Sie hören von mir

Vor einiger Zeit durfte ich folgenden Dialog führen:

Hallo Herr Vetter, ich bin die Schwester von Frau Meisel.

Hallo Frau Meisel, was kann ich für Sie tun?

Ich wollte Ihnen nur sagen, dass meine Schwester auf keinen Fall möchte, dass Informationen über ihren Fall nach außen dringen. Sie hat ziemliche Angst vor diesem einem Typen, diesen – wie hieß er noch gleich? Es wäre echt eine Katastrophe, wenn…

Frau Meisel, ich kann Sie beruhigen. Ich erzähle grundsätzlich nichts über meine Mandate. Ich darf ja nicht mal sagen, ob Ihre Schwester meine Mandantin ist.

Aber meine Schwester ist Ihre Mandantin, das weiß ich doch. Deshalb rufe ich ja an, damit Sie niemanden was von dem Fall erzählen. Niemanden. Vor allem keinen aus dieser Clique von dem, Sie wissen schon, ich komme jetzt nicht auf den Namen. Wie hieß der noch gleich?

Wie gesagt, von mir erfährt niemand was. Was Sie ja auch daran sehen, dass Sie von mir nichts erfahren.

Wie meinen Sie das denn jetzt? Ich bin die Schwester, ich mache mir doch auch Sorgen. Deshalb rufe ich ja an, weil dieser Kerl, Sie wissen schon, der ist wirklich zu allem fähig, da müssen Sie auf der Hut sein. Haben Sie schon was auf die Anzeige gehört?

Wenn wir jetzt mal rein theoretisch annehmen, dass Ihre Schwester meine Mandantin ist, was ich Ihnen ja schon mal gar nicht sagen kann, dann sollte sie mich selbst anrufen. Oder mir bestätigen, dass ich mit Ihnen sprechen darf. Dann spreche ich auch mit Ihnen. Aber so lange kann ich Ihnen nichts sagen, auch nicht über eine Anzeige.

Das ist jetzt ein Witz, oder? Sie wollen mir nichts sagen, obwohl es um meine Schwester geht? Das ist meine Angehörige.

Aber Sie haben mich doch eingangs darum gebeten, dass ich mit niemanden über einen möglichen Fall Ihrer Schwester spreche. Mit niemanden. Nichts. Jetzt halte ich mich dran, das nennt sich anwaltliche Schweigepflicht, aber dann ist es auch nicht richtig.

Sie sollen doch nur diesem Kerl nichts sagen. Oder sonst jemandem. Mir schon, ich bin die S-c-h-w-e-s-t-e-r. 

Wie gesagt, ich mache genau das, was Sie von mir wünschen. Streng genommen könnten Sie ja auch nur sagen, Sie seien die Schwester.

Wollen Sie sagen, ich lüge? Jetzt fühle mich nicht gut behandelt.

Ich habe einen Vorschlag. Wie wäre es, wenn Ihre Schwester mich selbst anruft? Wenn Sie meine Mandantin ist, was ich ja keinem sagen soll, dann kann sie das doch tun. Wäre das nicht die einfachste Lösung?

Ich wollte Sie doch nur bitten, meine Schwester zu schützen. Und jetzt fertigen Sie mich hier so ab?

Wie gesagt, auch Ihnen gegenüber gilt die Schweigepflicht, so lange ich nicht davon entbunden bin.

Meine Schwester entbindet Sie von der Schweigepflicht.

Kann sein, aber das würde ich dann gern selbst von ihr hören.

Also, wissen Sie was, das muss ich mir jetzt nicht bieten lassen. Mein Mann kennt einen Anwalt, ich glaube, zu dem werden wir mal gehen. Vielleicht ist der etwas zugänglicher, Sie scheint das Schicksal anderer Menschen ja nicht zu interessieren.

Ich glaube, wir haben das Thema jetzt abgehandelt.

Ja, Sie hören von mir. Oder von dem Anwalt. Auf Wiederhören.

Tschüss.

  • Philipp

    Kaputte Leute gibt es vielleicht…

  • Joerg

    Gnihii…

  • Michael

    Nunja, nächstesmal einfach eine Geschichte erzählen, von einem Anwalt, bei dem die Schwester des Gegners sich als die Schwester der Mandantin ausgegeben hat … VIELLEICHT kapiert sie dann ;)

  • Andreas Moser

    Ich hätte hinzugefügt: “Ihre Schwester hat mich ausdrücklich gebeten, gerade IHNEN nichts zu sagen.”

  • gerry

    Ich möchte nicht, dass ich hierzu einen Kommentar verfasse. Also gar nicht. Überhaupt nicht. Nichts schreiben! Nirgends und hier schon gar nicht… verdammt.

  • Momfred

    Aber eins ist jetzt noch nicht ganz klar: Sind sie jetzt der Anwalt von de Frau Meisel seine Schwester oder nicht? Mir können sie es ja ruhig sagen!

  • Dave

    Habe den Anwaltsberuf immer für trocken und langweilig gehalten.
    Der Beitrag sollte zu 9gag oder einer ähnlichen Seite.

  • Archer

    Könnte man in diesem Fall nicht einfach sagen: “Frau Mei… wer? Nie gehört. Da müssen Sie sich irren.” Das wäre IMHO geschickter zu sagen, als “selbst wenn Fr. Meisel meine Mandantin wäre”…

  • Rodraeg

    Irgendwie riecht dieser Dialog schwer nach B**D-Reporter, der aus Ihnen ein paar Details herausquetschen wollte.

  • marcus05

    und solche Leute sind geschäftsfähig…

  • m.f.

    looool
    solche gespräche hab ich auch fast jeden tag. zwar nicht unbedingt sooooo, aber schon sehr ähnlich. wenn auch in einem anderen bereich als der paragraphenreiterei…

  • werner

    riecht wirklich nach jemanden der nicht wirklich ihre schwester ist und die eine oder andere info haben wollte.

    aber herr vetter die geilse juristensau von ganz mittelerde lässt sich nicht übern tisch ziehen!

    ps. für leute die es zu ernst nehmen: das war ein kompliment.

  • Telperion

    Woher weiß man eigentlich, dass die Schwester von Frau Meisel auch Frau Meisel heißt?

  • Pinto

    Sehr putzig. Die Kracher aus meiner Zeit in der Bank: “Ich will ja gar keine Auskunft haben, ich will nur wissen, ob das Geld eingegangen ist” Oder, : “Na hören Sie mal, sie werden mir doch die Kontonummer sagen können – ich bin die MUTTER!!” Es haben ernsthaft!!! Anrufer vorgeschlagen, ich müsse nichts sagen, ich solle zur Bestätigung nur nicken.
    In meiner Zeit im call-center täglich etwa 5-6 Anrufe, die mit den Worten beginne: “Ich rufe an im Auftrag von….” und allesamt sehr ähnlich verlaufen. Alltag. Abgründe der Verzweiflung, Dummheit oder Dreistigkeit? Man weiss es nicht.

    Mein schönstes Telefonat mit einem Polizisten:
    ” Können Sie mir sagen, ob der Herr x das Konto Nummer y bei Ihnen führt? ”
    ” hmm.. ist Herr x denn Beschuldigter oder Opfer? ”
    ” Beschuldigter in einem Betrugsverfahren, wir ermitteln gegen ihn ”
    ” Tut mir leid, ich kann am Telefon keine Auskünfte geben, bitte reichen sie die Anfrage schriftlich ein ”
    ” Sie können mir doch wenigstens sagen, ob das Konto auf seinen Namen lautet”
    ” Nein, wir sind da an den Datenschutz gebunden, das verstehen sie doch sicher auch”
    ” Naja … Datenschutz … das nehmen wir nicht so genau”
    ” Ja, habe ich gemerkt. ”
    “…… (stille) … nagut, wenn sie mir nicht helfen wollen, dann mache ich das eben schriftlich…knacktuuuut…”

  • WPR_bei_WBS

    @Andreas Moser:

    Geht nicht – damit würde Udo zugeben, dass die Frau seine Mandantin ist.

  • Steve

    Sagen Sie mal, Herr Vetter, werden diese Telefonate eigentlich mitgeschnitten oder woher kommen diese wortgetreuen Gesprächsprotokolle?

  • WPR_bei_WBS

    Ein paar Antwortalternativen, die vermutlich ich spotan gesagt hätte – natürlich im Wissen, dass die Anruferin diese Antworten nicht wirklich nötig hat, sondern einfach nur versucht an Infos zu kommen:

    Das ist jetzt ein Witz, oder? Sie wollen mir nichts sagen, obwohl es um meine Schwester geht? Das ist meine Angehörige.

    Na, wenn SIe so dicke miteinander sind, warum fragen Sie dann nicht einfach Ihre Schwester direkt?

    Sie sollen doch nur diesem Kerl nichts sagen. Oder sonst jemandem. Mir schon, ich bin die S-c-h-w-e-s-t-e-r.

    Und woher soll ich wissen, dass Ihre Schwester da nichts gegen hat? Soll ja Leute geben, die über ihr Leben nicht gern von der buckligen Verwandschaft bestimmen lassen.

    Ich wollte Sie doch nur bitten, meine Schwester zu schützen. Und jetzt fertigen Sie mich hier so ab?

    Machen Sie sich mal keine Sorgen: Ich schützte meine Mandanten nach besten Kräften, auch ohne dass ich von Schwestern darum gebeten werde. Wäre ja sonst auch traurig für die Einzelkinder unter meinen Mandanten.

    Also, wissen Sie was, das muss ich mir jetzt nicht bieten lassen. Mein Mann kennt einen Anwalt, ich glaube, zu dem werden wir mal gehen. Vielleicht ist der etwas zugänglicher, Sie scheint das Schicksal anderer Menschen ja nicht zu interessieren.

    Mh, sie gehen also mit IHrem Mann zu einem Anwalt, damit sie von dem erfahren können, ob ihre Schwester meine Mandantin ist und wenn ja was da so bei uns abgeht? Ich kann SIe auch hier beruhigen: Meine Akten stehen nicht im großen Anwaltsnetz online – der weiß dann auch nichts.

  • Ni-No

    Ich habe mich kaputt gelacht.

    Wann veröffentichen Sie ein Buch mit diesen Inhalten, Herr Vetter?!
    Es würde reissenden Absatz finden.

    Sie haben sicherlich noch mehr brisante Anrufe zu “beklagen” ;) ….

  • Schwester M.s Anwalt

    Wir wurden ja alle mal entbunden also hat das schon seine Richtigkeit!!1

    B)

  • zf.8

    4/Andreas Moser

    Dann hätte er ja hinsichtlich der Frage “ob” ein Mandat besteht Auskunft erteilt.

  • SEKCobra

    Ja, Herr Vetter, wie hieß er denn nun? Mir können Sie das schon sagen, ich bin der Bruder von irgendjemand. Sie sollens ja nur nicht jemand sagen.

  • Kinch

    @WPR_bei_WBS: Kann man überhaupt effektiv leugnen, der Anwalt von jemanden zu sein? „Nein, ich darf nicht sagen, ob sie meine Mandantin ist” gibt doch auch zu, dass man sie als Mandantin hat.

  • mog0

    @kinch
    Kennst Du den Unterscheid zwischen “ob” und “dass”?

  • Dennis

    Genau das ist social engineering.

  • Dustbin Hoppman

    Dieser Kerl … fängt sein Name mit H an? Ich zähle jetzt langsam bis 10 und wenn bis dann kein Kommentar hier steht, weiß ich, daß das der richtige Anfangsbuchstabe ist.

  • manwe

    @Kinch: natürlich kann man das. Ist sogar recht einfach: “Kein Kommentar.“

  • Bernd

    Hehehe. Sehr professionell. :3

  • Tom

    @mog0
    Ich schätze, das Problem dürfte nicht die Konjunktion „ob“ oder „dass“ sein, sondern bereits die Einleitung: „ich darf nicht sagen“ Denn bestünde kein Mandat, dürfte er das ja sagen.

  • Clark

    Solche Gespräche dürften in einer Kanzlei in abgeschwächter Form wohl an der Wochenordnung sein. Viel schlimmer erscheint mir die Tatsache, dass die Mehrheit der Bevölkerung einen so “einfachen Hintergrund” hat und sogar wählen oder am Verkehr teilnehmen darf.
    Ach, wisst ihr was – ich bin diese gespielte Höflichkeit und den Respekt jedem Idioten und Unsinn gegenüber satt, ich sprech’s jetzt aus:

    Es ist eine Schande wie verblödet, ungebildet und ignornant viele Menschen sind! Alle plöde!

  • Andy

    Hallo Herr Vetter,

    ich glaube das Gespräch hätte man auch kürzer führen können,
    und zwar indem Sie von vorne herrein gesagt hätten,
    dass die anwaltliche Schweigepflicht generell gilt.
    Mit einer kurzen Erläuterung, das man keine Auskünfte zu und über möglichen Mandanten gibt, kurz GARNICHTS.

    Die Sache mit der Entbindung von der Schweigepflicht, meiner Meinung nach viel zu kompliziert, das wäre ja schon RTL und nicht mehr RTL2.

  • Schlagmichtot!!!!

    MmmmmmmmmmwwwwwwwwwwwwmmmmmmmUAHAHAHAHAHAH!!!

  • Clark

    @Andy:

    Ob man das Gespräch kürzer hätte führen können (ohne aufzulegen), darf bezweifelt werden.
    Aber:
    Erstens macht sowas ja auch Spaß und zweitens besteht ja immer auch die Möglichkeit, irgendetwas über das Umfeld von dritter Seite zu erfahren. Menschen (gerade die im Denken ungeübten..gut, “die Doofen”) reden umheimlich gerne und ohne Struktur, so daß man manchmal durchaus den ein oder anderen Punkt mit in sein Gedankenkonstrukt zum Fall einbeziehen kann. Sollte zuviel erzählt werden, kann man das Gespräch immer noch schnell abbrechen…

    Grüße

  • TKEDM

    Die wichtigste Frage ist doch:

    Wieso wird so jemand überhaupt erst zu Herrn Vetter durchgestellt?! :D
    Die Dame hätte ich an der Zentrale schon abgebügelt.

  • maSu

    @Clark:
    Das Problem ist ja nicht, dass diese Menschen am Verkehr teilnehmen, sondern dass sie so verdammt oft und erfolgreich am Verkehr teilnehmen und sich vermehren wie die Karnickel.

    Oder meinten Sie einen anderen Verkehr? ;)

    Es gibt einfach Menschen, die sind so unglaublich blöd, denen möchte man einfach verbieten Kinder in die Welt zu setzen und diese dann genauso zu verblöden.

    Aber was solls… die ganzen Schakelines und Schanntalls dieser Republik werden als billige Arbeitskraft gebraucht. Die können ja T-Shirts für China nähen.

  • ben

    @Clark:

    Und was ist wenn diese einfachen Leute besser Auto fahren als die nicht-einfachen? Du bist wohl eher einfach im Denken.

  • WPR_bei_WBS

    @Kinch:

    Warum das? Die Antwort “Nein, ich darf nicht sagen, ob sie meine Mandantin ist.” ist nur eine etwas detailierter Formulierung der Aussage “Ich sage nichts.”

    Wie können sie aus der obigen Antwort schließen, ob sie jetzt Mandantin ist oder nicht? Aus dem hier dargestellten Dialog ist doch wohl auch eindeutig zu sehen, dass man es eben nicht erfahren hat.

    Vielleicht hilft’s ja, wenn ich sie persönlich angreife ;-):

    Ich: “User Kinch, sind sie ein mordender Terrorist der einen Anschlag auf die NSA plant?”

    Sie: “Ich sage nicht, ob ich ein […] Terrorist bin oder nicht.”

    Und nun mal ehrlich – wenn ich auch “Ihrer” Antwort nun schlußfolgern würde, sie hätten zugegeben ein Terrorist zu sein, dann würde ich mich mehr als lächerlich machen, oder? ;-)

  • Inge

    Dieser Beitrag ist stinklangweilig. Wem der gefällt, dem gefällt wohl auch Pocher oder Cindy aus Hartz4.
    Solche blöden Anrufe gibt es jeden Tag tausendfach, aber in lustig.

  • WPR_bei_WBS

    @Tom:

    Nein, dem ist nicht so: Die Formulierung “Ich darf nicht sagen, ob…” bedeutet ja, dass man weder etwas sagt wenn es den Mandanten gibt, noch wenn es ihn nicht gibt.

    Ihre Schlußfolgerung läuft im Prinzip auf das Kindergartenspiel hinaus “wenn Du’s ncht sagst, dann stimmt’s”.

  • Martin

    liest sich wie eine 1a social engineering attacke

  • WPR_bei_WBS

    @TKEDM:

    Ich will nicht zuviel verraten (nicht, dass Udo da sonst noch drunter zu leiden hat), aber ich sage nur Notfallhandy.

  • ThorstenV

    Großes Kino :)

  • WPR_bei_WBS

    @Inge:

    Immerhin nicht so langweilig, dass Sie sich nicht doch noch zu einem Beitrag hier bemüßigt sahen.

  • WPR_bei_WBS

    @Martin:

    Nun ja, also ich würde sagen 1a geht anders. Das war wohl eher in der Region 8h. :-)

  • McNugat

    Das hat mir gerade den Tag gerettet! LOL

    Bald lohnt es sich, da mal ein Buch herauszugeben, Titel so in etwa “Meine lustigsten Fälle – dummdreist, dämlich und debil”.

  • ewr

    @WPR_bei_WBS:
    Es wurde ja bereits darauf hingewiesen: Das Problem besteht in der Einleitung “Ich darf nicht sagen, ob …”. Bestünde kein Mandat, dürfte er dies ja sagen. Deshalb zieht das Beispiel mit dem Terroristen auch nicht.

    (Ob der Satz wirklich problematisch ist, kann ich aufgrund fehlender Jurakenntnisse nicht beurteilen. Darüber gestolpert bin ich aber.)

  • WPR_bei_WBS

    @ewr:

    Nein, da besteht kein Problem mit der Einleitung. Er sagt nichts. Die Einleitung erklärt lediglich, warumer nichts sagt. Das ist eben der Unterschied zwischen “ob” und “dass”.

  • John Doe

    Ich bin so frei und spekuliere mal dreist ins Blaue: Die Anruferin sitzt in der selben Agentur oder Amtsstube wie veri. Im Rahmen Ihrer allgemein bekannten Bundestagskandidatur sollte hier versucht werden, ganz plump ein wenig Kompromat gegen Sie zu sammeln.

    Nachtigall, ick hör’ dir trapsen. ;>

  • Frau Meisel

    Huhu Herr Vetter,

    hat meine Schwester schon angerufen?
    :-)

  • ND

    Wie hieß denn der eine da nun?

  • Andreas

    Abgesehen von den linguistischen Spitzfindigkeiten macht ein Anwalt nur dann eine sinnvolle Nicht-Auskunft, wenn er konsequent keine Auskunft gibt. Also auch in dem Fall dass kein Mandat besteht. Wenn das bei Herrn Vetter der Fall ist kann man aus diesem Beispiel eben nicht schließen, dass ein Mandat besteht weil er sich eben auf die Verschwiegenheitspflicht beruft.

  • Clark

    @ben:

    Was hat das mit “Auto fahren” zu tun? Siehe Beitrag 34 von maSu. ;)

    Und ja, ich bin auch eher einfach gestrickt…aber ist es nicht gerade diese Einfachheit im Hinterfragen und Denken, die die Entscheidungen im täglichen Leben so einfach machen sollten und es dann scheinbar wieder nicht tut?
    Ne also im Ernst..ich mach mich nur gern über die Dummen lustig. Ich weiß, dass dies jetzt nicht unbedingt eine herausragende Eigenschaft meines Characters ist, aber ich lieg echt am Boden, wenn ich den Post von Herrn Vetter lese…allein der Satz “meine Schwester entbindet Sie..” ist Gold wert!
    Hey? Wie ungeübt im Denken kann man sein?

    Pauschales OT:
    Mir ist durchaus klar, dass die Wahrnehmungsschwelle des “normalen” Menschen, der von Verarmungsängsten und der eigenen unsicheren gesellschaftlichen Position geplagt wird irgendwo nach “Deutschland sucht das Supermodell” greift und alles andere als “interessiert mich nicht” eingestuft wird, aber hier beginnt die Ignoranz und Arroganz und diese beiden sind es, die ich ankreide;
    nicht die Dummheit per se. Jeder ist mittelbar und unmittelbar für Weltpolitik, unser Rechtssystem, Verkehr und nahezu alle Dinge mitverantwortlich. Und jetzt kommt’s:
    Es ist den Leuten egal!
    Eagl, ob in China 50 der 100 Arbeiter in den Tod springen, solange ihr Retina-Display glänzt. Egal ob 1000 oder 1500 Zivilisten durch Drohnen ermordet werden, solang sie glauben die Partei zu wählen, die ihnen wirtschaftliche Vorteile bringen könnte. Schau dir den Planeten an: Schwule werden verfolgt, jeden Tag sterben 30.000 Kinder an Hunger…das ganze Program aus Krieg, Religion und Wirtschaft halt…
    es ist ihnen egal. Vielleicht ist das die wahre Dummheit…

  • mog0

    @Tom:

    Nöööö,

    streng genommen dürfte er auch nicht sagen, ob (dass) sie keine Mandantin ist.

  • WPR_bei_WBS

    @mog0:

    Eben :-).

    Die Aussage “Ich sage nicht, ob sie Mandantin ist.” ist gleibedeutend mit der Aussage “Ich sage weder dass noch dass sie nicht Mandantin ist.”

  • Xaerdys

    -.-! Eventuell ne Recherche-Aktion einer “Journalistin”?

    @Clark: Was tun Sie gegen den Hunger der Welt, die Verfolgung von Schwulen und so weiter, das ihre Arroganz rechtfertigt?

  • Thorsten

    Das Gespräch hätte ich nach “ich bin die S-c-h-w-e-s-t-e-r” abgewürgt. ;-) Hätte-hätte-Fahrradkette. ;-)

  • Clark

    @Xaerdys:
    Was ich tue? Zuwenig.
    Ich kämpfe seit Jahren gegen Windmühlen und muss immer mehr einsehen, dass sich trotz tausender Gespräche kaum jemand über ein Kopfnicken hinweg überzeugen lässt wenigstens nachzudenken.
    Immerhin schaffe ich es in meinem täglichen Leben, “Andere” zu integrieren und “Normale” zu konfrontieren. Ich nehme mir Zeit und den Mut auch unliebsame Themen mit Freuden und Politikern zu besprechen, ich hinterfrage und engagiere mich über die Wahl hinaus. Ich habe sowohl mein Konsumverhalten angepasst, schreibe Briefe und E-Mails und ich gebe einen sehr kleinen Teil meiner Zeit für Hilfsprojekte, an denen ich persönlich teilnehme, soweit es mein Gesundheitszustand zulässt.
    Meine Arroganz rechtfertige ich damit, ein Teil des besagten Tropfens auf dem heißen Stein zu sein. Ich weiß nichtmal ob’s damit “besser wird”, aber ich weiß dass es anders werden muss.

  • RA Kujus

    Erst fordern, dass niemand etwas erfährt – und dann beschweren, dass niemand etwas erfährt … Sachen gibts;)

  • Schauspielfan

    Ich wusste gar nicht, dass Inge Meisel eine Schwester hat. :-)

    Handelt es sich vieleicht um einen sexuellen Übergriff auf einen jungen mänlichen Schauspieler?

  • RA Arschlocherson

    Guter Beitrag, würde ich wieder lesen.

  • Holger

    “Ihre Schwester hat mir gesagt, dass sie gar keine Schwester hat”

  • Arno Nym

    Hat mir den Freitag etwas verschönert ;)
    Danke Herr Vetter fürs … nicht erzählen.

  • Quacksilber

    A: Hallo Herr Vetter!
    V: Guten Tag.
    A: Eben hat Sie meine Frau angerufen. Die haben Sie ja ziemlich abgebügelt. Hat mir gut gefallen. Übernehmen Sie auch Scheidungen?

  • Knacki

    Die ganze Aufregung um diesen Threat verstehe ich nicht ansatzweise. Solche Gespräche führe ich täglich (auf der Seite des Angerufenen).

  • Jeeves

    @maSu: Was Sie da vorschlagen, gab’s und gibt’s. Man nennt’s Diktatur. Zudem gäb’s dann aus ZWEI Gründen nix mehr zum lachen.

  • isch

    Ich lachte heftig.

  • user124

    ich kann nicht begreifen, warum sich hier so viele kommentare darüber ereifern, dass sich jemand um seinen angehörigen sorgt und andere um hilfe bittet. ich finde das überhaupt nicht blöde, sondern mitmenschlich. es hätte übrigens auch andere möglichkeiten im gespräch gegeben, als sich genüsslich an der naivität zu weiden (vielleicht sogar mit dem hintergedanken dies später im blog auszuschlachten?)

  • Bernhard

    Welcher Radiosender war dat?

    Auf dem Niveau, auf dem die Leute denken, sprechen sie.

  • WPR_bei_WBS

    @user124:

    Ich kann ihren Beitrag nicht verstehen. Was heißt denn hier “um Hilfe bittet”? Die Anruferin wollte UV nicht beauftragen, sie gang davon aus er würde die angebliche Schwester schon vertreten.

    Und er ist doch der erbetenen Hilfe ganz klar nachgekommen: Er hat nichts gesagt (das wollte die angebliche Schwester ja vorgeblich erreichen). Also, wo ist das Problem?

    Und welche anderen Möglichkeiten denn bitte? Er hat doch mehrmals klipp und klar erklärt, dass er nicht sagen darf – zu niemandem. Danach ist es wohl ziemlich eindeutig, dass es der Anruferin nur darum ging, doch noch irgendwie die erwünschnten Informationen aus ihm rauszuleiern.

  • Christian

    @user124: Ja, wir denken ja schon an die Kinder!

    Problem bei vielen Leuten ist dass sie es einfach nicht gewohnt sind hinterfragt zu werden. Egal wie berechtigt, da wird direkt auf Angriff geschaltet. Da können Ärzte, Polizisten und viele andere Berufsgruppen ganz ähnliche Liedchen singen.

  • Quacksilber

    Missverständnisse sind eine stetige Quelle der Heiterkeit. In der Apotheke:

    K: Ich hätte gern ein paar Schlaftabletten. Eine rosa Packung, nicht so (tippt auf eine grüne).
    A: Sie schlafen also schlecht?
    K: Nein. Wieso?
    A: Ich gebe ihnen besser etwas gegen Gedächtnisstörungen.
    K: Das nützt mir nichts. Wenn Oma vergessen würde, dass sie nicht schlafen kann, wäre ich nicht hier.
    A: Ah, also die Oma.
    K: Ja, und sie will Schlaftabletten haben. Sie ist ein Dickkopf. Ich hatte es schon mit Abführmitteln versucht, damit sie sich freut, nicht einzuschlafen, weil sie sonst vom Klo kippt. Aber die Packung war grün und so hat sie sie nicht genommen.

  • Holger

    Manche Leute geben einfach alles raus, wenn sie angerufen werden und der Gegenüber behauptet, dass er jemand bestimmtes ist.

    Ich empfehle da gerne Kevin Mitnick:
    http://en.wikipedia.org/wiki/The_Art_of_Deception

  • leser

    Ein Satz, den sie Anruferin vermutlich verstanden und akzeptiert hätte, ist:

    “Ich darf nicht mit Ihnen sprechen”

    Gegebenfalls ergänzt um
    * Die drohenden Folgen (“Da würde ich meinen Job verlieren.”, “Da drohen mir schwere Konsequenzen”)
    * Bedauern (“Das tut mir jetzt wirklich leid. Sie machen sich Sorgen um ihre Schwester und ich darf ihnen nicht das geringste sagen. Aber mir sind die Hände gebunden.”)
    * Anekdoten

    Variante:
    “Ich darf zwar nicht mit Ihnen über Ihre Schwester sprechen, aber es kann mir niemand verbieten, Ihnen zuzuhören. Wenn Sie mögen, erzählen Sie mir gerne ein wenig über Ihre Sorgen.”

  • user124

    @WPR_bei_WBS:
    stimmt, du hast meinen beitrag nicht verstanden, bezog er sich doch auf die kommentare hier, die der anruferin blödheit usw. vorwerfen. und selbstverständlich gibt es andere möglichkeiten, zb der direkte rückruf bei der schwester/mandantin und der nachfrage, ob es akutelle probleme gibt. im übrigen https://www.lawblog.de/index.php/archives/2005/10/29/kenne-sie-nicht/ wird in diesem blogeintrag von uv thematisiert, dass er als anrufer bei einer behörde keine vollständige auskunft bekommt.
    ich kann den witz dieses blogeintrag nicht verstehen. sich über die naivität anderer lustig zu machen ist nicht mein humor.

  • ich_bin’s!

    … als Nächstes kommt ein Anruf der folgendermaßen beginnt:

    ” Hallo, hier spricht meine Schwester! Hiermit erlaube ich Ihnen, meiner S-c-h-w-e-s-t-e-r alle Auskünfte zu geben…. ”

    *ROFL*

  • WPR_bei_WBS

    @ich_bin’s!:

    Vielleicht ruft als nächstes der Vater der beiden an: “Als Vorsitzender des Familienrates habe ich rechtskräftig beschlossen, dass die Schwester meiner Tochter Meisel alles von Ihnen erfaren darf. Ausführen!” :-)

  • WPR_bei_WBS

    @leser:

    Ich bin sicher, die Anruferin hat das schon verstanden, wollte es aber nicht verstehen.

  • Sinnfrei

    Und: Noch was gehört? :)

  • Kinch

    @WPR_bei_WBS:

    Warum das? Die Antwort “Nein, ich darf nicht sagen, ob sie meine Mandantin ist.” ist nur eine etwas detailierter Formulierung der Aussage “Ich sage nichts.”

    Ist das so? Die Schweigepflicht betrifft doch nur die eigenen Mandanten. Wenn jemand tatsächlich kein Mandant des Anwalts ist, dann darf dieser Anwalt das auch so sagen, oder nicht?

    Die Aussage, dass man nicht sagen darf, ob man jemanden als Mandanten hat impliziert dann doch, dass man ein Schweigepflicht-Verhältnis zu dieser Person hat, d.h. man ist sehr wahrscheinlich ihr Anwalt.

  • Kinch

    @Tom: In der Tat. Wenn die Schweigepflicht auch diesen Fall miteinschließt könnte man das leugnen.

  • alfred

    Solche Gespräche sind schnell beendet, wenn man Gründe nennt, die den Leuten sofort einleuchten.
    “Wenn ich der Anwalt Ihrer Schwester wäre, dann dürfte ich Ihnen nicht mal darüber Auskunft geben. Ich kenne Sie ja gar nicht, Sie könnten ja genauso die Schwester vom diesem einem Typen, vor dem Sie den Anwalt warnen wollen sein, und Sie würden sich zurecht aufregen, wenn ich auf Zuruf… Genau, sehen Sie… gern geschehen, Ihnen auch einen schönen Tag”.
    Ich denke aber, der Dame ging es um etwas ganz anderes.

  • Ingo

    @alfred: Es gibt Menschen, deren intellektuelle Kapazität ist derartig gering, dass man sagen kann, was man will – es wird nicht ankommen. Derartige Leute sind oft nicht in der Lage, adäquat zu kommunizieren.

    Da ist dann leider Hopfen und Malz verloren. Falls das Mandat verloren geht – mein Gott. Hat man sich ‘nen Haufen Ärger erspart.

  • mah

    Jetzt ruft die Schwester bei Ihnen wieder an und wird Sie wieder beschimpfen, weil Sie den über den Fall im Blog geschrieben haben haben.
    Könnte ja sein, dass dieser Kerl diesen Blog Eintrag liest und dann halt zu allem fähig wird.

    :P

  • Autolykos

    @mah: Ich nehme an, UV hat den Namen geändert. Und der restlichen Geschichte nach zu urteilen wird die betreffende Person vermutlich nicht zu der geistigen Transferleistung in der Lage sein, die Ereignisse dann noch wiederzuerkennen.

  • jondoejersey

    musste laut lauchen.

  • WPR_bei_WBS

    @Kinch:

    Ne nicht ganz: “Ich darf nicht sagen, ob” impliziert eben nicht, dass jemand Mandant ist, sondern bedeutet “Ich dürfte es nicht sagen, wenn es tatsächlich so wäre.” Ein “ich darf nicht sagen, dass” dagegen impliziert, dass derjenige Mandant ist.

  • krisgri

    “Am Telefon möchte ich dazu nichts sagen, das wird ja vielleicht abgehört, aber geben sie mir doch ein Adresse und ich schick ihnen das zu …”

  • erforderlich

    Schön zu sehen, dass manche den Datenschutz noch ernst nehmen. Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass eine Familienangehörige einfach in meinem Namen hinter meinem Rücken Informationen eingeholt oder Dinge vereinbart hat. Dieses Social Engineering funktioniert besonders gut, wenn man viel Zeug daherlabert, am besten mitleidsheischendes, ohne Punkt und Komma und so tut als gäbe es mit der Auskunft keine Probleme. Funktioniert bei Vermietern, Handwerkern, Arbeitsamt, usw. Nur bei der Bank hats nicht funktioniert.

  • WPR_bei_WBS

    @erforderlich:

    Da fällt mir auch wieder mein damaliger Mathe- und Stufenlehrer positiv ein. Meine Mutter erzählte amüsiert, dass dieser beim Elternsprechtag (er war gleichzeitig auch Mathelehrer meiner jüngeren Schwester) quasi entschuldigend oder schon fast traurig (gut, kann ich mir bei dem “cooen Sack” nicht vorstellen) meinte, über mich (Ü18) dürfe er ja nichts (mehr) sagen.

    Sollte zwar eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein (der hätte ungeachtet des Inhalts von mir sonst auch was zu hören bekommen), aber trotzdem: Positiv :-).

  • Agentenzwicker

    SOCIAL ENGINEERING

    Das Brot- und Butter-Geschäft von Geheimdiensten.

    Dieser Spezialagent, der auf Udo Vetter angesetzt ist, muss noch üben.

  • demosthenes

    Hat hier noch niemand daran Gedacht, dass die ganze Geschichte eine Metapher sein soll?
    Ersetzt doch mal die Schwester mit den USA, den Mandaten mit der BRD und den armen Anwalt mit irgendeinem x-beliebigen Internetdienstleister…

  • a.n

    @WPR_bei_WBS: Wie gesagt, es geht überhaupt nicht um “dass” oder “ob”, da “ich darf nicht sagen” schon transportiert, dass eine Schweigepflicht besteht. Und wann besteht die Schweigepflicht? Bei einem Mandat.

  • a.n

    Ich hab die Lösung:

    “Ich darf nicht sagen, dass Ihre Schwester meine Mandantin ist.”

    Fall eins: Sie ist Mandantin, die Aussage ist korrekt.
    Fall zwei: Sie ist keine Mandantin und da Herr Vetter grundsätzlich nicht lügt, darf er nicht fälschlicherweise das Gegenteil behaupten. Also wieder korrekt. :-)

  • marcus05

    @Holger:

    Ist das was im Buch steht brauchbarer als die völlig weltfremden Beispiele auf der Wikipediaseite?

  • Ali Schwarzer

    Alltag für einen Bankmitarbeiter. :S

  • Fleischgewehr

    Herr Vetter, nur damit das endlich einmal klar ist: Ich habe Recht und bin im Recht, mir egal was Sie sagen. Nur weil Sie Rechtsanwalt sind…also wissen Sie. Ich lasse so nicht mit mir umgehen! Recht muss Recht bleiben! Wir sind hier nicht in Dschingis Khan!

    :3

  • Autolykos

    @demosthenes: Dann müsste die Schwester aber peinliche Photos von UV haben und/oder drohen sein Bankkonto einzufrieren und seine Kanzlei anzuzünden.

  • Kafker

    Die Frage ob das Mandat besteht dürfte in dem Moment geklärt sein, in dem die Sekretärin den Anrufer zum Anwalt durchstellt.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass jeder, der irgendeinen Namen am Telefon von sich gibt, gleich mit Herrn Vetter persönlich sprechen darf.
    Auf der anderen Seite wird die S-c-h-w-e-s-t-e-r ja auch nicht jede Kanzlei in Deutschland anrufen um heraus zu finden wo das entsprechende Mandat von Frau Meisel besteht. Sie wusste es sowieso oder hatte eine Vermutung und alleine dadurch, dass sie mit Herrn Vetter gesprochen hat, hat sie die Bestätigung bekommen, unabhängig von “dass” oder “ob”.
    Nichtsdestotrotz hat sie ja dann sehr viel mehr nicht erfahren.

  • erforderlich

    @a.n: Nach meinem Verständnis gilt die Schweigepflicht auch quasi bei Nicht-Kunden. Er darf also weder sagen, dass sie bei ihm ist, noch, dass sie es nicht ist, falls sie es nicht ist. Also ich sehe in der Formulierung keinen Hinweis darauf. Wie Kafker schon bemerkt gehen da mehr Informationen rüber dadurch, dass das Gespräch angenommen wurde, aber dennoch bezweifel ich, dass im Falle es geht vors Gericht irgendein Richter ernsthaft die Schweigepflicht dadurch verletzt sehen würde.

  • Erna

    @Dave: Also zu einer Seite, die neben dem meist absolut unlustigen Content ihrer Nutzer nur vom Verwursten und Stehlen anderer Leute Inhalte lebt? Die diese Inhalte dann auch noch frech mit eigenen Watermarks zukleistert?*

    Neee, lieber nicht.

    *
    http://www.reddit.com/r/4chan/comments/zacju/9gag_repost_machine_explained

  • Airtower

    @demosthenes: Wenn das eine Metapher wäre in welcher der Anwalt für einen Internetdienstleister steht und die Anruferin für einen Geheimdienst, wäre das Ergebnis aber ein ganz anderes: „Tut mir leid, Frau Meisel, ich kann ihnen nichts dazu sagen. Regnet es bei Ihnen eigentlich auch? Wenn das aufhört, muß ich dringend noch Altpapier wegbringen, glücklicherweise ist der Container direkt vor der Tür. Leider passiert es mir immer wieder, daß Kopien aktueller Akten neben dem Container landen. Hoffentlich sammelt die kein neugieriger Nachbar auf. Naja, schönen Tag noch!“

  • klugscheißer

    @Andreas Moser:
    Damit wäre ja die Schweigepflicht verletzt, denn dann wäre klar, dass Anwalt und (potenzielle) Mandantin gesprochen haben.

  • Dimebag

    Sehr schön.

    Nur was genau soll jetzt der andere Anwalt tun?

  • WPR_bei_WBS

    @a.n:

    Wie gesagt, es geht überhaupt nicht um “dass” oder “ob”, da “ich darf nicht sagen” schon transportiert, dass eine Schweigepflicht besteht. Und wann besteht die Schweigepflicht? Bei einem Mandat.

    Falsche Schlußfolgerung!

    “Ich darf nicht sagen ob” sagt konkret aus, dass man auch bei einem Nicht-Mandanten nicht sagen darf, dass/ob dieser nicht Mandant ist.

    Das “ob” spricht also von einer Schweigepflicht in beiden Fällen (Mandant und Nicht-Mandant), onsofern kann man aus dieser Aussage eben nicht schließen, ob Frau Meisel jetz überhaupt Mandantin bei Udo ist.

    Ob diese Aussage (“Ich darf in beiden Fällen nichts sagen.”) jetzt eine rechtliche Grundlage hat oder nicht, dass steht auf einem anderen Blatt, ist aber für die Aussagelogik unerheblich.

    Neben allem Theoretisieren können wir ja auch einfach den Praxistest machen: Ist Frau Meisel jetzt eine Mandantin von Herrn Vetter oder nicht?… Genau, wir können es nicht sagen :-).