Telekom schafft die Internetflatrate ab

Die Telekom schafft die Internetflatrate ab. Wer ab dem 2. Mai einen DSL-Vertrag bei der Telekom bucht, muss mit Volumenbegrenzungen leben. Ab bestimmten Datenmengen wird die Leitung laut Telekom auf 384 KBit/s gedrosselt. Normales Surfen ist mit so einer Geschwindigkeit eine Qual.

Die neuen Volumentarife orientieren sich an der Geschwindigkeit des Anschlusses. Die Telekom hat folgende Staffelung bekanntgegeben:

Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 16 Mbit/s: 75 GB
Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s: 200 GB
Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s: 300 GB
Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Mbit/s: 400 GB

Wenn sie mit voller Geschwindigkeit mehr Daten verbrauchen wollen, sollen Kunden künftig gesondert in die Tasche greifen. Was die Telekom für höhere Datenvolumen berechnet, will das Unternehmen erst später mitteilen.

Gleichzeitig verabschiedet sich die Telekom auch offiziell vom Grundsatz der Netzneutralität. So wird das hauseigene Internetfernsehen nicht auf das Datenvolumen angerechnet und stets mit voller Leistung zur Verfügung gestellt.

Gleiches gilt auch für die Hotspots, welche die Telekom über Kundenanschlüsse zur Verfügung stellt (WLAN TO GO). Öffnet ein Kunde seinen Hotspot für andere Nutzer, kann es nach einer Drosselung künftig passieren, dass die Gäste viel schneller surfen als ihr Gastgeber.

Bei Diensten wie Youtube oder Videoplattformen zieht sich die Telekom auf den Standpunkt zurück, sie schulde nur ein Angebot nach dem “Best-Effort”-Prinzip, das heißt die Übertragung könne nur so schnell sein, wie es die Kapazität des Netzes hergebe.

In ihrer Mitteilung erweckt die Telekom den Eindruck, es seien nicht allzu viele Nutzer von den Volumengrenzen betroffen. Der Durchschnittsverbrauch eines Internetanschlusses liege bei 15 bis 20 Gigabyte im Monat. Somit klingt die neue Anfangsgrenz von 75 GB nach einem beträchtlichen Puffer. So viel Spielraum ist das aber gar nicht, insbesondere für den Fall, dass der Kunde HD-Filme online von legalen unabhängigen Plattformen bezieht. Ein HD-Film ist nämlich etwa 10 GB groß.

Nutzer im heise forum haben auch bereits ausgerechnet, wie lange ein Tekom-Kunde künftig unter Volllast über seinen Anschluss surfen kann:

DSL 16.000: ca. 10,4 Stunden bzw. 1,4% der Länge eines Monats
VDSL 50: ca. 8.9 Stunden bzw. 1,24% der Länge eines Monats
VDSL 100: ca. 6.7 Stunden bzw. 0.93% der Länge eines Monats
VDSL 200: ca. 4.4 Stunden bzw. 0.61% der Länge eines Monats

Die Telekom beteuert, die Einschränkungen würden voraussichtlich erst 2016 technisch umgesetzt. Außerdem komme es darauf an, wie sich die Auslastung der Netze entwickle. Allerdings gelten die neuen Tarife ab dem 2. Mai für alle Neuverträge. Der Telekom steht es also frei, die neuen Obergrenzen auch früher durchzusetzen.

103 Gedanken zu “Telekom schafft die Internetflatrate ab

  1. 1

    1&1 bietet das seit einiger Zeit als Option zum Sparen an: Für 5€ weniger im Monat wird man ab 100GB auf 1Mbit gedrosselt – was vermutlich in den meisten Fällen reicht.

    75GB sind allerdings ein Witz, genau die gleiche Humorkategorie wie 300-500MB “Flatrate” für’s Internet bei den Telekom-Smartphone-Tarifen.

    Da ein Einschreiten der Regulierungsbehörden nicht zu erwarten ist, kann man nur hoffen, dass der Markt das regelt. Sonst haben wir bald kanadische Verhältnisse…

  2. 2

    Nutzt die Telekom da nicht ggf. große Marktbeherrschung aus, um andere Anbieter der gleichen Leistung zu benachteiligen? Mal vom Ärgernis für den Kunden abgesehen, frage ich mich als Laie ob es denn zulässig ist, Mitbewerber derart zu behindern?

  3. 3

    Wenn ich mich nicht verrechnet habe, kann man bei dem 100 Mbit Vertrag ca. 1% der Zeit (720 Stunden = 1 Monat, 300Gb läd man in ~8 Stunden) die Leitung voll ausnutzen. Ich bezahle also die Telekom für eine Dienstleistung die ich 99% der Zeit nicht mal annähernd nutzen darf …

  4. 4
  5. 5

    Und wieder werden die Familien mit Kindern bestraft. Die heutigen Kids gucken nämlich YouTube, statt TV. Pro Kind würde ich mal 75 GB pro Monat alleine dafür rechnen. Selbst bei einer lahmen Leitung mit 16 Mbit/s komme ich keine Woche durch.

  6. 6
  7. 7

    Wäre genau in einem Fall akzeptabel: Wenn der marktübliche Trafficpreis gezahlt werden müsste. Und der ist VERDAMMT niedrig. AFAIK im einstelligen Euro-Bereich pro TB (nein, nicht GB).

    In diesem Fall hätte ich ehrlich gesagt auch kein Problem damit wenn man überhaupt kein Freivolumen anbieten würde. Schließlich wären es bei Wenignutzern dann eh nur wenige Cent Unterschied…

  8. 8

    Oh. Dann muss ich meinen Verbrauch von 1 TB im Monat nun woanders runterladen.
    Nennt die Telekom das weiterhin Flatrate?
    Wenn nein, wird sie dann die Anbieter abmahnen, die eine begrenzte Flatrate (wie im Mobilfunkbereich üblich) Flatrate bezeichnen? Das wäre dann nur konsequent aber es wäre auch höchste Zeit.

  9. 9
  10. 10

    Witzig, wie sie genug Netz für TB an Daten für ihr eigenes Fernsehprogramm haben, zusätzlich noch genug um dann noch die analoge Telefonie auf quasi HD-IP-Telefonie umzustellen, aber dann ist auf einmal 75GB schon wie ein Zugeständnis, man hätte ja nicht mehr übrig. Solche Geschwindigkeiten aber dann kann man es nicht nutzen. Wo kommt denn auch die Überlastung des Netzes dann her, wenn nach ein paar Stunden die Leitung eh dicht ist?
    Die nutzen ihre Position eindeutig aus und belügen und betrügen wo es geht. Ich wünsche denen einen schmerzhaften Bankrott. Bekommt man deren Aktien schon geschenkt?

  11. 11

    Bitte zieht nicht immer das Telekom-eigene TV-Angebot als Strohmann heran. Das ist nur ein Angebot der Telekom im Telekom-internen Netz, welches zufällig über IP läuft. Mit Internet & Netzneutralität hat das nichts zu tun. Würde bei UnityMedia-Kabel ja auch keiner auf die Idee kommen, das Kabelfernsehen (ungedrosselte MPEG-Streams, die viel schneller sind als mein Internet) als Verletzung der Netzneutralität zu bezeichnen.

    Würde die Telekom allerdings externe Dienst, wie z.B. Spotify, nicht mitberechnen, dann sähe das anders aus…

  12. 12

    Wie ist das eigentlich rechtlich mit der Verwendung des Begriffes “Flatrate” in so einem Fall?

    Besteht die Chance, dass derartige Dreistigkeit geahndet wird?

  13. 13

    Ich bin seit Jahren kein Telekomkunde mehr und war selten so froh um meinen Abschied wie jetzt. Die Frage ist aber: Wenn der Marktführer mit solchen Spielchen anfängt, wann ziehen die kleineren Anbieter nach? Die können es sich dann ja leisten, ein “besseres” aber ebenfalls begrenztes Angebot an ihre Kunden zu machen ohne Angst haben zu müssen, dass jemand aus Protest zur allgegenwärtigen Telekom zurückkehrt. Interessieren würde mich auch eine rechtliche Bewertung, dass Traffic bei der Telekom dann nicht mehr gleich Traffic ist. Denn als Nutzer entstehen mir ja “Kosten”, wenn ich beispielsweise bei Maxdome mein Volumen mit der Nutzung von HD-Filmen verbrate, bei der Nutzung von Telekom-Fernsehen aber nicht. Eine solche Ungleichbehandlung von Nutzern und Anbietern sollte eigentlich nicht legal sein.

  14. 14
  15. 15

    @Tobias natürlich ist das gerade ein Angriff weil es die eigenen Produkte sind. Es benachteiligt damit den Nutzer von externen Diensten. Man wird dafür bestraft maxdome oder lovefilm zu nutzen und kein entertain. Und das dürfte wohl auch unlauterer Wettbewerb sein.

  16. 16

    75GB für eine 16Mbit Leitung?
    Wir bekommen hier im Haushalt mit 6Mbit schon zwischen 400 und 600GB (Up+Down) im Monat zusammen.
    Das sieht auf den ersten Blick zwar nach sehr viel aus, aber spätestens wenn man mal guckt, was da alles hinter steckt wird klar, wie lächerlich klein die Grenzen von der Telekom gewählt wurden:
    -3 Personen die aktiv das Internet nutzen
    -TV wurde vollständig durch Internet (Zattoo plus diverse Mediatheken der ÖR) ersetzt, seit die Satanlage vor einer Weile den Geist aufgegeben hat
    -2 Personen nutzen aktiv Youtube (ich habe z.B. ca. 260 abonnierte Channels und gucke ca. 25-30 Videos pro Tag, gerne auch mal in 720p)
    -2 Personen sind aktive Gamer und beziehen mittlerweile ihre Spiele nahezu vollständig als digitale Downloads (bevorzugt über Steam)

    Und das sind nur die größten Posten die mir grade einfallen, das ganze tägliche Kleinzeug sowie die ständigen Downloads fürs Studium (Windows ISOs per MSDNAA/DreamSpark plus Software zum Testen usw.) sind da noch gar nicht eingerechnet.

    So ein ungewöhnlicher Haushalt können wir doch net sein, dass wir mehr als das 30-fache über dem Durchschnitt liegen, oder wurde da jeder 56k-Modem-Dorfanschluss und jeder 5€/MB-Handyvertrag mit eingerechnet um die Statistik zu drücken?
    Naja, wenigstens sind wir nicht bei der Telekom sondern bei 1&1, aber wie lange das noch einen Unterschied macht ist wohl fraglich.

  17. 17

    @fronkykong: Nur dass es auch technisch auf einem anderen Kanal läuft, genau wie beim Kabelfernsehen.
    Entertain ist nämlich in einem eigenem VLAN und funktioniert mit IP-Multicast, belastet daher die Telekom-Backbones keineswegs.
    Versteht mich bitte nicht falsch, ich finde das mit der Drosselung auch unmöglich.
    Wenn man sich aber immer auf Entertain und die Netzneutralität bezieht, muss man tatsächlich wie Tobias schon sagte auch die Kabelanbieter wegen der Netzneutralität angehen, deren TV-Bitstrom wird auch bevorzugt behandelt.

  18. 18

    Das ist leider nicht erst im Mai so. Ich habe Anfang März schon eine Umstellung auf den IP basierten Tarif der Telekom gemacht und habe die 200 GB DrosSeL auch schon drin.

  19. 19

    Nachtrag: Interessant wird auch VOIP von externen Anbietern. IIRC braucht man pro Telefonat ca. 100 KB/s. Als Familie echt Problematisch.

  20. 20

    @TheBig1:
    Bin in einer ähnlichen Position.
    5 Personenhaushalt, zwei davon am Studieren, der eine Physik, die andere Informatik. 75GB sind schon ein Witz für die 6MB Leitung die wir hier haben. Wenn sie wenigstens so ehrlich wären und dann mir einfach die echten Traffic kosten durch reichen würden (die liegen weit unter 10€ für 1TB) und dafür halt den Abschluss billiger machen (die werden jetzt ja wohl billiger oder? Schließlich müssen jetzt ja nicht mehr so viele Poweruser quer subventioniert werden /ironie off) wäre es ja auch in Ordnung aber darum geht es nicht. Es geht darum 1. mehr Kohle für die selbe Leistung zu kassieren 2. ihre Eigenen Dienste zu pushen. Den ich kann mit 75GB im Monat kein ITV mehr gucken, dafür ist nicht mehr genügend Traffic da. Da geht dann nur noch das Angebot von der Telekom.

  21. 21

    Ich bin gespannt, ob und wie sich das auf die Werbung auswirkt. Konsequent wäre es, Werbung mit Begriffen wie “Flatrate” oder “unbegrenzt surfen” zu untersagen und penibel darauf zu achten, dass der Kunde durch die Telekom nicht auf einen falschen Pfad geführt wird. Allerdings bezweifle ich noch, dass das auch zeitnah geschieht bzw. dass die Rechtsprechung sich dem problemlos anschließt.

  22. 22

    Normales Surfen ist mit so einer Geschwindigkeit eine Qual.

    Aber doch nur für Leecher ;)

  23. 23

    Die Drosselung der von 200 Mbit/s auf 384 KBit/s ist de facto ein abklemmen der Leitung.

    Jede Familie oder WG wo mehrere Leute Videos schauen sind sehr schnell über der GB Grenze.

    Eine dreiste Lüge der Terrorkom ist der Verweis
    “Eine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur für Deutschland koste 80 Milliarden Euro”
    Entertain – das sich in genau diesem (deutschen) Netz abspielt und genau dort massiven Traffic verursacht – wird nicht mitgerechnet.

    Man will den Traffic nach Übersee begrenzen – der fast nichts kostet – und begründet es mit den hohen kosten für die Hausanschlüsse.

    Und natürlich ist das eine massive Wettbewerbsverzerrung, wenn die Telekom ihr eigenes Video / TV Streaming Angebot nicht für die Grenze anrechnet, die von der Konkurrenz aber alle schon.

  24. 24

    384 kBit/s? Wär ich froh drum. Die Dödel kriegen es nicht mal hin, bei uns im “ländlichen Raum” (wir sind schlimme drei Kilometer von der nächstgrösseren Stadt á 50 000 Einwohner entfernt) etwas schnelleres zu liefern, als man es in der Zivilisation über Handy kriegt.

  25. 25

    384kbit/s sind keine 50 kbyte/s (das was der browser anzeigt)… damit läd ne normale internetseite mit n bisschen flash(bildern/werbung 20+ sekunden… absolut unzumutbar…

  26. 26

    Schreibt nicht andauernd “Entertain”. Der Vergleich zum Kabel-TV ist mehr als treffend. Viel interessanter sind hier die anderen Telekom-Dienste:

    - Videoload
    - Softwareload
    - Gamesload
    - Cloud Speicher

    etc.

  27. 27

    Wenn die Telekom ihr eigenes Entertain angebot nicht einrechnet, verschafft sie sich dann nicht einen unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz bei IPTV aufgrund ihrer marktbeherrschenden Stellung im Festnetzbereich? Also etwa das gleiche wie Microsoft, die damals Windows exklusiv mit dem Internet Explorer ausgeliefert haben?

  28. 28

    @ stefan #1:
    wie sind denn die kanadischen Verhältnisse? Hast Du einen Link dazu? Ich fände es tatsächlich mal interessant zu erfahren, wo wir so im weltweiten Vergleich stehen.
    Grüße

  29. 29

    Lösung:
    #
    alle kündigen sofort die telekomverträge und warten ab, wie marktwirtschaft funktioniert….

  30. 30

    Nutzer im heise forum haben auch bereits ausgerechnet, wie lange ein Tekom-Kunde künftig unter Volllast über seinen Anschluss surfen kann:

    Wusste nicht, dass die Gesellschaft für Technische Kommunikation – tekom e.V. neuerdings DSL Anschlüsse verkauft. ;)

  31. 31

    @Moki:
    Man wird davon ausgehen, dass Alle and. Provider mitziehen. Ist wie bei den Strompreisen. Der Markt regelt das, hiess es. Dass aber anstatt weniger Geld es mehr Geld bald sein wird, dass ist @Philipp:
    Na ja. Wie soll das auch gehen? Ich nutze Entertain und Entertain als IPTV wäre nach ein paar Stunden flöten? Was nutze ich dann als TV-Dienst? Dann wäre der Dienst innerhalb kürzester Zeit nicht mehr vorhanden, da wohl keiner sowas akzeptieren würde und alle kündigen würden. 200 GB bei VDSL 25 im Normalfall reicht ja, aber ganz sicherlich nicht, wenn ich Entertain mit reinnehmen würde. Da würde sich die Telekom selber ihren Dienst abgraben.

  32. 32
  33. 33

    Ab bestimmten Datenmengen wird die Leitung laut Telekom auf 384 KBit/s gedrosselt. Normales Surfen ist mit so einer Geschwindigkeit eine Qual.

    Das hätte man mir vor ein paar Jahren sagen sollen. So erfahre ich erst jetzt rückblickend, dass ich jahrelang quuälend langsames Internet hatte. :-(

  34. 34

    Ich bin alles andere als ein Fan der Geschichte, aber worum’s geht ist ziemlich klar: die Telekom muss die Reseller-Tarife auch intern ansetzen, besonders, was den Traffic angeht, sonst kriegen sie von der Regulierungsbehörde auf’s Dach. Und fragt einfach mal jemanden, der von der Telekom die Leitungen mieten muss, wieviel Traffic da inklusive sind. Das ist auch der Grund, warum alle Provider versuchen, vielsauger rauszuwerfen.

    Ja, nervt, aber meine Güte, legt euch halt zwei Anschlüsse, dann habt ihr schon mal weniger Kummer. Ist doch alles ziemlich günstig geworden.

  35. 35

    “Die Telekom beteuert, die Einschränkungen würden voraussichtlich erst 2016 technisch umgesetzt.”
    Was ist das denn für ein Argument?
    Richtig, gar keins. Denn die Drosselung will niemand, auch nicht “erst” in drei Jahren.

    75GB. Willkommen im Jahr 2013.

    Drecksladen!

  36. 36

    @28

    Link ist unter anderem in meinem Blog. Ich sag mal so: Der Kauf einer Festplatte plus Versand mit der Post ist deutlich billiger, als Daten übers Netz zu schaufeln.

    Bei denen ist die Situation ähnlich oligopolisch wie bei uns, nur das die Anbieter dort im Moment schon machen, wovon die Telekom noch träumt.

  37. 37

    Die Drosselung ist schon seit mind. Ende 2011 in den zu dem Zeitpunkt abgeschlossenen Verträgen (200GB bei 25/50Mbit) verankert. Das also nur Neukunden davon betroffen seien, ist schlicht falsch. Es stimmt lediglich, das diese Drosselung NOCH nicht umgesetzt wird.

  38. 38

    Das die Drosselung auf 384 und nicht auf ein oder zwei MBit passiert, sagt doch schon alles. Es geht nur darum die Leute dazu zu zwingen die Updates zu kaufen. Der Anschluss wird so dicht gemacht, dass man gerade noch von Flatrate sprechen darf aber er nicht mehr funktional zu nutzen ist. Und wenn die Poweruser abspringen, hat die Telkom doch auch gewonnen. Schade, dass man dagegen so machtlos ist. Es werden ja eh alle anderen Anbieter nachziehen. Die Poweruser will keiner.

  39. 39

    Frage an die Juristen:
    Wie sieht es mit einem solchen Telekom-Vertrag mit der “Vorratsdatenspeicherung” aus? Telekommunikationsunternehmen dürfen ja Verkehrsdaten zu Abrechnungszwecken speichern. Damit müsste doch dann auch der Traffic gezählt und detailliert erfasst werden (z.B. einmal Spiegel Online surfen am Tag X um X Uhr ~ 1Mb, Tor-Nutzung von X bis X Uhr ~ 25MB etc.)

  40. 40

    Sagt hier eigentlich jemandem das Wort “Vertragsfreiheit” was? Geht doch woanders hin, wenn Euch die Bedingungen nicht passen…

  41. 41
  42. 42

    Zum einen, wenn sie sagen das würde eh erst ab 2016 umgesetzt. Jeder hat bis dahin einen “neuen Vertrag”, denn jeder Vertrag läuft nur 2 Jahre.
    D.h. alle Verträge die noch diesen Monat beginnen enden spätestens im April 2015. Somit sind alle, egal ob Neu- oder Altkunde, betroffen.

    384/kbs ist wirklich ein Witz. In der ZDF Mediathek gibt es DSL1000 und DSL2000 Streams. D.h., daß kann man nach einer Drosselung bis zum 1. des Folgemonats gar nicht mehr gucken.

    Der Livestream wird nur als DSL2000 angeboten
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/live/1822600/ZDF?bc=lve;lv0&flash=off

    Vor 10 Jahren hatte ich schon schnelleres Internet als DSL384. Das dürften etwa 30kb/s sein. Eine Webseite hat heute locker 1MB und mehr, dauert dann also 40sek zum laden.

    Eigentlich müsste die Poltik eingereifen. Es kann nicht sein, daß die größte europäische Wirtschaftskraft ins Internetsteinzeitalter zurück geworfen wird.

  43. 43

    Die starke Drosselung, die real verhindert, daß die Leute soviel Fernsehen und Videos schauen, ist doch sicher auch unter dem Aspekt zu beurteilen, daß unsere Regierung Sorgen hat, daß die Deutschen zu wenige Kinder bekommen und aussterben, möglicherweise weil sie zuviel im Internet unterwegs sind. Außerdem vereinfacht das doch die Vorratsdatenspeicherung, die bekanntlich gegen jedes Problem der Welt hilft.

  44. 44

    Man sollte weiterhin beachten, dass diese Begrenzungen in 3 Jahren (2016) *noch* lächerlicher sind – man kann wohl davon ausgehen, dass der Trafficverbrauch bis dahin ansteigt (durch Videos in noch höheren Auflösungen, größeren Spieledownloads bei Steam etc, …).

  45. 45

    VT: Die Mächtigen haben Angst dass der Einfluss über konventionelles TV verlorengeht (weil ja immer mehr Leute streamen u.ä.). Also muss Streamen unattraktiv gemacht werden damit die Leute wieder schön Glotze schauen, wie früher.

  46. 46

    Ist das jetzt Teil des Breibandausbaus in meinem ländlichen Bayern? Kann ich mir super als Standortfaktor vorstellen: Internet leider nur Telekom, und gegen 5. des Monats am besten die Pakete selber zum Privider fahren, gern auch mit dem Traktor.

  47. 47

    @Duke: 24 Monate ist die MINDESTlaufzeit. Die Verträge verlängern sich unverändert, wenn nicht vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit gekündigt wird.

  48. 48
  49. 49

    So kann man auch sein Leitungsnetz vor Überlastung sichern. Bei uns liegen Leitungen im Boden die mind. 50 Jahre alt sind. Für schnelles DSL müsste man die Leitungen mal erneuern. Aber was macht die Telekom? Nix.

    Also besser Internet drosseln und keiner merkt wie kaputt das ganze Zeug ist.

  50. 50

    Habe ich das richtig verstanden – das ganze soll nur für Neuverträge ab Mai gelten? Wir wollen demnächst umziehen – muss ich dann einen neuen Vertrag abschließen oder kann ich den alten Vertrag mit den bisherigen Bestimmungen “mitnehmen”?

  51. 51

    Bei aller Aufregung verstehe ich nicht wie man ein glasklare Formulierung wie, dass Entertain-TV- und Telefonie-Verbrauch NICHT vom bestehenden Datenguthaben abgerechnet werden, falsch verstehen kann.

  52. 52

    Mitterweile haben bereits Kuhkäffer in der Pampa in Thailand bessere Internetanbindung als der Landkreis Fürth. -.- Und ja, ich habe es bereits ausprobiert.
    Die Leitungen in Deutschand dürften ca. 60 Jahre alt sein.

  53. 53

    @aTom (51): Da kann man viel falsch verstehen. Man kann zum Beispiel meinen, es sei gut, daß Entertain-TV vom Volumen ausgenommen wird und begreift nicht, daß in dem Fall die Telekom deep Packet inspection installieren muß und daß dadurch die Netzneutralität verletzt ist.
    Wenn ich mir Kontingente an zusätzlichen GB hinzukaufen muß, ist das ein kleines Problem. Aber wenn die Telekom bestimmt, für welche Leistungen ich extra zahlen muß, ist das ein großes Problem.

  54. 54

    @Peter M: da die Telekom vermutlich die Adressen ihrer eigenen Server kennt, brauchen sie nicht die packete aller Quellen nach Daten ihrer Server durchsuchen. Deep packet inspection wird hier also nicht benötigt. Ein Verstoß gegen die netzneutralität ist es allerdings tatsächlich.

  55. 55

    @Peter M:
    > begreift nicht, daß in dem Fall die Telekom deep Packet inspection installieren muß und daß dadurch die Netzneutralität verletzt ist.
    Das ist Blödsinn, IPTV und VoD der Telekom (nur die sind augenscheinlich vom Volumen ausgenommen)) wird über ein eigenes VLAN übertragen, unabhängig von der “normalen” Internetverbindung. Also nix mit verletzter Netzneutralität oder Datenanalyse.

  56. 56

    @Thomas:
    >. Aber was macht die Telekom? Nix.
    Ja, und warum muß ausgerechnet die Telekom was machen? Es gibt doch zig andere Provider die auch Geld in die Hand nehmen können: Vodafone, O2 (Telefonica) etc.

  57. 57

    Hm, kann ich dann auch von meinen 35,-€ Grundgebühr erstmal nur 5,- Euro zahlen und dann drossle ich auf 3cent pro Tag? Oh, nein nein, ich zahle gerne die 35,- ab .. nur eben nach meiner Geldflat 3cent pro Tag – muß ja was für größere Investitionen zurücklegen und ab neuen Monat geht es von vorne los. Ok werde dann ein Sternchen an meine Unterschrift machen und mir das Drosselrecht vorbehalten. Was denn?! Die können doch meine AGB einsehen – öffentlich im Hausflur angeschlagen! ;-)

  58. 58

    Gut, das ich nicht bei der Telekom bin. Ich hatte im März 1500GB Traffic, ich meine das hört sich jetzt viel an aber ich habe auch kein Fernseher. Bis jetzt im April habe ich aber auch schon 1100GB, von daher wäre ich bei der Telekom nach wenigen Tagen ohne schnelles Internet.

    Bis jetzt kann ich Unitymedia von diesem Punkt her nur empfehlen die haben auch kein Problem (bis jetzt) damit wenn ich mal 5TB im Monat an Traffic hätte (zumindest laut telefonischer Auskunft) und das für 25€.

  59. 59

    @Frank Sommer:

    Deswegen funktioniert auch Fernsehen weiterhin auch wenn der Speedport W723 aufgrund seines seit 8 Monaten bekannten Firmwarefehlers wieder die Verbindung zum DNSServer verliert, ja? Passiert ca 4-5 Tage nach dem letzten Neustart.

  60. 60

    Also ich finde man sollte die Kirche im Dorf lassen. Diese Änderung betrifft 90% aller Nutzer überhaupt nicht, da Sie niemals über die Volumengrenze kommen.
    Ich halte es Grundsätzlich für Richtig die Nutzer Volumenbezogen zur Kasse zu bitten. Im Augenblick zahlen die “normalen” Nutzer die exessiven Volumen der Poweruser.

    Auch der hier immer wieder angeführte Hinweis, das damit die Netzneutralität gefährdet ist, ist völliger Quatsch. IPTV und VOIP werden nicht im normalen Internet übertragen.

  61. 61

    @PA:
    Haha, “Vertragsfreiheit” bei der T-Kom… der war gut.
    Bei uns auf dem Land läuft das so:
    T-Kom Vertrag MUSS für 2 Jahre abgeschlossen werden, sonst bekommt man DSL nur mit 384 kbit/s (mit 2 Jahren Laufzeit 2mbit). T-Kom gibt bei einem Wechsel zu einem anderen Anbieter aber die einzige Leitung nicht frei (es läuft ja ein Vertrag, vorzeitige Kündigung wird nicht akzeptiert), so dass die Konkurrenz einfach keine Leitung bekommt und sagt, sie könne keinen Anschluss schalten -> praktischer Zwang bei der T-Kom zu bleiben.

    Wir haben jetzt zusätzlich rund 20mbit/s über KA-Band Satellit (mit Rückkanal). Das ist wegen der hohen Latenz (rund 750ms) zwar nicht für alle Anwendungen geeignet, aber hat _keine_ Volumenbegrenzung, obwohl der Traffic für den Anbieter um ein Vielfaches teurer ist als in einem kabelgebundenen Netz…

    *seufz*
    Mike

  62. 62

    @Andreas:
    nichts für ungut, aber in welchem “Internet” werden denn VoIP oder IPTV übertragen? Youtube, Maxdome, Skype, SIP-Telefonate außerhalb der T-Kom, Video-Angebote der ÖR, …
    das sind alles Internet-Dienste. Ich weiß nicht woher diese merkwürdige Vorstellung kommt, dass es dafür gesonderte Netze gebe. Das hat nichtmal die T-Kom. Wäre auch viel zu teuer. Statt dessen wird intern der Traffic priorisiert.
    Bei den eigenen Fernsehangeboten wird vermutlich Multicasting verwendet, so dass der Traffic nur auf der “letzten Meile” anfällt, aber sonst geht das alles über _das_ Internet. Das ist ja genau der Grund, aus dem diese Limits ein direkter Angriff auf die Konkurrenz der T-Kom im Medienbereich ist.

    VG
    Mike

  63. 63

    @Andreas:
    Zustimmung. Ich gehöre mit meinen 60GB/Monat wohl eher zu den Normalusern und wenn jemand meint, er braucht unbedingt 1,5TB Datenvolumen pro Monat, soll er meinetwegen dafür zahlen.
    Ich frage mich allerdings, was die Leute mit 1,5 TB/Monat so anstellen? Schauen die 24h/Tag fernsehen? Ich muß tagsüber arbeiten. Oder laden sie sich 16h am Tag die aktuellen Börsendaten aus dem Netz. Dann nutzen sie den Internetanschluß irgendwie professionell und können dafür auch professionell zahlen. ich sehe nicht ein, daß ich mit meinem überwiegend privat genutzten Anschluß irgendwelche Gewerbetreibende oder Freiberufler subventioniere.

  64. 64

    @Andreas: Nur das ich das jetzt richtig verstehe. Sie glauben wirklich das die “neuen” Volumenbrenzten Flatrates bei der Telekom dann günstiger werden weil die pösen “Power-User” nicht mehr querfinanziert werden müssen?
    Die Telekom wird also auf den krassen Mehrgewinn verzichten um nett zu sein?
    Really? :D

  65. 65

    @Frank Sommer:

    Wie oben schon geschrieben, ein Film in HD Qualität ist 10gb groß
    Ein Spiel auch. Gerne mehr. Wer also regelmäßig Filme oder Spiele lädt der kommt da problemlos auf ein halbes TB.

    Du verbrauchst schon 60gb im Monat, anscheinend ohne das zu tun. Die erste Grenze ist aber schon bei 75gb

  66. 66
  67. 67

    Leute, ich kann es nicht mehr hören:

    Zu “Wer braucht schon mehr”: Ich habe als Familienvater bei einer 6 Mbit Leitung mittlerweile 200 – 400 GB auf dem Monatstacho (jeder sollte erst mal seinen Verbrauch checken bevor er meint das wäre viel). Dies ergibt sich aus – ein bischen youtube, mediathek, watchever für die kids, Familienwebserver (steht beim provider, aber backups, aufspielen von paketen etc), cloud und das papa sich für die PS3 oder den PC mal das ein odere andere Spiel per Steam/PS+ zieht – Hitmann hat als PC Version satte 25 GB.

    - “geht woanders hin”: Ich lebe 35 km von Frankfurt/M. entfernt – da gibt es nichts anderes als die Telekom, dank Klüngel und letzter Meile (Btw: DSL-Vectoring anstatt Glassfaser Ausbau hat die Bundesnetzagentur grade der Telekom zum Geschenk gemacht, also von welchem teueren Ausbau labern die da?).

    - “kauft ne zweite Leitung, ist doch günstig”: Nö, nix ist günstig. Für die 6 Mbit zahle ich 50 Euro pro Monat (dafür bekommt man in Japan bei Sony ne 2 Gbit Leitung inkl. unbegrenzten Volumen).

    Unterm Strich bleiben nur 2 Erklärungen und eine Verschwöhrungstheorie (bei FeFe): 1. Die Telekom will Youtube/Google/Maxdome/Watchever/Amazon und co an den Verhandlungstisch zwingen (vielleicht auch daher die Zeit bis 2016) 2. Kohle machen über die quasi Monopol-Macht: Man bekommt dann schöne Päckchen zu je 50 – 100 GB Vol. für “9,99″ angeboten.

    3. Verschwöhrung: Die Contentmafia hat Druck auf die Telekom ausgeübt bei der Spotify Lizenzvergabe – gibt es nur wenn ihr die Filesharer eliminiert.

    Scheiße nur das ich mit meinen 200-400 GB Verbrauch nur legales nutze.

    Alle die meinen das wäre genug: Und wie sieht das in einem Jahr aus oder in zwei? Glaubt ihr die Bandbreitennutzung wird nun weltweit aufhören?

    Home-office, Clound, PS4/xbox 720 und last but not least das “Internet der Dinge” sind schon da oder stehen vor der Tür nur halt nicht in Deutschland.

    PS: Wie rechtfertigt die Telekom eigentlich die Ungleichbehandlung der Download Volumen gegenüber ihrer eigenen Aussage. Derjenige der eine VDSL Leitung hat bekommt mehr Volumen gegenüber einfachen DSL Nutzern obwohl die Bandbreite doch das angeliche Kapazitätsproblem darstellen.

    Wieso funktioniert der “freie Markt” angeblich eigentlich nur nicht bei uns: Strom, Gas, Wasser, Bahn, Telekommunikation, Sprit – überall wird man hier gleichmäßig abgezockt bis zum geht nicht mehr. Nicht ein Bereich der mal “richtig günstig” ist. Ja Deutschland ist die Nummer 1 in der Korruption, anders kann das alles gar nicht funktionieren.

  68. 68

    Das Eigentliche Ziel der Aktion:
    -> IP-Adressen wieder zu Abrechnungsstechnischen Zwecken speichern zu dürfen.

  69. 69

    Ich verweise mal auf fefe:
    http://blog.fefe.de/?ts=af888dc4

    Die Telekom hat sich vor ihrem Internet-Kaputtmachen-Schritt mit der “Konkurrenz” abgesprochen¹. Wo bleibt eigentlich das Kartellamt? Hallo?! WTF?

    Oh und falls jemand Zweifel hatte: Die Telekom sagt auch ganz offen an, dass Firmen wie Lovefilm sich ja gegen Bezahlung das Privileg kaufen können, dass ihr Traffic nicht unter das “Volumenkontingent” fällt².

    So und jetzt stehen wir alle mal auf, gehen zu FDP und CDU, und geben denen den Arschtritt des Jahrhunderts. Die haben uns schließlich die ganze Zeit ins Gesicht gelogen, dass der Markt sowas ja nie machen könnte, und Regulierung zur Netzneutralität braucht es nicht, weil man als Kunde ja woanders hingehen kann. Ach ja, kann man? Wohin denn? Wenn Telekom, Vodafone und Kabel Deutschland drosseln, wo geht man denn dann hin für seinen 32 MBit Anschluss? Überhaupt, wieso haben wir noch nicht alle 100 MBit full duplex zuhause? Da gibt es genau keine Entschuldigung für.

    ¹ https://netzpolitik.org/2013/abschaffung-der-flatrate-vodafone-folgt-der-deutsche-telekom/
    ² http://www.fr-online.de/wirtschaft/scheiss-seo-immer,1472780,22559258.html

  70. 70

    @doedelf:
    Wieso funktioniert der “freie Markt” angeblich eigentlich nur nicht bei uns: Strom, Gas, Wasser, Bahn, Telekommunikation, Sprit – überall wird man hier gleichmäßig abgezockt bis zum geht nicht mehr.
    Heutzutage ist “Internet” eine Resource wie Strom und Bahn. Und mit Reosurcen muß sparsam umgegangen werden. leider geht das nur über den Preis. Wenn man sich nicht Gedanken darüber machen wie den Internettraffic zu begrenzen, braucht jeder Haushalt in ein paar Jahren einen 10GBit Lananschluß. Was das für Auswirkungen auf die Backbone Infrastruktur hat kann sich jeder selbst ausrechnen.
    Wenn U.V. schreibt, daß ein HD-Film 10GByte benötigt, dann liegt das auch daran, daß die Provider wie Lovefilm und Co,. zu geizig sind, ihre Angebote ordentlich (H.264 anstelle von MPEG-2) zu komprimieren.
    Es geht also auch darum, den Anstieg der benötigten Internet-Bandbreite zu begrenzen. Irgendwann haben wir bestimmt den 10GBit Anschluß zuhause, aber nicht schon, sagen wir, 2020.

  71. 71

    @Mike: Sie haben wohl nicht verstanden, was Vertragsfreiheit heißt.

    Die Telekom macht ein Angebot zu bestimmten Bedingungen. Das können Sie annehmen (und sind dann natürlich auch an die Vertragslaufzeit gebunden) oder auch nicht. Wenn Sie es nicht annehmen wollen, können Sie woanders hingehen. Wenn es keinen anderen Anbieter gibt, ist das persönliches Pech bzw. ist es dann offensichtlich wirtschaftlich nicht darstellbar, zu niedrigeren Preisen ein Alternativangebot zu machen (sonst würde die Konkurrenz das tun, die wollen schließlich Geld verdienen).

  72. 72

    @PA: Wenn es keinen anderen Anbieter gibt, hat der verfügbare Anbieter ein Monopol und kann daher gerade eben nicht mehr machen was er will.

  73. 73

    Liebe Drosselkom,
    seit rund 15 Jahren bin ich nun bei euch. Euer Service war meist gut, schnell und lösungsorientiert. Jeden Abwerbeversuch eurer Konkurrenz (Kabel, 1&1, Vodafone, usw.) habe ich in all den Jahren widerstanden. Ich war zufrieden mit euch, es funktionierte und durfte dadurch auch ruhig ein wenig teurer wie woanders sein. Das war es mir wert.

    In 1-2 Jahren muss ich mal wieder beruflich umziehen. Da ich am neuen Wohnort keinen verdrosselten Vertrag mit euch eingehen möchte, werde ich mich notgedrungen umsehen und einen anderen Anbieter wählen. Herzlichen Glückwunsch!

    Ein bald ehemaliger Drosselkom-Kunde

  74. 74

    Wenn ich lese, dass jemand “keine Gewerbetreibenden und Freiberufler” subventionieren will die “private” Anschlüße mißbrauchen wird mit schlecht. Geh doch mal als Freiberufler oder kleiner Betrieb mit 5 Mitarbeitern in den Telekomladen. Einen “Firmenanschluß” bekommst du als Kleinst-KMU überhaupt nicht. Als Tischlerei mit 1 Meister, 2 Gesellen, 2 Azubis und einer Büromitarbeiterin darfst du genau so wenig mit der Geschäftskundenbetreuung sprechen wie ein Fotografenbüro mit 3 Freiberuflern. Du MUSST einen “normalen” Anschluß nehmen. Als Kleinunternehmer bist du ein sogenannter “Privatkunde”, sogar als GmbH. Ist nicht deine Wahl. Und durchschnittlich 150 bis 200 Euro Kommunikationskosten (Festnetz, Mobil) z.B. für einen Freiberufler (Grafiker, Fotograf, Redakteur) mit einem Bruttomonatsumsatz von 1500 bis 2500 Euro schon ein echter Brocken bei den Kosten. Vor allem weil diese Leute nicht einfach ihre Preise erhöhen können, sondern die Preise von den Verlagsmonopolen diktiert werden. Der Fotograf deiner Tageszeitung wird für jeden Fototermin der er wahrnimmt zwischen 5,00 und 12,50 Euro Bruttoumsatz erzeugen. Der Textjournalist wird für den Artikel dazu einen Umsatz von 4,00 bis 15,60 Euro erzielen. Ein Fotograf der für deine Tageszeitung arbeitet muss für einen Bruttomonatsumsatz von 2.500 Euro 200 Fotos abliefern wenn er 12,50 bekommt. Dafür muss er zwischen 300 und 400 Stunden im Monat arbeiten. Ihm bleiben wenn er keine Reparaturen an Auto der Ausrüstung machen lassen muss maximal 625,00 Euro Bruttoeinkommen für den gesamten Lebensunterhalt mit Miete, Strom, Gas und allem was man zum Leben braucht. Ein freier Textjournalist wird bei einer Tageszeitung niemals einen Bruttomonatsumsatz von 2.000 Euro erreichen.

    Wir kommen als sechsköpfige Familie bei der jeder zusätzlich einen Mobilfunkinternettarif hat und nur Mama den ganzen Tag daheim ist monatlich auf Datenvolumen zwischen 200 GB bis 1TB, je nach dem ob neue Spiele erschienen sind, neue Software gekauft und heruntergeladen wird, im Winter und bei schlechtem Wetter mehr oder weniger Streams oder Youtube & Co. gesehen werden. Die meiste “Zeit” wird dabei sogar noch mobil am Smartphone verbracht und nicht am PC. Und dabei wird noch nicht mal alles gestreamt, was gesehen wird. Sofern am Abend etwas im normalen Fernsehprogramm läuft was einem nicht binnen Minuten schwere körperliche und geistige Schäden verursacht (ja, zugegeben, das kommt nur noch selten vor) wird ganz normal klassisches TV gesehen. Papa zockt aber gelegentlich gerne mal mit seinen Jungs und schiebt auch gerne mal Onboardvideos von den RC-Modellen nach vimeo hoch.

    Was soll daran heutzutage “anormale” Benutzung sein? Sind wir etwa psychisch kranke Poweruser?

    Mfg

  75. 75
  76. 76

    filesharing wird davon ja sowieso nicht betroffen. Filme saugt man in einer geringeren Qualität, meist ist da eine 20 minuten Episode nur 170mb groß (anstatt der 1.5gb die die gleiche Episode auf blurayqualität braucht).

    Und wenn diese Volumenbegrenzungen standard werden werden die Piraten eben auch wieder bei SD und HD ready qualität bleiben.

  77. 77

    @Kommentar:
    Wenn ich das gejammere des Kleinunternhemers – vulgo Scheinselbständigen – lese wird mir nicht schlecht , ich muß schlechterdings lachen. Und ums vorwegzunehmen: die dargelegten Argumente , wegen schlechter Bezahlung, bestärken mich noch mehr in meiner Ansicht, daß “die” ihren Anschluß nicht durch mich subventioniert bekommen sollen.
    Was ist eigentlich ein “normaler” Anschluß? Den Business-DSL Anschluß bekommt man wenn man ihn haben will. Mag sein, daß man dann zwar noch nicht mit der “Geschäftskundenhotline” sprechen darf, aber wem das so wichtig ist, der will wahrscheinlich auch beim Edeka nur vom “Chef” bedient wrerden.
    Bei 1TB Datenbvolumen und konstatiertem regelmäßigenm Download von Spielen u.ä. scheint der Umsatz/Gewinn des Kleingewerbes ja nicht so schlecht zu sein…..
    Ich persönlich bin zu einer Zeit sozialisiert worden, als es nur 300Baud Modems gab. Vielleicht kommt daher auch meine mangelnde Empathie für den Bedarf von unbegrenztem (sic) Datenvolumen im Internet. Und ja, ich mache schon “Internet of things”, aber weil mein DSL Anschluß nur 1MB upstream erlaubt habe ich mir vorher überlegt, wie die Daten z.B. komprimiert werden können, oder ob ich wirklich den Webcamblick auf die Haustür in Echtzeit in HD Qualität brauche.

  78. 78

    Wie ist denn der Vorschlag bei Fefe zu bewerten?
    http://blog.fefe.de/?ts=af889c49
    Darf das verbrauchte Datenvolumen wirklich nicht gespeichert werden?
    Und falls das wirklich verboten ist, warum machen es dann die ganzen Mobilfunkanbieter und niemand kümmert es?

  79. 79

    @Frank Sommer
    Wenn die anderen das machen würgen, wechsel ich mit freuden. Aber leider hat aktuell die Telekom das verbreiteste Netz. Wobei der größte Teil nicht von der Telekom verlegt bzw. finanziert worden ist, sondern von der Deutschen Post = Steuerzahler.

    Bei dem Alter der Leitungen steht bei jeder “normalen” Firma eine reinvestition und Erneuerung an. So leider nicht bei der Telekom.

  80. 80

    @Thomas:
    Die Deutsche Telekom ist 1994 entstanden. Nun gehts aber um Investitionen in der Gegenwart. Da muß die Telekomn genauso Geld in die and nehmen wie ein anderer Provider. Immer wenns um die Erweiterung der Telekommunikationsinfrastruktur geht zeigt alles auf die Telekom. Aber niemand nimmt Vodafone oder Telefonica in die Pflicht, speziell in der Breite, zu investieren.
    Das Argument, daß der Steuerzahler die Infrastruktur finanziert hat, zählt langsam nicht mehr.

  81. 81

    Der neue 4K Player von Sony soll die Filme übrigens über das Internet laden. Das werden – ohne Bonusmaterial – locker 100-200 GB sein (auf eine Blu Ray kriegt man diese Datenmengen nicht). Pro Film. Auf den Player passen ungefähr 8-10 Filme, d.h. wenn man einen älteren Film schauen will den man besitzt darf man nochmal runterladen.

    Und jetzt will die Telekom ein 75 GB Limit einführen?

  82. 82

    @kadajawi:
    Das ist wie mit dem Ferrari mit Vmax==350 km/h. Wenn man ihn rund ums Frankfurter Kreuz nicht ausfahren kann, weil die 3. Fahrspur von Transportern belegt ist, fährt man eben auch nur 100 auf der mittleren Spur. Also ists halt nix mit UHD, trotz Player und passendem TV.

  83. 83

    Kosten-, Mehrkosten, Weniger Kosten – eigentlich egal, da wird der Markt regulieren. Der Wegfall der Flat-Abrechnung bedingt, dass die benötigte Aufbewahrungsfrist der Trafficdaten, die bei einer “Flatrate” nicht benötigt werden, deutlich länger sein darf und sogar muss.
    Mal gesponnen: BND sagt: “Liebe Telekom, bitte bewahrt eure Daten länger auf.” Telekom: “Aber das BDSG!” BND: “Na dann solltet ihr mal das Flatrate-Konzept überdenken.” Telekom: “Okay, wenn Ihr das sagt….[aber das Volumen schnüren wir so klein, dass es einen Aufschrei gibt und Leute ihr Gehirn einschalten.]

  84. 84
  85. 85

    Als allererstes werden Familien gezwungen sein, ihren Internetanschluß aufzurüsten. Schließlich hätte man nach diesen Tarifen bei VDSL deutlich mehr.
    Ist man nach 75GB gedrosselt, ist es vorbei mit Kind schaut in der ARD Mediathek, in der Küche läuft gleichzeitig Internetradio (das könnte man eh gleich abbauen).
    384 reichen gerade mal für ein Internetradio streamen. Natürlich nicht in 320kb/s, maximal 192kb/s. Will man was anderes machen, normal surfen, muss man ausschalten. (Das zwei gleichzeitig an versch. Rechnern surfen ist theoretisch möglich, aber sinnlos. Dann wartet man auf jede Webseite minutenlang.)

    Außer die Telekom bietet auch Internetradios irgendwann an, das wird dann natürlich nicht hinzu gerechnet zum Volumen und auch nicht in der Geschwindigkeit beschnitten (wie es beim Telekom TV Entertain schon angekündigt ist).

    Ich werde definitiv zu einem Anbieter wechseln, bei dem nicht die Daumenschraube angezogen wird und man ständig daran denken muss, soll ich das witzige YT Video gucken, oder lieber nicht, ist eh nichts wichtiges.

  86. 86

    @Frank Sommer

    Nun, bei der Realität in der “Wirtschaft” sollte dir auch schlecht werden. Immer mehr Menschen verdienen weniger Geld, dass sie ausgeben können und wenn alle “Scheinselbstständigen” und Kleinstunternehmer die am Existenzminimum rumkrauchen auf deine Kotze Rücksicht nehmen würden, machten auf einen Schlag viele Unternehmen zu, auf deren Handwerk oder Dienstleistung du bisher angewiesen bist oder sie dir dein Leben im Wohlstand erst möglich machen. Dann müssten hier 14 der 16 Tischlereien schließen, gut und gerne ein Drittel der Installateursbetriebe am Ort und viele mehr. Deren Mitarbeiter würden dann keine neue Arbeit finden und wir müssten für alle aufkommen. Weitermachen und jammern ist für viele also die einzige Alternative zu auf deine Kosten leben.

    Ich entstamme ebenfalls aus einem Zeitalter, wo der Akustikkoppler in meinem Haushalt die allerneuste technische Errungenschaft war und unserem Internet die Erfindung des WWW erst noch bevorstand. Gerade deshalb und wegen der tatsächlichen Volumenpreise (und dem Pesthörnchen auf meinem Zyxel U1496E ;-] )muss ich dieses Vorgehen der Telekom anprangern und verurteilen. Ein Maßvolle Anhebung des Preisniveaus hätte man ja noch für hinnehmbar befinden können, aber einen Internetanschluß schon nach wenigen Tagen nicht mehr nutzen können weil der Hahn zugedreht wird ist vollkommen inakzeptabel. Ist ja nicht so, dass der Laden nicht fette Gewinne macht.

  87. 87

    Irgendwie fehlt hier wohl manchem die Phantasie.

    Wir brauchen flaechendeckend 1 Gbit/s, symmetrisch, und zwar so schnell wie moeglich. Die Argumente hier koennte man genausogut 100 Jahre in die Vergangenheit verlegen und auf Stromversorgung anwenden. Wer braucht schon mehr als 200 W, das reicht fuer drei Gluehbirnen! Ja, reicht es, aber ich bin ganz froh, einen Anschluss ans Stromnetz zu haben, der um die 40000 W hergibt, sodass ich nicht auf elektrischen Herd, Waschmaschine, Staubsauger, Foen und Computer verzichten muss. Wir brauchen nicht breit verfuegbares billiges Netz, um Technologie von vorgestern zu benutzen, sondern um die Technologie von uebermorgen zu erfinden und nicht in der Steinzeit zu bleiben, als die wir die heutige Zeit (hoffentlich) in weiteren 100 Jahren ansehen werden.

    Das heisst nicht, dass Traffic zwingend flat sein muss – allerdings habe ich die starke Vermutung, dass die Abrechnung unwirtschaftlich waere, wenn sie zu marktgerechten Preisen passieren wuerde. Wie schon von anderer Seite erwaehnt, ist der Preis fuer Traffic nah am Backbone/in Rechenzentren derzeit (also nicht in zwei Jahren, sondern eher seit zwei Jahren, in zwei Jahren ist eher mit weiterer Senkung zu rechnen) in der Region von 7 EUR pro Terabyte. Das sind die Konditionen, zu denen man einzelne Terabytes einkaufen kann, dazu muss man noch kein Grossabnehmer sein, also sollte die Telekom wohl eher noch billiger einkaufen koennen, sollte sie es selber nicht zu dem Preis koennen.

    Dazu kommen fuer die Telekom natuerlich die Kosten fuer das Netz in der Breite, also ibs. die Anschlussleitungen. Bei den Anschlussleitungen hat die Telekom aber nichts davon, wenn sie nicht ausgelastet sind – die Kapazitaet einer DSL-Leitung, die nicht genutzt wird, kann sie nicht an einen anderen Kunden verkaufen, die liegt einfach brach. Ausserdem kann die Telekom die dort verursachten Kosten schon deshalb nicht als Rechtfertigung nehmen, weil die eigenen Traffic-intensiven Angebote ja nicht auf das Limit angerechnet werden, und die verursachen ja praktisch nur auf dem Netz in der Breite Last, nicht im Backbone (da sie per Multicast verbreitet werden).

  88. 88

    Noch was zum preis. Schaut doch einfach mal bei den web providern nach um die dimensionen zu sehen die hier die telekom abzockt.

    Z.b. Root server mit 16 gb ram dual core, 4 tb speicher, 100 mbit anbindung, inkl administration, gas wasser strom ca. 50 euro per monat inkl. 10 tb traffic! Je weiters gb kostet 0,06 cent. Das sind preise fuer den endkunden von kleinen hostern. Was glaubt hier jemand eigentlich was das tb die tkom wirklich kostet?

    Somit sollte jedem klar sein was traffic wirklich kostet und was die telekom hier abzuziehen versucht.

  89. 89

    .. ein guter Grund den Anbieter zu wechseln!

    Ich weiß, leider hat die Telekom in den ländlichen Regionen quasi immer noch ein Monopol. Damit ist es für Viele nicht so einfach.

  90. 90

    @Mike: wie selbst mit einer eher grundlegenden DSL-Leitung und vollständig nichtgewerblicher Nutzung mehrere hundert GB im Monat zusammenkommen können, habe ich weiter oben in Beitrag #16 beschrieben.
    Diese Volumengrenzen sind völlig unrealistisch angesichts der modernen Mediennutzung.

  91. 91
  92. 92

    @Stefan: Dafür ist die Latenz eher mau. Never underestimate the bandwidth of a station wagon full of tapes hurtling down the highway.
    @Thomas: Allerdings ist offenbar noch genug Geld da, um in Guinea per Entwicklungshilfe brandneue Glasfaserkabel zu legen, obwohl die teilweise nicht mal Strom oder fließendes Wasser haben (ja, das bezahlen wir von unseren Steuern – außer irgendjemand erwartet ernsthaft, dass diese Kredite jemals zurückgezahlt werden). Leider keine Quellen, aber ich hab’ die Verträge gesehen.

  93. 93
  94. 94

    @NiB:
    Naja, die Telekom hat hat ländlichen Gebieten ein “Monopol” weil die anderen Anbieter sich nur für die Rosinen (Ballungszentren) interessieren und die Fläche lieber der Telekom überlassen – da können sie nicht kostendeckend arbeiten.

  95. 95
  96. 96

    Die meisten Leute beschäftigen sich bei der Drosselung mit dem Problem, dass die von Ihnen bewußt genutzten Inhalte das Kontingent erreichen oder gar überschreiten könnten.

    Beim genaueren drüber Nachdenken sollte man jedoch auch den “unbewußten” Traffic mit einbeziehen. Nämlich die Daten die durch Werbebanner, Werbeflashfilmchen, Werbevorblendungen vor Filmen auf Videoportalen, Spammails etc. über die Leitung flimmern.

    Bei diesen Daten handelt es sich in der Regel um unerwünschten Traffic, der in gewissem Maße auch das Kontingent belastet. Bislang stört dieser “unerwünschte Traffic” niemanden weiter, da das Alles durch die Flatrates nicht weiter ins Gewicht fällt.

    Wird jedoch das Volumen begrenzt entsteht dem Endkunden durch jede dieser Werbebotschaften, egal welcher Art, ein durchaus bezifferbarer Schaden. Man wird jetzt sicher sagen können, dass wird ja nicht sooo viel sein. Aber hat sich damit bisher schonmal jemand beschäftigt, wieviele MB oder GB durch sowas tatsälich jeden Monat über den Äther flattern?

    In meinen Augen würde man durch die Drosselung für Werbebotschaften, die einem ungefragt über die Leitung zufliegen, bares Geld zahlen. Weil dadurch das “freie” Kontingent geschmälert wird.
    Was wäre wenn die Post plötzlich von den Empfängern Geld sehen möchte, dass Sie mal wieder ungefragt einen Brief mit den neuesten Kreditangeboten der XY-Bank zugestellt hat?

    Zu dieser Betrachtungsweise würde mich durchaus auch mal die rechtliche Lage interessieren.

    Viele Grüße Danny

  97. 97

    @DannyLE: IANAL, aber meiner Ansicht nach wäre das am ehesten damit vergleichbar, dass man die Versender von Werbepost verklagt, weil dann die Mülltonne schneller voll wird (und man ggf. eine größere mit entsprechend höheren Gebühren kaufen müsste). Kann mir nicht vorstellen, dass man damit durchkommt. Äquivalent zum “Bitte keine Werbung”-Aufkleber kann man ja auch im Internet Filterprogramme benutzen die bekannte Adserver blockieren.

  98. 98

    @Frank Sommer: Das war schon ein Argument. Traffic ist keine so kostbare Ressource. Begrenzt ja. Selten? Nein? Kostbar? Jein.

    Wenn die Telekom plötzlich Kapazitätsprobleme haben sollte, kann man auch fragen wieso sie nicht mehr Ressourcen in die Investitionen des Netzes gesteckt hat. Die Telekom macht schließlich Gewinn. Und das nicht zu knapp.

    Auch hat die Telekom vom steigenden Traffic und neuen Techniken profitiert. Sie bietet extra Tarife an um auch hohe Bandbreiten abzudecken und sie ist auch dick im Multimediageschäft. Die Telekom ist also nicht das Opfer sie hat den Trend mitbefördert.

    Und was Videocodec angeht auch mit H264 oder AVC bekommt man nen Film in 1080 auf 10 GB. Man will ja auch ne ordentliche Bitrate und kein Rauschen oder Artefakte was spätestens auf dem Fernseher auffällt.

  99. 99
  100. 100

    Ich kann mit meiner Freizeit mehr anfangen, als Filme online ansehen und/oder spielen. Ich brauche nicht so viel. Warum soll ich dann für Leute mitbezahlen, die andere Bedürfnisse haben.

    Besser fände ich’s allerdings, wenn die Telekomflatrate bleiben würde und es einen Rabatt bei einer freiwilligen Selbstbeschränkung gäbe. Am besten in zwei oder drei Stufen.

  101. 101

    @100 (Wolfgang): Es hat eigentlich niemand wirklich was gegen die Beschraenkung an und fuer sich, solche Tarife gibt es sogar bei anderen Anbietern (noch, als historische Altlasten), es geht nur darum, dass es dann nicht mehr Flatrate heissen sollte, sondern eben Volumentarif, und dass die Telekom nicht eigene Angebote von der Beschraenkung ausnehmen (duerfen) sollte, weil das den Markt kaputtmacht.

    Aber praktisch machen Volumentarife keinen grossen Sinn mehr, weil Datenverkehr dafuer viel zu billig ist. Wenn es der Telekom tatsaechlich darum ginge, die Mehrkosten durch Datenverkehr durchzureichen, dann wuerde ein marktgerecht bepreister Volumentarif fuer Deinen Bedarf vielleicht einen Euro weniger im Monat kosten, das ist relativ witzlos.

    Was nach wie vor Sinn macht, ist eine Staffelung nach Bandbreite. Wenn Du online keine Filme schaust, dann ist wahrscheinlich ein 1 Mbit/s-Anschluss fuer Dich vollkommen ausreichend, und der ist dann entsprechend guenstig. Wer viel online Filme gucken will, der kann sich einen 100 Mbit/s-Anschluss kaufen, der kostet entsprechend mehr. Was die Telekom aber versucht, ist, eine “100 Mbit/s-Flatrate” zu verkaufen, die eigentlich ein Volumentarif ist, der nach zwei Stunden Nutzung der Leitung im Monat aufgebraucht ist, und das ist Kundenverarschung. Das Datenvolumen waere fuer Deine Zwecke zwar bestimmt vollkommen ausreichend, aber Du wuerdest Dir halt auch kaum einen 100 Mbit/s-Anschluss kaufen, weil der eben (mehr oder weniger) nur zum Filme gucken nuetzlich ist.

  102. 102

    Ich mutmaße ja das es nicht primär um ein Überlastung der Datenbackbones sondern um ein Unterlastung der Geldbackbones geht. Aber ansonsten find ich das gut, nur zu Preiswert. 1Gb im Monat sollte 10 Euro Kosten. Vorab zu entrichten, in bar bei eine Annahmestelle. So bekommen wir Wirksam die Kinderschändenen Raubmordkopierer bekämpft über die sich Lieschen-Müller so ärgert. Und es geht ja schließlich um die Kinder, das will man nur nicht offen so sagen.

    Ralf

    PS: Und im Wesentlichen wohl um die Kinder der Manager damit die auch in Zukunft Drogenpraties machen können, könnte man ja Denken…

  103. 103

    Wir hoffen jetzt auf das Glasfaserkabel,denn wir warten schon 10 Jahre mitten in einem Neubaugebiet auf DSL oder heute auf LTE.Wir fahren in die Stadt(Schleswig) um unsere Umsatzsteuervoranmeldung zu senden.( 7 Km).Allderdings muß man ja die 1000 Euro für die Bereitstellung der Glasfaser bezahlen,( bekommt man nach 30 Jahren wieder), zumindest ist es auf Nordstrand so.Die monatliche Rechnung beträgt ca. 44.00 Euro oder mehr,falls wenigstens hier eine prima Neuerung umgesetzt wird.In Schuby haben wir aufgegeben.Nach unserer Erfahrung sind die Datenleitungen überlastet und wahrscheinlich nicht mehr auf dem neuesten Stand, denn wir haben diese Leitungen schon 1979 und früher benutzt. (Hannover)Nun müssen wir nachhause.

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