• Ben

    Apple eben.
    Produkte werden absichtlich überteuert. Dank dem “Urheberrecht” können Konkurrenten ihre Produkte nicht billiger anbieten. So verlangt Apple beispielsweise fast 30 Euro (!) für einen einfachen Adapterstecker, der in China für 50 Cent hergestellt wird.
    Unfassbar!

  • Philipp

    Wo genau ist jetzt das Problem? Habe ich irgendwie verpasst, dass jeder Bundesbürger ein Apple Telefon kaufen muss?

    Tipp: Fast alle großen Konzerne verkaufen ihre Produkte viel teurer als ihre Herstellungskosten o_O!!!111elf

  • zf.8

    Ich möchte auch ein “Urheberrecht” auf Adapterstecker.

  • Der Steuerzahler

    Ich finde es “gut” das in BMI wieder Christliche Werte einziehen. Sicher wird man es auch “gerne” sehen wenn wieder Arische Werte einziehen. Und eine Umfassende “Energiewende” ist sicher auch mit Mehrwertkrematorien für Andersdenkende möglich. Herr Freisler währe stolz auf seine Juristennachwuchs…sicher doch…

    mfg

    Ralf

  • wonko
  • marcus05

    Predatordrohnen gegen Sprayer?

  • abehr

    @Philipp: Hab ich was verpaast, dass man Konzerne nicht für ihr Geschäftsgebahren öffentlich kritisieren darf, weil es Alternativen gibt?

  • steakhouse

    @Ben: Es gibt ein Konzept namens Vetragsfreiheit. Dass Apple eine sehr eigenwillige Preispolitik betreibt, ist keine bahnbrechende Neuigkeit. Wer nicht bereit ist, ggf Folgekosten zu zahlen, wird nicht gezwungen, sich Apple-Produkte zuzulegen. Es gibt durchaus Alternativen.

    @zf.8: :D

  • W

    Wenn Jura-Studenten mit den seltsamen Formulierungen der Juristen Probleme haben, besteht die Hoffnung, dass die Juristensprache in Zukunft allgemeinverständlicher wird.

  • Micha

    @steakhouse: Ja und? Neben der Vertragsfreiheit gibt es Verbraucherschutz, Datenschutz, Wettbewerbsrecht, Umweltgesetze und und und. Wenn Apple gegen eins der Gesetze/Verordnungen verstößt kann die zuständige Stelle ermitteln: Da hilft kein “es ist doch Vertragsfreiheit, geh doch wo anders hin”. Nicht alles, was schwarzweiß ist, ist ein Zebra.

  • Siggi

    @BMI:

    Das ist doch beinahe überall so, bei der Bundeswehrverwaltung wird geschaut, ob derjenige im VBB ist, beim Entwicklungshilfeministerium geht nix ohne gelbes Parteibuch…und wenn die Roten dran sind, dreht sich das Karussell weiter, nur andersrum. “Ein Sumpf zieht am Gebirge hin, Verpestet alles schon Errungene; Den faulen Pfuhl auch abzuziehn, Das letzte wär’ das Höchsterrungene.”

  • Sixtus

    Meine Güte, dass das Stasiministerium nur ihm genehme Leute mit mittelalterlichen Ansichten sucht, ist doch klar! Auch unter Ulbricht und Honecker war das schon so, warum sollte das unter Kasner anders sein?

  • YiingYian

    Seit 2007 ist das iPhone mit dem App Store der Wegbereiter für einen massiven Kontrollverlust der Netzbetreiber. Das wird jetzt offenbar angegangen. Das iPhone und iPad soll dann wohl endlich das Hersteller-Branding erlauben – dessen Abwesenheit ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil ist.

    Denn die EU hilft nicht nur Waffenherstellern und antisyrischen Söldnern gerne.

  • ninjaturkey

    Ein konservativ-christliches Juristennetzwerk ist nachvollziehbar. Nach den 10 geboten lässt sich eben einfacher (ab)urteilen als nach den Untiefen des StGB, des BGB oder gar der Steuergesetzgebung. Woanders nennt man das, glaube ich, Scharia. Wenn das der Papst wüsste.

  • Name (erfoderlich)

    Es gibt keine Scharia im Christentum, aber wenn es um Relgion geht ist ja heute kein noch so weit hergeholter Vergleich zu dämlich.

    In der Sache ist das Verhalten des Ministeriums sicherlich nicht hinehmbar, die geheuchelte Empörung muss bei mir aber leider ausbleiben. Denn dafür muss man glauben, sog. “Progressive” (ich nenne sie lieber Sozialanarchisten) würden anders verfahren, oder die Abwesenheit eines gezielten oder bewussten Bias von Personalern würde strukturelle Chancengleichheit bedeuten.

    Man kann sogar soweit gehen darauf hinzuweisen das (auch) “Progressive” ihr Überzeugung stets nur mit Machtmitteln und nie mit moralischen Argumenten umsetzen. Nur eben mit anderen (oder eben auch nicht anderen) Machtmitteln. In Puncto selbstverliebter Wahn moralischer Überlegeneit tun sich die Menschen nicht viel. Aufrichtig gelebte moralische Überzeugung ist in beiden Gruppen rar. Sieht man besonders schön an Kommentaren zu solchen Ereignissen.

  • IANAL

    @Siggi: Zu Niebels Versorgungspolitik für verdiente FDP-Kader besteht da schon ein Unterschied (womit ich Niebels Personalpolitik nicht rechtfertigen will). Im BMZ werden Stabsmitarbeiter der FDP und ihrer Nebenorganisationen auf Stabsfunktionen im Ministerium gesetzt. Nach einem Regierungswechsel muss man die dann wohl noch eine Weile weiter bezahlen (nicht schön), aber man kann sie relativ problemlos kaltstellen – und die nicht verbeamteten wird man auch irgendwann wieder los. Jedenfalls ist das, was Niebel macht, tatsächlich mehr oder weniger das, was alle machen, auch wenn er es wohl etwas übertreibt. Jedenfalls nicht schön, aber nix Ungewöhnliches.

    Im BMI geht es dagegen um den eigentlichen Kern der Beamtenschaft des Hauses. Es geht hier um normale Laufbahnstellen, und zwar nicht nur zwei oder drei, sondern eine höhere zweistellige Zahl. An denjenigen, die da jetzt eingestellt werden, wird mann in den nächsten Jahrzehnten bei der Besetzung entscheidender Positionen kaum vorbeikommen. Die Leute, um die es da geht, waren offenbar auch nicht unbedingt vorher schon im Berliner Politikbetrieb in Unionsnähe aktiv wie die FDP-Kader im BMZ. Vielmehr wurde in einem regulären Bestzungsverfahren für normale Laufbahnstellen die Bewerberliste nach ideologischen Kriterien gefiltert, und – so kann man das zwischen den Zeilen lesen – offenbar nicht zum ersten Mal. Das heißt: Hier geht es nicht darum, ein paar gute Freunde vor dem Gang auf die Arbeitsagentur zu bewahren. Nein, hier wird planmäßig dafür gesorgt, dass nur Personen einer bestimmten ideologischen Richtung Beamte im Innenministerium werden können – mit denen muss dann jeder künftige Minister klarkommen. Man kann sich lebhaft vorstellen, mit welchem Elan die die Politik eines (hypothetischen) künftigen linksliberalen Innenministers sabot…, äh, unterstützen werden. Das hat eine völlig andere Qualität als die übliche parteipolitische Patronage.

  • zf.8

    Es gibt keine Scharia im Christentum, aber wenn es um Relgion geht ist ja heute kein noch so weit hergeholter Vergleich zu dämlich.

    Ein Äquivalent zur Scharia im Christentum wäre z.B. der CIC.

  • Name (erfoderlich)

    @zf.8:

    Das CIC ist in der Moderne geschrieben worden und bezieht sich auf Kirchenrecht wenn ich mich nicht ganz stark irre. Nach meinem Verständnis ist das etwas anderes als der Rechtskodex einer Kultur welche die Trennung von Kirche und Staat gar nicht kennt. Für viele Moslems ist die eine oder andere Form der Scharia nichts anderes als ihr BGB. Der CIC ganz sicher nicht.

  • IANAL

    @zf.8: Nicht wirklich. Der CIC ist ja nur Kirchenrecht i.e.S. (wer darf wann wem Sakramente spenden etc.). Die Scharia ist eher CIC + BGB + StGB, alles aus religiöser Perspektive geschrieben.

  • John Doe

    Christlich konservative Neandertaler machen sich im Bundesministerium des Inneren breit. Meiner Erfahrung nach ist das nichts, was den deutschen Michel beunruhigen könnte. Weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen.

  • Siggi

    @IANAL:

    Im BMZ werden sogar Referentenstellen mit verdienten FDP-lern besetzt, das sind meines Wissens Stellen in A13/14/15, wenn die jungen Leute dann auch noch verbeamtet werden, platzt Dein Plan :-)

  • IANAL

    @Siggi: Ich sag ja, Niebel übertreibt es wohl ein wenig. ;-) Aber trotzdem kein Vergleich zum BMI. Oder werden im BMZ auch alle regulären Auswahlverfahren für Laufbahneinsteiger ideologisch gefiltert?

  • zf.8

    @Name (erfoderlich):
    @IANAL:

    Vorweg: Ich würde den Islam nicht als “eine” Kultur einstufen, dafür sind die verschieden Untergruppen und Hintergründe islamisch geprägter Länder zu verschieden.

    Die Scharia und das kanonische Recht (welches mit Maße im CIC geregelt ist) sind beides die rechtlichen Gesetze (bzw. Rechtsquellen) ihrer jeweiligen Glaubenssysteme. Dass das eine weiter greift und mehr ausdrücklich regelt, ist m.E. kein hinreichender Unterschied um die grundlegenden Gemeinsamkeiten zu verneinen. Einen wesentlichen Unterschied würde ich wenn überhaupt allenfalls darin sehen, dass die Scharia wesentlich weniger durch Kodifizierungen konkretisiert ist.

    Im Übrigen regelt auch das kanonische Recht in seiner heutigen Form immer noch zivilrechtliche Rechtsbeziehungen und wäre theoretisch immer noch geeignet, das Zivilrecht vollständig zu regeln. Die Regelung durch abstrakt-generelle Normen wie im BGB ist jedenfalls rechtshistorisch nicht notwendig.

  • IANAL

    @zf.8: Ich lasse mich ja gern belehren – wo steht denn im CIC was zum Erbrecht, zum Handelsrecht oder zum Schuldrecht?

    Und ganz generell ist in der katholischen Welt die Unterscheidung von kirchlichem und weltlichem Recht schon seit ein paar Jahrhunderten konsens. Das kommt ja auch in dem schönen Titel Dr. jur. utr. zum Ausdruck.

  • Densor

    @IANAL: Das “Christentum” braucht so etwas wie die Scharia ja auch nicht, sind die meisten “christlichen” Werte und Vorstellungen ja schon fest im Staatsrecht und den Köpfen der Leuten verankert.

    Viele Christen sind ja auch gerne der Meinung das all unsere Zivilisation und Rechtsstaatlichkeit direkt auf christlichen Lehren aufbaut und, wir als Gesellschaft, all das nur dem Christentum zu verdanken haben. So ganz nach dem Motto “Ohne die 10 Gebote hätten wir heute kein Recht und Ordnung!”. Und wenn das nicht überzeugt kann man ja noch immer argumentieren das jegliche Moral auf christlichen idealen basiert, dementsprechend gibt es keine Moral wo es keine Christlichkeit gibt.

    So gesehen, haben Christen ihre Scharia schon längst durchgesetzt. Den meisten fällt das bloß nicht mehr auf, durch Jahrhunderte lange Propaganda und den fehlenden Kontrasten, wie es denn ohne so einen Einfluss aussehen würde, kein Wunder.

    Das fängt bei der Handhabung der Kirchensteuer an, geht über die “Feiertage” bis hin zu den Diskussionen über die Behandlung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Der christliche “Moral-Konsens” ist da bei vielen Leuten im Kopf verwurzelt, ohne das diese es überhaupt merken, und stellt dabei oft das Maß aller Dinge dar.

  • BrainBug2

    Dass die Sprachkompetenz bei den Juristen auf´s massivste nachgelassen hat, merkt man alle halbe Tage! Letztlich war da einer, der hat “Kommatas” (für “Kommas”, auch “Kommata”) geschrieben, als er sich altklug ausdrücken und mal so richtig auf den Putz hauen wollte. Der halbe Saal hat gelacht über den Hochstapler.

  • IANAL

    @Densor: Wenn es gegen christliche Moralarroganz und Kirchenprivilegien geht, rennen Sie bei mir offene Türen ein. Und natürlich steckt einiges an christlicher Ideologie in unserem Recht, davon ist aber nicht alles schlecht. Andereseits ist glücklicherweise die christliche Ideologie nicht die einzige Quelle. Religionsfreiheit, Gleichberechtigung der Geschlechter etc. würde es mit einer “christlichen Scharia” wohl kaum geben. Und selbst bei den gleichgeschlechtlichen Partnerschaften hat sich ja einiges getan und wird sich hoffentlich noch mehr tun.

  • zf.8

    @IANAL:

    Überreste zivilrechtlicher Regelungen gibt es in Titel VI CIC. Klar, das hat keine praktische Bedeutung, ist aber ein Überbleibsel aus der Zeit, wo kanonisches Recht auch noch tatsächlichen Regelungsgehalt hatte.

  • Thal

    @BrainBug2:

    Und andere finden das Apostroph nicht auf der Tastatur, mh? :)

  • Name (erforderlich)

    @zf.8:

    Es liegt mir fern so eine absurde Position anzunehmen, wie dass alle islamisch geprägten Länder dieselbe Kultur oder auch nur denselben Islam hätten. Umgekehrt behaupte ich schlicht das die Abtrennbarkeit von Recht und Religion eine Kulturleistung des christlichen Kulturkreises ist (die es vielleicht anderswo auch gegeben haben mag, aber in der “islamischen Welt” vornehmlich eben doch nicht).

    Schon deshalb fällt der Vergleich flach. Die Scharia ist nicht das Recht ihres respektiven Glaubenssystems, sondern einfach “das Recht” bzw. der Gesetzeskanon. Man kann hier nicht wie selbstverständlich zwischen Glaubenssystem und Recht trennen. Diese Unterteilung ist eine Kulturleistung (oder eine “soziales Konstrukt”, wie man sich unter Relativsten wohl lieber auszudrücken pflegt).
    Das ist der CIC nicht.

    @IANAL:
    Der Säkularismus hat sich nicht selbst aus der Wiege gehoben. Religionsfreiheit war sicher nicht zu allen Zeiten anliegen von allen Christen oder gar der Kirche, aber auch diese hat ihre wurzeln unter anderem auch in genuin religiösen und christlichen Interessen. Man mag es nicht glauben: Aber auch ich mag mir nicht gerne von Protestanten vorschreiben, was ich zu glauben habe. Und die mögen es umgekehrt auch nicht.

    @Densor:
    Es wäre ja auch sehr seltsam, wenn das Rechtsempfinden unabhängig von der Kultur wäre. Das mag es in fundemantalen Prinzipien sein (siehe diese Arbeit von Joseph und Haidt), aber moralische Intuitionen müssen immer noch ausformuliert und idealerweise auch begründet werden um so etwas wie Recht und Rechtsverständnis zu schaffen.

    Von atheistischer Seite (verschieden von: säkularer Seite) kommt da meines Erachtens nicht viel Bemerkenswertes. Das hat wenig mit Arroganz zu tun. Auch die Nazis hatten Regeln nach denen man sich Verhalten hat und sicher auch ein selbstgerechtes Gerechtigkeitsempfinden dabei. Das Argument das wir ohnehin immer IRGENDEINE Moralvorstellung haben, auch ohne religiösen Bezug, trägt folglich nicht sehr weit.

    Die Leistung des Christentums ist nicht, dass wir überhaupt IRGENDEINE Gerechtigkeitsvorstellung haben, sondern eine spezifische. Man muss kein Christ sein, um Vergebung oder Gewaltverzicht zu kennen oder solche Empfindungen zu haben. Aber man muss sie aus irgendeinem Grund für eine solche Moral entscheiden (statt für den ehrenhaften Soldatentod im Kampf für neuen Lebensraum, den man ohne Frage auch stark moralisieren und heroisieren kann) und diese dann auch begründen können, damit sie für andere Verbindlichkeit hat.

    Der gute Kant (der leider aber auch keine Atheist war…) hat dies _versucht_, es gibt die Diskursethik (die mir lachhaft erscheint) und der Rest säkularer Ethik scheint hier schlicht zu kapitulieren und mit Kalkül zu argumentieren.

    Irgendeine Moral ohne Religion (oder religiösen Bezug) zu haben ist nicht das Problem, nicht im geringsten. Die wird es geben darauf kann man sich verlassen. Mit Menschen zu leben die IRGENDWELCHE Moralvorstellungen haben ist für die meisten Menschen aber nunmal keine sonderlich schöne Vorstellung.

  • IANAL

    @Name (erforderlich): Die Tatsache, dass der Säkularismus unter Bedingungen entstehen konnte, die das Christentum geschaffen hat, heißt nicht, dass er das Verdients des Christentums wäre. Oder ist der Faschismus das Verdienst der liberalen Demokratie, der Sowjetkommunismus das Verdienst des Zarismus, die Französische Revolution das Verdienst des Absolutismus?

    Und es ist ja nicht so, dass der Säkularismus vom institutionalisierten Christentum begrüßt worden wäre. Der Syllabus errorum ist Ihnen bekannt, nehme ich an?

  • Lionel Hutz

    Die Sprachkompetenz von Jurastudenten war auch schon vor 15 Jahren mehrheitlich miserabel, als ich stoßweise Übungsklausuren korrigieren durfte. Ich hatte allerdings auch den Eindruck, dass sich das zu einem gewissen Grad selbst regelt, weil dies auch mit der materiell-inhaltlichen Qualität einhergeht. Richtig gute Klausuren waren immer auch gut zu lesen, sprachlicher Müll zeigte immer, dass Rechtskenntnisse nicht vorhanden waren oder wenn doch, zumindest nicht so ausgedrückt werden konnten, dass man dies wenigstens erahnen hätte können.

    Insofern sortiert sich diese Gruppe spätestens im Examen zu einem guten Teil selbst aus.

  • ThorstenV

    @IANAL: Nun, Hauptsache, es bricht keine Anarchie aus.

    There is a government building with a reinforced concrete basement in case of a nuclear war.]
    Sir Humphrey: There has to be somewhere to carry on government, even if everything else stops.
    Hacker: Why?
    Sir Humphrey: Well, government doesn’t stop just because the country’s been destroyed! I mean, annihilation’s bad enough without anarchy to make things even worse!

    http://en.wikiquote.org/wiki/Yes,_Minister

  • ThorstenV

    @Thal: Meine’s Wissen’s ist der Genitivapostroph nur ausnahmsweise, etwa bei Markennamen (Schwester Impertinada’s feinste Nürnberger Todkuchen) erlaubt. Ich weiß nicht Komma ob die Kommata in dieser Art tätig sind. http://deppenapostroph.de/

  • ThorstenV

    @Name (erforderlich):

    Diese Unterteilung ist eine Kulturleistung (oder eine “soziales Konstrukt”, wie man sich unter Relativsten wohl lieber auszudrücken pflegt).

    Die Unterteilung ist soviel Leistung wie die zwischen BGB und RVO. Das Recht ist irgendwie in verschiedenen Gesetzeswerke aufgeteilt, teils aus praktischen, teils aus historischen Gründen. So what? Wesentlich ist, dass in dem Umfang, in dem die Kirche ihre Sonderstellung verliert, deren Recht zu einer Angelegenheit der Mitglieder wird, wie das bei Vereinssatzungen gewöhnlich der Fall ist. Da die Kirche noch immer nicht ganz in der Privatsphäre angekommen ist, hat aber ihr Recht immer noch Auswirkungen wo es das nicht haben sollte, wie etwa im Arbeitsrecht.

    Von atheistischer Seite (verschieden von: säkularer Seite) kommt da meines Erachtens nicht viel Bemerkenswertes.

    Wie auch. Atheismus ist das Gegenteil von Theismus. Fertig. Es ist, als würde man sagen von Bäckerseite kommt nichts Bemerkenswertes.

    Das Argument das wir ohnehin immer IRGENDEINE Moralvorstellung haben, auch ohne religiösen Bezug, trägt folglich nicht sehr weit.

    Also in etwa wie das Argument, dass Religion zu irgendeiner Moral führen kann.

    Die Leistung des Christentums ist nicht, dass wir überhaupt IRGENDEINE Gerechtigkeitsvorstellung haben, sondern eine spezifische.

    Es sei denn, es ist genau dieses hier unspezifizierte Spezifische, das einem aufstößt.

    Man muss kein Christ sein, um Vergebung oder Gewaltverzicht zu kennen oder solche Empfindungen zu haben.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Albigenserkreuzzug

    Der gute Kant (der leider aber auch keine Atheist war…) hat dies _versucht_, es gibt die Diskursethik (die mir lachhaft erscheint) und der Rest säkularer Ethik scheint hier schlicht zu kapitulieren und mit Kalkül zu argumentieren.

    In etwa so, wie die Mathematiker vor der Quadratur des Kreises kapitulieren. Wenn man merkt, dass es das Ding, das man sucht nicht gibt, hört man sinnvollerweise auf zu suchen. Bei der heiligen Handgranate von Antiochia, ich kapituliere!

    Mit Menschen zu leben die IRGENDWELCHE Moralvorstellungen haben ist für die meisten Menschen aber nunmal keine sonderlich schöne Vorstellung.

    Richtig. Mancher findet es sicher schrecklich, dass er hier aus ökonomischen Gründen mit Menschen zusammenleben muss, die ihm sein gottgegebenes Recht entziehen, seine Tochter zuhause einzusperren und mit 9 Jahren an einen zuverlässigen Mann zu verheiraten, den er ausgesucht hat.

  • IANAL

    @ThorstenV: :-D
    AFAIK gibts aber im britischen Civil Service tatsächlich deutlich weniger parteipolitische Patronage. Nicht dass dort alles besser wäre…

  • Name (erforderlich)

    @ThorstenV:

    Die Unterteilung ist soviel Leistung wie die zwischen BGB und RVO. Das Recht ist irgendwie in verschiedenen Gesetzeswerke aufgeteilt, teils aus praktischen, teils aus historischen Gründen. So what?

    Das muss ich jetzt wirklich erklären? Das Recht ist im westlichen Kulturkreis nicht aus zufälligen historischen Gründen aufgeteilt, sondern oft mit einer bestimmten Intention. Es wäre absurd würde man einem Konfessionslosen Sakramentrecht vorhalten. Er ist daran juristisch nicht gebunden. Das ist kein historischer Unfall.

    Schariagesetze funktionieren so aber nicht.

    Wie auch. Atheismus ist das Gegenteil von Theismus. Fertig. Es ist, als würde man sagen von Bäckerseite kommt nichts Bemerkenswertes.

    Bezug offenbar nicht verstanden? Der Anspruch von Religion, Grundlage von Moral zu sein, wenn auch falsch verstanden (deshalb die Klarstellungen), hat eine nicht unerhebliche Plausibilität. Wenn ich mich frage, warum ich mich an diese oder jene moralische Richtlinie halten soll oder diese gar moralisch verbindlich sein soll, kann ein Theist darauf zumindest etwas antworten (egal wie überzeugend ich das finde), einen Atheisten zu finden der dies überhaupt versucht ist schon schwer.

    Also in etwa wie das Argument, dass Religion zu irgendeiner Moral führen kann.

    Hatte jemand vor dieses Argument zu diskutieren oder fällt das einfach vom Himmel?

    Es sei denn, es ist genau dieses hier unspezifizierte Spezifische, das einem aufstößt.

    Auf welcher Grundlage? Dem persönlichen Geschmack? Who cares? Da liegt doch genau der Knackpunkt. Solches Aufstoßen ist rational säkular betrachtet nicht mehr als eine bedeutunglose, wertlose, nicht-schützenswerte körperliche Regung. (Nicht das alle historischen religiösen Begrüdungen für Normen rechtfertigen möchte, die sich ohnehin widersprechen werden)

    Random Wikipediaartikel

    Hat keinen Bezug zu meiner Behauptung und ist außerdem allgemein bekannt.

    In etwa so, wie die Mathematiker vor der Quadratur des Kreises kapitulieren. Wenn man merkt, dass es das Ding, das man sucht nicht gibt, hört man sinnvollerweise auf zu suchen. Bei der heiligen Handgranate von Antiochia, ich kapituliere!

    Das würde bedeuten, nicht mehr zu prostetieren, wenn dir jemand den Schädel einschlägt. Schwerlich glaubwürdig. Aber naja.

    Richtig. Mancher findet es sicher schrecklich, dass er hier aus ökonomischen Gründen mit Menschen zusammenleben muss, die ihm sein gottgegebenes Recht entziehen, seine Tochter zuhause einzusperren und mit 9 Jahren an einen zuverlässigen Mann zu verheiraten, den er ausgesucht hat.

    Umgekehrt. Genau deshalb ist es ja sinnvoll, wenn nicht ihm (weil er vielleicht uneinsichtig ist) doch zumindest dem Rest der Welt erklären zu können, warum man ihn damit nicht durchkommen lässt.

    @IANAL:

    Da es kein singuläres Christenstum gibt und das Christentum auch nicht wirklich eine Person ist, ist es ohnehin schwer vom “Verdienst DES einen Christentums” zu sprechen. (Auch wenn das der Kirchenlehre sehr schmeichelt).

    Historisch ist der Säkularismus aber meistens eine Leistung von individuellen Christen, außer vielleicht bei Nietzsche, Robespierre oder Voltaire.

    Es gibt jedenfalls keinen inhärenten Gegensatz oder fehlende Motivation im Christentum. Natürlich würde es keine Religionsfreiheit unter einer “christlichen Scharia” geben. Das ist tautologisch. Die Frage ist, ob ein aufrichtiger Christ interesse an einer solchen haben kann. Ich würde das mit religiösem Eifer verneinen.

  • ThorstenV

    @Name (erforderlich):

    Es wäre absurd würde man einem Konfessionslosen Sakramentrecht vorhalten.

    So absurd, wie eine Putzfrau zu entlassen, weil sie heiratet, oder von Nichtkirchenmitgliedern die Bezahlung von Kultdienern zu verlangen. Nur, das hier kein Konjunktiv stehen muss, weil man das tatsächlich tut.

    Er ist daran juristisch nicht gebunden.

    Das wäre anders, wenn der Gesetzgeber anderes entscheidet.

    Das ist kein historischer Unfall.

    Nicht für die, denen es nutzt.

    Bezug offenbar nicht verstanden? Der Anspruch von Religion, Grundlage von Moral zu sein, wenn auch falsch verstanden (deshalb die Klarstellungen), hat eine nicht unerhebliche Plausibilität.

    Aus Sicht der Insider.

    Wenn ich mich frage, warum ich mich an diese oder jene moralische Richtlinie halten soll oder diese gar moralisch verbindlich sein soll, kann ein Theist darauf zumindest etwas antworten (egal wie überzeugend ich das finde), einen Atheisten zu finden der dies überhaupt versucht ist schon schwer.

    Wenn es nur etwas sein muss, egal wie überzeugend, ist es gar keine Problem eine Begründung zu liefern, Bittesehr: Damit nicht der Schnürsenkel transpiriert. Zufrieden?

    Solches Aufstoßen ist rational säkular betrachtet nicht mehr als eine bedeutunglose, wertlose, nicht-schützenswerte körperliche Regung.

    Was schützenswert ist legt das Recht fest.

    Hat keinen Bezug zu meiner Behauptung und ist außerdem allgemein bekannt.

    Der Bezug ist, dass man nicht nur nicht Christ sein muss, um Gewalt abzulehnen, sondern auch nicht Nichtchrist sein muss, um Gewalt zu befürworten. Die Pole Christ/Nichtchrist und pro/gegen Gewalt stehen in keinem erkennbaren Zusammenhang.

    Das würde bedeuten, nicht mehr zu prostetieren, wenn dir jemand den Schädel einschlägt. Schwerlich glaubwürdig. Aber naja.

    Wer tot ist protestiert eher selten.

    Genau deshalb ist es ja sinnvoll, wenn nicht ihm (weil er vielleicht uneinsichtig ist) doch zumindest dem Rest der Welt erklären zu können, warum man ihn damit nicht durchkommen lässt.

    Sicher ist die Religion manchem nützlich, solange das Volk nicht dahinter kommt, was die Erklärung wert ist. “The various modes of worship which prevailed in the Roman world were all considered by the people as equally true; by the philosophers as equally false; and by the magistrate as equally useful” https://en.wikipedia.org/wiki/The_History_of_the_Decline_and_Fall_of_the_Roman_Empire http://en.wikipedia.org/wiki/Noble_lie

  • Name (erforderlich)

    @ThorstenV:

    Du tust nichts anderes als Behauptungen aufzustellen, was ein intellektuelles Level darstellt, was eine Diskussion überflüssig macht, zumindest nach meinem empfinden wertvoll verwendeter Zeit. Wenn du dabei bleiben möchtest, werde ich ggf. davon absehen weiter zu antworten. Ich habe meinen Standpunkt ja für alle nachlesbar erklärt, wenn du das nicht tun möchtest, ist das ja deine Sache.

    So absurd, wie eine Putzfrau zu entlassen, weil sie heiratet, oder von Nichtkirchenmitgliedern die Bezahlung von Kultdienern zu verlangen. Nur, das hier kein Konjunktiv stehen muss, weil man das tatsächlich tut.

    Ob so eine Kündigung bei einer Putzfrau bestand hat, da wäre ich sehr skeptisch. Prinzipiell ist nichts absurdes daran, dass wenn Menschen für die Kirche als Christen arbeiten, und so eine Stelle bewusst annehmen, die Kirche auch erwartet, dass sie als Menschen christliche Werte nach außen hin repräsentieren.

    Wenn jemand der für Müllermilch wirbt und in seiner Freizeit öffentlich posaunt, dass Müllermilch ein Produkt für 40jährige Biolatschenträgerinnen ist, welches er selbst nichts benutzt, ist er für diese Stelle auch nicht geeignet und niemand nennt das absurd.

    Sicherlich muss die Kirche abzeptieren, dass gewisse Ansprüche den Arbeitnehmerschutz übergebürlich strapazieren, aber in den letzten Jahren urteilen die Gerichte da nach allen was ich mitbekommen haben ganz in Ordnung.

    Das wäre anders, wenn der Gesetzgeber anderes entscheidet.

    So eine Entscheidung wäre sehr schnell kassiert. Ich habe kein ungebrochenes Vertrauen zum BVerfG, aber das sollten die noch hinkriegen.

    Aus Sicht der Insider.

    Inwiefern waren zum Beispiel Menschen wie Nietzsche oder Russell Insider? So ein Statement ist so absurd, dass es bestenfalls Unterhaltungswert hat. Auch ich hatte es als junger Antitheist nicht anders gesehen. Nahezulegen, dies wäre eine Frage die von religiösem Bias unterminiert wird, setzt ein Leben und Denken im empirischen Vakuum voraus.

    Wenn es nur etwas sein muss, egal wie überzeugend, ist es gar keine Problem eine Begründung zu liefern, Bittesehr: Damit nicht der Schnürsenkel transpiriert. Zufrieden?

    Nein fraglich kann der Ausgangspunkt sein, nicht anderes war natürlich gemeint, jedoch liegt die Leistun genau daran, zu zweigen das von diesem Ausgangspunkt unstrittig ein moralischer Standpunkt logisch folgt oder im Fall des Atheisten, ein verbindlicher moralischer Standpunkt notwendig ist. Wobei ich glaube das du den Unterschied zwischen Verbindlichkeit und Moralität nicht verstehst. Der verbindliche Aspekt ist derjenige, der den Unterschied macht.

    Der Bezug ist, dass man nicht nur nicht Christ sein muss, um Gewalt abzulehnen, sondern auch nicht Nichtchrist sein muss, um Gewalt zu befürworten. Die Pole Christ/Nichtchrist und pro/gegen Gewalt stehen in keinem erkennbaren Zusammenhang.

    Deshalb habe ich ja zu Anfang darauf hingewiesen, dass einen moralischen Standpunkt einzunehmen nicht die eigentliche Leistung ist. Die Frage ist allein, warum man es als vernünftig ansehen sollte, Gewalt abzulehnen und warum man es respektieren sollte, wenn jemand dies tut. Die allermeisten Säkularen Antworten darauf sind extrem schwach bzw. konditional oder “nicht kategorial”, wie Moralphilosophen es nennen.

    Wer tot ist protestiert eher selten.

    Seine Zustimming kaufe ich auch dem Toten nicht ab. Aber gut das Mord kein Offizialdelikt ist.

    Was schützenswert ist legt das Recht fest.

    Ja, aber das ist nur ein begrifflicher Punkt. Exakter gesprochen legt das Recht fest, was Beamten schützen, weil sie gerne ihre Stelle behalten möchten. (Deshalb schützen sie es dann auch manchmal eben nicht, da kein Druck vorhanden). Genauer gesprochen beeinflußt das Recht schlicht was geschützt wird. Und auch sehe ich keinen intrinsischen Zusammenhang zwischen Säkularismus und Recht. Wenn ich mich auf das Recht berufe, berufe ich mich auf das Recht und nicht auf einen säkularen Standpunkt oder eine säkulare Moralphilosophie. Das Recht ist ein Ausdruck von Machtverhältnissen nicht von moralischer Wahrheit. In Saudi Arabien ist dein Aufmucken sicherlich auch nicht schützenswert.

    Sicher ist die Religion manchem nützlich, solange das Volk nicht dahinter kommt, was die Erklärung wert ist. “The various modes of worship which prevailed in the Roman world were all considered by the people as equally true; by the philosophers as equally false; and by the magistrate as equally useful”

    Eine nette Zusammenfassung der Debatte zum Zusammenhang von Religion und Erklärung findet sich z.B. in letzten Kapitel von “Islam Observed” des religionswissenschaftlich extrem einflussreichen Anthropologen (und auch hier wieder: Atheisten) Clifford Geertz. Kurz gesagt ist der Zusammenhang bestenfalls Komplex, schlechterdings nicht gegeben. Wer Religion unter dem Aspekt von Erklärung untersucht, übersieht 90% von dem was Religion ausmacht und auch von ihrer sozialen Funktion. Auch Religion mit Verehrung gleichzusetzen ist problematisch. Verehrung hat im Buddhismus sicherlich nicht dengleichen Stellenwert wie z.B. im Islam oder Christentum.

    Ich würde auch so eine zynisch-pragmatische Sichtweise eher Menschen wie Leo Strauss überlassen. Ich rede nicht über Religion als politisches Vehikel sondern als exisenzielles Konzept. Schon allein als solches hat es soziale und politische Relevanz. Vielleicht sogar größere. Hoffentlich größere.

  • ThorstenV

    @Name (erforderlich):

    Prinzipiell ist nichts absurdes daran, dass wenn Menschen für die Kirche als Christen arbeiten, und so eine Stelle bewusst annehmen, die Kirche auch erwartet, dass sie als Menschen christliche Werte nach außen hin repräsentieren.

    Die Putzfrau repräsentiert? Warum brauchen Kirchen mehr Tendenzschutz als ihn die gewöhnlichen Gesetze z.B. für Parteien bieten?

    Sicherlich muss die Kirche abzeptieren, dass gewisse Ansprüche den Arbeitnehmerschutz übergebürlich strapazieren, aber in den letzten Jahren urteilen die Gerichte da nach allen was ich mitbekommen haben ganz in Ordnung.

    Es ist eine leichte Besserung eingetreten und zwar (ganz richtig) nicht durch Einsicht der Kirche, sondern durch äußeren (hier gerichtlichen) Zwang. Wie üblich.

    So eine Entscheidung wäre sehr schnell kassiert. Ich habe kein ungebrochenes Vertrauen zum BVerfG, aber das sollten die noch hinkriegen.

    Kommt ganz darauf an, wieviele Gläubige der hinkenden Trennung gerade am BVerfG sind.
    http://www.kirchensteuern.de/Texte/FiktiveKirchensteuerINFO26.htm

    Inwiefern waren zum Beispiel Menschen wie Nietzsche oder Russell Insider?

    Die haben wo behauptet, dass der Anspruch von Religion, Grundlage nicht irgendeiner, sondern einer überlegenen Moral zu sein, eine nicht unerhebliche Plausibilität hat?

    Nein fraglich kann der Ausgangspunkt sein,

    Auch kein Problem. Hiermit setzt ich als Ausgangspunkt fest, dass aus der Aussage “Damit nicht der Schnürsenkel transpiriert.” die gewünschte Moral folgen soll.

    Die allermeisten Säkularen Antworten darauf sind extrem schwach bzw. konditional oder “nicht kategorial”, wie Moralphilosophen es nennen.

    Kein Problem. Ich wähle hiermit zu meinem Ausgangspunkt, dass die Antwort ganz schrecklich stark ist. Done.

    Wer Religion unter dem Aspekt von Erklärung untersucht

    Das war hier Gegenstand der Diskussion. Das Religion irgendwie sozial wirkt bestreiten am allerwenigsten die Atheisten, für die Religion allein eine soziale Konstruktion ist. Ob diese Wirkung zum Guten oder Schlechten ist, ist damit nicht gesagt.

    Ich rede nicht über Religion als politisches Vehikel sondern als exisenzielles Konzept. Schon allein als solches hat es soziale und politische Relevanz.

    Auch die “sozialen Konzepte” leben nur im Kopf der Menschen. Die Götter haben reale Wirkung, dadurch, dass die Menschen an sie glauben. Das ist gerade andersrum wie bei einer anderen Pest. An die Existenz von Yersinia pestis glauben die Menschen, weil es reale Wirkung hat.

  • Machiavelli

    Sprach(in)kompetenz der Juristen
    Es sind nicht nur die Jurastudenten, die ihre Muttersprache nicht beherrschen, sondern sogar “Links”anwälte, die unsinnige und fehlerhafte Texte schreiben. Ich kenne einen besonders “schlauen” aus der tiefsten Provinz, der sich sogar als Staranwalt geriert, gewinnt fast jeden Prozess an seinem Stammgericht (= Sumpf). Er beginnt jeden Schriftsatz mit: “Diesseits wird mitgeteilt”… ich denke, oh Gott, warum nicht jenseits …. Dieser skrupellose Zeitgenosse kennt den Unterschied zwischen den Verben “gerieren” und “generieren” nicht und behauptet, irgendjemand hätte irgendwelche “Einträge” in irgendwelchen sozialen Netzwerken “geriert”. Das ist kein Tippfehler der beschränkten Gehilfin, das falsche Verb kommt in ca. 6 Schriftsätzen mehrmals vor. Ich bin mir sicher, dass sich die hohen Richter am hohen Gericht über diesen ignoranten Wichtigtuer kaputtlachen, wenn sie seine Elaborate lesen. Man kann also mit wenig Wissen viel Geld verdienen. Wissen ist zwar Macht, Geld stinkt jedoch nicht!