Lärm ja dann noch viel massiver ausgesetzt sind? Die sitzen fröhlich mit Gehörschutz daneben, kommunizieren untereinander in Gebärdensprache und lassen die Kinder fünf Tage dauerschreien?
    Mit Verlaub, aber das deckt sich nicht nur nicht mit den Erfahrungen, die ich mit Kindergärten gemacht habe und mache, sondern klingt einfach viel zu dick aufgetragen.

  • Marak

    @wonko:
    Herr wonko, das Problem ist, dass Sie keine Ahnung haben wovon Sie reden. Nicht das kleinste Bisschen:

    „Besonders zermürbend ist der Lärm“, sagt Sabine Skibicki.

    Weiter hier: http://www.nordsee-zeitung.de/region/bremerhaven_artikel,-Arbeit-an-der-Schmerzgrenze-_arid,165039.html
    Oder auch:

    “In der Kita herrscht Lärm wie auf dem Flugplatz”

    http://www.berliner-zeitung.de/archiv/bundesweit-streiken-15-000-erzieherinnen-fuer-einen-gesuenderen-arbeitsplatz—die-arbeitgeber-halten-das-fuer-ueberfluessig–in-der-kita-herrscht-laerm-wie-auf-dem-flugplatz-,10810590,10640858.html
    Also hören Sie auf hier herum zu blöken nur weil Sie sich nicht vorstellen könne, dass Kinder unsäglichen Krach machen können. Niemand verlangt die Abschaffung von Kindertagesstätten. Aber wenn in 8m Entfernung ein Haufen schreiender, singender, weinender, brüllender Kinder den ganzen Tag lang tobt, dann möchte ich, dass meine Rechte genauso berücksichtigt werden wie die der Mitarbeiter. Wenn der Lärm deren Gesundheit abträgtlich ist, dann ist er das für meine Gesundheit auch. Die Mitarbeiter haben das Glück, dass sie dort nur arbeiten und nach Hause fahren können um sich zu entspannen.
    Ich wohne nebenan. Lärmschutzmaßnahmen für Anwohner sind daher das Mindeste was Anwohnern zugestanden werden muss.

  • Mutter

    So ein Schmarren. Ich bin Mutter zweier Kinder und wohne zudem keine 60 m von einem Kindergarten entfernt. Ja die Kinder sind zu hören. ja die schreien und weinen auch mal. Aber Herrgott ist das wirklich so schlimm? Es handelt sich um ganz normalen Lärm den es in der Geschichte der Menscheheit schon immer gegeben hat und hoffentlich weiterhin geben wird. Wenn ich neben eine Autobahn ziehe darf ich mich nicht über den Verkehrslärm aufregen, Kindergarten dito. Es gibt ja die freie Wohnungswahl, die sensiblen Gemüter, die offenbar nie selbst Kinder waren, mögen davon Gebrauch machen. Kinder und Kindergärten gehören in Wohngebiete und NICHT hinter Schallschutzwände. Was ist bloß mit dieser fiesen Gesellschaft los, kein Wunder das es niemanden mehr gibt, der Kinder in die Welt setzen mag, wenn man sich als Mutter ständig vor irgendwelchen Sensibelchen rechtfertigen muss, die Kinder als störend für die zarte Psyche und Gesamtentfaltung empfinden. Bauts Euch halt nen Bunker, wenn Ihr in einer normal durchmischten Wohnansiedlung nicht mehr leben mögt.