9.6.2006

ZEITVERSETZT

Die Männer mit dem Elektrogrill, auf dem Balkon schräg gegenüber, jubeln zeitversetzt. In ihrem Fernseher fallen die Tore fünf Sekunden später als im Rest der Siedlung.

Bin gespannt, wann der erste sie mit einem gut platzierten “Tooooooor!” auf die Schippe nimmt.

33 Kommentare zu “ZEITVERSETZT”

  1. Solicitor meint: (9.6.2006 um 18:56) AntwortenReply to this comment

    Das ist ja fast so wie damals bei den zeitverzoegerten MTV Awards, wo Ossi Osbournes (?) Schimpfwoerter rausgeschnitten wurden. Wurde bei den Nachbarn eventuell das ein oder andere Foul editiert? ;-) Meine Nachbarn haben sich vorhin lautstark ueber das Tor Costa Ricas gefreut. Jetzt haengt meine Deutschlandflagge aus dem Fenster und seitdem is' Ruhe.

  2. F.R. (Psycho-Blog) meint: (9.6.2006 um 19:01) AntwortenReply to this comment

    *lol*

    Sowas hab ich aber auch schon bemerkt. Beim Telefonieren zufällig bemerkt beim Schauen derselben Sendung: über Kabel scheint es im Vergleich zum Empfang über terrestrische Antenne ne Verzögerung zu geben.

    Ähm… Fußball ist mir allerdings wurscht!

  3. lui meint: (9.6.2006 um 19:09) AntwortenReply to this comment

    Das ist der Preis der Digitalisierung, die Rechnerrei braucht halt etwas. Das ZDF scheint wohl noch ein paar analoge Strecken zu fahren, wenn die ARD überträgt dürften die TVs wieder syncron laufen, nur die Radiohörer schreien zu früh (realtiv gesehen)

  4. Dietrich meint: (9.6.2006 um 19:35) AntwortenReply to this comment

    Hä – Udo, bist Du auch Fan des getretenen Balles?
    Ich (habe) hatte hier im Büro einen Sat-Empfänger nebst Fernseher und Videoaufzeichnungsmöglichkeit. Die Klamotten habe ich leichten Herzens dem Hausmeister zur Verfügung gestellt. Dann kann er in seinem Keller die bescheidene Fußball-WM schauen und den Mist aufzeichnen – für eine spätere Generation. Und die will es nicht mehr sehen: OPA, ES REICHT!
    Ich brauche diesen Zirkus wirklich nicht.

  5. Udo Vetter meint: (9.6.2006 um 19:47) AntwortenReply to this comment

    Ich habe Kabel. Ich frage mich nur, wie das mit der Uhr bei der Tagesschau klappt.

  6. Jerome meint: (9.6.2006 um 20:09) AntwortenReply to this comment

    Ist beim Grill schon der Endstand angekommen? ;)))))

  7. jinks meint: (9.6.2006 um 20:10) AntwortenReply to this comment

    Wir haben hier in unserer Kneipe 1x Fernseher am Kabel und 1x Beamer der am (digitalen) Sat hängt.
    Kabel ist ca. 5-7 Sekunden schneller….

  8. matze meint: (9.6.2006 um 20:11) AntwortenReply to this comment

    Habe ich aber auch schon mal beim Morgenmagazin bemerkt, wird eigentlich gleichzeitig in ARD/ ZDF gesendet, Signal ist aber nicht synchron, mehrere Sekunden Unterschied.

  9. Robert meint: (9.6.2006 um 20:13) AntwortenReply to this comment

    Vielleicht ist das auch eine Vorsorgemassnahme der Bau- oder Sicherheitsbehörden, wenn alle im Haus gleichzeitig jubeln und springen würden, wäre die Stabilität der Immobilie nicht gewährleistet.

  10. Helmar meint: (9.6.2006 um 20:16) AntwortenReply to this comment

    Zeitversetzt dürfte Premiere gewesen sein, die sind aus technischen Gründen immer einige Sekunden hinterher.

  11. powermax meint: (9.6.2006 um 20:24) AntwortenReply to this comment

    Laßt Ihnen die Zeit!
    Mit'nem Elektrogrill brauchen die auch beim Fleisch etwas länger… ;-))

  12. Torsten meint: (9.6.2006 um 20:33) AntwortenReply to this comment

    Solche Beobachtungen sind genau das richtige für unser neues WM-Blog :-)

    http://kick-dich.de/

  13. neffs meint: (9.6.2006 um 20:36) AntwortenReply to this comment

    DVB-T geht z.B. wohl grundsätzlich vorher über Satellit. Das bringt schon mal ne Verzögerung gegenüber z.B. analogem Kabel.

  14. Radio- und Fernsehtechniker meint: (9.6.2006 um 20:43) AntwortenReply to this comment

    MUHAHAHAHA!!!!! DVB-T vorher über Satellit! Ich schmeiss mich weg!
    Wer hat Dir denn dieses Märchen erzählt? Gebrüder Grimm? Gevatter Tot?
    Zitat eines prominenten Zeitgenossen: "…und wer keine Ahnung hat – einfach mal Fr…. halten!

  15. Arno Nühm meint: (9.6.2006 um 21:27) AntwortenReply to this comment

    Elektrogill?
    ELEKTROgrill ??
    ELEKTROGRILL !!!!
    http://blog.beetlebum.de/2006/05/18/elektrogrill-wtf/

  16. Lars meint: (9.6.2006 um 22:02) AntwortenReply to this comment

    Vielleicht schauen sie ja auch mit Festplattenreceiver.

    Damit sie zwischendurch mal Pause machen können, falls einer von ihnen pinkeln muß.

  17. Anonymous meint: (9.6.2006 um 22:11) AntwortenReply to this comment

    Oder der Liferdienst klingelt. Herr Klinsmann zeigt uns das ja sehr schön in der Werbung.

  18. kommentator meint: (9.6.2006 um 22:13) AntwortenReply to this comment

    wer radio hört, jubelt vor denen die fernseh schauen
    hat mal ein kommentator gesagt

  19. mister t meint: (10.6.2006 um 00:00) AntwortenReply to this comment

    Wie (3) das schon beschrieben hat: der Preis der Digitalisierung.
    Feldversuch im eigenen Haus: wir verfolgen das Radioprogramm von WDR 1live. Am "schnellsten" ist das analoge Radio im Badezimmer, gefolgt vom analogen Satelitenrecevier im eigenen Zimmer. Weit abgeschlagen folgt dann der DVB-S-Receiver im Wohnzimmer…

  20. kristof meint: (10.6.2006 um 00:02) AntwortenReply to this comment

    wer über dbox zdf schaut, jubelt auch später als die ohne dbox…

  21. Andreas meint: (10.6.2006 um 03:18) AntwortenReply to this comment

    Ich habe bis Februar bei der Tagesschau gearbeitet und sass während meiner Schichten mit in der Regie. Dort sieht man die verschiedenen Stationen des Sendesignals auf den Bildschirmen – zwischen dem gehörten Studioton (ohne Verzögerung) und dem Sendesignal das vom Stern (zentrale Verteilung in Frankfurt) zurück kommt liegt ca. 1 Sekunde. Rein durch Signallaufzeit. Im digitalen Fernsehen (dvb-t etc.) ist der Unterschied nochmal wesentlich größer (wahrscheinlich auch um die 5 Sekunden).

    Im Übrigen werden fast alle Signale über Satellit zu den einzelnen Verteilerstationen (egal ob Kabel, dvb-t oder analog-terrestrisch) transportiert. Erst ab der Verteilerstation gehen sie getrennte Wege.

  22. Jochen Notholt meint: (10.6.2006 um 10:19) AntwortenReply to this comment

    Davon abgesehen: Es gibt auch regionale Zeitverschiebungen in den Kabelnetzen. Wenn ich (Münster) mit München telefoniere, bin ich z.B. bei der ARD ca. 5 Sekunden langsamer dran, bei RTL dagegen entsprechend schneller. Sind beides Kabelanschlüsse. Seltsam.

  23. Moritz meint: (10.6.2006 um 11:11) AntwortenReply to this comment

    "Rein durch Signallaufzeit."

    Fällt mir irgendwie schwer zu glauben bei 300 000 km /s müssen die Kabel ja ewig lang sein.

  24. Udo Vetter meint: (10.6.2006 um 11:46) AntwortenReply to this comment

    Noch mal meine Frage:

    Wie machen die das mit der Uhr in den Nachrichten?

  25. Jens meint: (10.6.2006 um 12:06) AntwortenReply to this comment

    @ Moritz:
    Deutlich mehr Zeit geht in den Umsetzern/Verstärkern usw. verloren, die ebenfalls in den Übertragungsstrecken vorhanden sind.

  26. Radio- und Fernsehtechniker meint: (10.6.2006 um 12:08) AntwortenReply to this comment

    @24:
    Das codierte TV-Signal, welches aus Bild-, Ton- und Datensignalen besteht, muss erst decodiert werden, um daraus die einzelnen o.g. Signale gewinnen zu können.
    Das Zeitsignal ist "ähnlich" wie bei DSL auf das TV-Signal aufgelegt. Mit einem Unterschied: es ist nicht codiert.
    Somit sind Videotext-Uhr und "Nachrichten-Uhr" am gleichen Gerät bereits zeitversetzt.
    Desweiteren hat jeder Sender die Möglichkeit, das Zeitsignal um X Sekunden vorzusetzen, um diese Verschiebung zu kompensieren, da solche Verschiebungen ziemlich genau berechnet werden können.
    Um nochmal auf die Satellit-Geschichte zurückzukommen: Letzen Endes (um tausend Ecken) wird heutzutage alles über Satellit geschickt – vom Sender per Satellit zu den einzelnen Empfangsstationen. Diese Empfangsstationen können sein z.B. Kabel Deutschland, Fernsehtürme (von wo aus dann DVB-T ausgestrahlt wird) oder aber der Endkunde mit seiner Satanlage direkt.
    Wer heutzutage mit einer "alten" Satanlage (also analog) Fernseh schaut, hat das "schnellste" Fernsehen.

  27. Dietrich meint: (10.6.2006 um 17:15) AntwortenReply to this comment

    Zeitverschiebung in der Größenordnungen von einige Sekunden ist ungewöhnlich.
    Ich habe hier die Möglichkeit, Radio per Antenne (stinknormale UKW-Antenne) bzw. per Satellit zu empfangen. Dass das Signal vom Satelliten zeitverzögert eintrifft, ist hörbar. Das Signal hat fast 50tausend Kilomenter aufm Buckel. Das braucht eben seine Zeit: 300tausend Kilometer = ca. 1 Sekunde. Ein sechstel davon, es ist hörbar.
    Ähm – eine Echomaschine im All, aufwendige Technik für eine Echo-Erzeugung. Das ging mit einer 'Echolette' preiswerter, und das Ding konnte eingestellt werden.
    http://www.dynacord.de/echolette.php

  28. Andreas meint: (10.6.2006 um 18:25) AntwortenReply to this comment

    Das habe ich mich auch die ganze Zeit gefragt. In den Redaktionsräumen und der Regie hängen grosse LED-Uhren (hab den Hersteller vergessen), die wohl alle an einen zentralen Zeitserver im Haus angeschlossen sind. Da ich keine Funkuhr zum Vergleich hatte, gehe ich einfach davon aus, dass die Uhr nur am Sendeort (Hamburg) auf die Sekunde genau stimmt und die Verschiebung durch Laufzeiten ignoriert wird. Alles andere wäre wohl zu aufwändig.

    Die Tagesschau-Uhr wird auf jeden Fall von Hamburg aus zentral eingespielt (läuft die ganze Zeit auf einem eigenen Gerät mit). Der Livestream auf tagesschau.de ist auch um mehrere Sekunden verzögert.

    Die Zeitverzögerungen kommen wohl hauptsächlich durch zwischengeschaltete Geräte zustande (zähle ich auch zu Signallaufzeiten) – sichtbar ist das am deutlichsten beim digitalen Signal (Nachtsendungen, digitale ARD-Kanäle) – das gesamte Processing braucht seine Zeit.

    Andreas
    PS: Wenn es wichtig ist kann ich gerne nochmal bei alten Kollegen anrufen und genau nachfragen ob die Uhr genau geht oder vorgestellt ist. :-)

  29. DieterK meint: (10.6.2006 um 21:50) AntwortenReply to this comment

    Da die Laufzeitverzögerungen je nach Übertragungsweg unterschiedlich sind, macht es absolut keinen Sinn, die Uhrzeit zu verstellen.

  30. Hans meint: (11.6.2006 um 03:18) AntwortenReply to this comment

    Zu erwähnen bleibt noch, dass selbst unter DVBT-Receivern Unterschiede entstehen können: Dies liegt an den unterschiedlichen Rechenleistungen der einzelnen Geräte.

  31. Thomas meint: (11.6.2006 um 10:42) AntwortenReply to this comment

    Bei Digitaler technik kommt der Löwenanteil der Verzögerung aus der Decodierung des digitalen Fernsehsignals im Reciever. Darum hören auch Leute die analoges Radio hören, das Signal am schnellsten, da dort das Signal auf direkt weg zum Radio kommt und dort direkt in die Lautsprecher geht

  32. Rowerle meint: (3.7.2006 um 21:22) AntwortenReply to this comment

    So, jetzt hat sich auch mal das Blättchen aus dem Dorf an der Düssel dieser Sache angenommen und anschaulich dokumentiert:
    http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/multimedia/tv/338477
    Ich frage mich nur, wieso die sooo schnellda drauf kommen konnten *g*!
    *greets*

  33. wolfgang meint: (3.7.2007 um 21:12) AntwortenReply to this comment

    also, ich habe während dem vorspann der tagesschau immer eine funkuhr im visier. wenn es 20:00 ist, ist es auf der fernsehuhr 7 sekunden vor 20:oo uhr. in der zeit kann man auch gut zensieren.lach.

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