Der Fahrgasts dort drüben

Ich wundere mich mitunter über die Dienstfertigkeit meiner Mitmenschen.

Im Bus oder der Straßenbahn wird der Fahrausweis schon gezückt, wenn es nur noch Kontrolleuren riecht. Wobei ich das zumindest für die Düsseldorfer Rheinbahn, mit der ich recht viel fahre, nur bedingt doppeldeutig meine. Für eine perfekte Tarnung muss man als engagierter Mitarbeiter halt auch persönliche Opfer bringen. Vielleicht treffe auch aber immer nur auf die merkwürdigen Gestalten, die es in jeder Belegschaft gibt.

Doch das ist nur Alltag. Heute morgen hatte ich dagegen ein Erlebnis, das mir noch nicht vergönnt war. Ich fuhr mit dem ICE. An meinem Sitzplatz fiel ich, der frühen Stunde geschuldet, sofort ins Schafkoma. Weshalb ich die laut gestellte Frage des Schaffners, ob denn in Düsseldorf noch jemand zugestiegen sei, schlicht nicht hörte. Oder jedenfalls keinen Anlass sah, nach meinem Ticket zu kramen. 

Den Schaffner nahm mich entweder nicht als neuen Fahrgast wahr. Oder er kennt seine Pappenheimer, die Müdigkeit nur vortäuschen. Er ließ mich jedenfalls in Ruhe und ging gleich zur nächsten Reihe im Waggon, wo eine Reisegruppe älterer Herrschaften schon aufgeregt mit ihren Fahrscheinen wedelte.

Von links ertönte die Stimme eines Mannes, der auf dem Einzelplatz schräg gegenüber saß. “Der Fahrgast dort drüben ist an der letzten Station zugestiegen”, meldete er. Mit einem Unterton, der deutlich machte, dass er hier und jetzt einen Schwarzfahrer zur Strecke bringen würde.

Der Zugbegleiter, offensichtlich ein netter Kerl, schaute ebenso entgeistert wie ich. Und die Reisegruppe war sehr interessiert, was denn nun passieren würde Der aufmerksame Mitmensch bekam jedenfalls nicht das, was er sich erhoffte. “Machen Sie sich keine Sorgen”, sagte der Schaffner. “Der Herr ist nicht zugestiegen, er hat vorher nur im Nebenabteil gesessen. Selbstverständlich habe ich mich dort bereits vergewissert, dass der Kunde über einen gültigen Fahrausweis verfügt.”

Damit war das Gespräch beendet. Notgedrungen, denn der Zugbegleiter schritt von dannen. Er hat mich auch für den Rest der laaangen Fahrt nicht nach meinem Fahrausweis gefragt. Der Blockwart stieg wenig aus. Aber nicht, bevor er sich noch mit der Servicekraft angelegt hatte, weil der Kaffee angeblich nur lauwarm war.

104 Gedanken zu “Der Fahrgasts dort drüben

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    Einmal F7 drücken vor dem Posten, bitte :)
    wobei noch anstelle nach, Schafkoma als zusammengesetztes Wort und das fehlende ich des ersten Absatzes auch mit Rechtschreibkorrektur nicht gefunden wird. Immerhin ist das fehlende war des zweiten schon korrigiert.

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    Schön im Internet auch mal einen positiven Kommentar über Schaffner zu lesen :)

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    Der Kungler wollte doch mal nach Basecaps Ausschau halten, bei denen man vorne die BC100 einfach reinsteckt und somit die Zub und Blockwart-Mitfahrer die Legitimation auch bei Tiefschlaf einsehen können.

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    wenig später

    “Jawohl mein Führer” zu sagen ist nicht strafbar, da keine Verwendung von bla-blubb, oder?

    Alternativ: “Respekt jenosse, gut gepetzt. Sie dürfen sich setzten.” (passt am besten, wenn er ohnehin sitzt.)

    Alternativ, gut hörbare Selbstgespräche: “Schatz, ich spüre da so einen stechenden Schmerz im Hintern, so als ob…”

    Immer wichtig: guuuute Laune, das ärgert so Leut am meisten…

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    @Frank: Auch da gibt es solche und solche. Ich habe zum Einen schon Kontrolleure gehabt die am liebsten noch den Fahrschein aufgeschnitten hätten um nachzusehen dass es die richtige ist.
    Andererseits gibt es auch welche, die mich haben weiter fahren lassen, ohne Ermahnung ohne alles, obwohl ich vergessen habe einen Fahrschein zu kaufen (tatsächlich vergessen).

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    Wo liegt eigentlich die Grenze zwischen Blockwartmentalität und Zivilcourage? Kann mir bitte das jemand genau sagen?

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    @Sladade: Blockwarte sind Menschen, die beseelt sind von dem Bedürfnis, andere in ihre Schranken zu weisen. Zivilcouragierte sind Menschen, die beseelt sind von dem Wunsch, anderen zu helfen.
    Gern geschehen.

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    Wenn der Schaffner übrigens so druckreif Deutsch spricht, dass er sogar die Tagesschau moderieren könnte, dann hat er seinen Beruf verfehlt. Er wäre besser Anwalt geworden…

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    @Sladade:
    Das ist einfach:
    Zivilcourage: Handelt, um andere zu schützen
    Blockwart: Achtet darauf, dass andere die Regeln einhalten (bzw. was er als die Regeln empfindet).

    Beispielsweise also:
    Ein Gewaltverbrechen verhindern: Zivilcourage.
    (Lediglich vermutetes) Schwarzfahren anprangern: Blockwart.
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    Der Schaffner hier klingt sympathisch.

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    In die Seelen eines Blockwarts würde ich gern einen kurzen Blick werfen können – mir fehlt für so ein Verhalten jedes Verständnis. Wie blicken die auf die Welt, wovon werden sie angetrieben, was wollen sie.

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    Ich bin fassungslos. Da ist also jeder, der einen (vermuteten) Diebstahl oder eine (vermuttet) Fahrerflucht anzeigt ein Blockwart, da dies keine Gewaltverbrechen sind?
    Es ist doch schön, dass die Welt so einfach sein kann.
    BTW: Ich finde die Reaktion des Schaffners nicht schlecht, jedoch einen Mitmenschen, der auf (eventuelle) Fehler hinweist, als Blockwart zu beschimpfen geht etwas zu weit.
    Der Blockwart ist übrigens ein Angehöriger der NSDAP. Ich würde mich schon mit diesem Wort beschimpft fühlen.

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    Der Blockwart stieg wenig aus.

    Wie hat man sich das vorzustellen? Immer nur ein Körperteil pro Haltestelle?

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    Für solche Mitmenschen liebe ich dieses Land… nicht. (Ein kurzes Korrekturlesen von Blockeinträgen ist trotzdem angebracht.)

    @kleinalex: Gut erklärt. Zustimmung + danke.

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    Wir fragen uns immmer, wie dass den so war in der NS-Zeit oder Stasizeit. Wie konnte es mit den Menschen so weit kommen? Hier sieht man wieder ein lebendiges Beispiel. Solcher Schlag von Blockwartmensch hat etliche in Lager oder Gefängnisse gebracht.

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    Sie sterben nie aus, die Blockwarte – was man auch wunderbar an den Kommentaren sehen (bzw. lesen) kann.
    Fehlende Fahrkarten oder Rechtschreibfehler – den Splitter im Auge des Nächsten zu sehen schützt davor den Balken im eigenen Auge wahrzunehmen.

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    Ich hoffe der Fahrgast hat Anschliessend pflichtbewust ein Kontrollmitteilung an die Zentrale der Fahrkarten-Tailban geschrieben…

    mfg

    Ralf

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    @Sladade:

    Damit kommt man hier nicht an.
    Schwarzfahren ist m.E. Diebstahl. Wer einen Diebstahl anzeigt, ist hier ein Blockwart. Es sei denn, man wird selber bestohlen – DANN fragt man selbstverständlich nach sachdienlichen Hinweisen, oder setzt vielleicht sogar eine Bolohnung aus.

    Aber für manche ist es eben einfacher, die Welt in Gut und Böse zu teilen. Und dabei ist der “Blockwart” bösen, U.V. und der Schaffner sind gut.

    (Noch niemanden aufgefallen: U.V. ist nach eigenen Angaben in Tiefschlaf verfallen, dass er die Frage des Schaffners nicht gehört hat. Die Stimme des “Blockwarts” hat er dagegen sofort gehört…)

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    Ich bin jetzt mal couragiert, auch wenn es nicht der vorgenannten Definition entspricht. Und zeige dass ich es ganz genauso sehe wie Sladade.

    Auch die Regeln welche nicht einen einzelnen vor großem Leid schützen, sondern ‘lediglich’ die Gemeinschaft vor kleinen Nachteilen, sind wichtig.

    Die Motivation des Meldenden ist unerheblich. Eine Unterscheidung von kleinen und größeren Belangen zeugt von Doppelmoral. Nach dem selben Schema wird z.Zt. auch über Snowden gerichtet.

    Der Schlafende Gast hätte keinen Nachteil erfahren, wäre er kurz geweckt wurden um seine Fahrkarte zu zeigen. Der Zugbegleiter hätte sich kurz bedankt. Alles wäre okay.

    So muss man sich echt fragen ob der Zugbegleiter richtig an seiner Stelle ist. Die geschickte Ausrede war zum Schluss schließlich nur um ihn selbst nicht zu entblößen, und keine Großherzigkeit.

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    Blockwarte sind rechtschaffen böse, wärend Zivilcouragierte lediglich gut sind (wenn sie auch helfen, wenn die Sache gut aber gegen das Gesetz ist, schließt dies sogar Rechtschaffenheit aus).

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    @Schwarzmaler: es ist die lust daran die macht zu haben anderen menschen ungemach bereiten zu können.
    hier z.b. prinzipiell eine maschinerie anrollen lassen zu können, gegen die der angegriffene keine macht hat sich zu wehren, während man selbst sich als guter aufrichtiger selbst auf die schulter klopfen kann.
    ein vergleichbares schema findet man z.b. bei religiösen die dritten ihre werte aufpressen wollen, und im falle einer abweisung empfindliche strafen für gerecht halten. siehe z.b. “stille feiertage”.

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    Der Gutmensch Herr Vetter hat leibhaftig einen Nazi gesehen und kann jetzt auch noch öffentlich über ihn schreiben.

    Das erregt Herrn Vetter anscheinend dermaßen, dass er seine Erregung gar nicht mehr kontrollieren kann und gleich 42 Rechtschreibfehler in seinen Text reinhaut.

    Aber das spielt ja keine Rolle, den ICH HABE EINEN NAZI GESEHEN UND DIESER NAZI HATTE KEINEN ERFOLG MIT SEINEN NAZIMETHODEN. HÖRT IHR DAS ALLE. HÖRT IHR DAS. ICH, ICH ALLEINE BIN DER BEKÄMPFER ALLER NAZIS. ICH UDO VETTER ZERFETZE NAZIS IM SCHLAF.

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    Das Bedürfnis, andere für Fehlverhalten hängen sehen zu wollen, kennt doch jeder. Man sollte es nur nicht zum Vorschein kommen lassen, da sein Kern aus Gehässigkeit besteht. Außer im Zug, wo man quasi keinen Schaden an der Reputation fürchten muss.

    Richtige Blockwarte handel[te]n unter voller Namensnennung. Warum also den Denunzianten nicht loben, ihn mittels Versprechen einer Belohnung zur Herausgabe der Personalien verführen? Wie wir danach sein Handeln öffentlich machen, kann letztlich heilsam sein. Für Deutschland.

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    @Barbara Heinrich:
    Yay, D&D-Referenzen ftw!

    @schlapphut:
    Nein, nein, Rinder-sind-untragbar ist hier Seniorquotenkonservativer. Der war schon hier als veri noch ein lüsternes Glitzern im Auge seines ihm persönlich unbekannten Vaters war.

    Zum Thema:

    Ich habe bei Bahnreisenden eigentlich immer sehr viel Solidarität erlebt. Da wurden vielfach potentielle Schwarzfahrer einfach spontan auf Wochenendtickets mitgenommen und der Ahnungslosigkeit und englische Staatsbürgerschaft vortäuschende Semi-Schwarzfahrer(WE-Ticket im IC) wurde auch nicht verpetzt. Vielleicht ist es einfach unter den ICE-Fahren-Sich-Leisten-Könnern nicht so weit her mit der Solidarität?

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    @Stefan: Welches Fehlverhalten? Und wer sollte hängen?
    Ich verstehe den Sachverhalt so: Udo Vetter steigt mit einer gültigen Fahrkarte in einen Zug und hört unbeabsichtigt(da er schläft) nicht die Frage des Schaffners, wer neu zugestiegen wäre.
    Ein anderer Zugfahrgast mit gültiger Fahrkarte weist auf diesen Umstand hin und der Schaffner könnte jetzt seiner Arbeit nachgehen und die Fahrkarte von Udo Vetter kontrollieren.
    Was ist daran Blockwartmentalität oder denunzieren oder ähnliches?
    Ich verstehe echt diese Aufregung und vor allem die Wortwahl nicht. Godwins Law lässt grüßen.

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    @Sladade:

    Ich vermute, dass der Punkt die Motivation des anderen Fahrgastes war. Ohne dabei gewesen zu sein, kann man natürlich nicht beurteilen, ob er beispielsweise “geifernd” klang oder es eine nüchterne, sachliche Feststellung war.

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    @Sladade: Wir unterstellen dem Hinweisgeber persönliche Motivation.
    Er stellt Gerechtigkeitsgewinn inkl. möglicher Bestrafung eventuellen Fehlverhaltens über die Hypothese, dass alles seine Richtigkeit hat. Obwohl es ihn schlicht nichts angeht.

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    Erinnert mich an einen Klassenkameraden von mir, der hat auch sowas abgezogen als unsere Lehrer auf Klassenfahrt den Kontrolleuren gesagt haben auf welchen Bänken Schüler sitzen und dabei meine mit einbezogen haben obwohl neben mir noch jemand anderes saß.
    Naja, er war in guter Gesellschaft. Ein Lehrer ist sofort zum Rektor als er einen anderen Lehrer mit einer merkwürdig riechenden Zigarette angetroffen hat. Hätte ja Hasch sein können.

    Was Zivilcourage vs. Blockwart angeht:
    Damit es um Zivilcourage geht müsste eine Belästigung oder messbare Schädigung vorliegen. Jemand der in einem Zug sitzt belästigt niemanden, und der Zug fährt, egal ob jemand eine Fahrkarte bezahlt, schwarz fährt oder ganz weg bleibt. Kontrollieren dass alle bezahlen ist der Job vom Kontrolleur. Und wenn der rücksichtsvoll genug ist jemanden der gerade schläft nicht wachzurütteln (da habe ich andere Erfahrungen gemacht als ich über 24 h auf den Beinen war und im Zug eingeschlafen bin) ist das seine Entscheidung. Etwas anderes wäre es, wenn sich im Zug Betrunkene prügeln oder jemand die Sitzpolster aufschlitzt.

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    Das mit dem Schlafkoma war bei Verfassen des Artikels wohl noch nicht überwunden? ;)

    wenn es nur noch Kontrolleuren riecht

    Der Blockwart stieg wenig aus

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    @jansalterego:
    “Seniorquotenkonservativer” ist gut, danke für die Blumen.
    Wenn die linken Dich konservativ nennen und die Konservativen links, dann kannst Du nicht so ganz falsch liegen… :-)
    *** hat noch NIEEEE in seinem Leben Schwarz gewählt ****

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    @kinder-sind-unschlag:
    Dein pervertiertes Rechtsempfinden ist zum Glück irrelevant. Schwarzfahren ist erschleichen von Dienstleistungen, dein Gestammel von Diebstahl zeigt eigentlich nur, wie wenig man dich ernst nehmen muss.

    Außerdem ist es völlig absurd, was manche (also Sladadings) hier schon als Beweis für Schwarzfahren sehen. Schlafen während der Kontrolleur durchläuft ist da schon ausreichend!

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    @bosef:

    Der Schlafende Gast hätte keinen Nachteil erfahren, wäre er kurz geweckt wurden um seine Fahrkarte zu zeigen.

    So so, den Schlaf zu unterbrechen ist also kein Nachteil?

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    @Sladade:

    Also bei der unglaubwürdigen Reaktion dürfte dann wohl klar sein dass veri hier einen “Neu”anfang versucht

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    Auch wenn die ganzen Schwätzer die was von “Blockwart” faseln vermutlich Autofahrer sind: Auch Ihr finanziert den ÖPNV mit Euren Steuern mit und auch Ihr werdet durch Schwarzfahrer geschädigt.

    Es gibt sicherlich Blockwarte, aber hier im vorliegenden Fall den aufmerksamen Fahrgast als solchen zu diffamieren ist m.E. ziemlich daneben. Es wird verdammt viel schwarzgefahren und die katastrophale Situation im ÖPNV ist auch dadurch verschuldet.

    Aber was ein Glück für Herrn Vetter das der schlimme Aufpasser sich dann anschließend noch anderweitig unbeliebt gemacht hat, und so das Vorurteil bestätigt wurde und dieser offenbar durch Verärgerung motivierte Blogbeitrag dann auch entsprechend überzeugend verfasst werden konnte. Wenn denn das Ende nicht gleich ausgedacht war.

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    @marcus05:
    Warum müssen manche Zeitgenossen andere immer beleidigen, um sich selbst gut zu fühlen?
    Strafrechtlich ist es tatsächlich “Erschleichen von Leistungen”, umgangssprachlich sehe ich keinen Unterschied zu Diebstahl: Ich nehme mir eine Leistung oder einen Gegenstand und zahle nicht dafür.
    Nur fürs Protokoll: Niemand wird U.V. im Ernst unterstellen, dass er scharz gefahren sei. Selbstverständlich hat er eine Fahrkarte, die er dem Kontrolleur auch gezeigt hätte, wenn er bei dessen Frage nicht geschlafen hätte…

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    @Stefan: Warum geht es den Mitreisenden nichts an? Unrechtsbewußtsein ist ein Gut, welches jedem Mitglied einer Gesellschaft zu eigen sein sollte. Dies hat auch nichts mit einer falsch verbundenen Solidarität der Reisenden zu tun. Die Deutsche Bahn ist doch kein Gegner, so wie es in einigen Beiträgen hier dargestellt wird.

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    @marcus05: Ich unterstelle niemandem das er schwarz fährt. Dies habe ich auch ausdrücklich bei Udo Vetter nicht getan. Nach deiner Meinung dürfte auch jedes Kontrollieren der Fahrkarten eine Unterstellung von schwarzfahren sein?
    Falls es dir, lieber marcus05 zu schwer fällt: Mein Nickname ist Sladade und nicht irgendetwas mit Dings. Nur aus Gründen der Höflichkeit.

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    @Hans: und @Sladade:
    Wir sollten hier weder versuchen, mit Argumenten zu punkten, noch auf so etwas wie normale Höflichkeit bestehen: Hey – das ist hier mittlerweile ein Tummelplatz von Piraten. Die sind so, wie sie eben sind…

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    Ich frage mich folgendes. Ihr macht ja fast alle einen pfiffigen und intelligenten Eindruck. Warum plagt ihr Euch denn ständig mit Sladade rum? Ist das irgend so eine SM-Nummer? Oder seit Ihr bei Zeugen Jehovas? Oder hat man Euch die falschen Medikamente verschrieben? Wurdet ihr von Aliens entführt und irgendwie misshandelt?

    Liebe Grüße aus Mainz

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    Couragiert Bürger: Jemand der bei einer objektiven und tatsächlichen Rechtsverletzungen einschreitet um so Schaden an Leib und Leben oder hoher Sachschaden an Güttern zu verhindern.

    Bürger: Jemand der unter Beachtung des Opertunitäts- und Verhältnissmässigkeitsprinzip objektive und tatsächliche Rechtsverletzungen zur Anzeige bringt.

    Denunziant: Jemand der unter Misachtung des Opertunitäts- und Verhältnissmässigkeitsprinzip jegliche objektive, subjektive, abstrakte und tatsächliche Rechtsverletzungen zur Anzeige bringt.

    Blockwart: Jemand der jede subjektive und höchstenfalls abstrakte Rechtsverletzung bei den Behörden anmahnt. Ein einschreiten bzw. verhindern einer objektiven und tatsächlichen Rechtsverletzung wird er nie vornehmen. Eine Anzeige wird er nicht vornhemen sondern sich mit den Spruch begnügen: “Da müsste man doch was dagegen unternehmen, warum macht den das keiner?”

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    @Sladade:
    Geht uns das als Zugreisende etwas an? Ich glaube nicht. In dem geschilderten Fall dürfen wir davon ausgehen, dass der Zugbegleiter die Situation allein handhaben kann. Wenn Zivilcourage gefragt ist, sind das meistens Situationen, in denen jemand aktive Hilfe benötigt.

    Es gibt Situationen, in denen es absolut angebracht ist, auf einen Diebstahl oder Betrug hinzuweisen. Wenn jemand z.B. die Handtasche einer anderen Person nimmt oder ähnliches. Der hier behandelte Fall ist zumindest grenzwertig.

    Erstens belehrt der Mitreisende den Zugbegleiter, er habe seinen Job nicht ordentlich gemacht. Das wird dieser nicht goutieren. Zweitens unterstellt er implizit, dass der Schlafende nur so tut als ob, um der Kontrolle zu entgehen. Die Bezeichnung “Blockwart” geht wahrscheinlich zu weit. Mit Zivilcourage hat das imo aber auch nichts zu tun; es ist eher ein kindliches Verhalten im Sinne von “wenn ich muss, muss der auch”.

    Ich muss Herrn Vetter auch Recht geben in der beschriebenen Art, wie Mitreisende auf Kontrolleure reagieren und wie Kontrolleure auch erwarten, dass auf ihre Rufe reagiert wird: “Sofort alles unterbrechen und brav Fahrscheine zücken!”

    Was mich an der Geschichte beeindruckt und amüsiert hat, ist vorallem, wie gelassen der Zugbegleiter mit der Situation umgehen konnte. Für mich zeigt sein Verhalten, dass er die Bedürfnisse der Reisenden (auf Schlaf) zumindest in diesem Fall über seine eigenen (keine Stress, möglichst schnell weiter) zu stellen bereit ist. Dienstleister.

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    @Sladade: Der entscheidende Unterschied ist der Gegenstand:
    Bei Zivilcourage steht man dem Schwächeren bei, und das auch im Sinne der Werte des Grundgesetzes.
    Ein Blockwart hingegen versucht sich die Position der Obrigkeit anzumaßen, möglichst gegen Schwächere.

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    @kinder-sind-unschlag:
    Pauschale Beleidigungen halte ich grundsätzlich für unangebracht. Persönliche Angriffe (gegen Sie und Herrn Sladade) sind es ebenfalls. Das macht es aber nicht besser.

    Bitte Samthandschuhe wieder anziehen…

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    Herr Vetter,

    derartige Erlebnisse habe ich in Berlin jeden Tag. Machen Sie sich keine Sorgen, im Rheinland geht es demgegenüber fast großzügig zu.

  65. 65

    @Sladade: Geben Sie`s zu, Sie sind der aufmerksame Fahrgast!
    Die Bezeichnung Blockwart geht übrigens überhaupt nicht zu weit, schließlich ist es genau dieser Menschenschlag, der in der deutschen Vergangenheit regelmäßig Elend über seine Mitmenschen gebracht hat.
    Zivilcourage bedeutet u.a., derartige Menschen unmissverständlich darauf hinzuweisen, dass Blockwartmentalität in unserer Gesellschaft nicht akzeptiert wird. Den Blockwart, genauso wie den vorauseilenden Gehorsam im Allgemeinen, gibt es übrigens tatsächlich nur in Deutschland…oder glauben Sie ernsthaft, der Kollege Vetter hätte diese oder eine ähnliche Situation in Frankreich oder Italien je erlebt??

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    Der Blockwart stieg wenig aus.

    Ich kaufe ein ‘später’.

    wird der Fahrausweis schon gezückt, wenn es nur noch Kontrolleuren riecht.

    noch -> nach

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    Die Story enthält nicht nur Rechtschreibfehler, sondern auch Logikfehler.

    Wie kann man im “Schafkoma” beurteilen, mit welcher Intention ein anderer den Schaffner darauf aufmerksam macht, dass der Schafkomapatient neu zugestiegen ist? Und wie kann man sich dann auch noch darüber so echauffieren, obwohl man den Großteil verschlafen haben dürfte.

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    @der@jurist.de:
    Danke.
    Ich hatte das hier schon einmal angemerkt. Aber wie gesagt, mit der Logik hat man es hier nicht so. Da ist es doch einfacher, die Welt in Gut und Böse einzuteilen. Und der Blockwart ist natürlich böse…

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    @Mr. Fring: Nein ich war dieser aufmerksame Fahrgast nicht.
    Ehe man sich über die deutsche Blockwartmentalität aufregt und das auch noch im Zusammenhang mit der Zeit des 3. Reiches und dabei gerade Frankreich und Italien zum Vergleich heranzieht, sollte man sich über die damalige Zeit genauer informieren. Denunziantentum war gerade in dieser Zeit auch in Frankreich und Italien sehr verbreitet.

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    ich finde die geschichte einfach gut.

    der bahnkontrollatør war gütlich.
    dem blog-lawyer schaf-gemütlich.
    schafkoma
    koma
    koma
    kamäleon
    friedlich

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    wundert mich, denn wird der Fahrschein nicht abgestempelt kann man ihn für eine Bearbeitungsgebühr von 15 EUR zurückgeben oder nochmals verwenden, wie ich es gemacht habe. Kein Schaffner schaut auf das Datum. Deswegen kommen die ja immer mit “Personalwechsel”.

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    So ist das eben. Der eine Verräter ist der heldenhafte Whistleblower, der andere Verräter ist der eckelhafte Blockwart. Ist doch irgendwie gestört.

    Überhaupt, wenn ich lese was Wiki so zu diesem Thema sagt, http://de.wikipedia.org/wiki/Blockleiter find ich es befremdlich, eine Person, die lediglich darauf hinweist, dass jemand möglicherweise eine Straftat begeht, als Blockwart zu bezeichnen. Man könnte beim Einschreiten beim Verdacht einer Straftat auch von Zivilcourage sprechen. Aber natürlich nicht in UV´s lawblog.

  77. 77

    Ich hoffe mal die mehreren Rechtschreibfehler gehen auch auf die Müdigkeit zurück? :D

    Jetzt wo ich die gefunden habe, darf ich sie auch behalten!

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    Alle Sladade’s haben natürlich Recht: U.V. ist ein ganz schlimmer Finger, seine Beiträge sind durch die Bank subjektiv und von mangelnder juristischer Kenntnis (so man überhaupt von solchen Kenntnissen reden kann) geprägt und – nicht nur – deshalb wertlos.

    Nachdem das jetzt geklärt ist, könnten die o.g. Herrschaften doch in Zukunft darauf verzichten, hier zu lesen. Oder wenigstens die Finger von der Tastatur lassen.

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    es geht doch nichts über einen guten Schlaf mit einen schönen Traum ;)

    Nein im Ernst so Geschichten passieren immer wieder, mir zumindest

    schönen Gruß!

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    @M.A.S.: Im Falle der Mehrzahl wäre mein Nickname: Die Sladades, ohne ein sogenanntes Deppenapostroph. Ich bin aber nur ein Einzelner, daher bitte auch weiter von dem Sladade sprechen.
    Übrigens habe ich nie Udo Vetters juristische Kenntnisse angezweifelt und auch nicht an der Subjektivität der Geschichte gezweifelt. Aber wie gesagt gibt es in manchen Gedankenwelten wie deiner nur noch gut und böse und damit werden die Bösen zu Sladade´s. Keine Pointe
    Übrigens lebt eine Gemeinschaft von unterschiedlichen Meinungen.

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    @M.A.S.:
    die hinweise, dass jemand hier nicht lesen soll, auch nicht kommentieren soll usw. finde ich zum kotzen. wer bist du, dass du dir erlaubst solche vorschriften aufzustellen. natürlich gibt es immer wieder blogeinträge von uv die zu wildem widerspruch verleiten und hier heftige, teilweise stark unter der gürtellinie gehende diskusionen verursachen. aber gerade dieses blog steht dafür, kaum ein kommentar, schon gar nicht welche kontra uv.
    also lass solche hinweise einfach, die nerven

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    @kinder-sind-unschlag:

    Umgangsprachlich bedeutet nicht, dass man Wörtern völlig willkürliche Bedeutungen zuschreibt. Beim Diebstahl geht es immer noch um etwas physisch vorhandenes, das weggenommen wird und dann nicht mehr da ist. Sprache ist dafür da, dass man kommuniziert. Wenn du willkürlich die Wortbedeutungen änderst könntest du auch gleich indogermanisch sprechen.

  85. 85

    Da kann man mal wieder passend Fallersleben zitieren:„Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.“

  86. 86

    Ja, ja. Die Blockwarte in unserem Lande. :D

    Ich leiste immer erstmal “zivilien Ungehorsam” bei den sog. “Kontrolleuren”. Weil, DIE wollen ja was von mir und nicht andersrum. Das geht bisweilen bis zum Versuchten Zerstören meiner Kopfhörer, Unterstellung ich würde die Monatskarte fälschen, absichtliches Entreißen meiner Monatskarte, die ich käuflich erworben habe und und und. Seitdem lasse ich mir immer schön ihren “Ausweis” zeigen, dann krame ich gemütlich in meinem Rucksack rum, obwohl ich meine Monatskarte immer griffbereit habe. Meist denken die Helden dann “ahh, endlich wieder jemand ohne Karte” und zeige ihnen diese dann ganz genüsslich direkt vor’s Gesicht. Der Blick = unbezahlbar. :)

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    @Hans: Also an der Misere der deutschen Bahn sind die Schwarzfahrer schuld? Das ist neu!

    Haette nicht gedacht, dass es hier so viele Blockwarte gibt..

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    @jan: Tickets kann man ab ersten Gültigkeitstag nur erstatten lassen, wenn man sie zum Normalpreis erworben hat. BC25 gilt auch als ausschließende Rabattierung. Also bitte keine ollen Kamellen aus deiner Jugend auftischen.

    Blockwarte dieser Art? Selten. Gehen einem einfach nur auf den Nerv, weil sie ihre eigene Bereitschaft zu bescheißen auf alle projizieren.

    Verteidiger der Blockwarte hier im Thread? Haben noch nie was von Stichproben gehört und gehen dementsprechend auch nur auf den Nerv. Fahren wahrscheinlich nicht einmal Bahn, sind nie zu zweit in einer Bahn unterwegs und freuen sich ergo nie darüber, dass beim Herumlaufen zwischen Bistro/Restaurant/Toilette und Platz OHNE TICKET (weil es beim anderen am Platz liegt) der Zugbegleiter einen freundlicherweise extrem selten mit ‘HALT! KONTROLLE!’ anfährt.

    Verteidiger der Blockwartmentalität zugunsten der ÖPNV-Preise hier im Thread? Haben wahrscheinlich noch nie verstanden, dass eine Subventionierung des ÖPNV immer noch verkehrspolitisch sinnvoller ist als die versteckte Subventionierung der Automobilität. Einsprungpunkt: http://www.heise.de/tp/blogs/8/153423

    Ich nehme allerdings Anstoss an der Unterstellung von allzu eilfertiger Dienstfertigkeit für das Bereitlegen des Tickets nebst Bahncard. Es macht uns in der Bahn das Leben leichter. Einmal auf den Tisch gelegt muss man dann nämlich seine Tätigkeit nicht für den Zugbegleiter unterbrechen und der freut sich auch, den blöden Teil seines Jobs schneller erledigt zu bekommen.

  89. 89
  90. 90
  91. 91

    @Helge:

    … und Diskussionen anzetteln die mich, als Mitreisenden, beim entspannten Feierabendnickerchen stören.

    Das sind mir die liebsten Bahnfahrer: Angeblich sooo korrekt und sooo ungehorsam, dass sie vor lauter Selbstverliebtheit auf das Wohl der Mitreisenden scheissen.

    Als Autofahrer wärst Du wahrscheinlich ein Linke-Spur-Blockierer und Oberlehrer, der bei Ungemach immer nur Opfer aber niemals Täter ist.

    Herrlich!

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    @Barbara Heinrich: Der Vergleich ist genial!
    Gewöhnliche Kriminelle = chaotisch böse; Blockwarte = rechtschaffen böse. Ja, so kann man das sehen… :)

    @Hans: Ich bin häufig Bahnfahrer. Da werden ich von allem Möglichen geschädigt, was zumeist mit der Bahnpolitik ca. der letzten 20 Jahre zusammenhängt, aber kaum von Schwarzfahrern.

    @marcus05: Wir sprechen hier alle indogermanisch.

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    @earendil:
    Ich hab noch einen – aus beruflichem Selbstverständnis: Rechtsanwälte (idealiter) = rechtschaffen neutral.

    @ all:
    Ansonsten verstehe ich nicht, wo diese positive Bewertung für jemanden herkommt, der vermeintliches Fehlverhalten bei den Autoritäten anzeigt.
    Der Unterschied zu Snowden dürfte klar sein: Der hat vermeintliches Fehlverhalten der Autoritäten selbst “angezeigt”.
    Der Unterschied in der moralischen Bewertung ergibt sich also aus den jeweils in der Situation des “Anschwärzens” herrschenden Machtverhältnissen.

    Im übrigen ist die Kriminalisierung des Schwarzfahrens selbstredend kriminalpolitisch grober Unfug. Es handelt sich dabei nämlich letztlich um eine reine Vertragsverletzung, die ausschließlich zivilrechtlich geklärt werden kann.

  94. 94

    @jansalterego:
    Sry, aber das ist das Niveau von kleinen Kindern. “Fehlverhalten bei “Autoritäten” anzeigen” ist böse. Das galt auf dem Schulhof. Da waren die Lehrer “Autoritäten” und man hatte sich mit jedem Schüler zu solidarisieren, egal welchen Sch… er angestellt hatte. Sonst gab es Klassenkeile…
    Und dann gibt es noch @diese “Helden”, die von vorherein gegen “Autoritäten” aufstehen. Wie mutig! Wahrscheinlich versuchen sie auch, ein Stück Butter an der “Autorität Kassierin” vorbeizuschmuggeln.
    Vielleicht geht es ein bissel weniger aufgeregt. Ich nehme eine Leistung bei der Bahn, die ich selbstverständlich bezahle. Der Schaffner macht seinen Job, nämlich die Tickets zu kontrollieren, und ich mache ihm das nicht unnötig schwer. So einfach kann das sein.
    Ach ja: Und wenn ein Mitfahrer mich oder der Schaffner darauf hinweist, dass ich die Frage des Schaffners verschlafen habe, dann ist das für mich kein Problem.
    Bin ich DESHALB schon konservertiv?

  95. 95

    @jan:

    Mist, mein Trick ist entlarvt. Onlinetickets, wo das ID-Dokument nicht eingelesen, sondern nur das Papier abgeknipst wird, kann man dann auch online stornieren (kostet auch 15 Euro), ohne dass jemand doofe Fragen stellt.

  96. 96

    @kinder-sind-unschlag:

    Man kann natürlich auch nur selektiv Lesen, Verstehen und Zitieren. Es wurde zwar schon ad nauseam wiederholt aber hier nochmals speziell für Sie: Blockwart = Anzeigen von vermeintlichen und subjektiven Fehlverhalten gepaart mit fehlender Güterabwegung sowie nicht existenten Opportunitäts- und Verhältnissmässigkeitprinzip. Oder eben im D&D Rechtschaffen-Böse.

  97. 97

    @jansalterego: Ja, der ist auch sehr treffend. :)

    Was gäb’s noch? Whistleblower = chaotisch gut; Ärzte ohne Grenzen u.ä. = rechtschaffen gut?

  98. 98
  99. 99
  100. 100

    @rindersindunschlachtbar:

    Er hat also ein Problem mit Vermögensdelikten? Dann kann er auch die Abschaffung von §§ 242 und 263 StGB fordern…

    Schwarzfahren ist letztendlich ein abgewandelter Betrug, wobei eben die Täuschung durch das Erschleichen ersetzt wird.

  101. 101

    @Sladade: Man möge mir das ‘ verzeihen, da liege ich gern mal daneben. Und ansonsten: Sie müssen sich nicht in allen genannten Punkten wiederfinden.

    @user124:

    die hinweise, dass jemand hier nicht lesen soll, auch nicht kommentieren soll usw. finde ich zum kotzen. wer bist du, dass du dir erlaubst solche vorschriften aufzustellen. (…)
    also lass solche hinweise einfach, die nerven

    Den Fehler finden Sie selber?

  102. 102

    @der@jurist.de:
    Sie sind mir ja ein schöner Kommentarverdreher ;-).
    jansalteregos Aussage ist, so verstehe ud interpretiere ich sie jedenfalls, AGB und BGB anstelle von StGB. D.h. Aufnahme des Erhöhten Beförderungsentgelt (evtl. auf €200 erhöht) in das BGB.

    Ergibt dann halt Probleme bei Jugendlichen und deren beschränkten geschäftsfähigkeit wenn kein StGB § mehr vorhanden ist.

  103. 103

    Wenn man hier die Masse der Kommentare ließt könnte man glatt denken D&D is Allgemeinbildung – so viele leute wie mit der Referenz was nafangen konnten :)

  104. 104

    @der@jurist.de:
    Klar habe ich als Trotzkist ein Problem mit Vermögensdelikten. Eigentum ist Diebstahl und so.

    Darum ging es aber nicht. § 265a StGB kann klarstellend so verändert werden, dass Schwarzfahren davon nicht umfasst ist, ohne dass es dadurch zu “Strafbarkeitslücken” (die es ja ohnehin und völlig zu Recht gibt) bei den Vermögensdelikten kommen würde.

    Das wäre kriminalpolitisch sinnvoll. Zum einen haben wir in Berlin eine JVA die voll von Schwarzfahrern ist, die ihre Geldstrafen unter hohen Kosten für das Land absitzen. Zum anderen steht der Unrechtsgehalt des Schwarzfahrens weder auf einer Stufe mit dem des Betruges noch auf einer mit dem des Diebstahls. Strafrecht ist immer nur ultima ratio staatlichen Handelns. Zudem sind ohnehin schon jetzt einige Auslegungspirouetten nötig um das Schwarzfahren gerade noch unter § 265a StGB subsumieren zu können, was natürlich nicht eben zur Rechtssicherheit beiträgt. Hinzu kommt, dass auch der Umgang mit dem Delikt in der Praxis nicht gerade rechtsstaatlich ist: In Berlin existiert eine Absprache zwischen StA und BVG, nach der die BVG erst beim dritten Mal Schwarzfahren anzeigt, die StA im Gegenzug nicht einstellt. Das hat selbstredend nichts mehr mit Einzelfallgerechtigkeit zu tun.

    @kinder-sind-unschlag:
    Das Verhalten ist tatsächlich Kindergartennniveau: Was früher petzen war, ist heute Denunziation. Die Folge hingegen ist erwachsen und zivilisiert geworden: Nicht mehr Klassenkeile, sondern halt soziale Ächtung.

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