Leistungsschutzrecht auf der Kippe

Eigentlich wollte ich gleich was zu den Kapriolen ums Leistungsschutzrecht schreiben. Aber da sehe ich, dass Thomas Knüwer die neueste Entwicklung schon launig zusammengefasst hat:

“Take our money! Scheck, cash oder Western Union?”

Mehr fällt mir dazu auch nicht ein.

7 Gedanken zu “Leistungsschutzrecht auf der Kippe

  1. 1

    Schade, mich würde es außerordentlich freuen, wenn die Mainstream-Verlage knallhart bei Google rausgekegelt würden. Das wäre nämlich ausgesprochen lustig, wenn dann nur noch irgendwelche unerwünschten Publikationen von diversen “Rändern der Gesellschaft” bei der Recherche auftauchen würden…

    Das ist ja auch das Hauptproblem, was die Verlage haben: das GEZ-Modell – sie wollen Propaganda verbreiten, aber dafür von Unbeteiligten bezahlt werden.

  2. 2

    Das Leistungschutzrecht für Printmedien kann erst der Anfang sein! Danach muß das Ausgebaut werden: für Geräusche, Gerüche, Bewegungen mal so im Ersten Ansatz. Schlieslich möchte ich, wenn ich einen krachen lasse, von allen die Ihn riechen Geld haben.

    mfg

    Ralf

  3. 3

    Sollte es wirklich um die deutsche Medienlandschaft noch schlimmer als gedacht stehen? Es ist, denke ich, fast zu befürchten, wenn es sich die Damen und Herren nicht einmal mehr leisten können, Schwarze Köfferchen passenden Kalibers nach Berlin zu tragen.

    Oder gibt man das Gefecht auf und spekuliert sogleich auf eine europaweite Lösung des herbei halluzinierten Problems? Brüssel wird aber noch viel teurer.

  4. 4

    Ich habe vor kurzem was drüber gelesen und kann es nicht mehr finden, vielleicht weiß hier jemand, was ich meine: Es ging darum, dass ein Art Gutachten einer us-amerikanischen Behörde (oder so, bin nicht sicher) ergeben hat, dass das geplante LSR die Informationsfreiheit der Bürger in übertriebener Weise einschränkte und Deutschland damit als eine Art “Schurkenstaat” definiert würde. Wie andere Länder, die die Info-Freiheit einschränken, aber nicht, indem zu wenig Pressefreiheit vorhanden ist, sondern die Presse zu starke Monopolrechte (? – auch hier bin ich nicht sicher) erhielte. Bin ich auf dem Holzdampfer oder weiß jemand, was ich meine?

  5. 5
  6. 6

    @andimar:

    Genau der war’s, vielen Dank – habe schon fast geglaubt, ich hätte mir da was eingebildet, weil ich mit meinen Suchwörtern nix gefunden habe. Dass es aber auch ein Mühlbauer-Artikel bei TP war…

    Jedenfalls glaube ich, dass das eher zum plötzlichen Sinneswandel unserer Transatlantiker geführt hat, als ein überraschender Ausbruch von Intelligenz und Ablehnung von unverschämtem Lobbyismus zu Lasten der Bürger und zu Gunsten von hofberichterstattenden Medienkonzernen.

    Wundert mich denn auch nicht, dass die Verlagsvertreter jetzt in die USA reisen, um bei Google zu Kreuze zu kriechen. Haben wohl eingesehen, dass all das Lobbying von deutschen Provinzpolitikern nichts nützt, wenn Google die US-Abgeordneten ordentlich “lobbiet”.

  7. 7

    Für mich ist es immer wieder Unverständlich, wieso Ausländsche Inhalte in Deutschland rein dürfen, ohne das ein aus Deutschen Boden Ansässiger Importeur eingeschaltet ist, der nach Deutschem Recht zu handel hat und belangt werden kann. Ist bei den Offline-Importen doch auch so, warum nicht auch Online? Es kann nicht sein das das Internet in Deutschland großteils eine Ausländische Enklave ist, wo zum Rauben, Morden, Brandschatzen und Kinderschänden aufgerufen wird. Und in Zweifel sollte halt der ISP der die Inhalte transportiert in Haftung genommen werden.

    mfg

    Ralf

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