Aus dem Schreiben eines Mitverteidigers:
… bitte ich höflich, vor meiner Mühe, eine schwere Kiste Aktenmaterial auf der Geschäftsstelle abzuholen und zu studieren, über meinen Beiordnungsantrag zu entscheiden.
Aus dem Schreiben eines Mitverteidigers:
… bitte ich höflich, vor meiner Mühe, eine schwere Kiste Aktenmaterial auf der Geschäftsstelle abzuholen und zu studieren, über meinen Beiordnungsantrag zu entscheiden.
Ich bearbeite gerade einen Fall mit Untersuchungshaft. Erste Station: Berlin-Moabit.
Da ist es wirklich gut, wenn man die Angehörigen wegen der endlosen Formalien für einen Besuch auf so vorbildliche Informationsseiten wie diese verweisen kann.

Das fange ich heute nicht mehr an.
Ein Geldeingang von fünfhundertzweiundneunzigtausend Euro. Normalerweise ruft jemand von der Bank an und fragt, ob das Geld auch wirklich für uns bestimmt ist.
Diesmal nicht.
Mal sehen, ob sie sich wenigstens vergewissern, wenn der (alleralleraller)größte Teil weiter überwiesen wird.
Sehr geehrter Herr Vetter,
Ihr Schreiben habe ich erhalten. Ich werde mich mit gleichem Datum mit Ihrem Mandanten in Verbindung setzen, da ich der Auffassung bin, dass wir erwachsen genug sind, die Dinge anders als über Anwälte zu regeln.
Ich lasse mich überraschen.
Eine kleine, unvollständige Zusammenstellung einiger interessanter Links aus den letzten Tagen. Jeweils mit Dank an die Einsender:
– Mazda: Einmal wöchentlich den Ölstand messen (Tilman Hausherr);
– Straftäter produzieren – für die Statistik (Charly);
– der Surfpoeten-Wahlcomputer (Simone aus dem Büro)
– Kandidatenwatch (Andrea Altefrone);
– „Gelber Punkt“ in Düsseldorf (Wolfgang Gibisch);
– Eiliger Terroristentransport (Hartmut Nissen);
– Abgehörte Selbstgespräche sind nicht vewertbar (Steffen).
„Meine 800 Euro im Monat möchte ich schon rausbekommen.“
Spiegel online berichtet über eine Anwältin, die auf dem Kasseler Markt einen Stand bezogen hat.
Wahlblog mal anders. Journalist Mario Sixtus und Fotograf Christof Wolff tingeln ab nächsten Montag vier Wochen durch die Republik. Im Auftrag des ZDF suchen sie nach den interessanten Geschichten abseits der großen Politik:
… greifen wir auf uralte, nichtsdestoweniger recht bewährte journalistische Techniken zurück: ‚rausgehen, mit den Menschen sprechen, Fotos machen, aufschreiben, fertig. Eigentlich also wie früher, nur geht das Geschriebene und Fotografierte diesmal halt nicht den langen Marsch durch die Redaktionsinstanzen sondern fließt direkt hinaus ins Web.
Wir setzen unser Unterhaltungsprogramm fort und schalten zu Mein Parteibuch.
Dort lernen wir, dass schon die Nennung eines Namens auf einer Webseite das Persönlichkeitsrecht verletzt. Außerdem lernen wir, dass man verlangen kann, nicht von anderen Webseiten aus verlinkt zu werden.
Man kann nur hoffen, dass der Herr Bartels seine Prozesse auch gewinnt. Sonst schalten wir nämlich bald nicht mehr um, sondern das Internet ab.
Heute mal wieder ein grandioser Auftritt am Amtsgericht:
Die Gegenseite klagt 7.200 € ein. Ich biete als Vergleich 2.000 € an. Die Gegenseite und die Richterin verziehen das Gesicht. Die Richterin schlägt 3.000 € vor.
Darauf mein Vorschlag: Wenn wir mehr bezahlen, könnte man ja wenigstens die Kosten gegeneinander aufheben (jede Seite trägt ihre Anwaltskosten selbst und zahlt die Hälfte der Gerichtskosten).
Das war ungefähr so schlau wie die berühmte Aussage eines Fußballers: „Mit einem Drittel sind wir nicht zufrieden, wir wollen mindestens 25 %.“
Der Mandant trug es mit Fassung. Ich werde aber wohl trotzdem ungefragt seine Rechnung um die vermurkste Quote reduzieren.
„Sag` mal, was läuft da zwischen dem Türck und seiner Anwältin?“
„Keine Ahnung, ich kenne keinen von beiden.“
„Na ja, du und Türck hättet es jedenfalls nicht zu einem dreispaltigen Foto gebracht.“
Ist es nicht schön, wenn man ein Inlokal betreibt? Dann ist am Samstagnachmittag viel los. Da hat man es nicht nötig, neue Gäste eines Blickes zu würdigen. Fünf Minuten, zehn Minuten, fast eine Viertelstunde. Da kann man erst an dem einen Nachbartisch fragen, ob noch was gewünscht wird. Dann an den anderen kommen, Essen abliefern. Und muss die Leute dazwischen schlicht nicht wahrnehmen.
Sicher, es war schönes Wetter. Die Personaldecke nicht komfortabel. Trotzdem wäre es ja vielleicht möglich gewesen, den brav Wartenden was zuzurufen: „Tut uns Leid, ich komme hier gerade nicht klar. Bitte noch ein klein wenig Geduld“. Hätte völlig gereicht. Ein kleiner Überbrückungsdrink wäre sogar die Rettung gewesen. So richtig eilig haben es die meisten um die Uhrzeit ja nicht.
Wir sind – eigentlich zu spät – einfach aufgestanden. Das war offensichtlich ein Signal. An zwei Nebentischen entschlossen sich die Leute ebenfalls zum Abmarsch. Wir haben uns im Eingangsbereich ausgetauscht, wo man in Düsseldorf derzeit als Gast besser dran ist. Das Ergebnis: gut zwei Dutzend Läden. Der Kellner schlängelte sich derweil zweimal zwischen uns durch und tat so, als würde er gar nichts merken.
In sechs bis acht Monaten klebt er Zeitungspapier an die Fensterfront.
Nur 7 % der Blogleser finden es überhaupt nicht gut, wenn in einem „kommerziellen“ Weblog neben beruflichen auch private Informationen stehen. Basic Thinking hat so eine Befragung ausgegraben.

Quelle: wulkan (www.wulkan-comic.de)
Zu einer Eröffnungsfeier zum Weltjugendtag werden am Dienstag 51.000 Besucher in der Düsseldorfer Arena erwartet. Der Clou: Karten gibt es nach einem Bericht der NRZ nicht – es sollen einfach alle kommen. Wenn 35.000 Gäste in der Arena sind, will man die anderen „per Lautsprecherdurchsagen“ darüber informieren, dass sich die weitere Anreise nicht lohnt.
Da kann man nur hoffen, dass es sich wirklich um friedliebende und duldsame Menschen handelt.