Dein Handy, eine Wanze

Es gibt ja Leute, die nehmen vor einem persönlichen Gespräch die Batterie aus dem Handy. Ich habe das auch schon gemacht, allerdings nur bei einigen, ganz wenigen Besprechungen. Dabei ging es um Verfahren, in denen die Beweise gegen meine Mandanten in einem umgekehrten Verhältnis zu den meist öffentlichkeitswirksam erhobenen Vorwürfen standen. Dabei habe ich gedacht: Wie paranoid bist du denn? Wohl weniger, als ich vermutete. Denn zumindest das FBI hört mittlerweile problemlos über das Handymikrofon zu, wenn Menschen sich von Angesicht zu Angesicht unterhalten.

Das belegen laut dem Wall Street Journal diverse Unterlagen aus Gerichtsverfahren. Danach nutzt das FBI Software, die das Mikrofon in einem Android-Phone aktiviert, ohne dass der Nutzer es merkt. Gleiches soll auch für andere Betriebssysteme zur Verfügung stehen, auch für PCs. Ob und wie weit Software-Anbieter wie die Android-Mutterfirma Google kooperieren, ist bislang nicht bekannt. Konkrete Aussagen hat das Wall Street Journal jedenfalls nicht erhalten.

Dabei ist es eine Binsenweisheit: Was technisch zur Verfügung steht, wird auch genutzt. Es ist also höchstens eine Frage der Zeit, bis ich mit dem ersten Abhörprotokoll der deutschen Polizei konfrontiert werde, das auf einer Android-Wanze beruht. Spätestens dann ist es wohl an der Zeit, Handy-Schließfächer für Mandanten im Büro anzubieten. Immerhin müssen sie ihr Smartphone ja irgendwo lassen, wenn wir am Rhein spazieren gehen.

Bericht des Wall Street Journal

  • schmiefri

    da erscheint es auf einmal in ganz anderem licht, dass sich die akkus der meisten neuen geräte nicht rausnehmen lassen o_o

  • Christian

    Zwei technische Fragen:
    - Muss der Überwacher auf das Handy des Überwachten physischen Zugriff haben um besagte Software aufzuspielen?

    - Das Mikro meines Desktop-PC hat einen ein/aus Schalter (ein Schieber um genau zu sein), ist das Mikro wirklich aus wenn der Schalter auf aus steht?

  • Georg

    Dabei ist die Frage ob es technisch so schwierig wäre handyherstellerseitig manuelle Ein-/Ausschalter für diverse Komponenten des Smartphones wie Mikrofon, Wlan, GPS, usw. zu integrieren?

    Sicherlich sieht das dann vielleicht nicht so aalglatt aus wie die jetzigen Smartphones die eigentlich nur noch über die Software gesteuert wird und nicht mehr über richtige Schalter/Tasten, aber für uns “Paranoiker” wäre das sicherlich interessant.

  • Michael

    Ich stelle mir eine Art Käseglocke vor, schalldicht und ev. im inneren mit Ablenkungsgeräuschen, Glas nach innen verspiegelt, sodass man seine Handys auf dem Tisch sehen kann (wenn’s klingelt), sie aber nach aussen nicht abgeschaltet erscheinen :-)

  • Georg

    @Christian: vermutlich muss er nicht darauf zugreifen können. Das funktioniert vermutlich wie jede andere Schadsoftware auch. Und ich würde mich nicht darauf verlassen, dass wenn der Schieber auf “Aus” steht, das Mikro wirklich aus ist. Dazu müsste man wohl hinter die Verkleidung schauen ob da wirklich eine Unterbrechung des Kabels stattfindet.

  • fronti

    Zoomobjektiv und Lippenlesen.
    Der Rhein ist auch nicht sicher..

  • Thorsten

    Das Problem ist ja, dass abgehörte Verteidigergespräche (JVA-Besprechungszimmer lassen sich ja problemlos verwanzen!) vor Gericht nicht verwertet werden können, aber durchaus die Ermittler wenigstens auf eine vorher noch unbekannte, erfolgversprechende Fährte führen können.

    In U-Haft-Fällen ist ja nicht einmal die Flucht an den Rhein möglich.

  • Werner H.

    Muss der Überwacher auf das Handy des Überwachten physischen Zugriff haben um besagte Software aufzuspielen?

    Wenn die besagte Software nicht bereits bei Auslieferung integriert ist, dann kann sie wie jede andere Software auch über diverse Apps nachinstalliert werden.

  • mufucker

    @Hr. Vetter: Warum lassen Sie Ihr Handy nicht einfach im Auto?

    Die technischen Möglichkeiten werden immer perverser. Handys, die eingeschaltet bleiben, obwohl sie ausgeschaltet sind mit Akkus, die man nicht entnehmen kann…… Es ist schon unfassbar.
    Auch Skydrive von Microsoft ist so eine interessante Geschichte: Installiert man die Desktop-Variante, kann man von überall auf seine Daten zugreifen. Es sei denn, man klickt eine Checkbox, dass man das nicht möchte. Aber ist das dann durch einen Mausklick tatsächlich sicher? Wahrscheinlich nicht. Vermutlich existieren Lösungen, die den Zugriff auf den PC ermöglichen selbst wenn der Nutzer angeklickt hat, dass er nich online auf die gespeicherten Daten zugreifen will.

    Herr Vetter, mit einem haben Sie Recht: Was technisch möglich ist wird gemacht. Ohne Wenn und Aber.

  • DAMerrick

    Wieso sollte es nicht ausreichen, dass Handy abzuschalten?
    Dafür muss man es nicht mal aufmachen (ebenso nicht die Computerwebcam.

    Einfach einen Strommesser (gibt es im Baumarkt) zwischen Gerät und Steckdose schalten. Oder an dem Gerät anbringen. Wenn das Gerät keine Elektrizität misst, fließt auch keine.
    Und ohne Elektrizität keine Verbindung.

    Und ganz ehrlich, wenn es nicht ausreicht das Handy abzuschalten, sollte man sich besser gar keins anschaffen. So paranoid muss man dann schon sein.

  • Daniel

    Ich habe inzwischen jeweils einen Streifen Gewebeband über die Kameras an meinem iPhone (und iPad, und Notebook) geklebt (auf der Klebeseite mit einem Papierschnipsel über dem Objektiv, damit es nicht verdreckt). Eine Seite ist umgeknickt, damit ich es bei Bedarf problemlos soweit entfernen kann, wie für das Photographieren notwendig.

    Das mag extrem paranoid klingen, zumal ein Kamerabild in den meisten Fällen nur das Schwarze meiner Tasche aufnimmt, aber ich habe es oft genug in der Hand und möchte nicht als CCTV verwendet werden. Mal davon abgesehen, dass ein paar der Schnappschüsse oder Videobilder sehr intime Details zeigen könnten.

    Bei Notebooks sind einige Personen vorsichtig geworden (u.a. durch eine “community”, die sich in die Notebook-Kameras einhacken und solche Videos online stellen), aber das gleiche gilt auch für Smartphones — und da gibt es keine Signallampe, dass die Kamera aktiv ist …

  • Sinnfrei

    Es gibt auch, in Deutschland nicht von der Netzagentur zugelassene, Handyblocker (Störsender).

    Ansonsten wäre ein, funktionierender, Faradayscher Käfig zur Aufbewahrung sicher nicht verkehrt.

  • Georg

    Aber ob drübergeklebte Klebeband auch bei Mikrofonen funktionieren? Denn in der Regel wird man wohl mehr interessante Infos von einem Mikro erhalten als von einer Kamera.

    Und ein Faradayscher Käfig hilft da auch nur bedingt. Zum einen gibt das Handy dann erst mal Vollgas und versucht den Käfig durch eine erhöhte Sendeleistung zu durchbrechen zum anderen muss das wohl auch ein ganz schöner Klotz sein. Also mein Smartphone hatte trotz liegend in einem kleinen Stahltopf mit übergestülptem größeren Stahltopf noch Empfang (es klingelte bei Anruf).

    Und wenn man ein modernes Smartphone “ausschaltet” bezweifle ich stark, dass es tatsächlich aus ist. Allein schon die Uhr die im Inneren weiterzählt…

  • Strelok

    Man könnte ja auch einfach die SIM-Karte rausnehmen, wenn man das mit dem Akku nicht möglich ist.

  • ravn

    Ich hoffe, das Schließfach bekommt eingebaute Überwacher-Berieselung. Ein Best-of an Geständnissen aus der Krimiserienwelt oder so.

  • Georg

    @DAMerrick: wenn es Leute gibt, die iranische Atomanlagen teilweise stilllegen können, dann gibt es auch Leute, die dieses Problem des Stromverbrauchs lösen können.
    Einfach die Software so manipulieren, dass sie während des Aufzeichnens und Sendens keinen Strom zieht. Oder wenn das Smartphone an ist und was macht was es eigentlich nicht machen soll, die Akkuanzeige nicht verändert.

    Und ganz interessant wird es dann noch, wenn man bald sein Handy ohne Stromkabel aufladen kann. :)

  • foxi

    @strelok
    Auch ein Handy ohne SIM-Karte sendet, z.B. einen Notruf. Nur wenn es stromlos ist (ohne Akku), ist es wirklich tot.

    @ RA Vetter
    Mich sollte es wundern, wenn am Rheinufer keine Überwachungskameras installiert sind. Und haben die keine Richtmikrofone?

    Zugegeben, die Diskussion ist wirklich schon paranoid.

  • Henrik

    Als erstes sollte das Original-Android durch CyanogenMod ersetzt werden. http://www.cyanogenmod.org/. Google und Google Apps meiden. Cloud-Dienste meiden, oder nur Dienste mit Server-Standort außerhalb der USA verwenden. Das hilft allerdings nicht, wenn die Cloud-Firma ihren Hauptsitz in den USA hat. Man muss nicht unbedingt den Akku ziehen, das Smartphone komplett in Aluminiumfolie einwickeln hilft auch…
    Kein Singnal geht mehr rein und raus.

    Ich bin der Überzeugung das Google komplett NSA unterwandert ist,genau wie Microsoft und ebenfalls Apple.

    Das einzige sichere OS ist eine Linux-Distribution kontrolliert und entwickelt von der Community, z.B Debian.

  • marcus05

    SIM Karte rausnehmen wird ja wohl kaum langen.

    Störsender installieren wohl auch nicht, dann speichert das Gerät einfach die Aufzeichnung so lange, bis die Verbindung wieder steht. Oder es wählt sich einfach in ein WLAN ein und übermittelt von dort.

  • Jenz

    @foxi:
    In der Tat das wirk paranoid. Man kommt sich vor wie ein Verbrecher der versucht einer Überwachung zu entgehen dabei will man nur seine Privatsphäre schützen.

  • leser

    @Strelok:

    Ein Handy braucht keine SIM-Karte, um mit der Außenwelt kommunizieren zu können (Beispiel: Notrufmöglichkeit ohne SIM).

    Wenn es Speicher hat braucht es nicht einmal eine Netzverbindung. Dann kann es auch Daten für den späteren Abruf aufzeichen.

  • Der Steuerzahler

    @Thorsten:

    Wieso sollen die nicht verwertet werden? Wenn der Richter das will tut er das. Viel spass beim Klagen…

    Aber richtig interessant wird es wenn 10 Min nach Akuentnahme das SEK an die Tür Klopft um nach dem Rechten zu schauen.

    mfg

    Ralf

    Der weis warum bei Ihm zu Hause die Hanys ausgeschaltet im Schallgedämpten Schrank liegen und der Telepfone mit Wählscheibe benutzt, die so alt sind das man durch pures reinsehen die Wanzenfreiheit überprüfen kann.
    Und da mein PC kein Micro hat…

  • wonko

    @Georg:

    Einfach die Software so manipulieren, dass sie während des Aufzeichnens und Sendens keinen Strom zieht.

    Und wie manipuliert man eine Software so, daß sie die Gesetze der Physik überwinden kann?

  • WPR_bei_WBS

    @DAMerrick:

    Wieso sollte es nicht ausreichen, dass Handy abzuschalten?

    Weil das Handy im Zustand “ausgeschaltet” nicht wirklich ausgeschaltet ist. Früher war das eine vermutete Gefahr (z. B. durch bewußte Manipulation), beu heutigen Smartphones ist das ein Feature: Oder was meinen Sie, wie ein “ausgeschaltetes” Handy sich sonst zur Weckzeit einschalten kann, um sie aus dem Schlaf zu holen?

    Und ein Handy in diesem Zustand (nennen wir es mal anstatt ausgeschaltet lieber “dunkel-schwarzer Schirm mit Tastensperre” = DSST) kann per Software natürlich auch das Mikro anhaben.

    Dafür muss man es nicht mal aufmachen (ebenso nicht die Computerwebcam.

    Einfach einen Strommesser (gibt es im Baumarkt) zwischen Gerät und Steckdose schalten.

    Äh, und was soll das jetzt bringen? Der interessante Strom fließt nicht zwischen Steckdose und Gerät (dieser Strom soll ja sogar im augeschalteten Zustand fließen, nennet sich dann nämlich laden des Akkus :-), sondern zwischen Akku und Elektronik. Und wenn sie da messen, können sie auch gleich den Akku rausnehmen. Ist dann im übrigen auch viel einfacher, als Meßgerät kaufen und damit hantieren (das kann nun wirklch nicht jeder)

    Oder an dem Gerät anbringen. Wenn das Gerät keine Elektrizität misst, fließt auch keine.

    Wie? Was genau meinen sie mit “An dem Gerät anbringen”? Zwischen welchen Meßpunkten denn?

    Und ohne Elektrizität keine Verbindung.

    Eben. Deshalb einfach den Akku rausnehmen, Bei weitem einfacher, effizienter und sicherer als ihre unausgegorene Meßerei.

    Und ganz ehrlich, wenn es nicht ausreicht das Handy abzuschalten, sollte man sich besser gar keins anschaffen. So paranoid muss man dann schon sein.

    So ein Unsinn. Ein Handy mit Akku kann prnzipiell machen was es will, ohne dass man das erstmal mitbekommt. Eins ohne Akku/Stromversorgung dagegen nicht.

  • WPR_bei_WBS

    @Daniel:
    blockquote>
    und da gibt es keine Signallampe, dass die Kamera aktiv ist …

    Zumal die Signallampe per Software ja einfach ausgeschaltet werden kann. Und das ist jetzt nicht paranoid, dass kann man bei vielen Notebooks als Sicherheitsfeature mit dazu kaufen (kann dann aktiviert werden, wenn das Notebook geklaut wird)

  • WPR_bei_WBS

    @Henrik:

    Man muss nicht unbedingt den Akku ziehen, das Smartphone komplett in Aluminiumfolie einwickeln hilft auch…

    Das dachten die Entführer der CIA in Italien auch (die haben das Handy in eine Chips-Tüte aus Alu gesteckt. Hat aber offensichtlich nicht geholfen.

  • Störgröße
  • Nachdenklicher

    Herr Vetter: alles, was Sie, ich und jeder andere vernünftig denke Mensch noch vor wenigen Jahren als paranoid bezeichnet hätte, wird von der Wirklichkeit überholt.

    So soll es bei der nächsten Android Version z.B. nicht mehr möglich sein, WLAN wirklich abzuschalten:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ueberwachung/neues-motorola-handy-das-smartphone-die-freiwillige-fussfessel-12317519.html

    Kombiniert man das mit dem Gebaren immer mehr Hersteller, nicht wechselbare Akkus in ihre Geräte zu verbauen, kann man gar nicht mehr so viel essen, wie man kotzen muss!

  • Nachdenklicher

    @Störgröße:

    Ah, ich war nur langsamer im Tippen! :-)

  • Erna

    @Christian:
    Zu 1) Nein, das läuft alles über das Mobilfunknetz und Steuerbefehle an die SIM-Karte.
    Zu 2) Weshalb hat ein Desktop-PC ein eingebautes Mikro? oO Ich hätte es schon längst abgeklemmt und durch ein USB-Headset o.ä. ersetzt.

  • Erna

    @DAMerrick: Ausgeschaltet bedeutet eben nicht “kann nicht aus der Ferne wieder eingeschaltet werden. Es hat seinen Grund, dass zur Abhörsicherheit der Akku entfernt werden muss. SIM-Karten können auch, wenn der Wirt (also das Smartphone :D) nicht in eine Zelle eingebucht sind, Befehle empfangen. Und es ist bekannt, dass SIM-Karten parallel zur normalen Elektronik eine Menge auf dem Gerät steuern können.

  • zugfahrer

    SpyBubbele macht es ja heute schon möglich

  • user124

    @foxi:

    Zugegeben, die Diskussion ist wirklich schon paranoid.

    nö. schau dir mal an wieviel kriminelle energie die staatssicherheit in andrej holms überwachung gesteckt het, und schau dir an mit was für hanebüchenen begründungen sie weiter überwacht haben als nichts auffälliges gefunden wurde – stichwort: “besonders konspiratives verhalten”.

    diesen verbrechern abteilung “staat” ist alles zuzutrauen, und das sollte man auch.

  • Lenya Clipper

    Da kommt der Metallkeksdose bald eine andere Bedeutung zu. Ich kenne Unternehmen, die bieten bei Meetings Kekse aus Metalldosen an. Wenn diese leer sind, bleiben die stehen. Bei Meetings werden die ausgestellten Handys in die Dosen verfachtet, Deckel drauf, keiner kann mehr mithören. Uralte Sache.

  • witzig

    wow, soviel halbwissen in den kommentaren…

    1. selbst wenn man es schaffen sollte das gerät am senden zu hindern: smartphones haben speicher.
    wenn es nicht gesendet werden kann, wird es halt so lange gespeichert bis man es senden kann, und ja, das geht auch ohne das auf der speicherkarte eine datei sichtbar wird.

    2.@Henrik:
    Cyanogenmod? hast du dich auch nur eine sekunde damit beschäftigt was Cyanogenmod ist? Android mit Android ersetzen? google apps vermeiden, aber deren betriebssystem verwenden? hast du überhaupt eine ahnung von Android?
    das grenzt schon hart an dummfug den du hier verbreitest!

    Cyanogenmod ist nix weiter als eine stock android rom von Google erweitert um ein paar wirklich nette features für entwickler und user die auf maximale anpassbarkeit bestehen und das maximale aus ihrem gerät rausholen wollen.

    alle features (vorallem die in diesem fall sicherheitsrelevanten wie mikrofon/kamera/speicher/antenne) die dir Cyanogenmod bietet findest du auch in einem stinknormalen androidphone, sie sind nur nicht aktiviert oder offiziell nicht für die jeweilige androidversion freigegeben und somit nicht implementiert (alleinstellungsmerkmal für die nächste version um den herstellern neue features anzubieten mit denen sie ihre geräte bewerben können.
    nochmal für doofe:
    1: google entwickelt android auf einem referenzgerät (nexus reihe).
    2a:die hersteller portieren die version auf ihre geräte und setzen ihren hauseigenen launcher drauf (z.B Samsung mit TouchWiz).
    2b:die Cyanogenmod-Menschen packen ein paar extras drauf, viele kleine helferlein portieren fleißig auf verschiedenste geräte, launcher drauf oder direkt nen launcher nach wahl selber draufmachen.

    Android ist Android ist Android.

    nun kommen wir mal zu dem punkt das Cyanogenmod sogar unsicherer ist als jede andere version:
    für Cyanogenmod und seine features braucht man eine sache: Rootrechte.
    kurze und einfache erklärung: administratorkonto unter Windows. (wer hier nicht mitkommt: …….)
    mit den dazukommenden entwickleroptionen und spielereien wird die sache sogar noch gefährlicher (z.B.ungeprüfte apps aus unsicherne quellen, etc.).
    user die keine ahnung von der materie haben, halten dann eine tickende zeitbombe in ihren händen.
    einfach mal nach bekannten android sicherheitslücken suchen und es mit oben genannten spielereien kombiniern…

    ps: höre mich grade mit cerberus selbst ab, ohne das mein display aufflacker oder sonstiges. mit Cyanogenmod 10!

  • Lebenserfahrener

    @Michael: Gab es doch schon bei Agent 86 / Maxwell Smart, wenn er ein geheimes Gespräch mit seinem Chef führte.

  • Schlupp

    Mein Laptop hat seine Micros durch einen Seitenschneider verloren und die Cam hat einen Dekorativen Sticker :D

    Als Handy habe ich hier einen Uraltklotz (Nokia 3210 ) macht seinen Job und wen ich es aus mache ist es das auch :)

    wen ich einkaufe Zahle ich fast immer Bar da ein Sammlerkolege schon wegen der Kartenzahlung die Polizei im Haus hatte.

    Ich meide Facebook und vor allem Persönliche Daten im Netz und Frage mich Langsam wann ich anfangen muss meinen Stromanschluss zu bearbeiten damit der Zähler nicht verrät was ich gerade mache.

    Ich sehe das nicht als Paranoid an sondern als vorausschauend selbst ein bekannter der unter Paranoider-Schizophrenie leidet hatte bei seinem letzten Rückfall vor 2 Jahren mehr recht als wir dachten frage mich langsam wer Medikamente braucht.

    Schlupp

  • Mark

    ISDN-Telefone lassen sich theoretisch auch so umprogrammieren, dass sie nach dem Auflegen weiter als Mikrofon gebraucht werden können (→ keine physikalische Trennung vom Mikrofon, Chip und Leitung). Mal ganz abgesehen davon, dass sich Telefonate an unzähligen Stellen abgreifen lassen…

    Manche Notebooks haben eingebaute Mikrofone, die sollte man auch nicht vergessen.

    Abhören lässt sich auch aus der Ferne selbst durch ein geschlossenes Fenster. Dem wirken beispielsweise Fensterklappen entgegen.

    Ich empfehle innenliegende, verschachtelte Dampfbäder oder solche FKK-Thermen für vertrauliche Gespräche. Wer es mag mit anschließendem Kneippen.

  • Michael

    Schalter bringt nichts, der sagt nur der Software, sie soll das Mikrofon abschalten. Man schaltet nie direkt den Signalweg, sondern nur Steuerspannung, würde sonst immer knacken.

  • NahDran

    Wie, der “veri” findet das nicht in Ordnung? Oder kam der Blogeintrag erst NACH dem Ende der bezahlten “Betreuungszeit”?

  • allo

    @witzig: was du ignorierst: im Android source wäre eine Abhörschnittstelle aufgefallen, eben, weil z. b. Cyanogen sich aktiv damit befasst. und root apps müssen jedesmal nachfragen, obwohl das Risiko bei vertrauenswürdigen apps natürlich auch nicht höher ist als auf einem Windows mit Admin account. also steckt das backdoor wohl in den gapps, die von den meisten nachinstalliert werden, und die ohne nachfragen root rechte haben. z. b. der play store updated sich im Hintergrund ohne nachfrage.

  • Schlapphut

    @NahDran:

    Sorry, Veri’s Herzschrittmacher wurde vorhin durch einen versehendlich falsch gesendeten Befehl entladen und wird nunmehr über den Zigarrenanzünder im Transporter vor Deiner Tür wieder ausgeladen.

    Sobald alsdann die Reanimation der rudimentären Körperfunktionen erfolgreich verlaufen ist, wird er sich sicherlich als Troll wieder melden.

    Mfg
    Schlapphut
    (z.Zt. unbekannt Verzogen)

    :-)

  • Schlapphut

    Wo gibt es die bei BMW München für Auslandsreisen so beliebte Einweghandys eigentlich zu kaufen?

  • ScherzBischof

    @Daniel: Nicht dass ich jetzt Werbung machen will, aber es gibt so nette Kameraverschlüsse namens “CamStop” auf ebay – leider überteuert – mit denen man sich das Klebeband sparen kann.

    @NahDran: Es ist schon bedauerlich dass man Leute wie ihn in Foren und Blogs nicht wie früher im Usenet filtern kann.

    @Mark: Kupfertapeten à la TEMPEST nicht vergessen …

  • bosef

    @schmiefri: Direkt ins Schwarze!!!

    Tipp: Kaufe nur Geräte deren Ackus du leicht entfernen kannst.

  • Autolykos

    @Schlupp: Same here. Antike Handys ohne Kameras, Touchscreen und so nen Nonsens sind ‘ne feine Sache. Das Teil ist billig, unkaputtbar, der Akku hält mehr als ‘ne Woche, niemand kann Trojaner reinmogeln, und wenn das Ding aus ist, ist es aus. Telefonieren tut’s prima, und den Rest brauch’ ich eh nicht.

  • Speedy

    Gerade bei Fefe entdeckt: http://blog.fefe.de/?ts=acffe621
    Die nächste? Generation Smartphones hat das standardmässig eingebaut.

  • Wanderer

    Ich erinnere mich an eine Fernsehsendung nach der Wende. Dort berichtete ein bekannter Rußlandkorrespondent, das sie für vertrauliche Gespräche aus Moskau raus in die Natur gefahren sind. Treffpunkt war wohl immer ein spezieller Baum. Nach dem Umsturz in Russland wurde er dann auf offener Straße von einem fremden Mann angesprochen, der im nur ein Foto der Gruppe aus dem Baum heraus aufgenommen überreichte mit den Worten “Das brauchen wir jetzt nicht mehr”…

  • veri

    @NahDran: Ich nehme generell keine Handys mit in wichtige Besprechungen: Schließlich klauen Russen und Chinesen schon seit Jahren dreist und unverschämt bei deutschen Firmen.

  • NahDran

    Ich hätte übrigens kein Problem damit, wenn die IP-Adresse neben dem Posting stünde. Für einen “veri” wäre das allerdings GANZ schlecht. Denn im Gegensatz zu seiner Legende hat sein Auftraggeber bestimmt etwas zu verbergen. ;)

  • Alfred Post

    Falls mal jemand fremdes Zugriff auf das Handy hatte, bietet auch das rausnehmen des Akkus kein vollkommene Sicherheit mehr. Am Besten ist wohl eine Kombination aus Akku rausnehmen, Handy in eine Blech- oder Keksdose packen und diese dann raus aus dem Raum.

  • iuris

    Die wesentlichen Punkte in dem Zeitungsartikel sind “under court order” und ” organized crime, child pornography or counterterrorism”. Aber stimmt, das Knöllchen meines Mandanten ist fast genau so wichtig.

  • witzig

    @allo:
    ich habe tatsächlich vergessen auf diesen punkt einzugehen.

    man braucht keine spezielle schnittstelle in der software!
    das gerät selber ist die schnittstelle.

    du musst dir nur die frage stellen was man für eine wanze braucht:
    ein mikro, eine antenne, strom und einen controller der der hardware die befehle gibt.
    das ist alles in einem smartphone/uralt nokia handy bereits drin!
    alles was die software ausführen muss ist der befehl “mikro an/aus -ohnegerät aufwecken”
    auch das ist in jedem smartphone/uralt nokia handy implementiert, sonst wäre es schwer zu telefonieren.

    wenn du das prinzip der “stillen sms” verstanden hast (vorallem wie sie auf dem gerät funktioniert), dann hasst du auch verstanden wie das abhören per handy funktioniert.

    da kann man dann auch ein noch so altes “dummes” handy benutzen, es hilft nichts. es hat schon seine gründe warum in gewissen kreisen die geräte ohne akku auf dem tisch liegen.

    übrigens:
    jeder provider in deutschland muss eine schnittstelle für die behörden zur verfügung stellen.über genau diese wird sowas auch gesteuert.
    das ende dieser kette kennt hier auch jeder: der mast auf dem hochhaus neben euch.

    akkus raus und fertich!

  • wurstsalat

    @fronti: Tatsächlich kann man nur sehr wenig von den Lippen ablesen. Das wird in Filmen nur immer etwas anders dargestellt.

  • go1331

    @14 Strelok
    Da man zum Telefonioeren die SIM-Karte nicht benötigt, wird das nichts nützen.

  • Lauscher

    Ansonsten wäre ein, funktionierender, Faradayscher Käfig zur Aufbewahrung sicher nicht verkehrt.

    Einen solchen hat jeder zumindest in seiner Küche und verwendet ihn in der Regel zur Kühlung von Lebensmitteln. Die Kombination aus massiv aufgeschäumten Kunstoff, Metallaussenhülle und elektrischem Geräuschgenerator bietet darüber hinaus stark erhöhten Schallschutz.

  • Anita

    @wurstsalat

    Mein Opa konnte hervorragend Lippenlesen.

  • Kalr Kurz

    Es soll auch schon die Wanze direkt im Akku integriert gewesen sein… viel Spass beim Akku rausnehmen

  • witzig

    @Kalr Kurz:

    dafür braucht man auch zugriff auf das gerät.
    das dem gerät nicht mehr über den weg zu trauen ist wenn jemand fremdes für längere zeit zugriff drauf hatte, sollte jedem klar sein.

    ich setze vorraus das menschen auch mal eingenständig denken und dabei auch mal etwas logik mitspielt.

    bei ihnen ist das anscheinend nicht der fall.

  • Friedrich-Matthias

    Nun Ja,,da gibt es die batterielosen Telefnanlagen für Notfalltelefonie z.B. auf Schiffe oder im Atomkraftwek. Es reicht die Sprechenergie aus um zu telefnieren. Warum sollte man es auch nicht bei Mobiltelefonie versuchen? Also ist eine Batterie garnicht erforderlich.

  • thogo

    @Friedrich-Matthias:
    So was hier: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Voice_tube.jpg

    …ich glaub das würde auffallen…

    Wenn Mobiltelefone mit der Energie auskommen würden die bei normler Sprache auftreten, dann hätten wir Sprech- & Standbyzeiten von Wochen bis Jahren. Möglicherweise bräuchten wir dann Handys überhaupt nicht laden und die eingebaute Batterie würde für eine normale Lebenszeit des Handys ausreichen.

  • Jan Coenen

    Probiert’s doch mal mit offpocket.com Diese Tasche isoliert selbst ein eingeschaltetes Handy 100%. Ich habe mir ein Exemplar bestellt.

  • bernd

    Mittlerweile muss man davon ausgehen, dass jedes Gerät eine Wanze ist. Die Webcam, das kleine Mikro am Notebook, das Handy inklusive Kamera sowieso. Ich vertraue keiner Kommunikation mehr.

  • Tom

    Vielleicht befindet sich im Handy noch ein zweiter kleiner Mini-Akku der so klein ist, dass man ihn nicht sieht und von dem keiner etwas weiss :o

  • Antisozialist

    Der Spruch “Handy aus, Akku raus!” hat bei wichtigen Besprechungen schon seine Berechtigung.

    Die Uralt-Mobiltelefone mußten früher noch manipuliert werden, jetzt können sie auch schon als Wanze aufgeschaltet werden. Smartphones sind sowieso Teufelszeug.

    Es gibt sogar Firmen, die ihren alten WK2 Bunker als Besprechungszimmer für die besonderen Geschäfte verwenden:-)

  • Maria

    Vielleicht wirke ich paranoid, aber ich habe wirklich das Gefühl, dass ich über mein Handy abgehört werde. Es ist mir schon mehrmals passiert, dass ich mit meiner Familie oder Freunden über gewisse Dinge geredet habe und am selben Abend auf Facebook Werbung für genau diese Sache erhalten, obwohl ich sie weder gegoogelt, noch in anderer Weise im Internet erwähnt habe (bzw irgendetwas auf meinem Handy darüber geschrieben habe). Ich glaube nicht, dass nur das FBI dahinter sitzt, sondern Firmen oder andere Leute, die Interesse daran haben mir unbedingt etwas verkaufen zu wollen.