NUR SCHWERHÖRIGE
Der Beklagte erwidert:
Ich bin zwar Blond abba nich Blöde … somit bin ich der Firma B. nicht zur Rechenschaft verpflichtet wie und was ich haben will, oder warum es genau so sein solllte!!! Immerhin ist der Kunde König, oder trifft das bei der Firma B. nicht zu!? Meine “Sonderwünsche” habe ich der Klägerin ganz sicher am Telefon mitgeteilt, scheinbar arbeiten dort nur Schwerhörige, die das was der Kunde am Telefon sagt nicht hören und / oder nicht hören wollen! … Noch Fragen HERR Anwalt???
Der hat es Ihnen aber gegeben, Herr Vetter.
das trifft aber leider nicht nur für firma b zu :)
aber was den letzten satz angeht, hätte ich gerne die antwort vom "HERRN Anwalt" gehört :)
normal hätte er mit "noch fragen, kiensle?" beenden müssen. und dann natürlich "ja, hauser!"
so ging das doch. oder?
vielleicht wars der ja der franz. der wär im geschäft nicht nur könig, sondern kaiser.
Ich wette, die Antwort auf diesen grandiosen Vortrag war:
"Der Kunde ist König! Es lebe die Revolution!"
Grüße!
Besonders im Servicesektor gibt es einige Kunden die denken daß man entweder a)aus karitativen Gründen oder b)um sie zu ärgern für sie arbeitet. Wenn man so einen am Hörer hat – gleich abwimmeln oder alles doppelt idiotensicher auf Lieferschein/Kundendienstbericht usw. vermerken und unterschreiben lassen!!
Wieviele Probleme man doch loesen koennte, duerfte man konsequent jedes Kundengespraech aufzeichnen…. die Welt waere eine bessere.
Wenn er außer der Schwerhörigen-Theorie keine Argumente hat, dürfte das Verfahren schnell erledigt sein. So ganz ohne schlüssigen Vortrag. :-)
@6: Darf man nicht jedes Kundengespräch aufzeichnen? Wird bei uns in der Bank definitiv gemacht. Gibt gelegentlich mal nen Kunden, der meint, er hätte was anderes gewollt. Dann wird das Gespräch abgehört und gut ist.
@8: Ich hoffe die Kunden werden im Vorhinein darüber auch informiert?!
@ TK: beim Beklagten heisst das erheblich, nicht schlüssig. Tsts. Fachvokabularvermurkser.
Na, wenn das mal keine klare Ansage ist, Herr Vetter!
Ich glaube, dass der Kunde der Gesprächsaufzeichnung zustimmen muss, ansonsten hat die Aufzeichnung keinerlei Beweiskraft oder so.
@ 12: korrekt
@12: Und ich würde vermuten, dass auch eindeutig nachweisbar sein muss, dass es sich um den Kunden handelt. Bei Banken dürfte es nicht so problematisch sein, weil sich der Kunde vermutlich bereits mit seiner PIN identifiziert haben dürfte, bevor er im Call Center landet.
Genau deswegen abwickle ich mein Geschäft immer nur schriftlich.
der vortrag entbehrt nicht eines gewissen charmes. vielleicht sollte man sich nun über die beweislasten gedanken machen, das bestreiten war jedenfalls eindeutig.
:-)
Ich sehe doof aus. Ist so, kann man nichts machen. Das führt dazu, daß Verkäufer immer wieder glauben, mich verarschen zu können. Ja, ich würde gerne jedes Verkaufsgespräch aufzeichnen. Wenn es was zum Aufzeichnen gibt. Man ignoriert mich gerne schon mal eine halbe Stunde an der Theke.
Wenn ich bedient werde, wird jeder miese Trick versucht. Da werden schnell die angebrannten Brötchen oder das vergammelte Gemüse eingepackt, ein wesentlich teureres Produkt als das verlangte rübergereicht oder das Wechselgeld vergessen.
Oh ja, ich habe richtig Spaß mit Verkäufern.
@ Klaus:
Das kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand doof aussieht, es aber nicht ist, da kann man immer was machen.
Wie wäre es mit einer Brille ohne "echte" Gläser? Rahmenlos? Das macht was her! (Sorry, dass ich hier so in Oberflächlichkeiten abgleite)
Seit wann ist denn der Kunde König? Das war mal in grauer Vorzeit so, aber heute sieht das Ganze schon anders aus!
Ich war gestern in einem Supermarkt, da gab es eine Aktion: 5 Teile kaufen und Betrag x bezahlen … an der Kasse dann wurde aber nicht Betrag x berechnet, sondern ein höherer Betrag! Kommentar der Mitarbeiterin: "Dann haben SIE halt die falschen Produkte gekauft!"
Ich bin zwar blond, aber nicht blöd: Niederlassungsleiter kommen lassen, ihm seine eigene Werbung unter die Nase gehalten (lag da überall rum …) – und dann erfahren, dass es wohl doch ein Versehen des Supermarktes ist, dass zwei Produkte der entsprechenden Aktion noch nicht umgeschlüsselt waren!
Aber: Eine Entschuldigung oder etwas ähnliches – Fehlanzeige!
In dem Supermarkt war ich heute gleich zweimal … das erste und das letzte Mal!
@19. Andreas Klein:
Sehr gut! Das ist die einzige Sprache, die die verstehen. Einfach keinen Umsatz machen.
Ich mache das seit Jahren so, dass ich nur denjenigen Firmen mein Geld gebe, die mir nicht das Gefühl geben, als Kunde im Mittelpunkt, und damit irgendwie im Weg zu stehen…
Andererseits bin ich extrem treu, wenn ich gut beraten wurde. Ich kaufe z. B. alle meine Möbel seit 14 Jahren bei ein und dem selben Möbelhaus. Es ist bei weitem nicht das billigste, die haben mich aber bereits vor 16 Jahren ernstgenommen, als ich als ziemlich unflüssiger Student eine gescheite Küchenplanung haben wollte bevor ich mit dem Umbau meines Elternhauses begonnen habe.
Ich gehe mittlerweile soweit, dass ich auch keine "Marken"-Produkte mehr kaufe, deren Werbung mir auf die Nerven geht – selbst dann wenn die extrem lecker schmecken. Seien es schlecht gemachte Fernsehwerbespot oder Sponsoringeinblendung im Privatfernsehen, vom Verkehr ablenkende "Wechselsuperposter" oder Produkte, die mit halb oder ganz nackten Frauen auch gar nichts zu tun haben, aber damit in Hochglanzanzeigen beworben werden.
Das einzige was mir nicht gelingt ist, keine Produkte zu kaufen, die irgendwie mit FIFA-WM-2006 beworben/verpackt/in Verbindung gebracht werden. Schade.