ABMAHNUNG FÜR TIPPFEHLER
Eine langjährige Angestellte der Stadtsparkasse Herdecke hat eine Abmahnung bekommen, weil in einer Mail ein Buchstabe fehlte. Für den nächsten Tippfehler wurde ihr sogar eine Kündigung in Aussicht gestellt. Das berichtet die taz.
(Danke an Marc Wickel für den Hinweis)

Quelle: wulkan (www.wulkan-comic.de)
Abmahnen scheint derzeit ein beliebtes Hobby zu werden. Der Anlass ist ja erstmal egal. Man pflegt ein Hobby schließlich aus Liebhaberei. Wenn man in Deutschland offenbar nichts Besseres zu tun hat … *kopfschüttel*
"Der Imageschaden, der der Sparkasse durch solch einen Mangel im Kundenverkehr entstanden ist, lässt sich schwer beheben." – ähm, dass die Sparkasse einen Imageschaden hat, wissen wir ja, aber der kommt sicher nicht von Tippfehlern.
hach … ach wie gut das niemand weis, das ich seit ich ein konto woanders hab, auf die Münchner Stadtsparkasse schei.. ;)
Ganz im Ernst: Witzlos und die Herren Chefs haben es verdient. Wie so oft: Diplom in der Tasche und meinen die Dame aussm vorzimmer einfach mal so abschiessen zu können … rausmahnen geht schon .. aber dann aber miot einem gewissen rest an anstand … aber evtl gibt man den ja ab wenn man das BWL Diplom bekommt oder büsst ihn ein weil er beimm Kopfanspitzen einfach abgerieben wird .. PFUI
Unglaublich. Der Imageschaden kann ja nicht so groß sein, wenn sich nur einer von 3000 darüber aufregt. Das klingt eh stark nach Werbepost. Die liest doch eh fast keiner. Ich möchte nicht wissen, wieviele Rechtschreibfehler ich finde, wenn ich meine Werbung lesen würde, anstatt sie sofort in den Müll zu befördern.
was wiederum mal zeigt, dass für die menschen mit dem höheren gehalt andere maßstäbe gelten …
:-(
Da scheint jemand nicht begreifen zu wollen, wie sich das mit Fehlern und Arbeit verhält: wo gearbeitet wird, werden Fehler gemacht. Fehlerfreiheit gibt es nur, wenn nicht gearbeitet wird.
Ist doch eigentlich ganz einfach.
Und wenn ein Kunde sich über so einen Sch**** aufregt, kann es sich, meiner Erfahrung nach, nur um einen Kunden handeln, der im pädagogischen Bereich arbeitet – sprich Lehrer/in.
Ich schätze, man will die Dame los werden und sucht dafür nach einem Grund. Das Arbeitsrecht treibt insofern also merkwürdige Blüten, denn anderswo würde man ihr einfach kündigen.
Spätestens nach dem Bericht der TAZ dürfte der Imageschaden (Stichwort Korinthenkacker) wohl größer sein als durch den Rechtschreibfehler. Fliegt jetzt der Abmahnende raus?
Ich bekomme seit Wochen täglich bei der Kursabfrage zu lesen: "Die comdirect bank interessiert sich für
Ihre Mainung und verlost dafür 10 x 100 EUR!" Wer findet den Fehler? ;-)
@3: Wenn ich auch mal meinen Vorurteilen freien Lauf lassen darf: Wer so mit seinem Personal umspringt, hat ein Problem mit seinem Selbstwertgefühl. Und deswegen sind es meist diejenigen, die nur eine Ausbildung gemacht haben oder einen schlechteren FH-Abschluß, die meinen, ihre Position verteidigen zu müssen, indem sie besonders intensiv nach unten treten.
Also, wenn ich Email mit Tippfehlern von Unternehmen bekomme, heißt das für mich meistens nur eines:
Die tippen noch selbst und lassen nicht jeden "Furz" generieren, was imo immer noch schlechter wirkt (das generieren)!
Die Sparkasse? Das ist doch der Verein der seine Kunden, im TV Spot, nicht zu Wort kommen lässt und mittels Hubschraubern in entlegene Teile der Welt verschleppt. Zahnbürste dabei?
Mich würde ja mal interessieren, was das für ein Kleingeist von Sparkassen-Kunde ist, der sich extra die Mühe macht, ein Pamphlet über den schlechten grammatikalischen Stil aufzusetzen.
@8: Ich würde mal sagen, NAGEL AUF DEN KOPF GETROFFEN! Wäre eigentlich nur die logische Folge, denn wer hat für mehr Aufsehen gesorgt? Die nette Sachbearbeiterin hat lediglich die Resonanz von einer Person, der werte Diplo-matiker jedoch vom halben Sauerland und dreiviertel des Ruhrgebiets.
Die Spasskasse mal wieder…
Bei einer Bank, die so mit ihren MitarbeiterInnen umspringt, würd ich mein Geld jedenfalls ganz bestimmt nicht anlegen. Die können doch nicht so doof sein, dass sie nicht merken, dass eine solche überzogene Reaktion erst überhaupt den Imageschaden bewirkt?
Ich bekomme auch ständig Mails von meiner Bank, die voller Rechtschreibfehler sind. Da fehlt meistens nichr nur ein Buchstabe, sondern ganze Sätze sind vollkommen verschroben. Aber das finde ich nicht so schlimm, denn ich verstehe meistens trotzdem, was ich wo eintippen soll.
Viel mehr ärgere ich mich, das in letzter Zeit dafür ständig Geld von meinem Konto verschwindet. Darüber sollte ich mich mal beschweren!
Auch ich mag es nicht, wenn man mir im schlechten Stil schreibt, ob ich mich allerdings aufgrund eines fehlenden s beschwert hätte, bezweifle ich. Eine Antwort hingegen empfand ich bei einem Karstadt-Newsletter für notwendig, der so begann: "das größtes Sportevent dieses Jahrtausends in Deutschland rückt näher". Erst jetzt fällt mir auf, dass dort ein s zuviel ist.
Die Reaktion der Sparkasse ist überzogen und nicht zu rechtfertigen.
yeaah, wollen wir nicht der Sparkassse helfen und das Thema noch ein bisschen weitertragen. Nur der Rechtschreibung wegen
yeeah, Nur Lehrer als Korinthenkakker? Vielleicht hat der Abmahnende einfach nur ein etwas unausgewogenes Liebesleben?
Aber: ist die Sache mit den Kommas nicht eh mehr oder weniger Ansichtssache, zumal bei dem Durcheinander von alter und neuer Rechtschreibung?
Fuer mich ist die Art des Umgangs mit dem Personal immer auch ein deutlicher Hinweis darauf, welchen Umgang ich als Kunde bei etwaigen STreitfaellen zu erwarten habe.
also: was fuer eine Visitenkarte!
Wenn die Sparkasse konsequent ist gibt es wohl demnächst 2 Vorstandsposten neu zu besetzen, von leichter Farlässigkeit kann mensch ja bei dem Verhalten der beiden noch amtierendenden nicht mehr schreiben.
@20 lui: Was verdient man denn so als Sparkassen-Vorstand? Wenn die beiden Stellen jetzt frei würden, dann könnten wir uns doch darauf bewerben. Nur wenn's lukrativ ist, natürlich.
Ich für meinen Teil arbeite sehr gern mit gestandenen Frauen zusammen, am liebsten mit welchen die ein paar Jahre Karriere ihren Kindern "geopfert" haben. Sie sind extrem belastbar, können geschickt verhandeln und lassen sich durch fast gar nichts aus der Ruhe bringen. Außerden arbeiten sie hart ohne einen großen Bohei darum zu machen, nahezu fehlerfrei.[/bewerbung]
Vielleicht "steckt ja mehr dahinter". Aus den Meldungen ergibt sich bislang nichts mit Substanz, aber vielleicht ist die Mitarbeiterin ja "unbequem" und es leider nichts besseres gegen sie vor, was hätte genutzt werden können. Und das ist ein verzweifeltes "W-wir k-können auch a-anders!"
Die betroffene Sparkasse hat ein Kontaktformular auf ihrer HP.
Ich habe denen eben geschrieben, dass ich nach dieser Meldung mein Konto sofort kündigen würde, hätte ich es bei dieser Bank. Bin ja mal gespannt, ob die mir antworten. Vielleicht kriegen die ja noch mehr Fanpost derzeit.
@23: kriegen sie ganz sicher
@23: Danke für den Hinweis, da hätte ich auch selber drauf kömmen können. Habe denen gerade meine Bewerbung gemailt.
ich stamme aus dem städtchen … peinlich sowas. hab ihnen auch mal ins kontaktformular gehustet.
Wenn die Dame eine Abmahnung für diesen kleinen Fehler bekommt, was würden die denn dann mit unserem "Callboy" machen? Standrechtlich erschießen, oder was?
Ich habe das Gefühl, die Verantwortlichen bei dieser Bank haben jeden Sinn für Realität verloren. Vielleicht sollten die sich ihr eigenes Geschreibsel auch mal durchlesen. Sobald sie dann zwei Rechtschreibfehler gefunden haben, dürfen sie sich dann fristlos kündigen lassen. Ich hoffe einfach mal, dass auch die Geschichte ordentliche Wellen schlägt.
Gleich abzumahnen ist vielleicht etwas hart, aber den Verweis auf den Imageschaden kann ich nachvollziehen. Unprofessionalitaet kann Kunden/Mandanten kosten. Ich lass meine Briefe auch neu schreiben, wenn ein "s" fehlt.
Sparkasse Herdecke mahnt Mitarbeiterin wegen Rechschreibfehler ab
Einen Fehler, welcher öffentlichkeitswirksam geworden ist, wollte man rügen. Nun hat man die Presse aufgerüttelt. Ist es wirklich nur der Fehler, der per Abmahnung gerügt werden sollte?
<a href="http://www.adben.de/nachtragend/2006/06/sparkasse-herdecke-mahnt-mitarbeiterin_07.html" rel="nofollow">Weiterlesen</a>
für mich nie wieder Sparkasse Bielefeld – ich fühle mich als Schrottimmobiliengeschädigter der Sparkasse. Never ever!
aus der Lokalausgabe Westfälischen Rundschau:
"Sparkasse hat Abmahnung zurückgenommen
Herdecke. Die Sparkasse hat die Abmahnung zurück genommen, die eine Mitarbeiterin wegen eines Tippfehlers erhalten hatte. In einer Mail an die Kundschaft hatte versehentlich "diese Kontos" gestanden, wo "dieses Konto" hätte stehen müssen. Die Ankündigung eines Gütetermins vor dem Hagener Arbeitsgericht hatte weite Kreise gezogen. Nun fällt der Gerichtstermin aus. Von der Sparkasse waren gestern keine weiteren Auskünfte zu erhalten. Ein Vertreter der Sparkasse: "Zu vertraulichen Personalangelegenheiten geben wir grundsätzlich keine Informationen". "
@33: Ich hoffe dann einfach mal, dass den Verantwortlichen für die Abmahnung die Ohren lang gezogen wurden. Immerhin haben sie eine gütliche Lösung gefunden.
Das ist in der Tat ja schon mal sehr erfreulich und erspart allen viel Zeit und Nerven.Für die Vermeidung des Imageschadens ist es wohl zu spät, dumm gelaufen…. Fraglich ist nur wie nun die Arbeitsatmosphäre für die Dame ist, da sie doch im Vorzimmer des Vorstands saß, oder ??
Niemad http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20060502_1bvr069806.html
Niemand muss sich an Rechtschreibregeln halten.
http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20060502_1bvr069806.html
Beschluss zur Rechtschreibreform.
Eine Abmahnung halte ich für übertrieben. Eine Rüge war aber durchaus angebracht, immerhin hat die Dame ihren Job nicht richtig gemacht. Gerade Rechtschreibfehler in Info- und Werbemails großer Unternehmen treffen bei mir einen äußerst empfindlichen Nerv. Sowas darf meiner Meinung nach nicht passieren. Leider schleicht sich an dieser Stelle immer häufiger der Fehlerteufel (Freitags-Floskel) ein, was eigentlich sehr leicht vermieden werden könnte.
Soeben in deren Webformular eingetragen:
Hallo liebe Sparkasse, ich habe auf Euer Website einen schlimmen Rechtschreibfehler gefunden: "Sicher bei Montezuma´s Rache." mit Deppenapostroph! Ich finde so etwas unzumutbar bei einem seriösen Unternehmen wie einer Sparkasse. Laut Impressum sind Herr Borgmann und Herr Buerdick für diese Seite verantwortlich. Diese beiden Herren würde ich sofort rausschmeissen oder zumindest abmahnen. Das ist ja nicht nur ein Flüchtigkeits- oder Tippfehler sondern einfach mangelnde Schulbildung.
@9 Ich kaufe ein "z"… ;-)
Zitat:
Peter meint: (9. 6 .2006 um 11:09)
"Eine Abmahnung halte ich für übertrieben. Eine Rüge war aber durchaus angebracht, immerhin hat die Dame ihren Job nicht richtig gemacht. Gerade Rechtschreibfehler in Info- und Werbemails großer Unternehmen treffen bei mir einen äußerst empfindlichen Nerv."
Hi,
die Dame hatte eine Abmahnung bekommen und keine Rüge!
Deshalb müsste die richtige Satzformulierung so lauten:
"Eine Rüge wäre aber durchaus angebracht gewesen,immerhin hatte
die Dame ihren Job nicht richtig gemacht".
Die Abmahnung wurde zurück gezogen.. jetzt bin ich gespannt, was die so sehr auf Konsequenz bemühten Vorständen "passiert" und ob sie "gegen sich" ebenso konsequent handeln.
fin ih abslut in Odnung :-)
Das ist der Hammer!
Gibt es schon ein Ergebnis?