25.5.2006

NACH DEM PULVERDAMPF

heise online: Rechtliche Konsequenzen der eDonkey-Razzia

22 Kommentare zu “NACH DEM PULVERDAMPF”

  1. Mantla meint: (25.5.2006 um 18:49) AntwortenReply to this comment

    "So fabulieren selbsternannte Experten schon von Schadensersatzforderungen in Höhe von bis zu 40 Millionen Euro gegen einzelne Nutzer."

    Kann ich mir schon bildlich vorstellen… der Sabber läuft.

    Sollen sie doch dankbar sein, die Experten. Haben die Spitzenuser doch "bis zu 8000 Dateien" angeboten. Sagen wir pro Album 15 Lieder, macht ~533 CDs. Bei einem günstigen Preis von 25€ pro Stück macht das lediglich lächerliche 13325€.

  2. jothaka meint: (25.5.2006 um 19:48) AntwortenReply to this comment

    @1 Es geht ja nicht um den Schaden den der einzelne an sich verursacht hat.
    Dadurch, das er die Tracks online freigegeben hat, fügt er der Musikindustrie folgenden Schaden zu:

    1 x 25€ Diebstahl für das persönliche Wohl
    X x 25€ Zurverfügungstellung der Tracks für mögliche 1500000 Nutzer

  3. jothaka meint: (25.5.2006 um 19:52) AntwortenReply to this comment

    @1 Es geht ja nicht um den Schaden den der einzelne an sich verursacht hat.
    Dadurch, das er die Tracks online freigegeben hat, fügt er der Musikindustrie folgenden Schaden zu:

    1 x 25€ Diebstahl für das persönliche Wohl
    1.500.000 x 25€ Zurverfügungstellung der Tracks für mögliche sagen wir mal 1.500.000 Nutzer die gerade möglicherweise diese Datei hätten laden können und dieses Alben auch gekauft hätten, wenn es obengenannter Dieb nicht Online gestellt hätte.

    Macht zusammen: 37500025 € Schadensersatz, natürlich zuzüglich einer möglichen Strafzahlung an einen Verein von Richters Gnaden.

  4. Torsten meint: (25.5.2006 um 19:56) AntwortenReply to this comment

    Laut IFPI ist grade Mal ein Viertel der Strafanträge bisher mit Vergleichszahlungen zu Ende gegangen…

  5. Mantla meint: (25.5.2006 um 20:57) AntwortenReply to this comment

    Oh, ich wechsel die Lager.

    http://www.142-europa.s-cool.org/?action=ctr

    Internetanschlüsse: 39.000.000

    Alles potentielle Downloader, man kann ja auch nicht alle Server überwachen.

  6. erbfeind meint: (25.5.2006 um 21:33) AntwortenReply to this comment

    Wie war noch mal das Gleichnis (falls es überhaupt eins war) vom zahnlosen Tiger?

  7. alfs meint: (25.5.2006 um 21:47) AntwortenReply to this comment

    Wär es für die Autoren der Tauschbörse nicht möglich die Herren, welche die User abmahnen, ebenfalls abzumahnen, weil sie z.B. mit selbstgeschriebener Software die Stabilität des Netzes gefärdern (?)????

  8. schnap meint: (26.5.2006 um 01:15) AntwortenReply to this comment

    Bei napst5er gibt es für 9,90 Euro pro Monat Zugriff auf über eine Million Titel.

  9. jo meint: (26.5.2006 um 01:43) AntwortenReply to this comment

    @jothaka/2&3: Ich glaube, du bringst da nicht nur Straf- und Zivilrecht durcheinander, sondern auch Realität und Wunschdenken.

    @schnap/8: In vergleichsweise bescheidener Qualität, nutzbar nur während des Abozeitraums und auf dem Rechner. Will man Titel auf CD brennen oder auf einem mobilen Player hören, sind pro Track 99 Cent bzw. pro Album 9.99 Euro fällig. Eine Umgehung des DRM ist bekanntlich strafbar, das Argument "Privatkopie" greift also nicht.

  10. GHLing meint: (26.5.2006 um 08:07) AntwortenReply to this comment

    Dazu mal eine Frage….
    bin jetzt nicht betroffen, es würde mich aber sehr interessieren, was passieren würde, wenn man diese Vergleiche ablehnt. Scheint ja bisher noch nicht vorgekommen zu sein, wäre aber sehr interessant in meinen Augen.
    Vor allem, weil dann erstmal nachgewiesen werden müsste, das hinter dem Dateinamen "Artist – Titel.mp3" auch wirklich dieses Original-Lied ist. Könnte ja genauso das Party-Gegröhle von letztem Samstag sein….

    Ich bin nicht betroffen, aber würde mich trotzdem sehr für sowas interessieren. Auch was das ganze an Kosten aufwerfen würde, sowohl an Anwälten als auch an möglicher Strafe.

  11. Anonymous meint: (26.5.2006 um 08:34) AntwortenReply to this comment

    @10: Der Nachweis könnte im Einzelfall schwer sein.
    Die gängigen Tauschbörsenclients verwenden aber doch Prüfsummen, um eigene Titel mit u.U. von anderen unter geändertem Namen angebotenen identischen Titeln abzugleichen.

    Wenn dann irgendein Mainstream-Titel 100mal angeboten wird, dürfte es schwer sein, sein Party-Gegröhle mit der selben Prüfsumme in die Börse zu drücken oder damit zu argumentieren.

    Im Zweifelsfalls wird eh der Rechner beschlagnahmt.

    Dem kann man mit etwas Verschlüsselung wohl abhelfen – so lange es keine Beugehaft gibt, um das Passwort rauszupressen ;-)

  12. wolfgang meint: (26.5.2006 um 09:05) AntwortenReply to this comment

    was mich dann auch noch interessieren würde ist: glaube die denn wirklich das ein otto normalbürger, der ja ausschließlich raubkopiert, ca. 30 MILLONEN Euro zur verfügung hat um derartige vorderungen zu bezahlen? es macht mich immer wieder stutzig, wie solch ein system funktionieren soll.

    wenn die BRD die neuverschuldung nicht

  13. wolfgang meint: (26.5.2006 um 09:07) AntwortenReply to this comment

    Ahh Herr Vetter, können Sie bitte mein "kleiner als"-Zeichen aus dem Kommentar durche ein evtl. weniger schwerwiegenderes Zeichen ersetzen?

  14. Dietrich meint: (26.5.2006 um 10:45) AntwortenReply to this comment

    @11: es gibt keine Verschlüsselung, die sicher ist. Das wäre also nicht mein Weg. Ich würde mich eines Proxys bedienen, dann ist meine IP-Adresse weg, siehe dazu z.B. > http://anon.inf.tu-dresden.de/
    Denen wollte das BKA mal auf die Füße treten, hats aber nicht so richtig geschafft.

    Halt!
    Das ist keine Anleitung zur Begehung einer Straftat. Das ist ein technischer Hinweis, wie das Internet mittels Mixe anonym benutzt werden kann.

  15. jothaka meint: (26.5.2006 um 14:50) AntwortenReply to this comment

    @9 Mit dem Zivil-und Strafrecht dürftest du ganz gewiß Recht haben.

    Zum Rest: Für umsonst habe ich ja nicht so übertrieben im Konjunktiv I & II geschrieben. ;-)

    Ich bin doch dafür, das 3W endlich ein Ironietag für HTML einführt

  16. Anonymous meint: (26.5.2006 um 17:58) AntwortenReply to this comment

    @14
    Ueber JAP kann man meines Wissens nach keine P2P Software laufen lassen.

  17. Dietrich meint: (26.5.2006 um 19:52) AntwortenReply to this comment

    @16: P2P geht. Das erfordert allerdings etwas Trickserei. Was spricht allerdings dagegen, sich z.B. 'Azureus' zu bedienen? Das hat nichts mehr mit P2P zu tun, das Bit-Torrent-Protokoll funktionier ( aus gutem Grund) etwas anders und ist deshalb der Musik- und Filmindustrie auch ein Dorn im Auge, weil die genannte Industrie etwas Schwierigkeiten hat, die datenliefernden Server 'dingfest' zu machen. An die Torrent-Server wollte die U-Industrie auch schon mal ran – die liefern nicht eine Note oder eine Filmsequenz – das war nix.
    Und wenn Du jetzt über einen Proxy auf einen Torrent-Server zugreifst und – ähm, lasse ich lieber. Sonst wird Udo vielleicht sauer :-)
    Azureus: http://azureus.sourceforge.net/

  18. ingo meint: (26.5.2006 um 20:02) AntwortenReply to this comment

    @11: bauchschmerzen verursacht bei mir eher die tatsache dass man bis zum abschluss des downloads ja nie weiss ob es sich tatsächlich um die gewünschte datei handelt. da will ich mir z. b. ein legal erstelltes video von einem autorennen herunterladen und stelle hinterher fest dass es die letzte cd der kastelruther spatzen ist, die ich aber selbst wenn ich sie sofort lösche vorher schon unwissentlich mit verbreitet habe. wie will ich denn dann beweisen dass ich davon nichts wusste und nichts illegales tun wollte?

  19. Dietrich meint: (26.5.2006 um 20:19) AntwortenReply to this comment

    @18 ingo:
    wie sich das mit Videos verhält, ist mir nicht bekannt, ich bin kein Video-Fan, sondern eher Musikfan. Ohne Torrents: z.B.
    http://www.garageband.com. Legal, es sind alle (bis auf Klassik) Musikrichtungen vertreten. Dann nimmst Du einen Player (ich benutze Quicktime), der sofort anspringt und nicht einen, wie z.B. WinAmp, der den Song erst komplett runter laden muss. Gefallen die ersten Takte und Noten, dann wird das Ding runtergeladen. Gefällts nicht, hast Du keine Zeit verschwendet.
    Wie war das?
    Richtig!
    tiktak Taktik macht das Leben (manchmal) leichter.

  20. schorsch clowny meint: (26.5.2006 um 20:36) AntwortenReply to this comment

    "Tatsächlich ist bis heute erst ein deutsches Strafurteil bekannt,"(…)
    "Vielmehr waren die Rechteinhaber bislang stets bemüht, Schadensersatzprozesse zu meiden und mit den Betroffenen Vergleiche zu schließen." (…)

    das schreit doch gerade nach einer "angemessenen" Aufarbeitung. Wenn sich zunehmend staatsfremde Institutionen wie die IFPI als Ordnungshüter aufschwingen, nur weil ihre Bilanzen in den A**** (sorry, musste sein) gehen, dann wirds mal wieder Zeit auf die Barrikaden zu gehen.

  21. Seb meint: (26.5.2006 um 21:42) AntwortenReply to this comment

    Ich weise hier mal aif die mpglichkeit hin amerikanische binäre newsgroupserver mit ssl verschlüsselung zu benutzen.
    Diese Systme sind schon älter als das www und haben auch bisher keinen Angriff erfahren. Da kann es um Musik oder Kinderpornos gehen. Nicht dasich zweiteres befürworten würde. Bei ersterem sehe ich durch die digitalisierung das Recht auf meiner Seite .. es tut mir leid liebe Musikindustrie: ich downloade, nach Lust und laune .. aber nur weil ihr das was ich ziehe nicht anbietet: gescheite DJ Mixe ;)
    Die IFPI kann gerne bei mir daheim vorbeikommen und das Material auswerten … bzw mit der Staatsanwaltschaft auftauchen. Es ist immer noch so wie 1999-2000, b ei der ersten grossen NApster Welle: Die Welt, bzw das Inetrnet ist nicht halb so einfach wie man es den lieben Ex-Studies (BWL etc) glauben machen wollte und die versuchen nun ihre verpasste chance viiiiiieeeel Geld zu verdienen anders zu kompensieren .. es soll ja durchaus Firmen geben die Ihre Umsätze gerade dank MP3 steigern konnten.
    Die Aktuellen Enten in der Presse von illegalen tauschbörsen sind nichts als reine Lügen …. es tut mir leid .. aber so lange die sooo geschädigte Musikindustrie sich verhält wie die GEZ werd ich auch ned weniger stur … Ich hör mir grade eine Aufnahme aus dem Jahr 1999 an, aus einem grossen Münchner Club, die hätte niemand veröffentlicht, nur hats jemand mitgeschnitten und mir netterweise im 4,5 std Format zukommen lassen .. das dies aber leider viiiiieeel Gema kosten würde, tuts auch keiner veröffentlichen ….. tja … legal, illegal .?? Hauptsache Gute Musik . .und die kommt sicher auch wen sony und bmg pleite sind ;)

  22. med_maxx meint: (27.5.2006 um 22:38) AntwortenReply to this comment

    habe ich das richtig verstanden? logistep hat eine Software entwickelt, mit der man den trafic einschlägiger Server überwachen kann. Ohne richterliche Anordnung, einfach so aus kommerziellen Gründen. Die logs werden verkauft und/oder Firmen angeboten, die von sich aus gar nicht tätig geworden wären.

    Tolle Geschäftsidee! Könnte ich doch auch machen. Einfach Kameras an hochfrequentierte Kreuzungen oder auf Autobahnbrücken montiert und die Kasse kann klingeln….

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