Marcel Bartels erstattet Strafanzeige gegen einen Branchenbuchverlag.
CRIME OF THE DAY
Die Polizei gibt meinem Mandanten Gelegenheit, sich schriftlich zu folgendem Tatvorwurf zu äußern:
Parkplatz Aldi-Filiale, Gerangel mit Einkaufswagen
NOCH MAL
Die Anwälte kommen aus einer großen Kanzlei. Sie vertreten eine große Versicherung. Keine Ahnung, warum ausgerechnet sie Forderungen aus rechtskräftigen Kostenfestsetzungsbeschlüssen noch einmal einklagen („überdies sind bis heute folgende Kostenbeschlüsse aus den Vorprozessen nicht bezahlt“).
Wie es aussieht, wird auch hinter Marmorfassaden nur mit Wasser gekocht.
VERBESSERT
Am 5. März 2005 habe ich über ein umständliches Formular des Amtsgerichts Hagen berichtet.
Ich will nicht behaupten, dass es an mir liegt. Aber ich will nicht versäumen zu erwähnen, dass auch im Gerichtsbereich Kundenfreundlichkeit ein Ziel zu werden scheint. Wer es nicht glaubt, betrachtet dieses PDF.
BANKGEHEIMNIS
Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages beschreibt „Das Bankgeheimnis“.
Lesen und ein bisschen schlauer sein.
LEIHMATTEN
Der Kollege hat anscheinend keine Laufkundschaft :-)
„$:!“:!)&$
Mein Geburtsdatum?
„$:!“:!)&$
Ich habe die Mail noch mal geschickt. Mit der Feststelltaste aus.
WORLD OF WARCRAFT UND DIE KOSTEN
Von Diplom-Jurist Sascha Kremer
Online-Spiele (genauer wohl Massive Multiplayer Online Games oder kurz
MMORPG) sind für Spielehersteller und Spieler gleichermaßen interessant: Der Hersteller verdient nicht nur beim erstmaligen Verkauf des Spiels über die Ladentheke, sondern auch an in der Regel monatlichen Abo-Gebühren für das Bereithalten des „Spielbretts“ im Internet. Der Spieler kann dafür im Gegenzug die Vorzüge einer im Grundsatz unendlichen Spielewelt genießen, in der er auf „reale“ Kontrahenten und Mitstreiter stößt.
Eines dieser Online-Spiele ist World Of Warcraft. Hersteller Blizzard gestattet jedem Käufer nach dem Kauf des Spielepakets für einen Monat die kostenlose Nutzung der Online-Spielewelt, danach ist der Abschluss eines Abos mit einer Vertragslaufzeit von einem, drei oder sechs Monaten fällig.
Der „Haken“ des Abo-Modells: Nur in den Zahlungsbestimmungen wird darauf hingewiesen, dass sich das Abo nach Ablauf der Vertragslaufzeit automatisch um die jeweils gewählte Vertragsdauer verlängert, wenn der Nutzer nicht vorher kündigt.
VERANLASSUNGEN
Aus dem Schreiben einer Körperschaft des öffentlichen Rechts:
Es handelt sich hierbei um eine reine Formsache, aus der sich für Sie nicht die Notwendigkeit zu weiteren Veranlassungen ergibt.
ABGELEHNT
Die Ruhr-Universtität Bochum lehnt meinen Antrag auf Verleihung des Titels „Diplom-Jurist“ ab. Dabei hatte ich doch so freundlich gefragt. Jetzt muss ich wohl Widerspruch einlegen.
Hoffentlich bin ich nicht der erste, der klagt.
EBAY: MITHAFTUNG
Wer anderen Personen seinen ebay-Account zur Verfügung stellt, haftet für deren Rechtsverletzungen. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main verurteilte einen Mann, dessen Frau über sein Konto gefälschte Markenware verkauft hatte.
Näheres zu der Entscheidung weiß Dr. Martin Bahr.
AKTION GEMEINSINN
Ich habe mein Auto heute auf den Behindertenparkplatz gestellt. Gleich rechts neben dem Eingang zum Büro, am Ende der Lützowstraße.
Als ich ausstieg, schlenderte ein mittelaltes Pärchen vorbei. Wahrscheinlich auf dem Weg zum Rhein. Das sei ja wohl eine Unverschämtheit, ereiferte sich der männliche Teil des Pärchens. Ob ich denn keine Augen im Kopf hätte. Sein Daumen zuckte auf dem Handyhalfter. „Ich kann Sie gerne abschleppen lassen. Wünschen Sie das?“
Der weibliche Teil des Pärchens war schon mal weitergegangen. Offensichtlich war zumindest sie in der Lage, das Zusatzschild richtig zu lesen:
Mo – Fr
7 – 19 Uhr
Ein resolutes „Nun komm schon, Hans-Jürgen“ machte dem Spuk ein Ende.
WHAT A FEELING
Klar, es war eine schöne Sommernacht. Mein Bekannter Herr S. war beschwingt. So sehr, dass er auf dem Nachhauseweg von der Rheinuferpromenade nicht nur Rad gefahren ist, sondern gleichzeitig noch übers Handy turteln musste.
Dass das Gespräch wichtig war, zumindest für den weiteren Verlauf des Wochenendes, unterstelle ich. Ansonsten hätte Herr S. das Mobiltelefon in die Tasche stecken können, als er neben einem Streifenwagen hielt, der an einer roten Ampel wartete. Vielleicht hätte er sich auch das (Selbsteinschätzung) dämliche Grinsen sparen sollen.
Waaaaas, das Handyverbot gilt auch für Radfahrer?
Yep.
Aber die Aussage des Polizisten, dass der Spaß 40 € und einen Punkt in Flensburg kosten wird, kann ich nicht nachvollziehen.
Nach meinem Bußgeldkatalog zahlen telefonierende Radfahrer 25 €.
SINGLE LIFE
Der Mann vom Pizzataxi: Hatten Sie nicht gestern auch schon bestellt?
Ich: Ja, warum?
Der Mann vom Pizzataxi (feixt garantiert in Richtung seiner Kollegen): Och, nö, nur so, wir freuen uns ja…
ABT. BENEFIT
Wenn Sie schon mit der elektrischen Zahnbürste durch die Wohnung schlendern, halten Sie den Mund geschlossen.
Zumindest vor den Krawatten.