Drosselung: Verbraucherschützer mahnen Telekom ab

Gegen die Telekom-Drossel bringen Verbraucherschützer das Wettbewerbsrecht in Stellung. Die Verbraucherzentrale NRW hat der Telekom eine Abmahnung geschickt. Sie fordert, dass die geplante Drosselung der Anschlüsse aus den Neuverträgen gestrichen wird. Alternativ soll die Telekom nicht mehr mit “Flatrates” werben dürfen.

Die Verbraucherschützer sehen Kunden benachteiligt, wenn der Internetzugang auf 384 kbit/s gedrosselt werden darf. So steht es in den neuen Telekom-Verträgen, sobald ein bestimmtes Datenvolumen im Monat überschritten wird. Dies bedeutet nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW beispielsweise für VDSL-Kunden ("bis zu 50 MBit/s") eine Reduzierung der Surfgeschwindigkeit um bis zu 99,2 Prozent – und das im Rahmen einer Flatrate.

Die verbleibende Übertragungsrate von 384 kbit/s ist zu gering, um das Internet noch zeitgemäß nutzen zu können. Die Verbraucherzentrale: “Während die Geduld der Kunden bereits beim Aufruf von Internetseiten oder dem Versenden von E-Mails oder Dateien auf eine harte Geduldsprobe gestellt wird, sind manche Online-Dienste praktisch überhaupt nicht mehr nutzbar.”

So dürften Videos kaum noch anschaubar sein. Musikhören oder Internettelefonie in gewohnter Qualität scheide ebenfalls aus.

Dass all dies zu einer nicht hinnehmbaren Benachteiligung der Verbraucher führt, liegt nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW auf der Hand. "Die Anbieter übertreffen sich in der Werbung für Internettarife seit jeher mit Flatrate- und Geschwindigkeitsversprechen", kritisiert NRW-Verbraucherzentralenvorstand Klaus Müller das Verhalten der Telekom. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Telekom vorne groß mit vollmundigen Versprechen für ein tolles Internet arbeite, ihren Kunden dann aber übers Kleingedruckte den Saft abdrehe.

Die Telekom kann nun bis zum 16. Mai 2013 entscheiden, dass sie künftig auf die Verwendung der Klausel verzichtet oder sich einen klareren Namen für ihre Produkte überlegt. Sonst müssen die Gerichte entscheiden, denn die Verbraucherzentrale ist notfalls zu einer Klage entschlossen.

  • tara

    HAHA. Da wird die Telekom schön vor die Wand fahren. :D

  • marcus05

    Dann schreiben sie einfach nicht mehr Flatrate in die Werbung. Der Begriff wird ohnehin überbewertet.

  • Thomas’

    Wäre in der Tat begrüßenswert, wenn der Begriff “Flatrate” endlich mal gereinigt wird.

  • Caron

    @marcus05
    Und das reicht ja auch. Niemand will der Telekom verbieten, Volumen zu verkaufen. 1&1 soll das schon lange machen. Es ist aber gefährlich, wenn die Telekom die Bezeichnung des Top-Produktes erodiert, weil es dann evtl. – wenn andere nachziehen – in der aktuell bekannten Form gar nciht mehr angeboten wird.

  • Ano Nym

    Ich würde es “Flexi-Flat” nennen. Für 97 % der Kunden nicht von einer Flat zu unterscheiden. Aber das gabs ja schon:

    http://www.dslweb.de/dsl-tarife-info-176.htm
    http://www.teltarif.de/a/kdsl/flexiflat.html

  • Tom

    Wenn die Verbraucherzentrale die Telekom abmahnt, muss die Telekom leider nicht gleich zahlen. Schade. Ich hatte dann gleich Anwaltskosten. Aber Abmahnung ist ja auch nicht gleich Abmahnung. Juristen…

  • marcus05

    Alle Hauptprovider werden nur noch gedrosseltes Internet anbieten und dadurch werden fast alle Internetnutzer mit limitiertem Volumen herumsurfen.

    Dass ein paar Netelites von Providern wie Unitymedia wissen und sich dort dann unbefristetes Internet holen können wird nicht helfen, denn der Wirtschaftsstandort Deutschland wird dadurch erneut gezielt geschwächt. Firmen die sich nicht auf die managed services Gewinnteilung mit der Telekom einigen wollen werden Deutschland als Kundenland nicht in Betracht ziehen, was bedeutet dass wir legales streaming und legale content distribution über das Internet langfristig hier vergessen können.

    Das treibt das Abdriften Deutschlands in die dritte Welt weiter vorran.

  • marcus05

    @Ano Nym:

    wo ist beim zweiten jetzt der Unterschied zum neuen Drossel-Subscriber-Line?

  • Christof

    Ganz einfach: Anstelle mit “bis zu $moerderGeschwindigkeit” zu werben müssen die Provider “mind. 384Kbit/s” angeben wenn die Geschwindigkeit angegeben wird. Dann wäre mit Drosseln bald Schluss!

  • Nanobot

    Es ist korrekt, daß 1&1 einen Tarif anbietet, bei dem man ab einem Volumen von 100GByte / Monat gedrosselt wird, nämlich den Tarif “Surf & Phone Flat Special”. Allerdings gibt es dabei drei entscheidene Unterschiede zu den Plänen der Telekom:

    1.) Bei 1&1 wird man nicht auf 384kBit/s, sondern auf 1MBit/s gedrosselt. Das ist immerhin die dreifache “Restbandbreite”, durch welche unter anderen eine einwandfreie VoIP-Telefonie auch mit dem gedrosselten Speed sicher gestellt ist.

    2.) Der entsprechende Tarif bei 1&1 ist freiwillig und 10€ im Monat billiger als der vergleichbare ungedrosselte Tarif “Doppel-Flat 16.000″. Wer der Meinung ist, daß er mit 100GByte / Monat nicht auskommt, kann sich für diesen Tarif entscheiden. Im Gegensatz dazu will die Telekom ja nach bisherigem Stand keinerlei “echte” Flatrates mehr anbieten.

    3.) 1&1 bietet diesen Tarif mit Drosselung ganz offen extra für Wenignutzer an und kommuniziert die Drosselung bereits ganz klar auf der Seite, wo die verschiedenen DSL-Tarife im Vergleich zu sehen sind. Da wird also nicht eine Flatrate und ein hohes Tempo beworben, um dies dann in den AGBs zu negieren, sondern es steht offen da “100GB voller Speed, danach 1MBit/s”

    Und nein, ich bin nicht bei 1&1, weil diese Firma nicht bereit ist, meine alte Rufnummer auf einen neuen VDSL-Anschluß eingehend zu portieren. Es ist also auch dort nicht alles Gold was glänzt.

  • znEp

    Wie sieht das dann eigentlich mit einem Sonderkündigungsrecht aus, wenn die T-Errorkom auch die Altveträge umrüstet?

    @tara
    Das wird die Zeit zeigen, wenn die anderen mitziehen wird mensch sehen müssen was wir dann machen.

    @marcus05
    Warum wird der Begriff überbewertet? Im Mobilfunkbereich ok, aber wir leben halt nicht mehr im 20.Jahrhundert.

  • Anonymous

    @znEp:
    Die Telekom stellt keine Altverträge um, deshalb gibt es auch kein Sonderkündigungsrecht.

    Altkunden werden nur betroffen sein, wenn sie aus irgendwelchen Gründen einen neuen Vertrag machen (müssen), z.B. bei einem Tarifwechsel (neuer Vertrag), Umzug (neuer Vertrag) oder weil die Telekom die restlichen Altverträge wegen der Umstellung auf NGN kündigt (Kündigung seitens der Telekom).

  • marcus05

    @znEp:

    Weil die meisten internetnutzer bei den 4-5 großen Anbietern sind und sein werden, egal ob die jetzt eine flatrate anbieten oder nicht.

  • Smockil

    @Anonymous:

    Nö auch Altkunden werden bis 2016 auf einen IP Anschluss umgestellt und dort wird die Klausel auch vorhanden sein.

    Stand mal vor kurzen auf computerbase

  • Toertjex

    Die großen Provider werden sich eh alle angleichen. Die Telekom ist nur der (erste) Überbringer der schlechten Nachricht.

  • Dermitdemwebtanzt

    Und was ist mit den Call-and-Surf via Funk Tarifen? Da wird bei mir z.B. schon ab
    15GB gedrosselt und auch als Flat beworben. Wäre dies im Sinne der Verbraucherschützer
    auch unrechtmässig?

    Gruss
    Der mit dem Web tanzt

  • Ralph Lange

    Volumentarife dürfen nicht einfach als Flatrate bezeichnet werden. Eine Klarstellung ist hier im Sinne des Verbrauchers notwendig. Gravierender finde ich die mit der Drosselung einhergehende Verletzung der Netzneutralität. Wenn die Tekekom YouTube, Spotify und eigene Produkte von der Drosselung ausnimmt, ist das ein Verstoß gegen die im TKG festgelegte Netzneutralität.

  • g-doc

    gewinnmaximierung par excellence – drosselcom will von beiden seiten kassieren, eigentlich ist dieser schritt (versuch) nachvollziehbar. daher auch die schön lange vorlaufzeit für die umstellung. ist allerdings frech, wenns stimmt, dass ein Volumen von 1TB für weniger als 5€ zu haben sei.

  • Helge

    Ich denke, es wird gestaffelte Volumentarife geben mit der Option Volumen nachzukaufen. Ich glaube nicht, daß sich die Telekom von Alledem abschrecken lässt. Dann wohl eher “neue Tarife” mit den üblichen kleinen Zahlen und die Bestandskunden dürfen sich dann alsbald entscheiden. Neuer Tarif oder Kündigung.

    Na ja. Mal schauen. Bin ja VDSL 25 Entertainkunde.

  • Der Steuerzahler

    wer mehr als 100MB im Monat brauch sammelt KiPo oder begehr Urheberrechtsverletzungen dürfte dazu die Gesellschaftliche Meinung sein.

    mfg

    Ralf

  • Helge

    @Toertjex:

    Denke ich auch. Die, die die Infrastruktur der Telekom nutzen, werden früher oder später eh die Tarife anpassen müssen. Da wir in Deutschland eh keinen echten Wettbewerb haben, werden die Preise ganz wie beim Strom anziehen. Von daher bringt es nix, wenn die “Poweruser” wechseln. Denn dann hat der nächste Provider das “Problem”.

  • Helge

    @Der Steuerzahler:

    mmmh. Die “alten” verstehen das Internet nicht wirklich. Die “jungen” verbinden mehr youtube und andere Plattformen, die genutzt werden.

    NUR die Politik versteht was gänzlich anderes. Und wenn ich lese, daß Frau vdL gar Kanzlerin werden könnte, dann wird mir eh schlecht!

  • Helge

    Vielleicht macht es die Telekom so nach Art der OCHoster. :D
    Jahrestarif 1 Mio Telekom(rapids) = 500 Euro
    1/4 Jahrtarif 10000 Telekom(rapids) = 100 Euro etc. ;)

  • name-erforderlich

    ‘rate’ in ‘flat rate’ hat nichts mit der nutzbaren oder physischen Leitungsgeschwindigkeit zu tun, sondern lediglich mit dem Preis.

    http://www.dict.cc/?s=flat+rate

    duh.

  • Dsd

    @24: ist ja bei all-you-can-eat auch so. nach dem zweiten mal schöpfen darf man nur noch alle 20min mit einem 2cm² tellerchen schöpfen gehen für den rest des abends.

  • Erna

    @Ano Nym:
    Und ich nicht. “Flexi” impliziert, dass irgendwas flexibel ist. Und das ist schlicht nicht der Fall, man ist viel mehr “flexi”, wenn man nicht nach x GB gedrosselt wird.
    Aber du solltest als Marketingtexter anfangen.

  • Dermitdemwebtanzt

    Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das, was die meisten wohl erwarten wird:

    http://forum.telekom.de/foren/read/service/service/tarife/call-surf-via-funk/speedon-fuer-call-surf-via-funk-tarife-ab-2-mai-2013,899,11131656.html

    Gruss
    Der mit dem web tanzt

  • Komo

    Das Argument der Telekom mit den Vielsurfern ist schon komisch, wenn man bedenkt, dass das Tera(!)byte der Telekom nur Kosten im Centbereich verursacht.

  • Helge

    @Dermitdemwebtanzt:

    Ja. Denke ich mir auch, daß das so enden wird. Überzogene Preise für wenig Volumen. Dazu gehen ganze Branchen kaputt, da Cloud, Streamingdienste hinfällig werden. Aber is ja egal.

  • p90

    @Komo:
    Viel lustiger ist doch, dass die Netze ja trotzdem ausgebaut werden müssen. Den wann dürfen alle wieder mit voller Geschwindigkeit surfen? Genau, ALLE am Anfang des Monats. Ergo bringt mir das Drosseln gar nichts, dann habe ich am 1. Überlastung und am 30 Flaute. Einfach nur toll oder?

  • Ralf

    Hinzu kommt noch,wie einer Ihrer Kollegen ausführte,dass ja das Telekom eigene Entertain,von der Verbrauchserfassung abgekoppelt wird,so dass notwendiger Weise alle entsprechenden Vertragspartner überprüft werden müssen,wo sie sich im Internet rumgetrieben haben und genau dies verbietet das TKG…
    Diese Abzockmentalität ist einfach widerlich,die älteren dürften sich auch noch an die Taktung bei Ortsgesprächen der Bundespost erinnern,diese fiel auch erst nachdem andere Firmen die Telefonflat einführten und das Monopol fiel…

  • derLordselbst

    Spätestens wenn weitere managed services dazukommen, von Content-Anbietern, die sich haben erpressen lassen, wird auch eine Speicherung und Analyse des Datenverkehrs erforderlich.

    Dazu passen dann auch sehr gut die geplanten chinesischen Router…

  • Christian

    Ich habe irgendwie ein Problem mit dem Wort “Drossel”. 384k ist keine Drosselung mehr, sondern faktisch ein Abklemmen des Internets, da eine sachgemäße Nutzung nicht mehr möglich ist.

    Und genauso sollte man es auch bezeichnen. Drosselung wäre auf Geschwindigkeiten, mit denen noch vernünftiges Arbeiten möglich ist und man nur eben z.B. keine voluminösen HD-Videos mehr laden kann, also Minimum 1-2 mbit.

  • Klabund

    Mit 384k kann man ein Großteil des Nets problemlos nutzen. Nun mal halb lang. Youtube und 30-GB-Filme mögen “zeitgemäß” sein, sind aber nicht essentiell und auf die Gesamtgröße des Nets bezogen ein verschwindent kleiner Anteil.
    Mich würde es nicht kratzen. Wenn es eine sehr preisgünstige und ohne Schufaprüfung vergebene Flat wäre, würde ich sofort den Vertrag abschließen, dann wäre ich von meinem verdammten E-Plus-Surfstick weg, der in etwas mit so einer Geschwindigkeit oder sogar darunter rumschleicht. Ich besuche nämlich tatsächlich ausschließlich “normale” Websites, die bei so einem Speed auch zügig laden.

  • Will

    @g-doc: Bei weitem weniger, allerdings sind das Carrier/RZ Preise (Abnahme Internetknoten, Frankfurt, München, Berlin, Hamburg..) die ab etwa 50c / Mbit Anfangen bei Abnahme von 10GE+ (HE, Cogent) (1TB = 3Mbit, d.h. 1.5EUR).

    Die Telekom verdient allerdings noch extra dran da sie Transport und Transit in Europa, Asien und den USA Verkauft und sich das “Gut” bezahlen lässt (EU 3-5EUR/Mbit, US 2-3EUR, Asien 10EUR+) und nicht an den großen exchanges (DECIX, AMSIX, LINX) peert (bzw. nur sehr selektiv).

  • jörg

    @klabund ich bin zwar auch fefe-leser, aber das zählt doch bitte nicht als normal! ;)

  • Dod

    @Klabund: Als LTE-Nutzer der oft bereits am 20. des Monats auf 384 Kbit/sek gedrosselt wird kann ich dir mitteilen: Mit 384 kbit/sek lässt sich das Internet als Single mit sehr geringen Ansprüchen noch halbwegs nutzen (wobei der Mailanbieter meiner Frau in den zehn Tagen andauernd Timeouts meldet). Aber was ist wenn mehr als eine Person im Haushalt aufs Internet angewiesen sind? Absprechen wer wann was machen darf?

  • Rolf Schälike

    Wie ist die Drosselung eigentlich vereinbar mit der Zwangs-GEZ für Computer?

  • Estigy

    @Klabund: Kommt drauf an, was man als “das Internet” und “problemlos nutzen” definiert.

    Wenn man jetzt von Onlinespielen und Videos absieht sondern zB Dinge wie “sich über Politik informieren” hernimmt, dann kommt man schnell drauf, dass auch Startseiten von Onlinezeitungen dank immer besserere multimedialer Aufbereitung (und Werbung) schon mal ein paar MB an Daten haben können.
    Gerade überprüft: Die Startseite von kurier.at hat schlanke 7.7 MB. Und wenn ich dann ein paar Minuten (!) auf die Startseite warten muss, ist von “problemlos nutzen” wirklich keine Rede mehr.

  • wonko

    @Estigy: Wobei es natürlich besonders prickelnd ist, wenn mir die Werbung in erheblichem Umfang mein nutzbares Volumen reduziert. Das dürfte Adblocker dann noch attraktiver machen.

  • Recoil

    Sind nicht alle Surfverträge die die Telekom seit 2.Mai abschließt ungültig?

    Sollte ein Kunde nicht bei Vetragsabschluß über alle preislichen Forderungen die auf ihn zukommen könnten informiert sein?

    Gibt die Telekom den die Preise für zusätzliches Volumen bekannt?

    Auf der Website der Telekom ist immer noch von Flatrate die Rede. Zurecht?

    Ich denke hier sollten die Verbraucherzentralen auch aktiv werden und gegen die Telekom juristisch vorgehen.

  • Frederik

    Das Problem ist nicht die Drosselung. Das werden die Kunden irgendwann bestrafen.

    Das Problem ist die Bewertung von Content in die Kategorien “belastet das Volumen” und “belastet das Volumen nicht”.

    Mit den sogenannten Managed Service sorgt die Telekom für eine schlechtere Stellung ihrer Konkurrenten. Sie sorgt damit defacto dafür, dass der Telekom unbequeme Inhalte benachteiligt werden. Und was in die managed Services reinkommt und was nicht entscheidet die Telekom.

    Daher ist auch der Begriff Drosselkom zwar hübsch, geht aber am Problem vorbei.

  • zf.8

    @Recoil:

    Die Tarifbeschreibungen der Telekom auf ihrer Homepage sagen, dass ab einem bestimmten Volumen gedrosselt wird. Ich sehe da nicht das Problem. (Ok, vielleicht stand das vor drei Stunden, als Sie gepostet haben nocht nicht da.)

  • Recoil

    @zf.8:

    Richtig, das gedrosselt wird steht da, und dann? Mit 384kb/s den Rest des Monats weiter? Oder Volumen nachkaufen? Wenn ja, zu welchem Preis. Zu welchen Konditionen?

    Ist ein Vertrag nocht gültig, wenn ich keine Informationen über die Kosten die daraus entstehen habe?

    War es nicht schon so, daß bei einem Volumentarif nicht von einer Flatrate geredet werden darf?

  • Estigy

    Was noch dazukommt: Ich würde mal annehmen, dass ein Großteil derjenigen, die ein Paket bestellt, sich mit der Bezeichnung “384 KBit/s” einfach nichts anfangen können.

    Ich kenne genug Computernutzer, die schon beim Unterschied zwischen kBit und kB aussteigen. Und wie wenig die verbleibenden 48 kB/s wirklich sind, erkennen sie vermutlich erst, wenn der Download einer PDF-Datei plötzlich eine Minute oder mehr dauert …

  • Estigy

    @Recoil: “Richtig, das gedrosselt wird steht da, und dann?”

    Naja, dann wirds halt langsamer, wie angekündigt.
    Aber was du dann damit machst, ob du das Internet für den Rest des Monats einfach bleiben lässt, oder ob du ein Volumenpaket – dann jeweils gültigen – Preisen nachkaufst, das bleibt ja völlig dir überlassen.

    Jedenfalls sehe ich keinerlei Zwang, warum die Telekom dir im Vorhinein sagen müsste, was später mal ein (für dich völlig optionales) Volumenpaket kosten soll.

    Dein Autohändler hat dir ja auch nicht im Vorhinein vertraglich zugesichert, was der nächste notwenige Zündkerzenwechsel kosten wird, oder? Da kannst du ja auch selbst entscheiden, ob du dir das leisten willst, ob du lieber mit deinem Zweitwagen weiterfährst, oder ob du den Wagen gleich komplett verschrottest.

  • koelneruwe

    In unserer hektischen Zeit tut uns etwas Entschleunigung ganz gut. Und nach der Drosselung ist die Telekom immer noch flinker als früher der Akustikkoppler oder ISDN. Danke Telekom!

  • Ygg

    Das Groh der User liegt bei 15-20GB im Monat. Dennoch gibt so eine Art “Generalverdacht” von der Telekom für alle. Statt die zur Kasse zu bitten die auch den exorbitanten Transfer haben, werden einfach alle über einen Kamm gescheert. Warum eine Drosselung wenn eh das Groh nur 1/3 der Grenze hat – so wirklich glaube ich da so einiges nicht.

    Zumindest habe ich seit 15 Jahren wehement die Telekom bei Geschäftskunden (und auch für mich privat) verteidigt – im Vergleich zu so manch anderer Providergurke. Jetzt hat Sie definitiv das Niveau ebenfalls erreicht.

    Für die Zukunft werde ich mein Unternehmen nur noch in Räumlichkeiten einquartieren wo auch KD verfügbar ist – das ich das mal schreiben muss ….

  • Hecky

    @koelneruwe: Ich würde mir wünschen, dass Sie im Interesse aller ihren Hirntakt entschleunigen und uns in Zukunft von solchen unsäglichen Ergüssen verschonen.

  • Tom

    @7. marcus05

    Da irren Sie aber das mit einem sognanntem dritte Welt Land zu vergleichen. Gerade dort sind Flatrates Flatrates den die Menge an übertragenen Daten ist irrelevant. Das was 99% der Kosten verursacht, die Infrastruktur, ist unabhängig von Datenmengen.

    Ausbau von Infrastruktur ist den auch irrelevant da diese mit höhren Mindestraten bzw mehr Kunden einhergeht während Komponenten, Technologie zum selben Preis höhere Leistung bzw mehr Daten ermöglichen und eine Erneuerung kosten bei Wartung einspart.

    Steigende Profite sind den auch irrelevant weil diese selbstverständlich stets einkalkuliert sind.

    Worum es geht es Kontrolle und den Einstieg bzw die Übernahme anderer Märkte ohne in diesen in irgendeiner Forum durch Konkurrenz, freie Marktwirtschaft, gebunden zu sein bei künftiger Preisgestaltung. Warum nicht für jede Mail 20 Cent verlangen? Für jeden Seitenaufruf 10 Cent? Und bei besondern Seiten das vielfache? Wie es aussieht wenn ein Anbieter grenzenlos kontrolliert sah bzw sieht man an SMS. Diese Profite mal Eintausend.

  • Zero

    @Rolf Schälike:

    Ich mag die Frage.

  • kracher

    Schön dass wir mit der GEZ immer noch den Rundfunk bezahlen obwohl dieser in seiner Bedeutung weiter abnehmen wird. Es wäre Zeit, dass nicht mehr für Rundfunk GEZahlt wird sondern für eine bessere Internetinfrastruktur. In diesem Zusammenhang ist es besonders peinlich, dass die Telekom behauptet, nur wenige würde von der Drosselung überhaupt betroffen sein. Der Ausbau ist außerhalb Ballungsgebieten mitunter so miserabel, dass man das Internet gar nicht soviel nutzen kann wie man gerne möchte.
    Genauso wie Autobahnen sollte der Ausbau des Internet und der unbeschränkte Zugang eine staatliche Aufgabe werden. Und wenn es so ist wie die Telekom behauptet, dass der Ausbau die hohen Kosten verursacht, dann sollen auch alle dafür bezahlen mit einer Gebühr.
    Aber bis die Politik das rafft, ist das Internet in Deutschland wahrscheinlich tot.

  • Taxfail

    @kracher

    Das Telekommunikationsnetz wurde zu 100% mit Steuergeldern finanziert und der Telekom für symbolische 1 Mark (!) überlassen. So funktioniert das mit der Privatisierung von durch uns finanzierter Infrastruktur.

  • Rolf Schälike

    @Zero: Weshalb antwortet der Rechtrs-Superexperte UV nicht? Vielleicht ist die Frage einfach dumm. Ich sehe da gegenwärtig weder technisch noch rechtlich durch. Da kann uns doch ein Fachmann mal einfach antworten. Oder schmoren die zu sehr im eigenen Saftr, den niemand trinken möchte?

  • Densor

    @zf.8: Ist doch irrelevant was da auf irgendeiner Homepage steht, es geht darum was im Vertrag steht den man Unterschreibt oder bei der Telekom sonst wie zu “einwilligt”.

    Interessant ist dabei das schon im Februar den Leuten Verträge mit Drosselklausel verkauft wurden. Markantes Detail: Die Entertaintarife hatten in diesen Verträgen eine pauschale “Drosselbefreiung”.

    Ohne Entertain, hat sich die Telekom eine Drosselung ab 200 GB für VDSL 25/50 vorbehalten. Aber eine nachträgliche Buchung von Entertain, um von der Drosselung befreit zu werden, sollte angeblich kein Problem sein.

    Der Witz an der Geschichte: Bis vor 2 Wochen lies sich angeblich kein VDSL 50 schalten. Nun plötzlich meldet sich die nette Mitarbeiterin aus dem T-Punkt das sie ja im Urlaub war und nun meinen Auftrag gefunden hätte. Jetzt geht VDSL 50, mit 2 Monaten Verspätung, plötzlich doch.

    Tjo nun gibt es aber wieder neue Tarifbedingungen, die berühmten 75 GB für DSL 16k und Drosselung auch bei Entertain Kunden. Diesen Stimmt man, nach meinem Wissen, durch das Upgrade auf VDSL 50 zu.

    Alles in allem wirkt das ganze doch recht komisch was dort abläuft.

  • Kai

    Jetzt Verträge abschließen und in 2 Jahren einem dann erzählen, was die Zusatzleistung kostet, die man benötigt. Lol.

    Ist mir fraglich, wie so etwas als Vertrag statthaft ist.

  • Der Steuerzahler

    Ich meine bei weiteren Überlegungen, wo ist das Problem?
    Zum Ausdrucken reicht die Geschwindigkeit doch immer noch.
    Und mehr braucht der Deutsche im Allgemeine ja nicht.

    mfg

    Ralf

  • Thomas

    Was wird eigentlich mit all jenen, die auf die Nutzung von Diensten über die “Clouds” angewiesen sein werden. So will Adobe zukünftig die Nutzung von Photoshop nur noch über ein monatliches update in der Cloud ermöglichen, d.h. man kann diese Software anders gar nciht mehr nutzen. Oder wie sollen all die anderen ständig notwendigen updates geladen werden. Wie soll das funktionieren mit um 99 Prozent gedrosselter Leistung 50 MB Leitung?

  • Ralf

    Na wann kommen die ersten Erpresser Mails?

    “Entweder du zahlst (an die Erpresser), oder der Anschluss wird dauerhaft mit PING Paketen auf 384kbit begrenzt!”

  • steakhouse

    Man darf gespannt sein, was bei der Abmahnung heraus kommt. Ich sehe rechtlich kein großes Problem beim Vorgehen der Telekom. Die Netzneutralität ist ein wünschenswertes Ziel, das aufgrund von Versäumnissen in der Politik gesetzlich in Deutschland nicht festgeschrieben ist. Die Drosselung nach einem bestimmten Inklusivvolumen mutet anachronistisch an und ist extrem kundenunfreundlich.
    Aber verboten? Wohl eher nicht, auch wenn die Telekom ggf. ihre Werbung umstellen muss.

    Letztendlich müssen die Kunden mit den Füßen abstimmen und die Politik muss die Netzpolitik endlich als ernstzunehmendes Themenfeld begreifen, das nicht mit Lippenbekenntnissen ausreichend bedient ist.

  • marcus05

    @Rolf Schälike:

    die Frage ist tatsächlich nicht sehr schwer zu beantworten:

    Wir bezahlen diese Abgabe, weil wir nicht dagegen auf die Straße gehen.

  • Peter

    Wenn nacher 10 GB Zusatzvolume z.B. 50 cent kosten würden, wären mir die neuen Bedingungen egal….

    Aber wahrscheinlich werden eher 1 GB 2,50 EUR kosten ;-)

  • CreativeCreature

    @58 Thomas

    Ggf. wird Adobe einfach eine flexiblere Preisstruktur einführen. Sowas wie Summe x+y+z. x ist für Adobe, y flexibel gestaltet als Obolus für Telekom/Schlagsietot-Anbieter und z die Mehrwertsteuer. So wird dann aus $20 monatlich halt $80.

  • PüJ

    @Peter: das wurde in #27 schon angesprochen mit einem Link auf http://forum.telekom.de/foren/read/service/service/tarife/call-surf-via-funk/speedon-fuer-call-surf-via-funk-tarife-ab-2-mai-2013,899,11131656.html

    Leider gar nicht so witzig, die 2,50. Es sind zwar nur 1,50 pro GB – ja, im Mobilbereich -, aber da ja bekanntermaßen nur die Vielsauger die 75 GB überschreiten, sehe ich keinen Grund, warum die Telekom nicht versuchen sollte, ähnliche Preise zu etablieren. Lieschen Müller wird davon ja nieeeeemals nicht betroffen sein.

    Hat jemand übrigens verlässliche Zahlen zur Gewinnspanne, die diese 1,50 pro GB bringen?

  • martin

    VoIP gehört zu den ganz wenigen Dingen die man mit konstanten 384 kbit/s problemlos abwickeln kann. Man rechnet pro Telefonat mit 84,7 kbit/s – es sind also 4 gleichzeitige Telefonate möglich. Bezogen auf den gebräuchlichsten Codec G711.

    VoIP ist deswegen ein unpassendes Beispiel.

  • Moon

    VoIP ist insofern ein gutes Beispiel, als dass es demonstriert, wie die Provider im Mobilbereich schon jetzt die Netzneutralität verletzen, weil durch diese Technologe ihre Mondpreise einfach unterboten werden könnten.

  • Estigy

    @Kai: “benötigt” ist relativ. ;-)
    Wie wichtig dir selbst ein schnelles Internet ist, ist alleine deine Sache. Daran ist die Telekom wohl kaum vertraglich gebunden.

  • bosef

    @Taxfail: Das ist ein interessantes Argument. Und es würde mich wundern, wenn Sie damit nicht Recht behielten.

    Doch um es mal wissenschaftlich zu machen:
    Können Sie eine Quelle benennen oder diese These sonst wie belegen?

    Vielen Dank dafür schon jetzt!

  • DJ Simon Hausdorf
  • leser

    Neuigkeiten:
    “Telekom: Ab 2016 auch ungedrosseltes DSL gegen Aufpreis
    Unlimitierte Flatrate für etwa 10 bis 20 Euro Mehrkosten denkbar”
    http://www.teltarif.de/telekom-datendrosselung-speed-upgrade-2016-aufpreis/news/50945.html

  • Olli

    @martin: Dann klingt das Gespräch aber auch dementsprechend.

    Wenn es überhaupt zu Stande kommt.

  • leser

    @Olli:

    zum Vergleich: ISDN überträgt 64kbit/s

    Digitale Sprachübertragung braucht wirklich nicht viel Bandbreite.

  • Olli

    @leser: Andere Technik. Und Voip mit 64 Kbit/s klingt grauenhaft.

  • koelneruwe

    @Hecky Wenn Sie es so eilig haben, können Sie sich ja einen Glasfaseranschluß mieten. Dann haben Sie zwischen 300 und 1000 MB/sek. In der Schweiz beispielsweise gibts das teilweise schon in den kleinsten Dörfern.

  • Der Steuerzahler

    So stellt sich Offline-Lisschen-Müller (MdB, Blond) das Moderne Managed Internet vor, oder auch warum ein Flatratedrosselung kein Schwein interessiert:

    1) Herr X (Weil Internet wollen ja nur “Männerschweine”) will eine Internetseite sehen. Dann Schreibt er eine Antrag auf Papier an die Deutsche Internetbehörde, in dem er das Sehen dieser Seite beantragt. Er fügt die Zustimmung aller Verwanten bis 4. Grades und aller Nachbaren in 5 Häusern Umkreis, sowie des Vermieters und des Arbeitgebere, ersatzweise die Sozialbehörde zu. Diese übersendet er per DHL-Packet.

    2) Die Behörde prüft den Antrag, schätzt die Kosten, und übersendet eine Kostenvornotize an den Antragsteller.

    3) Nach Begleichung der Kostenvornotiz ruft die Abrufstelle der Behörde die Seite ab, Druckt Sie Rechssicher aus und nimmt ein Vorbeurteilung des Rechtsprüfungsaufwandes vor. Da draus wird ein weiter Kostennotiz erstellt und den Antragsteller zugesendet.

    4) nach Begleichung der 2. Kostennotiz wird die Prüfung der Seite eingeleitet. Sie durchläuft dann die Prüfungsabteilungen der verschieden Rechtsgebiete um zu klären ob Sie vollumfänglich dem Deutsche Recht entspricht.
    Erfolgt hierbei eine Ablehnung wird eine Begründungsfreier, kostenpflichtiger Ablehnungsbescheid an den Antragsteller Versand.

    4a) Je nach Ablehnungsgrund der Vorgang wird das ganze an andere Rechtsorgane zwecke Ermittlungen gegen den Antragsteller weitergeleitet um gegebenenfalls Präventivmaßnahmen ein zu leiten.

    5) Wenn widererwartend doch ein Freigebe erfolgt, wird hierüber eine Weiterer Kostenpflichtiger Bescheid erstellt, und nach Begleichung der Ausdruck per Postident an den Antragsteller Versand.

    6) Das gleiche Prozedere nur Umgekehrt wird auch verwendet, wenn jemand im Internet einen Eintrag machen möchte, nur das hierbei ggf. Dritte Personen oder Firmen, die davon berührt sein könnten, einbezogen werden.

    7) Ergänzendes: Für Videos wird das gleiche Verfahren angewendet, hier werden allerdings in Anlehnung an das TV 25 Seiten pro Sekunde ausgedruckt. In der Diskussion befinden sich allerdings noch Sondertarife dafür, falls die Erfahrungen ergeben, das nicht alle 25 Bilder einer Sekunde einzeln durch alle Abteilungen geprüft werden müssen oder der Antragsteller eine geringere Druckrate wünscht.

    8) Noch nicht Endgültig geklärt ist wie mit Internetkaffes umgegangen wird, den Betreiber wird aber empfohlen sich nach größeren Räumlichkeiten um zu sehen, in den die ganze Ablageordner (Nach Webseiten sortiert) untergebracht werden können.

    Ich Denke, diese auf Bewährte Deutsche Verfahren beruhende Prozedere könnte die Akzeptanz des Internets Deutlich steigern, und die Politische Diskussion um Netzneutralität überflüssig machen. Auch würde es den Einzelhandel Deutlich stärken und Arbeitsplätze schaffen. Jedenfalls gäbe es nur noch Detailproblem zu lösen, z.B. das Webseiten für Erwachsene nur ab 20:00 oder 22:00 zugestellt werden dürfen, oder die Einbindung des Religiösen Führers in den Prüfprozess.

    mfg

    Ralf

  • Densor

    @koelneruwe: Witzisch…

    Ändert aber nichts an dem Umstand das die Meisten “Poweruser” sowieso schon die schnellsten, und somit teuersten, Tarife die möglich sind nutzen.

    Und wenn man sich den “Spaß Internet” schon dementsprechend viel Kosten lässt, zumindest im Vergleich zu irgendwelchen 20€ “All inclusive” Flats, dann erwartet man auch realistische und vernünftige Konditionen.

  • wonko

    @Densor: Wenn jemand meint mir für 20€ eine All-Inclusive-Flat verkaufen zu müssen dann erwarte ich auch dafür realistische und vernünftige Konditionen.

  • Densor

    @wonko: Die gibt es ja, muss man nur bei 1und1 gucken, da bekommt man dann die 20€ Flatrate die ab 100 GB gedrosselt wird (immerhin auf 1 Mbit). Wenn 1und1 das kann, warum nicht die Telekom?

    Das ist es ja was ich meine, die ganzen “Oh ich subventioniere die Vielsauger!” Leute subventionieren niemanden. Wer der Meinung ist er sei ein “wenig Verbraucher” der soll sich doch eine 1und1 Flat für 20€ holen oder einen anderen Volumentarif. Stattdessen trollen diese Typen in diversen Foren und Kommentar-bereichen rum. Dort wird dann Leuten, die Teils über 50€ im Monat für ihre Tarife zahlen, erzählt mit was für einer Leistung man sich gefälligst zufrieden zu geben hat, weil man ja “zu viel” verbrauche von der endlichen Ressource Internet, weil bei “Wasser und Strom zahlt man ja auch nach Verbrauch!!1″

    Da bekomme ich nen Hals, am Ende sieht es doch so aus das all die “viel Sauger” die Anfangs teuer auf neue Technologien wie ISDN, DSL, VDSL und Glasfaser umgestiegen sind, diese Technologien überhaupt erst finanziert haben damit man heutzutage eine 20€ billig DSL Flat haben kann.

  • wonko

    @Densor:

    die 20€ Flatrate die ab 100 GB gedrosselt wird

    Man könnte sich natürlich streiten, ob ein Tarif, der irgendwann gedrosselt oder sonstwie eingeschränkt wird noch eine Flatrate ist. Ansonsten stimme ich Ihnen zu.

  • Twinny

    Ich finde die Leute ja unheimlich niedlich die meinen sie wären keine Vielnutzer und würden die 75 Gbyte im Monat nie erreichen und die paar Vielnutzer sollen gefälligst richtig zur Kasse gebeten werden… weil die Telekom hat ja gesagt das wären nur 3 % der Nutzer (wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe).

    Jetzt mal ganz davon ab das sich diese Leute sehr wundern werden wenn es 2016 ist… weil auch der Trafficverbrauch eines “Normalkunden” wird dann locker über 75 Gybte/Monat liegen frage ich mich folgendes:

    Wieso geht die Telekom für 3% ihrer Kunden die angeblich das komplette Internet “aussaugen” ein solch hohes Risiko des Imageschadens ein und nimmt die Kosten auf sich so ein System überhaupt erst einzuführen. Weil das wird ja doch ein paar Milliönchen verschlingen?
    Hält die Telekom ihre Kunden zu blöd um 1 und 1 zusammenzuzählen?

    Auch heute schon verbrauchen viel mehr Menschen mehr als 75 Gbyte… ich glaube nähmlich nicht das es darüber verlässliche Zahlen gibt. Oder glaubt jemand der Statistik die die Telekom zur Stützung ihrer Behauptungen so rausgibt? Doch nicht wirklich, oder?
    Ihr “Wenignutzer” meint vielleicht ihr verbraucht wenig, aber schaut euch nur ein paar Videos in HD-Qualität auf YouTube an (am besten mehrmals weil die Katzen so niedlich waren) und ihr werdet euch wundern was noch von eurem Kontingent an “Internet” übrig ist um eure emails abzurufen. :D

    Aber die Telekom besorgt es dem Internet dann so richtig. Diese ganzen tollen Streaming-Dienste mit dehnen sie versucht haben ihren Kunden das Internet schmackhaft zu machen werden allesamt reihenweise pleite gehen… bis auf die richtig großen Portale. Für die wird die Telekom fein ein Ausnahme machen damit ihnen die Kunden nicht reihenweise weglaufen… die pfeiffen doch auf Netzneutralität wenn sie nur ein paar Euro mehr an ihre Aktionäre (was übrigens allesamt ein verlogenes Pack ist) ausschütten können.

  • Der Steuerzahler

    Noch einer, ich lese Gerade http://www.heise.de/newsticker/meldung/Buendnis-ruft-zur-Demo-gegen-Drosselplaene-der-Telekom-1860140.html. Haben wir hier gegen die Mitglieder dieses Bündnisses nicht ein Anfangsverdacht auf Urheberechtsverletzung und verbotene Pornographie? Sonst brauch man doch kein Flatrate. Und bei dieser Art von Pornographie dreht sich ja nach den Willen einiger die Beweislast um. Also wo ist der SA der jetzt Ermittlungen einleitet? Genügen Richter für Inhaltslose Durchsuchungsbefehle haben doch.

    mfg

    Ralf

  • Thea Tralisch

    Also ich finde die Idee der Innovationscom richtig gut :-)
    So Sachen wie Cloud oder De-Mail sind dann endlich vom Tisch! Auch wird man sich zukünftig gut überlegen ob man dienstliches noch schnell Zuhause per Internetzugang erledigt. Es werden viel mehr Leute wieder ins reale Leben zurückströmen wenn die Drossel den Zugang zu Facebook und Co verleidet. Auch die Idee mit den Intelligenten Stromzählern wird verschwinden denn auch diese Daten werden vielleicht Inder Drossel steckenbleiben. Ich werde wieder Hörbuch CDs kaufen und kein Audibel mehr nutzen. Die Strafverfolger können auf einen größeren Datenpool zugreifen und dadurch noch weniger Zeit haben sich um echte Ermittlung zu kümmern und haben Probleme im Wust der Daten noch irgendwas zu finden. Kinder haben eine gute Ausrede dafür ihre Internethausaufgaben nicht erledigen zu können… Mama hat sich zwei Mal Titanic angucken müssen, danach kam ich nicht mehr auf die Schulseiten….

  • a.n

    Eine Drosselung ab z.B. 75 GB reduziert doch nicht die Auslastung am 1. jeden Monats, wenn jeder wieder mit voller Geschwindigkeit surfen darf. Insofern müssen die Kapazitäten sowieso vorhanden sein. Okay, vielleicht lädt man mit der Drosselung im Hinterkopf etwas “zurückhaltender”, was auch die Auslastung am Monatsbeginn etwas senkt – hier wären mal genauere Prognosen interessant.

  • Densor

    @Twinny: Das ist ja der andere Schwachsinnige Punkt an dieser ganzen Sache.

    Was vor 5 Jahren noch ein “Vielsauger” war, wird heute müde belächelt. So war es schon immer und wird es auch immer bleiben. Das ist kein kurzzeitiges Phänomen das plötzlich aufgetaucht ist, das ist eine Konstante, die sich so durch die Gesamtheit der Geschichte des Internets zieht und auch weiter ziehen wird.

    Es ist einfach nur naiv anzunehmen dieser Trend würde nun nach 20 Jahren abbrechen, nur weil die Telekom der Meinung ist mehr Profit fahren zu müssen. Dem Internet sind die Vorstellungen und Pläne der Telekom egal. Das “Unterhaltung” aus den Internet-Röhren kommt wird sich nur noch verstärken, die Anzahl der Nutzer die ihre “Unterhaltung” nur aus dem Netz beziehen wird weiter steigen.

    Dementsprechend wird der Traffic auch weiter steigen, so wie er es schon immer getan hat. Die Telekom versucht hier aber ein Symptom zu bekämpfen und nicht die eigentliche Ursache. Die Ursache ist darin zu suchen das schon seit Jahren der Ausbau verschleppt wurde bzw. man liebe in sterbende Technologien wie DSL Vectoring investiert hat. Die Quittung bekommt man jetzt halt und man gedenkt diese Quittung direkt an die Kunden weiterzureichen.

    Wenn sich die Masche der Telekom durchsetzt, wird das nur eine Folge haben: Den Technologie und Wirtschaftsstandort Deutschland ,als ganzes, noch weiter zu schwächen im globalen Wettbewerb.

  • Christian

    @Der Steuerzahler: Seit wann ist Pornographie verboten? Youporn ist bei mir praktisch Startseite. :D

  • Densor

    @Christian: Da wäre ich nicht zu sicher, das eine oder andere Video auf YouPorn würde sich bestimmt auch Prima als “Jugendanscheinspornographie” qualifizieren lassen. Zumindest für so manchen prüden, deutschen Richter der schon Emanuel als “Porno” klassifizieren würde.

    Dieser Umstand ist in diesem schönen Ländchen aber kaum jemanden bekannt. Australien hat übrigens einen ähnlichen Spaß aber die fürchten sich immerhin nicht das beim Namen zu nennen:

    http://www.somebodythinkofthechildren.com/australia-bans-small-breasts/

    Frage mich allerdings wie das ganze mit dem Gleichberechtigungsgrundsatz zu vereinbaren ist. Sind Frauen mit großen Brüsten etwa “mehr” Frau als solche mit kleinen Brüsten?

  • Der Steuerzahler

    @Christian:

    Frag man bei der Örtlichen Außenstelle von EMMA oder den Grünen nach, die erklären dir das ;-)

    mfg

    Ralf

  • Hal

    @martin: Zumindest im LTE Bereich hast du nach Drosselung teilweise pinglaufzeiten von 4500ms. Wenn die Telekom bei den DSL flats da ähnlich draufhaut, seh ich das mit Problemlos VoiP nicht.